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DE102023002974A1 - Hängetaschenlagersystem zum Lagern, Kommissionieren, Sortieren und Auslagern von Lagergütern mit Intervallpufferkreisel - Google Patents

Hängetaschenlagersystem zum Lagern, Kommissionieren, Sortieren und Auslagern von Lagergütern mit Intervallpufferkreisel Download PDF

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Publication number
DE102023002974A1
DE102023002974A1 DE102023002974.2A DE102023002974A DE102023002974A1 DE 102023002974 A1 DE102023002974 A1 DE 102023002974A1 DE 102023002974 A DE102023002974 A DE 102023002974A DE 102023002974 A1 DE102023002974 A1 DE 102023002974A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hanging
rolling
adapter
retrieval
stopping point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE102023002974.2A
Other languages
English (en)
Inventor
Felix Theurer
Dominik Geyer
Robin Luckey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Emhs GmbH
Original Assignee
Emhs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emhs GmbH filed Critical Emhs GmbH
Priority to DE102023002974.2A priority Critical patent/DE102023002974A1/de
Priority to PCT/EP2024/070731 priority patent/WO2025021758A1/de
Publication of DE102023002974A1 publication Critical patent/DE102023002974A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G1/00Storing articles, individually or in orderly arrangement, in warehouses or magazines
    • B65G1/02Storage devices
    • B65G1/04Storage devices mechanical
    • B65G1/0457Storage devices mechanical with suspended load carriers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B3/00Elevated railway systems with suspended vehicles
    • B61B3/02Elevated railway systems with suspended vehicles with self-propelled vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Control Of Position, Course, Altitude, Or Attitude Of Moving Bodies (AREA)
  • Warehouses Or Storage Devices (AREA)

Abstract

Ein Hängetaschenlagersystem dient zum Lagern, Kommissionieren, Sortieren und Auslagern von Lagergütern (3) mit einer Steuereinrichtung (25), einer Vielzahl an Rolladaptern (61) und an den Rolladaptern (61) aufhängbaren oder aufgehängten Hängetaschen (5), einem Hängetaschenlager (1), das zum Lagern, Kommissionieren und Sortieren der Lagergüter (3) mit der Vielzahl an Hängetaschen (5) zusammenwirkt. Um das Auslagern von Lagergütern in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Reihenfolge aus dem Hängetaschenlagersystem zu verbessern, hat das Hängetaschenlager eine Ebene (9) und ein Netz (49) mit zumindest einer oder einer Vielzahl an geschlossenen Strecke/n (56), wobei die geschlossene/n Strecke/n (56) endlos von den Hängetaschen (5) oder den Rolladaptern (61) mit angehängten Hängetaschen (5) befahrbar ist/sind, eine Zufahrt (54) oder die Zufahrt (54) und eine Ausfahrt (52) sowie einen Haltepunkt (50) oder einen gedachten Haltepunkt (50) aufweist/aufweisen, an dem in Abhängigkeit der Steuereinrichtung (25) eine der Hängetaschen (5) anhaltbar und/oder für ein Verlassen der geschlossenen Strecke/n (56) bereitstellbar ist und nur abhängig vom Zustand der einen der Hängetaschen (5) oder nur abhängig vom Zustand der einen der Hängetaschen (5) und von jeweils mitfahrenden Längsdynamiksteuerungen der Rolladapter (61) der weiteren Hängetaschen (5) alle diese weiteren Hängetaschen (5) in der jeweiligen geschlossenen Strecke (56) ebenfalls anhaltbar sind.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein Hängetaschenlagersystem zum Lagern, Kommissionieren, Sortieren und Auslagern von Lagergütern, in diesem zusammenwirkende Rolladapter, Hängetaschen und Hängetaschenlager sowie Vorrichtungsgemäße Verfahren.
  • Stand der Technik
  • In automatisierten Warenlagern, Produktionsstätten und beim Warentransport wie z.B. im Versandhandel ist es erforderlich, Fördergut möglichst automatisiert in Fördergutbehältern aufzunehmen und aus diesen wieder auszuladen. In diesen Fördergutbehältern können die Waren vor ihrer Auslieferung gelagert werden und gelangen so an die Station, in der sie für den Weitertransport zum Kunden verpackt werden. Der Transport innerhalb der Lager erfolgt üblicherweise über Hängefördereinrichtungen. Die Fördergutbehälter sind dabei meist Taschen, die wie Stoffbeutel gefertigt sind und oben mit einer Art Drahtbügel in ein Schienensystem eingehängt sind. Ein derartiger Fördergutbehälter ist z.B. aus der WO 2014/012965 A1 bekannt. Über ein Gestänge werden dessen Seitenwandelemente so angesteuert, dass die über einen Verbindungsbereich miteinander verbundenen Seitenwandelemente aufgeklappt werden können. Im Bereich einer Beladestation werden die Behälter zudem in eine horizontale oder geneigte Stellung überführt.
  • Vergleichbare Fördergutbehälter und zugehörige Hängefördereinrichtungen sind z.B. aus der DE 10 2004 018 569 A1 , EP 2 130 968 A1 oder EP 2 196 415 A bekannt. Die dort beschriebenen Transporttaschen bestehen aus flexiblen Materialien in Form einer Schlaufe, in der das Fördergut gehalten wird. Zum Beladen werden diese Transporttaschen von oben geöffnet, um das Fördergut in die Schlaufe einbringen zu können. Ein Entladen erfolgt dadurch, dass das Fördergut entweder seitlich aus der Schlaufe entnommen oder ausgestoßen wird oder z.B. gemäß der EP 2 130 968 A1 die Schlaufe nach unten geöffnet wird. Ferner ist aus der DE 103 54 419 A1 ein Fördergutträger bekannt, der eine relativ steife und flache Kunststoffwand mit einem Ausschnitt zum Be- und Entladen mit Fördergut aufweist,
    Andere Fördergutbehälter sind gefertigt wie hängende flache Wannen aus Kunststoff, die einseitig mit elastischen Stoffen bezogen sind, was das Fördergut einklemmt.
  • Es ist bekannt, solche Fördergutbehälter mechanisiert zu beladen und manuell wieder zu entladen. Ein Transporttakt richtet sich nach dem langsamsten Vorgang, der auch von der Menge an transportiertem Fördergut abhängt. Insbesondere eine hohe Anzahl an einzelnen Fördergütern kann das Be- und/oder Entladen verlangsamen. Z.B. können das Entladen und/oder das Zusammenfügen zerlegter Transportbehälter den maximal möglichen Transporttakt bestimmen. Die EP 2 686 258 B1 betrifft ein Hängefördersystem mit einer Transporttasche zur automatischen Entladung eines geladenen Stückguts und mit einer Entladestation. Die Transporttasche weist einen horizontalen Boden auf, auf dem das Stückgut für Transportzwecke gelagert werden kann. Der Boden wirkt mit einer Hubeinrichtung zusammen, die eingerichtet ist, den Boden der mit mindestens einem Stückgut beladenen Transporttasche, wenn sich die Transporttasche in einer Entladestellung befindet, in einer vertikalen Richtung in der Art anzuheben, dass das mindestens ein Stückgut mittels einer Schubeinrichtung durch eine Stirnseite eines Grundkörpers der Transporttasche zentral ausschiebbar ist, wobei die Schubeinrichtung einen Schieber aufweist, der durch eine andere Stirnseite des Grundkörpers in ein Inneres des Grundkörpers eingreift, wo sich das mindestens eine Stückgut befindet, wenn der Boden angehoben ist. Zum Entladen sind also die zwei gegenüberliegenden geöffneten Stirnseiten, der in der vertikalen Richtung anhebbare Boden sowie der durch eine der Stirnseiten durchgreifende Schieber der Schubeinrichtung erforderlich. Aus der DE 20 2017 100 206 U1 ist ein Fördergutbehälter für eine Hängefördereinrichtung zum Transportieren von Fördergut bekannt, der zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verstellbar ist. Der Fördergutbehälter weist einen Boden auf, der einer Auswerfvorrichtung mechanisch zugeordnet ist. Mittels der Auswerfvorrichtung ist der Boden zwischen einer Transportstellung, in der das Fördergut innerhalb des Fördergutbehälters lagerbar, und einer Auswerfstellung, in der das Fördergut aus dem Fördergutbehälter auswerfbar ist, verstellbar.
  • Aus der DE 10 2018 105 795 A1 sind ein Verfahren zum Beladen oder Entladen eines auf einem biegeschlaffen Material eines Fördergutbehälters aufgenommenen Förderguts mittels einer Station wie einer Entladestation und/oder einer Beladestation eines Hängefördersystems sowie ein verfahrensgemäßer Fördergutbehälter, Entladestation und Hängefördersystem bekannt. Der Fördergutbehälter wird an die Station angenähert, wo dann eine Anziehungskraft zwischen der Station und dem Fördergutbehälter zum Koppeln des biegeschlaffen Materials des Fördergutbehälters bewirkt wird. Der so gekoppelte Fördergutbehälter wird geneigt und das Fördergut in einer Gleitbewegung aus dem Fördergutbehälter ausgeworfen.
  • Die DE 10 2018 128 417 A1 beschreibt ein Verfahren zum Transportieren und Sortieren einer an einem auf einem Schienennetz einer Sortieranlage abrollenden Rolladapter aufgehängten Sortertasche zum Transportieren eines Stückguts, gekennzeichnet durch: Bereitstellen des Schienennetzes der Sortieranlage, Bereitstellen des auf dem Schienennetz abrollenden Rolladapters der Sortertasche, Bereitstellen einer elektrischen Antriebsenergie für den Rolladapter,- Wandeln der bereitgestellten elektrischen Antriebsenergie mittels des Rolladapters selbst in eine Bewegungsenergie zum Transportieren der Sortertasche sowie verfahrensgemäße Vorrichtungen. Die Rolladapter dienen zum Aufhängen und bewegen der Sortertaschen. Dazu weisen diese jeweils ein Fahrwerk mit zwei koaxial drehenden Rädern, eine zwischen den Rädern angeordnete und von diesen getragene Aufhängung, an der die Sortertasche aufgehängt ist, einen elektrischen Antrieb zum Antreiben der Räder und eine Steuervorrichtung oder Teilsteuervorrichtung zum autonomen oder zumindest teilautonomen Steuern des Rolladapters entlang eines aus einer Vielzahl an Fahrwegen ausgewählten Fahrwegs auf.
  • Ferner ist es bekannt, dass industrielle Gegenstände nach einem Netzwerkstandard untereinander kommunizieren, was auch als industrielles Internet der Sachen (IIoT) bezeichnet wird. Aus der DE 10 2013 001 107 A1 ist beispielsweise ein Verfahren zur Herstellung einer Datenverbindung zwischen einem oder mehreren als Feststationen ausgebildeten Gateways und mindestens einem Transportroboter, wobei die Transportroboter ihre Datenverbindung zu den Gateways in der Fahrumgebung des weit verzweigten Schienennetzes lediglichüber vom WLAN-Standard nicht genutzte Kanäle im WLAN-Band durchführen.die Datenverbindung im Kanal und/oder im Kanal 9 und/oder in den Kanälen 14 und/oder 15 hergestellt ist. Dadurch soll ein schnellerer Kanalaufbau und ein schnellerer, ungestörter Datenaustausch zwischen den Transportrobotern und den in der Fahrumgebung angeordneten Gateways möglich werden. Es ist jedoch nicht möglich dadurch eine Funkleistungsdicht insgesamt zu reduzieren.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Einlagern, Auslagern, Lagern und Sortieren mittels autonom fahrenden Hängetaschen bei einem Hängetaschenlager mit einer minimalen Funkleistungsdichte und/oder minimalem Kommunikationsaufwand zu ermöglichen.
  • Die Aufgabe ist bei einem Hängetaschenlagersystem zum Lagern, Kommissionieren, Sortieren und Auslagern von Lagergütern durch eine Steuereinrichtung, mittels der das Lagern, Kommissionieren und Sortieren der Lagergüter steuerbar und/oder eine Reihenfolge der Lagergüter für eine Auslagerung der Lagergüter vorgebbar ist, eine Vielzahl an an Rolladaptern aufhängbaren oder aufgehängten Hängetaschen, wobei die Rolladapter oder die Hängetaschen jeweils eine mitfahrende Längs- und Querdynamiksteuerung sowie eine Kommunikationsvorrichtung aufweisen und wobei in die Hängetaschen jeweils zumindest eines der Lagergüter aufnehmbar und wieder auslagerbar ist, ein Hängetaschenlager, das zum Lagern, Kommissionieren und Sortieren der Lagergüter mit der Vielzahl an Hängetaschen zusammenwirkt, mit: einer Ebene und einem Netz auf dem die Hängetaschen mittels der jeweils mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung autonom oder zumindest teilautonom fahrbar sind sowie zumindest einen Block in dem die Hängetaschen einlagerbar, bewegungsfrei lagerbar, und für die Auslagerung wieder abrufbar sind, wobei das Hängetaschenlager zumindest eine oder eine Vielzahl an geschlossenen Strecke/n aufweist, wobei die geschlossene/n Strecke/n endlos von den Hängetaschen oder den Rolladaptern mit angehängten Hängetaschen befahrbar ist/sind, eine Zufahrt oder die Zufahrt und eine Ausfahrt sowie einen Haltepunkt oder einen gedachten Haltepunkt aufweist/aufweisen, an dem in Abhängigkeit der Steuereinrichtung eine der Hängetaschen anhaltbar und/oder für ein Verlassen der geschlossenen Strecke/n bereitstellbar ist und nur abhängig vom Zustand der einen der Hängetaschen oder nur abhängig vom Zustand der einen der Hängetaschen und von jeweils mitfahrenden Längsdynamiksteuerungen der Rolladapter der weiteren Hängetaschen alle diese weiteren Hängetaschen in der jeweiligen geschlossenen Strecke ebenfalls anhaltbar sind gelöst. Die Kombination der autonom fahrenden Rolladapter mit dem Block ergibt bei einer vorgegebenen Reihenfolge eine besonders hohe Flexibilität gute Pickzeiten sowie einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch. Aktuell nicht benötigte Hängetaschen bzw. Lagergüter müssen nicht mitbewegt werden, was einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch und/oder Verschleiß ermöglicht. Es kann eine Funkverkehrsdichte weiter reduziert werden. Das Befahren der geschlossenen Strecke benötigt keine globale Kommunikation, das Anhalten durch das Halten an dem Haltepunkt lediglich eine globale Kommunikation zwischen Steuereinrichtung und der entsprechenden Hängetasche. Diese kann bereits vorab bei einem Übermitteln eines Fahrbefehls, vorzugsweise außerhalb des Blocks erfolgen. Dadurch kann in dem Block, der eine Sortierung der Hängetaschen durchführen kann, eine Funkverkehrsdichte weiter reduziert werden.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform des Hängetaschenlagersystems ist vorgesehen, dass die in dem Block gelagerten Hängetaschen mittels eines mittels der Kommunikationsvorrichtung empfangbaren Abrufbefehls wieder für die Auslagerung abrufbar sind. So können Lagergüter zentral gesteuert abgerufen werden.
  • Bei einer weiteren Ausgestaltung ist es möglich, dass der Abrufbefehl von der Steuereinrichtung über eine Strecke oder eine drahtlose Strecke an die Kommunikationsvorrichtung der jeweiligen Hängetasche sendbar ist. Grundsätzlich kann der Abrufbefehl über zumindest eine Strecke, insbesondere Funkstrecke, vorzugsweise jedoch auch über mehrere Strecken, z.B. Funkstrecken erfolgen. So kann eine Übertragungssicherheit verbessert werden.
  • Darüber hinaus ist es denkbar, dass das Netz oder zumindest der Block des Netzes waagerecht oder zumindest im Wesentlichen waagerecht gestaltet sind. Dadurch kann ein raumsparendes Hängetaschenlagersystem realisiert werden. Außerdem kann an den Hängetaschen bzw. den Rolladaptern auf eine Feststellbremse verzichtet werden, da ein antriebsloses lediglich schwerkraftinduziertes Wegrollen nicht auftreten kann.
  • Eine weitere Ausführung des Hängetaschenlagersystems weist zumindest eine zweite Ebene auf, in denen jeweils die Hängetaschen und damit die Lagergüter aufnehmbar sind, wobei die Hängetaschen mit den Lagergütern in der jeweiligen Ebene des Hängetaschenlagers für die bevorstehende Auslagerung bereitstellbar sind und eine zwischen den Ebenen angeordnete Förderanlage, Vertikalförderanlage und/oder Ringförderanlage zum Befördern der Lagergüter zwischen den Ebenen auf. So kann ein vertikal zur Verfügung stehender Bauraum für das Hängetaschenlagersystem optimal ausgenutzt werden, also auf einer zur Verfügung stehenden Grundfläche möglichst viele Lagerplätze und/oder Sortierkapazitäten geschaffen werden.
  • Eine weitere alternative Ausgestaltung des Hängetaschenlagersystems zeichnet sich dadurch aus, dass die vorgebbare oder vorgegebene Reihenfolge der Lagergüter für die Auslagerung über die Ebene und die zumindest zweite Ebene hinweg mittels zumindest fünf Elementen des Hängetaschenlagers der folgenden Gruppe herstellbar ist und/oder hergestellt wird: - zumindest einen in der Ebene angeordneten der Blöcke, zumindest einen weiteren in der zumindest einen zweiten Ebene angeordneten der Blöcke, - zumindest eine Übergabeanordnung zum Herstellen und Bereitstellen der Hängetaschen für die Auslagerung in einer Teilreihenfolgen der Übergabeanordnung der Ebene, und/oder die dem einen der Blöcke nachgeschaltet ist, - zumindest eine in der zumindest einen zweiten Ebene angeordnete zweite Übergabeanordnung zum Herstellen und Bereitstellen der Hängetaschen für die Auslagerung in einer Teilreihenfolgen der zweiten Übergabeanordnung der zweiten Ebene, und/oder die dem zumindest einen weiteren der Blöcke nachgeschaltet ist, - die zwischen den Ebenen angeordnete und/oder den Übergabeanordnungen nachgeschaltete Förderanlage, Vertikalförderanlage und/oder Ringförderanlage zum Befördern der Lagergüter zwischen den Ebenen, und/oder wobei mittels der Förderanlage, Vertikalförderanlage und/oder Ringförderanlage die Reihenfolge aus den Teilreihenfolgen der Bereitstellungsvorrichtungen herstellbar und/oder zusammensetzbar und/oder zusammenbringbar ist. Es ist denkbar, dass für die Lagerung und/oder Sortierung vorhandenen Teile, insbesondere geschlossene Strecken beziehungsweise endlos befahrbare Kreisel in den Blöcken und den Übergabeanordnungen gleichermaßen vorhanden sind, insbesondere in unterschiedlichen Dimensionierungen. Z.B. vergleichsweise größer in den Blöcken und vergleichsweise kleiner in der Übergabeanordnungen. Die Blöcke und die Übergabeanordnungen können mit derselben Strategie betrieben werden, wobei ein Steuerungsaufwand verringert werden kann. Zum Optimieren einer und/oder anpassen an eine Durchflussrichtung der Lagergüter durch das Hängetaschenlager können die Kreisel und/oder endlosen Strecken der Blöcke und der Übergabeanordnungen länglich gestaltet sein und in jeweils in einer Längsrichtung gleichgerichtet oder in einem Winkel von 90 Grad zueinander angeordnet sein.
  • Alternativ oder zusätzlich kann bei dem Hängetaschenlagersystem vorgesehen sein, dass das die Hängetaschen mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung in den zumindest einen Block einfahrbar und gesteuert mittels der Steuereinrichtung einlagerbar, bewegungsfrei lagerbar, und wieder abrufbar sind. Dadurch kann auf eine aufwändige Fördertechnik wie Schleppketten, Mitnehmersysteme und Ähnliches verzichtet werden. Das Netz und/oder der Block des Hängetaschenlagers ist/sind vorzugsweise passiv, sodass auch auf Stellelemente am Netz verzichtet werden kann. Steuervorgänge können durch die mitfahrende Querdynamiksteuerung ohne zentralen Steuerungsaufwand durch die Steuereinrichtung durchgeführt werden.
  • Schließlich ist es denkbar, dass die Hängetaschen in dem zumindest einen Block in einen stromsparenden Ruhezustand bringbar sind. Dadurch kann zusätzlich Energie eingespart werden. Der Ruhezustand kann vorzugsweise im Stillstand während einer Lagerung verwendet werden, um Energie einzusparen. Für einen Abruf bzw. eine Auslagerung können die Hängetaschen wieder aufgeweckt werden.
  • Die Aufgabe ist außerdem bei einem Hängetaschenlager eines Hängetaschenlagersystems oder eines vorab beschriebenen Hängetaschenlagersystems dadurch gelöst, dass die in dem Block vorhandenen Hängetaschen oder Rolladapter mit angehängten Hängetaschen dazu eingerichtet sind, die Zustände der folgenden Gruppe einzunehmen und in dem Hängetaschenlager oder dem Block zumindest einen davon aufweisen: Bewegungsfrei gelagert durch Anhalten, falls eine vordere Hängetasche das Netz des Blocks blockiert, in Abhängigkeit der mitfahrenden Längsdynamiksteuerung, vorzugsweise nur in Abhängigkeit der mitfahrenden Längsdynamiksteuerung; Bewegungsfrei gelagert und angehalten an dem Haltepunkt oder dem gedachten Haltepunkt in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung und/oder dort angehalten und bereitgestellt zum Verlassen der geschlossenen Strecke; empfangsbereit für die nicht mitfahrende Steuereinrichtung, vorzugsweise zum Fahren an den Haltepunkt und/oder einen Zielort; adressiert für einen Auslagerungsvorgang in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung; in Bewegung zum Einfahren, vorzugsweise auf der Zufahrt, in die geschlossene Strecke in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung; in Bewegung zum Verlassen der geschlossenen Strecke, insbesondere auf der Ausfahrt; in Bewegung zum Verlassen des Haltepunktes oder des gedachten Haltepunkts, vorzugsweise auf der Ausfahrt, in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung; bestromt mittels einer elektrischen Energie; in Bewegung für das endlose Befahren der geschlossenen Strecke nach dem Einfahren nur in Abhängigkeit der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung. Für das Anhalten und das endlose Fahren auf der geschlossenen Strecke wird die globale Steuereinrichtung nicht benötigt. Dadurch kann eine Funkverkehrsdichte reduziert werden, wobei Hängetaschenlager mit sehr vielen Hängetaschen, z.B. mehr als 10.000, insbesondere 500.000, insbesondere mehr als 1.000.000 und/oder mit einer in Fahrtrichtung beziehungsweise X-Richtung gesehenen Dichte von bis zu 20 Hängetaschen pro Meter, insbesondere zwischen 10 und 20, sowie eine gute Spalierbarkeit möglich werden. Als Teil des Hängetaschenlagersystems ergeben sich auch die vorab beschriebenen Vorteile.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Hängetaschenlagers ist so gestaltet, dass der gedachte Haltepunkt als Zielpunkt einer Fahranweisung an den Rolladapter übermittelbar ist oder mittels der Steuereinrichtung als Zielpunkt einer Fahranweisung an den Rolladapter übermittelbar ist und/oder der Haltepunkt Teil des Netzes ist und mittels der Steuereinrichtung ansteuerbar ist, wobei. Es ist also denkbar, dass der Haltepunkt lediglich durch eine Steuerung mittels der Steuereinrichtung virtuell bzw. gedacht realisiert wird, insbesondere indem in den Block einfahrende Hängetaschen als Ziel den Haltepunkt erhalten und diesen autonom anfahren. Alternativ kann der Haltepunkt ein Teil des Netzes sein, z.B. in Form einer Vorrichtung, die einer Hängetasche bzw. einem herannahenden Rolladapter mit eingehängter Hängetasche den Befehl zum Anhalten erteilt, insbesondere gesteuert durch die Steuereinrichtung. Dies kann z.B. durch einen mechanischen oder datentechnischen Eingriff erfolgen, der von dem Rolladapter erfassbar und in das Anhalten umsetzbar ist.
  • Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist es möglich, dass die geschlossene Strecke eine Lagerstraße, eine diese kreuzende Rangierstraße, eine diese kreuzende weitere Lagerstraße sowie eine weitere Lagerstraße aufweist. Die geschlossene Strecke kann einfach durch sich kreuzende Fahrwege gebildet werden und mittels der mitfahrenden Querdynamiksteuerung endlos befahren werden.
  • Die Aufgabe ist ferner bei einem Rolladapter für eine Hängetasche, der mit einem vorab beschriebenen Hängetaschenlager zusammenwirkt, dadurch gelöst, dass die Längsdynamiksteuerung des Rolladapters eine Abstandskontrolle aufweist, die eine Geschwindigkeit des Rolladapter abhängig von einem in Fahrtrichtung gesehen vor dem Rolladapter liegenden Gegenstand und/oder vorderen Rolladapter steuert und/oder einen Abstand zu dem weiteren Rolladapter regelt. Durch die Abstandskontrolle kann der Rolladapter ohne globale Kommunikation anhalten. Insbesondere dann, wenn die geschlossene Strecke durch das Anhalten an dem Haltepunkt blockiert ist. Dabei ist es möglich, trotz des Anhaltens weitere der Hängetaschen in die geschlossene Strecke einfahren zu lassen. Dazu können die Zufahrt und Ausfahrt beabstandet zueinander angeordnet sein. Die Ausfahrt kann stromabwärts der Zufahrt einen möglichst großen, vorzugsweise maximalen Abstand aufweisen und stromaufwärts einen möglichst kleinen, vorzugsweise minimalen Abstand aufweisen. Dadurch kann die Zufahrt trotz der angehaltenen Hängetaschen frei bleiben, sodass möglichst viele der Hängetaschen in die geschlossene Strecke einfahren können. Dies kann eine Schnellstraße zum Zwecke des Zulaufs oder Ablaufs möglichst frei von Stauungen halten.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel des Rolladapters ist vorgesehen, dass die Längsdynamiksteuerung des Rolladapters die Geschwindigkeit auf Null steuert, falls der vordere Rolladapter eine Geschwindigkeit von Null aufweist und ein Ist-Abstand des Rolladapters zu dem vorderen Rolladapter einen vorgebbaren oder vorgegebenen Mindestabstand unterschreitet. Eine dafür erforderliche Messung kann vorzugsweise ohne oder mit einer vergleichsweise geringen Funkleistung erfolgen, sodass die Hängetaschen auf der geschlossenen Strecke anhalten, wobei keine oder nur eine minimale Menge an Funkleistung verwendet werden muss.
  • Darüberhinaus ist bei einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass der Rolladapter zumindest einen der folgenden Zustände aufweist und/oder zum Einnehmen der Zustände eingerichtet, ausgelegt und/oder programmiert ist und/oder diese wahlweise von dem Rolladapter einnehmbar sind: selbsttätiges Anhalten oder Verlangsamen der Fahrt falls der vordere Rolladapter das Netz blockiert; Speichern einer Fahranweisung für und/oder endloses Befahren einer vorgegebenen oder vorgebbaren geschlossenen Strecke; Anhalten an einem vorgebbaren oder vorgegebenen Haltepunkt der geschlossenen Strecke oder Anhalten an dem Haltepunkt in Abhängigkeit der Steuerung; Verlassen der geschlossenen Strecke, vorzugsweise ausgehend von dem Haltepunkt in Richtung eines vorgebbaren oder vorgegebenen Zielpunktes in Abhängigkeit der Steuerung oder Kreuzen einer der Rangierstraßen und/oder Einbiegen in eine der Schnellstraßen zum Verlassen der geschlossenen Strecke; Einfahren in die geschlossene Strecke in Abhängigkeit der Steuereinrichtung. Dadurch kann der Rolladapter nach einmaliger Programmierung durch eine Fahranweisung zum Einfahren in die geschlossene Strecke diese autonom solange ohne weitere Verbindung zu der Steuereinrichtung bzw. Fahranweisung befahren, bis die Steuereinrichtung den Rolladapter mit einer erneuten Fahranweisung zum Auslagern adressiert. Das autonome Befahren kann in diesem Fall mittels der mitfahrenden Langs- und Querdynamiksteuerung erfolgen. Besonders bevorzugt ist es denkbar, dass das Sortieren und Lagern der Hängetasche mehrstufig erfolgt, insbesondere in den Blöcken sowie den diesen nachgeschalteten Übergabeanordnungen. Vorzugsweise über mehrere Etagen hinweg zusammen mit dem Vertikalförderer. Der Vertikalförderer transportiert den Rolladapter zusammen mit der Hängetasche und dem darin enthaltenen Lagergut. Es können zwei oder mehrere Sortierelemente, insbesondere endlosen Strecken, hintereinander und gleichzeitig parallel geschaltet bzw. verwendet werden, Z.B, ist es denkbar, parallel aus zwei Blöcken oder aus zwei oder mehreren der geschlossenen Strecken aus einem Block zwei oder mehrere der Lagergüter zu adressieren und in eine beiden nachgeschaltete weitere endlose Strecke einer Übergabeanordnung zu verlagern. Dies kann gegebenenfalls zusätzlich parallel in mehreren der Ebenen erfolgen. Wobei dadurch in der Ebene die Reihenfolge oder bei mehreren Ebenen eine Vielzahl an Teilreihenfolgen erzeugbar sind, die dann mittels des nachgeschalteten Vertikalförderers zu der gewünschten Reihenfolge der Lagergüter zusammenfügbar sind. Die jeweilige Übergabeanordnung weist insbesondere genauso wie die Blöcke, mehrere der Sortierelemente, insbesondere parallel geschaltete Sortierelemente, insbesondere die geschlossenen Strecken auf. So kann parallelisiert das Lagern, Auslagern und Sortieren der Hängetaschen und damit der darin enthaltenen Lagergüter erfolgen. Dadurch kann eine hohe Performance des Hängetaschenlagersystems erzielt werden.
  • Die Aufgabe ist außerdem bei Verfahren zum Steuern eines Hängetaschenlagers oder zum Steuern eines vorab beschriebenen Hängetaschenlagers durch: Einfahren des Rolladapters in die geschlossene Strecke; Übermitteln einer Endlosfahranweisung an den Rolladapter, die besagt, dass die geschlossene Strecke endlos zu befahren ist; Endloses befahren der geschlossenen Strecke; Übermitteln einer Auslagerungsfahranweisung zu einem Auslagerungszielort an den Rolladapter für eine Auslagerung; Verlassen der geschlossenen Strecke und Ansteuern des Auslagerungszielortes entsprechend der Fahranweisung für die Auslagerung des Rolladapters. Die endlose Strecke kann dadurch ohne weiteren Kontakt zur Steuereinrichtung autonom durchfahren werden. Dazu sind lediglich maximal zwei Kontakte zur Steuereinrichtung erforderlich, eine Anweisung in die endlose Strecke einzufahren und dort zu kreiseln und eine weitere Anweisung diese wieder zu verlassen. Es ist denkbar, dass dazu lediglich Orte angegeben werden und die Hängetaschen bzw. die Rolladapter autonom diese ansteuern, insbesondere in Kenntnis des Netzes, insbesondere des Blocks und der Kenntnis bzw. einer vorab abgelegten Routine, dort zu kreiseln. Das Verfahren kann insbesondere an und/oder mittels des vorab beschriebenen Hängetaschenlagers durchgeführt werden. Es ergeben sich die vorab beschriebenen Vorteile.
  • Eine Ausführungsform des Verfahrens zeichnet sich aus durch Unterbrechen des endlosen Befahrens, falls sich der vordere Rolladapter vor dem Rolladapter befindet und eine Geschwindigkeit von Null aufweist; und Wiederaufnehmen des endlosen Befahrens, falls der vordere Rolladapter wieder eine Geschwindigkeit größer Null aufweist. Dies kann mittels der jeweils mitfahrenden Längsdynamiksteuerung erfolgen, also ohne die zentrale Steuereinrichtung zu belasten.
  • Bei einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Verfahren sind ein Einplanen des Rolladapters für die Auslagerung, ein Übermitteln einer Zwischenfahranweisung an den eingeplanten Rolladapter mit dem Haltepunkt als Ziel, ein Bewegen des Rolladapters zu dem Haltepunkt und ein Anhalten des Rolladapters an dem Haltepunkt denkbar. In diesem Fall können durch die Zwischenfahranweisung der Steuereinrichtung alle in der geschlossenen Strecke befindlichen Hängetaschen angehalten werden. Dabei können ein Verschleiß sowie ein Strombedarf solange reduziert werden, bis tatsächlich wieder eine der Hängetasche die geschlossene Strecke verlassen sollen. Dies ist insbesondere die an dem Haltepunkt befindliche und/oder bereits für die nächste Auslagerung eingeplante Hängetasche.
  • Das Verfahren kann bei einer weiteren Alternative mit Einplanen des Rolladapters für eine Auslagerung, Übermitteln einer Auslagerungsfahranweisung zu einem Auslagerungszielort nach dem Übermitteln einer Zwischenfahranweisung an den eingeplanten Rolladapter, Verlassen des Haltepunktes und dann Verlassen der geschlossenen Strecke und dabei Ansteuern des Auslagerungszielortes entsprechend der Auslagerungsfahranweisung durchgeführt werden. Die Auslagerungsfahranweisung kann insbesondere zeitversetzt erfolgen, wobei die mittels der Zwischenfahranweisung von der Steuereinrichtung angesprochene Hängetasche bereits vorbereitend an den Haltepunkt aufrücken kann. Der Haltepunkt ist vorzugsweise nahe an der Ausfahrt gelegen, sodass der Auslagerungszielort schneller angefahren werden kann. Besonders vorzugsweise kann die geschlossene Strecke eine U-förmige Gestaltung aufweisen und als First-in-First-out Puffer verwendet werden, wobei vorzugsweise die Einfahrt und die Ausfahrt an einem offenen Ende der U-förmigen Gestaltung angeordnet sind. Dadurch bildet sich zwischen der Einfahrt und der Ausfahrt eine maximal lange Wegstrecke und damit maximale Kapazität, die für die Pufferung der Hängetaschen zur Verfügung steht.
  • Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens kann mit Übermitteln der Zwischenfahranweisung an einen beliebigen die geschlossene Strecke befahrenden Rolladapter, falls aktuell keine Einplanung für die Auslagerung vorgenommen ist/wird, und/oder Übermitteln der Zwischenfahranweisung zu dem Haltepunkt als Ziel und/oder Übermitteln der Endlosfahranweisung an den beliebigen Rolladapter, falls der Rolladapter für die Auslagerung eingeplant wird, und/oder endloses Befahren der geschlossenen Strecke mit dem beliebigen Rolladapter entsprechend der Endlosfahranweisung; direktes Verlassen des Haltepunkts durch den beliebigen Rolladapter.
  • Schließlich kann das Verfahren mit Wiederholen des Verfahrens für eine Vielzahl an Auslagerungen, Übermitteln der Zwischenfahranweisung an den beliebigen die geschlossene Strecke befahrenden Rolladapter oder an den für die Auslagerung eingeplanten Rolladapter und Übermitteln der Endlosfahranweisung an alle übrigen die geschlossene Strecke befahrenden Rolladapter. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Rolladapter auch dann anhalten, wenn gerade keine der Hängetaschen eingeplant ist und an dem Haltepunkt auf die endgültige Auslagerung wartet. In diesem Fall wird der beliebige Rolladapter bzw. Hängetasche an den Haltepunkt geschickt und dort angehalten, wobei automatisch alle nachrückenden Hängetaschen ebenfalls anhalten.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
  • Kurzbeschreibung der Figuren
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
    • 1 eine schematische dreidimensionale Ansicht von schräg seitlich vorne oben eines ein Hängetaschenlager aufweisenden Hängetaschenlagersystems;
    • 2 eine schematische Seitenansicht einer Hängetasche für das in 1 gezeigte Hängetaschenlager;
    • 3 eine schematische Seitenansicht mehrere der in 2 gezeigten Hängetaschen an einem Schienennetz;
    • 4 eine schematische Ansicht einer Ebene eines Hängetaschenlagers zur Verdeutlichung einer Auslagerung mit einer Umkehr einer Bewegungsrichtung;
    • 5 eine schematische Ansicht der Ebene des Hängetaschenlagers zur Verdeutlichung einer Auslagerung mit einer Umrundung einer Lagerstraße;
    • 6 eine schematische Ansicht der Ebene des Hängetaschenlagers zur Verdeutlichung einer Auslagerung mit einer Umrundung/einem Pendeln; und
    • 7 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung eines Verfahrens zum Steuern eines Hängetaschenlagers mit einer endlos befahrbaren geschlossenen Strecke.
  • Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
  • Die Erfindung wird jetzt beispielhaft unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Allerdings handelt es sich bei den Ausführungsbeispielen nur um Beispiele, die nicht das erfinderische Konzept auf eine bestimmte Anordnung beschränken sollen. Bevor die Erfindung im Detail beschrieben wird, ist darauf hinzuweisen, dass sie nicht auf die jeweiligen Bauteile der Einrichtung sowie die jeweiligen Verfahrensschritte beschränkt ist, da diese Bauteile und Verfahren variieren können. Die hier verwendeten Begriffe sind lediglich dafür bestimmt, besondere Ausführungsformen zu beschreiben und werden nicht einschränkend verwendet. Wenn zudem in der Beschreibung oder in den Ansprüchen die Einzahl oder unbestimmte Artikel verwendet werden, bezieht sich dies auch auf die Mehrzahl dieser Elemente, solange nicht der Gesamtzusammenhang eindeutig etwas Anderes deutlich macht.
  • 1 zeigt eine schematische dreidimensionale Ansicht von schräg seitlich vorne oben eines Hängetaschenlagersystems 2 mit einem Hängetaschenlagers 1.
  • Das Hängetaschenlager 1 kann je nach Anwendungsfall genau eine Ebene aufweisen, insbesondere zumindest eine Ebene oder bevorzugt zumindest zwei Ebenen 9, 13 aufweisen, hier dargestellt sind insgesamt vier, wobei beispielhaft eine erste Ebene 9 und eine zweite Ebene 13 mit Bezugszeichen versehen sind. Es sind mehr oder weniger Ebenen denkbar, z.B. 10 Ebenen oder mehr, die vertikal übereinander angeordnet sind.
  • Jede der Ebenen 9, 13 des Hängetaschenlagers 1 weisen jeweils einen Übergabepuffer 7, 11 auf, von denen ebenfalls nur ein erster Übergabepuffer 7 und ein zweiter Übergabepuffer 11 mit Bezugszeichen versehen sind.
  • Das Hängetaschenlager 1 dient zum Aufnehmen, Lagern, Sortieren und/oder Auslagern von Lagergütern 3, wahlweise als reines Lager oder Sortiervorrichtung. Die Übergabepuffer 7,11 sind vorzugsweise vertikal übereinander angeordnet, was mittels einer Linie 27 symbolisiert ist. Es ist jedoch auch denkbar, nur zumindest zwei der Übergabepuffer 7,11 übereinander anzuordnen und/oder diese schräg zu einer senkrechten Raumrichtung entlang der Linie 27 anzuordnen.
  • Entlang der gedachten Linie 27 entlang der die Übergabepuffer 7,11 angeordnet sind, verläuft auch eine Ringförderanlage 23, vorzugsweise eine Vielzahl solcher. Die Übergabepuffer 7,11 sind so benachbart zu der Ringförderanlage 23 angeordnet, dass die Lagergüter 3 von diesen in die Ringförderanlage 23 übergeben werden können und/oder von dieser in die Ebenen 9,13 bzw. die Übergabepuffer 7, 11 der Ebenen 9, 13 eingelagert werden können.
  • In einen Ausführungsbeispiel werden die Lagergüter 3 direkt in die Ringförderanlage 23 übergeben. Bevorzugt werden die Lagergüter 3 befindlich in einer Hängetasche 5 des Hängetaschenlagersystems 2 in die Ringförderanlage 23 übergeben. Besonders bevorzugt erfolgt ein autonomes Antreiben, insbesondere mittels eines mitfahrenden elektrischen Antriebs, Steuern und/oder Bewegen der gesamten Hängetasche 5 vor dem Bereitstellen, beim Bereitstellen und/oder Übergeben der Hängetasche 5. Das Verfahren erfolgt vorzugsweise mittels elektrischen Antrieben, insbesondere schleppkettenlos und/oder mitnehmerfrei. Das Hängetaschenlager 1 ist dazu z.B. zumindest bereichsweise oder gänzlich schleppkettenlos und/oder mitnehmerfrei aufgebaut, vorzugsweise zumindest innerhalb der Ebenen 9, 13.
  • Dazu weist das Hängetaschenlager 1 ein Netz 49, z.B. ein Schienennetz mit Verbindungsabschnitten und Verzweigungen wie Kreuzungen und/oder Weichen auf. Bevorzugt handelt es sich um ein Gitter mit geradlinigen und durch die Kreuzungen und/oder Weichen aneinander angeschlossenen Schienen. Z.B. mit rechteckförmigen Netzmaschen.
  • Um die Lagergüter 3 in das Hängetaschenlager einzulagern, weist dieses eine Übergabestelle 53 auf, über die die einzelnen Lagergüter in einzelne Hängetaschen 5 übergeben werden. Bevorzugt wird pro Hängetasche 5 nur jeweils eines der Lagergüter 3 übergeben. Mehrere sind jedoch auch denkbar, sofern diese in der entsprechenden Hängetasche 5 Platz finden. In der Übergabestelle können die Lagergüter 3 optional gepuffert werden und direkt in die Hängetaschen 5 übergeben werden, die dazu die Übergabestelle 53 ansteuern und dann vorzugsweise autonom an einen Lagerplatz des Hängetaschenlagers 1 weiterfahren.
  • An einer Entladestation 55 des Hängetaschenlagers 1 werden die Lagergüter 3 aus der Ringförderanlage 23 wieder entnommen und stehen dort vorzugsweise in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Reihenfolge 15 zur Verfügung. Es ist denkbar, dass dazu eine Kolonne von Hängetaschen 5 in der gewünschten Reihenfolge 15 aus der Ringförderanlage 23 in die Entladestation 55 einfahren bzw. von der Ringförderanlage 23 in diese übergeben, dort entladen werden und dann wieder für eine weitere Beladung zurückfahren. Die Entladestation 55 kann innerhalb oder außerhalb einer der Ebenen 9, 13, bevorzugt in einer untersten Ebene, angeordnet sein.
  • Alternativ ist es jedoch auch denkbar, dass die Hängetaschen 5 mittels der Ringförderanlage 23 gefördert und an der Entladestation 55 in der gewünschten Reihenfolge entladen und mittels der Ringförderanlage 23 sofort leer wieder in des Hängetaschenlager 1 zurücktransportiert werden, also ohne dass die jeweiligen Hängetaschen 5 in der Entladestation verbleiben oder dort zur Verfügung stehen, z.B. um nach dem Entladen an die Übergabestelle 53 weiterzufahren oder weitertransportiert zu werden.
  • Besonders bevorzugt sind die Hängetaschen 5 so ausgelegt, dass diese autonom das Netz 49 befahren. Hängetaschenlager 1 mit autonom fahrenden Hängetaschen 5 sind bekannt und z.B. in der DE10 2018 128 417 A1 beschrieben, sodass hier auf eine detailliertere Beschreibung verzichtet wird. Vorzugsweise ist für eine Überwachung und Steuerung des Hängetaschenlagers 1, insbesondere zur Vorgabe der gewünschten Reihenfolge 15 und Steuerung der Ringförderanlage 23 eine Steuereinrichtung 25 des Hängetaschenlagersystems 2 vorgesehen, die mit den Funktionseinheiten des Hängetaschenlagers 1 Informationen austauscht.
  • 2 zeigt eine schematische Seitenansicht einer solchen Hängetasche 5 für das in 1 gezeigte Hängetaschenlager 1.
  • 3 eine dreidimensionale Ansicht mehrerer der in 2 gezeigten Hängetaschen 5, eingehängt in das z.B. als Schienennetz ausgelegte Netz 49.
  • Dazu weisen diese Räder 57 auf und sind mittels einer durch das Bezugszeichen 59 lediglich angedeuteten Antriebsenergie und einen diese nutzenden Antrieb antreibbar. Die Hängetaschen 5 können zweiteilig ausgeführt sein und einen Rolladapter 61 und ein daran, insbesondere zerstörungsfrei wieder lösbar, aufgehängtes bzw. aufhängbares Taschenmaterial aufweisen, insbesondere beigeschlaffes und/oder faltbares Material, in dem ein Lagergut 3 aufnehmbar ist. In 3 ist mittels eines Doppelpfeils 51 eine mögliche Bewegungsrichtungen der Hängetaschen 5 im Netz 49 angedeutet. Die Hängetaschen 5, insbesondere deren Rolladapter 61, sind zum autonomen oder teilautonomen Fahren auf dem Netz 49 eingerichtet, programmiert und/oder ausgelegt. Dazu können diese, insbesondere die Rolladapter 61, den eigenen Antrieb, vorzugsweise elektrischen Antrieb, und jeweils eine eigene Längs- und Querdynamiksteuerung aufweisen. Das Hängetaschenlagersystem 2 weist also die Rolladapter 61 und die daran aufgehängten oder aufhängbaren Hängetaschen 5 auf. Vereinfachend kann in dieser Anmeldung zur Beschreibung von Fahrzuständen das Wort Hängetasche oder Rolladapter alleine verwendet werden, wobei gleichzeitig damit auch die fahrende Kombination bzw. Einheit eines Rolladapters 61 mit der daran aufgehängten Hängetasche 5 gemeint sein kann.
  • Mittels der Längssteuerung sind vorzugsweise zumindest zwei Fahrzustände der folgenden Gruppe stellbar: Halten und Vorwärtsfahren. Bevorzugt aus der Gruppe: Rückwärtsfahren, Halten und Vorwärtsfahren. Besonderes bevorzugt sind dabei jeweils unterschiedliche Geschwindigkeiten und/oder transiente Fahrzustände stellbar, insbesondere in Kombination mit einer Längsbeschleunigungsregelung/-steuerung. Die Längsdynamiksteuerung kann in einer besonderen Ausgestaltung insbesondere als eigenen Antrieb einen Elektromotor aufweisen und zumindest einen Fahrzustand der Gruppe: „Vorwärtsfahren, Rückwärtsfahren, Halten, beschleunigtes Vorwärtsfahren, beschleunigtes Rückwärtsfahren, gebremstes Vorwärtsfahren, gebremstes Rückwärtsfahren“ stellen. Die Querdynamiksteuerung kann insbesondere elektrisch ansteuerbare Lenkelemente aufweisen und zumindest einen Fahrzustand der Gruppe: Geradeaus fahren, links abbiegen, rechts abbiegen stellen.
  • Bevorzugt kann das Netz 49 passiv ausgelegt sein, also stellelementefrei. Unter stellelementefrei kann verstanden werden, dass das Netz 49 keine eine Querdynamik der Rolladapter 61 bzw. Hängetaschen 5 beeinflussenden aktiven Stellelemente aufweist, an denen sich Räder oder Anlageflächen quer zur Fahrtrichtung zum Bewirken einer netzseitig einstellbaren Richtungsänderung abstützen können, wie sie z.B. von klassischen einstellbaren Weichen bekannt sind.
  • Besonders bevorzugt ist das Netz 49 horizontal oder im Wesentliche horizontal aufgebaut. Unter im Wesentlichen horizontal kann hier verstanden werden, dass die darauf fahrenden Rolladapter 61 in einem Stillstand nicht schwerkraftinduziert selbsttätig wegrollen, also vorzugsweise feststellbremsenlos aufgebaut sein können. Der Antrieb bzw. die Antriebsenergie 59 ist/sind in diesem Fall also schwerkraftfrei, mithin nicht schwerkraftinduziert. Außerdem kann der Antrieb als elektrischer Antrieb ausgelegt sein, wobei die Längsdynamiksteuerung bzw. der Antrieb schleppkettenlos, schwerkraftlos und/oder mitnehmerfrei erfolgen/sein können.
  • In 2 ist die Hängetasche 5 mit in dieser aufgenommenem Lagergut 3 dargestellt. Das Lagergut 3 befindet sich innerhalb eines U-förmig herabhängenden Materials, insbesondere biegeschlaffen Materials. Eine Be- und Entladung kann insbesondere von oben oder seitlich erfolgen.
  • Soweit in dieser Anmeldung die Begriffe X-Richtung, Y-Richtung und Z-Richtung verwendet werden, kann darunter ein mit den Hängetaschen 5 bzw. Rolladaptern 61, insbesondere deren Antrieb, mitfahrendes kartesisches Koordinatensystem verstanden werden, wobei die X-Richtung eine Fahrtrichtung, die Y-Richtung eine quer zur Fahrtrichtung und bei einer ebenen Fahrbewegung horizontal und die Z-Richtung eine zu den übrigen Achsen senkrecht stehend vertikal verlaufende Richtung bzw. Hochachse des Rolladapters 61 bzw. der Hängetasche 5 kennzeichnen kann.
  • Die Hängetasche 5 weist, wie in 2 zu erkennen, neben dem nicht näher dargestellten Antrieb sowie einer entsprechenden Steuerung eine erste Sendeempfangsvorrichtung 205 und eine zweite Sendeempfangsvorrichtung 207 auf. Diese können wahlweise einzeln oder als integriertes Bauteil ausgeführt sein, vorzugsweise zumindest unterschiedliche Funkfrequenzen und/oder Übertragungsprotokolle aufweisen.
  • Über diese kann die Hängetasche 5 über zwei Kommunikationswege mit anderen Hängetaschen 5 und/oder der Steuereinrichtung 25 Botschaften empfangen oder aussenden. Die Botschaften können also kabellos an diese übergeben oder von diesen ausgesendet werden. Dies kann wahlweise über eine der Sendeempfangsvorrichtung 205 oder 207 erfolgen, z.B. abhängig von einem Standort innerhalb des Hängetaschenlagers 1 und/oder einer aktuellen Aufgabe der jeweiligen Hängetasche 5 wie Lagern, Transportieren, Auslagern, Einlagern, Puffern und/oder Sortieren des Lagerguts 3.
  • Ferner ist es denkbar, eine der Sendeempfangsvorrichtungen 205, 207 der Hängetaschen 5 zusätzlich für eine Fahrdynamikregelung, Abstandsregelung und/oder Kollisionsvermeidung untereinander zu verwenden.
  • Die Kollisionsvermeidung kann abgeschaltet werden, sobald die Hängetaschen 5 unkritische Bereiche des Hängetaschenlagers 1 befährt, beispielsweise weiter unten beschriebene geschlossenen Strecke 56.
  • 4 zeigt eine schematische Ansicht einer Ebene eines Hängetaschenlagers, z.B. der Ebene 9 des vorab beschriebenen Hängetaschenlagers 1. Die Ebene 9 ist nur teilweise dargestellt, wobei Dimensionen und Anzahl einzelner hier beschriebener Elemente der Eben 9 abhängig von Anforderungen an das Hängetaschenlager 1 variiert werden können. Ebenso kann die Anzahl der Ebenen selbst variiert werden.
  • Soweit nicht explizit erwähnt, wird auf die folgenden Figuren ebenfalls Bezug genommen. Die nur teilweise dargestellte Ebene 9 weist das Netz 49 mit einer Vielzahl an Schienen auf. Das Netz 49 weist beispielhaft von den Schienen und Kreuzungen gebildete rechteckförmige Maschen auf, wobei an Maschenknoten entsprechende Vierwegeweichen vorgesehen sein können. Auf den Schienen des Netzes 9 können die Räder 57 der Hängetaschen 5 abrollen. Eine Bewegung der Hängetaschen 1 kann dabei autonom oder zumindest teilautonom erfolgen. Dazu kann jede der Hängetaschen 5 einen eigenen auf die Räder 57 wirkenden Antrieb sowie eine entsprechende Steuerung aufweisen.
  • Das Netz 49 kann grundsätzlich von den Hängetaschen 5 beliebig befahren werden, wobei vorzugsweise die Weichen passiv ausgestaltet sind und die Hängetaschen 5 durch entsprechende und nicht näher dargestellte Lenkvorrichtungen so mit den Weichen zusammenwirken, dass gewünschte Richtungswechsel bewirkt werden können. Bewegungen von Hängetaschen 5 sind in der Figur fett gestrichelt dargestellt.
  • Vorzugsweise wird das Netz 49 jedoch von den Hängetaschen 5 - ungeachtet der vorab beschriebenen freien Fahr- und Nutzungsmöglichkeiten - gemäß vorgegebenen oder vorgebbaren Regeln genutzt und befahren. Dazu können bestimmten Abschnitten des Netzes 5 z.B. Richtungen, Geschwindigkeiten und vorzugsweise Nutzungsarten vorgegeben werden. Vorliegend kann das Netz 49 zumindest eine Lagerstraße 62 zum Lagern der Hängetaschen 5 aufweisen. In den Lagerstraßen 62 können eine oder mehrere der Hängetaschen 5 in einer beispielhaft mit einer geschwungenen Klammer symbolisierten Reihe 60 gelagert werden. Dazu verbleiben diese, vorzugsweise in einem stromsparenden Ruhezustand in Ruhe und hintereinander geparkt in der Reihe 60 der entsprechenden der Lagerstraßen 62.
  • Zum Auslagern können alle zu bewegenden der Hängetaschen 5 aufgeweckt und entsprechend wieder bewegt werden.
  • Lagerstraßen 62 sind in diesem Ausführungsbeispiel in der gesamten Ebene 9 alle parallel zueinander angeordnet und in der Figur waagerecht und durchgezogen eingezeichnet. Die Regeln sowie die Anordnung bieten den Vorteil, dass Materialflüsse beim Einlagern und Auslagern vereinheitlicht und damit schneller, einfacher und freier von Ressourcenkonflikten auf dem Netz 49 ablaufen können.
  • Die Hängetaschen 5 sind in der Figur mittels Rechtecken symbolisiert. Die Lagerstraßen 62 des Hängetaschenlagers 1 weisen im Vergleich zu weiteren Bereichen des Hängetaschenlagers 1, insbesondere Schnellstraßen und/oder Rangierstraßen, eine kreuzungsfreie Länge auf, insbesondere eine um einen Faktor von mindestens 1,5, vorzugswiese von mindestens 3, insbesondere mindestens 10, z.B. zwischen 3 und 25, bevorzugt von circa 20. Die kreuzungsfreie Länge kann z.B. zwischen 3 und 20 Metern betragen, bevorzugt circa 15 Meter. Die Länge der Lagerstraßen 62 kann von einer Nutzung bzw. Optimierung des Hängetaschenlagers 1 abhängig gemacht werden, z.B. für schnelle Zugriffe und kurze Verweildauern der Lagergüter 3 eher kürzer und für vergleichsweise geringe Umschlagsfrequenzen länger.
  • Das Hängetaschenlager 1 weist außerdem Rangierstraßen 66, vorzugsweise zumindest eine Rangierstraße 66, auf. Die Rangierstraßen 66 sind in einem Winkel zu den Lagerstraßen 62 angeordnet, vorzugswiese orthogonal zu diesen. In der Figur sind die Rangierstraßen 66 vertikal und ebenfalls durchgezogen eingezeichnet. Vorzugsweise mündet zumindest eine der Lagerstraßen 62 in dem Winkel, vorzugsweise orthogonal, in zumindest eine der Rangierstraßen 66. Auf den Rangierstraßen 66 darf im Vergleich zu den Lagerstraßen 62 nicht für Lagerzwecke angehalten werden. Wobei eine Umkehr der Bewegungsrichtung optional möglich ist. Vorliegend münden die Lagerstraßen 62, die in Blöcke 76 zusammengefasst sind, zumindest einseitig, vorzugsweise jeweils beidseitig und in dem Winkel, insbesondere orthogonal, in zwei der Rangierstraßen 66. Die Blöcke 76 weisen jeweils eine Vielzahl an parallel zueinander angeordneten der Lagerstraßen 62 auf. Vorliegend jeweils 5. Die Anzahl kann variieren, z.B. zwischen 2 und 30, vorzugsweise zwischen 5 und 20, insbesondere circa 15 betragen. Die Anzahl kann ebenfalls an eine Aufgabe des Hängetaschenlagers 1 angepasst sein.
  • Es ist optional denkbar, dass die Blöcke 76 von einem Ring an Rangierstraßen 66 umgeben sind. Vorlegend sind jedoch an einem oberen und/oder an einem unteren Ende der jeweiligen Blöcke 76 und parallel zu den Lagerstraßen 62, vorzugsweise jeweils direkt benachbart, Schnellstraßen 72 vorgesehen.
  • Um einen guten und schnellen Abfluss der Lagergüter 3 bzw. Hängetaschen 5 zu erreichen, darf auf den Schnellstraßen 72 eine vergleichsweise hohe Geschwindigkeit gefahren werden und insbesondere ist eine kontinuierliche Fahrt vorgesehen, also grundloses Anhalten ist nicht vorgesehen bzw. zu vermeiden. Gründe für ein Anhalten können also bevorzugt auf Kollisionsvermeidung eingeschränkt werden. Besonders bevorzugt können die Schnellstraßen 72 als Regel eine richtungsgebundene Fortbewegung der Hängetaschen 5 aufweisen. Ferner ist es optional möglich, dass die Schnellstraßen 72 in einem gewissen Abstand, wobei dazwischen die Blöcke 76 angeordnet sind, parallel zueinander angeordnet sind. Dabei ist es denkbar, dass parallel zueinander angeordnete der Schnellstraßen 72 umgekehrte Vorgaben für die Bewegungsrichtung aufweisen, also zumindest ein parallel zueinander angeordnetes Paar der Schnellstraßen 72 mit gegenläufiger Vorgabe der Bewegungsrichtung vorgesehen ist. Außerdem können die Schnellstraßen 72 in einem Winkel zueinander angeordnet sein, vorzugsweise sich in dem Winkel kreuzen, z-B. orthogonal zueinander angeordnet sein. In diesem Fall können die Schnellstraßen 72 gitterförmig und bevorzugt mit alternierenden Vorgaben der Bewegungsrichtung zueinander angeordnet sein. Es können so zumindest einen oder mehrere der Blöcke 76 umgebende in einer Richtung und besonders schnell befahrbare Ringstraßen ausgebildet werden. Die alternierenden Richtungen sind in der Figur mittels Pfeilen 78 und die Schnellstraßen 72 gestrichelt dargestellt.
  • Es ist in der Figur zu erkennen, dass besonderes bevorzugt die Lagerstraßen 62 zumindest einseitig von einer der Rangierstraßen 66 gekreuzt werden und parallel zu der jeweiligen der Rangierstraßen 66 eine der in dem Winkel zu den Lagerstraßen 62 angeordneten Schnellstraßen 72 verläuft. Wie in der Figur eingezeichnet, ist es möglich, dass zu jeder der Schnellstraßen 72 beidseitig parallel eine der Rangierstraßen 66 angeordnet sind, daran angrenzend jeweils einer der Blöcke 76, wobei eine Vielzahl an Verbindungen und Einmündungen die eine der Rangierstraßen 66 mit der jeweiligen Schnellstraße 72 und wiederum mit den Lagerstraßen 62 der jeweiligen Blöcke 76 verbindet. Es ist also eine gitterförmige Anordnung von zumindest zwei, vorzugsweise drei parallel zueinander verlaufenden Schienen des Netzes 49 ausgebildet, das in einem Abstand der Lagerstraßen 62 von den Hängetaschen 5 zumindest teilautonom oder autonom befahrbare Weichen bzw. Kreuzungen aufweist und die Böcke 76 orthogonal zu der Ausrichtung der Lagerstraßen 62 begrenzt bzw. an das übrige Netz 49 des Hängetaschenlagers 1 anbindet. Die Anordnung ist durch die Verkehrsregeln in die Rangierstraßen 66 und die Schnellstraßen 72 aufgeteilt, wobei ein physikalischen Aufbau Gleichteile an Weichen und Schienenabschnitten aufweisen kann, um einen günstigen und leicht montierbaren Aufbau zu ermöglichen.
  • Im Folgenden werden anhand der Figur Nutzungsmöglichkeiten dieser gitterförmigen Anordnung der Lagerstraßen 62, Rangierstraßen 66 sowie Schnellstraßen 72 am Beispiel einer Verlagerung näher erläutert. Eines der in dem Hängetaschenlager 1 eingelagerten Lagergüter 3 ist für die Verlagerung eingeplant, z.B. eine Auslagerung, vorzugsweise zunächst in die Entladestation 55. Die Hängetasche 5 mit dem eingeplanten der Lagergüter 3 ist in der Figur punktiert dargestellt, wobei das in der Hängetasche 5 aufgenommene Lagergut 3 selbst nicht sichtbar ist. Das eingeplante der Lagergüter 3 kann an einem oder mehreren Orten des Hängetaschenlagers 1 identisch vorliegen, wobei vor dem Einplanen eine Auswahl anhand eines Kriteriums erfolgen kann.
  • Wie in der Figur zu erkennen, erfolgt eine Auslagerung der gepunktet dargestellten der Hängetaschen 5, die mittels eines gestrichelten und fettgedruckten Pfeils 74 symbolisiert ist.
  • Bevor diese jedoch stattfinden kann, wird zunächst das gepunktet dargestellte der Lagergüter 3 für die Auslagerung eingeplant. Dies kann mittels der Steuereinrichtung 25 erfolgen.
  • Um einen Auslagerungspfad 70 frei zu bekommen, auf dem das eingeplante der Lagergüter 3 die Reihe 60 verlassen kann, werden weitere der Lagergüter 3 in eine durchgezogen dargestellte Rangierstraße 66,68 des Hängetaschenlagers 1 verlagert. Die Rangierstraße 66 ist orthogonal zu der Lagerstraße 62 angeordnet und schneidet diese an einer Vierwegeweiche an einem Ende der Lagerstraße 62. Sobald der Auslagerungspfad 70 frei ist, kann die Verlagerung bzw. Auslagerung des eingeplanten der Lagergüter 3 entlang diesem erfolgen, was in der Figur mittels des fettgedruckten und gestrichelten Pfeils 74 symbolisiert ist. Das eingeplante der Lagergüter kann dann optional zwischengelagert werden oder ggf. direkt bis in die Entladestation 55 weiterfahren bzw. gefördert werden, vorzugsweise in die Ringförderanlage 23 einfahren und mittels dieser in die Entladestation gefördert werden.
  • Wie in 4 zu erkennen, erfolgt eine Umkehr einer Bewegungsrichtung der weiteren der Lagergüter 3 der Reihe 60, um den Auslagerungspfad 70 freizubekommen und anschließend die weiteren der Lagergüter 3 wieder in die Reihe 60 zurückzufahren. Vorliegend werden drei der Lagergüter 3, vorzugsweise in einer Kolonnenfahrt, aus der Reihe 60 in die Lagerstraße 62 hinausbewegt. Nach der Verlagerung des eingeplanten der Lagergüter 3 erfolgt ein Zurückverlagern der drei der Lagergüter 3 der Reihe 60 in der umgekehrten Bewegungsrichtung zurück in die Lagerstraße 62. Dieser Vorgang mit der Umkehr der Bewegungsrichtung ist in 4 mittels eines gestrichelten und fett gedruckten Pfeils 80 symbolisiert. Eine Reihung der drei der Lagergüter 3 bleibt erhalten. Die Rangierstraßen 66 können in gleichbleibender Richtung befahren werden, wodurch ein flüssigerer Verkehr erzielt werden kann.
  • 5 zeigt eine Variante zum Freimachen des Auslagerungspfads 70 und Verlagern des eingeplanten der Lagergüter 3 auf diesem, wobei ein Umrunden der Lagerstraße 62 des Hängetaschenlagers 1 mit den weiteren der Lagergüter 3 unter Beibehaltung der Bewegungsrichtung erfolgt. Das Zurückverlagern der weiteren der Lagergüter 3 der Reihe 60 wird nach dem Umrunden in die Lagerstraße 62 also in derselben Bewegungsrichtung durchgeführt. Dadurch kann die Reihung der weiteren der Lagergüter 3 umgekehrt werden. Mittels des Pfeils 80 ist in 5 das Umrunden der Lagerstraße symbolisiert. Es ist zu erkennen, dass dabei der gesamte Block 76 mit einer Vielzahl an Lagerstraßen 62, in dem sich das eingeplante der Lagergüter 3 befindet umrundet wird. Dies erfolgt auf insgesamt vier der Rangierstraßen 66, die sich kreuzend und den Block 76 umgebend angeordnet sind. In diesem Ausführungsbeispiel ist also zumindest einer der, vorzugsweise sind jeweils die, Blöcke 76 von einem Ring an Rangierstraßen, also der Rangierstraße 66 und zumindest einer weiteren Rangierstraße 68, vorzugsweise vier orthogonal zueinander angeordnete der Rangierstraßen, umgeben.
  • 6 zeigt eine weitere Möglichkeit zum Freimachen des Auslagerungspfads 70 und Verlagern des eingeplanten der Lagergüter 3 auf diesem. Dazu werden die weiteren der Lagergüter 3 ringförmig bewegt, was mittels des Pfeils 80 symbolisiert ist, oder alternativ in einer Pendelbewegung, was mittels eines Doppelpfeils 88 angedeutet ist. Im Unterschied wird dazu nicht der gesamte Block 76umrundet, sondern eine weitere Lagerstraße 64 verwendet, wie durch den gestrichelten und fett gedruckten Pfeil 80 in 6 eingezeichnet. Diese kann bevorzugt in einer benachbarten der Lagerstraße 62 erfolgen, wie in 6 dargestellt oder in einer beliebigen anderen der Lagerstraßen 62 des entsprechenden Blocks 76. Bei der Verwendung der weiteren Lagerstraße 64 werden die Rangierstraßen 66,68 auf einem besonders kurzen Abschnitt befahren. Dadurch können vergleichsweise viele dieser Prozesse parallel ablaufen und eine Sortier- und/oder Zugriffszeit weiter verkürzt werden. Sobald das eingeplante der Lagergüter 3 an einem Ende der Lagerstraße 62 angekommen ist, ist der Auslagerungspfad 70 frei und es kann durch Kreuzen der Rangierstraße 66 und über die Schnellstraße/n 72 verlagert, insbesondere ausgelagert, werden, was in 6 mittels des gestrichelten und fett gedruckten Pfeils 74 symbolisiert ist.
  • Bevorzugt erfolgt pro Auslagerung eine Rotation der Hängetaschen 5 bzw. der Lagergüter 3 um 180 Grad. Bevorzugt mit einer benachbarten der Lagerstraßen 62. Es werden also die Lagergüter 3 zwischen den Lagerstraßen 62, bevorzugt zwischen den zwei benachbart zueinander angeordneten der Lagerstraßen 62, getauscht, wobei eine Reihung der Lagergüter 3 jeweils umgekehrt bzw. gespiegelt wird und dabei die Auslagerung erfolgt. Dies vereinfacht die Verwaltung des Lagerbestandes, da die Inhalte der jeweiligen der Lagerstraßen 62 zwar gespiegelt, jedoch in der Gesamtheit bis auf das eingeplante der Lagergüter erhalten bleiben. Auch die Anordnung der einzelnen der Lagergüter 3 innerhalb der Lagerstraßen 62 spielt dabei keine Rolle. Das eingeplante der Lagergüter 3 kann autonom und unabhängig von den nicht eingeplanten der Lagergüter 3 ausfahren. Es spielt auch keine Rolle, welche der Lagerstraßen 62 zusätzlich an der Rotation teilnimmt. Wichtig ist nur, dass das eingeplante der Lagergüter 3 angesprochen wird und die Lagerstraße 62 mit diesem eingeplanten der Lagergüter 3 sowie eine beliebige weitere, insbesondere direkt benachbarte, der Lagerstraßen 62 an der zumindest halben, vorzugsweise genau halben, Rotation teilnimmt.
  • Es ist ersichtlich, dass eine halbe Rotation genügt, dass jedes der so bewegten der Lagergüter 3 der zwei Lagerstraßen 62 genau einmal an einer der Rangierstraßen 66,68 vorbeikommt, die beidseitig an Stirnseiten der Lagerstraßen 62 angeordnet sind. Das eingeplante der Lagergüter 3 verlässt in diesem Moment die Kreisbewegung, insbesondere auf die entsprechende der Rangierstraße 66,68 oder durch Kreuzen direkt auf die benachbarte bzw. parallel angeordnete Schnellstraße 72. Unter Kreisbewegung bzw. Rotation kann in dieser Anmeldung auch eine von einer reinen Kreisform abweichende Bewegung auf einem geschlossenen Fahrweg verstanden werden.
  • Die Rangierstraßen 66 können in gleichbleibender Richtung befahren werden und sind durch das Kreiseln vergleichsweise gering belastet, wodurch ein insgesamt flüssigerer Verkehr erzielt werden kann.
  • Im Folgenden wird auf einen bevorzugten Aufbau des Netzes 49 näher eingegangen. Dieses kann im Wesentlichen waagerecht aufgebaut sein, also ohne Gefällestrecken auskommen. Ein Antrieb der Hängetaschen kann insbesondere schwerkraftlos erfolgen, bevorzugt elektrisch. Ferner kann das Netz 49 mitnehmerfrei und/oder schleppkettenlos aufgebaut sein. Verzweigte Wege können an Verzeigungen Mehrwegekreuzungen aufweisen, insbesondere Vierwegekreuzungen, Kreuzungen können in dieser Anmeldung als rein Passive Verzweigungen des Netzes 49 verstanden werden, wobei die Kreuzungen und/oder das gesamte Netz, besonders bevorzugt zumindest der Block 76 stellelementefrei aufgebaut sein kann/können. Insbesondere sind die die verzweigten Wege der Kreuzungen von der Hängetaschen 5 mittels der mitfahrenden Längs- und/oder Querdynamiksteuerungen wahlfrei befahrbar. Wie in der Figur zu erkennen, sind die Schnellstraßen 72 mittels einer Vielzahl an Querverbindungen 38 direkt mit den Rangierstraßen 66,68 verbunden. Die Querverbindungen 38 können vorzugsweise pro Lagerstraße 62,64,82 vorgesehen sein und diese auch die Rangierstraßen 66,68 kreuzend direkt an die jeweilige, insbesondere stirnseitig des jeweiligen Blocks 76 benachbarte, der Schnellstraßen 72 anbinden.
  • Wie in 6 zu erkennen, kann besonderes bevorzugt zumindest der Block 76 des Netzes 49 des Hängetaschenlagers 1 eine Vielzahl der parallel zueinander angeordneten Lagerstraßen 62 aufweisen, Diese können passiv ausgestaltet sein. Also fördermittelfrei, schleppkettenlos und/oder mitnehmerfrei. Auf der Vielzahl der Lagerstraßen 62 des Blocks 76 weisen dort vorhandene Hängetaschen 5 wahlweise zumindest einen Zustande der folgenden Gruppe auf:
    • - Bewegungsfrei gelagert durch Anhalten falls eine vordere Hängetasche 5 das Netz 49 des Blocks 76 blockiert in Abhängigkeit, vorzugsweise nur in Abhängigkeit, der mitfahrenden Längsdynamiksteuerung,
    • - Bewegungsfrei gelagert und angehalten an dem Haltepunkt 50 oder dem gedachten Haltepunkt 50 in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung 25 und/oder dort angehalten und bereitgestellt zum Verlassen der geschlossenen Strecke 56,
    • - empfangsbereit für die nicht mitfahrende Steuereinrichtung 25, insbesondere zum Fahren an den Haltepunkt und/oder einen neuen Zielort,
    • - adressiert für einen Auslagerungsvorgang in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung 25,
    • - in Bewegung zum Einfahren, insbesondere auf der Zufahrt 54, in die geschlossene Strecke 56 in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung 25,
    • - in Bewegung zum Verlassen der geschlossenen Strecke 56, insbesondere in Bewegung auf oder über die Ausfahrt 52,
    • - in Bewegung zum Verlassen des Haltepunktes 50 oder des gedachten Haltepunkts 50 in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung 25, insbesondere auf oder über die Ausfahrt 52,
    • - bestromt mittels einer elektrischen Energie,
    • - in Bewegung für das endlose Befahren der geschlossenen Strecke 56 nach dem Einfahren nur noch in Abhängigkeit der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung.
  • Quer zu den parallelen Lagerstraßen 62 können einseitig, vorzugsweise beidseitig je eine der Rangierstraßen 66, angeordnet sein, wobei jede der Lagerstraßen 62 in zumindest eine der Lagerstraßen 62 mittels jeweils einer oder im beidseitigen Fall mittels zwei der vorzugsweise passiven Kreuzungen einmündet. Parallel zu den Rangierstraßen 66 ist jeweils eine Schnellstraße 72 angeordnet, wobei eine Vielzahl an Verbindungen zwischen den jeweiligen Rangierstraßen 66 und Schnellstraßen 72 vorgesehen sein können, bevorzugt pro Lagerstraße 62 jeweils eine. Dadurch sind bevorzugt wahlweise Fahrmanöver der Hängetaschen 5 aus folgender Gruppe mittels der eigenen Langs- und Querdynamiksteuerung steuerbar:
    • von der Lagerstraße 62 kommend einbiegen in die Rangierstraße 66,
    • von der Lagerstraße 62 kommend kreuzen der Rangierstraße 66 und anschließend einbiegen in die Schnellstraße 72,
    • von der Rangierstraße 66 kommend einbiegen in die Lagerstraße 62,
    • von der Schnellstraße 72 kommend einbiegen in Richtung der Lagerstraße 62, Kreuzen der Rangierstraße 66 und dann einfahren in die Lagerstraße 62." Durch eine Wiederholung dieser Fahrmanöver kann das endlose Befahren der geschlossenen Strecke 56 realisiert werden.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist es denkbar, dass die Hängetaschen 5 wahlweise folgende mittels der eigenen Langs- und Querdynamiksteuerung steuerbare Zustände und/oder Fahrzustände einnehmen können:
    • - selbsttätiges Anhalten oder Verlangsamen der Fahrt falls eine vordere Hängetasche 5 das Netz 49 blockiert,
    • - Speichern einer Fahranweisung für und/oder endloses Befahren einer vorgegebenen geschlossenen Strecke 56, wobei die geschlossene Strecke 56 vorzugsweise die Lagerstraße 62, die diese kreuzende Rangierstraße 66, die diese kreuzende weitere Lagerstraße 64 sowie die weitere Lagerstraße 68 aufweisen kann,
    • - Anhalten an einem vorgebbaren oder vorgegebenen Haltepunkt 58 der geschlossenen Strecke 56, insbesondere mittels der Steuerung 25 oder nur in Abhängigkeit der Steuerung 25,
    • - Verlassen der geschlossenen Strecke 56, vorzugsweise ausgehend von dem Haltepunkt 58 in Richtung eines vorgebbaren oder vorgegebenen Zielpunktes, insbesondere mittels der Steuerung 25, insbesondere mittels Kreuzen einer der Rangierstraßen 66,68 und/oder Einbiegen in eine der Schnellstraßen 72,
    • - Einfahren in die geschlossene Strecke 56, insbesondere vorgegeben mittels der Steuereinrichtung 25 und/oder nur in Abhängigkeit der Steuereinrichtung 25.
  • Die Fahrzustände sind mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung und/oder dem eigenen Antrieb steuerbar, wobei Fahranweisungen mittels der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung 25 an die Hängetaschen 5 gesendet und/oder übermittelt werden können.
  • Bevorzugt ist es denkbar, in einer Übergabeanordnung 10 vor dem Förderer, insbesondere der Ringförderanlage 23, ebenfalls eine analog der geschlossenen Strecke 56 gestaltete geschlossene Strecke vorzusehen. Insbesondere um damit analog wie vorab beschrieben einen sortierten Zulauf dem nachgeschalteten Übergabepuffer 7,11 zuzuführen. Eine einzelne Hängetasche 5 kann also von einer geschlossenen Strecke 56 eines der Blöcke 76 in eine weitere geschlossene Strecke einer der Übergabeanordnungen 10, von dort in einen der Übergabepuffer 7,11 und von dieser schließlich in den Förderer, insbesondere Vertikalförderer, insbesondere die Ringförderanlage 23 verlagert und dabei in die gewünschte Reihenfolge 15 sortiert werden. Ein Vorteil ist, dass dabei die jeweilige Hängetasche 5 zwischendurch zum Stillstand gebracht und in diesem gelagert werden und insbesondere dabei in einen Stromsparmodus gebracht werden kann. Dies kann vorzugsweise autonom mittels des Rolladapters 61 selbst erfolgen, an dem die Hängetasche 5 aufgehängt ist. Es kann eine mehrstufige Sortierung beziehungsweise mehreren Sortierstufen erfolgen, wobei ein Steuerungsaufwand sowie eine Funkleistungsdichte minimiert werden können.
  • 7 zeigt ein Verfahren zum Betreiben eines vorab beschriebenen Hängetaschenlagers 1 mit wahlfrei und/oder parallel von dem Rolladapter 61 ausführbaren Schritten. In einem ersten Schritt 90 kann dem Rolladapter 61 mittels der Steuereinrichtung 25 eine Einfahranweisung 42 erteilt werden. Anhand dieser kann der Rolladapter 61 mit der Hängetasche 5 in die geschlossenen Strecke 56 einfahren.
  • In einem zweiten Schritt 92 kann dem Rolladapter 61 mittels der Steuereinrichtung 25 eine Endlosfahranweisung 44 erteilt werden. Anhand dieser kann der Rolladapter 61 mit der Hängetasche 5 die geschlossenen Strecke 56 endlos im Kreis befahren, vorzugsweise in einer vorgegebenen oder vorgebbaren Richtung, die für alle Hängetaschen 5 gleich ist.
  • In einem dritten Schritt 94 kann dem Rolladapter 61 mittels der Steuereinrichtung 25 eine Zwischenfahranweisung 46 erteilt werden. Anhand dieser kann der Rolladapter 61 mit der Hängetasche 5 zu einem Haltepunkt 58 der geschlossenen Strecke 56 fahren und dort anhalten. Damit kommt der Verkehr in der geschlossenen Strecke 56 automatisch zur Ruhe und kann optional in einen stromsparenden Ruhezustand gebracht werden.
  • In einem vierten Schritt 96 kann dem Rolladapter 61 mittels der Steuereinrichtung 25 eine Auslagerungsfahranweisung 48 erteilt werden. Anhand dieser kann der Rolladapter 61 mit der Hängetasche 5 die geschlossenen Strecke 56 wieder verlassen, bevorzugt den Haltepunkt der geschlossenen Strecke 56 in Richtung der Übergabeanordnung 10.
  • In einem fünften Schritt 98 kann der Rolladapter 61 mittels einer mitfahrenden Abstandskontrolle 40 der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung eine Fahrgeschwindigkeit an eine vorausfahrende der Hängetaschen 5 anpassen, insbesondere anhalten, falls dies zu einem Stillstand gekommen ist. Dadurch kann der zweite Schritt 92 unterbrochen werden, vorzugsweise nach und nach für alle Hängetasche 5 in der geschlossenen Strecke 56, wobei dieser beziehungsweise das endlose Befahren automatisch fortsetzbar ist, sobald die vorausfahrende Hängetasche 5 ihre Fahrt fortsetzt.
  • Es ist zu erkennen, dass der fünfte Schritt gänzlich ohne Kommunikation mit der Steuereinrichtung auskommt, jedoch von allen in der geschlossenen Strecke 56 befindlichen Hängetaschen 5 durchgeführt wird, mit Ausnahme der Hängetasche 5, die gerade die Zwischenfahranweisung oder die Auslagerungsfahranweisung ausführt. Dadurch kann ein Kommunikationsaufwand und/oder eine Funkleistungsdichte auf ein Minimum reduziert werden. Insbesondere kann die Abstandskontrolle optisch ausgeführt werden beziehungsweis als optische Abstandskontrolle ausgeführt sein. Dadurch kann zusätzlich die Funkleistungsdichte reduziert werden.
  • Es versteht sich von selbst, dass diese Beschreibung verschiedensten Modifikationen, Änderungen und Anpassungen unterworfen werden kann, die sich im Bereich von Äquivalenten zu den anhängenden Ansprüchen bewegen.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Hängetaschenlager
    3
    Lagergut
    5
    Hängetasche
    7
    erster Übergabepuffer
    9
    erste Ebene
    10
    Übergabeanordnung
    11
    zweiter Übergabepuffer
    13
    zweite Ebene
    15
    Reihenfolge
    17
    Reihe
    19
    Lagerplatz
    21
    Reihenfolgekriterium
    23
    Ringförderanlage
    25
    Steuereinrichtung
    27
    Linie
    49
    Netz
    51
    Doppelpfeil
    53
    Übergabestelle
    55
    Entladestation
    57
    Räder
    59
    Antriebsenergie
    61
    Rolladapter
    38
    Querverbindung
    40
    Abstandskontrolle
    42
    Einfahranweisung
    44
    Endlosfahranweisung
    46
    Zwischenfahranweisung
    48
    Auslagerungsfahranweisung
    50
    Haltepunkt
    52
    Ausfahrt
    54
    Zufahrt
    56
    geschlossene Strecke
    58
    Haltepunkt
    60
    Reihe
    62
    Lagerstraße
    64
    weitere Lagerstraße
    66
    Rangierstraße
    68
    weitere Rangierstraße
    70
    Auslagerungspfad
    72
    Schnellstraße
    74,78,80
    Pfeil
    76
    Block
    88
    Doppelpfeil
    90
    1. Schritt
    92
    2. Schritt
    94
    3. Schritt
    96
    4. Schritt
    98
    5. Schritt
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
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    • EP 2 130 968 A1 [0003]
    • EP 2 196 415 A [0003]
    • DE 103 54 419 A1 [0003]
    • EP 2 686 258 B1 [0004]
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    • DE 10 2018 105 795 A1 [0005]
    • DE 10 2018 128 417 A1 [0006, 0042]
    • DE 10 2013 001 107 A1 [0007]

Claims (10)

  1. Hängetaschenlagersystem zum Lagern, Kommissionieren, Sortieren und Auslagern von Lagergütern (3), gekennzeichnet durch: - eine Steuereinrichtung (25), mittels der das Lagern, Kommissionieren und Sortieren der Lagergüter (3) steuerbar und/oder eine Reihenfolge (15) der Lagergüter (3) für eine Auslagerung der Lagergüter (3) vorgebbar ist, - eine Vielzahl an Rolladaptern (61) und an den Rolladaptern (61) aufhängbaren oder aufgehängten Hängetaschen (5), wobei die Rolladapter (61) oder die Hängetaschen (5) jeweils eine mitfahrende Längs- und Querdynamiksteuerung sowie eine Kommunikationsvorrichtung aufweisen und wobei in die Hängetaschen (5) jeweils zumindest eines der Lagergüter (3) aufnehmbar und wieder auslagerbar ist, - ein Hängetaschenlager (1), das zum Lagern, Kommissionieren und Sortieren der Lagergüter (3) mit der Vielzahl an Hängetaschen (5) zusammenwirkt, mit: - einer Ebene (9) und - einem Netz (49) auf dem die Hängetaschen (5) mittels der jeweils mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung autonom oder zumindest teilautonom fahrbar sind, einlagerbar, bewegungsfrei oder bewegungsfrei und in einem stromsparenden Ruhezustand lagerbar, und für die Auslagerung wieder abrufbar sind, wobei das Hängetaschenlager (5) zumindest eine oder eine Vielzahl an geschlossenen Strecke/n (56) aufweist, wobei die geschlossene/n Strecke/n (56) endlos von den Hängetaschen (5) oder den Rolladaptern (61) mit angehängten Hängetaschen (5) befahrbar ist/sind, eine Zufahrt (54) oder die Zufahrt (54) und eine Ausfahrt (52) sowie einen Haltepunkt (50) oder einen gedachten Haltepunkt (50) aufweist/aufweisen, an dem in Abhängigkeit der Steuereinrichtung (25) eine der Hängetaschen (5) anhaltbar und/oder für ein Verlassen der geschlossenen Strecke/n (56) bereitstellbar ist und nur abhängig vom Zustand der einen der Hängetaschen (5) oder nur abhängig vom Zustand der einen der Hängetaschen (5) und von jeweils mitfahrenden Längsdynamiksteuerungen der Rolladapter (61) der weiteren Hängetaschen (5) alle diese weiteren Hängetaschen (5) in der jeweiligen geschlossenen Strecke (56) ebenfalls anhaltbar sind.
  2. Hängetaschenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Block (76) vorhandenen Hängetaschen (5) oder Rolladapter (61) mit angehängten Hängetaschen (5) dazu eingerichtet sind die Zustände der folgenden Gruppe einzunehmen und in der geschlossenen Strecke (56) zumindest einen davon aufweisen: - Bewegungsfrei gelagert durch Anhalten falls eine vordere Hängetasche (5) das Netz (49) des Blocks (76) blockiert in Abhängigkeit der mitfahrenden Längsdynamiksteuerung, - Bewegungsfrei gelagert und angehalten an dem Haltepunkt (50) oder dem gedachten Haltepunkt (50) in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung (25) und/oder dort angehalten und bereitgestellt zum Verlassen der geschlossenen Strecke (56), - empfangsbereit für die nicht mitfahrende Steuereinrichtung (25), - adressiert für einen Auslagerungsvorgang in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung (25), - in Bewegung zum Einfahren in die geschlossene Strecke (56) in Abhängigkeit einer Einfahranweisung (42) der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung (25), - in Bewegung zum Verlassen der geschlossenen Strecke (56) - in Bewegung zum Verlassen des Haltepunktes (50) oder des gedachten Haltepunkts (50) in Abhängigkeit der nicht mitfahrenden Steuereinrichtung (25), - bestromt mittels einer elektrischen Energie, - in Bewegung für das endlose Befahren der geschlossenen Strecke nach dem Einfahren nur in Abhängigkeit der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung.
  3. Hängetaschenlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gedachte Haltepunkt (50) als Zielpunkt einer Zwischenfahranweisung (46) an den Rolladapter (61) übermittelbar ist oder mittels der Steuereinrichtung (25) als Zielpunkt der Zwischenfahranweisung (46) an den Rolladapter (61) übermittelbar ist und/oder der Haltepunkt (50) Teil des Netzes (49) ist und mittels der Steuereinrichtung (25) ansteuerbar ist, und/oder wobei die Hängetaschen (5) in der geschlossenen Strecke eine bevorzugte Fahrrichtung aufweisen, wobei die Ausfahrt (52) in Fahrtrichtung gesehen stromabwärts der Zufahrt (54) einen möglichst großen Abstand aufweist, vorzugsweise maximalen Abstand, und stromaufwärts einen möglichst kleinen Abstand zur Zufahrt (54) aufweist, vorzugsweise minimalen Abstand.
  4. Hängetaschenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die geschlossene Strecke (56) eine Lagerstraße (62), eine diese kreuzende Rangierstraße (66), eine diese kreuzende weitere Lagerstraße (64) sowie eine weitere Lagerstraße (68) aufweist.
  5. Rolladapter (61) für eine Hängetasche (5), der mit einem Hängetaschenlager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 sowie zumindest einem vorderen Rolladapter (61) des Hängetaschenlagers (1) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsdynamiksteuerung des Rolladapters (61) eine Abstandskontrolle aufweist, die eine Geschwindigkeit des Rolladapter (61) abhängig von einem in Fahrtrichtung gesehen vor dem Rolladapter (61) liegenden Gegenstand und/oder dem vorderen Rolladapter (61) steuert und/oder einen Abstand zu dem vorderen Rolladapter (61) regelt, und/oder die Geschwindigkeit auf Null steuert, falls der vordere Rolladapter (61) eine Geschwindigkeit von Null aufweist und ein Ist-Abstand des Rolladapters (61) zu dem vorderen Rolladapter (61) einen vorgebbaren oder vorgegebenen Mindestabstand unterschreitet.
  6. Rolladapter (61) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rolladapter (61) zumindest einen der folgenden Zustände aufweist und/oder diese wahlweise von dem Rolladapter (61) einnehmbar sind: - selbsttätiges Anhalten oder verlangsamen der Fahrt falls der vordere Rolladapter (61) das Netz (49) blockiert, - Speichern einer Endlosfahranweisung (44) für eine und/oder endloses Befahren der vorgegebenen oder vorgebbaren geschlossenen Strecke (56), - Anhalten an einem vorgebbaren oder vorgegebenen Haltepunkt (58) der geschlossenen Strecke (56) oder Anhalten an dem Haltepunkt (58) in Abhängigkeit der Steuerung (25), - Verlassen der geschlossenen Strecke (56), vorzugsweise ausgehend von dem Haltepunkte (58) in Richtung eines vorgebbaren oder vorgegebenen Zielpunktes in Abhängigkeit der Steuerung (25) oder Kreuzen einer der Rangierstraßen (66,68) und/oder Einbiegen in eine der Schnellstraßen (72) zum Verlassen der geschlossenen Strecke (56), - Einfahren in die geschlossene Strecke (56) in Abhängigkeit der der Steuereinrichtung (25).
  7. Verfahren zum Steuern eines Hängetaschenlagers (1) oder zum Steuern eines Hängetaschenlagers (1) mit einem Rolladapter (61) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, gekennzeichnet durch: - Autonomes Einfahren des Rolladapters (61) in die geschlossene Strecke (56) mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung, - Übermitteln einer Endlosfahranweisung (44) an den Rolladapter (61), die besagt, dass die geschlossene Strecke (56) endlos zu befahren ist, - autonomes Endloses befahren der geschlossenen Strecke (56) mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung, - Übermitteln einer Auslagerungsfahranweisung (48) zu einem Auslagerungszielort an den Rolladapter (61) für eine Auslagerung, - Verlassen der geschlossenen Strecke (56) und Ansteuern des Auslagerungszielortes entsprechend der Auslagerungsfahranweisung (48) für die Auslagerung des Rolladapters (61) mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch: - Unterbrechen des endlosen Befahrens falls sich der vordere Rolladapter (61) vor dem Rolladapter (61) befindet und eine Geschwindigkeit von Null aufweist, - Wiederaufnehmen des endlosen Befahrens, falls der vordere Rolladapter (61) wieder eine Geschwindigkeit größer Null aufweist, und/oder - Einplanen des Rolladapters (61) für die Auslagerung, - Übermitteln einer Zwischenfahranweisung (46) an den eingeplanten Rolladapter (61) mit dem Haltepunkt (50) als Ziel, - Bewegen des Rolladapters (61) zu dem Haltepunkt (50), - Anhalten des Rolladapters (61) an dem Haltepunkt (50) und/oder dadurch Unterbrechen des endlosen Befahrens.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, gekennzeichnet durch: - Einplanen des Rolladapters (61) für eine Auslagerung, - Übermitteln der Auslagerungsfahranweisung (48) zu einem Auslagerungszielort nach dem Übermitteln der Zwischenfahranweisung (46) an den eingeplanten Rolladapter (61), - Verlassen des Haltepunktes (50) und dann Verlassen der geschlossenen Strecke (56) mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung und dabei - Ansteuern des Auslagerungszielortes entsprechend der Auslagerungsfahranweisung (48) mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, gekennzeichnet durch: - Übermitteln der Zwischenfahranweisung (46) mit dem Haltepunkt (50) als Ziel an einen beliebigen die geschlossene Strecke (56) befahrende Rolladapter (61) falls aktuell für keine der in der geschlossenen Strecke befindlichen Hängetaschen (5) und/oder in den Hängetaschen (5) gelagerten Lagergüter (5) eine Einplanung für die Auslagerung vorgenommen ist/wird und/oder - Anhalten des beliebigen die geschlossene Strecke (56) befahrende Rolladapters (61) an dem Haltepunkt (50) und/oder - Übermitteln der Endlosfahranweisung (44) an den beliebigen Rolladapter (61) falls oder sobald wieder einer der Rolladapter (61) für die Auslagerung eingeplant wird/ist und/oder - Verlassen des Haltepunkts (50) durch den beliebigen Rolladapter (61) und/oder - erneutes endloses Befahren der geschlossenen Strecke (56) mit dem beliebigen Rolladapter (61) entsprechend der Endlosfahranweisung (44) mittels der mitfahrenden Längs- und Querdynamiksteuerung und/oder - Wiederholen des Verfahrens für eine Vielzahl an Auslagerungen, - Wiederholen des Verfahrens parallel oder seriell für eine Vielzahl an Sortierstufen, insbesondere seriell in einem Block (76) und einer diesem nachgeschalteten Übergabeanordnung (10), - Übermitteln der Zwischenfahranweisung (46) an den beliebigen die geschlossene Strecke (56) befahrende Rolladapter (61) oder an den für die Auslagerung eingeplanten Rolladapter (61), - Übermitteln der Endlosfahranweisung (44) an alle übrigen die geschlossene Strecke (56) befahrenden Rolladapter (61).
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PCT/EP2024/070731 WO2025021758A1 (de) 2023-07-21 2024-07-22 Hängetaschenlagersystem zum lagern, kommissionieren, sortieren und auslagern von lagergütern mit intervallpufferkreisel

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WO2025021758A1 (de) 2025-01-30

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