DE10202496A1 - Verfahren und Werkzeug zum Montieren einer Kapillarleitung in einer Verdampferplatine und damit hergestellte Verdampferplatine - Google Patents
Verfahren und Werkzeug zum Montieren einer Kapillarleitung in einer Verdampferplatine und damit hergestellte VerdampferplatineInfo
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Abstract
Ein Aufweitungswerkzeug für die Montage eines Kapillarrohrs (7) in einer Verdampferplatine (1) umfasst einen inneren Dorn (12) und einen in einem Kanal (13) des inneren Dorns (12) verschiebbar geführten äußeren Dorn (11). Beim Montieren einer Kapillarleitung (7) in einer Verdampferplatine (1) wird der innere Dorn (12) in einen Anschlussleitungsabschnitt (2) der Verdapferplatine (1) eingeführt, der äußere Dorn (11) wird durch den Kanal (13) des inneren Dorns (12) in einen Kapillarkanal (6) der Verdampferplatine (1) eingeführt, um diesen aufzuweiten. Beide Dorne (11, 12) sind einseitig abgeflacht, um den beim Aufweiten der Verdampferplatine auf eine von dessen zwei Platten wirkenden Druck auf dieser Platte möglichst großflächig zu verteilen und so eine Verformung dieser einen Platte zu vermeiden. Die Kapillarleitung (7) wird in den aufgeweiteten Kapillarkanal (6) eingeführt, und der Kapillarkanal (6) mit der eingeführten Kapillarleitung (7) wird verprägt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft die Montage einer Kapillarleitung in einer Verdampferplatine, ein zu diesem Zweck geeignetes Werkzeug und eine mit dem Verfahren und/oder dem Werkzeug hergestellte Verdampferplatine.
- Verdampferplatinen für Kältegeräte, insbesondere sogenannte Coldwall-Verdampfer, werden herkömmlicherweise hergestellt, indem zwei Bleche unterschiedlicher Stärke flächig aneinander befestigt werden, wobei allerdings diejenigen Bereiche der Bleche, die eine Kältemittelleitung des Verdampfers bilden sollen, unverbunden bleiben. Durch Einpressen eines Fluids zwischen die beiden Platten werden die unverbundenen Bereiche voneinander abgespreizt und so die Kältemittelleitung geöffnet, wobei in Folge der unterschiedlichen Stärken der zwei Bleche das stärkere der beiden Bleche praktisch unverformt bleibt. Dass das stärkere Blech eben bleibt, ist für die praktische Brauchbarkeit des Verdampfers von hoher Bedeutung, denn um eine wirksame Kühlung zu erreichen, muss dieses Blech vollflächig an der Außenseite eines Kältegeräte-Innenbehälters verklebt werden können. Unebenheiten des Blechs würden dazu führen, dass zwischen ihm und dem Innenbehälter Luftkammern eingeschlossen werden. Diese würden den Wärmeaustausch zwischen dem Innenraum des Kältegeräts und dem Verdampfer beeinträchtigen und damit zu einer erhöhten Leistungsaufnahme des Kältegeräts führen.
- An den Verdampfer muss eine Versorgungsleitung und eine Absaugleitung für das Kältemittel angeschlossen werden. Herkömmlicherweise ist die Versorgungsleitung eine Kapillarleitung, die vor dem Eintritt in den Verdampfer innerhalb der Absaugleitung geführt wird, um durch thermischen Kontakt mit dem abgesaugten, verdampften Kältemittel eine Vorkühlung des in der Kapillarleitung zugeführten, verflüssigten Kältemittels zu erreichen. Um diese beiden Leitungen anzuschließen, ist an einem Verdampfer 1 wie in Fig. 1 in perspektivischer Ansicht gezeigt üblicherweise ein Anschlussleitungsabschnitt 2 vorgesehen, der sich von einer Seitenkante aus ins Innere des Verdampfers 1 erstreckt und dessen Querschnitt so bemessen ist, dass eine Absaugleitung 4 darin eingeschoben und hermetisch dicht befestigt werden kann. An das innere Ende des Anschlussleitungsabschnitts 2 schließt sich in geradliniger Fortsetzung ein konisch zulaufender Abschnitt 3 an, der schließlich in einen Kapillarkanal 6 übergeht, dessen Querschnitt angepasst ist, um die durch die Absaugleitung 4 geführte Kapillar-Versorgungsleitung 7 darin einzuschieben und zu befestigen. Jenseits vom Kapillarkanal 6 weitet sich der Querschnitt der Kältemittelleitung 5 des Verdampfers 1 wieder auf. Sie erstreckt sich mäanderartig über die gesamte Fläche des Verdampfers 1 und trifft schließlich wieder auf den Anschlussleitungsabschnitt 2 am Übergang zum konischen Abschnitt 3.
- Allein durch Einpressen eines Fluids läßt sich die lichte Weite des Anschlussleitungsabschnitts 2 und des Kapillarkanals 6, die zum Einschieben der Absaugleitung 4 bzw. der Versorgungsleitung 7 erforderlich ist, nicht erreichen. Um die benötigte lichte Weite zu erreichen, werden bekanntermaßen Aufweitdorne eingesetzt, die von außen in den Anschlussleitungsabschnitt 2 eingeschoben werden, um diesen oder den Kapillarkanal 6 auf den gewünschten Querschnitt zu erweitern.
- Bei den herkömmlichen Aufweitdornen kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Aufweiten auch zu einer Verformung der stärkeren Platte 8 unter den zwei Platten 8, 9 des Verdampfers 1 führt. Die Folge einer solchen Verformung ist, dass der Verdampfer 1 nicht mehr vollflächig auf einen Kältegeräte-Innenbehälter aufgeklebt werden kann; dies muss vermieden werden. Da dies mit den herkömmlichen Aufweitdornen nicht zuverlässig gelingt, wird herkömmlicherweise vor dem Aufweiten in die stärkere Platte 8 im Bereich des Anschlussleitungsabschnitts 2 und des Kapillarkanals 6 eine Vertiefung eingeprägt, deren Tiefe herkömmlicherweise ca. 0,8 mm beträgt und damit größer ist als eine beim Aufweiten des Anschlussleitungsabschnitts 2 bzw. des Kapillarkanals 6 zu erwartende Ausbeulung der stärkeren Platte 8. So wird gewährleistet, dass die Ausbeulung nicht über den nicht geprägten Teil der Oberfläche der Platte 8 vorsteht, so dass die Platte 8 somit trotz der Verformung weitestgehend vollflächig verklebbar ist.
- Mit dieser Technik ist zwar ein effizienter Wärmeaustausch zwischen dem Verdampfer und dem Innenraum eines Kältegerätes zu erzielen, doch hat sich die Technik aus einem anderen, unerwarteten Grunde als nicht vollauf befriedigend herausgestellt. Da nämlich die durch das Prägen am Verdampfer erzeugte Vertiefung auch nach Verkleben des Verdampfers in der Regel zu dessen Rand hin offen ist, kann Feuchtigkeit in die Vertiefung eindringen und darin kondensieren. Jedes Mal, wenn der Verdampfer betrieben wird, gefriert die Feuchtigkeit, und das dabei entstehende Eis spreizt den Verdampfer von dem Kältegeräte-Innenbehälter ab. Auf diese Weise vergrößert sich das Volumen, in das Feuchtigkeit eindringen kann, im Laufe der Zeit, was schließlich zu einer großflächigen Ablösung des Verdampfers von dem Innenbehälter und damit zu einer schlechten Kühlleistung führen kann.
- Ein weiteres Problem beim Aufdornen des Anschlussleitungsabschnitts 32 und des Kapillarkanals 6 ist, das jedesmal die Gefahr einer Beschädigung, z. B. in Form einer Durchbrechung einer der beiden Platten 8, 9 besteht, die den gesamten Verdampfer unbrauchbar macht.
- Eventuell beim Aufdornen entstehende Grate stören den Strom des Kühlmittels und führen so unerwünschter Geräuschentwicklung.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren zum Montieren einer Kapillarleitung in einem Verdampfer, ein Werkzeug zu diesem Zweck sowie eine Verdampferplatine anzugeben, die es ermöglichen, das Ausmaß an Unebenheiten an der stärkeren Platte des Verdampfers, die den thermischen Kontakt zwischen dieser Platte und einem Kältegeräte- Innenbehälter beeinträchtigen können, zu minimieren, die Ausschußrate im Laufe der Montage und die Geräuschentwicklung im Betrieb des Verdampfers zu minimieren.
- Diese Aufgaben werden gelöst durch ein Verfahren mit dem Merkmal des Anspruchs 1, ein Werkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 11 und eine Verdampferplatine mit den Merkmalen des Anspruchs 14.
- Indem beim Einführen des Dorns dessen ebene Seitenfläche in Kontakt mit einer ersten Platte des Verdampfers geführt wird, wird erreicht, dass die beim Einführen wirkende Kraft sich an dieser ersten Platte über die gesamte Oberfläche der ebenen Seitenfläche verteilt, während die Fläche, auf der die Kraft auf die gegenüberliegende zweite Platte einwirkt, eine verschwindende Breite hat. Der Druck, der an den Kontaktfläche des Werkzeugs mit der zweiten Platte wirkt, ist daher wesentlich größer als an der Kontaktfläche der ersten Platte, so dass die resultierende Verformung an der ersten Platte vernachlässigbar ist.
- Es können zwei verschiedene Werkzeuge eingesetzt werden, die nacheinander eingeführt und wieder herausgezogen werden, um den Anschlussleitungsanschnitt und den Kapillarkanal aufzuweiten. Dabei ist die Reihenfolge des Einsatzes dieser Werkzeuge beliebig.
- Insbesondere mit Hilfe eines kombinierten Werkzeugs ist auch ein zeitgleiches Aufweiten von Anschlussleitungsanschnitt und Kapillarkanal möglich. Ein solches Werkzeug kann einteilig ausgebildet sein, mit einem von der Spitze des ersten Dorns ausgehenden zweiten Dorn.
- Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Werkzeugs ist der zweite Dorn verschiebbar in einem Kanal des ersten Dorns geführt. Mit einem solchen Werkzeug ist es möglich, zuerst den Anschlussleitungsanschnitt aufzuweiten und anschließend, ohne den ersten Dorn herauszuziehen, durch dessen Kanal den zweiten Dorn in den Kapillarkanal einzuführen. Dabei gewährleistet der Kanal des ersten Dorns eine exakte Führung des zweiten, die die Gefahr eines Ausbrechens des zweiten Dorns, das zu übermäßiger Verformung, Gratbildung oder Zerstörung einer Platte führen könnte, minimiert.
- Das Verprägen des Kapillarkanals mit der darin eingeführten Kapillarleitung erfolgt vorzugsweise mit Hilfe eines Paars von Stempel und Matrize, wobei die Matrize zwei Rillen beiderseits der Kapillarleitung in die ebene Platte des Verdampfers prägt.
- Um eine materialschlüssige Verbindung zwischen der Kapillarleitung und dem Verdampfer herzustellen, wird das Verprägen vorzugsweise unter Einwirkung von Hitze und/oder Ultraschall durchgeführt.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1, bereits behandelt, eine perspektivische Ansicht einer Rollbond-Verdampferplatine;
- Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Satzes von Aufweitungswerkzeugen für die Montage einer Kapillarleitung und einer Absaugleitung am Verdampfer der Fig. 1;
- Fig. 3 ein einteiliges kombiniertes Aufweitungswerkzeug;
- Fig. 4 ein kombiniertes Aufweitungswerkzeug mit gegeneinander verschiebbaren Dornen;
- Fig. 5 einen schematischen Schnitt durch den verprägten Verdampfer im Bereich seines Kapillarkanals sowie durch einen Stempel und eine Matrize zum Durchführen der Verprägung;
- Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines abgewandelten Aufweitungswerkzeugs; und
- Fig. 7 einen Schnitt durch den Anschlußbereich einer mit dem Werkzeug aus Fig. 6 bearbeiteten Verdampferplatine.
- Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Satz von zwei Aufweitungswerkzeugen mit Dornen 11 und 12, die in einen Anschlussleitungsanschnitt bzw. einen Kapillarkanal einer Verdampferplatine einführbar sind, um diese zum Aufnehmen einer Absaugleitung bzw. einer Kapillarleitung passend aufzuweiten.
- Der erste Dorn 11 ist ein starrer Metallstift mit einer konisch zulaufenden Spitze 16 und einem Körper von im wesentlichen zylindrischer Gestalt, in den an einer Seite eine ebene Seitenfläche 17 eingefräst ist. Die Seitenfläche 17 erstreckt sich bis zu einer Schulter 18 über eine Länge, die der gewünschten Eindringtiefe des Dorns 11 in den Anschlussleitungsabschnitt 2 des Verdampfers 1 entspricht. Die Gestalt des zweiten Dorns 12 ist weitgehend analog, ein im wesentlichen zylindrischer Körper mit einer konischen Spitze 14 und einer ebenen Seitenfläche 15. Sein Durchmeser beträgt ca. 2 mm. Diese zwei Dorne sind vorgesehen, um nacheinander in den Anschlussleitungsabschnitt 2 des in Fig. 1 gezeigten Verdampfers eingeführt zu werden und so in zwei Schritten den Anschlussleitungsabschnitt 2 und den Kapillarkanal 6 aufzuweiten.
- Fig. 3 zeigt ein kombiniertes Aufweitungswerkzeug, das aufgefasst werden kann als eine starre Verbindung der zwei Dorne 11 und 12, wobei der schmalere zweite Dorn 12 sich ausgehend von der Spitze des breiteren Dorns in gleicher Richtung wie dieser erstreckt. Dieses Werkzeug erlaubt das Aufweiten des Anschlussleitungsabschnitts 2 und des Kapillarkanals 6 in einem Arbeitsgang. Die Länge des zweiten Dorns 12 und die des Anschlussleitungsabschnitts legen fest, ob dabei zuerst der Kapillarkanal 6, zuerst der Anschlussleitungsabschnitt 2 oder beide gleichzeitig aufgeweitet werden.
- Das in Fig. 4 in perspektivischer Ansicht gezeigte kombinierte Aufweitungswerkzeug umfasst einen zum Aufweiten des Kapillarkanals 6 der Verdampferplatine vorgesehenen inneren Dorn 12, der in einem Kanal 13 eines äußeren Dorns 11 verschiebbar geführt ist.
- Details der Dorne 11, 12, die auch an den Ausführungsbeispielen der Figs. 2 und 3 realisiert sind, sind in Fig. 4 mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und nicht erneut beschrieben. Der innere Dorn 12 ist in einer Bohrung des äußeren Dorns 11 geführt, die an der Seitenfläche 17 in einen randoffenen Kanal 13 übergeht. Die Seitenfläche 15 des inneren Dorns 12 liegt in diesem Kanal 13 in einer Ebene mit der Seitenfläche 17 des äußeren Dorns 11.
- Um mit Hilfe dieses Werkzeugs Absaugleitung 4 und Kapillarleitung 7 zu montieren, wird zunächst der äußere Dorn 11 in den durch Einpressen von Fluid bereits teilweise aufgeweiteten Anschlussleitungsabschnitt 2 eingeschoben. Dabei ist der Dorn 11 so orientiert, dass seine ebene Seitenfläche 17 an der stärkeren Platte 8 des Verdampfers, die nicht verformt werden soll, anliegt. Die vom Dorn 11 beim Aufweiten auf die zwei Platten 8, 9 ausgeübte Kraft verteilt sich so an der der stärkeren Platte 8 zugewandten Seite über die gesamte Ausdehnung der Seitenfläche 15, so dass auf die Platte 8 ein wesentlich kleinerer Druck wirkt als auf die gegenüberliegende, schwächere Platte 9, die die runde Außenseite des Dorns 12 lediglich tangential berührt. So bleibt während des Aufweitens die Ebenheit der Platte 8 erhalten, ohne dass wie bisher zunächst eine Vertiefung geprägt werden muss.
- Sobald die Schulter 18, die den Abschluss der Seitenfläche 17 des äußeren Dorns 11 bildet, gegen den Rand des Anschlussleitungsabschnitts 2 stößt, hat der äußere Dorn 11 die erforderliche Eindringtiefe erreicht. Nun wird durch den Kanal 13 des äußeren Dorns 11 der innere Dorn 12 vorgetrieben, der auf diese Weise direkt in den Kapillarkanal 6 hinein geführt wird. Während des Aufweitens des Kapillarkanals 6 bleibt der äußere Dorn 11 in seiner Position im Sauganschluss 2. Auf diese Weise ist ausgeschlossen, dass der innere Dorn 12 unter der Wirkung einer in Längsrichtung wirkenden Vortriebskraft im Anschlussleitungsabschnitt 2 seitwärts ausbricht, sich dabei verbiegt und eine der Platten 8 oder 9 des Verdampfers 1 durchstößt oder in anderer Weise beschädigt.
- Nach dem Aufweiten werden die Versorgungsleitung 7 und die Absaugleitung 8 in den Kapillarkanal 6 bzw. den Anschlussleitungsabschnitt 2 eingeführt und darin befestigt. Bei der Versorgungsleitung erfolgt die Befestigung durch Verprägen mit Hilfe eines Stempels und einer Matrize; bei der Absaugleitung 8 kann sie z. B. durch Löten erfolgen.
- Fig. 5 zeigt eine perspektivische Schnittansicht dieses Stempels 20 und der Matrize 21 im Laufe einer Auseinanderbewegung nach dem Verprägen sowie einen Schnitt durch die Verdampferplatine 1 in Höhe des verprägten Kapillarkanals 6. Stempel 20 und/oder Matrize 21 sind mit einer (nicht gezeigten) Heizeinrichtung ausgestattet, die dazu dient, eine Aluminiumschicht zwischen den Platten 8, 9 und der Kapillarleitung 7 anzuschmelzen und letztere so dicht mit den Platten 8, 9 zu verbinden. Anstelle der Heizeinrichtung kann auch eine Sonotrode zum Ultraschallschweißen vorgesehen werden. Der Stempel 20 weist eine langgestreckte Rille 22 von im wesentlichen halbzylindrischer Form auf, parallel zu dieser erstrecken sich zwei Rippen 23 über die Oberfläche der Matrize 21. Die Form der Rille 22 und der Rippen 23 sind so festgelegt, dass nach dem Verprägen die zwei Platten 8, 9 die Versorgungsleitung 7 auf ihrem gesamten Umfang dicht umschließen. Die zwei scharfkantigen Rippen 23 drücken dabei bereits in einer frühen Phase des Prägevorgangs zwei parallele Wellen 25 in die stärkere Platte 8, die die Lage der Versorgungsleitung 7 fixieren und eine unerwünschte Verformung von deren Querschnitt während des Prägens verhindern.
- Die dadurch an der Außenfläche der Platte 8 entstehenden Vertiefungen 24 beeinträchtigen das Verhalten und die Stabilität des Verdampfers 1 nicht, denn ihre Fläche ist zu klein, als dass sie den Wärmeaustausch zwischen dem Verdampfer und einem Kältegeräte-Innenbehälter beeinträchtigen könnten, mit dem der Verdampfer verklebt ist, und da sie sich nicht bis zum Rand der Verdampferplatine erstrecken, kann auch keine Feuchtigkeit in sie eindringen, die zu einer Ablösung des Verdampfers 1 führen könnte.
- Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Aufweitungswerkzeugs, das eine abgewandelte Ausgestaltung des Werkzeugs aus Fig. 4 darstellt. Der äußere Dorn 11 weist hier zwischen seiner konisch zulaufenden Spitze 16 und einer konischen Schulter 27einen zylindrischen Abschnitt 28 auf, dessen Durchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser der im Anschlussleitungsabschnitt 2 zu montierenden Absaugleitung 4. Der Durchmesser des Abschnitts 28 kann sogar so gering sein, dass dieser in den allein durch Einpressen von Fluid aufgeweiteten Anschlussleitungsabschnitt einführbar ist, ohne diesen zusätzlich zu verformen. Die Gestalt der konischen Spitze 16 entspricht der des konischen Leitungsabschnitts 3. Beim Einführen dieses abgewandelten Werkzeugs wird der Anschlussleitungsabschnitt 2 nicht auf seiner gesamten Länge aufgeweitet, sondern, wie in Fig. 7 gezeigt, entsteht im Anschlussleitungsabschnitt 22 eine zu der Schulter 27 komplementäre Schulter 29. Diese dient als Anschlag für die Saugleitung 4. Diese kann daher, ohne ihre Eindringtiefe messen zu müssen, bis zum durch die Schulter 29 gebildeten Anschlag in den Anschlussleitungsabschnitt 2 eingeschoben werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Saugleitung 4 die zwischen der Schulter 29 und dem konischen Abschnitt 3 in den Anschlussleitungsabschnitt 2 mündende Kältemittelleitung 5 blockiert.
Claims (14)
1. Verfahren zum Montieren einer Kapillarleitung (7) in einer Verdampferplatine (1),
mit den Schritten:
dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) und/oder b) der Dorn (11, 12) eine
ebene Seitenfläche (17, 15) aufweist, und dass die ebene Seitenfläche (17, 15)
in Kontakt mit einer ebenen Platte (8) des Verdampfers (1) geführt wird.
a) Einführen eines ersten Dorns (11) in einen Anschlussleitungsabschnitt (2)
der Verdampferplatine (1);
b) Einführen eines zweiten Dorns (12) durch den Anschlussleitungsabschnitt
(2) in einen Kapillarkanal (6) der Verdampferplatine (1)
c) Aufweiten des Kapillarkanals (6) mit Hilfe des zweiten Dorns (12);
d) Einführen der Kapillarleitung (7) in den aufgeweiteten Kapillarkanal (6);
e) Verprägen des Kapillarkanals (6);
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt b) vor
Schritt a) durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Durchführung
von Schritt a) der zweite Dorn (12) aus dem Anschlussleitungsabschnitt (2)
entfernt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte a) und b)
zeitgleich durchgeführt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt a) vor
dem Schritt b) durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Durchführung
von Schritt b) der erste Dorn (11) aus dem Anschlussleitungsabschnitt (2)
entfernt wird.
Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt b) durchgeführt wird, indem der zweite Dorn (12) durch einen Kanal (13) des ersten Dorns (11) hindurchgeführt wird.
Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt b) durchgeführt wird, indem der zweite Dorn (12) durch einen Kanal (13) des ersten Dorns (11) hindurchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Anschlussleitungsabschnitt (2) mit Hilfe des ersten Dorns (11)
aufgeweitet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verprägen mit Hilfe eines Paars von Stempel (20) und Matrize (21)
durchgeführt wird, wobei die Matrize (21) zwei rillenförmige Vertiefungen (26)
beiderseits der Kapillarleitung (7) in die ebene Platte (8) des Verdampfers (1)
prägt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verprägen unter Einwirkung von Hitze und/oder Ultraschall
durchgeführt wird.
10. Aufweitungswerkzeug für die Montage einer Kapillarleitung (7) in einer
Verdampferplatine (1), insbesondere nach einem Verfahren nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, mit wenigstens einem Dorn (11, 12) zum Einführen in die
Verdampferplatine (1), dadurch gekennzeichnet, dass der Dorn (11, 12) einen
kreissegmentförmigen Querschnitt aufweist.
11. Aufweitungswerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es
ferner einen weiteren Dorn (12, 11) aufweist, wobei der schmalere der zwei Dorne
(12) von der Spitze des breiteren Dorns (11) ausgeht.
12. Aufweitungswerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es
ferner einen weiteren Dorn (12, 11) aufweist, wobei ein erster (11) der zwei Dorne
einen Kanal (13) aufweist, in dem der zweite Dorn (12) verschiebbar geführt ist.
13. Aufweitungswerkzeug nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass der Kanal (13) auf einer ebenen Oberfläche (17) des ersten Dorns
(11) verläuft.
14. Verdampferplatine, hergestellt nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1
bis 9 oder unter Verwendung des Werkzeugs nach einem der Ansprüche 10 bis
13, mit einer ebenen Platte (8) und einer Platte (9), in der der Kapillarkanal (6)
und eine Kältemittelleitung geformt sind.
Priority Applications (7)
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