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Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Kontaktelement mit einer Rahmenklemme zum Verbinden von wenigstens zwei elektrischen Leitern mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
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Elektrische Kontaktelemente werden z.B. in der Fahrzeugtechnik zur Kontaktierung von wenigstens zwei elektrischen Leitern eines Elektroantriebes oder einer Batteriezelle bzw. Energiezelle verwendet. Dabei dienen die elektrischen Kontaktelemente selbst zur Herstellung der elektrischen Kontakte zwischen den elektrischen Leitern durch ein Fixieren der elektrischen Leitern in der Kontaktstellung und Aufbringen der für die Verbindung erforderlichen Klemmkräfte. Hierzu weisen die elektrischen Kontaktelemente der gattungsgemäßen Art eine Rahmenklemme auf, welche selbst einen Rahmen mit einem ortsfesten Gewinde, einen Klemmschuh und eine in das ortsfeste Gewinde eingreifende und sich auf dem Klemmschuh abstützende Klemmschraube zum Verklemmen der elektrischen Kontakte aufweist. Die Klemmschraube dient der Aufbringung der erforderlichen Klemmkräfte über den Klemmschuh, während der Rahmen der Rahmenklemme als Widerlager und Aufnahme für die elektrischen Leiter dient. Der Rahmen selbst ist durch einen mehrfach umgebogenen Metallstreifen gebildet, welcher neben seiner Funktion, das Widerlager zu bilden, zusätzlich dazu dient, das Gewinde ortsfest zu halten, in welches die Klemmschraube eingreift und sich während der Schraubbewegung abstützt. Der Rahmen bildet damit auch für die Klemmschraube das zur Aufbringung der erforderlichen Klemmkräfte notwendige Widerlager.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein elektrisches Kontaktelement mit einer Rahmenklemme zu schaffen, welches zur Verwirklichung der elektrischen Kontaktierung möglichst einfach zu handhaben sein soll.
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Zur Lösung der Aufgabe wird gemäß dem Grundgedanken der Erfindung vorgeschlagen, dass eine Kunststoffhalterung mit einem Hohlraum mit zwei an gegenüberliegenden Wänden des Hohlraumes angeordneten Einschuböffnungen zum Einführen von zwei miteinander zu kontaktierenden elektrischen Leitern vorgesehen ist, in dem die Rahmenklemme angeordnet ist, und die Rahmenklemme durch eine Verrastung verliersicher in dem Hohlraum der Kunststoffhalterung fixiert ist, und die Rahmenklemme in dem Hohlraum der Kunststoffhalterung in Richtung mindestens einer Achse schwimmend gelagert ist, welche orthogonal zu einer Einschubrichtung der elektrischen Leiter in die Einschuböffnungen ausgerichtet ist.
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Gemäß der erfindungsgemäßen Lösung wird damit vorgeschlagen, eine Kunststoffhalterung mit einem Hohlraum vorzusehen, in dem die Rahmenklemme angeordnet ist. Die Kunststoffhalterung dient der Isolation der Rahmenklemme zur Außenseite hin und insbesondere gegenüber der Fahrzeugstruktur und sofern vorhanden zusätzlich gegenüber benachbarten Rahmenklemmen. Außerdem dient die Kunststoffhalterung einem Schutz der Rahmenklemme und der elektrischen Kontaktstelle zur Außenseite hin. Ferner kann das elektrische Kontraktelement durch die Kunststoffhalterung während des Montageprozesses vereinfacht gehandhabt werden, indem die Kunststoffhalterung z.B. zur Handhabung in einem automatisierten Montageprozess eine bestimmte Formgebung aufweist. Ferner kann durch die Handhabung des elektrischen Kontaktelementes über die Kunststoffhalterung ein unmittelbarer Kontakt der Rahmenklemme während der Handhabung des elektrischen Kontaktelementes vermieden werden. Damit die elektrischen Leiter bestimmungsgemäß mittels der in der Kunststoffhalterung angeordneten Rahmenklemme kontaktiert werden können, weist der Hohlraum der Kunststoffhalterung an zwei gegenüberliegenden Wänden jeweils eine Einschuböffnung auf, durch welche die elektrischen Leiter eingeschoben werden können. Damit das elektrische Kontaktelement beim Transport und während der Montage vereinfacht gehandhabt werden kann, ist die Rahmenklemme ferner durch eine einfach zu verwirklichende Verrastung in der Kunststoffhalterung verliersicher gehalten. Weiter wird vorgeschlagen, dass die Rahmenklemme in dem Hohlraum der Kunststoffhalterung in Richtung mindestens einer Achse schwimmend gelagert ist, welche orthogonal zu einer Einschubrichtung der elektrischen Leiter in die Einschuböffnungen ausgerichtet ist. Durch die schwimmende Lagerung kann eine Kontaktierung der elektrischen Leiter mit einer bestimmten Höhentoleranz der Leiter verwirklicht werden. Die Rahmenklemme kann sich praktisch innerhalb des durch die schwimmende Lagerung geschaffenen Spiels selbsttätig zu den elektrischen Leitern auch bei einer feststehenden Kunststoffhalterung ausrichten. Die schwimmende Lagerung kann in diesem Fall sehr einfach in Verbindung mit der Verrastung realisiert werden, indem die Verrastung und die dadurch definierte Rastposition der Rahmenklemme so ausgelegt ist, dass die Rahmenklemme in der Rastposition mit einem entsprechenden Spiel zu einem Widerlager der Kunststoffhalterung angeordnet ist und dadurch geringfügige Bewegungen gegenüber diesem ausführen kann.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass der Rahmen mindestens eine Aussparung aufweist, und die Kunststoffhalterung mindestens eine an einer Innenseite einer Wand des Hohlraumes angeordnete erste Rastnase aufweist, und die Verrastung durch einen Eingriff der ersten Rastnase in die Aussparung gebildet ist. Durch die Aussparung an dem Rahmen und der in den Hohlraum hineinragenden ersten Rastnase verrastet die Rahmenklemme mit ihrem Rahmen während der Einführbewegung in den Hohlraum selbsttätig gegenüber der Kunststoffhalterung.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass der Eingriff der ersten Rastnase in die Aussparung in diesem Fall die schwimmende Lagerung in einer Richtung der Achse begrenzt. Die erste Rastnase bildet damit zusätzlich zu ihrer Rastfunktion einen der Anschläge der schwimmenden Lagerung der Rahmenklemme in eine Richtung der Achse gegenüber der Kunststoffhalterung.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die Kunststoffhalterung eine Einführöffnung für die Rahmenklemme aufweist, und die erste Rastnase an ihrer der Einführöffnung zugewandten Seite eine in Richtung der Einführbewegung der Rahmenklemme konisch zur Mitte der Kunststoffhalterung hin zulaufende Formgebung aufweist. Durch die vorgeschlagene Ausbildung der Rastnase wird diese bei der Einführbewegung kontinuierlich mit einer zunehmenden Auslenkung zur Außenseite hin verdrängt, so dass der Rastvorgang möglichst sanft und einer möglichst geringen Belastung der Rastnase, der Kunststoffhalterung und schließlich der Rahmenklemme verwirklicht werden kann.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die Kunststoffhalterung mindestens eine zweite Rastnase aufweist, welche derart positioniert ist, dass sie eine Bewegung des Klemmschuhs in Richtung eines an dem Rahmen angeordneten Widerlagers bis zu einer vorbestimmten Druckkraft des Klemmschuhs blockiert. Die beiden elektrischen Kontakte werden zur Herstellung des elektrischen Kontaktes in die Rahmenklemme in einen Freiraum zwischen den Klemmschuh und einer Grundfläche des Rahmens eingeführt und anschließend durch Festschrauben der Klemmschraube zwischen der Klemmfläche des Klemmschuhs und der Grundfläche des Rahmens festgeklemmt. Damit die elektrischen Kontakte zuverlässig in den Freiraum eingeführt werden können, wird der Klemmschuh durch die zweite Rastnase in einem definierten Mindestabstand zu der Grundfläche des Rahmens gehalten, so dass der Freiraum zwischen der Grundfläche des Rahmens und der Klemmfläche des Klemmschuhs eine ausreichende Öffnungsweite zum Einführen der elektrischen Leiter aufweist. Die zweite Rastnase ist dabei so bemessen, dass sie beim Verschrauben der Klemmschraube und einer dadurch erzwungenen Zustellbewegung des Klemmschuhs nach dem Übersteigen einer vorbestimmten Druckkraft sich selbsttätig zur Seite hin verformt und die weitere Klemmbewegung des Klemmschuhs nachfolgend nicht mehr behindert. Ferner verhindert die zweite Rastnase vor dem Verschrauben, dass der Klemmschuh eine unkontrollierte Bewegung in Richtung der Klemmfläche des Rahmens ausführt und bildet dadurch ein zusätzliche Sicherung des Klemmschuhs gegen ein unbeabsichtigtes Herausrutschen aus der Kunststoffhalterung.
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Dabei kann die zweite Rastnase bevorzugt an ihrer dem Klemmschuh zugewandten Seite eine in Richtung der Klemmbewegung des Klemmschuhs konisch zur Mitte der Kunststoffhalterung hin zulaufende Formgebung aufweisen. Hierdurch kann der Anstieg der zur Überwindung der zweiten Rastnase erforderlichen Druckkraft kontinuierlich ansteigend ausgebildet werden.
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Dabei ist die zweite Rastnase derart ausgelegt ist, dass die vorbestimmte Druckkraft, bis zu der die Bewegung des Klemmschuhs blockiert ist, kleiner ist als die von der ersten Rastnase auf den Rahmen ausgeübte Gegenkraft. Die erste und zweite Rastnase sind in ihrer Rastrichtung identisch, wobei die erste Rastnase nach der Montage bereits verrastet ist also in einer Raststellung die Rückbewegung des Rahmens aus dem Hohlraum der Kunststoffhalterung blockiert, während die zweite Rastnase noch nicht verrastet ist. Die auf den Klemmschuh ausgeübte Druckkraft wird durch eine Verschraubung der Klemmschraube in dem Gewinde des Rahmens bewirkt, so dass die Zustellbewegung des Klemmschuhs eine über das Gewinde ausgeübte entgegengesetzt gerichtet Zugkraft auf den Rahmen zu Folge hat. Diese Zugkraft stützt sich über die erste Rastnase an der Kunststoffhalterung ab. Damit die Rahmenklemme bei dem Verschrauben mit dem Klemmschuh die Zustellbewegung in den Rahmen hinein ausführt und nicht stattdessen mit dem Rahmen unter Überwindung der ersten Rastnase aus der Kunststoffhalterung herausgezogen wird, ist die von der ersten Rastnase ausgeübte Gegenkraft bzw. aufnehmbare Reaktionskraft größer als die bei der Zustellbewegung des Klemmschuhs durch die zweite Rastnase definierte zu überwindende Druckkraft des Klemmschuhs. Diese Kraftverhältnisse können sehr einfach durch die Formgebung der beiden Rastnasen und der entsprechenden Gegenflächen an dem Klemmschuh und dem Rahmen verwirklicht werden.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die erste Rastnase und die zweite Rastnase an rechtwinklig zueinander angeordneten inneren Seitenflächen der Wände des Hohlraumes der Kunststoffhalterung angeordnet sind. Durch die vorgeschlagene Anordnung der beiden Rastnasen kann die Kunststoffhalterung besonders einfach in einem Spritzgussverfahren hergestellt werden. Ferner wird die Kunststoffhalterung dadurch gleichmäßiger belastet, und die Rastvorgänge können einfacher ohne eine gegenseitige Störung vorgenommen werden. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist darin zu sehen, dass dadurch für den Fall einer Verformung der Wände mit den zweiten Rastnasen zur Außenseite hin während der Überwindung der zweiten Rastnasen, diese Verformung keinen nachteiligen Einfluss auf die Verrastung der ersten Rastnasen hat, da die ersten und die zweiten Rastnasen an unterschiedlichen Wänden angeordnet sind.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass jeweils zwei Paare von ersten und/oder zweiten Rastnasen vorgesehen sind, welche jeweils paarweise an gegenüberliegenden Wänden des Hohlraumes der Kunststoffhalterung angeordnet sind. Die durch die ersten und die zweiten Rastnasen verwirklichte Rastfunktion kann durch die gegenüberliegende Anordnung von jeweils zwei Rastnasen also durch die gegenüberliegende Anordnung von zwei ersten Rastnasen oder zwei zweiten Rastnasen insoweit verbessert werden, da dadurch eine Verrastung der Rahmenklemme oder eine spielfreie Lagerung des Klemmschuhs an zwei gegenüberliegende Wandungen mithin eine Verrastung mit einer vergrößerten Stabilität gegenüber der Kunststoffhalterung ermöglicht wird.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass die Kunststoffhalterung an den inneren Seitenflächen der Wände Führungsrippen aufweist, welche parallel zu der Richtung der Einführbewegung der Rahmenklemme verlaufen. Durch die Führungsrippen kann die Bewegung der Rahmenklemme insgesamt durch eine Führung als solches und insbesondere in eine durch die Führungsrippen vorgegebene Richtung verbessert werden.
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Weiter wird vorgeschlagen, dass in der Kunststoffhalterung mindestens eine weitere Rahmenklemme vorgesehen ist, welche durch die Kunststoffhalterung isoliert gelagert ist. Durch die vorgeschlagene Weiterentwicklung kann das elektrische Kontaktelement zur Kontaktierung weiterer elektrischer Leitungen genutzt werden, welche gegeneinander isoliert also unabhängig voneinander sind.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigt:
- 1 ein erfindungsgemäßes elektrisches Kontaktelement mit drei Rahmenklemmen; und
- 2 ein erfindungsgemäßes elektrisches Kontaktelement mit einer Kunststoffhalterung mit zwei Befestigungsösen; und
- 3 ein erfindungsgemäßes elektrisches Kontaktelement in einer ersten Schnittdarstellung; und
- 4 ein erfindungsgemäßes elektrisches Kontaktelement in einer zweiten Schnittdarstellung; und
- 5 einen vergrößerten Ausschnitt des Kontaktelementes; und
- 6 eine Kunststoffhalterung in einer isometrischen Darstellung; und
- 7 die Kunststoffhalterung in Sicht von unten auf die Bodenplatte.
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In der 1 ist ein erfindungsgemäßes elektrisches Kontaktelement 1 mit einer Kunststoffhalterung 3 und drei darin isoliert zueinander gehaltenen Rahmenklemmen 2 zu erkennen. Jede der Rahmenklemmen 2 dient einer elektrischen Kontaktierung von jeweils zwei elektrischen Leitern 4 und 5. Die elektrischen Leiter 4 und 5 sind streifenförmig mit entsprechend großen ebenen Kontaktflächen und jeweils einem großen Leitungsquerschnitt ausgebildet. Solche elektrischen Leiter werden bevorzugt zur Übertragung von hohen elektrischen Leistungen wie z.B. bei elektrischen Antrieben von Kraftfahrzeugen, andersartigen Landfahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen oder auch bei stationären Anlagen wie z.B. Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen etc. verwendet. Die Kunststoffhalterung 3 umfasst drei Hohlräume 8, in denen die Rahmenklemmen 2 angeordnet sind. Die Hohlräume 8 sind jeweils durch die Wände 17 voneinander getrennt, so dass die darin gehaltenen Rahmenklemmen 2 zusätzlich zueinander elektrisch isoliert sind.
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In der 2 ist eine weitere Ausführungsform des elektrischen Kontaktelementes 1 zu erkennen, bei der an der Außenseite der Kunststoffhalterung 3 zusätzlich zwei Befestigungsösen 6 und 7 vorgesehen sind, welche eine Befestigung des elektrischen Kontaktelementes 1 an einem externen Bauteil z.B. an einer Fahrzeugstruktur oder auch eine Befestigung eines weiteren Anbauteiles an dem elektrischen Kontaktelement 1 ermöglicht. Ferner wird durch die Befestigung des elektrischen Kontaktelementes 1 über die Befestigungsösen 6 und 7 zusätzlich eine Möglichkeit geschaffen, das elektrische Kontaktelement 1 vor oder nach der Kontaktierung bzw. dem Festklemmen der elektrischen Leiter 4 und 5 gegenüber diesen auszurichten. Dadurch kann die Montage erleichtert werden. Außerdem können dadurch die auf die elektrische Kontaktverbindung der beiden elektrischen Leiter 4 und 5 einwirkenden Kräfte reduziert werden.
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Die Kunststoffhalterung 3 des elektrischen Kontaktelementes 1 ist in den 6 und 7 als Einzelteil zu erkennen und weist eine Würfelform mit einer Bodenplatte 30 und vier senkrecht davon hochstehenden Wänden 17 auf. Die aneinander angrenzenden Wände 17 sind jeweils senkrecht zueinander angeordnet und umschließen damit einen quaderförmigen Hohlraum 8. Der Hohlraum 8 ist zu einer Seite, in diesem Fall der Oberseite, mit einer Einführöffnung versehen, durch welche die Rahmenklemme 2 eingeschoben wird. Ferner weist die Kunststoffhalterung 3 zwei gegenüberliegende und fluchtend zueinander angeordnete Einschuböffnungen 14 und 15 auf. An den inneren Seitenflächen der Wände 17 sind zwei in Einführrichtung der Rahmenklemme 2 angeordnete Führungsrippen 16 vorgesehen, welche beim Einführen der Rahmenklemme 2 an deren Außenseite zur Anlage gelangen und die Rahmenklemme 2 dadurch in die vorbestimmte Position führen.
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In der 3 ist das elektrische Kontaktelemente 1 mit einer einzigen Rahmenklemme 2 in Schnittrichtung durch erste Rastnasen 10 in einer Ebene senkrecht zu der Einführrichtung der elektrischen Leiter 4 und 5 zu erkennen. Die Rahmenklemme 2 ist als vormontierte Baugruppe ausgeführt und umfasst einen Rahmen 20, eine Klemmschraube 21 und einen Klemmschuh 22. Der Rahmen 20 ist durch einen mehrfach umgebogenen Metallstreifen gebildet, welcher mit seinen Enden 26 und 27 zu einem in Umfangsrichtung geschlossenen viereckigen Rahmen 20 aufeinandergelegt ist. In dem unteren Ende 27 des Streifens ist eine Öffnung mit einem ringförmigen, zur Oberseite hin vorstehenden Fortsatz 24 vorgesehen, an deren Innenseite ein Gewinde 25 vorgesehen ist. In dem anderen oberen Ende 26 ist ebenfalls eine Öffnung 28 vorsehen, deren Innendurchmesser dem Außendurchmesser des ringförmigen Fortsatzes 24 entspricht, so dass das obere Ende 26 so auf das untere Ende 27 zurückgeschlagen ist, dass es mit seiner Öffnung 28 den vorstehenden ringförmigen Fortsatz 24 des unteren Endes 26 umfasst.
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Die Klemmschraube 21 ist als Innensechskantschraube ausgeführt und greift mit ihrem Gewinde in das Gewinde 25 des Rahmens 20 ein. Das Gewinde 25 ist durch die Formgebung mit dem ringförmigen Fortsatz 24 in dem einen Ende 27 des Streifens integraler Bestandteil des Rahmens 20 und damit ortsfest mit diesem verbunden. Es wäre aber ebenso denkbar, einen Gewindeeinsatz zu verwenden, welcher als gesondertes Teil hergestellt und gegenüber dem Rahmen 20 ortsfest gehalten ist. Dabei ist ortsfest im Sinne der Erfindung so zu verstehen, dass sich die Klemmschraube 21 während der Schraubbewegung an dem Gewinde 25 abstützen kann und zu der nachfolgend noch näher erläuterten Vorschubbewegung gezwungen wird.
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Die Klemmschraube 21 ragt mit ihrem freien Ende in den Rahmen 20 hinein und ist an ihrem freien Ende mit einem Klemmschuh 22 versehen. Ferner weist der Rahmen 20 an seinen hochstehenden Seitenwänden jeweils eine Aussparung 9 auf, welche so positioniert sind, dass die Rahmenklemme 2 beim Einführen in die Einführöffnung des Hohlraumes 8 selbsttätig durch einen Eingriff von zwei gegenüberliegend angeordneten ersten Rastnasen 10 der Kunststoffhalterung 3 in die Aussparungen 9 verrastet und dadurch verliersicher in der Kunststoffhalterung 3 gehalten ist. Die ersten Rastnasen 10 sind an den inneren Seitenflächen von zwei gegenüberliegenden Wänden 17 der Kunststoffhalterung 3 angeordnet und ragen in den Hohlraum 8 hinein. Ferner sind die ersten Rastnasen 10 konisch geformt, indem die der Einführöffnung des Hohlraumes 8 zugewandten Oberflächen 7 der ersten Rastnasen 10 in Einführrichtung der Rahmenklemme 2 und ausgehend von den Wänden 17 schräg zur Mitte des Hohlraumes 8 hin verlaufen. Die von der Einführöffnung abgewandten Oberflächen der ersten Rastnasen 10 sind senkrecht zu den inneren Seitenflächen der Wände 17 und damit senkrecht zu der Einführrichtung der Rahmenklemme 2 ausgerichtet, so dass die ersten Rastnasen 10 in der verrasteten Stellung mit ihren senkrechten Flächen an den Rändern der Aussparungen 9 zur Anlage gelangen und eine Rückzugsbewegung der Rahmenklemme 2 blockieren. Die Rahmenklemme 2 ist dann in der verrasteten Stellung verliersicher in dem Hohlraum 8 der Kunststoffhalterung 3 gehalten. Alternativ können die ersten Rastnasen 10 auch durch einen oberen, nach innen ragenden Randabschnitt gebildet sein, welcher nach dem Einschieben die Oberseite der Rahmenklemme 2 umfasst und dadurch die Rückzugsbewegung der Rahmenklemme 2 blockiert, wodurch wiederum die Aussparungen 9 für die Verrastung der Rahmenklemme 2 entfallen können.
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Die Position der ersten Rastnasen 10 ist in Verbindung mit der Anordnung der Aussparungen 9 so gewählt, dass die Rahmenklemme 2 über die ersten Rastnasen 10 zwischen der Bodenplatte 30 der Kunststoffhalterung 3 und den ersten Rastnasen 10 in Richtung der Einführbewegung der Rahmenklemme 2 in die Kunststoffhalterung 3 schwimmend in der Kunststoffhalterung 3 gelagert ist.
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Der Klemmschuh 22 weist an seiner der Grundplatte 32 des Rahmens 20 zugewandten Seite eine Klemmfläche 23 auf. Die Grundplatte 32 des Rahmens 2 weist an der dem Klemmschuh 22 zugewandten Oberfläche ebenfalls eine Klemmfläche 29 auf. Der Freiraum zwischen den Klemmflächen 23 und 29 dient der Einführung und dem Verklemmen der elektrischen Leiter 4 und 5 wie nachfolgend noch näher beschrieben wird.
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In der 4 ist das elektrische Kontaktelement 1 in Schnittrichtung einer parallel zu der Einführrichtung der elektrischen Leiter 4 und 5 und durch die zweiten Rastnasen 11 verlaufenden Ebene zu erkennen. Der Klemmschuh 22 und die Grundplatte 32 des Rahmens 20 weisen jeweils an ihren den Einschuböffnungen 14 und 15 der Kunststoffhalterung 3 zugewandten Randseiten schräg zu den Außenseiten hin verlaufende Einführschrägen 12 und 13 auf, welche das Einführen der elektrischen Leiter 4 und 5 bei der Montage erleichtern. Die Einführschrägen 12 und 13 erweitern den Freiraum zwischen den Klemmflächen 23 und 29 in Richtung der Einschuböffnungen 14 und 15 zu den Außenseiten hin, so dass die elektrischen Leiter 4 und 5 bei einem außermittigen Einführen in die Einschuböffnungen 14 und 15 an den Einführschrägen 12 und 13 zur Mitte hin in den Freiraum zwischen die Klemmflächen 23 und 29 abgelenkt werden. Die Einführschrägen 12 und 13 ermöglichen damit eine Führung der elektrischen Leiter 4 und 5 während der Einführbewegung und damit eine vereinfachte Montage und Kontaktierung der elektrischen Leiter 4 und 5. Da die Rahmenklemme 2 ferner schwimmend in Richtung der Hochachse also der Z-Achse der Kunststoffhalterung 2 senkrecht zu den Einführrichtungen der elektrischen Leiter 4 und 5 in die Einschuböffnungen 14 und 15 gelagert ist, kann sich die Rahmenklemme 2 durch Ausnutzung des Spiels der Lagerung bestimmten Höhentoleranzen der zugeführten elektrischen Leiter 4 und 5 anpassen. Hierdurch können Verspannungen in der Zuführung und der Kontaktierung der elektrischen Leiter 4 und 5 reduziert bzw. vermieden werden. Ferner kann die Montage bzw. Kontaktierung der Leiter 4 und 5 als solches vereinfacht werden.
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An den oberen Randseiten der Einschuböffnungen 14 und 15 sind zwei zweite Rastnasen 11 angeordnet, welche ähnlich wie die ersten Rastnasen 10 an ihren der Einführöffnung der Kunststoffhalterung 3 zugewandten Oberseiten eine konische Formgebung mit ausgehend von den Wänden 17 in Einführrichtung der Rahmenklemme 2 in den Hohlraum 8 eine zur Mitte des Hohlraumes 8 hin verlaufende Formgebung aufweisen. Die zweiten Rastnasen 11 sind so positioniert, dass die Klemmschraube 21 mit ihrem Klemmschuh 22 und den daran geformten Einführschrägen 13 vor der Montage der elektrischen Leiter 4 und 5 daran anliegt und in einem Abstand zu der Grundplatte 32 gehalten ist. Hierdurch wird der Freiraum zwischen den Klemmflächen 23 des Klemmschuhs 22 und der Klemmfläche 29 der Grundplatte 32 für ein prozesssicheres Einführen der elektrischen Leiter 4 und 5 offengehalten. Durch die Anlage des Klemmschuhs 22 mit seinen Einführschrägen 13 an den konischen Flächen der zweiten Rastnasen 11 liegt dieser möglichst flächig an den zweiten Rastnasen 11 an, wie auch in der vergrößerten Darstellung der 5 zu erkennen ist. Hierzu können die konischen Flächen der zweiten Rastnasen 11 und die daran zur Anlage gelangenden Oberflächen der Einführschrägen 13 einen identischen Winkel aufweisen.
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Zur Montage bzw. elektrischen Kontaktierung der elektrischen Leiter 4 und 5 werden diese durch die Einschuböffnungen 14 und 15 der Kunststoffhalterung 3 zuerst in den Freiraum zwischen die Klemmflächen 23 und 29 eingeschoben. Dabei können durch die schwimmende Lagerung der Rahmenklemme 2 bestimmte Höhenabweichungen der elektrischen Leiter 4 und 5 kompensiert werden. Ferner wird die Einführbewegung der elektrischen Leiter 4 und 5 durch die Einführschrägen 12 und 13 vereinfacht und geführt. Nach dem Einschieben der elektrischen Leiter 4 und 5 in die in der 4 zu erkennenden Position wird die Klemmschraube 21 eingeschraubt. Dabei übt die Klemmschraube 21 über den Klemmschuh 22 eine Druckkraft auf die zweiten Rastnasen 11 auf, bis die Druckkraft eine durch das Verformungsverhalten der zweiten Rastnasen 11 definierte zu überwindenden Druckkraft übersteigt, und der Klemmschuh 22 die zweiten Rastnasen 11 durch ein Verdrängen nach außen überwindet und die Zustellbewegung mit seiner Klemmfläche 23 in Richtung der Oberfläche des oberen elektrischen Leiters 5 ausführt. Dabei stützt sich die Klemmschraube 21 über das Gewinde 25 an dem Rahmen 20 ab und übt eine entgegen der Zustellbewegung der Klemmschraube 21 gerichtete Zugkraft auf den Rahmen 20 der Rahmenklemme 2 aus. Diese Zugkraft führt dazu, dass die Rahmenklemme 2 entgegen der Zustellbewegung des Klemmschuhs 22 gegenüber der Kunststoffhalterung 3 aus dem Hohlraum 8 gezogen wird, bis sie schließlich mit den in der Darstellung unteren Rändern der Aussparungen 9 zur Anlage an den senkrecht zu den Wänden 17 ausgerichteten Unterseiten der ersten Rastnasen 10 gelangt. Die von den ersten Rastnasen 10 aufnehmbaren Reaktionskräfte sind aufgrund der senkrechten Ausrichtung der Unterseiten der ersten Rastnasen 10 deutlich größer als die durch die zweiten Rastnasen 11 definierte von dem Klemmschuh 22 zu überwindende Druckkraft. Dadurch wird sichergestellt, dass der Klemmschuh 22 die zweiten Rastnasen 11 verdrängt und die Zustellbewegung ausführt, und die Klemmschraube 21 nicht stattdessen die Rahmenklemme 2 mit dem Rahmen 20 aus dem Hohlraum 8 herauszieht. Die Klemmschraube 21 kann zusätzlich während des Verschraubens mit einer Druckkraft beaufschlagt werden, so dass die Rahmenklemme 2 während des Verschraubens insgesamt mit einer Druckkraft beaufschlagt wird und in den Hohlraum 8 gedrückt wird. Dabei stützt sich die Rahmenklemme 2 an der Oberfläche 31 der Bodenplatte 30 der Kunststoffhalterung 3 ab, welche hierbei ein Widerlager bildet. Sowohl die Ausbildung der beiden Rastnasen 10 und 11 als auch die Ausübung der Druckkraft auf die Klemmschraube führen einzeln und in Kombination dazu, dass der Klemmschuh 22 bei der Verschraubung der Klemmschraube 21 die zweiten Rastnasen 11 verdrängt und die Zustellbewegung ausführt.
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Wie in den 6 und 7 zu erkennen ist, sind in der Bodenplatte 30 der Kunststoffhalterung 3 mehrere Öffnungen 18 und 19 vorgesehen, welche in Richtung der Einschubrichtung der Rahmenklemme 2 in den Hohlraum 8 fluchtend zu den ersten und/oder zweiten Rastnasen 10 und/oder 11 angeordnet sind und dadurch eine Herstellung der Kunststoffhalterung 3 mit den Rastnasen 10 und 11 als Spritzgußteil in einem kostengünstigen, schieberlosen Werkzeug ermöglichen.
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An der Kunststoffhalterung 8 sind an den gegenüberliegenden Wänden 17 jeweils zwei erste Rastnasen 10 und zwei zweite Rastnasen 11 vorgesehen, wodurch die Verrastung der Rahmenklemme 2 und des Klemmschuhs 22 in sich stabiler und kippsicherer verwirklicht werden kann. Insbesondere kann dadurch ein unbeabsichtigtes Lösen der Verrastung verhindert werden.