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Die Erfindung betrifft eine Aufspulvorrichtung zum Aufspulen einer Mehrzahl von synthetischen Fäden mit einem Galettenfeld zum Abziehen und Transportieren der Mehrzahl von synthetischen Fäden und einer Kopffadenführung zum automatischen Verteilen der Mehrzahl von synthetischen Fäden mittels einer Mehrzahl von Kopffadenführrollen.
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Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind Aufspulvorrichtungen mit einem Kopffadenführer zum automatischen Verteilen von einer Mehrzahl von synthetischen Fäden bekannt.
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DE102021002456A1 offenbart eine Aufspulvorrichtung mit Fadenverlegepositionen, die parallel nebeneinander an einer angetriebenen Spulspindel ausgebildet sind und eine Fadenverlegeeinheit und einen Kopffadenführer aufweisen. Die Kopffadenführer sind durch ein Führungsmittel bewegbar gehalten und lassen sich wahlweise in eine Betriebsstellung in den Fadenverlegepositionen und in einer Anlegestellung außerhalb der Fadenverlegeposition führen.
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WO2022033919A1 offenbart eine Vorrichtung zum Abziehen und Aufwickeln von Fäden. Eine Fadenverlegeinrichtung der Vorrichtung weist zu jeder Fadenverlegeposition einen verfahrbaren Kopffadenführer auf, welcher zum Verteilen der Fäden auf die Wickelstellen jeweils zwischen einer Anlegestellung und einer Betriebsstellung hin- und herführbar ist. Um ein Anlegen der Fäden an der ersten Galette und der zweiten Galette ohne Tätigkeit eines Operators zu ermöglichen, weist die Fadenverlegeinrichtung im Bereich zwischen der ersten Galette und der zweiten Galette eine verfahrbare Anlegerolle auf, die zum Anlegen der Fäden am Umfang der Galetten zwischen einer Anlegeposition und einer Betriebsposition führbar ist.
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Mit Hilfe der Kopffadenführer werden die Faden gefangen und zu den zugehörigen Fadenverlegepositionen geführt.
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Bei der Vorrichtung zum Abziehen und Aufwickeln von Fäden mit der Anlegerolle bildet der an den Galetten angelegte Faden und der Anlegerolle in der Betriebsposition eine Fadenschar aus.
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Durch die zweite Galette können die Positionen der Fäden jedoch aus der Fadenschar ausgelenkt werden. Je nach Fadenspannung, Reibung zwischen den Fäden und der zweiten Galette und dem Verhältnis der Fadengeschwindigkeit und der Umfangsgeschwindigkeit der zweiten Galette, werden die Fäden unterschiedlich stark ausgelenkt. In der Praxis ergeben sich daraus eine nicht klar definierte Position der Fäden und damit eine Unsicherheit beim Fangen der Fäden mit den Kopffadenführern.
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Es ist somit Aufgabe der Erfindung eine Aufspulvorrichtung bereitzustellen, mit der die vorgestellten Probleme verhindert oder wenigstens abgemindert werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Aufspulvorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der Aufspulvorrichtung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Aufspulvorrichtung zum Aufspulen einer Mehrzahl von synthetischen Fäden mit einem Galettenfeld zum Abziehen und Transportieren der Mehrzahl von synthetischen Fäden und einer Kopffadenführung zum automatischen Verteilen der Mehrzahl von synthetischen Fäden mittels einer Mehrzahl von Kopffadenführern bereitgestellt, welchen die Mehrzahl von synthetischen Fäden an eine Mehrzahl von Fadenverlegepositionen einer Fadenverlegeeinrichtung der Aufspulvorrichtung führen.
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Das Anlegen der Mehrzahl von synthetischen Fäden an die Mehrzahl von Kopffadenführern wird mittels eines Fadenausrichters unterstützt, so dass jeder Faden der Mehrzahl von Fäden an einen Kopffadenführer zuordenbar ist, insbesondere vereinzelt anlegbar ist.
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Mit Hilfe des Fadenausrichters kann eine genaue und exakte Positionierung der Fäden in den zughörigen Kopffadenführern durchgeführt werden, ohne dass es bei einer ungewünschten Auslenkung der Fäden in der Aufspulvorrichtung zu einer falschen Positionierung oder einem nicht Anlegen an dem zugehörigen Kopffadenführer kommt.
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Damit kann sichergestellt werden, dass der Anlegevorgang der Mehrzahl von synthetischen Fäden an den Fadenverlegepositionen mit Hilfe der Kopffadenführer regelmäßig erfolgreich durchführbar ist.
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Nach einer Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung ist der Fadenausrichter zwischen einer Parkposition, in der der Fadenausrichter außerhalb der Fadenlaufrichtung positioniert ist, und einer Anlegeposition, in der der Fadenausrichter in die Fadenlaufrichtung eingreift, verfahrbar.
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Bevorzugt ist der Fadenausrichter über eine Führung in dem Galettenfeldträger der Aufspulvorrichtung bewegbar montiert. Dies erlaubt eine automatische und sichere Führung der Fäden an die Kopffadenführer, wenn der Fadenausrichter in der Anlegeposition ist, da kein unerwünschtes Verlegen und Verschieben der Fäden im Galettenfeld erfolgen kann.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung ist der Fadenausrichter mittels einer Führung geradlinig, gekrümmt und/oder schwenkbar in die Anlegeposition und/oder die Parkposition bewegbar.
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Die Führung des Fadenausrichters kann in unterschiedlichen Ausgestaltungen realisiert werden. Beispielsweise kann eine gradlinige, gekrümmte und / oder kreisförmige Kulissenführung vorgesehen sein, in der der Fadenausrichter zwischen der Anlegeposition und der Parkposition verfahrbar ist.
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Nach anderen Ausgestaltung kann der Fadenausrichter auch schwenkbar bzw. rotierbar an einer vorbestimmten Position in die Anlege- und Parkposition verfahren oder geschwenkt werden. Nach einer besonderen Ausgestaltung ist der Fadenausrichter an einem verfahrbaren und / oder schwenkbaren Anlegearm angebracht.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung weist der Fadenausrichter zum Vereinzeln der Mehrzahl von Fäden für jeden Faden eine Nut auf, die seitlich von einem Zinken begrenzt ist.
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Mit dem Fadenausrichter und den zugehörigen Nuten, deren Anzahl der zu verlegenden bzw. auszurichtenden Mehrzahl von Fäden entspricht, kann eine genaue Vereinzelung und Positionierung der Fäden so erfolgen, dass die Kopffadenführer entsprechend der Auslenkung durch die seitlich beabstandeten Nuten jeweils den zugehörigen Faden genau ergreifen und in die zugehörige Fadenverlegeposition verfahren können. Die Kopffadenführer sind entsprechend seitlich mit einem vorbestimmten Abstand zueinander beabstandet. Der Abstand der Kopffadenführer ist in der seitlichen Beabstandung der Nuten des Fadenausrichters berücksichtigt.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung weist die Nut einen Aufnahmeabschnitt und einen Fadenführabschnitt auf, wobei der Aufnahmeabschnitt und der Fadenführabschnitt gegenüberliegend und / oder versetzt zueinander angeordnet sind.
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Die Nut des Fadenausrichters kann in einen Aufnahmeabschnitt, über den der Faden der Nut aufgenommen wird, und in einen Fadenführabschnitt, in den der Faden ausgerichtet und geführt wird, unterteilt werden.
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Je nachdem welche Ausrichtung notwendig ist, kann die Lage des Aufnahmeabschnittes und des Fadenführabschnittes in einer Anordnung sein, so dass beide gegenüberliegend auf der gleichen Linie angeordnet sind. Es kann jedoch auch notwendig sein, dass der Fadenführabschnitt eine andere Positionierung des Fadens ermöglichen soll, wobei insbesondere die Lage der Fäden näher zueinander oder weiter auseinander liegen soll, so dass der Fadenführabschnitt und der Aufnahmeabschnitt unterschiedlich positioniert sind.
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Beispielsweise können die Fäden im Galettenfeld mit einem zu großen Abstand dem Fadenausrichter zugeführt werden, so dass die Kopffadenführer den Faden in die richtige Position fangen können. In diesem Fall ist der Aufnahmeabschnitt zum Fangen der weit voneinander entfernten Fäden mit einem größeren Abstand als der Fadenführabschnitt positioniert, so dass die Kopffadenführer die Fäden entsprechend auch richtig positionieren können und an die Fadenverlegeposition führen können.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung ist der Fadenausrichter derart ausgebildet zum Zusammenführen der Fäden, dass der Zwischenabstand der Fäden verkleinert wird, zum Gleichhalten der Fäden, so dass der Zwischenabstand der Fäden konstant gehalten wird und / oder zum Aufweiten der Fäden, so dass der Zwischenabstand der Fäden vergrößert wird.
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Nach dieser Ausgestaltung ist der Fadenausrichter für den jeweiligen Fall entsprechend ausgerichtet. Es ist daher auch vorstellbar, dass der Fadenausrichter verstellbare Nuten hat, so dass eine entsprechende Veränderung der Zwischenabstände der Fäden für den jeweiligen Zweck einstellbar ist.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung weist der Fadenausrichter eine Mehrzahl von Nuten auf, die seitlich jeweils von einem Zinken begrenzt sind und einem Griff ausgebildet sind, wobei der Griff an einem Anlegearm befestigbar ist.
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Der Fadenausrichter kann auch zur besseren Positionierung an einem Anlegearm montiert und befestigt werden. Dabei können entsprechende Schraubverbindungen zum Befestigen und Lösen an dem Anlegearm vorgesehen werden.
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Alternativ kann der Fadenausrichter auch eine entsprechende Kulissenführung an der Aufspulvorrichtung aufweisen, wenn die Abmessungen und die baulichen Konstruktionen keinen Anlegearm erfordern oder erlauben.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung ist der Anlegearm zwischen einer , die von einem Konvergenzerzeuger ausgebildet wird und einer Galette des Galettenfeldes positioniert.
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Unter einer ist hier eine Position bzw. Stelle zu verstehen, an der die Mehrzahl von Fäden zusammengefasst werden, damit diese besser an der Aufspulvorrichtung, an dem Galettenfeld und an den Fadenverlegepositionen der Fadenverlegeeinheit angelegt und positioniert werden können.
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Vereinfacht gesagt, ist die eine Zusammenführung der Mehrzahl von Fäden an einer Stelle.
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Diese kann beispielsweise die Mündung einer Ansaugpistole sein, an der das Bündel von Fasern zu einem Faden zusammengefasst werden.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung ist der Konvergenzerzeuger zum Sammeln der Fäden an einer ausgebildet und zwischen einer Parkstellung außerhalb der Fadenlaufrichtung und einer Konvergenzstellung zum Sammeln der Fäden bewegbar.
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Der Konvergenzerzeuger kann eine abgewinkelte Führungsschiene sein, die das Bündel der Fäden zu einem losen Faden zusammenfasst, so dass ein besseres Anlegen der Fäden und auch ein besseres Vereinzeln der Fäden durch die automatische Verlegeeinrichtung, wie beispielsweise den Kopffadenführern möglich ist.
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Der Konvergenzerzeuger wird insbesondere nur beim Anlegen und Verlegen der Fäden über die Kopffadenführer in die Konvergenzstellung gebraucht. Deshalb ist der Konvergenzerzeuger vorteilhafterweise derart bewegbar, dass er zwischen einer Parkposition außerhalb des Fadenlaufs und einer innerhalb des Fadenlaufs zum Sammeln der Fäden verfahrbar, verschwenkbar und / oder bewegbar ist.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung ist der Konvergenzerzeuger von einer Mündung einer Ansaugpistole ausgebildet, die am Spulspindelbereich unterhalb einer Spulspindel der Aufspulvorrichtung angeordnet ist.
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Optimalerweise wird der anzulegende Faden bzw. das Bündel bzw. die Mehrzahl von Fäden vor dem Anlegen an den einzelnen Positionen des Galettenfeldes zuvor an einer zusammengefasst. Diese kann von einem Konvergenzerzeuger ausgebildet sein.
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In seiner einfachsten Form kann die auch eine Ansaugpistole sein, die den noch nicht verlegten Faden ansaugt und zu einem Abfallbereich führt. Solange der Faden noch nicht vollständig an der Aufspulvorrichtung angelegt ist und auf Hülsen aufwickelbar ist, muss der von einer Schmelzspinnvorrichtung extrudierte Faden entsprechend gesammelt werden, so dass ein fehlerfreies Anlegen des Fadens in der Aufspulvorrichtung möglich ist.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung weist das Galettenfeld eine erste Galette und eine zweite Galette zum Abziehen und Transportieren der der Mehrzahl von synthetischen Fäden auf, wobei die erste und zweite Galette in Fadenlaufrichtung nacheinander angeordnet sind, wobei die Kopffadenführung in Fadenlaufrichtung nach der zweiten Galetten angeordnet ist, wobei der Fadenausrichter zwischen der zweiten Galette und dem Kopffadenführer und / oder in Fadenlaufrichtung nach der Kopffadenführung positioniert ist.
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Je nach Ausgestaltung der Aufspulvorrichtung kann es sein, dass der Fadenausrichter an unterschiedlichen Positionen am Galettenfeld nach dem Galettenfeld vor oder hinter dem Kopffadenführer zu positionieren ist.
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Dies ergibt sich aus den baulichen Voraussetzungen, die die Aufspulvorrichtung hat, der Position der Galetten und an dem Verlauf der Kopffadenführung, so dass sich hieraus unterschiedliche Positionen des Fadenausrichters ergeben können.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
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Es stellen dar:
- 1 schematisch eine Teilschnittseitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Aufspulvorrichtung mit einem Galettenfeld und dem erfindungsgemäßen Fadenausrichter,
- 2 schematisch in verkürzter Darstellung einen optimalen Verlauf der Mehrzahl von Fäden bezüglich den Kopffadenführern von der ersten Verwirbelungseinheit zu einer zweiten Galette des Galettenfeldes der Aufspulvorrichtung beim Anlegeprozess,
- 3 schematisch in vereinfachter Darstellung ein mögliches, ungewünschtes Verrutschen der Mehrzahl von Fäden bezüglich den Kopffadenführern an der zweiten Galette des Galettenfeldes der Aufspulvorrichtung aus 1 beim Anlegeprozess,
- 4 schematisch in vereinfachte Darstellung das Galettenfeld mit dem erfindungsgemäßen Fadenausrichter in einer Parkposition vor dem Anlegen der Fäden an die Kopffadenführer,
- 5 schematisch in vereinfachter Darstellung das Galettenfeld aus 4 mit dem erfindungsgemäßen Fadenausrichter in einer Anlegeposition zum Anlegen der Fäden an die Kopffadenführer,
- 6 schematisch in vereinfachter Darstellung das Galettenfeld aus 4 mit dem erfindungsgemäßen Fadenausrichter in der Parkposition und die einzelnen Kopffadenführer in der jeweiligen Fadenverlegeposition,
- 7 bis 9 unterschiedliche Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Fadenausrichters,
- 10 bis 14 unterschiedliche Ausführungen der Führung des Fadenausrichters.
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1 zeigt in einer schematischen Teilschnittansicht eine Aufspulvorrichtung 20 mit einem Galettenfeld 10, einem Spulspindelbereich 30 und einem erfindungsgemäßen Fadenausrichter 40.
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Das Galettenfeld 10 weist eine erste Galette 8 und eine zweite Galette 9 auf mit deren Hilfe ein von einer Schmelzspinnvorrichtung (nicht dargestellt) extrudierter Faden F, insbesondere eine Mehrzahl von Fäden F abgezogen und hin zu dem Spulspindelbereich 30 transportiert werden.
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Die Mehrzahl von Fäden F wird in Fadenlaufrichtung FR entlang einem Fadenschneider 4, der eine Absaugung 2 aufweist, über eine erste Verwirbelungseinheit 6 zum Vorverwirbeln der Filamente der jeweiligen Fäden F zu der ersten Galette 8 und über eine Anlegerolle 16, die in einer Anlegeführung 18 zwischen einer Parkrollposition RPP und einer Anlegerollposition RAP verfahrbar ist, zu einer zweiten Verwirbelungseinheit 7 zum Zusatzverwirbeln der Filamente der jeweiligen Fäden F hin zu der zweiten Galette 9 geführt.
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Die zugehörigen Bauteile des Galettenfeldes 10 sind in einem Galettenfeldträger 1 beweglich montiert.
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Die Anlegerolle 16 ist in der Anlegeführung 18 zwischen der Parkrollposition RPP und der Anlegerollposition RAP verfahrbar.
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In 1 ist die Anlegerolle 16 in der Anlegerollposition RAP gezeigt.
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Die Anlegerolle 16 unterstützt das Anlegen der Mehrzahl von Fäden F an der zweiten Galette 9.
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Vor dem Anlegen der Mehrzahl von Fäden F an der zweiten Galette 9, werden die Mehrzahl von Fäden direkt hin zu der Ansaugpistole 50 am Fußende der Aufspulvorrichtung 20 nahe des Spulspindelbereiches 30 geführt.
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Die Mehrzahl von Fäden F werden mit Hilfe der Ansaugpistole 40 in Fadenlaufrichtung angesaugt. Die Anlegerolle 16 wird dann entlang einer Anlegeführung 18 aus der Parkrollposition RPP in ihre Anlegerollposition RAP verfahren, wodurch die Mehrzahl von Fäden F in die zweite Verwirbelungseinheit 7 und an der zweiten Galette 9 angelegt wird.
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Hiernach erfolgt mit Hilfe einer Kopffadenführung 12 und einer Mehrzahl von Kopffadenführer 14, die in der Kopffadenführung 12 bewegbar montiert ist, das Verlegen der Mehrzahl von Fäden F an die zugehörigen Fadenverlegepositionen 22.1 bis 22.n, wobei die Anzahl der Fadenverlegepositionen 22.1 bis 22.n der Anzahl der zu verlegenden Fäden entspricht, was auch für die Anzahl der Kopffadenführer 14 gilt.
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In den 1 dargestelltem Ausführungsbeispiel sind zum besseren Verständnis und zur einfacheren Darstellung vier Kopffadenführer 14 gezeigt. Die Anzahl der Kopffadenführer 14 entspricht der Anzahl von Fadenverlegepositionen 22.1 bis 22.n und kann in anderen Ausführungsbeispielen (nicht dargestellt) größer oder kleiner vier sein.
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An den Fadenverlegepositionen 22.1 bis 22.2 wird mittels einer zugehörigen Fadenverlegeeinrichtung 21 der Faden zu einer Wickelspule 33 gewickelt. Hierzu sind Hülsen 32 auf einer ersten und zweiten Spulspindel 31.1 und 31.2 positionierbar.
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Die zweite Spulspindel 31.2 befindet sich in der Wickelposition WP, während sich die erste Spulspindel 31.1 in der Doffposition DP befindet. In der Wickelposition WP können die Mehrzahl von Fäden zu Wickelspulen 33 mit Hilfe der Fadenverlegeeinrichtung 21 und der sich drehenden Spulspindel 31.2 aufgewickelt werden.
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Wenn die Wickelspule 33 zu dem vorbestimmten Maß aufgewickelt worden ist, sind die erste und zweite Spulspindel 31.1, 31.2 über ein nicht dargestellten Revolver in die Doffposition DP bzw. in die Wickelposition WP verfahrbar.
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Beim Verfahren der jeweiligen Spulspindel 31.1, 31.2 wird die Mehrzahl von Fäden F entsprechend abgeschnitten, so dass die fertigen Wickelspulen 33 in der Doffposition DP von der Spulspindel 31.1, 31.2 abgezogen werden können und der neu hinzugekommene Faden an den Hülsen 32 auf der Spulspindel 31.1, 31.2 in der Wickelposition WP an der Spulspindel 31.1 bzw. 32.2 angelegt und aufgewickelt werden kann.
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In den 2 und 3 sind in einer vereinfachten Darstellung eine seitliche Ansicht der ersten Verwirbelungseinheit 6 und der zweiten Galette 9 dargestellt. Außerdem ist die in 1 dargestellte Fanglinie FL, an der die Kopffadenführer 14 die Mehrzahl von Fäden F vereinzelt fangen soll, dargestellt.
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In 2 ist vereinfacht der Fadenverlauf der Mehrzahl von Fäden F an der zweiten Galette 9 und der Fanglinie FL dargestellt.
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Hierbei bilden die Mehrzahl von Fäden F bis zur Konvergenzstelle KS, die von Ansaugpistole 50 ausgebildet wird, einen im wesentlichen dreieckförmigen Faden-Verlauf, wobei die Kopffadenführer 14 korrespondierend vorbestimmt zu dem dreieckförmigen Verlauf positioniert sind.
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Aufgrund der Reibung und zusätzlichen Bewegung an der Galette 9 kann es zu einer Aufweitung des dreieckförmigen Verlaufs kommen, wodurch der Zwischenabstand der Mehrzahl von Fäden F im Bereich der Fanglinie FL größer wird, wodurch die Kopffadenführer 14 unvorteilhafterweise die Fäden F nicht fangen können bzw. den falschen Faden F fangen, wie in 3 angezeigt.
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Um dies zu vermeiden, wird erfindungsgemäß ein Fadenausrichter 40 vorgesehen, der ein derartiges Ändern und Schwanken der Mehrzahl von Fäden an der Fanglinienposition F11 verhindern kann.
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4 bis 6 zeigen das Anlegen und Vereinzeln der Mehrzahl von Fäden F mit Hilfe des Fadenausrichters 40 in Zusammenwirkung mit den Kopffadenführern 14.
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In 4 ist der Faden bzw. die Mehrzahl von Fäden F bereits in der ersten Verwirbelungseinheit 7, der ersten Galette 8 und der zweiten Verwirbelungseinheit 7 und der zweiten Galette 9 angelegt, was auch daran erkannt werden kann, dass die Anlegerolle 16 aus der Parkkopfposition PKP, siehe 1, verfahren worden sind.
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Ferner ist der Konvergenzerzeuger 60 in der Konvergenzstellung KS positioniert, so dass die Mehrzahl von Fäden F an dem Konvergenzerzeuger 60 zusammengefasst werden und mittels der Ansaugpistole 50 unaufwändig aufgesaugt werden können.
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Die Kopffadenführer 14 sind noch nicht in Eingriff mit den zugehörigen Fäden F. Das gleiche gilt für den erfindungsgemäßen Fadenausrichter 40, der noch in seiner Parkposition PK ist.
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In 5 ist der Fadenausrichter 40 in die Anlegeposition AP gefahren und kommt in Eingriff mit der Mehrzahl von Fäden F, wobei die Fäden F in die Nute 42 des Fadenausrichters 40 eingebracht werden (siehe 7 bis 9).
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Die Kopffadenführer 14 bewegen sich nun einzeln von der Parkkopfposition PKP in die Anlegekopfposition AKP, wobei der erste Kopffadenführer 14 noch nicht in Eingriff mit der Mehrzahl von Fäden F gekommen ist.
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In 5 ist der erste Kopffadenführer 14 kurz vor dem Erfassen eines der Fäden F, um diesen in die vorbestimmte Fadenverlegeposition 22.1 - 22.n durch die Kopffadenführung 12 zu bewegen. Die Kopffadenführer 14 sind quer zur Erstreckung der Kopffadenführung 12 seitlich zueinander versetzt, so dass jeder Kopffadenführer 14 jeweils einen Faden F der Mehrzahl von Fäden F ergreifen kann.
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In 6 hat jeder Kopffadenführer einen zugehörigen Faden F erfasst und an die zugehörige Fadenverlegeposition 22.1 bis 22.n verfahren und der Konvergenzerzeuger 60 ist nicht mehr in Eingriff mit der Mehrzahl von Fäden F und in die Parkstellung PPK geschwenkt.
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Die Mehrzahl von Fäden F werden dann in der Fadenverlegeposition 22.1 bis 22.2 an die Fadenverlegeeinrichtung 21 übergeben und über weitere Anlegeprozesse auf die Hülsen 32 der Spulspindel verlegt und zu einer Wickelspule 33 jeweils gewickelt.
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7 bis 9 zeigen unterschiedliche Ausführungsbeispiele des Fadenausrichters 40 mit unterschiedlichen Gestaltungen und Anordnungen der Nut 45.
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Wie aus 7 ersichtlich, weist der Fadenausrichter 40 einen Zinken oder Zahn 41 auf, der eine Nut 42 begrenzt. Der Zinken bzw. Zahn 41 ist an einem Griff 43 ausgebildet. Die Nut 45 kann in einen Aufnahmeabschnitt 44 und einen Führabschnitt 45 unterteilt werden.
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Der Aufnahmeabschnitt 44 dient der Erfassung bzw. dem Einlegen des Fadens F in den Führabschnitt 45, der dafür sorgt, dass der Faden F konstant wie in 7 gezeigt, zusammenführend, wie in 8 gezeigt, und / oder aufweitend wie in 9 gezeigt, geführt wird.
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Zum Zusammenführen bzw. zum Aufweiten der Fäden F ist der Aufnahmeabschnitt 44 und der Führabschnitt 45 zueinander versetzt angeordnet. Beim Aufweiten ist der Führabschnitt 45 weiter voneinander beabstandet als der Aufnahmeabschnitt 44. Zum Zusammenführen ist der Führabschnitt 45 enger angeordnet im Vergleich zum Aufnahmeabschnitt 44, wobei hier der Abstand jeweils benachbarter Aufnahmeabschnitte 44 bzw. Führabschnitte 45 zu beachten ist.
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10 bis 14 zeigen unterschiedliche Ausführungsbeispiele der Fadenausrichterführung 47 des Fadenausrichters.
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In 10 ist die Fadenausrichterführung 47 konvexförmig ausgerichtet, so dass der Fadenausrichter 40 von der Parkposition in die Ausrichtposition einen im wesentlichen kreisförmigen Verlauf folgt.
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In 10 ist die Fadenausrichtung 47 im Wesentlichen linear bzw. translatorisch ausgeführt, so dass die Fadenausrichtung in einer direkten Strecke, die geradlinig verlauft von der Parkposition in die Anlegeposition verfahrbar ist.
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In 12 ist der Fadenausrichter 40 über einen Drehpunkt schwenkbar von der Parkposition in die Ausrichteposition gezeigt.
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In 13 ist der Fadenausrichter unterhalb der Kopffadenführung 12 angeordnet.
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In 14 ist der Fadenausrichter 40 an einem Anlegearm 49 bewegbar montiert. Der Anlegearm 49 weist eine Mischung aus einer konvexen und einer geradlinigen Fadenausrichterführung 47 auf.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Galettenfeldträger
- 2
- Absaugung
- 4
- Fadenschneider
- 6
- erste Verwirbelungseinheit
- 8
- erste Galette
- 9
- zweite Galette
- 10
- Galettenfeld
- 12
- Kopffadenführung
- 14
- Kopffadenführer
- 16
- Anlegerolle
- 18
- Anlegeführung
- 20
- Aufspulvorrichtung
- 21
- Fadenverlegeeinrichtung
- 22.1 - 22.n
- Fadenverlegeposition
- 30
- Spulspindelbereich
- 31.1, 31.2
- erste, zweite Spulspindel
- 32
- Hülse
- 33
- Wickelspule
- 40
- Fadenausrichter
- 41
- Zinken, Zahn
- 42
- Nut
- 43
- Griff, Schaft
- 44
- Aufnahmeabschnitt
- 45
- Fadenführabschnitt
- 47
- Fadenausrichterführung; Führung
- 49
- Anlegearm
- 50
- Ansaugpistole
- 51
- Mündung
- 60
- Fadenkonvergenzerzeuger
- AP
- Anlegeposition
- AKP
- Anlegekopfposition
- DP
- Doffposition
- F
- Faden
- FL
- Fanglinie
- FR
- Fadenlaufrichtung
- PP
- Parkposition
- PKP
- Parkkopfposition
- PPK
- Parkstellung
- KS
- Konvergenzstellung
- RPP
- Parkrollposition
- RAP
- Anlegerollposition
- WP
- Wickelposition
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102021002456A1 [0003]
- WO 2022033919A1 [0004]