DE10208557A1 - Durchgangsbalg mit Dachhimmel - Google Patents
Durchgangsbalg mit DachhimmelInfo
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Abstract
Das Dach (9) eines Durchgangsbalgs (2) wird gegenüber dem Innenraum (8) durch eine Himmelkonstruktion (10) abgedeckt. DOLLAR A Diese Himmelkonstruktion (10), die - ähnlich wie das Dach (6) des Durchgangsbalgs (2) - aus einem Falten- oder Wellenbalg (12) besteht, wird an dem Dach (6) des Durchgangsbalgs (Außenbalgs, (2)). Zur Befestigung dienen vorzugsweise an der Himmelkonstruktion (10) befindliche Befestigungsbügel (14a, 14b), die mittels Klettbändern (16a, 16a' bzw. 16b, 16b') in Falten (2a, 2b) des Außenbalgs (2) befestigt werden können. Bei dem erfindungsgemäßen Dachhimmel (10) kann auf Seitenwandverkleidungen als Befestigungshilfe verzichtet werden. DOLLAR A Der Durchgangsbalg (2) dient zur Verbindung zweier Teile, insbesondere zweier Fahrzeugteile von Gelenkbussen, Schienenfahrzeugen, aber auch von Fluggastbrücken.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Durchgangsbalg zur Verbindung zweier Teile, insbesondere zweier Fahrzeugteile von Gelenkbussen, Schienefahrzeugen, aber auch von Fluggastbrücken, wobei die beiden Enden des Durchgangsbalgs jeweils an einem der zu überbrückenden Teile angelenkt ist. Gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist dieser Durchgangsbalg mit einem Dachhimmel versehen.
- Stand der Technik
- Durchgangsbälge zur Überbrückung zweier gelenkig miteinander zu verbindenden Teile, insbesondere Fahrzeugteile, sind in Form von Falten- oder Wellenbälgen seit langem bekannt. Auch ist es bekannt, den "Himmelbereich" derartiger Durchgangsbälge zur Führung von Versorgungsleitungen verschiedenster Art zu verwenden. Sowohl zur Abdeckung solcher Versorgungsleitungen als auch aus allgemein ästhetischen Gründen und zur Schall- und Wärme-Isolierung erscheint es wünschenswert, den Dachbereich des Durchgangsbalgs durch einen "Dachhimmel" abzudecken.
- Als gattungsbildender Stand der Technik kann ein in der europäischen Patentanmeldung 0 279 245 A1 beschriebener, mit Dachhimmel versehener Durchgangsbalg angesehen werden. Wie dort insbesondere aus den Fig. 8, 11, 13, 15 und 16 ersichtlich, weist der tunnelförmige, aus Seitenteilen und Dach bestehende Durchgangsbalg einen Dachhimmel (75) auf. Der Dachhimmel (75) besteht aus einem Horizontalteil (H) und zwei seitlich geneigten Teilen (P) und (P'), Sp. 7, Z. 18-20. Die Befestigung des Dachhimmels an dem Durchgangsbalg erfolgt über die geneigten Seitenteile an speziellen Seitenwandverkleidungen (76), Fig. 11. Die Seitenwandverkleidungen bestehen - im Unterschied zu den Seitenteilen des Durchgangsbalgs - aus planen (starren) Paneelen. Um dem Durchgangsbalg gegenüber den planen Paneelen der Seitenwandverkleidung eine freie, zieharmonikaartige Bewegung zu ermöglichen, müssen die starren Paneele der Seitenwandverkleidung und die jeweiligen Seitenwände des Durchgangsbalgs hinreichend weit voneinander beabstandet sein. Dadurch ergibt sich eine beträchtliche Verringerung der lichten Weite des tunnelförmigen Durchgangsbalgs. Auch die optisch unschön erscheinenden Schrägen (P) und (P') des Dachhimmels (75) wirken sehr beengend.
- Die Befestigung der geneigten Seitenteile (P) und (P') des Dachhimmels (75) erfolgt durch eine aufwendige Schraubverbindung. Wie aus der diesbezüglichen Detailzeichnung (Fig. 13) ersichtlich, werden zur Realisierung der Schraubverbindung zahlreiche L- und sonstige Winkel, Schrauben, Muttern, elastische Verbindungsklötze usw. benötigt. D. h.: Die Montage des Dachhimmels (75) über die Dachhimmelschrägen (P) und (P') an den Seitenpaneelen (76) ist material- und zeitaufwendig und damit teuer.
- Aufgabe, Lösung und Vorteile der Erfindung
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Dachhimmelkonstruktion für Durchgangsbälge zu schaffen, die bei Meidung der aufgezählten Mängel einfach in der Herstellung und ohne großen Zeitaufwand, d. h. kostengünstiger zu befestigen ist.
- Wie aus Anspruch 1 hervorgeht, besteht der Dachhimmel - ebenso wie der Dachbereich des Durchgangsbalgs - aus einem Falten- oder Wellenbalg. Auf diese Weise sind synchrone Bewegungen von (äußerem) Dachbereich des Durchgangsbalgs und (innerem) Dachhimmel ohne weiteres möglich.
- Wie aus Anspruch 1 weiter hervorgeht, erfolgt die Befestigung direkt an der Dachpartie des Durchgangsbalgs und nicht an zusätzlichen Seitenwandverkleidungen. Damit fällt nicht nur der mit der Herstellung und der Montage von Seitenwandverkleidungen erforderliche Aufwand weg, sondern zusätzlich gibt es - verglichen mit seitenwandverkleideten Durchgangsbälgen - einen beträchtlicher Gewinn bezüglich der lichten Weite. Der Innenraum wirkt nicht nur breiter sondern ist tatsächlich breiter. Auf Seitenwandverkleidungen kann völlig verzichtet werden.
- Ein weiterer Vorteil der Unter-Dach-Montage des Himmels besteht darin, dass auf unansehnliche Dachschrägen ebenfalls verzichtet werden kann.
- Der erfindungsgemäße Dachhimmel ist für den Betrachter gewissermaßen schwebend im Dachbereich angeordnet, wo er in optisch ansprechender Weise eine Abdeckung für Kabelstränge und Schläuche bildet und die Fahrgäste vor möglichen Leckagen schützt. Nicht nur die von einem Fahrzeugteil zum anderen geleiteten Kabelstränge usw. sondern auch die Befestigung des Dachhimmels ist für den Betrachter (Fahrgast) unsichtbar.
- Vorzugsweise erfolgt die Befestigung des Dachhimmels über Befestigungsbügel, die bereits bei der Dachhimmelkonstruktion fest mit deren Falten- bzw. Wellenbalg verbunden sind und bei der Montage in einfacher Weise am Dach des Durchgangsbalgs angebracht werden können.
- Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Anbringung der Himmelkonstruktion mit Hilfe von Klettbändern erfolgt. Klettbänder ergeben einen zuverlässig festen, aber den Bewegungen des Faltenbalges mit Spiel folgenden Halt. Die Montage ist einfach, schnell und problemlos durchzuführen. Zudem stellen Klettbänder eine lösbare Verbindung dar, was bei einer vorsorglich zu bedenkenden Reparatur von Leckagen von Bedeutung wäre.
- Die Bügel weisen einen trapezförmigen bis dreieckigen Querschnitt auf und passen sich damit gut den Seitenflächen der Falten an.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1 den Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Durchgangsbalg;
- Fig. 2a denselben Querschnitt, aber in perspektivischer Sicht;
- Fig. 2b den Ausschnitt X der Fig. 2a im Längsschnitt, von der Seite betrachtet;
- Fig. 3 denselben Ausschnitt X, vergrößert dargestellt.
- Der in den Fig. 1 und 2a im Querschnitt dargestellte Durchgangsbalg (Außenbalg) 2 weist Seitenwände 4a, 4b und ein Dach 6 auf. Darüber hinaus weist ein solcher Durchgangsbalg 2 üblicherweise einen (nicht dargestellten und hier nicht näher interessierenden) Boden auf. Der Durchgangsbalg 2 kann aus einem an sich bekannten Faltenbalg oder einem Wellenbalg bestehen. Dach 6 und Seitenwände 4a, 4b des Außenbalges 2 können insgesamt einstückig ausgebildet oder fest oder lösbar miteinander verbunden sein.
- Unter dem Dach 6 des Durchgangsbalgs 2 können (nicht dargestellte) Versorgungsleitungen, wie z. B. Kabelbäume von elektrischen Leitungen, Hydraulik- und Pneumatikschläuche, angeordnet sein.
- Das Dach 6 des Außenbalges 2 ist gegenüber dem Innenraum 8 durch eine Himmelkonstruktion 10 abgedeckt.
- Diese Himmelkonstruktion 10 besteht, ähnlich wie das Dach 6 des Außenbalges 2 ebenfalls aus einem Falten- oder Wellenbalg 12. Der Balg 12 der Himmelkonstruktion 10 ist über ein links- und rechtsseitiges Gestänge (Bügel) 14a, 14b jeweils mittels Klettbändern 16a, 16b an den Falten bzw. Wellen des Außenbalg-Daches 6 befestigt. Die Befestigung der Bügel 14a, 14b erfolgt an jeweils einer Falte (bzw. Welle) am Dach 6 des Außenbalgs 2.
- Details der erfindungsgemäßen Befestigung der Bügel 14a, 14b sind aus den Fig. 2b und 3 zu entnehmen. Die Bezugszeichen 2a, 2b geben die Seiten einer Falte des Dachs 6 des Außenbalgs 2 an. Im linken und im rechten Dachbereich sind in dieser Falte 2a, 2b mittels eines Aluminium(-Klemm- und/oder Schraub-)Profils 18 jeweils die Enden zweier Klettbänder 16a, 16a' bzw. 16b, 16b' fest eingeklemmt. Die freien Enden der Klettbänder 16a, 16a' bzw. 16b, 16b' umgreifen die hier im Querschnitt dargestellten Befestigungsbügel 14a bzw. 14b und bilden somit einen festen aber lösbaren Klettverschluss.
- Die Bügel 14a, 14b weisen einen trapezförmigen, unten offenen, oben abgerundeten Querschnitt auf. Bezugszeichenliste 2 Durchgangsbalg, Balg, Außenbalg
4a, 4b Seitenwände des Außenbalgs
6 Dach des Außenbalgs
8 Innenraum des Durchgangsbalgs
10 Himmelkonstruktion, Dachhimmel
12 Falten- bzw. Wellenbalg der Himmelkonstruktion
14a, 14b Gestänge, (Befestigungs-)Bügel
16a, 16a' bzw. 16b, 16b' Klettbänder
18 Aluminium(Klemm- und/oder Schraub-)Profil
Claims (6)
1. Mindestens Seitenwände (4a, 4b) und ein Dach (6) aufweisender Durchgangsbalg
(Außenbalg, 2) zur Überbrückung zweier gelenkig zueinander angeordneter Teile,
insbesondere Fahrzeugteile von Gelenkbussen und Schienenfahrzeugen, aber auch von
Fluggastbrücken,
wobei das Dach (6) des Außenbalges (2) gegenüber dem Innenraum (8) durch eine Himmelkonstruktion (10) abgedeckt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Himmelkonstruktion (10) - ähnlich wie das Dach (6) des Außenbalges (2) - ebenfalls aus einem Falten- oder Wellenbalg (12) besteht, der am Dach (6) des Außenbalgs (2) befestigt ist.
wobei das Dach (6) des Außenbalges (2) gegenüber dem Innenraum (8) durch eine Himmelkonstruktion (10) abgedeckt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Himmelkonstruktion (10) - ähnlich wie das Dach (6) des Außenbalges (2) - ebenfalls aus einem Falten- oder Wellenbalg (12) besteht, der am Dach (6) des Außenbalgs (2) befestigt ist.
2. Durchgangsbalg nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigung der Himmelkonstruktion (10) mittels links- und rechtseitiger Befestigungsbügel (14a, 14b) realisiert ist,
die bereits bei der Fertigung der Himmelkonstruktion (10) fest mit deren Falten- bzw. Wellenbalg (12) verbunden sind.
dass die Befestigung der Himmelkonstruktion (10) mittels links- und rechtseitiger Befestigungsbügel (14a, 14b) realisiert ist,
die bereits bei der Fertigung der Himmelkonstruktion (10) fest mit deren Falten- bzw. Wellenbalg (12) verbunden sind.
3. Durchgangsbalg nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsbügel (14a, 14b) bei der Montage der Himmelkonstruktion (10) an
das Dach (6) des Außenbalgs (2) mittels Befestigungsmitteln (16a, 16b) befestigbar ist.
4. Durchgangsbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsmittel (16a, 16b) Klettbänder sind, die einerseits in den Falten des
Außenbalgs (2) befestigt sind, und deren freie Enden (16a, 16a' bzw. 16b, 16b') die
Befestigungsbügel (14a, 14b) der Himmelkonstruktion (10) umschlingen und durch
Klettbindung lösbar umfangen.
5. Durchgangsbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der am Außenbalg (2) angeordnete Teil der Klettbänder (16a, 16a' bzw. 16b, 16b')
mittels eines Aluminium-Klemm- und/oder Schraubprofils (18) in jeweils einer Falte (2a,
2b) des Dachs (6) des Außenbalgs (2) befestigt ist.
6. Durchgangsbalg nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsbügel (14a, 14b) der Himmelkonstruktion (10) einen trapezförmigen
bis dreieckigen Querschnitt mit abgerundeter Spitze aufweisen.
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