-
Für das Längsteilen einer Materialbahn in Materialstreifen
werden Schneideinrichtungen verwendet, die einen Messerbalken
aufweisen, auf dem mehrere Messerhalter verschiebbar und
feststellbar angeordnet sind. Das jeweils eingestellte
"Schnittprogramm", d. h. die Breite der herzustellenden
Materialstreifen wird durch den Abstand der einzelnen
Messerhalter zueinander bestimmt. Soll ein Schnittprogramm geändert
werden, dann muß die Feststellung der Messerhalter am
Messerbalken gelöst werden, so daß die Messerhalter in ihren
Abständen zueinander neu positioniert werden können.
-
Da das Positionieren der einzelnen Messerhalter von Hand sehr
zeitaufwendig ist und vielfach kein ausreichender Zugang zu
den Feststelleinrichtungen an den einzelnen Messerhaltern
vorhanden ist, wurden Schneideinrichtungen entwickelt, die
eine längs des Messerbalkens verfahrbare
Positioniereinrichtung mit steuerbarem Fahrantrieb aufweist. Die
Positioniereinrichtung ist mit ein Sensorik versehen, durch die der von
einem Nullpunkt aus gerechnete Fahrweg jeweils erfaßt und
angezeigt wird, so daß danach die einzelnen Messerhalter
nacheinander mit Hilfe der Positioniereinrichtung in ihre neue
Schneidstellung über eine entsprechende Handsteuerung oder
auch über eine entsprechende Computersteuerung automatisch
verfahren werden können.
-
Bei Einrichtungen zum Längsteilen von sehr breiten
Materialbahnen ist die Änderung des Schnittprogrammes sehr
zeitaufwendig. Aber auch bei Schneieinrichtungen, bei denen die
Messerhalter in Schnittstellung bei langsam durchlaufender
Materialbahn zur Einstellung eines neuen Schnittprogramms neu
positioniert werden können, wird infolge der Zeitaufwandes für
die Änderung des Schnittprogramms eine erhebliche Abfallmenge
erzeugt, bevor alle Messerhalter auf dem Messerbalken für das
neue Schnittprogramm positioniert sind.
-
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine
Einrichtung der vorstehend bezeichneten Art zu schaffen die zu
einer erheblichen Verkürzung der Einstellzeit führt und eine
Automatisierung der Änderung eines Schnittprogramms mit Hilfe
einer rechnergestützten Steuerung erlaubt.
-
Diese Aufgabe wird mit einer Einrichtung gelöst, die die im
Anspruch 1 aufgeführten Merkmale aufweist. Durch die
Verwendung von unabhängig voneinander verfahrbaren
Positioniereinrichtungen ist es möglich, zur Veränderung des
Schnittprogramms gleichzeitig mehrere der für das neue Schnittprogramm
benötigten Messerhalter auf dem Messerbalken neu zu
positionieren. Hierdurch wird die Neupositionierung der Messerhalter
deutlich beschleunigt.
-
Da nun die Positioniereinrichtungen in Längsrichtung des
Messerbalkens deutlich breiter sind als die zu verschiebenden
Messerhalter, ergibt sich beispielsweise bei
Schnittprogrammen zur Erzeugung von schmalen Materialstreifen die Gefahr,
daß die beiden Positioniereinrichtungen aufeinander zufahren
und durch die vorgegebenen Positionen in Fahrwegbereiche
gelangen, in denen eine Kollision erfolgen würde. Die
Ansteuerung der Fahrantriebe ist erfindungsgemäß so ausgelegt, daß
eine der Positioniereinrichtungen in der Steuereinrichtung
über die Erfassung der Fahrweglängen und der Positionen als
vorrangig angegeben ist und daß bei einer programmbedingten
Überschneidung von Fahrwegbereichen der beiden
Positioniereinrichtungen, in denen eine Kollision erfolgen würde, die
vorrangige Positioniereinrichtung ihr Positionierprogramm in
diesem Kollisionsbereich zu Ende führen kann und die
nachrangige Positioniereinrichtung aus dem Kollisionsbereich
herausgeführt und gestoppt wird. Hierdurch werden Kollisionen
zuverlässig vermieden. Die als nachrangig qualifizierte
Positioniereinrichtung wird zumindest solange gestoppt, bis die
vorrangige Positioniereinrichtung den Kollisionsbereich
wieder verläßt. Diese Verfahrensweise ist möglich, wenn durch
die Steuereinrichtung die jeweiligen Positionen beider
Positioniereinrichtungen auf dem Fahrweg laufend erfaßt und in
bezug auf sich überdeckende Fahrwegbereiche kontrolliert
werden. Durch diese Absicherung ist eine schnelle, auch eine
automatische und störungsfreie Änderung eines Schnittprogramms
möglich.
-
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist für die
Fahrantriebe der Positioniereinrichtungen jeweils ein
elektrischer Linearantrieb vorgesehen, der für die Fahrantriebe
einen längs dem Messerbalken angeordneten Stator aufweist.
Ferner ist für beide Positioniereinrichtungen ein Längenmaßstab
vorgesehen ist, dem an jeder Positioniereinrichtung ein mit
der Steuereinrichtung in Verbindung stehender Sensor
zugeordnet ist. Damit ist eine laufende Erfassung der Positionen
beider Positioniereinrichtung am Messerbalken möglich, die
auch Positionen der beiden Positioniereinrichtungen relativ
zueinander erfaßbar macht und das Einfahren in
Kollisionsbereiche unterbindet.
-
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
Fig. 1 eine ausschnittweise Vorderansicht einer
Einrichtung zum Längsteilen von Materialbahnen,
-
Fig. 2 eine Seitenansicht in Form eines Schnittes
quer zur Erstreckung eines Messerbalkens gem.
-
Fig. 1
Fig. 3 eine Aufsicht auf die Anordnung gem. Fig. 2,
-
Fig. 4 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 2 für eine
andere Ausführungsform,
-
Fig. 5 eine Abwandlung der Anordnung gem. Fig. 3.
-
Wie die in Fig. 1 ausschnittweise dargestellte Einrichtung
zum Längsteilen einer Materialbahn erkennen läßt, weist diese
einen quer zur Durchlaufrichtung der zu teilenden
Materialbahn ausgerichteten Messerbalken 1 auf, an dem mehrere
Messerhalter 2 nebeneinander verschieb- und feststellbar
gehalten sind. Die Messerhalter 2 sind mit einem Messerkopf 3
versehen, der quer und parallel zur Ausrichtung der
Messerbalkens 1 mittels eines Stellantriebes verschiebbar am
Messerhalter 2 gehalten ist und auf dem ein Kreismesser 4 gelagert
ist. Für die Schnittposition werden die Kreismesser 4 jeweils
auf Gegenmesser 5 vorgeschoben und in Schnittstellung
gebracht, das auf einer Messerwelle 6 befestigt ist. Bei dem
Ausführungsbeispiel sind in einer vorgegebenen Teilung, wie
Fig. 1 erkennen läßt, eine Vielzahl von Gegenmessern 5 in
Form von Schneidbüchsen auf der Messerwelle 6 befestigt, so
daß durch Veränderung des Abstandes zwischen benachbarten
Messerhaltern unterschiedliche Schnittprogramme einstellbar
sind.
-
Der Begriff "Messerhalter" umfaßt auch Konstruktionen, bei
denen ein das Messer tragender Teil lösbar mit einem am
Messerbalken 1 verschieb- und feststellbar angeordneten
Adapterschlitten verbunden ist.
-
In Fig. 1 sind die Messerhalter 2 im Abstand zueinander am
Messerbalken 1 festgelegt, um einen verhältnismäßig breiten
Materialstreifen zu schneiden. Für ein geändertes
Schnittprogramm zur Herstellung sehr schmaler Materialstreifen sind
die Messerhalter 2 dicht an dicht nebeneinander zu
positionieren, wie dies für die Messerhalter 2.1 und 2.2 dargestellt
ist. Durch die Verwendung entsprechend schmalbauender
Messerhalter sind Schnittbreiten von nur 10 bis 12 mm möglich.
-
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Messerbalken 1 mit Führungen 7 versehen, denen an den
einzelnen Messerhaltern 2 oder deren Adapterschlitten entsprechende
Kugelführungen 8 zugeordnet sind. Jeder Messerhalter 2 weist
zwei mit Abstand nebeneinander angeordneter Kugelführungen 8
auf, denen entsprechend im Abstand zueinander verlaufende
Führungen 7 zugeordnet sind. Da die Erstreckung der
Kugelführungen 8 in Richtung des Messerbalkens 1 aus konstruktiven
Gründen größer ist als die Breite derart schmalbauender
Messerhalter, sind, wie die Zeichnung erkennen läßt, bei jeweils
benachbarten Messerhaltern 2 die beiden jeweils mit Abstand
zueinander an einem Messerhalter angeordneten Kugelführungen
8 jeweils versetzt zueinander angeordnet, so daß die
Kugelführungen 8 der Messerhalter 2 sich jeweils "unterfahren"
können, wie dies für die dicht an dicht liegenden
Messerhalter 2.1 und 2.2 dargestellt ist. Die hier nur schematisch als
Baueinheit dargestellten Führungen 7 mit den zugeordneten
Kugelführungen 8 sind so ausgelegt, daß der Messerhalter
formschlüssig mit dem Messerbalken 1 verbunden ist und lediglich
eine Verschiebbarkeit in Längsrichtung des Messerbalkens 1
möglich ist. Im Betrieb sind die einzelnen Messerhalter 2 am
Messerbalken 1 Feststellmittel fixiert.
-
Soll nun das Schnittprogramm geändert werden, dann müssen die
einzelnen Messerhalter in ihren Abständen zueinander auf dem
Messerbalken 1 neu positioniert werden. Um das Positionieren
vereinfachen zu können, ist, wie Fig. 2 vereinfacht zeigt, am
Messerbalken 1 auf einer eigenen Führungsbahn 9, die
beispielsweise als Kugelschienenführung ausgebildet sein kann,
eine Positioniereinrichtung 10, auch "Positionierlok"
genannt, in Längsrichtung des Messerbalkens 1 bewegbar geführt.
Die Positioniereinrichtung 10 ist mit einem ansteuerbaren
Fahrantrieb verbunden, so daß die Positioniereinrichtung 10
am Messerbalken 1 in vorgebbare Positionen verfahren werden
kann.
-
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Positioniereinrichtung 10 ist mit einem zangenartigen Greifer 12
versehen, der zwei Greiffinger 13.1 und 13.2 aufweist, die
den Messerbalken 1 auf seiner Oberseite und seiner Unterseite
übergreifen. Über einen schematisch angedeuteten Stellantrieb
11 können die beiden Greiffinger 13.1 und 13.2 aus der hier
dargestellten Offenstellung in Richtung der Pfeile 14
gegeneinander verschoben werden, so daß sie mit ihren Fingerenden
15.1 und 15.2 mit entsprechenden Ausnehmungen 16 am
Messerhalter 2 bzw. einem mit dem Messerhalter 2 verbundenen
Adapterschlitten 17 in Eingriff gebracht werden können. Im
Betrieb sind die Messerhalter 2 über eine am Messerbalken 1
angeordnete zentrale Feststellbremse 18 am Messerbalken 1 in
ihrer Schnittposition fixiert. Diese zentrale Bremse 18 kann
so ausgestaltet sein, daß sie nach einem Lösen noch eine
Mindestbremskraft auf die Messerhalter 2 ausübt, so daß diese
nur unter gewisser Kraftwirkung verschoben werden können.
-
Bei einer Ausführungsform für die Zentralbremse 18, die die
Messerhalter 2 vollständig freigibt, ist es zweckmäßig, wenn
an jedem Messerhalter eine eigene, federbelastete
Positionierbremse 19 angeordnet ist, die auch nach dem Lösen der
zentralen Feststellbremse 18 jeweils den Messerhalter 2 in
seiner Position hält. Die Positionierbremse 19 ist nun so
ausgebildet, daß sie gelöst wird, sobald das Fingerende 15.1
in die zugehörige Ausnehmung 16 am Messerhalter 2 bzw. am
Adapterschlitten 17 eingreift und so der jeweils vom
zangenartigen Greifer 12 erfaßte Messerhalter frei auf dem
Messerbalken 1 verschoben werden kann.
-
Sobald der zu positionierende Messerhalter 2 seine neue
Endposition am Messerbalken 1 erhalten hat, wird der
Stellantrieb 11 des zangenartigen Greifers 12 inaktiviert, so daß
die Greiffinger 13 sich vom Messerhalter 2 lösen und eine
etwaige Restbremswirkung der zentralen Bremse 18 oder einer
etwa vorhandenen Positionierbremse 19 den Messerhalter 2 bis
zur endgültigen Positionierung aller übrigen Messerhalter 2
am Messerbalken 1 festlegt.
-
Wie Fig. 3 erkennen läßt, ist die Positioniereinrichtung 10
deutlich breiter als die zu verschiebenden Messerhalter 2.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung zum Längsteilen
einer Materialbahn sind zwei Positioniereinrichtungen 10.1
und 10.2 am Messerbalken angeordnet, die über eine zentrale
Steuerungseinrichtung 20 ansteuerbar sind und unabhängig
voneinander verfahrbar sind. Dies ermöglicht es, bei einer
Änderung des Schnittprogramms die Messerhalter 2 von beiden Enden
des Messerbalkens 1 her entsprechend einem der zentralen
Steuereinrichtung 20 vorgegebenen Programm neu zu
positionieren. Sollen nun die einzelnen Messerhalter beispielsweise aus
einer Schnittposition mit breitem Abstand zwischen den
benachbarten Messerhaltern in eine Schnittposition verfahren
werden, bei der die Messerhalter dicht nebeneinanderliegen,
so kann es sich ergeben, daß, wie für den Messerhalter 2.1
und den mit unterbrochenen Linien gezeichneten Messerhalter
2.2 dargestellt, die beiden Positioniereinrichtung 10.1 und
10.2 zwangsläufig miteinander kollidieren müssen.
-
Um dies zu vermeiden, ist die zentrale Steuerung 20 so
programmiert, daß eine Positioniereinrichtung, beispielsweise
die Positioniereinrichtung 10.1 Vorrang vor der
Positioniereinrichtung 10.2 hat.
-
Die beiden Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 sind
jeweils mit einem Sensor 23.1 bzw. 23.2 versehen, der von einem
zugeordneten Maßstab die jeweilige Position der
Positioniereinrichtungen gegenüber einem Ausgangspunkt "0" an die
zentrale Steuereinrichtung 20 zurückmeldet, so daß in Verbindung
mit dem vorgegebenen Positionierprogramm auch die jeweilige
Position beider Positioniereinrichtungen zueinander erfaßt
werden kann. Damit ist es aber auch möglich, für die
jeweilige Positionierfahrt der beiden gleichzeitig sich bewegenden
Positioniereinrichtungen im vorhinein festzustellen, ob es zu
einem kollidierenden Zusammentreffen der beiden
Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 kommen kann, wie dies
strichpunktiert in Fig. 1 für die Positionierung der Messerhalter 2.1
und 2.2 dargestellt ist.
-
Da in der zentralen Steuerung 20 die Positioniereinrichtung
10.1 der Vorrang vor der Positioniereinrichtung 10.2
zugeordnet ist, wird je nach Position der nachrangigen
Positioniereinrichtung 10.2 diese in ihrer Positionierfahrt außerhalb
des von der Zentralsteuerung 20 ermittelten
Kollisionsbereiches gestoppt oder aber aus dem ermittelten Kollisionsbereich
auf einem hinreichenden Sicherheitsabstand automatisch
zurückgefahren. Erst wenn nach der Positionierung des
Messerhalters 2.1 die Positioniereinrichtung 10.1 den
Kollisionsbereich wieder verläßt oder verlassen hat, wird über die
Zentralsteuerung die Positionierfahrt durch die nachrangige
Positioniereinrichtung 10.2 wieder aufgenommen.
-
Die Fahrantriebe für die Positioniereinrichtungen können in
herkömmlicher Bauart ausgeführt sein.
-
Beispielsweise kann eine parallel zum Messerbalken
verlaufende Stellspindel vorgesehen sein, die über einen von der
Steuereinrichtung 20 angesteuerten Servomotor ansteuerbar ist und
mit einer entsprechenden Spindelmutter an der
Positioniereinrichtung zusammenwirkt.
-
Als Fahrantrieb kann auch ein Riementrieb vorgesehen sein,
bei dem ein längs dem Messerbalken angeordneter Endlosriemen
über endseitige Umlenkräder geführt ist. Ein Trum des
Endriemens ist mit der Positioniereinrichtung verbunden. Der
Antrieb erfolgt wiederum durch einen von der Steuereinrichtung
20 angesteuerten Motor, der eines der Umlenkräder antreibt.
-
Bei beiden Formen der Fahrantriebs kann die
Positionserfassung über eine entsprechende, mit einem Längenmaßstab
zusammenwirkende Sensorik erfolgen.
-
In Fig. 2 ist eine weiter Ausführungsform für den Fahrantrieb
der Positioniereinrichtung schematisch dargestellt. Der
Fahrantrieb ist hierbei als sogenannter Linearmotor ausgebildet,
der einen am Messerbalken 1 angeordneten Vorschubsteg 21 in
Form eines Permanentmagneten aufweist, der den "Stator"
bildet, und dem an der Positioniereinrichtung 10 ein
Wicklungsteil 22 zugeordnet ist, der den "Rotor" bildet. Bei der
Schneideinrichtung entsprechend Fig. 1 ist für beide
Positioniereinrichtungen 10.1 und 10.2 ein gemeinsamer Stator 21
vorgesehen.
-
Wenigstens ein Längenmaßstab ist vorgesehen, dem an jeder
Positioniereinrichtung 10 ein Sensor 23 zugeordnet ist, über
den die jeweilige Position der zugehörigen
Positioniereinrichtung an die Zentralsteuerung 20 laufend gemeldet wird.
Dies ist in Fig. 1 durch die Signallinien 23.1 und 23.2
gekennzeichnet.
-
Die so erfaßten Positionssignale werden unter
Berücksichtigung des in der Zentralsteuerung 20 abgelegten
Schnittprogramms zur Einstellung eines neuen in entsprechende
Fahrbefehle umgesetzt, die an die Fahrantriebe der
Positioniereinrichtungen weitergegeben werden, dies ist über die
Signalausgänge 24.1 und 24.2 an der Zentralsteuerung 20 in Fig. 1
schematisch angedeutet.
-
Da Linearmotore als Fahrantrieb für diese Einsatzzwecke in
ihrer Länge begrenzt sind, müssen für sehr breite
Einrichtungen zum Längsteilen wenigstens zwei "Statoren" in
Längsrichtung des Messerbalkens hintereinander angeordnet werden. Um
den Bereich, in dem beide "Statoren" aneinanderstoßen, von
beiden Seiten aus überprüfend bedienen zu können, sind in
Abwandlung zur Ausführungsform gem. Fig. 3 die Greiffinger 13
der beiden Positioniereinrichtungen gegeneinander verschränkt
auszubilden, wie dies in Fig. 5 in einer entsprechenden
Aufsicht dargestellt ist.
-
Die Linie 29 markiert die Stoßstelle, an der die "Statoren"
der Fahrantriebe der beiden Positioniereinrichtungen 10.1 und
10.2 aneinandergrenzen.
-
Durch die dargestellt Ausrichtung der Greiffinger 13 können
die Positioniereinrichtungen die Stoßstelle übergreifend
bedienen.
-
In Fig. 4 ist eine Einrichtung zum Längsteilen einer
Materialbahn dargestellt, die hinsichtlich des Aufbaus der
sogenannten Obermesser dem Aufbau der Anordnung gem. Fig. 1 und
Fig. 3 entspricht.
-
Während bei der Schneideinrichtung gem. Fig. 1 eine Vielzahl
von Schneidbüchsen dicht bei dicht auf einer Messerwelle als
Gegenmesser angeordnet sind, ist in Fig. 4 eine
Ausführungsform dargestellt, bei der als Gegenmesser auf einem
Gegenmesserbalken 1.2 verschieb- und festlegbare Schneideinrichtungen
24 angeordnet sind. Die Schneideinrichtungen 24 weisen bei
dem dargestellten Beispiel ebenfalls ein Kreismesser 4.1 auf,
das an einem Basiskörper 25 frei drehbar oder auch antreibbar
gelagert ist. Der Basiskörper 25 ist über Führungen 26 am
Untermesserbalken 1.2 verschiebbar und über Feststellmittel
festlegbar gelagert. Auch hier ist auf dem Untermesserbalken
1.2 eine Positioniereinrichtung 27 mit einer entsprechenden
Greifeinrichtung zum Erfassen des jeweils zu verschiebenden
Untermessers vorgesehen, die über Führungen 28 am
Untermesserbalken 1.2 verfahrbar geführt ist.
-
Auch hierfür ist der Fahrantrieb beispielsweise als
Linearmotor ausgebildet, so daß entsprechend die "Rotor"-Wicklung
22.1 an der Positioniereinrichtung angeordnet, während am
Untermesserbalken 1.2 der "Stator" 21.1 in Form eines
Permanentmagnetstreifens befestigt ist.
-
Statt des dargestellten zweiten Messerbalken mit Messerhalter
und drehbar gelagertem Gegenmesser kann auch eine Messerwelle
vorgesehen werden, auf der die Gegenmesser, beispielsweise in
Form von sogenannten Nutmessern, verschiebbar und über
Feststellmittel der Messerwelle an diese festlegbar sind. Bei
dieser Form der Einrichtung zum Längsteilen müssen
entsprechend zwei gesonderte Positioniereinrichtungen für diese Form
der Gegenmesser vorgesehen sein, die mit entsprechenden
Greifelementen ausgerüstet sind.
-
Die Positioniereinrichtung ist wiederum mit einem Sensor 23
versehen, der mit einem Maßstab in einer der Führungen 28
zusammenwirkt.
-
Auch für die Positionierung der Untermesser sind am
Messerbalken zwei Positioniereinrichtungen 27 vorgesehen, die
jeweils den Positioniereinrichtungen 10.1 bzw. 10.2 am
Obermesserbalken der Zentralsteuerung hinsichtlich ihrer
Rangstellung zugeordnet sind, so daß eine synchrone Ansteuerung für
eine gleichzeitige Positionierfahrt eines Obermesser und
eines Untermessers möglich ist und zugleich das Einfahren in
Kollisionsbereiche vermieden ist.
-
Bei einer derartigen Schneideinrichtung ist es möglich,
jeweils ein aus Obermesser und Untermesser gebildetes
Messerpaar in Schnittposition bei langsam durchlaufender
Materialbahn für eine Änderung des Schnittprogramms schneidend in
einer neue Schneideposition zu verfahren.
-
Die Änderung des Schnittprogramms kann nun in
unterschiedlicher Weise erfolgen. So ist es beispielsweise für eine
Einrichtung zum Längsteilen entsprechend Fig. 1 möglich,
ausgehend von der Mitte, jeweils einen Teil der Messerhalter an
dem einen und an dem anderen Ende des Messerbalkens zu einem
Stapel durch die beiden Positioniereinrichtungen
zusammenzufahren. Zur Einstellung eines neuen Schnittprogramms werden
dann von diesem Stapel durch reversierendes Verfahren der
Positioniereinrichtungen die einzelnen Schneideinrichtungen vom
Stapel abgenommen und, ausgehend von dem mittleren Bereich
des Messerbalkens, jeweils nach beiden Enden hin
positioniert.
-
Es ist aber auch möglich, zur Einrichtung eines neuen
Schnittprogramms, alle hierfür benötigten
Schneideinrichtungen im mittleren Bereich des Messerbalkens zunächst zu einem
Stapel zusammenzuschieben und dann anschließend über die
beiden Positioniereinrichtungen diese Stapel in zwei Blocks zu
teilen. Die Teilung erfolgt wieder nach der durch die
zentrale Steuereinrichtung vorgegebenen Vorrangstellung der einen
Positioniereinrichtung gegenüber der anderen
Positioniereinrichtung, so daß auch hier eine Kollision vermieden wird.
-
Das Positionieren erfolgt dann in der Weise, daß vom
Mittenbereich ausgehend zunächst über die vorrangige
Positioniereinrichtung der Block in Richtung auf das Ende des
Messerbalkens verschoben wird. Sobald der dem Mittenbereich
zugeordnete, in Verschiebevorrichtung letzte Messerhalter des Blocks
seine Position erreicht hat, koppelt die
Positioniereinrichtung von diesem ab, greift den nächstfolgenden Messerhalter
und verschiebt dann so fortschreitend den Block in Richtung
auf das Ende des Messerbalkens von Schneidposition zu
Schneidposition.
-
Aufgrund ihrer Nachrangstellung kann die andere
Positioniereinrichtung erst mit der Positionierfahrt beginnen, wenn die
vorrangige Positioniereinrichtung aus dem Kollisionsbereich
herausgefahren ist.