-
Die Anmeldung betrifft ein aerodynamisches Anbauteil und ein Fahrzeug mit einem aerodynamischen Anbauteil. Insbesondere betrifft die Erfindung ein aerodynamisches Anbauteil für Fahrzeuge mit einer Plane, die an einer Rückseite eines Fahrzeugs anbringbar ist und mehrere Seiten eines Hohlkörpers bildet.
-
Lastkraftwagen und vor allem die Anhänger von Sattelschleppern sind international relativ einheitlich gestaltet, um eine maximale Ladekapazität zu erreichen und um auch international die Anforderungen für eine Straßenverkehrszulassung zu gewährleisten. Das Heck von Lastkraftwagen ist in der Regel als plane Rückseite ausgestaltet, die während der Fahrt Luftverwirbelungen hinter dem Fahrzeug verursacht, die die Bewegung des Fahrzeugs bremsen.
-
Vorteilhaft wäre eine aerodynamische Form der Rückseite von Fahrzeugen, wie insbesondere Lastkraftwagen und Sattelschleppern aber auch von Schienenfahrzeugen, wie insbesondere Containertransportfahrzeugen. Da beim Gütertransport erhebliche Strecken zurückgelegt werden, würde eine Verbesserung der Aerodynamik der Fahrzeuge auch zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs führen.
-
Daher wurden zur Verbesserung der Aerodynamik von Lastkraftwagen bewegliche Metallklappen an den Seiten und an der Oberkante des Hecks eines Sattelschleppers vorgeschlagen. Es sind auch aufblasbare Säcke bekannt, die am Heck eines Lastkraftwagens befestigt werden, um den Luftwiderstand zu minimieren. Beispielsweise beschreibt die
PCT/DE2016/100401 mit der Veröffentlichungsnummer
WO 2017/036464 A1 einen Sack, der von der Fahrzeugoberseite heruntergelassen werden kann und sich bei der Fahrt aufbläst. Dadurch entsteht ein speziell aerodynamisch geformter Sack, der wie ein Rucksack am Fahrzeug befestigt ist und den Luftwiderstand verringern soll.
-
Die
PCT/US2011/055758 , die als
WO 2012/051174 A1 veröffentlicht wurde, zeigt, wie mit an der Rückseite eines LKW's angeordneten Platten der Luftwiderstand des Lastkraftwagens verringert werden kann.
-
Derartige aerodynamische Anbauteile haben das Problem, dass sie am Fahrzeug so angeordnet werden müssen, dass das Fahrzeug an seiner Rückseite zugänglich und vorzugsweise sogar öffenbar ist und das Anbauteil am Fahrzeug verstaut werden kann, wenn es nicht benötigt wird.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein derartiges aerodynamisches Anbauteil für Fahrzeuge so weiter zu bilden, dass es im täglichen Gebrauch möglichst einfach verwendbar ist.
-
Diese Aufgabe wird mit einem gattungsgemäßen aerodynamischen Anbauteil gelöst, das eine Schiene aufweist und bei dem die Plane Schienengleiter aufweist.
-
Dies ermöglicht es, die Plane des Anbauteils wie einen Vorhang in eine Position zu schieben, in der das Anbauteil den aerodynamischen Widerstand des Fahrzeugs verringert. An der Schiene kann die Plane mittels der Schienengleiter jedoch auch in eine Position verschoben werden, in der die Rückseite des Fahrzeugs frei zugänglich ist. Die Schiene kann am Fahrzeug befestigt werden und die Schienengleiter ermöglichen es somit, die Plane des aerodynamischen Anbauteils wie einen Vorhang zur Seite zu schieben.
-
Die Plane kann eine Folie, eine Textilie oder eine zweidimensionale Fläche sein, die aus relativ zueinander beweglichen festen Flächenelementen hergestellt ist.
-
Die Rückseite des Fahrzeugs ist im Rahmen der Anmeldung eine möglichst große Fläche der Rückseite, wobei diese Fläche beispielsweise auch nur die Rückseite des Laderaums sein kann oder sich auch in den Bereich des Fahrwerks erstreckt.
-
Die Schiene ist in einer einfachen Ausführungsform eine Stange oder ein Rohr. Daran können Haken oder Ösen als Schienengleiter entlang geschoben werden. Die Schiene kann jedoch auch eine spezielle Form, insbesondere im Querschnitt aufweisen, die auf spezielle Schienengleiter abgestimmt ist.
-
Die Plane kann derart stabil sein, dass sie einen konkaven zur Rückseite des Fahrzeugs geöffneten Hohlkörper bildet. Sie kann jedoch auch so flexibel sein, dass sie nur dann einen Hohlkörper bildet, wenn sie mit Luft wie insbesondere dem Fahrtwind aufgeblasen wird. Vorteilhaft ist es, wenn die Plane mindestens ein Trägerelement aufweist, das die Plane in einem Anlagebereich am Trägerelement in eine gebogene Form bringt. Derartige Trägerelemente können beabstandet an der Plane befestigt sein, um der Plane die Form eines Hohlkörpers zu geben. Die Trägerelemente können jedoch vorzugsweise auch so zusammengeschoben werden, dass die Plane wie ein zur Seite geschobener Vorhang keine konkave Form mehr aufweist. Vorteilhaft ist es dabei, wenn jedes Trägerelement auch mindestens einen Schienengleiter aufweist. Dies erleichtert es die Plane mittels der Trägerelemente zur Seite zu schieben.
-
Damit die Schienengleiter leicht auf der Schiene gleiten können, wird vorgeschlagen, dass die Schiene eine gerade Ausrichtung hat. Dies ermöglicht es, an der Rückseite des Fahrzeugs eine vorzugsweise sich über die gesamte Breite der Rückseite des Fahrzeugs erstreckende Schiene anzubringen. Diese Schiene hat vorzugsweise eine Länge, die etwa der Breite der Rückseite des Fahrzeugs entspricht. Die Schiene kann jedoch auch zumindest an einer Seite verlängert sein, um dort zur Seite geschobene Schienengleiter aufzunehmen.
-
Die Schienengleiter erleichtern es, die Plane zur Seite zu schieben. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Schienengleiter zueinander beabstandet an der Plane angeordnet sind und so ausgebildet sind, dass sie auf Block zusammengeschoben werden können. Dies ermöglicht es, die Plane bei auseinandergeschobenen Schienengleitem in eine konkave Form zu bringen und die Schienengleiter auch derart zusammenzuschieben, dass sich die einzelnen Schienengleiter berühren und die Plane zu einem im Wesentlichen zweidimensionalen Flächenelement zusammengeschoben wird.
-
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Schienengleiter und/oder die Schiene Rollen aufweisen. Dies erleichtert es, die Schienengleiter relativ zur Schiene zu bewegen.
-
Um das Fahrzeug auch an der Rückseite zugänglich zu halten, reicht es aus, wenn die Plane zur Seite geschoben werden kann. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die gesamte Rückseite frei zugänglich ist. Hierfür wird vorgeschlagen, dass die Plane von der Rückseite des Fahrzeugs wegschiebbar und an eine Seite des Fahrzeugs schwenkbar ist. Die Plane kann dabei aus ihrer dreidimensionalen konkaven als aerodynamisches Anbauteil wirkenden Form durch Zusammenschieben in eine eher zweidimensionale Form gebracht werden. Dieses eher zweidimensionale Flächenelement kann anschließend an eine Seite des Fahrzeugs geschwenkt werden. Dies führt dazu, dass die gesamte Rückseite des Fahrzeugs frei zugänglich ist, um beispielsweise dort angebrachte Türflügel zu öffnen.
-
Eine Weiterbildung des aerodynamischen Anbauteils sieht vor, dass es zwei zueinander beabstandete Schienen aufweist. Dies ermöglicht es, die Plane im oberen Bereich der Rückseite des Fahrzeugs an einer ersten Schiene zu befestigen und mittels einer zweiten Schiene auch in einem unteren Bereich der Rückseite des Fahrzeugs zu befestigen. Insbesondere wenn die Plane motorisch angetrieben zur Seite geschoben wird, erleichtert ein synchrones Verschieben der Plane an einer oberen Schiene und einer unteren Schiene das Verschieben der Plane. Vereinfacht können die unteren Punkte der Trägerelemente mit zum Beispiel Seilen oder Ösen an dafür vorgesehenen Haken am Fahrzeugheck fixiert werden. Eventuell ist hierbei die Fixierung der zwei äußeren Trägerelemente ausreichend und vorteilhaft hinsichtlich der Kosteneffizienz.
-
Vor allem, wenn das aerodynamische Anbauteil für ein Fahrzeug mit zwei Heckflügeltüren verwendet wird, kann die Schiene nicht nur oberhalb dieser Heckflügeltüren in einem oberen Bereich der Rückseite des Fahrzeugs angeordnet werden, sondern auch an den Heckflügeltüren. Hierfür wird vorgeschlagen, dass das aerodynamische Anbauteil mindestens eine in ihrer Längserstreckung teilbare Schiene aufweist. Dies ermöglicht es, die Gleiter bei geschlossenen Türen längs der teilbaren Schiene zur Seite zu schieben. Wenn die gesamte Plane nur noch auf einem der Schienenteilstücke hängt, kann die Schiene geteilt werden, um beispielsweise die Heckflügeltüren zu öffnen. Dies ermöglicht es auch, die zu einem zweidimensionalen Flächenelement zusammengeschobene Plane parallel zu einer Heckflügeltüre des Fahrzeugs anzuordnen.
-
Es wird nicht angestrebt, dass die Plane derart an der Rückseite eines Fahrzeugs befestigt wird, dass sie sich wie ein Fallschirm aufbläst und das fahrende Fahrzeug bremst. Es können zwar Luftzulässe zum konkaven Bereich des aerodynamischen Bauteils ein Aufblasen und eine stabile Form des Anbauteils gewährleisten. Im Anbauteil darf der Druck jedoch nicht so weit steigen, dass dadurch eine wesentliche Bremswirkung auf das Fahrzeug entsteht. Daher wird vorgeschlagen, dass die Plane luftdurchlässig ist. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Plane aus einem luftdurchlässigen
Material wie beispielsweise einem Netzgewebe hergestellt ist oder dadurch, dass die Plane Löcher aufweist, durch die die Luft entweichen kann.
-
Die Plane hat in der Regel eine an die aerodynamischen Verhältnisse an der Rückseite des Kraftfahrzeugs angepasste konkave Form. Ein spezielles Ausführungsbeispiel einer derartigen Plane sieht vor, dass sie bei fahrendem Fahrzeug konkave und konvexe Bereiche aufweist. Dies ermöglicht es, den normalerweise entstehenden Strömungsabriss an der Rückseite des Fahrzeugs zunächst längs einer konvexen Oberfläche der Plane und anschließend längs einer konkaven Oberfläche der Plane nach hinten vom Fahrzeug wegzuführen. Die Luft wird dadurch hinter dem Fahrzeug längs einer S-Form beidseitig des Fahrzeugs geführt.
-
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch mit einem Fahrzeug, insbesondere mit einem derartigen aerodynamischen Anbauteil gelöst, bei dem die Plane des aerodynamischen Anbauteils an einem oberen Bereich der Rückseite des Fahrzeugs zusammenschiebbar angeordnet ist. Dies ermöglicht es, die Plane auf einfache Art und Weise so an der Rückseite des Fahrzeugs zu verschieben, dass das Fahrzeug auch an seiner Rückseite zugänglich ist und insbesondere Türen zum Laderaum geöffnet werden können.
-
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Fahrzeug an einem unteren Bereich der Rückseite des Fahrzeugs eine sich über die Breite des Fahrzeugs erstreckende untere Schiene aufweist. Dies ermöglicht es, dass die Plane auch im unteren Bereich des Fahrzeugs verschieblich zu befestigen.
-
Für Fahrzeuge mit einem Laderaum mit von hinten zugänglichen Türen wird vorgeschlagen, dass das Fahrzeug an seiner Rückseite zwei Türblätter aufweist und an jedem Türblatt ein Teil der oberen und/oder unteren Schiene angeordnet ist. Dies ermöglicht es die Plane des aerodynamischen Anbauteils entweder geteilt an jeweils einer der Türen zu verschieben oder vorzugsweise die gesamte Plane auf eine Seite der Rückseite des Fahrzeugs zu schieben, damit die Türblätter frei zugänglich sind und leicht geöffnet werden können.
-
Um zu vermeiden, dass zu viel Luft während der Fahrt in das aerodynamische Anbauteil strömt und dadurch den Fahrtwiderstand erhöht, wird vorgeschlagen, dass das Fahrzeug an seiner Rückseite seitlich und ggf. auch oben und unten des aerodynamischen Anbauteils von der Rückseite vorstehende Luftführungselemente aufweist. Diese Luftführungselemente können sich auch wie Dichtlappen an die Plane des aerodynamischen Anbauteils anlegen, um den Übergangsbereich zwischen der Rückseite des Fahrzeugs und dem aerodynamischen Anbauteil zu überbrücken.
-
Ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung gezeigt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigt.
- 1 schematisch eine Heckansicht eines Fahrzeugs mit am Heck eines Fahrzeugs befestigtem aerodynamischem Anbauteil mit Ankerpunkten auf gleicher Höhe,
- 2 schematisch eine Seitenansicht des in 1 gezeigten Fahrzeugs,
- 3 schematisch eine Draufsicht auf einen Teilbereich des in 1 gezeigten Fahrzeugs,
- 4 schematisch die in 3 gezeigte Ansicht mit zur Seite geschobener Plane,
- 5 schematisch die in 4 gezeigte Ansicht mit zurückgeklappter Plane und leicht geöffneten Türen,
- 6 schematisch einen Schnitt durch die in 1 gezeigte Ansicht,
- 7 schematisch entsprechend 1 die Rückseite eines Fahrzeugs mit zugezogener Plane,
- 8 schematisch die in 7 gezeigte Rückseite mit teilweise zur Seite geschobener Plane,
- 9 schematisch die in 8 gezeigte Rückseite mit vollständig zur Seite geschobener Plane,
- 10 schematisch die in 9 gezeigte Ansicht mit zur Seite umgeklappter zusammengeschobener Plane.
- 11 schematisch eine Heckansicht eines Fahrzeugs mit am Dach eines Fahrzeugs befestigtem aerodynamischem Anbauteil im fahrbereiten Zustand mit aufgezogenem Anbauteil,
- 12 schematisch die in 11 gezeigte Plane zusammengeschoben mit auf eine Seitenfläche des Fahrzeugs geklapptem Anbauteil,
- 13 schematisch eine Heckansicht eines Fahrzeugs mit am Heck eines Fahrzeugs befestigtem aerodynamischem Anbauteil mit Ankerpunkten auf unterschiedlicher Höhe im fahrbereiten Zustand mit aufgezogenem Anbauteil,
- 14 schematisch die in 13 gezeigte Plane zusammengeschoben mit auf eine Seitenfläche des Fahrzeugs geklapptem Anbauteil,
- 15 schematisch eine Heckansicht eines Fahrzeugs mit am Heck eines Fahrzeugs befestigtem aerodynamischem Anbauteil mit einer Verankerung an der Plane und am äußeren Trägerelement und
- 16 schematisch eine Heckansicht eines Fahrzeugs mit am Heck eines Fahrzeugs befestigtem aerodynamischem Anbauteil mit einer Verbindungsstange zwischen den beiden äußeren Trägerelementen.
-
Die 1 zeigt ein aerodynamisches Anbauteil 1 für ein in 2 gezeigtes Fahrzeug 2 mit einer Plane 3, die an der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 angeordnet ist. Die Plane 3 ist derart konkav ausgebildet, dass sie mehrere Seiten 5, 6, 7 (nur exemplarisch beziffert) eines Hohlkörpers 8 bildet. Das Anbauteil 1 ist mittels zwei Schienen 9, 10 an der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 befestigt. Um eine Relativbewegung zwischen der Plane 3 und den Schienen 9 und 10 zu ermöglichen, sind an der Plane 3 Schienengleiter 11 bis 20 befestigt, die in oder an der Schiene verschiebbar gelagert angeordnet sind.
-
Die Plane 3 weist fünf Trägerelemente 21 bis 25 auf, die so geformt sind, dass sie die Plane in einem Anlagebereich 26 am Trägerelement 23 (nur exemplarisch beziffert) in eine gebogene Form bringen. Als Schienen sind jeweils eine sich im oberen Bereich 27 der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 und eine im unteren Bereich 28 der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 über die Breite 29 des Fahrzeugs 2 erstreckende obere Schiene 9 und eine untere Schiene 10 angeordnet. Beide Schienen haben eine gerade Ausrichtung im Bereich der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2.
-
Die Schienengleiter 11 bis 20 sind zueinander beabstandet an der Plane 3 angeordnet und sie liegen bei zugezogener Plane 3 beabstandet zueinander jeweils im oberen und im unteren Bereich eines Trägerelements 21 bis 25. Wenn die Plane 2 zur Seite geschoben ist, liegen die Schienengleiter 11 bis 20 auf Block unmittelbar aneinander und auch die Trägerelemente 21 bis 25 liegen nah beieinander.
-
Damit die Schienengleiter 11 bis 20 in oder an den Schienen 9 und 10 gut gleiten können, sind sie als Rollen (nicht gezeigt) ausgebildet.
-
Die 4 und 5 zeigen, wie die Plane 3 mit den Trägerelementen 21 bis 25 von der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 an eine Seite 30 des Fahrzeugs 2 geschoben werden kann.
-
Die 5 zeigt, dass das Fahrzeug 2 an seiner Rückseite 4 zwei Türblätter 31 und 32 aufweist, wobei an jedem Türblatt ein Teil 33, 34 der oberen Schiene 9 und im unteren Bereich ein Teil 35 bzw. 36 der unteren Schiene 10 angeordnet ist. Dies ermöglicht es, die Schienen an den Türblättern zu befestigen und vor dem Öffnen der Türblätter 31 und 32 die Schienengleiter 11 bis 20 auf den Schienen 9 und 10 mit der Plane 3 zunächst zur Seite zu schieben, wodurch die Türblätter 31 und 32 frei zugänglich werden. Danach können die Schienen 9 und 10 beim Öffnen der Türblätter 31 und 32 in Teile 31 bis 36 geteilt werden.
-
Die Plane 3 ist aus luftdurchlässigem Material oder mit Öffnungen (nicht gezeigt) ausgebildet, damit sich nicht zu viel Luft in der Plane sammelt, sodass das Fahrzeug 2 durch die Plane 3 wie mit einem Fallschirm gebremst würde. Um das Eindringen von Luft durch den in 2 gezeigten Spalt 37 zwischen der Rückseite 4 und der Plane 3 zu verringern, sind in der 3 gezeigte Luftführungselemente 38 und 39 an der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 seitlich des aerodynamischen Anbauteils 1 vorgesehen.
-
Die Seiten 5, 6, 7 der Plane 2 des aerodynamischen Anbauteils 1 können alle konkav ausgebildet sein. In einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel sind beispielsweise die Seiten 5 und 7 leicht konvex ausgebildet, um eine optimale Luftführung möglichst ohne Strömungsabriss zu erzielen.
-
Um die Plane 3 als kompakte Einheit wie in den 4 und 5 gezeigt an die Seite 30 des Fahrzeugs 2 zu schwenken, können die Trägerelemente 21 bis 25, während die Plane 3 zusammengeschoben wird, wie in 6 gezeigt wie Zwiebelschalen ineinander gelegt werden.
-
Das Zusammenschieben und Schwenken einer an der Rückseite 4 eines Fahrzeugs 2 befestigten Plane ist in den 7 bis 10 gezeigt. Dabei zeigt die 7 die Plane 3 mit auseinander geschobenen Schienengleitem als funktionsfähiges aerodynamisches Anbauteil 1. In dieser Form dient das Anbauteil 1 der aerodynamischen Luftführung bei bewegtem Fahrzeug 2. Wenn das Fahrzeug 2 abgestellt wird, kann die Plane 3 wie in 8 gezeigt zur Seite geschoben werden. Dabei gleiten die Schienengleiter 11 bis 20 auf der oberen Schiene 9 und auf der unteren Schiene 10. Wenn die Plane 3 mit den Trägerelementen 21 bis 25 vollständig zur Seite geschoben ist, sind die Türblätter 31 und 32 frei zugänglich und die Plane 3 kann nach dem Zusammenschieben entsprechend den Pfeilen 42 und 43 in Richtung der Pfeile 40 und 41 umgeschwenkt werden, sodass sie wie in 10 gezeigt an der Seite 30 des Fahrzeugs 2 anliegt. Danach können die Türblätter 31 und 32 wie in 5 gezeigt geöffnet werden.
-
Eine alternative Ausführungsvariante ist in den 11 und 12 gezeigt. Hierbei ist eine Schiene 44 am Dach 45 des Fahrzeugs 2 befestigt und die Plane 3 kann auf der leicht L-förmig ausgebildeten Schiene 44 um die Ecke 46 der Rückseite 4 des Fahrzeugs 2 herum bis zur Seite 30 des Fahrzeugs 2 geschwenkt werden. Dabei gleiten die Schienengleiter 11 bis 15 vom langen Schenkel 47 der Schiene 44 zu deren kürzeren Schenkel 48, sodass bei vollständigem Aufschieben der Plane 3 alle Schienengleiter 11 bis 15 an der Seite 30 des Fahrzeugs an dessen Decke 45 angeordnet sind. Entsprechend gleiten auch die unteren Schienengleiter 16 bis 20 auf einer entsprechend geformten Schiene (nicht gezeigt) zur Seite 30 des Fahrzeugs 2.
-
Eine Ausführungsvariante sieht am kürzeren Schenkel 48 der Schiene 44 eine besondere Form (z.B. eine Rille in Längsrichtung) vor, in die nur ein speziell darauf abgestimmter Schienengleiter 15 greift. Hierdurch ist der Schienengleiter 15 nur über einen kurzen Bereich verschieblich und wird bei zugezogener Plane (7) am Übergang des kurzen Schenkels 48 zum langen Schenkel 47 der Schiene 44 arretiert, und hiermit auf Höhe der Ecke 46 der Rückseite 4 des Fahrzeugs gehalten. Alternativ kann der Schienengleiter 15 fest am Ende der Schiene 44 (oder 9 in 1) fixiert werden.
-
Der äußere Schienengleiter 11 auf der Gegenseite des aerodynamischen Anbaus 1 kann zum Beispiel mittels eines Seiles oder eines Spanngurts in der Endposition bei zugezogener Plane fixiert werden. Diese Vorrichtung kann zum Beispiel über eine Umlenkrolle bis in den unteren Bereich des Fahrzeughecks geführt werden, um die Zugänglichkeit zu verbessern.
-
Hierbei können individuell abgestimmte Zwischenstücke zwischen den Ankerpunkten der Schienengleiter und den Trägerelementen eingesetzt werden, um eine maximale Variabilität im zusammengeschobenen Zustand zu gewährleisten und letztlich die Dicke der zusammengeschobenen Plane 3 so gering wie möglich zu halten.
-
Die 13 und 14 zeigen eine Ausführungsvariante, bei der die Ankerpunkte auf den Schienengleitem in ihrer Höhe unterschiedlich gestaltet sind. Dabei kann wie in den 13 und 14 schematisch und nicht maßstabsgerecht gezeigt jedes Trägerelement mit einem individuell abgestimmten Zwischenstück 50 bis 54 versehen sein. Dies ermöglicht auch dann, wenn die Schiene auf einem Türblatt montiert ist, eine Rotation des zusammengeschobenen Aufbaus um eine seitliche Ecke 46 des Fahrzeugs 2 herum.
-
Um die Plane 2 mit den Trägerelementen 21 bis 25 einfach zu verschieben und andererseits auch in eine kompakte Form zum Umklappen an die Seite 30 des Fahrzeugs 2 zu bringen, können die Schiengleiter individuell unterschiedlich gestaltet sein oder es werden Zwischenstücke zwischen den Schienengleitem und den Trägerelementen vorgesehen. Außerdem können die bogenförmigen Trägerelemente 21 bis 25 jeweils eine unterschiedliche Form und/oder Größe aufweisen, sodass im zusammengeschobenen Zustand alle Trägerelemente 21 bis 25 nebeneinander möglichst in einer Ebene zu liegen kommen.
-
Während der Fahrt wirken starke Windkräfte auf die Plane 3. Diese Windkräfte können einerseits dazu genutzt werden, die Plane aufzublasen. Um jedoch bei unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten die Plane jeweils optimal zu formen oder die Form der Plane auch bei unterschiedlichen Kräften möglichst unverändert zu halten, werden in den 15 und 16 gezeigte Stabilisatoren 55 bis 57 vorgeschlagen. Die in 15 gezeigten Stabilisatoren 55 und 56 dienen als Verankerung der Plane am Fahrzeug. Eine derartige Verankerung wirkt einer lateralen Bewegung der Plane bei Seitenwind entgegen. Hierfür können beispielsweise elastische Gurte oder Spanngurte eingesetzt werden.
-
Die 16 zeigt eine andere Lösung, die auch mit der in 15 gezeigten Lösung kombiniert werden kann und bei der zwischen Trägerelementen wie beispielsweise den zwei äußeren Trägerelementen des Anbauteils 1 winkelstabile Verbindungen 57 eingesetzt werden. Eine derartige Stabilisierung ist beispielsweise eine Stange zwischen den Trägerelementen 21 und 25, die auch abnehmbar gestaltet sein kann.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- DE 2016/100401 PCT [0004]
- WO 2017/036464 A1 [0004]
- US 2011055758 PCT [0005]
- WO 2012/051174 A1 [0005]