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DE102023136811A1 - Schutzvorrichtung für ein Ablaufgully und Vorrichtung zum Betreiben derselben - Google Patents

Schutzvorrichtung für ein Ablaufgully und Vorrichtung zum Betreiben derselben Download PDF

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DE102023136811A1
DE102023136811A1 DE102023136811.7A DE102023136811A DE102023136811A1 DE 102023136811 A1 DE102023136811 A1 DE 102023136811A1 DE 102023136811 A DE102023136811 A DE 102023136811A DE 102023136811 A1 DE102023136811 A1 DE 102023136811A1
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DE
Germany
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basket
data processing
drive device
shaped element
processing device
Prior art date
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Application number
DE102023136811.7A
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English (en)
Inventor
Dirk Hütwohl
Tobias Becker
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Original Assignee
Individual
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung (1) für ein Ablaufgully (70), das beispielsweise auf einem Flachdach angeordnet ist, welche den Wartungsaufwand gegenüber herkömmlichen Laubkörben verringert. Die Schutzvorrichtung beinhaltet:
• ein korbförmiges Element (10, 110), das drehbar auf einer kragenförmigen Oberseite des Ablaufgullys anordnenbar ist,
• eine Antriebseinrichtung (20), welche mit dem korbförmigen Element verbunden ist und derart eingerichtet ist, dass sie die Drehung des korbförmigen Elements um eine vorgegebene Achse bewirkt, die quer zur Oberseite des Ablaufgullys verläuft, und
• eine Datenverarbeitungseinrichtung (40), welche drahtgebunden elektrisch und/oder drahtlos über eine Kommunikationsverbindung mit der Antriebseinrichtung verbunden ist, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass diese beim Erkennen eines ersten vorgegebenen Ereignisses automatisch ein Aktivierungssignal an die Antriebseinrichtung übermittelt, wobei beim Empfangen des Aktivierungssignals durch die Antriebseinrichtung eine Aktivierung der Drehung des korbförmigen Elements derart erfolgt, dass die Antriebseinrichtung das korbförmige Element um die vorgegebene Achse dreht. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Schutzvorrichtung.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für ein Ablaufgully, das beispielsweise auf einem Flachdach angeordnet ist, sowie ein Verfahren zum Betreiben derselben.
  • Zum Schutz von Ablaufgullys auf Flachdächern wird häufig auf einem Gully ein Laubkorb befestigt. Dieser sollen verhindern, dass Fremdkörper in den Gully oder das darunterliegende Ablaufrohr gelangen. Dies könnte zum Überlaufen des Daches oder, bei statischer Überlastung, zum Einbrechen des Daches führen. Ein solcher Laubkorb setzt sich im Gebrauch schnell durch Blätter, Zweige, Sand, Staub, sonstige Abfälle zu und muss daher häufig inspiziert und gereinigt werden. Dies ist aufwändig und mit einem Arbeitsrisiko verbunden, da zum Reinigen und Inspizieren die jeweilige Dachfläche betreten werden muss. Auch das Entfernen der Verschmutzungen des Laubkorbs ist aufwändig und auf der Dachfläche nicht ungefährlich. Auch wenn die Wartung häufig durchgeführt wird, kann es, beispielsweise bei extremen Wetterereignissen, dennoch zum Zusetzen des Laubkorbs kommen.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine verbesserte Schutzvorrichtung zu schaffen, welche den Wartungsaufwand verringert bzw. die oben angegebenen Risiken und Schäden weitgehend vermeidet.
  • Die obige Aufgabe wird gelöst durch eine Schutzvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein Schutzvorrichtungs-System mit den Merkmalen des Anspruchs 11 sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Schutzvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12.
  • Insbesondere wird die obige Aufgabe gelöst durch eine Schutzvorrichtung für ein Ablaufgully, das beispielsweise auf einem Flachdach angeordnet ist, wobei die Schutzvorrichtung aufweist:
    • • ein korbförmiges Element, das drehbar auf einer kragenförmigen Oberseite des Ablaufgullys anordnenbar ist,
    • • eine Antriebseinrichtung, welche mit dem korbförmigen Element verbunden ist und derart eingerichtet ist, dass sie die Drehung des korbförmigen Elements um eine vorgegebene Achse bewirkt, die quer zur Oberseite des Ablaufgullys verläuft, und
    • • eine Datenverarbeitungseinrichtung (Steuereinrichtung), welche drahtgebunden elektrisch und/oder drahtlos über eine Kommunikationsverbindung mit der Antriebseinrichtung verbunden ist,
    wobei die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass diese beim Erkennen eines ersten vorgegebenen Ereignisses automatisch ein Aktivierungssignal an die Antriebseinrichtung übermittelt, wobei beim Empfangen des Aktivierungssignals durch die Antriebseinrichtung eine Aktivierung der Drehung des korbförmigen Elements derart erfolgt, dass die Antriebseinrichtung das korbförmige Element um die vorgegebene Achse dreht.
  • Die obige Schutzvorrichtung weist ein korbförmiges Element auf, das auf einer kragenförmigen Oberseite des Ablaufgullys so angeordnet ist, dass es drehbar ist. Das korbförmige Element kann beispielsweise eine durchbrochen Becherform, einer durchbrochen Hohlkegelform oder eine durchbrochen Kugelschalenabschnittsform aufweisen, wobei in der Verwendung die Elemente mit dieser Form so gedreht werden, dass die Oberseite des Ablaufgullys durch das jeweilige korbförmige Element abgedeckt wird. Dies bedeutet, dass die Becherform, die Hohlkegelform oder die Kugelschalenabschnittsform in umgedrehter Konfiguration für eine derartige Schutzvorrichtung verwendet werden, sodass die jeweilige Öffnung des „Bechers“, des „Hohlkegels“ oder des „Kugelschalenabschnitts“ nach unten in Richtung des Ablaufgullys zeigt. Das korbförmige Element kann auch eine andere Form besitzen, beispielsweise kann das korbförmige Element eine beliebige, durchbrochene, rotationssymmetrische Form aufweisen, welche eine einfache Drehbarkeit bewirkt. Das korbförmige Element besitzt eine Vielzahl von Durchbrechungen, durch die Wasser in Richtung des Ablaufgullys durch das korbförmige Element hindurchfließen kann. Für eine gute Drehbarkeit des korbförmigen Elements an der Oberseite des Ablaufgullys kann diese beispielsweise eine entsprechende z.B. kreisförmige Kerbe aufweisen, in der das korbförmige Element wie auf einer Schiene gedreht werden kann. Entsprechend kann das korbförmige Element an der unteren Kante einen entsprechenden Vorsprung aufweisen, welcher in der Kerbe aufgenommen wird. In einem Ausführungsbeispiel kann das korbförmige Element an der unteren Kante mehrere, über den Umfang verteilte Rollen besitzen, die das Drehen in der Kerbe erleichtern.
  • Die Durchbrechungen (durchgehende Öffnungen) des korbförmigen Elements können über das gesamte Element verteilt angeordnet sein. Bei der Becherform können Durchbrechungen beispielsweise in der Oberseite des umgedrehten Bechers und in dem Mantel des umgedrehten Bechers angeordnet sein. Zusätzlich können Durchbrechungen im Bereich des Übergangs zwischen der Oberseite und dem Mantel vorgesehen sein. Die in dem Mantel des umgedrehten Bechers angeordneten Durchbrechungen können beispielsweise einen 3-eckigen Querschnitt aufweisen, wenn ein Schnitt entlang des abgerollten Mantels betrachtet wird. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein spitzwinkeliges Dreieck handeln, dessen Ecke mit dem kleinsten Winkel in Drehrichtung zeigt. Alternativ können die in dem Mantel des umgedrehten Bechers angeordneten Durchbrechungen einen rhomboedrischen (rautenförmigen) Querschnitt aufweisen, wenn Einschnitt entlang des abgerollten Mantels betrachtet wird. Hierbei ist die Form des Querschnitts der Durchbrechung derart vorgesehen, dass eine Ecke mit einem spitzen Winkel des Rhombus in Drehrichtung des korbförmigen Elements und eine gegenüber liegende Ecke in die der Drehrichtung entgegengesetzte Richtung zeigt. Weitere Varianten von Durchbrechungen können beispielsweise, wenn ein Schnitt entlang des abgerollten Mantels betrachtet wird, einen 4-eckigen, 5-eckigen oder 6-eckigen Querschnitt aufweisen. In einem Ausführungsbeispiel können die Durchbrechungen in der Mantelfläche eines korbförmigen Elements in Becherform derart gestaltet sein, dass ihr Querschnitt, wenn ein Schnitt entlang des abgerollten Mantels betrachtet wird, in Drehrichtung vorn eine geringe Breite und hinten eine größere Breite aufweist. Die Schutzvorrichtung kann außerdem zusammen mit einer Vielzahl von verschiedenen korbförmigen Elementen angeboten werden, wovon jede jeweils lösbar an der Antriebseinrichtung, beispielsweise über eine Antriebswelle, befestigbar ist. Die vielen verschiedenen korbförmigen Elemente, z.B. mit unterschiedlich geformten Durchbrechungen und/oder unterschiedlichen Durchmessern, können einen großen Einsatzbereich für die Schutzvorrichtung realisieren, da die Designs der korbförmigen Elemente an die Umwelteinflüsse der jeweiligen Region des Einsatzes, den Ort des Flachdaches und/oder den zu schützenden Ablaufgully angepasst werden können.
  • Das korbförmige Element ist beispielsweise aus einem wetterbeständigen Kunststoff (z.B. Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) oder einem Fluorpolymer, z.B. Polytetrafluorethen (PTFE)) oder Nylon gefertigt. Es kann beispielsweise mittels Spritzgießen oder 3D-Druck hergestellt werden. Die Abmessung des korbförmigen Elements ist so gestaltet, dass der Innendurchmesser der Öffnung, die direkt auf dem Ablaufgully angeordnet ist, größer oder gleich dem Innendurchmesser der Öffnung des Ablaufgullys ist. Hierdurch wird eine gute Abdeckung und somit ein gutes Abfangen von Verschmutzungen durch das korbförmige Element erreicht.
  • Die Schutzvorrichtung weist außerdem eine Antriebseinrichtung auf, welche mit dem korbförmigen Element verbunden ist und derart eingerichtet ist, dass sie die Drehung des korbförmigen Elements um eine vorgegebene Achse bewirkt. Dieser Achse verläuft quer zur Oberseite des Ablaufgullys, beispielsweise in etwa senkrecht zur Oberseite des Ablaufgullys. Die Antriebseinrichtung kann beispielsweise einen Elektromotor aufweisen, der ein Untersetzungsgetriebe antreibt. Das Untersetzungsgetriebe ist beispielsweise über eine Antriebswelle mit dem oberen Abschnitt des korbförmigen Elements verbunden, sodass eine Drehung der Antriebswelle auch eine gleichartige Drehung des korbförmigen Elements bewirkt. Dies bedeutet, dass die Antriebswelle oder ein anderes Verbindungselement zu dem Untersetzungsgetriebe drehfest mit dem korbförmigen Element verbunden ist. In einem Ausführungsbeispiel kann die Antriebswelle oder ein anderes Verbindungselement zu der Antriebseinrichtung so mit dem korbförmigen Element verbunden sein, dass dieses über einen kleinen Winkel zur Oberseite des Ablaufgullys schwenkbar ist, um Unebenheiten (beispielsweise durch Blätter oder anderer Ablagerungen verursacht) auf der Oberseite des Ablaufgullys auszugleichen.
  • Die Antriebseinrichtung bewirkt eine Drehung des korbförmigen Elements zur Oberseite des Ablaufgullys entlang der vorgegebenen Achse. Durch die Bewegung des korbförmigen Elements wird das Ansetzen und beim späteren Abtrocknen das Ankleben von Blättern und anderen Verschmutzungen (z.B. Staub oder kleine Äste) an der Oberseite des Ablaufgullys verhindert. Die durch die Drehung des korbförmigen Elements bewirkte Zentrifugalkraft schleudert die Verschmutzungen von dem Ablaufgully weg nach außen, sodass das Zusetzen des Ablaufgullys mit Zweigen, Sand, Blättern, Staub und sonstigen Abfällen verhindert wird. Hierdurch ist eine Wartung nur noch in viel größeren Zeitabständen als bei der herkömmlichen, oben erläuterten Lösung erforderlich. Folglich wird der Aufwand für derartige Ablaufgullys verringert und ein Arbeitsrisiko weitestgehend vermieden. Zudem wird ein Überlaufen des Daches oder ein Einbrechen des Daches verhindert.
  • Die Datenverarbeitungseinrichtung, die auch als Steuerung, Steuereinrichtung oder Steuereinheit bezeichnet wird, bewirkt eine bedarfsgerechte Steuerung der Schutzvorrichtung, insbesondere der Antriebseinrichtung. Die Antriebseinrichtung und die Datenverarbeitungseinrichtung können als kombiniertes Modul oder als separate Einheiten vorgesehen sein. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann drahtgebunden elektrisch und/oder drahtlos über eine Kommunikationsverbindung mit der Antriebseinrichtung verbunden sein. Im Fall einer drahtlosen Verbindung mit der Antriebseinrichtung weist die Datenverarbeitungseinrichtung und die Antriebseinrichtung jeweils einen Transceiver auf, sodass über eine Kommunikationsverbindung Daten zwischen der Antriebseinrichtung und der Datenverarbeitungseinrichtung ausgetauscht werden können. Hierfür können Bekannte Protokolle für die Kommunikation verwendet werden, beispielsweise das Bluetooth Protokoll. In dem zuletzt genannten Fall ist die Datenverarbeitungseinrichtung remote zu der Antriebseinrichtung angeordnet, was beispielsweise die Steuerung der Schutzvorrichtung von der Wohnung des Hausbewohners erlaubt. Die remote Verwendung der Datenverarbeitungseinrichtung erlaubt zudem, mehrere Schutzvorrichtungen miteinander zu koppeln, die mit einer gemeinsamen Datenverarbeitungseinrichtung gesteuert werden. Alternativ ist die Datenverarbeitungseinrichtung direkt an der Schutzvorrichtung bzw. an deren Halterung angeordnet. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann eine Verarbeitungseinheit und einen Speicher (auch als Speichereinheit bezeichnet) enthalten, in dem computerausführbare Befehle zur Durchführung der hier beschriebenen Verfahren gespeichert sind. Die Verarbeitungseinheit oder andere beschriebene Einheiten können alle geeigneten Vorrichtungen umfassen, die so konfiguriert sind, dass sie die Durchführung einer Reihe von Schritten veranlassen, um das Verfahren so zu implementieren, dass Anweisungen, wenn sie von der Rechenvorrichtung oder einem anderen programmierbaren Gerät ausgeführt werden, die Ausführung der in den hier beschriebenen Verfahren angegebenen Funktionen/Aktionen/Schritte veranlassen können. Die Verarbeitungseinheit oder andere Einheiten können beispielsweise jede Art von Allzweck-Mikroprozessor oder Mikrocontroller, einen digitalen Signalverarbeitungsprozessor (DSP), eine Zentraleinheit (CPU), eine integrierte Schaltung, ein Field Programmable Gate Array (FPGA), einen rekonfigurierbaren Prozessor, andere geeignet programmierte oder programmierbare Logikschaltungen oder eine beliebige Kombination davon umfassen. Bei dem Speicher kann es sich um jedes geeignete bekannte oder andere maschinenlesbare Speichermedium handeln. Bei dem Speicher (Datenträger) kann es sich um ein nicht flüchtiges, computerlesbares Speichermedium handeln, wie z. B. ein elektronisches, magnetisches, optisches, elektromagnetisches, Infrarot- oder Halbleitersystem, oder eine geeignete Kombination der vorgenannten. Der Speicher kann eine geeignete Kombination aller Arten von Computerspeichern umfassen, die sich entweder innerhalb oder außerhalb der Vorrichtung oder Recheneinheit befinden, wie z. B. Direktzugriffsspeicher (RAM), Festwertspeicher (ROM), Compact-Disc-Festwertspeicher (CDROM), elektrooptischer Speicher, magneto-optischer Speicher, löschbarer programmierbarer Festwertspeicher (EPROM) und elektrisch löschbarer programmierbarer Festwertspeicher (EEPROM), ferroelektrischer RAM (FRAM) oder ähnliches. Der Speicher kann jedes Speichermittel (z. B. Geräte) umfassen, das für die abrufbare Speicherung des von der Verarbeitungseinheit ausführbaren Computerprogramms geeignet ist. Die hier beschriebenen Verfahren können in einer prozeduralen oder objektorientierten Hochsprache oder einer Skriptsprache oder einer Kombination davon implementiert werden, um mit dem Steuergerät oder der Rechnereinheit zu kommunizieren oder deren Betrieb zu unterstützen. Alternativ können die hier beschriebenen Verfahren auch in Assembler oder Maschinensprache implementiert werden. Bei der Sprache kann es sich um eine kompilierte oder interpretierte Sprache handeln. Der Programmcode zum Implementieren der hier beschriebenen Verfahren kann auf dem Speichermedium oder in der Vorrichtung gespeichert werden, beispielsweise auf einem ROM, einer Magnetplatte, einer optischen Platte, einem Flash-Laufwerk oder einem anderen geeigneten Speichermedium. Der Programmcode kann von einer allgemeinen oder speziellen programmierbaren Recheneinheit gelesen werden, um den Computer zu konfigurieren und zu betreiben, wenn das Speichermedium oder die Vorrichtung von dem Computer gelesen wird, um die hier beschriebenen Verfahren durchzuführen. Computerausführbare Anweisungen (Computerprogramm) können in vielen Formen vorliegen, einschließlich Programmmodulen, die von einem oder mehreren Computern oder anderen Geräten ausgeführt werden. Zu den Programmmodulen gehören im Allgemeinen Routinen, Programme, Objekte, Komponenten, Datenstrukturen usw., die bestimmte Aufgaben ausführen oder bestimmte abstrakte Datentypen implementieren. Typischerweise kann die Funktionalität der Programmmodule in verschiedenen Ausführungsformen beliebig kombiniert oder verteilt werden.
  • Erfindungsgemäß ist die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet, dass sie beim Erkennen eines ersten vorgegebenen Ereignisses automatisch ein Aktivierungssignal erzeugt und dieses an die Antriebseinrichtung übermittelt. Beispiele für erste vorgegebene Ereignisse werden unten näher erläutert. Die Antriebseinrichtung empfängt das von der Datenverarbeitungseinrichtung übermittelte Aktivierungssignal und treibt das korbförmige Element über das Untersetzungsgetriebe so an, dass dieses sich zur Oberseite des Ablaufgullys um die vorgegebene Achse dreht.
  • In einem Ausführungsbeispiel ist die Datenverarbeitungseinrichtung mit einem Regensensor verbunden, dessen Messsignale an die Datenverarbeitungseinrichtung übermittelt und durch diese ausgewertet werden, wobei die Auswertung die Erkennung des ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen Feuchtigkeits-Schwellwerts anzeigt. Wenn die Datenverarbeitungseinrichtung bei der Auswertung der von dem Regensensor übermittelten Daten feststellt, dass ein vorgegebener Feuchtigkeits-Schwellwert erreicht oder überschritten ist, so erzeugt die Datenverarbeitungseinrichtung ein Aktivierungssignal und übermittelt dieses an die Antriebseinrichtung. Entsprechend des übermittelten Aktivierungssignals bewirkt dieses einer Bewegung (Drehung) des korbförmigen Elements durch die Antriebseinrichtung. Die Verwendung eines Regensensors zur Steuerung der Drehung des korbförmigen Elements der Schutzvorrichtung bewirkt, dass die Schutzvorrichtung genau dann arbeitet, wenn durch das Regenwasser viele Blätter, Zweige oder sonstige Verschmutzungen das Ablaufgully erreichen. Die Verwendung eines Regensensor bewirkt somit einen bedarfsgerechten Einsatz der Schutzvorrichtung, die zugleich energiesparend arbeitet.
  • In einem Ausführungsbeispiel ist die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet, dass diese beim Erkennen eines zweiten vorgegebenen Ereignisses ein Deaktivierungssignal an die Antriebseinrichtung übermittelt, wobei beim Empfangen des Deaktivierungssignals durch die Antriebseinrichtung automatisch eine Deaktivierung der Drehung des korbförmigen Elements derart erfolgt, dass eine Drehung des korbförmigen Elements gestoppt wird. Hierdurch kann eine gute Energieeffizienz erreicht werden, da auch das Abschalten der Drehung des korbförmigen Elements der Schutzvorrichtung bedarfsgerecht gesteuert wird.
  • In einem Ausführungsbeispiel wird das Abschalten der Drehung des korbförmigen Elements über die Zeit gesteuert und somit eine Nachlaufautomatik realisiert. Beispielsweise kann die Datenverarbeitungseinrichtung eine Uhr aufweisen, deren Signale durch die Datenverarbeitungseinrichtung ausgewertet werden, wobei die Auswertung die Erkennung des zweiten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Überschreiten einer vorgegebenen Uhrzeit oder den Ablauf einer Zeitdauer seit der letzten Erkennung eines ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet. Bei diesem Ausführungsbeispiel erfolgt die Zeitsteuerung mittels der Datenverarbeitungseinrichtung. Dieser erkennt entweder eine absolute Uhrzeit (die auch den jeweiligen Tag berücksichtigt) oder den Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer, d. h. ein Zeitintervall. In einem weiteren Ausführungsbeispiel erfolgt die Zeitsteuerung mittels einer in der Antriebseinrichtung vorgesehenen Uhr, wobei die Antriebseinrichtung eine automatische Deaktivierung bewirkt, so dass die Drehung des korbförmigen Elements gestoppt wird, wenn eine vorgegebene Zeitdauer seit der letzten Aktivierung vergangen ist.
  • In einem Ausführungsbeispiel ist die Datenverarbeitungseinrichtung mit einem Pegelstandssensor verbunden, dessen Messsignale an die Datenverarbeitungseinrichtung übermittelt und durch diese ausgewertet werden, wobei die Auswertung die Erkennung des ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen ersten Pegelstands-Schwellwerts anzeigt, und/oder die Auswertung die Erkennung des zweiten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Unterschreiten eines zweiten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts anzeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Drehung des korbförmigen Elements alternativ oder zusätzlich zu der Steuerung über den Regensensor mittels eines Pegelstandssensors gesteuert. Der Pegelstandssensor kann beispielsweise an einem Bein einer unten detaillierter beschriebenen tischförmigen Halterung für die Antriebseinrichtung angeordnet sein und die Höhe des Wasserstands messen. Hierfür kann beispielsweise ein optischer Sensor oder ein Feuchtigkeitssensor eingesetzt werden, der eine Änderung der elektrischen Leitfähigkeit oder des spezifischen elektrischen Widerstands erfasst. Entsprechend wird über die Datenverarbeitungseinrichtung die Bewegung des korbförmigen Elements derart gesteuert, dass eine Aktivierung beim Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen ersten Pegelstands-Schwellwerts erfolgt. Alternativ oder zusätzlich wird beim Erreichen oder Unterschreiten eines zweiten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts die Bewegung des korbförmigen Elements über die Datenverarbeitungseinrichtung gestoppt. Beispielsweise liegt der zweite vorgegebene Pegelstands-Schwellwert mit einem vorgegebenen Abstand unterhalb des ersten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts, um undefinierte Schaltzustände zu vermeiden. In einem weiteren Ausführungsbeispiel können, z.B. über eine Internet-Verbindung der Datenverarbeitungseinrichtung, Wetterdaten zur Steuerung des Antriebs der Schutzvorrichtung und somit der Drehung des korbförmigen Elements genutzt werden. Die genannten Steuerungsvarianten der Schutzvorrichtung haben den Vorteil, dass sie durch die bedarfsgerechte Steuerung den Dauerlauf des Motors verhindert und somit die Standzeit der Schutzvorrichtung verlängert. Wie bereits oben erwähnt führt diese Steuerung auch zur Energieeinsparung.
  • In einem Ausführungsbeispiel ist die Antriebseinrichtung und/oder die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet, dass die jeweilige Einrichtung die Drehung des korbförmigen Elements um die vorgegebene Achse mit mindestens zwei unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten oder mindestens einem vorgegebenen Drehgeschwindigkeits-Profil bewirkt. Dies bedeutet, dass das Getriebe die Antriebseinrichtung derart gestaltet ist, dass verschiedene Drehgeschwindigkeiten eingestellt werden können. Durch ein spezielles Drehgeschwindigkeits-Profil kann, beispielsweise durch phasenweise Erhöhung und Reduzierung der Drehgeschwindigkeit, eine größere Wirkung im Hinblick auf das Wegschleudern oder Lösen von Verschmutzungen erzielt werden. Beispielsweise können durch eine starke Drehgeschwindigkeits-Änderung insbesondere anhaftende Fremdkörper gelockert und anschließend durch die Fliehkraft von dem Ablaufgully nach außen wegtransportiert werden.
  • In einem Ausführungsbeispiel ist die Antriebseinrichtung an einer tischförmigen Halterung befestigt und über eine Antriebswelle mit dem korbförmigen Element verbunden ist, wobei die tischförmige Halterung mindestens drei Beine besitzt, die auf einer Fläche neben dem Ablaufgully anordnenbar sind. Die tischförmige Halterung besitzt beispielsweise ein Plattenelement und mindestens 3 Beine, die an dem Plattenelement befestigt sind. In weiteren Ausführungsbeispielen kann die tischförmige Halterung auch 4 oder mehr Beine besitzen. Mittels der tischförmigen Halterung kann die Schutzvorrichtung auf einem Flachdach oder einer anderen Ebenen Umgebung sicher befestigt werden. Jedes Bein kann in einem Ausführungsbeispiel einen höhenverstellbaren Fuß aufweisen, mit dem die Schutzvorrichtung auch auf Ebenen Untergründen sicher angebracht und korrekt ausgerichtet werden kann. Das Plattenelement erlaubt zudem eine sichere Positionierung der Vorrichtung in Bezug auf das Ablaufgully, das geschützt werden soll. Hierbei muss die Schutzvorrichtung nicht auf dem Untergrund (Flachdach) befestigt werden, was eine kostengünstige Installation der Schutzvorrichtung bedingt. Zudem kann die Antriebseinrichtung unterhalb des Plattenelements, das im Wesentlichen parallel zum Untergrund verläuft, befestigt werden und wird hierdurch vor Umwelteinflüssen geschützt. Wenn es vorgesehen ist, dass die Datenverarbeitungseinrichtung direkt an der Schutzvorrichtung angebracht ist, so kann diese ebenfalls in geschützter Position unterhalb des Plattenelements der tischförmigen Halterung befestigt sein.
  • In einem Ausführungsbeispiel weist die Schutzvorrichtung ein Fotovoltaik-Element auf, das mit einem Akkumulator zur Speicherung der von dem Fotovoltaik-Element erzeugten elektrischen Energie verbunden ist, wobei der Akkumulator zur Energieversorgung mit der Antriebseinrichtung und/oder der Datenverarbeitungseinrichtung verbunden ist. Der Akkumulator speichert die von dem Fotovoltaik-Element erzeugten elektrischen Energie. Durch die Energieversorgung der Antriebseinrichtung und/oder der Datenverarbeitungseinrichtung mittels Fotovoltaik-Element und Akkumulator ist diese unabhängig von einer Verbindung mit dem Stromnetz, was die Installation deutlich vereinfacht. Diese Installation vermeidet somit auch, dass Blitzschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, was kostengünstig ist. In einem Ausführungsbeispiel kann das Fotovoltaik-Element auf einem Plattenelement einer tischförmigen Halterung der Schutzvorrichtung angeordnet werden. Um den Wirkungsgrad des Fotovoltaik-Elements zu erhöhen, kann das Fotovoltaik-Element so auf dem Plattenelement der tischförmigen Halterung montiert werden, dass dieses zu dem Plattenelement geneigt angeordnet ist. Hierfür kann die tischförmige Halterung beispielsweise eine Schrägfläche aufweisen. Durch die tischförmige Halterung kann die Schutzvorrichtung und mit ihr das an dieser befestigte Fotovoltaik-Element in eine bestimmte Richtung ausgerichtet werden, die für einen hohen Wirkungsgrad des Fotovoltaik-Element besonders geeignet ist. In einem Ausführungsbeispiel kann das Fotovoltaik-Element auf einer kastenförmigen Halterung montiert sein, welche eine Schrägfläche für die gewünschte Neigung des Fotovoltaik-Elements aufweist. Die kastenförmige Halterung kann auf der tischförmigen Halterung angeordnet sein. Die kastenförmige Halterung kann die elektronischen Komponenten des Fotovoltaik-Elements und gegebenenfalls auch der Datenverarbeitungseinrichtung aufnehmen, um diese vor Umwelteinflüssen zu schützen. Die kastenförmige Halterung kann aus einem wetterbeständigen Kunststoff oder aus einem verzinkten Stahlblech gefertigt sein.
  • In einem Ausführungsbeispiel weist die Antriebseinrichtung eine Messeinrichtung zur Bestimmung eines der Drehung des korbförmigen Elements entgegen wirkenden Drehmoments auf, wobei die Antriebseinrichtung die von der Messeinrichtung bestimmten Drehmoment-Messwerte an die Datenverarbeitungseinrichtung übermittelt, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, die empfangenen Drehmoment-Messwerte auszuwerten und zur Steuerung der Antriebseinrichtung heranzuziehen. Dieses Ausführungsbeispiel wird mittels Leistungselektronik in der Antriebseinrichtung realisiert, welche einen Rückschluss auf das der Drehung des korbförmigen Elements entgegenwirkende Drehmoment (d. h. den Widerstand gegen die Drehbewegung des korbförmigen Elements) erlaubt. Aus diesen Daten, die der Datenverarbeitungseinrichtung übermittelt werden, kann die Datenverarbeitungseinrichtung beispielsweise schließen, ob am korbförmigen Element Verschmutzungs-Material anhaftet oder ob sich das korbförmige Element im aufgestauten Wasser dreht. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann dann die Bewegung des korbförmigen Elements mittels der Antriebseinrichtung entsprechend steuern, beispielsweise indem diese ein vorgegebenes Drehgeschwindigkeits-Profil durchfährt. Dies bewirkt eine noch bessere und effektivere Entfernung von Verschmutzungen von dem korbförmigen Element.
  • Die obige Aufgabe wird ferner beispielsweise durch ein Schutzvorrichtung-System mit einer Vielzahl von oben beschriebenen Schutzvorrichtungen gelöst, wobei diese eine gemeinsame Datenverarbeitungseinrichtung aufweisen. Ein derartiges Schutzvorrichtungs-System hat den Vorteil, dass Ablaufgullys von größeren Flachdächern gemeinsam gesteuert werden können, was zu einem Kostenvorteil führt.
  • Die obige Aufgabe wird außerdem insbesondere durch ein Verfahren zum Betreiben einer Schutzvorrichtung für ein Ablaufgully, das beispielsweise auf einem Flachdach angeordnet ist und wie oben dargestellt ausgebildet ist, gelöst. Das Verfahren hat insbesondere die folgenden Schritte:
    • • Erkennung eines ersten vorgegebenen Ereignisses oder eines zweiten vorgegebenen Ereignisses durch die Datenverarbeitungseinrichtung,
    • • Generierung und Übermittlung eines Aktivierungssignals, wenn ein erstes vorgegebenes Ereignis erkannt wurde, an die Antriebseinrichtung oder Generierung und Übermittlung eines Deaktivierungssignals, wenn ein zweites vorgegebenes Ereignis erkannt wurde, an die Antriebseinrichtung und
    • • automatische Aktivierung der Antriebseinrichtung, so dass eine Drehung des korbförmigen Elements um die vorgegebene Achse bewirkt wird, wenn die Antriebseinrichtung ein Aktivierungssignal empfangen hat, und automatische Deaktivierung der Antriebseinrichtung, so dass eine Drehung des korbförmigen Elements gestoppt wird, wenn die Antriebseinrichtung ein Deaktivierungssignal empfangen hat.
  • Das obige Verfahren besitzt die im Zusammenhang mit der Schutzvorrichtung oben bereits erläuterten Vorteile. Es wird deshalb hierauf verwiesen. Auch alle oben im Hinblick auf Ausführungsbeispiele der Schutzvorrichtung beschriebenen Verfahrensschritte sind in Bezug auf das Verfahren mittels der Schutzvorrichtung durchführbar. Auf die obige Beschreibung weiterer Verfahrensschritte wird ebenfalls verwiesen, um Doppelungen zu vermeiden.
  • Insbesondere wurde oben bereits beschrieben, dass in einem Ausführungsbeispiel das erste vorgegebene Ereignis ein Ereignis der folgenden Ereignisse beinhaltet:
    • • das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen Feuchtigkeits-Schwellwerts,
    • • das Erreichen oder Überschreiten eines ersten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts.
  • Weiter wurde oben bereits beschrieben, dass in einem Ausführungsbeispiel das zweite vorgegebene Ereignis mindestens ein Ereignis der folgenden Ereignisse beinhaltet:
    • • das Erreichen oder Überschreiten einer vorgegebenen Uhrzeit,
    • • den Ablauf einer Zeitdauer seit der letzten Erkennung eines ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet,
    • • das Erreichen oder Unterschreiten eines zweiten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts.
  • Das obige Verfahren zum Betreiben einer Schutzvorrichtung kann zumindest teilweise als ein computerimplementiertes Verfahren, d.h. als ein mit einer Datenverarbeitungseinrichtung (Computer) durchgeführtes Verfahren, realisiert werden. Dies betrifft insbesondere die in der Datenverarbeitungseinrichtung durchgeführten Verfahrensschritte.
  • Nachfolgend werden weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und den Figuren beschrieben. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen und deren Rückbezügen.
  • Es zeigen schematisch:
    • 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht von der Seite,
    • 2 das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einer Ansicht von der Seite,
    • 3 das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einer Explosionsdarstellung von vorn,
    • 4 das Ausführungsbeispiel gemäß 1 in einer Ansicht von vorn,
    • 5 den Ausschnitt A der 4 in einer perspektivischen Ansicht von unten,
    • 6 eine zur Anordnung auf der tischförmigen Halterung angeordnetes kastenförmige Halterung für das Fotovoltaik-Element in einer perspektivischen Ansicht von der Seite,
    • 7 die kastenförmige Halterung gemäß 6 in einer Ansicht von vorn,
    • 8 ein erstes Ausführungsbeispiel eines korbförmigen Elements für das Ausführungsbeispiel einer Schutzvorrichtung gemäß 1 in einer perspektivischen Ansicht von der Seite,
    • 8a ein Ablaufgully in einer perspektivischen Ansicht von der Seite,
    • 9 das korbförmige Element gemäß 8 in einer Ansicht von der Seite,
    • 10 das korbförmige Element gemäß 8 in einer Ansicht von oben,
    • 11 das korbförmige Elements gemäß 8 in einer perspektivischen, transparenten Ansicht von der Seite,
    • 12 bis 14 verschiedene Querschnittsform von Durchbrechungen des korbförmigen Elements gemäß 8 in einer Ansicht von oben und
    • 15 ein zweites Ausführungsbeispiel eines korbförmigen Elements für das Ausführungsbeispiel einer Schutzvorrichtung gemäß 1 in einer Ansicht von der Seite.
  • Das in den 1 bis 11 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Schutzvorrichtung 1 für ein Ablaufgully weist ein korbförmiges Element 10 in Becherform auf, welches auf der Oberseite eines Ablaufgullys 70 (siehe 8a) angeordnet werden kann. Das korbförmige Element 10 ist derart eingerichtet und hinsichtlich seiner Abmessungen derart dimensioniert, dass es eine Öffnung 71 des Ablaufgullys 70 vollständig abdeckt. Die Öffnung des korbförmigen Elements 10 zeigt in Richtung des Ablaufgullys 70 (Anordnung wie in 2 gezeigt) und liegt auf einem die Oberseite des Ablaufgullys 70 ausbildenden Flansch 72 auf. Das korbförmige Element 10 kann beispielsweise in einer Kerbe (Vertiefung) 73 des Flansches 72 drehbar über dem Ablaufgully 70 angeordnet werden. Die mit einer strichpunktierten Linie 61 in 8 eingezeichnete Drehachse verläuft beispielsweise parallel oder entspricht der Mittelachse 74 eines Ablaufrohrs 75 des Ablaufgullys 70. Das korbförmige Element 10 ist über eine Antriebswelle 21 mit der Antriebseinrichtung 20 verbunden, die an einer tischförmigen Halterung 30 befestigt ist. Die Schutzvorrichtung 1 weist ferner eine Datenverarbeitungseinrichtung 40 mit einem Regensensor 41 auf, welche über ein erstes Verbindungskabel 43 mit einem Akkumulator 45 (siehe 2) verbunden ist. Die Datenverarbeitungseinrichtung 40 ist außerdem elektrisch über das erste Verbindungskabel 43 und ein zweites Verbindungskabel 47 mit der Antriebseinrichtung 20 verbunden. Weiter weist die Schutzvorrichtung 1 ein Fotovoltaik-Element 50 auf, welches elektrisch mit dem Akkumulator 45 verbunden ist. Verschiedene Ausführungsformen der Datenverarbeitungseinrichtung 40 wurden oben erläutert. Hierauf wird Bezug genommen.
  • Das Fotovoltaik-Element ist auf einer Schrägfläche 37 einer kastenförmigen Halterung 35 angeordnet, die auf einem Plattenelement 31 der tischförmigen Halterung 30 befestigt ist. Die kastenförmige Halterung 35 weist neben der Schrägfläche 37 Seitenwände 38, 39 auf, die einander gegenüber liegen und den Innenraum in der kastenförmigen Halterung 35 verschließen und dadurch schützen. Nach unten ist die kastenförmige Halterung 35 durch das Plattenelement 31 verschlossen. Insbesondere wird der in dem Innenraum der kastenförmigen Halterung 35 angeordnete Akkumulator 45 geschützt und vor Umwelteinflüssen (starke Sonne, Regen und Sturm) abgeschirmt.
  • Die tischförmige Halterung 30 besitzt neben dem Plattenelement 31 vier Beine 33, die dazu dienen, die Schutzvorrichtung zu tragen und das korbförmige Element 10 positionsgenau über dem Ablaufgully 70 anzuordnen. Zudem hat die tischförmige Halterung 30 die Aufgabe, das korbförmige Element 10 drehbar zu halten. An dem unteren Ende jedes Beins 33 ist ein Stellfuß 34 angeordnet, mit dem die tischförmige Halterung 30 sicher auf dem Untergrund aufgestellt werden kann. Jeder Stellfuß 34 ist über einen Gewindestopfen 34A mit dem jeweiligen Bein 33 verbunden. Die Stellfüße 34 dienen zum Ausgleich von Unebenheiten des Untergrunds und dazu, das Plattenelement 31 waagerecht auszurichten. Das Plattenelement 31 besteht aus einer Grundplatte 31A und aus einer auf der Grundplatte 31A angeordneten Waschbetonplatte 31B. Die Grundplatte 31A ist beispielsweise aus Alu-Blech gefertigt. Die Waschbetonplatte 31B wird durch an den Ecken der Grundplatte 31A befestigten Winkelelementen 31C und die darunter angeordnete Grundplatte 31A gehalten.
  • Die kastenförmige Halterung 35, welche beispielsweise aus einem wetterbeständigen Kunststoff (z.B. ABS) oder verzinktem Stahlblech gefertigt ist, wird anhand der 6 und 7 genauer dargestellt. Sie besitzt neben der Schrägfläche 37 und den Seitenwänden 38, 39 an der Seitenkante der Schrägfläche 37 jeweils ein L-Profil 37A, unter dem das Fotovoltaik-Element 50 platziert ist. Ebenfalls auf der Schrägfläche 37 ist unterhalb des Fotovoltaik-Elements 50 die Datenverarbeitungseinrichtung 40 mit dem Regensensor 41 vorgesehen.
  • Die unterhalb der Grundplatte 31A des Plattenelements 31 befestigte Antriebseinrichtung 20 weist einen Elektromotor und ein Untersetzungsgetriebe auf, wobei der Elektromotor das Getriebe antreibt und über die drahtgebundene Verbindung (erstes Verbindungskabel 43, zweites Verbindungskabel 47) von der Datenverarbeitungseinrichtung 40 gesteuert wird. Die Energieversorgung erfolgt durch den Akkumulator 45, der ebenfalls elektrisch mit der Antriebseinrichtung 20 verbunden ist. Die Befestigung der Antriebseinrichtung 20 erfolgt mittels einer Adapterplatte 23, die direkt an der Grundplatte 31A montiert ist. Die Antriebswelle 21, die zur Übertragung der Drehung der Abtriebswelle 25 (siehe 3) des Getriebes der Antriebseinrichtung 20 auf das korbförmige Element 10 dient, ist mittels einer starren Kupplung 26 mit der Abtriebswelle 25 verbunden. Die Verbindung zum korbförmigen Element erfolgt über zwei gekonterte Sechskantmuttern 27.
  • Das in den 8 bis 11 detaillierter dargestellte korbförmige Element 10 ist beispielsweise aus ABS (z.B. mittels Spritzgießen) gefertigt und weist eine Oberseite 11 und einen Mantel 12 auf, welche zusammen eine durch gebrochene Becherform ausbilden. Wie oben bereits erläutert wurde, wird das korbförmige Element 10 mit der Öffnung nach unten auf der Oberseite des Ablaufgullys 70 so platziert, dass sich das korbförmige Element 10 angetrieben durch die Antriebseinrichtung 20 über dem Ablaufgully 70 drehen lässt. Die Durchbrechungen des korbförmigen Elements 10 werden durch zahlreiche durchgehende Öffnungen gebildet, welche in der Oberseite 11, in der Kante 13 zwischen der Oberseite 11 und dem Mantel 12 sowie in dem Mantel 13 ausgebildet sind. An der Oberseite sind eine Vielzahl von ersten Durchbrechungen 15 vorgesehen, welche bei einem Schnitt in der Ebene der Oberseite eine Dreiecksform aufweisen. Eine Mittellinie der Dreiecke der ersten Durchbrechungen 15 verläuft jeweils in etwa in radialer Richtung in Bezug auf die Drehachse des korbförmigen Elements 10, welche in 8 mittels der strichpunktierten Linie 61 veranschaulicht ist. 8 zeigt auch die Drehrichtung bei der Drehung des korbförmigen Elements 10 durch die Antriebseinrichtung 20 mittels des Pfeils 63. In der Kante 13 zwischen der Oberseite 11 und dem Mantel 12 sind ebenfalls eine Vielzahl von zweiten Durchbrechungen 16 vorgesehen, die bei einem Schnitt entlang der Oberseite 11 des korbförmigen Elements 10 eine Dreiecksform und bei einem Schnitt entlang des Mantels 12 eine rechteckige Form aufweisen. In dem Mantel 12 sind ferner eine Vielzahl von dritten Durchbrechungen 18 vorgesehen, die nebeneinander und paarweise übereinander angeordnet sind. Jede dritte Durchbrechung 18 weist bei einem Schnitt entlang des Mantels 12 eine Dreiecksform auf, wobei eine spitzwinklige Ecke der dritten Durchbrechung 18 in Drehrichtung zeigt. Die Formen der Durchbrechungen 15, 16 und 18 sind so gestaltet, dass Blätter, Zweige, Staub und andere Verschmutzungen durch Zentrifugalkräfte, die aufgrund der Drehung des korbförmigen Elements 10 entstehen, besonders leicht von dem korbförmigen Element 10 weggeschleudert werden können, sodass diese nicht an dem korbförmigen Element 10 anhaften.
  • Die in dem Mantel 12 des korbförmigen Elements 10 angeordneten dritten Durchbrechungen 18 können, wie den 13 bis 15 dargestellt, verschiedene Formen aufweisen, wenn diese bei einem Schnitt entlang des Mantels 12 betrachtet werden. 12 zeigt die dritten Durchbrechungen 18, des korbförmigen Elements 10, das in den 8 bis 11 dargestellt ist. Die Durchbrechungen sind in 12 zum besseren Vergleich mit den anderen Formen mit 18A bezeichnet. Die Durchbrechung 18 weist eine in Drehrichtung zeigende spitzwinklige Ecke 18A1 und eine dieser Ecke gegenüber liegende Basisseite 18A2 auf. Bei der Durchbrechung 18B, die in 13 dargestellt ist, ist die in Drehrichtung (veranschaulicht durch Pfeil 65) zeigende Spitze 18B1 nicht zentral über der Basisseite 18A2 angeordnet, sondern liegt der unteren Ecke der Basisseite 18A2 gegenüber. Bei den Durchbrechungen 18A und 18B verläuft die jeweilige Basisseite 18A2 und 18B2 senkrecht zur Drehrichtung (siehe Pfeil 65). Demgegenüber verläuft bei der in 14 dargestellten Variante 18C einer Durchbrechung 18 die Basisseite 18C2 nicht senkrecht zur Drehrichtung (siehe Pfeil 65), sondern unter einem kleinen Winkel zur senkrechten.
  • In einem weiteren Ausführungsbeispiel eines korbförmigen Elements 110 in Becherform mit einer Oberseite, einer Kante 113 und einem Mantel 112 sowie zweiten Durchbrechungen 116 im Bereich der Kante 113 und dritten Durchbrechungen 118 im Mantel 112 weisen die dritten Durchbrechungen 118, wie in 15 dargestellt, bei einem Schnitt entlang des Mantels 112 die Form eines Rhombus (Raute) auf. Zwei gegenüber liegende spitzwinklige Ecken der Rhombus-Form zeigen in Richtung der Drehrichtung bzw. in eine Richtung entgegen der Drehrichtung des korbförmigen Elements 110. Das korbförmige Element dieses Ausführungsbeispiels ist besonders gut geeignet für eine Verwendung der Schutzvorrichtung, bei der das korbförmige Element in die in 8 gezeigte Drehrichtung und in eine entgegengesetzte Richtung gedreht werden kann.
  • Im Folgenden wird auf das Verfahren eingegangen, mit dem die in den Fig. dargestellte Schutzvorrichtung 1 betrieben werden kann.
  • Bei schönem Wetter, wenn es nicht regnet, befindet sich die Schutzvorrichtung 1 üblicherweise im Ruhezustand. Dies bedeutet, dass sich das korbförmige Element 10 nicht dreht. Im Ruhezustand überwacht jedoch der Regensensor 41 den Feuchtigkeitszustand der Umgebung, misst die Feuchtigkeit in vorgegebenen Zeitabständen und gibt die entsprechenden Messwerte an die Datenverarbeitungseinrichtung 40 weiter. Die Datenverarbeitungseinrichtung 40 wertet die empfangenen Signale des Regensensors 41 aus. Bei aufkommendem Regen ändern sich die von dem Regensensor gemessenen Feuchtigkeits-Messwerte entsprechend und die Datenverarbeitungseinrichtung generiert ein Aktivierungssignal, wenn ein vorgegebener Feuchtigkeits-Schwellwert erreicht oder überschritten wird. Das Aktivierungssignal wird durch die Datenverarbeitungseinrichtung 40 über die Verbindungskabel 45, 47 an die Antriebseinrichtung 20 übermittelt. Wenn die Antriebseinrichtung 20 ein Aktivierungssignal empfängt, beginnt diese, das korbförmige Element 10 in einer vorgegebenen Weise zu drehen. Hierbei kann das Aktivierungssignal Informationen über die Art und Weise der Drehung (z.B. Drehzahl oder Drehgeschwindigkeit, Drehgeschwindigkeitsprofil und/oder die Dauer der Drehung) enthalten, die hierdurch von der Datenverarbeitungseinrichtung 40 an die Antriebseinrichtung 20 übermittelt werden. Die Drehung wird durch den in der Antriebseinrichtung 20 vorgesehenen Elektromotor erzeugt und mittels eines Untersetzungsgetriebes der Antriebseinrichtung 20 über die Antriebsstange 21 an das korbförmige Element 10 übertragen, so dass sich dieses relativ zum ruhenden Ablaufgully 70 dreht. Die Drehung kann nun beispielsweise über einen vorgegebenen Zeitraum erfolgen, beispielsweise eine Stunde oder mehrere Stunden. Hierfür besitzt die Datenverarbeitungseinrichtung 40 eine Uhr, die bei Ablauf des vorgegebenen Zeitraums seit Aktivierung der Antriebseinrichtung 20 ein Deaktivierungssignal erzeugt und an die Antriebseinrichtung 20 zum Stoppen der Bewegung des korbförmigen Elements 10 überträgt. Alternativ können, wie oben dargestellt wurde, mittels des Regensensors 41 oder mittels eines nicht dargestellten Pegelstandssensors die Wetterverhältnisse überwacht werden. Das Stoppen der Drehung des korbförmigen Elements 10 erfolgt dann mittels der Datenverarbeitungseinrichtung 40, zu der die Messwerte des Pegelstandssensors bzw. des Regensensors 41 übermittelt werden, anhand der entsprechenden Messwerte. Alternativ kann die Datenverarbeitungseinrichtung 40 derart gestaltet sein, dass sie über das Internet Wetterdaten erhält, welche ebenfalls zur Steuerung der Antriebseinrichtung 20 herangezogen werden können.
  • Wie oben bereits erläutert wurde, kann die Datenverbindung zwischen Regensensor 41, Datenverarbeitungseinrichtung 40 und Antriebseinrichtung 20 auch drahtlos, d.h. über eine Funkverbindung (z.B. Bluetooth oder ein anderer Standard) eingerichtet sein. Die Verbindung kann unidirektional (Regensensor zur Datenverarbeitungseinrichtung und Datenverarbeitungseinrichtung zur Antriebseinrichtung) oder bidirektional erfolgen.
  • Die Schutzvorrichtung kann auch, wie oben bereits erläutert wurde, für größere Dachflächen als System aus mehreren Schutzvorrichtungen mit einer gemeinsamen Datenverarbeitungseinrichtung (mit Regensensor) gestaltet sein.
  • Insgesamt kann durch die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung ein bedarfsgerecht rotierendes korbförmiges Element realisiert werden, welches das Ansetzen oder Ankleben von Blättern und anderen Verschmutzungen durch die bei der Bewegung erzeugte Zentrifugalkraft verhindert und die Verschmutzungen wegschleudert. Die Schutzvorrichtung ist zudem autark gestaltet, sodass keine Verbindung mit dem Stromnetz erforderlich ist, was die Installation deutlich vereinfacht und vermeidet, dass Blitzschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Zudem verhindert die Bedarfssteuerung den Dauerlauf des Motors und verlängert somit die Standzeit der Vorrichtung bei geringem Energieverbrauch. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung besteht außerdem darin, dass der Wartungsaufwand von Ablaufgullys verringert werden kann und somit insgesamt kostengünstiger ist. Zudem wird ein Arbeitsrisiko von Personen, die derartige Wartungen auf dem Dach eines Hauses durchführen müssen, reduziert.

Claims (14)

  1. Schutzvorrichtung (1) für ein Ablaufgully (70), das beispielsweise auf einem Flachdach angeordnet ist, wobei die Schutzvorrichtung aufweist: • ein korbförmiges Element (10, 110), das drehbar auf einer kragenförmigen Oberseite des Ablaufgullys anordnenbar ist, • eine Antriebseinrichtung (20), welche mit dem korbförmigen Element verbunden ist und derart eingerichtet ist, dass sie die Drehung des korbförmigen Elements um eine vorgegebene Achse bewirkt, die quer zur Oberseite des Ablaufgullys verläuft, und • eine Datenverarbeitungseinrichtung (40), welche drahtgebunden elektrisch und/oder drahtlos über eine Kommunikationsverbindung mit der Antriebseinrichtung verbunden ist, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass diese beim Erkennen eines ersten vorgegebenen Ereignisses automatisch ein Aktivierungssignal an die Antriebseinrichtung übermittelt, wobei beim Empfangen des Aktivierungssignals durch die Antriebseinrichtung eine Aktivierung der Drehung des korbförmigen Elements derart erfolgt, dass die Antriebseinrichtung das korbförmige Element um die vorgegebene Achse dreht.
  2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungseinrichtung mit einem Regensensor (41) verbunden ist, dessen Messsignale an die Datenverarbeitungseinrichtung (40) übermittelt und durch diese ausgewertet werden, wobei die Auswertung die Erkennung des ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen Feuchtigkeits-Schwellwerts anzeigt.
  3. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungseinrichtung (40) derart eingerichtet ist, dass diese beim Erkennen eines zweiten vorgegebenen Ereignisses ein Deaktivierungssignal an die Antriebseinrichtung übermittelt, wobei beim Empfangen des Deaktivierungssignals durch die Antriebseinrichtung automatisch eine Deaktivierung der Drehung des korbförmigen Elements derart erfolgt, dass eine Drehung des korbförmigen Elements gestoppt wird.
  4. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungseinrichtung (40) eine Uhr aufweist, deren Signale durch die Datenverarbeitungseinrichtung ausgewertet werden, wobei die Auswertung die Erkennung des zweiten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Überschreiten einer vorgegebenen Uhrzeit oder den Ablauf einer Zeitdauer seit der letzten Erkennung eines ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet oder dass die Antriebseinrichtung eine Uhr aufweist, wobei die Antriebseinrichtung eine automatische Deaktivierung, so dass die Drehung des korbförmigen Elements gestoppt wird, bewirkt, wenn eine vorgegebene Zeitdauer seit der letzten Aktivierung vergangen ist.
  5. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungseinrichtung (40) direkt an der Schutzvorrichtung oder remote angeordnet ist.
  6. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung und/oder die Datenverarbeitungseinrichtung derart eingerichtet ist, dass die jeweilige Einrichtung die Drehung des korbförmigen Elements um die vorgegebene Achse mit mindestens zwei unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten oder mindestens einem vorgegebenen Drehgeschwindigkeits-Profil bewirkt.
  7. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung an einer tischförmigen Halterung (30) befestigt und über eine Antriebswelle (21) mit dem korbförmigen Element (10) verbunden ist, wobei die tischförmige Halterung mindestens drei Beine (33) besitzt, die auf einer Fläche neben dem Ablaufgully anordnenbar sind.
  8. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese ein Fotovoltaik-Element (50) aufweist, das mit einem Akkumulator (45) zur Speicherung der von dem Fotovoltaik-Element erzeugten elektrischen Energie verbunden ist, wobei der Akkumulator zur Energieversorgung mit der Antriebseinrichtung und/oder der Datenverarbeitungseinrichtung verbunden ist.
  9. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverarbeitungseinrichtung mit einem Pegelstandssensor verbunden ist, dessen Messsignale an die Datenverarbeitungseinrichtung übermittelt und durch diese ausgewertet werden, wobei die Auswertung die Erkennung des ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen ersten Pegelstands-Schwellwerts anzeigt, und/oder die Auswertung die Erkennung des zweiten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, welches das Erreichen oder Unterschreiten eines zweiten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts anzeigt.
  10. Schutzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung eine Messeinrichtung zur Bestimmung eines der Drehung des korbförmigen Elements entgegen wirkenden Drehmoments aufweist, wobei die Antriebseinrichtung die von der Messeinrichtung bestimmten Drehmoment-Messwerte an die Datenverarbeitungseinrichtung übermittelt, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet ist, die empfangenen Drehmoment-Messwerte auszuwerten und zur Steuerung der Antriebseinrichtung heranzuziehen.
  11. Schutzvorrichtungs-System mit einer Vielzahl von Schutzvorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine gemeinsame Datenverarbeitungseinrichtung aufweisen.
  12. Verfahren zum Betreiben einer Schutzvorrichtung für ein Ablaufgully (70), das beispielsweise auf einem Flachdach angeordnet ist, nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit den folgenden Schritten: • Erkennung eines ersten vorgegebenen Ereignisses oder eines zweiten vorgegebenen Ereignisses durch die Datenverarbeitungseinrichtung (40), • Generierung und Übermittlung eines Aktivierungssignals, wenn ein erstes vorgegebenes Ereignis erkannt wurde, an die Antriebseinrichtung (20) oder Generierung und Übermittlung eines Deaktivierungssignals, wenn ein zweites vorgegebenes Ereignis erkannt wurde, an die Antriebseinrichtung (20) und • automatische Aktivierung der Antriebseinrichtung (20), so dass eine Drehung des korbförmigen Elements (10) um die vorgegebene Achse bewirkt wird, wenn die Antriebseinrichtung ein Aktivierungssignal empfangen hat, und automatische Deaktivierung der Antriebseinrichtung, so dass eine Drehung des korbförmigen Elements (10) gestoppt wird, wenn die Antriebseinrichtung ein Deaktivierungssignal empfangen hat.
  13. Verfahren zum Betreiben der Schutzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das erste vorgegebene Ereignis ein Ereignis der folgenden Ereignisse beinhaltet: • das Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen Feuchtigkeits-Schwellwerts, • das Erreichen oder Überschreiten eines ersten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts.
  14. Verfahren zum Betreiben der Schutzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite vorgegebene Ereignis mindestens ein Ereignis der folgenden Ereignisse beinhaltet: • das Erreichen oder Überschreiten einer vorgegebenen Uhrzeit, • den Ablauf einer Zeitdauer seit der letzten Erkennung eines ersten vorgegebenen Ereignisses beinhaltet, • das Erreichen oder Unterschreiten eines zweiten vorgegebenen Pegelstands-Schwellwerts.
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JPH10317609A (ja) * 1997-05-19 1998-12-02 Sekisui Chem Co Ltd 雨樋装置
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WO2022098994A1 (en) * 2020-11-06 2022-05-12 Watts Regulator Co. Intelligent roof drain systems and methods

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