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Die Erfindung betrifft ein Vibronik-Modul eines modularen Messsystems, insbesondere eines modularen Coriolis-Massestrom-Messgeräts, zum Messen einer Messgröße eines fluiden Messstoffes und ein Modulares Messsystem, insbesondere Coriolis-Massestrom-Messgerät, zum Messen einer Messgröße eines fluiden Messstoffes.
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Aus der
WO 2019/017891 A1 oder der
WO 2021/121867 A2 wie auch den deutschen Patentanmeldungen
DE 102021105397 ,
DE 102020133614 ,
DE 102020132685 ,
DE 102020133851 ,
DE 102020133566 ,
DE 102020132986 ,
DE 102020132686 ,
DE 102020132685 ,
DE 102020131452 ,
DE 102020132223 ,
DE 102020127356 ,
DE 102020114519 bzw.
DE 102020112154 sind jeweils modulare, nämlich mittels eines Basis-Modul, eines mechanisch mit dem Basis-Modul verbundenen Vibronik-Moduls sowie einer an das Basis-Modul elektrisch angeschlossenen Messsystem-Elektronik gebildete und dem Erfassen wenigstens einer Messgröße eines in einer (Messstoff-) Leitung strömenden fluiden Messstoffs, nämlich dem Ermitteln von Messwerte für eine oder mehrere Messgrößen, beispielsweise einen Massestrom, einen Volumenstrom, eine Dichte und/oder eine Viskosität, des Messstoffs dienliche (modulare) vibronische Messsysteme bekannt.
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Das Basis-Modul eines solchen (modularen) vibronischen Messsystems weist ein Gehäuse mit wenigstens einer von einer Gehäusewand zumindest teilweise umhüllten Kammer sowie eine oder mehrere, beispielsweise zylindrische und/oder als Luftspule ausgebildete, elektrische Spulen, die (voneinander beabstandet) innerhalb der Kammer des Gehäuses platziert und mit der Gehäusewand zumindest mittelbar mechanisch verbunden sind, auf. Jede der Spulen ist zudem elektrisch an die Messsystem Elektronik angeschlossen. Die Messsystem-Elektronik kann zumindest teilweise innerhalb des Gehäuses und/oder zumindest teilweise außerhalb des Gehäuses, beispielsweise nämlich in einem separaten Elektronik-Gehäuse untergebracht sein. Das Basis-Modul ist im Besonderen auch dafür eingerichtet, das Vibronik-Modul des Messsystems aufzunehmen und damit (unter Bildung eines Messwandlers vom Vibrationstyp) mechanisch fest, gleichwohl wieder lösbar verbunden zu werden, insbesondere nämlich unter Bildung des vibronischen Messsystems selbst; dies insbesondere auch in der Weise, dass das Vibronik-Modul im des Basis-Moduls arretiert ist bzw. nicht beweglich ist.
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Das Vibronik-Modul des jeweiligen Messsystems wiederum ist zudem austauschbar ausgebildet, derart, dass es, insbesondere auch vor Ort, von außerhalb des Gehäuses des Basis-Moduls bzw. durch eine in dessen Gehäusewand vorgesehene (Einschub-)Öffnung des Gehäuses in die Kammer eingebracht werden kann und dass es zerstörungsfrei, ggf. auch werkzeuglos aus dem Basis-Modul wieder ausgebaut werden kann, insbesondere nämlich von außerhalb des Gehäuses und/oder durch die (Einschub-)Öffnung des Gehäuses herausnehmbar ist bzw. ohne dass dafür das Basis-Modul selbst hantiert bzw. aus der (Prozess-)Anlage ausgebaut werden müsste. Dadurch wird es u.a. auch ermöglicht, ein Vibronik-Modul nachträglich vor Ort, nämlich in ein bereits installiertes Basis-Modul einzusetzen bzw. ein defektes oder verschlissenes Vibronik-Modul vor Ort gegen ein intaktes neues, ggf. auch nur einmalig bzw. nur für einen vorgegebenen Zeitraum zu gebrauchendes („disposable“), Vibronik-Modul vor Ort auszutauschen. Das Vibronik-Modul weist des Weiteren jeweils einen oder mehrere, beispielsweise zylindrischen, Permanentmagneten auf und ist zudem dafür eingerichtet, so in das Basis-Modul eingebaut zu werden, dass jeder der Permanentmagnete innerhalb der vorbezeichneten Kammer platziert, gleichwohl jeweils von der Gehäusewand beabstandet ist, dies im Besonderen in der Weise, dass jeder der Permanentmagnete in einer bezüglich einer Ausrichtung und/oder eines kleinsten Abstandes zu einer der elektrischen Spulen des Basis-Moduls jeweils vorgegebenen statischen Einbauposition gehalten ist und dass eine jeweilige gedachte Längsachse jedes der Permanentmagnete und eine gedachte Längsachse zumindest einer der elektrischen Spulen miteinander fluchten bzw. in Verlängerung zueinander parallel verlaufen.
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Bei den in Rede stehenden Messsystemen weist jedes Vibronik-Modul ferner wenigstens ein, beispielsweise zumindest abschnittsweise gerades und/oder zumindest abschnittsweise gebogenes, (Mess-)Rohr mit einer eine äußere Mantelfläche des Rohrs bildenden Rohrwandung, insbesondere aus einem Metall oder einem Kunststoff, und mit einem von nämlicher Rohrwandung umhüllten Lumen, insbesondere nämlich zwei im Wesentlichen baugleiche parallele (Mess-)Rohre, auf und ist jeder der vorbezeichneten Permanentmagnete außen an der Rohrwandung, insbesondere nämlich an einem sich zwischen einem ersten Segment Ende und einem davon entfernten zweiten Segment Ende erstreckenden Mittel Segment der Rohrwandung, fixiert, insbesondere nämlich stoffschlüssig mit der Rohrwandung verbunden. Zudem ist das Vibronik-Modul bzw. dessen wenigstens eines (Mess-)Rohr so ausgestaltet, ggf. auch werkzeuglos so in das Gehäuse eingebaut zu werden, dass das Rohr zumindest teilweise, insbesondere vollständig, innerhalb der Kammer platziert, gleichwohl von der Gehäusewand beabstandet ist und dass jeder der Permanentmagnete in der jeweiligen Einbauposition zusammen mit der jeweiligen elektrischen Spule eine, insbesondere als elektrodynamischer Schwingungserreger dienliche, Schwingspule und/oder eine, insbesondere als elektrodynamischer Schwingungssensor dienliche, Tauchspule bilden. Im Falle eines zumindest abschnittsweise gebogenen (Mess-)Rohrs kann das vorbezeichnete Mittel Segment beispielsweise im wesentlichen U förmig oder V förmig ausgebildet sein. In einem solchen vibronischen Messsystem ist jedes der vorbezeichneten (Mess-)Rohre zudem jeweils eingerichtet, im Betrieb innerhalb des Lumens einen, insbesondere mit einer vorgebbaren und/oder vom ersten Segment Ende zum zweiten Segment Ende weisenden Strömungsrichtung, strömenden fluiden Messstoff zu führen und währenddessen vibrieren gelassen zu werden, um mit einer oder mehreren Messgrößen des Messstoffs korrelierte Messeffekte zu generieren, insbesondere derart, dass das Mittel Segment Schwingungsbewegungen um eine statische Ruhelage ausführt und/oder dass das (Mess-)Rohr mittels wenigstens einer der vorbezeichneten, (bestromten) Schwingspulen angetrieben wird und/oder dass mittels der vorbezeichneten Tauchspulen jeweils eine Schwingungsbewegungen des wenigstens einen Rohrs repräsentierende, mithin als Schwingungssignal dienliche (Mess-)Spannung generiert wird. Die Messsystem Elektronik eines solchen Messsystems wiederum ist dementsprechend dafür eingerichtet, mittels eines elektrischen Treibersignals, insbesondere mit einem eingeprägten Wechselstrom und/oder einer im Wesentlichen einer Resonanzfrequenz des wenigstens Rohrs entsprechenden eingeprägten (Wechselstrom-)Frequenz, elektrische Leistung in die die vorbezeichnete Schwingspule bildenden wenigstens eine elektrische Spule einzuspeisen und/oder anhand der von der die vorbezeichnete Tauchspule bildenden wenigstens einen elektrischen Spule generierten (Mess-)Spannung Messwerte für die eine oder mehrere zu erfassenden Messgrößen des durch das (Mess-)Rohr bzw. die Rohre strömenden Messstoffs zu ermitteln, im Falle eines als Coriolis Massedurchfluss Messgerät bzw. als Coriolis Massedurchfluss /Dichte Messgerät ausgebildeten Messsystems beispielsweise nämlich anhand einer durch Corioliskräfte im durch das schwingende Rohr strömenden Messstoff bewirkten (Mess-)Phasendifferenz zwischen zwei der vorbezeichneten Schwingungssignalen sowie einer in der Messsystem Elektronik eingerichteten Phasendifferenz zu Messwert Kennlinienfunktion den Massenstrom repräsentierende (Massen-strom)Messwerte zu generieren. Bei der Phasendifferenz zu Massenstrom-Messwert-Kennlinien-funktion kann sich beispielsweise um eine (lineare) Parameterfunktion mit einem (Skalen-)Nullpunkt, der einer bei ruhendem Messstoff bzw. einem Massestrom von Null Messbaren (Mess-)Phasendifferenz der beiden Schwingungssignale entspricht, und mit einer Steigung, die einer (Mess-)Empfindlichkeit des Messsystems bzw. einer auf eine Änderung des Massenstroms bezogene Änderung der (Mess-)Phasendifferenz entspricht, handeln. Da eine oder mehrere Resonanzfrequenzen des wenigstens einen Rohrs insbesondere auch von der momentanen Dichte des jeweiligen Messstoffs abhängig sind, kann mittels eines solchen Messsystems neben dem Massestrom zusätzlich auch die Dichte vom jeweils hindurch strömenden Messstoff anhand der (Wechselstrom-)Frequenz des Treibersignals und/oder anhand einer (Signal-)Frequenz wenigstens eines der Schwingungssignale direkt gemessen werden. Dementsprechend ist die Messsystem Elektronik von Messsystemen der in Rede stehenden Art typischerweise ferner auch eingerichtet, anhand der vorbezeichneten (Wechselstrom-)Frequenz des Treibersignals und/oder anhand einer dementsprechenden Signalfrequenz wenigstens eines der Schwingungssignale die Dichte repräsentierende (Dichte-)Messwerte zu generieren, beispielsweise unter Verwendung einer in der Messsystem Elektronik entsprechend eingerichteten Nutzfrequenz zu Messwert Kennlinienfunktion. Darüber hinaus ist es auch möglich, mittels vibronischer Messsysteme der in Rede stehenden Art die Viskosität des hindurchströmenden Messstoffs direkt zu messen, beispielsweise basierend auf einer für die Aufrechterhaltung der Nutzschwingungen erforderlichen Erregerenergie bzw. Erregerleistung und/oder basierend auf einer aus einer Dissipation von Schwingungsenergie resultierenden Dämpfung der angeregten (Resonanz-)Schwingungen bzw. unter Verwendung einer in der Messsystem Elektronik entsprechend eingerichteten Dämpfung zu Messwert Kennlinienfunktion. Darüber hinaus können aus den vorgenannten Strömungs- und/oder Stoffparametern weitere abgeleitete Messgrößen, wie etwa die Reynoldszahl mittels solcher vibronischer Messsysteme ohne weiteres ermittelt werden.
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Zur Vereinfachung der Inbetriebnahme eines so gebildeten Messsystems kann das Vibronik-Modul ferner wenigstens ein das Vibronik-Modul betreffende bzw. identifizierende Informationen tragendes Identifizierelement, beispielsweise ein am wenigstens einen Rohr angebrachtes Barcode , QR Code bzw. Funk Etikett (RFID TAG), aufweisen und/oder kann das Basis-Modul wenigstens ein innerhalb des Gehäuses positioniertes und an die Messsystem Elektronik angeschlossenes Licht emittierendes Halbleiterelement, beispielsweise eine Leuchtdiode (LED), und/oder einen oder mehrere, jeweils innerhalb des Gehäuses positionierte und an die Messsystem Elektronik angeschlossene Funk Sender/Empfänger (RF Transceiver) und/oder Fotosensoren, beispielsweise nämlich einen oder mehrere CCD Fotosensoren und/oder einen oder mehrere CMOS Fotosensoren, aufweisen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Vibronik-Modul bereitzustellen, welches trotz seiner Fragilität einfach handzuhaben ist.
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Die Aufgabe wird gelöst durch das Vibronik-Modul VM nach Anspruch 1 und das Modulare Messsystem nach Anspruch 13.
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Das erfindungsgemäße Vibronik-Modul eines modularen Messsystems, insbesondere eines modularen Coriolis-Massestrom-Messgeräts, zum Messen einer Messgröße eines fluiden Messstoffes, umfasst:
- - zwei Messrohre zum Führen des Messstoffes,
- wobei die zwei Messrohre jeweils einen Einlaufbereich und einen Auslaufbereich aufweisen, in denen die zwei Messrohre jeweils gerade ausgebildet sind;
- - wenigstens einen, insb. zylindrische, Erregermagneten pro Messrohr, welcher jeweils an dem entsprechenden Messrohr angeordnet ist und dazu eingerichtet ist, das entsprechende Messrohr in Schwingungen zu bringen, wenn es einem zeitlich veränderlichen Magnetfeld einer Erregerspule eines Basis-Moduls ausgesetzt ist;
- - wenigstens einen, insb. zylindrischen, Sensormagneten pro Messrohr, welcher jeweils an dem entsprechenden Messrohr angeordnet ist;
- - einen Verbindungskörper, welcher mit den zwei Messrohren mechanisch verbunden ist und über welchen die zwei Messrohre mit dem Basis-Modul mechanisch verbindbar sind,
- wobei der Verbindungskörper die Einlaufbereiche und Auslaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet;
- - einen, insb. planaren, ersten Koppler, welcher die Einlaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet; und
- - einen, insb. planaren, zweiten Koppler, welcher die Einlaufbereiche und/oder die Auslaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet; und
- - einen Kopplerverbinder,
- wobei der erste Koppler und der zweite Koppler über den Kopplerverbinder miteinander verbunden sind.
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Vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der zweite Koppler ausschließlich die Einlaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet,
wobei das erste Messrohr der zwei Messrohre einen gebogenen Teilabschnitt und zwei geradförmige Teilabschnitte aufweist,
wobei eine erste Messrohrebene durch die zwei geradförmige Teilabschnitte des ersten Messrohres verläuft,
wobei das zweite Messrohr der zwei Messrohre ebenfalls einen gebogenen Teilabschnitt und zwei geradförmige Teilabschnitte aufweist,
wobei eine zweite Messrohrebene durch die zwei geradförmige Teilabschnitte des zweiten Messrohres verläuft,
wobei eine auf einer größten Oberfläche des, insb. planar ausgebildeten, Kopplerverbinder verlaufende Kopplerverbinder-Ebene senkrecht zu der ersten Messrohrebene und zur zweiten Messrohrebene verläuft.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass ein dritter Koppler die Einlaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet,
wobei der erste Koppler, der zweite Koppler und ebenfalls der dritte Koppler über den Kopplerverbinder miteinander verbunden sind.
Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kopplerverbinder an eine nach außen gewandten Seite der Messrohres angeordnet ist.
Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der zweite Koppler ausschließlich die Auslaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet,
wobei das erste Messrohr der zwei Messrohre einen gebogenen Teilabschnitt und zwei geradförmige Teilabschnitte aufweist,
wobei eine erste Messrohrebene durch die zwei geradförmige Teilabschnitte des ersten Messrohres verläuft,
wobei das zweite Messrohr der zwei Messrohre ebenfalls einen gebogenen Teilabschnitt und zwei geradförmige Teilabschnitte aufweist,
wobei eine zweite Messrohrebene durch die zwei geradförmige Teilabschnitte des zweiten Messrohres verläuft,
wobei eine auf einer größten Oberfläche des, insb. planar ausgebildeten, Kopplerverbinder verlaufende Kopplerverbinder-Ebene parallel zu der ersten Messrohrebene und zur zweiten Messrohrebene verläuft.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass ein dritter Koppler die Einlaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet,
wobei ein vierter Koppler die Auslaufbereiche der zwei Messrohre miteinander verbindet,
wobei der erste Koppler, der zweite Koppler, der dritte Koppler und ebenfalls der vierte Koppler über den Kopplerverbinder miteinander verbunden sind.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kopplerverbinder ebenfalls mit dem Verbindungskörper verbunden ist.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass ein erster Kopplerverbinder die Koppler im Einlaufbereich miteinander verbindet,
wobei ein zweiter Kopplerverbinder die Koppler im Auslaufbereich miteinander verbindet.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kopplerverbinder T-förmig ausgebildet ist.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Koppler und der Kopplerverbinder einstückig ausgebildet sind.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kopplerverbinder über eine stoffschlüssige Verbindung mit den Kopplern verbunden ist.
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Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Kopplerverbinder eine Öffnung aufweist.
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Das erfindungsgemäße modulares Messsystem, insbesondere Coriolis-Massestrom-Messgerät, zum Messen einer Messgröße eines fluiden Messstoffes, umfasst:
- - ein Vibronik-Modul nach einem der vorherigen Ansprüche; und
- - ein Basis-Modul, welches umfasst:
- -- eine Messsystem-Elektronik;
- -- ein Schutzgehäuse mit wenigstens einer von einer Gehäusewand zumindest teilweise umhüllten Kammer,
- -- eine wenigstens eine, insb. innerhalb der Kammer des Schutzgehäuses platzierte, insb. zylindrische und/oder als Luftspule ausgebildete, Erregerspule, die mit der Gehäusewand zumindest mittelbar mechanisch verbunden sowie elektrisch an die Messsystem-Elektronik angeschlossen ist, und
- -- wenigstens eine, insb. innerhalb der Kammer des Schutzgehäuses platzierte, insb. zylindrische und/oder als Luftspule ausgebildete und/oder zur Erregerspule baugleiche, Sensorspule, die, insb. entfernt von der Erregerspule positioniert und mit der Gehäusewand zumindest mittelbar mechanisch verbunden ist, welche elektrisch an die Messsystem-Elektronik angeschlossen ist;
wobei das Basis-Modul dazu eingerichtet ist, das Vibronik-Modul, insbesondere in die Kammer, aufzunehmen und damit mechanisch fest, gleichwohl wieder lösbar verbunden zu werden, insb. nämlich unter Bildung eines Messaufnehmers vom Vibrationstyp bzw. eines vibronischen Messsystems und/oder derart, dass das Vibronik Modul im Basis Modul arretiert ist bzw. nicht beweglich ist,
wobei das Vibronik-Modul eingerichtet ist, so in das Basis-Modul eingebaut zu werden, dass dessen Erregermagnet innerhalb der Kammer platziert, gleichwohl von der Gehäusewand beabstandet ist, insb. nämlich in einer bezüglich einer Ausrichtung und/oder eines kleinsten Abstandes zur Erregerspule vorgegebenen und/oder mit der statischen Einbauposition gehalten ist und/oder derart, dass eine gedachte Längsachse des Erregermagnets und eine gedachte Längsachse der Erregerspule miteinander fluchten bzw. in Verlängerung zueinander parallel verlaufen.
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Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:
- 1: eine perspektivische Ansicht auf ein Vibronik-Modul und ein Basis-Modul;
- 2a/b: jeweils ein Ansicht auf ein Vibronik-Modul, das in einem Basis-Modul angeordnet ist;
- 3a/b: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine erste Ausgestaltung des Vibronik-Moduls;
- 4a/b: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine zweite Ausgestaltung des Vibronik-Moduls;
- 5a/b/c: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine dritte und vierte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls;
- 6a/b/c: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine fünfte und sechste Ausgestaltung des Vibronik-Moduls;
- 7a/b: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine siebte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls;
- 8a/b: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine achte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls; und
- 9a/b: eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine neunte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls.
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Die 1 zeigt ein Vibronik-Modul VM eines modularen Messsystems und ein modulares Messsytem mit einem Basis-Modul BM. Das Vibronik-Modul VM umfasst wenigstens ein, insbesondere metallisches, Messrohr 31, 32 zum Führen des Messstoffes. In der 1 weist das Vibronik-Modul VM zwei im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende und abschnittsweise gebogene Messrohre 31, 32 auf. Die Messrohre 31, 32 nehmen die Form eines U oder eines V an. Die abgebildeten Messrohre 31, 32 weisen eine Nennweite von größer 5 Millimeter. Derartige Messrohre 31, 32 sind äußerst stabil und brauchen keinen zusätzlichen Schutz, der eine Kollision mit dem Gehäuse bzw. der Gehäusewand 11+ des Basis-Moduls BM vermeidet.
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An wenigstens einem Messrohr 31, 32 ist wenigstens ein, insbesondere zylindrischer, Erregermagnet 22 angeordnet. Dieser ist dazu eingerichtet, das Messrohr 31, 32 in Schwingungen zu bringen, wenn es einem zeitlich veränderlichen Magnetfeld einer Erregerspule 12 des Basis-Moduls BM ausgesetzt ist. In der 1 weisen beide Messrohre 31, 32 jeweils einen Erregermagneten 22 auf, der auf der äußeren Mantelfläche des entsprechenden Messrohres 31, 32 angeordnet ist. Der Erregermagnet von Messrohr 32 ist durch das Messrohr 32 selbst verdeckt. Weiterhin ist wenigstens ein, insbesondere zylindrischer, Sensormagnet 24 am Messrohr 31, 32 angeordnet. Der Sensormagnet 24 erzeugt im Falle schwingender Messrohren 31, 32 ein zeitlich veränderliches Magnetfeld, dass von dem Schwingverhalten des Messrohres 31, 32 abhängt. In der 1 weisen die beiden Messrohre 31, 32 jeweils zwei Sensormagnete 24, 26 (teilweise durch Messrohr 32 verdeckt) auf, die auf der äußeren Mantelfläche 31+, 32+ der Messrohre 31, 32 angeordnet sind. Die Erregermagnete 22 und ebenfalls die Sensormagnete 24, 26 können direkt auf die äußere Mantelfläche 31+, 32+ der Messrohre 31, 32 z.B. stoffschlüssig angebracht sein oder indirekt über ein Verbindungselement, welches selbst mit dem entsprechenden Messrohr 31, 32 stoff-, kraft- und/oder formschlüssig verbunden ist. Bei dem Verbindungselement kann es sich beispielsweise um einen Magnetbecher handeln (siehe 2 und 5), der nicht nur dazu eingerichtet ist, den entsprechenden Magneten zu halten, sondern diesen auch zu schützen. Vorteilhafterweise sind die Sensormagnete 24, 26 und die Erregermagnete 22 so an der äußeren Mantelfläche 31+ des Messrohres 31, 32 angeordnet, dass beim Anordnen des Vibronik-Moduls VM in der Kammer 11* eine Kollision mit der Gehäusewand 11+ vermieden werden kann. Die Sensormagnete 24, 26 sind in Längsrichtung des Messrohres 31, 32 versetzt angeordnet. Der Erregermagnet 22 ist immer in Längsrichtung des Messrohres 31, 32 zwischen den beiden Sensormagneten 24, 26 positioniert. In der abgebildeten Lösung ist der Erregermagnet 22 in einem Teilabschnitt des Messrohres 31, 32 angeordnet, in dem das Messrohr 31, 32 gebogen ist.
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Das Vibronik-Modul VM weist erfindungsgemäß keine Spulen auf, d.h. weder Erregerspule noch Sensorspule sind Teil des Vibronik-Moduls VM. Somit weist das Vibronik-Modul VM auch keine elektrischen Leiter (z.B. Kabel) auf, die ansonsten notwendig wären, um die Spulen mit der Messsystem-Elektronik ME elektrisch zu verbinden. Es ist weiterhin auch kein Temperatursensor an einem der Messrohre 31, 32 angeordnet. Somit weist das Vibronik-Modul VM auch keine elektrischen Leiter (z.B. Kabel) auf, die ansonsten notwendig wären, um den Temperatursensor mit der Messsystem-Elektronik ME elektrisch zu verbinden.
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Ein Kernmerkmal des Vibronik-Moduls VM ist der Verbindungskörper 50, welcher mit dem wenigstens einen Messrohr 31, 32 mechanisch verbunden (bspw. über eine stoffschlüssige Verbindung) ist und über welchen das wenigstens eine Messrohr 31, 32 mit dem Basis-Modul BM mechanisch verbindbar ist. Der Verbindungskörper 50 verbindet die beiden Enden des wenigstens einen Messrohres 31, 32 miteinander. In der 1 ist der Verbindungskörper 50 planar ausgebildet. Weiterhin verbindet er die Enden des Messrohres 31 miteinander und die Enden des Messrohres 32 miteinander. Die Messrohre 31, 32 erstrecken sich durch Öffnungen im Verbindungskörper 50. Die Fixierung des Verbindungskörper 50 an den Messrohren 31, 32 wird über eine stoffschlüssige Verbindung (Schweiß- oder Lötverbindung) realisiert. Das abgebildete Vibronik-Modul VM weist zudem vier Koppler 110i auf, die dazu eingerichtet sind, die beiden Messrohre 31, 32 im Koppelbereich miteinander mechanische zu koppeln. Die zwei Koppler 110a, 110b koppeln die beiden Messrohre 31, 32 im Einlaufbereich und die restlichen beiden Koppler koppeln die beiden Messrohre 31, 32 im Auslaufbereich.
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Das Basis-Modul BM weist eine Messsystem-Elektronik ME und ein Gehäuse 11 mit wenigstens einer von einer Gehäusewand 11+ zumindest teilweise umhüllten Kammer 11* auf. Die Messsystem-Elektronik ME ist separat in einem Messsystem-Elektronik-Gehäuse angeordnet. Alternativ kann das Gehäuse eine Messsystem-Elektronik-Kammer aufweisen, in der die Messsystem-Elektronik ME, getrennt von der Kammer 11*, angeordnet ist. Die Messsystem-Elektronik ME umfasst elektrische Bauelemente (z.B. aktive Bauelemente, passive Bauelemente, diskrete Bauelemente und integrierte Bauelemente), die auf mindestens einer Leiterplatte angeordnet sind und derart in Wirkung miteinander stehen, dass sie zum Betreiben des Basis-Moduls BM geeignet sind. Weiterhin kann die Messsystem-Elektronik ME mindestens einen Mikroprozessor oder Mikrocontroller umfassen.
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Innerhalb der Kammer 11* ist wenigstens eine zylindrische und/oder als Luftspule ausgebildete, Erregerspule 12, die mit der Gehäusewand 11+ zumindest mittelbar mechanisch verbunden sowie elektrisch an die Messsystem-Elektronik ME angeschlossen ist. Die Erregerspule 12 kann wie abgebildet in einer Öffnung in der Gehäusewand 11+ angeordnet sein, oder durch die Gehäusewand 11+ von der Kammer 11* getrennt positioniert sein. Alternativ kann die Erregerspule 12 auch auf der zur Kammer 11* gerichteten Frontfläche der Gehäusewand 11+ platziert sein. In der 1 weist das Basis-Modul BM für jedes Messrohr 31, 32 eine Erregerspule 12 (also insgesamt zwei Erregerspulen) auf, die gegenüberliegend, auf einer Erregerspulenachse, die senkrecht zur Längsachse der Kammer 11* verläuft, angeordnet sind. Die Messsystem-Elektronik ME ist dazu eingerichtet, die Erregerspule 12 mit einem Betriebssignal zu betreiben, welches derart ausgebildet ist, dass die Erregerspule 12 ein zeitlich veränderliches Magnetfeld erzeugt.
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Innerhalb der Kammer 11* des Gehäuses 11 ist weiterhin eine insbesondere zylindrische und/oder als Luftspule ausgebildete und/oder zur Erregerspule 12 baugleiche, Sensorspule 14, 16 angeordnet, die, insbesondere entfernt von der Erregerspule 12 positioniert und mit der Gehäusewand 11+ zumindest mittelbar mechanisch verbunden ist, welche elektrisch an die Messsystem-Elektronik ME angeschlossen ist. Die Sensorspule 14, 16 kann wie abgebildet in einer Öffnung in der Gehäusewand 11+ angeordnet sein, oder durch die Gehäusewand 11+ von der Kammer 11* getrennt positioniert sein. Alternativ kann die Sensorspule 14, 16 auch auf der zur Kammer 11* gerichteten Frontfläche der Gehäusewand 11+ platziert sein. In der 1 weist das Basis-Modul BM für jedes Messrohr 31, 32 zwei Sensorspulen 14, 16 (also insgesamt vier Sensorspulen) auf. Zwei der vier Sensorspulen 14, 16 sind dabei auf einer Seite der Kammer 11 jeweils gegenüberliegend zu den anderen zwei Sensorspulen angeordnet. Die Messsystem-Elektronik ME ist dazu eingerichtet, die an den Sensorspulen 14, 16 induzierten Spannungen auszulesen und einen Phasenversatz zwischen den an den einzelnen Sensorspulen 14, 16 bereitgestellten Messsignalen zu ermitteln.
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Das Basis-Modul M1 ist dazu eingerichtet, das Vibronik-Modul VM, insbesondere in die Kammer 11*, aufzunehmen und damit mechanisch fest, gleichwohl wieder lösbar verbunden zu werden, insbesondere nämlich unter Bildung eines Messaufnehmers vom Vibrationstyp bzw. eines vibronischen Messsystems und/oder derart, dass das Vibronik-Modul VM im Basis-Modul BM arretiert ist bzw. nicht beweglich ist. Dafür kann das Basis-Modul M1 Befestigungsmittel oder eine Befestigungsvorrichtung (nicht abgebildet) - wie sie z.B. in der
DE 10 2020 114 519 A1 offenbart ist - aufweisen. Das Vibronik-Modul VM ist eingerichtet, so in das Basis-Modul BM eingebaut zu werden, dass dessen Erregermagnet 22 innerhalb der Kammer platziert, gleichwohl von der Gehäusewand 11+ beabstandet ist, insbesondere nämlich in einer bezüglich einer Ausrichtung und/oder eines kleinsten Abstandes zur Erregerspule 12 vorgegebenen und/oder mit der statischen Einbauposition gehalten ist und/oder derart, dass eine gedachte Längsachse des Erregermagnets 22 und eine gedachte Längsachse der Erregerspule 12 miteinander fluchten bzw. in Verlängerung zueinander parallel verlaufen. Weiterhin ist das Vibronik-Modul VM eingerichtet, so in das Basis-Modul BM eingebaut zu werden, dass dessen Sensormagnet 24, 26 innerhalb der Kammer platziert, gleichwohl von der Gehäusewand 11+ beabstandet ist, insbesondere nämlich in einer bezüglich einer Ausrichtung und/oder eines kleinsten Abstandes zur Sensorspule 14, 16 vorgegebenen und/oder mit der statischen Einbauposition gehalten ist und/oder derart, dass eine gedachte Längsachse des Sensormagnets 24, 26 und eine gedachte Längsachse der Sensorspule 14, 16 miteinander fluchten bzw. in Verlängerung zueinander parallel verlaufen.
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In der
1 ist ein modulares Messsytem offenbart, bei dem das Vibronik-Modul VM in senkrechter Richtung zur eigenen Längsachse in die Kammer 11* eingeführt bzw. entnommen wird. Alternativ kann das Gehäuse 11 auch so ausgestaltet sein, dass das Vibronik-Modul VM in Richtung der eigenen Längsachse in die Kammer 11* einzuführen ist, wie es beispielsweise in der
DE 10 2020 133 851 A1 gelehrt wird.
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2a zeigt eine perspektivische Ansicht auf ein Vibronik-Modul VM und ein Basis-Modul BM, welches mit dem Vibronik-Modul VM und dem erfindungsgemäßen Vibronik-Modul VM kompatibel ist. Das Vibronik-Modul VM, insbesondere die Messrohre 31, 32, weist bzw. weisen eine Nennweite von größer 5 mm, insbesondere größer 6 mm und bevorzugt größer 8 mm auf. Somit weist das Vibronik-Modul VM deutlich robustere und gegen Stöße unempfindlichere Messrohre auf als das erfindungsgemäße Vibronik-Modul VM, welches eine Nennweite von kleiner 5 mm aufweist.
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Das Vibronik-Modul VM weist einen Verbindungskörper 50 auf, welcher einen Einlaufbereich In des Messrohres 31 bzw. der Messrohre 31, 32 mit einem Auslaufbereich Out des Messrohres 31, 32 miteinander verbindet. Der Verbindungskörper 50 weist eine Auflagefläche AF auf, auf die der Verbindungskörper 50 im eingebauten Zustand des Vibronik-Moduls VM in dem Basis-Modul BM aufliegt. Bei der Auflagefläche AF handelt es sich um die Fläche des Vibronik-Moduls VM, die in direkten Kontakt mit dem Schutzgehäuse 11 steht. Der Verbindungskörper 50 weist zudem eine Frontfläche FF auf, aus der das Messrohr 31, 32 aus dem Verbindungskörper 50 austritt. Die Auflagefläche AF verläuft in einer Auflageebene und die Frontfläche verläuft in einer Frontebene. Die Frontebene und die Auflageebene sind identisch. Das Vibronik-Modul VM der 2a und 2b weist einen planaren Verbindungskörper 50 auf. Der Verbindungskörper 50 liegt auf einer Auflagefläche des Schutzgehäuses 11 auf, so dass die Messrohre 31, 32 in der Kammer frei hängen und schwingen können.
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3a und 3b zeigen eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine erste Ausgestaltung des Vibronik-Moduls VM des modularen Messsystems, insbesondere des modularen Coriolis-Massestrom-Messgeräts, zum Messen einer Messgröße eines fluiden Messstoffes.
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Das Vibronik-Modul VM umfasst zwei Messrohre 31, 32 zum Führen des Messstoffes, welche im Wesentlichen über den ganzen Messrohrverlauf parallel zueinander verlaufen. Die beiden Messrohre 31, 32 sind in einem Bogenabschnitt gebogen ausgebildet und weisen zumindest abschnittsweise eine U-förmige Grundform auf. In jeweils einem Einlaufbereich und einem Auslaufbereich sind die beiden Messrohre 31, 32 gerade ausgebildet. Der Einlaufbereich und der Auslaufbereich erstrecken sich jeweils maximal bis zu einem am Messrohr 31, 32 angeordneten Sensormagneten 24, 26. Die Messrohre 31, 32 weisen eine Nennweite von kleiner 5 Millimeter auf. Die Messrohre 31, 32 selbst sind aus einem Metall, einem Kunststoff, einer Keramik und/oder einem Glas ausgebildet. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Messrohre 31, 32 jeweils metallische Messrohrkörper auf.
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Das erste Messrohr 31 der zwei Messrohre 31, 32 weist einen Teilabschnitt (Bogenabschnitt), in dem das erste Messrohr 31 gebogen ausgebildet ist, und zwei Teilabschnitte, in denen das erste Messrohr 31 geradförmig ausgebildet ist, auf. Es existiert eine erste Messrohrebene MR1, welche durch die zwei geradförmige Teilabschnitte des ersten Messrohres 31 verläuft. Das zweite Messrohr 32 der zwei Messrohre 31, 32 weist ebenfalls einen gebogenen Teilabschnitt und zwei geradförmige Teilabschnitte auf. Eine zweite Messrohrebene MR2 verläuft durch die zwei geradförmige Teilabschnitte des zweiten Messrohres 32.
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Für eine Kopplung und mechanische Verbindung der beiden Messrohre 31, 32 weist das Vibronik-Modul VM einen Verbindungskörper 50 auf, über welchen die zwei Messrohre 31, 32 mit dem Basis-Modul BM mechanisch verbindbar sind. Der Verbindungskörper 50 ist derart an den beiden Messrohren 31, 32 angeordnet, dass er die Einlaufbereiche IN und Auslaufbereiche OUT der zwei Messrohre 31, 32 miteinander verbindet. Der abgebildete Verbindungskörper 50 ist planar als Verbindungsplatte ausgebildet. Es sind jedoch auch andere davon abweichende Formen möglich. Der Verbindungskörper 50 weist Öffnungen auf, durch welche die Enden der Messrohre 31, 32 verlaufen. Die zu den Bogenabschnitt der Messrohre 31, 32 gerichtete Unterseite des Verbindungskörpers 50 dient als Kontaktfläche zur Auflagefläche der Kammer des Basis-Modul (siehe 1 und 2).
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An den äußeren Mantelflächen der Messrohre 31, 32 angeordnet ist jeweils wenigstens ein, insb. zylindrischer, Erregermagnet 22, welcher eingerichtet ist, das entsprechende Messrohr 31, 32 in Schwingungen zu bringen, wenn es einem zeitlich veränderlichen Magnetfeld einer Erregerspule eines Basis-Moduls ausgesetzt ist. Der Erregermagnet ist in einem Magnetbecher angeordnet, der wiederum im Bogenabschnitt des jeweiligen Messrohrs 31, 32 angeordnet ist.
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Außerdem ist an den Mantelflächen der Messrohre 31, 32 jeweils wenigstens ein, insb. zylindrischer, Sensormagnet 24, 26 angeordnet, welcher dazu eingerichtet ist, ein zeitlich veränderliches Magnetfeld an der Sensorspule des Basis-Moduls zu erzeugen, wenn die Messrohre 31, 32 schwingen. In der abgebildeten Ausgestaltung sind jeweils zwei Sensormagnete 24, 26 an einem Messrohr 31, 32 angebracht. Die Sensormagnete 24, 26 sind alle jeweils in einem Teilabschnitt angeordnet, in dem das Messrohr 31, 32 gerade ausgebildet ist. Der in Fließrichtung fließende Messstoff passiert zuerst den ersten Sensormagneten 24, danach den Erregermagneten 22 im Bogenabschnitt und letztendlich dann auch den zweiten Sensormagneten 26.
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Das Vibronik-Modul VM weist einen, insb. planaren, ersten Koppler K1 auf, welcher die Einlaufbereiche IN der zwei Messrohre 31, 32 miteinander verbindet. Weiterhin weist das Vibronik-Modul VM einen, insb. planaren, zweiten Koppler K2 auf, welcher zum ersten Koppler K1 beabstandet positioniert und baugleich ist und die Einlaufbereiche IN der zwei Messrohre 31, 32 miteinander verbindet. Die mindestens zwei Koppler K1, K2 sind derart ausgebildet, an den Messrohren 31, 32 angeordnet und dazu eingerichtet, eine Frequenztrennung von einer lateralen Nutzfrequenz und der gleichen Frequenz senkrecht dazu zu erreichen.
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Ein Kopplerverbinder 40a ist erfindungsgemäß Teil des Vibronik-Moduls VM und dazu eingerichtet, den ersten Koppler K1 und den zweiten Koppler K2 miteinander zu verbinden. Dies dient dazu die Steifigkeit des Einlauf- und/oder Auslaufbereichs der Messrohre 31, 32 zu erhöhen. Weiterhin wird mit Hilfe der Kopplerverbinder das Auskoppeln von Schwingungen in das Basis-Modul BM reduziert. Der abgebildete Kopplerverbinder 40a ist als planares Bauteil ausgebildet mit einer auf einer größten Oberfläche des Kopplerverbinder 40a verlaufende Kopplerverbinder-Ebene KVE, die im Wesentlichen senkrecht zu der ersten Messrohrebene MRE1 und zur zweiten Messrohrebene MRE2 verläuft, bzw. die ersten Messrohrebene MRE1 und zur zweiten Messrohrebene MRE2 im Wesentlichen senkrecht schneidet. Zudem ist das Messrohr im geradförmigen Teilabschnitt derart durch eine Messrohrebene in zwei Seiten eingeteilt, dass eine Seite des Messrohres im geradförmigen Teilabschnitt zu dem gegenüberliegenden geradförmigen Teilabschnitt des Messrohrs und die andere Seite weg vom geradförmigen Teilabschnitt gerichtet ist. Der Kopplerverbinder 40a selbst ist an die nach außen gewandte Seite der Messrohres 31, 32 angeordnet.
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Zusätzlich zu den zwei Kopplern K1, K2 weist das abgebildete Vibronik-Modul VM einen dritten Koppler K3 auf, der ebenfalls im Einlaufbereiche IN der zwei Messrohre 31, 32 angeordnet ist und die beiden Messrohre 31, 32 miteinander verbindet. Der dritte Koppler K3 ist ebenfalls wie der erste Koppler K1 und der zweite Koppler K2 über den Kopplerverbinder 40a mit den restlichen Kopplern K1, K2 verbunden.
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In der abgebildeten Ausgestaltung weist das Vibronik-Modul VM einen ersten Kopplerverbinder 40a und einen, insb. baugleichen, zweiten Kopplerverbinder 40b auf. Wie oben beschrieben verbindet der erste Kopplerverbinder 40a die Koppler im Einlaufbereich IN miteinander, während der zweite Kopplerverbinder 40b die Koppler im Auslaufbereich OUT miteinander verbindet. Der zweite Kopplerverbinder 40b ist spiegelverkehrt zu einer Spiegelebene und gegenüberliegend zum ersten Kopplerverbinder angeordnet. Die abgebildeten Koppler K1, K2 und der Kopplerverbinder 40a sind einstückig ausgebildet. Alternativ kann der Kopplerverbinder 40a über eine stoffschlüssige Verbindung mit den Kopplern K1, K2 verbunden sein. Gleiches gilt für den zweiten Kopplerverbinder 40b und die weiteren Koppler im Auslaufbereich OUT.
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Die Kopplerverbinder 40a, b sind nicht mit dem Verbindungskörper 50 verbunden und auch nicht untereinander verbunden. Das Vibronik-Modul VM ist derart ausgestaltet, dass eine gemeinsame Spiegelsymmetrieebene für die Messrohre 31, 32, Koppler K1, K2, K3 und die weiteren Koppler m Auslaufbereich und die Kopplerverbinder 40a, 40b existiert.
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4a und 4b zeigen eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine zweite Ausgestaltung des Vibronik-Moduls VM. Die zweite Ausgestaltung weist die wesentlichen Merkmale der erste Ausgestaltung - wie Messrohre 31, 32, Verbindungskörper 50 und Koppler K1, K2 etc. - auf. Die zweite Ausgestaltung unterscheidet sich von der ersten Ausgestaltung dadurch, dass der Kopplerverbinder 40c mit dem Verbindungskörper 50 mechanisch verbunden ist. Dies resultiert in einer Erhöhung der Stabilität der Messrohre 31, 32 in dem Einlauf- und/oder Auslaufbereich. Die Verbindung kann über eine stoffschlüssige Verbindung, wie löten oder schweißen, erfolgen. Der Kopplerverbinder 40d ist ebenfalls mit dem Verbindungskörper 50 verbunden.
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5a und 5b zeigen jeweils eine Seitenansichten auf eine dritte und vierte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls. 5c zeigt eine perspektivische Ansicht auf die dritte Ausgestaltung.
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Das abgebildete Vibronik-Modul VM eines modularen Messsystems, insbesondere eines modularen Coriolis-Massestrom-Messgeräts, zum Messen einer Messgröße eines fluiden Messstoffes, umfasst ebenfalls wie die erste und zweite Ausgestaltung zwei Messrohre 31, 32 zum Führen des Messstoffes, die jeweils im Einlaufbereich und im Auslaufbereich gerade ausgebildet sind. Die weitere Form der Messrohre 31, 32 kann von der abgebildeten Form abweichen. Die dritte und vierte Ausgestaltung weist ebenfalls wie die erste Ausgestaltung wenigstens einen, insb. zylindrische, Erregermagneten 22 pro Messrohr 31, 32 auf, welcher jeweils an dem entsprechenden Messrohr 31, 32 angeordnet ist und dazu eingerichtet ist, das entsprechende Messrohr 31, 32 in Schwingungen zu bringen, wenn es einem zeitlich veränderlichen Magnetfeld einer Erregerspule eines Basis-Moduls BM ausgesetzt ist. Weiterhin weisen die dritte und vierte Ausgestaltung jeweils wenigstens einen, insb. zylindrischen, Sensormagneten 24, 26 pro Messrohr 31, 32 auf, welcher jeweils an dem entsprechenden Messrohr 31, 32 angeordnet ist.
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Ein, insb. planarer, Verbindungskörper 50 ist mit den zwei Messrohren 31, 32 mechanisch verbunden und dient als Kontaktkörper, mit dem das gesamte Vibronik-Modul VM mit dem Basis-Modul BM mechanisch verbindbar ist. Die abgebildete Variante des Verbindungskörpers 50 unterscheidet sich von den restlichen Ausgestaltungen nicht.
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Die beiden Messrohre 31, 32 miteinander verbindend ist ein, insb. planarer, erster Koppler K1 vorgesehen, welcher die Einlaufbereiche IN angeordnet ist. Ein, insb. planaren, zweiter Koppler K2 ist im Auslaufbereiche OUT der zwei Messrohre 31, 32 angeordnet und verbindet diese ebenfalls miteinander.
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Erfindungsgemäß weist die dritte und vierte Ausgestaltung ebenfalls jeweils einen, insb. planaren, Kopplerverbinder 40 e/f auf. Dieser verbindet den ersten Koppler K1 mit dem zweiten Koppler K2 miteinander. Die Koppler K1, K2 und der Kopplerverbinder 40 e/f bilden in einem Querschnitt durch das Vibronik-Modul VM die Form einer römischen eins. Weiterhin können weitere Koppler vorgesehen sein. Die abgebildeten Ausgestaltungen weisen einen dritten Koppler K3 auf, der die Einlaufbereiche IN der zwei Messrohre 31, 32 miteinander verbindet, und einen vierten Koppler K4 auf, der die Auslaufbereiche OUT der zwei Messrohre 31, 32 miteinander verbindet. Alle Koppler, d.h. der erste Koppler K1, der zweite Koppler K2, der dritte Koppler K3 und ebenfalls der vierte Koppler K4 sind über den Kopplerverbinder 40 e/f miteinander verbunden.
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Gemäß der vierten Ausgestaltung weist der Kopplerverbinder 40f eine durchgehende Öffnung 41 auf. Die abgebildete Öffnung 41 ist oval ausgebildet, kann jedoch auch davon abweichende Formen annehmen. Die Form der Öffnung 41 ist so gewählt, dass eine bessere Entkopplung (beispielsweise 10-15 Hz Versatz) zwischen der Nutzfrequenz und einer Störfrequenz (bspw. zur Anregung des Parallel-Modes oder F2-Modes) erfolgt. Ein weiterer Vorteil der Öffnung 41 ist, die sich daraus ergebende Reduzierung des zu Gamma sterilisierenden Materials.
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Anders als in der erste und zweite Ausgestaltung ist der Kopplerverbinder 40e/f der dritten und vierten Ausgestaltung nicht an der nach außen gewandten Seite des Messrohres 31, 32 angeordnet. Stattdessen ist der Kopplerverbinder 40e/f in einem durch die Koppler K1-4, den Verbindungskörper 50 und die Messrohrebenen MR1 und MR2 begrenzten Bereich angeordnet.
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Die Kopplerverbinder 40e/f sind nicht mit dem Verbindungskörper 50 verbunden. Weiterhin ist immer nur genau ein Kopplerverbinder 40e/f vorgesehen, wohingegen in der ersten und zweiten Ausgestaltung jeweils genau zwei Kopplerverbinder notwendig sind. Das Vibronik-Modul VM ist derart ausgestaltet, dass eine gemeinsame Spiegelsymmetrieebene für die Messrohre 31, 32, Koppler K1, K2, K3 und die weiteren Koppler m Auslaufbereich und die Kopplerverbinder 40a, 40b existiert.
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6a und 6b zeigen jeweils eine Seitenansichten auf eine fünfte und sechste Ausgestaltung des Vibronik-Moduls VM. 6c zeigt eine perspektivische Ansicht auf die fünfte Ausgestaltung. Die benannten Ausgestaltungen weisen nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu den Ausgestaltungen der 5a-c auf. Der Kopplerverbinder 40 g/h ist zusätzlich mit dem Verbindungskörper 50 verbunden ist. Die fünfte Ausgestaltung weist einen Kopplerverbinder 40h mit einer Öffnung 41 auf.
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7a und 7b zeigen eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine siebte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls VM. Im Einlaufbereich der Messrohre 31, 32 ist ein, insb. plattenförmiger, erster Koppler K1 und ein, insb. plattenförmiger, dritter Koppler K3 angeordnet, welche jeweils die beiden Messrohre 31, 32 miteinander verbinden. Im Auslaufbereich ist ein zweiter, insb. plattenförmiger, Koppler K2 und ein vierter, insb. plattenförmiger, Koppler K4 angeordnet, welche ebenfalls die beiden Messrohre 31, 32 miteinander verbinden. Die einzelnen Koppler K1-4 sind paarweise gegenüberliegend angeordnet. Der erste Koppler K1 und der zweite Koppler K2 sind über einen Kopplerverbinder 40j miteinander verbunden. Der erste Koppler K1 und der zweite Koppler K2 können separate plattenförmige Bauteile sein, die über einen, ebenfalls abschnittsweise plattenförmig ausgebildeten Kopplerverbinder 40j verbunden sind. Alternativ können die beiden Koppler K1 und K2 die Messrohre 31, 32 berührende Endbereiche des Kopplerverbinder 40j sind. Der Kopplerverbinder 40j ist T-förmig ausgebildet und berührt neben den Kopplern K1 und K2 auch den, insb. plattenförmigen, Verbindungskörper 50.
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Die restlichen Koppler K3, K4 etc. sind nicht mit dem Kopplerverbinder 40j verbunden. Nur die beiden in Längsrichtung des Vibronik-Moduls VM entferntesten Koppler K1, K2 sind mit dem Kopplerverbinder 40j verbunden, bzw. sind Teil des Kopplerverbinders 40j.
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8a und 8b zeigen eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine achte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls VM. Im Unterschied zur siebten Ausgestaltung, sind der dritte Koppler K3 und der vierte Koppler K4 ebenfalls mit dem Kopplerverbinder 40k verbunden. Der die beiden Koppler K3 und K4 verbindende Teilabschnitt des Kopplerverbinders 40k ist plattenförmig ausgebildet und verläuft parallel zu den die beiden Koppler K1 und K2 verbindenden Teilabschnitt des Kopplerverbinders 40k. Die beiden Teilabschnitte werden über einen zu sich senkrecht verlaufenden Teilabschnitt des Kopplerverbinders 40k miteinander verbunden. Der Kopplerverbinder 40k kann einstückig ausgebildet sein oder aus mehreren stoffschlüssig miteinander verbundenen Einzelteilen bestehen.
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Ein fünfter Koppler K5 und ein sechster Koppler K6 sind nicht über den Kopplerverbinder 40k miteinander und dem Verbindungskörper 50 verbunden. Die beiden Koppler K5 und K6 sind in Längsrichtung am nächsten zum Verbindungskörper 50 angeordnet.
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Alternativ kann der Kopplerverbinder 40k auch getrennt von dem Verbindungskörper ausschließlich mit den Kopplern K1-4 verbunden sein.
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9a und 9b zeigen eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht auf eine neunte Ausgestaltung des Vibronik-Moduls VM. Im Unterschied zur achten Ausgestaltung weist das Vibronik-Modul VM einen fünften Koppler K5 im Eingangsbereich IN und einen sechsten Koppler K6 im Ausgangsbereich OUT auf, die gegenüberliegend angeordnet und miteinander über den Kopplerverbinder 40l verbunden sind. Der Teilabschnitt des Kopplerverbinders 40l, der die beiden Koppler K5 und K6 verbindet ist plattenförmig ausgebildet und verläuft parallel zu den anderen beiden Teilabschnitten, die zum Verbinden der Koppler K1-4 eingerichtet sind.
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Alternativ kann der Kopplerverbinder 40k auch getrennt von dem Verbindungskörper ausschließlich mit den Kopplern K1-6 verbunden sein.
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Ebenfalls wie die Kopplerverbinder 40e-h sind die Kopplerverbinder 40j-I ausschließlich zwischen den jeweiligen Kopplern K1 bis K4 bzw. K6 angeordnet. Die siebte, achte und neunte Ausgestaltung
weisen jeweils nur genau einen Kopplerverbinder 40j-I auf.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2019/017891 A1 [0002]
- WO 2021/121867 A2 [0002]
- DE 102021105397 [0002]
- DE 102020133614 [0002]
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- DE 102020133851 [0002]
- DE 102020133566 [0002]
- DE 102020132986 [0002]
- DE 102020132686 [0002]
- DE 102020131452 [0002]
- DE 102020132223 [0002]
- DE 102020127356 [0002]
- DE 102020114519 [0002]
- DE 102020112154 [0002]
- DE 10 2020 114 519 A1 [0029]
- DE 10 2020 133 851 A1 [0030]