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DE102023203417A1 - Verfahren zum steuern der kettfadenspannung bei einer webmaschine, webmaschine und antriebseinheit für eine streichwalze - Google Patents

Verfahren zum steuern der kettfadenspannung bei einer webmaschine, webmaschine und antriebseinheit für eine streichwalze Download PDF

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DE102023203417A1
DE102023203417A1 DE102023203417.4A DE102023203417A DE102023203417A1 DE 102023203417 A1 DE102023203417 A1 DE 102023203417A1 DE 102023203417 A DE102023203417 A DE 102023203417A DE 102023203417 A1 DE102023203417 A1 DE 102023203417A1
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DE
Germany
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drive
movement
fabric
stored
weaving
Prior art date
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Pending
Application number
DE102023203417.4A
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English (en)
Inventor
Michael Lehmann
Markus Fiebig
Hubert Ortmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lindauer Dornier GmbH
Original Assignee
Lindauer Dornier GmbH
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Publication date
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Priority to CN202480024710.XA priority patent/CN120917194A/zh
Priority to PCT/EP2024/059629 priority patent/WO2024213546A1/de
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Verfahren zum Steuern der Kettfadenspannung bei einer Webmaschine (1) mit Hilfe mindestens eines separaten Antriebs (22), der auf eine Streichwalze (9) einwirkt, so dass diese eine Bewegung in und gegen die Warenabzugsrichtung (WR) ausführt, wobei der mindestens eine separate Antrieb (22) durch eine Steuereinheit (14) auf Grundlage von Bewegungsprofilen angesteuert wird, die in einer Speichereinheit (15) abgespeichert sind und von der Steuereinheit (14) abgerufen werden. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass durch die Ansteuerung des mindestens einen separaten Antriebs (22) auf Grundlage der Bewegungsprofile Effekte in das Gewebe (7) eingebracht werden und/oder eine Optimierung des Maschinenbetriebs, zusätzlich zu einer oder ohne eine auf einen Ausgleich von Unterschieden in der Kettfadenspannung abzielende Optimierung im kontinuierlichen Webbetrieb, umgesetzt wird. Gleichfalls umfasst die Erfindung auch eine entsprechende Webmaschine (1) sowie eine entsprechende Antriebseinheit (20).

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern der Kettfadenspannung bei einer Webmaschine. Gleichfalls betrifft die Erfindung eine entsprechende Webmaschine. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Antriebseinheit für eine Streichwalze einer Webmaschine.
  • Es sind seit langem Webmaschinen bekannt, bei denen eine der eigentlichen Webeinrichtung vorgeschaltete Streichwalze zum Spannen der Kettfäden verwendet wird, bevor diese mit den Schussfäden verwoben werden. Eine Streichwalze umfasst üblicherweise einen Zylinder mit einer glatten Oberfläche, wobei der Zylinder entweder um seine Längsachse starr oder drehbar ausgebildet sein kann.
  • Aus der EP 0 350 447 B1 ist ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt. Das bekannte Verfahren dient zur Steuerung der Kettfadenspannungsverläufe bei Webmaschinen, um die Kettfadenspannung (vorliegend auch als Kettspannung bezeichnet) zu optimieren. Unter Optimierung wird in dem genannten Dokument verstanden, dass die Kettspannung möglichst keinen Schwankungen unterliegt, also durch verschiedenste Maschinen-, Artikel- und sonstigen Webbedingungen auftretende Abweichungen in den Kettspannungsverläufen ausgeglichen werden. Hierzu wird gemäß der EP 0 350 447 B1 die Kettfadenspannung durch mindestens einen separaten, als Servomotor ausgebildeten Antrieb über die Streichwalze moduliert, wobei der Motor einzeln schussweise und frei angesteuert wird, um die Streichwalze vorwärts und rückwärts zu bewegen. Der separate Antrieb wird bei dem bekannten Verfahren durch eine Folge von Pulsen angesteuert, die in Bezug auf Amplitude, Pulsbreite, Nulllage und Phasenlage frei programmierbar sind und welche auf die Webmaschinenzyklen und die Betriebsart der Webmaschine abgestimmt sind.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Steuerung der Kettfadenspannung zur Verfügung zu stellen, mit dem weitere Anwendungsbereiche bei einer mit einem separaten Antrieb angetriebenen Streichwalze erschlossen werden. Diese Aufgabe schließt auch ein, eine entsprechende Webmaschine und eine entsprechende Antriebseinheit für eine Streichwalze zur Verfügung zu stellen, wobei letztere insbesondere zur Nachrüstung einer Webmaschine vorgesehen sein kann.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren, eine Webmaschine und eine Antriebseinheit für eine Streichwalze mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
  • Vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Steuern der Kettfadenspannung bei einer Webmaschine, bei dem durch die Ansteuerung des mindestens einen separaten Antriebs für die Streichwalze auf Grundlage von abgespeicherten Bewegungsprofilen Effekte in das Gewebe eingebracht werden und/oder eine Optimierung des Maschinenbetriebs, zusätzlich zu einer oder ohne eine Optimierung der Kettfadenspannung im kontinuierlichen Webbetrieb, umgesetzt wird. Unter Optimierung des Maschinenbetriebs, als Abgrenzung zum Begriff der Optimierung der Kettfadenspannung, wird vorliegend verstanden, dass es nicht um eine möglichst gleichmäßige, d.h. während des Webens möglichst konstant gehaltene Kettspannung geht, sondern um eine Optimierung der Maschineneinstellungen zur Ermöglichung von besseren Webbedingungen für beispielsweise schwere Gewebe, für fehlerreduziertes Starten oder Stoppen der Webmaschine, etc.
  • Die Streichwalze wird durch die erfindungsgemäße Ansteuerung in eine andere Position bewegt, besonders bevorzugt verschwenkt; eine Linearbewegung ist jedoch auch möglich. Nachfolgend wird auf die bevorzugte Ausführung des Verschwenkens Bezug genommen; die Aussagen gelten aber auch entsprechend für andere Bewegungsformen. Das Verschwenken kann beispielsweise über einen oder mehrere Webzyklen erfolgen. Das Verschwenken kann, je nach Bewegungsprofil, eine Schwenkbewegung einmalig in Warenabzugsrichtung bzw. Gewebevorschubrichtung (und dann wieder zurück in die Ausgangsposition) und/oder einmalig entgegen der Warenabzugsrichtung (und dann wieder zurück in die Ausgangsposition) und/oder eine oszillierende Vor- und Zurückbewegung sein. Bei einem Verschwenken in Warenabzugsrichtung verringert sich die Kettfadenspannung, bei einem Verschwenken gegen die Warenabzugsrichtung erhöht sie sich. Der Verschwenkwinkel beträgt beispielsweise bis 4° oder 5°, kann aber auch über diesem Wert liegen.
  • Ein „Bewegungsprofil“ im Sinne der vorliegenden Erfindung ist die Vorgabe einer antriebstechnisch stellbaren Größe als Funktion einer Master-Position oder der Zeit, wobei solche zweckmäßigen stellbaren Größen die Position, die Drehzahl und das Drehmoment sind. Im Fall einer Linearbewegung wäre die Drehzahl durch die Geschwindigkeit und das Drehmoment durch die Kraft zu ersetzen. Von einem antriebstechnischen Stellglied generierte Spannungen und Ströme, welche dem Stellen o.g. Größen dienen, werden zur Unterscheidung von diesen als Hilfsgrößen bezeichnet und hier nicht weiter betrachtet. Ein Bewegungsprofil gemäß der vorliegenden Erfindung kann für eine direkte Verwendung in exakt den benötigten Dimensionen abgespeichert sein. Alternativ ist es als Basisprofil (z.B. normiert) abgespeichert, welches durch entsprechend gewählte Parameter abzissen- und/oder ordinatenseitig gedehnt oder gestaucht und/oder in seinem Kurvenverlauf beeinflusst wird Auch Offsets zur abzissen- und/oder ordinatenseitigen Verschiebung des Profils sind als Möglichkeit umschlossen. Ein Beispiel hierfür ist ein Bewegungsprofil, dessen Abszisse durch die Webmaschinenposition gebildet wird, welches zur Nachführung der Streichwalzenbewegung an einen veränderten Fachschlusswinkel abzissenseitig verschoben wird (dieses Beispiel wird unten noch weiter ausgeführt). Ferner ist ein Bewegungsprofil als Überlagerung eines Grundprofils durch wenigstens ein Zusatzprofil darstellbar. Dieses Vorgehen bietet programmiertechnisch Vorteile, wenn eine Grundbewegung der Streichwalze situativ verändert bzw. moduliert werden soll.
  • Die Bewegungsprofile werden vorzugsweise in der Art einer elektronischen Kurvenscheibe abgespeichert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet auf Basis der abgespeicherten und auswählbaren Bewegungsprofile unterschiedlichste Möglichkeiten, die sich aus einer separat motorisch angetriebenen Streichwalze ergeben. Durch die separat angesteuerte Streichwalze kann die Kettfadenspannung gezielt verändert werden, um hierdurch Gewebeeffekte zu erzielen und/oder den Maschinenlauf bzw. Maschinenbetrieb - zusätzlich oder unabhängig von der Kettfadenspannungsoptimierung im kontinuierlichen Webprozess, wie sie aus dem Stand der Technik der EP 0 350 447 B1 bekannt ist - zu optimieren.
  • Unter der Einbringung von Effekten in das Gewebe werden vorliegend verschiedenste erfindungsgemäße Ausgestaltungen gefasst, auf die weiter unten einzeln eingegangen wird. Unter der Optimierung des Maschinenbetriebs wird vorliegend insbesondere das Reduzieren von auf Maschinenteile und/oder auf die Kett- und/oder Schussfäden einwirkenden Lasten oder sogar das Verhindern von entsprechenden Überlastungen verstanden. Auch hierzu werden weiter unten diesbezügliche erfindungsgemäße Ausgestaltungen beschrieben.
  • Bevorzugt ist hierbei für jede dieser Möglichkeiten der Einarbeitung von bestimmten Gewebeeffekten und/oder der Optimierungsmöglichkeiten des Maschinenbetriebs eine Auswahl- und/oder Einstellmöglichkeit für einen Bediener über entsprechende Eingabemittel vorgesehen.
  • Der Kundennutzen der Erfindung kann vielfältig sein und beinhaltet z.B. die Vermeidung von Anlaufstellen, die Ausnutzung der Maschinenperformance für schwere oder dichte Artikel, die mustergesteuerte Anpassung im Maschinenbetrieb, die Beeinflussung der Einarbeitung von Effekten durch Beeinflussung der Relativgeschwindigkeit, eine automatische Kalibrierung sowie eine Optimierung bzw. Unterstützung von automatischen Abläufen.
  • Details zu diesen und weiteren Anwendungsfällen und ihren Vorteilen werden weiter unten ausgeführt.
  • Wenn vorliegend von dem separaten Antrieb für die Streichwalze die Rede ist, sollen damit auch die Ausführungen umfasst sein, die mehr als einen solchen Antrieb für die Streichwalze aufweisen. Dies wird dadurch unterstrichen, dass an einigen Stellen „der mindestens eine Antrieb“, an anderen Stellen lediglich „der Antrieb“ verwendet wird.
  • Der mindestens eine Antrieb ist vorzugsweise als Servomotor ausgebildet. Eine Antriebseinheit für eine Streichwalze umfasst zusätzlich zu dem mindestens einen Antrieb die Übertragungsmittel vom Antrieb zu der Streichwalze.
  • Bevorzugt setzt der Antrieb für die Streichwalze, der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuert wird, je nach Anwendungsfall eine Verringerung und/oder eine Erhöhung der Kettfadenspannung um, um erfindungsgemäß Effekte in das Gewebe einzubringen und/oder den Maschinenbetrieb zu optimieren. Im Folgenden werden Ausgestaltungen für verschiedene Anwendungsfälle genauer erläutert.
  • Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel in Bezug auf die Einbringung eines Effekts in das Gewebe setzt der mindestens eine Antrieb, der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuert wird, ein vorbestimmtes Gewebebild oder einen Einarbeitungseffekt um. Das oben erläuterte Bewegungsprofil kann hierbei von einer zeitlichen Abfolge von Steuerbefehlen gebildet sein, die sich schusszyklisch ändern, um durch die Beeinflussung der Kettfadenspannung als Funktion dieser zeitlichen Abfolge mittels der antriebsgesteuerten Positionierung der Streichwalze ein vorab festgelegtes Gewebebild zu erzeugen oder einen Einarbeitungseffekt in das Gewebe einzubringen. Alternativ können auch wiederholt nacheinander unterschiedliche Bewegungsprofile schusszyklisch abgerufen werden, um ein vorbestimmtes Gewebebild zu erzeugen.
  • Ein Beispiel für das Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung und speziell die Erzeugung eines vorbestimmten Gewebebilds ist das Erzeugen periodischer Schattierungen. Diese werden anwenderseitig oft als Moiré-Effekt bezeichnet; auch wenn jener streng genommen in der Webtechnik einen optischen Effekt bezeichnet, der durch Übereinanderlegen und Zusammenpressen mindestens zweier untereinander gleichartiger Gewebebahnen herbeigeführt wird und sich dadurch ausbildet, dass die Schuss-/Kett-Rasterungen der Gewebebahnen untereinander niemals völlig identisch sind.
  • Es wird nachfolgend zunächst auf die Schattierungseffekte eingegangen. Um diese zu erzielen, wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass der mindestens eine Antrieb, der auf Grundlage von mindestens einem Bewegungsprofil angesteuert wird, eine Bewegung der Streichwalze mit einem Bruchteil der Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt. So wird eine sich über eine wählbare Schussanzahl periodisch erstreckende Veränderung in der Kettspannung erreicht, welche auf die Art, wie ein Schussfaden an das Gewebe angeschlagen wird, d.h. auf den sogenannten Einarbeitungseffekt, Einfluss nimmt - und damit wiederum die gewünschte periodische Schattierung erzielt.
  • Beim echten Moiré-Effekt bzw. dem dementsprechend erzeugten Moiré-Gewebe geht es darum, diesen mehr oder minder zufällig optische Muster ausbildenden Effekt gezielt zu beeinflussen. Hierzu wird vorschlagen, entweder die zuvor beschriebene Betriebsweise der Streichwalze auf nur eine der mindestens zwei Gewebebahnen anzuwenden - oder aber auf beide und/oder mehrere und/oder alle Gewebebahnen, dann jedoch für wenigstens zwei Gewebebahnen unterschiedlich, d.h. mit voneinander abweichender Periodizität in der Veränderung der Kettspannung. Somit sind die betreffend hergestellten Gewebebahnen nicht mehr gleichartig, womit Einfluss auf die Charakteristik des schließlich beim Zusammenpressen entstehenden Moiré-Musters genommen wird.
  • Mit Bezug auf die Schattierungseffekte kann es auch sein, dass diese ungewollt auftreten und die Qualität der Webware herabsetzen bzw. diese unbrauchbar machen. Die Ursache kann z.B. in Maschinenschwingungen liegen oder aber in Ungleichmäßigkeiten der Maschinendrehzahl oder Warenbewegung. Auch hier wird vorgeschlagen, dass der mindestens eine Antrieb, der auf Grundlage von mindestens einem Bewegungsprofil angesteuert wird, eine Bewegung der Streichwalze mit einem Bruchteil der Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt. So wird eine sich über eine wählbare Schussanzahl periodisch erstreckende Veränderung in der Kettspannung erreicht, welche sich den Ursachen für die Schattierungseffekte so überlagert, dass der unerwünscht vorhandene Schattierungseffekt idealerweise unterdrückt oder zumindest abgeschwächt wird. Die Ausprägung der sich periodisch zu erstreckenden Veränderung kann durch Optimierung eines spezifisch darauf abgestimmten Bewegungsprofils, z.B. durch Trial and Error oder durch Selbstoptimierung (s. hierzu auch weiter unten) erfolgen. Diese Weiterbildung der Erfindung ist ein Beispiel für die Einbringung eines „negativen“ Einarbeitungseffekts, um einen unerwünscht vorhandenen Effekt auszugleichen.
  • Es sei noch explizit darauf hingewiesen, dass eine Streichwalze dann eine Bewegung mit Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt, wenn sie innerhalb der einem Webzyklus entsprechenden Zeitspanne (z.B. 100 ms) genau eine Verschwenkbewegung, also eine komplette Hin- und Herbewegung, durchführt.
  • Alternativ zur Streichwalzenbewegung mit einem Bruchteil der Webmaschinengeschwindigkeit ist es zur zielgerichteten Erzeugung bzw. umgekehrt zur Vermeidung von Schattierungseffekten möglich, über die gleiche Anzahl von gewählten Webschüssen wie oben, die Streichwalze Webzyklus für Webzyklus im Bereich des Blattanschlages immer ein wenig anders zu bewegen, wobei die Änderung einer mathematischen Regel, z.B. einer sinusartigen Funktion, folgt.
  • Gemäß einem weiteren Beispiel für eine Streichwalzenbewegung mit einem Bruchteil der Webmaschinengeschwindigkeit im Rahmen des Einbringens eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung wird die Streichwalze mit halber Webmaschinengeschwindigkeit betreiben, und zwar so, dass sie abwechselnd zum Augenblick des Blattanschlags die vordere bzw. die hintere Endlage ihrer Verschwenkbewegung einnimmt, womit zum Augenblick des Blattanschlags abwechselnd eine niedrige und eine hohe Kettspannung ansteht. So kann der Einarbeitungseffekt zugunsten des Gewebebildes gesteuert werden, insbesondere dann, wenn sich zwei unterschiedliche Schussmaterialien einander abwechseln.
  • Die Beispiele zeigen, wie sich vorteilhafterweise Gewebebilder und/oder Einarbeitungseffekte mittels der Erfindung in das Gewebe einbringen lassen, wenn der mindestens eine Antrieb, der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuert wird, eine Bewegung der Streichwalze mit einem Bruchteil der Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt.
  • Nachstehend werden weitere Beispiele für das erfindungsgemäße Einbringen von Effekten in das Gewebe beschrieben.
  • Zunächst wird der Begriff des Fachschlusswinkels bei einer Webmaschine erläutert. Es ist bekannt, dass Webmaschinen zur Webfachbildung eine Fachbildeeinrichtung aufweisen, bei der mehrere Fachbildeelemente, die jeweils einen Kettfaden oder eine Kettfadenschar führen, abwechselnd auf- und abgehend angetrieben werden, beispielsweise über ein Zwischengetriebe vom Hauptantriebsmotor der Webmaschine oder einem eigenen Fachbildemotor oder mittels einer Vielzahl von Fachbildemotoren. Auf diese Weise wird ein Webfach, das von den Kettfadenscharen verschiedener Fachbildeelemente gebildet wird, abwechselnd geöffnet und geschlossen, und ein Schussfaden in das offene Webfach eingetragen. Nach dem Schusseintrag wird das Webfach mit Hilfe der Fachbildeelemente geschlossen und wieder geöffnet. Gleichzeitig wird der Schussfaden von einem Webblatt an einen Warenrand angeschlagen und der Vorgang beginnt von neuem. Durch die Fachwechsel der verschiedenen Kettfadenscharen und den Eintrag von Schussfäden wird ein Webmuster gebildet. Der Zeitpunkt, zu dem die Fachschlussstellung (Webfach geschlossen) durchlaufen wird, kann bei Fachbildeeinrichtungen mit Zwischengetriebe dadurch verändert werden, dass die Verbindung zwischen dem Hauptmotor der Webmaschine und der von diesem Hauptmotor angetriebenen Fachbildeeinrichtung gelöst und nach einer Verdrehung einer der beiden Antriebswellen wieder verbunden wird. Dadurch wird innerhalb des Bewegungszyklus der Webmaschine der relative Fachschlusszeitpunkt für alle Fachbildeelemente und damit für alle Kettfäden im Webfach verändert. Bei einer Ausführung mit eigenem Fachbildemotor oder eigenen Fachbildemotoren kann dieser Eingriff auch bei laufender Webmaschine vorgenommen werden, vorzugsweise mit Hilfe elektronischer Steuersignale einer Steuereinheit der Webmaschine.
  • Unter einem Fachschlusswinkel wird nun eine Größe verstanden, die beispielsweise an einem Bedienpult der Webmaschine in die elektronische Steuereinheit der Webmaschine eingegeben oder über einen Datenträger mit Musterdaten eingelesen werden kann. Der Beginn und das Ende eines Bewegungszyklus bzw. einer 360°-Umdrehung einer realen oder imaginären (fiktiven) Webmaschinenwelle wird üblicherweise durch den Webblattanschlag definiert vom Webblattanschlag aus gemessen. Zwischen zwei Webblattanschlägen, d.h. innerhalb eines Bewegungszyklus, findet jeweils ein Schusseintrag statt. Der Fachschlusswinkel bezieht sich auf eine Umdrehung (=360°) der oben genannten Webmaschinenwelle und ist somit drehzahlunabhängig. Er bezeichnet die Winkelabweichung zum Webmaschinenlagewinkel im Fachschluss. Ein typischer Wert für den Fachschlusswinkel ist 330°.
  • An diese Ausführungen zum Fachschlusswinkel anschließend hat es sich in vielen Fällen als vorteilhaft erwiesen, wenn der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb der Streichwalze eine Nachführung in Bezug auf einen sich im Lauf der Webmaschine verändernden Fachschlusswinkel umsetzt, so dass die Streichwalze in gleichbleibender Zuordnung zur Fachbewegung bleibt. Hierdurch können die Nachteile, die Lageabweichungen zwischen der Streichwalze und dem Fachschlusswinkel mit sich bringen, wirksam verhindert werden, was insbesondere der Gewebegleichmäßigkeit zugutekommt. Vorliegend wird unter dem Erreichen dieser Gewebegleichmäßigkeit durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden.
  • Alternativ zur dargestellten Nachführung der Streichwalzenbewegung in Bezug auf den Fachschlusswinkel ist es vorteilhaft, wenn der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb eine Neuanpassung der Streichwalzenbewegung in Bezug auf den Fachschlusswinkel umsetzt. Hierdurch kann erreicht werden, dass das Gewebebild, die Gewebedicke oder das Gewebebild und die Gewebedicke konstant bleiben. Vorliegend wird unter dem Erreichen eines solchen Gewebebilds und/oder einer solchen Gewebedicke durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden. Der entsprechende technische Hintergrund lässt sich wie folgt darstellen: Die Verstellung des Fachschlusswinkels ist bei anspruchsvollen Anwendungen, vor allem bei Verwendung verschiedenartiger Schussgarne, eines der wirkungsvollsten Mittel, um einerseits das Gewebebild zu beeinflussen und andererseits den Schusseintrag zu optimieren. Dies kann idealerweise für ein Gewebebild, wozu je nach Anwendung z.B. Farbwirkung, Lichtreflexion, aber auch das Einarbeitungsbild (= Lagebild der Schussfäden zueinander) gehören, mit einem fest eingestellten Fachschlusswinkel wunschgemäß gelingen. Jedoch ist es möglich, dass bei diesem Fachschlusswinkel der Schusseintrag nicht optimal ist. Beispielsweise kann es zu einer erhöhten Zahl von Kettbrüchen kommen, da die Kettfäden durch die Schussfäden gestreift werden, oder die Gewebekante besitzt nicht die gewünschte Gleichmäßigkeit. Diese Szenarien zwingen zu einer nochmaligen Verstellung des Fachschlusswinkels. Damit die zuvor erfolgte Optimierung des Gewebebildes durch diese Verstellung des Fachschlusswinkels nicht wieder verloren geht, ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass die Streichwalze (auf Grundlage von mindestens einem Bewegungsprofil) durch z.B. eine kurzfristige und punktgenaue Einflussnahme auf die Kettspannung das mit dem geänderten Fachschlusswinkel veränderte Einarbeitungsverhalten für einen, mehrere oder sämtliche verwendete Schussgarne kompensiert. Diese Einflussnahme kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mittels des mindestens einen Antriebs für die Streichwalze auf Grundlage eines abgespeicherten Bewegungsprofils realisiert werden.
  • Es sei noch angemerkt, dass das o.g. Einarbeitungsbild Einfluss auf die Verlaufsform der Gewebedicke hat, da diese nicht konstant ist, sondern in ihrem Momentanwert entsprechend mit dem jeweils eingetragenen Schussfaden variiert. Diese Verlaufsform der Gewebedicke kann insbesondere bei verschiedenartigen Schussgarnen Einfluss auf die Gebrauchseigenschaften des Gewebes haben, beispielsweise die thermische Isolationswirkung von Kleidung.
  • Bei längeren Stillstandphasen tritt häufig ein Problem auf, das ebenfalls mit der Erfindung auf einfache und elegante Art gelöst werden kann. Infolge elastischer Kett- und/oder Schussfäden oder Umgebungsbedingungen wie Luftfeuchte kriecht ein Bindepunkt bei einem längeren Maschinenstillstand oftmals in Richtung des Webblatts zurück oder auch von ihm weg. Es ist bekannt, zur Korrektur dieses unerwünschten und oft Anlaufstellen verursachenden Effekts das Gewebe entgegen der jeweiligen Kriechrichtung, beispielsweise durch Ansteuern des Warenaufwickel- und/oder Kettfadenablassantriebs, zu bewegen, um den Bindepunkt zu korrigieren. Anstelle einer solchen Korrekturbewegung kann gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die erfindungsgemäß angesteuerte Streichwalze präzise und unter Berücksichtigung der Fachstellung die Kettspannung derart beeinflussen, dass der Gewebekriecheffekt neutralisiert wird, der Bindepunkt also an Ort und Stelle bleibt. Im Fall eines vom Webblatt wegkriechenden Bindepunktes ist in der Regel eine Kettspannungserhöhung zielführend, im Fall eines in Richtung Webblatt zurückkriechenden Bindepunktes in der Regel eine Kettspannungsabsenkung. Vorliegend wird unter dem Erreichen der genannten Neutralisierung des Gewebekriecheffekts durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden.
  • Es ist weiterhin bekannt, dass das Verfahren bzw. Verschieben des Gewebe-Bindepunkts, z.B. im Zuge von Abläufen zum Freilegen des Schussfadens nach Schussbruch (sog. Schusssuchen), eine häufige Ursache für Anlaufstellen beim Wiederstart ist. So wird beim Schusssuchen der Bindepunkt häufig um den gebrochenen Schussfaden zurückgefahren, um erneut einen Schussfaden einzutragen. Beispielsweise stellen bei einem solchen Zurückfahren randseitige Gewebebreithalter ein Problem dar, weil diese am Geweberand Reibung erzeugen oder sich mit kleinen Zähnen (auf drehbaren Ringen) in das Gewebe eindrücken und daher ein über die Webbreite gleichmäßiges und positionsgetreues Zurückfahren des Gewebes mitsamt dem Bindepunkt nur schwierig realisierbar ist. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können derlei Probleme durch die erfindungsgemäß angesteuerte Streichwalze zumindest abgemildert werden, insbesondere durch ein kurzzeitiges und präzise zeitlich abgestimmtes Absenken der Kettspannung. Vorliegend wird unter dem Vermeiden von solchen Anlaufstellen bei Wiederstart nach Schussbruch durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden.
  • Die Erfindung lässt sich auch zum Vermeiden von Anlauf- bzw. Ansatzstellen einsetzen, die infolge des Start- und/oder Stoppvorganges der Webmaschine selbst auftreten. Vorliegend wird unter dem Vermeiden von solchen Anlauf- bzw. Ansatzstellen durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden. Zum technischen Hintergrund: Beim Maschinenstart nimmt die Relation zwischen einerseits der Dynamik des den Schussfaden anschlagenden Webblatts und andererseits der Position des Bindepunkts bei sensiblen bzw. anspruchsvollen Geweben (z.B. lichtdurchlässigen Vorhängen) stark Einfluss darauf, ob eine Anlaufstelle auftritt oder nicht. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Webmaschine beim ersten WebblattAnschlag noch nicht die volle Drehzahl, also nicht die volle Anschlagsdynamik, besitzt. Durch eine kurzfristige und punktgenaue Einflussnahme auf die Kettspannung seitens der erfindungsgemäß angesteuerten Streichwalze kann die Bindepunktposition sehr fein beeinflusst werden, und zwar idealerweise genau so viel, dass eine Anlaufstelle beseitigt wird, wobei die Einflussnahme zumeist in einer Erhöhung der Kettspannung besteht. Auf diese Weise kann mit sehr geringem Aufwand der Nachteil eines weniger dynamischen Maschinenstarts kompensiert werden, womit das Versorgungsnetz geschont und/oder die Verwendung kleinerer und preisgünstigerer Hauptantriebseinheiten möglich wird.
  • Umgekehrt ist z.B. bei Polyesterketten beim Stoppen der Webmaschine ein früher Bremswinkel, d.h. der Winkelposition, bei welcher die Webmaschine im Zuge des Stoppvorganges zum Stillstand kommt, und in der Folge ein früher Stillsetzwinkel zur Vermeidung von Anlaufstellen wichtig (der Grund für diese vorteilhafte Konstellation ist noch nicht vollständig verstanden). Auch hier kann der Hauptantrieb, je nach Betriebsdrehzahl, diese Forderung nach einem frühen Bremsen nicht immer erfüllen. Durch eine Einflussnahme seitens der erfindungsgemäß angesteuerten Streichwalze aufgrund mindestens eines Bewegungsprofils lässt sich die Wichtigkeit dieser Forderung jedoch herabsetzen, wobei die Einflussnahme zumeist in einer temporären Verringerung der Kettspannung besteht. Die Webmaschine kommt mit einer geringeren Stoppdynamik aus, was wiederum die Verwendung kleinerer und preisgünstigerer Antriebseinheiten erlaubt.
  • Ebenfalls kann durch gezielte Einflussnahme seitens der erfindungsgemäß angesteuerten Streichwalze ein positiver Effekt bei der Beseitigung von Anlaufstellen erreicht werden, wie es in vergleichbarer Art, zumindest bei bestimmten Anwendungen, durch das bekannte geringfügige Variieren der Schussdichte für die ersten Schüsse ab Start gelingt. Diese Variation der Schussdichte hat sich in dem Sinn bewährt, dass sie z.B. für den Maschinenstart auf 97% ihres Nennwertes gesetzt, also leicht verringert wird, um dann über die folgenden drei Schüsse (Webzyklen) auf 100% angepasst zu werden. Der vergleichbare Effekt gelingt mit der Streichwalze durch eine anfängliche leichte Erhöhung der Kettspannung, um diese dann - ebenfalls über drei Schüsse - an 100% anzugleichen. Für den - noch nicht beobachteten - Fall, dass eine leichte temporäre Erhöhung der Schussdichte zur Beseitigung der Anlaufstelle führt, wäre dementsprechend umgekehrt die Kettspannung leicht abzusenken. Vorliegend wird unter dem Vermeiden von solchen Anlaufstellen durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden.
  • Schon weiter oben wurden separat angetriebene Fachbildeeinrichtungen vorgestellt. Diese können, wie es z.B. in der DE 100 53 079 C1 bekannt ist, vor anderen Webmaschinenkomponenten, insbesondere vor dem Hauptantrieb der Webmaschine, starten. Beispielsweise wird dieser Freiheitsgrad, der ein unabhängiges Hochfahren der Webeinrichtung und den Schäften des Hauptantriebs und des Antriebes der Fachbildeeinrichtung erlaubt, dazu genutzt, eine Jacquard-Einrichtung eher langsam zu beschleunigen. Dies geschieht vorzugsweise unter Verwendung einer, im Dauerbetrieb sehr vorteilhaften, Zusatz-Schwungmasse. Beispielsweise überstreicht die Jacquard-Einrichtung beim Starten fünf fiktive Webzyklen (inkl. des jeweiligen Fachwechsel-Bereiches), ohne dabei einen Fachwechsel zu vollziehen. Während dieser Offenfach-Phase ist das Passieren der Fachwechsel-Bereiche seitens der Jacquard-Einrichtung an einem ganz leichten Zittern bzw. Zupfen an den Kettfäden zu erkennen. Besteht die Anwendung z.B. aus einem Frottier-Gewebe, so kann dies unter Umständen negative Auswirkungen auf die Höhe der zuletzt aufgestellten Schlaufe haben, und zwar dergestalt, dass die Schlaufenhöhe sich in einem unerwünschten Maße verringert. Durch eine kurzfristige und eine positionsadäquate Verringerung der Kettspannung im Fachwechsel-Bereich mittels der erfindungsgemäß angesteuerten Streichwalze kann die durch das o.g. Zupfen hervorgerufene Zugwirkung auf die Kettfäden kompensiert oder zumindest abgeschwächt werden, um somit eine mögliche Einflussnahme auf die Schlaufenhöhe weitgehend auszuschließen. Vorliegend wird unter dem Verhindern einer solchen Verringerung der Schlaufenhöhe durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze ein Einbringen eines Effekts in das Gewebe gemäß der Erfindung verstanden.
  • Die DE 10 2005 046 271 B4 beschreibt den Betrieb einer Jacquard-Einrichtung mit doppelter Webmaschinengeschwindigkeit. Dabei wird nur jeder zweite mögliche Fachwechsel ausgeführt. Auch in diesem Fall kommt es, jeweils ca. in der Mitte eines Webzyklus', zu dem o.g. Zupfen. Auch hier kann mit einer kurzfristigen und positionsadäquaten Verringerung der Kettspannung im Fachwechsel-Bereich mittels der erfindungsgemäß angesteuerten Streichwalze der Zugwirkung auf die Kettfäden entgegengewirkt werden. Zusätzlich wird, wie ebenfalls zuvor beschrieben, durch gezielte Einflussnahme seitens der erfindungsgemäß angesteuerten Streichwalze ein positiver Effekt bei der Beseitigung von Anlaufstellen umgesetzt wie es in vergleichbarer Art, zumindest bei bestimmten Anwendungen, durch das bekannte geringfügige Variieren der Schussdichte für die ersten Schüsse ab Start gelingt. Bei einer entsprechend bevorzugten Ausführungsform wird anstelle einer leichten temporären Erhöhung der Schussdichte die Kettspannung leicht abgesenkt. Dies kann vorteilhafterweise derart erfolgen, dass die Kettspannung - neben der o.g. Absenkung im Bereich der Webzyklusmitte - am Webzyklusende, also beim Blattanschlag, ein lokales Minimum erreicht. Dem lässt sich dadurch gerecht werden, dass die Streichwalze eine Bewegung mit dem Doppelten der Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt. Dies ist ein Beispiel dafür, dass sich vorteilhafterweise Gewebebilder und/oder Einarbeitungseffekte mittels der Erfindung in das Gewebe einbringen lassen, wenn der mindestens eine Antrieb, der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuert wird, eine Bewegung der Streichwalze mit einem Vielfachen der Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt.
  • Die nachfolgenden Weiterbildungen der Erfindung beziehen sich auf die erfindungsgemäße Optimierung des Webmaschinenbetriebs und hierbei insbesondere auf die Reduzierung von hohen oder zu hohen Lasten, d.h. Überlasten, die auf Maschinenteile wirken.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann bei bestimmten Bedingungen eine Überlastung der Webmaschine verhindert werden. Vorliegend wird unter dem Verhindern einer solchen Überlastung der Webmaschine durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze eine Optimierung des Maschinenbetriebs gemäß der Erfindung verstanden. Zum technischen Hintergrund: Im normalen Webbetrieb muss das Webblatt beim Anschlagen des Schussfadens gegen die Kettfadenspannung arbeiten. Bei einem schweren Gewebe kann die Blattanschlagkraft bzw. das Blattwellenmoment, beispielsweise messbar mit einem Blattwellensensor, bis zu 5000 N oder mehr betragen. Bei sehr stark gespannten Geweben kann die Blattanschlagkraft sogar nochmals größer sein. Ähnliches gilt auch für den Bereich des Drahtwebens, in denen die Kettspannung so hoch wie möglich, also maximal gewählt werden soll. Da die Reißgrenze einer Draht- oder auch Aramid-Wettkette weit oberhalb einer für die Webmaschine selbst zerstörerischen Belastung liegt, ist die Mechanik der Webmaschine hier das begrenzende Element. Insbesondere in den genannten Fällen kann - durch eine gezielte temporäre Absenkung der Kettspannung im für die Webmaschine belastungsseitig besonders kritischen Bereich des Blattanschlags mittels der erfindungsgemäß angetriebenen Streichwalze - nun im Mittel über den Webmaschinenzyklus eine höhere Kettspannung eingestellt werden, als wenn die Belastbarkeit des Blattanschlags die bestimmende Grenze wäre.
  • Auf diese Weise kann einer Maschinenüberlastung vorgebeugt und die Leistung der Webmaschine gesteigert werden, da eine automatische Maschinenabschaltung wegen zu hoher Blattanschlagkraft erst bei höheren Kräften eintritt, was insbesondere bei Schwergeweben von Vorteil ist.
  • Selbstverständlich kann trotz der Verwendung der Streichwalze in oben beschriebener Weise die Kettspannung nicht beliebig (bzw. bis an die Reißgrenze der Kette) gesteigert werden, da nunmehr die Belastbarkeit anderer Maschinenkomponenten, wie z.B. der Fachbildemittel, begrenzend wirkt. Bilden die Fachbildemittel ihrerseits die mechanisch kritischste Komponente, so kann mittels der Streichwalze zielgenau und temporär hierfür die Kettspannung abgesenkt werden, speziell bei Erreichen des maximalen Offenfachs. Für diesen Fall sieht die Erfindung einen Sensor vor, der einen die Belastung der Fachbildemittel repräsentierenden Messwert zurückliefert, wobei eine obere Grenze für diesen Messwert hinterlegt ist. Die Einhaltung dieser oberen Grenze ist vorzugsweise ein zu erfüllendes Kriterium einer Selbstoptimierung. Vorliegend wird unter dem Verhindern einer solchen Überlastung der Fachbildemittel durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze eine Optimierung des Maschinenbetriebs gemäß der Erfindung verstanden.
  • Die genannte Weiterbildung der Erfindung lässt sich auch einsetzen, um der Bildung des sog. Vortuchs zu begegnen. Ein Vortuch ergibt sich im laufenden Webbetrieb aus der Elastizität der Kettfäden sowie des Gewebes. Bei vortuchfreien Webvorgängen liegt der Bindepunkt beim Blattanschlagpunkt (d.h. dem Umkehrpunkt der Webblattbewegung). Das Vortuch bezeichnet nun das Sichzurückbewegen (Zurückdrängen) des an sich fertiggestellten Gewebes in Richtung Webblatt, sobald das Webblatt sich nach Passieren des o.g. Umkehrpunkts wieder zurückbewegt. Zum Anschlagen des nächsten Schussfadens an den Bindepunkt muss nunmehr das Vortuch durch das Webblatt wieder Richtung Blattumkehrpunkt gedrückt werden. Dieses Vortuch ist üblicherweise umso breiter, je dichter und schwerer das Gewebe ist, da umso mehr Gewebematerial zurückdrängt. Mittels der oben beschriebenen Weiterbildung der Erfindung, d.h. dem vorübergehenden Absenken der Kettspannung - beispielsweise beim Annähern des Webblatts an das Vortuch, z.B. bei 350° der Webmaschinen-Hauptwelle - kann das Vortuch leichter zusammengedrückt werden (dies geschieht meist U-förmig), womit eine höhere Schussdichte möglich wird, da dem Webblatt und damit der Webmaschinenmechanik kein unzulässig hoher Widerstand entgegengesetzt wird. Eine Absenkung der Kettspannung ist gleichermaßen von Nutzen, wenn im Zuge des Schusssuchens mit dem Webblatt über den Binde- bzw. Anschlagpunkt gefahren werden muss, was ansonsten die Webmaschinenmechanik und/oder den Antrieb überlasten könnte. Vorliegend wird unter dem Verhindern eines solchen zu hohen Widerstands durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze eine Optimierung des Maschinenbetriebs gemäß der Erfindung verstanden.
  • Als Sensor zur Ermittlung der maximal möglichen Belastung im Bereich des Blattanschlags wurde oben ein Blattwellensensor genannt. Alternativ können auch ein oder mehrere andere Sensoren verwendet werden, beispielsweise ein Kraftsensor, der in eine Webblattstütze integriert wird oder - besonders bei direktmotorisch angetriebenen Webblättern wie z.B. gemäß der DE10154941C2 - ein Drehmomentsensor, der an der bzw. an einer - ferromagnetischen - Motorwelle positioniert ist. Der mindestens eine Sensor liefert, direkt oder über eine Auswerteeinheit oder einen Signalwandler, einen entsprechenden Messwert, für den eine obere Grenze abgespeichert ist.
  • Oberhalb dieser Grenze wird die Webmaschine gestoppt. Die Einhaltung der oberen Grenze ist vorzugsweise ein Kriterium einer Selbstoptimierung des Webmaschinenbetriebs.
  • Bei einer anderen Weiterbildung der Erfindung wird der mindestens eine separate Antrieb für die Streichwalze, der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuert wird, für eine Gegenbewegung der Streichwalze eingesetzt. Hierdurch wird die Kettspannung herabgesetzt und somit ein größerer Schafthub bzw. auch Schaftüberhub ermöglicht, ohne dass es zu Überlastungen der Schäfte und/oder von kraft- bzw. drehmomenterzeugenden und/oder -übertragenden Komponenten kommt. Insbesondere bei Einzelschaftantrieben ist dieser Weiterbildungsaspekt vorteilhaft. Vorliegend wird unter dem Ermöglichen eines solchen größeren Schafthubs bzw. Schaftüberhubs durch eine erfindungsgemäße Ansteuerung der Streichwalze eine Optimierung des Maschinenbetriebs gemäß der Erfindung verstanden.
  • Im Folgenden werden allgemeine bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung näher erläutert.
  • Besonders bevorzugt werden einem Bediener über Anzeigemittel, beispielsweise einen Bildschirm, Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze für die Einarbeitung der vorliegend offenbarten Effekte und die vorliegend offenbarten Optimierungsmöglichkeiten des Maschinenbetriebs mit Hilfe der Bewegungsprofile ausgegeben. Über Eingabemittel, beispielsweise eine Tastatur, einen Touchscreen, eine App oder Ähnlichem kann dann seitens des Bedieners vorteilhafterweise die entsprechende Eingabe der Einstellung und/oder Veränderung getätigt werden, beispielsweise über ein Auswahlmenü auf einem Bildschirm. Hierdurch kann ein Bediener selbst entscheiden, welche entsprechenden Programme mit der angesteuerten Streichwalze ausgeführt werden sollen. Insbesondere lassen sich die Programme auch den Artikeldaten zuordnen, um Webpersonal mit geringer webtechnischer Erfahrung zu unterstützen und auch die Rüstzeiten zu reduzieren.
  • Vorteilhaft ist es, wenn bestimmte Daten in die Bewegungsprofile einfließen oder zusammen mit den Bewegungsprofilen von der Steuereinheit zur Ansteuerung des mindestens einen separaten Antriebs verarbeitet werden. Zu diesen Daten können beispielsweise Artikeldaten gehören, die vorzugsweise in der besagten oder einer anderen Speichereinheit abgespeichert werden oder abgespeichert sind. Teile dieser Daten können alternativ oder zusätzlich Motor- und/oder Maschinendaten sein, die vorzugsweise in der besagten oder einer anderen Speichereinheit abgespeichert werden oder abgespeichert sind. Weiterhin können alternativ oder zusätzlich Messwerte, die im Webbetrieb durch einen oder mehrere Sensoren ermittelt werden, zu diesen Daten gehören. Die genannten und ggf. weitere Daten können zur Vorabberechnung bestimmter Bewegungsprofile verwendet werden, die dann in der Speichereinheit abgespeichert werden und von der Steuereinheit bei beispielsweise Abruf durch einen Bediener verarbeitet werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Einbeziehung der genannten und ggf. weiterer Daten durch die nachfolgend beschriebene KI verarbeitet werden, um eine stetige Anpassung und Optimierung der Bewegungsprofile zu ermöglichen.
  • In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erfolgt der Einsatz von künstlicher Intelligenz, die mittels entsprechender rechnergestützter Software zur Verfügung gestellt und die vorzugsweise von einem Prozessor der Steuereinheit verarbeitet wird. Anstelle fest programmierter bzw. hinterlegter Ablaufsteuerungen und Algorithmen werden hierbei Lernmethoden vorgeschlagen, die durch Feststellung des webtechnischen Ergebnisses der aktuellen Anwendung und/oder wenigstens einer ähnlichen vorangegangenen Anwendung und ggf. weiterer Indikatoren eigenständig Lösungsstrategien auswählen oder entwickeln oder weiterentwickeln oder austauschen, wobei diesen Lernmethoden Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze für die Einarbeitung der besagten Effekte und die besagte Optimierung des Maschinenbetriebs zur Verfügung gestellt werden. Zur o.g. Feststellung des webtechnischen Ergebnisses bezieht die (entsprechende Weiterbildung der vorliegenden) Erfindung in bevorzugter Weise die Verwendung kamerabasierender, Muster-identifizierender Systeme ein.
  • Die von der KI gefundene Lösung wird vorzugsweise, in Korrelation zum beabsichtigten Gewebeeffekt und zu dessen erreichter Ausführungsqualität, als Lernergebnis abgespeichert und ist dann für künftige Anwendungen abrufbar.
  • Folgende Beispiele dienen zur Verdeutlichung des Einsatzes von künstlicher Intelligenz im Rahmen dieser Erfindung:
  • 1) Anlaufstellenbeseitigung
  • Es werden die Stopps und Wiederstarts mit einer Information zu ihrer Identifizierung verknüpft, beispielsweise der Schussnummer. In einer automatisierten Warenschau, vorteilhafterweise schon durch ein Kamerasystem an der Webmaschine, erfolgt eine Analyse. Entsprechend deren Ergebnis versucht die Steuereinheit nun zunächst, zur Anlaufstellenvermeidung, eine parametrische Optimierung des Starts von Web- und/oder Fachbildeeinrichtung aufgrund eines abgespeicherten Wissensvorrats hinsichtlich dieser Problemstellung. Jedoch zeigt sich in der Praxis aufgrund weiterer Einflussfaktoren oft kein vollständig kausaler Zusammenhang zwischen Parameter-Veränderung und Warenqualität beim Start. So gelingen z.B. mit einer neuen Parameter-Einstellung von zehn Starts sechs besser, während vier schlechter ausfallen. Oder das Fehlerbild ändert seine Charakteristik. Die Erfindung sieht nun das selbsttätige Hinzuziehen weiterer Lösungsansätze für das Anlaufstellenproblem vor, hier im Besonderen eine veränderte Bewegungsvorgabe für die Streichwalze durch Anpassung des entsprechenden abgespeicherten Bewegungsprofils. Es erfolgt somit eine strategische, also planerische Lösungsfindung unter Hinzunahme weiterer zielgerichtet steuerbarer Einflussmöglichkeiten.
  • Auch werden die so erhaltenen Lernergebnisse dem bisherigen Wissen der Steuereinheit durch Abspeicherung automatisch hinzugefügt, so dass sie von der Steuereinheit zur Lösung zukünftiger Probleme herangezogen werden können. Hierbei kann es sinnvoll sein, die Ergebnisse in stochastisch verwertbarer Form abzulegen bzw. abzuspeichern, d.h. z.B. wie viele Starts von einer Gesamtzahl von Starts den Qualitätsvorgaben entsprochen haben oder wie die Starts sich, gemessen am Erfüllungsgrad, über ein festgelegtes Gütekriterium verteilen.
  • 2) Schussdichtenerhöhung ohne Überlastung der Maschinenkomponenten
  • Die Schussdichte manifestiert sich in der Anzahl der eingetragenen Schüsse bezogen auf eine bestimmte Gewebelänge, z.B. 1 cm. In einigen Fällen ändert sich diese Dichte noch durch nachträgliche Dehnungs- bzw. Stauchungseffekte, u.a. hervorgerufen durch die besonderen physikalischen Eigenschaften von Schuss- und/oder Kettgarnen (s.o.) oder weiterführende Be- bzw. Verarbeitungsschritte. Zum einen wird vorliegend vorgeschlagen, die nachträglichen Effekte dem Expertenwissen hinzuzufügen, so dass ausgehend vom gewünschten Gewebe die Schussdichte-Einstellungen für den Webvorgang automatisch angepasst werden. Zum anderen wählt die Steuereinheit bei höchsten Anforderungen an die Schussdichte selbsttätig unter den zielgerichtet steuerbaren Einflussmöglichkeiten einen Lösungsweg, wobei vorteilhafterweise die Streichwalzenbewegung (durch entsprechende Ansteuerung des Antriebs) herangezogen wird, da sie im für die Webblatt-Mechanik, einschließlich dem Antriebsstrang, belastungsseitig besonders relevanten Vortuch-Bereich eine schnelle und praktisch punktgenaue Beeinflussung erlaubt (s. auch hierzu oben). Gerade in diesem Beispiel der Schussdichtenmaximierung kann als mathematisches Mittel zweckmäßigerweise eine Fuzzy-Logik unterlegt werden. Zu der Weiterverwendung der erhaltenen Lernergebnisse gilt das unter Beispiel 1) Gesagte.
  • Unter dem oben verwendeten Begriff „zielgerichtet steuerbar“ bei den „zielgerichtet steuerbaren Einflussmöglichkeiten“ ist eine bewusste Verhaltensbeeinflussung zu verstehen. Es ist aber ebenso möglich, dass mittels entsprechender Signalrückführung und/oder Beobachtermodelle ein geregelter Betrieb dieser Einflussmöglichkeiten erfolgt.
  • Aufgrund der beschriebenen und anhand der Beispiele 1) und 2) detaillierter aufgezeigten Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz wird vorliegend vorgeschlagen, die KI zumindest teilweise mit mindestens einigen Aufgaben zu betrauen, die ansonsten ein Bediener übernimmt, wobei der künstlichen Intelligenz hierzu Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze für die vorgenannten Zwecke ausgegeben werden.
  • Neben oder anstelle dieser beschriebenen lösungsmethodischen Eingliederung des Streichwalzenantriebs in eine, dem Antrieb übergeordnete, künstliche Intelligenz wird vorteilhafterweise der Einsatz von künstlicher Intelligenz vorgeschlagen, die mittels entsprechender rechnergestützten Software zur Verfügung gestellt und die vorzugsweise von einem Prozessor der Steuereinheit verarbeitet wird, um die Streichwalze selbst gemäß der Erfindung ansteuern zu können. Anstelle fest programmierter bzw. hinterlegter Ablaufsteuerungen werden hierzu Algorithmen oder Bewegungsprofile, welche sich idealerweise innerhalb einer vorgegebenen Struktur parametrisch selbst optimieren, für Lernmethoden vorgeschlagen, die durch Feststellung des webtechnischen Ergebnisses der aktuellen Anwendung und/oder einer ähnlichen vorangehenden Anwendung und ggf. weiterer Indikatoren eigenständig Lösungen durch Auswahl aus verschiedenen Datensätzen treffen und/oder beispielsweise durch Parametrierungen entwickeln oder weiterentwickeln, und dann auch umsetzen. Zur o.g. Feststellung des webtechnischen Ergebnisses bezieht die (entsprechende Weiterbildung der vorliegenden) Erfindung in bevorzugter Weise die Verwendung kamerabasierender, Muster-identifizierender Systeme ein.
  • Die von der KI gefundene Lösung wird vorzugsweise, in Korrelation zum beabsichtigten Gewebeeffekt und zu dessen erreichter Ausführungsqualität, als Lernergebnis abgespeichert und ist dann für künftige Anwendungen abrufbar.
  • Im Folgenden wird Grundsätzliches zur Parametrierung erläutert. Es ist vorteilhaft, wenn die Bewegungsprofile zur Erzielung einer oder mehrerer der beschriebenen Effekte und/oder Optimierungsschritte parametriert und in einer Speichereinheit für den Abruf durch die Steuereinheit abrufbar sind. Eine Parametrierung ist die Zuweisung von konkreten Werten zu denjenigen Parametern, mit denen eine Kurve oder Fläche beschrieben wird.
    Ein einfaches Funktionsbeispiel: y = k1 * x 2 + k2 * x + 3
    Figure DE102023203417A1_0001
  • Hierin bildet x die Abszisse. Sie kann der Zeit oder einer Master-Position, z.B. dem Webmaschinenwinkel, entsprechen. Hingegen bildet y die Ordinate, sie kann den Positionssollwert für den Streichwalzenantrieb bilden. Schließlich sind k1 und k2 in diesem Beispiel die Parameter (die Mathematik nennt sie auch Formvariable und bezeichnet sie als „beliebig, aber fest“).
  • Wenn in dieser Erfindung von Parametrierung gesprochen wird, so ist die Wertzuweisung an diese Parameter (= Funktionsparameter) gemeint.
  • Diese Parameter bzw. Funktionsparameter sind nicht zu verwechseln mit webtechnischen Parametern wie der Betriebsdrehzahl, dem Fachschlusswinkel oder jenen zum Anlaufverhalten der Webeinrichtung und Fachbildeeinrichtung. Funktionsparameter können durch einen Bediener oder eine künstliche Intelligenz direkt vorgegeben werden. In bevorzugten Fällen leiten sie sich jedoch aus dem Anwender vertrauten Eingaben bzw. webtechnischen Parametern rechnerisch ab.
  • Ein Beispiel: Zur Beseitigung einer Anlaufstelle soll die Kettspannung im Bereich von 340° bis 360° (Winkelwerte bezogen auf den Webzyklus, s. oben) von 100% Nennwert auf 104% Nennwert linear erhöht werden. Dann werden die Parameter für das Bewegungsprofil des Streichwalzenantriebes so eingerechnet, dass die Streichbaumbewegung zu diesem Effekt führt.
  • Es kann umgekehrt auch aus einer Gruppe bereits verwendungsfähig parametrierter Bewegungsprofile eine Optionsliste generiert werden. Mit Bezug auf das o.g. Beispiel werden dem Bediener oder der künstlichen Intelligenz dann z.B. neben o.g. 100%→104% über 340° bis 360° auch noch 100%→103% über 340° bis 360° sowie 100%→104° über 345° bis 360° angeboten. Je nach Auswahl wird dann das entsprechende, bereits parametrierte Bewegungsprofil ausgewählt.
  • Bei der Parametrierung von Bewegungsprofilen ist es zudem zweckmäßig und bevorzugt, wenn bereits abgespeicherte Informationen, beispielsweise innerhalb der Artikeldaten herangezogen werden. Dieses Vorgehen erspart Zeit und durch das Vermeiden einer neuerlichen Suche nach optimalen Einstellungen kommt es auch einem besseren Webergebnis zugute.
  • Eine höhere Flexibilität für den Webbetrieb ergibt sich, wenn vorteilhafterweise, parallel zu den abgespeicherten Bewegungsprofilen, eine Steuerung des mindestens einen separaten Antriebs der Streichwalze möglich ist, wobei diese Möglichkeit insbesondere einem Bediener durch einen entsprechenden Eingriff über beispielsweise ein Bedienpanel oder über Fernzugriff (remote access) zugänglich gemacht wird.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Webmaschine zur Durchführung des wie oben beschriebenen Verfahrens. Die erfindungsgemäße Webmaschine umfasst hierbei eine Antriebseinheit mit mindestens einem separaten Antrieb für eine Streichwalze, eine Steuereinheit sowie eine Speichereinheit. Die Steuereinheit ist ausgebildet und eingerichtet, in der Speichereinheit abgespeicherte, vorzugsweise parametrierte, Bewegungsprofile abzurufen und den mindestens einen separaten Antrieb auf Grundlage des jeweils abgerufenen Bewegungsprofils anzusteuern. Auf diese Weise lassen sich - den Bewegungsprofilen entsprechende - Effekte in das Gewebe einbringen und/oder eine Optimierung des Maschinenbetriebs erzielen, wobei diese Optimierung zusätzlich zu einer Optimierung oder ohne eine Optimierung der Kettfadenspannung im kontinuierlichen Webbetrieb umgesetzt wird.
  • Bevorzugt weist die erfindungsgemäße Webmaschine die schon weiter oben angesprochenen Anzeigemittel zur Darstellung von Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten auf, die zur Verwendung der Streichwalze für die Einarbeitung der besagen Effekte und die besagte Optimierung des Maschinenbetriebs mit Hilfe der Bewegungsprofile dienen. Gleichfalls ist es bevorzugt, dass Eingabemittel für die entsprechenden Eingaben seitens des Bedieners vorgesehen sind. Besonders bevorzugt sind die Anzeigemittel derart ausgebildet, dass sie ein Auswahlmenü mit besagten Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten für einen Bediener bereitstellen, wobei die Eingabemittel dann vorzugsweise eine Möglichkeit zur Auswahl aus diesem Auswahlmenü seitens des Bedieners bieten.
  • Vorzugsweise ist der mindestens eine Antrieb auf eine festgelegte mechanische Bezugsposition der Streichwalze referenziert, wobei diese Referenzierung vorteilhafterweise automatisch, wiederholt oder einmalig, seitens der Steuereinheit vorgenommen wird. Hierdurch wird eine große Wiederholgenauigkeit bei der Ansteuerung und dem Bewegungsverhalten der sich hin und her bzw. vor und zurück bewegenden Streichwalze sichergestellt. Die besagte Bezugsposition der Streichwalze wird vorzugsweise mit einem Sensor identifiziert.
  • Besonders bevorzugt ist es hierbei, wenn die Steuereinheit ein selbsttätiges Lernen und/oder selbstständiges Optimieren der Bewegungsprofile ermöglicht (s. die obigen Ausführungen zur KI). Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn sich die Webmaschine anhand von verschiedentlich erfassten Messdaten, beispielsweise Motorbetriebsdaten, und/oder Artikeldaten in Bezug auf die Streichwalzenansteuerung zur Beeinflussung der Kettspannung selbst zu optimieren vermag.
  • Ebenso bevorzugt ist es, wenn die Steuereinheit eine künstliche Intelligenz, verarbeitet oder bereitstellt, welche über Lernmethoden verfügt, die durch Feststellung des webtechnischen Ergebnisses der aktuellen Anwendung und/oder einer ähnlichen vorangehenden Anwendung und ggf. weiterer Indikatoren eigenständig Lösungsstrategien auswählen oder entwickeln oder weiterentwickeln oder austauschen kann, wobei diesen Lernmethoden Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze für die Einarbeitung der besagten Effekte und die besagte Optimierung des Maschinenbetriebs zur Verfügung gestellt werden.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Webmaschine sieht vor, dass sie eine Antriebseinheit mit einem separaten, eine Antriebswelle aufweisenden Antrieb für die Streichwalze umfasst. Die Antriebseinheit, deren Antrieb insbesondere als Servomotor ausgebildet sein kann, umfasst weiterhin eine exzentrisch mit der Antriebswelle verbundene Koppel sowie eine mit der Koppel verbundene Schwinge. Hierbei ist die Schwinge an ihrem der Koppel abgewandten Ende in einer Lagerstelle stationär gelagert und mit der exzentrisch gelagerten Streichwalze verbunden. Auf diese Weise kann die Schwinge und damit die Streichwalze beim Drehen der Antriebswelle durch Vermittlung der Koppel eine Hin- und Her-Bewegung um die Lagerstelle ausführen.
  • Die Erfindung betrifft gleichfalls eine wie oben beschriebene Antriebseinheit, die insbesondere als Nachrüstteil für eine wie oben beschriebene Webmaschine vorgesehen sein kann.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
    • 1 eine Webmaschine in einer schematischen Seitenansicht;
    • 2 eine Seitenansicht auf eine Antriebseinheit für eine Streichwalze an einer Webmaschine (ohne Motor), und
    • 3 eine perspektivische Ansicht auf die Antriebseinheit der 2 (mit Motor).
  • 1 zeigt eine Webmaschine 1 mit einem Webmaschinengestell 1a in einer schematischen Seitenansicht als Übersichtsdarstellung. Die Webmaschine 1 weist in an sich bekannter Weise Fachbildemittel 2 auf, welche hier in Form von Webschäften 18 ausgebildet sind, mittels welchen Kettfäden 3 wechselnd angehoben und abgesenkt werden können, um ein Webfach 4 auszubilden. Von einem Kettbaum 8 werden die Kettfäden 3 über eine feststehende Umlenkwalze 50 sowie eine Streichwalze 9 in einer Warenabzugsrichtung WR den Fachbildemitteln 2 zugeführt. Die Streichwalze 9 kann hierbei eine Schwenkbewegung (s. Doppelpfeil f1) in und gegen die Warenabzugsrichtung WR durchführen, wie weiter unten erläutert wird. In jedem Webzyklus, d.h. mit jedem wechselnden Heben und Senken der Kettfäden 3, wird ein Schussfaden 6 (hier nur senkrecht zur Blattebene angedeutet) in das geöffnete Webfach 4 eingetragen und sodann mittels eines Webblatts 7 angeschlagen. Das Webblatt 7 ist zum wiederholten Anschlagen des Schussfadens 6 zwischen einer vorderen Endlage (hier in strichpunktierter Darstellung) und einer hinteren Endlage (hier in ausgezogenen Linien dargestellt) verschwenkbar. Die vordere Endlage entspricht dabei dem Blattanschlag, also der Position, welche das Webblatt 7 beim Anschlagen des Schussfadens 6 einnimmt. Nach dem Schusseintrag wird das Webfach 4 wieder geschlossen, wodurch der eingetragene Schussfaden 6 abgebunden wird. Das so entstandene Gewebe 17 wird sodann mittels einer Abzugswalze 10 in Warenabzugsrichtung WR abgezogen und auf einen Warenbaum 11 aufgewickelt.
  • Die Webmaschine 1 weist einen ersten Antrieb 12 zum Antreiben einer Hauptwelle 19 der Webmaschine 1 sowie einen zweiten Antrieb 13 zum Antreiben der Fachbildemittel 2 auf. Das Webblatt 7 ist mit der Hauptwelle 19 der Webmaschine 1 verbunden. Mit der Hauptwelle 19 ist zudem ein Blattwellensensor 16 gekoppelt, der die Blattanschlagkraft des Webblatts misst. Zum Ansteuern der Antriebe 12, 13 weist die Webmaschine 1 weiterhin eine Steuereinheit 14 einschließlich einer ihr zugeordneten Rechnereinheit sowie eine Speichereinheit 15 auf. Die Steuereinheit 14 und/oder die Speichereinheit 15 können auch außerhalb der Webmaschine 1 angeordnet sein.
  • Die Steuereinheit 14 kann mehrere Steuerungseingänge, Messeingänge und/oder Datenausgänge sowie eine zugeordnete Rechnereinheit umfassen, wobei eine bidirektionale Kommunikation mit den entsprechenden Komponenten der Webmaschine möglich ist. Hierdurch können sich insbesondere Betriebsdaten (einschl. Artikeldaten und Messdaten) zur Weiterverarbeitung und zur Optimierung von Gewebequalität, Maschinenleistung und Nutzeffekt aufbereitet und geliefert werden.
  • Anstelle des ersten und des zweiten Antriebs 12, 13 kann alternativ ein Hauptantrieb, beispielsweise für die Webeinrichtung einschließlich des Webblatts 7, Verwendung finden, von dem dann über ein Getriebe o.ä. die Fachbildemittel 2 angetrieben werden.
  • Die Steuereinheit 14 der Webmaschine 1 steuert des Weiteren einen separaten Antrieb 22 einer Antriebseinheit 20, wobei der Antrieb 22 mit der Streichwalze 9 verbunden ist und erfindungsgemäß auf der Grundlage der oben beschriebenen Bewegungsprofile angesteuert wird, die in der Speichereinheit 15 hinterlegt, d.h. abgespeichert, sind. Mittels dieser Bewegungsprofile wird die Streichwalze 9 zu einer Schwenkbewegung (s. Doppelpfeil f1) in und gegen die Warenabzugsrichtung WR veranlasst. Auf Grundlage der Bewegungsprofile können durch die Ansteuerung des Antriebs 22 der Streichwalze 9 Effekte in das Gewebe 17 eingebracht werden und/oder eine Optimierung des Maschinenbetriebs umgesetzt werden, wobei unter Optimierung des Maschinenbetriebs nicht die Optimierung der Ausgleich von Unterschieden in der Kettfadenspannung im kontinuierlichen Webbetrieb zu verstehen ist, wie sie beispielsweise aus der EP 0 350 447 B1 bekannt ist. Stattdessen zielen die Optimierungsmaßnahmen gemäß der Erfindung insbesondere auf eine temporäre Beeinflussung der Kettfadenspannung ab, um bestimmte unerwünschte Webbedingungen zu vermeiden (insbesondere durch Einarbeitung von Gewebeeffekten, die unerwünscht vorhandene Effekte verhindern sollen) oder erwünschte Webbedingungen zu realisieren (insbesondere die Einarbeitung von erwünschten Gewebeeffekten) und eine Überlastung von mechanischen Komponenten der Webmaschine zu vermeiden. Hierzu wurde weiter oben detailliert ausgeführt.
  • Über Anzeigemittel 60, beispielsweise einen an der Maschine oder in einer Zentrale oder auch extern angeordneten Bildschirm, beispielsweise auch integriert in eine App auf einem Smartphone oder Tablet, werden einem Bediener Informationen über eine oder mehrere Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze 9 für die Einarbeitung einer oder mehrerer der oben beschriebenen Effekte und die besagten Optimierungsoptionen des Maschinenbetriebs mit Hilfe der abgespeicherten Bewegungsprofile ausgegeben. Über Eingabemittel 62, beispielsweise eine Tastatur, einen Touchscreen, eine App auf einem Smartphone oder Tablet o.Ä. kann seitens des Bedieners die entsprechende Eingabe der Einstellung und/oder Veränderung getätigt werden, beispielsweise über ein Auswahlmenü auf einem Bildschirm.
  • In den 2 und 3 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Antriebseinheit 20 mit einem separaten Antrieb 22 für eine Streichwalze 9 dargestellt, mit dem das erfindungsgemäße, oben beschriebene Verfahren umgesetzt werden kann. Die Antriebseinheit 20 ist prinzipiell als Kurbelgetriebe und noch genauer als Kurbelschwinge ausgebildet. Sie umfasst einen in einem feststehenden Lagerbock 40 gelagerten Antrieb 22 (nur in der 3 dargestellt), der insbesondere als Servomotor ausgebildet sein kann. Der Lagerbock 40 ist auf einem Träger 42 befestigt, der höhenverstellbar an einer senkrechten Führung 44 gelagert ist. Der Antrieb 22 wird durch die Steuereinheit 14 angesteuert und ist unabhängig von den Antrieben 12, 13.
  • Der Antrieb 22 (nur in der 3 eingezeichnet) weist eine Antriebswelle 24 auf, die mit einer zylindrischen Exzenterbuchse 26 verklemmt ist, beispielsweise über einen nicht näher dargestellten Klemmring. Die Exzenterbuchse 26 ist hierbei exzentrisch zur Drehachse des Antriebs 22 auf der Antriebswelle 24 gelagert, wobei der Abstand von Motorachse und Achse der Exzenterbuchse 26 die Kurbellänge darstellt. Auf der Exzenterbuchse 26 ist ein Hebel gelagert, die sogenannte Koppel 28, die sich aufgrund der Lagerung der Exzenterbuchse 26 auf einer Bahnkurve bewegt. Die Koppel 28 ist über ein Gelenk 30 mit einem weiteren Hebel verbunden, der sogenannten Schwinge 32, die an ihrem anderen, freien Ende in einer festen Lagerstelle 46 am Träger 42 gelagert ist. Weiterhin ist die Schwinge 32 exzentrisch auf der Streichwalze 9 montiert. Wenn die Exzenterbuchse 26 aufgrund des stets in einer Richtung umlaufenden Antriebs 22 umläuft, wird die Schwinge 32 über die Koppel 28 in eine Schwing- bzw. Wippbewegung um deren Lagerstelle 46 in und gegen die Warenabzugsrichtung WR versetzt und damit auch die Streichwalze 9, s. Doppelpfeil f1.
  • Die Koppel 28 und die Schwinge 32 sind relativ zueinander mittels einer Schraube 31 einstellbar, die in einem Langloch 34 in der Schwinge 32 variabel fixierbar ist. Hierdurch lässt sich die Amplitude der Schwingbewegung der Streichwalze 9 regulieren.
  • Durch die Ansteuerung des Motors 22 auf Grundlage der von der Steuereinheit verarbeiteten Bewegungsprofile wird der Zeitpunkt der Bewegung und die Geschwindigkeit des Motors 22 variiert.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Webmaschine
    1a
    Maschinengestell
    2
    Fachbildemittel
    3
    Kettfäden
    4
    Webfach
    7
    Webblatt
    8
    Kettbaum
    9
    Streichwalze
    10
    Abzugswalze
    11
    Warenbaum
    12
    erster Antrieb
    13
    zweiter Antrieb
    14
    Steuereinheit
    15
    Speichereinheit
    16
    Blattwellensensor
    17
    Gewebe
    18
    Webschäfte
    19
    Hauptwelle
    20
    Antriebseinrichtung
    22
    Antrieb
    24
    Motorwelle
    26
    Exzenterbuchse
    28
    Koppel
    30
    Gelenk
    31
    Schraube
    32
    Schwinge
    34
    Langloch
    40
    Lagerbock
    42
    Träger
    44
    Führung
    46
    Lagerstelle
    50
    Umlenkwalze
    60
    Anzeigemittel
    62
    Eingabemittel
    WR
    Warenabzugsrichtung
    f1
    Schwenkbewegung der Streichwalze
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • EP 0350447 B1 [0003, 0010, 0081]
    • DE 10053079 C1 [0038]
    • DE 102005046271 B4 [0039]
    • DE 10154941 C2 [0045]

Claims (32)

  1. Verfahren zum Steuern der Kettfadenspannung bei einer Webmaschine (1) mit Hilfe mindestens eines separaten Antriebs (22), der auf eine Streichwalze (9) einwirkt, so dass diese eine Bewegung in und gegen die Warenabzugsrichtung (WR) ausführt, wobei der mindestens eine separate Antrieb (22) durch eine Steuereinheit (14) auf Grundlage von Bewegungsprofilen angesteuert wird, die in einer Speichereinheit (15) abgespeichert sind und von der Steuereinheit (14) abgerufen werden, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Ansteuerung des mindestens einen separaten Antriebs (22) auf Grundlage der Bewegungsprofile Effekte in das Gewebe (7) eingebracht werden und/oder eine Optimierung des Maschinenbetriebs, zusätzlich zu einer oder ohne eine auf einen Ausgleich von Unterschieden in der Kettfadenspannung abzielende Optimierung im kontinuierlichen Webbetrieb, umgesetzt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) ein vorbestimmtes Gewebebild oder einen Einarbeitungseffekt umsetzt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) im Gewebe (7) einen Schattierungseffekt erzeugt oder einen Moiré-Effekt zielgerichtet beeinflusst.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) einen Schattierungseffekt im Gewebe (7) verhindert.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine Bewegung der Streichwalze (9) mit einem Vielfachen oder einem Bruchteil der Webmaschinengeschwindigkeit umsetzt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine Nachführung der Streichwalzenbewegung in Bezug auf einen sich im Lauf des Webbetriebs verändernden Fachschlusswinkel umsetzt, so dass die Streichwalze (9) in gleichbleibender Zuordnung zur Fachbewegung bleibt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine Neuanpassung der Streichwalzenbewegung in Bezug auf einen sich im Lauf des Webbetriebs verändernden oder durch Bedienereingriff gezielt veränderten Fachschlusswinkel umsetzt, so dass insbesondere das Gewebebild, die Gewebedicke oder das Gewebebild und die Gewebedicke konstant bleiben.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine temporäre Erhöhung der Kettfadenspannung oder eine temporäre Verringerung der Kettfadenspannung im Falle eines Maschinenstillstandes umsetzt.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Beheben eines Schussbruchs und/oder im Falle eines Maschinenstillstandes keine Bindepunktkorrektur durch Verfahren des Gewebes (7) vorgenommen wird.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine Regulierung der Kettfadenspannung bei der Start- und/oder Stoppphase zur Vermeidung von Anlauf- bzw. Ansatzstellen der Webmaschine (1) umsetzt.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer gegenüber anderen Webmaschinenkomponenten vorab startenden Jacquard-Einrichtung, die hierbei mindestens einmal den Fachwechselbereich ohne Vollzug eines Fachwechsels durchläuft, der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine temporäre Verringerung der Kettfadenspannung beim Anlaufen der Jacquard-Einrichtung zumindest im vorgenannten Fachwechselbereich umsetzt.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine temporäre Verringerung der Kettfadenspannung bei sensorisch ermittelter möglicher Maschinenüberlastung umsetzt.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine temporäre Verringerung der Kettfadenspannung umsetzt, wenn sich das Webblatt (7) dem Anschlagpunkt nähert.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine temporäre Verringerung der Kettfadenspannung im Falle eines Schussbruchs umsetzt, so dass mit dem Webblatt (7) der Anschlagpunkt überfahren werden kann.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der auf Grundlage von mindestens einem abgespeicherten Bewegungsprofil angesteuerte mindestens eine Antrieb (22) eine Gegenbewegung der Streichwalze (9) zum Ermöglichen eines größeren Schafthubs ohne Überlastung der maschinenbaulichen Komponenten umsetzt.
  16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einem Bediener über Anzeigemittel (60) Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze (9) für die Einarbeitung der besagen Effekte und die besagte Optimierung des Maschinenbetriebs mit Hilfe der Bewegungsprofile ausgegeben werden, und dass Eingabemittel (62) für die entsprechenden Eingaben seitens des Bedieners zur Verfügung gestellt werden.
  17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der nachfolgenden Daten in die Bewegungsprofile einfließen oder zusammen mit den Bewegungsprofilen von der Steuereinheit (14) zur Ansteuerung des mindestens einen separaten Antriebs (22) verarbeitet werden: - Artikeldaten, die vorzugsweise in der besagten oder einer anderen Speichereinheit (15) abgespeichert werden oder abgespeichert sind; - Motor- und/oder Maschinendaten, die vorzugsweise in der besagten oder einer anderen Speichereinheit (15) abgespeichert werden oder abgespeichert sind; - Messwerte, die im Webbetrieb durch einen oder mehrere Sensoren ermittelt werden.
  18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer computerprogrammbasierten Künstlichen Intelligenz (KI) Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze (9) für die Einarbeitung der besagen Effekte und die besagte Optimierung des Maschinenbetriebs mit Hilfe der Bewegungsprofile zur Verfügung gestellt werden.
  19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem jeweiligen Effekt oder der jeweiligen Optimierung des Maschinenbetriebs nach einem der vorhergehenden Ansprüche, einschließlich derer jeweiligen quantitativen Ausprägung, mindestens ein entsprechend parametriertes Bewegungsprofil zugeordnet wird, das in der Speichereinheit (15) abgespeichert ist.
  20. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Parametrierung durch einen Bediener und/oder eine selbstoptimierende computerprogrammbasierte Künstliche Intelligenz (KI) vorgenommen wird.
  21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Parametrierung der Bewegungsprofile automatisch durch Übernahme bereits abgespeicherter Informationen, beispielsweise innerhalb der Artikeldaten, vorgenommen wird.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Parametrierung, ausgehend von Anfangswerten, durch einen selbstoptimierenden Lernprozess vorgenommen wird.
  23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu den abgespeicherten Bewegungsprofilen der separate Antrieb (22) der Streichwalze (9) gesteuert werden kann, insbesondere durch Eingriff seitens eines Bedieners.
  24. Webmaschine (1) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Webmaschine (1) eine Antriebseinheit (20) mit mindestens einem separaten Antrieb (22) für eine Streichwalze (9), eine Steuereinheit (14) sowie eine Speichereinheit (15) umfasst, wobei die Steuereinheit (14) ausgebildet und eingerichtet ist, in der Speichereinheit (15) abgespeicherte Bewegungsprofile abzurufen und den mindestens einen separaten Antrieb (22) auf Grundlage der Bewegungsprofile anzusteuern, so dass die Streichwalze (9) eine Bewegung in und gegen die Warenabzugsrichtung (WR) ausführt und hierdurch Effekte in das Gewebe (7) eingebracht werden und/oder eine Optimierung des Maschinenbetriebs, zusätzlich zu einer oder ohne eine auf einen Ausgleich von Unterschieden in der Kettfadenspannung abzielende Optimierung im kontinuierlichen Webbetrieb, umgesetzt wird.
  25. Webmaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Anzeigemittel (60) vorgesehen sind, die Informationen sowie Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten zur Verwendung der Streichwalze (9) für die Einarbeitung der besagen Effekte und die besagte Optimierung des Maschinenbetriebs mit Hilfe der Bewegungsprofile ausgeben, und dass Eingabemittel (62) für die entsprechenden Eingaben seitens des Bedieners vorgesehen sind.
  26. Webmaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigemittel (60) ein Auswahlmenü mit besagten Einstell- und/oder Veränderungsmöglichkeiten für einen Bediener und die Eingabemittel (62) eine Möglichkeit zur Auswahl aus diesem Auswahlmenü seitens des Bedieners bereitstellen.
  27. Webmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (14) derart ausgebildet ist, dass sie den mindestens einen Antrieb (22) auf eine festgelegte mechanische Bezugsposition der Streichwalze (9) zu referenzieren vermag, wobei diese Referenzierung automatisch vorgenommen wird, und wobei die besagte Bezugsposition der Streichwalze (9) vorzugsweise mit einem Sensor identifiziert wird.
  28. Webmaschine (1) nach dem vorhergehenden Vorrichtungsanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (14) derart ausgebildet ist, dass sie die Referenzierung wiederholt oder einmalig vornimmt.
  29. Webmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (14) ein selbsttätiges Lernen und/oder Optimieren der Bewegungsprofile ermöglicht.
  30. Webmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinheit (20) vorgesehen ist, die mindestens einen separaten, eine Antriebswelle (24) aufweisenden Antrieb (22) für die Streichwalze (9) aufweist, wobei die Antriebseinheit (20) weiterhin eine exzentrisch mit der Antriebswelle (24) verbundene Koppel (28) und eine mit der Koppel (28) verbundene Schwinge (32) umfasst, wobei die Schwinge (32) an ihrem der Koppel (28) abgewandten Ende in einer Lagestelle (46) stationär gelagert ist und mit der exzentrisch gelagerten Streichwalze (9) verbunden ist, so dass die Schwinge (32) und damit die Streichwalze (9) beim Drehen der Antriebswelle (24) durch Vermittlung der Koppel (28) eine Hin- und Her-Bewegung um die Lagerstelle (46) ausführt.
  31. Antriebseinheit (20) für eine Streichwalze (9) zum Einsatz in einer Webmaschine nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, wobei ein Antrieb (22) der Antriebseinheit (20) ausgebildet ist, Steuersignale zu empfangen, die der Antrieb (22) über seine Antriebswelle (24) in Schwenkbewegungen der Streichwalze (9) umzusetzen vermag, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (20) eine exzentrisch mit der Antriebswelle (24) verbundene Koppel (28) und eine mit der Koppel (28) verbundene Schwinge (32) umfasst, wobei die Schwinge (32) an ihrem der Koppel (28) abgewandten Ende in einer Lagerstelle (46) stationär gelagert ist und mit der exzentrisch gelagerten Streichwalze (9) verbindbar oder verbunden ist, so dass die Schwinge (32) und damit die Streichwalze (9) beim Drehen der Antriebswelle (24) durch Vermittlung der Koppel (28) eine Hin- und Her-Bewegung um die Lagerstelle (46) ausführt.
  32. Antriebseinheit (20) nach dem vorhergehenden Anspruch, weiterhin die Streichwalze (9) umfassend.
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