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Stand der Technik
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In der
WO 2019/113384 ist eine Computervorrichtung zur Berechnung einer Route beschrieben, wobei die Berechnung der Route basierend auf gespeicherten Fahrerprofilen erfolgt.
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Offenbarung der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung einer Ankunftszeit, umfassend die folgenden Schritte:
- - Bereitstellung einer Routeninformation;
- - Bereitstellung einer Unterstützungsmodusinformation;
- - Ermittlung der Ankunftszeit basierend auf der Routeninformation und der Unterstützungsinformation;
- - Anzeige der Ankunftszeit auf einer Anzeigevorrichtung.
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Vorteilhaft kann dadurch der Benutzer in der Wahl seiner Route und des Unterstützungsmodus unterstützt werden.
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Das Verfahren ist vorzugsweise als ein computerimplementiertes Verfahren ausgebildet, wobei bevorzugt sämtliche Verfahrensschritte von einer einzelnen oder mehreren Recheneinheiten durchgeführt werden.
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Unter einer Routeninformation soll im Zusammenhang dieser Anmeldung insbesondere eine Fahrradrouteninformation verstanden werden, die speziell für Fahrräder vorgesehen ist. Die Fahrräder sind vorzugsweise als Elektrofahrräder ausgebildet. Unter einem Elektrofahrrad soll im Zusammenhang dieser Anmeldung insbesondere ein Fahrrad verstanden, das eine Antriebseinheit zur Unterstützung des Fahrers aufweist. Das Elektrofahrrad ist vorzugsweise als ein eBike, ein Pedelec, ein S-Pedelec, ein Lastenfahrrad, ein Klappfahrrad oder dergleichen ausgebildet. Die Antriebseinheit weist einen Motor auf, der beispielsweise als ein Mittelmotor oder als ein Nabenmotor ausgebildet sein kann. Der Motor ist vorzugsweise als ein Elektromotor ausgebildet. Die Antriebseinheit ist mit der Energieversorgungseinheit zur Versorgung der Antriebseinheit mit Energie verbunden. Die Energieversorgungseinheit ist vorzugsweise als ein Akkupack ausgebildet und weist ein Akkugehäuse auf, das bevorzugt lösbar mit einem Rahmen des Fahrrads verbunden ist. Die Steuereinheit des Elektrofahrrads ist einer Elektronik zugeordnet. Die Elektronik umfasst vorzugsweise eine Sensoreinheit, wobei die Sensoreinheit beispielsweise Bewegungssensoren, Drehmomentsensoren, Geschwindigkeitssensoren, GPS-Sensoren, Magnetsensoren oder dergleichen aufweisen kann. Zudem umfasst die Elektronik insbesondere zumindest eine Kommunikationsschnittstelle zur drahtlosen Verbindung des Elektrofahrrads mit einem mobilen Endgerät und/oder einem Server. Die Kommunikationsschnittstelle kann beispielsweise als eine kurzreichweitige Kommunikationsschnittstelle, insbesondere als eine Bluetooth-Schnittstelle oder als eine WiFi-Schnittstelle, zur Verbindung mit dem mobilen Endgerät ausgebildet sein. Das mobile Endgerät kann beispielsweise als eine Smartwach, ein Smartphone oder dergleichen ausgebildet sein. Die Kommunikationsschnittstelle kann alternativ oder zusätzlich als eine langreichweitige Kommunikationsschnittstelle, beispielsweise als eine 2G, 3G, 4G oder 5G zur Verbindung des Elektrofahrrads mit dem Server über Funk ausgebildet sein.
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Die Routeninformation umfasst vorzugsweise eine Vielzahl an miteinander verknüpften Streckenabschnitten, welche basierend auf der durch den Nutzer beziehungsweise Fahrradfahrer bereitgestellten Startinformationen und Zielinformationen ermittelt werden. Die Ermittlung der Routeninformation erfolgt dabei vorzugsweise durch das Fahrrad oder Elektrofahrrad oder ein mit dem Fahrrad verbundenes mobiles Endgerät. Alternativ oder zusätzlich kann die Ermittlung auch durch eine Cloud oder einen Server erfolgen. Basierend auf der Routeninformation wird dabei durch das Fahrrad beziehungsweise Elektrofahrrad, durch das mobile Endgerät oder durch die Cloud oder den Server die Ankunftszeit ermittelt. Die Ankunftszeit wird insbesondere basierend auf einer Streckenabschnittsgeschwindigkeit ermittelt, die den jeweiligen Streckenabschnitten der Routeninformation zugeordnet ist. Zudem ist denkbar, dass zusätzliche weitere Parameter oder Merkmale zur Ermittlung der Ankunftszeit herangezogen werden, beispielsweise eine bekannte Leistung des Fahrers, ein Gewicht des Fahrers, eine Topologie der Routeninformation, eine Untergrundbeschaffenheit der Streckenabschnitte oder dergleichen.
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Unter einer Unterstützungsmodusinformation soll im Zusammenhang dieser Anmeldung insbesondere eine Information über einen ausgewählten oder auswählbaren Unterstützungsmodus des Elektrofahrrads verstanden werden. Die Steuereinheit des Elektrofahrrads ist dazu ausgebildet, die Motorunterstützung des Fahrers basierend auf dem Unterstützungsmodus zu steuern oder zu regeln. Insbesondere weist das Elektrofahrrad zumindest zwei unterschiedliche Unterstützungsmodi auf, wobei sich die Unterstützungsmodi insbesondere im Grad beziehungsweise in der Stärke der Unterstützung voneinander unterscheiden. Das Elektrofahrrad und/oder ein mit dem Elektrofahrrad verbundenes mobiles Endgerät weist vorzugsweise ein Eingabeelement auf, wobei der Benutzer über das Eingabeelement den Unterstützungsmodus auswählen kann. Die Unterstützungsmodusinformation kann beispielsweise den Namen des Unterstützungsmodus oder andere Parameter des Unterstützungsmodus, beispielsweise eine Unterstützungsleistung, umfassen, basierend auf denen die Streckengabschnittsgeschwindigkeit angepasst werden kann.
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Die Anzeigevorrichtung kann beispielsweise als eine Fahrradkomponente, beispielsweise als ein Fahrraddisplay und/oder als ein Boardcomputer ausgebildet sein. Es ist ebenso denkbar, dass die Anzeigevorrichtung einem mobilen Endgerät, beispielsweise einem Smartphone oder einer Smartwatch, zugeordnet ist.
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Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Verfahren zusätzlich eine Bereitstellung einer insbesondere durchschnittlichen Fahrerleistung umfasst, wobei die Ermittlung der Ankunftszeit zusätzlich basierend auf der Fahrerleistung erfolgt. Vorteilhaft kann dadurch die Genauigkeit der Ermittlung der Ankunftszeit weiter optimiert werden.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das zusätzlich eine Bereitstellung von zumindest zwei Unterstützungsmodusinformationen umfasst, wobei die Ermittlung der Ankunftszeit basierend auf den zwei Unterstützungsmodusinformationen erfolgt und zumindest zwei Ankunftszeiten ermittelt und angezeigt werden. Vorteilhaft kann der Benutzer dadurch noch besser in der Auswahl unterstützt werden.
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Zudem wird vorgeschlagen, dass das Verfahren eine Auswahl eines Unterstützungsmodus durch einen Benutzer umfasst, wobei zumindest zwei unterschiedliche Unterstützungsmodi zur Auswahl stehen. Die Auswahl erfolgt vorzugsweise über das Eingabeelement.
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Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass zusätzlich eine unterstützungsmodusspezifische Fahrzeit angezeigt wird. Die Fahrzeit wird dabei zur Ermittlung der Ankunftszeit benötigt und wird somit stets ebenfalls ermittelt. Die Ankunftszeit ergibt sich aus der Summe einer Startzeit der Tour und der Fahrzeit.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Ermittlung der Ankunftszeit basierend auf einem selbstlernenden Algorithmus erfolgt. Das Training des Algorithmus kann dabei zumindest teilweise auf dem Elektrofahrrad erfolgen, es ist aber auch denkbar, dass das Training im Wesentlichen vollständig auf einem Server oder einer Cloud erfolgt. Der Algorithmus kann beispielsweise als ein neuronales Netzwerk ausgebildet sein.
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Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Navigationsvorrichtung für ein Elektrofahrrad, wobei die Navigationsvorrichtung eine Anzeigevorrichtung aufweist, die zur Anzeige einer Ankunftszeit, die über ein Verfahren wie zuvor beschrieben ausgebildet ist. Die Navigationsvorrichtung kann als eine Fahrradkomponente ausgebildet sein, die im Elektrofahrrad integriert oder lösbar mit dem Elektrofahrrad verbindbar ausgebildet ist. Ebenfalls ist denkbar, dass ein mobiles Endgerät mit dem Elektrofahrrad zur drahtlosen Kommunikation verbunden ist und eine Applikationssoftware zur Navigation aufweist.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Navigationsvorrichtung ein Eingabeelement aufweist, über das ein Benutzer den Unterstützungsmodus basierend auf den ermittelten Ankunftszeiten auswählen kann. Vorteilhaft kann dadurch die optimale Route und/oder der optimale Unterstützungsmodus durch den Benutzer ausgewählt werden.
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Zeichnungen
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Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
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Es zeigen:
- 1 eine schematische Ansicht eines Systems mit einem Elektrofahrrad und einer Navigationsvorrichtung für das Elektrofahrrad;
- 2 ein Flussdiagram mit einem Verfahren zur Ermittlung einer Ankunftszeit;
- 3 eine schematische Ansicht der Navigationsvorrichtung, auf der die Ankunftszeit angezeigt ist.
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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In 1 ist eine Seitenansicht eines elektrischen Leichtfahrzeugs 10, insbesondere eines Elektrofahrrads 12, mit einem Energiespeicher 14 in Form eines Akkupack 16, gezeigt. Das Elektrofahrrad 12 ist beispielhaft als ein eMTB ausgebildet.
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Das Elektrofahrrad 12 weist ein Gehäuse in Form eines Rahmens 20 bzw. eines Fahrradrahmens auf. Mit dem Rahmen 20 sind zwei Räder 22 verbunden. Zudem weist das Elektrofahrrad 12 eine Antriebseinheit 26 auf, die einen Elektromotor beziehungsweise einen Hilfsmotor umfasst. Der Elektromotor ist vorzugsweise als ein Permanentmagnet-erregter, bürstenloser Gleichstrommotor ausgebildet. Der Elektromotor ist beispielhaft als ein Mittelmotor ausgebildet, wobei auch ein Nabenmotor oder dergleichen denkbar ist. Das Elektrofahrrad 12, insbesondere die Antriebseinheit 26 des Elektrofahrrads 12, wird über den Akkupack 16 mit Energie versorgt. Der Akkupack 16 ist mittels einer Akkupackverbindungsvorrichtung (nicht dargestellt) mit dem Elektrofahrrad 12, insbesondere mit dem Rahmen 20 des Elektrofahrrads 12, verbunden. Die Verbindung erfolgt dabei beispielhaft mittels einer Einschwenkbewegung.
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Das Elektrofahrrad 12 umfasst eine nicht näher dargestellte Steuereinheit, die zur Steuerung oder Regelung des Elektrofahrrad 12, insbesondere der Antriebseinheit 26, ausgebildet ist. Die Steuerung oder Regelung beschränkt sich vorzugsweise nicht auf den Antrieb des Motors, sondern umfasst auch die Verbindung beziehungsweise die Kommunikation zu dem Akkupack 16 und weiteren Fahrradkomponenten des Elektrofahrrads 12, beispielsweise einer Frontbeleuchtung 40 und einer Anzeigevorrichtung 30. Die Anzeigevorrichtung 30 ist beispielhaft insbesondere werkzeuglos verbindbar mit dem Elektrofahrrad 12 ausgebildet.
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Das Leichtfahrzeug 10, insbesondere das Elektrofahrrad 12, weist zudem eine Sensoreinheit auf. Die Sensoreinheit des Elektrofahrrads 12 umfasst beispielhaft mehrere Sensorelemente, wie einen Drehmomentsensor, einen Kadenzsensor, einen Helligkeitssensor, einen Höhensensor, einen GNSS-Empfänger, einen Magnetsensor und weitere Sensorelemente. Es ist ebenso denkbar, dass die Sensoreinheit eine andere Konfiguration mit einer unterschiedlichen Anzahl von Sensorelementen aufweist, wobei Sensorelemente ergänzt, weggelassen oder mehrfach umfasst sein können. Die Sensorelemente können in einer Komponente des Leichtfahrzeugs 10, beispielsweise in der Antriebseinheit 26, angeordnet sein. Es ist ebenso denkbar, dass die Sensorelemente in unterschiedlichen Komponenten angeordnet sind. Die Sensoreinheit des Elektrofahrrads 12 ist derart mit der Steuereinheit des Elektrofahrrads 12 verbunden, dass die Informationen der Sensoreinheit der Steuereinheit bereitstellbar sind.
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Alternativ oder ergänzend ist ebenfalls denkbar, dass mobiles Endgerät 100, beispielsweise ein Smartphone 101 über eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle, beispielhaft eine Bluetooth-Schnittstelle, mit dem Elektrofahrrad 12 verbunden ist und eine Sensoreinheit des mobilen Endgeräts 100 Informationen der Sensoreinheit des mobilen Endgeräts der Steuereinheit des Elektrofahrrads 12 bereitstellt.
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Die Steuereinheit und die Antriebseinheit 26 mit dem Elektromotor und der Tretkurbelwelle sind in einem mit dem Rahmen 20 verbundenen Antriebsgehäuse 27 angeordnet. Das Elektrofahrrad 12 weist eine Tretkurbel 28 auf. Die Tretkurbel 28 weist eine Tretkurbelwelle (nicht dargestellt) auf. Die Antriebsbewegung des Elektromotors wird vorzugsweise über ein Getriebe (nicht dargestellt) auf die Tretkurbelwelle übertragen, wobei die Größe der Unterstützung durch die Antriebseinheit 26 mittels der Steuereinheit gesteuert oder geregelt wird. Die Steuereinheit ist dazu ausgebildet, die Antriebseinheit 26 derart anzusteuern, dass der Fahrer des Elektrofahrrads 12 beim Pedalieren unterstützt wird. Der Steuereinheit werden hierzu Informationen der Sensoreinheit, insbesondere eines Drehmomentsensors und eines Kadenzsensors, bereitgestellt. Vorzugsweise ist die Steuereinheit durch den Fahrer bedienbar ausgebildet, sodass der Fahrer beispielsweise den Unterstützungsgrad einstellen kann. Die Einstellung kann dabei beispielsweise über die Anzeigevorrichtung 30, eine weitere Bedienkomponenten (nicht dargestellt) am Lenker oder im Rahmen und/oder ein nicht dargestelltes externes Gerät, wie beispielsweise ein Smartphone, erfolgen.
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Die Steuereinheit und die Sensoreinheit sind einer Elektronik (nicht dargestellt) zugeordnet, welche beispielhaft eine Leiterplatte aufweist, auf der eine Recheneinheit in Form einer CPU, eine Speichereinheit und die Sensoreinheit angeordnet ist. Die Elektronik kann im Wesentlichen vollständig im Bereich der Antriebseinheit angeordnet sein. Es ist allerdings auch denkbar, dass die Elektronik des Elektrofahrrads 12 vollständig oder teilweise im Bereich einer anderen Fahrradkomponente angeordnet ist. Beispielsweise wäre ebenso denkbar, dass die Anzeigevorrichtung 30 als ein Boardcomputer ausgebildet und zusätzlich die Steuereinheit zur Steuerung des Elektrofahrrads 12 umfasst. In diesem Fall wäre das Elektrofahrrad 12 allerdings nur im mit dem Boardcomputer verbundenen Zustand nutzbar.
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Die Anzeigevorrichtung 30 ist beispielhaft an einem Lenker 32 des Elektrofahrrads 12 lösbar befestigt. Die Anzeigevorrichtung 30 ist zur Anzeige von Informationen ausgebildet ist. Die Anzeigevorrichtung 30 umfasst zudem zumindest ein Bedienelement (nicht dargestellt), über das der Benutzer beziehungsweise der Fahrer die Anzeigevorrichtung 30 und/oder das Elektrofahrrad 12 steuern kann. Das Bedienelement ist beispielhaft als ein berührungsempfindlicher Bildschirm ausgebildet. Die Anzeigevorrichtung 30 ist mit der Steuereinheit des Elektrofahrrads 12 derart verbunden, dass Informationen ausgetauscht werden können. Beispielsweise ist über die Anzeigevorrichtung 30 eine von der Steuereinheit ermittelte Geschwindigkeit, ein eingestellter Unterstützungsgrad des Elektromotors, eine Routeninformation einer Navigationseinheit und ein Ladezustand des Akkupacks 16 anzeigbar.
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Zudem weist das Elektrofahrrad 12 eine Navigationsvorrichtung 200 auf, die zur Navigation des Fahrers ausgebildet ist. Beispielhaft ist das mobile Endgerät 100 als Navigationsvorrichtung 200 ausgebildet, wobei ebenso denkbar wäre, dass die Anzeigevorrichtung 30 des Elektrofahrrads 12 als Navigationsvorrichtung 200 ausgebildet ist.
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In 2 ist ein Verfahren zur Ermittlung einer Ankunftszeit und zur Anzeige der Ankunftszeit in einem Flussdiagramm gezeigt.
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In einem optionalen Verfahrensschritt 300 erfolgt eine Kopplung des mobilen Endgeräts 100 mit dem Elektrofahrrad 12 mittels der drahtlosen kurzreichweitigen Kommunikationsschnittstelle, die beispielsweise als eine Bluetooth-Schnittstelle ausgebildet ist. Die Kopplung erfolgt über einen Pairing Vorgang, wobei im gekoppelten Zustand ein bidirektionaler Austausch von Daten zwischen dem Elektrofahrrad 12 und dem mobilen Endgerät 100 möglich ist.
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Das mobile Endgerät 100 weist eine Softwareapplikation auf, die beispielsweise als eine Fahrrad-App ausgebildet ist. Die Fahrrad-App umfasst eine Navigationsfunktion, sodass das mobile Endgerät 100 mit der Fahrrad-App eine Navigationsvorrichtung 200 ausbildet.
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In einem Verfahrensschritt 302 wird der Navigationsvorrichtung 200 eine Start- und eine Zielinformation bereitgestellt. Die Start- oder Zielinformation kann dabei über ein Eingabeelement 104, beispielhaft in Form eines berührungsempfindlichen Bildschirms, der Navigationsvorrichtung 200, insbesondere des mobilen Endgeräts 100, erfolgen. Das Eingabeelement 104 ist beispielhaft einstückig mit der Anzeigevorrichtung 202 des mobilen Endgeräts 100 ausgebildet.
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Ebenso wäre denkbar, dass die Bereitstellung über ein Eingabeelement der Anzeigevorrichtung 30 des Elektrofahrrads 12 erfolgt oder über ein Backend in Form eines Servers 112 erfolgt, wobei das Frontend eine Webpage oder eine Software ist.
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Zusätzlich wird in einem optionalen Verfahrensschritt 304 eine Fahrerleistungskenngröße bereitgestellt. Die Fahrerleistungskenngröße kann von dem Elektrofahrrad 12 über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle bereitgestellt werden oder bereits im Backend 110 oder im mobilen Endgerät 100 gespeichert sein. Die Fahrerleistung ist vorzugsweise spezifisch für den Fahrer und personalisiert ausgebildet, beispielhaft basierend auf historischen Fahrdaten des Fahrers. Alternativ ist auch denkbar, dass die Fahrerleistung durch das Elektrofahrrad 12 oder durch die Navigationsvorrichtung 200 basierend auf allgemeinen Annahmen abgeschätzt wird.
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Zusätzlich wird in einem Verfahrensschritt 306 eine Unterstützungsmodusinformation bereitgestellt. Diese kann von dem Elektrofahrrad 12 oder dem Backend 110 gesendet werden oder bereits im mobilen Endgerät 100 gespeichert sein. Das Elektrofahrrad 12 umfasst beispielsweise vier unterschiedliche Unterstützungsmodi: ECO, TOUR, eMTB und TURBO. Die Unterstützungsleistung in den jeweiligen Unterstützungsmodi ist dabei abhängig von der Fahrerleistung und unterschiedlich ausgebildet. Beispielhaft erfolgt im ECO-Unterstützungsmodus eine Unterstützung der Antriebseinheit in Höhe von 60 W bei einer Fahrerleistung von 100 W, wobei im Turbo-Unterstützungsmodus eine Unterstützung der Antriebseinheit in Höhe von 340 W bei einer Fahrerleistung von 100 W erfolgt. Die Unterstützungsmodusinformation umfasst beispielhaft dabei einen Geschwindigkeitsanpassungsfaktor. Der Geschwindigkeitsanpassungsfaktor ist dabei derart ausgebildet, dass eine
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In einem weiteren Verfahrensschritt 308 wird eine Routeninformation ermittelt und der Navigationsvorrichtung 200 bereitgestellt. Die Ermittlung der Routeninformation erfolgt basierend auf den bereitgestellten Start- und Zielinformationen. Zur Ermittlung der Routeninformation kann Kartenmaterial benötigt sein, welches gegebenenfalls nicht auf dem mobilen Endgerät 100 gespeichert ist. In diesem Fall erfolgt die Ermittlung der Routeninformation durch das Backend 110. Ist das Kartenmaterial auf dem mobilen Endgerät 100 gespeichert, so kann die Routeninformation durch die Navigationsvorrichtung 200 ermittelt werden. Die Routeninformation umfasst dabei die zu fahrenden Streckenabschnitte, um von dem Start zum Ziel zu navigieren.
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In einem weiteren Verfahrensschritt 310 erfolgt eine Ermittlung der Ankunftszeit basierend auf der Routeninformation und der Unterstützungsinformation sowie optional zusätzlich auf der Fahrerleistungskenngröße. Die Ermittlung kann durch das mobile Endgerät 100, insbesondere durch die Navigationsvorrichtung 200, erfolgen. Es ist aber ebenso denkbar, dass die Ermittlung durch das Backend 110 erfolgt und die Ankunftszeit der Navigationsvorrichtung 200 bereitgestellt wird. Je Unterstützungsmodus wird dabei eine Ankunftszeit ermittelt. Grundsätzlich erfolgt die Ermittlung der Ankunftszeit dabei basierend auf dem Fachmann bekannten Verfahren, beispielsweise modellbasiert, mittels künstlicher Intelligenz, empirisch, per Extrapolation, etc. Beispielhaft werden zur Ermittlung der Ankunftszeiten den jeweiligen Streckenabschnitten Geschwindigkeiten zugeordnet, wobei diese Geschwindigkeiten basierend auf dem Geschwindigkeitsanpassungsfaktor der Unterstützungsmodusinformation angepasst. Zusätzlich kann die Geschwindigkeit basierend auf der Fahrerleistung angepasst werden.
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In einem weiteren Verfahrensschritt 312 wird dem Nutzer über eine Anzeigevorrichtung 202 der Navigationsvorrichtung 200 die Routeninformation zur Navigation sowie zumindest eine unterstützungsmodusspezifische Ankunftszeit 204 angezeigt. In 3 ist eine schematische Ansicht der Navigationsvorrichtung 200, auf der die Ankunftszeit 204 angezeigt ist, gezeigt.
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Beispielhaft werden vier unterschiedliche unterstützungsmodusspezifische Ankunftszeiten 204 angezeigt. Es wäre aber ebenso denkbar, nur die unterstützungsmodusspezifische Ankunftszeiten anzuzeigen, die derzeit von dem Benutzer ausgewählt ist. Da der Fahrer den Unterstützungsmodus während der Fahrt ändern kann, würde in diesem Fall vorzugsweise automatisch auch die unterstützungsspezifische Ankunftszeit 204 geändert.
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Das Verfahren zur Ermittlung der unterstützungsspezifischen Ankunftszeit 204 wird zumindest einmal durchgeführt, beispielsweise zu Beginn der Fahrt. Die ermittelten Ankunftszeiten 204 können dabei auch dem Benutzer auf der Anzeigevorrichtung 202 derart angezeigt werden, dass der Nutzer über eine Betätigung der Anzeigevorrichtung 202 die gewünschten Unterstützungsmodus auswählt.
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Ebenfalls ist denkbar, dass die Routeninformation und/oder die unterstützungsspezifische Ankunftszeit 204 dem Elektrofahrrad 12, insbesondere der Anzeigevorrichtung 30 des Elektrofahrrads 12 bereitgestellt wird. Dies kann beispielsweise mittels der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle erfolgen. Es ist ebenso denkbar, dass über eine Betätigung der Anzeigevorrichtung 30 der Unterstützungsmodus basierend auf der angezeigten unterstützungsmodusspezifischen Ankunftszeit 204 durch den Nutzer ausgewählt wird.
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Das Verfahren zur Ermittlung der unterstützungsspezifischen Ankunftszeit 204 kann auch in regelmäßigen oder variablen, insbesondere ereignisbasierten, Zeitintervallen während der Fahrt wiederholt werden, wobei stets die aktuelle unterstützungsmodusspezifische Ankunftszeit 204 angezeigt wird.
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Optional ist denkbar, dass in einem Verfahrensschritt 314 ein aktueller Ladezustand des Energiespeichers 14 des Elektrofahrrads 12 bereitgestellt wird, beispielsweise über die drahtlose Kommunikationsschnittstelle, wobei zusätzlich ein Ladezustand des Energiespeichers 14 des Elektrofahrrads 12 am Zielort ermittelt und auf der Anzeigevorrichtung 202 angezeigt wird. Der Energieverbrauch unterscheidet sich bei den unterschiedlichen Unterstützungsmodi. Beispielsweise ist der Energieverbrauch bei einer schwachen Unterstützung, beispielsweise ECO, am geringsten und bei einer starken Unterstützung, beispielsweise TURBO, am höchsten. Daher ist denkbar, dass basierend auf dem aktuellen Ladzustand und der Routeninformation ermittelt wird, dass der Ladezustand am oder vor dem Ziel 0 % ist oder in der Energiereserve liegt. In diesem Fall würde die Motorunterstützung für den Fahrer wegfallen und somit könnte die unterstützungsmodusspezifische Ankunftszeit 204 bei unzureichendem Ladezustand für den TURBO Modus später als für den ECO Modus mit geringere Unterstützung sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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