DE10208927A1 - Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen - Google Patents
Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von LandfahrzeugenInfo
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist eine Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen. Eine solche Desinfektionsvorrichtung zu schaffen, mit der sämtliche Landfahrzeuge vollständig, effektiv und kostengünstig desinfizierbar sind, wird mit einer das Landfahrzeug übergreifenden Tragvorrichtung (18) und mit einer an der Tragvorrichtung (18) gehaltenen Sprühvorrichtung (20) zum Aufsprühen eines Desinfektionsmittels auf das Landfahrzeug erreicht, wobei die Sprühvorrichtung (20) eine das Landfahrzeug umlaufende Leitung (22) umfasst, an der eine Anzahl in Richtung zum Landfahrzeug ausgerichtete Düsen (24, 25, 26, 27) angebracht sind, wobei die Düsen (24, 25, 26, 27) über die gesamte Leitung (22) verteilt sind, so dass das Landfahrzeug von oben, von unten, von rechts und von links ansprühbar ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen, wie sie beispielsweise zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche oder der Schweinepest eingesetzt werden. Da diese mobilen Desinfektionsanlagen nur im Ausnahmefall gebraucht werden, sind sie normalerweise bei der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk oder einer ähnlichen Organisationen eingelagert, um bei Eintritt einer entsprechenden Seuche in kürzester Zeit zum Einsatzort transportiert, dort aufgebaut und betrieben zu werden.
- Diese Desinfektionsanlage dient zum Desinfizieren von Lkw's, Pkw's und dergleichen, wobei das betroffene Fahrzeug auf eine flüssigkeitsdichte Desinfektionswanne fährt und dort mit dem Desinfektionsmittel besprüht zu werden. Überschüssiges und vom Fahrzeug abtropfendes Desinfektionsmittel wird in der Desinfektionswanne aufgefangen und kontrolliert entsorgt.
- Bei den bekannten Desinfektionsanlagen wird zunächst rechts und links der Desinfektionswanne ein Baugerüst erstellt, an dem Schläuche oder Rohre mit entsprechenden Düsen befestigt werden, so dass die Fahrzeuge von der Seite besprüht werden können. Darüber hinaus wird ein Sprührohr am Boden verlegt, um den Fahrzeugboden und die Radkästen zu desinfizieren. Damit die Fahrzeuge beim Überfahren das auf dem Boden liegende Sprührohr nicht beschädigen, ist eine entsprechende Überfahrrampe vorgesehen.
- Bei der jüngsten Maul- und Klauenseuche hat sich herausgestellt, dass der Aufbau derartiger Gerüste langwierig ist und viele Helfer benötigt. Der Gesamtaufbau einer solchen Anlage dauerte viel zu lange, so dass eine schnelle und gezielte Tierseuchenbekämfung nicht immer sichergestellt werden konnte.
- Des Weiteren hat sich herausgestellt, dass die Desinfektion der Fahrzeuge von unten und von der Seite nicht immer ausreichend ist und dass auch eine Desinfektion des Fahrzeugdaches notwendig ist.
- Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen zu schaffen, mit der sämtliche Landfahrzeuge vollständig, effektiv und kostengünstig desinfizierbar sind.
- Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Desinfektionsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der Desinfektionsvorrichtung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Desinfektionsvorrichtung hat den Vorteil, dass das zu desinfizierende Landfahrzeug von allen vier Seiten ansprühbar und somit vollständig desinfizierbar ist.
- Bei einer vorteilhaften Weiterbildung sind die Düsen gruppenweise aktivierbar. Dies hat den Vorteil, dass je nach Art und Stärke des Erregers, je nach behördlicher Vorgabe und je nach Größe des Landfahrzeuges lediglich einige oder bei Bedarf auch alle Düsen aktiviert werden können. Lautet beispielsweise die Vorgabe, dass eine Desinfizierung der Landfahrzeuge von unten ausreichend ist, so werden lediglich die entsprechenden unteren (die tiefsten seitlichen und die am Boden angeordneten) Düsen aktiviert. Soll eine vollständige Desinfizierung des Fahrzeuges erfolgen, und handelt es sich dabei um einen Pkw, so werden beispielsweise die unteren und die mittleren Düsen aktiviert, da dieses zur Desinfektion von Pkws vollkommend ausreichend ist. Soll beispielsweise ein großer Lkw desinfiziert werden, so sind alle Düsen zu aktivieren. Die einzelnen Düsengruppen können beispielsweise durch zwischen den Gruppen angeordnete Schalter und Ventile gesteuert werden.
- In einer bevorzugten Ausführungsform sind drei Gruppen von Düsen vorgesehen, und zwar die horizontal und die unteren der vertikal angeordneten Düsen als sogenannte Bodendüsen, die seitlich auf halber Höhe angeordneten Seitendüsen und die oben angeordneten Dachdüsen. Um diese drei Gruppen entsprechend ansteuern zu können, sind zwischen den Gruppen insgesamt vier Absperrhähne vorgesehen.
- Unterbricht man nun die Leitung in einem rechts oder links des Landfahrzeuges verlaufenden, vertikalen Abschnitt, in dem beispielsweise zwischen den Dachdüsen und den Seitendüsen der einen Seite eine Unterbrechung der Leitung vorgesehen wird, während auf der gegenüberliegenden Seite zwischen Dachdüsen und Seitendüsen ein Absperrhahn vorgesehen ist, so lässt sich die Desinfektionsvorrichtung in gewohnter Weise steuern. Der Vorteil ist, dass man bei dieser Ausgestaltung der Desinfektionsvorrichtung durch die Unterbrechung ein solches Absperrventil einspart, was sowohl die Fertigungs-, als auch die Montagekosten senkt.
- Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Unterbrechung in etwa 2/3 der Gesamthöhe anzusiedeln, so dass Pkws durch die Seitendüse noch erfasst werden, während die Dachdüsen lediglich zugeschaltet werden, sobald Lkws zu desinfizieren sind.
- In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist an der Düse ein Rückschlagventil, insbesondere mit Feinfilter, vorgesehen. Hierdurch wird beim Abschalten der Desinfektionsvorrichtung verhindert, dass das in der Leitung befindliche Desinfektionsmittel ungenutzt aus der Düse herausläuft. Der Feinfilter verhindert ein Verstopfen des Düsenmundstückes.
- Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beim nächsten Einschalten im System ein schnellerer Druckaufbau möglich ist, da die Leitungen bereits größtenteil mit Flüssigkeit gefüllt sind.
- In noch einer bevorzugten Ausführungsform ist die Düse als Injektordüse ausgeführt, so dass das aus der Düse heraussprühende Desinfektionsmittel aufschäumt. Hierdurch wird bei geringem Desinfektionsmitteleinsatz eine bessere Benetzung der Fahrzeugsoberfläche erzielt, was zu einer Einsparung von Desinfektionsmitteln bei gleicher Desinfektionswirkung führt.
- In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist die Tragvorrichtung zerlegbar ausgeführt, so dass die Desinfektionsvorrichtung platzsparend transportiert und gelagert werden kann. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Tragvorrichtung aus mehreren ineinander steckbaren Segmenten zusammenzusetzen, da diese Segmente vorort in einfacher Weise und ohne Einsatz von Werkzeugen zu einer Tragvorrichtung montierbar sind.
- In einer weiteren, bevorzugsten Ausführungsform hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Tragvorrichtung rechts und/oder links des Landfahrzeuges in einer Basisplatte lösbar zu halten. Hierdurch kann die Tragvorrichtung auch auf unbefestigtem Untergrund aufgestellt werden. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Basisplatte außerhalb der Desinfektionswanne anzuordnen, da ansonsten aufgrund des Eigengewichtes der Tragvorrichtung eine Beschädigung des Desinfektionswanne zu befürchten ist.
- In einer bevorzugten Weiterbildung steht die Tragvorrichtung lose auf der Basisplatte auf und ist mit mindestens einer, vorzugsweise zwei Knotenstreben an der Basisplatte gehalten. Hierdurch ist es möglich, die Tragvorrichtung und die Basisplatten separat aufzubewahren und zu transportieren und die Desinfektionsvorrichtung bei Bedarf dennoch schnell und einfach aufzubauen. Hierzu werden die Segmente der Tragvorrichtung zunächst am Boden liegend zu einem Bogen zusammengesteckt, bevor die Tragvorrichtung aufgerichtet und in eine entsprechende Führung in der Basisplatte eingesetzt wird. Nun werden die Knotenstreben angebracht, damit die Tragvorrichtung nicht umfällt. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Knotenstreben verstellbar auszuführen, damit die Tragvorrichtung auch auf unebenem Gelände vertikal ausgerichtet werden kann.
- In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform umfasst die Leitung ein auf dem Untergrund aufliegendes Bodensprührohr. Da dieses Bodensprührohr von den Landfahrzeugen überfahren werden muss, ist eine entsprechende Überfahrrampe vorgesehen. Damit diese Überfahrrampe möglichst niedrig ausgeführt werden kann, sollte das Bodensprührohr möglichst flach ausgeführt werden. Hierzu hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das Bodensprührohr aus einem Metall- oder Kunststoffprofil, vorzugsweise aus einem Vierkantprofil zu bilden, wobei im Bereich von Austrittsöffnungen eine Mutter zur Aufnahme der Düse angeschweißt, angelötet oder angeklebt ist. Diese Düse ist generell mit einem Außengewinde versehen und kann in die Mutter eingeschraubt werden. Theoretisch könnte man die Düse auch gleich in ein entsprechendes Gewinde in eine Seite des Vierkantprofiles einschrauben, da aber aufgrund der geringen Abmessungen auch die Wandstärke des Vierkantprofiles reletav gering ist, wird die Düse in einem solchen Gewinde nicht halten. Aus diesem Grunde wird zur Verstärkung des Gewindes die Mutter am Vierkantprofil angebracht.
- Alternativ kann eine vorgefertigte Aufnahmevorrichtung in das Bodenprührohr eingeschweißt werden, in der modulare Düsenmundstücke mit einer Überwurfmutter befestigt werden.
- Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Desinfektionsvorrichtung ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:
- Fig. 1 eine Frontansicht auf eine erfindungsgemäße Desinfektionsanlage, wobei die Tragvorrichtung explosionsartig hochgezogen dargestellt ist;
- Fig. 2 einen Querschnitt durch ein Bodensprührohr der Desinfektionsvorrichtung gemäß Fig. 1 gemäß Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3 einen ersten Querschnitt durch ein Seitensprührohr der Desinfektionsvorrichtung gemäß Fig. 1 gemäß Linie III-III in Fig. 1;
- Fig. 4 einen zweiten Querschnitt durch ein Seitensprührohr der Desinfektionsvorrichtung gemäß Fig. 1 gemäß Linie IV-IV in Fig. 1;
- Fig. 5 einen Teil der Desinfektionsvorrichtung gemäß Fig. 1 in Seitenansicht.
- Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Desinfektionsvorrichtung ist Teil einer mobilen Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen. Diese Desinfektionsanlage wird bei Seuchengefahr zum jeweiligen Einsatzort transportiert und dort, in der Regel auf oder neben einer viel befahrenen Straße, aufgebaut. Die Desinfektionsanlage umfasst eine Desinfektionswanne 10, eine Desinfektionsvorrichtung 12 und einen hier nicht dargestellten Desinfektionsmitteltank, eine nicht dargestellte Zuführpumpe, eine ebenfalls nicht dargestellte, in die Desinfektionswanne 10 hineinreichende Tauchpumpe und einen hier auch nicht dargestellten Schmutzwassertank.
- Die Desinfektionsvorrichtung 12 umfasst eine aus mehreren Segmenten 14, 15, 16, 17 zusammengesetzte Tragvorrichtung 18 und eine Sprühvorrichtung 20, umfassend eine das Landfahrzeug umlaufende Leitung 22, an der eine Vielzahl von Düsen 24, 25, 26, 27 angebracht sind. Es versteht sich, dass diese Düsen 24, 25, 26, 27 im wesentlichen zum Landfahrzeug hin ausgerichtet sind. Dabei sind die Sprühachsen der oberhalb und unterhalb eines Pkw's angebrachten Düsen 24, 25 und 27 senkrecht zur Fahrzeugoberfläche ausgerichtet, wie Fig. 3 zu entnehmen ist, während die Sprüchachse der im Bereich der Radkästen angebrachten Düsen 26 um 30° bis 40° zur Senkrechten verschwenkt angeordnet sind, wie Fig. 4 zu entnehmen ist. Benachbarte Düsen 26 sind jeweils zu unterschiedlichen Seiten der Senkrechten verschwenkt, so dass aus diesen Düsen 26 heraustretende Desinfektionsmittel einmal dem Fahrzeug voreilt und einmal dem Fahrzeug nacheilt. Hierdurch wird ein größerer Bereich der Fahrzeugoberfläche erfasst, so dass eine gründlichere Desinfektion erreicht wird. Auch kann das von derart verschwenkten Düsen ausgesprühte Desinfektionsmittel auf diese Art besser in Nischen, wie beispielsweise Radkästen oder dergleichen, eingebracht werden, was wiederum zu einer verbesserten Desinfektion des Fahrzeuges führt. Dabei sind die abgewinkelten Düsen 26 im unteren Bereich des Seitensprührohres 30 angebracht und erreichen eine Höhe von etwa 1,20 m. Darüber sind die senkrechten Düsen 24, 25 vorgesehen.
- Die Leitung 22 setzt sich zusammen aus einem am Boden verlegbaren Bodensprührohr 28, einem vertikal verlaufenden Seitensprührohr 30 und einem L-förmigen Sprührohr 32. Dabei ist das Bodensprührohr 28 über einen ersten Schlauch 34 mit dem Seitensprührohr 30 und über einen zweiten Schlauch 36 mit dem Sprührohr 32 verbunden. Die gesamte Sprühvorrichtung 20 ist dann an eine hier symbolisch dargestellte Pumpe 38 angeschlossen. Zwischen dem Sprührohr 32 und dem Seitensprührohr 30 besteht eine Unterbrechung 40, während etwa in der Mitte des Seitensprührohrs 30 und demensprechend auf der gegenüberliegenden Seite an entsprechender Stelle im Sprührohr 32, jeweils ein Absperrhahn 42 vorgesehen ist, während gegenüber der Unterbrechung 40 im Sprührohr 32 ein weiterer Absperrhahn 44 vorgesehen ist. Mit diesen Absperrhähnen 42, 44 können einzelne Abschnitte der Sprühvorrichtung und insbesondere die jeweiligen Düsen 24, 25, 26 separat aktiviert werden. Durch die Unterbrechung 40 ist der Einsatz eines vierten Absperrhahnes überflüssig geworden.
- Im oberen Bereich des Sprührohres 30 sind die Düsen 25 senkrecht zur Fahrzeugoberfläche ausgerichtet, während die Düsen 27 im unteren Bereich des Sprührohres 30 um 30° bis 40° versetzt montiert sind.
- Soll nur die Unterseite des Landfahrzeuges desinfiziert werden, so werden die Absperrhähne 42 geschlossen, um ausschließlich die Düsen 26 und 27 in Betrieb zu nehmen. Wird ein Pkw vollständig desinfiziert, so werden die Absperrhähne 42 geöffnet und lediglich der Absperrhahn 44 geschlossen. Nun wird der Pkw durch die Düsen 24, 26 und 27 vollständig besprüht und desinfiziert. Handelt es sich bei dem zu desinfizierenden Fahrzeug um einen Lkw, so wird auch der Absperrhahn 44 geöffnet, so dass nunmehr alle Düsen 24, 25, 26, 27 aktiviert sind und den Lkw desinfizieren.
- Wie in Fig. 2 näher dargestellt ist, ist das Bodensprührohr 28 aus einem flachen Vierkantprofil 46 gebildet, in das hier nicht näher dargestellte Aussparungen zur Aufnahme der Düse 24 eingelassen sind. Da aufgrund der dünnen Wandstärke des Vierkantprofiles 46 die Düse nicht darin halten würde, ist in diese Aussparung eine Mutter 48 eingeschweißt, in die die jeweilige Düse 24 einschraubbar ist. Auf diese Art und Weise wird die Bauhöhe des Bodensprührostes 28 auf ein Minimum reduziert, so dass die im Bodensprührohr 28 zugeordnete Rampe entsprechend niedrig ausgeführt werden kann.
- Die Segmente 14, 15, 16 der Tragvorrichtung 18 weisen an einem freien Ende einen im Durchmesser kleineren Schaft 50 auf. Mit diesem Schaft 50 kann das jeweilige Segment 14, 15, 16 in ein freies Ende des benachbarten Segmentes 15, 16, 17 eingeführt werden, so dass eine die Desinfektionswanne 10 überspannende Tragvorrichtung 18 entsteht. Wie Fig. 5 zu entnehmen ist, gehört zu der Tragvorrichtung 18 auch eine rechts und links neben der Desinfektionswanne 10 anzuordnende Bodenplatte 52, 53, in deren Führung 54 das freie Ende des Segmentes 14 einführbar ist. Die derart aufgerichtete Tragvorrichtung 18 wird über Knotenstreben 56, 58, 60 an der jeweiligen Bodenplatte 52, 53 gehalten. Jede dieser verstellbaren Knotenstreben 56, 58, 60 umfasst einen Haken 62 mit Rechtsgewinde, einen Haken 64 mit Linksgewinde und ein Spannschloss 66. Dabei ist der Haken 62 an einer entsprechenden Öse am Segment 14 eingehängt, während der Haken 64 an einer entsprechenden Öse an der Bodenplatte 52 eingehängt ist.
- Darüber hinaus sind an der Tragvorrichtung 18 eine Anzahl von Schellen 68 angebracht, mit der die Sprühvorrichtung 20 an der Tragvorrichtung 18 gehalten wird.
- Der Aufbau dieser Desinfektionsanlage wird nachfolgend kurz beschrieben:
Zunächst einmal wird an einem möglichst ebenen Geländeabschnitt die Desinfektionswanne 10 ausgelegt. In Längsrichtung etwa mittig werden neben der Desinfektionswanne 10 die beiden Bodenplatten 52, 53 platziert, bevor die Segmente 14, 15, 16 und 17 neben und auf der Desinfektionswanne 10 in Position gebracht werden. Anschließend werden die Segmente 14, 15, 16 und 17 derart ineinandergesteckt, dass der Schaft 50 in das jeweils benachbarte Segment eingreift und somit eine die Desinfektionswanne 10 übergreifende Tragvorrichtung 18 entsteht. Anschließend werden an der Tragvorrichtung 18 eine Anzahl von Schellen 68 montiert, in die das Seitensprührohr 30 und das Sprührohr 32 eingesetzt werden. Sodann wird die Tragvorrichtung 18 zusammen mit der Sprühvorrichtung 20 aufgerichtet und in die Führung 54 der Bodenplatten 52, 53 eingesetzt. Nunmehr werden die Knotenstreben 56, 58, 60 am Segment 14 und an der jeweiligen Bodenplatte 52, 53 mit ihren Haken 62, 64 eingehängt, bevor die Knotenstreben 56, 58, 60 mittels ihrer Spannschlösser 66 gespannt werden. Dabei wird die Tragvorrichtung 18 vertikal ausgerichtet. Gegebenenfalls kann die Bodenplatte 52, 53 beispielsweise mit einem Tank oder mit anderen Gewichten beschwert werden, um ein Umkippen der Tragvorrichtung 18 zuverlässig zu verhindern. Abschließend wird das Bodensprührohr 28 in eine in der Desinfekionswanne 10 untergebrachte, hier nicht dargestellte Überfahrrampe eingelegt und über die Schläuche 34, 36 am Seitensprührohr 30 bzw. am Sprührohr 32 angeschlossen. In einem weiteren Schlauch 70 wird die Sprühvorrichtung 20 dann mit einer Pumpe 38 verbunden. Nun ist die Desinfektionsvorrichtung einsatzbereit. - In einer hier nicht dargestellten Ausführungsform ist die Führung 54 als Drehgelenk ausgeführt.
- Die hier eingesetzten Düsen 24, 25, 26, 27 weisen ein hier nicht dargestelltes Rückschlagventil auf, damit nach dem Abschalten der Sprühvorrichtung kein Desinfektionsmittel mehr austritt. In einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform können einige oder alle dieser Düsen eine Injektordüse aufweisen, so dass das aus diesem Injektordüsen austretende Desinfektionsmittel aufgeschäumt beim Landfahrzeug ankommt. Hierdurch wird eine größere Benetzungsfläche bei einem geringeren Desinfektionsmitteleinsatz erreicht.
- Das überschüssige Desinfektionsmittel, bzw. das vom Landfahrzeug abtropfende schmutzige Desinfektionsmittel wird in der Desinfektionswanne 10 aufgefangen und von der in der Desinfektionswanne 10 angebrachten Tauchpumpe in einen Schmutztank gepumpt. Hierdurch kann das verbrauchte bzw. schmutzige Desinfektionsmittel fachgerecht entsorgt werden. Bezugszeichenliste 10 Desinfektionswanne
12 Desinfektionsvorrichtung
14 Segment
15 Segment
16 Segment
17 Segment
18 Tragvorrichtung
20 Sprühvorrichtung
22 Leitung
24 Düse
25 Düse
26 Düse
27 Düse
28 Bodensprührohr
30 Seitensprührohr
32 Sprührohr
34 Schlauch
36 Schlauch
38 Pumpe
40 Unterbrechung
42 Absperrhahn
44 Absperrhahn
46 Vierkantprofil
48 Mutter
50 Schaft
52 Bodenplatte
53 Bodenplatte
54 Führung
56 Knotenstrebe
58 Knotenstrebe
60 Knotenstrebe
62 Haken
64 Haken
66 Spannschloss
68 Schelle
70 Schlauch
Claims (16)
1. Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum
Desinfizieren von Landfahrzeugen, mit einer das Landfahrzeug
übergreifenden Tragvorrichtung (18) und mit einer an der
Tragvorrichtung (18) gehaltenen Sprühvorrichtung (20) zum Aufsprühen
eines Desinfektionsmittels auf das Landfahrzeug, umfassend eine das
Landfahrzeug im Wesentlichen umlaufende Leitung (22), an der eine
Anzahl in Richtung zum Landfahrzeug ausgerichteter Düsen (24, 25,
26, 27) über die gesamte Leitung (22) verteilt sind, so dass das
Landfahrzeug von oben, von unten, von rechts und von links
ansprühbar ist.
2. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsen (24, 25, 26, 27) gruppenweise aktivierbar sind, so
dass das Landfahrzeug unten und/oder mittig und/oder oben
ansprühbar ist.
3. Desinfektionsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitung (22) in einem rechts oder links des Landfahrzeuges
verlaufenden, vertikalen Abschnitt unterbrochen ist.
4. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterbrechung (40) in etwa 1/2 bis 3/4, vorzugsweise 2/3
der Gesamthöhe angesiedelt ist.
5. Desinfektionsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Düse (24, 25, 26, 27) ein Rückschlagventil vorgesehen
ist.
6. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Düse (24, 25, 26, 27) ein Feinfilter vorgesehen ist.
7. Desinfektionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düse als Injektordüse ausgeführt ist.
8. Desinfektionsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragvorrichtung (18) zerlegbar ausgeführt ist.
9. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragvorrichtung (18) aus mehreren ineinander steckbaren
Segmenten (14, 15, 16, 17) zusammengesetzt ist.
10. Desinfektionsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragvorrichtung (18) rechts und/oder links des
Landfahrzeuges an einer Basisplatte (52, 53) lösbar gehalten ist.
11. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basisplatte (52, 53) außerhalb einer Desinfektionswanne (10)
angeordnet ist.
12. Desinfektionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragvorrichtung (18) lose auf der Basisplatte (52, 53)
aufsteht und mit wenigstens einer Knotenstrebe (56, 58, 60) an der
Basisplatte (52, 53) gehalten ist.
13. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Knotenstrebe (56, 58, 60) verstellbar ist.
14. Desinfektionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tragvorrichtung (18) in einer an der Basisplatte (52, 53)
vorgesehenen Führung (54) gehalten ist.
15. Desinfektionsvorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung als Drehgelenk ausgebildet ist, wobei die
Tragvorrichtung mit einem Bolzen an der Basisplatte gehalten ist.
16. Desinfektionsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitung (22) ein auf den Untergrund aufliegendes
Bodensprührohr (28) umfasst, welches aus einem Metall- oder
Kunststoffprofil, vorzugsweise einem Vierkantprofil (46), gebildet ist,
wobei im Bereich von Austrittsöffnungen eine Mutter (48) zur
Aufnahme der Düse (24) angeschweißt, angelötet oder angeklebt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002108927 DE10208927A1 (de) | 2002-02-28 | 2002-02-28 | Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002108927 DE10208927A1 (de) | 2002-02-28 | 2002-02-28 | Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen |
Publications (1)
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| DE10208927A1 true DE10208927A1 (de) | 2003-09-18 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002108927 Withdrawn DE10208927A1 (de) | 2002-02-28 | 2002-02-28 | Desinfektionsvorrichtung für eine mobile Desinfektionsanlage zum Desinfizieren von Landfahrzeugen |
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| DE (1) | DE10208927A1 (de) |
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