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GEBIET DER OFFENBARUNG
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Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen ein Einstellsystem für Fahrzeugsitze. Insbesondere betrifft die vorliegende Offenbarung ein Einstellsystem für Fahrzeugsitze, das über Sprachbefehle betrieben werden kann.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Das Ein- und Ausklappen von Fahrzeugsitzen kann erwünscht sein, um mehr Stauraum bzw. mehr Fahrgastsitze innerhalb eines Fahrzeugs zu ermöglichen. Herkömmliche Sitzsysteme können eine Fernbedienung zum Betreiben des Sitzsystems erfordern. Bei anderen herkömmlichen Sitzsystemen kann es sein, dass der Insasse aus dem Fahrzeug aussteigen muss, um Zugriff auf die Sitze zu haben, die eingeklappt werden sollen.
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KURZDARSTELLUNG DER OFFENBARUNG
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Gemäß mindestens einem Aspekt der vorliegenden Offenbarung beinhaltet ein Fahrzeug ein Fahrzeugsteuermodul und ein Rückhaltesteuermodul, das betriebsfähig an das Fahrzeugsteuermodul gekoppelt ist. Eine Sitzbaugruppe ist zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig. Eine Benutzerschnittstelle beinhaltet ein Mikrofon. Das Mikrofon empfängt einen Benutzerbefehl zum Einstellen einer Sitzposition und sendet ein Anforderungssignal an das Fahrzeugsteuermodul. Das Fahrzeugsteuermodul startet eine Sitzpositionseinstellung auf Grundlage eines Startsignals von dem Rückhaltesteuermodul.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Offenbarung beinhaltet ein Fahrzeug eine Vielzahl von Sitzbaugruppen, die jeweils zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig sind. Eine Benutzerschnittstelle beinhaltet ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Das Mikrofon ist dazu konfiguriert, einen Befehl zum Einstellen einer Sitzposition zu empfangen, und der Lautsprecher ist dazu konfiguriert, vordefinierte Sitzkonfigurationsoptionen darzustellen.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Offenbarung beinhaltet ein Einstellsystem für Fahrzeugsitze eine Sitzbaugruppe, die zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig ist. Eine Benutzerschnittstelle beinhaltet ein Mikrofon zum Empfangen von Befehlen. Ein Fahrzeugsteuermodul ist betriebsfähig an die Sitzbaugruppe gekoppelt und dazu konfiguriert, eine Sitzposition der Sitzbaugruppe einzustellen. Ein Rückhaltesteuermodul ist betriebsfähig an die Sitzbaugruppe gekoppelt. Das Rückhaltesteuermodul erfasst, ob die Sitzbaugruppe belegt ist, und sendet ein entsprechendes Signal an das Fahrzeugsteuermodul.
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Diese und andere Aspekte, Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung sind für den Fachmann nach der Lektüre der folgenden Beschreibung, der Patentansprüche und der beigefügten Zeichnungen verständlich und nachvollziehbar.
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Figurenliste
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Es folgt eine Beschreibung der Figuren in den beigefügten Zeichnungen. Die Figuren sind nicht unbedingt maßstabsgetreu und bestimmte Merkmale und bestimmte Ansichten der Figuren können im Interesse der Eindeutigkeit und Prägnanz vergrößert oder schematisch gezeigt sein.
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Beschreibung der Zeichnungen:
- 1 ist eine perspektivische Draufsicht auf eine Fahrgastzelle eines Fahrzeugs gemäß einem Beispiel;
- 2 ist eine perspektivische Draufsicht auf die Fahrgastzelle des Fahrzeugs gemäß einem Beispiel;
- 3 ist ein Blockdiagramm des Fahrzeugs gemäß einem Beispiel; und
- 4 ist ein Ablaufdiagramm für ein Verfahren zum Durchführen von Sitzkonfigurationen innerhalb des Fahrzeugs gemäß einem Beispiel.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Zusätzliche Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in der folgenden detaillierten Beschreibung dargelegt und sind für den Fachmann aus der Beschreibung ersichtlich oder erschließen sich aus der Umsetzung der Erfindung, wie in der folgenden Beschreibung beschrieben, zusammen mit den Patentansprüchen und beigefügten Zeichnungen.
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Für die Zwecke der Beschreibung in dieser Schrift beziehen sich die Ausdrücke „oberes“, „unteres“, „rechtes“, „linkes“, „hinteres“, „vorderes“, „vertikales“, „horizontales“ und Ableitungen davon auf die Konzepte in ihrer Ausrichtung in 1. Es versteht sich jedoch, dass die Konzepte verschiedene alternative Ausrichtungen annehmen können, sofern nicht ausdrücklich das Gegenteil vorgegeben ist. Zudem versteht es sich, dass die in den beigefügten Zeichnungen veranschaulichten und in der nachstehenden Beschreibung beschriebenen spezifischen Vorrichtungen und Verfahren lediglich beispielhafte Ausführungsformen der in den beigefügten Patentansprüchen definierten erfindungsgemäßen Konzepte sind. Somit sind konkrete Abmessungen und andere physische Eigenschaften im Zusammenhang mit den hier offenbarten Ausführungsformen nicht als einschränkend zu betrachten, sofern die Patentansprüche nicht ausdrücklich anderes vorgeben.
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Im hier verwendeten Sinne bedeutet der Ausdruck „und/oder“, wenn er in einer Aufzählung von zwei oder mehr Elementen verwendet wird, dass jedes der aufgezählten Elemente einzeln eingesetzt werden kann oder eine beliebige Kombination aus zwei oder mehr der aufgezählten Elemente verwendet werden kann. Falls zum Beispiel eine Zusammensetzung als die Komponenten A, B und/oder C enthaltend beschrieben ist, kann die Zusammensetzung A allein; B allein; C allein; A und B in Kombination; A und C in Kombination; B und C in Kombination; oder A, B und C in Kombination enthalten.
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Im hier verwendeten Sinn bedeutet der Ausdruck „etwa“, dass Mengen, Größen, Formulierungen, Parameter und andere Größen und Eigenschaften nicht genau sind und nicht genau sein müssen, sondern auf Wunsch annähernd und/oder größer oder kleiner sein können und Toleranzen, Umwandlungsfaktoren, Abrundung, Messfehler und dergleichen und andere Faktoren widerspiegeln können, die dem Fachmann bekannt sind. Wenn der Begriff „etwa“ verwendet wird, um einen Wert oder einen Endpunkt eines Bereichs zu beschreiben, sollte die Offenbarung so verstanden werden, dass sie den spezifischen Wert oder Endpunkt beinhaltet, auf den Bezug genommen wird. Unabhängig davon, ob bei einem numerischen Wert oder einem Endpunkt eines Bereichs in der Beschreibung „etwa“ erwähnt wird, soll der numerische Wert oder der Endpunkt eines Bereichs zwei Ausführungsformen beinhalten: eine, die durch „etwa“ modifiziert wird, und eine, die nicht durch „etwa“ modifiziert wird. Es versteht sich ferner, dass die Endpunkte jedes der Bereiche sowohl in Bezug auf den anderen Endpunkt als auch unabhängig vom anderen Endpunkt bedeutend sind.
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Die Ausdrücke „wesentlich“, „im Wesentlichen“ und Variationen davon sollen im hier verwendeten Sinne darauf hinweisen, dass ein beschriebenes Merkmal gleich oder annähernd gleich einem Wert oder einer Beschreibung ist. Zum Beispiel soll eine „im Wesentlichen ebene“ Fläche bedeuten, dass eine Fläche eben oder annähernd eben ist. Darüber hinaus soll „im Wesentlichen“ bedeuten, dass zwei Werte gleich oder ungefähr gleich sind. In einigen Ausführungsformen kann „im Wesentlichen“ Werte innerhalb von etwa 10 % voneinander, wie etwa innerhalb von etwa 5 % voneinander oder innerhalb von etwa 2 % voneinander, bezeichnen.
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Im hier verwendeten Sinne bedeuten die Begriffe „der/die/das“, „ein“ oder „eine“ „mindestens eines“ und sollten nicht auf „nur eines“ beschränkt sein, sofern nicht ausdrücklich das Gegenteil angegeben ist. Daher beinhaltet zum Beispiel eine Bezugnahme auf „eine Komponente“ Ausführungsformen, die zwei oder mehr derartige Komponenten aufweisen, sofern der Kontext nicht eindeutig etwas anderes angibt.
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In dieser Schrift werden Bezugsausdrücke, wie etwa erstes und zweites, oberes und unteres und dergleichen, lediglich dazu verwendet, eine Einheit oder Handlung von einer anderen Einheit oder Handlung zu unterscheiden, ohne notwendigerweise eine tatsächliche derartige Beziehung oder Reihenfolge zwischen derartigen Einheiten oder Handlungen zu erfordern oder zu implizieren. Es ist beabsichtigt, dass die Ausdrücke „umfasst“, „umfassend“ oder eine beliebige sonstige Variation davon einen nicht ausschließlichen Einschluss abdecken, sodass ein Prozess, ein Verfahren, ein Artikel oder eine Vorrichtung, der, das bzw. die eine Aufzählung von Elementen umfasst, nicht nur diese Elemente beinhaltet, sondern andere Elemente beinhalten kann, die nicht ausdrücklich aufgelistet oder einem derartigen Prozess, einem derartigen Verfahren, einem derartigen Artikel oder einer derartigen Vorrichtung inhärent sind. Ein Element, dem „umfasst ... ein(e)“ vorangeht, schließt nicht, ohne weitere Einschränkungen, das Vorhandensein von zusätzlichen identischen Elementen in dem Prozess, dem Verfahren, dem Artikel oder der Vorrichtung aus, der, das bzw. die das Element umfasst.
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Unter Bezugnahme auf 1-4 bezieht sich das Bezugszeichen 10 im Allgemeinen auf ein Fahrzeug, das ein System 14 zum Einstellen einer Vielzahl von Sitzbaugruppen 18 innerhalb des Fahrzeugs 10 aufweist. Das System 14 beinhaltet ein Fahrzeugsteuermodul 22 und ein Rückhaltesteuermodul 26, das betriebsfähig an das Fahrzeugsteuermodul 22 gekoppelt ist. Die Sitzbaugruppen 18 sind jeweils zwischen einer eingeklappten Position 30 und einer ausgeklappten Position 34 betriebsfähig. Eine Benutzerschnittstelle 38 beinhaltet ein Mikrofon 42, wobei das Mikrofon 42 einen Benutzerbefehl zum Einstellen einer Sitzposition empfängt und ein Anforderungssignal an das Fahrzeugsteuermodul 22 sendet. Das Fahrzeugsteuermodul 22 startet eine Sitzpositionseinstellung auf Grundlage eines Startsignals von dem Rückhaltesteuermodul 26.
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Unter Bezugnahme auf 1 wird nun in Betracht gezogen, dass das Fahrzeug 10 mehr oder weniger Sitzreihen beinhalten kann, als veranschaulicht ist. Bei dem Fahrzeug 10 kann es sich um eine Limousine, einen Truck, eine Geländelimousine, einen Van, ein Crossover-Fahrzeug oder eine andere Art von Fahrzeug 10 handeln. Das Fahrzeug 10 kann mit einer oder mehreren Sitzbaugruppen 18 ausgestattet sein. Wie veranschaulicht, weist das Fahrzeug 10 die Vielzahl von Sitzbaugruppen 18 auf, die in einer ersten vorderen Sitzreihe 46, einer zweiten mittleren Sitzreihe 50 und einer dritten hinteren Sitzreihe 54 angeordnet sind.
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Die zweite und dritte Sitzreihe 50, 54 können jeweils eine linke Sitzbaugruppe 58, eine mittlere Sitzbaugruppe 62 und eine rechte Sitzbaugruppe 66 beinhalten. Es wird zudem in Betracht gezogen, dass die zweite und die dritte Sitzreihe 50, 54 die linke und die rechte Sitzbaugruppe 58, 66 beinhalten (z.B. keine mittlere Sitzbaugruppe 62). In verschiedenen Beispielen kann jede der linken, mittleren und rechten Sitzbaugruppe 58, 62, 66 dazu konfiguriert sein, sich unabhängig zu bewegen. In anderen Beispielen kann die linke Sitzbaugruppe 58 an die mittlere Sitzbaugruppe 62 gekoppelt sein, sodass sich die linke und die mittlere Sitzbaugruppe 58, 62 gemeinsam bewegen. Es wird zudem in Betracht gezogen, dass die mittlere Sitzbaugruppe 62 an die rechte Sitzbaugruppe 66 gekoppelt sein kann. Die zweite und die dritte Sitzreihe 50, 54 können ähnlich strukturierte Sitzbaugruppen 18 aufweisen. Zum Beispiel kann sowohl in der zweiten als auch in der dritten Sitzreihe 50, 54 die linke Sitzbaugruppe 58 an die mittlere Sitzbaugruppe 62 gekoppelt sein, die mittlere Sitzbaugruppe 62 an die rechte Sitzbaugruppe 66 gekoppelt sein oder sich jede Sitzbaugruppe 18 unabhängig bewegen. Alternativ können die zweite und die dritte Sitzreihe 50, 54 unterschiedliche Sitzbaugruppenstrukturen aufweisen.
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Jede der Sitzbaugruppen 18 ist zwischen der eingeklappten Position 30 und der ausgeklappten Position 34 betriebsfähig. In der eingeklappten Position 30 ist eine Rückenlehne 70 jeder Sitzbaugruppe 18 auf und parallel zu einer Sitzbasis 74 der jeweiligen Sitzbaugruppe 18 positioniert. Die eingeklappte Position 30 kann vorteilhaft sein, um mehr Stauraum innerhalb einer Fahrgastzelle 78 des Fahrzeugs 10 bereitzustellen. In Beispielen, in denen sich jede der Sitzbaugruppen 18 der zweiten und der dritten Sitzreihe 50, 54 in der eingeklappten Position 30 befindet, kann das Fahrzeug 10 Stauraum (z. B. in einer Rückwärtsrichtung bezogen auf das Fahrzeug) hinter der ersten Sitzreihe 46 bereitstellen. Mit anderen Worten kann das Fahrzeug 10 Sitzbaugruppen 18 für zwei Fahrgäste innerhalb der ersten Sitzreihe 46 bereitstellen. In Beispielen, in denen sich die Sitzbaugruppen 18 der dritten Sitzreihe 54 in der eingeklappten Position 30 befinden, kann das Fahrzeug 10 Stauraum hinter der zweiten Sitzreihe 50 bereitstellen und es stellt zudem Sitzbaugruppen 18 für bis zu fünf Fahrgäste bereit. In Beispielen, in denen sich die Sitzbaugruppen 18 der zweiten und der dritten Sitzreihe 50, 54 in der ausgeklappten Position 34 befinden, kann das Fahrzeug 10 Stauraum hinter der dritten Sitzreihe 54 und Sitzbaugruppen 18 für bis zu acht Fahrgäste bereitstellen. Im Gegensatz dazu erstreckt sich die Rückenlehne 70 in der ausgeklappten Position 34 von der Sitzbasis 74 vertikal nach oben, um einen Sitzplatz 80 für einen Fahrgast bereitzustellen.
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Unter weiterer Bezugnahme auf 1 beinhaltet das Fahrzeug 10 das Fahrzeugsteuermodul 22. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann als elektronische Steuereinheit konfiguriert sein, die verschiedene elektronische Systeme und/oder Teilsysteme des Fahrzeugs 10 steuern kann. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann an das Rückhaltesteuermodul 26 gekoppelt sein. In verschiedenen Beispielen kann das Fahrzeugsteuermodul 22 an ein Motorsteuermodul, ein Antriebsstrangsteuermodul, ein Getriebesteuermodul, ein Bremssteuermodul, ein Karosseriesteuermodul und/oder beliebige andere Steuereinheiten oder Steuermodule innerhalb des Fahrzeugs gekoppelt sein. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann zudem an Positioniervorrichtungen 82 jeder der Sitzbaugruppen 18 gekoppelt sein. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann ein elektrisches Signal an jede der Positioniervorrichtungen 82 senden, um die Positioniervorrichtungen 82 anzuschalten. In verschiedenen Beispielen können die Sitzbaugruppen 18 einen Sitzrahmen beinhalten und die Positioniervorrichtung 82 kann einen Elektromotor beinhalten. Der Elektromotor der Positioniervorrichtung 82 kann betrieben werden, um den Sitzrahmen der Sitzbaugruppen 18 zu bewegen. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann ein Einklappsignal oder ein Ausklappsignal an die jeweilige Positioniervorrichtung 82 senden, um die gewünschte Sitzbaugruppe 18 zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position 30, 34 zu bewegen.
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Das Rückhaltesteuermodul 26 kann als elektronische Steuereinheit konfiguriert sein, die innerhalb der Sitzbaugruppen 18 oder an einer anderen Stelle innerhalb des Fahrzeugs 10 positioniert ist. Das Rückhaltesteuermodul 26 kann betriebsfähig an einen Airbag und/oder einen Sicherheitsgurtstraffer gekoppelt sein. Das Rückhaltesteuermodul 26 kann zudem Sensoren beinhalten, wie zum Beispiel einen Sitzsensor 86 und einen Sicherheitsgurtschnallensensor 90. Der Sitzsensor 86 kann das Vorhandensein eines Insassen oder eines anderen Gegenstands auf einer jeweiligen Sitzbaugruppe 18 in der ausgeklappten Position 34 erfassen. Der Sitzsensor 86 kann unter anderem eine beliebige Art von Näherungssensor, Sitzairbagsensor, Drucksensor, Ultraschallsensor, kapazitivem Sensor oder Kraftsensor beinhalten. In verschiedenen Beispielen kann der Sitzsensor 86 innerhalb der Sitzbasis 74 oder der Rückenlehne 70 der Sitzbaugruppe 18 positioniert sein. Zusätzlich oder alternativ kann das Rückhaltesteuermodul 26 einen Sicherheitsgurtschnallensensor 90 beinhalten. Der Sicherheitsgurtschnallensensor 90 kann innerhalb einer Sicherheitsgurtbaugruppe 94 positioniert sein, die an die Sitzbaugruppe 18 gekoppelt ist, und dazu konfiguriert sein, zu erfassen, ob eine Sicherheitsgurtzunge 98 in einer Sicherheitsgurtschnalle 102 positioniert ist oder nicht. Mit anderen Worten kann der Sicherheitsgurtschnallensensor 90 zudem erfassen, ob eine vorgegebene Sitzbaugruppe 18 mit einem Fahrgast belegt ist. Es wird zudem in Betracht gezogen, dass die Sensoren des Rückhaltesteuermoduls 26 an einer anderen Stelle innerhalb des Fahrzeugs 10 positioniert sein können. Das Rückhaltesteuermodul 26 kann eine Vielzahl von Rückhaltesteuermodulen 26 beinhalten, die in jeder der Sitzbaugruppen 18 positioniert ist. Alternativ kann ein einzelnes Rückhaltesteuermodul 26 vorhanden sein, das betriebsfähig an die Sensoren gekoppelt ist, die innerhalb oder in der Nähe der Sitzbaugruppen 18 positioniert sind. Das Rückhaltesteuermodul 26 kann zudem dazu konfiguriert sein, zu erfassen, ob ein Objekt auf einer Rückfläche 110 der Rückenlehne 70 positioniert ist, wenn sich die Sitzbaugruppe 18 in der eingeklappten Position 30 befindet.
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Unter Bezugnahme auf 1 und 2 kann in verschiedenen Beispielen jede der Sitzbaugruppen 18 die Positioniervorrichtung 82 beinhalten, die dazu konfiguriert ist, die Sitzposition der Sitzbaugruppe 18 einzustellen. Die Sitzposition kann die eingeklappte und die ausgeklappte Position 30, 34 beinhalten. Mit anderen Worten können die Positioniervorrichtungen 82 dazu konfiguriert sein, die Sitzbaugruppen 18 zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position 30, 34 zu bewegen. Die Positioniervorrichtung 82 kann innerhalb jeder Sitzbaugruppe 18, innerhalb einiger Sitzbaugruppen 18 oder an einer anderen Stelle innerhalb des Fahrzeugs 10 positioniert sein. Die Positioniervorrichtungen 82 können zudem dazu konfiguriert sein, die Sitzbaugruppen 18 in einer Vorwärts- und Rückwärtsrichtung bezogen auf das Fahrzeug zu bewegen.
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Die Sitzbaugruppen 18 der zweiten und der dritten Reihe 50, 54 können eine Vielzahl von Sitzkonfigurationen bereitstellen, die durch einen Benutzer vordefiniert sein können. Die gewünschte Sitzkonfiguration kann durch einen Insassen des Fahrzeugs 10 ausgewählt werden. Auf Grundlage der durch den Insassen ausgewählten Sitzkonfiguration können unterschiedliche Sitzbaugruppen 18 in die eingeklappte Position 30 bzw. die ausgeklappte Position 34 bewegt werden. In verschiedenen Beispielen können die Sitzkonfigurationen das Bewegen aller Sitzbaugruppen 18 innerhalb der zweiten und der dritten Sitzreihe 50, 54 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; der linken Sitzbaugruppe 58 der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; der rechten Sitzbaugruppe 66 der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; der mittleren Sitzbaugruppe 62 der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; aller Sitzbaugruppen 18 innerhalb der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; der linken Sitzbaugruppe 58 innerhalb der dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; der rechten Sitzbaugruppe 66 innerhalb der dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; der mittleren Sitzbaugruppe 62 innerhalb der dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; aller Sitzbaugruppen 18 innerhalb der dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34; und/oder Kombinationen daraus beinhalten. Mit anderen Worten können die vordefinierten Sitzkonfigurationen dazu führen, dass sich einzelne Sitzbaugruppen 18 und/oder ganze Sitzreihen zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position 30, 34 bewegen.
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Unter weiterer Bezugnahme auf 1 und 2 beinhaltet das Fahrzeug 10, wie veranschaulicht, die Benutzerschnittstelle 38. Die Benutzerschnittstelle 38 kann zum Beispiel eine Skalenscheibe, einen Schalter, einen Touchscreen 114 und/oder eine Taste 118 beinhalten. Wie in 2 gezeigt, beinhaltet die Benutzerschnittstelle 38 die Taste 118 an einem Lenkrad 122. Die Stelle der Taste 118 kann vorteilhaft sein, um es einem Fahrer zu ermöglichen, mit der Benutzerschnittstelle 38 zu interagieren, ohne das Lenkrad 122 loszulassen oder auf eine andere Stelle innerhalb der Fahrgastzelle 78 des Fahrzeugs 10 zu blicken. In verschiedenen Beispielen beinhaltet die Benutzerschnittstelle 38 das Mikrofon 42 und einen Lautsprecher 126. In derartigen Beispielen kann die Benutzerschnittstelle 38 über einen Sprachbefehl von den Fahrzeuginsassen betrieben werden. Das Betreiben des Systems 14 (3) über den Sprachbefehl kann ein im Wesentlichen freihändiges Verfahren zum Bewegen der Sitzbaugruppen 18 zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position 30, 34 bereitstellen. Das Mikrofon 42 und der Lautsprecher 126 können in der Nähe eines Fahrersitzes angeordnet sein; es wird jedoch in Betracht gezogen, dass das Mikrofon 42 und der Lautsprecher 126 an anderen Stellen der Fahrgastzelle 78 positioniert sein können. Es kann mehr als ein Mikrofon 42 und/oder mehr als einen Lautsprecher 126 geben, um es einem Fahrgast in der ersten, zweiten und/oder dritten Sitzreihe 46, 50, 54 zu ermöglichen, mit der Benutzerschnittstelle 38 zu interagieren, sobald sie angeschaltet ist.
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Unter Bezugnahme auf 3 kann innerhalb des Systems 14 das Fahrzeugsteuermodul 22 an das Rückhaltesteuermodul 26, die Benutzerschnittstelle 38 und die Positioniervorrichtungen 82 jeder der Sitzbaugruppen 18 gekoppelt sein. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann einen Prozessor 130, andere Steuerschaltungen und einen Speicher 134 beinhalten. In dem Speicher 134 gespeichert und durch den Prozessor 130 ausführbar sind Anweisungen 138. Der Speicher 134 kann verschiedene Anweisungen 138 speichern, die sich auf verschiedene Funktionen beziehen. Die Anweisungen 138 können mindestens eine Anweisung 138 zum Einstellen der Sitzposition jeder der Sitzbaugruppen 18 beinhalten. Der Speicher 134 kann zudem verschiedene Sitzkonfigurationsoptionen speichern, die ein Insasse durch die Benutzerschnittstelle 38 auswählen kann. Zusätzlich oder alternativ kann die Benutzerschnittstelle 38 die Sitzkonfigurationsoptionen speichern. Die Benutzerschnittstelle 38 und/oder das Fahrzeugsteuermodul 22 kann zudem personalisierte Sitzkonfigurationen für unterschiedliche Benutzer speichern. In verschiedenen Beispielen kann das Fahrzeugsteuermodul 22 mit jedem von der Benutzerschnittstelle 38, dem Rückhaltesteuermodul 26 und den Positioniervorrichtungen 82 über einen Controller-Area-Network-(CAN-)Bus 140 kommunizieren.
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Unter Bezugnahme auf 1 und 4 können das Fahrzeugsteuermodul 22 und das Rückhaltesteuermodul 26 in Betrieb zusammenwirken, um die Sitzposition von vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 einzustellen, während das Fahrzeug 10 in Bewegung ist. Ein Verfahren 200 zum Durchführen von Sitzkonfigurationen und zum Einstellen der Sitzposition der Sitzbaugruppen 18 beginnt mit einem Schritt 204, in dem ein Insasse oder Benutzer die Benutzerschnittstelle 38 anschaltet. In einem konkreten Beispiel kann der Benutzer auf die Taste 118 an dem Lenkrad 122 drücken, um die Benutzerschnittstelle 38 anzuschalten. Der Benutzer kann auf die Taste 118 drücken, während das Fahrzeug 10 stationär ist oder während das Fahrzeug in Bewegung ist (z. B. wenn es aktiv gefahren wird).
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Als Reaktion darauf kann die Benutzerschnittstelle 38 dem Benutzer bei einem Schritt 208 die verfügbaren Sitzkonfigurationsoptionen darstellen. Die Sitzkonfigurationsoptionen können innerhalb der Benutzerschnittstelle 38 oder innerhalb des Fahrzeugsteuermoduls 22 gespeichert sein. Die Sitzkonfigurationsoptionen können durch den Benutzer vordefiniert sein und/oder durch das Modell des Fahrzeugs 10 bestimmt sein. Die Benutzerschnittstelle 38 beinhaltet den Lautsprecher 126, um dem Benutzer die verschiedenen Sitzkonfigurationsoptionen darzustellen.
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Als Nächstes kann der Benutzer bei einem Schritt 212 eine Sitzkonfigurationsoption über einen Befehl anfordern. In verschiedenen Beispielen ist der Befehl ein Sprachbefehl, der über das Mikrofon 42 der Benutzerschnittstelle 38 gegeben wird. Es wird zudem in Betracht gezogen, dass der Befehl mit zusätzlichen oder alternativen Verfahren gegeben werden kann, wie zum Beispiel über den Touchscreen 114. Der Sprachbefehl kann die gewünschten Sitzbaugruppen 18 vorgeben und angeben, ob die Sitzbaugruppen 18 in die eingeklappte Position 30 oder die ausgeklappte Position 34 bewegt werden sollten. Der Sprachbefehl kann zudem dazu dienen, eine der vordefinierten Sitzkonfigurationsoptionen auszuwählen. Mit anderen Worten ist das Mikrofon 42 dazu konfiguriert, einen Befehl zum Einstellen der Sitzposition verschiedener Sitzbaugruppen 18 innerhalb des Fahrzeugs 10 zu empfangen. In verschiedenen Beispielen kann sich eine vorgegebene Zahl auf jede der vordefinierten Sitzkonfigurationsoptionen beziehen. Zum Beispiel kann sich die durch den Benutzer gesprochene Zahl „1“ auf das Bewegen der gewünschten Sitzbaugruppe 18 in die eingeklappte Position 30 beziehen, und die durch den Benutzer gesprochene Zahl „2“ kann sich auf das Bewegen der gewünschten Sitzbaugruppe 18 in die ausgeklappte Position 34 beziehen. In derartigen Beispielen kann jede der Sitzkonfigurationen eine vorgegebene Zahl aufweisen, die die Sitzkonfiguration darstellt. In zusätzlichen oder alternativen Beispielen kann ein Sprachbefehl „1.1“ dem Bewegen der gesamten zweiten und dritten Sitzreihe 50, 54 in die eingeklappte Position 30 entsprechen, „1.2“ kann dem Bewegen der gesamten zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte Position 30 entsprechen, „1.3“ kann dem Bewegen der linken Sitzbaugruppe 58 der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte Position 30 entsprechen, „1.4“ kann dem Bewegen der rechten Sitzbaugruppe 66 der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte Position 30 entsprechen, „1.5“ kann dem Bewegen der gesamten dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte Position entsprechen, „1.6“ kann dem Bewegen der linken Sitzbaugruppe 58 der dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte Position 30 entsprechen, „1.7“ kann dem Bewegen der rechten Sitzbaugruppe 66 der dritten Sitzreihe 54 in die eingeklappte Position 30 entsprechen und/oder Kombinationen daraus. Es wird zudem in Betracht gezogen, dass vorbestimmte vorgegebene Zahlen dem Bewegen verschiedener Sitzbaugruppen 18 in die ausgeklappte Position 34 entsprechen können. Es wird ferner in Betracht gezogen, dass vorbestimmte vorgegebene Zahlen dem Bewegen verschiedener Sitzbaugruppen 18 in der Vorwärts- und Rückwärtsrichtung des Fahrzeugs 10 getrennt oder in Kombination mit den Sitzbaugruppen 18, die zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position 30, 34 bewegt werden, entsprechen. Zusätzlich wird in Betracht gezogen, dass andere Zahlen, Wörter und/oder Phrasen den verschiedenen Sitzvorgängen und/oder Konfigurationen entsprechen können.
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In einem Schritt 216 kommuniziert die Benutzerschnittstelle 38 die Auswahl der Sitzkonfiguration an das Fahrzeugsteuermodul 22. Die Benutzerschnittstelle 38 wandelt den Sprachbefehl in ein elektrisches Signal um, das an das Fahrzeugsteuermodul 22 gesendet wird. Mit anderen Worten sendet die Benutzerschnittstelle 38 ein Anforderungssignal an das Fahrzeugsteuermodul 22, das den durch den Benutzer angeforderten und/oder ausgewählten Sitzkonfigurationen entspricht. Als Reaktion darauf kommuniziert das Fahrzeugsteuermodul 22 das Anforderungssignal bei einem nächsten Schritt 220 an das Rückhaltesteuermodul 26. In verschiedenen Beispielen kann das Fahrzeugsteuermodul 22 damit warten, die Sitzposition der vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 einzustellen und/oder die ausgewählte Sitzkonfiguration umzusetzen, bis das Fahrzeugsteuermodul 22 ein Startsignal von dem Rückhaltesteuermodul 26 empfängt. Zusätzlich oder alternativ kann das von dem Fahrzeugsteuermodul 22 an das Rückhaltesteuermodul 26 gesendete Anforderungssignal jede einzustellende Sitzbaugruppe 18 vorgeben.
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Das Verfahren 200 kann einen Schritt 224 beinhalten, in dem das Rückhaltesteuermodul 26 erfasst, ob jede der durch den Benutzer vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 belegt ist. In derartigen Beispielen kann das Rückhaltesteuermodul 26 an jede der Sitzbaugruppen 18 gekoppelt sein. Das Rückhaltesteuermodul 26 kann den Sitzsensor 86 und/oder den Sicherheitsgurtschnallensensor 90 (3) verwenden, um zu erfassen, ob ein Fahrgast und/oder ein Objekt auf den Sitzbaugruppen 18 positioniert ist. In verschiedenen Beispielen kann das Rückhaltesteuermodul 26 erfassen, ob ein Fahrgast oder ein Objekt auf der Sitzbasis 74 der Sitzbaugruppe 18, an der Rückenlehne 70 der Sitzbaugruppe 18 oder einer Kombination daraus positioniert ist, wenn sich die Sitzbaugruppe 18 in der ausgeklappten Position 34 befindet. In verschiedenen Beispielen kann das Rückhaltesteuermodul 26 zudem erfassen, ob ein Objekt auf der Rückenlehne 70 positioniert ist, wenn sich die Sitzbaugruppe 18 in der eingeklappten Position 30 befindet.
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Als Nächstes kommuniziert das Rückhaltesteuermodul 26 in einem Schritt 228 die Bestimmung, ob die vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 belegt sind oder anderweitig Objekte auf den Sitzbaugruppen 18 positioniert sind oder nicht, an das Fahrzeugsteuermodul 22. Falls erfasst wird, dass die ausgewählten Sitzbaugruppen 18 nicht belegt oder anderweitig ungehindert sind, kann das Rückhaltesteuermodul 26 ein Startsignal an das Fahrzeugsteuermodul 22 kommunizieren. Falls alternativ erfasst wird, dass die ausgewählten Sitzbaugruppen 18 belegt oder anderweitig gehindert sind, kann das Rückhaltesteuermodul 26 ein Stoppsignal an das Fahrzeugsteuermodul 22 senden. In verschiedenen Beispielen kann das Rückhaltesteuermodul 26 das Startsignal senden, das einigen der Sitzbaugruppen 18 entspricht, und das Stoppsignal, das anderen Sitzbaugruppen 18 entspricht. Mit anderen Worten erfasst das Rückhaltesteuermodul 26, ob die vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 belegt oder anderweitig gehindert sind, und sendet ein entsprechendes Signal an das Fahrzeugsteuermodul 22.
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Als Nächstes bestimmt das Fahrzeugsteuermodul 22 in einem Entscheidungsschritt 232 auf Grundlage des von dem Rückhaltesteuermodul 26 empfangenen Signals, ob die Anforderung und/oder der Befehl des Benutzers durchgeführt werden kann. Mit anderen Worten kann das Fahrzeugsteuermodul 22 auf Grundlage des von dem Rückhaltesteuermodul 26 empfangenen Signals bestimmen, ob die Sitzposition der Sitzbaugruppen 18 eingestellt werden soll. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann mindestens eine Anweisung 138 (3) beinhalten, die sich auf die Bestimmung bezieht, ob die Benutzeranforderung eingeleitet werden soll oder nicht. Falls das Fahrzeugsteuermodul 22 bestimmt, dass die Anforderung umgesetzt werden kann, kommuniziert das Fahrzeugsteuermodul 22 die Entscheidung zum Fortfahren in einem Schritt 236 an die Benutzerschnittstelle 38.
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In einem Schritt 240 kommuniziert die Benutzerschnittstelle 38 die Entscheidung des Fahrzeugsteuermoduls 22 zum Fortfahren mit der Anforderung an den Benutzer und/oder die Fahrzeuginsassen. Mit anderen Worten kann die Benutzerschnittstelle 38 die Entscheidung des Fahrzeugsteuermoduls 22 über den Lautsprecher 126 übermitteln. Die Benutzerschnittstelle 38 kann den Benutzer zudem darüber informieren, dass die Sitzpositionseinstellung startet. Die Sitzpositionseinstellung kann dem Bewegen der Sitzbaugruppen 18 in die eingeklappte Position 30 oder die ausgeklappte Position 34 entsprechen. Die vorgegebene Einstellung (z. B. in die eingeklappte oder die ausgeklappte Position 30, 34) kann zudem durch die Benutzerschnittstelle 38 über den Lautsprecher 126 als Bestätigung des Sprachbefehls wiederholt werden.
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Als Nächstes schaltet das Fahrzeugsteuermodul 22 in einem Schritt 244 Signale zum Einstellen der Sitzpositionen der vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 an. Das Fahrzeugsteuermodul 22 kann ein elektrisches Signal an die Positioniervorrichtungen 82 der Sitzbaugruppen 18 senden, damit sie eingeklappt, ausgeklappt oder anderweitig eingestellt werden. In verschiedenen Beispielen kann das Fahrzeugsteuermodul 22 mehrere Sitzkonfigurationsoptionen gleichzeitig durchführen. Zum Beispiel kann die linke Sitzbaugruppe 58 der zweiten Sitzreihe 50 in die eingeklappte Position 30 bewegt werden, während die rechte Sitzbaugruppe 66 der dritten Sitzreihe 54 in die ausgeklappte Position 34 bewegt wird (1). Mit anderen Worten ist das Fahrzeugsteuermodul 22 dazu konfiguriert, Sitzpositionen der Sitzbaugruppen 18 auf Grundlage einer ausgewählten Konfigurationsoption oder einer Kombination aus Optionen einzustellen. Jede der Sitzpositionseinstellungen kann durchgeführt werden, während das Fahrzeug 10 in Bewegung ist. Zusätzlich oder alternativ kann der Schritt 244 bereitstellen, dass der Benutzer die Sitzpositionseinstellung abbricht oder stoppt. Der Benutzer kann einen zusätzlichen Sprachbefehl zum Stoppen und/oder Abbrechen der Sitzpositionseinstellung geben, der an das Fahrzeugsteuermodul 22 übermittelt werden kann, das dann ein entsprechendes Signal an die Positioniervorrichtungen 82 der vorgegebenen Sitzbaugruppen 18 senden kann. Ein Benutzer kann alle Sitzpositionseinstellungen oder einige der Sitzpositionseinstellungen abbrechen. In einigen Beispielen kann der Benutzer auf die Taste 118 der Benutzerschnittstelle 38 drücken, um den Befehl zu geben. In anderen Beispielen kann der Benutzer einen Befehl geben, ohne auf die Taste 118 zu drücken oder anderweitig einen Befehl anzugeben, der in die Benutzerschnittstelle 38 eingegeben werden soll (1). Falls der Benutzer die Sitzpositionseinstellung nicht stoppt oder abbricht, kann das Fahrzeugsteuermodul 22 die Sitzposition weiterhin einstellen, bis sich die Sitzbaugruppen 18 in der gewünschten Sitzposition befinden (z. B. in der eingeklappten oder der ausgeklappten Position 30, 34).
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Nach Abschluss der Sitzpositionseinstellung kann die Benutzerschnittstelle 38 in einem Schritt 248 den Benutzer darüber informieren, dass die Einstellung abgeschlossen ist. Der Benutzer kann über den Lautsprecher 126 informiert oder anderweitig benachrichtigt werden, zum Beispiel durch den Touchscreen 114.
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Unter Rückkehr zu dem Entscheidungsschritt 232 geht das Verfahren 200, falls das Rückhaltesteuermodul 26 erfasst, dass die Sitzbaugruppen 18 belegt oder anderweitig gehindert sind, zu einem Schritt 252 über, in dem das Fahrzeugsteuermodul 22 die Entscheidung, nicht mit der Sitzpositionseinstellung fortzufahren, an die Benutzerschnittstelle 38 kommuniziert. In derartigen Beispielen geht das Verfahren 200 dann zu einem Schritt 256 über, in dem die Benutzerschnittstelle 38 den Benutzer darüber informiert, dass die Sitzkonfiguration nicht durchgeführt werden kann. In verschiedenen Beispielen kann der Benutzer über den Lautsprecher 126 der Benutzerschnittstelle 38 informiert werden. Der Benutzer kann darüber informiert werden, dass alle Sitzkonfigurationen nicht ausgeführt werden können oder dass einige der Sitzkonfigurationen nicht ausgeführt werden können.
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Die Verwendung der vorliegenden Offenbarung kann vielfältige Vorteile bereitstellen. In einem ersten Beispiel kann die Verwendung von Sprachbefehlen zum Einstellen der Sitzpositionen der Sitzbaugruppen 18 innerhalb des Fahrzeugs 10 die Ablenkung des Fahrers begrenzen. In einem zweiten Beispiel kann das vorliegend offenbarte System 14 zum Einstellen der Sitzposition der Sitzbaugruppen 18 die Herstellungs- und Produktionskosten reduzieren. In einem dritten Beispiel kann das vorliegend offenbarte System 14 zusätzlichen Stauraum innerhalb des Fahrzeugs 10 bereitstellen. In einem vierten Beispiel kann der Stauraum vergrößert oder verkleinert werden, während das Fahrzeug 10 in Bewegung ist, wodurch ermöglicht wird, dass der Benutzer beim Einstellen der Sitzkonfiguration des Fahrzeugs 10 Zeit spart.
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Gemäß verschiedenen Beispielen beinhaltet ein Fahrzeug ein Fahrzeugsteuermodul und ein Rückhaltesteuermodul, das betriebsfähig an das Fahrzeugsteuermodul gekoppelt ist. Eine Sitzbaugruppe ist zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig. Eine Benutzerschnittstelle beinhaltet ein Mikrofon. Das Mikrofon empfängt einen Benutzerbefehl zum Einstellen einer Sitzposition der Sitzbaugruppe und sendet ein Anforderungssignal an das Fahrzeugsteuermodul. Das Fahrzeugsteuermodul steuert eine Sitzpositionseinstellung auf Grundlage eines Startsignals von dem Rückhaltesteuermodul. Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung können eines oder eine Kombination der folgenden Merkmale beinhalten:
- • das Fahrzeugsteuermodul ist dazu konfiguriert, die Sitzposition der Sitzbaugruppe einzustellen, während das Fahrzeug in Bewegung ist;
- • das Rückhaltesteuermodul erfasst über einen Sensor, ob die Sitzbaugruppe belegt ist;
- • das Rückhaltesteuermodul sendet das Startsignal an das Fahrzeugsteuermodul, falls erfasst wird, dass die Sitzbaugruppe nicht belegt ist;
- • das Rückhaltesteuermodul sendet ein Stoppsignal an das Fahrzeugsteuermodul, falls erfasst wird, dass die Sitzbaugruppe belegt ist;
- • die Sitzbaugruppe beinhaltet eine Positioniervorrichtung, die dazu konfiguriert ist, die Sitzbaugruppe auf Grundlage eines Signals von dem Fahrzeugsteuermodul zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position zu bewegen;
- • die Benutzerschnittstelle beinhaltet einen Lautsprecher zum Signalisieren des Starts und des Abschlusses der Sitzpositionseinstellung;
- • die Sitzbaugruppen sind in mindestens einer von einer ersten, zweiten und dritten Sitzreihe positioniert;
- • die vordefinierten Sitzkonfigurationsoptionen beinhalten Optionen zum Einstellen der zweiten und dritten Sitzreihe zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position;
- • jede der Vielzahl von Sitzbaugruppen umfasst eine Positioniervorrichtung, die betriebsfähig an das Fahrzeugsteuermodul gekoppelt ist;
- • das Fahrzeugsteuermodul ist dazu konfiguriert, mehrere Sitzkonfigurationsoptionen gleichzeitig durchzuführen;
- • einen Kraftsensor innerhalb der Sitzbaugruppe, der betriebsfähig an das Rückhaltesteuermodul gekoppelt ist;
- • einen Sicherheitsgurt, der an die Sitzbaugruppe gekoppelt ist;
- • einen Sicherheitsgurtschlosssensor, der betriebsfähig an das Rückhaltesteuermodul gekoppelt ist;
- • das Fahrzeugsteuermodul bestimmt auf Grundlage des von dem Rückhaltesteuermodul empfangenen Signals, ob die Sitzposition der Sitzbaugruppe eingestellt werden soll;
- • der Lautsprecher signalisiert die Bestimmung des Fahrzeugsteuermoduls; und
- • der Lautsprecher signalisiert einen Start und einen Abschluss der Sitzpositionseinstellung.
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Modifikationen der Offenbarung werden sich dem Fachmann und denen, die die Offenbarung herstellen oder verwenden, erschließen. Daher versteht es sich, dass die in den Zeichnungen gezeigten und vorstehend beschriebenen Ausführungsformen lediglich Veranschaulichungszwecken dienen und nicht zur Einschränkung des Umfangs der Offenbarung gedacht sind, der durch die nachfolgenden Patentansprüche definiert ist, die gemäß den Prinzipien des Patentrechts, einschließlich der Äquivalenzlehre, auszulegen sind.
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Es versteht sich, dass Variationen und Modifikationen der vorstehenden Struktur erfolgen können, ohne von den Konzepten der vorliegenden Offenbarung abzuweichen, und es versteht sich ferner, dass derartige Konzepte durch die folgenden Patentansprüche abgedeckt sein sollen, sofern diese Patentansprüche durch ihren Wortlaut nicht ausdrücklich etwas anderes festlegen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Fahrzeug bereitgestellt, das Folgendes aufweist: ein Fahrzeugsteuermodul; ein Rückhaltesteuermodul, das betriebsfähig an das Fahrzeugsteuermodul gekoppelt ist; eine Sitzbaugruppe, die zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig ist; und eine Benutzerschnittstelle, die ein Mikrofon beinhaltet, wobei das Mikrofon einen Benutzerbefehl zum Einstellen einer Sitzposition der Sitzbaugruppe empfängt und ein Anforderungssignal an das Fahrzeugsteuermodul sendet und wobei das Fahrzeugsteuermodul eine Sitzpositionseinstellung auf Grundlage eines Startsignals von dem Rückhaltesteuermodul steuert.
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Gemäß einer Ausführungsform ist das Fahrzeugsteuermodul dazu konfiguriert, die Sitzposition der Sitzbaugruppe einzustellen, während das Fahrzeug in Bewegung ist.
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Gemäß einer Ausführungsform erfasst das Rückhaltesteuermodul über einen Sensor, ob die Sitzbaugruppe belegt ist.
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Gemäß einer Ausführungsform sendet das Rückhaltesteuermodul das Startsignal an das Fahrzeugsteuermodul, falls erfasst wird, dass die Sitzbaugruppe nicht belegt ist.
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Gemäß einer Ausführungsform sendet das Rückhaltesteuermodul ein Stoppsignal an das Fahrzeugsteuermodul, falls erfasst wird, dass die Sitzbaugruppe belegt ist.
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Gemäß einer Ausführungsform beinhaltet die Sitzbaugruppe eine Positioniervorrichtung, die dazu konfiguriert ist, die Sitzbaugruppe auf Grundlage eines Signals von dem Fahrzeugsteuermodul zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position zu bewegen.
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Gemäß einer Ausführungsform beinhaltet die Benutzerschnittstelle einen Lautsprecher zum Signalisieren des Starts und des Abschlusses der Sitzpositionseinstellung.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Fahrzeug bereitgestellt, das Folgendes aufweist: eine Vielzahl von Sitzbaugruppen, die jeweils zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig sind; eine Benutzerschnittstelle, die ein Mikrofon und einen Lautsprecher beinhaltet, wobei das Mikrofon dazu konfiguriert ist, einen Befehl zum Einstellen einer Sitzposition zu empfangen, und der Lautsprecher dazu konfiguriert ist, vordefinierte Sitzkonfigurationsoptionen darzustellen; und ein Fahrzeugsteuermodul, das betriebsfähig an die Sitzbaugruppen gekoppelt ist und dazu konfiguriert ist, Sitzpositionen der Sitzbaugruppen auf Grundlage einer ausgewählten Konfigurationsoption einzustellen.
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Gemäß einer Ausführungsform sind die Sitzbaugruppen in mindestens einer von einer ersten, zweiten und dritten Sitzreihe positioniert.
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Gemäß einer Ausführungsform beinhalten die vordefinierten Sitzkonfigurationsoptionen Optionen zum Einstellen der zweiten und dritten Sitzreihe zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position.
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Gemäß einer Ausführungsform beinhalten die vordefinierten Sitzkonfigurationsoptionen Optionen zum Einstellen einzelner Sitzbaugruppen zwischen der eingeklappten und der ausgeklappten Position.
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Gemäß einer Ausführungsform umfasst jede der Vielzahl von Sitzbaugruppen eine Positioniervorrichtung, die betriebsfähig an das Fahrzeugsteuermodul gekoppelt ist.
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Gemäß einer Ausführungsform ist das Fahrzeugsteuermodul dazu konfiguriert, mehrere Sitzkonfigurationsoptionen gleichzeitig durchzuführen.
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Gemäß einer Ausführungsform ist die Erfindung ferner gekennzeichnet durch ein Rückhaltesteuermodul, das dazu konfiguriert ist, zu erfassen, ob eine gewünschte Sitzbaugruppe belegt ist.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Einstellsystem für Fahrzeugsitze bereitgestellt, das Folgendes aufweist: eine Sitzbaugruppe, die zwischen einer eingeklappten Position und einer ausgeklappten Position betriebsfähig ist; eine Benutzerschnittstelle, die ein Mikrofon zum Empfangen von Befehlen beinhaltet; ein Fahrzeugsteuermodul, das betriebsfähig an die Sitzbaugruppe gekoppelt ist und dazu konfiguriert ist, eine Sitzposition der Sitzbaugruppe einzustellen; und ein Rückhaltesteuermodul, das betriebsfähig an die Sitzbaugruppe gekoppelt ist, wobei das Rückhaltesteuermodul erfasst, ob die Sitzbaugruppe belegt ist, und ein entsprechendes Signal an das Fahrzeugsteuermodul sendet.
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Gemäß einer Ausführungsform ist die Erfindung ferner gekennzeichnet durch einen Kraftsensor innerhalb der Sitzbaugruppe, der betriebsfähig an das Rückhaltesteuermodul gekoppelt ist.
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Gemäß einer Ausführungsform ist die Erfindung ferner gekennzeichnet durch einen Sicherheitsgurt, der an die Sitzbaugruppe gekoppelt ist; und einen Sicherheitsgurtschlosssensor, der betriebsfähig an das Rückhaltesteuermodul gekoppelt ist.
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Gemäß einer Ausführungsform bestimmt das Fahrzeugsteuermodul auf Grundlage des von dem Rückhaltesteuermodul empfangenen Signals, ob die Sitzposition der Sitzbaugruppe eingestellt werden soll.
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Gemäß einer Ausführungsform signalisiert der Lautsprecher die Bestimmung des Fahrzeugsteuermoduls.
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Gemäß einer Ausführungsform signalisiert der Lautsprecher einen Start und einen Abschluss der Sitzpositionseinstellung.