-
Gebiet der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Notruf-Einheit für ein eCall-System mit einer ersten und zweiten Eingangs-Schnittstelle.
-
Hintergrund
-
Eine heute in neuen Fahrzeugen weitgehend gesetzlich vorgeschriebene Einheit für ein Notrufsystem muss eine sicherheitstechnisch abgesicherte Audio- / Sprach-Kommunikation mit Fahrzeuginsassen und über ein Mobilfunknetzwerk erreichbaren Notfalldienst, wie beispielsweise Polizei, Rettungsdienst, ermöglichen. Der dazu sicherheitstechnisch verifizierte Audioausgabepfad kann dabei einfach gehalten sein oder, redundant zu einer Infotainment-Audio-Ein-Ausgabe, kostenintensiv und technisch aufwendig mit eigenen sicherheitstechnisch verifizierten Audioverarbeitungselementen ausgestaltet sein.
-
Zusammenfassung
-
Die Erfindung beschreibt eine Notruf-Einheit für ein eCall-System mit einer ersten und einer zweiten Eingangs-Schnittstelle gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.
-
Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Notruf-Einheit für ein eCall-System, mit einer ersten Ausgangs-Schnittstelle zur Ausgabe von Audio-Signalen und einer erste Eingangs-Schnittstelle, die eingerichtet ist, ein Notfall-Audio-Signal bereitzustellen und einer zweite Eingangs-Schnittstelle, die eingerichtet ist, ein Info-Audio-Signal bereitzustellen. Dabei ist die Notruf-Einheit eingerichtet, wahlweise die erste Eingangs-Schnittstelle oder die zweite Eingangs-Schnittstelle mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle zu koppeln.
-
Das Notfall-Audio-Signal kann ein Signal sein, welches der Notruf-Einheit von einer Notfalldienst-Einrichtung bereitgestellt wird, und/oder welches der Notruf-Einheit mittels eines Speichers der Notruf-Einheit bereitgestellt wird. Das Notfall-Audiosignal kann ein ursprüngliches Audio-Signal und/oder einen ersten Daten-Code umfassen. Beispielsweise kann das ursprüngliche Audio-Signal eine akustische Kontaktaufnahme einer Notfalldienst-Einrichtung sein.
-
Die wahlweise Kopplung kann von einem detektierten oder übermittelten Notfall und/oder Unfall getriggert werden, sodass die erste Eingangs-Schnittstelle für einen Notfall und/oder Unfall mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle gekoppelt wird.
-
Vorteilhafterweise ist es für diese Notruf-Einheit nicht notwendig, eine sicherheitsrelevante Mute-Funktion für ein Infotainment-System vorzusehen, da Info-Audio-Signale, die von einem Infotainment-System bereitgestellt werden, insbesondere im Falle eines Unfalls und/oder Notfalls, von der ersten Ausgangs-Schnittstelle entkoppelt werden können.
-
Dies kann Kosten- und Entwicklungsvorteilen haben, da es in dem Fall nicht notwendig ist das Infotainment-System einer Sicherheit-Zertifizierung zu unterziehen.
-
Dadurch, dass Info-Audio-Signale der zweiten Eingangs-Schnittstelle bereitgestellt werden können, können Aufwände und Kosten optimiert werden, welche durch den Wegfall eines separaten Audiopfades für das Notrufsystem bedingt sein können. Darüber hinaus können sich Sicherheitsvorteile durch eine Nutzung und ständige Überprüfung des Infotainment Ausgabepfades ergeben. Denn mit dieser Notruf-Einheit kann eine Funktionsfähigkeit eines Audiosystems ständig überwacht werden, so dass ein Ausfall eines Elements der Audioübertragungsstrecke sehr schnell erkannt werden kann, was bei einem selten eingesetzten Notrufsystem nicht der Fall wäre.
-
Die erste Ausgangs-Schnittstelle kann, insbesondere mittels eines mehrkanaligen Verstärkers, eingerichtet sein, das Notfall-Audio-Signal so bereitzustellen, dass der Schall generierende Wandler, wie beispielsweise ein Lautsprecher, direkt mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle gekoppelt werden kann.
-
Insbesondere kann die Notruf-Einheit funktional und technisch so eingerichtet sein, dass die Notruf-Einheit sicherheitstechnisch zertifiziert werden kann.
-
Vorteilhafterweise können durch eine Nutzung qualitativ hochwertigen Lautsprecher und Mikrofone, die für den Betrieb mit dem Infotainment-System vorgesehen sind, sowohl für ein Infotainment-System als auch für eine Notfall-Audio-Kommunikation Kosten für eine Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen Notfall-Kommunikations-System reduziert werden. Darüber hinaus kann eine Sicherheit der Notfall-Kommunikation durch die typischerweise vorhandene Redundanz von Lautsprechern und Mikrofonen eines Infotainment-Systems erhöht werden, da durch die Redundanz ein totaler Ausfall der Notfall-Audio-Kommunikation unwahrscheinlicher wird.
-
Eine sicherheitstechnisch zu zertifizierende Mute-Funktion eines Infotainment-Systems kann bei Verwendung der hier beschriebenen Notruf-Einheit obsolet sein, da hier bei Auftreten eines Notfalls und/oder Unfalls ein Ausgabepfad des Infotainment-Systems nicht mit der Audioausgabe eines Notrufsystems konkurriert. Denn das Info-Audio-Signal eines Infotainment-Systems kann hier von der zertifizierten Notruf-Einheit von der ersten Ausgangs-Schnittstelle entkoppelt werden. Dadurch können Zertifizierungs-Aufwände und Kosten reduziert werden.
-
Vorteilhafter Weise kann die erste Eingangs-Schnittstelle, insbesondere mittels eines drahtlosen Kommunikations-Moduls, eingerichtet sein, das Notfall-Audio-Signal, von einer Notfalldienst-Einrichtung zu empfangen; und besonders vorteilhafter Weise kann das Info-Audio-Signal von einem Infotainment-System und/oder einem Informationssystem, insbesondere an der zweiten Eingangs-Schnittstelle, bereitgestellt wird.
-
Dabei kann das Informationssystem ein Fahrerinformationssystem sein, wenn die Notruf-Einheit in einem Fahrzeug eingebaut ist. Das Info-Audio-Signal kann Signale des Infotainment-Systems und/oder ein sicherheitsrelevantes Signal des Informations-Systems oder des Fahrer-Informations-Systems umfassen.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit eine Notfallerkennungs-Einheit aufweist, die, insbesondere mittels einer signalmäßigen Kopplung mit einem Beschleunigungssensor; und/oder einer Kamera; und/oder einem Körperfunktions-Sensor; und/oder einem Mikrofon; und/oder einem manuell zu betätigen Trigger, eingerichtet ist, einen Notfall und/oder einen Unfall zu erkennen. Dabei kann die Notfallerkennungs-Einheit eingerichtet sein, die wahlweise Kopplung der ersten Eingangs-Schnittstelle oder der zweiten Eingangs-Schnittstelle mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle zu triggern. Insbesondere kann die Notfallerkennungs-Einheit eingerichtet sein, die erste Ausgangs-Schnittstelle mit der ersten Eingangs-Schnittstelle zu koppeln, wenn die Notfallerkennungs-Einheit den Notfall und/oder den Unfall erkennt, und besonders vorteilhafter Weise kann die Notfallerkennungs-Einheit einem Schalter, der eingerichtet sein kann, die erste Eingangs-Schnittstelle oder die zweite Eingangs-Schnittstelle mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle wahlweise zu koppeln, ein Triggersignal für die entsprechende Kopplung bereitstellen.
-
Insbesondere kann die Notfallerkennungs-Einheit eingerichtet sein, Krankheiten, plötzlich eingeschränkte Fahrtauglichkeit und weitere Notfälle, insbesondere eines Fahrers eines Fahrzeugs, welches die Notruf-Einheit integriert hat, zu erkennen. Dazu können Signale unterschiedlicher Geräte über einen Daten-Bus mit der Notfallerkennungs-Einheit signalmäßig gekoppelt sein.
-
Insbesondere kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, bei einem erkannten Notfall und/oder Unfall Audio-Signale, die von einer dritten Schnittstelle, welche mit zumindest einem Mikrofon gekoppelt sein kann, bereitgestellt werden und/oder Notfall-Daten, die von der Notfallerkennungs-Einheit bereitgestellt werden, mittels eines drahtlosen Kommunikations-Moduls an die Notrufdienst-Einrichtung, beispielsweise über einen Datenkanal der drahtlosen Kopplung zwischen der Notruf-Einheit und der Notfalldienst-Einrichtung, zu übertragen.
-
Vorteilhafterweise kann die erste Ausgangs-Schnittstelle einen ersten mehrkanaligen Audio-Verstärker aufweisen, um eine Vielzahl von Schallwandlern für eine akustische Wiedergabe der Audio-Signale mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle zu koppeln. Alternativ oder zusätzlich, kann die erste Ausgangs-Schnittstelle eingerichtet sein, mit einem zweiten mehrkanaligen Verstärker gekoppelt zu werden, um eine Vielzahl von Schallwandlern für eine akustische Wiedergabe der Audio-Signale mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle zu koppeln. Besonders vorteilhafter Weise kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, eine maximal aufgenommene Leistung des ersten mehrkanaligen Audio-Verstärkers und/oder des, insbesondere entsprechend mit einer Steuerleitung gekoppelten, zweiten mehrkanaligen Audio-Verstärkers zu begrenzen, wenn oder sobald die Notfallerkennungs-Einheit den Notfall und/oder den Unfall erkennt.
-
Eine Versorgung mit elektrischer Leistung des ersten mehrkanaligen Verstärkers und/oder des zweiten mehrkanaligen Verstärkers kann zusätzlich mittels einer redundanten Stromversorgung, wie beispielsweise einer Rückfall-Batterie, erfolgen.
-
Unter einem Schallwandler kann ein Schall generieren der Wandler verstanden werden. Die Audio-Signale können die Info-Audio-Signale und/oder die Notfall-Audio-Signale einschließen.
-
Die Mehrzahl von Schallwandlern, wie beispielsweise Lautsprechern, können Schallwandler umfassen, die eine förderliche Position für das Infotainment-System aufweisen und/oder Schallwandler umfassen, die entsprechend einer Sicherheitsvorschrift, zum Beispiel an bei Unfällen typischerweise geschützten Positionen, platziert sind.
-
Insbesondere kann die Notruf-Einheit mit der Mehrzahl der Schallwandler und einer Mehrzahl von Mikrofonen eingerichtet sein, redundante Lautsprecher Schallwandler und Mikrofone, die insbesondere für einen Betrieb des Infotainment-Systems vorgesehen sind, für die Notrufkommunikation eingesetzt werden, wenn die regulären Lautsprecher und Mikrofone z.B. durch den Unfall gestört oder zerstört sind. Außerdem erlauben der Infotainment-Audiopfad in der Regel durch mehr Audiokanäle und höherer Anforderungen an Mikrofonen und Lautsprechern eine bessere Audioqualität und Verständigung auch für den Notruf.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit eine dritte Eingangs-Schnittstelle zur Kopplung mit einer Mehrzahl von Mikrofonen und eine zweite Ausgangs-Schnittstelle zur Bereitstellung von Signalen der Mehrzahl der Mikrofone aufweist. Dabei kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, die Signale der Mehrzahl der Mikrofone der Notruf-Einheit, insbesondere einer Demodulationseinrichtung der Notruf-Einheit und/oder einem Signal-Aufbereitungs-Modul der Notruf-Einheit, und/oder der zweiten Ausgangs-Schnittstelle, insbesondere wahlweise, bereitzustellen, besonders vorteilhafter Weise, um dem Infotainment-System, welches mit der zweite Ausgangs-Schnittstelle gekoppelt ist, die Signale der Mehrzahl der Mikrofone bereitzustellen. Dabei kann die Mehrzahl der Mikrofone auch Mikrofone umfassen, die für das Notrufsystem vorgeschrieben sind, und an Positionen in einem Fahrzeug verbaut sein können, die besonders geschützt sind.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die dritte Eingangs-Schnittstelle ein Filter-Modul aufweist, um, mittels einer Frequenzfilterung von Audio-Signalen zumindest eines Mikrofons, insbesondere der Vielzahl der Mikrofone, die Übertragung von Audio-Signalen der Eingangs Schnittstelle zu der Notfalldienst-Einrichtung zu verbessern.
-
Vorteilhafterweise kann die dritte Eingangs-Schnittstelle eine Beamforming-Komponente und/oder eine Filter-Komponente aufweisen, die jeweils eingerichtet sind, die jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone zu verarbeiten, und die verarbeiteten jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone der Notruf-Einheit, insbesondere einer Demodulationseinrichtung der Notruf-Einheit und/oder einem Signal-Aufbereitungs-Modul der Notruf-Einheit, und/oder der zweiten Ausgangs-Schnittstelle, insbesondere wahlweise, bereitzustellen.
-
Dabei kann die Beamforming-Komponente eingerichtet sein, mit der Mehrzahl der Mikrofone eine Positionsbestimmung von Quellen von Akustik-Signalen zu bestimmen, um, beispielsweise durch geeignete Überlagerung von Signalen der Mehrzahl der Mikrofone, die Übertragung von Audio-Signalen der Eingangs Schnittstelle zu der Notfalldienst-Einrichtung zu verbessern und/oder die jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone überlagert als ein Gesamt-Signal bereitzustellen.
-
Vorteilhafterweise kann die dritte Eingangs-Schnittstelle eingerichtet sein, die jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone und/oder die verarbeiteten jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone der Notruf-Einheit, insbesondere einer Demodulationseinrichtung der Notruf-Einheit, und/oder einem Signal-Aufbereitungs-Modul der Notruf-Einheit, und/oder der zweiten Ausgangs-Schnittstelle, überlagert als ein Gesamt-Signal bereitzustellen. Dadurch kann in einem Notfall ein einzelnes Mikrofon-Signal mittels der Mehrzahl der Mikrofone generiert werden, um möglichst alle einzelnen Mikrofon-Signale der Mehrzahl der Mikrofone an eine Notfalldienst-Einrichtung übertragen zu können.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit eine Modulationseinrichtung und eine Demodulationseinrichtung umfasst.
-
Dabei kann die Modulationseinrichtung eingerichtet sein, insbesondere ein ursprüngliches Audio-Signal, mittels eines ersten Daten-Codes, zu modulieren und ein resultierendes moduliertes Audio-Signal der ersten Ausgangs-Schnittstelle bereitzustellen, um insbesondere mittels zumindest einem Schallwandler ein ausgesendetes Schall-Signal zu generieren. Die Demodulationseinrichtung kann eingerichtet sein, ein, von dem ausgesendeten Schall-Signal induziertes und mittels zumindest eines Mikrofons generiertes Audio-Signal, welches an der dritten Eingangs-Schnittstelle bereitgestellt wird, zu demodulieren, um einen zweiten Daten-Code zu bestimmen, um, insbesondere mittels der Notruf-Einheit und/oder einer Notrufdienst-Einrichtung, einen akustischen Pfad zwischen einem der Vielzahl der Schallwandler und zumindest einem der Vielzahl der Mikrofone, insbesondere mittels Vergleich der Daten-Codes, zu überprüfen. Dazu kann ein Vergleichs-Modul der Notruf-Einheit ein Vergleichsergebnis generieren, welches angibt, dass der akustische Pfad funktionsfähig aufgebaut ist, wenn der erste Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code übereinstimmt.
-
Der Vergleich des ersten Daten-Codes des zweiten Daten-Codes kann so ausgeführt werden, dass dieser nur bei ausreichend vorhandener Signalleistung des modulierten Audio-Signals durchgeführt wird. Insbesondere können bei einer Durchführung des Vergleichs akustische Laufzeiten und Einschwingvorgänge der Signalverarbeitung der Demodulationseinrichtung berücksichtigt werden. Für eine Übereinstimmung des ersten Daten-Codes mit dem zweiten Daten-Code kann eine Übereinstimmung detektiert werden, wenn der erste Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code entsprechend einer definierten Ähnlichkeits-Schwelle ausreichend genau übereinstimmen. D.h. mit anderen Worten, dass der erste Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code nicht exakt übereinstimmen muss, um eine Übereinstimmung zu bestimmen. Die Ähnlichkeits-Schwelle kann sich dabei auch auf zeitliche und/oder strukturelle Merkmale der Daten-Codes beziehen.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Modulationseinrichtung eingerichtet ist, das ursprüngliche Audio-Signal, insbesondere mittels einer Auswahl des ersten Daten-Codes; und/oder einer Auswahl eines Modulationsverfahrens; und/oder mittels einer starke der Modulation und/oder mittels einer Größe einer Amplitude der Modulation, insbesondere im Vergleich zur Amplitude des Signals; und/oder mittels einer Frequenz der Modulation, so zu modulieren, dass das Modulieren des ursprünglichen Audio-Signals für einen menschlichen Hörer nicht störend ist.
-
Alternativ oder zusätzlich kann die Modulationseinrichtung eingerichtet sein, eine Verständlichkeit des modulierten Audio-Signals gegenüber dem ursprünglichen Audio-Signal nicht zu vermindern.
-
Besonders vorteilhafter Weise kann die Modulationseinrichtung eingerichtet sein, dass ein Unterschied zwischen dem modulierten Audio-Signal und dem ursprünglichen Audio-Signal zwar wahrnehmbar aber nicht störend wirkt oder aber unter einer akustischen Wahrnehmungsschwelle eines menschlichen Hörens ist, wobei es insbesondere technisch möglich ist, den zweiten Daten-Code aus dem generierten Audio-Signal und/oder dem modulierten Audio-Signal, vorzugsweise mittels einer Demodulation, zurückzugewinnen.
-
Die Modulationseinrichtung kann eingerichtet sein, das ursprüngliche Signal mittels einer Frequenz-Modulation und/oder einer Amplituden-Modulation und/oder einer Signalleistungs-Modulation und/oder anderen Modulationsverfahren zu modellieren.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Modulationseinrichtung eingerichtet ist, das ursprüngliche Audio-Signal so zu modulieren, dass der zweite Daten-Code mittels eines Leistungsspektrums des modulierten Audio-Signals bestimmt werden kann. Mittels solcher Modulationsverfahren, die das Leistungsspektrum eines demodulierten Audio-Signals verändern, kann erreicht werden, dass der sicheren Demodulation und Detektion des zweite Daten-Codes auch bei einer geringen Modulationsstärke die Leistung des ausgegebenen Audio-Signals bestimmt und auf Verständlichkeit beurteilt werden kann.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit eingerichtet ist, die Modulationseinrichtung von der Demodulationseinrichtung in Bezug auf den ersten Daten-Code und/oder den zweiten Daten-Code zu entkoppeln, um insbesondere die Notruf-Einheit als sicher in Bezug auf ihre Funktionalität zertifizieren zu können.
-
Vorteilhafterweise kann dadurch erreicht werden, dass die Notruf-Einheit sicherheitstechnisch funktional zertifiziert werden kann. Denn durch eine Entkopplung der Modulationseinrichtung von der Demodulationseinrichtung, die aus einer Architektur der Notruf-Einheit folgt, kann der zu detektierende zweite Daten-Code nur über den akustischen Pfad detektiert werden. Beispielsweise kann die Notruf-Einheit mit räumlich und/oder funktionell getrennten Speichern oder Speicherbereichen aufgebaut werden, wobei einer der getrennten Speicher mit der Modulationseinrichtung gekoppelt wird und ein anderer der getrennten Speicher mit der Demodulationseinrichtung gekoppelt wird. Alternativ oder zusätzlich können der Modulationseinrichtung und der Demodulationseinrichtung eigene Datenräume, insbesondere mit sicheren Betriebssystem-Prozessen und/oder sicheren Hypervisor-Partitionen und/oder oder mit jeweils eigenen Rechenknoten inklusive eigenen Datenspeichern, eingerichtet werden, sodass Prozesse, die der Modulationseinrichtung oder der Demodulationseinrichtung zugeordnet sind, datentechnisch strikt getrennt von einem implementierenden Computerprogramm ausgeführt werden.
-
Vorteilhafterweise kann die beschriebene Notruf-Einheit sicherheitstechnisch zertifiziert werden, indem nur wenige Komponenten einer Sicherheitsqualifizierung unterzogen werden müssen und/oder nur ein sicherheitstechnischer Nachweis der Nichtbeeinflussung, insbesondere der Modulationseinrichtung und der Demodulationseinrichtung gezeigt werden muss. Dies kann beispielsweise mittels vorhandener sicherer Betriebssysteme/Hypervisor oder sicherer Hardware-Infrastruktur und insbesondere mittels weitgehend separierten Rechenkernen auf einem „System on a Chip“, geführt werden.
-
Der erste Daten-Code kann zufällig generiert sein und/oder charakterisierende Informationen, beispielsweise von einem den ersten Daten-Code generierenden Modul der Notruf-Einheit und/oder der signalmäßig gekoppelten Notfalldienst-Einrichtung aufweisen.
-
Insbesondere kann die Demodulationseinrichtung eingerichtet sein, den zweiten Daten-Code, basierend auf dem generierten Audio-Signal und dem ursprünglichen Audiosignal, zu bestimmen. Vorteilhafterweise kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, mittels einer Impulsantwort des akustischen Pfades, das generierte Audio-Signal, basierend auf einer Faltungsoperation mit der Impulsantwort, zu transformieren, um Laufzeiteffekte auf dem akustischen Pfad, die auf eine Signalform des generierten Audio-Signals wirken, für die Demodulation zumindest teilweise zu kompensieren.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit eingerichtet ist, das ursprüngliche Audio-Signal und/oder den ersten Daten-Code bereitzustellen, um mittels eines Vergleichs-Moduls (135) den ersten Daten-Code (Ds) mit dem zweiten Daten-Code (Dt) zu vergleichen, um den akustischen Pfad zwischen dem Schallwandler und dem Mikrofon, insbesondere periodisch und/oder extern getriggert, zu überprüfen.
-
Vorteilhafterweise kann dadurch der Audiopfad der Notruf-Einheit, insbesondere inklusive des Infotainment-Systems überprüft werden. Dabei kann das Vergleichs-Modul mit der Demodulationseinrichtung, zur Bereitstellung des zweiten Daten-Codes und der Modulationseinrichtung, zur Bereitstellung des ersten Daten-Codes gekoppelt sein. Das Vergleichs-Modul kann eingerichtet sein, das Ergebnis des Vergleichs als Fehlersignal, insbesondere an einer Fehler-Schnittstelle der Notruf-Einheit bereitzustellen. Das Vergleichsergebnis kann angeben, dass der akustische Pfad funktionsfähig aufgebaut ist, wenn der erste Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code übereinstimmt.
-
Insbesondere kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, basierend auf einem mit dem ersten Daten-Code modulierten Audio-Signal, einen elektroakustischen Pfad zwischen zumindest einem der Vielzahl der Schallwandler und zumindest einem der Vielzahl der Mikrofone mittels des modulierten Audio-Signals zu überprüfen, wobei das Infotainment-System und/oder ein Informationssystem des Infotainment-Systems Teil des elektroakustischen Pfades ist.
-
Vorteilhafterweise kann hiermit eine Funktionsfähigkeit des Audiosystems, insbesondere ständig, auch anhand von Infotainment- oder Kontrollausgaben oder ein unterschwelliges, nicht wahrnehmbares Rauschen überwacht werden, so dass ein Ausfall eines Elements der Audioübertragungsstrecke bei normalem Betrieb des Infotainment-Systems in der Regel sehr schnell erkannt werden kann.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit eingerichtet ist, das ursprüngliche Audio-Signal auf einem Signal von dem Infotainment-System basiert, um den akustischen Audiopfad inklusive des Infotainment-Systems zu überprüfen. Alternativ oder zusätzlich kann das ursprüngliche Audio-Signal auf einem Signal von einem Informations-System des Infotainment-Systems basiert, um eine korrekte Ausgabe eines sicherheitsrelevanten Audio-Signals des Informations-Systems zu überprüfen. Beispielsweise können sicherheitsrelevante Lichtsignale von einem Fahrer in gewissen Situationen nicht wahrgenommen werden und können dann aus sicherheitstechnischen Gründen mit Audio-Signalen unterstützt werden. Um solche sicherheitsrelevanten Audio-Signale in Bezug auf eine mögliche Wahrnehmung innerhalb des Audio-Pfads zu überprüfen kann dieses sicherheitsrelevante Audio-Signal moduliert werden, um mittels des Vergleichs-Moduls den ersten Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code zu vergleichen, um die korrekte Abgabe des sicherheitsrelevanten Audio-Signals zu überprüfen.
-
Das Vergleichs-Modul kann konfiguriert sein, ein Fehlersignal dem Infotainment-System und/oder dem Informations-System bereitzustellen, wenn der Vergleich der beiden Daten-Codes, insbesondere für das sicherheitsrelevante Audio-Signal, keine Übereinstimmung ergibt.
-
Vorteilhafter Weise kann die Demodulationseinrichtung eingerichtet sein, ein Fehlersignal für das Infotainment-System und/oder das Information-System bereitzustellen, wenn das ursprüngliche Audiosignal auf dem Signal des Informations-Systems basiert und der erste Daten-Code nicht mit dem zweiten Daten-Code übereinstimmt.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit das drahtlose Kommunikations-Modul aufweist, wobei die Notruf-Einheit eingerichtet ist, das Kommunikations-Modul wahlweise mit der dritten Eingangs-Schnittstelle zu koppeln, um insbesondere zumindest ein Audio-Signal der Mehrzahl der Mikrofone an eine Notrufdienst-Einrichtung zu senden. Alternativ oder zusätzlich, kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, das Kommunikations-Modul wahlweise mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle zu koppeln, um zumindest ein Audio-Signal der Notrufdienst-Einrichtung akustisch, insbesondere für den akustischen Pfad, bereitzustellen.
-
Dabei kann die dritte Eingangs-Schnittstelle eingerichtet sein, ein Audio-Signal zumindest eines der Mehrzahl der Mikrofone, insbesondere mittels einer Kopplung mit dem Signal-Aufbereitungs-Modul, welches mit dem Kommunikationsmodul gekoppelt ist, mit dem Kommunikations-Modul zu koppeln; und/oder ein Audio-Signal zumindest eines der Mehrzahl der Mikrofone, insbesondere mittels der zweiten Ausgangs-Schnittstelle, die mit dem Infotainment-System gekoppelt sein kann, mit dem Infotainment-System zu koppeln.
-
Insbesondere kann die Notruf-Einheit eingerichtet sein, im Falle eines erkannten Notfalls und/oder Unfalls, mittels dem Kommunikations-Modul eine signalmäßige Kopplung mit der Notrufdienst-Einrichtung aufzubauen. Dabei kann das Kommunikations-Modul ein Mobilfunk-Modul für ein Mobilfunknetz sein.
-
Die Notruf-Einheit und/oder die signalmäßig gekoppelte Notfalldienst-Einrichtung können eingerichtet sein, den ersten Daten-Code und/oder das ursprüngliche Audio-Signal zu generieren, um insbesondere den akustischen Pfad zu überprüfen. Alternativ oder zusätzlich kann der erste Daten-Code und/oder das ursprüngliche Audio-Signal von der Notfalldienst-Einrichtung an die Notruf-Einheit, insbesondere drahtlos, übertragen werden, wie weiter unten ausgeführt wird.
-
Dabei kann ein Radiosignal, dass zwischen der Notruf-Einheit und der Notfalldienst-Einrichtung ausgetauscht wird, das ursprüngliche Audio-Signal und den ersten Daten-Code technisch und/oder zeitlich separiert voneinander übertragen. Dadurch, dass das Radiosignal den ersten Daten-Code separat von dem ursprünglichen Audio-Signal überträgt, kann, im Gegensatz zu einem modulierten Audio-Signal gewährleistet werden, dass der erste Daten-Code übertragen wird, da eine typischerweise für Mobilfunkstrecken verwendete Audiodatenkompression ein solches modulierte Signal stark verfälschen könnte. Dies gilt insbesondere, wenn die Modulation Signalanteile aufweist, die für das menschliche Gehör irrelevant sein können.
-
Vorteilhafterweise kann durch das separate Übertragen verhindert werden, dass eine Echo-Kompensations- und Rauschreduktions-Einheit, wie beispielsweise eine EC/NR-Einheit (echo compensation- / noise reduction-unit) der Notruf-Einheit und/oder der Notrufdienst-Einrichtung, das direkt transferierte ursprüngliche Audio-Signal der Notrufdienst-Einrichtung herausfiltert, wodurch eine direkte Verifikation des modulierten Audio-Signals und/oder des generierten Audio-Signals durch im Mobilfunknetz übertragenen Signale der Notruf-Einheit, beispielsweise eines Fahrzeugs, unmöglich wird.
-
Das ursprüngliche Audio-Signal kann beispielsweise mit zeitlichen Sequenzen unterschiedlicher Frequenz moduliert werden, indem der erste Daten-Code eine Abfolge und eine Dauer der unterschiedlichen Frequenzen definiert die mittels der Modulationseinrichtung, beispielsweise mittels Amplitudenmodulation, dass ursprüngliche Audio-Signal modulieren. Die unterschiedlichen Modulationsfrequenzen können tiefe Frequenzen, insbesondere zwischen 10 Hz und 100 Hz sein, und/oder hohe Frequenzen insbesondere zwischen 10 kHz und 100 kHz sein.
-
Die Notruf-Einheit kann, beispielsweise mittels des Vergleichs-Moduls, und/oder durch ein Zusammenwirken mit der Notfalldienst-Einheit eingerichtet sein, ein Vergleichsergebnis zu generieren, welches angibt, dass der akustische Pfad funktionsfähig aufgebaut ist, wenn der erste Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code übereinstimmt.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notruf-Einheit mittels der Modulationseinrichtung, der Demodulationseinrichtung und dem drahtlosen Kommunikations-Modul eingerichtet ist, das ursprüngliche Audio-Signal und den ersten Daten-Code von der Notrufdienst-Einrichtung zu empfangen und das ursprüngliche Audio-Signal basierend auf dem ersten Daten-Code, mittels der Modulationseinrichtung, zu modulieren und das resultierende modulierte Audio-Signal der ersten Ausgangs-Schnittstelle bereitzustellen, um insbesondere mittels zumindest einem Schallwandler das ausgesendete Schall-Signal zu generieren.
-
Dabei kann die Notruf-Einheit mittels der Demodulationseinrichtung eingerichtet sein, das, von dem ausgesendeten Schall-Signal induzierte und mittels zumindest eines Mikrofons generierte Audio-Signal, welches an der dritten Eingangs-Schnittstelle bereitgestellt wird, zu demodulieren, um den zweiten Daten-Code zu bestimmen, und mittels des Kommunikations-Moduls der Notrufdienst-Einrichtung bereitzustellen, um mittels eines Vergleichs der Daten-Codes durch die Notrufdienst-Einrichtung eine elektroakustische Kommunikations-Schleife zu und von der Notruf-Einheit zu prüfen, wobei insbesondere die elektroakustische Kommunikationsschleife einen akustischen Pfad zwischen zumindest einem der Schallwandler und zumindest einem der Mikrofone der Notruf-Einheit einschließt.
-
Insbesondere kann das Notfall-Audio-Signal das ursprüngliche Audio-Signal und/oder den ersten Daten-Code umfassen.
-
Dadurch kann eine elektroakustische Kommunikations-Schleife von und zu der Notrufdienst-Einrichtung, insbesondere inklusive des akustischen Pfades zwischen dem Schallwandler und dem Mikrofon, von der Notrufdienst-Einrichtung überprüft werden. Insbesondere weil die Notfalldienst-Einrichtung einen Code, den ersten Daten-Code generiert und/oder bereitstellt und diesen ersten Daten-Code an die Notruf-Einheit drahtlos transferiert. Der aus dem ersten Daten-Code resultierende zweite Daten-Code, der von der Notruf-Einheit bereitgestellt und an die Notfalldienst-Einrichtung drahtlos transferiert wird, kann dann von der Notrufdienst-Einrichtung mit dem ersten Daten-Code verglichen werden, um die elektroakustische Kommunikations-Schleife zu überprüfen. Dabei kann von einer Identität des ersten Daten-Codes mit dem zweiten Daten-Code auf eine funktionell aufgebaute Kommunikationsschleife geschlossen werden.
-
Das ursprüngliche Audio-Signal und/oder der erste Daten-Code und/oder der zweite Daten-Code können über einen Datenkanal der drahtlosen Kopplung der Notruf-Einheit mit der Notfalldienst-Einrichtung transferiert werden. Beispielsweise kann der Datenkanal einen Datenkanal eines Mobilfunknetzes umfassen.
-
Vorteilhafterweise kann mit einem Nachweis einer funktionell aufgebauten Kommunikationsschleife eine erfolgte Kommunikation verifiziert werden.
-
Dabei kann ein Radiosignal, dass zwischen der Notruf-Einheit und der Notfalldienst-Einrichtung ausgetauscht wird, das ursprüngliche Audio-Signal und den ersten Daten-Code technisch und/oder zeitlich separiert voneinander übertragen. Dadurch, dass das Radiosignal den ersten Daten-Code separat von dem ursprünglichen Audio-Signal überträgt, kann, im Gegensatz zu einem modulierten Audio-Signal gewährleistet werden, dass der erste Daten-Code übertragen wird, da eine typischerweise für Mobilfunkstrecken verwendete Audiodatenkompression ein solches modulierte Signal stark verfälschen könnte. Dies gilt insbesondere, wenn die Modulation Signalanteile aufweist, die für das menschliche Gehör irrelevant sein können.
-
Vorteilhafterweise kann durch das separate Übertragen verhindert werden, dass eine Echo-Kompensations- und Rauschreduktions-Einheit, wie beispielsweise eine EC/NR-Einheit (echo compensation- / noise reduction-unit) der Notruf-Einheit und/oder der Notrufdienst-Einrichtung, das direkt transferierte ursprüngliche Audio-Signal der Notrufdienst-Einrichtung herausfiltert, wodurch eine direkte Verifikation des modulierten Audio-Signals und/oder des generierten Audio-Signals durch im Mobilfunknetz übertragenen Signale der Notruf-Einheit, beispielsweise eines Fahrzeugs, unmöglich wird.
-
Vorteilhafterweise kann die Notruf-Einheit ein Signal-Aufbereitungs-Modul aufweisen, welches mit der dritten Eingangs-Schnittstelle und dem Kommunikations-Modul gekoppelt ist, um ein Audio-Signal von der dritten Eingangs-Schnittstelle an die Notfalldienst-Einrichtung zu übertragen; wobei das Signal-Aufbereitungs-Modul eingerichtet ist, das modulierte Audio-Signal aus den, von der Eingangs-Schnittstelle bereitgestellten, Audio-Signalen zu entfernen, bevor die, von der Eingangs-Schnittstelle, bereitgestellten Audio-Signale an die Notfalldienst-Einrichtung übertragen werden, insbesondere um störende Echos und/oder Rückkopplungen zu verringern.
-
Insbesondere kann das Signal-Aufbereitungs-Modul eine Rauschreduktionseinheit aufweisen.
-
Es wird eine Notfalldienst-Einrichtung für ein eCall-System vorgeschlagen, dass ein Generator, eine Kommunikations-Schnittstelle ein drahtloses Notfalldienst-Kommunikations-Modul und eine Verifikations-Einheit umfasst. Dabei ist der Generator eingerichtet, einen ersten Daten-Code bereitzustellen. Die Kommunikations-Schnittstelle ist zum Bereitstellen eines ursprünglichen Audio-Signals eingerichtet. Das drahtlose Notfalldienst-Kommunikations-Modul ist mit dem Generator und der Kommunikations-Schnittstelle signalmäßig gekoppelt ist. Das Notfalldienst-Kommunikations-Modul ist eingerichtet, einer der oben beschriebenen Notruf-Einheiten, das ursprüngliche Audio-Signal und/oder den ersten Daten-Code zu übermitteln. Weiterhin ist das Notfalldienst-Kommunikations-Modul eingerichtet, Audio-Signale und/oder einen zweiten Daten-Code von der Notruf-Einheit zu empfangen.
-
Die Verifikations-Einheit kann eingerichtet sein, den ersten Daten-Code mit dem zweiten Daten-Code zu vergleichen, um mittels eines Ergebnisses des Vergleichs eine elektroakustische Kommunikations-Schleife zu und von der Notruf-Einheit zu prüfen, wobei insbesondere die elektroakustische Kommunikationsschleife einen akustischen Pfad zwischen einem der Mehrzahl der Schallwandler und einem der Mehrzahl der Mikrofone der Notruf-Einheit einschließt.
-
Insbesondere ermöglicht die Überprüfung der elektroakustischen Kommunikationsschleife mittels der Notruf-Einheit eine bessere Entscheidungsgrundlage von Operatoren des Notrufdienstes, besonders in den Fällen in denen eine Verständigung mit den Fahrzeuginsassen nicht zustande kommt.
-
Vorteilhafterweise kann mittels der Notruf-Einheit und der entsprechenden Modulation des ursprünglichen Audio-Signals überprüft werden, ob spezifische Audio-Signale, welche beispielsweise für eine Kommunikation an einem Ort, wie insbesondere einem Innenraum in einem Fahrzeug, vorgesehen ist, tatsächlich akustisch an diesem Ort ausgegeben wurde. Somit ermöglicht die Notruf-Einheit eine technisch abgesicherte Rückmeldung, beispielsweise für die Notfalldienst-Einrichtung, die mit der Notruf-Einheit kommunikativ gekoppelt ist, ob der akustische Pfad oder, wie weiter unten beschrieben wird, eine Gesamtübertragungsstrecke, bzw. eine elektroakustische Kommunikation-Schleife, funktionsfähig ist oder nicht. Somit wird es nicht mehr notwendig, dass ein Operator der Notfalldienst-Einrichtung die Funktionsfähigkeit beispielsweise mittels charakteristischer Hintergrundgeräusche beurteilt, wenn sich ein Fahrzeuginsasse nicht meldet. Somit kann mittels der Notruf-Einheit eine Sicherheit einer funktionierenden Kommunikationsstrecke zwischen zwei Orten auch dann erreicht werden, wenn ein angerufener Gesprächsteilnehmer sich nicht meldet.
-
Dies kann insbesondere bei Unfällen besonders relevant sein, wenn eine technische Verfügbarkeit der Kommunikationsmittel beeinträchtigt sein können oder defekt sind.
-
Mit anderen Worten, erlaubt die Verwendung der Notruf-Einheit eine technische Kontrolle einer Gesamtübertragungsstrecke durch einen Notfalldienst einschließlich des akustischen Pfades, beispielsweise innerhalb eines Fahrzeugs.
-
Dies kann dem Notfalldienst bei Vorliegen einer funktionsfähigen Übertragungsstrecke die Sicherheit geben, dass akustische Anweisungen und Informationen auch tatsächlich übertragen wurden, auch wenn, z.B. in kritischen Unfallsituationen, keine Verständigungen mit einem Insassen zustande kommt oder wenn diese, z.B. im Falle einer Nutzung durch die Polizei, absichtlich nicht auf die Aufforderungen des Notfalldienstes reagieren.
-
Es wird ein Notruf-System vorgeschlagen, welches eine der oben beschriebenen Notrufdienst-Einrichtungen und eine der oben beschriebenen Notruf-Einheiten umfasst. Dabei ist das Notruf-System eingerichtet, eine elektroakustische Kommunikations-Schleife zwischen der Notrufdienst-Einrichtung und der Notruf-Einheit zu prüfen, und wobei insbesondere die elektroakustische Kommunikations-Schleife einen akustischen Pfad zwischen einem Schallwandler und einem Mikrofon der Notruf-Einheit einschließt.
-
Gemäß einem Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Notfalldienst-Einrichtung eingerichtet ist, mit einer eCall-Telematik-Kontroll-Einheit (TCU) zusammenzuwirken, die mit einer Audioausgabe des Infotainment-Systems und/oder mit einer Audioausgabe des Information-Systems oder mit einen kombinierten System für Infotainment und Fahrerinformation gekoppelt wird, um die entsprechenden Signale auszugeben.
-
Es wird ein Notruf-System vorgeschlagen, welches eine Notfalldienst-Einrichtung, wie sie oben beschrieben ist und eine Notruf-Einheit, wie sie oben beschrieben ist, umfasst. Dabei ist das Notruf-System eingerichtet, eine elektroakustische Kommunikations-Schleife zwischen der Notrufdienst-Einrichtung und der Notruf-Einheit zu prüfen, wobei insbesondere die elektroakustische Kommunikations-Schleife einen akustischen Pfad zwischen einem Schallwandler und einem Mikrofon der Notruf-Einheit einschließt.
-
Es wird ein Fahrzeug vorgeschlagen, welches eine Notruf-Einheit, wie sie oben beschrieben ist umfasst, insbesondere um im Falle eines Notfalls mit einer Notfalldienst-Einrichtung zu kommunizieren.
-
Die beschriebene Notruf-Einheit man auch für weitere Anwendungen verwendet werden, bei denen sicherheitskritische akustische Dialoge mit einer sicherheitsrelevanten Kommunikationsinfrastruktur geführt werden. Das können insbesondere Gefahren/Unfällen in anderen Verkehrsmitteln oder Aufzügen oder weitere Anwendungen sein.
-
Zur weiteren Verdeutlichung wird die Erfindung anhand von in den Figuren abgebildeten Ausführungsformen beschrieben. Diese Ausführungsformen sind nur als Beispiel, nicht aber als Einschränkung zu verstehen.
-
Kurze Beschreibung der Figuren
-
Dabei zeigt:
- 1 ein Blockdiagramm einer Notruf-Einheit und einer gekoppelten Notfalldienst-Einrichtung.
-
Detaillierte Beschreibung von Ausführungsformen
-
In den Figuren kennzeichnen gleiche Bezugszeichen entweder gleiche Elemente oder Elemente mit gleichwertigen Funktionen. Elemente, die schon beschrieben wurden, werden nicht notwendigerweise in den nachfolgenden Figuren noch einmal beschrieben.
-
Die 1 zeigt schematisch ein Blockdiagramm einer Notruf-Einheit 100, die eingerichtet ist, mit einer Notfalldienst-Einrichtung 200, beispielsweise mittels eines Mobilfunknetzes 400, drahtlos gekoppelt zu werden, um insbesondere Netzsignale R miteinander auszutauschen, insbesondere, wenn eine Notfallerkennungs-Einheit 160 einen Notfall und/oder einen Unfall erkennt.
-
Die Notruf-Einheit 100 kann beispielsweise für ein eCall-System eingesetzt werden und umfasst eine erste Ausgangs-Schnittstelle 150 zur Ausgabe von Audio-Signalen, eine erste Eingangs-Schnittstelle 110, die eingerichtet ist, ein Notfall-Audio-Signal bereitzustellen und eine zweite Eingangs-Schnittstelle 194, die eingerichtet ist, ein Info-Audio-Signal bereitzustellen, auf. Die Notruf-Einheit 100 ist, insbesondere mit dem Schalter 180, eingerichtet, wahlweise die erste Eingangs-Schnittstelle 110 oder die zweite Eingangs-Schnittstelle 194 mit der ersten Ausgangs-Schnittstelle 150 zu koppeln. Dabei kann die erste Eingangs-Schnittstelle 110 ein drahtloses Kommunikations-Modul aufweisen, um signalmäßig mit der Notfalldienst-Einrichtung 200 gekoppelt zu werden.
-
Eine dritte Eingangs-Schnittstelle 170 für Audio-Signale der Notruf-Einheit 100, ist eingerichtet, mit einer Mehrzahl von Mikrofonen 102, 112 gekoppelt zu werden. Die Ausgangs-Schnittstelle 150 zur Ausgabe von Audio-Signalen ist mittels eines mehrkanaligen Audio-Verstärkers eingerichtet, mit einer Vielzahl von Schall generierenden Wandlern 101, 111, wie beispielsweise Lautsprechern, gekoppelt zu werden. Weiterhin kann die dritte Eingangs-Schnittstelle 170 eingerichtet sein, ein Audio-Signal zumindest eines der Mehrzahl der Mikrofone 102, 112, insbesondere mittels einer Kopplung mit dem Signal-Aufbereitungs-Modul 140, welches mit dem Kommunikationsmodul 110 gekoppelt ist, mit dem Kommunikations-Modul 110 zu koppeln. Alternativ oder zusätzlich, kann die dritte Eingangs-Schnittstelle 170 eingerichtet sein, Audio-Signale zumindest eines der Mehrzahl der Mikrofone 102, 112, insbesondere mittels der zweiten Ausgangs-Schnittstelle 192, die mit dem Infotainment-System 300 gekoppelt sein kann, mit dem Infotainment-System 300 zu koppeln. Dabei kann die dritte Eingangs-Schnittstelle 170 mit dem Signal-Aufbereitungs-Modul 140 gekoppelt sein, welches mit der zweiten Ausgangs-Schnittstelle 192 gekoppelt sein kann, um Audio-Signale der dritten Eingangs-Schnittstelle 170 dem Infotainment-System bereitzustellen.
-
Darüber hinaus umfasst die Notruf-Einheit 100 eine Modulationseinrichtung 120, die eingerichtet ist, ein ursprüngliches Audio-Signal Xr, mittels eines ersten Daten-Codes Ds, zu modulieren und ein resultierendes moduliertes Audio-Signal Xa der Ausgangs-Schnittstelle 150 bereitzustellen, um mittels zumindest eines Schall generierenden Wandlers 101, 111 ein ausgesendetes Schall-Signal für einen akustische Pfad A, zwischen dem zumindest einen Schallwandler 101, 111 und zumindest einem der Mikrofone 102, 112 zu generieren.
-
Weiterhin umfasst die Notruf-Einheit 100 eine Demodulationseinrichtung 130, die eingerichtet ist, ein, von dem ausgesendeten Schall-Signal induziertes und mittels des Mikrofons 102, 112 auf dem akustischen Pfad A generiertes Mikrofon-Signal, welches an der Eingangs-Schnittstelle 170 als generiertes Audio-Signal Ym bereitgestellt werden kann, zu demodulieren, um einen zweiten Daten-Code Dt, basierend auf der Modulation des generierten Audio-Signals Ym, zu bestimmen. D. h., dass das generierte Audio-Signal Ym mit dem zweiten Daten-Code Dt moduliert sein kann.
-
Beispielsweise kann die Demodulationseinrichtung 130 eingerichtet sein, den zweiten Daten-Code Dt, basierend auf dem generierten Audio-Signal Ym und dem ursprünglichen Audio-Signal Xr, zu bestimmen.
-
Dazu kann die Demodulationseinrichtung 130 mit der dritten Eingangs-Schnittstelle 170 gekoppelt sein, um auf das bereitgestellte generierte Mikrofon-Signal Ym zuzugreifen. Zusätzlich kann die Demodulationseinrichtung 130 mit dem Kommunikations-Modul 110 mittels eines Schalters 180 gekoppelt sein, um auf das bereitgestellte ursprüngliche Audio-Signal Xr der Notfalldienst-Einrichtung 200 zuzugreifen. Der Schalter 180 kann dafür mittels eines Trigger-Signals T, welches von der Notfallerkennungs-Einheit 160, die eingerichtet ist, einen Notfall und/oder Unfall zu erkennen, insbesondere bei einem erkannten Notfall und/oder Unfall, bereitgestellt wird, ein Signal Xrn, welches von der ersten Eingangs-Schnittstelle 110 bereitgestellt wird, als Signal Xr durchschalten.
-
Die Notruf-Einheit 100 kann, insbesondere mittels eines Vergleichs-Moduls 135, und/oder die Notfalldienst-Einrichtung 200 kann, insbesondere mittels einer Verifikations-Einheit, eingerichtet sein, basierend auf einem Vergleich des ersten Daten-Codes Ds mit dem zweiten Daten-Code Dt, den akustischen Pfad A, insbesondere einen funktionsfähig aufgebauten akustischen Pfad A, zwischen dem zumindest einen Schallwandler 101, 111 und dem zumindest einen Mikrofon 102, 112 zu überprüfen.
-
Das ursprüngliche Signal Xr und der ersten Daten-Code Ds können alternativ oder zusätzlich in einem Speicherbereich der Notruf-Einheit 100 gespeichert sein. Durch die Bereitstellung des ursprüngliche Signal Xr und/oder den ersten Daten-Code Ds kann die Notruf-Einheit 100 eingerichtet sein, einen akustischen Pfad A zwischen einem Schallwandler 101 und einem Mikrofon 102 der Notruf-Einheit 100, insbesondere periodisch, zu überprüfen.
-
Das Vergleichs-Modul 135 der Notruf-Einheit 100 kann mit der Demodulationseinrichtung 130, zur Bereitstellung des zweiten Daten-Codes Dt, gekoppelt sein. Alternativ oder zusätzlich, kann das Vergleichs-Modul 135 mit dem Kommunikations-Modul 110, zur Bereitstellung des ersten Daten-Codes Ds, gekoppelt sein. Alternativ oder zusätzlich, kann der erste Daten-Code Dt dem Vergleichs-Modul 135 von der Notruf-Einheit 100 selbst bereitgestellt werden, insbesondere als gespeicherter erster Daten-Code Ds und/oder generierter erster Daten-Code Ds.
-
Das Vergleichs-Modul 135 kann mit einer dritten Ausgangs-Schnittstelle 196 gekoppelt sein, um ein Ergebnis F eines Vergleichs des ersten Daten-Codes Dt mit dem zweiten Daten-Code Ds dem Infotainment-System 300 und/oder dem Informations-System 310 bereitzustellen.
-
Alternativ oder zusätzlich, kann die Notruf-Einheit 100, insbesondere mittels des Vergleichs-Moduls 135, eingerichtet sein, den zweiten Daten-Code Dt und/oder ein Ergebnis F des Vergleichs des ersten Daten-Codes Dt mit dem zweiten Daten-Code Ds an die Notfalldienst-Einrichtung 200 zu transferieren.
-
Mittels des drahtlosen Kommunikations-Moduls 110, welches mit der Notfallerkennungs-Einheit 160 signalmäßig gekoppelt ist, kann die Notruf-Einheit 100 eingerichtet sein, mit der Notfalldienst-Einrichtung 200 zu kommunizieren.
-
Das Kommunikations-Modul 110 kann mit der Modulationseinrichtung 120 über den entsprechend getriggerten Schalter 180 gekoppelt sein, und eingerichtet sein, den ersten Daten-Code Ds und/oder ein ursprüngliches Audio-Signal Xr der Modulationseinrichtung 120 und das ursprüngliche Audio-Signal Xr der Demodulationseinrichtung 130, bereitzustellen. Dadurch, dass der erste Daten-Code Ds nicht der Demodulationseinrichtung 130 bereitgestellt wird, kann die Demodulationseinrichtung 130 den zweiten Daten-Code Dt nur über die akustische Übertragungsstrecke A bestimmen. Dadurch kann eine sichere Funktionalität der Notruf-Einheit erreicht werden. Dabei kann das Kommunikations-Modul 110 eingerichtet sein, den ersten Daten-Code Ds und/oder das ursprüngliche Audio-Signal Xr von der Notfalldienst-Einrichtung 200 zu empfangen. Der Schalter 180 kann mit der Notfallerkennungs-Einheit 160 gekoppelt sein, und bei Erkennen eines Notfalls und/oder eines Unfalls den Schalter 180 triggern eine Kopplung des Kommunikations-Moduls 110 mit der Modulationseinrichtung 120 und der Demodulationseinrichtung 130 zu koppeln.
-
Die Notruf-Einheit 100 kann eingerichtet sein, bei einem, mittels der Notfallerkennungs-Einheit 160 erkannten Notfalls und/oder Unfalls eine signalmäßige Kopplung der Notruf-Einheit 100, insbesondere mittels des drahtlosen Kommunikations-Moduls 110 mit der Notfalldienst-Einrichtung 200 aufzubauen, damit insbesondere die Notfalldienst-Einrichtung 200 das ursprüngliche Audio-Signal Xr und den ersten Daten-Code Ds dem Kommunikations-Modul 110 bereitstellen kann. Die Notruf-Einheit 100 kann eingerichtet sein, Notfall-Informationen C, die von der Notruf-Einheit 100 bestimmt wurden und/oder gespeichert wurden, dem Kommunikationsmodul 110 bereitzustellen, um sie an die Notfalldienst-Einrichtung 200 zu transferieren.
-
Mittels einer signalmäßigen Kopplung der Demodulationseinrichtung 130 mit der Notfallerkennungs-Einheit 160 und einer signalmäßigen Kopplung der Notfallerkennungs-Einheit 160 mit dem Kommunikations-Modul 110 kann die Notruf-Einheit 100 eingerichtet sein, mittels der drahtlosen Kopplung mit der Notfalldienst-Einrichtung 200, der Notfalldienst-Einrichtung 200 den zweiten Daten-Code Dt, insbesondere zusammen mit Notfall-Informationen der Notfallerkennungs-Einheit 160, bereitzustellen, sodass die Notfalldienst-Einrichtung 200, mittels eines Vergleichs des ersten Daten-Codes Ds mit dem zweiten Daten-Code Dt eine elektroakustische Kommunikations-Schleife von und zu der Notfalldienst-Einrichtung 200, insbesondere inklusive des akustischen Pfades A zwischen dem Schallwandler 101 und dem Mikrofon 102, überprüfen kann.
-
Die dritte Eingangs-Schnittstelle 170 kann eingerichtet sein, mit einer Mehrzahl von Mikrofonen signalmäßig gekoppelt zu werden, und insbesondere die jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone überlagert als ein Gesamt-Signal, insbesondere bei einem erkannten Notfall, bereitzustellen. Zusätzlich oder alternativ, kann die Drittel Eingangs-Schnittstelle 170 mit einem Beamforming-Modul ausgestattet und eingerichtet sein, mit der Mehrzahl der Mikrofone eine Positionsbestimmung von Quellen von Akustik-Signalen zu bestimmen, um die Übertragung von Audio-Signalen der Eingangs Schnittstelle zu der Notfalldienst-Einrichtung 200 zu verbessern und/oder die jeweiligen Signale der Mehrzahl der Mikrofone überlagert als ein Gesamt-Signal bereitzustellen. Zusätzlich oder alternativ kann die dritte Eingangs-Schnittstelle 170 mit einem Filter-Modul ausgestattet und eingerichtet sein, eine Frequenzfilterung von Audio-Signalen zumindest eines Mikrofons durchzuführen, um die Übertragung von Audio-Signale der Eingangs Schnittstelle zu der Notfalldienst-Einrichtung 200 zu verbessern.
-
Die Notruf-Einheit 100 kann ein Signal-Aufbereitungs-Modul 140 aufweisen, welches mit der dritten Eingangs-Schnittstelle 170 und dem Kommunikations-Modul 110 gekoppelt ist, insbesondere um ein Audio-Signal von der dritten Eingangs-Schnittstelle 170 an die Notfalldienst-Einrichtung 200 zu übertragen. Dabei kann das Signal-Aufbereitungs-Modul 140 eingerichtet sein, das modulierte Audio-Signal Xa aus den, von der Eingangs-Schnittstelle 170 bereitgestellten, generierte Audio-Signalen Ym zu entfernen, bevor die, von der dritten Eingangs-Schnittstelle 170, bereitgestellten Audio-Signale als Signale Yr an die Notfalldienst-Einrichtung 200 übertragen werden, insbesondere um störende Echos und/oder Rückkopplungen zu verringern. Alternativ kann auch das ursprüngliche Audio-Signal Xr als Referenzsignal dienen, um es aus dem Signal Ym zu eliminieren, allerdings mit dem Nachteil, dass die durch die Modulationseinrichtung aufgebrachten Modulationsschwankungen nicht ausgeglichen werden können und eventuell in der Notfalldiensteinrichtung zu Störungen insbesondere in einer vorhandenen Freisprecheinrichtung führen kann.
-
Die Notruf-Einheit 100 kann eingerichtet sein, das ursprüngliche Audio-Signal Xr und/oder den ersten Daten-Code Ds bereitzustellen, um mittels dem Vergleichs-Modul 135den ersten Daten-Code Ds mit dem zweiten Daten-Code Dt zu vergleichen, um den akustischen Pfad A zwischen zumindest einem der Mehrzahl der Schallwandler 101, 111 und zumindest einem der Mehrzahl der Mikrofone 102, 112, insbesondere periodisch und/oder extern getriggert, zu überprüfen. Dazu kann die Notruf-Einheit 100 einen Speicher aufweisen, der den ersten Daten-Code Ds und/oder das ursprüngliche Audio-Signal bereitstellt. Alternativ oder zusätzlich, kann die Notruf-Einheit 100 einen Generator aufweisen, um den ersten Daten-Code Ds und/oder das ursprüngliche Audio-Signal zu generieren.
-
Basierend auf dem ersten Daten-Code Ds und dem ursprünglichen Audio-Signal Xr kann die Notruf-Einheit 100 eingerichtet sein ein moduliertes Audio-Signal Xa, insbesondere mittels der Modulationseinrichtung 120, zu generieren. Das modulierte Audio-Signal Xa kann mittels der ersten Ausgangs-Schnittstelle 150 in ein Schallsignal auf dem akustischen Pfad A zwischen zumindest einem der Vielzahl der Schallwandler 101, 111 und zumindest einem der Vielzahl der Mikrofone 102, 112 mittels dem zumindest einen Schallwandler der Vielzahl der Schallwandler 101, 111 gewandelt werden. Das, von dem ausgesendeten Schall-Signal induzierte und mittels zumindest eines Mikrofons 102, 112 generierte Audio-Signal Ym kann mittels der Demodulationseinrichtung 130, wie oben beschrieben ist, mit dem ursprünglichen Audio-Signal Xr verglichen werden, um einen elektroakustischen Pfad zwischen dem zumindest einen Schallwandler der Vielzahl der Schallwandler 101, 111 und dem zumindest einen der Vielzahl der Mikrofone 102, 112 mittels des modulierten Audio-Signals Xa zu überprüfen, wobei das Infotainment-System 300 und/oder ein Informationssystem 310 des Infotainment-Systems Teil des elektroakustischen Pfades sein können. Dazu kann das ursprüngliche Audio-Signal Xa auf einem Signal Xri vom Infotainment-System 300 basieren, um den akustischen Audiopfad inklusive des Infotainment-Systems 300 zu überprüfen. Alternativ oder zusätzlich, kann das ursprüngliche Audiosignal Xr auf einem Signal Xrs von einem Informations-System 310 des Infotainment-System 300 basieren, um eine korrekte Ausgabe eines sicherheitsrelevanten Signals des Informations-Systems 310 zu überprüfen.
-
Insbesondere kann die Notruf-Einheit 100 mittels des Vergleichs-Moduls 135 eingerichtet sein, ein Fehlersignal F für das Infotainment-System 300 und/oder das Information-System 310 bereitzustellen, wenn das ursprüngliche Audiosignal Xr auf dem Signal Xrf des Information-Systems 310 basiert und der erste Datencode Ds nicht mit dem zweiten Datencode Dt übereinstimmt.
-
Bezugszeichenliste
-
- 100
- Notruf-Einheit
- 101
- Schall generierender Wandler
- 111
- Schall generierender Wandler
- 102
- Mikrofon für die Notruf-Einheit
- 112
- Mikrofon für die Notruf-Einheit
- 110
- Kommunikations-Modul, erste Eingangs-Schnittstelle
- 120
- Modulationseinrichtung
- 130
- Demodulationseinrichtung
- 135
- Vergleichs-Modul
- 140
- Signal-Aufbereitungs-Modul
- 150
- erste Ausgangs-Schnittstelle
- 160
- Notfallerkennungs-Einheit
- 170
- dritte Eingangs-Schnittstelle
- 180
- Schalter
- 192
- zweite Ausgangs-Schnittstelle
- 194
- zweite Eingangs-Schnittstelle
- 196
- dritte Ausgangs-Schnittstelle
- 200
- Notrufdienst-Einrichtung
- 300
- Infotainment-System
- 310
- (Fahrer-) Informations-System
- 400
- drahtloses Kommunikationssystem
- A
- akustischer Pfad
- C
- Notfall-Information
- Ds
- erster Daten-Code
- Dt
- zweiter Daten-Code
- F
- Fehlersignal
- R
- Netzsignal
- Xa
- moduliertes Ausgangssignal
- Xr
- ursprüngliches Audio-Signal, Notfall-Audio-Signal
- Xri, Xrf
- Info-Audio-Signal
- Ym
- generiertes Audio-Signal