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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenbauen einer Sensoranordnung sowie eine Sensoranordnung und ein Kraftfahrzeug, das eine solche Sensoranordnung aufweist.
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Beim serienmäßigen Herstellen von Kraftfahrzeugen ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Außendesigns von Modellderivaten und/oder Ausstattungsvarianten derselben Modelllinie unterschiedliche Einbaupositionen für eine Sensorik des Kraftfahrzeugs. Werden beispielsweise eine Basisausführung und eine Sportausführung desselben Kraftfahrzeugmodells hergestellt, so sitzt zum Beispiel ein Radarsensor bei der Basisausführung an einer anderen Stelle als bei der Sportausführung. Aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten besteht derzeit dennoch der Bedarf, möglichst viele Teile - Sensoren und auch Halterungen dafür - modell-, derivat-, ausführungs- und ausstattungsübergreifend als Gleichteile auszubilden und in möglichst vielen Derivaten bzw. Ausstattungsvarianten (also zum Beispiel sowohl in der Basisausführung als auch in der Sportausführung) einzusetzen. Eine solche Halterung weist demnach zumindest zwei Aufnahmen für den Sensor auf, wobei sichergestellt werden muss, dass der Sensor nicht in die falsche der Aufnahmen eingesetzt wird. Herkömmliche Sensoreinrichtungen, deren Sensor unter einer Kraftfahrzeugaußenhaut (das heißt an einer Innenseite einer Kraftfahrzeugkarosserie) angeordnet sind, sind zum Beispiel aus der
WO 2014/ 037 194 A1 , aus der
DE 103 16 535 B3 oder aus der
DE 10 2017 210 291 A1 bekannt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, beim Zusammenbauen einer Baugruppe, die eine in zwei Aufnahmen einer Halterung der Baugruppe passende Komponente aufweist, einen Falschzusammenbau zu vermeiden.
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Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere mögliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Figuren offenbart. Merkmale, Vorteile und mögliche Ausgestaltungen, die im Rahmen der Beschreibung für einen der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche dargelegt sind, sind kategorie- und ausführungsformübergreifend zumindest analog als Merkmale, Vorteile und mögliche Ausgestaltungen des jeweiligen Gegenstands der anderen unabhängigen Ansprüche sowie jeder möglichen Kombination der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche, gegebenenfalls in Verbindung mit einem oder mehr der Unteransprüche, anzusehen.
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Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Zusammenbauen einer solchen Baugruppe, bei welcher es sich insbesondere um eine Sensoranordnung für ein Kraftfahrzeug handelt, vorgeschlagen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dabei eine erste Variante oder eine zweite Variante eines Zwischenbauteils ausgewählt, das variantenspezifisch ein erstes Zwischenverbindungselement oder ein zweites Zwischenverbindungselement und variantenübergreifend eine gleiche Sensorhalterung aufweist. Die Varianten des Zwischenbauteils werden beispielsweise im Rahmen einer Serienfertigung eines Kraftfahrzeugs aus einem Baukastensystem bzw. Sortiment ausgewählt, in welchem die beiden Zwischenbauteilvarianten bereitgestellt sind. Dabei wird je nach herzustellendem Derivat bzw. je nach herzustellender Modellvariante eine unterschiedliche Variante des Zwischenbauteils ausgewählt. Welche Zwischenbauteilvariante für das weitere Verfahren ausgewählt wird, bestimmt sich also insbesondere danach, für welches Derivat oder für welche Modellvariante (zum Beispiel Basis- oder Sportausführung) die Sensoranordnung hergestellt wird, das heißt in welches Derivat oder in welche Modellvariante die Sensoranordnung im Rahmen der Herstellung des Kraftfahrzeugs eingebaut wird.
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Des Weiteren wird beim Verfahren ein Trägerbauteil bereitgestellt, das ein erstes Trägerverbindungselement, und ein zweites Trägerverbindungselement aufweist. Dabei korrespondiert das erste Trägerverbindungselement nur mit dem ersten Zwischenverbindungselement zum Herstellen eines Formschlusses, wohingegen das zweite Trägerverbindungselement nur mit dem zweiten Zwischenverbindungselement zum Herstellen des Formschlusses korrespondiert. Mit anderen Worten passt das erste Trägerverbindungselement nur mit dem ersten Zwischenverbindungselement zusammen, und das zweite Trägerverbindungselement passt nur mit dem zweiten Zwischenverbindungselement zusammen. Es ist insbesondere vorgesehen, dass das erste Trägerverbindungselement und/oder das zweite Zwischenverbindungselement so ausgebildet sind/ist, dass sie nicht zum Formschluss zusammengebaut werden können, sodass, wenn versucht wird, das zweite Zwischenverbindungselement und das erste Trägerverbindungselement zusammenzubauen, dies nicht möglich ist, ohne eines oder beide der fälschlicherweise beteiligten Verbindungselemente zu zerstören. Gleiches gilt insbesondere für das zweite Trägerverbindungselement und/oder das erste Zwischenverbindungselement.
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Im Verfahren wird dann eine Handhabungseinheit aus einem Sensorbauteil und dem Zwischenbauteil (das heißt dessen ausgewählter Variante) gebildet. Hierzu wird zwischen dem Sensorbauteil und dem Zwischenbauteil mittels der Sensorhalterung ein Handhabungsformschluss gebildet, mittels dessen das Sensorbauteil am Zwischenbauteil fixiert wird. Das Sensorbauteil und das Zwischenbauteil können demnach für das weitere Verfahren gehandhabt werden, wobei aufgrund des Handhabungsformschlusses gewährleistet ist, dass das Sensorbauteil nicht ohne Weiteres vom Zwischenbauteil abfällt bzw. umgekehrt. Mittels des Handhabungsformschlusses sind das Sensorbauteil und das Zwischenbauteil also relativ zueinander unbewegbar fixiert. Anders ausgedrückt: Bei der Handhabungseinheit ist das Sensorbauteil in einer Handhabungsposition am Zwischenbauteil fixiert. Beim Handhabungsformschluss handelt es sich insbesondere um einen reversibel zerstörungsfrei lösbaren Formschluss, sodass das Sensorbauteil und das Zwischenbauteil wieder einfach voneinander gelöst werden können.
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Die Handhabungseinheit wird dann an das Trägerbauteil angebracht, indem das Zwischenverbindungselement und das Trägerverbindungselement zu einem das Trägerbauteil und das Zwischenbauteil verbindenden Formschluss bzw. Zwischenbauteilformschluss zusammengesetzt werden. Dabei sind je nach der ausgewählten Variante des Zwischenbauteils das erste Trägerverbindungselement und das erste Zwischenverbindungselement oder das zweite Trägerverbindungselement und das zweite Zwischenverbindungselement zum Formschluss bzw. Zwischenbauteilformschluss zusammensetzbar. Wie bereits erläutert, ist es bestimmungsgemäß nicht möglich, den Formschluss, mittel dessen das Trägerbauteil und das Zwischenbauteil miteinander verbunden werden, zwischen dem ersten Zwischenverbindungselement und dem zweiten Trägerverbindungselement oder zwischen dem zweiten Zwischenverbindungselement und dem ersten Trägerverbindungselement herzustellen, ohne übermäßige (missbräuchliche) Kraft aufwenden zu müssen. Das bedeutet, ein nicht missbräuchliches Zusammenfügen des ersten Trägerverbindungselements und des zweiten Zwischenverbindungselements sowie des zweiten Trägerverbindungselements und des ersten Zwischenverbindungselements ist aufgrund einer Geometrie der Trägerverbindungselemente und der Zwischenverbindungselemente gesperrt. Die Verbindungselemente weisen also zum Beispiel eine Codierung auf, die ein falsches Zusammenbauen der Handhabungseinheit mit dem Trägerbauteil verhindert. Wenn das Trägerbauteil, das Sensorbauteil und das Zwischenbauteil bestimmungsgemäß miteinander formschlüssig verbunden sind, ist die Sensoranordnung zumindest teilweise oder vollständig hergestellt bzw. zusammengebaut.
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Ein menschlicher Arbeiter wird vorteilhafterweise intuitiv erkennen, dass die Handhabungseinheit am falschen Trägerverbindungselement des Trägerbauteils nicht in eine Position bewegbar ist, in der der Formschluss zum Verbinden der Handhabungseinheit und des Trägerbauteils bestimmungsgemäß herstellbar ist. Alternativ oder zusätzlich erkennt der Arbeiter, dass die Kraft, die auf eines oder beide der fälschlicherweise beteiligten Verbindungselemente ausübt, zu hoch ist, und hiernach erkennen, dass er im Begriff war, zwei falsche, nicht zueinanderpassende Verbindungselemente miteinander zu verbinden. Daraufhin wird er die Richtigkeit seiner Arbeitsschritte überprüfen und versuchen, die Handhabungseinheit mittels der entsprechend anderen der Verbindungselemente an das Trägerbauteil anzubringen.
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Gemäß der Erfindung wird zudem ein Baukastensystem vorgeschlagen, mithilfe dessen zwei oder mehr unterschiedliche Varianten der Sensoranordnung herstellbar sind. Das Baukastensystem (das auch als Sortiment bezeichnet werden kann) weist genau eine Variante des Sensorbauteils auf. Das bedeutet, bei den Sensorbauteilen im Baukastensystem handelt es sich um Gleichteile. Die Sensorbauteile weisen jeweils ein Sensorverbindungselement auf. Die Sensorbauteile und infolgedessen die Sensorverbindungselemente sind gleich.
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Ferner weist das Baukastensystem zwei Varianten des Zwischenbauteils auf, nämlich eine erste und eine zweite Variante des Zwischenbauteils. Wie bereits weiter oben erläutert, wird - insbesondere im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens -je nach herzustellender Modellvariante die entsprechend zugehörige der Varianten des Zwischenbauteils ausgewählt.
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Dabei weist die erste Zwischenbauteilvariante das erste Zwischenverbindungselement auf, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Zwischenbauteil in dessen erster Variante lediglich das erste Zwischenverbindungselement und nicht das zweite Zwischenverbindungselement aufweist. Dahingegen weist die zweite Zwischenbauteilvariante zweite Zwischenverbindungselement auf, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Zwischenbauteil in dessen zweiter Variante lediglich das zweite Zwischenverbindungselement und nicht das erste Zwischenverbindungselement aufweist. Das erste Zwischenverbindungselement und das zweite Zwischenverbindungselement sind anders geformt, unterscheiden sich also hinsichtlich ihrer Größe und/oder hinsichtlich ihrer Geometrie. Jedoch weisen die Zwischenbauteilvarianten variantenübergreifend jeweils die gleiche bzw. gleich ausgeführte Sensorhalterung auf. Es ist zu verstehen, dass im Baukastensystem drei oder mehr Varianten des Zwischenbauteils vorgehalten werden können.
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Das Baukastensystem weist überdies genau eine Variante des Trägerbauteils auf. Das bedeutet, bei den Trägerbauteilen im Baukastensystem handelt es sich um Gleichteile. Die Trägerbauteile weisen jeweils sowohl das erste Trägerverbindungselement als auch das zweite Trägerverbindungselement auf. Wie bereits im Zusammenhang mit dem Verfahren erläutert, korrespondiert das erste Trägerverbindungselement nur mit dem ersten Zwischenverbindungselement, und nicht mit dem zweiten Zwischenverbindungselement, zum Bilden des Formschlusses, über welchen das Trägerbauteil und das Zwischenbauteil miteinander verbindbar sind. Wie ebenso weiter oben bereits erläutert, korrespondiert das zweite Trägerverbindungselement nur mit dem zweiten Zwischenverbindungselement, und nicht mit dem ersten Zwischenverbindungselement, zum Bilden des Formschlusses bzw. Zwischenbauteilformschlusses, über welchen das Trägerbauteil und das Zwischenbauteil miteinander verbindbar sind. Beim Herstellen bzw. Zusammenbauen der Sensoranordnung werden also entweder das erste Trägerverbindungselement und das erste Zwischenverbindungselement oder das zweite Trägerverbindungselement und das zweite Zwischenverbindungselement zum Formschluss zusammengebaut, mittels dessen das Trägerbauteil und das Zwischenbauteil miteinander verbunden sind.
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Darüber hinaus weisen die Trägerverbindungselemente jeweils eine gleiche Sensoraufnahme auf, die mit dem Sensorverbindungselement zum Herstellen eines das Sensorbauteil und das Trägerbauteil verbindenden Formschlusses korrespondiert. Somit ist das Sensorbauteil am jeweiligen Trägerbauteil am jeweiligen Trägerverbindungselement bestimmungsgemäß befestigbar. Denn die Trägerverbindungselemente weisen - gleich welcher Variante - jeweils ein Exemplar der Sensoraufnahme auf.
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Dank des Baukastensystems ist es ermöglicht, schnell und einfach unterschiedliche Varianten der Sensoranordnung zu bauen, zum Beispiel eine erste Sensoranordnungsvariante für eine Basisausführung des Kraftfahrzeugs und eine davon unterschiedliche, zweite Sensoranordnungsvariante für eine Sportausführung des Kraftfahrzeugs. Man erkennt, dass bei der Sensoranordnung das Zwischenbauteil und das Trägerbauteil je nach Variante des Zwischenbauteils mittels des Formschlusses, bei dem das erste Trägerverbindungselement und das erste Zwischenverbindungselement miteinander formschlüssig gekoppelt sind, oder mittels des Formschlusses, bei dem das zweite Trägerverbindungselement und das zweite Zwischenverbindungselement miteinander formschlüssig gekoppelt sind, verbunden sind. Durch die unterschiedlichen Zwischenbauteilvarianten, die mit dem Sensorbauteil zur Handhabungseinheit zusammengefügt werden, bevor die Handhabungseinheit an das Trägerbauteil angebaut wird, ist gewährleistet, dass das Sensorbauteil stets an die richtige Stelle gebaut wird.
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Ein weiterer erfindungsgemäßer Gegenstand ist durch die Sensoranordnung gebildet, die aus Teilen des Baukastensystems und/oder mittels des Verfahrens hergestellt ist. Zudem betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug, das die Sensoranordnung aufweist. Das Kraftfahrzeug kann zwei oder mehr solcher Sensoranordnungen aufweisen. Durch die Sensoranordnung ist insbesondere eine Komponente eines Fahrerassistenzsystems und/oder Fahrbetriebssystems (für einen teil- oder vollautonomen Fahrbetrieb) gebildet, beispielsweise ein Radarsensor eines Abstandsmesssystems für eine abstandsabhängig operierende Geschwindigkeitsregelanlage.
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Gemäß einer möglichen Weiterbildung des Baukastensystems ist das Zwischenbauteil als ein Absorberelement für elektromagnetische Strahlung, insbesondere für Radarstrahlung, ausgeführt. So hat das Zwischenbauteil eine Doppelfunktionalität inne, indem es zum einen als ein Sicherungselement gegen den Falschzusammenbau und zum anderen als Absorber- bzw. Trichtereinheit für die elektromagnetische Strahlung bzw. Radarstrahlung fungiert.
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Bei dem Verfahren ist einer weiteren möglichen Ausführungsform zufolge vorgesehen, dass beim Bilden des Formschlusses zwischen der Handhabungseinheit und dem Trägerbauteil, also beim Anbringen der Handhabungseinheit an das Trägerbauteil, der Zwischenbauteilformschluss direkt zwischen dem Zwischenbauteil und dem Trägerbauteil sowie ein Sensorformschluss direkt zwischen dem Sensorbauteil und dem Trägerbauteil gebildet werden. Anders ausgedrückt wird beim Anbringen der Handhabungseinheit an das Trägerbauteil zusätzlich zum Zwischenbauteilformschluss direkt zwischen dem Zwischenbauteil und dem Trägerbauteil auch der Sensorformschluss direkt zwischen dem Sensorbauteil und dem Trägerbauteil gebildet. Dadurch sind das Zwischenbauteil und das Sensorbauteil jeweils separat am Trägerbauteil formschlüssig befestigt. Die Sensoranordnung ist dadurch besonders stabil.
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Eine weitere mögliche Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass durch das Bilden des Sensorformschlusses der Handhabungsformschluss gelöst wird, sodass das Sensorbauteil in dessen bestimmungsgemäßer Einbaulage direkt mit dem Trägerbauteil gekoppelt ist und vom Zwischenbauteil entkoppelt ist. So kann das Sensorbauteil besonders einfach und aufwandsarm separat vom Zwischenbauteil vom Trägerbauteil demontiert werden, zum Beispiel im Rahmen einer Wartung bzw. einer Reparatur. Ein aufwändiges Demontieren des Zwischenbauteils vom Trägerbauteil kann dadurch vorteilhafterweise entfallen. Des Weiteren ergibt sich durch die direkte, also unmittelbare, mechanische Befestigung des Sensorbauteils am Trägerbauteil bzw. durch die direkte, also unmittelbare, mechanische Befestigung des Zwischenbauteils am Trägerbauteil eine besonders günstige Toleranzkette. Es wird eine Toleranzkette vermieden, bei der eine Toleranz zwischen Sensorbauteil und Zwischenbauteil sowie eine Toleranz zwischen Zwischenbauteil und Trägerbauteil miteinander verkettet sind.
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Alternativ hierzu kann der Sensorformschluss zusätzlich zum Handhabungsformschluss gebildet werden, sodass das Sensorbauteil in dessen bestimmungsgemäßer Einbaulage sowohl direkt mit dem Trägerbauteil als auch direkt mit dem Zwischenbauteil gekoppelt ist. Die Sensoranordnung ist dadurch besonders stabil.
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Weitere Merkmale der Erfindung können sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung ergeben. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung und/oder in den Figuren allein gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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Die Zeichnung zeigt in
- 1 eine gemeinsame Ansicht zweier Varianten einer Sensoranordnung für ein Kraftfahrzeug, wobei bei der ersten Sensoranordnungsvariante eine erste Zwischenbauteilvariante und ein Sensorbauteil an einem ersten Trägerverbindungselement eines Trägerbauteils der Sensoranordnung formschlüssig fixiert sind, und in der zweiten Sensoranordnungsvariante eine zweite Zwischenbauteilvariante und das Sensorbauteil an einem zweiten Trägerverbindungselement desselben Trägerbauteils formschlüssig fixiert sind,
- 2 ein Blockdiagramm zur Verdeutlichung von Schritten eines Verfahrens zum Herstellen der Sensoranordnung,
- 3 eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts der ersten Sensoranordnungsvariante,
- 4 eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts der zweiten Sensoranordnungsvariante,
- 5 eine vergrößerte Ansicht in anderer Perspektive des Ausschnitts der zweiten Sensoranordnungsvariante und in
- 6 eine vergrößerte Ansicht in wieder anderer Perspektive des Ausschnitts der zweiten Sensoranordnungsvariante, wobei das Trägerbauteil nicht dargestellt ist.
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Im Folgenden werden ein Verfahren und ein Baukastensystem - jeweils zum Herstellen bzw. Zusammenbauen einer Sensoranordnung 1 - sowie die Sensoranordnung 1 an sich und ein die Sensoranordnung 1 aufweisendes Kraftfahrzeug in gemeinsamer Beschreibung dargelegt. Hierzu sind in den Fig. gleiche und funktionsgleiche Elemente mit gleichem Bezugszeichen versehen. Baukastensystem und Kraftfahrzeug sind in den Fig. nicht dargestellt.
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Das Kraftfahrzeug, bei dem es sich zum Beispiel um einen Personenkraftwagen handelt, weist die Sensoranordnung 1 auf. Dabei ist durch die Sensoranordnung 1 ein Bestandteil bzw. eine Komponente eines Fahrerassistenz- und/oder Fahrbetriebssystems des Kraftfahrzeugs gebildet. Vorliegend handelt es sich bei der Sensoranordnung 1 um eine Radarsensoranordnung, zum Beispiel um eine Kurzreichweitenradaranordnung oder SRR-Anordnung (SRR: Short Range Radar). Die Sensoranordnung 1 kann selektiv zu einer ersten Sensoranordnungsvariante 1a oder zu einer zweiten Sensoranordnungsvariante 1b zusammengebaut werden, wie im Weiteren noch detailliert dargelegt wird.
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1 zeigt die Sensoranordnung 1, wobei die Sensoranordnungsvarianten 1a, 1b gemeinsam dargestellt sind. Die Bauteile der Sensoranordnung 1 bzw. der Sensoranordnungsvarianten 1a, 1b werden im Baukastensystem vorgehalten. Mittels des Baukastensystems sind dementsprechend selektiv die Sensoranordnungsvariante 1a und 1b herstellbar. Das Baukastensystem weist Sensorbauteile 2 auf, die in einer einzigen Sensorbauteilvariante vorliegen. Mit anderen Worten sind die Sensorbauteile 2, die im Baukastensystem vorgehalten werden, gleich, also Gleichteile. Die Sensorbauteile 2 weisen jeweils ein Sensorverbindungselement 3 auf (erstmals in 3 dargestellt), das ein, zwei oder mehr Sensorverbindungsmittel 4 aufweist.
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Ferner weist das Baukastensystem zwei Varianten eines Zwischenbauteils 5 der Sensoranordnung 1 auf, nämlich eine erste Zwischenbauteilvariante 5a und eine zweite Zwischenbauteilvariante 5b. Im vorliegenden Beispiel ist das Zwischenbauteil 5 als ein Absorberelement für elektromagnetische Strahlung, hier für Radarstrahlung, ausgeführt. Die erste Zwischenbauteilvariante 5a weist ein erstes Zwischenverbindungselement 6 auf, das ein, zwei oder mehr Zwischenverbindungsmittel 7 und vorliegend eine erste Codierelementanordnung 8 aufweist (siehe 3). Dahingegen weist die zweite Zwischenbauteilvariante 5b ein zweites Zwischenverbindungselement 9 auf, das ein, zwei oder mehr Zwischenverbindungsmittel 10 und vorliegend eine zweite Codierelementanordnung 11 aufweist (siehe 4, 5 und 6). Hier im Beispiel weist die erste Zwischenbauteilvariante 5a lediglich das erste Zwischenverbindungselement 6 und lediglich die erste Codierelementanordnung 8 auf, aber weder das zweite Zwischenverbindungselement 9 noch die zweite Codierelementanordnung 11. Umgekehrt weist die zweite Zwischenbauteilvariante 5b lediglich das zweite Zwischenverbindungselement 9 und lediglich die zweite Codierelementanordnung 11 auf, aber weder das erste Zwischenverbindungselement 6 noch die erste Codierelementanordnung 8. Das erste Zwischenverbindungselement 6 und das zweite Zwischenverbindungselement 9 sind anders geformt, unterscheiden sich also hinsichtlich ihrer Größe und/oder hinsichtlich ihrer Geometrie, vorliegend aufgrund der unterschiedlichen Codierelementanordnungen 8, 11, die - wie aus den Fig. hervorgeht - eine unterschiedliche Anzahl an Codierelementen, insbesondere Codierpins, aufweisen. Jedoch weisen die Zwischenbauteile 5 - egal um welche Zwischenbauteilvariante 5a, 5b es sich handelt, also variantenübergreifend - jeweils eine gleiche bzw. gleich ausgeführte Sensorhalterung 12 auf.
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Das Baukastensystem weist weiter Trägerbauteile 13 auf, die in einer einzigen Trägerbauteilvariante vorliegen. Mit anderen Worten sind die Trägerbauteile 13, die im Baukastensystem vorgehalten werden, gleich, also Gleichteile. Die Trägerbauteile 13 weisen jeweils sowohl ein erstes Trägerverbindungselement 14 als auch ein zweites Trägerverbindungselement 15 auf. Das erste Trägerverbindungselement 14 korrespondiert zum Bilden eines Formschlusses, über welchen das Trägerbauteil 13 und das Zwischenbauteil 5 miteinander verbindbar sind, nur mit dem ersten Zwischenverbindungselement 6, und nicht mit dem zweiten Zwischenverbindungselement 9. Dahingegen korrespondiert das zweite Trägerverbindungselement 15 zum Bilden eines anderen Formschlusses, über welchen das Trägerbauteil 13 und das Zwischenbauteil 5 miteinander verbindbar sind, nur mit dem zweiten Zwischenverbindungselement 9, und nicht mit dem ersten Zwischenverbindungselement 6. Die Trägerverbindungselemente 14, 15 weisen - egal ob es sich um das erste Trägerverbindungselement 14 oder um das zweite Trägerverbindungselement 15 handelt - jeweils eine gleiche Sensoraufnahme 16 auf, die mit dem Sensorverbindungselement 3 zum Herstellen eines das Sensorbauteil 2 und das Trägerbauteil 13 verbindenden Formschlusses korrespondiert. Die jeweilige Sensoraufnahme 16 umfasst zum Beispiel so viele Sensorverbindungsmittelaufnahmen 17, wie das Sensorbauteil 2 Sensorverbindungsmittel 4 aufweist.
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Gemäß dem vorliegenden Beispiel kommt das Baukastensystem im Verfahren zum Zusammenbauen der Sensoranordnung 1 zum Einsatz. Schritte S1, S2, S3, S4 des Verfahrens sind in 2 visualisiert. Das Verfahren umfasst einen Verfahrensschritt S1, bei welchem -je nach herzustellender Modellvariante des Kraftfahrzeugs die entsprechend zugehörige der Varianten 5a, 5b des Zwischenbauteils 5 ausgewählt wird. Welche Zwischenbauteilvariante 5a, 5b für das weitere Verfahren ausgewählt wird, bestimmt sich also insbesondere danach, für welches Derivat oder für welche Modellvariante (zum Beispiel Basis- oder Sportausführung) des Kraftfahrzeugs die Sensoranordnung 1 hergestellt wird, das heißt in welches Derivat oder in welche Modellvariante die Sensoranordnung 1 im Rahmen einer Herstellung des Kraftfahrzeugs eingebaut wird. Zudem wird in einem weiteren Schritt S2 des Verfahrens das oben beschriebene Trägerbauteil 13 bereitgestellt. Es ist egal, in welcher Reihenfolge die Schritte S1, S2 ausgeführt werden, oder ob die Schritte S1, S2 gleichzeitig ausgeführt werden. Jedenfalls wird, nachdem das Trägerbauteil 13 bereitgestellt und die entsprechende Zwischenbauteilvariante 5a oder 5b ausgewählt wurde, ein weiterer Schritt S3 des Verfahrens ausgeführt. In Schritt S3 wird eine Handhabungseinheit 18 gebildet, welche die entsprechende Zwischenbauteilvariante 5a, 5b und das Sensorbauteil 2 aufweist. Hierzu wird zwischen dem Sensorbauteil 2 und dem Zwischenbauteil 5 - das heißt der entsprechenden Zwischenbauteilvariante 5a, 5b - mittels der Sensorhalterung 12 ein Handhabungsformschluss 19 gebildet (am besten zu erkennen in 6). Es ist zu verstehen, dass zwei oder mehr Handhabungsformschlüssen 19 ausgebildet werden können. In 6 ist nur einer der Handhabungsformschlüsse 19 mit dem entsprechenden Bezugszeichen versehen. Mittels des (jeweiligen) Handhabungsformschlusses 19 wird das Sensorbauteil 2 am Zwischenbauteil 5 fixiert und insbesondere in Bezug zum Zwischenbauteil 5 in einer fixen Position gehalten. Nach dem Schritt S3 wird die Handhabungseinheit 18 in einem weiteren Verfahrensschritt S4 an das Trägerbauteil 13 angebracht. Hierzu werden, wenn die Handhabungseinheit 18 die erste Zwischenbauteilvariante 5a aufweist, das erste Zwischenverbindungselement 6 und das erste Trägerverbindungselement 14 zu einem das Trägerbauteil 13 und das Zwischenbauteil 5 verbindenden Formschluss bzw. Zwischenbauteilformschluss zusammengesetzt. Weist die Handhabungseinheit 18 statt der ersten die zweite Zwischenbauteilvariante 5b auf, werden das zweite Zwischenverbindungselement 9 und das zweite Trägerverbindungselement 15 zu einem anderen das Trägerbauteil 13 und das Zwischenbauteil 5 verbindenden Formschluss bzw. Zwischenbauteilformschluss zusammengesetzt.
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Es ist bestimmungsgemäß nicht möglich, den Formschluss, mittel dessen das Trägerbauteil 13 und das Zwischenbauteil 5 miteinander verbunden werden oder sind, zwischen dem ersten Zwischenverbindungselement 6 und dem zweiten Trägerverbindungselement 15 oder zwischen dem zweiten Zwischenverbindungselement 9 und dem ersten Trägerverbindungselement 14 herzustellen, ohne dass zum Beispiel ein menschlicher Arbeiter übermäßige (missbräuchliche) Kraft aufwenden muss. Anders ausgedrückt: Ein nicht missbräuchliches Zusammenfügen des ersten Trägerverbindungselements 14 und des zweiten Zwischenverbindungselements 9 bzw. des zweiten Trägerverbindungselements 15 und des ersten Zwischenverbindungselements 6 ist aufgrund einer Geometrie der Trägerverbindungselemente 14, 15 und der Zwischenverbindungselemente 6, 9 gesperrt. Im vorliegenden Beispiel ist das erste Trägerverbindungselement 14 so ausgeführt, dass lediglich das erste Zwischenverbindungselement 6 und/oder die erste Codierelementanordnung 8 in entsprechend korrespondierende Aufnahmen des ersten Trägerverbindungselements 14 einrücken können, wohingegen beim Versuch, das zweite Zwischenverbindungselement 9 und die zweite Codierelementanordnung 11 in die Aufnahmen des ersten Trägerverbindungselements 14 einzurücken, die Handhabungseinheit 18 mit der zweiten Zwischenbauteilvariante 5b abgewiesen wird bzw. nicht befestigbar ist. Dadurch ist ein Sicherheitsmechanismus geschaffen, der einen Falschzusammenbau der Sensoranordnung 1 verhindert.
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Beim Verfahren ist vorliegend zudem vorgesehen, dass beim Bilden des Formschlusses zwischen der Handhabungseinheit 18 und dem Trägerbauteil 13 sowohl ein Zwischenbauteilformschluss direkt zwischen dem Zwischenbauteil 5 und dem Trägerbauteil 13 als auch ein Sensorformschluss direkt zwischen dem Sensorbauteil 2 und dem Trägerbauteil 13 gebildet werden. Mit anderen Worten wird beim Anbringen der Handhabungseinheit (18) an das Trägerbauteil (13) zusätzlich zum Zwischenbauteilformschluss direkt zwischen dem Zwischenbauteil (5) und dem Trägerbauteil (13) auch ein Sensorformschluss direkt zwischen dem Sensorbauteil (2) und dem Trägerbauteil (13) gebildet. Dabei wird der Zwischenbauteilformschluss durch das erste Zwischenverbindungselement 6 bzw. die Zwischenverbindungsmittel 7 in Verbindung mit entsprechenden am Trägerbauteil 13 angeordneten Aufnahmen für das Zwischenverbindungselement 6 bzw. die Zwischenverbindungsmittel 7 vermittelt. Der Sensorformschluss wird durch das Sensorverbindungselement 3 bzw. die Sensorverbindungsmittel 4 in Verbindung mit entsprechenden am Trägerbauteil 13 angeordneten Aufnahmen für das Sensorverbindungselement 3 bzw. die Sensorverbindungsmittel 4 vermittelt.
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Des Weiteren ist beim Verfahren bzw. der Sensoranordnung 1 vorgesehen, dass durch das Bilden des Sensorformschlusses der Handhabungsformschluss 19 gelöst wird, sodass das Sensorbauteil 2 in dessen bestimmungsgemäßer Einbaulage direkt mit dem Trägerbauteil 13 gekoppelt ist und vom Zwischenbauteil 5 entkoppelt ist. In einer hierzu alternativen Option wird der Sensorformschluss zusätzlich zum Handhabungsformschluss 19 gebildet, sodass das Sensorbauteil 2 in dessen bestimmungsgemäßer Einbaulage sowohl direkt mit dem Trägerbauteil 13 als auch direkt mit dem Zwischenbauteil 5 gekoppelt ist.
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Durch das Verfahren, durch das Baukastensystem, durch die Sensoranordnung 1 sowie durch das Kraftfahrzeug ist eine jeweilige Möglichkeit aufgezeigt, um die eingangs erläuterte Aufgabe, beim Zusammenbauen einer Baugruppe, die eine in zwei Aufnahmen einer Halterung der Baugruppe passende Komponente aufweist, einen Falschzusammenbau zu vermeiden, zu lösen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Sensoranordnung
- 1a
- erste Sensoranordnungsvariante
- 1b
- zweite Sensoranordnungsvariante
- 2
- Sensorbauteil
- 3
- Sensorverbindungselement
- 4
- Sensorverbindungsmittel
- 5
- Zwischenbauteil
- 5a
- erste Zwischenbauteilvariante
- 5b
- zweite Zwischenbauteilvariante
- 6
- erstes Zwischenverbindungselement
- 7
- Zwischenverbindungsmittel
- 8
- erste Codierelementanordnung
- 9
- zweites Zwischenverbindungselement
- 10
- Zwischenverbindungsmittel
- 11
- zweite Codierelementanordnung
- 12
- Sensorhalterung
- 13
- Trägerbauteil
- 14
- erstes Trägerverbindungselement
- 15
- zweites Trägerverbindungselement
- 16
- Sensoraufnahme
- 17
- Sensorverbindungsmittelaufnahme
- 18
- Handhabungseinheit
- 19
- Handhabungsformschluss
- S1
- Verfahrensschritt
- S2
- Verfahrensschritt
- S3
- Verfahrensschritt
- S4
- Verfahrensschritt