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Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Aus der
EP 2 474 344 B1 ist ein Trainingsgerät bekannt, bei welchem eine Stabeinheit an einer Halterungseinrichtung angeordnet ist. Die Stabeinheit ist mittels einer Feder mit einem Verbindungselement verbunden, wobei das Verbindungselement an der Halterungseinrichtung befestigt ist. So kann die Stabeinheit gegen die Rückstellkraft der Feder aus einer Ruheposition ausgelenkt werden und ein Kampfsportler kann Übungen machen, bei welcher die Stabeinheit ein Bein oder einen Arm eines Gegners simuliert, das bzw. der gegen die Kraft der Feder weggedrückt wird.
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In der Realität übt aber ein Gegner im Kampfsport nicht immer eine Rückstellkraft nach Art einer deformierten Feder aus, wenn sein Arm oder Bein in eine gewisse Richtung bewegt wurde.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Trainingsgerät, insbesondere für den Kampfsport, anzugeben, mit welchem möglichst realitätsnah Bewegungsabläufe geübt werden können.
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Die vorliegende Erfindung löst die zuvor genannte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1.
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Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, dass ein Bedarf nach einem Trainingsgerät besteht, welches mit einer einstellbaren mechanischen Reibung betrieben werden kann. Weiter ist erkannt worden, dass das Trainingsgerät ein möglichst hohes Maß an Freiheitsgraden der Bewegung einer Stabeinheit bieten muss um Körperbewegungen zu simulieren und Bewegungsabläufe und Techniken einzustudieren. Weiter ist erkannt worden, dass reflexartige Bewegungsantworten auf einen Triggerreiz, beispielsweise einen Erstkontakt, trainiert und ausgebildet werden müssen. Weiter ist erkannt worden, dass mit einem solchen Trainingsgerät auch Übungen mit Lang- und Kurzwaffen einstudiert werden können. Schließlich ist erfindungsgemäß erkannt worden, dass das Trainingsgerät einen Reibschluss der Stabeinheit schaffen muss, damit die Stabeinheit nach Ihrer Auslenkung oder Verschwenkung gegen die Reibkraft aus einer ersten Stellung in der ausgelenkten oder verschwenkten zweiten Stellung verharrt und nicht etwa durch ihre Gewichtskraft oder andere Kräfte in eine andere Stellung gelangt. Dies wird erreicht, indem die Verbindungseinrichtung mindestens zwei Reib- und Gleitelemente aufweist, wobei zumindest ein Reib- und Gleitelement relativ zu dem anderen Reib- und Gleitelement bewegbar ist und wobei die beiden Reib- und Gleitelemente reibschlüssig aneinander liegen. So kann ein Gelenk geschaffen werden, mit welchem eine Stabeinheit gegen den Reibschluss in alle Raumrichtungen auslenkbar und verschwenkbar ist, wobei aber die Stabeinheit nach der Auslenkung oder der Verschwenkung in der ausgelenkten oder verschwenkten Position verbleibt bzw. verharrt oder zumindest im Wesentlichen verharrt. Es wird gerade keine die Stabeinheit rücktreibende Feder, sondern ein die Stabeinheit haltender Reibschluss eingesetzt.
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Ein erstes Reib- und Gleitelement könnte als Kugel oder Halbkugel ausgebildet sein und ein zweites Reib- und Gleitelement könnte als Anpresselement ausgebildet sein, welches an der Oberfläche der Kugel oder Halbkugel mittelbar oder unmittelbar reibschlüssig anliegt. So ist ein Kugelgelenk, nämlich ein Reib-Kugelgelenk geschaffen, welches ermöglicht, die Stabeinheit in alle Raumrichtungen zu verschwenken.
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Die Stabeinheit könnte mit dem ersten Reib- und Gleitelement oder der Kugel oder Halbkugel mechanisch fest verbunden sein und gemeinsam mit diesem oder dieser durch äußere Krafteinwirkung auf die Stabeinheit von einer Haft- in eine Gleitreibung bewegbar sein. So kann die Stabeinheit als länglicher Gegenstand in allen Raumrichtungen verschwenkt werden. Die Stabeinheit kann so einen Arm oder ein Bein eines fiktiven Gegners für den Trainierenden simulieren.
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Das Anpresselement könnte eine Ausnehmung oder Aussparung aufweisen, durch welche die Stabeinheit hindurchragt. So kann das Anpresselement im Wesentlichen umfänglich oder ringartig umlaufend auf eine Oberfläche einer Kugel anpressen, wobei die Stabeinheit durch das Anpresselement oder eine ringartige Öffnung verschwenkbar hindurchragen kann.
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Eine Haft- und Gleitreibung, welche auf die Stabeinheit übertragbar ist, könnte durch mindestens eine Feder-, Halte und Abstandseinheit oder durch die Form eines Anpresselements oder Reib- und Gleitelements stufenlos einstellbar sein.
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Das zweite Reib- und Gleitelement könnte sich gegen mindestens ein Federelement abstützen und gegen eine Federspannung gegen das erste Reib- und Gleitelement pressen. Durch eine Anordnung einer Feder-, Halte- und Abstandseinheit, bevorzugt umfassend drei Federelemente, kann die Presskraft eingestellt werden, mit welcher das zweite Reib- und Gleitelement am ersten Reib- und Gleitelement anliegt. Ein oder mehrere Federelemente bzw. die Feder-, Halte- und Abstandseinheit kann bzw. können zu starke Auslenkbewegungen des zweiten Reib- und Gleitelementes in einer Richtung kompensieren und im Wesentlichen dauerhaft durch Nachstellen sicherstellen, dass die Reibflächen der Reib- und Gleitelemente sich nicht nach einiger Zeit voneinander entfernen.
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Das zweite Reib- und Gleitelement könnte zumindest abschnittsweise als Druck- oder Anpresselement ausgestaltet sein, welches parallel oder in jeglichem anderen Winkel zu einer Anlagepfanne orientiert oder orientierbar ist und einen erzeugten Druck auf eine Montage- und Adapterplatte zur Ableitung an eine Unterkonstruktion überträgt. Die Unterkonstruktion kann beispielsweise eine Wand in einem Trainingsraum, eine Tafel oder eine Holzpuppe umfassen. Eine Montage- und Adapterplatte ist an jedem geeigneten Untergrund modular montierbar.
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Das zweite Reib- und Gleitelement könnte zumindest abschnittsweise als Druckscheibe ausgestaltet sein, welche parallel zu einer Montage- und Adapterplatte orientiert oder orientierbar ist. Die Druckscheibe kann mit der Montage- und Adapterplatte verschraubt werden, so dass das zweite Reib- und Gleitelement fest an die Montage- und Adapterplatte angedrückt wird.
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Es könnten Stellschrauben vorgesehen sein, mittels welchen die Anpresskraft des zweiten Reib- und Gleitelements an das erste Reib- und Gleitelement einstellbar ist und/ oder mittels welchen die Lage und Höhe des zweiten Reib- und Gleitelements relativ zu einer Montage- und Adapterplatte, mit der es verschraubt ist, einstellbar ist.
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Konkret könnten Stellschrauben vorgesehen sein, mittels welchen die Anpresskraft des zweiten Reib- und Gleitelements an das erste Reib- und Gleitelement, und damit die Stärke des Reibschlusses, einstellbar ist und/ oder mittels welchen die Lage und Höhe des zweiten Reib- und Gleitelements relativ zu einer Montage- und Adapterplatte, mit der es verschraubt ist, einstellbar ist. Durch die Stellschrauben, bevorzugt drei Stellschrauben, kann die Anpresskraft nach einigen Trainingseinheiten nachgeregelt werden. Des Weiteren kann durch die Stellschrauben der korrekte Anpressdruck und die Lage der Reib- und Gleitelemente relativ zueinander wieder hergestellt werden, wenn es zuvor zu Verschiebungen, Lösungserscheinungen oder Verkantungen gekommen ist.
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Eine Stellschraube könnte mindestens eine Feder-, Halte und Abstandseinheit durchgreifen, die sich entweder mittelbar oder unmittelbar gegen den Kopf der Stellschraube und das zweite Reib- und Gleitelement abstützt oder die sich gegen das zweite Reib- und Gleitelement und die Montage- und Adapterplatte abstützt. Es könnten auch eine oder mehrere Feder-, Halte- und Abstandseinheiten vorgesehen sein, welche von einer Stellschraube durchgriffen sind, um beide vorgenannten Funktionen zu realisieren. Durch die Verwendung von Federelementen ist eine Verstellung der Reibkraft, die über eine Kugel und die Stabeinheit wahrgenommen wird, möglich. Des Weiteren erlauben Federelemente die Bewahrung einer Höhe einer Druckscheibe relativ zur Kugel, welche irgendwann nachgeregelt und ausgeglichen werden muss. Die Federelemente können eine Parallelität einer Druckscheibe zur Montage- und Adapterplatte herstellen. Das Neigen der Druckscheibe relativ zur Montage- und Adapterplatte unter Einwirkung einer Kraft auf die Stabeinheit, ausgehend von einer zuvor statisch eingestellten und definierten Position der Druckscheibe, wird im Wesentlichen oder vollständig durch die Feder-, Halte- und Abstandseinheit verhindert.
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Die Verbindungseinrichtung könnte die Montage- und Adapterplatte umfassen oder als solche ausgebildet sein. So kann das gesamte Trainingsgerät durch Befestigen der Montage- und Adapterplatte an einer Tafel, an einer Fläche in einem Raum oder an einem Montagerohr und/ oder einer Adaptiervorrichtung zum Anordnen an einer Holzpuppe, wie sie aus dem Kampfsport bekannt ist, befestigt werden.
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Es könnte ein drittes Reib- und Gleitelement vorgesehen sein, an welchem das erste Reib- und Gleitelement reibschlüssig anliegt. Durch das dritte Reib- und Gleitelement kann eine Kugel oben und unten unter Reibung stehen, das heißt oben, wo die Stabeinheit angeordnet ist, und unten, wo die Kugel auf einem Widerlager, nämlich insbesondere auf einer Anlagepfanne, aufliegt.
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Das dritte Reib- und Gleitelement, also das Widerlager, könnte als Anlagepfanne mit konkav gewölbter Reibfläche oder mit gerader Reibfläche ausgebildet sein, welche der Stabeinheit abgewandt angeordnet ist. Die Reibfläche könnte aus jedem geeigneten Material wie z.B. einem Kunststoff, Metall oder Holz gefertigt sein. So kann sich eine Kugel innerhalb der Anlagepfanne unter Reibung abrollen und der Schwenkbewegung der Stabeinheit unter Reibung folgen.
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Ein Trainingsgerät der hier beschriebenen Art könnte eine Plateaupolstereinheit zur Verwendung als Treffer-, Ziel- und Schlagfläche aufweisen. Die hier beschriebenen Trainingsgeräte könnten mit Schlagpolstern, insbesondere Plateaupolstereinheiten ausgestattet sein. Eine solche Plateaupolstereinheit erzeugt eine realistische und physikalisch vorhandene Ziel- und Trefferfläche. Die Plateaupolstereinheit könnte Schaumstoff und/ oder Leder umfassen. Die Plateaupolstereinheit könnte als Modul an eine bestehende Montage- und Adapterplatte angebracht werden.
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Ein Trainingsgerät der hier beschriebenen Art könnte eine Stabeinheit aufweisen, welcher ein Teleskoparm zugeordnet ist, welcher derart ein- und ausfahrbar ist, dass die Stabeinheit verkürz- oder verlängerbar ist. Hierdurch sind verschiedene Arm- und Beinlängen simulierbar. Die Stabeinheit mit Teleskoparm könnte durch zwei Rohre mit und ohne Anschlag gebildet sein, die in einander geschoben werden können. Ein Teleskoparm könnte als Modul an eine bestehende Stabeinheit angeordnet werden.
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Eine Wand-, Boden- oder Deckentafel, könnte ein Trainingsgerät der hier beschriebenen Art aufweisen. Eine Wandtafel kann an einer vertikal orientierten Wand, eine Deckentafel an einer horizontal oder geneigt orientierten Decke und eine Bodentafel an einem Boden installiert werden. Allgemein kann eine Tafel an einem Montagegestell in einer Trainingshalle oder in einem Wohnraum installiert werden.
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Die Wand-, Boden- oder Deckentafel könnte ein Schienensystem aufweisen, mittels welchem das Trainingsgerät relativ zur Wand-, Boden- oder Deckentafel verschieblich ist. Eine solche Tafel könnte Schienen aufweisen, mittels welchen das Trainingsgerät relativ zur Tafel verschieblich ist. So ist eine Höhen- und Seitenverstellung des Trainingsgeräts, sogar über einen Eckbereich, möglich.
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Ein Körper einer Holzpuppe könnte ein Trainingsgerät der hier beschriebenen Art aufweisen. Holzpuppen finden im Kampfsport seit langem Verwendung und weisen häufig abragende Stangen auf, die Ellenbogen, Arme, Knie und Beine simulieren sollen.
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Das hier beschriebene Trainingsgerät, findet insbesondere seine Anwendung zum Einstudieren von Strategien, Methoden, Prinzipien und Techniken, welche sich in den sogenannten Martial Arts, Mix Martial Arts, Kampf-, Boxsport, Verteidigungssportarten und in den allgemein bekannten und beschriebenen Kampfkünsten finden und verwenden lassen. Beispielsweise kann das Trainingsgerät für Kontakttraining, Gefühlstraining, Techniktraining, Koordinationstraining, Reflextraining, Gerätesparring, Boxtraining, Training der Wahrnehmung, Holzpuppentraining, Herz-Kreislauftraining, Chi-Sau-Training bzw. Angriffe, für das Training von Siu-Nim-Tao-, Cham-Kiu- Anwendungen, das Buze-Training, für Bein- und Schrittarbeit wie z.B. Chi-Gerk-Training, Pon-Sau-Training, isokinetisches Training, Balancetraining, Reaktionstraining, Positionierungstraining, zum Steigern der Vorstellungskraft, für das Training der Körperbalance, Training der Schlagkraft, zur Abhärtung, für das Shortbridge- und Longbridge-Training, für das Distanzüberbrückungstraining, für Zieltraining (insbesondere Targettraining), für das Schlagkrafttraining, für Beweglichkeitstraining, für das Waffentraining, insbesondere mit Hieb- und Stichwaffen, für isometrisches Training, für Stock- oder Langstocktraining, Zyklustraining, Doppelmessertraining, zur Steigerung der Durchsetzungskraft bzw. des Durchsetzungswillens, für das Ausdauertraining, für das Training für Schwertanwendungen, für das Training der Schnellkraft, für das Training von Messeranwendungen und für das Angriffs- und Rückzugstraining verwendet werden. Das hier beschriebene Trainingsgerät kann weiterhin zum realistischen Eintrainieren von Antworten auf gegnerische Techniken verwendet werden und um Bewegungsmuster einzuschleifen und zu automatisieren. Das Trainingsgerät kann auch für das Boxtraining verwendet werden, weil sich Teile dessen auf einen Impuls hin wegbewegen und dann verharren, so dass sich der Trainierende selbst bewegen muss um sein Ziel abermals treffen zu können. Die hier genannten Verwendungsmöglichkeiten sind keinesfalls abschließend, sondern lediglich beispielhaft.
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In der Zeichnung zeigen
- 1 einen Körper einer sogenannten freistehenden Holzpuppe, an welcher drei Trainingsgeräte angeordnet sind,
- 1a einen Körper einer sogenannten freistehenden Holzpuppe, an welcher drei Trainingsgeräte angeordnet sind, wobei an einem Trainingsgerät ein Teleskoparm angeordnet ist,
- 2 eine Wandtafel, an der ein Trainingsgerät angeordnet ist, wobei die Wandtafel an einer im Wesentlichen vertikal orientierten Wand angeordnet ist, eine Deckentafel und eine Bodentafel mit jeweils einem Trainingsgerät,
- 2a eine Wandtafel, an der ein Trainingsgerät angeordnet ist, wobei die Wandtafel an einer im Wesentlichen vertikal orientierten Wand angeordnet ist, eine Montage- und Adapterplatte mit einem Trainingsgerät, wobei das Trainingsgerät mit einer Plateaupolstereinheit versehen ist,
- 3 eine geschnittene Detaildarstellung eines Trainingsgeräts, wobei dargestellt ist, dass ein Kugelgelenk, das mit einer in allen Raumrichtungen schwenkbaren Stabeinheit verbunden ist, einem Reibschluss unterliegt,
- 3a eine geschnittene Detaildarstellung eines Trainingsgeräts, wobei dargestellt ist, dass ein Kugelgelenk, das mit einer in allen Raumrichtungen schwenkbaren Stabeinheit verbunden ist, einem Reibschluss unterliegt, und wobei dargestellt ist, dass das Trainingsgerät eine Plateaupolstereinheit aufweist,
- 4 eine geschnittene Detaildarstellung eines weiteren Trainingsgeräts mit einer weiteren Verbindungseinrichtung,
- 5 eine Wand-, Boden- oder Deckentafel links in einer Vorderansicht und rechts in einer Seitenansicht,
- 5a eine Wand-, Boden- oder Deckentafel links in einer Vorderansicht und rechts in einer Seitenansicht, wobei dargestellt ist, dass das obere linke Trainingsgerät eine Plateaupolstereinheit aufweist,
- 6 ein weiteres Trainingsgerät zur Anordnung am Körper einer Holzpuppe, wobei ein Montagerohr vorgesehen ist, das in den Körper der Holzpuppe eingeführt werden kann, und
- 7 eine teilweise geschnittene Detailansicht eines Trainingsgeräts, wobei dargestellt ist, dass ein Kugelgelenk, welches mit einer in allen Raumrichtungen schwenkbaren Stabeinheit verbunden ist, einem Reibschluss unterliegt, und Teile des Trainingsgeräts fest in dem Körper einer Holzpuppe integriert sind.
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1 zeigt ein Trainingsgerät 1 zur Verwendung im „Kampfsport“, hier anhand eines Beispiels mit drei Trainingsgeräten 1 an einem Körper 2 einer Holzpuppe. Jedes Trainingsgerät 1 umfasst eine Stabeinheit 3, welche mittels einer Verbindungseinrichtung 4 an einer Montage- und Adapterplatte 5 beweglich so angeordnet ist, dass die Stabeinheit 3 verschwenkbar ist.
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Die Verbindungseinrichtung 4 weist mindestens zwei Reib- und Gleitelemente auf, wobei zumindest ein Reib- und Gleitelement relativ zu dem anderen Reib- und Gleitelement bewegbar ist und wobei die beiden Reib- und Gleitelemente reibschlüssig aneinander liegen.
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Hierdurch ist eine Stabeinheit 3, die gemäß 1 die Gliedmaßen eines menschlichen Körpers simuliert, in alle Raumrichtungen verschwenkbar, so dass alle möglichen Positionen einer Stabeinheit 3 auf den Kegeln von Raumwinkeln 6 liegen, wie dies in 1 oben rechts schematisch dargestellt ist. Die Größe eines Raumwinkels 6 hängt von der Bewegungsfreiheit der Stabeinheit 3 ab, welche durch die Geometrie der Verbindungseinrichtung 4, limitiert ist. Genauer gesagt ist der Raumwinkel 6 durch den Anschlag limitiert, welchen der Rand einer Ausnehmung 13, 13' für die Stabeinheit 3 bildet.
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Aussparungen im Körper 2 der Holzpuppe zur Aufnahme der Stabeinheiten 3 bzw. Trainingsgeräte 1, bilden die wichtigsten Unterteilungen und Verhältnisse eines menschlichen Körpers ab, nämlich oben, Mitte, unten, vorne, hinten und seitlich, das Trainingsgerät 1 kann daran adaptiert werden. Das Trainingsgerät 1 simuliert die Gliedmaßen eines Gegners oder die Verlängerung der Gliedmaßen des Gegners durch Waffen. Ist die Holzpuppe an einem Wandgestell aufgehängt, begrenzt die Wand den Aktionsraum.
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1a zeigt das Trainingsgerät 1 gemäß 1, wobei an der Stabeinheit 3 ein Teleskoparm 35 angeordnet ist. Der Teleskoparm 35 ist linear in Richtung der dargestellten Doppelpfeile bewegbar und in auswählbaren Positionen feststellbar, so dass verschiedene Arm- und Beinlängen simulierbar sind. Konkret ist der Stabeinheit 3 ein Teleskoparm 35 zugeordnet, welcher derart ein- und ausfahrbar ist, dass die Stabeinheit 3 verkürz- oder verlängerbar ist.
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2 zeigt ebenfalls mehrere Raumwinkel 6, wobei links neben dem rechts gezeigten Raumwinkel 6 in 2 mögliche Bewegungsrichtungen einer Stabeinheit 3 dargestellt sind, nämlich auf und ab, in die Zeichenebene hinein und aus der Zeichenebene heraus.
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2 zeigt konkret das Trainingsgerät 1 mit einer Montage- und Adapterplatte 5. Die Montage- und Adapterplatte 5, kann direkt an die Wand, die Decke, den Fußboden 9 oder an eine weitere geeignete Kraft aufnehmende Konstruktion befestigt werden. Über eine Wand-, Boden- oder Deckentafel 7, kann ein Trainingsgerät 1 oder können mehrere Trainingsgeräte 1 neben oder untereinander positioniert und bei Bedarf in der Höhe oder im Abstand zu einem imaginären Punkt verschoben oder umgeschraubt werden.
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2 zeigt Wand-, Boden- oder Deckentafeln 7, an denen Trainingsgeräte 1 angeordnet sind, wobei eine Wandtafel an einer im Wesentlichen vertikal orientierten Wand angeordnet ist. Jedes Trainingsgerät 1 kann aber auch mittels Durchgangslöchern 18, die in 3 gezeigt sind, an jeder Fläche in einem Trainingsraum 8 ohne oder mit einer Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 befestigt werden. Die Durchgangslöcher 18 sind in der Montage- und Adapterplatte 5 ausgebildet. Die Montage- und Adapterplatte 5 könnte aus einem Kunststoff gefertigt sein.
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2a zeigt analog zu 2 ebenfalls Wand-, Boden- oder Deckentafeln 7, an welchen allerdings je eine Plateaupolstereinheit 31 angeordnet ist. Die jeweilige Plateaupolstereinheit 31, erzeugt in Verbindung mit der Montage- und Adapterplatte 5' eine realistisch anmutende und physikalisch vorhandene Ziel- und Trefferfläche für die trainierende Person. Die Wandtafel 7 ist optional. Über eine Montage- und/ oder Adapterplatte kann jedes Trainingsgerät 1 modular an jeder geeigneten Oberfläche, gegebenenfalls in Verbindung mit der Plateaupolstereinheit 31, angebracht werden. Wie in 2a gezeigt, kann die Montage- und Adapterplatte 5` auch direkt an der Decke oder auf dem Fußboden 9 verschraubt werden.
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3 zeigt anhand einer teilweisen und geschnittenen Ansicht ein Trainingsgerät 1, umfassend eine Stabeinheit 3, welche mittels einer Verbindungseinrichtung 4 an einer Montage- und Adapterplatte 5 beweglich so angeordnet ist, dass die Stabeinheit 3 verschwenkbar ist. Die Verschwenkbarkeit ist durch den Doppelpfeil dargestellt.
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Das erste Reib- und Gleitelement ist als Kugel 11 ausgebildet und das zweite Reib- und Gleitelement als Anpresselement 12, welches oben an der Oberfläche der Kugel 11 unmittelbar reibschlüssig unter Pressung anliegt. Ein drittes Reib- und Gleitelement bildet als Anlagepfanne 17 ein Widerlager für die Kugel 11 aus und bewirkt einen Kraftschluss. Die Stabeinheit 3 ist mit der Kugel 11 durch Verschrauben verbunden und gemeinsam mit dieser beweglich, und zwar relativ zum Anpresselement 12. Das Anpresselement 12 weist eine Ausnehmung 13 auf, durch welche die Stabeinheit 3 hindurchragt. Die Erstreckung der Ausnehmung 13 in Kombination mit dem Durchmesser der Stabeinheit 3 legt die maximale Größe des möglichen Raumwinkels 6 fest.
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Das Anpresselement 12 stützt sich gegen eine Feder-, Halte- und Abstandseinheit 15, die in 3 durch drei Federelemente realisiert ist. Die Ausfederung eines gespannten Federelementes ist nach oben durch eine Stellschraube 16 begrenzt. Dies sorgt für die notwendige Stabilität der Konstruktion und verbessert die Funktionalität erheblich. Weiterhin wird durch die Feder-, Halte- und Abstandseinheit 15 der Druck auf die Kugel 11 eingestellt, welche den Reibschluss mit der Anlagepfanne 17 eingeht.
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Das zweite Reib- und Gleitelement, nämlich das Anpresselement 12 ist zumindest abschnittsweise als Druckscheibe ausgestaltet, welche parallel zu der Montage- und Adapterplatte 5 orientiert oder orientierbar ist.
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Es sind Stellschrauben 16 vorgesehen, mittels welchen die Anpresskraft des Anpresselements 12 an die Kugel 11 einstellbar ist, mittels dieser wird die Lage und Höhe des Anpresselements 12 relativ zu der Montage- und Adapterplatte 5, justiert und ein Drehmoment zum Bewegen der Stabeinheit 3 eingestellt. Eine Stellschraube 16 durchgreift jeweils ein Federelement, welches konzentrisch angeordnet ist. Durch Erhöhen des Drehmomentes auf die Stellschrauben 16, wird das erzeugte Drehmoment auf die Reib- und Gleitelemente und somit auf die Stabeinheit 3 übertragen.
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Auf der Montage- und Adapterplatte 5 sind alle benötigten Komponenten durch die Stellschrauben 16 montiert. Die Anlagepfanne 17 wird über den erzeugten Druck des Anpresselementes 12, welcher von den Schrauben 16 erzeugt wird, auf der Montage- und Adapterplatte 5 gehalten.
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Es ist in 3 ein drittes Reib- und Gleitelement vorgesehen, an welchem das erste Reib- und Gleitelement, nämlich die Kugel 11 reibschlüssig anliegt. Das dritte Reib- und Gleitelement ist als Anlagepfanne 17 ausgebildet, welche der Stabeinheit 3 abgewandt angeordnet ist und welche einen auf Reib- und Gleitflächen positiven Einfluss hat. Das Reib-Gleitsystem ermöglicht es der Kugel 11, sich um ihren Konstruktionsmittelpunkt zu drehen. Die Reib- und Gleitflächen können aus Metall, Holz oder Kunststoff gebildet werden.
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3 zeigt, dass ein Kugelgelenk, das mit einer in allen Raumrichtungen schwenkbaren Stabeinheit 3 verbunden ist, einem Reibschluss unterliegt und über eine Montage- und Adapterplatte 5 mit Durchgangslöchern 18, mit oder ohne Schienensystem, an einer Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 montiert ist. Das Trainingsgerät 1 kann auch direkt auf einer Wand, an einer Decke oder auf einem Fußboden in einem Trainingsraum 8, quasi an allen geeigneten und tragfähigen Flächen, montiert werden.
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In 3 ist die Verbindungseinrichtung 4 mit Reibschlusssystem 11, 12, 13, 17 dargestellt, welchem die Stabeinheit 3 zugeordnet ist. Über Stellschrauben 16, die in Gewindemuttern 19 eingreifen, sind die Stabeinheit 3 und das Reibschlusssystem mittels der Feder- Halte- und Abstandseinheit 15 an der Montage- und Adapterplatte 5 montiert.
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3a zeigt eine zu 3 analoge Anordnung mit einer Plateaupolstereinheit 31, welche an der Montage- und Adapterplatte 5` montierbar ist. Die Plateaupolstereinheit 31 umfasst ein Plateaupolster 28, eine Plateaupolsteradapterplatte 27, sowie Abstandselemente 29 und Befestigungsschrauben bzw. Verbindungsschrauben 30. Die Plateaupolstereinheit 31 soll eine realistisch anmutende und physikalisch vorhandene Schlag- und Trefferfläche oberhalb der Verbindungseinrichtung 4 ausbilden, welche die auftretenden Schlagkräfte adsorbiert und an die Unterkonstruktion ableitet.
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4 zeigt anhand einer teilweisen und geschnittenen Ansicht eine weitere Ausführungsform eines Trainingsgeräts 1', umfassend eine Stabeinheit 3, welche mittels einer Verbindungseinrichtung 4', nämlich einer Reibschlussverbindungseinrichtung, an einer Montage- und Adapterplatte 5 so angeordnet ist, dass die Stabeinheit 3 verschwenkt werden kann.
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Die Verschwenkbarkeit ist durch den Doppelpfeil dargestellt. Das erste Reib- und Gleitelement ist als Kugel 11 ausgebildet und das zweite Reib- und Gleitelement als Anpresselement 12', welches an der oberen und unteren Hemisphäre der Kugel 11 unmittelbar reibschlüssig unter Pressung anliegt.
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Die Stabeinheit 3 ist mit der Kugel 11 schlüssig, insbesondere durch Verschrauben, verbunden und gemeinsam mit dieser beweglich, und zwar relativ zum Anpresselement 12'.
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Das Anpresselement 12' weist eine Ausnehmung 13' auf, durch welche die Stabeinheit 3 hindurchragt und die gleichzeitig den mechanischen Anschlag für die Stabeinheit 3 ausbildet. Die Erstreckung der Ausnehmung 13' in Verbindung mit dem Durchmesser der Stabeinheit 3 legt die maximale Größe des möglichen Raumwinkels 6 fest.
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Eine weitere, untere Ausnehmung in der gezeigten V-Förmigen Konstruktion, bildet ein weiteres Reib- und Gleitelement bzw. eine weitere Anlagepfanne 17` aus. Die Reibung auf die Kugel 11, kann mit den Stellschrauben 16 variiert werden. Somit ist die Kraft, unter der sich die Stabeinheit 3 mit der Kugel 11 von der Haft- in die Gleitreibung bewegt, stufenlos einstellbar. Die Feder-, Halte- und Abstandseinheit 15, sorgt für eine gleichförmige Kraftübertragung auf die Reib- und Gleitelemente 17', 11 und 12'.
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5 zeigt die Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 links in einer Vorderansicht und rechts in einer Seitenansicht. Die Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 weist mindestens eine Schiene 10 auf, mittels welcher ein Trainingsgerät 1, 1' relativ zur Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 verschieblich ist.
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Das Trainingsgerät 1, 1', kann mittels eines Klemmhebels oder einer Klemmschraube 21 jeglicher Ausführung und mittels der Montage- und Adapterplatte 5 an ein Schienensystem der Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 adaptiert werden. Die Wand-, Boden- oder Deckentafel 7 kann über weitere Durchgangslöcher 18 an einer geeigneten Fläche im Raum befestigt werden.
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5a zeigt die Anordnungen gemäß 5 in analoger Weise, allerdings ist das linke obere Trainingsgerät 1 mit einer Plateaupolstereinheit 31 ausgestattet.
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6 zeigt links eine Vorderansicht und rechts eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Trainingsgeräts 1" mit der Verbindungseinrichtung 4. Durch Verwendung einer besonderen Montage- und Adapterplatte 5" kann dieses Trainingsgerät 1" besonders gut an Holzpuppen angeordnet werden. Die Montage- und Adapterplatte 5" könnte aus einem Kunststoff gefertigt sein.
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Mit der Montage- und Adapterplatte 5" ist eine Adaptiervorrichtung 24 durch Befestigungsschrauben 22 fest verbunden. In eine Aufnahme der Adaptiervorrichtung 24 kann ein Montagerohr 23 für Holzpuppen eingeschoben und durch eine Klemmschraubvorrichtung 25 fixiert werden. Die Adaptiervorrichtung 24 könnte aus einem Kunststoff gefertigt sein. Das Montagerohr 23 könnte aus einem Kunststoff gefertigt sein.
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Es ist auch denkbar, dass das Montagerohr 23 ohne das Vorhandensein einer Adaptiervorrichtung 24 direkt an die Montage- und Adapterplatte 5" geschweißt ist.
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Das Trainingsgerät 1" kann nun mit dem Montagerohr 23 in die Aussparungen des Körpers 2 der Holzpuppe geschoben werden, wie dies in 1 schematisch gezeigt ist.
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Durch einen Verdrehschutz 26 wird ein Rotieren des gesamten Trainingsgerätes 1" verhindert, so dass nur die Stabeinheit 3 rotieren kann. Gleichzeitig dient der Verdrehschutz 26 als variable Klemmvorrichtung, welche sich auf den Diagonaldurchmesser der Aussparung des Körpers 2 der Holzpuppe einstellen lässt. Weiterhin wird somit ein ungewolltes Herausziehen des Trainingsgeräts 1" aus der Holzpuppe beim Trainieren zweckmäßig verm ieden.
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Die in 1 bis 7 gezeigten Trainingsgeräte könnten mit Schlagpolstern und/ oder Teleskoparm ausgerüstet sein, die z.B. an der Stabeinheit, der Montage- und Adapterplatte, der Plateaupolsteradapterplatte und/ oder an der Wand-, Boden- oder Deckentafel angeordnet sind.
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7 zeigt anhand einer teilweisen und geschnittenen Ansicht ein weiteres Trainingsgerät 1''', umfassend eine Stabeinheit 3, welche mittels einer Verbindungseinrichtung 4" am Körper 2 einer Holzpuppe beweglich so angeordnet ist, dass die Stabeinheit 3 verschwenkbar ist, nämlich bis zum Anschlag an ein Anpresselement 12.
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Das erste Reib- und Gleitelement ist als Kugel 11 ausgebildet und das zweite Reib- und Gleitelement als Anpresselement 12, welches oben bzw. außen an der Oberfläche der Kugel 11 unmittelbar reibschlüssig unter Pressung anliegt. Ein drittes Reib- und Gleitelement bildet als Anlagepfanne 17 ein Widerlager für die Kugel 11 aus und bewirkt einen Kraftschluss. Die Anlagepfanne 17 liegt dem Anpresselement 12 gegenüber und ist dem Inneren des Körpers 2 der Holzpuppe zugewandt.
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Die Stabeinheit 3 ist mit der Kugel 11 durch Verschrauben verbunden und gemeinsam mit dieser beweglich, und zwar relativ zum Anpresselement 12. Das Anpresselement 12 weist eine Ausnehmung 13 auf, durch welche die Stabeinheit 3 hindurchragt. Die Erstreckung der Ausnehmung 13 in Kombination mit dem Durchmesser der Stabeinheit 3 legt die maximale Größe des möglichen Raumwinkels 6 fest. Dieses Prinzip ist bereits mit Bezug zu 3 beschrieben.
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Das Anpresselement 12 stützt sich gegen eine Feder-, Halte- und Abstandseinheit 15, die in 7 durch drei Federelemente realisiert ist. Die Ausfederung eines gespannten Federelementes ist nach oben durch eine Stellschraube 16 begrenzt. Dies sorgt für die notwendige Stabilität der Konstruktion und verbessert die Funktionalität erheblich. Weiterhin wird durch die Feder-, Halte- und Abstandseinheit 15 der Druck auf die Kugel 11 eingestellt, welche den Reibschluss mit der Anlagepfanne 17 eingeht.
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Das zweite Reib- und Gleitelement, nämlich das Anpresselement 12, ist zumindest abschnittsweise als Druckscheibe ausgestaltet, welche parallel zur vertikalen Achse 34 des Körpers 2 der Holzpuppe orientiert oder orientierbar ist.
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Es sind Stellschrauben 16 vorgesehen, mittels welchen die Anpresskraft des Anpresselements 12 an die Kugel 11 einstellbar ist, mittels dieser wird die Lage und Höhe des Anpresselements 12 relativ zu der sich vertikal erstreckenden Umfangsfläche des Körpers 2 der Holzpuppe justiert und ein Drehmoment zum Bewegen der Stabeinheit 3 eingestellt.
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Je eine Stellschraube 16 durchgreift jeweils ein Federelement, welches konzentrisch zur jeweiligen Stellschraube 16 angeordnet ist. Durch Erhöhen des Drehmomentes auf die Stellschrauben 16, wird das erzeugte Drehmoment auf die Reib- und Gleitelemente und somit auf die Stabeinheit 3 übertragen.
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Die Stellschrauben 16 greifen in eine Gewindemutter 19, welche fest mit dem Körper 2 der Holzpuppe verbunden ist. Der Körper 2 dient insoweit als Montagekörper.
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Auf dem Körper 2 der Holzpuppe sind alle benötigten Komponenten durch die Stellschrauben 16 und die Befestigungsschrauben 22, an Gewindemuttern montiert.
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Auf die Anlagepfanne 17 wirkt eine Gewindestange 32 ein. Die Anlagepfanne 17 wird über den vom Anpresselement 12 erzeugten Druck, welcher von den Stellschrauben 16 erzeugt wird, und über die Gewindestange 32 auf einer Montage- und Adapterplatte 5''' gehalten.
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Es ist insoweit auch in 7 ein drittes Reib- und Gleitelement vorgesehen, an welchem das erste Reib- und Gleitelement, nämlich die Kugel 11 reibschlüssig anliegt. Das dritte Reib- und Gleitelement ist als Anlagepfanne 17 ausgebildet, welche der Stabeinheit 3 abgewandt angeordnet ist und welche einen auf Reib- und Gleitflächen positiven Einfluss hat. Das Reib-Gleitsystem ermöglicht es der Kugel 11, sich um ihren Konstruktionsmittelpunkt zu drehen. Die Reib- und Gleitflächen können aus Metall, Holz oder Kunststoff gebildet werden.
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7 zeigt insoweit, dass ein Kugelgelenk, das mit einer in allen Raumrichtungen schwenkbaren Stabeinheit 3 verbunden ist, einem Reibschluss unterliegt und über eine Montage- und Adapterplatte 5''' mit Durchgangslöchern 18 unter Zuhilfenahme der Befestigungsschrauben 22 an einem geeigneten Montagekörper, hier ein Körper 2 einer Holzpuppe, befestigt ist.
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In 7 ist insoweit eine Verbindungseinrichtung 4'' mit Reibschlusssystem 5''', 11, 12, 13, 17, 22, 32 dargestellt, welchem die Stabeinheit 3 zugeordnet ist. Über die Stellschrauben 16, die in Gewindemuttern 19 eingreifen, ist die Stabeinheit 3 und das Reibschlusssystem mittels der Feder- Halte- und Abstandseinheit 15 an dem Montagekörper befestigt.
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Die durch die Stellschrauben 16 erzeugte Kraft, welche auf das Reibschlusssystem wirkt, wird mittels einer Gewindestange 32 auf die Adapterplatte 5''' übertragen.
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Die Befestigungsschrauben 22 übertragen diese Kraft auf die Gewindemuttern 19, welche fest mit dem Montagekörper 2 verbunden sind. Die Position der Anlagepfanne 17 kann zusätzlich mit einer Kontermutter 33 fixiert werden, die auf die Gewindestange 32 aufgeschraubt ist. Wird die Anlagepfanne 17 fest mit dem Körper 2 der Holzpuppe verbunden, entfällt die Notwendigkeit der dahinter liegenden Konstruktion.
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Wenn die Aussparung 13a des Körpers 2 so ausgestaltet ist, dass die Anlagepfanne 17, auf und/ oder in dem Körper 2 direkt oder indirekt auf- und/ oder anliegt, übernimmt der Körper 2 die Aufgabe der Kraftübertragung der Montage- und Adapterplatte 5''', welche somit entfallen kann.
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Bezugszeichenliste
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- 1, 1', 1'', 1'''
- Trainingsgerät
- 2
- Körper einer Holzpuppe
- 3
- Stabeinheit
- 4, 4', 4''
- Verbindungseinrichtung
- 5, 5', 5'', 5'''
- Montage- und Adapterplatte, Wand- oder Holzpuppenausführung
- 6
- Raumwinkel
- 7
- Wand-, Boden- oder Deckentafel
- 8
- Trainingsraum
- 9
- Fußboden
- 10
- Schiene
- 11
- Kugel, erstes Reib- und Gleitelement
- 12, 12'
- Anpresselement, zweites Reib- und Gleitelement
- 13, 13'
- Ausnehmung
- 13a
- Aussparung in 2
- 14
- Unterlegscheibe
- 15
- Feder-, Halte- und Abstandseinheit
- 16
- Stellschraube
- 17, 17'
- Anlagepfanne, drittes oder weiteres Reib- und Gleitelement
- 18
- Durchgangsloch zur Befestigung an einer geeigneten Fläche
- 19
- Gewindemutter
- 20
- Nutenstein
- 21
- Klemmschraube /- hebel
- 22
- Befestigungsschraube
- 23
- Montagerohr zur Anordnung in einer Holzpuppe
- 24
- Adaptiervorrichtung für Montagerohr
- 25
- Klemmschraubvorrichtung Montagerohr Holzpuppe
- 26
- Verdrehschutz und Klemmvorrichtung
- 27
- Plateaupolsteradapterplatte
- 28
- Plateaupolster
- 29
- Abstandselemente oder Abstandshülsen
- 30
- Befestigungsschraube oder Verbindungsschraube
- 31
- Plateaupolstereinheit
- 32
- Gewindestange
- 33
- Kontermutter
- 34
- vertikale Achse von 2
- 35
- Teleskoparm
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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