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BEREICH DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet des Kraftfahrzeugwesens. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Bereitstellung einer Sicherheitsinformation eines Kraftfahrzeugs für eine Sicherheitsperson gemäß dem anhängigen Anspruch 1.
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HINTERGRUNDINFORMATIONEN
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Im Stand der Technik ist es bereits bekannt, dass eine Sicherheitsperson, z.B. eine Feuerwehr, zur Rettung von Personen aus einem verunfallten Kraftfahrzeug Informationen über das Kraftfahrzeug erhalten kann. Um diese Informationen zu erhalten, wird eine zeitaufwändige manuelle Extraktion oder eine Kontaktaufnahme mit dem Hersteller durchgeführt. Dies ist ein zeitaufwändiger Prozess und es fehlt an Echtzeitdaten. Insbesondere bei zumindest teilweise elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen oder vollelektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen darf der Retter wegen der Gefahr eines Stromschlags keinen Kontakt zum Fahrzeug aufnehmen.
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Es besteht daher ein Bedarf an Verfahren zur Verbesserung der Reaktionszeit und zur Verringerung der Risiken für die Einsatzkräfte.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem eine Sicherheitsperson eine Sicherheitsinformation eines Kraftfahrzeugs in einer sicheren Weise erhalten kann.
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Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach dem unabhängigen Anspruch gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
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Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bereitstellung einer Sicherheitsinformation eines Kraftfahrzeugs für eine Sicherheitsperson. An einer vorbestimmten Stelle des Kraftfahrzeugs wird eine lesbare Sicherheitsmarke bereitgestellt. Die Sicherheitsmarke wird von einer Erfassungseinrichtung eines Endgerätes der Sicherheitsperson erfasst. Die Sicherheitsinformationen werden auf einer Anzeigevorrichtung des Endgerätes angezeigt.
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Daher wird ein Verfahren bereitgestellt, mit dem Sicherheitsinformationen auf eine für eine Sicherheitsperson sichere Weise abgefragt werden können.
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Insbesondere kann die Sicherheitsmarke in Form eines QR-Code-Aufklebers erfolgen, der eine weithin anerkannte und kostengünstige Möglichkeit zur Informationsbeschaffung darstellt. Ein nationaler Brandschutzverband verfügt über ein Verzeichnis von QR-Informationen des Kraftfahrzeugherstellers. Der QR-Aufkleber auf dem Kraftfahrzeug ermöglicht es den Einsatzkräften, technische Informationen aus dem Rettungsblatt herunterzuladen, z. B. eine Notlage des zumindest teilweise elektrischen Kraftfahrzeugs. Die Sicherheitsinformationen des Rettungsblattes können den Einsatzkräften helfen, Stromschläge und chemische Belastungen zu vermeiden. Darüber hinaus kann der QR-Code-Aufkleber kostengünstig und einfach auf dem Kraftfahrzeug angebracht werden.
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In einer Ausführungsform wird die Sicherheitsmarke als QR-Code bereitgestellt.
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In einer anderen Ausführungsform ist die Sicherheitsmarke als RFID-Etikett ausgeführt. Insbesondere kann der RFID-Tag eine Alternative zu den QR-Codes sein. Der RFID-Tag kann die gleichen technischen Informationen des Rettungsaufklebers enthalten, ohne dass eine direkte Sichtverbindung wie beim QR-Code erforderlich ist.
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Nach einer anderen Ausführungsform ist die Sicherheitsmarke mit einer Schutzschicht versehen, die von der Sicherheitsperson entfernt werden kann.
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In einer anderen Ausführungsform wird die Sicherheitsmarke an einer Ladebuchse des Kraftfahrzeugs angebracht.
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In einer anderen Ausführungsform befindet sich die Sicherheitsmarke an der Innenseite einer Kraftfahrzeugtür. Andere Stellen können z. B. in der Nähe des Fahrzeugkennzeichens oder an der Windschutzscheibe sein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform sowie aus der Zeichnung. Die zuvor in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die in der nachfolgenden Beschreibung der Figur genannten und/oder in der Figur allein dargestellten Merkmale und Merkmalskombinationen können nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in jeder anderen Kombination oder allein verwendet werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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Die neuen Merkmale und Eigenschaften der Offenbarung sind in den beigefügten Ansprüchen dargelegt. Die beigefügten Zeichnungen, die Bestandteil dieser Offenbarung sind, veranschaulichen beispielhafte Ausführungsformen und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung der offenbarten Grundsätze. In den Figuren werden dieselben Zahlen verwendet, um auf gleiche Merkmale und Komponenten hinzuweisen. Einige Ausführungsformen von Systemen und/oder Verfahren gemäß Ausführungsformen des vorliegenden Gegenstands werden im Folgenden nur beispielhaft und unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren beschrieben.
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Die Zeichnung zeigt in:
- 1 eine schematische Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs mit einer Sicherheitsperson, die das Verfahren gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens durchführt.
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In der Figur sind die gleichen Elemente oder Elemente mit der gleichen Funktion durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Im vorliegenden Dokument wird das Wort „exemplarisch“ im Sinne von „als Beispiel, Instanz oder Illustration dienend“ verwendet. Jede hier als „beispielhaft“ beschriebene Ausführungsform oder Umsetzung des vorliegenden Gegenstands ist nicht unbedingt als bevorzugt oder vorteilhaft gegenüber anderen Ausführungsformen zu verstehen.
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Während die Offenbarung für verschiedene Modifikationen und alternative Formen anfällig ist, sind spezifische Ausführungsformen davon beispielhaft in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden detailliert beschrieben. Es sollte jedoch verstanden werden, dass es nicht beabsichtigt ist, die Offenbarung auf die besonderen Formen zu beschränken, die offengelegt werden, sondern im Gegenteil, die Offenbarung soll alle Modifikationen, Äquivalente und Alternativen abdecken, die in den Anwendungsbereich der Offenbarung fallen.
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Die Ausdrücke „umfasst“, „enthaltend“ oder andere Variationen davon sollen eine nicht ausschließliche Einbeziehung abdecken, so dass eine Einrichtung, ein Gerät oder ein Verfahren, das eine Liste von Komponenten oder Schritten umfasst, nicht nur diese Komponenten oder Schritte enthält, sondern auch andere Komponenten oder Schritte enthalten kann, die nicht ausdrücklich aufgeführt sind oder zu einer solchen Einrichtung oder einem solchen Gerät oder Verfahren gehören. Mit anderen Worten, ein oder mehrere Elemente in einem System oder einer Vorrichtung, denen der Ausdruck „umfasst“ oder „umfassen“ vorangestellt ist, schließen nicht ohne weitere Einschränkungen das Vorhandensein anderer Elemente oder zusätzlicher Elemente in dem System oder Verfahren aus.
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In der folgenden detaillierten Beschreibung der Ausführungsform der Offenbarung wird auf die beiliegende Zeichnung verwiesen, die Teil der Offenbarung ist und in der zur Veranschaulichung eine bestimmte Ausführungsform gezeigt wird, in der die Offenbarung umgesetzt werden kann. Diese Ausführungsform ist ausreichend detailliert beschrieben, um dem Fachmann die Anwendung der Offenbarung zu ermöglichen, und es versteht sich von selbst, dass andere Ausführungsformen verwendet werden können und dass Änderungen vorgenommen werden können, ohne dass der Umfang der vorliegenden Offenbarung verlassen wird. Die folgende Beschreibung ist daher nicht in einem einschränkenden Sinne zu verstehen.
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1 zeigt eine schematische Seitenansicht gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens. Insbesondere ist in 1 ein Kraftfahrzeug 10 dargestellt. Das Kraftfahrzeug 10 ist beispielsweise als ein zumindest teilweise elektrisch betriebenes Kraftfahrzeug oder als ein vollelektrisch betriebenes Kraftfahrzeug ausgebildet. Daher kann das Kraftfahrzeug 10 eine Ladesteckdose 12 mit einem Ladeanschluss 14 aufweisen.
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Weiterhin zeigt 1 eine Sicherheitsperson 16, z.B. von einer Feuerwache. Die Sicherheitsperson 16 hält ein Endgerät 18 mit mindestens einer Anzeigevorrichtung 20.
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Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird an einer vorbestimmten Position am Kraftfahrzeug 10 eine lesbare Sicherheitsmarke 22, insbesondere in Form eines QR-Codes, bereitgestellt. Die Sicherheitsmarke 22 wird von einer Erfassungseinrichtung des Endgerätes 18, beispielsweise von einer Kamera oder einem Scanner, der Sicherheitsperson 16 erfasst. Eine Sicherheitsinformation 24 wird auf der Anzeigevorrichtung 20 des Endgeräts 18 angezeigt.
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Insbesondere kann die Sicherheitsmarke 22, wie in 1 gezeigt, als QR-Code ausgeführt sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Sicherheitsmarke 22 auch als RFID-Tag ausgeführt sein.
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Außerdem kann die Sicherheitsmarke 22 mit einer Schutzschicht versehen sein, die von der Sicherheitsperson 16 entfernt werden kann.
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Außerdem kann die Sicherheitsmarke 22 an der Innenseite einer Tür 24 des Kraftfahrzeugs 10 angebracht sein.
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Der QR-Code kann ein Aufkleber sein und Kratzern, Oberflächenverschmutzung, Ablösen, Rissen und Tintenverfall ausgesetzt sein. Durch das Aufbringen einer Schutzschicht kann der QR-Aufkleber unversehrt bleiben. Die Schutzschicht kann z. B. von der Sicherheitsperson 16, die schwere Handschuhe trägt, entfernt werden. Der QR-Code befindet sich an internen Stellen wie dem Ladeanschluss oder im Inneren der Tür 24. Der Zugriff auf den QR-Code setzt voraus, dass diese Stellen nicht beschädigt sind und erfordert einen physischen Kontakt mit dem Türgriff und darüber hinaus. Die Anbringung des QR-Codes an einer sichtbaren Stelle, z. B. in der Nähe der Fahrzeug-Identifizierungsnummer auf dem Armaturenbrett oder in einem Fenster, kann die Möglichkeiten des Lesens auf Sicht erhöhen und den physischen Kontakt mit potenziell gefährlichen beschädigten Fahrzeugen vermeiden.
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Der RFID-Tag (Radio Frequency Identification) kann die gleichen technischen Informationen des Rettungsaufklebers enthalten, ohne dass eine direkte Sichtverbindung wie beim QR-Code erforderlich ist. Der RFID-Tag kann aus nächster Nähe und ohne physischen Kontakt zum Kraftfahrzeug 10 gelesen werden. Je größer der RFID-Tag ist, desto größer ist in der Regel auch die Lesedistanz. Der RFID-Tag kann in der Nähe des Fahrzeugs angebracht werden. Das Auslesen kann bei größeren Reichweiten erfolgen. Die RFID-Tag-Lesegeräte sind leicht und zu minimalen Kosten erhältlich und erfordern nur eine minimale Schulung. Das RFID-Lesegerät kann an einem Mast befestigt werden, so dass es auch in größerer Entfernung vom in Not geratenen Kraftfahrzeug 10 gelesen werden kann. Es können zum Beispiel ähnliche Anbringungsorte vorgesehen werden. Eine Säule, eine Heckscheibe, ein Außenspiegel, ein Nummernschild oder ähnliches ermöglichen eine schnelle Lokalisierung der Informationen.
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Der RFID-Tag kann an gegenüberliegenden Positionen platziert werden, um Informationen zu gewährleisten, selbst wenn eine Seite des Kraftfahrzeugs 10 ein Totalschaden ist. Der RFID-Tag hat nur Rettungsblatt Darlehen, keine personifizierbaren Informationen wie Name des Eigentümers, Fahrzeugzulassungsadresse, oder das Auto Darlehen Informationen. Eine große Antenne erweitert die Lesedistanz, wenn ein Abschnitt der Antenne sichtbar ist, kann der größte Teil des RFID-Tags aus dem Blickfeld verborgen werden. Das RFID-Etikett kann in Säulen, unter Armaturenbrettern oder an anderen Außenstellen angebracht werden, solange ein Teil der Antenne sichtbar ist. Der RFID-Tag ist in der Regel eine passive Komponente, so dass keine Batterie oder Fahrzeugverkabelung erforderlich ist.
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Die Behälter können bei Änderungen der Fahrzeugkonfiguration, z. B. bei Nachrüstungen oder Rückrufaktionen, ausgetauscht werden. Die duale Technologie der Sicherheitsmarke 22, insbesondere der QR-Code und der RFID-Code, können Teil des Marketings und der Verkaufserfahrung der Händler sein. Der QR/RFID-Code kann von Feuerwehren/Rettungsdiensten und Versicherungsgesellschaften anerkannt werden. Der RFID-Code wird durch die Übertragung von Funkenergie in der Luft ausgelöst. Das RFID-Etikett sollte nicht durch eine routinemäßige elektronische Emission des Fahrzeugs wie Steuergeräte, GPS/Navigationssysteme, WIFI/Smartphones, Garagentoröffner oder andere ausgelöst werden.
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Bezugszeichen
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- 10
- Kraftfahrzeug
- 12
- Ladebuchse
- 14
- Ladeanschluss
- 16
- Sicherheitsperson
- 18
- Endgerät
- 20
- Anzeigevorrichtung
- 22
- Sicherheitsmarke
- 24
- Sicherheitsinformationen
- 26
- Tür