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Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft ein Regalelement, welches wenigstens ein Seitenwandelement und ein Rückwandelement aufweist, wobei das Regalelement so ausgestaltet ist, dass mehrere derartiger Regalelemente mit einem Verbinderelement effektiv und werkzeuglos verbunden werden können. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Regaleinheit aus zwei miteinander verbundenen Regalelementen und ein System zum Aufbau einer solchen Regaleinheit aus zwei Regalelementen und einem Verbinderelement sowie ein Verbinderelement zum Verbinden zweier Regalelement und ein Abstandselement zum Generieren des Umlaufspaltes.
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Stand der Technik
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Regalelemente, welche zu Regaleinheiten aus mehreren miteinander verbundenen Regalelementen verbindbar sind, bieten große Vorteile gegenüber festen Regalen, die in ihrer Anordnung wenig variiert werden können. Es sind aus dem Stand der Technik zwar Regale bekannt, bei denen die einzelnen Regalböden innerhalb einer festen äußeren Form unterschiedlich hoch angeordnet werden können, was eine gewisse Variabilität erlaubt. Allerdings sind die möglichen Freiheitsgrade aufgrund der festgelegten äußeren Form des Regals dabei stark beschränkt.
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Weiterhin sind aus dem Stand der Technik Regalsysteme bekannt, bei denen die einzelnen Böden und Seitenwände individuell verbunden werden können. In der
DE 20 2009 012324 U1 wird ein Regal offenbart, welches mehrere Vertikalstützen aufweist, zwischen denen in mehreren Ebenen Horizontalverstrebungen anordenbar sind. Diese Konstruktion weist zwar eine größere Variabilität auf als Regale, die eine festgelegte äußere Form haben. Nachteilig sind die einzelnen, entstehenden Regalelemente allerdings nicht gegeneinander verschiebbar und die Befestigungsmittel zur Verbindung der einzelnen Elemente sind einsehbar. Dadurch wird der optische Eindruck gestört.
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Aus der
DE 10 2004 002 394 A1 ist ein Möbel bekannt, dessen äußere Form individuell anpassbar ist und welches individuell als Raumteiler oder auch als Sitzelement genutzt werden kann. Dabei werden mehrere für das Regal zu verwendende Elemente, wie beispielsweise Seitenwände und Regalböden miteinander verbunden. Durch eine Variation der Anzahl der verwendeten Elemente kann die Anzahl der entstehenden Regalelemente und die äußere Form angepasst werden. Nachteilig ist hier die Anordnung der einzelnen Module zueinander nicht variierbar, sodass die Möglichkeiten der Gestaltung diesbezüglich beschränkt sind. Auch sind die gewählten vorgestellten Befestigungsmittel sichtbar und stellen somit eine Einschränkung für den optischen Gesamteindruck des Regals dar. Nachteilig werden Regalkonstruktionen in der Regel verschraubt, weshalb Werkzeuge notwendig sind, um eine Anpassung der Anordnung der Regalelemente, insbesondere eine Variation der Gestaltung, zu erreichen.
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Aus der
CH 699563A1 ist ein modulares Regal für Weinflaschen bekannt, bei dem die einzelnen Regalelemente miteinander über eine Steckverbindung verbindbar sind. An den einzelnen Regalelementen sind korrespondierende Anschlussstrukturen angeordnet, welche eine Verbindung der Regalelement erlauben. Da die Elemente ineinander gesteckt werden kann hier werkzeuglos, also ohne Werkzeuge verwenden zu müssen, die Anordnung der Regalelemente angepasst werden. Nachteilig sind auch diese Anschlussstrukturen sichtbar und verändern somit den optischen Eindruck des Regals.
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Um die Gestaltungsmöglichkeiten zu verbessern und eine Variantenvielfalt der Anordnung zu ermöglichen, haben sich auch einzelne Regalelemente bewährt, welche modulartig nebeneinander und übereinander angeordnet werden können. Oft werden die einzelnen, benachbart angeordneten Regalelemente in einer geeigneten Anordnung separat an der Wand fixiert. Dadurch entsteht ein optischer Eindruck einer Regaleinheit und es sind eine große Anzahl an möglichen Anordnungen realisierbar. So ist beispielsweise in der
DE 10 2012 020 327 A1 ein Regalelement offenbart, welches eine Ausnehmung in der Rückwand des Regalelementes sowie einer Nut im Außenbereich aufweist, wobei die Nut, hier als schlitzförmige Einrichtung bezeichnet, mit der Ausnehmung in der Rückwand in Verbindung steht. Ein hakenförmiges Wandbefestigungselement kann dann in die Ausnehmung und darüber in die schlitzförmige Einrichtung eingreifen. Dadurch ist eine versteckte Befestigung des Regalelementes an der Wand realisierbar. Nachteilig müssen dabei jegliche Regalelemente an der Wand befestigt werden, um eine gewisse Stabilität zu erzeugen.
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Aufgabe
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Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Nachteile aus dem Stand der Technik zu überwinden und eine Regalkonstruktion zur Verfügung zu stellen, welche eine individuellere Anordnung von Regalelementen erlaubt, die dennoch miteinander verbunden werden können, um so die Stabilität zu erhöhen.
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Lösung
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Die Aufgabe wird durch ein Regalelement sowie durch eine Regaleinheit gemäß dem Hauptanspruch sowie dem nebengeordneten Anspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die Aufgabe wird insbesondere durch ein Regalelement, welches vorzugsweise als Bücherregal geeignet ist, gelöst, welches wenigstens ein vorzugsweise plattenförmiges, bevorzugt als Bodenplatte ausgebildetes Seitenwandelement aufweist, wobei das Seitenwandelement in einer Abschlussebene abschließt. Vorzugsweise weist das Regalelement mehrere, bevorzugt wenigstens zwei oder wenigstens drei, besonders bevorzugt vier Seitenwandelemente auf, welche sämtlich in der Abschlussebene abschließen und vorzugsweise paarweise aneinander angrenzend angeordnet sind, also jeweils zwei Seitenwandelemente aneinander angrenzend angeordnet sind. Bevorzugt bilden die Seitenwandelemente einen geschlossenen Rahmen.
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Ein Seitenwandelement schließt dabei im Sinne der Erfindung in einer Abschlussebene ab, wenn wenigstens eine Kante, bevorzugt eine Stirnseite des Seitenwandelementes in dieser Abschlussebene liegt. Eine Stirnseite ist dabei eine Außenfläche eines Seitenwandelementes, welche nicht den größten Flächeninhalt der Außenflächen des Seitenwandelementes aufweisen.
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Erfindungsgemäß ist wenigstens ein Rückwandelement an das Seitenwandelement, vorzugsweise an die Seitenwandelemente angrenzend und zur Bildung eines Eingreifraumes gegenüber der Abschlussebene bzw. zu der Abschlussebene eingerückt angeordnet. Das Rückwandelement ist also derart versetzt zu der Abschlussebene angeordnet, dass ein Eingreifraum gebildet ist, welcher durch das Rückwandelement und die Abschlussebene sowie durch das Seitenelement oder durch die Seitenelemente begrenzt ist. Eine Stirnseite des Rückwandelementes ist dabei einer flächigen Seite des Seitenwandelementes, vorzugsweise flächigen Seiten der Seitenwandelemente zugewandt und vorzugsweise an diese angrenzend angeordnet. Vorzugsweise schließen das Seitenwandelement, vorzugsweise sämtliche Seitenwandelemente, und das Rückwandelement einen Winkel von wenigstens 45°, bevorzugt einen orthogonalen Winkel ein.
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Ein Seitenwandelement kann im Sinne der Erfindung eine Seitenwand oder ein Oberboden oder ein Unterboden sein. Ein Seitenwandelement ist aber nie als Rückwand oder Rückwandelement ausgebildet, sondern schließt mit einer Rückwand immer einen Winkel, vorzugsweise einen orthogonalen Winkel, ein, wobei dieser Winkel vorzugsweise im Bereich von 45° bis 135°, bevorzugt zwischen 70° und 110°, besonders bevorzugt zwischen 88° und 92° und weiter bevorzugt bei 90° liegt.
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Vorzugsweise ist das Rückwandelement parallel zu der Abschlussebene angeordnet. Dabei ist das Rückwandelement bevorzugt plattenförmig ausgebildet, es weist also eine geringe Ausdehnung in einer Dimension und eine deutlich größere Ausdehnung, vorzugsweise wenigstens 10-fach, in den beiden anderen Dimensionen auf. Eine flächige Außenseite des vorzugsweise quaderförmigen Rückwandelementes ist dabei parallel zu der Abschlussebene angeordnet. Unter einer flächigen Außenseite wird eine Außenseite des Rückwandelementes verstanden, welche den größten Flächeninhalt aufweist.
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Erfindungsgemäß ist eine Nutbildungsrückwand derart wenigstens abschnittsweise beabstandet zu dem Rückwandelement und beabstandet zu dem Seitenwandelement und bevorzugt parallel zu dem Rückwandelement angeordnet, dass ein Umlaufspalt mit einer Breite b, vorzugsweise umlaufend zwischen der Abschlussebene und der Nutbildungsrückwand ausgebildet ist. Der Umlaufspalt wird dann also zwischen dem in der Abschlussebene angeordneten Abschnitt des Seitenwandelementes und der Nutbildungsrückwand ausgebildet. Bei einem Regalelement, welches mehrere in der Abschlussebene abschließende Seitenwandelemente aufweist, ist der Umlaufspalt zwischen den in der Abschlussebene angeordneten Abschnitten der Seitenwandelemente und der Nutbildungsrückwand ausgebildet. Die Nutbildungsrückwand weist dabei Abmessungen auf, sodass die Nutbildungsbildungsrückwand nach außen, also beispielsweise in Richtung eines benachbarten Regalelementes, mit dem Umlaufspalt abschließt. Dadurch sind benachbarte Regalelemente so aneinander angrenzend anordenbar, dass deren Umlaufspalte aneinander angrenzen und die Regalelemente mittels eines Verbinderelementes verbindbar sind.
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Die Nutbildungsrückwand ist vorzugsweise mit dem Rückwandelement verbunden. Diese Verbindung zwischen der Nutbildungsrückwand und dem Rückwandelement ist jedoch so gestaltet, dass der Umlaufspalt in einem Außenbereich nicht unterbrochen wird. Der Außenbereich ist dabei der Bereich des Umlaufspaltes, welcher direkt an ein Seitenwandelement, vorzugsweise an mehrere in der Abschlussebene abschließende Seitenwandelemente, angrenzt.
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Ein Umlaufspalt, vorzugsweise ein umlaufender Umlaufspalt bzw. ein Umlaufspalt, der umlaufend angeordnet ist, bedeutet dabei im Sinne der Erfindung, dass an den vorhandenen Seitenwandelementen zwischen der Abschlussebene und der Nutbildungsrückwand ein Umlaufspalt ausgebildet ist. Sollte durch die vorhandenen Seitenwandelemente in der Abschlussebene kein abgeschlossener Rahmen gebildet werden, so ist der Umlaufspalt nicht zwingend rahmenartig abgeschlossen ausgebildet. Bevorzugt sind mehrere Seitenelemente in der Abschlussebene derart aneinander angrenzend ausgebildet, dass der umlaufend angeordnete Umlaufspalt rahmenartig oder umlaufend abgeschlossen ausgebildet ist.
In dem Umlaufspalt kann vorteilhaft ein Verbinderelement angeordnet sein, mittels welchem mehrere derartige Regalelemente verbindbar sind.
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Der Umlaufspalt hat aufgrund der parallelen Anordnung des Rückwandelementes und der Nutbildungsrückwand eine bevorzugt gleichbleibende Breite.
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Das Rückwandelement und die Nutbildungsrückwand sind bevorzugt als zwei einzelne Elemente ausgestaltet, welche getrennt gefertigt werden und nicht Teile eines Elementes sind. Dennoch können sie über Verbindungselemente, vorzugsweise über Abstandselemente, auch als Abstandshalter bezeichnet, miteinander verbunden sein.
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Allgemeine Vorteile
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Die Konstruktion, insbesondere das eingerückte Rückwandelement sowie die beabstandete Nutbildungsrückwand, führt dazu, dass sowohl ein Umlaufspalt als auch ein dazu angrenzender Eingreifraum gebildet wird. Der Umlaufspalt, welcher zwischen der Nutbildungsrückwand und der Abschlussebene gebildet ist, sowie der Eingreifraum, welcher auf der anderen Seite der Abschlussebene zwischen der Abschlussebene und dem eingerückten Rückwandelement gebildet ist, bilden dabei ein verbundenes Volumen, in welchem vorteilhaft ein Verbinderelement eingreifen kann, welches einen plattenförmigen Abschnitt und Klemmnasen aufweist.
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Dabei kann ein solches Verbinderelement so in den Umlaufspalt eingeschoben werden, dass der plattenförmige Abschnitt im Umlaufspalt positioniert ist und wenigstens eine der Klemmnasen wenigstens abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, in den Eingreifraum eingreifend angeordnet ist. Eine solche Klemmnase greift dabei hinter den Abschluss des Seitenwandelementes bzw. hinter eine Eingreifkante des Seitenwandelementes. Zwei benachbarte Regalelemente können dabei auch durch ein solches Verbinderelement zu einer Regaleinheit verbunden werden, wobei jeweils wenigstens eine Klemmnase des Verbinderelementes wenigstens abschnittsweise in einem Eingreifraum der beiden benachbarten Regalelemente angeordnet ist.
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Der Umlaufspalt hat weiterhin den Vorteil, dass zwei benachbarte, mittels eines in den Umlaufspalt eingeschobenen Verbinderelementes verbundene Regalelemente, zwar einerseits in zwei Dimensionen in ihrer Lage zueinander fixiert sind, dass sie aber in einer zweiten Dimension, also entlang eines Freiheitsgrades, welcher entlang des Umlaufspaltes verläuft, gegeneinander verschiebbar sind. Eine Verschiebung der Regalelemente ist dann also nur entlang einer Linie möglich, in der sich die Abschlussebene und eine zwischen den Regalelementen angeordnete Grenzebene schneiden. Das erhöht vorteilhaft die Gestaltungsfreiheit bei der Anordnung von mehreren Regalelementen zueinander. Dabei sind zwei miteinander verbundene Regalelemente einer Regaleinheit vorteilhaft noch in einem gewissen Maße gegeneinander entlang eines Freiheitsgrades verschiebbar.
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Vorteilhaft können sowohl freistehende Regalelemente miteinander verbunden werden, es kann aber auch eine Verbindung von Regalelementen geschaffen werden, bei denen wenigstens ein Regalelement an der Wand fixiert ist. Das kann gerade bei einer Anordnung von mehreren übereinander positionierten Regalelementen aus Sicherheitsgründen notwendig sein. Da es aber eine Verbindung zwischen den einzelnen Regalelementen gibt, kann die Stabilität gegenüber lose übereinander angeordneten Regalelementen stark erhöht werden. Dadurch ist es vorteilhaft möglich darauf zu verzichten, jedes einzelne Regalelement an einer Wand zu fixieren.
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Der Hohlraum aus Umlaufspalt und Eingreifraum, in den die Verbinderelemente einführbar sind, wird vorteilhaft durch das Konstruktionsprinzip gebildet. Es bedarf somit keiner Nachbearbeitung, wie beispielsweise das Fräsen einer Nut, sodass die Oberfläche der einzelnen Bauteile intakt und geschützt bleibt.
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Bevorzugte Ausführungsformen
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Nutbildungsrückwand
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Die Nutbildungsrückwand kann nach einer vorteilhaften Ausgestaltung Ausnehmungen aufweisen. Dabei kann die Nutbildungsrückwand auch rahmenförmig ausgebildet sein. Die Ausnehmungen können dabei als Durchgangsöffnungen ausgebildet sein, um beispielsweise Befestigungsmittel aufzuweisen und/oder als Sacklöcher ausgebildet sein, in die beispielsweise ein Abstandselement, auch als Abstandshalter bezeichnet, eingesteckt werden können.
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Vorzugsweise weist ein Regalelement genau ein Rückwandelement und genau eine Nutbildungsrückwand auf, wodurch eine einfache Montage eines solchen Regalelementes möglich ist. Nach einer möglichen Ausgestaltung weist das Regalelement mehrere Rückwandelemente auf oder das genau eine Rückwandelement ist mehrteilig ausgebildet. Optional weist das Regalelement mehrere Nutbildungsrückwände auf oder die genau eine Nutbildungsrückwand ist mehrteilig ausgebildet.
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Abmessungen
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Die Nutbildungsrückwand ist vorzugsweise quaderförmig ausgebildet. Dabei hat die längste Seite bevorzugt eine Länge in einem Bereich von 10 cm bis 200 cm, besonders bevorzugt von 15 cm bis 80 cm. Die kürzeste Seite der Nutbildungsrückwand hat vorzugsweise eine Länge in einem Bereich von 3 mm bis 15 cm, bevorzugt von 8 mm bis 20 mm.
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Das Rückwandelement ist vorzugsweise quaderförmig ausgebildet. Die Länge der längsten Seite des Rückwandelementes liegt vorzugsweise im Bereich von 8 cm bis 200 cm, bevorzugt im Bereich von 15 cm bis 80 cm. Die kürzeste Seite des Rückwandelementes hat vorzugsweise eine Länge in einem Bereich von 3 mm bis 15 cm, bevorzugt von 8 mm bis 20 mm.
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Das Seitenwandelement ist vorzugsweise quaderförmig ausgebildet. Die Länge der längsten Seite des Rückwandelementes liegt vorzugsweise im Bereich von 5 cm bis 200 cm, bevorzugt im Bereich von 15 cm bis 80 cm. Die kürzeste Seite des Rückwandelementes hat vorzugsweise eine Länge in einem Bereich von 3 mm bis 15 cm, bevorzugt von 8 mm bis 20 mm.
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Verbindung zwischen Rückwandelement und Seitenwandelement
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Vorzugsweise weist das Seitenwandelement eine Rückwandaufnahmenut zur Aufnahme des Rückwandelementes auf, wobei die Rückwandaufnahmenut in einem konstanten Abstand zur Abschlussebene, vorzugsweise parallel zur Abschlussebene und von der Abschlussebene beabstandet angeordnet ist. Die Rücknahmeaufnahmenut ist also an dem Seitenwandelement von einer Stirnseite des Seitenwandelementes, welche in der Abschlussebene angeordnet ist, beabstandet angeordnet.
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Die Rückwandaufnahmenut ist vorzugsweise mit einem Abstand von 3 mm bis 30 mm, bevorzugt von 5 mm bis 20 mm, besonders bevorzugt von 8 mm bis 12 mm, zur Abschlussebene, also zu einer Kante bzw. Stirnseite des Seitenelementes angeordnet. Die Aufnahmenut hat vorzugsweise eine Breite von 2 mm bis 30 mm, bevorzugt von 4 mm bis 15 mm, besonders bevorzugt von 6 bis 10 mm.
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Das Rückwandelement kann dabei auch breiter als die Aufnahmenut ausgebildet sein, wobei das Rückwandelement dann einen abragenden Abschnitt zur Aufnahme in der Aufnahmenut aufweist, wobei der abragende Abschnitt eine Breite aufweist, die korrespondierend zur Aufnahmenut ausgebildet ist. Diese Art der Verbindung wird dabei als Einnuten bezeichnet. Korrespondierend bedeutet dabei unter Berücksichtigung einer gewissen Toleranz zum Einstecken des abragenden Abschnittes in die Rückwandaufnahmenut genau zueinander passend. Vorzugsweise ist der abragende Abschnitt als Feder bzw. als Falz ausgebildet, wobei die Feder auch unterbrochen sein, also beispielsweise Ausnehmungen aufweisen, kann.
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Das Rückwandelement ist vorzugsweise wenigstens 1 mm, bevorzugt wenigstens 2,5 mm, besonders bevorzugt wenigstens 3,5 mm, gegenüber der Abschlussebene eingerückt.
Das Rückwandelement ist vorzugsweise maximal 50 mm, bevorzugt höchstens 15 mm, besonders bevorzugt höchstens 8 mm, noch mehr bevorzugt höchstens 3 mm gegenüber der Abschlussebene eingerückt. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Rückwandelement in einem Bereich von 2,6 mm bis 2,8 mm eingerückt.
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Mehrere Seitenwandelemente
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Vorzugsweise sind wenigstens zwei Seitenwandelemente angrenzend an das Rückwandelement angeordnet, wodurch vorteilhaft die Stabilität des Rückwandelementes erhöht wird.
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Bevorzugt sind mehrere, bevorzugt drei oder vier oder mehr, Seitenwandelemente derart um das Rückwandelement herum angeordnet, dass die Seitenwandelemente einen abgeschlossenen Rahmen bilden. Dadurch sind die einzelnen Seitenwandelemente und auch das Rückwandelement an mehreren Stellen miteinander in Verbindung stehend, wodurch die Kraftableitung positiv beeinflusst wird. Das erhöht vorteilhaft die Stabilität des Regals. Die Seitenwandelemente sind dabei vorzugsweise als ein Oberboden, ein Unterboden und zwei Seitenwände ausgebildet, welche rahmenartig um das Rückwandelement angeordnet sind. Der Unterboden ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch nach unten gerichtet und verläuft parallel zum Boden, ist also bevorzugt horizontal ausgerichtet. Der Oberboden ist vorzugsweise parallel zum Unterboden und zu dem Unterboden beabstandet angeordnet. Die Seitenwandelemente stellen dann bevorzugt die Verbindung zwischen dem Oberboden und dem Unterboden her.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung bilden die Stirnseiten der Seitenwandelemente, welche in der Abschlussebene angeordnet sind, durch die Einrückung des Rückwandelementes einen gegenüber dem Rückwandelement hervorstehenden Rahmen aus. Dadurch ist umlaufend um das Rückwandelement ein Umlaufspalt mit einem angrenzenden Eingreifraum gebildet, in welchen ein Verbinderelement eingreifen kann.
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Aneinander angrenzend angeordnete Seitenwandelemente sind vorzugsweise mittels Befestigungsmitteln, bevorzugt Schrauben und/oder Nägeln und/oder Dübeln, verbunden. Die Position des zwischen den Seitenelementen angeordneten Rückwandelementes wird so fixiert und die Stabilität vorteilhaft erhöht. Dübel sind dabei bevorzugt in Fixieröffnung an solchen Außenflächen der Seitenelemente angeordnet, welche dann eine Grenzfläche zum benachbarten Seitenwandelement bilden, somit sind die Fixieröffnungen vorteilhaft nach dem Verbinden der Seitenelemente nicht mehr sichtbar.
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Bei einer Verbindung der einzelnen Elemente des Regalelementes mittels Einnuten bzw. mittels einer Verbindung mit Dübeln, kann vorteilhaft erreicht werden, dass die Befestigungselemente, hier also die Dübel und die in die Nuten eingreifenden Federn oder abragende Abschnitte, nicht im Sichtbereich liegen. Dadurch kann der optische Eindruck der Regalelemente verbessert werden. Das kann auch dann noch erreicht werden, wenn einzelne Schrauben die Konstruktion von hinten fixieren, im Außenbereich also nur an der Nutbildungsrückwand zu sehen sind.
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Abstandselement zwischen Rückwandelement und Nutbildungsrückwand
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Zwischen der Nutbildungsrückwand und dem Rückwandelement ist vorzugsweise wenigstens ein Abstandselement, sind vorzugsweise zwei oder drei oder vier oder fünf oder sechs Abstandselemente angeordnet, sodass die Nutbildungsrückwand in ihrer beabstandeten Position zum Rückwandelement und somit auch zur Abschlussebene fixiert ist. Die Abstandselemente sind vorzugsweise reversibel an dem Rückwandelement und der Nutbildungsrückwand befestigt.
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Das Abstandselement oder die Abstandselemente weisen einen plattenförmigen Bereich mit konstanter Dicke auf. Diese Dicke entspricht in der Regaleinheit dem Abstand zwischen dem Rückwandelement und der Nutbildungsrückwand. Die Dicke des plattenförmigen Bereichs entspricht also vorzugsweise der Summe aus der Breite des Umlaufspaltes und der Breite des Eingreifraumes. Durch die Dicke d wird auch die Breite des Umlaufspaltes festgelegt. Dabei ist prinzipbedingt die Dicke des plattenförmigen Bereichs größer als der Abstand des Rückwandelementes von der Abschlussebene.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Regalelementes mit vier Seitenwandelementen sind wenigstens vier Abstandselemente, vorzugsweise sechs Abstandselemente zwischen dem Rückwandelement und der Nutbildungsrückwand angeordnet.
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Das Abstandelement oder die Abstandselemente weisen dabei wenigstens ein Positionierhilfselement, vorzugsweise zwei oder drei Positionierhilfselemente auf, welches von dem übrigen Abstandselement absteht bzw. aus dem plattenförmigen Abschnitt des Abstandselementes herausragt bzw. von diesem abragend ausgebildet ist und wobei die Nutbildungsrückwand Ausnehmungen, insbesondere Öffnungen, welche vorzugsweise nicht durchgehend ausgebildet sind, aufweist, welche zur Aufnahme eines Positionierhilfselements eingerichtet sind. Dadurch kann vorteilhaft die Positionierung der Abstandselemente sehr einfach realisiert werden. Wenn wenigstens zwei Positionierhilfselemente an einem Abstandselement angeordnet sind, welche in wenigstens zwei Ausnehmungen der Nutbildungsrückwand eingreifen, so kann das Abstandselement, welches so an der Nutbildungsrückwand angeordnet ist, dass die Positionierhilfselemente in den Ausnehmungen der Nutbildungsrückwand angeordnet sind, nicht mehr verdreht werden können. Somit ist neben der Position des Abstandselementes vorteilhaft auch die Ausrichtung des Abstandselementes an der Nutbildungsrückwand festgelegt.
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An dem Abstandelement ist weiterhin wenigstens eine Ausrichtungsnase angeordnet. Diese ist vorzugsweise an dem plattenförmigen Abschnitt befestigt. Die Ausrichtungsnase ist dazu eingerichtet, die Position des plattenförmigen Abschnitts zu einem Seitenwandelement festzulegen.
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Eine solche Ausrichtungsnase kann dabei einen geraden Abschluss als Anschlag am Seitenelement aufweisen, so dass vorteilhaft eine stabile Positionierung gewährleistet werden kann. Der Abschluss der Abstandsnase kann auch teilkreisförmig oder eckig ausgebildet sein, wobei dann vorzugsweise mehrere solcher Abstandsnasen am Abstandshalter angeordnet sind, um eine exakte Ausrichtung zu gewährleisten.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Abstandselement wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei oder vier Ausrichtungsnasen auf. So ist eine exakte Positionierung und Ausrichtung des Abstandselementes möglich. Es können auch an zwei Seiten, vorzugsweise an aneinander angrenzenden Seiten, des Abstandselementes Ausrichtungsnasen angeordnet sein, so dass besonders in Eckbereichen eine einfache Positionierung möglich ist.
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Vorteilhaft kann mittels eines an der Nutbildungsrückwand angeordneten Abstandselementen, wenn also vorzugsweise die Positionierhilfselemente in den Ausnehmungen in der Nutbildungsrückwand angeordnet sind, die Nutbildungsrückwand einfach zu dem Rückwandelement und dem Seitenwandelement ausgerichtet werden.
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Das Abstandselement weist zumindest eine, vorzugsweise genau eine Durchgangsöffnung auf, durch welche ein Befestigungsmittel hindurchgeführt ist. So kann das Abstandelement mittels nur eines Befestigungsmittels an der Nutbildungsrückwand und/oder dem Rückwandelement fixiert werden. Das ermöglicht vorteilhaft eine schnelle Befestigung des Abstandselementes am Rückwandelement und/oder an der Nutbildungsrückwand.
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Die Erfindung umfasst auch ein solches, hierin beschriebenes Abstandselement zum Festlegen eines Abstandes d zwischen einem Rückwandelement und einer Nutbildungsrückwand innerhalb eines erfindungsgemäßen Regalelementes. Dieses weist einen plattenförmigen Abschnitt mit einer konstanten Dicke d auf. Bevorzugt weist das Abstandselement wenigstens ein vom plattenförmigen Abschnitt abragendes Positionierhilfselement zum Anordnen innerhalb einer Ausnehmung der Nutbildungsrückwand auf. Vorzugsweise ist an dem plattenförmigen Abschnitt wenigstens eine Ausrichtungsnase angeordnet.
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Wandhalterungselement
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Weiterhin weist das Regalelement bevorzugt wenigstens ein Wandhalterungselement auf der Höhe jedes Abstandselements, vorzugsweise an der Position jedes Abstandselements, auf, wobei das Wandhalterungselement, auch als Regalaufhängungsbeschlag bezeichnet, vorzugsweise eine Wandhalterungsdurchgangsöffnung aufweist, durch welche ein Befestigungsmittel zur Befestigung des Wandhalterungselementes an dem Regalelement durchgeführt ist.
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Das Wandhalterungselement ist dabei so eingerichtet, dass es in ein an der Wand befestigtes Wandbefestigungselement eingreifen kann, wodurch eine Verbindung zwischen dem Regalelement und der Wand hergestellt wird. Das Wandelement ist dadurch vorteilhaft an einer Wand fixierbar.
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Zur Befestigung eines Abstandselementes und eines Wandhalterungselementes und einem Abschnitt der Nutbildungsrückwand am Rückwandelement ist bevorzugt ein Befestigungsmittel, besonders bevorzugt eine Schraube, in der Wandhalterungsdurchgangsöffnung des Wandhalterungselementes und in einer Durchgangsöffnung in der Nutbildungsrückwand und in der Durchgangsöffnung im Abstandselement angeordnet. Dadurch ist vorteilhaft ein schneller und einfacher Zusammenbau des Regalelementes möglich. Vorzugsweise ist die Befestigungsöffnung im Abstandselement mittig mit einem gleichmäßigen Abstand zu wenigstens zwei, in unterschiedlichen Richtungen von der Befestigungsöffnung angeordneten Randbereichen angeordnet. Dies ermöglicht eine gleichmäßige Kraftverteilung über das Abstandselement. So kann vorteilhaft ein Verkanten des Abstandselementes bei der Befestigung verhindert werden.
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Regaleinheit
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Die Erfindung umfasst auch eine Regaleinheit, welche wenigstens zwei erfindungsgemäße Regalelemente, also ein erstes Regalelement und ein zweites Regalelement, und ein Verbinderelement aufweist, wobei Umlaufspalte der Regalelemente wenigstens abschnittsweise aneinander angrenzend angeordnet sind. Vorzugsweise sind dafür die Regalelemente derart aneinander angrenzend angeordnet, dass die Außenseiten ihrer Nutbildungsrückwände, insbesondere die Seiten der Nutbildungsrückwand mit dem größten Flächeninhalt, welche bei Anordnung der Regaleinheit an einer Wand bei bestimmungsgemäßem Gebrauch zur Wand weisen, parallel ausgerichtet sind und sich kontaktieren, wobei ein gewisses Spiel zwischen den Nutbildungsrückwänden der benachbarten Regalelemente erlaubt ist. Die Außenseiten der Nutbildungsrückwände sind dann also in einer Ebene angeordnet. Dabei ist jeweils ein Seitenwandelement des ersten Regalelementes angrenzend an ein Seitenwandelement des zweiten, an das erste Regalelement angrenzenden Regalelementes angeordnet. Erfindungsgemäß sind die benachbarten Regalelemente mittels des Verbinderelementes, welches in die aneinander angrenzenden Umlaufspalte der benachbarten Regalelemente eingreift, verbunden.
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Verbinderelement
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Das Verbinderelement ist dabei dazu eingerichtet, die beiden benachbarten Regalelemente in wenigstens einer Dimension, bevorzugt in zwei Dimensionen, in Ihrer Position zueinander festzulegen. Somit sind die beiden mittels des Verbinderelementes verbundenen Regalelemente vorzugsweise in zwei Dimensionen in ihrer Position zueinander fixiert und sind entlang dieser Dimensionen nicht gegeneinander verschiebbar, wobei bevorzugt lediglich ein geringes Spiel von bis zu 5 mm, bevorzugt von maximal 3 mm, besonders bevorzugt von maximal 2,5 mm, möglich ist. Die beiden aneinander angrenzenden Seitenwände können dann nicht voneinander entfernt, aber entlang eines Freiheitsgrades zueinander verschoben werden. Das Verschieben ist dann entlang des Umlaufspaltes möglich.
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Das Verbinderelement greift formschlüssig in den Hohlraum aus Umlaufspalt und die durch die Einrückung entstehenden Eingreifräume bzw. in den entstehenden Eingreifraum der Regalelemente ein. Vorteilhaft entsteht so eine stabile Verbindung. Der Hohlraum, in den der Verbinder eingreift, wird vorteilhaft durch die Konstruktion gebildet. Es bedarf keiner Nachbearbeitung (z.B. Fräsen einer Nut) - die Oberfläche bleibt intakt und geschützt.
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Das Verbinderelement weist bevorzugt einen plattenförmigen Abschnitt und wenigstens zwei Klemmnasen auf. Dabei ist wenigstens eine der Klemmnasen wenigstens abschnittsweise in jeweils einen zwischen der Abschlussebene und dem eingerückten Rückwandelement gebildeten Eingreifraum eines jeden Regalelementes angeordnet. Charakteristisch ist, dass die Klemmnasen bevorzugt eine höhere Flexibilität als der plattenförmige Abschnitt aufweisen. Dadurch kann das Verbinderelement vorteilhaft aus der Regaleinheit entfernt werden ohne das Regalelement oder das Verbinderelement zu beschädigen. Die Verbindung zwischen Regaleinheit und Verbinderelement ist folglich reversibel.
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Die Klemmnasen sind bevorzugt in einem Winkel, vorzugsweise 2° bis 20°, zu dem plattenförmigen Abschnitt ausgerichtet. Dadurch kann eine Klemmnase verwendet werden die einerseits gut durch den Umlaufspalt eingeschoben werden kann und andererseits dazu neigt wenigstens abschnittsweise hinter einer Eingreifkante des Seitenwandelementes annähernd formschlüssig einzugreifen. Ein Entfernen des Verbinderelementes ist dann immer noch möglich.
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Die Klemmnasen sind nach einer vorteilhaften Ausgestaltung als vom Verbinderelement abragende plattenförmige Abschnitte ausgebildet. Die abragenden plattenförmigen Abschnitte sind dabei lediglich an einer Verbindungsseite mit dem restlichen Abschnitt, vorzugsweise mit dem plattenförmigen Abschnitt, des Verbinderelementes verbunden. Jede Klemmnase weist zudem an ihren plattenförmigen Abschnitt angrenzend eine Nasenverdickung auf. Die Nasenverdickung ist auf der Seite der Klemmnase angeordnet, welche gegenüber der Verbindungsseite, also gegenüber dem plattenförmigen Abschnitt des Verbinderelementes abgewandt ist.
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Das Verbinderelement ist dazu in den Umlaufspalt der benachbarten, zu verbindenden Regalelemente einschiebbar. Die Klemmnasen sind dabei derart eingerichtet, dass sie in den Eingreifraum der Regalelemente eingreifen können, also nach dem Einbau wenigstens abschnittsweise hinter einer Eingreifkante (2a) der Seitenwandelemente angeordnet sind, wodurch die Position der benachbarten Regalelemente zueinander so festgelegt ist, dass die benachbarten Regalelemente in maximal einer Dimension zueinander verschiebbar sind. Die Klemmnasen der Verbinderelemente rasten dabei vorzugsweise hinter der Eingreifkante der Seitenelemente, also im Eingreifraum, ein. Dadurch wird eine Kraft, auch Eingreifkraft, ausgeübt, welche das Verbinderelement im Regalelement hält. Diese Eingreifkraft muss überwunden werden, um das Verbinderelement aus dem Regalelement zu entnehmen.
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Die Klemmnasen greifen in den Eingreifraum, der durch das eingerückte Rückwandelement bereitgestellt wird, ein. Die Klemmnasen sind dann jeweils vorteilhaft in Richtung eines der eingerückten Rückwandelemente ausgerichtet. Wenigstens zwei der Klemmnasen sind vorzugsweise an zwei entgegengesetzten Enden des Verbinderelements angeordnet. Es greift dann jeweils wenigstens eine erste Klemmnase in ein erstes Regalelement, insbesondere in dessen Eingreifraum, ein und wenigstens eine zweite Klemmnase in ein zweites, zum ersten Regalelement benachbartes Regalelement, insbesondere in dessen Eingreifraum, ein.
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Vorteilhaft kann eine solche Regaleinheit werkzeuglos montiert werden. Dabei ist die Fixierung des Verbinderelementes im Umlaufspalt vorzugsweise reversibel.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Verbinderelement wenigstens vier Klemmnasen auf, wobei bevorzugt wenigstens zwei der Klemmnasen an wenigstens einem ersten Ende des Verbinderelementes angeordnet sind und wenigstens zwei an einem zweiten, dem ersten Ende entgegengesetzten Ende des Verbinderelementes angeordnet sind, wobei dann zwei Klemmnasen in einen Eingreifraum eines Regalelementes und zwei Klemmnasen in einen Eingreifraum eines benachbarten Regalelementes eingreifen.
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Das erste Ende des Verbinderelementes ist dann in einem Regalelement angeordnet und das zweite Ende ist in einem benachbarten Regalelement angeordnet.
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Vorzugsweise weist das Verbinderelement zusätzliche Versteifungsabschnitte auf, welche Teil des plattenförmigen Abschnittes sind. Das erhöht die Stabilität des Verbinderelementes und erleichtert dessen Einführen in den Umlaufspalt.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Verbinderelement wenigstens eine Verdickung auf, die wenigstens abschnittsweise in einer Grenzebene angeordnet ist, in der die beiden benachbarten Regalelemente aneinander angrenzen.
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Vorzugsweise ist diese Verdickung länglich als Verdickungssteg ausgebildet und die längliche Ausdehnungsrichtung verläuft zwischen den beiden Enden der Verbinderelementes, welche die Klemmnase oder die Klemmnasen aufweisen. Innerhalb der Regaleinheit verläuft die längliche Ausdehnungsrichtung dann parallel zu der Grenzebene zwischen den benachbarten Regalelementen.
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Vorzugsweise ist die Verdickung innerhalb der Regaleinheit den Seitenwandelementen zugewandt und/oder den Nutbildungsrückwänden zugewandt. So bildet diese Verdickung einen gewissen Widerstand gegen ein weiteres Einschieben des Verbinders in einen der Umlaufspalte, da der die Verdickung aufweisende Bereich des Verbinderelementes vorzugsweise breiter ist als die Breite des Umlaufspaltes der Regalelemente. Dadurch kann vorteilhaft eine gute Positionierung des Verbinderelementes leicht erreicht werden, wodurch die Bedienerfreundlichkeit verbessert wird. Vorzugsweise ist je eine solche, bevorzugt als Verdickungssteg ausgebildete, Verdickung auf zwei entgegengesetzten Seiten des Verbindungselementes angeordnet. Dadurch wird die Wirkung der Verdickung verstärkt und die aufzubringende Kraft beim Einführen symmetrisch verteilt.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung sind wenigstens drei oder wenigstens vier erfindungsgemäße Regalelemente miteinander verbunden, wobei zwei benachbarte Regalelemente mittels wenigstens einem oder bevorzugt wenigstens zwei Verbinderelementen verbunden sind. Vorteilhaft kann eine Anordnung sowohl übereinander als auch nebeneinander erfolgen, wobei die verbundenen Regalelemente je nach Anordnung noch innerhalb eines gewissen Bereiches entlang eines parallel zu einer Seite eines Umlaufspaltes verlaufenden Freiheitsgrades verschiebbar sind.
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Die Erfindung umfasst auch ein solches, hierin beschriebenes Verbinderelement, welches dazu eingerichtet ist, zwei benachbarte erfindungsgemäße Regalelemente zu verbinden und in zwei Dimensionen in ihrer Lage zueinander zu fixieren. Das Verbinderelement weist wenigstens zwei Klemmnasen zum wenigstens abschnittsweisen Eingreifen in den Eingreifraum, also hinter eine Eingreifkante, eines erfindungsgemäßen Regalelements auf. Dabei ist wenigstens eine Klemmnase an einem ersten Ende des Verbinderelementes und wenigstens eine weitere Klemmnase an einem dem ersten Ende abgewandten, zweiten Ende des Verbinderelementes angeordnet.
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System
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Weiterhin umfasst die Erfindung ein System zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Regalelements, aufweisend
- i. Ein Seitenwandelement, wie hierin beschrieben,
- ii. Ein Rückwandelement, wie hierin beschrieben,
- iii. Eine Nutbildungsrückwand, wie hierin beschrieben, und
- iv. ein Abstandselement, wie hierin beschrieben, mit einem plattenförmigen Abschnitt mit einer konstanten Dicke d.
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Das Abstandselement weist vorzugsweise wenigstens ein Positionierhilfselement, bevorzugt zwei oder drei, Positionierhilfselemente auf, wobei in der Nutbildungsrückwand wenigstens eine Ausnehmung, vorzugsweise zwei oder drei Ausnehmungen, zur Aufnahme eines Positionierhilfselementes ausgebildet sind. Das Positionierhilfselement weist vorzugsweise eine Einkerbung zur Erhöhung der Flexibilität auf.
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Bevorzugt sind an dem plattenförmigen Abschnitt Ausrichtungsnasen angeordnet, welche die Positionierung des Abstandselementes erleichtern.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das System vier Seitenwandelemente auf. Bevorzugt weist das System wenigstens vier oder wenigstens sechs Abstandselemente zur Festlegung des Abstandes zwischen dem Rückwandelement und der Nutbildungsrückwand auf. Die plattenförmigen Abschnitte der Abstandselement haben dieselbe Dicke d, um einen gleichmäßigen Abstand zu gewährleisten. Bei größeren Regalen kann zur besseren Kraftverteilung und Kraftableitung vorzugsweise eine größere Anzahl an Abstandselementen verwendet werden bzw. sind eine größere Anzahl an Abstandselementen, vorzugsweise wenigstens sechs, zwischen dem Rückwandelement und der Nutbildungsrückwand vorgesehen.
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Weiterhin umfasst die Erfindung ein System zum, vorzugsweise werkzeuglosen, Aufbau einer erfindungsgemäßen Regaleinheit, welche zwei erfindungsgemäße Regalelemente und ein Verbinderelement, wie hierin beschrieben, aufweist. Das Verbinderelement weist dabei vorzugsweise einen plattenförmigen Abschnitt und wenigstens zwei Klemmnasen auf. Die Klemmnasen sind dabei derart eingerichtet und an entgegengesetzten Enden des Verbinderelementes angeordnet, dass jeweils wenigstens eine der Klemmnasen in einem Eingreifraum zweier benachbarter Regalelemente anordnenbar ist, also in einem solchen Eingreifraum angeordnet werden kann. Dabei sind die Klemmnasen derart eingerichtet, dass sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch hinter Eingreifkanten der Seitenwandelemente der Regalelemente greifen, wodurch die Position der benachbarten Regalelemente zueinander in wenigstens zwei Dimensionen festgelegt ist.
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Vorteilhaft kann aus einem solchen System eine Regaleinheit werkzeuglos montiert werden. Dabei ist die Fixierung des Verbinderelementes im Umlaufspalt vorzugsweise reversibel.
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Weiterhin umfasst die Erfindung ein System zum Aufbau einer erfindungsgemäßen Regaleinheit aus zwei Systemen zum Aufbau eines erfindungsgemäßen Regalelements sowie ein Verbinderelement, wie hierin beschrieben.
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Konzeption
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Nach der Konzeption der Erfindung wird ein Regalelement dadurch gebildet, dass ein Rückwandelement an ein Seitenwandelement angrenzend angeordnet ist, wobei das Rückwandelement von einer Stirnseite des Seitenelementes beabstandet, also zu dieser Stirnseite eingerückt, angeordnet und bevorzugt mit dem Seitenwandelement verbunden ist. Die Ebene, in der diese Stirnseite liegt, wird als Abschlussebene bezeichnet. Wenn mehrere Seitenelement um das Rückwandelement herum angeordnet sind, so sind Stirnseiten sämtlicher Seitenwandelement in dieser Ebene angeordnet. Die Seitenwandelement schließen also in der Abschlussebene ab. Dadurch dass das Rückwandelement zur Abschlussebene eingerückt angeordnet ist, entsteht zwischen Rückwandelement und Abschlussebene ein Eingreifraum.
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Weiterhin ist eine Nutbildungsrückwand parallel zur Abschlussebene und von dieser beabstandet angeordnet. Dabei sind die Nutbildungsrückwand und das Rückwandelement auf unterschiedlichen Seiten der Abschlussebene angeordnet. Dadurch ist zwischen der Abschlussebene und der Nutbildungsrückwand ein Umlaufspalt gebildet, der mit dem Eingreifraum verbunden ist. In den Umlaufspalt kann vorteilhaft ein geeignetes Verbinderelement eingebracht werden, welches wenigstens abschnittsweise auch in den Eingreifraum eingreift.
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Ein solches Verbinderelement weist einen plattenförmigen Abschnitt auf, an dem wenigstens zwei Klemmnasen angeordnet sind, wobei eine Klemmnase an einem ersten Ende und eine zweite Klemmnase an einem zweiten Ende des Verbinderelementes angeordnet sind. Zwei benachbarte Regalelemente können dann dadurch verbunden werden, dass eine Klemmnase am ersten Ende in einen Umlaufspalt und in den angrenzenden Eingreifraum eines Regalelementes eingreift, wobei eine Klemmnase am zweiten Ende in einen Umlaufspalt und in den angrenzenden Eingreifraum des benachbarten Regalelementes eingreift. Vorteilhaft sind die Regalelemente werkzeuglos verbindbar und vorzugsweise auch wieder voneinander lösbar.
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Abschließend sei angemerkt, dass sämtlichen Merkmalen, die in den Anmeldungsunterlagen und insbesondere in den abhängigen Ansprüchen genannt sind, trotz des vorgenommenen formalen Rückbezugs auf einen oder mehrere bestimmte Ansprüche, auch einzeln oder in beliebiger Kombination eigenständiger Schutz zukommen soll.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und den Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbezügen.
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Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der Fachmann zweifelsohne erkennt, dass sich die einzelnen Merkmale, die in den vorstehenden konkreten Ausführungsformen beschrieben sind, auf angemessene Weise miteinander kombinieren lassen, soweit kein Widerspruch vorliegt, wobei zum Vermeiden unnötiger Wiederholung auf eine separate Beschreibung verschiedener möglicher Kombinationen verzichtet wird.
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Ausführungsbeispiele
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Anhand folgender Figuren und Ausführungsbeispiele wird die vorliegende Erfindung näher erläutert, ohne die Erfindung auf diese zu beschränken. Insbesondere sind in den einzelnen Figuren gezeigte und zu dem jeweiligen Beispiel beschriebene Merkmale nicht auf das jeweilige Einzelbeispiel beschränkt.
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Es zeigen:
- 1 ein Regalelement, welches lediglich ein Seitenwandelement aufweist, wobei
- A eine Seitenansicht und
- B eine Ansicht von unten
visualisiert. - 2 einen Ausschnitt eines Regalelementes, an welchem ein Verbinderelement in dem Umlaufspalt angeordnet ist.
- 3 einen Ausschnitt einer Regaleinheit, bei der zwei Regalelemente mittels eines in den Umlaufspalten der Regalelemente angeordneten Verbinderelementes verbunden sind.
- 4 eine Schnittdarstellung eines Regalelementes mit einem Verbinderelement.
- 5 eine Schnittdarstellung einer Regaleeinheit.
- 6 eine perspektivische Darstellung eines Regalelementes mit vier Seitenwandelementen ohne Nutbildungsrückwand.
- 7 einzelne Montageschritte, wobei in
- A die Fixierung eines Abstandselementes an einer Nubildungsrückwand und in
- B die Fixierung einer Nutbildungsrückwand an einem Rückwandelement dargestellt ist.
- 8 eine Nutbildungsrückwand mit vier daran angeordneten Abstandselementen.
- 9 ein Ausführungsbeispiel eines Verbinderelementes, wobei in
- A eine perspektivische Darstellung, in
- B eine perspektivische Darstellung der Rückseite aus A, in
- C eine Vorderansicht, in
- D eine Rückansicht, und in
- E eine Schnittdarstellung gezeigt ist.
- 10 drei Regalelemente, welche mittels Verbindungselementen verbunden werden können.
- 11 auf der linken Seite eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform eines Regalelementes mit vier Seitenwandelementen, wobei in
- A eine vordere Ansicht eines Regalelementes und in
- B eine Rückansicht des Regalelementes aus A dargestellt ist.
- 12 A und B ein Wandhalterungselement aus zwei Ansichten.
- 13 Ausschnitte von Regalelementen an einer Wand, wobei in
- A ein an der Wand befestigter oberer Abschnitt, in
- B ein an der Wand angeordneter unterer Abschnitt und in
- C beide Abschnitte gemeinsam dargestellt ist.
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In 1A und 1 B wird ein Regalelement 1 gezeigt, welches einmal in einer seitlichen Darstellung (1A) und einmal in einer Ansicht von unten (1B) gezeigt ist. Dabei weist das Regalelement 1 lediglich ein Seitenwandelement 2 auf, welches hier als Unterboden 2.1 ausgebildet ist. Das Seitenwandelement 2 schließt in einer Richtung bzw. an einer Seite in einer Abschlussebene 3 ab. An dem Seitenwandelement 2 ist ein Rückwandelement 4 angeordnet, wobei die Stirnseite 4s des Rückwandelementes an das Seitenwandelement 2, insbesondere an eine große Fläche des Seitenwandelementes angrenzend angeordnet ist. Das Rückwandelement ist gegenüber der Abschlussebene 3 zurückgesetzt angeordnet. Das Rückwandelement 4 schließt also nicht bündig mit der Stirnseite 2s des Seitenwandelements 2 ab, sondern es ist gegenüber dem in der Abschlussebene 3 positionierten Rand des Seitenwandelementes 2 eingerückt. Dadurch weist das Rückwandelement 4 einen Abstand x zur Abschlussebene 3 auf.
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An dem Regalelement 1 ist auch eine Nutbildungsrückwand 5 in einem Abstand b zur Abschlussebene 3 angeordnet. Dadurch wird ein Umlaufspalt 6 mit der Breite b zwischen der Nutbildungsrückwand 5 und der Abschlussebene 3, also auch zwischen der Nutbildungsrückwand 5 und dem Seitenwandelement 2, gebildet. Der Umlaufspalt 6 wird umlaufend an der Nutbildungsrückwand 5 gebildet, wobei der Umlaufspalt 6 dort gebildet wird, wo die Seitenwandelemente 2 das Gegenstück zur Nutbildungsrückwand 5 bilden bzw. gegenüber der Nutbildungsrückwand 5 angeordnet sind.
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Ein Umlaufspalt 6, insbesondere ein umlaufend angeordneter Umlaufspalt 6 ist im Sinne der Erfindung also ein Umlaufspalt 6, welcher entlang der Seitenwandelemente 2, die an die Abschlussebene 3 angrenzend gebildet wird. Der Umlaufspalt 6 grenzt also immer auch an ein Seitenwandelement 2 an.
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In diesem Ausführungsbeispiel sind Abstandselemente 7 zwischen dem Rückwandelement 4 und der Nutbildungsrückwand 5 angeordnet, welche die Position der Nutbildungsrückwand 5 zu den weiteren Bestandteilen des Regalelementes 1 festlegen. Die Dicke d der Abstandselemente 7 bestimmt dabei den Abstand zwischen dem Rückwandelement 4 und der Nutbildungsrückwand 5.
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Der Bereich, welcher zwischen dem Rückwandelement 4 und der Abschlussebene 3 dadurch gebildet ist, dass das Rückwandelement 4 um den Abstand x gegenüber der Abschlussebene 3 eingerückt ist, wird als Eingreifraum 8 bezeichnet. Dieser Eingreifraum 8 hat eine Breite, welche dem Abstand x des eingerückten Rückwandelementes 4 zur Abschlussebene 3 entspricht. Vorteilhaft kann ein geeignetes, hier nicht dargestelltes Verbinderelement in den Hohlraum aus Umlaufspalt 6 und Eingreifraum 8 eingreifen und so eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Verbinderelement und dem Regalelement 1 realisieren.
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In 2 ist ein Ausschnitt eines Regalelementes 1 gezeigt, welches ein als Oberboden 2.2 ausgebildetes Seitenwandelement 2 aufweist. In dem zwischen dem Seitenwandelement 2 und der Nutbildungsrückwand 5 angeordneten Umlaufspalt 6 ist ein Verbinderelement 9 angeordnet. Das Verbinderelement 9 weist zwei Klemmnasen 10 auf, welche dazu eingerichtet sind, hinter das Seitenwandelement 2, insbesondere hinter eine Eingreifkante 2a des Seitenwandelementes 2, in den durch das gegenüber der Abschlussebene 3 eingerückte Rückwandelement 4 entstehenden Eingreifraum 8 einzugreifen und so eine, vorzugsweise formschlüssige, Verbindung zwischen dem Regalelement 1 und dem Verbinderelement 9 herzustellen.
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In diesem Ausführungsbeispiel weist das Rückwandelement 4 einen abragenden Abschnitt 11, welcher als eine Falz bzw. Feder ausgebildet ist, auf, welcher in eine entsprechende Rückwandaufnahmenut 12 des Seitenwandelementes 2 eingreift. Das Rückwandelement 4 ist somit in das Seitenelement 2 eingenutet.
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In 3 ist ein Ausschnitt zweier übereinander angeordneter Regalelemente 1 dargestellt, welche mittels eines Verbinderelementes 9 zu einer Regaleinheit verbunden sind. Das untere Regalelement 1 entspricht dem Regalelement aus 2. Ein als Unterboden 2.1 ausgebildetes Seitenwandelement 2 des oberen Regalelementes 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel an ein als Oberboden 2.2 ausgebildetes Seitenwandelement 2 des unteren Regalelementes 2 angrenzend angeordnet. Die Regalelemente 1 und somit auch die an den beiden Seitenwandelementen 2 angeordneten Umlaufspalte 6, welche jeweils durch die Seitenwandelemente 2 und die Nutbildungsrückwände 5 gebildet werden, sind derart übereinander angeordnet, dass die Abschlussebene 3 des oberen Regalelementes 1 mit der Abschlussebene 3 des unteren Regalelementes 1 zusammenfällt.
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Dabei sind die beiden Umlaufspalte 6 derart aneinander angrenzend angeordnet, dass ein Verbinderelement 9 abschnittsweise in dem Umlaufspalt 6 des unteren Regalelementes 1 und in dem Umlaufspalt 6 des oberen Regalelementes 1 angeordnet ist. Die Klemmnasen 10 des Verbinderelementes 9 greifen dabei hinter die Seitenwandelemente 2, insbesondere hinter die Eingreifkante 2a der Seitenwandelemente 2, und bilden eine formschlüssige Verbindung. Dadurch können die beiden Regalelemente 1 nicht mehr voneinander wegbewegt werden. Ein Verschieben der beiden Regalelemente 1 gegeneinander ist somit nur noch in einer Dimension möglich, welche in dieser Darstellung in die Darstellung hinein oder aus der Darstellung heraus weist. Eine Verschiebung der Regalelemente 1 ist also nur entlang der Linie möglich, in der sich die Abschlussebene 3 und eine zwischen den Regalelementen 1 angeordnete Grenzebene 25 schneiden.
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In 4 ist ein Regalelement 1 in einer Schnittdarstellung dargestellt. Das Regalelement 1 weist zwei parallel zueinander angeordnete Seitenwände 2.3 auf. Diese sind über einen Unterboden 2.1 verbunden. In dem Umlaufspalt 6 ist ein Verbinderelement 9 eingeschoben. Ferner sind an dem Regalelement 1 Wandhalterungselemente 13 angeordnet, mittels derer das Regalelement 1 an einer Wand fixierbar ist.
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In 5 ist eine Schnittdarstellung einer Regaleinheit dargestellt, bei der zwei Regalelemente 1 mittels eines Verbinderelementes 9 verbunden sind. Das Verbinderelement 9 ist in den Umlaufspalten 6 der Regalelemente 1 angeordnet. Dabei greift eine Klemmnase 10 des Verbinderelementes hinter ein Seitenwandelement 2 des einen Regalelementes 2 und eine zweite Klemmnase 10 greift hinter ein Seitenwandelement 2 des benachbarten Regalelementes 1.
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In 6 ist eine perspektivische Darstellung eines Abschnittes eines Regalelementes ohne Nutbildungsrückwand dargestellt. Vier Seitenwandelemente 2 sind hier als Oberboden 2.2, Unterboden 2.1 und zwei Seitenwände 2.3 ausgebildet. Das eingerückte Rückwandelement 4 führt dazu, dass ein Eingreifraum 8 gebildet wird, der durch das Rückwandelement 4 und die Seitenwandelemente 2 begrenzt wird. Die Seitenwandelemente 2 bilden dann eine Art Rahmen um den Eingreifraum 8.
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In den 7A und 7B sind einzelne Montageschritte zum Montieren der Regalelemente gezeigt. Zur Bildung des Umlaufspalts können Abstandselemente 7 an der Nutbildungsrückwand 5 angeordnet sein. Dafür weist das Abstandselement 7 einen plattenförmigen Abschnitt 7a mit konstanter Dicke d auf. Diese Dicke d entspricht dann dem Abstand zwischen dem Rückwandelement und der Nutbildungsrückwand 5. In 7A ist eine perspektivische Darstellung eines Abstandselementes 7 an einer Nutbildungsrückwand 5 gezeigt. Die Nutbildungsrückwand 5 weist mehrere Ausnehmungen 14 auf, in welchen an dem Abstandselement 7 angeordnete Positionierhilfselemente 15a angeordnet werden können. Ferner weist das Abstandselement 7 mehrere Ausrichtungsnasen 15b auf, welche an den plattenförmigen Abschnitt 7a angrenzen. Diese Ausrichtungsnasen 15b können vorteilhaft den Abstand zwischen dem plattenförmigen Abschnitt 7a und den Seitenwandelementen 2 festlegen. Dabei sind in diesem Ausführungsbeispiel die Ausrichtungsnasen 15b an zwei Seiten des Abstandselementen 7 angeordnet, sodass das Abstandselement 7 in den Eckbereich der zwei aneinander angrenzenden Seitenwandelemente 2, welche das Rückwandelement rahmenartig umgeben, eingeschoben werden kann. Das erleichtert die exakte Positionierung des Abstandselementes 7 und der mit dem Abstandselement 7 über die Positionierhilfselemente 15a verbundenen Nutbildungsrückwand 5.
Es ist zudem zumindest eine, vorzugsweise genau eine durchgehende Fixieröffnung 16 in der Nutbildungsrückwand 5 vorgesehen, in welcher ein nicht dargestelltes Befestigungsmittel, beispielsweise eine Schraube, zur Befestigung des Abstandselementes 7 an der Nutbildungsrückwand 5 einbringbar ist. Vorzugsweise weist auch das Abstandselement 7 eine Durchgangsöffnung 17 auf, durch welche ein Befestigungsmittel durchführbar ist.
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In 7B ist ein Abschnitt des Regalelementes dargestellt, wobei die Nutbildungsrückwand 5, in deren Ausnehmungen das Abstandselement 7 angeordnet ist, mit dem Rückwandelement 4 mittels eines Befestigungselementes 18 verbunden wird. Nach der hier dargestellten vorteilhaften Ausführungsform, weist das Wandhalterungselemente eine durchgehende Öffnung 19 auf, durch welche das Befestigungselement 18 durchführbar ist. Vorteilhaft kann das Befestigungsmittel 18 sowohl durch die Öffnung 19 des Wandhalterungselementes 13 als auch durch die Fixieröffnung 16 der Nutbildungsrückwand 5 als auch durch eine Durchgangsöffnung des Abstandselementes 7 durchgeführt werden, sodass eine Montage der Nutbildungsrückwand 5 an dem hier von der Nutbildungsrückwand 5 verdeckten Rückwandelement in einem Schritt realisiert werden kann.
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In 7B ist ferner gezeigt, dass die Positionierhilfselemente 15a des Abstandselementes 7 bevorzugt eine Einkerbung aufweisen, wodurch vorteilhaft eine gewisse Flexibilität der Positionierhilfselemente 15a erzeugt wird, was die Fixierung eines Abstandselementes 7 in der Nutbildungsrückwand 5 verbessert.
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In 8 Ist eine Nutbildungsrückwand 5 mit vier daran angeordneten Abstandselementen 7 dargestellt.
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In den 9A und 9B sind jeweils eine perspektivische Darstellung und in den 9C und 9D sind einer Vorderansicht und eine Rückansicht einer möglichen Ausführungsform eines Verbinderelementes 9 gezeigt, wobei die Ansicht in 9B die Rückansicht der 9A zeigt und die Ansicht in 9D die Rückansicht der 9C zeigt. 9E zeigt eine Schnittdarstellung aus einer um 90° gedrehten Perspektive. An einem plattenförmigen Abschnitt 9a des Verbinderelementes 9 sind vier Klemmnasen 10 angeordnet. Dabei sind zwei obere Klemmnasen 10 zum Einführen in ein Umlaufspalt eines ersten Regalelementes geeignet und die beiden unteren zum Einführen in ein zweites, zum ersten Regalelement benachbarten Regalelement geeignet. Die Klemmnasen 10 sind hier als abragende plattenförmige Abschnitte ausgebildet, welche lediglich an einer Verbindungsseite 20 mit dem restlichen Abschnitt des Verbinderelementes 9 verbunden sind. Die Klemmnasen 10 sind dabei gegenüber dem plattenförmigen Abschnitt 9a um einen Winkel 10a geneigt angeordnet Die Klemmnasen sind also in dem Winkel 10a zu dem plattenförmigen Abschnitt 9a des Verbinderelementes 9 ausgerichtet.
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Jeder plattenförmige Abschnitt, also jede Klemmnase 10, weist zudem eine Nasenverdickung 21 auf, welche auf der Seite der Klemmnase 10 angeordnet ist, welche gegenüber der Verbindungsseite 20 abgewandt ist.
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Nach der hier dargestellten vorteilhaften Ausgestaltung weist das Verbinderelement 9 wenigstens einen Verdickungssteg 22 auf. Der Verdickungssteg 22 ist dabei in Verbindungsrichtung V mittig am Verbinderelement 9 angeordnet. Das Verbinderelement 9 ist dazu eingerichtet in einer Verbindungsrichtung V in ein Umlaufspalt eines Regalelementes eingeschoben zu werden. Der Verdickungssteg 22 kann vorteilhaft dafür sorgen, dass das Verbinderelement 9 nicht zu weit in den Umlaufspalt 6 und in den Eingreifraum eingeschoben wird. Die Abmessungen des Verbinderelementes 9 und der Regalelemente sind vorzugsweise so aufeinander abgestimmt, dass die Breite b des Umlaufspalts 6 einen gewissen Abschnitt des Verbinderelementes 9 aufnehmen kann, der Abschnitt mit dem Verdickungssteges 22 allerdings breiter ist als die Breite des Umlaufspaltes, so dass er nicht in den Umlaufspalt eingeschoben werden kann. Der Verdickungssteg 22 ist also zu stark ausgebildet, um in den Umlaufspalt zu passen und ist somit nach der Montage wenigstens abschnittsweise zwischen den Regalelementen angeordnet ist. Vorzugsweise ist jeweils ein Verdickungssteg 22 auf einer Seite eines Verbinderelementes 9 ausgebildet.
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Weiterhin können an dem plattenförmigen Abschnitt 9a des Verbinderelementes 9 neben und zwischen den Klemmnasen 10 Versteifungsabschnitte 9b angeordnet. Diese erleichtern das Einführen eines Verbinders 9 in ein Regalelement.
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In 10 sind drei Regalelemente 1 dargestellt, welche mittels Verbindungselementen 9 verbunden werden können. Das obere Regalelement 1 wird hier als erstes Regalelement 1.1, das darunter links angeordnete als zweites Regalelement 1.2 und das unten rechts angeordnete als drittes Regalelement 1.3 bezeichnet. Dafür sind an einem der Regalelemente 1 mehrere Verbindungselemente 9 angeordnet. Nach einer Verbindung der Regalelemente 1 zu einer Regaleinheit ist das dritte Regalelement 1.3 gegenüber dem zweiten Regalelement 1.2 nicht mehr horizontal, also entlang der horizontalen Dimension DH, verschiebbar, sondern in der horizontalen Dimension DH gegenüber dem benachbarten zweiten Regalelement 1.2 fixiert. Es ist allerdings vorteilhaft noch in gewissem Maße in seiner Position entlang der vertikalen Dimension DV gegenüber den anderen Regalelementen 1, 1.1, 1.2 verschiebbar.
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Das erste Regalelement 1.1 ist nach einer Verbindung mit dem zweiten und dritten Regalelement 1.2, 1.3 zu einer Regaleinheit nur noch in gewissem Maße in der horizontalen Dimension DH verschiebbar, aber in der vertikalen Dimension DV gegenüber dem darunter angeordneten, benachbarten zweiten und dritten Regalelementen 1.2, 1.3 fixiert.
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11A und 11 B zeigen auf der linken Seite eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform eines Regalelementes mit vier Seitenwandelementen 2 und auf der rechten Seite das montierte Regalelement 1. Dabei ist in 11B die rückseitige Ansicht von 11 A gezeigt. Das Regalelement 1 ist also um 180° gedreht gezeigt. Zwischen dem Oberboden 2.2 bzw. dem Unterboden 2.1 und den Seitenwänden 2.3 werden Dübelverbindungen verwendet.
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In 12A und 12B ist eine perspektivische Darstellung eines Wandhalterungselementes 13 dargestellt. Die Ansicht in 12B ist um 180° gedreht gegenüber jener in 12A.
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In den 13A, 13B und 13C ist ein Ausschnitt eines an einer Wand 24 angeordneten Regalelementes gezeigt. 13A zeigt einen oberen Abschnitt, welcher mittels eines Wandbefestigungselementes 23 an der Wand 24 fixiert ist. 13 B zeigt einen unteren Abschnitt, welcher nicht an der Wand 24 befestigt ist. In 13C ist ein Abschnitt gezeigt, in dem sowohl der obere, an der Wand 24 befestigte Abschnitt als auch der untere, nicht an der Wand 24 befestigte Abschnitt dargestellt sind.
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Das an der Wand 24 fixierte Wandbefestigungselement 23 ist dabei das Gegenstück zum am Regalelement fixierten Wandhalterungselement 13. Vorzugsweise ist die Verbindung zwischen Wandhalterungselement 13 und Wandbefestigungselement 23 eine reversible Befestigung, bei der das Regalelement 1 beispielsweise eingehängt wird.
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Das Wandhalterungselement 13 ist über ein Befestigungsmittel 18 mit der Nutbildungsrückwand 5, dem Abstandselement 7 und dem Rückwandelement 4 verbunden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Regalelement
- 1.1
- Erstes Regalelement
- 1.2
- Zweites Regalelement
- 1.3
- Drittes Regalement
- 2
- Seitenwandelement
- 2.1
- Unterboden
- 2.2
- Oberboden
- 2.3
- Seitenwand
- 2a
- Eingreifkante
- 2s
- Stirnseite des Seitenwandelementes
- 3
- Abschlussebene
- 4
- Rückwandelement
- 4s
- Stirnwand des Rückwandelementes
- 5
- Nutbildungsrückwand
- 6
- Umlaufspalt
- 7
- Abstandselement
- 7a
- plattenförmiger Abschnitt
- 8
- Eingreifraum
- 9
- Verbinderelement
- 9a
- plattenförmiger Abschnitt
- 9b
- Versteifungsabschnitt
- 10
- Klemmnasen
- 10a
- Winkel
- 11
- Abragender Abschnitt
- 12
- Rückwandaufnahmenut
- 13
- Wandhalterungselement
- 14
- Ausnehmung
- 15a
- Positionierhilfselement
- 15b
- Ausrichtungsnase
- 16
- Fixieröffnung
- 17
- Durchgangsöffnung
- 18
- Befestigungsmittel
- 19
- Öffnung
- 20
- Verbindungsseite
- 21
- Nasenverdickung
- 22
- Verdickungssteg
- 23
- Wandbefestigungselement
- 24
- Wand
- 25
- Grenzebene
- b
- Breite des Umlaufspaltes
- d
- Dicke der Abstandelemente
- x
- Abstand
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202009012324 U1 [0003]
- DE 102004002394 A1 [0004]
- CH 699563 A1 [0005]
- DE 102012020327 A1 [0006]