DE10206285A1 - Verfahren und System zur markt- und anwendungsspezifischen Verwaltung von Optionen und Komponenten einer Produktplattform - Google Patents
Verfahren und System zur markt- und anwendungsspezifischen Verwaltung von Optionen und Komponenten einer ProduktplattformInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ein System zur markt- und anwendungsspezifischen Beschreibung und Verwaltung von spezifischen produktbeschreibenden Entitäten, insbesondere Produktoptionen (33), Produktoptionstypen (32), Anwendungsfunktionen (31) und Gestaltungselementen (36), die zu den Komponenten (61) und Dokumenten (62) einer Produktplattform in Beziehung stehen, im Rahmen eines Produktverwaltungssystems (40), das mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung, in die eine Datenbank integriert ist, realisiert ist. DOLLAR A Dazu wird in einem ersten Verfahrensschritt eine Beschreibung der Funktionen der eingabe- und darstellungsrelevanten Informationen durchgeführt. In einem zweiten Verfahrensschritt wird eine eine Darstellung der Entitäten, insbesondere die Visualisierung der Optionen und Kombinationsregeln (110), die Visualisierung der Anwendungen (210), die Visualisierung der Parametergruppen (310), die Visualisierung des Prozesses (410) sowie die Visualisierung der Auswertungen (510) durchgeführt. In einem dritten Verfahrensschritt werden die Informationen der visualisierten Entitäten verarbeitet, indem sie modelliert und zueinander in Beziehung gebracht werden.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein rechnerunterstütztes Verfahren und ein System zur Verwaltung von Optionen und Anwendungsfunktionen einer Produktplattform, also von zulässigen Optionen für eine Produktkonfiguration und ihrer Komponenten mittels eines Produktdatenverwaltungssystems.
- Heutige Produktdatenverwaltungssysteme unterstützen die Verwaltung der Konstruktionsergebnisse, zu denen Dokumente, wie beispielsweise Beschreibungen, Zeichnungen und Arbeitspläne zählen sowie Produktstrukturen, bestehend aus Produktkomponenten, wie beispielsweise Teile und Baugruppen. Solche Produktdatenverwaltungssysteme sind beispielsweise in M. Eigner, R. Stelzer; Produktdatenmanagement-Systeme. Ein Leitfaden für Product Development und Life Cycle Management, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2001, und in J. Schöttner; Produktdatenmanagement in der Fertigungsindustrie. Prinzip, Konzepte, Strategien, Hanser Fachbuch, 1999, beschrieben.
- Dabei beschreibt die Anwendungsfunktion den Einsatz eines Produktes in einem spezifischen Markt mit einer spezifischen Funktion, wie beispielsweise einen Antriebsmotor für ein bestimmtes Produkt auf einem definierten Markt.
- Als Entitäten sind im allgemeinen Bauteile bzw. Baugruppen und Dokumente vorgegeben. Ausgehend von der Produktstruktur ist bei den heute bestehenden Systemen eine Referenzierung der zugehörigen Dokumente möglich.
- Dazu stehen die administrativen Daten, die nachfolgend als Metadaten bezeichnet werden, zur Verwaltung von Varianten und Versionen der Produktkomponenten in Abhängigkeit von der Zeit und deren Relationen untereinander im Vordergrund.
- Bestehende Systeme erlauben eine Klassifikation nach Teile- und Dokumententypen und unterstützen die Beschreibung der Produktstruktur. Bauteile können über Relationen zu Baugruppen zusammengefaßt werden. Dokumente lassen sich in einzelne Teile zerlegen und bestimmten Baugruppen zuordnen. Dabei werden den administrativen Metadaten Ausprägungen hiervon zugeordnet.
- Derzeit bekannte Produktdatenverwaltungssysteme unterstützen die anwendungs- bzw. marktbezogene Produktdatenverwaltung nicht. Sie unterstützen daher auch nicht die anwendungsbezogene Produktkomponentenauswahl. Es bleibt dem Systembenutzer überlassen zu entscheiden, ob er eine Komponente für eine Anwendung geeignet hält. Bei der Wiederverwendung einer Konstruktionslösung ist der Anwendungsbezug, d. h. der Kontext in dem eine Komponente Verwendung findet, nicht direkt ersichtlich bzw. nur implizit vorhanden.
- Beim heutigen Stand der Technik lassen sich Sachmerkmalgruppen definieren und diese den Produktkomponenten zuordnen. Der Bezug zu einer Anwendungsfunktion, welche den Kontext für die Verwendung eines spezifischen Produktes oder einer Komponente hiervon in einem kundenspezifischen Prozeß oder eines Anwendungsparameters, beispielsweise eines Betriebspunktes eines Produktes, beschreibt, fehlt vollständig.
- Eine Suche nach geeigneten Komponenten gestaltet sich aufgrund des fehlenden Kontextes als sehr schwierig, wenn der Kontext bzw. die Anwendung und der Betriebspunkt des Produktes nicht bekannt sind. Dieser ist für die Wiederverwendbarkeit einer Lösung unerläßlich. Erst wenn der Kontext, also definierte Vorgaben, Richtlinien und Standards sowie Umgebungsparameter, wie beispielsweise Temperatur, Druck, Verschmutzung, Vibrationen, etc. bekannt sind, kann gezielt nach geeigneten Lösungen gesucht werden.
- Derzeit werden bei den heute existierenden Produktdatenverwaltungssystemen Teilaspekte und -funktionen zur Klassifikation und Verwaltung verwendet, aber sowohl ein Verfahren als auch ein Informationsmodell zur anwendungsspezifischen Modellierung von Produktoptionen, welche die Ausprägungen von Optionstypen, wie beispielsweise die Baugröße, die Bauform, die Leistungsklasse eines Antriebes oder spezielle Ausstattungsmerkmale beschreiben, wurden bisher nicht realisiert.
- Bei heutigen Produktdatenverwaltungssystemen beschreibt eine Menge von Optionstypen und deren zulässige Ausprägung den sogenannten Typenschlüssel (Typecode) für eine Produktlinie, wobei dieser Bestandteil eines Produktkataloges ist.
- Der Typenschlüssel wird als Dokument und Bestandteil des Produktkataloges gepflegt und unabhängig von einem Produktdatenverwaltungssystem verwaltet. Die Verwaltung des Typenschlüssels und der zugehörigen Optionen ist dabei ein manueller Prozeß, für den es keine gesonderten Informationssysteme und Verfahren gibt.
- Mittels einer Beschreibung der Komponenten und Dokumente einer Produktplattform wird zwar versucht, die Option als klassifizierendes Attribut einer Komponente, d. h. als Textfeld, zu beschreiben. Dies ist nicht ausreichend, da in der Realität zumindest eine 1 : n Beziehung zwischen Komponente und Option besteht, also einer Komponente n Optionen zugeordnet sind. Da die Option weiterhin nicht als eigenständige Entität modelliert wird, ist eine Verwaltung der 1 : n Relation zwischen Option und zugehöriger Anwendung nicht gegeben. Das Fehlen einer eigenständigen Entität führt dazu, daß die Gültigkeit eine Option in Abhängigkeit von der Zeit nicht verwaltet und revisioniert werden kann. Beim heutigen Stand der Technik fehlt auch der direkte Bezug zur Anwendung und den zugehörigen Parametern.
- Für eine Produktlinie, die selbst wiederum Teil einer Produktplattform sein kann, muß der Typenschlüssel für verschiedene Anwendungen oder Märkte an diese angepaßt und in Abhängigkeit von der Zeit verwaltet werden. Dies bedeutet einen hohen Pflegeaufwand und stellt einen komplexen Vorgang dar, wenn eine Produktplattform, zu der mehrere Produktlinien gehören, kontinuierlich über einer bestimmten Zeit weiterentwickelt wird.
- Es existiert kein rechnerunterstütztes Verfahren und Informationssystem, welches den Typenschlüssel für die angebotenen Produktfamilien und die zugehörigen Optionen in Abhängigkeit von der Zeit verwaltet und eine Zuordnung der Produktoptionen zu den Produktanwendungen unterstützt.
- Einfache Funktionen zur Klassifikation über Sachmerkmale, wie etwa nach DIN 4000, bestehen bereits. Solche Verfahren fassen eine Menge von Eigenschaften einer Teilefamilie zu Sachmerkmalgruppen zusammen. Den Sachmerkmalgruppen nach DIN 4000 lassen sich beispielsweise bestimmte Teileklassen wie Motoren oder Kupplungen zuordnen. Ein Bauteil wird einer dieser Teilefamilien zugeordnet (z. B. Kondensatoren, Schrauben, etc.). Anhand dieser Merkmalgruppen werden dann die zugehörigen Merkmalsausprägungen beschrieben. Dabei ist eine hierarchische Merkmalsweitergabe nicht möglich. Solche Funktionen finden sich auch in heute angebotenen Produktdatenverwaltungssystemen wieder. Allerdings fehlt hier wie bereits oben beschrieben die erforderliche Relation zu einer Anwendungsfunktion.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System und ein Verfahren zur Beschreibung und Verwaltung von Produktdaten, beispielsweise von Produktoptionen, Produktoptionstypen, Anwendungsfunktionen und den zugehörigen Merkmalen anzugeben, so daß die Nachteile des Standes der Technik ausgeräumt werden, wobei insbesondere eine markt- und anwendungsbezogene Produktdatenverwaltung und eine anwendungsbezogene Produktkomponentenauswahl Anwendung findet.
- Diese Aufgabe wird durch ein rechnerunterstütztes Verfahren zur markt- und anwendungsspezifische Beschreibung und Verwaltung von spezifischen produktbeschreibenden Entitäten, beispielsweise Produktoptionen, Produktoptionstypen, Anwendungsfunktionen und den zugehörigen Merkmalen, mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Ein System zur Durchführung des Verfahrens und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
- Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein neuartiges Informationsmodell, welches die markt- und anwendungsbezogene Beschreibung und Verwaltung der Optionen und zulässigen Kombinationen hiervon ermöglicht, verwendet. Das Informationsmodell wird mit Hilfe einer Datenbank realisiert.
- Das erfindungsgemäße System und Verfahren ist in herkömmlichen Produktdatenverwaltungssystemen, die Produktanwendungen und Produktoptionen verwalten, integrierbar und findet sowohl bei auftragsunabhängigen als auch bei auftragsabhängigen Geschäftsprozessen, insbesondere in der Konstruktion und im Vertrieb Verwendung.
- Bedingt durch die Aufgabe, die Gültigkeit und den Status einer Option in Abhängigkeit von der Zeit zu verwalten, ist der Zeitbezug und der Freigabestatus einer Option von besonderer Bedeutung. Der Zeitbezug und der Freigabestatus einer Option beschreibt die Gültigkeit einer Option zu einem bestimmten aktuellen Zeitpunkt in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Das Produkt entspricht einer spezifischen Produktkonfiguration, bestehend aus Komponenten einer Produktlinie bzw. einer Produktfamilie, die Bestandteil einer Produktplattform sind.
- Optionen und Anwendungsfunktionen werden sowohl generisch als auch spezifisch in Optionskategorien verwaltet. Optionen sind dazu einem Optionstyp zugeordnet und stellen somit Ausprägungen eines Optionstyps dar. Der Optionstyp steht dabei in Bezug zur Produktplattform und zur Produktlinie.
- Unter generischer Verwaltung von Optionen und Anwendungsfunktionen ist die Verwaltung aller zulässigen Optionen und Kombinationen als Teil des Typenschlüssels, beispielsweise einer auftragsunabhängigen Beschreibung, einer Kategorie oder eines Typecodes, zu verstehen.
- Wohingegen die spezifische Verwaltung von Optionen und Anwendungsfunktionen darin zu sehen ist, daß eine spezifische Kombination von Optionen als Teil bzw. Kategorie eines Referenzproduktes, eines Angebotes oder eines Auftrages beschreiben wird.
- Die Kategorie einer Anwendungsfunktion bestimmt somit, ob eine Anwendung generell mit der Kategorie: Typecode, oder spezifisch mit der Kategorie: Referenz, Angebot oder Auftrag, beschrieben ist.
- Aus einer Menge von generischen Optionen der Kategorie Typecode wird der Typenschlüssel für eine Produktfamilie gebildet. Dieser ist für unterschiedliche Märkte und Anwendungen bzw. Anwendungsfunktionen unterschiedlich aufgebaut und kann sich im Laufe der Zeit verändern. Teilmengen von Optionen dieser Kategorie werden mit Kombinationsregeln beschrieben.
- Das Verfahren zur Beschreibung und Verwaltung von Produktoptionen, Produktoptionstypen, Anwendungsfunktionen und den zugehörigen Merkmalen wird durch ein speziell hierfür entwickeltes Informationssystem unterstützt, das sich in seiner Art sowie in der zur Verwaltung und Darstellung der Entitäten erforderlichen Funktionen von den bisher verwendeten Verfahren dadurch unterscheidet, daß eine Zuordnung von Sachmerkmalgruppen zu den Produktkomponenten über die Anwendungsfunktion erfolgt. Dadurch wird der Kontext für die Beschreibung erfaßt, und die anwendungsspezifische Suche nach den Komponenten unterstützt.
- Der Kontext ergibt sich aus der Anwendungsfunktion, ihrer Ausprägung sowie den lokalen Richtlinien und Gesetzen, die für den ordnungsgemäßen und sicheren Betrieb des Produktes erforderlich sind.
- Die Vorteile der Erfindung sind darin zu sehen, daß eine Beschreibung von Betriebspunkten und Gestaltungselementen in Bezug auf eine Anwendungsfunktion möglich ist.
- Mit dem Verfahren zur anwendungsspezifischen Verwaltung und Versionierung der Optionen innerhalb eines Produktdatenverwaltungssystems sind neuartige Funktionen zur Auswertung und Strategieentwicklung gegeben.
- Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet mehrere Module mit speziellen Beschreibungs-, Verwaltungs-, Such- und Auswertungsfunktionen zur Verwaltung der Daten in dem erweiterten Produktdatenverwaltungssystem für die Produktplattform.
- Durch den Bezug zur Anwendungsfunktion können die Produktoptionen für spezielle Anwendungen definiert und in Beziehung zueinander gesetzt werden und somit ist es möglich die Eignung einer Produktoption für einzelne Anwendungen oder Märkte zu beschreiben, worin ein wesentlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahren zur Beschreibung des Produktschlüssels und den Aufbau eines Produktkatalogs besteht.
- Die anwendungsbezogene Verwaltung der Optionen ermöglicht jederzeit einen aktuellen Überblick über den gültigen Stand der in einem Markt angebotenen Optionen und der verfügbaren Komponenten hierfür. Ebenso kann die Gültigkeit einer Option in der Vergangenheit überprüft bzw. für die Zukunft festgelegt werden.
- Durch die Versionierung der Optionen in Verbindung mit den Regeln zur Kombinierbarkeit ergibt sich der Freigabestatus für eine spezifische Produktkonfiguration oder eine einzelne Baugruppe einer Produktplattform.
- Weiterhin läßt sich aus einer Menge von zu einem Zeitpunkt gültigen Optionen einer Produktfamilie ein zu diesem Zeitpunkt gültiger Typenschlüssel ableiten.
- Eine weitere Beschreibung der Erfindung erfolgt anhand von Ausführungsbeispielen, die in den folgenden Zeichnungsfiguren dargestellt sind.
- Es zeigen:
- Fig. 1 die Verfahrensmodule der Informationsverwaltung,
- Fig. 2 eine Darstellung der Relationen und Entitäten des Informationsmodells, und
- Fig. 3 eine Darstellung zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Systems.
- Fig. 1 zeigt ein System 10 zur Verwaltung von spezifischen Produktoptionen und Anwendungsfunktionen einer Produktplattform.
- Das System 10 weist Module 20 zur Darstellung, Verarbeitung, Versionierung und Speicherung der Entitäten, beispielsweise von Anwendungsfunktionen 31, Produktoptionen 33 und Produktoptionstypen 32, zulässigen Kombinationen von Optionsmengen 34, die nachfolgend als Kombinationsregeln bezeichnet werden, Anwendungsparameter 35 und Gestaltungselemente 36 auf.
- Das Modul Optionsverwaltung 100 beinhaltet Funktionen zur Definition, Kopie, Änderung, Verwaltung und Versionierung bestehender Optionstypen 32 und Optionen 33 einer Produktlinie. Bei der Definition des Optionstyps 32 beschreibt der Benutzer die Zugehörigkeit zur Produktfamilie und zur Produktplattform.
- Das Modul Markt- und Anwendungsverwaltung 200 unterstützt die Erzeugung und Änderung von Anwendungsfunktionen 31.
- Einer spezifischen Anwendung werden im Modul Parameter- und Merkmalverwaltung 300 Parameter 35 und Merkmalgruppen zugeordnet.
- Das Modul Komponentenverwaltung 600 beinhaltet die Entitäten zur Verwaltung von Komponenten 61 einer Produktplattform und der zugehörigen technischen Dokumente 62.
- Das System 10 läßt sich in ein herkömmliches Produktdatenverwaltungssystem 40 integrieren und ist durch die Verwendung von Funktionen des Produktdatenverwaltungssystems 40 in der Lage, den Freigabestatus einer Option 33 in Abhängigkeit von der Zeit zu verwalten und über eine Freigabeprozedur zu steuern.
- In Fig. 2 ist die Darstellung der Relationen und Entitäten innerhalb des Informationsmodells 11 aufgezeigt, welche es ermöglichen,
- - die Produktoptionstypen 32 und die Ausprägungen von Produktoptionen 33,
- - die zulässigen Kombinationen von Optionsmengen (Kombinationsregeln) 34,
- - die für die Anwendung gültigen bzw. verwendeten Prozeßparameter, wie Betriebsparameter 35 und Betriebspunkte 37, sowie
- - die für eine Anwendung vorgegebenen oder verwendeten Beschreibungsmerkmale, welche die Gestaltungselemente 36 und die Gestaltungselementgruppen 38 beinhalten,
- Das Modell 11 ist auf der Ebene der Systemrealisierung als ein relationales Datenbankschema bzw. physisches Datenmodell realisiert und dient der Verwaltung der vordefinierten, konfigurierbaren, angebotenen und gefertigten Komponenten von Produktplattformen und der mit diesen hergestellten Produktfamilien.
- Für das Informationsmodell 11 sind die Entitäten Optionstyp 32, Option 33, Kombinationsregel 34, Anwendungsfunktion 31, Betriebspunkt 37, Betriebsparameter 35, Gestaltungselement 36, Gestaltungselementgruppe 38 bzw. die Komponenten 61 und Dokumente 62 sowie deren Relationen zueinander dargestellt.
- Den Entitäten 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 61, 62 können eine beliebige Anzahl von Attributen zugeordnet werden. Die Entitäten 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 61, 62 des Informationsmodells 11 stehen über unterschiedliche Relationstypen, beispielsweise "hat", "Ist Teil von", "wird verwendet bei", "beschreibt", "Set1" "Set2" oder "möglich bei" zueinander in Beziehung. Der Relationstyp ist reflexiv bei der "Ist Teil von Beziehung", d. h. es wird auf Entitäten des gleichen Typs verwiesen, oder assoziativ, d. h. es wird die Beziehung zwischen den Ausprägungen einer Relation ausgedrückt und die Menge, die einer Ausprägung zuordenbar ist, z. B. 1 bis n Ausprägungen der Zielentität.
- Die Optionen 33 und Optionstypen 32 werden zu einer Anwendung bzw. Anwendungsfunktion 31 in Beziehung gesetzt. Dadurch wird beispielsweise die Eignung einer Produktoption 33 für verschiedene Anwendungen und verschiedene Märkte beschrieben. Zu der Anwendungsfunktion 31 werden ebenfalls Komponenten 61 und Dokumente 62 der Produktplattform in Beziehung gesetzt. Über die Anwendungsfunktion 31 wird somit der Bezug zwischen der Option 33 und der Komponente 61 hergestellt.
- Die Entität Option 33 ermöglicht ein rechnerunterstütztes Verfahren zur Verwaltung und Versionierung von Optionen 33 einer Produktplattform sowohl auf marktabhängiger als auch auf anwendungsbezogener Ebene, wobei die Optionen 33 eine Ausprägung des Optionstyps 32 beschreiben. Die Entität Optionstyp 32 besitzt dazu Attribute, die eine Zuordnung zur Produktplattform und der Produktfamilie ermöglichen, beispielsweise die Baugröße eines Produktes.
- Da die Optionen 33 jeweils einem bestimmten Optionstyp 32 zugeordnet sind, wird für zwei Mengen von generischen Optionsausprägungen, welche mit "Set1" und "Set2" bezeichnet sind, eine Kombinationsregel 34 definiert, beispielsweise der Kategorie: "kann nicht kombiniert werden mit" oder "nur in Verbindung mit". Dadurch lassen sich zulässige Kombinationen beschreiben.
- Neben der Besonderheit des Modells 11 die direkte Relation zwischen Option 33 und Anwendungsfunktion 31 darzustellen, weist die Entität Anwendungsfunktion 31 wiederum Relationen zu den typischen Merkmalgruppen, beispielsweise zu den Gestaltungselementgruppen 38, und/ oder zu den Betriebspunkten 37 auf. Die Betriebspunkte 37 und die Merkmalgruppen 38, die den der spezifischen Anwendungsfunktionen 31 zugeordnet sind, haben Attribute, die beispielsweise den Bezug zu einer Angebots- oder Auftragsnummer herstellen.
- Gleiches gilt auch für die Gestaltungselemente 36. Diese beschreiben die nicht physikalischen Eigenschaften eines Produktes, also die qualitativen und quantitativen Eigenschaften einer Anwendungsfunktion, beispielsweise zulässige Materialien.
- Die Betriebsparameter 35 beschreiben die wesentlichen physikalischen Eigenschaften des Prozesses in dem die Anwendungsfunktion 31 Verwendung findet. Aus systemtechnischer Sicht beschreiben diese sowohl die Systemgrenze als auch die wesentlichen Systemparameter der Systemkomponenten, beispielsweise die Antriebsleistung eines Motors.
- Einer Anwendungsfunktion 31 können beliebig viele Betriebspunkte 37 zugeordnet werden. Zu jedem anwendungsspezifischen Betriebspunkt 37 gehört eine Menge von markt- und anwendungsspezifischen Betriebsparametern 35. Die Zuordnung des Betriebspunktes 37 zur Anwendungsfunktion 31 ermöglicht eine wesentlich präzisere Datenanalyse, als bei den bisher bekannten Verfahren.
- Einer Komponente 61 können beliebig viele Anwendungsfunktionen 31 und Dokumente 62 zugeordnet werden. Anwendungsfunktionen 31, Komponenten 61 und Dokumente 62 sind dabei ebenfalls hierarchisch strukturiert, was in der Fig. 2 mit der Relation: "ist Teil von" dargestellt ist.
- Dokumente 62 beschreiben bzw. haben zusätzlich zu den Produktkomponenten eine Relation zu den Anwendungsfunktionen 31 oder den Betriebspunkten 37. Dies hat den Vorteil, daß jederzeit weiterführende Informationen zu einer Anwendungsfunktion 31 aus dem Datenbestand ermitteltbar sind. Die Informationen können also kontextspezifisch referenziert werden.
- Werden den Dokumenten 62 generischen oder spezifischen Anwendungsfunktionen 31 zugeordnet, beschreiben sie den Kontext, beispielsweise Standards, Richtlinien und Vorgaben, für ein Angebot oder eine Anwendungsfunktion 31 im allgemeinen.
- In Fig. 3 ist eine Darstellung zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Systems gezeigt, das eine erste Ebene zur Eingabe und Visualisierung 1, eine zweite Ebene zur Verarbeitung der Daten 2 und in eine dritte Ebene zur Speicherung der Daten 3 aufweist.
- Die erste Ebene 1 enthält die eingabe- und darstellungsrelevanten Komponenten, zu denen
- - die Optionsverwaltung 100,
- - die Markt- und Anwendungsverwaltung 200,
- - die Parameter- und Merkmalsverwaltung 300,
- - die Freigabeverwaltung und Ablaufsteuerung 400
- - die Datenanalyse 500 und
- - die Komponentenverwaltung 600 zählen, sowie
- - der Visualisierung der Optionen und Kombinationsregeln 110,
- - der Visualisierung der Anwendungen 210,
- - der Visualisierung der Parametergruppen 310,
- - der Visualisierung des Prozesses 410,
- - der Visualisierung der Auswertungen 510, und
- - der Visualisierung der Produktstruktur 610
- Die zweite Ebene 2 enthält die funktionalen Systemkomponenten zur Datenverarbeitung, insbesondere zur Verwaltung und Analyse der Daten mit
- - den Erzeugungs-, Änderungs- und Freigabeprozeduren für Optionstypen, Optionen und Kombinationsregeln 120,
- - den Erzeugungs-, Änderungs- und Freigabeprozeduren für Anwendungsfunktionen 220,
- - der Beschreibung und Zuordnung von Parametern und Merkmalgruppen 320,
- - der Arbeitsablaufsteuerung 420,
- - der Verwaltung der Zugriffsfunktionen 520 und
- - den Erzeugungs-, Änderungs- und Freigabeprozeduren für Komponenten 620.
- In der dritten Ebene 3 sind die Anwendungsfunktionen 31, Optionstypen 32, Optionen 33, Kombinationsregeln 34, Parameter 35, Gestaltungselemente 36, Betriebspunkte 37, Gestaltungselementgruppen 38, Merkmale 41, Auswertungsprozeduren 50 sowie die Komponenten 61 und Dokumente 62 aufgezeigt, die in einer Datenbank gespeichert werden.
- Das System 10 beinhaltet weiterhin Funktionen zur Ausgabe der Suchergebnisse und der Ergebnisse der Analysefunktionen, beispielsweise mittels einer Druckerausgabe.
- Die Analysefunktionen werten den Datenbestand und die bisher definierten Optionen und Anwendungsfunktionen in vordefinierten Datenbankanfragen und Listendarstellungen aus. Diese Anfragen können zusammen mit den Darstellungsvorgaben in einer Datenbank abgespeichert werden.
- Mittels dem Modul Optionsverwaltung 100 werden die Funktionen bestehender Optionstypen 32 und Optionen 33 einer Produktlinie wie folgt festgelegt:
- - Bei der Definition des Optionstyps 32 beschreibt der Benutzer die Zugehörigkeit zur Produktfamilie und zur Produktplattform.
- - Bei der Erzeugung einer Option 33 wird der Optionstyp 32 und die Kategorie festgelegt sowie die zulässigen Anwendungen für eine generische Option oder eine spezifische Option einer bestimmten Kategorie referenziert. Beispielsweise wird festgelegt, ob eine Anwendung generell mit der Kategorie: Typecode, oder spezifisch mit der Kategorie: Referenz, Angebot oder Auftrag, beschrieben wird.
- - Für generische Optionen 33 einer Produktfamilie werden Kombinationsregeln 34 definiert, wobei der Benutzer zwei Optionsmengen und die kombinatorische Mengenoperation hierauf selektiert.
- Die Erzeugung und die Änderung der Anwendungsfunktionen 31 werden durch das Modul Markt- und Anwendungsverwaltung 200 unterstützt. Der Benutzer klassifiziert die Anwendungsfunktion 31 über die Zuordnung zu einem Markt und einem generischen oder spezifischen Anwendungsfunktionstyp, wobei die Märkte für eine Produktplattform vorgegeben sind.
- Bei der Neuanlage einer spezifischen Anwendungsfunktion 31 wählt der Benutzer beispielsweise aus einer vordefinierten Liste von zulässigen Produktfunktionen für einen ausgewählten Markt aus.
- Die angebotsspezifische Definition von Anwendungsfunktionen 31 und den zugehörigen Parametern ist Teil einer Arbeitsablaufsteuerung 420 zur Angebotserstellung und wird als Offer-Workflow (Verteilung und Weiterleitung von angebotsspezifischen Daten und Dokumenten sowie die Steuerung und Kontrolle von Arbeitsvorgängen) bezeichnet. Diese Funktionen werden aus dem zugrundeliegenden Produktdatenverwaltungssystem 40 genutzt.
- Ist eine Anwendungsfunktion für ein Produkt bisher nicht in der Datenbank enthalten, wird ein neuer generischer Anwendungsfunktionstyp definiert. Hierfür ist eine spezifischer Freigabeprozedur erforderlich, die nachfolgend beschrieben ist.
- Das Modul Freigabeverwaltung und Arbeitsablaufsteuerung 400 enthält die für die Freigabe von Optionen 33 und Anwendungsfunktionen 31 erforderlichen Funktionen zur Visualisierung des Prozesses 410. Für die unterschiedlichen Kategorien der Optionen 33 und Anwendungsfunktionen 31 existieren unterschiedliche vordefinierte Freigabeprozeduren, die als Work-Flows bezeichnet werden. Eine Freigabeprozedur besteht aus beliebig vielen Teilaufgaben und die zu bearbeitenden Objekte besitzen einen Freigabestatus. Über die Freigabeprozedur werden Ausprägungen der Entitäten an die zuständigen Systembenutzer weitergeleitet. Dabei greift das Modul Freigabeverwaltung und Arbeitsablaufsteuerung 400 im wesentlichen auf die Arbeitsablaufsteuerung 420 des Produktdatenverwaltungssystems 40 zurück.
- Mittels dem Modul Parameter- und Merkmalverwaltung 300 werden einer spezifischen Anwendung Parameter und Merkmalgruppen 320 zugeordnet. Die Merkmalgruppen werden dazu vorab definiert oder bei der Angebotserstellung verwendet. Bei einer Vorabdefinition der Merkmalgruppen werden diese beispielsweise einer Anwendungsfunktion 31 der Kategorie Referenz zugeordnet. Für eine ausgewählte Anwendungsfunktion 31 wird nach den hierfür bestehenden angebots- und auftragsspezifischen Parameter- und Merkmalgruppen gesucht, gefundene Konfigurationen und Sachmerkmalgruppen werden kopiert und für die Angebotserstellung im Rahmen der Variantenbeschreibung verwendet.
- Das Modul Datenanalyse 500 unterstützt die Definition und Speicherung spezifischer Auswertungsprozeduren 50. Das Modul enthält dazu Datenzugriffs-, Datenaufbereitungs- und Visualisierungsfunktionen. In der Systemkomponente 520 werden die Datenzugriffsfunktionen verwaltet. Mittels der Visualisierungsfunktion 510 werden die Auswertungen umgesetzt. Diese vordefinierten Funktionen werden als Vorlagen gespeichert, kopiert und in der Systemkomponente 520 verwaltet.
- Ebenso wird mit einer Funktion des Moduls Datenanalyse 500 der aktuell gültige Typenschlüssel einschließlich der zulässigen Optionen 33 ermittelt. Bezogen auf diesen Typenschlüssel werden in einem bestimmten Zeitraum die angebotenen und beauftragten Optionen 33 dargestellt, wobei für jede spezifische Optionskategorie die Quantität angegeben wird.
- Auswertungsprozeduren 50 werden an die jeweilige Produktfamilie angepaßt. Beispielsweise werden die Verwendungshistorie und die Verwendungshäufigkeit verschiedener Optionen 33 bezogen auf Märkte und Anwendungsfunktionen 31 dargestellt. Weiterhin werden mit dem Modul Datenanalyse 500 Funktionen zur Darstellung der Änderungshistorie für bestimmte Optionstypen 32, Kombinationsregeln 34, Märkte und Anwendungsfunktionen 31 realisiert.
Claims (28)
1. Verfahren zur markt- und anwendungsspezifischen Beschreibung und Verwaltung
von spezifischen produktbeschreibenden Entitäten, insbesondere
Produktoptionen (33), Produktoptionstypen (32), Anwendungsfunktionen (31) und
Gestaltungselementen (36), die zu den Komponenten (61) und Dokumenten (62) einer
Produktplattform in Beziehung stehen, im Rahmen eines
Produktverwaltungssystems (40), das mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung, in die eine
Datenbank integriert ist, realisiert ist, wobei
a) in einem ersten Verfahrensschritt eine Beschreibung der Funktionen der eingabe-
und darstellungsrelevanten Informationen mittels Verfahrensmodulen (100, 200,
300, 400, 500, 600) durchgeführt wird,
b) in einem zweiten Verfahrensschritt eine Darstellung der beschriebenen Entitäten,
insbesondere die Visualisierung der Optionen und Kombinationsregeln (110), die
Visualisierung der Anwendungen (210), die Visualisierung der Parametergruppen
(310), die Visualisierung des Prozesses (410), die Visualisierung der
Auswertungen (510) sowie die Visualisierung der Produktstruktur (610) durchgeführt wird,
c) in einem dritten Verfahrensschritt die für eine Anwendung relevanten
Komponenten (61) und Dokumente (62) der Produktplattform über die
Anwendungsfunktion (31) zu den vordefinierten Optionen (33) in Beziehung gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Produktoptionstypen (32) und die Ausprägungen der Produktoptionen (33), die zulässigen
Kombinationen der Optionsmengen (34), die für die Anwendung gültigen bzw.
verwendeten Prozeßparameter (35, 37) und die für eine Anwendung
vorgegebenen oder verwendeten Beschreibungsmerkmale (36, 38) zueinander in Beziehung
gebracht werden, in einer Datenvisualisierungseinheit dargestellt werden, und in
Abhängigkeit von der Zeit verwaltet, verarbeitet sowie gespeichert werden.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Zuordnung von Sachmerkmalgruppen zu den Komponenten über die Entität
Anwendungsfunktion (31) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
einer Komponente (61) beliebig viele Entitäten des Typs Anwendungsfunktion
(31) zugeordnet werden.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
mittels einer Anwendungsfunktion (31) Betriebspunkte (37) und
Gestaltungselemente (36) beschrieben werden.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Optionen (33) und Anwendungsfunktionen (31) als eigenständige Entitäten
verwaltet werden.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
mittels der Anwendungsfunktion (31) ein Bezug zwischen Produktoptionen (33)
und Komponenten (61) hergestellt wird.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
mittels der Verwendung der Anwendungsfunktionen (31) des
Produktdatenverwaltungssystems (40) der Freigabestatus einer Produktoption (33) in
Abhängigkeit von der Zeit verwaltet und mittels einer Freigabeprozedur gesteuert wird.
9. System zur markt- und anwendungsspezifischen Beschreibung und Verwaltung
von spezifischen produktbeschreibenden Entitäten, insbesondere
Produktoptionen (33), Produktoptionstypen (32), Anwendungsfunktionen (31) und
Gestaltungselementen (36), die zu den Komponenten (61) und Dokumenten (62) einer
Produktplattform in Beziehung stehen, im Rahmen eines
Produktdatenverwaltungssystems (40), das mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung, in die eine
Datenbank integriert ist, realisiert ist, wobei das System
a) Verfahrensmodule (100, 200, 300, 400, 500, 600) zur Beschreibung der eingabe-
und darstellungsrelevanten Informationen aufweist, welche dafür eingerichtet
sind, mittels Visualisierungsfunktionen eine Darstellung der Informationen in den
Modulen zur Visualisierung der Entitäten (110, 210, 310, 410, 510, 610)
durchführen,
b) Verfahrensmodule mit den funktionellen Systemkomponenten (120, 220, 320,
420, 520, 620) zur Verwaltung und Analyse der Informationen aufweist und
welche dafür eingerichtet sind, mittels Zugriffsfunktionen die Informationen zu
verarbeiten, sowie
c) Speichermodule zur Speicherung der Informationen aufweist.
10. System und Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß es in ein vorhandenes Produktverwaltungssystem (40) integrierbar
ist.
11. System nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß Gültigkeit und
Status der zu bearbeitenden Objekte, beispielsweise einer Option (33) mittels
eines Zeitbezuges und eines Freigabestatus beschreibbar ist und in einer
Freigabeprozedur speicherbar ist.
12. System nach Anspruch 9 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß die
Anwendungsfunktion (31), dafür eingerichtet ist, Sachmerkmalgruppen zu den Komponenten
zuzuordnen und so einen Anwendungskontext zu beschreiben.
13. System nach den Ansprüchen 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entitäten Optionen (33), Optionstypen (32), Kombinationsregeln (34),
Anwendungsfunktionen (31), Betriebspunkte (37), Betriebsparameter (35),
Gestaltungselemente (36) Gestaltungselementgruppen (38), Auswertungsprozeduren (50),
Sachmerkmale und Merkmalgruppen (41) sind.
14. System nach den Ansprüchen 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verfahrensmodule (100, 200, 300, 400, 500, 600) eine Optionsverwaltung (100), eine
Markt- und Anwendungsverwaltung (200), eine Parameter- und
Merkmalverwaltung (300), eine Freigabeverwaltung und eine Ablaufsteuerung (400), ein Modul
zur Datenanalyse (500) sowie ein Modul zur Komponentenverwaltung (600)
sind.
15. System nach Anspruch 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Optionsverwaltung (100) Funktionen zur Definition, Kopie, Änderung, Verwaltung und
Versionierung bestehender Optionstypen 32 und Optionen 33 einer Produktlinie
aufweist.
16. System nach Anspruch 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Markt- und
Anwendungsverwaltung (200) die Erzeugung und Änderung der
Anwendungsfunktionen (31) unterstützt.
17. System nach Anspruch 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Parameter-
und Merkmalverwaltung (300) einer spezifischen Anwendung Betriebsparameter
(35) und Merkmalgruppen zuordnet.
18. System nach Anspruch 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Freigabeverwaltung und Ablaufsteuerung (400) die für die Freigabe der Optionen (33) und
Anwendungsfunktionen (31) erforderlichen Funktionen zur Visualisierung des
Prozesses (410) aufweist.
19. System nach Anspruch 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenanalyse
(500) eine Definition und Speicherung spezifischer Auswertungsprozeduren (50)
mittels Datenzugriffs-, Datenaufbereitungs- und Visualisierungsfunktionen
unterstützt und Funktionen zur Darstellung der Änderungshistorie für bestimmte
Optionstypen (32), Kombinationsregeln (34), Märkte und Anwendungsfunktionen (31)
realisiert.
20. System nach Anspruch 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Darstellung
der Entitäten, mittels einer Visualisierung der Optionen und Kombinationsregeln
(110), einer Visualisierung der Anwendungen (210), einer Visualisierung der
Parametergruppen und Anwendungsparameter (310), einer Visualisierung des
Prozesses (410), einer Visualisierung der Auswertungen (510) sowie einer
Visualisierung der Produktstruktur (610) realisierbar ist.
21. System nach Anspruch 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die funktionellen
Systemkomponenten Erzeugungs-, Änderungs- und Freigabeprozeduren für
Optionstypen, Optionen und Kombinationsregeln (120), Erzeugungs-, Änderungs-
und Freigabeprozeduren für die Anwendungsfunktionen (220), Beschreibungen
und Parameter- und Merkmalzuordnungen (320), Arbeitsablaufsteuerungen (420)
Verwaltungen der Zugriffsfunktionen (520) sowie Erzeugungs-, Änderungs- und
Freigabeprozeduren für Komponenten (620) sind.
22. System nach Anspruch 9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Speichermodulen die Entitäten (31, 32, 33, 34, 35, 37, 36, 37, 38, 41, 50) sowie die
Komponenten (61) und Dokumente (62) gespeichert sind.
23. System nach Anspruch 9 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen
Optionen (33) jeweils einem Optionstyp (32) zugeordnet sind und eine Ausprägung
des Optionstypes 32 darstellen.
24. System nach Anspruch 9 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Optionstyp
(32) Attribute aufweist, die eine Zuordnung zur Produktplattform und zur
Produktfamilie ermöglicht.
25. System nach Anspruch 9 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Option (33) und der Anwendungsfunktion (31) eine direkte Relation besteht.
26. System nach Anspruch 9 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anwendungsfunktion (31) in Abhängigkeit von einer Produktkategorie sowohl
auftragsabhängig als auch auftragsunabhängig definierbar ist.
27. System nach Anspruch 9 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anwendungsfunktion (31) Relationen zu den Merkmalgruppen und den Betriebspunkten
(37) aufweist.
28. System nach Anspruch 9 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die
Merkmalsgruppen und Betriebspunkte (37) der spezifischen Anwendungsfunktionen (31)
Attribute aufweisen, die den Bezug zu einem Angebot, einem Auftrag oder einem
Referenzprodukt beschreiben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002106285 DE10206285A1 (de) | 2002-02-15 | 2002-02-15 | Verfahren und System zur markt- und anwendungsspezifischen Verwaltung von Optionen und Komponenten einer Produktplattform |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002106285 DE10206285A1 (de) | 2002-02-15 | 2002-02-15 | Verfahren und System zur markt- und anwendungsspezifischen Verwaltung von Optionen und Komponenten einer Produktplattform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10206285A1 true DE10206285A1 (de) | 2003-08-28 |
Family
ID=27634974
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002106285 Withdrawn DE10206285A1 (de) | 2002-02-15 | 2002-02-15 | Verfahren und System zur markt- und anwendungsspezifischen Verwaltung von Optionen und Komponenten einer Produktplattform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10206285A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006048157A3 (de) * | 2004-11-04 | 2006-08-17 | Daimler Chrysler Ag | Vorrichtung und verfahren zum konfigurieren eines produkts |
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|---|---|---|---|---|
| US5019961A (en) * | 1989-04-05 | 1991-05-28 | Cadware, Inc. | Computer apparatus and method for logical modelling |
| WO1995001610A1 (en) * | 1993-06-29 | 1995-01-12 | Electronic Data Systems Corporation | Product structure management |
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- 2002-02-15 DE DE2002106285 patent/DE10206285A1/de not_active Withdrawn
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