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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Erfindungsfeld
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung und eine Spritzgussmaschine, die das Prüfen eines Änderungstrends von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode in Entsprechung zu einer Häufigkeitsverteilung vereinfachen.
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Stand der Technik
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In einer Spritzgussmaschine ist es bei der Produktion eines vorteilhaften Gussartikels wichtig, eine Überwachung durchzuführen, um festzustellen, ob ein Gusszustand vorteilhaft während des Gussvorgangs aufrechterhalten wird oder nicht und ob eine Anormalität während des Gussvorgangs verursacht wurde oder nicht. Deshalb werden während eines Zyklus in der Spritzgussmaschine Daten zu vorbestimmten Abtastungszeiten von jedem Sensor und jedem Motor in der Spritzgussmaschine erhalten und werden aus diesen Daten z.B. der maximale Wert und die Kunstharzeinspritzzeit berechnet/gemessen. Diese berechneten/gemessenen Daten werden z.B. für das Überwachen des Gusszustands und das Bestimmen einer Eigenschaft des Gussartikels verwendet. Zum Beispiel werden für jede Spritzgussmaschine Werte von verschiedenen Typen von Daten, die einen Gussvorgangszustand in jedem Gusszyklus wie etwa die Gusszykluszeit, die Einspritzzeit, die Messzeit, die Temperaturen des Motors usw., einen Spitzendruck, die Lastfaktoren des Motors usw. angeben, gemessen.
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Zum Beispiel gibt das
japanische Patent Nr. 5811035 eine elektrische Spritzgussmaschine an, die an einer Anzeigeeinheit einen Lastzustand einer die elektrische Spritzgussmaschine über mehrere Zyklen antreibenden Antriebseinheit anzeigt. Die elektrische Spritzgussmaschine erhält den Lastfaktor der Antriebseinheit jeweils bei der Ausführung eines Zyklus und zeigt an der Anzeigeeinheit einen Lastfaktortrend an, der eine Änderung in dem über die mehreren Zyklen erhaltenen Lastfaktor angibt. Insbesondere enthält die Spritzgussmaschine
10 einen Einspritz-Servomotor 15a, der eine in einer Düse
12 vorgesehene Schraube
13 nach vorn und nach hinten bewegt, einen Mess-Servomotor 15b, der die Schraube
13 für das Messen einer Kunstharzmenge dreht, einen Auswurf-Servomotor 15c, der einen Auswurfstift
14 für das Auswerfen eines Gussartikels aus einer Form 11 bewegt, einen Klemm-Servomotor 15d, der die Form 11 klemmt, und Sensoren 16a bis 16d, die die Temperatur der jeweils durch die Servomotoren 15a bis 15d erzeugten Wärme erfassen und Informationen zu der erfassten Temperatur an eine Steuereinrichtung
30 senden. Die Spritzgussmaschine
10 berechnet den Lastfaktor jedes der Servomotoren 15a bis 15d bei jeder Ausführung eines Zyklus (ein Klemmschritt, ein Einspritzschritt (einschließlich einer Bewegung der Düse nach vorn und nach hinten), ein Messschritt, ein Formöffnungsschritt, ein Auswurfschritt und ein Standbyschritt) zum Formen eines Gussartikels. Die Spritzgussmaschine
10 zeigt an einer Anzeigeeinheit (in einem Überlasttrend-Anzeigebereich
42) eine Änderung in den über mehrere Zyklen erhaltenen Lastfaktoren der Servomotoren 15a bis 15d an. Bei dieser Konfiguration zeigt die elektrische Spritzgussmaschine des japanischen Patents Nr. 5811035 an der Anzeigeeinheit den Laststatus basierend auf der Änderung in dem über die mehreren Zyklen erhaltenen Lastfaktor an und kann dementsprechend den Laststatus vorhersagen. Wenn ein Benutzer aus einem derartigen Trend bestimmt, dass eine Wahrscheinlichkeit für ein Festfressen (Überhitzung) der Servomotoren 15a bis 15d gegeben ist, wird eine Gussbedingung zum Beispiel derart geändert, dass die Antriebseinheit vor einer Überlast geschützt werden kann und eine Reduktion der Anzahl von gegossenen Artikeln vermieden werden kann.
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Die ungeprüfte japanische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer
2004-148593 gibt eine elektrische Spritzgussmaschine an, die enthält: einen Mehrzyklen-Durchschnittslastfaktor-Berechnungsabschnitt, der das Drehmoment jedes Servomotors in der elektrischen Spritzgussmaschine während eines Zyklus eines Gussschritts misst, um den Lastfaktor jedes Servomotors während eines Zyklus des Gussschritts zu berechnen und mehrere Motorlastfaktoren für jeweils einen Zyklus des Gussschritts zu mitteln, um den durchschnittlichen Lastfaktor jedes Motors über mehrere Zyklen zu berechnen; und eine Anzeigeeinheit, die den durch die Mehrzyklen-Durchschnittslastfaktor-Berechnungsabschnitt berechneten durchschnittlichen Lastfaktor jedes Motors über die mehreren Zyklen anzeigt. Die ungeprüfte japanische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer
2004-148593 beschreibt, dass der durchschnittliche Lastfaktor jedes Motors über die mehreren Zyklen derart berechnet wird, dass die Motorlastfaktoren jedes Motors während eines Zyklus des Gussschritts mehrmals gemittelt werden, sodass eine Variation in dem Motorlastfaktor jedes Motors beseitigt werden kann und der durchschnittliche Lastfaktor jedes Motors zuverlässig visuell geprüft werden kann.
- Patentdokument 1: Japanisches Patent Nr. 5811035
- Patentdokument 2: Ungeprüfte japanische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer 2004-148593
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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In vielen Fällen ist die für einen Zyklus (einen Spritzvorgang) in der Spritzgussmaschine erforderliche Zeit kurz und führt die Spritzgussmaschine ein Gießen auch am Wochenende durch. Zum Beispiel wird angenommen, dass die Spritzgussmaschine nach der Lieferung ungefähr 20.000.000 Spritzvorgänge beim Gießen durchführt, bevor sie außer Betrieb genommen wird. Wenn in diesem Fall alle Daten für jeden Zyklus gespeichert werden und ein Auswurfachsenmotor-Lastfaktor mit zwei Dezimalstellen gespeichert wird, ist der mögliche maximale Datenwert gleich 10.000 und sind zwei Bytes für das Speichern erforderlich. Wenn also alle Teile von Lastfaktordaten für 20.000.000 Spritzvorgänge gespeichert werden, sind 40.000.000 Bytes (
40 MB) erforderlich. Eine tatsächliche Gussmaschine erfordert für jeden Spritzvorgang viele verschiedene Daten wie etwa jeweils die Achsenmotorlast, die Heiztemperatur, die Packzeit, die Messposition und den Stromverbrauch. Wenn also 80 verschiedene Daten vorhanden sind, beträgt die für das Speichern erforderliche Gesamtspeichergröße
40 MB x 80 = 3,2 GB für das Speichern von allen 80 Typen von Zyklusdaten für 20.000.000 Spritzvorgänge. Allgemein verfügt eine Spritzgussmaschine jedoch nicht über eine derartige Speicherkapazität. Es ist deshalb nicht realistisch, dass alle Teile von Betriebsdaten gespeichert werden können. Solange die Gussbedingung in der Spritzgussmaschine, für die eine hohe Stabilität eines wiederholten Betriebs erforderlich ist, nicht geändert wird, ist ein Betriebsdatenwert bis zu einem gewissen Grad konstant. Es besteht also ein Bedarf für eine Spritzgussmaschine, in der ein Änderungstrend (z.B. ein langfristiger Änderungstrend von Gussinformationen in Betrieb bis zum letzten Zeitpunkt nach z.B. der Lieferung der Maschine) von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und ein singulärer Wert wie etwa ein unerwarteter Fehler effizient aufgezeichnet werden können und ein Benutzer einen derartigen Änderungstrend einfach prüfen kann. Dazu zeigt die in dem japanischen Patent Nr.
5811035 angegebene Spritzgussmaschine an der Anzeigeeinheit den Lastzustand der Antriebseinheit über mehrere Zyklen an. Die Spritzgussmaschine erhält den Lastfaktor der Antriebseinheit bei jeder Ausführung eines Zyklus und zeigt an der Anzeigeeinheit den Lastfaktortrend an, der die über die mehreren Zyklen erhaltene Änderung in dem Lastfaktor angibt. Die Spritzgussmaschine kann einen Änderungstrend von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und einen singulären Wert wie etwa einen unerwarteten Fehler nicht effizient aufzeichnen. Außerdem berechnet die in der ungeprüften japanischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer
2004-148593 angegebene Spritzgussmaschine den durchschnittlichen Lastfaktor jedes Motors über die mehreren Zyklen derart, dass die Motorlastfaktoren jedes Motors während eines Zyklus des Gussschritts mehrmals gemittelt werden, und kann dementsprechend eine Variation in dem Motorlastfaktor jedes Motors beseitigen und den durchschnittlichen Lastfaktor jedes Motors visuell prüfen. Die Spritzgussmaschine kann einen Änderungstrend von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und einen singulären Wert wie etwa einen unerwarteten Fehler nicht effizient aufzeichnen. Das heißt, dass es für diese Spritzgussmaschinen schwierig ist, eine langfristige Änderung in dem Betriebsdatenwert zu erfassen. Weiterhin ist zu erwarten, dass Betriebsdaten (Betriebsdaten, die den singulären Wert als einen einzigartigen Datenwert, der verschieden von demjenigen in einem normalen Zustand ist, angeben), wenn eine Anormalität aufgetreten ist, im Verlauf des Mittelns der Betriebsdatenwerte verloren gehen. Der singuläre Wert wird jedoch häufig durch eine Fehlfunktion der Spritzgussmaschine verursacht, sodass also wenn der singuläre Wert verloren geht, eine Untersuchung der Ursache für die Fehlfunktion schwierig ist.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung und eine Spritzgussmaschine vorzusehen, die einen Änderungstrend von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und einen singulären Wert wie etwa einen unerwarteten Fehler effizient aufzeichnen können.
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(1) Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung (7) für das Verwalten von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb einer Spritzgussmaschine (1) während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode, wobei die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung (7) eine zugreifbar verbundene Speichereinheit (72) und eine Steuereinheit (71) enthält. Die Steuereinheit (71) enthält eine Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit (711), die einen Maschinenzustandsdatenwert für jeden Gusszyklus in der Spritzgussmaschine (1) erhält, und eine Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit (713), die den durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit (711) erhaltenen Maschinenzustandsdatenwert zu einem Klassendatenwert wandelt, der die vorgegebene Klasse des Maschinenzustandsdatenwerts angibt und eine Häufigkeit während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode in der Speichereinheit (72) aufzeichnet.
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(2) Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Spritzgussmaschine (1), die die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung (7) gemäß (1) enthält.
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Gemäß einem Aspekt können der Änderungstrend der Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und der singuläre Wert wie etwa der unerwartete Fehler effizient aufgezeichnet werden.
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Figurenliste
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- 1 ist eine schematische Ansicht, die eine Spritzgussmaschine und eine Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
- 2 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung eines Lastfaktors bis zum letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine in der Form eines Histogramms angezeigt wird.
- 3A ist ein Kurvendiagram, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Lastfaktors in der Form eines Histogramms jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen angezeigt wird.
- 3B ist ein Kurvendiagram, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Lastfaktors in der Form eines Histogramms jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen angezeigt wird.
- 3C ist ein Kurvendiagram, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Lastfaktors in der Form eines Histogramms jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen angezeigt wird.
- 4A ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Lastfaktors in der Form eines Histogramms jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen als ein Prozentsatz pro Spritzvorgang angezeigt wird.
- 4B ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Lastfaktors in der Form eines Histogramms jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen als ein Prozentsatz pro Spritzvorgang angezeigt wird.
- 4C ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Lastfaktors in der Form eines Histogramms jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen als ein Prozentsatz pro Spritzvorgang angezeigt wird.
- 5 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem Histogramme für Lastfaktoren jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen miteinander überlappend angezeigt werden.
- 6 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem ein durchschnittlicher Wert der Lastfaktoren jeweils für kumulative Spritzvorgangsanzahlen angezeigt wird.
- 7A ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem der Lastfaktor für jede Form bis zu dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine in der Form eines Histogramms angezeigt wird.
- 7B ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem der Lastfaktor für jede Form bis zu dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine in der Form eines Histogramms angezeigt wird.
- 8 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem Histogramme für den Lastfaktor für jeweils mehrere Formen angezeigt werden und die Histogramme miteinander überlappend angezeigt werden.
- 9 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem Häufigkeitsverteilungsdaten in der Form eines Paretodiagramms angezeigt werden.
- 10A ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Motorlastfaktors für einen Fall, in dem ein Schwellwert für eine kumulative Häufigkeit zuvor für jede Klasse in einer Häufigkeitsverteilung gesetzt ist, in der Form eines Histogramms angezeigt wird.
- 10B ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel eines angezeigten Histogramms für den Fall zeigt, das die kumulative Häufigkeit den zuvor gesetzten Schwellwert für jede Klasse in der Häufigkeitsverteilung überschreitet.
- 10C ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Entwicklung des Motorlastfaktors für den Fall, dass der kumulative Häufigkeitsschwellwert für jede Klasse in der Häufigkeitsverteilung aktualisiert wird, in der Form eines Histogramms angezeigt wird.
- 11 ist eine schematische Ansicht, die eine Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung zeigt, die Maschinenzustandsdaten für eine oder mehrere mit der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung über ein Netzwerk verbundene Spritzgussmaschinen verwaltet.
- 12A ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Verteilung der Häufigkeit des Motorlastfaktors in jeder Spritzgussmaschine für den Fall, dass die mehreren Spritzgussmaschinen den gleichen Artikel mit der gleichen Form und den gleichen Maschinenspezifikationen unter der gleichen Betriebsbedingung gießen, angezeigt wird.
- 12B ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die Verteilung der Häufigkeit des Motorlastfaktors in jeder Spritzgussmaschine für den Fall, dass die mehreren Spritzgussmaschinen den gleichen Artikel mit der gleichen Form und den gleichen Maschinenspezifikationen unter der gleichen Betriebsbedingung gießen, angezeigt wird.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Im Folgenden wird eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung im Detail mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
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(Erste Ausführungsform)
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Im Folgenden wird eine Ausführungsform einer Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. 1 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform, in der eine Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 als eine zu einer Spritzgussmaschine 1 separate Einrichtung vorgesehen ist. 1 zeigt einen beispielhaften Fall, in dem die Spritzgussmaschine 1 und die Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 direkt miteinander über eine Schnittstelle verbunden sind, wobei die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf ein derartiges Beispiel beschränkt ist. Zum Beispiel können die Spritzgussmaschine 1 und die Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 miteinander über ein Netzwerk verbunden sein. In 1 ist die einzelne Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 mit der einzelnen Spritzgussmaschine 1 verbunden, wobei aber auch wie weiter unten beschrieben mehrere N (N ≥ 2) Spritzgussmaschinen 1-n (1 ≤ n ≤ N) mit der einzelnen Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 verbunden sein können. Alternativ dazu kann die Spritzgussmaschine 1 die Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 wie weiter unten beschrieben enthalten. In diesem Fall kann die Spritzgussmaschine 1-1 mit der darin enthaltenen Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 gesammelt die anderen Spritzgussmaschinen 1-n (2 ≤ n ≤ N), die keine Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtungen 7 enthalten, verwalten. Die Spritzgussmaschine 1 wird im Folgenden kurz beschrieben, bevor dann die Spritzgussinformationenverwaltung-Überwachungsvorrichtung 7 beschrieben wird.
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<Spritzgussmaschine>
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Wie in 1 gezeigt, sind ein Öffnungs-/Schließklemmmechanismus (nachfolgend auch als „Klemmeinheit 10“ bezeichnet) und eine Einspritzeinheit 40 an einem Maschinenständer (nicht gezeigt) vorgesehen und bilden einen Körperteil der Spritzgussmaschine 1. Wie weiter unten beschrieben, enthält die Klemmeinheit 10 mehrere Bewegungseinheiten wie etwa eine Bewegungsplatte 13 und einen Auswurfmechanismus 50. Weiterhin umfasst die Spritzgussmaschine 1 eine Steuereinrichtung 60.
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<Klemmeinheit>
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Im Folgenden wird die Klemmeinheit 10 beschrieben. In der Klemmeinheit 10 sind eine stationäre Platte 12 und eine Rückplatte 15 über mehrere Streben (nicht gezeigt) miteinander verbunden und ist zwischen der stationären Platte 12 und der Rückplatte 15 die bewegliche Platte 13 beweglich entlang der Streben angeordnet. Weiterhin ist eine stationärseitige Form 32 der Form 30 an der stationären Platte 12 angebracht und ist eine bewegungsseitige Form 33 an der Bewegungsplatte 13 angebracht.
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Die Bewegungsplatte 13 kann nach rechts und links wie in 1 gezeigt über einen Umschaltmechanismus 20 des Klemmmechanismus 10 durch einen an der Rückplatte 15 angebrachten Form-Öffnungs-/Schließklemmen-Servomotor 21 (nachfolgend auch als „Klemm-Servomotor 21“ bezeichnet) bewegt werden. Insbesondere wird ein Kugelgewindetrieb (nicht gezeigt) durch einen Kraftübertragungsabschnitt wie etwa eine Riemenscheibe und einen Riemen durch den Antrieb des Klemm-Servomotors 21 angetrieben und wird der Umschaltmechanismus 20 dementsprechend für eine Bewegung nach vorne oder nach hinten (nach rechts oder links in 1) angetrieben. Dann bewegt sich die Bewegungsplatte 13 nach vorne oder hinten in der Richtung der stationären Platte 12, um ein Öffnen/Schließen und ein Klemmen der Form 30 und der Formöffnung durchzuführen. Ein Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 21a wie etwa ein Pulscodierer, der die Drehposition/Geschwindigkeit des Klemm-Servomotors 21 erfasst, ist an einer Motorachse des Klemm-Servomotors 21 angebracht und derart konfiguriert, dass die Position der Bewegungsplatte 13 (der bewegungsseitigen Form 33) in Entsprechung zu einem Positionsrückkopplungssignal von dem Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 21a erfasst wird.
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<Auswurfmechanismus>
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Ein Auswurf-Servomotor 51, der den Produktauswurfmechanismus 50 (nachfolgend auch als „Auswurfmechanismus 50“ bezeichnet) antreibt, ist an der Bewegungsplatte 13 angebracht. Der Auswurfmechanismus 30 ist ein Mechanismus zum Auswerfen eines Gussartikels aus der Form 30 (der bewegungsseitigen Form 33), die an der Bewegungsplatte 13 vorgesehen ist. Insbesondere überträgt der Auswurfmechanismus 50 eine Drehkraft des Auswurf-Servomotors 51 zu einem Auswurfstift 14 über einen Kraftübertragungsabschnitt (nicht gezeigt), der eine Riemenscheibe, einen Riemen (einen Zahnriemen) und einen Kugelgewinde/Mutter-Mechanismus (nicht gezeigt) enthält, und veranlasst, dass der Auswurfstift 14 in die Form 30 (die bewegungsseitige Form 33) vorsteht. Auf diese Weise wirft der Auswurfmechanismus 50 den Gussartikel aus der Form 30 (der bewegungsseitigen Form 33) aus. Ein Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 51a wie etwa ein Pulscodierer, der die Drehposition/-geschwindigkeit des Auswurf-Servomotors 51 erfasst, ist an dem Ausruf-Servomotor 51 angebracht und derart konfiguriert, dass die Position des Auswurfstifts 14 in Entsprechung zu einem Positionsrückkopplungssignal von dem Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 51a erfasst wird.
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<Einspritzeinheit>
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Die Einspritzeinheit 40 enthält zum Beispiel einen Fülltrichter 48, einen Einspritzzylinder 41, eine Einspritzschraube 43, einen Einspritz-Servomotor 46 und einen Mess-Servomotor 45. Für das Zuführen eines Kunstharzmaterials in den Einspritzzylinder 41 ist der Fülltrichter 48 an einem oberen Teil des Einspritzzylinders 41 vorgesehen. Ein Düsenteil 42 ist an einem Spitzenende des Einspritzzylinders 41 angebracht, und die Einspritzschraube 43 ist in den Einspritzzylinder 41 eingesteckt. Ein Drucksensor 47 wie etwa eine Lastzelle, die einen Druck auf ein geschmolzenes Kunstharz in dem Einspritzzylinder 41 in Entsprechung zu einem Druck an der Einspritzschraube 43 erfasst, ist an der Einspritzschraube 43 vorgesehen. Zum Beispiel kann der erfasste Kunstharzdruck (der Kunstharzdruck an der Schraube 43) basierend auf einem Erfassungssignal von dem Drucksensor 47 gemessen werden. Die Einspritzschraube 43 wird durch den Mess-Servomotor 45 nach vorne oder nach hinten durch einen Übertragungsabschnitt 45c gedreht, der eine Riemenscheibe, einen Zahnriemen usw. umfasst. Ein Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 45a wie etwa ein nicht-gezeigter Pulscodierer, der die Drehposition/-geschwindigkeit des Mess-Servomotors 45 erfasst, ist an dem Mess-Servomotor 45 angebracht, um die Drehposition oder Drehgeschwindigkeit der Einspritzschraube 43 zu erfassen. Die Einspritzschraube 43 wird durch den Einspritz-Servomotor 46 über einen Übertragungsabschnitt 46c, der einen Mechanismus zum Wandeln einer Drehbewegung zu einer linearen Bewegung wie etwa eine Riemenscheibe, einen Riemen und einen Kugelgewinde/Mutter-Mechanismus umfasst, angetrieben und bewegt sich in dem Einspritzzylinder 41 in einer Längsachsenrichtung des Einspritzzylinders 41. Ein Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 46a wie etwa ein Pulscodierer, der die Drehposition/-geschwindigkeit des Einspritz-Servomotors 46 erfasst, ist an dem Einspritz-Servomotor 46 angebracht, um die Axialposition/-geschwindigkeit der Einspritzschraube 43 zu erfassen. Es ist zu beachten, dass der Einspritz-Servomotor auch als ein Schraubenachsenmotor bezeichnet wird.
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<Messinstrumente>
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Vorstehend wurde beispielhaft der Drucksensor 47, der den Druck an dem geschmolzenen Kunstharz in dem Einspritzzylinder 41 in Entsprechung zu dem Druck an der Einspritzschraube 43 erfasst, beschrieben, wobei ein Messinstrument wie etwa ein Sensor aber nicht auf einen derartigen Sensor beschränkt ist. Zum Beispiel können Temperatursensoren, die die Temperatur jedes Servomotors 45, 46, 21, 51, eine Zylindertemperatur, eine Formtemperatur usw. messen, an entsprechenden Positionen angeordnet sein. Es kann ein Messinstrument, das eine augenblicklichen Stromwert und einen augenblicklichen Spannungswert jedes Servomotors 45, 46, 21, 51 misst, vorgesehen sein. Es kann ein Dehnungssensor für das Messen einer Klemmkraft angeordnet sein. Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 werden durch diese Messinstrumente gemessen, sodass die Spritzgussmaschine 1 (die Steuereinrichtung 60) zum Beispiel den Lastfaktor und die Temperatur jedes Servomotors 45, 46, 21, 51, einen Spitzendruck in dem Einspritz-/Packschritt, die Klemmkraft in einem Klemmschritt, den Stromverbrauch, die Einspritzzeit, die Messzeit und die Zykluszeit erfassen können.
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Was insbesondere den Lastfaktor jedes Servomotors betrifft, kann ein augenblicklicher Lastfaktor wie z.B. in der ungeprüften japanischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer
09-262889 beschrieben, basierend auf einem augenblicklichen Leistungswert berechnet werden, die aus dem augenblicklichen Stromwert und dem augenblicklichen Spannungswert jedes Servomotors und eines Nennwerts jedes Servomotors berechnet wird. Aus dem augenblicklichen Lastfaktor können zum Beispiel ein durchschnittlicher Lastfaktor pro Zeiteinheit, ein durchschnittlicher Lastfaktor pro Schritt, ein durchschnittlicher Lastfaktor pro Zyklus und der maximale Lastfaktor pro Zyklus erfasst werden. Es ist zu beachten, dass in dieser Ausführungsform der maximale Lastfaktor jedes Servomotors als die Maschinenzustandsdaten verwendet werden können. Der oben beschriebene Lastfaktor kann als der Servomotor-Lastfaktor verwendet werden.
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Der Spitzendruck in der Einspritz-/Packstufe kann zum Beispiel durch den Drucksensor 47, der zwischen dem Einspritz-Servomotor 46 und der Einspritzschraube 43 angeordnet ist, erfasst werden.
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Was die Klemmkraft in dem Klemmschritt angeht, kann ein Dehnungssensor, der eine Dehnungsgröße einer Komponente einer Klemmeinrichtung erfasst, zum Beispiel wie in der ungeprüften japanischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer
09-187853 vorgesehen sein, um die Klemmkraft aus der durch den Dehnungssensor erfassten Dehnungsgröße zu erfassen. Es ist zu beachten, dass die zu messenden Maschinenzustandsdaten nicht darauf beschränkt sind. Optional können auch andere dem Fachmann bekannte messbare Daten erfasst werden.
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<Steuereinrichtung>
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Die Steuereinrichtung 60, die die Spritzmaschine 1 steuert, umfasst zum Beispiel eine numerische Steuereinheit 61, eine programmierbare Steuereinrichtung (PLC) 62 und eine Servosteuereinheit 63. Die PLC 62 umfasst eine PLCCPU 621, die einen Sequenzbetrieb der Spritzgussmaschine 1 steuert, und eine Speichereinheit 622, die für das vorübergehende Speichern z.B. eines Sequenzprogramms und von Berechnungsdaten verwendet wird. Die numerische Steuereinheit 61 enthält eine Numerische-Steuerung-CPU 611, die die Spritzgussmaschine 1 insgesamt steuert, und eine Speichereinheit 612, die für das vorübergehende Speichern z.B. eines automatischen Betriebsprogramms und von Berechnungsdaten verwendet wird.
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Die Servosteuereinheit 63 enthält eine Servosteuerungs-CPU 631, die die Verarbeitung einer Positionsschleife, einer Geschwindigkeitsschleife und einer Stromschleife durchführt, und eine Speichereinheit 632, die für das vorübergehende Speichern eines Steuerprogramms und von Daten für die Servosteuerung verwendet wird. Weiterhin sind ein Servoverstärker 45b, der den Mess-Servomotor 45 antreibt, ein Servoverstärker 46b, der die Einspritzschraube 43 in einer Axialrichtung antreibt, um den Einspritz-Servomotor 46 für das Durchführen einer Einspritzung usw. zu betreiben, ein Klemm-Servoverstärker 21b, der den Klemm-Servomotor 21 für das Bewegen des Umschaltmechanismus 20 nach vorne oder nach hinten (in der Richtung nach rechts oder in der Richtung nach links in 1) bewegt, um den Umschaltmechanismus 20 anzutreiben, und die Bewegungsplatte 13 nach vorne oder nach hinten in der Richtung der stationären Platte 12 bewegt, um ein Öffnen/Schließen und Klemmen der Form 30 und der Formöffnung durchzuführen, und ein Servoverstärker 51b, der den Auswurf-Servomotor 51 antreibt, mit der Servosteuereinheit 63 verbunden. Die Positions-/Geschwindigkeitsdetektoren 45a, 46a, 21a, 51a sind jeweils an den Servomotoren 45, 46, 21, 51 angebracht, wobei eine Ausgabe von den Positions-/Geschwindigkeitsdetektoren 45a, 46a, 21a, 51a zu der Servosteuereinheit 63 zurückgeführt wird. Die Servosteuereinheit 63 führt eine Position/Geschwindigkeit-Rückkopplungssteuerung basierend auf einem Bewegungsbefehl für jede Achse (Mess-Servomotor 45, Einspritz-Servomotor 46, Klemm-Servomotor 21, Auswurf-Servomotor 51) von der numerischen Steuereinheit 61 und auf den von den Positions-/Geschwindigkeitsdetektoren 45a, 46a, 21a, 51a zurückgeführten erfassten Positionen/Geschwindigkeiten durch und führt eine Antriebsstrom-Rückkopplungssteuerung für jeden Servomotor 45, 46, 21, 51 für das Betreiben und Steuern jedes Servomotors 45, 46, 21, 51 über jeden Servoverstärker 45b, 46b, 21b, 51b durch. Bei dieser Konfiguration ist z.B. ein Letzter-Wert-Register, das die von dem Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 46a zurückgeführte Drehposition des Einspritz-Servomotors 46 speichert, derart vorgesehen, dass die Position (die Einspritzposition) der Einspritzschraube 43 in der Axialrichtung in Entsprechung zu der Drehposition des Einspritz-Servomotors 46 erfasst werden kann. Die Position der Bewegungsplatte 13 (der bewegungsseitigen Form 33) kann in Entsprechung zu dem Positionsrückkopplungssignal von dem Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 21a wie etwa dem Pulscodierer, der die Drehposition/-geschwindigkeit des Klemm-Servomotors 21 erfasst und an der Motorachse des Klemm-Servomotors 21 angebracht ist, erfasst werden. Die Steuereinrichtung 60 ist mit einer Anzeige 65 verbunden, die einen Flüssigkristall- oder CRT-Bildschirm umfasst.
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In der oben beschriebenen Konfiguration steuert die PLC 62 den Sequenzbetrieb der gesamten Spritzgussmaschine, verteilt die numerische Steuereinheit 61 den Bewegungsbefehl zu jeder Servomotorachse basierend auf z.B. dem Betriebsprogramm und den Gussbedingungen und führt die Servosteuereinheit 63 die Servosteuerung wie etwa eine Positionsschleifensteuerung, eine Geschwindigkeitsschleifensteuerung und eine Stromschleifensteuerung (Drehmomentsteuerung) basierend auf dem zu jeder Achse verteilten Bewegungsbefehl (Mess-Servomotor 45, Einspritz-Servomotor 46, Klemm-Servomotor 21, Auswurf-Servomotor 51) und den durch die Positions-/Geschwindigkeitsdetektoren 45a, 46a, 21a, 51a erfassten Position/Geschwindigkeit-Rückkopplungssignalen durch, um eine sogenannte digitale Servoverarbeitung auszuführen.
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Wenn zum Beispiel ein Formschließbefehl eingegeben wird, erhält die Servosteuereinheit 63 eine Positionsfehlergröße basierend auf dem Bewegungsbefehl und dem Rückkopplungssignal von dem Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 21a, erhält einen Geschwindigkeitsbefehl durch das Multiplizieren der Positionsfehlergröße mit einer Positionsverstärkung und erhält einen Geschwindigkeitsfehler durch das Subtrahieren der durch den Positions-/Geschwindigkeitsdetektor 21a erhaltenen letzten Geschwindigkeit des Klemm-Servomotors 21 von dem Geschwindigkeitsbefehl. Dann führt die Servosteuereinheit 63 die Geschwindigkeitsschleifenverarbeitung durch, um einen Strombefehlswert als einen Drehmomentbefehl für den Klemm-Servomotor 21 zu erhalten, und führt die Stromschleifenverarbeitung gemäß einer Differenz zwischen dem Strombefehlswert und dem letzten Antriebsstromwert des Klemm-Servomotors 21 durch, um das Ergebnis zu dem Klemm-Servoverstärker 21b auszugeben. Auf diese Weise treibt die Servosteuereinheit 63 den Klemm-Servomotor 21 an und steuert diesen. Es ist zu beachten, dass dies auch für die Steuerung von anderen Servomotoren gilt, wobei die Konfiguration der Steuereinrichtung 60 und die Konfiguration des Mechanismus der Spritzgussmaschine 1 denjenigen einer typischen Spritzgussmaschine ähnlich sind. Die Spritzgussmaschine 1 wurde weiter oben beschrieben. Es ist zu beachten, dass z.B. die Konfiguration und die Funktionen der Spritzgussmaschine 1 jeweils dem Fachmann wohlbekannte Techniken sind, sodass hier auf eine detaillierte Beschreibung derselben verzichtet wird. Im Folgenden wird die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 beschrieben.
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<Spritzgussinformationenverwaltungs-Unterstützungsvorrichtung>
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Die Spritzgussinformationenverwaltungs-Unterstützungsvorrichtung 7 (nachfolgend auch einfach als „Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7“ bezeichnet) ist direkt über die Schnittstelle mit der Spritzgussmaschine 1 verbunden. Die Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7 umfasst zum Beispiel einen Computer wie etwa einen PC und enthält eine Steuereinheit 71, eine Speichereinheit 72, eine Anzeigeeinheit 75 mit eine CRT- oder Flüssigkristallbildschirm und eine Eingangseinheit 76 wie etwa eine Tastatur oder eine Maus zum Eingeben von Daten oder einem Befehl. Die Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7 erhält z.B. in jedem Gusszyklus verschiedene Typen von Messdaten von der Spritzgussmaschine 1 und speichert diese Daten in der Speichereinheit 72. Es ist zu beachten, dass die Steuereinheit 71 der Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7 eine CPU, einen Speicher usw. wie in einem typischen Computer (nicht gezeigt) enthält. Die Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7 wandelt einen in großer Menge in der Spritzgussmaschine 1 erzeugten und in jedem Gusszyklus erhaltenen Maschinenzustandsdatenwert zu einem Klassendatenwert, der die vorgegebene Klasse des Maschinenzustandsdatenwerts angibt, um den Klassendatenwert in der Speichereinheit 72 aufzuzeichnen. Auf diese Weise können ein Änderungstrend in den Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und ein singulärer Wert wie etwa ein unerwarteter Fehler effizient aufgezeichnet werden und kann ein Benutzer einfach den Änderungstrend prüfen. Es ist zu beachten, dass der Maschinenzustandsdatenwert der Spritzgussmaschine 1 in Entsprechung zu der beim Gießen zu verwendenden Form variiert und deshalb die Formidentifikationsinformationen vorzugsweise mit einer Häufigkeit verknüpft sind, sodass die Häufigkeit für jede Form angezeigt werden kann. Die Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7 weist die im Folgenden beschriebenen Funktionseinheiten auf.
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1 zeigt eine Funktionskonfiguration der Steuereinheit 71 der Verwaltungsunterstützungsvorrichtung 7. Wie in 1 gezeigt, enthält die Steuereinheit 71 eine Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711, eine Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713, eine Ausgabesteuereinheit 714 und eine Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715.
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<Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711>
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Die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhält durch einen Speicher (nicht gezeigt) wie etwa einen RAM die Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand in einem Gussvorgang der Spritzgussmaschine 1. Insbesondere kann die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 zum Beispiel ein durch die numerische Steuereinheit 61 der Spritzgussmaschine 1 erzeugtes Gusszyklus-Startsignal überwachen und ein Signal für das Starten eines nächsten Zyklus als einen Abschluss des vorausgehenden Gusszyklus erfassen. Basierend auf dem Abschluss des vorausgehenden Gusszyklus kann die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 die Maschinenzustandsdaten in dem vorausgehenden Gusszyklus erhalten. Es ist zu beachten, dass die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 vorzugsweise die Maschinenzustandsdaten zu allen Typen von Gussvorgängen nach der Lieferung der Spritzgussmaschine 1 erhält. Und es ist zu beachten, dass die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 zusätzlich zu den Maschinenzustandsdaten auch die Identifikationsinformationen zu der in dem Gussvorgang verwendeten Form und eine kumulative Spritzvorgangsanzahl (gibt an, welcher kumulativen Spritzvorgangsanzahl der Spritzgussmaschine 1 ein Spritzvorgang für den Gussvorgang entspricht) für den Gussvorgang und/oder das Datum und die Uhrzeit (z.B. einen Zeitstempel, der die Endzeit des Gusszyklus angibt) des Gussvorgangs erhält, wobei diese Typen von Informationen mit den Maschinenzustandsdaten verknüpft sind. Im Folgenden werden die „kumulative Spritzvorgangsanzahl (gibt an, welcher kumulativen Spritzvorgangsanzahl der Spritzgussmaschine 1 ein Spritzvorgang für den Gussvorgang entspricht) für den Gussvorgang und/oder das Datum und die Uhrzeit (z.B. einen Zeitstempel, der die Endzeit des Gusszyklus angibt) des Gussvorgangs“ der Einfachheit halber auch als Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen bezeichnet. Die hier beschriebenen Maschinenzustandsdaten sind ein Gussdatenwert in jedem Schritt (ein Formschließschritt, der Klemmschritt, ein Füllschritt, ein Packschritt, ein Kühlungsschritt (ein Messschritt), ein Formöffnungsschritt und ein Auswurfschritt) des Gusszyklus. In dieser Ausführungsform enthalten die durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhaltenen Maschinenzustandsdaten den Motorlastfaktor oder die Motortemperatur jedes Servomotors 45, 46, 21, 51, den Spitzendruck des Einspritz-/Packschritts, die Klemmkraft in dem Klemmschritt, den Stromverbrauch, die Messzeit, die Einspritzzeit oder die Zykluszeit, wobei die vorliegende Erfindung jedoch nicht darauf beschränkt ist. Wie weiter oben beschrieben, können optionale Maschinenzustandsdaten, die derart erhalten werden, dass das Messinstrument die Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 misst, enthalten sein.
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<Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713>
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Die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 wandelt die durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhaltenen Maschinenzustandsdaten zu dem Klassendatenwert, der die vorgegebene Klasse des Maschinenzustandsdatenwerts angibt. Insbesondere wenn der Maschinenzustandsdatenwert der Motorlastfaktor (%) ist, wird der Lastfaktor zu der jeweils nach 10% separierten Häufigkeit gewandelt. Das heißt, dass der Lastfaktor S zu zehn Häufigkeitsklassen von 0% ≤ S < 10%, 10% ≤ S < 20% ... 80%≤ S < 90%, 90% ≤ S ≤ 100% gewandelt wird. Es ist zu beachten, dass diese zehn Häufigkeitsklassen beispielhaft sind und die Erfindung nicht darauf beschränkt ist. Es kann eine optionale Häufigkeit in Entsprechung zu dem Maschinenzustandsdatenwert verwendet werden.
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Basierend auf den Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen der Maschinenzustandsdaten assoziiert die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 den aus dem Maschinenzustandsdatenwert gewandelten Klassendatenwert mit der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode (i) (i ist eine natürliche Zahl, die eine sequentielle Reihenfolge angibt). Insbesondere wird ein beispielhafter Fall beschrieben, in dem die vorbestimmte Periode eine Periode von jeweils 20.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl ist und ein Wert für jeden Gusszyklus verwendet wird. Wenn in diesem Fall die Spritzvorgangsanzahl in den mit dem Maschinenzustandsdatenwert verknüpften Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen zum Beispiel gleich oder kleiner als 20.000 Spritzvorgänge ist, ist der Maschinenzustandsdatenwert mit einer vorbestimmten Periode (1) von 1 bis 20.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl assoziiert. Wenn die Spritzvorgangsanzahl in den mit dem Maschinenzustandsdatenwert verknüpften Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen zum Beispiel gleich oder größer als 20.001 Spritzvorgänge und gleich oder kleiner als 40.000 Spritzvorgänge ist, ist der Maschinenzustandsdatenwert mit einer vorbestimmten Periode (2) von 20.001 bis 40.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl assoziiert. Wie oben beschrieben, kann die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 den durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhaltenen Maschinenzustandsdatenwert zu dem Klassendatenwert, der die vorgegebene Klasse des Maschinenzustandsdatenwerts angibt, wandeln, kann den Klassendatenwert mit den Formidentifikationsinformationen verknüpfen und kann den Klassendatenwert mit der vorbestimmten Periode (1), die basierend auf den Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen der Maschinenzustandsdaten berechnet wurde, verknüpfen. Die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 kann eine derartige Assoziation in der Speichereinheit 72 aufzeichnen. Im Folgenden werden die in der Speichereinheit 72 während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode (i) wie oben beschrieben aufgezeichneten Daten auch als Häufigkeitsverteilungsdaten bezeichnet. Die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 kann den aus dem Maschinenzustandsdatenwert gewandelten Klassendatenwert basierend auf einer vorgegebenen Bedingung kategorisieren und kann basierend auf der Gruppe von kategorisierten Klassendatenwerten kategorische Häufigkeitsverteilungsdaten für jede Kategorie erzeugen und derartige Daten in der Speichereinheit 72 aufzeichnen. Die hier beschriebene vorgegebene Bedingung umfasst zum Beispiel eine Bedingung, in der die gleiche Form für ein Spritzgießen verwendet wird, oder eine Bedingung, in der die Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen in den Bereich der vorgegebenen kumulativen Spritzvorgangsanzahl fällt. Es ist zu beachten, dass die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713, nachdem die Häufigkeitsverteilungsdaten zu dem Zyklus in der Speichereinheit 72 aufgezeichnet wurden, die Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand in dem Gussvorgang der Spritzgussmaschine 1 in dem Zyklus aus dem Speicher, der derartige Daten von der Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 vorübergehend gespeichert hat, löschen kann. Es wurde hier ein Beispiel beschrieben, in dem Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen basierend auf der kumulativen Spritzvorgangsanzahl gesetzt werden, wobei die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt ist. Es kann eine Periode (von dem Datum und der Uhrzeit des Starts der Periode bis zu dem Datum und der Uhrzeit des Endes der Periode) eines Verarbeitungszyklus angewendet werden. Wie weiter oben beschrieben, zeichnet die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713, ohne jeweils den Maschinenzustandsdatenwert so wie er ist aufzuzeichnen, den aus dem Maschinenzustandsdatenwert gewandelten Klassendatenwert auf. Weiterhin assoziiert die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713, anstatt den Klassendatenwert direkt mit den Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen zu assoziieren, den Klassendatenwert mit der aus den Guss-Datum/Uhrzeit-Identifikationsinformationen gewandelten vorbestimmten Periode (z.B. einer Periode von jeweils 20.000 Spritzvorgängen). Weiterhin erzeugt die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 die Häufigkeitsverteilungsdaten, die mit den Identifikationsinformationen zu der in dem Gussvorgang verwendeten Form verknüpft sind. Bei dieser Konfiguration wird die Häufigkeit in Entsprechung zu dem Klassendatenwert in jeder gleichen vorbestimmten Periode (z.B. in jeweils 20.000 Spritzvorgängen) aktualisiert und aufgezeichnet. Im Vergleich zu einem Verfahren, in dem der Maschinenzustandsdatenwert in jedem Zyklus gespeichert wird, kann die für das Speichern der Häufigkeitsverteilungsdaten erforderliche Speicherkapazität beträchtlich reduziert werden und können die Daten für eine lange Zeitdauer gespeichert werden. Weiterhin kann auch für den während der vorbestimmten Periode erzeugten singulären Wert die Häufigkeit desselben aufgezeichnet werden. Wenn zum Beispiel wie oben beschrieben angenommen wird, dass Klassen (zehn Klassen) in z.B. jeweils 10% für jeden Typ (80 Typen) von Daten gesetzt sind, anstatt alle 80 Typen von Daten für jeden Zyklus, d.h. 20.000.000 Spritzvorgänge und die Häufigkeit bei jeder Klasse in jeweils 20.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl, wenn vier Bytes für das Speichern der Häufigkeit bei jeder Klasse erforderlich sind, zu speichern, ist die für das Speichern der Häufigkeitsverteilung in allen 20.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl gleich 4 x 10 x 80 = 3200 Bytes (= 3,2 KB). In diesem Fall ist die für das Speichern aller 20.000.000 Spritzvorgänge erforderliche Speicherkapazität gleich 3,2 KB x 1.000 = 3.200 K = 3,2 MB. Durch diese Konfiguration wird eine Speichernutzung von nur 0,1% der 3,2 GB, die für das Speichern aller 80 Typen von Daten für jeden Zyklus, d.h. für 20.000.000 Spritzvorgänge erforderlich sind, ermöglicht. Die Spritzgussmaschine kann Betriebszustandsdaten für 20.000.000 Spritzvorgänge speichern. Natürlich gehen die Daten in Entsprechung zu dem Bereich der Klasse verloren, wenn die Daten als die Häufigkeitsverteilung gespeichert werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung reicht es aus, wenn die Häufigkeit in Assoziation mit der Klasse aktualisiert wird, und kann die für das Speichern erforderliche Speichergröße reduziert werden. Und durch das langfristige Speichern von Daten und von singulären Werten kann ein langfristiges Erkennen des Betriebsstatus der Spritzgussmaschine gemäß der Aufgabe der vorliegenden Erfindung vollständig realisiert werden. Es ist zu beachten, dass die Anzahl von Spritzgussvorgängen in der vorbestimmten Periode wie in Entsprechung zu dem Betriebsstatus der Spritzgussmaschine 1 erforderlich gesetzt werden kann.
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<Ausgabesteuereinheit 714>
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Die Ausgabesteuereinheit 714 kann zu der Anzeigeeinheit 75 die durch die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 in der Speichereinheit 72 aufgezeichneten Häufigkeitsverteilungsdaten in einer Histogrammform ausgeben. Die Ausgabesteuereinheit 714 kann den Klassendatenwert in absteigender Reihenfolge der Häufigkeit basierend auf den durch die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 in der Speichereinheit 72 aufgezeichneten Häufigkeitsverteilungsdaten sortieren und kann zu der Anzeigeeinheit 75 Daten mit einem Paretodiagramm ausgeben, in dem eine Linienkurve einer kumulativen relativen Häufigkeit auf dem Histogramm gezeigt ist. Die Ausgabesteuereinheit 714 kann zu der Anzeigeeinheit 75 die durch die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 in der Speichereinheit 72 aufgezeichneten kategorischen Häufigkeitsverteilungsdaten in einer Histogrammform ausgeben. Die Ausgabesteuereinheit 714 kann den Klassendatenwert in absteigender Reihenfolge der Häufigkeit basierend auf den durch die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 in der Speichereinheit 72 aufgezeichneten kategorischen Häufigkeitsverteilungsdaten sortieren und kann zu der Anzeigeeinheit 75 Daten mit dem Paretodiagramm ausgeben, in dem die Linienkurve der kumulativen relativen Häufigkeit an dem Histogramm gezeigt ist. Die Ausgabesteuereinheit 714 kann nicht nur die oben beschriebene Ausgabe zu der Anzeigeeinheit 75 machen, sondern auch eine Datei zu einer optionalen externen Einrichtung ausgeben.
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Im Folgenden wird ein Beispiel für die Häufigkeitsverteilungsdaten oder die kategorischen Häufigkeitsverteilungsdaten mit Bezug auf 2, 3A bis 3C, 4A bis 4C und 5 beschrieben. 2 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem eine Entwicklung des Motorlastfaktors (z.B. des Einspritzservomotor-Lastfaktors) bis z.B. dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine in der Form eines Histogramms angezeigt wird. Für das in 2 gezeigte Histogramm wird der Motorlastfaktor als die Maschinenzustandsdaten angezeigt, wobei eine Periode von der Lieferung der Maschine bis zu dem letzten Zeitpunkt als die vorbestimmte Periode genommen wird. In dem Beispiel von 2, 3A bis 3C, 4A bis 4C und 5 werden die Häufigkeitsverteilungsdaten nach jeweils 50.000 Einspritzvorgängen als der vorbestimmten Periode erzeugt, wobei jedoch die vorliegende Erfindung nicht auf ein derartiges Beispiel beschränkt ist. Die vorbestimmte Periode kann nach Bedarf in Entsprechung zu der Spritzgussmaschine 1 gesetzt werden. Indem die Periode von der Lieferung der Maschine bis zu dem letzten Zeitpunkt als eine Periode genommen wird, zeichnet die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 in der Speichereinheit 72 die durch das Wandeln der Maschinenzustandsdaten (des Motorlastfaktors) erhaltenen Häufigkeitsverteilungsdaten im Betrieb in einer derartigen Periode in dem Klassendatenwert (die Häufigkeit) auf und gibt die Ausgabesteuereinheit 714 das Häufigkeitsverteilungs-Histogramm in Entsprechung zu dem Motorlastfaktor seit der Lieferung der Spritzgussmaschine 1 aus. Es ist zu beachten, dass das in 2 gezeigte Histogramm ohne eine Unterscheidung zwischen den Formen die Verteilung des für alle Gussvorgänge seit der Lieferung der Maschine gemessenen Motorlastfaktors unabhängig von der für das Gießen verwendeten Form angibt. Wie weiter oben beschrieben, wird die Häufigkeitsverteilung in Entsprechung zu dem Motorlastfaktor seit der Lieferung der Spritzgussmaschine 1 in der Form eines Histogramms angezeigt und kann deshalb der Benutzer effizient und einfach den langfristigen Zustand der Verteilung des Motorlastfaktors der Spritzgussmaschine 1 prüfen. Und auch die Häufigkeit des Auftretens eines singulären Werts mit einem Motorlastfaktor von gleich oder größer als 90% kann einfach geprüft werden.
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3A bis 3C, 4A bis 4C und 5 sind Kurvendiagramme, die ein Beispiel zeigen, in dem die Entwicklung des für alle Gussvorgänge bis zu 150.000 Einheiten gemessenen Motorlastfaktors von kumulativen Spritzvorgangsanzahlen seit der Lieferung der Maschine (einer kumulativen Spritzvorgangsanzahl von 0) in der Form eines Histogramms für jede kumulative Spritzvorgangsanzahl unabhängig von der beim Gießen verwendeten Form wie in 2 angezeigt wird. Insbesondere zeigen die Histogramme von 3A bis 3C, 4A bis 4C und 5 die Verteilung des Motorlastfaktors in jeder Periode in der Form eines Histogramms, wobei jeweils eine Periode von 0 bis 50.000 in Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl, eine Periode von 50.000 bis 100.000 in Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl und eine Periode von 100.000 bis 150.000 in Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl als die vorbestimmte Periode genommen werden. Die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 kategorisiert also die Periode bis zu 150.000 in Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl seit der Lieferung der Maschine (einer kumulative Spritzvorgangsanzahl von 0) in drei Perioden nach jeweils 50.000 Gussvorgängen und zeichnet in der Speichereinheit 72 die durch die Wandlung der Maschinenzustandsdaten(des Motorlastfaktors) im Betrieb jeder Periode zu dem Klassendatenwert (der Häufigkeit) erhaltenen kategorischen (anhand der Periode) Häufigkeitsverteilungsdaten auf. Die Ausgabesteuereinheit 714 gibt das Histogramm der kategorischen Häufigkeitsverteilung in Entsprechung zu dem Motorlastfaktor in jeder Periode für die Spritzgussmaschine 1 aus. Es ist zu beachten, dass beim Anzeigen der Häufigkeitsverteilungshistogramme für die mehreren Perioden der Anzeigeeinheit 75 die Ausgabesteuereinheit 714 diese Histogramme gleichzeitig anzeigen kann, sodass eine Differenz im Trend der Häufigkeitsverteilung zwischen den Perioden einfach erfasst werden kann. Zum Beispiel können Kurven in verschiedenen Farben an der Anzeigeeinheit 75 angezeigt werden, sodass die Häufigkeitsverteilung in Entsprechung zu jeder Periode wie weiter unten mit Bezug auf 5 beschrieben identifiziert werden kann. Bei dieser Konfiguration kann die Differenz in dem Trend der Häufigkeitsverteilung zwischen den Perioden einfacher erfasst werden. Wie mit Bezug auf 3A bis 3C gezeigt, kann einfach bestätigt werden, dass die Tendenz zeigt, dass der Motorlastfaktor relativ größer wird, wenn die kumulative Spritzvorgangsanzahl in der Periode (z.B. der Periode von 50.000 bis 100.000 in Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl, der Periode von 100.000 bis 150.000 in Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl) größer wird. Wenn eine Betriebsbedingung während der Periode von 0 bis 150.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl nicht geändert wird, kann der Benutzer schätzen, dass eine Verschlechterung oder Anormalität der Spritzgussmaschine 1 aufgetreten ist. In diesem Fall ändert der Benutzer die Betriebsbedingung der Spritzgussmaschine 1 derart, dass eine Motorlast kleiner wird, sodass eine präventive Wartung durch das Vermindern der Motorlastfaktors durchgeführt werden kann. Weiterhin wird eine als Ursache für die Vergrößerung der Motorlast angenommene Komponentenverschlechterung geschätzt, sodass eine Komponente ausgetauscht werden kann.
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Wie z.B. in 3B gezeigt, kann bestätigt werden, dass in der Periode von 50.000 bis 100.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl ein normalerweise unmöglicher, anormaler Betriebswert mit einer hohen Last (der singuläre Wert) mit einem Lastfaktor von 90% bis 100% verursacht wurde. Weiterhin kann mit Bezug auf 3C bestätigt werden, dass die Last an der Maschine zu einer Vergrößerung in einem folgenden Gießen neigt. Zum Beispiel können die folgenden Ursachen aus diesen Histogrammen vorhergesagt werden. Als die Ursache für die Vergrößerung der Servolast sind ein unzureichendes Schmelzen von Kunstharz, ein Einschluss von Fremdstoffen, ein Softwarefehler usw. denkbar. Und weil die Last nach dem Auftreten eines normalerweise unmöglichen, anormalen Betriebswerts mit einer hohen Last (dem singulären Wert) mit einem Lastfaktor von 90% bis 100% zu einer Erhöhung neigt, kann die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der Schraube oder des Zylinders geschätzt werden.
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Die vertikale Achse des Histogramms in 3A bis 3C gibt die Spritzvorgangsanzahl an, wobei aber auch ein Prozentsatz pro Spritzvorgang anstatt der Spritzvorgangsanzahl angegeben werden kann und dieser Prozentsatz durch eine Division der Häufigkeit (der Spritzvorgangsanzahl) durch die Gesamtspritzvorgangsanzahl erhalten wird. 4A bis 4C zeigen ein Beispiel, in dem die Entwicklung des für alle 150.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl seit der Lieferung der Maschine (einer kumulativen Spritzvorgangsanzahl von 0) für jede kumulative Spritzvorgangsanzahl in der Form eines Histogramms angezeigt wird. In 4A gibt die vertikale Achse einen Prozentsatz pro Spritzvorgang an, wobei dieser Prozentsatz durch eine Division der Häufigkeit in der Periode von 0 bis 50.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl durch eine Gesamtspritzvorgangsanzahl von 50.000 erhalten wird. Entsprechend gibt in 4B die vertikale Achse einen Prozentsatz pro Spritzvorgang an, wobei dieser Prozentsatz durch eine Division der Häufigkeit in der Periode von 0 bis 50.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl durch eine Gesamtspritzvorgangsanzahl von 50.000 erhalten wird. Entsprechend gibt in 4B die vertikale Achse einen Prozentsatz von Spritzvorgang an, wobei dieser Prozentsatz durch eine Division der Häufigkeit in der Periode von 50.000 bis 100.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl durch eine Gesamtspritzvorgangsanzahl von 100.000 erhalten wird. In 4C gibt die vertikale Achse einen Prozentsatz pro Spritzvorgang an, wobei dieser Prozentsatz durch eine Division der Häufigkeit in der Periode von 100.000 bis 150.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl durch eine Gesamtspritzvorgangsanzahl von 150.000 erhalten wird. Bei dieser Konfiguration kann eine Entwicklung der Verteilung des Lastfaktors einfach erfasst werden. Zum Beispiel gibt 4A an, dass in der Periode von 0 bis 50.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl die Spritzvorgänge mit einer Last von 40% bis 50% ungefähr 80% des gesamten Bereichs ausmachen und die verbleibenden 20% der Spritzvorgänge eine Last von 30% bis 40% oder 50% bis 60% aufweisen. Weiterhin kann in der Periode von 50.000 bis 100.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl ein Lastfaktor-Vergrößerungstrend mit Bezug auf 4B einfach bestätigt werden. In einem derartigen Trend machen die Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von 40% bis 50% etwas weniger als ungefähr 60% des gesamten Bereichs aus, machen die Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von 50% bis 60% etwas mehr als ungefähr 20% des gesamten Bereichs aus und machen die Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von 60% bis 70% etwas mehr als ungefähr 10% des gesamten Bereichs aus. Außerdem werden die Spritzvorgänge, die einen singulären Wert mit einem Lastfaktor von 90% bis 100% angeben, erstmalig beobachtet. Weiterhin kann mit Bezug auf 4C der Trend, dass sich die Häufigkeit der Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von 40% bis 50% weiter verringert und die Häufigkeit der Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von mehr als 50% größer wird, einfach in der Periode von 100.000 bis 150.000 Einheiten der kumulativen Spritzvorgangsanzahl bestätigt werden.
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Zum Beispiel können Kurven in verschiedenen Farben an der Anzeigeeinheit 75 angezeigt werden, sodass die Häufigkeitsverteilung in Entsprechung zu jeder kumulativen Spritzvorgangsanzahl identifiziert werden kann. Bei dieser Konfiguration wird die Differenz in dem Trend der Häufigkeitsverteilung innerhalb der Perioden einfacher erfasst. 5 ist ein Kurvendiagramm, in dem die Lastfaktoren für jede kumulative Spritzvorgangsanzahl nebeneinander angezeigt werden, sodass die Entwicklung des Lastfaktors verglichen werden kann. Bei dieser Konfiguration kann genau erfasst werden, dass die Häufigkeit der Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von 40% bis 50% kleiner wird und die Häufigkeit der Spritzvorgänge mit einem Lastfaktor von gleich oder größer als 50% größer wird, wenn die kumulative Spritzvorgangsanzahl wie in 5 gezeigt größer wird.
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Wichtige Unterschiede zwischen der vorliegenden Erfindung und dem üblicherweise implementierten Anzeigen des durchschnittlichen Lastfaktors für jede vorbestimmte Periode werden im Folgenden beschrieben. 6 zeigt eine Linienkurve des durchschnittlichen Lastfaktors für jede kumulative Spritzvorgangsanzahl (50.000, 100.000, 150.000 Spritzvorgänge). Mit Bezug auf 6 kann bestätigt werden, dass der Lastfaktor größer wird, wenn die kumulative Spritzvorgangsanzahl größer wird. Im Gegensatz zu der vorliegenden Erfindung geht jedoch der singuläre Wert während der Berechnung des durchschnittlichen Lastfaktors für jede kumulative Spritzvorgangsanzahl (50.000, 100.000, 150.000 Spritzvorgänge) verloren, weshalb es schwierig ist, die Ursache für die Vergrößerung des Lastfaktors vorherzusagen. Es wurde weiter oben beschrieben, dass unabhängig von der beim Gießen verwendeten Form die Häufigkeitsverteilung in Entsprechung zu dem für alle Spritzvorgänge seit der Lieferung der Maschine gemessenen Motorlastfaktor der Spritzgussmaschine 1 für jede vorbestimmte Periode vorgesehen wird, sodass z.B. das Vorhandensein oder die Abwesenheit des singulären Werts und die Verteilung der Betriebsdaten einfach erfasst werden können. Im Folgenden wird mit Bezug auf 7A, 7B, 8 und 9 ein Fall beschrieben, in dem ein Verteilungsstatus in Entsprechung zu dem für die Spritzvorgänge bis z.B. dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine gemessenen Motorlastfaktor der Spritzgussmaschine 1 in der Form eines Histogramms für jede beim Gießen verwendete Form angezeigt wird.
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7A und 7B zeigen ein Beispiel, in dem die Verteilung des Lastfaktors für jede Form an der Anzeigeeinheit 75 angezeigt wird. Insbesondere sind 7A und 7B Kurvendiagramme, die ein Beispiel zeigen, in dem die Verteilung des Motorlastfaktors bis z.B. dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine in der Form eines Histogramms für jede Form angezeigt wird. Das oben beschriebene Histogramm von 2 zeigt ohne eine Unterscheidung zwischen den Formen die Verteilung des Motorlastfaktors unabhängig von der beim Gießen verwendeten Form, wobei die Periode bis zu dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine als die vorbestimmte Periode genommen wird. Dagegen zeigen 7A und 7B für jede beim Gießen verwendete Form die Verteilung des Motorlastfaktors in z.B. der Periode bis zu dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine als der vorbestimmten Periode. Das heißt, dass in der Periode bis zum letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Maschine (einer kumulativen Spritzvorgangsanzahl von 0) die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 in der Speichereinheit 72 die durch die Wandlung der Maschinenzustandsdaten (des Motorlastfaktors) im Betrieb in jeder Periode zu dem Klassendatenwert (der Häufigkeit) erhaltenen kategorischen (anhand der Form) Häufigkeitsverteilungsdaten aufzeichnet. Die Ausgabesteuereinheit 714 gibt das Histogramm der kategorischen (anhand der Form) Häufigkeitsverteilungsdaten in Entsprechung zu dem Motorlastfaktor beim Gießen unter Verwendung jeder Form der Spritzgussmaschine 1 aus. Wie in 7A und 7B gezeigt, kann zum Beispiel die durch die Form angegebene Verteilung des Motorlastfaktors einfach geprüft werden. Insbesondere kann der Benutzer einfach bestätigen, dass der Motorlastfaktor in dem Gussvorgang unter Verwendung einer Form 2 größer als in dem Gussvorgang unter Verwendung einer Form 1 ist. Es ist zu beachten, dass die Ausgabesteuereinheit 714 gleichzeitig die Histogramme der Häufigkeitsverteilung für jede Form anzeigen kann, sodass eine Differenz in dem Trend der Form einfach erfasst wird, wenn diese Histogramme an der Anzeigeeinheit 75 angezeigt werden. Wenn bei dieser Konfiguration ein Gießen mit der Form 2 durchgeführt wird, ändert der Benutzer die Betriebsbedingung der Spritzgussmaschine 1 derart, dass z.B. die Motorlast kleiner wird, sodass der Motorlastfaktor bei einer Verwendung der Form 2 verkleinert werden kann und eine präventive Wartung durchgeführt werden kann.
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8 zeigt ein Beispiel in dem die Ausgabesteuereinheit 714 an der Anzeigeeinheit 75 die Histogramme, die die Verteilung der Motorlastfaktoren für die mehreren Formen angeben, derart anzeigt, dass diese Histogramme miteinander überlappen. Durch ein derartiges überlappendes Anzeigen kann der Benutzer effizient und einfach als eine Differenz die Verteilung des Motorlastfaktors bei einer Verwendung der Form 1 und die Verteilung des Motorlastfaktors bei einer Verwendung der Form 2 vergleichen. Es ist zu beachten, dass die Ausgabesteuereinheit 714 beim Anzeigen der miteinander überlappenden Histogramme nicht auf zwei verschiedene Formen beschränkt ist. Die Ausgabesteuereinheit 714 kann auch drei oder mehr miteinander überlappende Histogramme, die die Verteilung des Motorlastfaktors angeben, anzeigen, wenn drei oder mehr verschiedene Formen verwendet werden.
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9 ist ein Kurvendiagramm, das ein Beispiel zeigt, in dem die durch die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 aufgezeichneten Häufigkeitsverteilungsdaten in der Form eines Paretodiagramms angezeigt werden. 9 zeigt ein Beispiel, in dem das Histogramm, in dem der Klassendatenwert in absteigender Reihenfolge der Häufigkeit basierend auf den die Verteilung des Lastfaktors angebenden Häufigkeitsverteilungsdaten bei einer Verwendung der Form 1 wie in 7A gezeigt sortiert wurde, an der Anzeigeeinheit 75 angezeigt wird und das Paretodiagramm, in dem eine die kumulative relative Häufigkeit angebende Linienkurve an dem Histogramm gezeigt wird, ausgegeben wird. Wie in 9 gezeigt, wird das Paretodiagramm angezeigt, damit der Benutzer einfach einen Abweichungsstatus eines Maschinenzustandsdatenwerts (z.B. des Motorlastfaktors) im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 prüfen kann.
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<Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715>
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Wenn die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 z.B. den Motorlastfaktor zu der Häufigkeit wandelt und in der Speichereinheit 72 die Häufigkeit bei jeder Klasse für alle die kumulativen Spritzvorgangsanzahlen bis zu dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Spritzgussmaschine 1 oder für jede vorgegebene kumulative Spritzvorgangsanzahl wandelt, überwacht die Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715 basierend auf dem zuvor für jede Klasse gesetzten Schwellwert für eine kumulative Häufigkeit, ob die kumulative Häufigkeit bei wenigstens einer Klasse den für diese Klasse gesetzten Schwellwert überschreitet oder nicht. Wenn die kumulative Häufigkeit an wenigstens einer Klasse den für diese Klasse gesetzten Schwellwert überschreitet, gibt die Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715 eine Warnung aus, die z.B. zu einem Prüfen oder Austauschen einer Komponente auffordert. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Verteilung der Häufigkeit des Motorlastfaktors bis z.B. dem letzten Zeitpunkt nach der Lieferung der Spritzgussmaschine 1 in der Form eines Histogramms angezeigt wird, kann die Ausgabesteuereinheit 714 den zuvor gesetzten Schwellwert für die kumulative Häufigkeit für jede Klasse an dem Histogramm anzeigen. Und wenn die kumulative Häufigkeit an wenigstens einer Klasse den zuvor für diese Klasse gesetzten Schwellwert überschreitet, kann die Ausgabesteuereinheit 714 auch eine Warnung anzeigen, die zu einem Prüfen oder Austauschen einer Komponente auffordert.
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10A und 10B sind Kurvendiagramme, die ein Beispiel zeigen, in dem die Entwicklung des Motorlastfaktors für den Fall eines Vorgebens des Schwellwerts für die kumulative Häufigkeit für jede Klasse in der Form eines Histogramms angezeigt wird. Der Klemmeinheit-Servomotor-Lastfaktor wird hier als ein Beispiel für den Motorlastfaktor beschrieben. Wie in 10A gezeigt, wird der Schwellwert für die kumulative Häufigkeit für jede Klasse derart angezeigt, dass der Schwellwert mit dem Histogramm überlappt. Zu dem in 10A gezeigten Zeitpunkt überschreitet die kumulative Häufigkeit den Schwellwert bei keiner Klasse. In diesem Fall wird die Spritzgussmaschine 1 als normal bestimmt und kann ein Bediener den Betrieb fortsetzen. Dagegen zeigt 10B ein Beispiel, in dem die kumulative Häufigkeit den Schwellwert bei der Klasse für einen Lastfaktor von 50% bis 60% überschreitet. In diesem Fall kann die Ausgabesteuereinheit 714 zum Beispiel die Warnung, die zu einem Prüfen oder Austauschen einer Komponente auffordert (in diesem Fall den Vorschlag für ein Prüfen oder Austauschen des Zahnriemens der Klemmeinheit), für den Bediener anzeigen.
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Wenn der Bediener ein Prüfen oder Austauschen einer Komponente durchgeführt hat, kann der Bediener diese Situation über die Eingabeeinheit 76 eingeben und kann dementsprechend die Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715 den für jede Klasse gesetzten Schwellwert für die kumulative Häufigkeit aktualisieren. 10C zeigt als ein Beispiel das Zurücksetzen des Schwellwerts, nachdem der Bediener das Prüfen oder Austauschen der Komponente durchgeführt hat. Wenn bei dieser Konfiguration der Bediener das Prüfen oder Austauschen einer Komponente durchgeführt hat, kann der Bediener den Betrieb fortsetzen, ohne die oben beschriebene Warnung auszugeben, bis die kumulative Häufigkeit bei jeder Klasse den neu gesetzten Schwellwert überschreitet. Vorstehend wurde eine Ausführungsform der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 beschrieben.
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Die Einheiten der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 können durch Hardware (einschließlich einer elektronischen Schaltung usw.), Software oder eine Kombination aus diesen implementiert werden. Bei einer Implementierung jeder Einheit durch die Software wird ein diese Software bildendes Programm in dem Computer (der Spritzgussmaschine 1) installiert. Das Programm kann zu dem Benutzer als eine Aufzeichnung auf einem Wechselmedium distribuiert werden oder kann über ein Netzwerk zu dem Computer des Benutzers heruntergeladen werden. Bei einer Implementierung jeder Einheit durch Hardware können einige oder alle der Funktionen der Einheiten der Steuereinheit 71 durch eine integrierte Schaltung (IC) wie etwa eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC), ein Gate-Array, ein feldprogrammierbares Gate-Array (FPGA) oder eine komplexe programmierbare Logikeinrichtung (CPLD) implementiert werden.
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Die Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wurde oben beschrieben, wobei die Erfindung jedoch nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt ist. Weiterhin handelt es sich bei den oben beschriebenen vorteilhaften Effekten lediglich um einige besonders vorteilhafte Effekte der vorliegenden Erfindung, wobei jedoch die vorteilhaften Effekte der vorliegenden Erfindung nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsformen beschränkt sind.
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[Modifikationsbeispiel 1]
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Für die oben beschriebene Ausführungsform wurde eine beispielhafte Ausführungsform beschrieben, in der die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 als eine zu der Spritzgussmaschine 1 separate Vorrichtung vorgesehen ist. In diesem Fall kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 wie oben beschrieben direkt über die Schnittstelle (nicht gezeigt) mit der Spritzgussmaschine 1 verbunden sein. Wie in 11 gezeigt, kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 ein Server (ein Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsserver) sein, der kommunikativ mit der Spritzgussmaschine 1 über ein Netzwerk 4 verbunden ist. In diesem Fall kann der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsserver als die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 auch mit mehreren Spritzgussmaschinen #1 (1 ≤ n ≤ M; M ist eine Ganzzahl gleich oder größer als 2) verbunden sein, um die Maschinenzustandsdaten für jede der Spritzgussmaschinen #n zu verwalten. 11 ist eine schematische Ansicht, die die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 zeigt, die über das Netzwerk 4 verbunden ist, um die Maschinenzustandsdaten für die einzelne Spritzgussmaschine oder für mehrere Spritzgussmaschinen zu verwalten. Zum Beispiel kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 ein Edge-Server sein, der kommunikativ mit der Spritzgussmaschine (einem Edge) verbunden ist. Alternativ dazu kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 als ein virtueller Server in einer Cloud implementiert sein. Alternativ dazu können die Funktionseinheiten der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 als Funktionen in der Cloud vorgesehen sein.
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Wenn die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 zentral Daten an den mehreren Spritzgussmaschinen #n (1 ≤ n ≤ M) verwaltet, kann die Ausgangssteuereinheit 714 die Daten für jede der mehreren Spritzgussmaschinen #n in der Form eines Histogramms anzeigen. Normalerweise gießen die in einem vorbestimmten Bereich im gleichen Werk aufgestellten mehreren Spritzgussmaschinen #n den gleichen Artikel, wobei für das Gießen des gleichen Artikels häufig die gleiche Form, die gleichen Maschinenspezifikationen und die gleichen Betriebsbedingungen verwendet werden. In diesem Fall wird angenommen, dass die Verteilung der von jeder der Spritzgussmaschinen #n erhaltenen Daten zu einem ähnlichen Trend neigt. 12A und 12B sind Kurvendiagramme, die ein Beispiel zeigen, in dem z.B. die Häufigkeitsverteilung (die gleiche kumulative Spritzgussanzahl) des Motorlastfaktors in den mehreren Spritzgussmaschinen #n angezeigt wird. Wenn die Spritzgussmaschinen #n zur gleichen Zeit für das Gießen des gleichen Artikels installiert werden und jede der Spritzgussmaschinen #n normal betrieben wird, ist anzunehmen, dass die Häufigkeitsverteilung für jede der Spritzgussmaschinen #n wie in 12A gezeigt den gleichen Trend aufweist. Wenn dagegen wie in 12B gezeigt der Trend der Häufigkeitsverteilung (die gleiche kumulative Spritzgussvorgangsanzahl) des Motorlastfaktors in der Spritzgussmaschine #2 verschieden ist von den Trends der Häufigkeitsverteilung in anderen Spritzgussmaschinen #n (n ≠ 2), kann der Bediener einfach bestimmen, dass eine Fehlfunktion oder ein Ausfall in der Spritzgussmaschine #2 vorliegt. Wenn dagegen anhand der Trends der Häufigkeitsverteilung in den mehreren Spritzgussmaschinen #n bestimmt wird, dass die Häufigkeitsverteilung in einer spezifischen Spritzgussmaschine einen anderen Trend als die Häufigkeitsverteilung in anderen Spritzgussmaschinen aufweist, kann die Ausgabesteuereinheit 714 den Bediener über die mögliche Fehlfunktion usw. in dieser Spritzgussmaschine benachrichtigen.
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[Modifikationsbeispiel 2]
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Die Spritzgussmaschine 1 kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 enthalten. In diesem Fall kann die in der Spritzgussmaschine 1 enthaltene Steuereinrichtung 60 in der Steuereinheit 71 der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 enthaltene Funktionsblöcke (Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711, Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 und Ausgabesteuereinheit 714) umfassen. Zum Beispiel kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 die Funktion der numerischen Steuereinheit 61 erfüllen. Es ist zu beachten, dass die Anzeige 65 als die Anzeigeeinheit 75 angewendet werden kann. Alternativ dazu kann die in der Spritzgussmaschine 1 enthaltene Steuereinrichtung 60 (z.B. die numerische Steuereinheit 61) einige Funktionseinheiten für eine Verwaltungsfunktion (Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711, Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 und Ausgabesteuereinheit 714) der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 enthalten. In diesem Fall können die Spritzgussmaschine 1 und die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 mit den darin enthaltenen verbleibenden Funktionseinheiten wie oben beschrieben direkt über die Schnittstelle (nicht gezeigt) miteinander verbunden sein. Alternativ dazu können die Spritzgussmaschine 1 und die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 kommunikativ über das Netzwerk miteinander verbunden sein.
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<Vorteilhafte Effekte der Ausführungsform>
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Gemäß der Ausführungsform werden zum Beispiel die folgenden Merkmale und vorteilhaften Effekte vorgesehen. (1) Eine Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 für das Verwalten von Maschinenzustandsdaten in Bezug auf einen Maschinenzustand im Betrieb einer Spritzgussmaschine 1 während einer vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode umfasst eine zugfreibar verbundene Speichereinheit 72 und eine Steuereinheit 71. Die Steuereinheit 71 enthält eine Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711, die einen Maschinenzustandsdatenwert für jeden Gusszyklus in der Spritzgussmaschine 1 erhält, und eine Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713, die den durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhaltenen Maschinenzustandsdatenwert zu einem Klassendatenwert, der die vorgegebene Klasse des Maschinenzustandsdatenwerts angibt, wandelt und eine Häufigkeit während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode in der Speichereinheit 72 aufzeichnet. Mit dieser Konfiguration können ein Änderungstrend der Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und ein singulärer Wert wie etwa ein unerwarteter Fehler effizient aufgezeichnet werden. Es wird also die Häufigkeit für die Klasse aktualisiert. Im Vergleich zu einem Speichern eines Betriebsdatenwerts für jeden Spritzgusszyklus ist die pro Zyklus zu speichernde Datenmenge kleiner und können langfristige Betriebsdaten gespeichert werden. Und im Gegensatz zu einer Methode, in welcher der durchschnittliche Wert des Betriebsdatenwerts gespeichert wird, kann auch ein anormaler Betriebsdatenwert als der singuläre Wert gespeichert werden.
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(2) In der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß (1) kann der Maschinenzustandsdatenwert Informationen angeben, die den Lastfaktor jeder Antriebseinheit in der Spritzgussmaschine, einen Spitzendruck, eine Klemmkraft, die Temperatur jeder Antriebseinheit, die Zykluszeit, die Einspritzzeit und/oder die Messzeit enthalten und in einem Zyklusbetrieb der Spritzgussmaschine erhalten werden. Bei dieser Konfiguration können langfristige Betriebsdaten zu jedem Mechanismus während des Betriebs der Spritzgussmaschine 1 gespeichert werden.
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(3) In der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß (1) oder (2) kann die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 weiterhin den aus dem Maschinenzustandsdatenwert gewandelten Klassendatenwert basierend auf einer voreingestellten Bedingung kategorisieren, kategorische Häufigkeitsverteilungsdaten für jede Kategorie basierend auf der Gruppe von kategorisierten Klassendatenwerten erzeugen und die kategorischen Häufigkeitsverteilungsdaten aufzeichnen. Mit dieser Konfiguration können der Änderungstrend der Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und das Vorhandensein oder die Abwesenheit des singulären Werts effizient für jede voreingestellte Kategorie aufgezeichnet werden.
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(4) Die Bedingung gemäß (3) kann für einen Gusszyklus in Entsprechung zu dem Maschinenzustandsdatenwert eine beim Spritzgießen verwendete Form, eine Gussbedingung, den Bereich der kumulativen Spritzvorgangsnummer und/oder die Gussperiode enthalten. Wenn bei dieser Konfiguration ein Spritzgießen mit einer Zielform durchgeführt wird, können der Änderungstrend der Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 und das das Vorhandensein oder die Abwesenheit des singulären Werts effizient für jede Form aufgezeichnet werden.
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(5) In der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß einem von (1) bis (4) kann die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 weiterhin nach dem Aufzeichnen der Häufigkeit in der Speichereinheit 72 den Maschinenzustandsdatenwert für jeden Gusszyklus in der Spritzgussmaschine 1 löschen, wobei der Maschinenzustandsdatenwert durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhalten wird. Bei dieser Konfiguration kann die für das Speichern des Maschinenzustandsdatenwerts für jeden Gusszyklus in der Spritzgussmaschine 1 erforderliche Datengröße reduziert werden.
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(6) Die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß einem von (1) bis (5) enthält weiterhin eine Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715. Wenn die Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit 713 den durch die Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit 711 erhaltenen Maschinenzustandsdatenwert zu dem Klassendatenwert, der die vorgegebene Klasse des Maschinenzustandsdatenwerts angibt, wandelt und die Häufigkeit während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode in der Speichereinheit 72 aufzeichnet, kann die Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit 715 basierend auf einem zuvor für jede Klasse gesetzten Schwellwert für eine kumulative Häufigkeit überwachen, ob die kumulative Häufigkeit an wenigstens einer Klasse den zuvor für diese Klasse gesetzten Schwellwert überschreitet. Bei dieser Konfiguration kann der Betriebszustand einfach in Entsprechung zu dem Typ und der Klasse von Daten überwacht werden.
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(7) Die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß einem von (1) bis (6) enthält weiterhin eine Anzeigeeinheit 75 und eine Ausgabesteuereinheit 714. Die Ausgabesteuereinheit 714 kann zu der Anzeigeeinheit 75 eine Häufigkeitsverteilung basierend auf dem in der Speichereinheit 72 aufgezeichneten Klassendatenwert in der Form eines Histogramms ausgeben und/oder kann den aus den Maschinenzustandsdaten gewandelten Klassendatenwert in absteigender Reihenfolge der Häufigkeit sortieren und zu der Anzeigeeinheit 75 Daten mit einem Paretodiagramm, in dem eine Linienkurve einer kumulativen relativen Häufigkeit an dem Histogramm gezeigt ist, ausgeben. Bei dieser Konfiguration kann zum Beispiel eine Abweichung der Maschinenzustandsdaten im Betrieb der Spritzgussmaschine 1 einfach geprüft werden. Die Häufigkeitsverteilung wird also z.B. unter Verwendung des Histogramms oder des Paretodiagramms angezeigt, sodass das Vorhandensein oder die Abwesenheit des singulären Werts und die Verteilung der Betriebsdaten einfach erfasst werden können. Insbesondere ist das Vorhandensein oder die Abwesenheit des singulären Werts nützlich für das Untersuchen der Ursache für eine Fehlfunktion in der Spritzgussmaschine.
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(8) Die Ausgabesteuereinheit 714 gemäß (7) kann eine Datei als die Ausgabedaten ausgeben. Bei dieser Konfiguration können ähnliche vorteilhafte Effekte wie in (7) vorgesehen werden.
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(9) in der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß (7) oder (8) kann die Ausgabesteuereinheit 714 für jede Kategorie erzeugte Histogramme an der Anzeigeeinheit 75 anzeigen, wobei die Histogramme miteinander überlappend oder nebeneinander angezeigt werden. Bei dieser Konfiguration kann der Benutzer eine Motorlastverteilung in einer bestimmten Kategorie und eine Motorlastverteilung in einer anderen Kategorie effizient und einfach als eine Differenz vergleichen.
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(10) Die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß einem von (1) bis (9) kann kommunikativ mit einer oder mehreren Spritzgussmaschinen 1 verbunden sein und kann die Maschinenzustandsdaten für jede der einen oder mehreren Spritzgussmaschinen 1 verwalten. Bei dieser Konfiguration können der Änderungstrend der Maschinenzustandsdaten in Bezug auf den Maschinenzustand im Betrieb jeder der einen oder mehreren Spritzgussmaschinen 1 während der vorbestimmten Periode und/oder in jeder vorbestimmten Periode und der singuläre Wert wie etwa ein unerwarteter Fehler zentral verwaltet werden.
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(11) Wenn in der Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß (10) die Spritzgussmaschinen 1 ein Gießen mit der gleichen Form und den gleichen Maschinenspezifikationen unter der gleichen identischen Betriebsbedingung durchführen, kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers in jeder Spritzgussmaschine 1 basierend auf der von jeder Spritzgussmaschine 1 erhaltenen Häufigkeitsverteilung bestimmt werden. Wenn bei dieser Konfiguration die mehreren Spritzgussmaschinen den gleichen Artikel gießen und eine Abweichung in der von jeder Spritzgussmaschine erhaltenen Häufigkeitsverteilung gegeben ist, kann eine derartige Abweichung als ein Anzeichen für eine Fehlfunktion usw. der Spritzgussmaschine erfasst werden.
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(12) Eine Spritzgussmaschine 1 kann die Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung 7 gemäß einem von (1) bis (11) enthalten. Bei dieser Konfiguration können ähnliche vorteilhafte Effekte wie diejenigen von (1) bis (11) vorgesehen werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Spritzgussmaschine
- 10
- Klemmeinheit
- 12
- stationäre Platte
- 13
- bewegliche Platte
- 14
- Auswurfstift
- 15
- hintere Platte
- 20
- Umschaltmechanismus
- 21
- Klemm-Servomotor
- 21a
- Positions-/Geschwindigkeitsdetektor
- 21b
- Klemm-Servoverstärker
- 30
- Form
- 32
- stationärseitige Form
- 33
- bewegungsseitige Form
- 36
- Bus
- 40
- Einspritzeinheit
- 41
- Einspritzzylinder
- 42
- Düsenteil
- 43
- Einspritzschraube
- 45
- Mess-Servomotor
- 45a
- Positions-/Geschwindigkeitsdetektor
- 45b
- Mess-Servoverstärker
- 46
- Einspritz-Servomotor
- 46a
- Positions-/Geschwindigkeitsdetektor
- 46b
- Einspritz-Servoverstärker
- 47
- Drucksensor
- 48
- Fülltrichter
- 50
- Auswurfmechanismus
- 51
- Auswurf-Servomotor
- 51 a
- Positions-/Geschwindigkeitsdetektor
- 51b
- Auswurf-Servomotor
- 60
- Steuereinrichtung
- 61
- numerische Steuereinheit
- 611
- Numerische-Steuerung-CPU
- 612
- Speichereinheit
- 62
- PLC
- 621
- PLCCPU
- 622
- Speichereinheit
- 63
- Servosteuereinheit
- 631
- Servosteuerungs-CPU
- 632
- Speichereinheit
- 65
- Anzeige
- 7
- Spritzgussinformationenverwaltung-Unterstützungsvorrichtung
- 71
- Steuereinheit
- 711
- Maschinenzustandsdaten-Erhaltungseinheit
- 713
- Häufigkeitsverteilungsdaten-Aufzeichnungseinheit
- 714
- Ausgabesteuereinheit
- 715
- Kumulative-Häufigkeit-Überwachungseinheit
- 72
- Speichereinheit
- 75
- Anzeigeeinheit
- 76
- Eingabeeinheit
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- JP 5811035 [0003, 0004, 0005]
- JP 2004148593 [0004, 0005]
- JP 09262889 [0018]
- JP 09187853 [0020]