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Die Erfindung betrifft einen Flaschenöffner zum Öffnen einer mit einem Kronkorken verschlossenen Flasche.
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Flaschenöffner sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt. So beschreibt beispielsweise
EP 0 407 803 A1 einen Flaschenöffner mit einer kreisrunden Ausnehmung zum Einbringen eines Flaschenendes und einer Klinge zum Öffnen der Flasche. Ferner zeigt
DE 2020 17 006 039 U1 einen Flaschenöffner mit einem Auffangbehälter, bei dem sich die Kronkorken allerdings nur schwerlich lösen lassen und auch ein erschwertes Zurückrutschen aus dem Auffangbehälter in Richtung Öffnung nicht gewährleistet ist.
EP 3 544 923 B1 offenbart ein Flaschenöffnungs- und Additiv-Abgabegerät.
DE 71 09 412 U eschreibt eine Vorrichtung zum Öffnen von Behältnissen, vor allem Flaschen mit einem Kronkorken.
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Gelöst werden die oben genannten Nachteile durch einen Flaschenöffner zum Öffnen einer Flasche, die mit einem Kronkorken verschlossen ist, wobei der Flaschenöffner eine Kronkorkenaufnahme umfasst, die Teil eines Innenraum des Flaschenöffners sein kann. Ferner umfasst der Flaschenöffner einen mit der Kronkorkenaufnahme verbundenen Auffangbehälter zum Aufnehmen der gelösten Kronkorken. In anderen Worten ist der Innenraum des Auffangbehälters mit der Kronkorkenaufnahme verbunden. Zudem weist der Flaschenöffner eine Einführöffnung zur Kronkorkenaufnahme auf, durch die ein mit dem Kronkorken verschlossener Abschnitt einer Flasche einführbar ist.
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Der Flaschenöffner umfasst eine Greifkante zum Hintergreifen eines Randabschnitts des Kronkorkens der Flasche. Die Greifkante ist an einem Schwenkelement des Flaschenöffners angeordnet. Das Schwenkelement dient zum Arretieren und zum Lösen des Kronkorkens, wobei das Schwenkelement um eine Schwenkachse verschwenkbar ist.
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Insbesondere ist das Schwenkelement zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verschwenkbar, wobei das Schwenkelement in der ersten Position dazu ausgebildet ist, den Kronkorken zu fixieren. In anderen Worten wird der Kronkorken unter das Schwenkelement bzw. die Greifkante, gehakt. Durch eine Hebelbewegung des Flaschenöffners kann die Flasche durch das Lösen des Kronkorkens geöffnet werden. In einer zweiten Position kann ein bereits unter gehakter und noch verschlossener bzw. nicht gelöster Kronkorken ohne das Öffnen der Flasche wieder freigegeben werden. Vor allem ist das Schwenkelement mittels Federkraft in der ersten Position gehalten. Das Schwenkelement kann mittels einer eingebrachten Welle gelagert sein. Es kann gegen die Federkraft durch manuelles Einwirken in die zweite Position gebracht werden, um einen nicht gelösten Kronkorken wieder freizugeben. In anderen Worten ist das Schwenkelement durch Federkraft derart vorgespannt, dass es ohne fremde Einwirkung in der ersten Position ist und beim Öffnungsvorgang unter dem Kronkorkenrand gehalten wird. Es wird somit eine mechanische Arretierung des Kronkorkens durch das Schwenkelement ermöglicht, die ein zuverlässigen Öffnungsvorgang der Flasche gewährleistet.
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Das Schwenkelement kann zwischen der ersten Position und der zweiten Position insbesondere einen Winkel zwischen 5° und 30°, vorzugsweise zwischen 10° und 20°, am meisten bevorzugt zwischen 12° und 15°, einspannen. Die Schwenkachse verläuft insbesondere parallel zu der Einführöffnung beziehungsweise einer der die Einführöffnung umfassenden Ebene. Die Schwenkachse verläuft insbesondere durch die Welle.
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Insbesondere wird eine Stirnseite in Längsrichtung des Flaschenöffners zumindest teilweise durch das Schwenkelement gebildet. Vor allem weist der Flaschenöffner einen ersten Endbereich und einen zweiten Endbereich in Längsrichtung auf, wobei das Schwenkelement im ersten Endbereich und der Auffangbehälter im zweiten Endbereich angeordnet ist.
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Das Schwenkelement kann einen Griffbereich aufweisen, der vorzugsweise als Bedienhebel ausgebildet ist. Dieser kann am gegenüberliegenden Ende des Schwenkelementes im Vergleich zur Greifkante angeordnet sein. Das Schwenkelement dient zum Arretieren, Hebeln und Freigeben des ungelösten Kronkorkens. Da es sich bei der Greifkante um eine Hebelfläche handelt und diese durch Verschwenken des Schwenkelements bewegt wird, kann auf diese Weise ein bereits untergehakter aber noch nicht gelöster Kronkorken wieder freigegeben werden. Durch das Lösen ist es möglich eine ungeöffnete Flasche aus der Kronkorkenaufnahme zu entfernen. In anderen Worten wird der Griffbereich gedrückt und somit eine Bewegung des Schwenkelementes in die zweite Position ausgelöst, die den Kronkorken freigibt.
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Die Einführöffnung ist erfindungsgemäß seitlich am Flaschenöffner angeordnet und ist in Längsrichtung auf der einen Seite vom Schwenkelement begrenzt. Ferner kann sie auf der anderen Seite von einem abgeschrägten Außenwandabschnitt begrenzt sein. Der Außenwandabschnitt bzw. das Schwenkelement grenzt somit in Längsrichtung vorzugsweise direkt an die Einführöffnung. Insbesondere umfasst der Außenwandabschnitt einen Winkel mit der Längsrichtung des Flaschenöffners, der vorzugsweise zwischen 20° und 70°, ferner bevorzugt zwischen 30° und 60° liegt. Der abgeschrägte Außenwandabschnitt dient insbesondere dazu, eine Bewegung zum Öffnen der Flasche zu ermöglichen. Ein Teil des Kronkorkens wird unter die Greifkante gespannt, wobei dann die Flasche vorzugsweise in Richtung des abgeschrägten Außenwandabschnitts verschwenkt und somit der Kronkorken gelöst wird. Das Anschlagen des Flaschenöffners an die Flasche wird somit beim Öffnungsvorgang vermieden.
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Insbesondere weist der Flaschenöffner ein sich an die Einführöffnung und somit den Innenraum anschließenden Kanal auf zum Führen der gelösten Kronkorken in den Auffangbehälter. In einem Übergangsbereich des Kanals zum Auffangbehälter kann der Flaschenöffner mindestens einen abgeschrägten Innenwandabschnitt aufweisen, um eine Bewegung der im Auffangbehälter befindlichen gelösten Kronkorken in Richtung der Einführöffnung zu erschweren.
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Der Kanal zeichnet sich insbesondere durch ein reduziertes Ausmaß in mindestens einer Querrichtung des Flaschenöffners aus, wobei sich dieses Ausmaß im Übergangsbereich wieder erhöhen kann. Der Kanal kann insbesondere Ausmaße, nämlich eine Breite und eine Länge, aufweisen, die an die Ausmaße eines Kronkorkens angepasst sein können. So kann der Kanal eine Länge aufweisen, die mindestens der Länge eines Kronkorkens entspricht und eine Breite, die mindestens dem Doppelten des Kronkorkens, aber höchstens dem Dreifachen einer Breite des Kronkorkens, entsprechen kann. Die Breite des Kanals kann zwischen 4 mm und 15 mm, vorzugsweise zwischen 6 mm und 10 mm, liegen.
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Der mindestens eine Innenwandabschnitt kann sich zumindest in einem Längsschnitt des Flaschenöffners radial nach außen schräg in Richtung des ersten Endbereiches erstrecken. In einem zentralen Bereich befindet sich somit der Kanal, wobei dann der abgeschrägte Innenwandabschnitt sich in radial nach äußerer Richtung schräg in Richtung des ersten Endbereich erstreckt. Insbesondere spannt der Innenwandabschnitt einen Winkel mit der Längsrichtung des Flaschenöffners, der vorzugsweise zwischen 20° und 70°, ferner bevorzugt zwischen 30° und 60° liegt. Vorzugsweise kann der Flaschenöffner zwei entsprechend abgeschrägte Innenwandabschnitte umfassen.
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Der Flaschenöffner kann ein im Kanal angeordnetes Hinderungselement zum Hindern einer Bewegung der im Auffangbehälter befindlichen gelösten Kronkorken in Richtung der Einführöffnung aufweisen. Das Hinderungselement kann vor allem als Blockadeelement verstanden werden. Es kann sich hierbei beispielsweise um eine Feder handeln, die zwischen den beiden Innenwandabschnitten und/oder innerhalb des Kanals angeordnet sein kann, um somit eine entsprechende Bewegung zu unterbinden oder zumindest zu erschweren. Das Hinderungselement ist austauschbar bzw. nachrüstbar.
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Der Anschlag liegt vor allem in Querrichtung hinter der Öffnungsfläche. In anderen Worten dient der Anschlag als eine Abstandsbegrenzung für den Kronkorken, da er begrenzt, wie weit der Flaschenhals vom Schwenkhebel in den Innenraum geschoben werden kann. Durch die beidseitige Erhöhung in Längsrichtung, wird die Bewegung des gelösten Kronkorkens somit zu drei Seiten hin begrenzt und nur die Seite Richtung Kanal freigegeben.
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Ferner dient der Anschlag als zusätzliche Öffnungs- beziehungsweise Hebelfläche für den Kronkorken. Je nach Material des Flaschenöffners kann eine härtere Öffnungsfläche separat montiert sein, um einen Verschleiß von weicherem Material zu vermeiden. Dies trifft vor allem auf die Oberfläche des Anschlags und/oder die Oberfläche der Greifkante zu. Die Oberfläche des Anschlags und/oder die Oberfläche der Greifkante kann vorzugsweise glatt und/oder rau und/oder gefast sein kann, um ein Abrutschen beim Öffnen zu verhindern.
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Insbesondere kann der Flaschenöffner zweiteilig gebildet sein, und zwar aus einem ersten Teil im ersten Endbereich und einem zweiten Teil im zweiten Endbereich, wobei der zweite Teil durch den Auffangbehälter gebildet sein kann. Bei einer zweiteiligen Ausführung kann der Auffangbehälter als Hohlkörper ausgebildet sein, in die das erste Teil umfassend den ersten Endbereich einsetzbar ist. Der erste Teil kann dabei alle oben genannten Merkmale bis auf den Auffangbehälter umfassen. Der mindestens eine abgeschrägte Innenwandabschnitt erleichtert bei einer zweiteiligen Ausführung ein Zusammensetzen des Flaschenöffners.
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Der Flaschenöffner kann Öffnungen, vorzugsweise Bohrlöcher, aufweisen, um den Flaschenöffner an dem Auffangbehälter zu arretieren und/oder zum Anbringen optionaler Anbauteile wie beispielsweise Magnethalter, Getränkekistenhalter, Gürtelclip, Wandhalter, Griffschalen etc. Die Öffnungen können ein Gewinde aufweisen. Bei einer zweiteiligen Ausbildung kann der erste Teil als Passung in den zylindrischen Körper des Auffangbehälters eingeführt sein, und beispielsweise mittels Schrauben in den entsprechenden Öffnungen fixiert sein.
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Ferner kann der Flaschenöffner einteilig gebildet sein. Der Flaschenöffner kann insbesondere ein Metall und/oder einen Kunststoff umfassen. Bei der insbesondere einteiligen Fertigung kann der Flaschenöffner vor allem durch ein Spritzgussverfahren, Aluminiumdruckguss oder 3D-Druck gefertigt sein.
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Es zeigen in rein schematischer Darstellung:
- 1: eine perspektivische Ansicht eines Flaschenöffner;
- 2: eine Längsschnittdarstellung eines Abschnitts des Flaschenöffners der 1 im ersten Endbereich;
- 3: eine Längsschnittdarstellung des Abschnitts des Flaschenöffners der 1 und 2 im ersten Endbereich;
- 4: eine Draufsicht des Flaschenöffner der 1 bis 3;
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In 1 ist ein Flaschenöffner 10 in perspektivischer Ansicht mit einer Längsrichtung 30 zu sehen. Er weist einen ersten Endbereich 31 und einen zweiten Endbereich 32 auf.
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Im ersten Endbereich 31 weist der Flaschenöffner ein Schwenkelement 20 auf, das um eine, in 1 nicht direkt dargestellte Schwenkachse 21, verschwenkbar ist. In 1 ist das Schwenkelement 20 in der ersten Position 22 gezeigt. Seitlich weist der Flaschenöffner eine Einführöffnung 13 auf. Diese führt zu einer Kronkorkenaufnahme 11, in die ein Kronkorken einer Flasche eingeführt werden kann. Das Schwenkelement 20 weist eine Greifkante 15 auf, die in 1 nicht zu sehen ist. Ferner umfasst das Schwenkelement 20 einen Griffbereich 25.
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Ferner weist der Flaschenöffner einen Auffangbehälter 14 auf zum Aufnehmen gelöster Kronkorken. Deutlich ist ebenfalls ein abgeschrägter Außenwandabschnitt 50 zu sehen, der direkt an die Einführöffnung 13 angrenzt. An der anderen Seite grenzt das Schwenkelement 20 an die Einführöffnung 13. Der abgeschrägte Außenwandabschnitt 50 spannt mit der Längsrichtung 30 einen Winkel 51 ein. Durch eine beidseitige Erhöhung in Längsrichtung 30 der Einführöffnung 13 wird ein seitliches Herausrutschen des gelösten Kronkorkens verhindert.
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In 2 ist eine Längsschnittdarstellung des Abschnitts des Flaschenöffners 10 der 1 im ersten Endbereich 31 in Längsrichtung 30 zu sehen. Erneut ist die Einführöffnung 13 und die Kronkorkenaufnahme 11 zu sehen. Die Kronkorkenaufnahme 11 wird durch einen Anschlag 26 in Querrichtung des Flaschenöffners 10 begrenzt. In Längsrichtung wird sie durch das Schwenkelement 20 begrenzt. Die Kronkorkenaufnahme 11 ist Teil des Innenraums 12.
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In 2 ist auch deutlich die Greifkante 15 zu sehen. Das Schwenkelement 20 ist mit der Welle 27 gelagert, durch die die Schwenkachse 21 sich in das Blatt hinein erstreckt. Erneut ist das Schwenkelement 20 in der ersten Position 22 gezeigt. Die Stirnseite 33 in Längsrichtung 30 wird durch das Schwenkelement 20 gebildet. Ferner ist erneut der abgeschrägte Außenwandabschnitt 50 gezeigt, der die Einführöffnung 13 begrenzt.
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Vom Innenraum 12 bzw. der Kronkorkenaufnahme 11 führt ein Kanal 40 in den Auffangbehälter 14. In einem Übergangsbereich 41 zum Auffangbehälter 14 erhöht sich die Breite in Querrichtung, während diese in dem Bereich des Kanals 40 reduziert ist. In diesem Übergangsbereich 41 weist der Flaschenöffner 10 zwei Innenwandabschnitte 42 auf, die radial nach außen in zumindest dem Längsabschnitt, der in 2 gezeigt ist, schräg nach außen in Richtung des ersten Endbereichs 31 abfallen. Die Innenwandabschnitte 42 spannen mit der Längsrichtung 30 einen Winkel 43 ein. Es wird eine Bewegung eines bereits gelösten Kronkorkens vom Inneren des Auffangbehälters zurück zur Kronkorkenaufnahme 11 verhindert.
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Ferner sind in 2 zwei Öffnungen 70, und zwar vorzugsweise Bohrlöcher zu sehen, zum Befestigen des in 2 dargestellten Teils des Flaschenöffners mit dem Auffangbehälter. Ferner kann die Öffnung 70 zum Anbringen optionaler Anbauteile, wie beispielsweise einem Halter, beispielsweise einem Magnethalter, einem Getränkekistenhalter, ein Gürtelclip, ein Bandhalter oder Griffschalen, etc. dienen.
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In 3 ist wieder der Flaschenöffner 10 der 2 in Längsschnittdarstellung zu sehen, allerdings ist nun das Schwenkelement 20 in der zweiten Position 23 dargestellt. Zwischen der ersten Position und der zweiten Position kann - in 3 schematisch dargestellt - ein Winkel 24 eingeschlossen sein.
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In 4 ist eine Draufsicht des Flaschenöffner 10 der 1 bis 3 gezeigt, wobei nun der Flaschenöffner 10 beziehungsweise der Abschnitt um 90° gedreht ist, sodass man deutlich einen Innenwandabschnitt 42, den abgeschrägten Außenwandabschnitt 50, die Einführöffnung 13 und das Schwenkelement 20 sieht.
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In 5 ist nochmal der Abschnitt des Flaschenöffners 10 der vorangehenden 2 in perspektivischer Ansicht zu sehen. Erneut ist nun der Kanal 40, ein Innenwandabschnitt 42 im Übergangsbereich 41 der abgeschrägte Außenabschnitt 50 und das Schwenkelement 20 mit der Greifkante 15 und dem Griffbereich 25 zu sehen. In einem Innenwandabschnitt 42 kann eine Öffnung 70 vorgesehen sein, um ein Hinderungselement, wie beispielsweise eine Feder einzufügen, die sich von einem Innenwandabschnitt zum gegenüberliegenden Innenwandabschnitt erstrecken kann und somit ein Zurückrutschen weiterhin mechanisch behindert. In anderen Worten erstreckt sich das Hinderungselement durch den Kanal 40.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Flaschenöffner
- 11
- Kronkorkenaufnahme
- 12
- Innenraum
- 13
- Einführöffnung
- 14
- Auffangbehälter
- 15
- Greifkante
- 20
- Schwenkelement
- 21
- Schwenkachse
- 22
- erste Position
- 23
- zweite Position
- 24
- Winkel zwischen erster und zweiter Position
- 25
- Griffbereich
- 26
- Anschlag
- 27
- Welle
- 30
- Längsrichtung
- 31
- erster Endbereich
- 32
- zweiter Endbereich
- 33
- Stirnseite
- 40
- Kanal
- 41
- Übergangsbereich
- 42
- Innenwandabschnitt
- 43
- Winkel des Innenwandabschnitts zur Längsrichtung
- 50
- abgeschrägter Außenwandabschnitt
- 51
- Winkel des abgeschrägten Außenwandabschnittes zur Längsrichtung
- 70
- Öffnung