DE10202237A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer induktions-Maschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer induktions-MaschineInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine elektrische Maschine, die geeignet ist zur Verwendung als Anlasser-Lichtmaschine für Kraftfahrzeug, umfassend einen Wechselrichterkreis, eine Gleichrichterschaltung und eine Ständerwicklung, welche die Wechselrichterschaltung mit der Gleichrichterschaltung verbindet. Außerdem wird ein Schalter-Schaltkreis mit zwei Schaltern verwendet, um den Wechselrichterkreis mit der Gleichrichterschaltung zu verbinden. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird unter anderem die Funktion des Schalterkreises so gesteuert, dass in einer Betriebsart Anfahren die Schalter geschlossen sind, und in einer Betriebsart Generatorbetrieb die Schalter geöffnet sind; so kann aus der elektrischen Maschine ein hohes abgegebenes Drehdokument und außerdem ein breiter Bereich der Betriebsdrehzahl erzielt werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer elektrischen Maschine
und eine solche mit einer Spannungsquelle, einem Ständerwicklungskreis,
einem Wechselrichterkreis und einer Gleichrichterschaltung.
Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sind typischerweise sowohl mit einem
Anlassermotor als auch einer Drehstromlichtmaschine versehen. In den letzten
Jahren wurde eine kombinierte Drehstromlichtmaschine und Anlassermotor
vorgeschlagen. Beim ersten Starten des Fahrzeugs arbeitet die Anlassermotor/
Drehstromlichtmaschine wie ein Anlasser. Beim Betrieb als Anlasser erzeugt die
Anlassermotor/Drehstromlichtmaschine ein genügend großes Drehmoment,
um die Kurbelwelle des Motors zu drehen, bevor die Zylinder gezündet werden.
Nachdem der Motor gestartet ist, wird die Anlassermotor/Drehstromlichtma
schine als Generator genutzt, um elektrische Leistung bereitzustellen für das
elektrische System des Fahrzeugs und/oder zur Abschwächung der
Kraftübertragung.
In zukünftigen Kraftfahrzeuganwendungen kann der Motor bei Stopps, z. B. bei
Rotlicht an einer Ampel, abgeschaltet werden. Wenn das Gaspedal
heruntergedrückt ist, wird der Motor das Zünden wieder aufnehmen. So würden
im Verlaufe einer Fahrt viele Starts auftreten. Eine Beschleunigung bei solchen
Systemen ist ohne Eingriffnahme von Natur aus gering, da nach dem Start die
Größen des Drehmoments vom Motor niedrig sind. So können Anlasser/
Drehstromlichtmaschinen genutzt werden, um zur Unterstützung der
Beschleunigung des Fahrzeugs auch ein Verstärkungsmoment zur Verfügung
zu stellen.
Es gibt zwei eindeutige Merkmale, die das Drehmoment gegenüber der
Anforderung an die Drehzahl von Anlasser/Drehstromlichtmaschinen
kennzeichnen. Das erste ist das hohe Drehmoment, das benötigt wird, um
Starts von kalten Motoren durchzuführen. Das zweite deutliche Merkmal ist die
Anforderung einer hohen Leistung im Generatorbetrieb in einem breiten
Drehzahlbereich. Um sowohl das geforderte Startdrehmoment als auch die
erforderliche Leistung im Generatorbetrieb gleichzeitig zu erfüllen, sind die
Ständerwicklungen einer Anlassermotor/Drehstromlichtmaschine typischer
weise mit einer geringen Anzahl von Reihenwindungen versehen, um einen
breiteren Drehzahlbereich bei Generatorbetrieb zu ermöglichen. Um gleichzeitig
die Anforderung an das Drehmoment beim Start mit einer geringen Anzahl von
Reihenwindungen zu erfüllen, wird eine hohe Stromgröße benötigt, was dazu
führt, dass die Anlasser/Drehstromlichtmaschine ein verhältnismäßig hohes
Stromspitzenverhältnis aufweist, das für ein elektrisches 42 Volt System oft 700
Ampere überschreitet. Der hohe Spitzenstrom erhöht die Bemessung des
Stroms für die Leistungsgeräte, Verkabelung und Schaltverbindungen.
Außerdem sind die Kosten, thermischen Anforderungen, Auflagen der
elektromagnetischen Interferenz und Kompatibilität erhöht.
Es ist dabei, eine Anlassermotor/Drehstromlichtmaschine zur Verfügung zu
stellen, die beim Starten mit einem verringerten erforderlichen Spitzenstrom
betrieben werden kann und die für den Generatorbetrieb in einem erweiterten
Drehzahlbereich arbeitet.
Bekannte Verfahren zur Verwirklichung dieser Ziele umfassen die Rekonfigura
tion der Ständerwicklungen von Reihen- zu Parallelbetrieb oder deren Änderung
von einer Ausführung als Sternwicklung zu der einer Dreieckswicklung. Diese
Typen von Ausführungen ermöglichen es, dass die Ständerwicklung eine
größere Anzahl von Reihenwindungen beim Starten als bei Generatorbetrieb
aufweist. Typischerweise sind jedoch solche Systeme auf Grund der mechani
schen Schalter, die zur Bereitstellung der Rekonfiguration benötigt werden, sehr
komplex und kostspielig.
Es sind auch schon Gleichspannungswandlers mit Verstärkung bereit gestellt
worden, um den Wechselrichter und die Maschine während des
Generatorbetriebs mit einer gegenüber der im Fahrzeug vorgesehenen Batterie-
Nennleistung erhöhten Spannung zu versorgen. Dies erlaubt eine Erhöhung der
Anzahl der Reihenwindungen innerhalb der Ständerwicklungen, was die Größe
des Stroms, der zur Erzielung des gleichen Drehmoments zum Starten benötigt
wird, verringert. Die mit einem solchen Gleichspannungswandler verbundenen
Kosten sind typischerweise untragbar.
Diese Probleme einer Rekonfiguration der Ständerwicklungen oder die
Ergänzung eines Gleichspannungswandlers zur Ermöglichung eines hohen
Startdrehmoments und eines breiten Drehzahlbereichs sind möglichst zu
vermeiden.
Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, ein verbessertes,
integriertes System Anlasser/Drehstromlichtmaschine zur Verfügung zu stellen,
das zur Verwendung als Anlassermotor geeignet ist, mit dem beim Starten ein
hohes Drehmoment erzielt werden kann, während bei Generatorbetrieb eine
hohe Leistung über einen breiten Bereich von Drehzahlen bereitgestellt wird.
Das Problem wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 und
11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen erfasst.
In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst das System einen Wechselrich
terkreis, eine Gleichrichterschaltung und eine elektrische Maschine, die einen
Ständerkreis aufweist, der den Wechselrichterkreis und die Gleichrichterschal
tung verbindet. Zwei Schalter verbinden die Gleichrichterschaltung selektiv mit
dem Wechselrichterkreis, so dass die Schalter in der Betriebsart Starten
geschlossen und in der Betriebsart Generatorbetrieb geöffnet sind.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst ein Verfahren zum
Betreiben eines Systems mit einer Spannungsquelle, einer elektrischen
Maschine mit einem Ständerwicklungskreis, einem Wechselrichterkreis und
einer Gleichrichterschaltung die Schritte: in der Betriebsart Starten, das direkte
Verbinden der Spannungsquelle mit dem Wechselrichterkreis durch zwei
Schalter; in der Betriebsart Generatorbetrieb, das Öffnen der beiden Schalter,
um den Wechselrichterkreis von der Spannungsquelle zu trennen.
Ein Vorteil der Erfindung ist, dass die für die Verkabelung und Schaltverbindun
gen erforderliche Stromkapazität erheblich reduziert ist. Das trifft zu, selbst
wenn für solche Ausführungen einer höherer Spannungsbedarf besteht.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass die verhältnismäßig große Anzahl
von an den Wechselrichterteil des Reglers angeschlossenen Reihenwindungen
so ist, dass die Größe des magnetisierenden Stroms geringer ist im Vergleich zu
einer Maschinenausführung mit niedrigerer Windungszahl. Dies reduziert das
Schalten des Wechselrichters und Leitungsverluste. Ein noch anderer Vorteil
der Erfindung ist, dass das Verhältnis der Windungen zwischen den Gruppen
der Ständerspulen in Abhängigkeit von den speziellen Systemanforderungen
verändert werden kann.
Weitere Zwecke und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der
folgenden ausführlichen Beschreibung von Ausführungsbeispielen in
Verbindung mit der Zeichnung und angefügten Patentansprüchen deutlich.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Kurvendarstellung des erforderlichen Drehmoments als Funktion
der Drehzahl einer Anlasser/Drehstromlichtmachine für ein
Kraftfahrzeug;
Fig. 2 eine schematische Ansicht einer elektrischen Maschine, die gemäß der
vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;
Fig. 3 die schematische Teilansicht eines anderen Ständerkreises nach der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 eine Kurvendarstellung eines Drehmoments als Funktion der Drehzahl
für verschiedene Betriebsarten einer Anlasser/Drehstromlichtmaschine
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 die schematische Ansicht einer anderen Schaltung nach der
vorliegenden Erfindung für eine elektrische Maschine.
In den folgenden Abbildungen werden die gleichen Bezugszeichen genutzt, um
die gleichen Bauteile in den verschiedenen Ansichten zu erkennen. Die vorlie
gende Erfindung wird mit Bezug auf eine Anlasser/Drehstromlichtmaschine für
ein Kraftfahrzeug beschrieben. Der Fachmann wird jedoch andere Anwendun
gen für die elektrische Maschine erkennen, die ein hohes Startmoment und
einen Generator erfordern, der in einem breiten Drehzahlbereich arbeitet.
Fig. 1 veranschaulicht das Drehmoment M über der Drehzahl n in
verschiedenen Betriebsphasen wie eingangs beschrieben. Beim Start wird im
niedrigen Drehzahlbereich ein hohes Startmoment Ms des Anlassermotors
benötigt, später im Betrieb nur noch ein konstantes geringeres
Generatormoment Mg, allerdings über einen breiten Drehzahlbereich jenseits
der Startdrehzahl.
Fig. 2 ist eine schematische Ansicht eines zur Nutzung als Anlasser-
Lichtmaschine in einem Kraftfahrzeug geeigneten elektrischen Maschi
nensystems 10. Das elektrische Maschinensystem 10 umfasst einen
Wechselrichterkreis 12 und eine Gleichrichterschaltung 14. Ein Ständerkreis 16
der elektrischen Maschine ist zwischen dem Wechselrichterkreis 12 und der
Gleichrichterschaltung 14 gekoppelt. Ein Schalterkreis 18 koppelt selektiv den
Wechselrichterkreis 12 mit der Gleichrichterschaltung 14 zusätzlich zu einem
Ständerkreis 16. Der Schalterkreis 18 umfasst einen ersten Schalter, den
Schalter A, und einen zweiten Schalter, den Schalter B. Gemäß Darstellung sind
die Schalter A und B als mechanische Schalter veranschaulicht. Der Fachmann
wird jedoch erkennen, dass verschiedene Typen von Schaltern einschließlich
elektrischer Schalter verwendet werden können. Vorzugsweise arbeiten die
Schalter A und B gleichzeitig.
Der Wechselrichterkreis 12 enthält eine Vielzahl von Schaltelementen 20A-20F
und einen Kondensator 22. Das Schaltelement kann Transistoren und Dioden
enthalten wie es für sich bekannt ist. Der Wechselrichterkreis 12 wird
verwendet, um die Funktion des Ständerkreises 16 zu steuern wie es
nachstehend weiter beschrieben wird. Zusätzlich zu den gezeigten Elementen
umfasst der Wechselrichter 12 eine Schaltung, um die Schaltelemente 20A-20F
in einer gewünschten Weise zu steuern.
Der Wechselrichterkreis 12 ist mit einer Versorgungsleitung 24 und einer Rück
leitung 26 der elektrischen Maschine 10 gekoppelt. Jedes Schaltelement ist
entweder mit der Versorgungsleitung 24 oder mit der Rückleitung 26 verbunden.
In der vorliegenden Ausführung sind die Schaltelemente 20A, 20C und 20 E mit
der Versorgungsleitung 24 verbunden. Die Schaltelemente 20B, 20D und 20F
sind mit der Rückleitung 26 verbunden. Die Schaltelemente 20A und 20B haben
einen dazwischen liegenden, gemeinsamen Knoten N1. Die Schaltelemente
20C und 20D weisen einen dazwischen liegenden, gemeinsamen Knoten N2
auf. Die Schaltelemente 20E und 20F haben einen dazwischen liegenden,
gemeinsamen Knoten N3.
Die Gleichrichterschaltung 14 ist vorzugsweise ein Vollwellen-Gleichrichter mit
den Dioden D1-D6. Die Dioden D1, D3 und D5 sind mit der Versorgungsleitung
24 gekoppelt. Gemäß Darstellung ist die Kathode der Dioden D1, D3 und D5 mit
der Versorgungsleitung 24 verbunden. Die Dioden D2, D4 und D6 sind mit der
Rückleitung 26 verbunden. Das heißt, die Dioden D2, D4 und D6 haben Ano
den, die mit der Rückleitung 26 verbunden sind. Die Dioden D5 und D6 besitzen
einen dazwischen liegenden, gemeinsamen Knoten N4. Die Dioden D3 und D4
weisen einen dazwischen liegenden, gemeinsamen Knoten N5 auf. Die Dioden
D1 und D2 besitzen einen dazwischen liegenden, gemeinsamen Knoten N6.
Jedes der Diodenpaare D1 und D2, D3 und D4, sowie D5 und D6 haben eine
entsprechende Anode, die mit der jeweiligen Kathode verbunden ist. Der
Ständerkreis 16 enthält normalerweise drei Wicklungen, die in einer vorgege
benen Art und Weise ausgeführt sind. Wie es ferner beschrieben wird, können
alternative Ausführungen von Phasenwicklungen genutzt werden, ohne von dem
Umfang der Erfindung abzuweichen. In diesem Ausführungsbeispiel besitzen
die drei Wicklungen 28A, 28B und 28C jeweils einen entsprechenden
Phasenleiter 30A, 30B und 30C, der jeweils mit den Knoten N3, N2 und N1 des
Wechselrichterkreises 12 verbunden ist. Die Wicklungen 28A, 28B und 28C
haben einen dazwischen liegenden, gemeinsamen Knoten N7, der den gemein
samen Knoten einer Stern-Ausführung darstellt. Jede der Wicklungen weist
einen Phasenleiter 32A, 32B und 32C auf, die jeweils mit den Knoten N6, N7
und N8 der Gleichrichterschaltung 14 verbunden sind. Die Phasenleiter 32A,
32B und 32C sind mit den Wicklungen 28A, 28B und 28C als ein angezapfter
Phasenleiter verbunden.
Eine Spannungsquelle 34, wie eine Batterie, ist mit der Versorgungsleitung 24
und der Rückleitung 26 verbunden, so dass der positive Leiter der Spannungs
quelle 34 mit der Versorgungsleitung 24 und die neutrale Seite der Batterie mit
der Rückleitung 26 verbunden ist.
In Fig. 3 ist ein anderes Ausführungsbeispiel des Ständerkreises 16' dargestellt,
der mit einer Doppelwicklung ausgeführt ist. Anstelle der Verwendung einer
angezapften Wicklung gemäß Fig. 2, weist die Ständerwicklung 16' eine erste
Wicklung 40A, 40B und 40C, die in Stern-Ausführung verbunden ist, und eine
dazu angeordnete, zweite Wicklung 42A, 42B und 44C, die mit einer
Gleichrichterschaltung 14 verbunden ist, auf. Die Wicklungsanzahl der ersten
Wicklung ist vorzugsweise größer als die Wicklungszahl der zweiten Wicklung.
Die Wicklungen 40A, 40B und 40C sind mit dem Wechselrichterkreis verbunden.
Der Fachmann wird erkennen, dass weitere Ausführungen der Ständerwicklung
möglich sind, die mit der vorliegenden Erfindung genutzt werden können. Ein
Beispiel ist eine angezapfte Ständerwicklung. In dieser Ausführung könnte der
innere Teil der Ständerwicklung, der mit der Gleichrichterschaltung verbunden
ist, entweder mit einer Stern- oder Dreiecksschaltung verbunden werden.
Andere Beispiele enthalten eine Ausführung mit Doppelständerwicklung, in der
jede Gruppe oder beide Gruppen von Ständerwicklungen anstelle einer Stern
schaltung mit einer Dreieckschaltung verbunden sein könnten.
Die Funktion der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Schaltungen ist ähnlich und
wird deshalb nachstehend gleichzeitig erörtert.
Bei Betrieb sind zwei eindeutige Betriebsarten vorhanden; eine Betriebsart
Starten und eine Betriebsart Generatorbetrieb. Die Schalter A und B werden
vorzugsweise gleichzeitig gesteuert. In der Betriebsart Starten sind die Schalter
A und B geschlossen und der Wechselrichterkreis 12 wird in einer Weise
betrieben, um das gewünschte Startmoment zu erzielen. In der Betriebsart
Starten läuft der Betrieb mit einer relativ niedrigen Drehzahl im Verhältnis zu der
Höchstdrehzahl der elektrischen Maschine 10. Deshalb ist die Gegen-EMK in
der Maschine verhältnismäßig gering, und die Dioden D1-D6 in der Gleichrich
terschaltung 14 lassen keinen Strom durch. Bei elektrischer Betrachtung von
den Wechselrichteranschlüssen aus, scheint die elektrische Maschine 10 eine
relativ große Anzahl von Reihenwindungen in der Betriebsart Starten zu haben.
In der Betriebsart Generatorbetrieb sind die Schalter A und B geöffnet, um die
Batterie 34 vom Wechselrichter 12 zu trennen. Der Wechselrichterkreis 12 wird
so betrieben, dass die mit den Knoten N1, N2 und N3 verbundenen Wicklungen
mit dem notwendigen magnetisierenden Feld erregt werden, welches von der
Maschine benötigt wird. Das durch diese Erregung erzeugte Magnetfeld
induziert eine Spannung in den Ständerwicklungen, die mit den Dioden der
Gleichrichterschaltung 14 verbunden sind. Die in den Ständerwicklungen
induzierte Spannung bewirkt, dass die Dioden den Strom durchlassen, und
deshalb wird Energie zurück in die Batterie und das elektrische System des
Fahrzeugs erzeugt. Die Größen von erzeugter Energie können gesteuert
werden, indem die Höhe der Einspeisung zur Magnetisierungserregung von
dem Wechselrichterkreis 12 verändert wird.
In Fig. 4 werden qualitativ und für eine Bauart auch quantitativ Drehmomente als
Funktion der Drehzahl der in Fig. 2 gezeigten elektrischen Maschine dargestellt.
Die Verläufe der Drehmomente als Funktion der Drehzahl sind abhängig von der
Anzahl der Windungen, die für die Spulengruppen in jeder der Phasen-
Ständerwicklungen für einen gegebenen Phasenstrom der elektrischen
Maschine gewählt wurde. Die Anzahl von Windungen in den beiden Spulengrup
pen kann unabhängig voneinander gewählt werden. Dies steht im Gegensatz zu
der beschriebenen Ausführung mit Schalter, in der nur ein festes Verhältnis
genutzt werden kann.
Das Motor-Moment Mm1 und das Generator-Moment Mg1 ist gegeben, wenn
die Maschine mit dem Wechselrichterteil direkt mit der Gleichstromquelle
verbunden ist. Die entsprechenden Übergangs-Momente Mm2 und Mg2 sind
gegeben, wenn der Wechselrichterteil von der Gleichstromquelle getrennt wird.
Mg3 schließlich ist der mögliche Momentenverlauf bei Betrieb mit der
Gleichrichterschaltung 14. Die Betriebsarten werden im Folgenden noch
erläutert.
In Fig. 5 sind mehrere Betriebsarten veranschaulicht; es sind im wesentlichen
vier Betriebsarten möglich. Die ersten beiden Betriebsarten werden realisiert,
wenn der Wechselrichterkreis 12 direkt mit der Spannungsquelle 34 gekoppelt
ist. Wenn die elektrische Maschine 10 in dieser Betriebsart zweckmäßig
gesteuert wird, werden die Dioden D1-D6 keinen Strom durchlassen, und die
Leistungsfähigkeit der elektrischen Maschine 10 entspricht der einer Maschine
mit den gleichen gesamten Reihenwindungen in der Ständerwicklung, die
betrieben wird, indem ein Wechselrichter mit der Spannungshöhe der
Spannungsquelle 34 verwendet wird.
In einer zweiten Betriebsart sind die Betriebsfähigkeit der Maschine und die
Gleichrichterschaltung 14 als Generator veranschaulicht. In dieser Betriebsart
wird der Wechselrichterkreis 12 betrieben, um die notwendige Erregung für die
Maschine zu erzeugen, so dass die Dioden D1-D6 des Gleichrichterkreises 14
Strom führen. Die Leistungsfähigkeit des Generatorbetriebs ist für das gleiche
Stromverhältnis im Wechselrichter und Diodengleichrichterteil gezeigt. Es soll
jedoch angemerkt werden, dass dieses gleiche Stromverhältnis keine Forderung
ist.
Die in der Abbildung gezeigten letzten beiden Fähigkeiten stehen für die
Betriebsart, bei welcher der Wechselrichterkreis 12 von der Spannungsquelle 34
getrennt ist und betrieben wird, um ein Drehmoment für Übergangs-
Motorbetrieb oder Generatorbetrieb zu erzeugen. Diese werden als Strichlinien
in Fig. 5 dargestellt. Wegen dieser Ausführungen muss die gesamte Energie,
die zur Erzeugung des Übergangsdrehmoments erforderlich ist oder durch das
Übergangsdrehmoment erzeugt wird, entweder vom Kondensator 22 kommen
oder in diesem gespeichert werden. Weil der Kondensator eine beschränkte
Größe und ein bestimmtes Spannungsverhältnis aufweist, ist in diesem Bereich
nur eine begrenzte Betriebsfähigkeit möglich, und deshalb ist dieser das
Übergangsniveau zugeordnet. Der erweiterte Bereich des konstanten
Drehmoments für die Übergangsbetriebsart ist ein Ergebnis der erhöhten
Spannung, die im Wechselrichterteil des Reglers benötigt wird, um die
erforderliche Magnetisierungserregung zu liefern, wenn die Drehzahl der
elektrischen Maschine 10 zunimmt.
In der speziellen Funktion der Schaltung, wenn der Wechselrichterkreis 12 von
der Spannungsquelle 34 getrennt ist, muss die Ladung im darüber angeschlos
senen Kondensator 22 auf einer Höhe gehalten werden, so dass eine
genügende Spannung vorhanden ist, um das erforderliche Magnetfeld zu liefern.
Daher wird der Wechselrichterkreis 12 gesteuert, um nicht nur den
Magnetisierungsstrom sondern auch eine kleine, ein Drehmoment entwickelnde
Stromkomponente zu erzeugen. Die erforderliche Größe dieses ein
Drehmoment entwickelnden Stroms ist so, dass sie die Verluste kompensiert,
die mit der Erzeugung der Magnetisierungserregung an die Maschine
verbunden sind, wodurch die gewünschte Spannung im Kondensator
aufrechterhalten wird. Wenn sich die Drehzahl der elektrischen Maschine 10
erhöht, wird die zur Lieferung der erforderlichen Magnetisierungserregung
benötigte Spannung zunehmen. Auf Grund der relativ großen Anzahl von mit
dem Wechselrichterteil des Reglers verbundenen Reihenwindungen wird diese
Spannung möglicherweise zunehmen, bis sie größer als die der
Spannungsquelle 34 ist, wobei ihr Spitzenwert ungefähr der Spannung der
Energieversorgung entspricht, multipliziert mit dem Verhältnis der gesamten
Reihenständerwindungen, die an den Wechselrichterkreis mit der Anzahl von
mit der Gleichrichterschaltung 14 verbundenen Reihenwindungen
angeschlossen sind. Die erhöhte Spannung im Wechselrichterteil des Reglers
erfordert Schaltelemente 20 im Wechselrichterkreis 12, die ein höheres
Spannungsverhältnis als die Dioden D1-D6 in der Gleichrichterschaltung 14
aufweisen. Das erhöhte Spannungsverhältnis des Bauelements wird
ausgeglichen durch das reduzierte Stromverhältnis im Vergleich zu solchen
Ausführungen, die im Hintergrund beschrieben wurden, in denen eine einzelne
Gruppe von Phasenleitern und der Wechselrichterkreis immer mit der
Spannungsquelle verbunden sind. Vorteilhafterweise erfordert das reduzierte
Stromverhältnis somit eine verringerte Stromkapazität für die Verkabelung und
die dazugehörigen Schaltverbindungen. Ein weiterer Vorteil des Systems ist,
dass der höhere Spannungsteil von anderen Teilen in einem Fahrzeug isoliert
ist. Außerdem läßt die kurze Dauer der Startvorgänge und der in den mit dem
Wechselrichterkreis 12 verbundenen Wicklungen benötigte relativ geringe
Magnetisierungsstrom zu, die Wicklungsdrähte mit einem höheren Normalmaß
auszubilden, womit in den Schlitzen für die mit der Gleichrichterschaltung 14
verbundenen Wicklungen mehr Platz verfügbar wird, was somit ihren
Widerstand senkt und folglich Verluste reduziert.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen die Anschlussleistung im Generator
betrieb, die zum Ausgleich von elektrischen Verlusten benötigt wird, gesteuert
werden könnte. Die erste wäre, ihn ständig auf seinen Niveaus laufen zu lassen,
die eng auf die der elektrischen Verluste abgestimmt sind. In diesem Verfahren
würde die Spannung des Kondensators über dem Wechselrichterkreis ungefähr
konstant bleiben, mit der notwendigen Zunahme der Spannung, wenn die
Drehzahl zunimmt. Ein zweites Verfahren wäre, die Anschlussleistung im Gene
ratorbetrieb pulsierend zu steuern, so dass die Spannung des Kondensators
über dem Wechselrichterkreis auf ein höheres Niveau ansteigen würde,
während die Last im Generatorbetrieb vorhanden wäre und anschließend auf
ein niedrigeres Niveau abklingen zu lassen, wenn die Last des Generator
betriebs weggenommen wäre. Das Aufbringen und Wegnehmen der Last im
Generatorbetrieb wird durch die zulässige Änderung der Spannungshöhe
(kalibrierbar) bestimmt. Es soll angemerkt werden, dass die Größe der durch
schnittlich benötigten Generatorlast vorzugsweise die mit der
Energieversorgung verbundenen elektrischen Verluste ausgleicht.
In Fig. 5 werden die gleichen Bezugszeichen verwendet, um die
funktionsgleichen Komponenten von Fig. 2 zu reflektieren. In dieser Schaltung
sind jedoch die Schalter A' und B' innerhalb der Gleichrichterschaltung 14
verlegt worden. Zwei Dioden D7 und D8 werden verwendet, um die
Gleichrichterschaltung 14' vom Wechselrichterkreis 12 zu trennen. In Funktion
werden die Schalter A und B während der Betriebsart Starten geöffnet, und der
Wechselrichterkreis 12 wird identisch zu dem oben beschriebenen betrieben.
Die Schalter A' und B' verhindern bei Verwendung in Verbindung mit den
Dioden D7 und D8, dass während der Betriebsart Starten der zirkulierende
Strom zwischen der Gleichrichterschaltung 14 und dem Wechselrichter 12 fließt.
Die Dioden D7 und D8 haben die Klemmenspannung des Wechselrichterkreis
12, so dass sie nicht unter die der Spannungsquelle 34 fallen. Die Dioden D7
und D8 können zulassen, dass sich der Wechselrichterkreis auf einer
Spannungshöhe befindet, die höher als die der Spannungsquelle 34 bei der
Betriebsart Starten ist. Diese Situation würde auftreten, wenn der Kondensator
über dem Wechselrichterkreis auf eine höheres Spannungsniveau geladen wäre
wie es während der Betriebsart Generatorbetrieb auftreten kann. Das
Vorhandensein eines höheren Spannungsniveaus läßt mehr energetische Starts
zu, was speziell für eine Betriebsart Stoppen/Starten in einem Kraftfahrzeug
nützlich wäre.
Ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel analog Fig. 5 eliminiert die
Schalter A' und den Schalter B'. Der Betrieb eines solchen ist dem oben
beschriebenen ähnlich.
Während spezielle Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und beschrie
ben worden sind, werden dem Fachmann zahlreiche Änderungen und andere
Ausführungsbeispiele in den Sinn kommen, die in den Umfang der Erfindung
fallen.
Claims (16)
1. Elektrische Maschine mit einer Spannungsquelle, umfassend
einen Wechselrichterkreis; eine Gleichrichterschaltung; einen Ständerkreis,
der den Wechselrichterkreis mit der Gleichrichterschaltung verbindet;
ein Paar von Schaltern, die selektiv den Wechselrichterkreis mit der
Spannungsquelle verbinden, so dass die Schalter in einer Betriebsart
Starten geschlossen sind und in einer Betriebsart Generatorbetrieb geöffnet
sind.
2. Elektrische Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Ständerkreis eine Vielzahl von Wicklungen aufweist, die einen
entsprechenden angezapften Phasenleiter aufweisen.
3. Elektrische Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vielzahl von Wicklungen in einer Sternschaltung verbunden sind.
4. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Ständerkreis eine Ausführung als Doppelwicklung
aufweist, in der ein erster Wicklungsteil von einer zweiten Wicklung
elektrisch getrennt, zu dieser angeordnet und mit dieser magnetisch
verbunden ist.
5. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Ständerkreis mit einer ersten Wicklung, einer
zweiten Wicklung und einer dritten Wicklung, die in einer Sternschaltung
verbunden sind, wobei jede Wicklung einen Phasenleiter, der mit dem
Wechselrichterkreis verbunden ist, und einen angezapften Phasenleiter
aufweist, der mit der Gleichrichterschaltung verbunden ist.
6. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine eine Anlasser-
Lichtmaschine aufweist.
7. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Paar von Schaltern in die Gleichrichterschaltung
einbezogen ist.
8. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Paar von Dioden zwischen einem
entsprechenden Schalter und dem Wechselrichterkreis angeschlossen sind.
9. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Gleichrichterschaltung einen Vollwellen-
Gleichrichter aufweist.
10. Elektrische Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der angezapfte Leiter eine Anzahl effektiver
Wicklungswindungen aufweist, die geringer als seine entsprechende
Wicklung ist.
11. Verfahren zum Betreiben einer elektrischen Maschine mit einer
Spannungsquelle, einem Ständerwicklungskreis, einem Wechselrichterkreis
und einer Gleichrichterschaltung, das die Schritte umfasst:
in einer Betriebsart Starten, das direkte Verbinden der Spannungsquelle mit dem Wechselrichterkreis durch ein Paar von Schaltern;
in einer Betriebsart Generatorbetrieb, das Öffnen des Paars von Schaltern, um den Wechselrichterkreis von der Spannungsquelle zu trennen.
in einer Betriebsart Starten, das direkte Verbinden der Spannungsquelle mit dem Wechselrichterkreis durch ein Paar von Schaltern;
in einer Betriebsart Generatorbetrieb, das Öffnen des Paars von Schaltern, um den Wechselrichterkreis von der Spannungsquelle zu trennen.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Diodenbrücke eine Vielzahl von Dioden enthält, wobei der Schritt des
direkten Verbindens umfasst, die Funktion der Vielzahl von Dioden nicht
stromleitend zu steuern.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schritt des Öffnens die Schritte umfasst, die Funktion der Vielzahl von
Dioden stromführend zu steuern.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schritt des direkten Verbindens die Funktion, die
Vielzahl von Dioden nicht stromführend zu steuern, umfasst.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schritt des Induzierens eines Magnetfeldes in den
Ständerwicklungen so ist, dass der Spannungsquelle Leistung zugeführt
wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin
gekennzeichnet durch einen mit dem Wechselrichterkreis verbundenen
Kondensator, wobei der Schritt des Öffnens den Schritt umfasst, das
Spannungsniveau über dem Kondensator aufrechtzuerhalten oder zu
erhöhen, wenn eine Drehzahl der elektrischen Maschine zunimmt.
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