DE10207842A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Behälterkalibrierung - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur BehälterkalibrierungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kalibriervorrichtung für Behälter mit einem Peilsystem, wobei ein Zählwerk und eine damit verbundene Verarbeitungseinrichtung enthalten sind, und wobei die Verarbeitungseinrichtung zum Datenaustausch ferner mit dem Peilsystem an dieses anschließbar und ausgelegt ist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kalibrierverfahren für Behälter mit einem Peilsyste, wobei ein Behälter über ein Zählwerk entleert oder gefüllt wird und die Zählinformation von dem Zähler mittels eines Steuerrechners mit den Füllstandsdaten des Peilsystems für diesen Behälter korreliert werden, und wobei das Ergebnis dieser Korrelation von dem Steuerrechner in das Peilsystem eingegeben wird.
Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen und Verfahren zur Behäl
terkalibrierung.
Für die Messung von Flüssigkeitsmengen, insbesondere bei der
Abgabe von Mineralölfahrzeugen, werden in der Praxis mechani
sche Durchflusszähler eingesetzt. Solche Durchflusszähler, die
ausschließlich der Abgabemengenbestimmung dienen, sind teuer
und müssen Eichvoraussetzungen erfüllen, was den Aufwand ihres
Einsatzes weiter erhöht und verkompliziert.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
sowie ein Verfahren zur einfacheren und rationelleren Abgabe
mengenbestimmung zu schaffen.
Dieses Ziel wird erreicht mit einer Vorrichtung zur Behälter
kalibrierung nach dem Anspruch 1 sowie einem Verfahren zur Be
hälterkalibrierung nach dem Anspruch 20.
Seit einiger Zeit sind als Alternative zu mechanischen Durch
flusszählern, auch für Abgaben aus Transportbehältern bei
spielsweise von Tankfahrzeugen, eichfähige Systeme auf dem
Markt, die auf der Basis von hochpräzisen elektronischen Peil
vorrichtungen arbeiten. Solche Systeme messen vor und nach ei
nem Abgabevorgang die exakte Höhe des Flüssigkeitsspiegels in
einem oder mehreren Behälter(n). Aus den jeweiligen Füllhöhen
errechnet ein Mikroprozessor die Füllvolumina vor und nach der
Flüssigkeitsabgabe, wobei eine Peiltabelle zum Einsatz kommt.
Aus der entsprechenden Gesamtdifferenz wird schließlich die
Abgabemenge erhalten.
Eine solche Peiltabelle kann zwar rein rechnerisch aus den Be
hälterdimensionen ermittelt werden, allerdings genügt die Prä
zision der mechanischen Fertigung im Behälterbau bei weitem
nicht den Genauigkeitsanforderungen des Eichgesetzes (± 0,3%).
Daher werden im Rahmen der Erfindung Behälter, aus denen ge
eichte Abgaben mittels eines eingebauten Peilstabes erfolgen
sollen, individuell kalibriert, d. h. deren Höhen-/Volumen-
Kennlinie wird aufgenommen. Hierzu dienen das nachfolgend ge
nauer beschriebene Verfahren und nach diesem Verfahren arbei
tende Vorrichtungen, mit denen der Zeitaufwand für die Kali
brierung stark reduziert werden kann. In vorteilhafter Weise
erfolgt eine gleichzeitige Reduktion der möglichen Fehlerquel
len.
Durch die Erfindung wird somit geschaffen eine Kalibriervor
richtung für Behälter mit einem Peilsystem, dadurch gekenn
zeichnet, dass ein Zählwerk und eine damit verbundene Verar
beitungseinrichtung enthalten sind, und dass die Verarbei
tungseinrichtung zum Datenaustausch ferner mit dem Peilsystem
an dieses anschließbar und ausgelegt ist.
Eine vorzugsweise Weiterbildung besteht darin, dass Vorrich
tungen zum Feststellen einer vollständigen Leerung des Behäl
ters enthalten sind, wobei insbesondere die Vorrichtungen zum
Feststellen einer vollständigen Leerung des Behälters ein
Schauglas und/oder Leermeldesensoren enthalten.
Bei einer anderen Weiterbildung ist vorgesehen, dass ein Tem
peratursensor zur Ermittlung und Berücksichtigung der Tempera
tur des Inhaltes des Behälters durch den Steuerrechner enthal
ten ist, wobei insbesondere der Steuerrechner mit Temperatur
messeinrichtungen in dem Behälter direkt oder über das Peilsy
stem verbindbar sein kann.
Weiterhin kann mit Vorteil vorgesehen sein, dass die Kali
briervorrichtung zur automatischen Kalibrierung von Messbehäl
tern mit integrierter elektronischer Peilung ausgelegt ist.
Eine alternative oder zusätzliche Ausgestaltung besteht darin,
dass eine elektronische gesteuerte Pumpe für die Entnahme oder
die Zugabe von Flüssigkeit aus dem bzw. in den zu messenden
Behälter enthalten ist. Bevorzugt ist dabei ferner vorgesehen,
dass ein der Pumpe nachgeschalteter Zähler zur genauen Erfas sung der zu- oder abgepumpten Menge enthalten ist, und/oder
dass ein in Reihe mit der Pumpe und dem Zähler geschaltetes Schnellschlußventil enthalten ist, womit ein unerwünschter Durchfluss während eines Stopps der Pumpte blockiert werden kann, und/oder
dass die elektronisch ermittelten Peilstände vor und nach je dem Pumpvorgang abgefragt werden, und/oder
dass eine übergeordnete Steuerung die Pumpvorgänge auslöst, alle Messergebnisse erfaßt, aufzeichnet und on-line auswertet.
dass ein der Pumpe nachgeschalteter Zähler zur genauen Erfas sung der zu- oder abgepumpten Menge enthalten ist, und/oder
dass ein in Reihe mit der Pumpe und dem Zähler geschaltetes Schnellschlußventil enthalten ist, womit ein unerwünschter Durchfluss während eines Stopps der Pumpte blockiert werden kann, und/oder
dass die elektronisch ermittelten Peilstände vor und nach je dem Pumpvorgang abgefragt werden, und/oder
dass eine übergeordnete Steuerung die Pumpvorgänge auslöst, alle Messergebnisse erfaßt, aufzeichnet und on-line auswertet.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Drehzahl der Pumpe re
gelbar ist mit dem Ziel, den Durchfluss durch den Zähler mög
lichst konstant zu halten, wodurch Messfehler des Zählers mi
nimiert werden können.
Eine andere Weiterbildung besteht darin, dass die Pumprichtung
der Anordnung durch eine Kombination von Ventilen umgeschaltet
werden kann, ohne daß sich dabei die Durchflussrichtung für
den Zähler ändert, und/oder dass die Pumprichtung der Anord
nung durch eine Kombination von Ventilen umgeschaltet werden
kann, ohne daß dabei Flüssigkeit ausläuft oder Luft in das
Rohrsystem eindringen kann.
Noch eine weitere vorzugsweise Weiterbildung sieht vor, dass
zwischen Pumpe und Zähler ein Gassammelbehälter angeordnet
ist, der das Auftreten von Gas anzeigt, wobei insbesondere im
Gassammelbehälter ein Sensor integriert sein kann, der das
Auftreten von Gas elektronisch an die Steuervorrichtung
meldet, die z. B. die Messungen dann automatisch unterbricht.
Bei einer erfindungsgemäßen Kalibriervorrichtung kann ferner
vorgesehen sein, dass in der Nähe des Auslaufs des zu prüfen
den Messbehälters ein Rohrstück mit Schauglas eingefügt ist,
in dem nach dem vollständigen Leeren des Messbehälters der
Flüssigkeitsspiegel sichtbar wird, so daß unter Berücksichti
gung des Volumens des Rohrstückes oberhalb des Flüssigkeits
spiegels das dem Messbehälter entnommene Volumen exakt be
stimmt werden kann. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass
in der Nähe des Auslaufs des zu prüfenden Messbehälters ein
Rohrstück mit einem eingebauten Sensor eingefügt wird, der
nach dem vollständigen Leeren des Messbehälters die Höhe des
Flüssigkeitsspiegels in diesem Rohrstück erfaßt, so daß unter
Berücksichtigung des Volumens des Rohrstückes oberhalb des
Flüssigkeitsspiegels das dem Messbehälter entnommene Volumen
exakt bestimmt werden kann.
Außerdem ist noch möglich, in die Anordnung ein Temperatursen
sor zu integrieren, der die Temperatur der strömenden Flüssig
keit für Überwachungs- und Korrekturzwecke erfaßt.
Weiterhin schafft die Erfindung ein Kalibrierverfahren für Be
hälter mit einem Peilsystem, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Behälter über ein Zählwerk entleert oder gefüllt wird und die
Zählinformation von dem Zähler mittels eines Steuerrechners
mit den Füllstandsdaten des Peilsystems für diesen Behälter
korreliert werden, und dass das Ergebnis dieser Korrelation
von dem Steuerrechner in das Peilsystem eingegeben wird.
In Weiterbildung des Kalibrierverfahrens ist vorgesehen, dass
das Entleeren oder Füllen zwischen einem zumindest im wesent
lichen maximal gefüllten Zustand des Behälters und einem zu
mindest im wesentlichen maximal geleerten Zustand des Behäl
ters erfolgt.
Weitere Gestaltungsmöglichkeiten des Kalibrierverfahrens erge
ben sich aus der analogen Anwendung der vorstehend in ver
schiedenen Versionen beschriebenen Kalibriervorrichtung oder
der verfahrensmäßigen Umsetzung deren Vorrichtungsmerkmale.
Andere vorzugsweise und vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung ergeben sich aus den Ansprüchen, einschließlich den
abhängigen Ansprüchen und deren Kombinationen sowie aus den
gesamten vorliegenden Unterlagen.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeich
nung anhand eines Ausführungsbeispiels lediglich exemplarisch
und erläuternd näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt Fig.
1 schematisch den Aufbau einer Vorrichtung zur Behälterkali
brierung.
Die Vorrichtung oder Anlage 1 zur Behälterkalibrierung gemäß
der Fig. 1 enthält eine Pumpe 2 mit stufenlos regelbarem An
trieb 3 (Mot), einen Präzisions-Durchflusszähler 4 mit elek
tronischer Schnittstelle 5 und Impulsgeber 6 (IG), einen Luft
sammelbehälter 7 mit elektronischer Niveauüberwachung 8 mit
einem Luftsensor 9, ein elektronisch ansteuerbares Schnell
schlussventil 10 (Vs), eine Ventilkombination V1. . .V4 zur
Pumprichtungsumschaltung unter Beibehaltung der Durchfluss
richtung durch Pumpe 2 und Zähler 4, einen Temperatursensor 11
zur Erfassung der Produkttemperatur, einen Steuerungsrechner
12 als Verarbeitungseinrichtung, Schläuche 13 und 14 zur Ver
bindung mit Bodenventilen BV der Tanks 15 der zu prüfenden An
lage 16, die auch ein Vorratstank oder ein Prüfbehälter (Eich
kolben) sein kann, einen Sauganschluss 17 mit Schauglas 18
und/oder Leermeldesensoren (nicht dargestellt), und einen An
schluss A an das Peilsystem 19 des/der zu prüfenden/kalibrie
renden Behälter(s) 15 zum Auslesen der aktuellen Füllstände 20
in den Steuerrechner 12.
Mit diesem System 1 läuft die Kalibrierung eines Messbehälters
15 wie folgt ab:
Der zu prüfende Tank 15 wird bis zum höchstmöglichen Niveau (maximaler Füllstand 20) mit Flüssigkeit befüllt. Das Flüssig keitsvolumen kann, muss aber nicht genau bekannt sein. Das Füllniveau 20 des Behälters 15 wird über das integrierte elek tronische Peilsystem 19 unter Verwendung der Peilvorrichtungen 21, wie z. B. Peilstäbe, abgefragt. Gesteuert durch den Mikro prozessor oder Steuerrechner 12 des Prüfstandes 1 wird jetzt Schritt für Schritt ein bestimmtes Volumen über den Zähler 4 abgepumpt und nach jedem Schritt erneut der aktuelle Füllstand 20 und Volumen ausgelesen und gespeichert.
Der zu prüfende Tank 15 wird bis zum höchstmöglichen Niveau (maximaler Füllstand 20) mit Flüssigkeit befüllt. Das Flüssig keitsvolumen kann, muss aber nicht genau bekannt sein. Das Füllniveau 20 des Behälters 15 wird über das integrierte elek tronische Peilsystem 19 unter Verwendung der Peilvorrichtungen 21, wie z. B. Peilstäbe, abgefragt. Gesteuert durch den Mikro prozessor oder Steuerrechner 12 des Prüfstandes 1 wird jetzt Schritt für Schritt ein bestimmtes Volumen über den Zähler 4 abgepumpt und nach jedem Schritt erneut der aktuelle Füllstand 20 und Volumen ausgelesen und gespeichert.
Das integrierte Schnellschlussventil 10 wird hierzu jeweils
erst kurz vor dem Pumpvorgang geöffnete und sofort danach wie
der geschlossen, um unerwünschten Zu- oder Abfluss der Flüs
sigkeit zu unterbinden. Während des Pumpvorganges wird der
Durchfluss durch automatische Regelung der Pumpenantriebslei
stung möglichst konstant gehalten.
Beim Auslesen des Füllstandes wird zunächst gewartet, bis die
durch den Pumpvorgang ausgelöste Unruhe an der Oberfläche der
Flüssigkeit abgeklungen ist. Die Entnahmeschritte werden bis
zum Erreichen der Messbereichsuntergrenze des Peilsystems
fortgesetzt. Von dem zuletzt gemessenen Punkt der Peiltabelle
an wird das Restvolumen exakt bestimmt, indem mit ggf. redu
zierter Pumprate solange Flüssigkeit entnommen wird, bis so
wohl Tank 15 als auch Befüll- und Entnahmeleitungen 13, 14
vollständig entleert sind.
Zweckmäßig wird zur Erzielung einer vollständigen Entleerung
ein Schauglas 18 so in die Ablaufleitung (außerhalb z. B. eines
Fahrzeuges) eingebaut, dass der Flüssigkeitsspiegel 20 nach
Entleerung des Behälters 15 sichtbar ist. Da in diesem Fall
etwas zu viel Flüssigkeit durch den Zähler gelaufen ist, muss
das Volumen um die einmalig zu ermittelnde Differenzmenge zwi
schen Schauglas-Marke und vollständiger Füllung der Ablauflei
tung 14 vermindert werden. Die Restmenge kann statt mit einem
Schauglas 18 auch durch einen geeigneten elektronischen Sensor
(nicht dargestellt) in der Ablaufleitung 14 ermittelt werden.
Ist der Leerzustand des Messbehälters 15 erreicht, werden
nachträglich vom Rechner 12 alle ermittelten Volumenwerte ent
sprechend dem vom Zähler 4 abgelesenen, insgesamt aus der Kam
mer 15 entnommenen Volumen errechnet. Die so ermittelte
Peiltabelle kann, wenn dies das elektronische Peilsystem 19 in
vorteilhafter Weise zulässt, gleich in letzteres überspielt
und damit der Kalibriervorgang endgültig abgeschlossen werden.
Die Peiltabellen lassen sich im Steuerrechner 12 des Prüfstan
des 1 archivieren, auf Datenträger ausgeben, visualisieren
oder ausdrucken. Während des Kalibriervorgangs lassen sich,
wenn im zu prüfenden Peilsystem 19 Temperatursensoren (nicht
dargestellt) integriert sind, diese durch Vergleich mit den
Messwerten des in den Prüfstand 1 integrierten Temperatursen
sors 11 überprüfen. Der Temperatursensor 11 kann auch verwen
det werden, um zu hohe Temperaturschwankungen des Produktes,
die zu Fehlern in der Peilkennlinie führen würden, zu detek
tieren, oder die Wirkung dieser Schwankungen zu korrigieren.
Nach der Entleerung des geprüften Tanks 15 kann durch Umschal
ten der Stellventile am Ein- und Auslauf des Prüfstandes die
Pumprichtung umgekehrt und z. B. jetzt der zuvor gerade befüll
te Tank 15 kalibriert werden. Dadurch kann frei von Luftbei
mengungen und ohne Flüssigkeitsverluste durch das An- und Ab
kuppeln von Schläuchen 13, 14 gearbeitet werden.
Wenn es für den Kalibriervorgang erwünscht oder notwendig ist,
kann mit dem Prüfstand 1 auf einfachste Weise auch das Volumen
der außerhalb des Behälters 15 verlaufenden Füll- und Lee
rungsleitungen 13, 14 gemessen werden, indem die oben be
schriebene Restmengenmessung für das System wiederholt wird,
wobei zu Beginn die Bodenventile BV geschlossen und damit das
Leitungssystem 13, 14 vom Behälter 15 abgetrennt wird.
Entsprechende Akzeptanz durch die Eichbehörden vorausgesetzt,
kann der Prüfstand 1 auch bei den eichtechnischen Prüfungen
des Behälters 15 eingesetzt werden. Dadurch lässt sich in wei
ter vorteilhafter Weise der sonst übliche Zeitaufwand für die
Messungen mit einem Eichkolben (Referenzgefäß) deutlich ver
ringern, der durch das diskontinuierliche Verfahren mit ab
wechselndem Füllen und Leeren des Eichkolbens bedingt ist.
Bei Bedarf kann die Arbeitsweise des Systems jederzeit - sogar
während einer laufenden Kalibrierung - überprüft werden, in
dem der Auslauf des Prüfstandes 1 mit einem Eichkolben (Ver
gleichsnormal) verbunden und die über den Zähler 4 abgegebene
Menge nach dem Füllen des Kolbens mit dem von der Skala abge
lesenen Volumenwert verglichen wird.
Die vorliegende Erfindung sowie alle ihre Aspekte sind nicht
auf die Merkmale und Merkmalskombinationen der vorbeschriebe
nen und in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiele be
schränkt. Die einzelnen Aspekte, Merkmale und Merkmalskombina
tionen der vorliegenden Erfindung im Rahmen der in den vorlie
genden Unterlagen offenbarten Ausgestaltungen, Merkmale und
Funktionen sind sowohl jeweils einzeln, als auch in ihren Kom
binationen umsetzbar und schutzwürdig. Neben den in den vor
liegenden Unterlagen enthaltenen allgemeinen und konkreten An
gaben zur Realisierung erfindungsgemäßer Vorrichtungen und
Verfahren zur Behälterkalibrierung gehören zum Umfang der Er
findung auch alle Variationen, Modifikationen, Substitutionen
und Kombinationen, die der Fachmann ohne weiteres aus den Un
terlagen selbst und/oder unter Hinzuziehung seines Fachwissens
erkennen kann.
Claims (22)
1. Kalibriervorrichtung für Behälter mit einem Peilsystem,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Zählwerk (4) und eine da
mit verbundene Verarbeitungseinrichtung (12) enthalten
sind, und dass die Verarbeitungseinrichtung (12) zum Da
tenaustausch ferner mit dem Peilsystem (19) an dieses an
schließbar und ausgelegt ist.
2. Kalibriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass Vorrichtungen zum Feststellen einer vollständi
gen Leerung des Behälters (15) enthalten sind.
3. Kalibriervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, dass die Vorrichtungen zum Feststellen einer voll
ständigen Leerung des Behälters (15) ein Schauglas (18)
und/oder Leermeldesensoren enthalten.
4. Kalibriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass ein Temperatursensor
(11) zur Ermittlung und Berücksichtigung der Temperatur
des Inhaltes des Behälters (15) durch den Steuerrechner
(12) enthalten ist.
5. Kalibriervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, dass der Steuerrechner (12) mit Temperaturmessein
richtungen in dem Behälter (15) direkt oder über das Peil
system (19) verbindbar ist.
6. Kalibriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur automatischen
Kalibrierung von Messbehältern (15) mit integrierter elek
tronischer Peilung ausgelegt ist.
7. Kalibriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische ge
steuerte Pumpe (2) für die Entnahme oder die Zugabe von
Flüssigkeit aus dem bzw. in den zu messenden Behälter (15)
enthalten ist.
8. Kalibriervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, dass ein der Pumpe (2) nachgeschalteter Zähler (4)
zur genauen Erfassung der zu- oder abgepumpten Menge ent
halten ist.
9. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass ein in Reihe mit der Pumpe
(2) und dem Zähler (4) geschaltetes Schnellschlußventil
(10) enthalten ist.
10. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, da
durch gekennzeichnet, dass die elektronisch ermittelten
Peilstände vor und nach jedem Pumpvorgang abgefragt
werden.
11. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass eine übergeordnete Steuerung
die Pumpvorgänge auslöst, alle Messergebnisse erfaßt, auf
zeichnet und on-line auswertet.
12. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl der Pumpe (2)
regelbar ist mit dem Ziel, den Durchfluss durch den Zähler
(4) möglichst konstant zu halten.
13. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pumprichtung der Anord
nung durch eine Kombination von Ventilen (V1. . .V4) umge
schaltet werden kann, ohne daß sich dabei die Durchfluss
richtung für den Zähler (4) ändert.
14. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pumprichtung der Anord
nung durch eine Kombination von Ventilen (V1. . .V4) umge
schaltet werden kann, ohne daß dabei Flüssigkeit ausläuft
oder Luft in das Rohrsystem eindringen kann.
15. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Pumpe (2) und Zähler
(4) ein Gassammelbehälter (7) angeordnet ist, der das Auf
treten von Gas anzeigt.
16. Kalibriervorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, dass im Gassammelbehälter (7) ein Sensor (9) in
tegriert ist, der das Auftreten von Gas elektronisch an
die Steuervorrichtung (12) meldet, die z. B. die Messungen
dann automatisch unterbricht.
17. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Auslaufs des
zu prüfenden Messbehälters (15) ein Rohrstück (17) mit
Schauglas (18) eingefügt ist, in dem nach dem vollständi
gen Leeren des Messbehälters (15) der Flüssigkeitsspiegel
(20) sichtbar wird, so daß unter Berücksichtigung des Vo
lumens des Rohrstückes oberhalb des Flüssigkeitsspiegels
(20) das dem Messbehälter (15) entnommene Volumen exakt
bestimmt werden kann.
18. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Auslaufs des
zu prüfenden Messbehälters (15) ein Rohrstück (17) mit ei
nem eingebauten Sensor eingefügt wird, der nach dem voll
ständigen Leeren des Messbehälters (15) die Höhe des Flüs
sigkeitsspiegels (20) in diesem Rohrstück erfaßt, so daß
unter Berücksichtigung des Volumens des Rohrstückes ober
halb des Flüssigkeitsspiegels (20) das dem Messbehälter
entnommene Volumen exakt bestimmt werden kann.
19. Kalibriervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass in die Anordnung ein Tempera
tursensor (11) integriert ist, der die Temperatur der
strömenden Flüssigkeit für Überwachungs- und Korrek
turzwecke erfaßt.
20. Kalibrierverfahren für Behälter mit einem Peilsystem, da
durch gekennzeichnet, dass ein Behälter (15) über ein
Zählwerk (4) entleert oder gefüllt wird und die Zählinfor
mation von dem Zähler (4) mittels eines Steuerrechners
(12) mit den Füllstandsdaten des Peilsystems (19) für die
sen Behälter (15) korreliert werden, und dass das Ergebnis
dieser Korrelation von dem Steuerrechner (12) in das Peil
system (19) eingegeben Wird.
21. Kalibrierverfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich
net, dass das Entleeren oder Füllen zwischen einem zumin
dest im wesentlichen maximal gefüllten Zustand des Behäl
ters (15) und einem zumindest im wesentlichen maximal ge
leerten Zustand des Behälters (15) erfolgt.
22. Kalibrierverfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch ge
kennzeichnet, dass eine Kalibriervorrichtung (1) nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 19 zum Einsatz kommt.
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|---|---|---|---|---|
| DE102012212497A1 (de) * | 2012-07-17 | 2014-01-23 | IF Holding GmbH | Ausliterungsvorrichtung und Verfahren zur Kalibrierung von Kammern eines Tanks |
| CN103983319A (zh) * | 2014-05-26 | 2014-08-13 | 中国铁道科学研究院 | 基于容积量传系统的进出液装置及方法 |
| CN120101898A (zh) * | 2025-05-07 | 2025-06-06 | 东营市特种设备检验研究院 | 一种用于常压储罐车容积检定的自动测量装置及测量方法 |
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2002
- 2002-02-25 DE DE10207842A patent/DE10207842A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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