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DE102023004098A1 - Hubeinrichtung zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns eines Spulensammelgatters - Google Patents

Hubeinrichtung zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns eines Spulensammelgatters Download PDF

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DE102023004098A1
DE102023004098A1 DE102023004098.3A DE102023004098A DE102023004098A1 DE 102023004098 A1 DE102023004098 A1 DE 102023004098A1 DE 102023004098 A DE102023004098 A DE 102023004098A DE 102023004098 A1 DE102023004098 A1 DE 102023004098A1
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DE
Germany
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creel
support mandrel
lifting device
collecting
support
Prior art date
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Pending
Application number
DE102023004098.3A
Other languages
English (en)
Inventor
Thorsten Fluck
Frank Oster
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
Original Assignee
Oerlikon Textile GmbH and Co KG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Hubeinrichtung (70) zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns (91) eines Spulensammelgatters (90, 100) an einer Belade und/oder einer Entladeposition (10, 20), wobei das Spulensammelgatter (90) einen frei auskragendem Tragedorn (91) aufweist, dessen frei auskragender Endabschnitt belastungsabhängig auslenkbar ist, wobei die Hubeinrichtung zum Ausgleichen der belastungsabhängig Auslenkungsbewegung (EBB) des Tragedorns eingerichtet ist, in dem die Hubeinrichtung das Spulensammelgatter anhebt und/oder absenkt, sowie ein zugehöriges Verfahren zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns (91) eines Spulensammelgatters (90, 100) an eine Belade und/oder einer Entladeposition (10, 20) und eine Spulenverteilvorrichtung zum automatischen Umverteilen von einer Mehrzahl von Wickelspulen (4) mit der Hubeinrichtung bzw. dem Verfahren.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Hubeinrichtung zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns eines Spulensammelgatters, das zugehörige Verfahren zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns, sowie eine Spulenverteilvorrichtung zum automatischen Umverteilen von einer Mehrzahl von Wickelspulen, die auf einem ersten Spulensammelgatter mit einer Mehrzahl von ersten Tragedornen gelagert sind, hin zu einem zweites Spulensammelgatter mit einer Mehrzahl von zweiten Tragedornen.
  • Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind Vorrichtungen zum Bestücken und Entladen von Spulensammelgattern bekannt.
  • DE2455739A1 offenbart eine Vorrichtung zum Spulenwechseln in Chemiefaserspinnanlagen. Der Bedienungsgang ist nicht durch Spulenwechsler und Spulenförderer belegt, sondern im Bedienungsgang sind nur die unbedingt notwenigen Funktionen vorgesehen, wobei der Teil der Funktion des Spulenwechselvorgangs an andere Stellen verlegt wird.
  • DE10100764A1 offenbart eine Anordnung zum Austausch von leeren Spulen gegen volle Spulen. Bei der Anordnung zum Austausch von leeren Spulen gegen volle Spulen ist ein mit einer Verarbeitungsmaschine zusammenwirkendes Spulensammelgatter vorgesehen, das mindestens ein oberhalb einer Gatterreihe mit seitlichen Ablaufpositionen für Folgespulen in deren Spektrum hängend verlagerbar in Spulenträger mit mehreren Transportpositionen für Spulen aufweist.
  • DE4211687A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Bestücken von Spulenwagen eines Wagengatters. Die Vorrichtung ist insbesondere für eine Schräganlage mit Spulen unterschiedlicher Art geeignet, wobei die mit der einer Aufsteckvorrichtung versehenen Spulenwagen in eine Bestückungsstation verschiebbar sind.
  • Problematisch bei der Übergabe von Spulen von einem ersten Tragedorn auf einen zweiten Tragedorn ist insbesondere, dass an der Übergabestelle zwischen einem ersten Tragedorn und einem zweiten Tragedorn eine Verschiebung der jeweiligen Endabschnitte des jeweiligen Tragedorns stattfinden kann, je nachdem wie viele Spulen auf dem jeweiligen Tragedorn gelagert sind.
  • Dies kann zu Problemen bei der Verschiebung von auf dem ersten Tragedorn gelagerten Wickelspulen hin zu dem zweiten Tragedorn führen, da die Belastung bzw. Entlastung des jeweiligen Tragedorns zu unterschiedlichen Auslenkungen an der Übergabestelle führen kann und dadurch eine stufige Verlagerung der jeweiligen Endabschnitte, insbesondere der belasteten Tragedorne, ergeben kann, so dass die jeweiligen Endabschnitte zueinander versetzt sind. Dies kann zu einer Blockade der Verschiebung der Wickelspulen von dem ersten Tragedorn auf den zweiten Tragedorn führen.
  • Es ist somit Aufgabe der Erfindung, eine Hubeinrichtung bereitzustellen, mit der ein möglichst stufenfreier Übergabebereich zwischen einem ersten und einem zweiten Tragedorn bereitgestellt werden kann.
  • Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns bereitzustellen.
  • Außerdem ist es Aufgabe, eine zugehörige Spulenverteilungsvorrichtung bereitzustellen, bei der eine problemloses Übergabe von Wickelspulen von einem ersten Tragedorn auf einen zweiten Tragedorn möglich ist.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich der Hubeinrichtung mit einer Hubeinrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.
  • Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Hubeinrichtung zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedornes eines Spulensammelgatters an einer Belade- und/oder einer Entladeposition bereitgestellt, wobei das Spulensammelgatter einen frei auskragenden Tragedorn aufweist, dessen freie auskragender Endabschnitt belastungsabhängig auslenkbar ist, wobei die Vorrichtung zum Ausgleichen der belastungsabhängigen Auslenkungsbewegung des Tragedorns eingerichtet ist, indem die Hubeinrichtung über Spulensammelgatter anhebt und / oder absenkt.
  • Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, ein an einer Übergabestelle, wie beispielsweise einer Belade- und/oder Entladeposition, angeordneten Spulensammelgatter derart auszurichten, so dass eine mögliche Auslenkungsbewegung der Tragedorne ausgeglichen werden kann, so dass eine Übergabe der auf dem Tragedorn angeordneten Wickelspulen problemlos möglich ist.
  • Bei der Beladeposition kann es sich zum Beispiel um eine Position handeln, bei der das Sammelgatter mit Wickelspulen beschickt wird, wie beispielsweise das Doffen eines Wicklers und/oder das Sammeln von Wickelspulen von anderen Spulensammelgattern.
  • Bei der Entladeposition kann es sich zum Beispiel um eine Position handeln, bei der ein beladenes Sammelgatter auf ein anderes Sammelgatter entladen wird.
  • Unter einer Wickelspule ist insbesondere eine Sammelspule zu verstehen, die eine Papierhülse aufweist, auf der ein synthetischer und/oder natürlicher Faden aufgewickelt ist.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung weist die Hubeinrichtung zum Bewirken einer translatorischen Ausgleichsbewegung des Tragedorns zum Ausgleichen der Auslenkungsbewegung in vertikaler Richtung ein Exzenterhubwerk auf, dass zum Wirken an dem Spulensammelgatter ausgebildet ist.
  • Die Hubeinrichtung weist ein Exzenterhubwerk auf, das eine präzise und unaufwändige Lageänderung des Spulensammelgatters ermöglicht, so dass eine mögliche Auslenkungsbewegungen des Tragedorns des Spulensammelgatters an der Übergabestelle präzise ausgeglichen werden können.
  • Nach einer anderen Ausgestaltung der Hubeinrichtung weist das Exzenterhubwerk eine Exzenterscheibe auf, die mittels eines Antriebes über eine Welle antreibbar ist und eine rotatorische Bewegung in die translatorische Ausgleichbewegung bewirkt, wobei die Exzenterscheibe an einem Hubbalken des Exzenterhubwerks wirkt, der die Ausgleichsbewegung an das Spulensammelgatter überträgt.
  • Die Hubeinrichtung weist ein Exzenterhubwerk mit einer Exzenterscheibe auf, die entweder durch eine exzentrische Anordnung der Welle für unterschiedliche Bewegungen eingerichtet ist oder die Exzenterscheibe kann eine entsprechende elliptische Gestalt aufweisen, so dass bei einer mittigen Anordnung in der Schwerachse der Exzenterscheibe eine entsprechende Auslenkung mit höheren oder niedrigeren Beträgen möglich ist.
  • In einer anderen Ausgestaltung kann das Exzenterhubwerk einen hydraulischen und/oder pneumatische gesteuerten Hubkolben aufweisen.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Hubeinrichtung ist ein Translationsfahrwerk zum Ausbilden einer translatorischen Ausgleichsbewegung zum Ausgleichen einer horizontalen Ausweichbewegung des Tragedorns in horizontaler Richtung an dem Spulensammelgatter vorgesehen.
  • Unter einem Translationsfahrwerk ist insbesondere ein Fahrwerk zu verstehen, dass ein translatorisches Verfahren des Spulensammelgatters in horizontaler Richtung bereitstellen kann.
  • Mit dem Translationsfahrwerk kann insbesondere eine in horizontaler Richtung wirkende Auslenkung erzeugt werden, so dass eine mögliche horizontale Verschiebung des Tragedorns durch dessen Auslenkung durch Belastung bzw. Entlastung ausgeglichen werden kann, so dass eine möglichst stufenfreie Übergangsstelle zwischen Tragedorn und anderen zu empfangenden Positionen der Wickelspule bereitgestellt werden kann. Die Belastung wird durch auf den Tragedorn angeordneten Wickelspulen bewirkt, was zu einer vorbestimmten Auslenkung des Tragedorns führt. Bei einer Entlastung durch Entfernen der Wickelspulen von dem Tragedorn, nimmt der Tragedorn die Position ein, die der Tragedorn im unbelasteten Zustand hat.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung weist das Translationsfahrwerk einen Translationsantrieb auf, der zum Hin- und Herbewegen in horizontaler Richtung des Spulensammelgatters eingerichtet ist.
  • Mit dem Translationsfahrwerk und dem zugehörigen Translationsantrieb ist es auf einfache Weise möglich, entsprechende horizontale Verschiebungen des Sammelgatters und der zugehörigen Tragedorne an der jeweiligen Übergabeposition auszugleichen.
  • Nach einer zusätzlichen Ausgestaltung der Hubeinrichtung ist zum Übertragen der Rotationsbewegung der Exzenterscheibe der Hubbalken mit einer Rolle an die Exzenterscheibe gekoppelt, wobei die Rolle bewegbar in einem Lager gelagert ist.
  • Mittels einer Rollenkopplung an dem Hubbalken ist eine besonders unaufwändige präzise und einfache Übertragung der Ausgleichsbewegung der Exzenterscheibe an den Hubbalken möglich.
  • Es können jedoch auch andere Versionen einer Hubeinrichtung vorgesehen werden, wie beispielsweise Hubkolben, die einen vorbestimmten Öldruck aufbauen müssen, so dass ein präziser Ausgleich der jeweiligen Auslenkungen möglich ist.
  • Eine Exzenterscheibe bietet hier mehrere Vorteile, da deren Ausgleichsbewegung durch die Formgebung bzw. durch den Grad der exzentrischen Auslenkung einfacher vorzubestimmen ist.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung weist die Hubeinrichtung eine Führung zum linearen Führen des Hubbalkens in vertikaler Richtung auf.
  • Um eine genaue und präzise Steuerung der Hubbewegung der Hubeinrichtung in vertikaler Richtung sicherzustellen, sind entsprechende Führungen bzw. Führungskolben vorgesehen, die vermeiden, dass die Hubeinrichtung in nicht vorgesehene Richtungen ausweichen kann.
  • Nach einer zusätzlichen Ausgestaltung der Hubeinrichtung ist zwischen dem Hubbalken und der Rolle eine Ausgleichsstütze und / oder an einer Grundplatte, an der der Antrieb montiert ist, eine Ortsstütze montiert.
  • Die Ausgleichsstütze bzw. die Ortsstütze weisen vorbestimmte Abmessungen auf. Die Funktion der Ausgleichsstütze bzw. Ortsstütze ist es, die Hubeinrichtung bzw. die Lage des Hubbalkens genau einstellen zu können, so dass eine entsprechend geeignete Exzenterscheibe verwendbar ist und /oder dass die Hubeinrichtung an Übergabestellen nachrüstbar ist.
  • Die Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens mit einem Verfahren zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns eines Spulensammelgatters an einer Belade und/oder einer Entladeposition mit den Merkmalen nach Anspruch 9 gelöst.
  • Nach einem Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Ausgleichen einer Be- und Entladungsbewegung eines Tragedorns eines Spulensammelgatters an einer Belade- und / oder Entladeposition bereitgestellt, wobei das Spulensammelgatter einen auskragenden Tragedorn aufweist, dessen frei auskragender Endabschnitt belastungsabhängig auslenkbar ist, wobei die Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorherigen Ausgestaltungen zum Durchführen des Verfahrens eingerichtet ist, wobei das Auslenkverhalten des auskragenden Endabschnitt des Tragedorns abhängig von der Belastung des Tragedorns in einer Datenbank zum Speichern von Koordinaten gespeichert wird, wobei die Koordinaten zum Steuern der Hubeinrichtung abgerufen werden.
  • Mit der präzisen Erfassung der Auslenkung des Tragedorns beispielsweise in Versuchen und Abspeichern der jeweiligen Auslenkung für jeden möglichen Belastungs- und Entlastungszustand in einer Datenbank zum Speichern von Koordinaten ist es auf einfache Art und Weise möglich, die Ausgleichsbewegung der Hubeinrichtung zu steuern, in dem jeweils die notwendigen Daten abgerufen werden.
  • Nach einer Ausgestaltung des Verfahrens werden die Koordinaten der Datenbank wenigstens zum Steuern einer Ausgleichbewegung der Hubeinrichtung in vertikaler Richtung und / oder zum Steuern einer Ausgleichsbewegung des Translationsfahrwerk in horizontaler Richtung verwendet, so dass ein im Wesentlichen stufenfreier Übergabebereich zwischen dem ersten Tragedorn, auf dem eine Wickelspule gelagert ist, und einem zweiten Tragedorn, auf dem die Wickelspule zu verschieben ist, ausgebildet wird, und umgekehrt.
  • Es ist auch möglich einen gezielt einstellbarer Übergabebereich mit einer vorbestimmten Stufung (dropping) bereitzustellen. Beim Überschieben sollte der aufnehmende Tragedorn etwas tiefer angeordnet sein, um die Hülsen nicht zu beschädigen.
  • Mit der einfachen und effektiven Auswertung der entsprechenden Koordinaten kann die Hubeinrichtung und / oder das Translationsfahrwerk entsprechend präzise gesteuert werden, so dass ein stufenfreier Übergabebereich zwischen benachbarten Tragedornen möglich ist, auf die eine Übertrage der Wickelspulen erfolgen soll.
  • Nach einer anderen Ausgestaltung des Verfahrens wird, nach dem ein im Wesentlichen stufenfreier Übergabebereich zwischen dem ersten Tragedorn und dem zweiten Tragedorn bereitgestellt ist, eine Andrückeinrichtung aktiviert zum Überschieben einer Wickelspule von dem ersten Tragedorn auf den zweiten Tragedorn und umgekehrt.
  • Vorteilhafterweise wird eine Verschiebung einer Wickelspule von einem ersten Tragedorn auf einen zweiten Tragedorn erst dann durchgeführt, wenn eine entsprechende stufenfreie Übergabe zwischen dem ersten Tragedorn und dem zweiten Tragedorn ausgebildet worden ist.
  • Dies erlaubt eine sichere und saubere Führung der Wickelspule von dem ersten Tragedorn auf den zweiten Tragedorn und vermeidet zum Beispiel eine Beschädigung der zu verschiebenden Wickelspulen an dem Übergabereich.
  • Die Aufgabe wird hinsichtlich der Spulenverteilvorrichtung mit einer Spulenverteilvorrichtung mit dem Merkmalen nach Anspruch 12 gelöst.
  • Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Spulenverteilvorrichtung zum automatischen Umverteilen einer Mehrzahl von Wickelspulen, die auf einem ersten Spulensammelgatter mit einer Mehrzahl von ersten Tragedornen gelagert sind, auf ein zweites Spulensammelgatter mit einer Mehrzahl von Tragedornen bereitgestellt, wobei ein Übergabebereich zwischen dem ersten Tragedorn und dem zweiten Tragedorn eine Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ausgestaltungen bereitgestellt ist, so dass eine im Wesentlichen stufenfreie Verschiebung der Wickelspulen von dem ersten Tragedorn auf den zweiten Tragedorn und umgekehrt durchführbar ist.
  • Die vorteilhafte Verwendung der Hubeinrichtung insbesondere bei Spulenverteilvorrichtungen bietet ein sicheres und unfallfreies Übertragen von Wickelspulen von einem ersten Spulensammelgatter auf ein zweites Spulensammelgatter.
  • Mit der Hubeinrichtung ist es möglich, ein im Wesentlichen stufenfreies Übergeben der Wickelspulen von einem ersten Tragedorn auf einen zweiten Tragedorn zu ermöglichen, so dass eine blockadefreie und beschädigungsfreie Übertragung der Wickelspulen jeweils möglich ist.
  • Weitere Vorteile und Ausführungsbeispiele ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie des zugehörigen Verfahrens und der Spulenverteilvorrichtung mit der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung.
  • Die erfindungsgemäße Hubeinrichtung wird nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele unter Bezug auf die beigefügten Figuren erläutert. In Verbindung mit der Hubeinrichtung wird auch das erfindungsgemäße Verfahren sowie die zugehörige Spulenverteilvorrichtung beschrieben.
  • Es stellen dar:
    • 1 schematisch eine Draufsicht auf eine Spulenverteilvorrichtung zum Be- und Entladen von Spulensammelgattern;
    • 2 schematisch eine Schnittansicht gemäß Schnittführung A-A aus 1 von einer Vereinzelungseinrichtung der Spulenverteilvorrichtung;
    • 3 schematisch eine Perspektivansicht eines Spulensammelgatters zum Sammeln einer Mehrzahl von Wickelspulen auf jedem Tragedorn;
    • 4 schematisch eine Perspektivansicht einer Hubeinrichtung zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns des in 3 gezeigten Spulensammelgatters;
    • 5 schematisch eine erste Seitenansicht der in 4 gezeigten Vorrichtung;
    • 6 schematisch eine zweite Seitenansicht der in 4 gezeigten Hubeinrichtung; und
    • 7 ein Blockdiagramm der wesentlichen Verfahrensschritte zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns eines Spulensammelgatters.
  • 1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine Spulenverteilvorrichtung 1 zum Be- und Entladen von Spulensammelgattern 90.
  • In 3 ist schematisch in einer Perspektivansicht ein Spulensammelgatter 90 gezeigt. Das Spulensammelgatter 90 weist eine Mehrzahl von Tragesammeldornen 91 bzw. erste Tragedorne 91 auf, die je nach Belastungszustand eine Be- und Entlastungsbewegung ausüben. Die Be- und Entlastungsbewegung wird durch die auf den ersten Tragedorn 91 angeordneten Wickelspulen 4 (angezeigt in 2) bewirkt.
  • Wenn eine Mehrzahl von hintereinander aufgereihten Wickelspulen 4 auf den dem ersten Tragedorn 91 angeordnet ist, senkt sich der freie Endabschnitt 97 des ersten Tragedorns um einen vorbestimmten Betrag ab. Diese Auslenkbewegung in Vertikalrichtung ist in 3 mit dem Bezugszeichen EBB angezeigt. Die horizontale Ausweichbewegung ist mit HBB in 3 angezeigt.
  • Wenn der erste Tragedorn 91 unbelastet ist, d.h. keine Wickelspule 4 ist auf dem Tragedorn 91 angeordnet, erstreckt sich der erste Tragedorn 91 im Wesentlichen entlang der Entlastungslinie E, die der Schwerpunktlinie des ersten Tragedorns 91 entspricht.
  • Bei einer vollständigen Beladung des ersten Tragedorns 91 senkt sich der erste Tragedorn 91 bis zu der Belastungslinie B ab.
  • Die Absenkung ist in den Figuren übertrieben dargestellt zum besseren Verständnis und zum besseren Erfassen.
  • Die Auslenkbewegung EBB bis zu der Belastungslinie B weist eine vertikale Auslenkbewegung EBB und horizontale Ausweichbewegung HBB auf.
  • Mit der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung 70 kann die vertikale Auslenkbewegung EBB und die horizontale Ausweichbewegung HBB entsprechend ausgeglichen werden, so dass eine unaufwändige Be- und Entladung der jeweiligen Tragedorne 91 möglich ist.
  • Das in 3 gezeigte Spulensammelgatter 90 wird auch als Pincontainer oder Doffcontainer bezeichnet, da mit dem Spulensammelgatter bevorzugt Wicklervorrichtungen gedofft werden, d.h. die aufgewickelten Wickelspulen 4, die auf einem nicht dargestellten Wickler zu Wickelspulen 4 gewickelt werden, werden nach Erreichen eines vorbestimmten Durchmessers von dem jeweiligen Spannfutter des Wicklers auf einen ersten Tragedorn 91 des Spulensammelgatters 90 gedofft. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis alle ersten Tragedorne 91 des Spulensammelgatters 90 mit Wickelspulen 4 besetzt sind.
  • Das in 3 gezeigte Sammelgatter 90 weist ferner Dornträger 93 auf, an denen die ersten Tragedorne 91 befestigt sind. Die Dornträger 93 sind an Stützträgern 94 befestigt, die an einem Längsträger 96 montiert sind.
  • Die Querträger 92 und die Längsträger 96 sind zusätzlich mit Querträgern 92 verstärkt.
  • In 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiels des Spulensammelgatters 90 gezeigt. Hier ist die Aussteifung ein Lochblech, während in dem Ausführungsbeispiel von 3 des Spulensammelgatters 90 die Aussteifung 95 eine Diagonalstrebe 95 ist.
  • Die Diagonalstrebe 95 bzw. die Aussteifung 95 steift den Stützträger 94 und den Längsträger 96 derart auf, so dass die Verbindungsstelle zwischen Stützträger 94 und Längsträger 96 zusätzlich versteift ist und ein größeres Moment ohne Verformung aufnehmen kann.
  • Weiter mit Bezug auf 1. Wie bereits oben erwähnt zeigt 1 schematisch eine Draufsicht auf eine Spulenverteilvorrichtung 1, deren Funktion es ist, Wickelspulen 4, die über ein Flurförderfahrzeug 40, beispielsweise in Form eines selbstfahrenden Fahrzeuges (Automatic Guided Vehicles) und / oder über einem Gabelstapler mittels des ersten Spulensammelgatters 90 an einer Be- und Entladeposition bzw. -brücke 10 bzw. Entlade- und Beladeposition bzw. -brücke 20 zugeführt bzw. abgeführt werden und auf ein zweites Spulensammelgatter 100, insbesondere ein Hängetransportgatter 100, zu vereinzeln bzw. zu verteilen.
  • In 1 ist die Förderrichtung FR der Spulenverteilvorrichtung 1 angezeigt. Die Förderrichtung FR der Hängetransportgatter 100 bzw. zweiten Spulensammelgatter 100 erfolgt über eine Deckenschiene 2 und eine Bodenschiene 3. Die Bodenschiene 3 dient der beidseitigen geführten Lagerung des Hängetransportgatters 100, so dass ein Be- und Entladen mit Wickelspulen des Hängetransportgatters 100 an den jeweiligen Übergabebereichen ÜEB zum vereinzelten bzw. zum Sammeln möglich ist wie z.B. bei der Belade- und Entladeposition 10 bzw. der Entlade- und Beladeposition 20.
  • Die Spulensammelgatter 90 werden üblicherweise bei einer automatischen Sammlung und Doffvorrichtung über Flurförderfahrzeuge 40 an der Beladeposition 10 der Spulenverteilvorrichtung 1 zugeführt. Das beladene erste Spulensammelgatter 90 wird dann über eine Förderanlage 300 von der Beladeposition 10 bzw. Beladebrücke 10 hin zu einer Vereinzelungseinrichtung 30 der Spulenverteilvorrichtung 1 gefördert.
  • Bei der Vereinzelungseinrichtung 30 werden die auf den ersten Tragedorn 91 hintereinander in Reihe gelagerten Wickelspulen 4 des ersten Spulensammelgatters 90 auf die zweiten Tragedorne 104 eines Hängetransportgatters 100 vereinzelt.
  • In der Spulenverteilvorrichtung 1 ist jedoch auch der umgekehrte Prozess möglich, so dass beispielsweise von dem Hängetransportgatter 100 gehaltene Wickelspulen 4 auf das erste Spulensammelgatter 90 gesammelt werden. Dann wird ein im Wesentlichen leeres erstes Spulensammelgatter 90 an der Entladeposition 20 mittels eines Flurförderfahrzeugs 40 zugeführt. An einer Sammeleinrichtung 50 werden dann die Wickelspulen 4 von dem Hängetransportgatter 100 auf das Spulensammelgatter 90 gesammelt.
  • Das volle Spulensammelgatter 90 wird dann an die Beladeposition 10 zugeführt und von einem Flurförderfahrzeug 40 entnommen. Das Flurförderfahrzeug 40 kann bahngebunden sein und auch einen Gabelstapler und eine Hubameise sein.
  • Zur Kontrolle des Beladezustands des Hängetransportgatters 10 weist die Spulenverteilvorrichtung 1 eine Kontrolleinrichtung 60 auf, die über Sensoren die Positionen der zweiten Tragedorne 104 des Hängetransportgatters 100 auf einen Be- bzw. einen Entladezustand kontrolliert, d.h. ist auf dem jeweiligen Tragedorn eine Wickelspule 4 oder ist der Tragedorn leer.
  • In 2 ist schematisch die Vereinzelungseinrichtung 30 der Spulenverteilvorrichtung 1 gemäß der Schnittführung A-A aus 1 dargestellt. Mit der Vereinzelungseinrichtung 20 ist es möglich, Wickelspulen 4, die auf dem Spulensammelgatter 90 auf den jeweiligen ersten Tragedorn 21 gesammelt und gelagert sind auf das Hängetransportgatter 100 bzw. das zweite Spulensammelgatter 100 zu vereinzeln bzw. zu übertragen.
  • Das Hängetransportgatter 100 weist eine Schienentrageinrichtung 101 auf, die an einer Deckenschiene 2 fahrbar gehalten ist und auf der gegenüberliegenden Seite an einer Bodenschiene 3 geführt wird, so dass eine unaufwändige Vereinzelung bzw. Übertragung der Wickelspulen 4 auf den Trageeinzeldorn 104 bzw. den zweiten Tragedorn 104 des Hängetransportgatters 100 möglich ist.
  • Das Hängetransportgatter 100 weist ferner eine Kupplungseinrichtung 102 auf, mittels der der Tragerahmen 103, an dem die zweiten Tragedorne 104 befestigt sind, an verschiedenen Trageinrichtungen 100 befestigbar ist.
  • Zum Vereinzeln der auf dem ersten Spulensammelgatter 90 bzw. Fördersammelgatter 90 angeordneten Wickelspulen 4 ist eine Andrückeinrichtung 110 vorgesehen. Die Andrückeinrichtung 110 weist eine entsprechende Anzahl von Andrückstempeln 111 auf, wobei die Anzahl von Andrückstempeln 111 im Wesentlichen der Anzahl der Tragedorne 91 des Fördersammelgatters 90 entspricht.
  • Die Andrückstempel 111 sind derart versetzt in Vertikalrichtung V gegenüber den Tragedorn 91, so dass der Endabschnitt des jeweiligen Andrückstempels 111 unterhalb des ersten Tragedorns 91 eingreifen kann, so dass die jeweilige Wickelspule 4 durch ein Verschieben des Andrückstempels 111 in Translationsbewegung 115 im Wesentlichen parallel zur Erstreckungsrichtung des ersten Tragedorns 91 ein Übertragen bzw. Fördern der Wickelspule 4 hin zu dem zweiten Tragedorn 104des Hängetransportgatters 100 verschoben wird.
  • Die Andrückstempel 111 sind an einer Stempelstütze 112 befestigt und über eine Längsverfahreinrichtung 114 in Translationsbewegungsrichtung 115 hin und her verfahrbar im Wesentlichen parallel zur Erstreckungsrichtung und Erstreckungslänge der jeweiligen Tragedorne 91, so dass die auf den jeweiligen Tragedorn 91 gelagerten Wickelspulen 4 über die Gesamtlänge des ersten Tragedorns 91 und auf den zugehörigen zweiten Tragedorn 104 des Hängetransportgatters 100 verschiebbar sind.
  • Wie ferner aus 2 ersichtlich ist, ist ein erstes Spulensammelgatter 90 in der Vereinzelungseinrichtung 30 zum Vereinzeln der Wickelspulen 4 auf das Hängetransportgatter 100 positioniert.
  • Durch die vollständige Beladung mit Wickelspulen 4 des ersten Spulensammelgatters 90 bzw. der zugehörigen ersten Tragedorne 91 kann sich der Tragedorn 91 entsprechend der Belastungslinie B absenken. Damit aber eine problemloses Übertragung der Wickelspulen 4 mittels der Andrückeinrichtung 100 erfolgen kann, müssen die Tragedorne 91, insbesondere deren Endabschnitte 97, auf Höhe der Transportlinie T gebracht werden. Um die Auslenkbewegung EBB in vertikaler Richtung V auszugleichen (siehe auch 3), ist an einer vorbestimmten Stelle benachbart zum Übergabebereich ÜEB an der Unterseite des Spulensammelgatters 90 die erfindungsgemäße Hubeinrichtung 70 vorgesehen. Die Funktion der Hubeinrichtung 70 ist es, das Spulensammelgatter 90 derart anzuheben, so dass wenigstens die Endabschnitte 97 der ersten Tragedorne 91 in die Lage der Transportlinie T gebracht werden.
  • Beim Fortschritt der Entladung bzw. bei Abgabe der jeweiligen Wickelspulen 4 ändert sich auch die Belastungslinie B und der Tragedorn 91 nähert sich wieder der Transportlinie T an, wobei je nach Belastungsgrad die Belastungslinie näher zu Entlastungslinie E kommt. Zum Ausgleichen der horizontalen Ausweichbewegung des Tragedorns ist es ferner möglich, das Spulensammelgatter 90 mittels eines Translationsfahrwerkes 85 mit einem Translationsantrieb 86 horizontal Richtung näher zu dem Hängetransportgatter 10 zu verfahren, um eine entsprechende horizontale Ausweichbewegung HBB in horizontaler Richtung H ausgleichen zu können, so dass die Tragedorne wenigstens an den zugehörigen Endabschnitten des Spulensammelgatter 90 und des Hängetransportgatters 10 auf Höhe der Transportlinie T gemeinsam angeordnet sind.
  • Die Belastungslinie B ist zum besseren Erfassen übertrieben dargestellt. Ferner ist der erste Tragedorn 91 nicht vollständig mit Wickelspulen 4 besetzt dargestellt aus demselben Grund.
  • An einem Stützgestell 200 sind die Deckenschiene 2, die Bodenschiene 3 und eine Sammeleinrichtung 50 zum Sammeln der Wickelspulen des Hängetransportgatters 100 auf dem Spulensammelgatter 90 angeordnet. Die Position der Sammeleinrichtung 50 ist in 1 näher dargestellt. Bei der Sammeleinrichtung 50 findet genau der umgekehrte Vorgang statt, nämlich das Übertragen von Wickelspulen 4 von dem Hängetransportgatter 100 auf das Spulensammelgatter.
  • Bei der Sammeleinrichtung 50 werden die Wickelspulen 4 des Hängetransportgatters 100 mittels der Sammeleinrichtung 50 auf das Spulensammelgatter 90 übertragen. Dies führt wiederum zu einer entsprechenden Absenkung der ersten Tragedorne 91 bei steigender Belastung bzw. bei zunehmender Anzahl der darauf angeordneten Wickelspulen 4. Daher ist auch an der Position der Sammeleinrichtung 50 die erfindungsgemäße Hubeinrichtung 70 vorgesehen.
  • In 4 bis 6 sind unterschiedliche Ansichten der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung 70 gezeigt.
  • In 4 ist in einer perspektivischen Ansicht die Hubeinrichtung 70 gezeigt.
  • Die Hubeinrichtung 70 ist insbesondere zum Ausgleichen der vertikalen Auslenkbewegung in vertikaler Richtung V eingerichtet (siehe 2), so dass die vertikale Auslenkungsbewegung EBB der einzelnen Tragedorne 91 nach jeweiligem Belastungsgrad ausgeglichen werden kann.
  • Zum genauen Bestimmen der zugehörigen Auslenkungen und Ausweichkoordinaten der Tragedorne 91 werden vorab in Versuchen die jeweiligen Auslenkungen der Tragedorne 91 in Abhängigkeit der jeweiligen Beladung, d.h. bei entsprechender Anzahl mit Wickelspulen 4 erfasst.
  • Diese Auslenkungen können dann in einem Programm ausgewertet bzw. in einer Datenbank gespeichert werden, so dass die erfindungsgemäße Hubeinrichtung 70 derart programmiert bzw. geregelt werden kann, so dass die entsprechende notwendige Ausgleichsbewegung in V-Richtung der Hubeinrichtung 70 an dem Spulensammelgatter 90 erfolgen kann.
  • Zum Durchführen der vertikalen Ausgleichsbewegung V weist die Hubeinrichtung 70 ein Exzenterhubwerk 80 auf. Das Exzenterhubwerk 80 weist eine Exzenterscheibe 72 auf, die in dem in den 4-6 gezeigten Ausführungsbeispiel einen kreisförmigen Umfang aufweist. Damit eine entsprechende Höhenverstellung mittels der Exzenterscheibe 72 möglich ist, ist die Exzenterscheibe 72 exzentrisch mittels einer Welle 77 an einen Antrieb 73 gekoppelt.
  • Durch Betreiben des Antriebs 73 wird die Welle 77 rotiert und die Exzenterscheibe entsprechend bewegt. Durch die exzentrischer Anordnung der Welle in der Exzenterscheibe 72 kann ein entsprechender Hubweg verursacht werden. Zum Übertragen der Hubbewegung der Exzenterscheibe 72 ist diese mit einem Hubbalken 75 über Rollen 78 verbunden. Die Rollen 78 sind drehbar in einem Lager 79 gehalten. Zum Ausgleichen verschiedener Höhendifferenzen sind Ortsstützen 8 und Ausgleichsstützen 76 an geeigneten Positionen in der Hubeinrichtung 70 vorgesehen. Damit ist es möglich, die Hubeinrichtung 70 auch an bestehenden Spulenverteilvorrichtungen 1 nachzurüsten.
  • Zum Vereinzeln bzw. zum Sammeln der Wickelspulen 4 ist in 7 ein Blockdiagramm dargestellt, dass die einzelnen Verfahrensschritte zum Vereinzeln bzw. Sammeln von Wickelspulen 4 unter Zuhilfenahme der Hubeinrichtung 70 beschreibt.
  • In einem ersten Verfahrensschritt S1 wird ein erstes Spulensammelgatter 90 an einer Beladeposition 10 mit einem mit Wickelspulen beladenen ersten Tragedornen 91, die eine entsprechende Auslenkung aufweisen über ein Flurförderfahrzeug 10 der Vereinzelungsvorrichtung 1 zugeführt.
  • Mittels der Förderanlage 300 werden dann die beladenen ersten Spulensammelgatter 90 der Vereinzelungseinrichtung 30 zugeführt. Wenn das Spulensammelgatter 90 mittels der Förderanlage 300 am Übergabebereich ÜEB angeordnet ist, werden die Auslenkungen des Tragedorns 91 in einem ersten Verfahrensschritt in einer Koordinatendatenbank abgerufen, so dass die Hubeinrichtung die translatorische Ausgleichsbewegung V ausübt.
  • Hierbei wird der Antrieb 73 entsprechend angetrieben, so dass die Exzenterscheibe 72 den Hubbalken um die vorbestimmte Ausgleichsbewegung V bewegt.
  • Ferner findet in einem weiteren Schritt S2 mittels des Translationsfahrwerkes 85 eine Ausgleichsbewegung in horizontaler Richtung H statt, so dass das Spulensammelgatter 90 an die vorbestimmte Transportlinie T angrenzt, bzw. die jeweiligen Endabschnitte der ersten Tragedorne 91 und der zweiten Tragedorne 104, so dass am Übergabebereich unaufwändig und stufenfrei eine Übergabe der Wickelspule 4 vom ersten Tragedorn 91 auf den zweiten Tragedorn 104 erfolgen kann. Hierbei werden auch die notwendigen Daten aus der Koordinatendatenbank abgerufen.
  • In einem dritten Schritt S3 erfolgt dann, nachdem ein stufenfreier Übergabebereich UEB zwischen dem ersten Tragedorn 91 und dem zweiten Tragedorn 104 durch die Hubeinrichtung 70 und durch das Translationsfahrwerk 85 bereitgestellt worden ist, eine Aktivierung der Andrückeinrichtung 110, so dass wenigstens eine Wickelspule 4 von dem ersten Tragedorn 91 auf den zweiten Tragedorn 104 verschoben werden kann.
  • In einem weiteren Schritt S4 erfolgt dann der Weitertransport des beladenen Hängetransportgatters 100, wobei der vorab beschriebene Vorgang für das Spulensammelgatter 90 so lange fortgesetzt wird, bis der jeweilige Tragedorn 91 vollständig entladen ist und die Wickelspulen 4 auf das Hängetransportgatter übertragen worden sind.
  • Der Vorgang mit der Vereinzelung kann auch andersrum zum Sammeln an der Sammeleinrichtung 50 durchgeführt werden.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Spulenverteilvorrichtung
    2
    Deckenschiene
    3
    Bodenschiene
    4
    Wickelspule
    7
    Auflage
    8
    Ortsstütze
    10
    Belade- / Entladeposition /-brücke
    20
    Entlade- / Beladeposition /-brücke
    30
    Vereinzelungseinrichtung
    40
    Flurförderfahrzeug
    50
    Sammeleinrichtung
    60
    Kontrolleinrichtung
    70
    Hubeinrichtung
    71
    Grundplatte
    72
    Exzenterscheibe
    73
    Antrieb
    74
    Hebeführung
    75
    Hubbalken
    76
    Ausgleichstütze
    77
    Welle
    78
    Rolle
    79
    Lager
    80
    Exzenterhubwerks
    85
    Translationsfahrwerk
    86
    Translationsantrieb
    90
    erstes Spulensammelgatter; Fördersammelgatter
    91
    Tragesammeldorn, erster Tragedorn
    92
    Querträger
    93
    Dornträger
    94
    Stützträger
    95
    Aussteifung
    96
    Längsträger
    97
    Dornendabschnitt
    100
    Hängetransportgatter; zweites Spulensammelgatter
    101
    Schienentrageeinrichtung
    102
    Kupplungseinrichtung
    103
    Tragerahmen
    104
    Trageeinzeldorn, zweiter Tragedorn
    105
    Bodenführung
    110
    Andrückeinrichtung
    111
    Andrückstempel
    112
    Stempelstütze
    114
    Längsverfahreinrichtung
    115
    Translationsbewegung
    200
    Stützgestell
    300
    Förderanlage
    E
    Entlastungslinie
    B
    Belastungslinie
    EBB
    Be- und Entlastungsbewegung, vertikale Auslenkungsbewegung
    HBB
    horizontale Ausweichbewegung
    T
    Transportlinie
    UEB
    Übergabebereich
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 2455739A1 [0003]
    • DE 10100764A1 [0004]
    • DE 4211687A1 [0005]

Claims (12)

  1. Hubeinrichtung (70) zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns (91) eines Spulensammelgatters (90, 100) an einer Belade und/oder einer Entladeposition (10, 20), wobei das Spulensammelgatter (90) einen frei auskragenden Tragedorn (91) aufweist, dessen frei auskragender Endabschnitt belastungsabhängig auslenkbar ist, wobei die Hubeinrichtung zum Ausgleichen der belastungsabhängigen Auslenkungsbewegung (EBB) des Tragedorns eingerichtet ist, in dem die Hubeinrichtung das Spulensammelgatter anhebt und/oder absenkt
  2. Hubeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (70) zum Bewirken einer translatorischen Ausgleichsbewegung (V) des Tragedorns (91) zum Ausgleichen der Auslenkungsbewegung (EBB) in vertikaler Richtung ein Exzenterhubwerk (80) aufweist, das zum Wirken an dem Spulensammelgatter (90) ausgebildet ist.
  3. Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenterhubwerk (80) eine Exzenterscheibe (72) aufweist, die mittels eines Antriebs (73) über einer Welle (77) antreibbar ist und eine rotatorische Bewegung in die translatorische Ausgleichsbewegung (V) bewirkt, wobei die Exzenterscheibe an einem Hubbalken (75) des Exzenterhubwerks wirkt, der die Ausgleichsbewegung (V) an das Spulensammelgatter (90) überträgt.
  4. Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Translationsfahrwerk (85) zum Ausbilden einer translatorischen Ausgleichsbewegung (H) zum Ausgleichen einer horizontalen Ausweichbewegung (HBB) des Tragedorns in horizontaler Richtung an dem Spulensammelgatter (90) vorgesehen ist.
  5. Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Translationsfahrwerk (85) einen Translationsantrieb (86) aufweist, der zum Hin- und Herbewegen in horizontaler Richtung des Spulensammelaggregates eingerichtet ist.
  6. Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Übertragen der Rotationsbewegung der Exzenterscheibe der Hubbalken mit einer Rolle (78) an die Exzenterscheibe gekoppelt ist, wobei die Rolle (78) bewegbar in einem Lager (79) gelagert ist.
  7. Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (70) eine Führung (77) zum linearen Führen des Hubbalkens (75) in vertikaler Richtung aufweist.
  8. Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Hubbalken (75) und der Rolle (78) eine Ausgleichstütze (76) und/oder an einer Grundplatte (71), an der der Antrieb (73) montiert ist, eine Ortstütze (8) montiert sind/ist.
  9. Verfahren zum Ausgleichen einer Be- und Entlastungsbewegung eines Tragedorns (91) eines Spulensammelgatters (90, 100) an einer Belade und/oder einer Entladeposition (10, 20), wobei das Spulensammelgatter (90) einen frei auskragenden Tragedorn (91) aufweist, dessen frei auskragender Endabschnitt belastungsabhängig auslenkbar ist, wobei die Hubeinrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8 zum Durchführen des Verfahrens eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslenkverhalten des auskragenden Endabschnitt (97) des Tragedorns abhängig von der Belastung des Tragedorns in einer Datenbank zum Speichern von Koordinaten gespeichert wird, wobei die Koordinaten zum Steuern der Hubeinrichtung abgerufen werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Koordinaten der Datenbank wenigstens zum Steuern einer Ausgleichsbewegung der Hubeinrichtung in vertikaler Richtung und /oder zum Steuern einer Ausgleichsbewegung des Translationsfahrwerk (85) in horizontaler Richtung verwendet werden, so dass ein im Wesentlichen stufenfreier Übergabebereich (UEB) zwischen einem ersten Tragedorn, auf dem eine Wickelspule gelagert ist, und einem zweiten Tragedorn, auf den die Wickelspule zu verschieben ist, ausgebildet wird, und umgekehrt.
  11. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem ein im Wesentlichen stufenfreier Übergabebereich zwischen dem ersten Tragedorn (91) und dem zweiten Tragedorn (104) bereitgestellt ist, eine Andrückeinrichtung (110) aktiviert wird zum Überschieben einer Wickelspule (4) von dem ersten Tragedorn auf den zweiten Tragedorn, und umgekehrt.
  12. Spulenverteilvorrichtung zum automatischen Umverteilen von einer Mehrzahl von Wickelspulen (4), die auf einem ersten Spulensammelgatter (90) mit einer Mehrzahl von ersten Tragedornen (91) gelagert sind, auf ein zweites Spulensammelgatter (100) mit einer Mehrzahl von zweiten Tragedornen (104), wobei am Übergabebereich (UEB) zwischen dem ersten Tragedorn und dem zweite Tragedorn einen Hubeinrichtung (70) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8 bereitgestellt ist, so dass ein im Wesentlichen stufenfreies Verschieben der Wickelspulen von dem ersten Tragedorn auf den zweiten Tragedorn und umgekehrt, durchführbar ist.
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