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Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdeckvorrichtung für einen in einer Gebäudedecke zu verfüllenden, insbesondere zu vergießenden, Durchbruch, wobei der Durchbruch zum Hindurchführen von einer oder mehreren Installationsleitungen vorgesehen ist, mit einem Flächengebilde, welches dazu eingerichtet ist, den Durchbruch abzudecken. Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zum Abdecken eines Durchbruchs in einer Gebäudedecke, wobei der Durchbruch zum Hindurchführen einer oder mehrerer Installationsleitungen eingerichtet ist.
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Abdeckvorrichtungen der vorbezeichneten Gattung werden im Stand der Technik verwendet, um einen Durchbruch in einer Gebäudedecke abzudecken, durch den eine oder mehrere Installationsleitungen zwischen zwei Geschossen eines Gebäudes hindurchgeführt werden. Ein solcher Durchbruch ist nach dem Installieren der Leitungen üblicherweise aus Gründen des Brand- oder Schallschutzes wieder zu verschließen. Zum Abdecken des bereits mit den Installationsleitungen versehenen Durchbruchs werden häufig Baustoffe oder Bauhilfsstoffe als den Durchbruch abdeckende Flächengebilde verwendet, beispielsweise Reste von Holzverkleidungen oder Gipskartonplatten. Diese werden im Bereich des Durchbruchs von unten gegen die Gebäudedecke gesetzt und mit geeigneten Hilfsmitteln, wie Stützen oder Balken, behelfsmäßig abgestützt. Etwaige Fehlstellen werden beispielsweise mit PU-Schaum oder Stopfmaterialien, wie lose Mineralwolle, ausgefüllt. Anschließend wird der Durchbruch mit einer Vergussmasse verfüllt, insbesondere einem Betonwerkstoff ausgegossen, die dann im Durchbruch aushärtet.
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Die mittels der bekannten Abdeckvorrichtungen erzeugten Schalungen sind nach dem Verfüllen des Durchbruches oft schwierig zu entfernen, insbesondere dann, wenn diese als flächiges Bauteil eingebracht werden. Ein solch flächiges Bauteil muss dann oft unter beengten Platzverhältnissen in mehrere Teile unterteilt werden, um diese entfernen zu können. Nach dem Entfernen der Abdeckvorrichtungen, was aufgrund des oft verwendeten PU-Schaums mit hohem Kraftaufwand erfolgen muss, verbleiben an der Unterseite des ausgefüllten Bereiches oft Fehl- oder Lunkerstellen in der Vergussmasse, die eine Nacharbeit notwendig machen, um eine ausreichende Abdichtung zwischen den Geschossen des Gebäudes zu gewährleisten. Zudem können solche Abdeckungen nicht einfach unterhalb des vergossenen Durchbruchs verbleiben, da diese eine Isolationswirkung auf eine möglicherweise im Deckenbereich angeordnete Brandschutzvorrichtung hätten, welche um ein den Deckenbereich durchdringendes Rohr herumgelegt ist. Im Brandfall könnte die am Rohr angeordnete Brandschutzvorrichtung zu spät ausgelöst werden und ihre bestimmungsgemäße Funktion nicht oder nur unzureichend erfüllen.
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In
DE 20 2005 016 350 U1 ist beispielsweise eine Schalung für das Vergießen eines Deckendurchbruchs gezeigt, welche vor dem Installieren der durch den Durchbruch hindurchzuführenden Leitungen montiert wird und einen innerhalb des Durchbruchs zu installierenden Rahmen, eine zwischen dem Rahmen gespannte Tragvorrichtung und ein durch den Rahmen und die Tragvorrichtung gestütztes Dichtungselement aufweist. Mit der bekannten Schalung ist zwar eine zufriedenstellende Abdichtung im Bereich des Durchbruchs erzielt, jedoch gestaltet sich die Montage aufgrund der Vielteiligkeit der bekannten Schalung recht aufwendig.
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Der vorliegenden Erfindung lag somit die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckvorrichtung für einen in einer Gebäudedecke zu vergießenden Durchbruch sowie ein Verfahren zum Abdecken eines Durchbruchs in einer Gebäudedecke aufzuzeigen, welche jeweils die vorstehend angeführten Nachteile weitestgehend überwinden. Insbesondere lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckvorrichtung und ein Verfahren anzugeben, die ein sicheres Abdichten im Bereich des Durchbruchs ermöglichen und dabei möglichst einfach und ohne großen Aufwand im Bereich des Durchbruchs der Gebäudedecke montiert werden können.
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Die Erfindung löst die ihr zugrundeliegende Aufgabe bei einer Abdeckvorrichtung für einen in einer Gebäudedecke zu vergießenden Durchbruch mit den Merkmalen nach Anspruch 1. Gemäß der Erfindung sind an der Abdeckvorrichtung mindestens eine Montageleiste, welche dazu eingerichtet ist, das Flächengebilde entlang einer ersten Seite des Durchbruchs an der Gebäudedecke oder einer Gebäudewand zu fixieren, und wenigstens ein Spannelement vorgesehen, welches dazu eingerichtet ist, das Flächengebilde entlang einer zweiten Seite des Durchbruchs an der Gebäudedecke zu fixieren, wobei das Spannelement eine Spanneinrichtung aufweist, die dazu eingerichtet ist, eine das Flächengebilde in seiner Ebene straffende Vorspannkraft zu erzeugen.
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Gemäß der Erfindung besteht die Abdeckvorrichtung für den in einer Gebäudedecke zu verschließenden, insbesondere zu vergießenden, Durchbruch aus im Wesentlichen drei Bauelementen, nämlich der Montageleiste, dem Spannelement, einschließlich seiner Spanneinrichtung, und dem sich zwischen Montageleiste und Spannelement aufspannenden Flächengebilde. Damit weist die erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung eine verringerte Anzahl an Einzelteilen auf, die zur Ausgestaltung der fertigen Abdeckvorrichtung miteinander montiert werden müssen. Montageleiste und Spannelement sind relativ zueinander beweglich, so dass deren Abstand zueinander in Abhängigkeit der Größe des Durchbruchs individuell angepasst werden kann. Die erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung wird nicht innerhalb des Durchbruchs, sondern vor den Durchbruch an der Unterseite der Gebäudedecke montiert. Das Flächengebilde steht vorzugsweise an den Seiten des Durchbruchs über, was die Montage der Abdeckvorrichtung insgesamt vereinfacht. Ferner wird mithilfe der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung eine ausreichend hohe Vorspannkraft auf das Flächengebilde in seiner Ebene aufgebracht, die einem Durchhängen des Flächengebildes beim Vergießen des Durchbruchs entgegenwirkt. In einer Ausführung der Erfindung wird das Flächengebilde mittels der Spanneinrichtung gegenüber dem befestigten Spannelement bewegt und so das Flächengebilde in der Ebene gestrafft. Bei gängigen Breiten eines Durchbruchs von beispielsweise 200 bis 400 mm genügt es, wenn das Flächengebilde nur an zwei Seiten entlang des Durchbruchs, insbesondere dessen Längsseiten, befestigt wird. Die erfindungsgemäße Abdeckvorrichtung wird bevorzugt vor dem Installieren der durch den Durchbruch hindurchzuführenden Leitungen montiert.
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In einer möglichen Ausführungsform der Erfindung, bei der ein etwa rechteckiger Durchbruch mittels der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung verschlossen werden soll, können die nicht mithilfe der Montageleiste oder dem Spannelement an einer Gebäudewand oder Gebäudedecke fixierten Seiten des Flächengebildes benachbart zum Durchbruch mittels eines selbstklebenden Dichtstreifens an der Unterseite der Decke festgelegt werden.
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Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Abdeckvorrichtung ist die Spanneinrichtung eine Spannbefestigungseinrichtung und dazu eingerichtet, mit Befestigen des Spannelements an der Gebäudedecke die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft zu erzeugen, wobei vorzugsweise das Spannelement relativ zu der Montageleiste beweglich ist und die Vorspannkraft mittels einer Verstellbewegung des Spannelements in der Ebene des Flächengebildes in Richtung weg von der Montageleiste erzeugt wird. Diese Ausführung sieht vor, in der das Spannelement vorzugsweise relativ zu der Montageleiste beweglich ist, dass beim Befestigen des Spannelements sich dessen Abstand zur Montageleiste vergrößert und so die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft erzeugt wird. In einer alternativen Ausführung der Erfindung ist das Flächengebilde am Spannelement derart geführt, dass nach dem Befestigen des Spannelements an der Gebäudedecke durch das Betätigen der Spanneinrichtung gezielt eine Relativbewegung des Flächengebildes zum Spannelement und somit die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft bewirkt ist. Dabei ist das Spannelement selbst nicht relativ beweglich zur Montageleiste ausgebildet, womit gemeint ist, dass der Abstand des Spannelements zur Montageleiste beim Spannen des Flächengebildes nahezu unverändert bleibt.
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Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Montageleiste als ein zum Flächengebilde separates Bauteil ausgebildet oder fest mit dem Flächengebilde verbunden ist und/oder das Spannelement als Spannleiste ausgebildet ist. Bei Durchbrüchen, welche eine Rechteckform aufweisen, vereinfacht eine vorzugsweise entlang einer Seitenkante des Flächengebildes fest mit dem Flächengebilde verbundene Montageleiste das Montieren der Abdeckvorrichtung im Bereich der an den Durchbruch angrenzenden Gebäudewand oder -decke weiter. Hingegen ermöglicht die separate Ausgestaltung der Montageleiste zum Flächengebilde eine flexible und damit individuelle Montage der Montageleiste an einem beliebigen Flächenbereich des Flächengebildes. Das Flächengebilde selbst kann eine im Wesentlichen rechteckige Grundform haben, wohingegen der mit dem Flächengebilde abzudeckende Durchbruch im Eckbereich eines Gebäudes die Form eines Dreiecks aufweist. Das Flächengebilde kann bestenfalls materialsparend verwendet und die Montageleiste je nach Belieben mit einem entsprechenden Flächenbereich des Flächengebildes in Kontakt gebracht werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Spannelement als Spannleiste ausgeführt, welche vorzugsweise entlang einer Längsseite des Durchbruches montiert wird und eine Länge aufweist, welch etwa der Länge des Flächengebildes entspricht.
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Vorzugsweise weist die Montageleiste mehrere Durchbrüche als Aufnahmen für Befestigungsmittel auf, welche eingerichtet sind, die Montageleiste an der Gebäudewand oder Gebäudedecke zu befestigen. Das Vorsehen von vorkonfektionierten Durchbrüchen an der Montageleiste, welche in vordefinierten Abständen an der Montageleiste ausgebildet sind, vereinfacht die Handhabung der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung während ihrer Montage auf der Baustelle weiter. Damit ist die Handhabung und Montage der Abdeckvorrichtung durch nur eine Person an einem Durchbruch möglich. Vorzugsweise sind die Durchbrüche an der Montageleiste als Durchgangslöcher für insbesondere als Befestigungsschrauben, Schraubanker oder dergleichen ausgebildete Befestigungsmittel ausgeführt.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung weist das Spannelement ein Winkelprofil und als Spannbefestigungseinrichtung wenigstens einen sich abschnittsweise am Winkelprofil abstützenden Spannblock auf, der mit einem das Spannelement an der Gebäudedecke befestigenden Befestigungsmittel zum Erzeugen der Verstellbewegung zusammenwirkt. Mit Vorsehen eines Winkelprofils als Teil des Spannelements und eines sich insbesondere an der Innenseite des Winkelprofils abstützenden Spannblocks als Spannbefestigungseinrichtung ist eine strukturell einfache Möglichkeit zum Erzeugen der das Flächengebilde straffenden Vorspannkraft geschaffen. Allein durch das Befestigen des Spannelements, insbesondere des Spannblocks an der Gebäudedecke, ist die Verstellbewegung des Spannblocks und des gesamten Spannelements in der Ebene des Flächengebildes weg von der Montageleiste bewirkt. Das durch den Spannblock bewegte Spannelement, insbesondere ausgebildet als Spannleiste, wirkt bevorzugt direkt auf das damit zumindest in Kontakt stehende Flächengebilde und strafft dieses. Das Flächengebilde verläuft vorzugsweise zwischen der Unterseite der Gebäudedecke und dem daran befestigten Winkelprofil des Spannelements. Aus der sich durch das Bewegen des Spannelements ergebenden Abstandsvergrößerung zur Montageleiste resultiert die auf das Flächengebilde wirkende und das Flächengebilde straffende Vorspannkraft.
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In einer möglichen Ausgestaltung wirkt zwischen dem Winkelprofil auf mindestens einer der mit dem Flächengebilde in Anlage bringbaren Kontaktflächen eine Reibschlussverbindung. Alternativ kann zwischen einer der Kontaktflächen am Spannelement und dem Flächengebilde ein Stoffschlussverbindung ausgebildet sein oder diese eine Vielzahl daran vorstehender Formschlusselemente in Form von Hakenteilen aufweisen. Die Hakenteile greifen zumindest in die der Kontaktfläche des Winkelprofils zugewandten Oberfläche des Flächengebildes ein und übertragen die an dem Spannelement erzeugte Verstellbewegung auf das Flächengebilde.
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Eine Weiterbildung der Abdeckvorrichtung sieht vor, dass das Winkelprofil einen Anlageschenkel zum Aufsetzen auf das Flächengebilde und einen Abstützschenkel zum Aufnehmen der durch den Spannblock erzeugten Verstellbewegung aufweist. Mit zwei vorzugsweise etwa senkrecht zueinander verlaufenden Schenkeln ist eine konstruktiv einfache Möglichkeit geschaffen, einerseits sicher in Anlage mit dem Flächengebilde zu stehen und andererseits die vom Spannblock erzeugte Verstellbewegung aufnehmen zu können. In einer möglichen Ausgestaltung können der Anlageschenkel und der Abstützschenkel gleich lang sein oder unterschiedlich lange Schenkellängen aufweisen. Bei unterschiedlich lang ausgebildeten Schenkeln ist der Anlageschenkel vorzugsweise länger als der Abstützschenkel. In einer bevorzugten Ausgestaltung verlaufen der Abstützschenkel und der Anlageschenkel in einem Winkel geringfügig kleiner 90°, insbesondere in einem Bereich zwischen 85° und 89°. Mit Vorsehen eines spitzen Winkels zwischen den Schenkeln ist mit dem Erzeugen der Verstellbewegung in Richtung weg von der Montageleiste durch den schräg verlaufenden Abstützwinkel eine erhöhte Anpresskraft auf das Spannelement in Richtung der Gebäudedecke bewirkt.
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Vorzugsweise wird das Flächengebilde im montierten Zustand der Abdeckvorrichtung wenigstens abschnittsweise am Spannelement gehalten. In einer bevorzugten Ausgestaltung wird das Flächengebilde mit Flächen des Spannelements stoffschlüssig verbunden, sodass die von der Spannbefestigungseinrichtung an das Spannelement weitergegebene Verstellbewegung sicher auf das Flächengebilde übertragen und daran die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft erzielt werden kann. Das Flächengebilde kann z.B. am Winkelprofil des Spannelements, an vorzugsweise dessen Abstützschenkel, vormontiert werden. In einer möglichen weiteren Ausgestaltung wird das Flächengebilde, nachdem das Spannelement mit dem Flächengebilde in Kontakt gebracht wird, statt stoffschlüssig mit dem Spannelement, vorzugsweise nur klemmend zwischen der Winkelschiene und dem Spannblock am Spannelement befestigt. Das Flächengebilde kann beispielsweise auch mit geeigneten Befestigungsmitteln an der Außenseite des Abstützschenkels des Winkelprofils in vorbestimmten Abständen entlang des Abstützschenkels vormontiert werden.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung wird das Flächengebilde an dem Spannelement gehalten, indem das Flächengebilde zwischen dem Winkelprofil und dem innenseitig mit dem Winkelprofil in Anlage stehenden Spannblock geklemmt wird. Mithilfe der zwischen Spannblock und Innenseite des Winkelprofils erzeugten Klemmwirkung ist beim Befestigen des Spannelements eine einfach herzustellende selbsthemmende Verbindung zwischen Flächengebilde und dem Spannelement bewirkt, die ohne zusätzliche weitere Komponenten erzielt werden kann. Damit ist die Komplexität der erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung weiter verringert.
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Der als Spannbefestigungseinrichtung an dem Spannelement verwendete Spannblock weist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung eine mit dem Anlageschenkel in Kontakt bringbare Anlagefläche, eine mit dem Abstützschenkel zusammenwirkende Abstützfläche und eine oder mehrere Abgleitflächen zum Abgleiten an einem/mehreren das Spannelement mit der Gebäudedecke verbindenden Befestigungsmittel auf. Der Spannblock kann beispielsweise als ein einteiliger Leistenkörper ausgebildet sein, der eine ebene Anlagefläche und eine dazu senkrecht oder in einem Winkel bevorzugt geringfügig kleiner 90° zur Anlagefläche verlaufende, ebene Abstützfläche hat. In einer möglichen Ausgestaltung ist der Winkel zwischen der Anlagefläche und der Abstützfläche am Spannblock geringfügig größer als der Winkel zwischen dem Anlageschenkel und dem Abstützschenkel des Winkelprofils. Damit ist die Klemmwirkung des Flächengebildes zwischen Spannblock und der Spannleiste als Spannelement verbessert. In einer möglichen Ausgestaltung wird ein einziger Spannblock verwendet, der etwa die Länge des Winkelprofils hat. Der eine Spannblock weist mehrere zueinander beabstandete Abgleitflächen oder eine durchgehende Abgleitfläche auf. Mit Anziehen der Befestigungsmittel und dem damit verbundenen Befestigen des Spannelements an der Gebäudedecke gleitet der Spannblock mit seiner Abgleitfläche entlang eines Abschnitts des Befestigungsmittels ab. In einer Ausgestaltung, in derdie Befestigungsmittel als Befestigungsschrauben ausgebildet sind, gleitet die Abgleitfläche des Spannblocks an den Schraubenköpfen ab. Anstelle von Befestigungsschrauben können auch Verankerungsbolzen verwendet werden, wobei das Abgleiten der Keilflächen dann an den entlang der Bolzen zu verstellenden Gewindemuttern erfolgt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Abdeckvorrichtung sind, anstelle eines einzigen Spannblocks, entlang der Winkelschiene mehrere im Abstand zueinander positionierbare Spannblöcke mit mindestens je einer Abgleitfläche, vorzugsweise zum Abgleiten an einem Kopf des Befestigungsmittels während des Anziehens der Befestigungsmittel, vorgesehen. Die Abgleitfläche an dem Spannblock oder den mehreren Spannblöcken verläuft zur Anlagefläche und der Abstützfläche bevorzugt in einem Winkel von kleiner 90°. Vorzugsweise weist der Spannblock, bezogen auf seinen Querschnitt in Längsrichtung des Spannelements, eine etwa dreieckige Querschnittsform auf.
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Vorzugsweise weist das Winkelprofil an seinem Anlageschenkel eine oder mehrere schlitzförmige Ausnehmungen und/oder der Spannblock eine oder mehrere sich von der Keilfläche bis zur Anlagefläche erstreckende schlitzförmige Ausnehmungen für die das Spannelement an der Gebäudedecke befestigenden Befestigungsmittel auf.
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Mithilfe der schlitzförmigen Ausnehmungen am Winkelprofil und dem Spannblock, ist beim Befestigen des Spannelements an der Gebäudedecke die Relativbewegung von Spannblock und Winkelprofil (und damit dem gesamten Spannelement) zu den Befestigungsmitteln des Spannelements möglich. Zudem bilden die schlitzförmigen Ausnehmungen am Winkelprofil und dem Spannblock oder den Spannblöcken seitliche Führungen bei der aus dem Anziehen der Befestigungsmittel resultierenden Verstellbewegung für das vorzugsweise relativ zur Montageleiste bewegliche Spannelement aus.
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Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Spannelement wenigstens eine Arretierleiste zum Befestigen des Spannelements an der Gebäudedecke und als Spanneinrichtung eine mit dem Flächengebilde verbundene und beweglich mit der Arretierleiste gekoppelte Spannleiste aufweist, wobei die Spannleiste dazu eingerichtet ist, mittels einer Verstellbewegung der Spannleiste relativ zur Arretierleiste die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft zu erzeugen. Mit dieser Ausführung des Spannelements ist das Fixieren des zweiten Abschnitts des Flächengebildes weiter vereinfacht. Bevorzugt wird die Arretierleiste des Spannelements unabhängig vom Flächengebilde oder der Montageleiste in einem vorbestimmten Abschnitt zum Durchbruch in der Gebäudedecke oder zur bereits montierten Montageleiste an der Gebäudedecke befestigt. Anschließend kann die am zweiten Abschnitt des Flächengebildes vorzugsweise vormontierte Spannleiste mit der Arretierleiste gekoppelt werden. Durch eine gezielte Verstellbewegung der Spannleiste zu der an der Gebäudedecke fixierten Arretierleiste kann dann die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft erzeugt werden.
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Vorzugsweise weisen die Arretierleiste und die Spannleiste jeweils ein Winkelprofil auf, welche mittels eines oder mehrerer Verbindungsmittel untereinander verbunden und im Abstand zueinander veränderlich sind. Mit der Ausgestaltung der Leisten des Spannelements als Winkelprofil ist eine einfache Möglichkeit zur Kraftübertragung zwischen der Arretierleiste und der Spannleiste geschaffen. Zudem weisen die Winkelprofile die notwendige Festigkeit für eine sichere Übertragung der mittels des Spannelements zu erzeugenden Vorspannkraft auf das mit der Spannleiste verbundene Flächengebilde auf. Mittels der ein oder mehreren die Spann- und Arretierleiste miteinander koppelnden Verbindungsmittel, welche als Schraubverbindung ausgeführt sein können, ist eine einfache Koppelung der das Spannelement ausbildenden Bestandteile und eine leicht und individuell umsetzbare Verstellbewegung durch eine simple Abstandsänderung zwischen der Arretierleiste und der Spannleiste möglich.
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Eine Weiterbildung der Abdeckvorrichtung sieht vor, dass das Winkelprofil der Arretierleiste einen Anlageschenkel zum Aufsetzen auf die Gebäudedecke und das Winkelprofil der Spannleiste einen Anlageschenkel zum Verbinden mit dem Flächengebilde aufweisen. Mittels des Anlageschenkels an der Arretierleiste ist ein kippsicheres Aufstellen der Arretierleiste auf und Verbinden mit der Gebäudedecke bewirkt. Speziell beim Spannen des Flächengebildes können auf die Arretierleiste wirkende Kräfte sicher über den Anlageschenkel und die mit dem Anlageschenkel zusammenwirkenden Befestigungsmittel in die Gebäudedecke übertragen werden. Der Anlageschenkel der Spannleiste dient zum großflächigen Einleiten der vom Spannelement erzeugten Spannkraft in den zweiten Abschnitt des Flächengebildes, der vorzugsweise gegenüberliegend zu dem die Montageleiste aufweisenden, ersten Abschnitt des Flächengebildes angeordnet ist. Der Anlageschenkel der Spannleiste ist in einer bevorzugten Ausgestaltung stoffschlüssig mit dem Flächengebilde verbunden. Vorzugsweise weist der Anlageschenkel eine Länge auf, welche der Länge des Flächengebildes im zweiten Abschnitt entspricht.
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Gemäß einer Weiterbildung der Abdeckvorrichtung weist der Anlageschenkel der Arretierleiste ein oder mehrere Ausnehmungen für mindestens ein das Spannelement an der Gebäudedecke befestigendes Befestigungsmittel auf. Die Ausnehmungen an dem Anlageschenkel der Arretierleiste sind vorzugsweise vorkonfektioniert und in vorbestimmten Abständen entlang der Arretierleiste ausgebildet. Damit ist die Handhabung der Abdeckvorrichtung bei der Montage, bevorzugt des Spannelements, weitervereinfacht. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht insbesondere das Handhaben und Montieren einer solchen Abdeckvorrichtung durch nur eine Person im Bereich eines abzudeckenden Durchbruchs. Die Ausnehmungen an der Arretierleiste können als zylindrische Durchgangslöcher für insbesondere als Befestigungsschrauben, Schraubanker oder dergleichen ausgebildete Befestigungsmittel ausgeführt sein.
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Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Winkelprofile von Arretierleiste und Spannleiste einander zugewandte und vorzugsweise parallel zueinander verlaufende Stützschenkel aufweisen, an denen die Verbindungsmittel zum Koppeln und Erzeugen der Verstellbewegung von Arretierleiste und Spannleiste zueinander angreifen. Mithilfe der Stützschenkel, welche bevorzugt in einem Winkel von etwa 90° zu den Anlageschenkeln an jeweils der Arretier- und Spannleiste verlaufen, ist die einfache Kopplung zwischen der Arretierleiste und der Spannleiste möglich. Zudem kann mittels der an den Stützschenkeln angreifenden und die Leisten verbindenden Verbindungsmittel der Abstand zwischen der Arretierleiste und der Spannleiste vereinfacht und vorallem überdie Breite des Flächengebildes individuell eingestellt werden. Somit lassen sich Ungenauigkeiten bei der Montage ausgleichen. Mit Anziehen der Verbindungsmittel wird insbesondere die mit dem Flächengebilde verbundene Spannleiste in Richtung der fest mit der Gebäudedecke verbundenen Arretierleiste bewegt. Mit dem Bewegen der Spannleiste in Richtung des Arretierelements, also dem Verringern des Abstands zwischen der Arretierleiste und der Spannleiste, wird die auf das Flächengebilde wirkende und das Flächengebilde straffende Vorspannkraft vergrößert.
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Gemäß einer möglichen Ausgestaltung ist das Flächengebilde als faserverstärkte Folie oder Gewebe ausgebildet. Bevorzugt weist das Flächengebilde eine Fluiddichtigkeit auf oder ist jedenfalls dazu eingerichtet, eine flüssige Verfüllmasse soweit zurückzuhalten, dass jene ihre zugedachte Funktion erfüllen kann. Das Flächengebilde weist an sich eine flexible verformungsfähige Struktur (zum Beispiel, zum Aufrollen oder Umlegen um die Montageleiste bzw. das Spannelement) auf, wobei das Flächengebilde in der Ebene durch die Faserverstärkung bzw. gewebeartige Struktur in sich eine dehnungsarme Komponente ausbildet. Damit kann eine ausreichend hohe Vorspannkraft auf das Flächengebilde aufgebracht werden, ohne dass das Flächengebilde beim Verschließen des Durchbruchs z. B. mittels einer Vergussmasse dann nach unten übermäßig durchhängt. Darüber hinaus ermöglicht die Ausgestaltung des Flächengebildes aus einer faserverstärkten Folie bzw. einem Gewebe das einfache Einbringen von Öffnungen für die innerhalb des Durchbruchs zu installierenden Leitungen, ohne dass die Öffnungen ungewollt weiter aufreißen. Vorzugsweise können die Öffnungen mit einem einfachen Trennwerkzeug in das Flächengebilde eingebracht werden, sodass der Einsatz von Spezialwerkzeug nicht notwendig ist. Vorzugsweise genügt das Einbringen von zwei senkrecht zueinander verlaufenden Schnitten in das Flächengebilde, welche Abmessungen haben, die dem Durchmesser der das Flächengebilde durchdringenden Leitung entsprechen.
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In einer Weiterbildung der Abdeckvorrichtung wird mittels des Spannelements eine Vorspannkraft erzeugt, derart, dass der Durchhang am Flächengebilde nach dem Verfüllen des Durchbruchs kleiner 5 cm, besonders bevorzugt 3 cm oder weniger beträgt. Durch die auf das Flächengebilde wirkende Vorspannkraft kann das Durchhängen des selbigen nach dem Verfüllen des Durchbruchs auf ein Minimum reduziert werden. Damit ist insbesondere der Rückhalt des Verfüllmaterials im Durchbruch entlang der bevorzugt nicht befestigten Stirnseiten des Flächengebildes verbessert.
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Eine Weiterbildung der Abdeckvorrichtung sieht vor, dass das Flächengebilde aus einem Material ausgebildet ist, welches eine Zugfestigkeit von größer 50 N, bevorzugt größer 70 N, besonders bevorzugt größer 80 N und/oder einen Weiterreißwiderstand von größer 100 N/mm, bevorzugt 150 N/mm, besonders bevorzugt größer 250 N/mm hat. Die Dehnung des Flächengebildes liegt, ausgehend von seiner Ausgangslänge, unterhalb 35%, bevorzugt unterhalb 25%, besonders bevorzugt unterhalb 15%. Damit ist gewährleistet, dass beim Straffen des Flächengebildes eine ausreichend hohe Vorspannung erzeugt werden kann, ohne dass das Flächengebilde im Wesentlichen quer zu der auf das Flächengebilde wirkenden Vorspannkraft einreißt. Zudem ist durch den oberhalb der bevorzugt angegebenen Werte liegenden Weiterreißwiderstand am Flächengebilde bewirkt, dass trotz Einschneiden des Flächengebildes für die zu erzeugenden Öffnungen ein ungewolltes Weiteraufreißen des Flächengebildes in Schnittrichtung vermieden und dadurch auch nach dem Montieren der Installationsleitungen im Durchbruch die den Durchbruch verschließende Vergussmasse sicher innerhalb des Durchbruchs gehalten wird. Durch die insbesondere im Vergleich zu anderen Folien erhöhte Reißfestigkeit ist gleichzeitig eine sichere Abdichtwirkung erzielt. Vorzugsweise wird die Zugfestigkeit und die Dehnung des Flächengebildes nach DIN EN ISO 527-1: 2019-12 und dessen Weiterreißwiderstand nach DIN ISO 34-1: 2016-09 (Verfahren B) bestimmt.
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Die Erfindung betrifft in einem weiteren Aspekt ein Verfahren zum Abdecken eines zu vergießenden Durchbruchs in einer Gebäudedecke, welcher zum Hindurchführen einer oder mehrerer Installationsleitungen eingerichtet ist.
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Das erfindungsgemäße Verfahren löst auch die zur Abdeckvorrichtung zugrunde gelegte, eingangs beschriebene Aufgabe mit den Schritten: Bereitstellen einer Abdeckvorrichtung gemäß einer der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen; Befestigen eines ersten Abschnittes des Flächengebildes mittels der Montageleiste an einer Gebäudewand oder -decke entlang einer ersten Seite des Durchbruchs; Abdecken, vorzugsweise vollständiges Abdecken, des Durchbruchs mittels des an einem Abschnitt befestigten Flächengebildes, Befestigen eines zweiten Abschnittes des Flächengebildes mittels des Spannelements an der Gebäudedecke, entlang einer zweiten Seite des Durchbruchs, welche vorzugsweise der ersten Seite gegenüberliegt, und Spannen des Flächengebildes mittels der Spanneinrichtung und Erzeugen einer in der Ebene des Flächengebildes wirkenden, das Flächengebilde straffende Vorspannkraft. Mithilfe der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte kann ein für das Hindurchführen einer oder mehrerer Installationsleitungen vorgesehener Durchbruch in einer zwei Geschossebenen voneinander trennenden Gebäudedecke auf einfache Weise und ohne großen zusätzlichen Montageaufwand an der Unterseite der Gebäudedecke abgedeckt werden. Mit dem Anbringen der Abdeckvorrichtung an der Unterseite der Gebäudedecke, was vor dem Installieren der Leitungen im Durchbruch erfolgt, ist ein abdichtendes Verschließen des Durchbruchs nach erfolgter Installation der Leitungen mittels einer in den Durchbruch einzufüllenden Vergussmasse möglich. Auf eine aufwendige Nacharbeit von der Unterseite der Gebäudedecke kann verzichtet werden. Zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind geringe Rüstzeiten notwendig, wobei das Montieren der Abdeckvorrichtung von einer einzigen Person durchgeführt werden kann. Bei der Montage des Flächengebildes unter der Gebäudedecke kann in einer ersten Ausführung zuerst die Montageleiste und als zweites das Spannelement und in einer zweiten Ausführung zuerst das Spannelement und dann die Montageleiste an der Gebäudedecke befestigt werden. Das Spannen des Flächengebildes und das Erzeugen der Vorspannkraft erfolgt in einer möglichen Ausgestaltung des Verfahrens vorzugsweise in einem separaten Schritt, nachgeschaltet nach dem Befestigen des Spannelements, durch Betätigen der am Spannelement vorhanden Spanneinrichtung.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst das erfindungsgemäße Verfahren einen, mehrere oder sämtliche der nachfolgend aufgeführten Schritte: Spannen des Flächengebildes mit dem Befestigen des Spannelements, wobei die in der Ebene des Flächengebildes wirkende Vorspannkraft erzeugt wird, Verbinden des Flächengebildes mit dem Spannelement, vorzugsweise Klemmen zwischen dem Spannblock und dem Winkelprofil; Befestigen des Spannelements parallel oder in einem Winkel versetzt zur Montageleiste; Befestigen des Spannelements durch Anziehen von Befestigungsmitteln, wobei mit Anziehen der Befestigungsmittel eine Verstellbewegung des Spannelements in Richtung weg von der Montageleiste ausgeführt wird, wobei vorzugsweise deren mindestens eine Spannblock, an den Befestigungsmitteln abgleitet, Spannen des Flächengebildes durch Erzeugen einer Verstellbewegung zwischen einer an der Gebäudedecke befestigten Arretierleiste und einer mit dem Flächengebilde verbundenen Spannleiste des Spannelements, wobei die in der Ebene des Flächengebildes wirkende Vorspannkraft (Fv) erzeugt wird, Spannen des Flächengebildes durch Verringern des Abstandes zwischen einer Arretierleiste und einer beweglich mit der Arretierleiste gekoppelten Spannleiste, vorzugsweise durch Anziehen von die Arretierleiste mit der Spannleiste miteinander verbindende Verbindungsmittel; Befestigen des Spannelements durch Anziehen von Befestigungsmitteln, indem eine Arretierleiste benachbart zu dem zweiten Abschnitt des Flächengebildes direkt an der Gebäudedecke befestigt wird, Spannen des Flächengebildes mittels des Spannelements und Erzeugen einer Vorspannkraft am Flächengebilde, derart, dass der Durchhang am Flächengebilde nach dem Verfüllen des Durchbruchs kleiner 5 cm, besonders bevorzugt 3 cm oder weniger beträgt, und partielles Trennen des Flächengebildes im Bereich der an dem Spannelement zu setzenden Befestigungsmittel. Mithilfe wenigstens eines der oben angeführten weiteren Verfahrensschritte ist das erfindungsgemäße Verfahren zum Abdecken eines zu vergießenden Durchbruchs weiter vereinfacht.
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Das erfindungsgemäße Verfahren kann mithilfe zweier sich geringfügig voneinander unterscheidender Konzepte verwirklicht werden. Beim ersten Funktionskonzept erfolgt das Straffen des Flächengebildes vorzugsweise durch das Befestigen des Spannelements. Beim Befestigen des Spannelements, was zusammen mit Abschnitten des Flächengebildes vorgenommen wird, die mit dem Spannelement gekoppelt wurden, wird das gesamte Spannelement relativ zur Montageleiste, insbesondere weg von der Montageleiste bewegt.
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Beim zweiten Funktionskonzept sind Teile des Spannelements, insbesondere die Spannleiste, fest mit einem Abschnitt des zu spannenden Flächengebildes verbunden und Teile des Spannelements werden an der Gebäudedecke fixiert. Nach dem Befestigen von insbesondere einer Arretierleiste des Spannelements an der Gebäudedecke werden die Spannleiste und Arretierleiste beweglich miteinander über Verbindungsmittel gekoppelt. Damit wird das bereits durch die Montageleiste auf einer Seite eines Durchbruchs befestigte Flächengebilde lose unterhalb des zu verfüllenden Durchbruchs montiert. Durch Anziehen der Verbindungsmittel wird die Spannleiste in Richtung der Arretierleiste bewegt und die benötigte Vorspannkraft am Flächengebilde erzeugt, welche genügt um den Füllstoff im Durchbruch zurückzuhalten.
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Die zur erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung beschriebenen, bevorzugten Ausführungsformen bzw. Weiterbildungen sind zugleich auch bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Abdecken eines zu vergießenden Durchbruchs. Hierin beschriebene bevorzugte Ausführungsformen bzw. Weiterbildungen des Verfahrens, welche sich auf die Abdeckvorrichtung beziehen, sind zugleich bevorzugte Ausführungsformen der Abdeckvorrichtung.
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Die Erfindung betrifft in einem weiteren Aspekt ebenfalls die Verwendung eines Materials, welches eine Zugfestigkeit von größer 50 N, bevorzugt größer 70 N, besonders bevorzugt größer 80 N und/oder einen Weiterreißwiderstand von größer 100 N/mm, bevorzugt 150 N/mm, besonders bevorzugt größer 250 N/mm hat, als Flächengebilde zum Abdecken eines in einer Gebäudedecke zu vergießenden Durchbruchs, welcher zum Hindurchführen von einer oder mehreren Installationsleitungen eingerichtet ist. In noch einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung die Verwendung einer Abdeckvorrichtung nach einer der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen zum Abdecken eines in einer Gebäudedecke zu vergießenden Durchbruchs, welcher zum Hindurchführen von einer oder mehreren Installationsleitungen eingerichtet ist.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand möglicher Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher beschrieben. Hierbei zeigen:
- 1: eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung;
- 2: eine perspektivische Ansicht eines Flächengebildes nach 1;
- 3: eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Montageleiste nach 1:
- 4: eine perspektivische Ansicht eines Spannelements nach 1;
- 5: eine perspektivische Ansicht einer möglichen Einbausituation der Abdeckvorrichtung nach 1, beidseitig an Decke montiert;
- 6: eine perspektivische Ansicht einer weiteren möglichen Einbausituation der Abdeckvorrichtung nach 1, Montage an Decke und Wand;
- 7: eine perspektivische Ansicht einer weiteren Einbausituation der Abdeckvorrichtung nach 1;
- 8a und 8b: Teilansichten der Abdeckvorrichtung nach 1 im Schnitt, welche deren Spannfunktion verdeutlichen;
- 9: eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Abdeckvorrichtung;
- 10: eine perspektivische Ansicht eines mit einer Montageleiste und einer Spannleiste ausgerüsteten Flächengebildes nach 9, und
- 11a und 11b: Teilansichten der Abdeckvorrichtung nach 9 im Schnitt, welche deren Spannfunktion verdeutlichen.
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In 1 ist eine Abdeckvorrichtung 1 für einen in einer Gebäudedecke 100 zu vergießenden Durchbruch 102 (5) gezeigt, wobei der Durchbruch 102 zum Hindurchführen einer oder mehrerer nicht näher dargestellter Installationsleitungen vorgesehen ist. Die Abdeckvorrichtung 1 umfasst ein Flächengebilde 2, welches dazu eingerichtet ist, den Durchbruch 102 abzudecken. Ferner umfasst die Abdeckvorrichtung 1 in der gezeigten Ausführungsform eine Montageleiste 4, welche verwendet wird, um das Flächengebilde 2 entlang einer ersten Seite 104 des Durchbruchs 102 an der Gebäudedecke 100 zu befestigen. Die Montageleiste 4 verläuft dabei etwa parallel zu einer der Seitenkanten 6 des eine etwa rechteckige Form aufweisenden Flächengebildes 2.
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Die Abdeckvorrichtung 1 umfasst ferner ein relativ zur Montageleiste 4 bewegliches Spannelement 8, das dazu eingerichtet ist, das Flächengebilde 2 entlang einer zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 an der Gebäudedecke 100 (5) zu fixieren. Das Spannelement 8 umfasst eine Spannbefestigungseinrichtung 10, mittels derer das Spannelement 8 an der Gebäudedecke 100 befestigt wird und zudem eine das Flächengebilde 2 in seiner Ebene straffende Vorspannkraft Fv, angedeutet durch den Pfeil in 1, aufgebracht wird.
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Die Montageleiste 4 ist in der vorliegend gezeigten Ausführung als ein zum Flächengebilde 2 separat ausgebildetes Bauteil ausgeführt. Zwischen der Montageleiste 4 und dem Flächengebilde 2 besteht keine dauerhaft feste Verbindung. In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung können die Montageleiste 4 und das Flächengebilde 2 einteilig ausgebildet oder über entsprechende Verbindungsmittel fest miteinander verbunden sein.
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Die Montageleiste 4 weist mehrere Durchbrüche 12 als Aufnahmen für Befestigungsmittel 14 auf, wobei mittels der Befestigungsmittel 14 die Montageleiste 4 an der Gebäudedecke 100 oder Gebäudewand 108 befestigt wird. Die Montageleiste 4 und der über die Montageleiste an der Gebäudedecke 100 oder Gebäudewand 108 befestigte Abschnitt des Flächengebildes 2 sind unbeweglich mit der Gebäudedecke oder Gebäudewand verbunden.
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In der in 1 vorliegend gezeigten Ausgestaltung ist die Spannbefestigungseinrichtung 10 des Spannelements 8 dazu eingerichtet, mit Befestigen des Spannelements 8 mittels Befestigungsmitteln 14' eine Verstellbewegung des Spannelements 8 in der Ebene des Flächengebildes zu erzeugen, welche in Richtung weg von der Montageleiste 4 gerichtet ist. Vorliegend wird mit dem Befestigen des Spannelements 8 über die Spannbefestigungseinrichtung 10 der Abstand zwischen der Montageleiste 4 und dem Spannelement 8 vergrößert.
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In 2 ist das verwendete Flächengebilde 2 abgebildet, welches eine faserverstärkte Folie oder Gewebe sein kann, welches vorzugsweise fluiddicht ausgeführt ist. Das verwendete Flächengebilde ist dabei aus einem Material ausgebildet, welches eine vorbestimmte Einreißfestigkeit bzw. einen Weiterreißwiderstand hat. Damit ist insbesondere beim Verschließen des Durchbruchs 102 in der Gebäudedecke 100, was mithilfe einer Verfüllmasse, insbesondere schütt- oder fließfähigen Vergussmasse, wie einem Betonwerkstoff, erfolgt, der ungewollte Aus- bzw. Durchtritt der Vergussmasse durch das oder neben dem Flächengebilde oder im Bereich der für das Hindurchführen der Installationsleitungen erzeugten Öffnungen vermieden.
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In 3 ist ein Abschnitt der Montageleiste 4 gezeigt, welche in der einfachsten Ausgestaltung als Flachprofil ausgebildet ist, das je nach benötigter Größe der Abdeckvorrichtung, die in Abhängigkeit von dem abzudeckenden Durchbruch variieren kann, von einem Profilstrang abgelängt werden kann. Die Montageleiste 4 weist entlang ihrer Erstreckung in vorbestimmten Abständen entsprechende Durchbrüche 12 auf, welche in der vorliegenden Ausführung als Bohrlöcher ausgeführt sind.
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In 4 ist eine Detailansicht des Spannelements 8 gezeigt, welches ein Winkelprofil 16 und als Spannbefestigungseinrichtung 10 einen oder mehrere sich abschnittsweise an der Innenseite des Winkelprofils 16 abstützende Spannblöcke 18 aufweist (einer gezeigt). Der Spannblock 18 ist dazu eingerichtet, mit Befestigen des Spannelements 8 durch ein mit dem Spannblock 18 zusammenwirkendes Befestigungsmittel 14' eine Verstellbewegung des bevorzugt als Spannleiste ausgebildeten Spannelements 8 in der Ebene des Flächengebildes auszuführen und damit die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft zu erzeugen.
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Das Winkelprofil 16 umfasst einen Anlageschenkel 20 zum Aufsetzen auf das Flächengebilde 2 und einen Abstützschenkel 22 zum Aufnehmen der durch den Spannblock 18 erzeugten Verstellbewegung. Der Spannblock 18 hat eine mit dem Anlageschenkel 20 in Kontakt bringbare Anlagefläche 24, eine mit dem Abstützschenkel 22 zusammenwirkende Abstützfläche 26 und eine Abgleitfläche 28 zum Abgleiten an dem das Spannelement 8 mit der Gebäudedecke 100 verbindenden Befestigungsmittel 14'.
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Anstelle mehrerer Spannblöcke 8 kann auch ein einziger Spannblock verwendet werden, der eine Länge aufweist, die im Wesentlichen der Länge des das Spannelement definierenden Winkelprofils entspricht. Ein einziger Spannblock kann dann mehrere im Abstand zueinander angeordnete Abgleitflächen 28 zum Abgleiten an den Befestigungsmitteln 14' aufweisen. Um die Verstellbewegung des Spannelements 8, insbesondere des Winkelprofils 16 und der Spannblöcke 18, zu ermöglichen, weist das Winkelprofil 16 an seinem Anlageschenkel 20 ein oder mehrere schlitzförmige Ausnehmungen 30 (8a) und die Spannblöcke 18 jeweils eine sich von der Keilfläche 28 bis zur Anlagefläche 24 erstreckende schlitzförmige Ausnehmung 30' auf, durch die sich das Befestigungsmittel 14' zumindest abschnittsweise erstreckt. Mit Anziehen des Befestigungsmittels 14`, welches vorliegend als Senkkopfschraube ausgebildet ist, gleitet die Abgleitfläche 28 entlang des Schraubenkopfs 32 ab, so dass sich das Spannelement 8 insgesamt entlang der Ausnehmungen 30, 30 ` verschiebt.
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5 zeigt eine Einbausituation der Abdeckvorrichtung 1, mittels derer ein Durchbruch 102 (gestrichelt dargestellt) in der Gebäudedecke 100 abgedeckt wird. Das Flächengebilde 2 deckt den Durchbruch 102 in der Gebäudedecke 100 vollständig ab. In der vorliegenden Ausführung ist der Durchbruch derart in der Gebäudedecke 100 ausgebildet, dass das Flächengebilde 2 entlang der ersten Seite 104 des Durchbruchs 102 mittels der Montageleiste 4 an der Gebäudedecke 100 fixiert wird. Die Montageleiste 4 ist über die schematisch dargestellten Befestigungsmittel 14 an der Gebäudedecke 100 befestigt. Nachdem das Flächengebilde 2 über den Durchbruch 102 gelegt wurde, wird das Flächengebilde 2 dann mit dem Spannelement 8 entlang der zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 befestigt. In der vorliegenden Ausführungsform liegt die zweite Seite 106 des Durchbruchs 102 der ersten Seite 104 gegenüber. Mit Befestigen des Spannelements 8 über die schematisch angedeuteten Befestigungsmittel 14` wird an dem Flächengebilde 2 in der Ebene eine das Flächengebilde 2 straffende Vorspannkraft Fv erzeugt.
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Eine alternative nicht abgebildete Ausführung der Montage des Flächengebildes 2 am Durchbruch 102 sieht vor, dass das Flächengebilde 2 entlang der ersten Seite 104 des Durchbruchs 102 zuerst mittels des Spannelements 8 an der Gebäudedecke 100 fixiert wird. Das Spannelement 8 wird über die schematisch in 4 dargestellten Befestigungsmittel 14' an der Gebäudedecke 100 befestigt. Dann wird das Flächengebilde 2 über den Durchbruch 102 gelegt und die Montageleiste 4 in Kontakt mit dem Flächengebilde 2 gebracht. Anschließend werden das Flächengebilde 2 und die Montageleiste 4 entlang der zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 befestigt. Das Spannen des Flächengebildes 2 kann dann mittels der am Spannelement 8 vorgesehenen Spanneinrichtung (nicht näher gezeigt) nachträglich erfolgen.
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6 zeigt eine weitere mögliche Einbausituation der Abdeckvorrichtung 1, welche sich dahingehend unterscheidet, dass der Durchbruch bündig mit einer Gebäudewand 108 abschließt. Statt das Flächengebilde 2 mit der Montageleiste 4 an der Gebäudedecke 100 zu befestigen, wird das Flächengebilde 2 entlang der ersten Seite 104 des Durchbruchs 102 an der Gebäudewand 108 befestigt. Das Flächengebilde 2 weist somit zwei etwa in einem rechten Winkel zueinander verlaufende Abschnitte auf. Das noch unbefestigte gegenüberliegende Ende des Flächengebildes 2 wird dann über den Durchbruch 102 gelegt, sodass dieser wieder vollständig abgedeckt ist. Das noch unbefestigte Ende wird dann ähnlich wie in der vorher beschriebenen Einbausituation mittels des Spannelements 8 entlang der zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 an der Gebäudedecke 100 fixiert. Mit Anziehen der Befestigungsmittel 14` an dem Spannelement 8 wird wiederum eine das Flächengebilde in der Ebene straffende Vorspannkraft erzeugt. Nach dem Spannen des Flächengebildes können dann eine oder mehrere Installationsleitungen durch das den Durchbruch 102 abdeckende Flächengebilde 2 hindurchgeführt werden. Zum Erzeugen der für das Hindurchführen der Installationsleitung benötigten Öffnung im Flächengebilde 2 genügt es, wenn in das Flächengebilde 2 zwei senkrecht zueinander verlaufende Schnitte eingebracht werden, die eine Länge aufweisen, welche dem Durchmesser der einzuführenden Installationsleitung entspricht. Das Befestigen der Montageleiste 4 und des Spannelements 8 kann auch in umgekehrter Reihenfolge vorgenommen werden.
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7 zeigt eine weitere Einbausituation, wobei der Durchbruch 102 nunmehr in einem Eckbereich einer Gebäudedecke 100 als dreiseitiger Durchbruch ausgebildet ist. Das Flächengebilde 2 ist dann so vorkonfektioniert, dass es statt der üblichen vier Kanten nur noch drei Kanten aufweist und ähnlich einem Dreieck ausgeführt ist. Anstatt nur mit einer Montageleiste wird das Flächengebilde 2 mit zwei Montageleisten 4 an den dem Durchbruch 102 benachbarten Gebäudewänden 108, 110 nacheinander befestigt. Die dritte unbefestigte Seite wird über den Durchbruch 102 gelegt, sodass der Durchbruch 102 wieder vollständig abgedeckt ist. Der noch unbefestigte Abschnitt des Flächengebildes 2 wird dann mittels des Spannelements 8 an der Gebäudedecke 100 befestigt. Mit Befestigen des Spannelements 8 wird wiederum das Flächengebilde 2 in der Ebene vorgespannt. Das Spannelement 8 wird wie die Montageleisten 4 entsprechend den Längen der Seitenkanten des Durchbruchs 102 auf Länge vorkonfektioniert. Das Befestigen der Montageleiste 4 und des Spannelements 8 kann auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen.
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Die 8a und 8b verdeutlichen die Spannfunktion der Spannbefestigungseinrichtung 10 des Spannelements 8. In die Gebäudedecke 100 können entlang der zweiten Seite des Durchbruchs 102 einzubringende Bohrlöcher 112 beispielsweise mithilfe einer Bohrschablone erzeugt werden. Mittels der Bohrschablone werden der Abstand der Bohrlöcher zur zweiten Seite 106 des Durchbruchs wie auch die Abstände zwischen den jeweiligen Bohrlöchern definiert, sodass die vorgegebenen Durchbrüche in dem Spannelement 8, insbesondere deren Winkelprofil 16, zum Befestigen des Spannelements verwendet werden können.
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In 8a ist das Spannelement 8, ausgebildet als Spannleiste, entlang der zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 so vormontiert, dass das Flächengebilde 2 zwischen der Gebäudedecke und dem Winkelprofil 16 des Spannelements 8 verläuft. Um die das Flächengebilde straffende Vorspannkraft auf das Flächengebilde übertragen zu können, ist das Flächengebilde im montierten Zustand der Abdeckvorrichtung wenigstens abschnittsweise an dem Spannelement gehalten. In der vorliegend gezeigten Ausführung wird das Flächengebilde 2 zwischen dem Winkelprofil 16, insbesondere dessen Abstützschenkel 22, und dem Spannblock 18, insbesondere dessen Abstützfläche 26, geklemmt bzw. klemmend gehalten.
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Mit Anziehen des Befestigungsmittels 14`, wie 8b verdeutlicht, gleitet die Abgleitfläche 28 des Spannblockes 18 entlang des Schraubenkopfs 32 ab, wodurch das Spannelement 8, insbesondere dessen Winkelprofil 16 und deren Spannblock 18, mit ihren schlitzförmigen Ausnehmungen 30, 30' entlang des Befestigungsmittels 14' bewegt wird. Mit dem Anziehen des das Spannelement 8 haltenden Befestigungsmittels 14`wird der Abstand zwischen dem Spannelement 8 und der zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 vergrößert und somit das Flächengebilde 2 gespannt. Die mit dem Anziehen des Befestigungsmittels 14' verbundene Verstellbewegung ist jedoch nur möglich, da im Anlageschenkel 20 des Winkelprofils 16 schlitzförmige Ausnehmungen 30 und im Spannblock 18 eine von der Abgleitfläche 28 zur Anlagefläche 24 durchgehende schlitzförmige Ausnehmung 30' ausgebildet sind.
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Gleichzeitig mit der Verstellbewegung erhöht sich die auf das Flächengebilde 2 wirkende Vorspannkraft, wodurch dem Durchhängen des Flächengebildes 2 während des Verschließens des entsprechend mit Installationsleitungen versehenen Durchbruchs 102 entgegengewirkt ist. Damit ist ein abdichtender und sauberer Verschluss an der Unterseite der Gebäudedecke 100 erreicht. Aufgrund des weder brandbeeinflussenden noch isolierenden Charakters des Flächengebildes 2 kann die Abdeckvorrichtung 1 nach dem Verschließen des Durchbruchs 102 an Ort und Stelle verbleiben, ohne nachteiligen Einfluss auf etwaige an den im Durchbruch montierten Installationsleitungen angeordnete Brandschutzelemente zu haben.
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In 9 ist eine Abdeckvorrichtung 1' für einen in einer Gebäudedecke 100 zu vergießenden Durchbruch 102 (5) gezeigt, welcher zum Hindurchführen einer oder mehrerer nicht näher dargestellter Installationsleitungen vorgesehen ist. Die Abdeckvorrichtung 1' umfasst ein Flächengebilde 2', das von seiner Struktur und seiner Beschaffenheit ähnlich bzw. identisch zu dem Flächengebilde 2 ist, das zu der obigen ersten Ausführungsform der Abdeckvorrichtung 1 in den 1 bis 8b gezeigt ist.
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Die Abdeckvorrichtung 1' weist eine Montageleiste 4 auf, welche verwendet wird, um das Flächengebilde 2` beispielsweise entlang einer ersten Seite 104 des Durchbruchs 102 an der Gebäudedecke 100 (5) zu befestigen. Die Montageleiste 4 verläuft etwa parallel zu einer der Seitenkanten 6 des eine rechteckige Form aufweisenden Flächengebildes 2'.
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Die Abdeckvorrichtung 1' umfasst zusätzlich zur Montageleiste 4 ein Spannelement 8', das ähnlich wie das Spannelement 8 dazu eingerichtet ist, das Flächengebilde 2' entlang einer zweiten Seite eines Durchbruchs 102 an der Gebäudedecke 100 zu fixieren und am Flächengebilde 2` eine das Flächengebilde in seiner Ebene straffende Vorspannkraft Fv, angedeutet durch den Pfeil in 9, zu erzeugen.
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Das Spannelement 8' weist wenigstens eine Arretierleiste 34 zum Befestigen des Spannelements 8' an der Gebäudedecke 100 und als Spanneinrichtung eine mit dem Flächengebilde verbundene und beweglich mit der Arretierleiste 34 koppelbare Spannleiste 36 auf. Das Spannelement 8' ist dazu eingerichtet, mittels einer Verstellbewegung der Spannleiste 36 zur Arretierleiste 34 die das Flächengebilde 2 straffende Vorspannkraft Fv zu erzeugen. In der gezeigten Ausführung wird durch eine Verringerung des Abstands zwischen der Arretierleiste 34 und der Spannleiste 36 die das Flächengebilde 2` straffende Vorspannkraft Fv vergrößert.
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Die Arretierleiste 34 wird insbesondere mittels mehrerer Befestigungselemente 14' an der Gebäudedecke 100 fest fixiert, bevor die mittels des Spannelements 8 zu erzeugende, das Flächengebilde 2 straffende Vorspannkraft generiert werden kann.
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In einer Ausführungsform werden die Arretierleiste 34 und die Spannleiste 36 unter Verwendung von ein oder mehreren Verbindungsmitteln 38, wie beispielsweise Verbindungsschrauben, miteinander gekoppelt. Durch Verstellen der Verbindungsmittel 38, 38' kann der Abstand zwischen der Arretierleiste und der Spannleiste, wie im weiteren Verlauf noch näher beschrieben, verändert werden.
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10 zeigt das in der zweiten Ausführungsform der Abdeckvorrichtung 1' verwendete Flächengebilde 2`, welches vorzugsweise als faserverstärkte Folie oder Gewebe ausgebildet sein kann. In einer möglichen Ausführungsform ist das Flächengebilde fluiddicht ausgeführt. Das Flächengebilde 2` hat eine wie im obigen Teil der Beschreibung angegebene bevorzugte Zugfestigkeit bzw. einen vorbestimmten Weiterreißwiderstand.
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Die Montageleiste 4 ist in der vorliegend gezeigten Ausführung, einstückig mit dem Flächengebilde 2' ausgeführt. Die Spannleiste 36 ist ebenfalls mit dem Flächengebilde 2` einstückig ausgebildet. Die Montageleiste 4 und Spannleiste 36 können jeweils stoffschlüssig mit dem Flächengebilde 2' verbunden sein. Die zur Montageleiste 4 am entgegengesetzten Ende angeordnete Spannleiste 36 ist als Winkelprofil ausgeführt.
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Die Montageleiste 4 weist mehrere Durchbrüche 12 als Aufnahmen für Befestigungsmittel 14 (1) auf. Mithilfe der Befestigungsmittel 14 wird die Montageleiste 4 an der Gebäudedecke 100 oder einer Gebäudewand 108 befestigt und somit das Flächengebilde 2' auf einer Seite 104 des Durchbruchs 102 fixiert.
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Die 11a und 11b verdeutlichen den Aufbau des Spannelements 8' und die mit dem Spannelement 8' verwirklichte Spannfunktion am Flächengebilde 2'. Die Arretierleiste 34 und die Spannleiste 36 sind jeweils als Winkelprofile 40, 40' ausgeführt. Jedes Winkelprofil 40, 40' weist einen Anlageschenkel 42, 42` und einen Stützschenkel 44, 44' auf.
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Der Anlageschenkel 42 der Arretierleiste 34 ist zum unmittelbaren Aufsetzen auf die Gebäudedecke 100 bestimmt. Am Anlageschenkel 42 der Arretierleiste 34 sind mehrere Ausnehmungen 46 ausgebildet, über die das Spannelement 8', insbesondere die Arretierleiste 34 an der Gebäudedecke 100 mittels der mit den Ausnehmungen korrespondierenden Befestigungsmittel 14` befestigt wird.
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Der Anlageschenkel 42' der Spannleiste 36 ist, wie 10 verdeutlicht, zum festen Verbinden mit dem Flächengebilde 2` vorgesehen. Die Stützschenkel 44, 44` von Arretierleiste 34 und Spannleiste 36 sind einander zugewandt und verlaufen vorzugsweise parallel zueinander. Die Stützschenkel 44, 44' weisen miteinander fluchtende Durchbrüche 48, 48' auf, durch welche die Verbindungsmitteln 38 38' geführt sind, die die Arretierleiste 34 und Spannleiste 36 beweglich miteinander koppeln.
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Um das Spannelement 8', insbesondere deren Arretierleiste 34, an der Gebäudedecke zu fixieren, werden in die Gebäudedecke 100 entlang einer zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 Bohrlöcher 112 eingebracht. Die Bohrlöcher 112 werden beispielsweise mithilfe einer Bohrschablone erzeugt, sodass diese einen vorbestimmten Abstand untereinander, wie auch zur zweiten Seite 106 des Durchbruchs 102 haben können.
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Nach dem Erzeugen der Bohrlöcher 112 wird die Arretierleiste 34 des Spannelements 8' an der Gebäudedecke 100 befestigt. Nach dem Befestigen der Arretierleiste 34 wird das bereits entlang der ersten Seite 104 des Durchbruchs 102 mittels der Montageleiste 4 befestigte Flächengebilde 2` über den Durchbruch gelegt. Das mit der Spannleiste 36 ausgerüstete Ende des Flächengebildes 2` wird in den Nahbereich der bereits befestigten Arretierleiste 34 gebracht. Anschließend werden über die Verbindungsmittel 38, 38' die Arretierleiste 34 und die Spannleiste 36, insbesondere deren Stützschenkel 44, 44' miteinander verbunden.
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Mit Anziehen der Verbindungsmittel 38, 38`, wie in 11b gezeigt, werden die Arretierleiste 34 und die Spannleiste 36 aufeinander zu bewegt, sodass sich der Abstand X zwischen der Arretierleiste 34 und der Spannleiste 36 des Spannelements 8' im Vergleich zu dem in 11a gezeigten ungespannten Zustand des Flächengebildes 2` verringert. Durch die mit dem Anziehen der Verbindungsmittel 8, 8' verknüpfte Verstellbewegung der Spannleiste 36, bezogen auf die fest an der Gebäudedecke fixierte Arretierleiste 34, erfolgt das Vergrößern der Vorspannkraft Fv und damit das Straffen des Flächengebildes 2'. Beim Anziehen der Verbindungsmittel 38, 38' gleitet die Spannleiste 36 zusammen mit dem daran befestigten Abschnitt des Flächengebildes unterhalb der Gebäudedecke 100 entlang.
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Bezugszeichenliste:
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- 1,1'
- Abdeckvorrichtung
- 2,2'
- Flächengebilde
- 4
- Montageleiste
- 6
- Seitenkante
- 8, 8`
- Spannelement
- 10
- Spannbefestigungseinrichtung
- 12
- Durchbruch
- 14, 14'
- Befestigungsmittel
- 16
- Winkelprofil
- 18
- Spannblock
- 20
- Anlageschenkel
- 22
- Abstützschenkel
- 24
- Anlagefläche
- 26
- Abstützfläche
- 28
- Abgleitfläche
- 30, 30'
- Ausnehmung
- 32
- Schraubenkopf
- 34
- Arretierleiste
- 36
- Spannleiste
- 38, 38'
- Verbindungsmittel
- 40, 40'
- Winkelprofil
- 42, 42'
- Anlageschenkel
- 44, 44'
- Stützschenkel
- 46
- Ausnehmung
- 48, 48'
- Durchbruch
- 100
- Gebäudedecke
- 102
- Durchbruch
- 104
- erste Seite
- 106
- zweite Seite
- 108,110
- Gebäudewand
- 112
- Bohrloch
- Fv
- Vorspannkraft
- X
- Abstand
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202005016350 U1 [0004]