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Stand der Technik
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Die Erfindung geht aus von einem Stator einer elektrischen Maschine nach der Gattung des Hauptanspruchs.
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Es ist schon ein Stator einer elektrischen Maschine aus der
US11557930 B2 bekannt, mit einem Statorkörper, der Statorzähne und zwischen den Statorzähnen ausgebildete Statornuten aufweist. Die Statornuten sind jeweils zwischen Zahnflanken von benachbarten Statorzähnen gebildet. Durch die Statornuten verläuft eine elektrische Statorwicklung. Die Statorwicklung weist zwei separate Wicklungsteile auf, die in einer bezüglich einer Statorachse axialen Fügerichtung unter Bildung von einrastenden Fügeverbindungen miteinander gefügt sind und jeweils eine Vielzahl von Leiterelementen, insbesondere U-förmigen Hairpins, umfassen. Jede der Fügeverbindungen hat ein Fügepaar von zu unterschiedlichen Wicklungsteilen gehörenden Leiterelementen. Die Leiterelemente des jeweiligen Fügepaars haben an den einander zugewandten Leiterenden Fügeabschnitte, an denen jeweils eine Fügeausnehmung zur Aufnahme des jeweils anderen Fügeabschnittes und aufgrund der Fügeausnehmung jeweils ein verringerter Leiterquerschnitt vorgesehen. Die Fügeabschnitte des jeweiligen Fügepaars weisen entlang ihrer Fügeausnehmung Fügeflächen auf, die einander zugewandt sind, eine Längserstreckung in axialer Richtung haben und einem Nutgrund oder einem Nutschlitz der jeweiligen Statornut zugewandt sind. Zumindest ein Fügeabschnitt jedes Fügepaars ist mit einem elektrisch leitenden Stoffschlussmaterial beschichtet. Zum stoffschlüssigen Verbinden der beiden Wicklungsteile werden die Fügeabschnitte der Fügepaare in axialer und radialer Richtung aneinander gepresst. Anschließend wird das Stoffschlussmaterial an den Fügeabschnitten erwärmt, wodurch die Fügepaare und damit die beiden Wicklungsteile stoffschlüssig verbunden werden.
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Vorteile der Erfindung
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Der erfindungsgemäße Stator einer elektrischen Maschine mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass die beiden Wicklungsteile der Statorwicklung auf einfache Weise ohne einen Stoffschluss, also insbesondere ohne Löten oder Schweißen, verbindbar sind. Die erfindungsgemäße Lösung ist beispielsweise gut dazu geeignet, die beiden Wicklungsteile kraftschlüssig und/oder formschlüssig zu verbinden. Der Kraftschluss der Fügeverbindungen kann bereits beim Einstecken der beiden Wicklungsteile in die Statornuten oder erst nachträglich nach der Montage der beiden Wicklungsteile erzeugt werden.
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Dies kann erfindungsgemäß erreicht werden, indem die Fügeflächen der Fügepaare jeweils einer der Zahnflanken der jeweiligen Statornut zugewandt sind.
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Beim Einstecken der Wicklungsteile in die Statornuten sind zur Erzeugung der kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Fügeverbindungen nur geringe axiale Einpresskräfte erforderlich.
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Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Stators einer elektrischen Maschine möglich.
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Sehr vorteilhaft ist, wenn die Fügeflächen der Fügepaare jeweils derart ausgebildet sind, dass beim Fügen eine zumindest teilweise plastische Verformung der Fügeflächen unter Abstützung an den jeweiligen Zahnflanken erzeugbar ist.
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Auf diese Weise kann bereits beim Einstecken der beiden Wicklungsteile in die Statornuten ein Kraftschluss der Fügeverbindungen zwischen den beiden Wicklungsteilen erreicht werden. Die Fügeflächen oder Fügeabschnitte der jeweiligen Fügepaare werden beim Fügen der Fügeabschnitte an den Zahnflanken der jeweiligen Statornuten abgestützt, wodurch beim Fügen hohe Reibkräfte an den Fügeflächen ermöglicht werden, die einen sehr innigen Kontakt zumindest von Abschnitten der Fügeflächen erzeugen. Weiterhin ist auf diese Weise ein geringer elektrischer Kontaktwiderstand der Fügeverbindungen erreichbar.
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Die Leiterquerschnitte der Leiterelemente haben eine Leiterbreite, die sich in Umfangsrichtung zwischen den Zahnflanken erstreckt, und eine Leiterhöhe, die sich in radialer Richtung bezüglich der Statorachse erstreckt. Zur Bildung der verringerten Leiterquerschnitte der Fügeabschnitte ist die Leiterbreite der Fügeabschnitte jeweils über die volle Leiterhöhe des Fügeabschnitts verringert.
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Besonders vorteilhaft ist, wenn die Fügeflächen des jeweiligen Fügepaars zwei korrespondierende Pressungsabschnitte aufweisen, die beim aufeinander Abgleiten aufgrund eines Übermaßes zwischen den Zahnflanken verspannen, wodurch sich zur Erzeugung der plastischen Verformung der Fügeflächen, insbesondere der Pressungsabschnitte, eine erhöhte Gleitreibung zwischen den Pressungsabschnitten einstellt. Bei der plastischen Verformung der Fügeflächen werden Oxidschichten von den Fügeflächen entfernt und/oder plastisch verschoben, so dass der elektrische Kontaktwiderstand der Fügeverbindungen verringert wird.
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Weiterhin vorteilhaft ist, wenn die Pressungsabschnitte der Fügeflächen plastisch verformt sind, insbesondere zur Verringerung eines zwischen den Fügeflächen gebildeten Luftspalts. Auf diese Weise wird lokal ein inniger Kontakt zwischen den Fügeflächen des jeweiligen Fügepaars erzeugt und dadurch der elektrische Kontaktwiderstand der Fügeverbindungen verringert.
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Sehr vorteilhaft ist es, wenn in den Statornuten jeweils eine Nutisolation, insbesondere ein Isolationspapier oder Isolationslaminat, vorgesehen ist, die insbesondere expandierbar ist zum Einkapseln der Fügeverbindungen zum Schutz vor einer Oxidation und/oder zum Schutz vor Kühlmedien und/oder insbesondere einen Kragen zur axialen Abstützung am Statorkörper aufweist. Beim Expandieren der Nutisolationen legen sich diese eng an die Fügeverbindungen an, wodurch diese dicht oder quasidicht umschlossen werden. Die Fügeverbindungen werden dadurch vor einer Oxidation und/oder vor dem Einfluss von Kühlmedien geschützt. Dadurch wird nach dem Fügen eine Verschlechterung des elektrischen Kontaktwiderstands vermieden bzw. der geringe elektrische Kontaktwiderstand aufrechterhalten. Durch einen Kragen an den Nutisolationen kann vermieden werden, dass die Nutisolationen beim Fügen der Fügeverbindungen axial verschoben werden. Die Expansion der Nutisolationen kann beispielsweise thermisch aktiviert werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Expandieren der Nutisolationen nach dem Einstecken der beiden Wicklungsteile eine Verspannung der Fügeabschnitte der jeweiligen Fügepaare in der jeweiligen Statornut und somit einen nachträglichen Kraftschluss der Fügeverbindungen bewirken.
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Auch vorteilhaft ist, wenn die Fügeabschnitte jedes Fügepaars eine Rastverbindung bilden, wobei jeder Fügeabschnitt an seiner Fügefläche einen in Fügerichtung vorauseilenden Rasthaken und eine nacheilende Rastvertiefung aufweist, wobei die Pressungsabschnitte insbesondere an den Rasthaken ausgebildet sind. Durch die Rastverbindungen werden formschlüssige Fügeverbindungen erreicht, die hohe Auszugskräfte aufnehmen können, so dass die beiden Wicklungsteile sicher und dauerhaft mechanisch und elektrisch miteinander verbunden werden können. Die formschlüssigen Rastverbindungen können erfindungsgemäß unter Abstützung an den Zahnflanken der jeweiligen Statornut kraftschlüssig verbunden sein.
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Desweiteren vorteilhaft ist, wenn zur Bildung der Fügepaare jeweils zwei unterschiedliche Fügeabschnitte vorgesehen und an den beiden Wicklungsteilen ausgebildet sind, wobei ein erster Fügeabschnitt des jeweiligen Fügepaars zusätzlich eine dem Rasthaken des ersten Fügeabschnitts in Fügerichtung vorauseilende Führung aufweist, deren Leiterbreite insbesondere kleiner ist als die Leiterbreite des übrigen Teils des ersten Fügeabschnitts, und wobei ein zweiter Fügeabschnitt desselben Fügepaars zusätzlich eine der Rastvertiefung des zweiten Fügeabschnitts in Fügerichtung nacheilende Gegenführung zum Führen der vorauseilenden Führung des ersten Fügeabschnitts aufweist, deren Leiterbreite insbesondere größer ist als die Leiterbreite des übrigen Teils des zweiten Fügeabschnitts. Auf diese Weise werden die Fügeabschnitte beim Fügen der Rastverbindungen definiert geführt, so dass die Rastverbindungen sicher und reproduzierbar mit geringen elektrischen Kontaktwiderständen hergestellt werden können.
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Darüber hinaus vorteilhaft ist, wenn die Rasthaken jeweils einen Einlaufbereich, insbesondere eine Fase, Schräge, Wölbung oder Abrundung, aufweisen. Auf diese Weise wird das Fügen der Rastverbindungen erleichtert.
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Die miteinander gefügten Fügeabschnitte des jeweiligen Fügepaars bilden gemeinsam vorteilhafterweise einen vollen Leiterquerschnitt. Auf diese Weise erwärmen sich die Fügeverbindungen nicht stärker als die übrigen Abschnitte der Leiterelemente.
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Außerdem vorteilhaft ist, wenn in derselben Statornut liegende benachbarte Fügeverbindungen in axialer Richtung zueinander versetzt sind. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass kein ungewollter elektrischer Durchschlag aufgrund von Spannungsunterschieden zwischen den Fügeverbindungen auftritt.
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Weiter vorteilhaft ist, wenn zumindest eine Fügefläche des jeweiligen Fügepaars beschichtet ist zur Reduktion des Kontaktwiderstandes, zur Oberflächenaktivierung oder zur Erzeugung eines Stoffschlusses. Auf diese Weise können die Fügeverbindungen nach der Montage der beiden Wicklungsteile in elektrischer und/oder mechanischer Hinsicht verbessert werden. Weiterhin ist es möglich, nach dem zunächst kraftschlüssigen Fügen der Fügeverbindungen die Fügeverbindungen noch nachträglich in stoffschlüssige Fügeverbindungen umzuwandeln. Die stoffschlüssigen Fügeverbindungen können beispielsweise durch eine Beschichtung zumindest einer Fügefläche der Fügepaare mit einem Medium, beispielsweise einem Lot, erfolgen.
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Die Erfindung betrifft weiterhin eine elektrische Maschine mit einem erfindungsgemäßen Stator.
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Zeichnung
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
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Es zeigen:
- 1 einen erfindungsgemäßen Stator mit zwei noch unmontierten Wicklungsteilen einer Statorwicklung,
- 2 eine Teilansicht des erfindungsgemäßen Stators nach 1 mit an den Stator montierten und gefügten Wicklungsteilen,
- 3 ein Leiterbündel eines der beiden Wicklungsteile nach 1 und 2 mit an den Leiterenden ausgeführten Fügeabschnitten zum Bilden der Fügeverbindungen zum Fügen der beiden Wicklungsteile,
- 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in 2 durch eine der Statornuten des Stators und durch die Fügeverbindungen des dort liegenden Leiterbündels,
- 5A zwei Fügeabschnitte eines Fügepaars von zu unterschiedlichen Wicklungsteilen gehörenden Leiterelementen im Zustand vor dem Fügen,
- 5B die zwei Fügeabschnitte des Fügepaars nach 5A im Zustand des aufeinander Abgleitens der Pressungsabschnitte während des Fügens,
- 5C die zwei Fügeabschnitte des Fügepaars nach 5A im Zustand nach dem Fügen.
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Beschreibung des Ausführungsbeispiels
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1 zeigt einen erfindungsgemäßen Stator mit zwei noch unmontierten Wicklungsteilen einer Statorwicklung.
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Der erfindungsgemäße Stator 1 einer elektrischen Maschine 2 hat einen Statorkörper 3, insbesondere ein Statorblechpaket, der Statorzähne 4 und zwischen den Statorzähnen 4 ausgebildete Statornuten 5 aufweist. Die Statornuten 5 sind jeweils zwischen Zahnflanken 4f von benachbarten Statorzähnen 4 gebildet. Durch die Statornuten 5 verläuft eine elektrische Statorwicklung 6. Die Statorwicklung 6 hat zwei separate Wicklungsteile 6.1,6.2 hat, die in einer bezüglich einer Statorachse 7 axialen Fügerichtung unter Bildung von Fügeverbindungen 8 miteinander gefügt werden und jeweils eine Vielzahl von Leiterelementen 10, insbesondere U-förmigen Hairpins, umfassen. Jede der Fügeverbindungen 8 ist gebildet aus einem Fügepaar 11 von zu unterschiedlichen Wicklungsteilen 6.1,6.2 gehörenden Leiterelementen 10. Die Fügeverbindungen 8 der Statorwicklung 6 liegen in den Statornuten 5.
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Zur Bildung der Fügeverbindungen 8 weisen die Leiterelemente 10 der beiden Wicklungsteile 6.1,6.2 an einander zugewandten Leiterenden Fügeabschnitte 12 auf.
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In den Statornuten 5 ist jeweils eine Nutisolation 15, insbesondere ein Isolationspapier oder Isolationslaminat, vorgesehen.
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Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Stators erfolgen vorteilhafterweise folgende Schritte: In einem ersten Schritt werden der Statorkörper 3, die beiden Wicklungsteile 6.1,6.2 und die Nutisolationen 15 bereitgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Nutisolationen 15 in die Statornuten 5 des Statorkörpers 3 eingebracht, insbesondere eingelegt. In einem dritten Schritt werden die beiden Wicklungsteile 6.1,6.2 von gegenüberliegenden Stirnseiten des Statorkörpers 3 in axialer Richtung in die Statornuten 5 eingefügt, wobei die Fügeabschnitte 12 beiden Wicklungsteile 6.1,6.2 innerhalb der Statornuten 5 aufeinander zu bewegt und innerhalb der Statornuten 5 gefügt werden. In einem vierten Schritt kann der Stator 1, sofern expandierbare Nutisolationen 15 vorliegen, zur Expansion der Nutisolationen 15 erwärmt werden.
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Ein alternatives nicht dargestelltes Verfahren sieht folgende Schritte zur Herstellung des erfindungsgemäßen Stators vor: In einem ersten Schritt werden zwei separate Teilpakete des Statorkörpers 3, die beiden Wicklungsteile 6.1,6.2 und Nutisolationen für die separaten Teilpakete des Statorkörpers 3 bereitgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Nutisolationen 15 und anschließend der erste Wicklungsteil 6.1 in die Statornuten 5 des ersten Teilpakets montiert. In einem dritten Schritt werden die Nutisolationen 15 und anschließend der zweite Wicklungsteil 6.2 in die Statornuten 5 des zweiten Teilpakets montiert. In einem vierten Schritt werden das bestückte erste Teilpaket und das bestückte zweite Teilpaket in axialer Richtung bezüglich der Statorachse unter gleichzeitigem Zusammenfügen der beiden Wicklungsteile zusammengefügt. In einem fünften Schritt werden die beiden Teilpakete des Statorkörpers 3 miteinander stoffschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt. In einem sechsten Schritt kann der Stator 1, sofern expandierbare Nutisolationen 15 vorliegen, zur Expansion der Nutisolationen 15 erwärmt werden.
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2 zeigt eine Teilansicht des erfindungsgemäßen Stators nach 1 mit an den Stator montierten und gefügten Wicklungsteilen.
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Jeder der Wicklungsteile 6.1,6.2 hat einen an einer der Stirnseiten des Statorkörpers 3 angeordneten Wickelkopf 6k und erstreckt sich ausgehend von seinem Wickelkopf 6k in die Statornuten 5.
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In derselben Statornut 5 liegende benachbarte Fügeverbindungen 8 sind beispielsweise in axialer Richtung bezüglich der Statorachse 7 zueinander versetzt.
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3 zeigt ein Leiterbündel eines der beiden Wicklungsteile nach 1 und 2 mit an den Leiterenden ausgeführten Fügeabschnitten zum Bilden der Fügeverbindungen zum Fügen der beiden Wicklungsteile.
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Die Leiterbündel 20 jedes Wicklungsteils 6.1,6.2 umfassen jeweils mehrere Leiterschenkel 10s mehrerer Leiterelemente 10 und sind jeweils zum Einschieben in eine der Statornuten 5 vorgesehen. Alle Leiterschenkel 10s des Leiterbündels 20 sind in radialer Richtung übereinander angeordnet.
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An den Fügeabschnitten 12 der Leiterelemente 10 ist jeweils eine Fügeausnehmung 13 zur Aufnahme eines Fügeabschnittes 12 eines Leiterelementes 12 des jeweils anderen Wicklungsteils 6.1,6.2 vorgesehen. Die Fügeabschnitte 12 haben aufgrund ihrer Fügeausnehmung 13 jeweils einen verringerten Leiterquerschnitt. Die miteinander gefügten Fügeabschnitte 12 des jeweiligen Fügepaars 11 bilden gemeinsam einen vollen Leiterquerschnitt.
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Außerdem haben die Fügeabschnitte 12 entlang ihrer Fügeausnehmung 13 jeweils eine Fügefläche 14, die eine Längserstreckung in axialer Richtung bezüglich der Statorachse 7 aufweist.
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Die Fügeabschnitte 12 jedes Fügepaars 11 können beispielsweise eine Rastverbindung bilden, wobei jeder Fügeabschnitt 12 an seiner Fügefläche 14 einen in Fügerichtung vorauseilenden Rasthaken 17 und eine nacheilende Rastvertiefung 18 aufweist. Die Rastvertiefung 18 eines Fügeabschnitts 12 ist gegenüber dem Rasthaken 17 desselben Fügeabschnitts 12 vertieft. Jeder Rasthaken 17 bildet einen Hinterschnitt 19, hinter dem der Rasthaken 17 des jeweils anderen Fügeabschnitts 12 des Fügepaars 11 einrasten kann und der in die jeweilige Rastvertiefung 18 führt. Der Übergang vom Rasthaken 17 zur Rastvertiefung 18 desselben Fügeabschnitts 12 ist beispielsweise stufenförmig oder rampenförmig ausgebildet.
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Jede Rastvertiefung 18 ist zum Aufnehmen des Rasthakens 17 des jeweils anderen Fügeabschnitts 12 des Fügepaars 11 vorgesehen.
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Die Rasthaken 17 können jeweils einen Einlaufbereich 17f, insbesondere eine Fase, Schräge, Wölbung oder Abrundung, aufweisen.
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Benachbarte Leiterschenkel 10s eines Leiterbündels 20 eines Wicklungsteils 6.1, 6.2 sind beispielsweise unterschiedlich lang ausgeführt.
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4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in 2 durch eine der Statornuten des Stators und durch die Fügeverbindungen des dort liegenden Leiterbündels.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Fügeflächen 14 der Fügepaare 11 jeweils einer der Zahnflanken 4f der jeweiligen Statornut 5 zugewandt sind.
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Nach dem Ausführungsbeispiel können die Fügeflächen 14 der Fügepaare 11 jeweils derart ausgebildet sein, dass beim Fügen eine zumindest teilweise plastische Verformung der Fügeflächen 14 unter Abstützung an den jeweiligen Zahnflanken 4f erzeugbar ist.
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Die Leiterquerschnitte der Leiterelemente 10 haben eine Leiterbreite b, die sich in Umfangsrichtung zwischen den Zahnflanken 4f erstreckt, und eine Leiterhöhe h, die sich in radialer Richtung bezüglich der Statorachse 7 erstreckt. Zur Bildung der verringerten Leiterquerschnitte der Fügeabschnitte 12 ist die Leiterbreite b der Fügeabschnitte 12 jeweils über die volle Leiterhöhe h des Fügeabschnitts 12 verringert.
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Die Nutisolationen 15 sind beispielsweise expandierbar zum Einkapseln der Fügeverbindungen 8 zum Schutz vor einer Oxidation und/oder zum Schutz vor Kühlmedien. Die jeweilige Nutisolation 15 kann einen Kragen 15 zur axialen Abstützung am Statorkörper 3 aufweisen. Die expandierbaren Nutisolationen 15 können auch einen nachträglichen Kraftschluss der Fügeverbindungen erreichen.
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5A zeigt zwei Fügeabschnitte eines Fügepaars von zu unterschiedlichen Wicklungsteilen gehörenden Leiterelementen im Zustand vor dem Fügen. Zur Bildung der Fügepaare 11 sind beispielsweise jeweils zwei unterschiedliche Fügeabschnitte 12.1,12.2 vorgesehen und an den beiden Wicklungsteilen 6.1,6.2 ausgebildet.
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Ein erster Fügeabschnitt 12.1 des jeweiligen Fügepaars 11 weist zusätzlich eine dem Rasthaken 17 des ersten Fügeabschnitts 12.1 in Fügerichtung vorauseilende Führung 23 auf, deren Leiterbreite b insbesondere kleiner ist als die Leiterbreite b des übrigen Teils des ersten Fügeabschnitts 12.
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Ein zweiter Fügeabschnitt 12.2 desselben Fügepaars 11 weist zusätzlich eine der Rastvertiefung 18 des zweiten Fügeabschnitts 12.2 in Fügerichtung nacheilende Gegenführung 24 zum Führen der vorauseilenden Führung 23 des ersten Fügeabschnitts 12.1 auf, deren Leiterbreite b insbesondere größer ist als die Leiterbreite b des übrigen Teils des zweiten Fügeabschnitts 12.2.
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Am ersten Fügeabschnitt 12.1 ist der Übergang von der Rastvertiefung 18 zum vollen Leiterquerschnitt des Leiterelements 10 als Stufe ausgebildet.
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Am zweiten Fügeabschnitt 12.2 ist der Übergang von der Rastvertiefung 18 zur Gegenführung 24 und der Übergang von der Gegenführung 24 zum vollen Leiterquerschnitt des Leiterelements 10 als Stufe ausgebildet.
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Die sich gegenüberstehenden Fügeflächen 14 des jeweiligen Fügepaars 11 haben zwei korrespondierende Pressungsabschnitte 16. Die Pressungsabschnitte 16 sind im Falle einer Rastverbindung beispielsweise an den Rasthaken 17 ausgebildet.
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Der jeweilige Pressungsabschnitt 16 des jeweiligen Fügepaars 11 kann außerhalb des Einlaufbereichs 17f parallel zur axialen Richtung oder mit einer in Fügerichtung zunehmendem Pressung unter einem schrägen Winkel zur axialen Richtung verlaufen.
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5B zeigt die zwei Fügeabschnitte des Fügepaars nach 5A im Zustand des aufeinander Abgleitens der Pressungsabschnitte während des Fügens.
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Die zwei korrespondierenden Pressungsabschnitte 16 verspannen beim aufeinander Abgleiten aufgrund eines Übermaßes zwischen den Zahnflanken 4f, wodurch sich eine erhöhte Gleitreibung zwischen den Pressungsabschnitten 16 und infolgedessen eine plastische Verformung der Fügeflächen 14, insbesondere in den Pressungsabschnitten 16, einstellt.
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Die Pressungsabschnitte 16 der Fügeflächen 14 sind also nach dem Fügen plastisch verformt. Dadurch wird zwischen den Fügeflächen 14 ein geringer Luftspalt erreicht bzw. der Luftspalt verringert.
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5C zeigt die zwei Fügeabschnitte des Fügepaars nach 5A im Zustand nach dem Fügen.
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Zumindest eine Fügefläche 14 des jeweiligen Fügepaars kann zur Reduktion des Kontaktwiderstandes, zur Oberflächenaktivierung oder zur Erzeugung eines Stoffschlusses beschichtet sein, beispielsweise mit einem Lot.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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