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DE10205994A1 - Einrichtung zum Längsteilen einer durchlaufenden Materialbahn mit unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen für die Messerhalter - Google Patents

Einrichtung zum Längsteilen einer durchlaufenden Materialbahn mit unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen für die Messerhalter

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Publication number
DE10205994A1
DE10205994A1 DE10205994A DE10205994A DE10205994A1 DE 10205994 A1 DE10205994 A1 DE 10205994A1 DE 10205994 A DE10205994 A DE 10205994A DE 10205994 A DE10205994 A DE 10205994A DE 10205994 A1 DE10205994 A1 DE 10205994A1
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DE
Germany
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positioning
knife
travel
devices
cutter bar
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Withdrawn
Application number
DE10205994A
Other languages
English (en)
Inventor
Willi Bilstein
Ingo Picker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik fuer Maschinenmesser und Kompressorventile
Original Assignee
Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik fuer Maschinenmesser und Kompressorventile
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik fuer Maschinenmesser und Kompressorventile filed Critical Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik fuer Maschinenmesser und Kompressorventile
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Publication of DE10205994A1 publication Critical patent/DE10205994A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D7/00Details of apparatus for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
    • B26D7/26Means for mounting or adjusting the cutting member; Means for adjusting the stroke of the cutting member
    • B26D7/2628Means for adjusting the position of the cutting member
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D5/00Arrangements for operating and controlling machines or devices for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
    • B26D5/02Means for moving the cutting member into its operative position for cutting
    • B26D5/06Means for moving the cutting member into its operative position for cutting by electrical means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D7/00Details of apparatus for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
    • B26D7/26Means for mounting or adjusting the cutting member; Means for adjusting the stroke of the cutting member
    • B26D2007/2657Auxiliary carriages for moving the tool holders

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Cutting Devices (AREA)
  • Nonmetal Cutting Devices (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Längsteilen einer durchlaufenden Materialbahn, mit wenigstens einem Messerbalken (1), an dem mehrere Messerhalter (2) verschiebbar und feststellbar angeordnet sind, sowie mit wenigstens zwei längs dem Messerbalken (1) unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen (10.1, 10.2), die jeweils mit einem gesondert ansteuerbaren Fahrantrieb versehen sind und die auf einer Führungsbahn (9) geführt sind, sowie mit einer zentralen Steuereinrichtung (20) zur Erfassung der durch die Positioniereinrichtungen (10.1, 10.2) jeweils zurückgelegten Fahrlängen und ihrer jeweiligen Positionen, die mit einer Fahrsteuerung zur gleichzeitigen unabhängigen Ansteuerung beider Fahrantriebe versehen ist, die so ausgelegt ist, daß eine der Positionseinrichtungen (10.1) als vorrangig vorgegeben ist, in der Weise, daß bei einer Überschneidung von für beide Positionseinrichtungen (10.1, 10.2) vorgegebenen Fahrbahnbereichen, in denen eine Kollision erfolgen würde, die vorrangige Positionseinrichtung (10.1) ihr Positionierprogramm im Kollisionsbereich zu Ende führt und die nachrangige Positionseinrichtung (10.2) aus dem Kollisionsbereich herausgeführt und gestoppt wird, zumindest bis die vorrangige Positioniereinrichtung (10.1) den Kollisionsbereich wieder verläßt.

Description

  • Für das Längsteilen einer Materialbahn in Materialstreifen werden Schneideinrichtungen verwendet, die einen Messerbalken aufweisen, auf dem mehrere Messerhalter verschiebbar und feststellbar angeordnet sind. Das jeweils eingestellte "Schnittprogramm", d. h. die Breite der herzustellenden Materialstreifen wird durch den Abstand der einzelnen Messerhalter zueinander bestimmt. Soll ein Schnittprogramm geändert werden, dann muß die Feststellung der Messerhalter am Messerbalken gelöst werden, so daß die Messerhalter in ihren Abständen zueinander neu positioniert werden können.
  • Da das Positionieren der einzelnen Messerhalter von Hand sehr zeitaufwendig ist und vielfach kein ausreichender Zugang zu den Feststelleinrichtungen an den einzelnen Messerhaltern vorhanden ist, wurden Schneideinrichtungen entwickelt, die eine längs des Messerbalkens verfahrbare Positioniereinrichtung mit steuerbarem Fahrantrieb aufweist. Die Positioniereinrichtung ist mit ein Sensorik versehen, durch die der von einem Nullpunkt aus gerechnete Fahrweg jeweils erfaßt und angezeigt wird, so daß danach die einzelnen Messerhalter nacheinander mit Hilfe der Positioniereinrichtung in ihre neue Schneidstellung über eine entsprechende Handsteuerung oder auch über eine entsprechende Computersteuerung automatisch verfahren werden können.
  • Bei Einrichtungen zum Längsteilen von sehr breiten Materialbahnen ist die Änderung des Schnittprogrammes sehr zeitaufwendig. Aber auch bei Schneieinrichtungen, bei denen die Messerhalter in Schnittstellung bei langsam durchlaufender Materialbahn zur Einstellung eines neuen Schnittprogramms neu positioniert werden können, wird infolge der Zeitaufwandes für die Änderung des Schnittprogramms eine erhebliche Abfallmenge erzeugt, bevor alle Messerhalter auf dem Messerbalken für das neue Schnittprogramm positioniert sind.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der vorstehend bezeichneten Art zu schaffen die zu einer erheblichen Verkürzung der Einstellzeit führt und eine Automatisierung der Änderung eines Schnittprogramms mit Hilfe einer rechnergestützten Steuerung erlaubt.
  • Diese Aufgabe wird mit einer Einrichtung gelöst, die die im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale aufweist. Durch die Verwendung von unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen ist es möglich, zur Veränderung des Schnittprogramms gleichzeitig mehrere der für das neue Schnittprogramm benötigten Messerhalter auf dem Messerbalken neu zu positionieren. Hierdurch wird die Neupositionierung der Messerhalter deutlich beschleunigt.
  • Da nun die Positioniereinrichtungen in Längsrichtung des Messerbalkens deutlich breiter sind als die zu verschiebenden Messerhalter, ergibt sich beispielsweise bei Schnittprogrammen zur Erzeugung von schmalen Materialstreifen die Gefahr, daß die beiden Positioniereinrichtungen aufeinander zufahren und durch die vorgegebenen Positionen in Fahrwegbereiche gelangen, in denen eine Kollision erfolgen würde. Die Ansteuerung der Fahrantriebe ist erfindungsgemäß so ausgelegt, daß eine der Positioniereinrichtungen in der Steuereinrichtung über die Erfassung der Fahrweglängen und der Positionen als vorrangig angegeben ist und daß bei einer programmbedingten Überschneidung von Fahrwegbereichen der beiden Positioniereinrichtungen, in denen eine Kollision erfolgen würde, die vorrangige Positioniereinrichtung ihr Positionierprogramm in diesem Kollisionsbereich zu Ende führen kann und die nachrangige Positioniereinrichtung aus dem Kollisionsbereich herausgeführt und gestoppt wird. Hierdurch werden Kollisionen zuverlässig vermieden. Die als nachrangig qualifizierte Positioniereinrichtung wird zumindest solange gestoppt, bis die vorrangige Positioniereinrichtung den Kollisionsbereich wieder verläßt. Diese Verfahrensweise ist möglich, wenn durch die Steuereinrichtung die jeweiligen Positionen beider Positioniereinrichtungen auf dem Fahrweg laufend erfaßt und in bezug auf sich überdeckende Fahrwegbereiche kontrolliert werden. Durch diese Absicherung ist eine schnelle, auch eine automatische und störungsfreie Änderung eines Schnittprogramms möglich.
  • In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist für die Fahrantriebe der Positioniereinrichtungen jeweils ein elektrischer Linearantrieb vorgesehen, der für die Fahrantriebe einen längs dem Messerbalken angeordneten Stator aufweist. Ferner ist für beide Positioniereinrichtungen ein Längenmaßstab vorgesehen ist, dem an jeder Positioniereinrichtung ein mit der Steuereinrichtung in Verbindung stehender Sensor zugeordnet ist. Damit ist eine laufende Erfassung der Positionen beider Positioniereinrichtung am Messerbalken möglich, die auch Positionen der beiden Positioniereinrichtungen relativ zueinander erfaßbar macht und das Einfahren in Kollisionsbereiche unterbindet.
  • Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine ausschnittweise Vorderansicht einer Einrichtung zum Längsteilen von Materialbahnen,
  • Fig. 2 eine Seitenansicht in Form eines Schnittes quer zur Erstreckung eines Messerbalkens gem.
  • Fig. 1 Fig. 3 eine Aufsicht auf die Anordnung gem. Fig. 2,
  • Fig. 4 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 2 für eine andere Ausführungsform,
  • Fig. 5 eine Abwandlung der Anordnung gem. Fig. 3.
  • Wie die in Fig. 1 ausschnittweise dargestellte Einrichtung zum Längsteilen einer Materialbahn erkennen läßt, weist diese einen quer zur Durchlaufrichtung der zu teilenden Materialbahn ausgerichteten Messerbalken 1 auf, an dem mehrere Messerhalter 2 nebeneinander verschieb- und feststellbar gehalten sind. Die Messerhalter 2 sind mit einem Messerkopf 3 versehen, der quer und parallel zur Ausrichtung der Messerbalkens 1 mittels eines Stellantriebes verschiebbar am Messerhalter 2 gehalten ist und auf dem ein Kreismesser 4 gelagert ist. Für die Schnittposition werden die Kreismesser 4 jeweils auf Gegenmesser 5 vorgeschoben und in Schnittstellung gebracht, das auf einer Messerwelle 6 befestigt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel sind in einer vorgegebenen Teilung, wie Fig. 1 erkennen läßt, eine Vielzahl von Gegenmessern 5 in Form von Schneidbüchsen auf der Messerwelle 6 befestigt, so daß durch Veränderung des Abstandes zwischen benachbarten Messerhaltern unterschiedliche Schnittprogramme einstellbar sind.
  • Der Begriff "Messerhalter" umfaßt auch Konstruktionen, bei denen ein das Messer tragender Teil lösbar mit einem am Messerbalken 1 verschieb- und feststellbar angeordneten Adapterschlitten verbunden ist.
  • In Fig. 1 sind die Messerhalter 2 im Abstand zueinander am Messerbalken 1 festgelegt, um einen verhältnismäßig breiten Materialstreifen zu schneiden. Für ein geändertes Schnittprogramm zur Herstellung sehr schmaler Materialstreifen sind die Messerhalter 2 dicht an dicht nebeneinander zu positionieren, wie dies für die Messerhalter 2.1 und 2.2 dargestellt ist. Durch die Verwendung entsprechend schmalbauender Messerhalter sind Schnittbreiten von nur 10 bis 12 mm möglich.
  • Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Messerbalken 1 mit Führungen 7 versehen, denen an den einzelnen Messerhaltern 2 oder deren Adapterschlitten entsprechende Kugelführungen 8 zugeordnet sind. Jeder Messerhalter 2 weist zwei mit Abstand nebeneinander angeordneter Kugelführungen 8 auf, denen entsprechend im Abstand zueinander verlaufende Führungen 7 zugeordnet sind. Da die Erstreckung der Kugelführungen 8 in Richtung des Messerbalkens 1 aus konstruktiven Gründen größer ist als die Breite derart schmalbauender Messerhalter, sind, wie die Zeichnung erkennen läßt, bei jeweils benachbarten Messerhaltern 2 die beiden jeweils mit Abstand zueinander an einem Messerhalter angeordneten Kugelführungen 8 jeweils versetzt zueinander angeordnet, so daß die Kugelführungen 8 der Messerhalter 2 sich jeweils "unterfahren" können, wie dies für die dicht an dicht liegenden Messerhalter 2.1 und 2.2 dargestellt ist. Die hier nur schematisch als Baueinheit dargestellten Führungen 7 mit den zugeordneten Kugelführungen 8 sind so ausgelegt, daß der Messerhalter formschlüssig mit dem Messerbalken 1 verbunden ist und lediglich eine Verschiebbarkeit in Längsrichtung des Messerbalkens 1 möglich ist. Im Betrieb sind die einzelnen Messerhalter 2 am Messerbalken 1 Feststellmittel fixiert.
  • Soll nun das Schnittprogramm geändert werden, dann müssen die einzelnen Messerhalter in ihren Abständen zueinander auf dem Messerbalken 1 neu positioniert werden. Um das Positionieren vereinfachen zu können, ist, wie Fig. 2 vereinfacht zeigt, am Messerbalken 1 auf einer eigenen Führungsbahn 9, die beispielsweise als Kugelschienenführung ausgebildet sein kann, eine Positioniereinrichtung 10, auch "Positionierlok" genannt, in Längsrichtung des Messerbalkens 1 bewegbar geführt. Die Positioniereinrichtung 10 ist mit einem ansteuerbaren Fahrantrieb verbunden, so daß die Positioniereinrichtung 10 am Messerbalken 1 in vorgebbare Positionen verfahren werden kann.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Positioniereinrichtung 10 ist mit einem zangenartigen Greifer 12 versehen, der zwei Greiffinger 13.1 und 13.2 aufweist, die den Messerbalken 1 auf seiner Oberseite und seiner Unterseite übergreifen. Über einen schematisch angedeuteten Stellantrieb 11 können die beiden Greiffinger 13.1 und 13.2 aus der hier dargestellten Offenstellung in Richtung der Pfeile 14 gegeneinander verschoben werden, so daß sie mit ihren Fingerenden 15.1 und 15.2 mit entsprechenden Ausnehmungen 16 am Messerhalter 2 bzw. einem mit dem Messerhalter 2 verbundenen Adapterschlitten 17 in Eingriff gebracht werden können. Im Betrieb sind die Messerhalter 2 über eine am Messerbalken 1 angeordnete zentrale Feststellbremse 18 am Messerbalken 1 in ihrer Schnittposition fixiert. Diese zentrale Bremse 18 kann so ausgestaltet sein, daß sie nach einem Lösen noch eine Mindestbremskraft auf die Messerhalter 2 ausübt, so daß diese nur unter gewisser Kraftwirkung verschoben werden können.
  • Bei einer Ausführungsform für die Zentralbremse 18, die die Messerhalter 2 vollständig freigibt, ist es zweckmäßig, wenn an jedem Messerhalter eine eigene, federbelastete Positionierbremse 19 angeordnet ist, die auch nach dem Lösen der zentralen Feststellbremse 18 jeweils den Messerhalter 2 in seiner Position hält. Die Positionierbremse 19 ist nun so ausgebildet, daß sie gelöst wird, sobald das Fingerende 15.1 in die zugehörige Ausnehmung 16 am Messerhalter 2 bzw. am Adapterschlitten 17 eingreift und so der jeweils vom zangenartigen Greifer 12 erfaßte Messerhalter frei auf dem Messerbalken 1 verschoben werden kann.
  • Sobald der zu positionierende Messerhalter 2 seine neue Endposition am Messerbalken 1 erhalten hat, wird der Stellantrieb 11 des zangenartigen Greifers 12 inaktiviert, so daß die Greiffinger 13 sich vom Messerhalter 2 lösen und eine etwaige Restbremswirkung der zentralen Bremse 18 oder einer etwa vorhandenen Positionierbremse 19 den Messerhalter 2 bis zur endgültigen Positionierung aller übrigen Messerhalter 2 am Messerbalken 1 festlegt.
  • Wie Fig. 3 erkennen läßt, ist die Positioniereinrichtung 10 deutlich breiter als die zu verschiebenden Messerhalter 2. Bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung zum Längsteilen einer Materialbahn sind zwei Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 am Messerbalken angeordnet, die über eine zentrale Steuerungseinrichtung 20 ansteuerbar sind und unabhängig voneinander verfahrbar sind. Dies ermöglicht es, bei einer Änderung des Schnittprogramms die Messerhalter 2 von beiden Enden des Messerbalkens 1 her entsprechend einem der zentralen Steuereinrichtung 20 vorgegebenen Programm neu zu positionieren. Sollen nun die einzelnen Messerhalter beispielsweise aus einer Schnittposition mit breitem Abstand zwischen den benachbarten Messerhaltern in eine Schnittposition verfahren werden, bei der die Messerhalter dicht nebeneinanderliegen, so kann es sich ergeben, daß, wie für den Messerhalter 2.1 und den mit unterbrochenen Linien gezeichneten Messerhalter 2.2 dargestellt, die beiden Positioniereinrichtung 10.1 und 10.2 zwangsläufig miteinander kollidieren müssen.
  • Um dies zu vermeiden, ist die zentrale Steuerung 20 so programmiert, daß eine Positioniereinrichtung, beispielsweise die Positioniereinrichtung 10.1 Vorrang vor der Positioniereinrichtung 10.2 hat.
  • Die beiden Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 sind jeweils mit einem Sensor 23.1 bzw. 23.2 versehen, der von einem zugeordneten Maßstab die jeweilige Position der Positioniereinrichtungen gegenüber einem Ausgangspunkt "0" an die zentrale Steuereinrichtung 20 zurückmeldet, so daß in Verbindung mit dem vorgegebenen Positionierprogramm auch die jeweilige Position beider Positioniereinrichtungen zueinander erfaßt werden kann. Damit ist es aber auch möglich, für die jeweilige Positionierfahrt der beiden gleichzeitig sich bewegenden Positioniereinrichtungen im vorhinein festzustellen, ob es zu einem kollidierenden Zusammentreffen der beiden Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 kommen kann, wie dies strichpunktiert in Fig. 1 für die Positionierung der Messerhalter 2.1 und 2.2 dargestellt ist.
  • Da in der zentralen Steuerung 20 die Positioniereinrichtung 10.1 der Vorrang vor der Positioniereinrichtung 10.2 zugeordnet ist, wird je nach Position der nachrangigen Positioniereinrichtung 10.2 diese in ihrer Positionierfahrt außerhalb des von der Zentralsteuerung 20 ermittelten Kollisionsbereiches gestoppt oder aber aus dem ermittelten Kollisionsbereich auf einem hinreichenden Sicherheitsabstand automatisch zurückgefahren. Erst wenn nach der Positionierung des Messerhalters 2.1 die Positioniereinrichtung 10.1 den Kollisionsbereich wieder verläßt oder verlassen hat, wird über die Zentralsteuerung die Positionierfahrt durch die nachrangige Positioniereinrichtung 10.2 wieder aufgenommen.
  • Die Fahrantriebe für die Positioniereinrichtungen können in herkömmlicher Bauart ausgeführt sein.
  • Beispielsweise kann eine parallel zum Messerbalken verlaufende Stellspindel vorgesehen sein, die über einen von der Steuereinrichtung 20 angesteuerten Servomotor ansteuerbar ist und mit einer entsprechenden Spindelmutter an der Positioniereinrichtung zusammenwirkt.
  • Als Fahrantrieb kann auch ein Riementrieb vorgesehen sein, bei dem ein längs dem Messerbalken angeordneter Endlosriemen über endseitige Umlenkräder geführt ist. Ein Trum des Endriemens ist mit der Positioniereinrichtung verbunden. Der Antrieb erfolgt wiederum durch einen von der Steuereinrichtung 20 angesteuerten Motor, der eines der Umlenkräder antreibt.
  • Bei beiden Formen der Fahrantriebs kann die Positionserfassung über eine entsprechende, mit einem Längenmaßstab zusammenwirkende Sensorik erfolgen.
  • In Fig. 2 ist eine weiter Ausführungsform für den Fahrantrieb der Positioniereinrichtung schematisch dargestellt. Der Fahrantrieb ist hierbei als sogenannter Linearmotor ausgebildet, der einen am Messerbalken 1 angeordneten Vorschubsteg 21 in Form eines Permanentmagneten aufweist, der den "Stator" bildet, und dem an der Positioniereinrichtung 10 ein Wicklungsteil 22 zugeordnet ist, der den "Rotor" bildet. Bei der Schneideinrichtung entsprechend Fig. 1 ist für beide Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 ein gemeinsamer Stator 21 vorgesehen.
  • Wenigstens ein Längenmaßstab ist vorgesehen, dem an jeder Positioniereinrichtung 10 ein Sensor 23 zugeordnet ist, über den die jeweilige Position der zugehörigen Positioniereinrichtung an die Zentralsteuerung 20 laufend gemeldet wird. Dies ist in Fig. 1 durch die Signallinien 23.1 und 23.2 gekennzeichnet.
  • Die so erfaßten Positionssignale werden unter Berücksichtigung des in der Zentralsteuerung 20 abgelegten Schnittprogramms zur Einstellung eines neuen in entsprechende Fahrbefehle umgesetzt, die an die Fahrantriebe der Positioniereinrichtungen weitergegeben werden, dies ist über die Signalausgänge 24.1 und 24.2 an der Zentralsteuerung 20 in Fig. 1 schematisch angedeutet.
  • Da Linearmotore als Fahrantrieb für diese Einsatzzwecke in ihrer Länge begrenzt sind, müssen für sehr breite Einrichtungen zum Längsteilen wenigstens zwei "Statoren" in Längsrichtung des Messerbalkens hintereinander angeordnet werden. Um den Bereich, in dem beide "Statoren" aneinanderstoßen, von beiden Seiten aus überprüfend bedienen zu können, sind in Abwandlung zur Ausführungsform gem. Fig. 3 die Greiffinger 13 der beiden Positioniereinrichtungen gegeneinander verschränkt auszubilden, wie dies in Fig. 5 in einer entsprechenden Aufsicht dargestellt ist.
  • Die Linie 29 markiert die Stoßstelle, an der die "Statoren" der Fahrantriebe der beiden Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 aneinandergrenzen.
  • Durch die dargestellt Ausrichtung der Greiffinger 13 können die Positioniereinrichtungen die Stoßstelle übergreifend bedienen.
  • In Fig. 4 ist eine Einrichtung zum Längsteilen einer Materialbahn dargestellt, die hinsichtlich des Aufbaus der sogenannten Obermesser dem Aufbau der Anordnung gem. Fig. 1 und Fig. 3 entspricht.
  • Während bei der Schneideinrichtung gem. Fig. 1 eine Vielzahl von Schneidbüchsen dicht bei dicht auf einer Messerwelle als Gegenmesser angeordnet sind, ist in Fig. 4 eine Ausführungsform dargestellt, bei der als Gegenmesser auf einem Gegenmesserbalken 1.2 verschieb- und festlegbare Schneideinrichtungen 24 angeordnet sind. Die Schneideinrichtungen 24 weisen bei dem dargestellten Beispiel ebenfalls ein Kreismesser 4.1 auf, das an einem Basiskörper 25 frei drehbar oder auch antreibbar gelagert ist. Der Basiskörper 25 ist über Führungen 26 am Untermesserbalken 1.2 verschiebbar und über Feststellmittel festlegbar gelagert. Auch hier ist auf dem Untermesserbalken 1.2 eine Positioniereinrichtung 27 mit einer entsprechenden Greifeinrichtung zum Erfassen des jeweils zu verschiebenden Untermessers vorgesehen, die über Führungen 28 am Untermesserbalken 1.2 verfahrbar geführt ist.
  • Auch hierfür ist der Fahrantrieb beispielsweise als Linearmotor ausgebildet, so daß entsprechend die "Rotor"-Wicklung 22.1 an der Positioniereinrichtung angeordnet, während am Untermesserbalken 1.2 der "Stator" 21.1 in Form eines Permanentmagnetstreifens befestigt ist.
  • Statt des dargestellten zweiten Messerbalken mit Messerhalter und drehbar gelagertem Gegenmesser kann auch eine Messerwelle vorgesehen werden, auf der die Gegenmesser, beispielsweise in Form von sogenannten Nutmessern, verschiebbar und über Feststellmittel der Messerwelle an diese festlegbar sind. Bei dieser Form der Einrichtung zum Längsteilen müssen entsprechend zwei gesonderte Positioniereinrichtungen für diese Form der Gegenmesser vorgesehen sein, die mit entsprechenden Greifelementen ausgerüstet sind.
  • Die Positioniereinrichtung ist wiederum mit einem Sensor 23 versehen, der mit einem Maßstab in einer der Führungen 28 zusammenwirkt.
  • Auch für die Positionierung der Untermesser sind am Messerbalken zwei Positioniereinrichtungen 27 vorgesehen, die jeweils den Positioniereinrichtungen 10.1 bzw. 10.2 am Obermesserbalken der Zentralsteuerung hinsichtlich ihrer Rangstellung zugeordnet sind, so daß eine synchrone Ansteuerung für eine gleichzeitige Positionierfahrt eines Obermesser und eines Untermessers möglich ist und zugleich das Einfahren in Kollisionsbereiche vermieden ist.
  • Bei einer derartigen Schneideinrichtung ist es möglich, jeweils ein aus Obermesser und Untermesser gebildetes Messerpaar in Schnittposition bei langsam durchlaufender Materialbahn für eine Änderung des Schnittprogramms schneidend in einer neue Schneideposition zu verfahren.
  • Die Änderung des Schnittprogramms kann nun in unterschiedlicher Weise erfolgen. So ist es beispielsweise für eine Einrichtung zum Längsteilen entsprechend Fig. 1 möglich, ausgehend von der Mitte, jeweils einen Teil der Messerhalter an dem einen und an dem anderen Ende des Messerbalkens zu einem Stapel durch die beiden Positioniereinrichtungen zusammenzufahren. Zur Einstellung eines neuen Schnittprogramms werden dann von diesem Stapel durch reversierendes Verfahren der Positioniereinrichtungen die einzelnen Schneideinrichtungen vom Stapel abgenommen und, ausgehend von dem mittleren Bereich des Messerbalkens, jeweils nach beiden Enden hin positioniert.
  • Es ist aber auch möglich, zur Einrichtung eines neuen Schnittprogramms, alle hierfür benötigten Schneideinrichtungen im mittleren Bereich des Messerbalkens zunächst zu einem Stapel zusammenzuschieben und dann anschließend über die beiden Positioniereinrichtungen diese Stapel in zwei Blocks zu teilen. Die Teilung erfolgt wieder nach der durch die zentrale Steuereinrichtung vorgegebenen Vorrangstellung der einen Positioniereinrichtung gegenüber der anderen Positioniereinrichtung, so daß auch hier eine Kollision vermieden wird.
  • Das Positionieren erfolgt dann in der Weise, daß vom Mittenbereich ausgehend zunächst über die vorrangige Positioniereinrichtung der Block in Richtung auf das Ende des Messerbalkens verschoben wird. Sobald der dem Mittenbereich zugeordnete, in Verschiebevorrichtung letzte Messerhalter des Blocks seine Position erreicht hat, koppelt die Positioniereinrichtung von diesem ab, greift den nächstfolgenden Messerhalter und verschiebt dann so fortschreitend den Block in Richtung auf das Ende des Messerbalkens von Schneidposition zu Schneidposition.
  • Aufgrund ihrer Nachrangstellung kann die andere Positioniereinrichtung erst mit der Positionierfahrt beginnen, wenn die vorrangige Positioniereinrichtung aus dem Kollisionsbereich herausgefahren ist.

Claims (4)

1. Einrichtung zum Längsteilen einer durchlaufenden Materialbahn, mit wenigstens einem Messerbalken (1), an dem mehrere Messerhalter (2) verschiebbar und feststellbar angeordnet sind, sowie mit wenigstens zwei längs dem Messerbalken (1) unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen (10.1, 10.2), die jeweils mit einem gesondert ansteuerbaren Fahrantrieb versehen sind und die auf einer Führungsbahn (9) geführt sind, sowie mit einer zentralen Steuereinrichtung (20) zur Erfassung der durch die Positioniereinrichtungen (10.1, 10.2) jeweils zurückgelegten Fahrlängen und ihrer jeweiligen Positionen, die mit einer Fahrsteuerung zur gleichzeitigen unabhängigen Ansteuerung beider Fahrantriebe versehen ist, die so ausgelegt ist, daß eine der Positionseinrichtungen (10.1) als vorrangig vorgegeben ist, in der Weise, daß bei einer Überschneidung von für beide Positionseinrichtungen (10.1, 10.2) vorgegebenen Fahrbahnbereichen, in denen eine Kollision erfolgen würde, die vorrangige Positionseinrichtung (10.1) ihr Positionierprogramm im Kollisionsbereich zu Ende führt und die nachrangige Positionseinrichtung (10.2) aus dem Kollisionsbereich herausgeführt und gestoppt wird, zumindest bis die vorrangige Positioniereinrichtung (10.1) den Kollisionsbereich wieder verläßt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für beide Positioniereinrichtungen je ein Längenmaßstab vorgesehen ist, dem jeweils an jeder Positioniereinrichtung ein mit der Zentralsteuerung (20) in Verbindung stehender Sensor (23) zugeordnet ist.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Fahrantriebe der Positioniereinrichtungen (10.1, 10.2) jeweils ein elektrischer Linearabtrieb vorgesehen ist, der einen längs dem Messerbalken (1) angeordneten Stator (21) aufweist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Anordnung eines zweiten parallelen Messerbalkens (1.2) mit jeweils den Messerhaltern (2) am ersten Messerbalken (1) zugeordneten, verschieb- und feststellbaren Gegenmesserhaltern (24) entsprechend unabhängig voneinander verfahrbare Positioniereinrichtungen (27) zugeordnet sind, deren Fahrantriebe in Abhängigkeit von den am ersten Messerbalken angeordneten Fahrantrieben über die Zentralsteuerung (20) ansteuerbar sind.
DE10205994A 2001-12-11 2002-02-14 Einrichtung zum Längsteilen einer durchlaufenden Materialbahn mit unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen für die Messerhalter Withdrawn DE10205994A1 (de)

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DE10205994A Withdrawn DE10205994A1 (de) 2001-12-11 2002-02-14 Einrichtung zum Längsteilen einer durchlaufenden Materialbahn mit unabhängig voneinander verfahrbaren Positioniereinrichtungen für die Messerhalter
DE10205993A Withdrawn DE10205993A1 (de) 2001-12-11 2002-02-14 Verfahren zum schrittweisen Positionieren von Messerhaltern an einer Einrichtung zum Längsteilen einer Durchlaufenden Materialbahn

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