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Die Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung, mit einem Gehäuse, das einen Einlass und an seiner Unterseite einen Auslass aufweist. Die Erfindung betrifft ferner eine Wasserbehälteranordnung, mit einem einen Innenraum aufweisenden Wasserbehälter, der einen eine Einfüllöffnung umrandenden Befestigungsstutzen mit einer Einfüllöffnung besitzt.
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Es sind Wasserbehälter in Form von IBC-Containern bekannt, bei den es sich um große quaderförmige Behälter für fließ- und rieselfähige Stoffe handelt. Solche IBC-Container weisen in der Regel einen quaderförmigen, insbesondere kubischen Kunststoffinnenbehälter auf, der von einem Stahlgitterrohr umrahmt ist. Der Kunststoffinnenbehälter wird von einer Palette aus Kunststoff, Metall oder Holz getragen, die ferner auch zur Befestigung des Stahlgitterrohrs dient.
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Die IBC-Container werden nach ihrem erstmaligen Gebrauch in der Regel rekonditioniert. Insbesondere wird der Kunststoffinnenbehälter, auch Blase genannt, eines solchen IBC-Containers mit geeigneter Reinigungsflüssigkeit (Wasser, Lauge etc.) gereinigt. Nach der Rekonditionierung werden die gebrauchten IBC-Container weitervertrieben.
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Vielfach werden solche IBC-Container von Hobbygärtnern zu Regenwasserspeicherung verwendet.
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich jedoch nicht ausschließlich nur auf IBC-Container.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Filtereinrichtung und eine Wasserbehälteranordnung mit einer Filtereinrichtung zu schaffen, die in einfacher Weise mit bestehenden Wasserbehältern gekoppelt werden kann, ohne den Wasserbehälter zu modifizieren.
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Diese Aufgabe wird durch eine Filtereinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und durch eine Wasserbehälteranordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 11 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
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Die erfindungsgemäße Filtereinrichtung weist ein Gehäuse auf, das einen Einlass und an seiner Unterseite einen Auslass aufweist, wobei dem Einlass ein Anschlusselement mit einer Anschlussöffnung zum Anschluss an ein Wasserrohr und dem Auslass ein Befestigungselement mit Innengewinde zugeordnet ist, und wobei im Gehäuse zwischen dem Einlass und dem Auslass ein Wasserfilter angeordnet ist, wobei das Befestigungselement ausgebildet ist, um auf einen mit Außengewinde versehenen Befestigungsstutzen eines Wasserbehälters aufschraubbar zu sein.
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Die erfindungsgemäße Wasserbehälteranordnung weist einen Innenraum aufweisenden Wasserbehälter auf, der einen eine Einfüllöffnung umrandenden Befestigungsstutzen mit Außengewinde aufweist, und besitzt eine Filtervorrichtung, mit einem Gehäuse, das einen Einlass und an seiner Unterseite einen Auslass aufweist, wobei dem Einlass ein Anschlusselement mit einer Anschlussöffnung zum Anschluss an ein Wasserrohr und dem Auslass ein Befestigungselement mit Innengewinde zugeordnet ist, und wobei im Gehäuse zwischen dem Einlass und dem Auslass ein Wasserfilter angeordnet ist, wobei die Filtereinrichtung mit ihrem Befestigungselement auf den Befestigungsstutzen aufgeschraubt ist, so dass der Auslass der Filtereinrichtung mit dem Innenraum des Wasserbehälters kommuniziert.
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Die erfindungsgemäße Filtereinrichtung ist also geeignet, einen mit einem Außengewinde versehenen Wasserbehälter, bei dem es sich insbesondere um einen IBC-Container handelt, nachträglich mit einem Wasserfilter auszustatten. Die Installation ist in einfacher Weise möglich, in dem das Innengewinde am Gehäuse der Filtereinrichtung auf das Außengewinde des Befestigungsstutzens des Wasserbehälters aufgeschraubt wird. Die Nachrüstung kann also in kürzester Zeit durchgeführt werden. Der Wasserbehälter muss hierzu nicht modifiziert werden.
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Bei dem Wasserbehälter handelt es sich insbesondere um einen IBC-Container. Es sind jedoch auch andere Wasserbehälter mit einem Befestigungsstutzen an der Einfüllöffnung mit Außengewinde der Erfindung zugänglich.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung bestehen das Gehäuse der Filtereinrichtung und/oder das Befestigungselement der Filtereinrichtung aus Kunststoff. Das Gehäuse und/oder das Befestigungselement können beispielsweise Kunststoff-Spritzgießteile sein.
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In besonders bevorzugter Weise ist das Befestigungselement einstückig mit dem Gehäuse verbunden. Das Befestigungselement kann bei der Herstellung des Gehäuses gleich mit angeformt werden. Auch das am Befestigungselement befindliche Innengewinde kann bei der Herstellung des Gehäuses gleich mit ausgebildet werden.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist das Gehäuse mehrteilig ausgebildet, mit einem den Einlass aufweisenden Gehäuse-Oberteil und einem den Auslass aufweisenden Gehäuse-Unterteil, die lösbar aneinander befestigbar oder befestigt sind. Dies erlaubt in einfacher Weise eine Zugänglichkeit zum Wasserfilter zum Zwecke der Revision, der Wartung oder des Austauschs.
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In besonders bevorzugter Weise ist der Wasserfilter in das Gehäuse-Oberteil integriert, insbesondere einstückig mit dem Gehäuse-Oberteil ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass das Unterteil auf dem Befestigungsstutzen des Wasserbehälters aufgeschraubt bleiben kann, während das Oberteil mit dem Wasserfilter entnommen und ggf. durch ein neues Gehäuse-Oberteil mit neuem Wasserfilter ersetzt werden kann.
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Zweckmäßigerweise ist das Befestigungselement einstückig mit dem Gehäuseunterteil ausgebildet.
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Bei einer Weiterbildung der Erfindung weist der Wasserfilter einen insbesondere aus Kunststoff bestehenden Filterkorb mit einer Korb-Mantelfläche und einem Korb-Boden auf, wobei die Korb-Mantelfläche und/oder der Korb-Boden siebartig ausgebildet sind und das Filtermedium des Wasserfilters bilden oder im Filter-Korb ein separates Filtermedium, beispielsweise ein Filtervlies-Element, aufgenommen ist. Der Filterkorb kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen, wobei die siebartige Korb-Mantelfläche und/oder der siebartige Korb-Boden durch Maschen eines Kunststoff-Drahtgitters gebildet werden können.
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Es ist möglich, dass der Wasserfilter einen Filterträger und auf dem Filterträger gelagertes Filtersubstrat aufweist.
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Das Filtersubstrat kann eine Schüttung aus Substratpartikeln und/oder mit Substratpartikeln gefüllte Filterpads oder Filtersäcke sein.
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In besonders bevorzugter Weise ist ein Öffnungsquerschnitt des Anschlusselements derart veränderbar, dass ein Anschluss der Filtereinrichtung an Wasserrohre unterschiedlicher Nennweiten möglich ist.
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. In der Zeichnung zeigen:
- 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung und der erfindungsgemäßen Wasserbehälteranordnung,
- 2 einen Schnitt durch die Filtereinrichtung von 1 entlang der Linie II-II in 1 ohne Anschlussrohr,
- 3 eine Draufsicht auf die Unterseite bzw. Unteransicht auf die Filtereinrichtung von 2,
- 4 eine Seitenansicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung und ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Wasserbehälteranordnung,
- 5 einen Schnitt durch die Filtereinrichtung von 4 entlang der Linie V-V in 4 und
- 6 eine Draufsicht auf die Unterseite bzw. Unteransicht auf die Filtereinrichtung von 4.
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Die 1 bis 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Wasserbehälteranordnung 12 mit der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 11.
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Wie insbesondere in 1 gezeigt, besitzt die Wasserbehälteranordnung 12 einen Wasserbehälter 13, der im gezeigten Beispielsfall als IBC-Container ausgebildet ist. Der Wasserbehälter 13 besitzt einen Innenraum 14, der über eine Einfüllöffnung 17 mit Regenwasser befüllbar ist.
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Der Wasserbehälter 13 weist einen Kunststoffinnenbehälter 15, auch Blase genannt, auf, der quaderförmig, insbesondere kubisch ausgebildet ist. Der Kunststoffinnenbehälter besitzt eine Oberseite 16, an der eine Einfüllöffnung 17 umrandender Befestigungsstutzen 18 ausgebildet ist. Der Befestigungsstutzen 18 ist zweckmäßigerweise einstückig mit dem Rest des Kunststoffinnenbehälters 15 verbunden und wird vorzugsweise ebenfalls bei der Herstellung des Kunststoffinnenbehälters gleich mit angeformt. Der Befestigungsstutzen 18 weist ein Außengewinde 19 auf.
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Der Kunststoffinnenbehälter 15 besitzt einen der Oberseite 16 entgegengesetzten Boden 20, und vier Seitenwände 21, von denen nur die vordere Seitenwand 21 gezeigt ist. An einer der Seitenwände 21 befindet sich eine Ablassvorrichtung (nicht dargestellt), die beispielsweise einen Ablasshahn umfasst, so dass im Innenraum 14 des Wasserbehälters, also des Kunststoffinnenbehälters 15 befindliches Regenwasser bei Bedarf entnommen werden kann.
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Wie insbesondere in 1 gezeigt, sitzt der Boden 20 des Kunststoffinnenbehälters 15 auf einer Palette 22 die aus Metall, Kunststoff oder Holz bestehen kann. Ferner sind die Seitenwände 21 und die Oberseite 16 von einem Rohrgitter 23, insbesondere Stahlrohrgitter, umrahmt, wodurch zum einen der Kunststoffinnenbehälter 15 vor Beschädigungen geschützt ist und zum anderen die Stabilität des gesamten Wasserbehälters 13 erhöht wird, so dass ein Übereinanderstapeln oder Nebeneinanderstapeln solcher Wasserbehälter 13 platzsparend in einfacher Weise möglich ist.
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Wie insbesondere in 1 gezeigt, ist dem Wasserbehälter 13 die Filtereinrichtung 11 zugeordnet. Die Filtereinrichtung 11 besitzt ein Gehäuse 24, das einen Einlass 25 und an seiner Unterseite einen Auslass 26 aufweist.
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Das Gehäuse ist im gezeigten Beispielsfall mehrteilig ausgebildet und umfasst eine den Einlass 25 aufweisende GehäuseOberseite 27 und ein den Auslass 26 aufweisendes Gehäuse-Unterteil 28, die lösbar aneinander befestigbar oder befestigt sind. Die lösbare Befestigung des Gehäuse-Oberteils 27 am Gehäuse-Unterteil 28 kann beispielsweise durch eine lösbare Rastverbindung erfolgen.
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Dem Einlass 25 ist ein Anschlusselement 29 mit einer Anschlussöffnung 30 zum Anschluss an ein Wasserrohr 31 zugeordnet.
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Zweckmäßigerweise wird das Anschlusselement 29 von einem einstückig mit dem Gehäuse-Oberteil 27 verbundenen Anschlussstutzen gebildet, an dessen oberer Stirnseite die Anschlussöffnung 30 ausgebildet ist.
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Der Öffnungsquerschnitt des Anschlusselementes 29 also des Anschlussstutzens ist derart veränderbar, dass ein Anschluss der Filtereinrichtung 11 an Wasserrohre 31 unterschiedlicher Nennweiten möglich ist. Hierzu kann das Anschlusselement 29 eine Gummi-Manschette aufweisen, so dass die Anschlussöffnung 30 von einem Ringabschnitt (nicht dargestellt) aus elastisch nachgiebigem Material, insbesondere Gummimaterial, begrenzt ist, das sich beim Einführen je nach Nennweite des einzuführenden Wasserrohrs 31 mehr oder weniger stark verformt, wodurch der Öffnungsquerschnitt der Anschlussöffnung 30 für das zugeordnete Wasserrohr 31 passend aufgeweitet wird.
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Dem Auslass 26 der Filtereinrichtung 11 ist ein Befestigungselement 32 mit Innengewinde 33 zugeordnet. Wie insbesondere in 2 gezeigt, ist das Befestigungselement 32 einstückig mit dem Gehäuse-Unterteil, insbesondere wird das Befestigungselement 32 mit dem Innengewinde 33 bei der Herstellung des Gehäuses, also des Gehäuse-Unterteils 28 gleich mit angeformt. Somit lässt sich die Filtereinrichtung 11 in einfacher Weise an den Wasserbehälter 13 befestigen, in dem das Innengewinde 33 am Befestigungselement 32 auf das Außengewinde 19 des Befestigungsstutzens 18 an der Oberseite 16 des Kunststoffinnenbehälters 15 aufgeschraubt wird.
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Wie insbesondere in 2 gezeigt, ist zur Abdichtung des Durchgangs zwischen dem Innengewinde 33 am Befestigungselement und im Außengewinde 19 am Befestigungsstutzen 18 eine Dichtung 34 vorgesehen, die zweckmäßigerweise als Dichtring ausgebildet ist.
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Ein wesentliches Element der Filtereinrichtung 11 ist ein im Gehäuse 24 zwischen dem Einlass 25 und dem Auslass 26 angeordneter Wasserfilter 35. Der Wasserfilter 35 dient zur Filterung von einströmendem Wasser, bei dem es sich insbesondere um Regenwasser aus einem Wasserrohr 31 in Form eines Regenfallrohrs handelt.
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Wie insbesondere in den 2 und 3 gezeigt, besitzt der Wasserfilter 35 einen Filterkorb 36, der zweckmäßigerweise aus Kunststoff besteht. Zweckmäßigerweise ist der Filterkorb 36 in das Gehäuse-Oberteil 27 integriert, so dass er beim Lösen des Gehäuse-Oberteils 27 vom Gehäuse-Unterteil 28 gleich mit abgenommen werden kann. Zweckmäßigerweise ist der Filterkorb 36 aus Kunststoff und wird bei der Herstellung des Gehäuse-Oberteils 27 gleich mit ausgebildet.
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Wie insbesondere die Zusammenschau der 2 und 3 zeigt, besitzt der Filterkorb 36 eine Korb-Mantelfläche 37 und einen Korb-Boden 38, die siebartig ausgestaltet sind und das Filtermedium des Wasserfilters 35 bilden. Im gezeigten Beispielsfall sind die Korb-Mantelfläche 37 und der Korb-Boden 38 ein Geflecht aus Kunststoffdraht. Jedoch ist es auch möglich, in den Filterkorb 36 ein separates Filtermedium einzubringen, beispielsweise ein Filtervlies-Element.
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Die 4 bis 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 11 und der erfindungsgemäßen Wasserbehälteranordnung 12. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel durch eine andere Nennweite des Befestigungsstutzens 18 am Wasserbehälter 13, also an der Oberseite 16 des Kunststoffinnenbehälters 15. Die Nennweite des Befestigungsstutzens 18 des zweiten Ausführungsbeispiels ist geringer als die Nennweite beim ersten Ausführungsbeispiel und kann beispielsweise DN 150 betragen, während die Nennweite gemäß erstem Ausführungsbeispiel DN 225 betragen kann. Es sind durchaus auch andere Nennweiten denkbar.
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Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich ferner vom ersten Ausführungsbeispiel durch die andersartige Ausgestaltung des Wasserfilters 35. Wie insbesondere in 5 gezeigt, besitzt der Wasserfilter 35 gemäß zweitem Ausführungsbeispiel einen Filterträger 39, der in Form einer Filterscheibe oder Filterplatte ausgebildet ist. Der Filterträger 39 ist wiederum in das Gehäuse-Oberteil 27 integriert, beispielsweise dort einstückig an das Gehäuse-Oberteil 27 angeformt.
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Der sonstige Gehäuseaufbau beim zweiten Ausführungsbeispiel ist identisch zum Gehäuseaufbau des ersten Ausführungsbeispiels.
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Auf dem Filterträger 39 ist Filtersubstrat gelagert. Bei dem Filtersubstrat kann es sich um eine Schüttung aus Substratpartikeln und/oder mit Substratpartikeln gefüllte Filterpads oder Filtersäcke handeln.