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Die Erfindung betrifft einen Wasserableiter für einen Wasserkasten eines Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
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Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass beispielsweise bei unterschiedlichen Versionen von Kraftfahrzeugen es sein kann, dass ein Wasserableiter bei einem Schließen einer Motorhaube des Kraftfahrzeugs verformt wird, wodurch eine Deformierung des Wasserableiters stattfinden kann und somit keine formschlüssige Verbindung mehr aufgebaut werden kann. Dies kann insbesondere dazu führen, dass die Dichtfunktion nicht mehr erfüllt wird und die Folge davon können Störgeräusche im Innenraum des Kraftfahrzeugs sowie die nicht mehr funktionstüchtige Luft-/Wassermanagementfunktion erfüllen.
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Die
DE 100 10 743 B4 beschreibt eine Motorraumdichtung für Pkw, bei der das Ende über den Bereich des Motorraumes reichende Wasserkastenabdeckung bei geschlossener Motorhaube auf einem Luftansaugkasten dichtend aufliegt und gleichzeitig mit einem zur Motorhaube gerichteten Dichtelement verbunden ist, wobei ein eine Oberlippe und eine Unterlippe aufweisendes U- oder V-förmiges Dichtelement mit der Wasserkastenabdeckung fest verbunden ist, wobei die Oberlippe am Innenblech der geschlossenen Motorhaube und die Unterlippe am Luftansaugkasten dichtend anliegen.
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Die
DE 10 2007 017 427 A1 betrifft ein Kraftfahrzeug, mit einem unterhalb eines Spalts zwischen Windschutzscheibe und Motorhaube angeordneten Wasserkasten, der nach oben von einer länglichen Wasserkastenabdeckung abgedeckt ist, wobei die Wasserkastenabdeckung eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Rille zum seitlichen Ableiten des Wassers besitzt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Wasserableiter zu schaffen, mittels welchem ein verbesserter Betrieb des Kraftfahrzeugs ermöglicht ist.
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Diese Aufgabe wird durch einen Wasserableiter gemäß dem unabhängigen Patentanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Wasserableiter für einen Wasserkasten eines Kraftfahrzeugs, mit zumindest einer Dichtlippe, welche in einem geschlossenen Zustand einer Motorhaube des Kraftfahrzeugs die Motorhaube zumindest bereichsweise kontaktiert.
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Es ist dabei vorgesehen, dass in einem Kanal, welcher durch eine C-förmige Struktur des Wasserableiters gebildet ist, ein im Wesentlichen längliches Versteifungselement zum Versteigen der Dichtlippe angeordnet ist.
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Dadurch ist es ermöglicht, dass der Wasserableiter versteift ist und somit keine Deformierung beim Schließen der Motorhaube realisiert werden kann. Dies ermöglicht einen komfortableren Betrieb des Kraftfahrzeugs.
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Insbesondere wird somit ein Zusatzbauteil vorgeschlagen, welches die Steifigkeit des Wasserableiters erhöht. Dieses Zusatzbauteil wird in den C-Kanal des Wasserableiters eingeschoben.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform ist das längliche Versteifungselement aus Kunststoff gebildet.
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Weiterhin vorteilhaft ist, wenn das längliche Versteifungselement ein Spritzgussbauteil ist.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform ist das längliche Versteifungselement mit einer Vielzahl von gewichtsreduzierenden Löchern ausgebildet.
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Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das längliche Versteifungselement eine Vielzahl von Versteifungsstreben aufweist.
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Ein nochmals weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Wasserkasten mit einem Wasserableiter nach dem vorhergehenden Aspekt. Ferner betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einem Wasserkasten nach dem vorhergehenden Aspekt.
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Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Wasserableiters sind als vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Wasserkastens sowie des Kraftfahrzeugs anzusehen.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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Dabei zeigen:
- 1 eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform eines Kraftfahrzeugs mit einer Ausführungsform eines Wasserkastens mit einer Ausführungsform eines Wasserableiters;
- 2 eine weitere schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform des Wasserkastens; und
- 3 eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform eines länglichen Versteifungselements.
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In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Kraftfahrzeugs 10 mit einer Ausführungsform eines Wasserkastens 12. Der Wasserkasten 12 weist zumindest einen Wasserableiter 14 auf. Der Wasserableiter 14 weist zumindest eine Dichtlippe 14 auf, welche in einem geschlossenen Zustand einer nicht dargestellten Motorhaube des Kraftfahrzeugs 10 die Motorhaube zumindest bereichsweise kontaktiert.
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Es ist dabei vorgesehen, dass in einem Kanal 16 (2), welcher durch eine C-förmige Struktur 32 des Wasserableiters 14 gebildet ist, ein im Wesentlichen längliches Versteifungselement 18 angeordnet ist.
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2 zeigt eine weitere schematische Perspektivansicht gemäß einer Ausführungsform des Wasserkastens 12. Insbesondere ist gezeigt, dass das längliche Versteifungselement 18 aus Kunststoff ausgebildet sein kann. Ferner ist insbesondere gezeigt, dass das längliche Versteifungselement 18 ein Spritzgussbauteil ist.
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Insbesondere ist somit gezeigt, dass durch das Zusatzbauteil, welches dem länglichen Versteifungselement 18 entspricht, die Funktion des Luft-/Wassermanagements gewährleistet ist. Die Verformung des Wasserableiters 14 wird verhindert. Ferner ist das Anliegen der Hohlkammerdichtung, welche der Dichtlippe 16 entspricht, gewährleistet und somit geraten keine Störgeräusche in den Innenraum des Kraftfahrzeugs 10.
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3 zeigt eine weitere schematische Perspektivansicht gemäß einer Ausführungsform des länglichen Versteifungselements 18. Insbesondere ist vorliegend gezeigt, dass das längliche Versteifungselement eine Vielzahl von gewichtsreduzierenden Löchern 20 aufweist. Des Weiteren ist gezeigt, dass das längliche Versteifungselement 18 eine Vielzahl von Versteifungsstreben 22 aufweisen kann. Insbesondere kann durch die gewichtsreduzierenden Löcher 20 Gewicht gespart werden, sodass ein leichtes längliches Versteifungselement 18 bereitgestellt werden kann. Durch die entsprechenden Versteifungsstreben 22 ist es wiederum ermöglicht, dass trotz der gewichtsreduzierenden Struktur zuverlässig die Steifigkeit des länglichen Versteifungselements 18 gewährleistet ist.
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Ferner zeigt die 3, dass an dem länglichen Versteifungselement 18 weitere Streben 24 ausgebildet sind, welche eine Kontaktierung beziehungsweise einen festen Halt innerhalb der C-förmigen Struktur gewährleisten. Des Weiteren sind zumindest drei Rasteinrichtungen 26, 28, 30 gezeigt, welche das längliche Versteifungselement am Wasserkasten 12 fixieren können. Die jeweiligen Rasteinrichtungen 26, 28, 30 weisen jeweils zwei zueinander korrespondierende Rastelement auf.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 10010743 B4 [0003]
- DE 102007017427 A1 [0004]