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DE102020108256B3 - System zum Ändern einer Geschwindigkeit - Google Patents

System zum Ändern einer Geschwindigkeit Download PDF

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DE102020108256B3
DE102020108256B3 DE102020108256.8A DE102020108256A DE102020108256B3 DE 102020108256 B3 DE102020108256 B3 DE 102020108256B3 DE 102020108256 A DE102020108256 A DE 102020108256A DE 102020108256 B3 DE102020108256 B3 DE 102020108256B3
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Thorsten Schrader
Lukas Dönz
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Audi AG
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Audi AG
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein System (2) zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs, wobei das Fahrzeug eine Haltestange (10) aufweist, wobei das System (2) als Komponenten einen Drehgriff (12) und mindestens einen Hebel (14) aufweist, wobei der Drehgriff (12) in die Haltestange (10) integriert ist, wobei der mindestens eine Hebel (14) an einer Außenwand des Drehgriffs (12) angeordnet ist, wobei die Geschwindigkeit durch manuelles Betätigen des Hebels (14) relativ zu der Haltestange (10) veränderbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein System zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Rollers und ein Verfahren zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Rollers.
  • Heute bekannte Fahrzeuge für die erste und letzte Meile eines zurückzulegenden Wegs sind der Produktkategorie „Mikro Mobilität“ zuzuordnen und damit Teil eines aktuell rasant wachsenden Markts. Seit der offiziellen Veröffentlichung der „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen (EKF) am Straßenverkehr“ im Juni 2019 sind EKF bspw. als Tretroller, Kick-Scooter, Elektroroller, eScooter, Micro Scooter usw. auch in Deutschland unterwegs. Im Sharing und Verkauf erhältliche EKF sind derzeit nur als einspurige Fahrzeuge geläufig. Zum Verzögern werden elektrische, mechanische oder hydraulische Bremsen, die, wie bei Fahrrädern üblich, bedient werden, eingesetzt.
  • Weiterhin ist bekannt, dass für Motorräder oder Mopeds ein sogenanntes Daumengas verwendet wird, das jedoch einen Nutzer dazu zwingt, mit seiner Hand eine bestimmte Haltung einzunehmen, um das Daumengas optimal zu bedienen, was jedoch nicht für jeden Nutzer ergonomisch optimal ist. Außerdem wird der Nutzer dazu gezwungen, mit seinem Daumen über eine längere Zeit eine konstante Kraft auszuüben. Dies kann jedoch bereits nach kurzer Zeit zur Ermüdung des Daumens oder der ganzen Hand, aber auch teilweise zur Taubheit einzelner Bereiche der Hand führen. Außerdem ist das Daumengas in der Regel nur für den Gebrauch durch Rechtshänder konzipiert und bietet keine Möglichkeit einer individuellen Anpassung an einen jeweiligen Nutzer.
  • Ein Elektrofahrzeug und ein Griff für ein solches sind aus der Druckschrift DE 10 2018 205 518 B3 bekannt.
  • Die Druckschrift CN 104 149 918 A zeigt ein elektrisches Fahrzeug, an dessen Griff ein Dehnungsmessstreifen als Bedienelement angeordnet ist.
  • Die Druckschrift DE 10 2018 205 518 B3 beschreibt ein Elektrofahrzeug und einen Griff für ein solches. Dieser Griff weist einen Rückstellmechanismus mit einer Feder auf, wobei es möglich ist, einen Drehkörper des Griffs bei einer Betätigung des Griffs entgegen einer Federkraft der Feder entlang einer Längsachse zu verschieben.
  • Auf der Internetseite
  • HTTPS://WWW.LOUIS.DE/ARTIKEL/GASGRIFFHILFE/10009280 wird eine Gasgriffhilfe für ein Motorrad zum Verkauf angeboten. Dabei umfasst die Gasgriffhilfe eine ringförmige Komponente, mit der es möglich ist, dass diese Gasgriffhilfe einfach über einen Gasgriff am Ende des Lenkers geschoben werden kann.
  • Die Druckschrift DE 10 2013 012 534 A1 beschreibt eine Antriebsvorrichtung für ein Elektrofahrrad, das eine Lenkerstange mit zwei offenen Enden aufweist. Hierbei ist an jeweils einem Ende der Lenkerstange ein Lenkergriff montierbar, der ein drehbares Schaltelement aufweist.
  • Die Druckschrift DE 10 2012 223 209 A1 beschreibt ein Fahrrad mit einem elektromotorischen Antrieb und einer Einstellvorrichtung für diesen Antrieb, die in einem Griffbereich eines Lenkers des Fahrrads angeordnet ist.
  • Die Druckschrift JP H04 - 110 294 A beschreibt ein kleines motorbetriebenes Fahrzeug, das einen gebogenen Lenker mit zwei offenen Enden aufweist.
  • Vor diesem Hintergrund war es die Aufgabe, eine Bedienung eines Rollers zu vereinfachen.
  • Diese Aufgabe wird durch ein System und ein Verfahren mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Ausführungsformen des Systems und des Verfahrens gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und der Beschreibung hervor.
  • Das erfindungsgemäße System ist zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Rollers ausgebildet, wobei der Roller eine Lenksäule aufweist, an deren oberem Ende ein Griff angeordnet ist, der als geschlossene Schlaufe ausgebildet ist, wobei der Griff an seinem oberen Ende eine Haltestange aufweist. Das System weist als Komponenten einen Drehgriff und mindestens einen Hebel auf, wobei der Drehgriff in die Haltestange integriert ist, wobei der mindestens eine Hebel an einer Außenwand des Drehgriffs lösbar angeordnet ist, wobei der Drehgriff und der mindestens eine Hebel miteinander fest verbunden oder lösbar verbunden sind. wobei die Geschwindigkeit durch manuelles Betätigen, d. h. Bewegen und/oder Drehen, mindestens einer Komponente des Systems, d. h. des Hebels und/oder des Drehgriffs, relativ zu der Haltestange zu ändern bzw. zu verändern bzw. änderbar bzw. veränderbar ist, wobei der Hebel von der Außenwand des Drehgriffs gelöst und relativ zu dem Drehgriff axial verschoben wird, wobei für den Hebel eine für einen jeweiligen Nutzer des Rollers geeignete Stelle an der Außenwand des Drehgriffs auszuwählen und an dieser Stelle zumindest vorübergehend anzuordnen ist.
  • Dabei können beide Komponenten auch dann simultan bzw. synchron gedreht werden, wenn lediglich eine davon bewegt, üblicherweise gedreht wird, da der mindestens eine Hebel und der Drehgriff miteinander verbunden sind.
  • In Ausgestaltung ist der mindestens eine Hebel an der Außenwand des Drehgriffs befestigt und somit fest verbunden.
  • Alternativ oder ergänzend ist der mindestens eine Hebel an der Außenwand des Drehgriffs lösbar und relativ zu einer gemeinsamen Achse des Drehgriffs und/oder der Haltestange verschiebbar angeordnet und somit lösbar verbunden. Bei dieser alternativen oder ergänzenden Ausgestaltung kann der mindestens eine Hebel an einer ausgewählten Stelle an der Außenwand des Drehgriffs zumindest vorübergehend fixiert bzw. an der Außenwand befestigt werden. Allerdings ist es dann dennoch möglich, dass der Hebel von dieser ausgewählten Stelle auch wieder gelöst werden kann. Falls der mindestens eine Hebel zumindest vorübergehend gelöst wird bzw. ist, kann er entlang des Drehgriffs verschoben und an einer anderen Stelle an der Außenwand des Drehgriffs zumindest vorübergehend fixiert bzw. an der Außenwand befestigt werden. Zum vorübergehenden Fixieren bzw. Befestigen des mindestens einen Hebels an der Außenwand kann ein Befestigungselement verwendet werden.
  • Dabei ist der mindestens eine Hebel durch mindestens einen Finger, d. h. allein bzw. bereits durch einen einzigen Finger, bedienbar bzw. zu bedienen.
  • In Ausgestaltung kann eine Außenwand des Drehgriffs dieselbe Kontur und/oder Form wie eine Außenwand der Haltestange aufweisen. Die Außenwände des Drehgriffs und der Haltestange können jedoch auch unterschiedliche Konturen und/oder Formen aufweisen.
  • In Ausgestaltung weisen die Haltestange und der Drehgriff die gemeinsame Achse auf, um die der Drehgriff relativ zu der Haltestange in zwei Drehrichtungen, die einander entgegengesetzt sind, gedreht werden kann. Falls an dem Drehgriff lediglich ein Hebel angeordnet ist, kann dieser an unterschiedlichen Stellen der Außenwand des Drehgriffs, bspw. an einem ersten axialen Ende oder an einem zweiten axialen Ende des Drehgriffs, angeordnet sein. Es ist jedoch auch möglich, dass der Hebel bspw. in der Mitte des Drehgriffs angeordnet ist und zu beiden axialen Enden denselben Abstand aufweisen kann. Ebenso ist es möglich, dass der Hebel zwischen den beiden axialen Enden asymmetrisch angeordnet ist. Es ist auch denkbar, dass sich der Hebel axial entlang mindestens eines Abschnitts des Drehgriffs, bspw. des gesamten Drehgriffs, erstreckt und bspw. als Steg bezeichnet werden kann.
  • Außerdem können entlang einer axialen Erstreckung des Drehgriffs mehrere Hebel angeordnet sein, wobei zwei Hebel darunter jeweils denselben Abstand zu einem axialen Ende des Drehgriffs oder unterschiedliche axiale Abstände zu Enden des Drehgriffs aufweisen. Alternativ oder ergänzend ist es möglich, dass zwei Hebel an der Außenwand relativ zu der gemeinsamen Achse der Haltestange und des Drehgriffs an unterschiedlichen Winkelpositionen in Bezug auf die gemeinsame Achse angeordnet sind. Der mindestens eine Hebel kann an der Außenwand des Drehgriffs parallel zu der gemeinsamen Achse des Drehgriffs und der Haltestange orientiert sein. Es ist jedoch auch möglich, dass sich der mindestens eine Hebel entlang eines Winkelbogens und zugleich teilweise in axialer Richtung an der Außenwand des Drehgriffs erstreckt und je nach Definition schräg bzw. gebogen ist.
  • An der Außenwand des Drehgriffs kann bzw. können ein Hebel oder mehrere Hebel angeordnet sein. Dabei ist es möglich, dass mindestens einer dieser Hebel an einer Stelle an der Außenwand dauerhaft fixiert bzw. befestigt und somit nur an dieser einen Stelle angeordnet ist. Ergänzend kann mindestens ein weiterer Hebel an einer beliebigen Stelle bzw. Position an der Außenwand des Drehgriffs angeordnet werden, wobei er an einer ersten Stelle vorübergehend fixiert bzw. befestigt, nachfolgend gelöst und an eine weitere Stelle verschoben und an dieser wieder vorübergehend fixiert bzw. befestigt werden kann.
  • Weiterhin kann das System mindestens einen Schalter aufweisen, der einerseits mit dem Drehgriff und andererseits mit mindestens einem Antriebsaggregat, d. h. mit mindestens einer Elektromaschine, bspw. einem Elektromotor, und/oder mit mindestens einer Bremse des Rollers verbunden ist, wobei die mindestens eine Elektromaschine ebenfalls eine elektromagnetische Bremse aufweisen kann. Dabei kann die Elektromaschine zum Antreiben und Beschleunigen als Elektromotor und zum Bremsen als Elektrogenerator betrieben werden. Der Drehgriff ist dazu ausgebildet, den mindestens einen Schalter abhängig von einer Drehrichtung zu betätigen, wobei der mindestens eine Schalter dazu ausgebildet ist, ein von der Drehrichtung abhängiges Signal zu erzeugen und an das mindestens eine Antriebsaggregat zu übertragen, bspw. zu übermitteln.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Rollers mit einer Ausführungsform des vorgestellten Systems zum Ändern der Geschwindigkeit des Rollers vorgesehen. Der Roller weist eine Haltestange auf, wobei der Roller eine Lenksäule aufweist, an deren oberem Ende ein Griff angeordnet ist, der als geschlossene Schlaufe ausgebildet ist, wobei der Griff an seinem oberen Ende eine Haltestange aufweist. Das System weist als Komponenten einen Drehgriff und mindestens einen Hebel auf, wobei der Drehgriff in die Haltestange integriert ist, wobei der mindestens eine Hebel an einer Außenwand des Drehgriffs lösbar angeordnet, bspw. vorübergehend angeordnet bzw. fixiert und/oder befestigt ist. Die Geschwindigkeit wird durch manuelles Betätigen und/oder Drehen mindestens einer Komponente des Systems, d. h. des Hebels und/oder des Drehgriffs, relativ zu der Haltestange verändert bzw. geändert, wobei der Hebel von der Außenwand des Drehgriffs gelöst und relativ zu dem Drehgriff axial verschoben wird, wobei für den Hebel eine für einen jeweiligen Nutzer des Rollers geeignete Stelle an der Außenwand des Drehgriffs ausgewählt und an dieser Stelle zumindest vorübergehend angeordnet wird.
  • In Ausgestaltung des Verfahrens wird der Roller beschleunigt, wenn die mindestens eine Komponente des Systems in einer ersten Drehrichtung gedreht wird, und gebremst, wenn die mindestens eine Komponente des Systems in einer zweiten Drehrichtung gedreht wird, wobei die beiden Drehrichtungen einander entgegengesetzt sind.
  • Das Verfahren wird für den elektrisch angetriebenen Roller als Fahrzeug durchgeführt. Ein derartiger elektrisch angetriebener Roller weist ein Trittbrett auf, auf das sich eine Person, die mit dem Roller fahren will, stellen kann.
  • Dabei sind jeweils an einem vorderen und einem hinteren Ende des Trittbretts Achsen für Räder, in der Regel jeweils zwei Räder pro Achse, angeordnet. Außerdem ist an dem vorderen Ende des Trittbretts eine Lenksäule bzw. Lenkstange angeordnet, die sich vertikal nach oben erstreckt, wobei an einem Ende dieser Lenksäule die Haltestange als Griff und/oder Lenker für den Roller angeordnet sein kann.
  • Dabei werden die Räder mit der mindestens einen Elektromaschine angetrieben und durch die mindestens eine Bremse gebremst. In diesem Fall wird eine Funktion der mindestens einen Elektromaschine und der mindestens einen Bremse durch das vorgestellte System abhängig von einer Bedienung, d. h. abhängig von einer richtungsabhängigen Drehung des Drehgriffs und/oder des Hebels als Komponenten des Systems gesteuert.
  • In der Regel wird der mindestens eine Hebel mit mindestens einem Finger und der Drehgriff mit der Hand, bspw. einer Handfläche, betätigt und/oder gedreht.
  • Mit dem vorgestellten System und dem vorgestellten Verfahren ist eine Integration einer individuellen Bedienmöglichkeit eines elektrischen Rollers als Fahrzeug möglich, wobei mit dem Drehgriff und dem daran angeordneten Hebel ein einhändig bedienbares Gas-Brems-Konzept für den Roller realisiert werden kann.
  • Somit ist eine Kombination aus Daumengas und Drehgas möglich, wobei der Drehgriff mittig auf der Haltestange angebracht sein kann. Dies erlaubt eine sehr flexible Bedienbarkeit von Gas und Bremse. Eine Breite der Haltestange ist dabei so ausgelegt, dass der Drehgriff aus verschiedenen Winkeln mit Daumen, Zeigefinger oder durch die ganze Hand bedient werden kann.
  • Das vorgestellte System ist sowohl für Linkshänder als auch für Rechtshänder geeignet. Falls der am Drehgriff angeordnete Hebel betätigt wird, kann der Hebel für einen Linkshänder hinsichtlich einer üblichen Vorwärtsfahrtrichtung des Rollers an einem rechten axialen Ende des Drehgriffs und für einen Rechtshänder an einem linken axialen Ende des Drehgriffs angeordnet sein bzw. werden. Zum Bedienen des Systems kann ein Daumen durch einen Zeigefinger unterstützt werden. Weiterhin ist eine Variation der Bedienung des Systems möglich, wodurch einer Ermüdung eines Nutzers vorgebeugt werden kann.
  • Der Drehgriff wird zum Beschleunigen und Bremsen verwendet. Der Hebel, zur Bedienung mit dem Daumen kann zum Beispiel als Steg oder optional als verschiebbares Einzelteil ausgebildet und am Drehgriff bzw. entlang des Drehgriffs an unterschiedlichen Stellen angeordnet und/oder angebracht werden. Ein ergonomisches Einzelteil als Hebel ermöglicht hierbei dem Nutzer, Stelle bzw. Position und Winkel des Hebels relativ zu dem Drehgriff ergonomisch individuell auszuwählen und ihn an einer ausgewählten Stelle, an der Außenwand des Drehgriffs zumindest vorübergehend zu fixieren und zu platzieren.
  • Somit ist es möglich, einen Drehgas-Griff um eine Daumengas Funktion zu erweitern. Aus Produktsicherheits-Sicht ist ein Griff, der zum Halten und zum Beschleunigen sowie zum Bremsen genutzt wird, nicht ideal. In Ausgestaltung wird das Drehgas um den mindestens einen Hebel als Aufsatz bzw. Zusatz erweitert, damit es dem Nutzer möglich ist, den Drehgriff über den mindestens einen daran angeordneten Hebel bspw. nur mit dem Daumen bedienen zu können.
  • Der Roller, für den das System verwendet wird, ist als Mehrspur-Fahrzeug ausgebildet, das wie ein Skateboard mit den Füßen durch Gewichtsverlagerung gesteuert wird und mit einer Hand mittels des Drehgriffs und dem mindestens einen daran angeordneten Hebel bedient werden kann. Gebremst wird der Roller bspw. mittels elektrischer Rekuperation. Der Roller kann durch Einhandbedienung entweder beschleunigt oder bspw. rekuperativ gebremst werden.
  • Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Die Erfindung ist anhand von Ausführungsformen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen schematisch und ausführlich beschrieben.
    • 1 zeigt in schematischer Darstellung eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems.
    • 2 zeigt in schematischer Darstellung eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems.
  • Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleichen Komponenten sind dieselben Bezugsziffern zugeordnet.
  • 1 zeigt in schematischer Darstellung die erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 2 und 2 die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 4.
  • Dabei sind beide Ausführungsformen des Systems 2, 4 jeweils für einen elektrisch angetriebenen Roller vorgesehen, der ein Trittbrett aufweist, an dessen vorderem und hinterem Ende jeweils eine Achse für zwei Räder angeordnet sind, die von mindestens einer Elektromaschine angetrieben, bspw. beschleunigt und von mindestens einer Bremse gebremst werden können. Dabei wird die mindestens eine Elektromaschine zum Beschleunigen als Elektromotor betrieben. Es ist jedoch auch möglich, die mindestens eine Elektromaschine als Generator und/oder rekuperativ zu betreiben, wobei die mindestens eine Elektromaschine in diesem Fall als Bremse wirkt. Weiterhin ist an dem vorderen Ende des Trittbretts eine Lenksäule 6 angeordnet, von der in beiden 1 und 2 jeweils nur ein oberes Ende dargestellt ist, wobei an diesem oberen Ende der Lenksäule 6 ein Griff 8 angeordnet ist, der hier wie eine geschlossene Schlaufe ausgebildet ist. Weiterhin weist der Griff 8 an seinem oberen Ende eine Haltestange 10 auf, die hier einen zylinderförmigen Querschnitt aufweist und eine zentrale Achse umschließt.
  • Die in 1 schematisch dargestellte erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 2 weist einen Drehgriff 12 auf, der in die Haltestange 10 integriert ist, wobei hier vorgesehen ist, dass eine zylinderförmige Außenwand des Drehgriffs 12 denselben Radius wie eine Außenwand der Haltestange 10 aufweist. Außerdem ist an und/oder auf der Außenwand des Drehgriffs 12 ein Hebel 14 befestigt und somit dauerhaft angeordnet, wobei sich dieser Hebel 14 parallel zu der Achse der Haltestange 10, um die der Drehgriff 12 mit dem daran befestigten Hebel 14 gedreht werden kann, erstreckt.
  • Bei der zweiten Ausführungsform des Systems 4 ist ebenfalls ein zylinderförmiger Drehgriff 16 in der Haltestange 10 integriert, der eine zentrale Achse aufweist, die auch der zentralen Achse der Haltestange 10 entspricht. An der Außenwand des Drehgriffs 16 ist hier ein Hebel 18 angeordnet, der in der hier gezeigten Darstellung aus 2 an einem ersten axialen Ende des Drehgriffs 16 vorübergehend und wieder lösbar fixiert ist. Dabei ist es möglich, dass dieser Hebel 18 von dem Drehgriff 16 und/oder von der Außenwand des Drehgriffs 16 wieder gelöst und, wie hier durch einen geraden Doppelpfeil 20 angedeutet, relativ zu dem Drehgriff 16 und auch zu der Haltestange 10 axial verschoben werden kann. Somit ist es möglich, für den Hebel 18 eine für einen jeweiligen Nutzer des Rollers geeignete Stelle bzw. Position auf und/oder an der Außenwand des Drehgriffs 16 auszuwählen und an dieser Stelle zumindest vorübergehend zu fixieren bzw. zu befestigen bzw. zu arretieren und somit an dem Drehgriff 16 anzuordnen.
  • Mit beiden Ausführungsformen des vorgestellten Systems 2, 4 kann jeweils eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführt werden. Dabei ist es möglich, den Roller mit der Ausführungsform des System 2, 4 zu bedienen, wobei jeweils vorgesehen ist, den Drehgriff 12, 16 mit dem daran angeordneten Hebel 14, 18 um die gemeinsame Achse des Drehgriffs 12, 16 und der Haltestange 10 zu drehen, was hier jeweils durch einen gebogenen Doppelpfeil 22 angedeutet ist. Dabei ist es möglich, den Drehgriff 12, 16 mit dem daran angeordneten Hebel 14, 18 in einer ersten Drehrichtung oder in einer zweiten entgegengesetzten Drehrichtung zu drehen. Weiterhin ist vorgesehen, dass der Roller mit der jeweiligen Ausführungsform des Systems 2, 4 beschleunigt wird, wenn der Drehgriff 12, 16 mit dem daran angeordneten Hebel 14, 18 in einer ersten Drehrichtung gedreht wird, oder zu bremsen, wenn der Drehgriff 12, 16 mit dem daran angeordneten Hebel 14, 18 in der zweiten entgegengesetzten Drehrichtung gedreht wird. Abhängig von der jeweiligen Drehrichtung wird bzw. werden die mindestens eine Elektromaschine und/oder die mindestens eine Bremse als Antriebsaggregate des elektrischen Rollers angesteuert.
  • Bei der ersten Ausführungsform des Systems 2 ist eine Bedienung allein durch einen Finger, bspw. einen Daumen, des Nutzers möglich, wobei allein durch Bedienen und/oder Drehen des Hebels 14 auch der Drehgriff 12 bedient und/oder gedreht wird, an dem der Hebel 14 befestigt und somit angeordnet ist.
  • Entsprechend ist bei der zweiten Ausführungsform des Systems 4 aus 2 ein Bedienen und/oder Drehen des Drehgriffs 16 relativ zu der Haltestange 10 allein durch Bedienen und/oder Drehen des daran angeordneten Hebels 18 mit lediglich einem Finger möglich. Falls ein Nutzer zum Bedienen des Hebels 18 einen Daumen als Finger bevorzugen sollte, ist es möglich, die zweite Ausführungsform des Systems 4 sowohl für einen linkshändigen Nutzer als auch für einen rechtshändigen Nutzer anzupassen, da der Hebel 18 von dem Drehgriff 16 gelöst und an einer beliebigen Stelle des Drehgriffs 16 zumindest vorübergehend fixiert bzw. befestigt werden kann. Falls der Nutzer bspw. Linkshänder ist, kann der Hebel 18, wie in 2 auch angedeutet, in Bezug auf eine Vorwärtsfahrtrichtung des Rollers an einem rechten axialen Ende des Drehgriffs 16 angeordnet werden. Falls mit dem Roller auch ein Rechtshänder fahren will, kann dieser den Hebel 18 ausgehend von der in 2 dargestellten Position auf der Außenwand des Drehgriffs 16 lösen und nach links an ein linkes Ende des Drehgriffs 16 verschieben.
  • Beide 1 und 2 zeigen jeweils einen gebogenen Doppelpfeil 22, der zwei mögliche Drehrichtungen eines jeweiligen Drehgriffs 12, 16 und des daran angeordneten Hebels 14, 18 andeutet. Dabei wird der Roller bei einer Drehung in eine der beiden Drehrichtungen beschleunigt und bei einer Drehung in entgegengesetzter Drehrichtung gebremst.
  • Bezugszeichenliste
  • 2,4
    System
    6
    Lenksäule
    8
    Griff
    10
    Haltestange
    12
    Drehgriff
    14
    Hebel
    16
    Drehgriff
    18
    Hebel
    20
    gerader Doppelpfeil
    22
    gebogener Doppelpfeil

Claims (5)

  1. System (4) zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Rollers, wobei der Roller eine Lenksäule (6) aufweist, an deren oberem Ende ein Griff (8) angeordnet ist, der als geschlossene Schlaufe ausgebildet ist, wobei der Griff (8) an seinem oberen Ende eine Haltestange (10) aufweist, wobei das System (4) als Komponenten einen Drehgriff (16) und mindestens einen Hebel (18) aufweist, wobei der Drehgriff (16) in die Haltestange (10) integriert ist, wobei der mindestens eine Hebel (18) an einer Außenwand des Drehgriffs (16) lösbar angeordnet ist, wobei die Geschwindigkeit durch manuelles Betätigen des Hebels (18) relativ zu der Haltestange (10) veränderbar ist, wobei der Hebel (18) von der Außenwand des Drehgriffs (16) gelöst und relativ zu dem Drehgriff (16) axial verschoben wird, wobei für den Hebel (18) eine für einen jeweiligen Nutzer des Rollers geeignete Stelle an der Außenwand des Drehgriffs (16) auszuwählen und an dieser Stelle zumindest vorübergehend anzuordnen ist.
  2. System (4) nach Anspruch 1, bei dem der mindestens eine Hebel (18) mindestens durch einen Finger bedienbar ist.
  3. System (4) nach Anspruch 1 oder 2, das mindestens einen Schalter aufweist, der einerseits mit dem Drehgriff (16) und andererseits mit mindestens einem Antriebsaggregat des Rollers verbunden ist, wobei der Drehgriff (16) dazu ausgebildet ist, den mindestens einen Schalter abhängig von einer Drehrichtung zu betätigen, wobei der mindestens eine Schalter dazu ausgebildet ist, ein von der Drehrichtung abhängiges Signal zu erzeugen und an das mindestens eine Antriebsaggregat zu übermitteln.
  4. Verfahren zum Ändern einer Geschwindigkeit eines elektrisch angetriebenen Rollers mit einem System (4) zum Ändern der Geschwindigkeit, wobei der Roller eine Lenksäule (6) aufweist, an deren oberem Ende ein Griff (8) angeordnet ist, der als geschlossene Schlaufe ausgebildet ist, wobei der Griff (8) an seinem oberen Ende eine Haltestange (10) aufweist, wobei das System (4) als Komponenten einen Drehgriff (16) und mindestens einen Hebel (18) aufweist, wobei der Drehgriff in die Haltestange (10) integriert ist, wobei der mindestens eine Hebel (18) an einer Außenwand des Drehgriffs (16) lösbar angeordnet ist, wobei die Geschwindigkeit durch manuelles Betätigen des Hebels relativ zu der Haltestange (10) verändert wird, wobei der Hebel (18) von der Außenwand des Drehgriffs (16) gelöst und relativ zu dem Drehgriff (16) axial verschoben wird, wobei für den Hebel (18) eine für einen jeweiligen Nutzer des Rollers geeignete Stelle an der Außenwand des Drehgriffs (16) ausgewählt und an dieser Stelle zumindest vorübergehend angeordnet wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der Roller beschleunigt wird, wenn die mindestens eine Komponente des Systems (4) in einer ersten Drehrichtung gedreht wird, und bei dem der Roller gebremst wird, wenn die mindestens eine Komponente des Systems (4) in einer zweiten Drehrichtung gedreht wird.
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