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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Sanitäreinrichtungen.
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Technischer Hintergrund
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WC-Bürsten werden regelmäßig zur Reinigung von WC-Becken eingesetzt. WC-Bürsten kommen häufig zusammen mit zweckmäßigen Aufnahmen, häufig für den Bürstenkopf. So werden WC-Garnituren gebildet. Diese werden auch häufig in dieser Form, d.h. im „Set“, verkauft. Zum Zwecke schneller Gebrauchsverfügbarkeit werden WC-Bürsten bzw. - Garnituren regelmäßig direkt im Bereich eines WC-Beckens aufgestellt.
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Bei Notwendigkeit eines Reinigungsvorganges des WC-Beckens, z.B. nach einem erfolgten Stuhlgang, kann so schnell auf den reinigenden technischen Effekt der WC-Bürste zurückgegriffen werden. Üblicherweise wird nach einer solchen Reinigung die WC-Bürste vom Nutzer in eine Aufnahme zurückgestellt. Hierbei kann Wasser in die Aufnahme gelangen.
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Häufig entstehen im Alltag unangenehme und/oder gar hygienisch bedenkliche Situationen beim Einsatz von WC-Bürsten, insbesondere in von vielen Personen frequentierbaren oder gar öffentlich benutzbaren Bedürfnisanstalten.
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Beispielsweise können WC-Bürstenkopf als auch WC-Bürstengriff verschmutzen. Häufig können sich auch Schmutz und Wasser in der Aufnahme bzw. Haltevorrichtung für die WC-Bürste ansammeln. Dies ist nicht nur unhygienisch, sondern auch unappetitlich. Toiletten mit schlechten hygienischen Bedingungen, oder auch gar nur ungepflegtem und/oder unhygienischem Eindruck, werden von Besuchern häufig gemieden. Ungepflegt erscheinende oder zu selten getauschte WC-Bürsten sind ein entscheidendes Kriterium.
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Häufig wird zudem entsprechend angesammeltes „Klowasser“ aus der Halterung der WC-Bürste von unachtsamen Toilettenbenutzern versehentlich vergossen, z.B. beim etwas unachtsamen Zurückstellen der WC-Bürste, und verunreinigt dadurch den Boden und die Umgebungsluft.
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Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 1932357 U offenbart eine Aufnahmevorrichtung für eine WC-Garnitur samt WC-Bürste, welche auch Klopapierrollen aufnehmen kann. Dadurch wird das Problem einer sicheren Lagerung und einer gesicherten Verfügbarkeit von Klopapier an einem WC im akuten Notwendigkeitsfall gelöst.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die technische Aufgabe zugrunde, die Bedingungen von WCs in Bezug auf (tatsächliche wie auch wahrgenommene) Hygiene zu verbessern. Lösungen sollten WCs dem Nutzer als - im Hinblick auf sämtliche ihm verfügbaren Sinne - ansprechend und „einladend“ wahrnehmen lassen und die Qualität der praktizierten Hygiene, dabei nebenbei auch die Qualität der Umgebungsluft (gesund und hygienisch, samt Vermeidung von Gerüchen), nachhaltig verbessern.
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Hierzu sollte insbesondere eine neue Vorrichtung geschaffen werden, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet und neue Lösungen ermöglicht. Insbesondere sollen hierzu praktikablere, flexiblere, skalierbare, sicherere, verlässlichere Lösungen geschaffen werden. Auch der Faktor der Kostenminimierung spielt eine wesentliche Rolle, sodass eine hinreichend solide ausgestattete, aber gleichzeitig nicht zu teure Lösung beabsichtigt ist. Die Lösung sollte idealerweise leicht nachrüstbar sein. Die Lösung sollte zudem umweltfreundlich sein, einen hohen Grad an Wiederverwertbarkeit ermöglichen und insbesondere laufende Kosten geringhalten. Für sämtliche Beteiligte sollte zudem ein hoher Grad an Komfort gewährleistet werden.
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Die Nachteile des Standes der Technik werden überwunden durch die Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Aufnahme einer handelsüblichen WC-Garnitur.
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Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Demgemäß ist eine Vorrichtung zur Aufnahme einer handelsüblichen WC-Garnitur vorgesehen.
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Die handelsüblichen WC-Garnitur kann eine WC-Bürste samt WC-Bürsten-Griff sowie eine Haltevorrichtung für die WC-Bürste umfassen. Die Vorrichtung kann in Richtung einer Vorderseite durch ein Verdeckungselement geschlossen ausgestaltet sein. Die Vorrichtung kann in Richtung einer Rückseite sowie einer Oberseite jedoch geöffnet ausgestaltet sein.
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Die Vorrichtung kann ferner ein Bodenelement aufweisen, welches dazu eingerichtet ist, die Haltevorrichtung für die WC-Bürste tragend aufzunehmen.
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Das Bodenelement kann an seiner Oberseite mindestens ein Fixierelement aufweisen. Das Fixierelement kann dazu eingerichtet sein, die Haltevorrichtung für die WC-Bürste mindestens einseitig, insbesondere rückseitig, zu begrenzen. Das Fixierelement kann dazu eingerichtet sein, bei einem Entnehmen und/oder Zurückstellen der WC-Bürste, insbesondere unter Nutzung des WC-Bürsten-Griffes, die Haltevorrichtung für die WC-Bürste an einer unkontrollierten Fortbewegung (beispielsweise auch einem Umfallen und/oder einem Vergießen von Inhalt) zu hindern.
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Die Vorrichtung kann leicht nachgerüstet werden. Sie ist mit handelsüblichen WC-Garnituren kompatibel. Durch das Verdeckungselement wird die WC-Bürste, insbesondere samt Griff, zunächst für den Nutzer unsichtbar, d.h. „versteckt“. Dies schafft eine angenehme Atmosphäre. Die Bürste samt Garnitur „verschwindet“ für den Nutzer so visuell (auch ggf. Schmutz / Flüssigkeit), zudem wird eine erste Barriere für Luftzirkulation geschaffen, was sich bereits positiv auf die Qualität und Hygiene der Umgebungsluft auswirkt. Unangenehme Gerüche werden so bereits reduziert. Durch das Fixierelement wird dies übrigens synergistisch weiter verbessert. Hierdurch wird die WC-Garnitur bzw. die Haltevorrichtung für die WC-Bürste an Ort und Stelle gehalten. Unkontrollierte Bewegungen werden vermieden, wodurch abermals der effektive Kontakt der Haltevorrichtung sowie von Schmutz und Flüssigkeit daran mit der Umgebungsluft auf ein Minimum reduziert wird.
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Die WC-Garnitur ist also optisch - samt Griff - nicht sichtbar, durch eine hohe Barriere abgeschirmt gegen Luftzirkulation und wird ferner an unkontrollierten Bewegungen und den damit verbundenen negativen Folgen gehindert.
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Die Vorrichtung wird beispielsweise vor einer Wand oder in einer Ecke eingesetzt.
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Dadurch, dass die Vorrichtung nach hinten hin geöffnet ist, kann sie dennoch im Bedarfsfalle leicht inspiziert und gereinigt werden. Bei Vollzylinder-Vorrichtungen ist dies vergleichsweise schwierig.
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Durch ihre Eigenschaften trägt die Erfindung zu für den Nutzer angenehmen, gesunden und komfortablen (solide handhabbaren) WC-Erfahrungen bei. Auch bei der Reinigung und Instandhaltung bzw. für das Reinigungspersonal ergeben sich Vorteile.
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Das Fixierelement kann Fixierpunkte umfassen, insbesondere in Form von Fixationsnoppen. Dies können beispielsweise drei oder fünf Noppen sein, für besonders viel Support für die WC-Garnitur. Zwei Noppen haben sich, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform als besonders kompatibel mit einer hohen Zahl an handelsüblichen WC-Garnituren unterschiedlicher Form erwiesen. So ist eine hohe Kompatibilität gegeben, sodass die gewünschten technischen Effekte bei einem besonders hohen Anteil von - häufig unabhängig eingekauften bzw. ersetzten - WC-Garnituren gewährleistet sind. Runde Punkte bzw. Noppen verstärken diesen Effekt.
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Ein alternatives Fixierelement kann einen Fixierbalken umfassen. Hier ist die resultierende Reibung und damit der stabile Sitz bei WC-Garnituren mit gerader Anlagefläche besonders sicher. Bei runden WC-Garnituren ist der stabile Sitz jedoch schlechter als bei der Fixierpunktvariante. Beide Varianten genießen daher ihre jeweils besondere Existenzberechtigung. Auch ein Set aus beiden Varianten ist für den Verkauf denkbar.
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Die Fixierpunkte können in einem hinteren Bereich des Bodenelements angeordnet sein. Bei einer Entnahme der WC-Bürste üben, so hat sich gezeigt, Nutzer im statistischen Mittel einen leichten Druck nach hinten aus. Zudem sind dort die Fixierpunkte selbst besonders leicht zu reinigen, da sie freiliegen.
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Der Rand des Bodenelements kann höher ausgestaltet sein, um insbesondere eventuell austretende Flüssigkeit aufzunehmen und um ein Auslaufen dieser auf den Boden zu verhindern. Mit dem Fixierelement für die Haltevorrichtung ergibt sich ein synergistischer Effekt, da gegen auslaufende Flüssigkeit gleich doppelt vorgesorgt wird. Die resultierende Sicherheit löst effektiv das Problem von aus der WC-Garnitur auf den Boden ausgelaufener Flüssigkeit endgültig und komplett.
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Die Vorrichtung kann integral ausgestaltet sein, insbesondere integral aus Kunststoff oder integral aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Insbesondere können die Fixierelemente als auch der Rand jeweils aus dem Material der Hauptvorrichtung gebildet sein.
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Die integrale Herstellung ist nicht nur besonders einfach: Sie ist für eine Reinigung - und damit für die effektive Langlebigkeit in ihrem Anwendungsfeld während ihrer Lebensdauer stärksten Verunreinigungen ausgesetzten Vorrichtung von hoher Bedeutung.
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Die Stahlblechvariante ist besonders hochwertig, edel und abermals langlebiger, während die Kunststoffvariante günstiger zu produzieren ist.
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Für ein verbessertes beispielhaftes Verständnis der Ausführungsformen wird auf die Figuren und die zugehörigen Figurenbeschreibungen verwiesen.
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Figurenliste
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Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnungen angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 2 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 3 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 4 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 5 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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In allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Vorrichtungen - sofern nichts anderes angegeben ist - mit denselben Bezugszeichen versehen worden.
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Beschreibung der Zeichnungen
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Die 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Dargestellt ist eine perspektivische Ansicht von schräg hinten. Die Vorrichtung 100 ist an einer Vorderseite durch einen Halb-/Teilzylinder geschlossen (Verdeckungselement). Das Verdeckungselement deckt den gesamten Bereich der WC-Garnitur, einschließlich des WC-Brüsten-Griffes 300 sowie der Haltevorrichtung 301, ab.
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Die Vorrichtung kann leicht an einer handelsüblichen WC-Garnitur 300, 301 nachgerüstet werden. Verschiedene bzw. verschiedenartige handelsübliche WC-Garnituren können eingesetzt werden (vgl. auch bspw. 5).
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Die Luftzirkulation wird insbesondere im Bürstenbereich sowie im Bereich der Haltevorrichtung 301 reduziert. Durch den Rand 110 wird beispielsweise ein Auslaufen von Flüssigkeit auf den Boden verhindert, beispielsweise selbst dann, wenn die Haltevorrichtung 301 aufgrund von Materialbruch ausläuft.
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Die Fixierpunkte 200a-1 und 200a-2 sorgen für einen stabilen Sitz der WC-Garnitur in der Vorrichtung. Besonders wichtig ist dies bei einer Entnahme sowie einem Rückstellen der WC-Bürste mittels des Griffes 300. Bei einer Entnahme als auch beim Rückstellen der Bürste mittels des Griffes 300 über Nutzer einen leichten Druck in Richtung der offenen Rückseite der Vorrichtung aus, was eine verstärkte Haftreibung an den Fixierpunkten 200a-1, 200a-2 bewirkt.
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Die Vorrichtung ist leicht und gründlich zu reinigen, insbesondere da integral hergestellt, und hat daher einen hohen Grad an Wiederverwertbarkeit, auch wenn sie zwischenzeitlich bei einem Einsatz stark verschmutzt wurde. Auch Hochtemperaturreinigungsverfahren können, insbesondere bei der Stahlvariante, hervorragend zum Einsatz gebracht werden. Die gereinigte Vorrichtung 100 erfüllt die höchsten hygienischen Anforderungen an Keimfreiheit. (Män könnte hieraus gesund essen, wenn man wollte.)
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Die 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Zu sehen ist die Vorrichtung von hinten. Beispielsweise wird die Vorrichtung 100 mit der hier dargestellten Hinterseite gegen eine Wand gestellt, oder in eine Ecke. Sie kann aber auch in andere Konstruktionen eingebracht werden.
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Die 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In der gezeigten Seitenansicht ist gut der (hier exakte) Halbzylinder zu erkennen. Dieser ist ein guter Kompromiss zwischen Verdeckung und Zugänglichkeit, letztere auch zur Reinigung, der Vorrichtung. Es können erfindungsgemäß aber auch andere Verdeckungselemente, insbesondere auch andere Teilzylinder (welche also einen größeren und/oder kleineren Winkelbereich bzw. Kreisbögen/-ausschnitte umfassen) eingesetzt werden.
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Die 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gezeigt ist eine Vorderansicht. Zu sehen ist lediglich das Verdeckungselement (z.B. der vordere Halbzylinder). Die WC-Garnitur samt Bürste, samt Griff, sind hier verdeckt.
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Die 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur samt hierin angeordneter WC-Garnitur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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Eine Haltevorrichtung 301 wird durch einen Fixierungsbalken 200b am Platz gehalten. Auch hier wird abermals deutlich, wie unnötige Bewegungen oder gar versehentliches Umstoßen der Haltevorrichtung 301 vermieden werden, und wie das hohe Verdeckungselement den optischen Eindruck von vorne als auch die Umgebungsluftqualität verbessert. Durch die offene Rückseite und die integrale Ausbildung ist die Vorrichtung leicht und gründlich zu reinigen.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Vorrichtung zur Aufnahme einer WC-Garnitur
- 110
- Rand (am Bodenelement)
- 200a-1
- Fixierelement (Fixierpunkt)
- 200a-2
- Fixierelement (Fixierpunkt)
- 200b
- Fixierelement (Fixierungsbalken)
- 300
- WC-Bürsten-Griff
- 301
- Haltevorrichtung (Teil der WC-Garnitur)
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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