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Die Erfindung betrifft ein Elektronikmodul mit einem Elektronikgehäuse und mit einem Montagefuß nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Anordnung aus einer Tragschiene mit einem solchen Elektronikmodul.
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Elektronikmodule mit Elektronikgehäusen der gattungsgemäßen Art sind in der Regel dazu vorgesehen, in Schaltschränken oder dgl. auf Tragschienen angeordnet zu werden, so dass es wichtig ist, dass sie auch unter beengten Einbauverhältnissen auf die Tragschiene montierbar und wieder von dieser demontierbar sind. Zudem sind sie an diesen Orten u.U. Vibrationen und Erschütterungen ausgesetzt, so dass es auch wichtig ist, dass sie an der Tragschiene sicher gehalten werden.
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Gattungsgemäße Elektronikmodule sind beispielsweise aus der
EP 3 569 042 A1 und der
DE 298 06 691 U1 bekannt. Die Montagefüße der hier jeweils offenbarten Elektronikgehäuse haben sich an sich bewährt. Es ist aber dennoch wünschenswert, den Montagefuß optimiert so auszugestalten, dass er auch senkrecht zur Tragschiene nach oben wieder von der Tragschiene gelöst werden und abgenommen werden kann und dennoch im verrasteten Zustand sehr sicher auf der Tragschiene gehalten ist.
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Die Lösung dieses Problem ist die Aufgabe der Erfindung.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
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Nach Anspruch 1 wird ein Elektronikmodul geschaffen. Dieses weist ein Elektronikgehäuse mit einem Montagefuß zum Aufsetzen auf eine insbesondere hutförmige Tragschiene mit zwei in entgegengesetzten Richtungen gerichteten Rastschenkeln zum Befestigen des Elektronikmoduls an der Tragschiene und zum Lösen des Elektronikmoduls von der Tragschiene auf. Dabei ist das Elektronikmodul zumindest durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
- - der Montagefuß weist zwei relativ zueinander bewegliche Funktionsabschnitte auf, an welchen jeweils ein Rasthaken zum Verrasten des Montagefußes an jeweils einem der jeweiligen Rastschenkel der Tragschiene ausgebildet ist,
- - die beiden Funktionsabschnitte sind einstückig miteinander verbunden; und
- - die beiden Funktionsabschnitte sind in einem auf die Tragschiene aufgesetzten Zustand relativ zueinander in eine Rast- und Fixierstellung beweglich, in welcher der Montagefuß im Bereich der beiden Rasthaken an der Tragschiene verrastet und fixiert ist und die beiden Funktionsabschnitte sind ferner aus dieser Rast- und Fixierstellung durch eine oder mehrere Federanordnungen nach einem manuellen Betätigen einer Handhabungskontur des Montagefußes nur auf einer Seite der Tragschiene direkt auf der Tragschiene in eine Löse- und Abhebestellung beweglich, in welcher die beiden Rasthaken in dem auf die Tragschiene aufgesetzten Zustand die Rastschenkel der Tragschiene nicht mehr hintergreifen, so dass der Montagefuß und das gesamte Elektronikgehäuse in eine Hochrichtung senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung der Tragschiene von der Tragschiene abnehmbar sind.
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Derart wird mit einfachen Mitteln ein Montagefuß geschaffen, der sich einerseits einfach und gut sicher an der Tragschiene fixieren lässt und der andererseits direkt an der Tragschiene mittels einer lediglich einseitigen Betätigung des Montagefußes im Bereich nur eines der beiden Rastschenkel der Tragschiene so gelöst werden kann, dass der Montagefuß und das gesamte Elektronikgehäuse in eine Hochrichtung senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung der Tragschiene gerade und insbesondere ohne ein Verkippen des Elektronikgehäuses von der Tragschiene abnehmbar sind. Letzteres ist insbesondere in beengten Einbauverhältnissen besonders vorteilhaft.
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Besonders bevorzugt ist der Montagefuß manuell werkzeuglos betätigbar und es ist insbesondere besonders vorteilhaft manuell werkzeuglos ein Lösen der Rast- und Fixierstellung möglich, wobei sich die beiden Funktionsabschnitte selbsttätig in die Lösestellung bewegen.
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Dabei ist es besonders einfach und kostengünstig, dass die beiden Funktionsabschnitte des Montagefußes als ein einstückiges Kunststoffspritzteil ausgebildet sind. Nach einer besonders vorteilhaften Variante kann insofern sogar vorgesehen sein, dass der gesamte Montagefuß als ein einstückiges Kunststoffspritzteil ausgebildet ist.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Montagefuß auf einer einzigen Seite der Tragschiene manuell werkzeuglos betätigbar ist, so dass werkzeuglos ein Lösen der Rast- und Fixierstellung möglich ist, wobei sich die Funktionsabschnitte selbststätig in die Löse- und Abhebestellung bewegen. Umsetzbar ist dies nach einer vorteilhaften Variante und konstruktiv vorteilhaft umsetzbaren Ausgestaltung beispielsweise dadurch, dass die wenigstens eine oder die mehrere Federanordnungen dazu ausgelegt sind, die beiden Funktionsabschnitte aus dem Rastzustand nach dem Lösen des Löseelementes relativ zueinander selbsttätig in die Löse- und Abhebestellung zu verschieben, in welcher der Montagefuß und das Elektronikgehäuse senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung der Tragschiene nach oben ohne Verkippen des Elektronikgehäuses von der Tragschiene abnehmbar sind.
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Dabei können die eine oder mehreren Federanordnung(en) jeweils eine oder mehrere Wellenfedern aufweisen. Denn diese können besonders einfach und platzsparend an dem Montagefuß ausgebildet werden, was eine Integration des Montagefußes in das Elektronikgehäuse vereinfacht.
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Nach einer einfachen konstruktiven Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste Funktionsabschnitt und der zweite Funktionsabschnitt durch einen Verbindungs- und Führungssteg und eine zweite Federanordnung miteinander verbunden sind, die jedenfalls abschnittsweise in eine Kulisse des Schiebeabschnitts eingreifen, die oberhalb des zweiten Funktionsabschnitts in dem Schiebeabschnitt des ersten Funktionsabschnittes ausgebildet ist.
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Nach einer einfachen konstruktiven Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Schiebeabschnitt einerseits in eine Stellung bringbar ist, in welcher der erste Rasthaken an dem Rastschenkel verrastet ist, so dass er ihn unter- bzw. hintergreift, wobei das Ende der ersten Federeinrichtung nicht an einer Widerlagerwand des Elektronikgehäuses anliegt und dass er andererseits bis in eine Stellung bringbar ist, in welcher der Rasthakenabschnitt den Rastschenkel T1 nicht hintergreift, in welcher aber die erste Federeinrichtung in einem gespannten Zustand an einer Anschlagswand des Elektronikgehäuses anliegen.
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Nach einer weiteren einfachen konstruktiven Variante der Erfindung kann so dann vorgesehen sein, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Funktionsabschnitt eine durch Betätigen der Handhabungskontur lösbare Rastverbindung mit korrespondierenden Rastmitteln ausgebildet ist. Diese Rastverbindung kann auf verschiedene Weise umgesetzt werden. Besonders vorteilhaft erscheint, wenn die Rastmittel folgendes umfassen: der zweite Funktionsabschnitt weist eine in Hochrichtung Z vorkragende Rastkante auf und der Schiebeabschnitt des ersten Funktionsabschnitts eine korrespondierende gegen die Hochrichtung vorkragende korrespondierende Rastkante, wobei diese Rastkanten ferner Schrägflächen aufweisen, an welchen die beiden Funktionsabschnitte im verrasteten Zustand nach dem Lösen der Verrasten aneinander liegen.
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Es kann dann nach einer weiteren vorteilhaften Variante vorgesehen sein, dass die zweite Federanordnung und der Verbindungs- und Führungssteg im Zusammenspiel mit der Kulisse nicht nur eine Art Schiebeführung ausbilden, sondern dass sie auch ein Schwenklager um eine zur Längserstreckungsrichtung parallele Achse ausbilden.
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Es kann sodann nach einer weiteren vorteilhaften Variante vorgesehen sein, dass der zweite Funktionsabschnitt an einem freien Ende nach unten gegen die Hochrichtung drückbar ist, um eine Verrastung des zweiten Funktionsabschnittes an dem ersten Funktionsabschnittes zu lösen, woraufhin sich die Funktionsabschnitte durch die Wirkung der zweiten Federeinrichtung derart verschieben, dass der Montagefuß insgesamt an der Tragschiene fest verrastet ist.
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Es kann sodann nach einer weiteren vorteilhaften Variante vorgesehen sein, dass mit der Handhabungskontur manuell die Verrastung des zweiten Funktionsabschnittes an dem ersten Funktionsabschnitt wieder herstellbar ist, wobei sich die Funktionsabschnitte durch die Federeinrichtungen derart ausrichten, dass der Montagefuß insgesamt senkrecht nach oben von der Tragschiene lösbar ist.
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Die Erfindung schafft schließlich auch eine Anordnung aus einer Tragschiene und wenigstens einem oder mehreren auf der Tragschiene angeordneten, aneinander gereihten Elektronikmodulen nach einem oder mehreren der auf diese bezogenen Ansprüche.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann im Schutzbereich der Ansprüche auch auf andere Weise umgesetzt werden. Es zeigt:
- 1 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht einer Anordnung aus einer Tragschiene und einem drauf angeordneten Elektronikmodul mit einem Elektronikgehäuse mit einem Montagefuß in einer Stellung, in welcher der Montagefuß auf der Tragschiene in einer Rast- und Fixierstellung verrastet und fixiert ist;
- 2 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht der Anordnung aus 1a) und b) in einer Zwischenstellung während eines Bewegens des Montagefußes in eine Löse- und Abhebestellung;
- 3 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht der Anordnung aus 2a) und b) in einer Stellung, in welcher sich Funktionsabschnitte des Montagefußes in die Löse- und Abhebestellung bewegt haben, so dass das Elektronikgehäuse senkrecht nach oben von der Tragschiene entnehmbar ist;
- 4 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht der Anordnung aus 3a) und 3) in einer weiteren Zwischenstellung, in welcher der Montagefuß aus der Löse- und Abhebestellung wieder entrastet worden ist, sich aber noch nicht wieder in die Rast - und Fixierstellung bewegt hat; und
- 5 in a) und b) eine perspektivische Ansicht der Ober- und Unterseite des Montagefußes der Anordnung aus 1a) und b) ohne Elektronikgehäuse und Tragschiene, in einer Stellung, welche der Rast- und Fixierstellung der 1a) und b) entspricht.
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Ortsangaben und Begriffe wie „oben“ und „unten“, „rechts“ und links" beziehen sich nachfolgend auf eine untere Tragschiene T in der horizontalen Ausrichtung der 1 oder auch bezogen auf die Erfindung der 3b) und sind derart relativ bezogen zu verstehen. Diese Tragschiene T wird am Einsatzort auf einer hier nicht dargestellten Montagebasis wie einer Schaltschrankwand angeordnet. Diese kann wie in 1a horizontal aber auch vertikal oder schräg dazu ausgerichtet sein.
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Die Tragschiene T ist als sogenannte Hutschiene ausgebildet. Sie weist zwei in entgegengesetzte Richtungen voneinander weg weisende stegartige Rastschenkel T1 und T2 auf. Diese sind hier in einer gemeinsamen Ebene angeordnet.
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Auf die Tragschiene T ist ein Elektronikmodul 1 aufgerastet. Dieses weist ein Elektronikgehäuse 2 und einen Montagefuß 3 auf. Der Montagefuß 3 ist auch separat in 5a und 5b dargestellt.
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Das Elektronikgehäuse 2 kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein.
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Das Elektronikgehäuse 2 besteht vorzugsweise aus einem nichtleitenden Kunststoff. In oder an ihm kann wenigstens eine Funktionselektronik mit einer oder mehreren Elektronikkomponenten angeordnet sein. Zu diesen Elektronikkomponenten gehören im Sinne dieser Anmeldung einerseits eines oder mehrere Bauelemente oder Einrichtungen wie eine bestückte Leiterplatte 21, Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Dioden, usw. aber auch eines oder mehrere rein stromleitende Bauelemente wie Stromschienen, Leiter, Leiteranschlüsse, eine oder mehrere Kontaktleisten 22 usw...
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Das Elektronikgehäuse 2 kann in und gegen eine Anreihrichtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung X der Tragschiene T anreihbar ausgebildet sein. Es kann insbesondere wie dargestellt einen scheibenartigen oder einen blockartigen Aufbau aufweisen. Es erstreckt sich in die Anreihrichtung X sowie in eine Hochrichtung Z senkrecht zur Tragschiene T und in eine Querrichtung Y senkrecht zur Tragschiene T. Die Richtungen X, Y, Z bilden ein kartesisches Koordinatensystem.
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Das Elektronikgehäuse 2 ragt zu beiden Enden der Rastschenkel T1 und T2 in die Y-Richtung und in die -Y-Richtung über diese Enden hinaus. Die Rastschenkel T1, T2 sind vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene ausgebildet. Die in 1 dargestellte bevorzugte Tragschiene T wird auch als Hutschiene bezeichnet.
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An und in dem Elektronikgehäuse 2 ist an dessen zur Tragscheine T hin gerichteten - in 1a) und b) unteren - Seite der Montagefuß 3 ausgebildet. Dieser Montagefuß 3 ist hier besonders vorteilhaft als einstückiges Spritzgußelement aus einem Kunststoffmaterial gefertigt.
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Das Elektronikgehäuse 2 hat in der Haupterstreckungsrichtung X der Tragschiene eine Erstreckung X1. Der Montagefuß T ist in der Haupterstreckungsrichtung X bevorzugt nicht breiter, sondern schmaler als das Elektronikgehäuse 2, maximal aber genauso breit wie das Elektronikgehäuse 2.
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Der Montagefuß 3 kann in das Elektronikgehäuse 2 (das in 1a und 1b), das in Anreihrichtung - die der Richtung X entspricht - nur teilweise dargestellt ist, in dessen unteren Bereich eingesetzt sein. Es wird in Anreihrichtung X und gegen diese von Konturen wie Wänden des Elektronikgehäuses 2 gehalten und nach unten und oben von weiteren Konturen des Elektronikgehäuses 2 gehalten. Dabei bleibt eine manuelle Betätigung möglich und eine Verrastung des Montagefußes 3 an der Tragschiene T, was nachfolgend noch näher beschreiben wird. Alternativ ist es natürlich auch denkbar, den Montagefuß 3 von unten an dem Elektronikgehäuse 2 zu befestigen.
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Der Montagefuß 3 weist zwei Funktionsabschnitte 31 und 32 auf, die begrenzt zueinander relativ beweglich sind, siehe 1a) und 1b) bis 4a) und b) sowie auch 5a) und 5b).
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Der Montagefuß 3 ist vorzugsweise aus einem elektrisch gut isolierenden Kunststoffmaterial hergestellt. Denkbar ist es zwar, dass in ihn metallische Elemente integriert werden, um beispielsweise eine höhere Festigkeit zu erreichen oder eine leitende Verbindung zur Tragschiene T zu realisieren. Dies ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen aber nicht umgesetzt worden.
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Die beiden Funktionsabschnitte 31 und 32 sind einstückig miteinander verbunden. Sie sind zudem relativ zueinander am und im Elektronikgehäuse 2 verschieblich. Diese Verschieblichkeit bezieht sich auf die Querrichtungen +Y und -Y.
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Jeder der beiden Funktionsabschnitte 31 und 32 weist jeweils einen Rasthaken 311, 321 zum Verrasten an der Tragschiene T auf. Die Funktionsabschnitte 31 und 32 mit den Rasthaken 311, 321 sind in eine Rast- und Fixierstellung bewegbar, in welcher sie jeweils einen der beiden Rastschenkel T1 und T2 hintergreifen können bzw. in 1a) und 1b) auch hintergreifen, so dass der Montagefuß 3 in eine Rast- und Fixierstellung bewegt ist.
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Derart sind der Montagefuß 3 und damit auch das Elektronikgehäuse 2 an der Tragschiene verrastet und somit fixiert. Diese Stellung ist in 1a und 1b dargestellt.
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Die Funktionsabschnitte 31 und 32 mit den Rasthaken 311, 321 sind aus der Rast- und Fixierstellung in eine Löse- und Abhebestellung bewegbar, in welcher die beiden Funktionsabschnitte aneinander zwar verrastet sind, in der aber dennoch der Montagefuß 3 in der Hochrichtung Z senkrecht nach oben von der Tragschiene T abnehmbar ist, ohne das Elektronikgehäuse 2 dabei verkippen zu müssen (3a, 3b). Dies wird in den weiteren Figuren in aufeinander folgenden Schritten dargestellt.
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An den Rasthaken 311 des ersten Funktionsabschnitts 31 schließt sich hier beispielhaft an der von dem Rastschenkel T1 abgewandten Seite eine längenveränderbare erste Federanordnung 312 in Richtung -Y an und an den sich weiterhin zur entgegengesetzten Seite des Elektronikgehäuses 2 in Richtung +Y ein Schiebeabschnitt 313 an, welcher die Tragschiene T übergreift und welcher sich weiter quer erstrecken kann. Der Schiebeabschnitt 313 kann oberhalb der Tragschiene T eine Art Bogen oder U beschreiben (umgekehrt zum U der Tragschiene T), um Raum für ggf. in der Tragschiene T unterzubringende separate Funktionselemente wie Busschienen oder dgl. zu schaffen. Dies ist eine vorteilhafte optionale Ausgestaltungsmöglichkeit.
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Die Federanordnung 312 könnte alternativ auch auf andere Weise realisiert werden, z.B. eine als ausgestellte Federlasche auf der anderen Seite der Tragschiene T (hier nicht dargestellt).
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Die längenveränderliche Federanordnung 312 wird hier beispielhaft von mindestens einem, hier zwei parallel geschalteten und angeordneten Wellenfedern 3121, 3122 gebildet, die jeweils nebeneinander in einer X-Y-Ebene verlaufen und die einerseits mit dem Rasthaken 311 und andererseits an ihrem vom Rasthaken 311 abgewandten Enden miteinander verbunden sind.
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Der Schiebeabschnitt 313 kann sich an der von der Federanordnung 312 abgewandten Seite bis über den zweiten Rastschenkel T2 und über das Ende des Elektronikgehäuses 2 hinaus erstrecken.
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Die längenveränderliche Federanordnung 312, d.h. in Y-Richtung stauch- und spannbare erste Federanordnung 312 ist in einem Führungskanal 23 angeordnet, der in einem unteren Bereich des Elektronikgehäuses 2 ausgebildet ist und dessen Haupterstreckungsrichtung die- Y Richtung ist. Dieser Führungskanal 23 ist hier eine als Art Flachkanal ausgebildet. Dieser Führungskanal 23 steht in Richtung des ersten Rastschenkels T1 der Tragschiene T offen.
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An der gegenüberliegenden, von der Tragschiene T abgewandten Seite ist dieser Führungskanal 23 geschlossen ausgebildet. Er weist dort eine Anschlagwand 231 auf. Diese Anschlagwand 231 dient in noch zu beschreibenden Positionen als Anschlag für das zu dieser Seite gerichtete Ende der Federanordnung 312.
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Die erste Federanordnung 312 berührt die Anschlagswand 231 in der Stellung der 1a und 1b, welche die Rast- und Fixierstellung des Montagefußes 3 auf der Tragschiene 3 wiedergeben, nicht. Es ist vielmehr in dieser Stellung ein Abstand von z.B. einigen mm zwischen der Anschlagswand 231 und dem korrespondierenden Ende der ersten Federanordnung 312 ausgebildet. Die erste Federanordnung 312 befindet sich in 1a und 1b in einem nicht gestauchten, entspannten Zustand.
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An dem Schiebeabschnitt 313, insbesondere an dessen Ende in +Y-Richtung, kann eine Handhabungskontur 314 ausgebildet sein. Diese ist hier beispielhaft als ein Steg ausgebildet, der so groß ist, dass an ihm der Schiebeabschnitt 313 in Richtung -Y und +Y verschiebbar ist. Dieser kann sich beispielhaft senkrecht zu dem übrigen Schiebeabschnitt 313 erstrecken.
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Der erste Funktionsabschnitt 31 bildet eine Funktionseinheit, die einerseits in einer Stellung bringbar ist, in welcher der erste Rasthaken 311 an dem Rastschenkel T1 verrastet ist, so dass er ihn unter- bzw. hintergreift, wobei das Ende der ersten Federeinrichtung 312 nicht an einer Widerlagerwand des Elektronikgehäuses anliegt ( 1a, 1b) und der andererseits bis in eine Stellung bringbar ist, in welcher der Rasthakenabschnitt 311 den Rastschenkel T1 nicht hintergreift. In dieser kann sogar die erste Federeinrichtung 312 in einem gespannten Zustand an der Widerlagerwand abgestützt sein (Stellungen der 2a, 2b; 3a, 3b).
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Die Verrastung des Montagefußes 3 an dem zweiten Rastschenkel T2 gewährleistet in der Rastfixierstellung der 1a und 1b der zweite Funktionsabschnitt 32 des Montagefußes 3 mit seinem Rasthaken 321.
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Dieser zweite Funktionsabschnitt 32 ist unterhalb des Elektronikgehäuses 2 und bezogen auf die Hochrichtung Z in montierter Position auf der Tragschiene T unterhalb des Schiebeabschnitts 313 angeordnet, wo er weitestgehend parallel zu diesem verläuft (siehe auch wiederum die 5a) und 5b)).
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Der zweite Funktionsabschnitt 32 weist an seiner zum ersten Funktionsabschnitt 31 gewandten Seite einen sich hier in Hochrichtung Z erstreckenden Verbindungs- und Führungssteg 322 auf, der in eine Kulisse 315 eingreift, die oberhalb des zweiten Funktionsabschnitts 32 in dem ersten Schiebeabschnitt 313 des ersten Funktionsabschnittes 31 ausgebildet ist. Dabei ist über eine einstückige Verbindung zwischen dem einen inneren Ende des Funktionsabschnitts 311 und dem Verbindungs- und Führungssteg 322 eine zweite Federanordnung 317 ausgebildet. Derart kann der erste Funktionsabschnitt 32 relativ zum zweiten Funktionsabschnitt 31 in 1 nach links verschoben werden, wobei in die eine Richtung (hier die -Y-Richtung) die zweite Federanordnung 317 gespannt wird. In die entgegengesetzte Richtung kann sich der erste Funktionsabschnitt 31 dann selbststätig über die zweite Federanordnung 317 bewegen, wenn sich diese Federanordnung 317 entspannt. Die zweite Federanordnung 317 kann vorteilhaft als eine Wellenfeder ausgebildet sein.
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An dem ersten und dem zweiten Funktionsabschnitt 31, 32 ist zudem eine Rastverbindung mit korrespondierenden Rastmitteln ausgebildet, welche dazu dient, den ersten und den zweiten Funktionsabschnitt 31, 32 in einer definierten Schiebestellung der beiden Funktionsabschnitte 31, 32 relativ zueinander ortsfest zu fixieren.
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Dazu weist nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel der zweite Funktionsabschnitt 32 eine in Hochrichtung Z vorkragende erste Rastkante 323 auf und der Schiebeabschnitt 313 des ersten Funktionsabschnitts 31 eine korrespondierende gegen die Hochrichtung in Fig, 1a und b nach unten vorkragende korrespondierende Rastkante 316. Diese Rastkanten 323 und 316 weisen ferner Schrägflächen 3231, 3161 auf, an welchen die beiden Funktionsabschnitte im verrasteten Zustand nach dem Lösen der Verrastung (2a, 2b, 4a, 4b) aneinander liegen (1a, 1b)
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Diese Rastverbindung nutzt auch die konstruktive Besonderheit, dass die zweite Federanordnung 315 und der Verbindungs- und Führungssteg 322 im Zusammenspiel mit der Kulisse 317 nicht nur eine Art Schiebeführung, sondern dass sie auch ein Schwenklager ausbilden. Dies sei kurz näher erläutert. Der zweite Funktionsabschnitt 32 erstreckt sich in der Querrichtung Y so weit, das er an einem freien handhabungsartigen Ende 324 nach unten gegen die Hochrichtung Z drückbar ist.
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Wird dieses Ende 324 aus der Raststellung der Funktionsabschnitte 31, 32 relativ zueinander der 2a, 2b nach unten in Richtung - Z bewegt, verschwenkt sich der zweite Funktionsabschnitt 32 im Bereich des Verbindungs- und Führungssteges 322 etwas, so dass sich das Ende 324 diese Bewegung durchführen kann. Derart kann die Verrastung (3a, 3b) des zweiten Funktionsabschnittes 32 an dem ersten Funktionsabschnitt 31 freigegeben werden (4a, 4b). In der freigegebene Stellung ergibt sich dann durch die Wirkung der zweiten Federanordnung 315 die Stellung der 1a und 1b, in welcher der zweite Funktionsabschnitt 32 mit seinem Rasthaken 312 den zweiten Rastschenkel T2 untergreift, so dass der Montagefuß 3 insgesamt an der Tragschiene T fest verrastet und fixiert ist. Genauer betrachtet drängt die zweite Federanordnung 315 den ersten Funktionsabschnitt 31 in 1a und 1b nach rechts, so dass auch der Rasthaken 311 des ersten Funktionsabschnittes 31 an der Tragschiene T an deren erstem Rastschenkel T1 verrastet ist.
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Um die Rast- und Fixierstellung der 1 und 1b zu lösen wird die Rastverbindung der Rastkanten 316, 323 wieder hergestellt. Dazu wird der erste Funktionsabschnitt 31 an seiner Handhabungskontur 314 (Siehe 2a und 2b) in Richtung der Tragschiene T bewegt (eingedrückt), so dass der Schiebeabschnitt 313 in 1 von dem ersten Rastschenkel T1 gelöst wird. Der Rasthaken 311 bewegt sich dabei gegen die Richtung Y in 1a nach links. Dabei wird das Ende der ersten Federanordnung 312 gegen die Anschlagwand 231 bewegt und die erste Federanordnung 312 wird zusammengestaucht und gespannt. Und es wird dabei die Verrastung zwischen den Rastkanten 316, 324 wieder hergestellt (2a, 2b).
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Wird jetzt der erste Funktionsabschnitt 31 losgelassen, drängt ihn die erste Federanordnung 312 den Schiebeabschnitt 313 nach rechts, wobei der zweite Funktionsabschnitt 32 mitgenommen wird, so dass auch der Rasthaken 321 des zweiten Funktionsabschnitts 32 aus seiner Verraststellung gelöst wird. Diese Stellung zeigen die 3a und 3b. Der erste Funktionsabschnitt 31 ist dabei auch noch nicht an dem ersten Rastschenkel T1 verrastet (3a, 3b).
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In dieser Stellung sind der Rastfuß 3 und damit das gesamte Elektronikgehäuse 2 von der Tragschiene T in der Hochrichtung Y, also senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung 31 von der Tragschiene T in die Löse- und Abhebestellung bewegt und senkrecht zur Tragschiene von der Tragschiene T abhebbar. An der Unterseite des zweiten Funktionsabschnittes 32 können dabei einer oder mehrere Anschläge 325, 326 realisiert sein, um eine Zentrierung des Montagefußes oberhalb der Tragschiene T genau in der Position der 3a und 3b zu gewährleisten, in welcher der Montagefuß 3 und damit das Elektronikgehäuse 2 in der Hochrichtung Z von der Tragschiene T abnehmbar sind.
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Bei einem Lösen der Rastverbindung zwischen den Funktionsabschnitten 31, 32 durch Niederdrücken des Handhabungsendes 324 des zweiten Funktionsabschnittes 32, bewegt die zweite Federanordnung 315 die beiden Funktionsabschnitte 31, 32 so, dass die Rasthaken 311, 321 wieder an der Tragschiene T verrastet werden, so dass sich wieder das Bild der Rast- und Fixierstellung der 1a und 1b ergibt.
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Derart ist der Montagefuß 3 manuell von einer einzigen Seite der Tragschiene T her manuell werkzeuglos betätigbar und es ist derart auch insbesondere manuell werkzeuglos durch einseitige Betätigung ein Lösen der Rast- und Fixierstellung (1a, 1b) möglich, wobei sich die Funktionsabschnitte 31, 32 nach diesem Lösen (2a, 2b) schließlich selbststätig durch die integrierten Federeinrichtung(en) in die Löse- und Abhebestellung der 3a und 3b bewegen. Dabei werden beide Verrastungen an den Rastschenkeln T1, T2 gelöst.
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Es wird derart ein Elektronikmodul 1 mit einem Elektronikgehäuse 2 mit einem Montagefuß gebildet, das zum Aufsetzen auf die hutförmige Tragschiene T mit zwei in entgegengesetzten Richtungen +Y, -Y gerichteten Rastschenkeln T1, T2 und zum Befestigen des Elektronikmoduls an der Tragschiene T ausgelegt und geeignet ist. Dabei sind die einstückig miteinander verbundenen und relativ zueinander bewegliche Funktionsabschnitte 31, 32 in einem auf die Tragschiene T aufgesetzten Zustand in die Rast- und Fixierstellung der 1a und 1b beweglich, in welcher der Montagefuß 31, 32 im Bereich der beiden Rasthaken 311, 321 an den Rastschenkeln T1, T2 der Tragschiene T verrastet sind. Und es sind die beiden Funktionsabschnitte 31, 32 ferner aus dieser Rast- und Fixierstellung direkt durch eine einseitige Betätigung des Montagefußes 3 auf der Tragschiene T in die Löse- und Abhebestellung der 3a, 3b beweglich, in welcher die beiden Rasthaken 311, 312 die Tragschiene T in dem auf die Tragschiene T aufgesetzten Zustand nicht mehr hintergreifen, so dass der Montagefuß 3 und dass gesamte Elektronikgehäuse 2 in die Hochrichtung Z senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung X der Tragschiene T von der Tragschiene T abnehmbar sind.
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Bezugszeichen
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- 1
- Elektronikmodul
- 2
- Elektronikgehäuse
- 21
- Leiterplatte
- 22
- Kontaktleiste
- 23
- Führungskanal
- 231
- Anschlagswand
- 3
- Montagefuß
- 31 und 32
- Funktionsabschnitte
- 311
- Rasthaken
- 312
- Erste Federanordnung
- 3121, 3122
- Wellenfedern
- 313
- Schiebeabschnitt
- 314
- Handhabungskontur
- 315
- Zweite Federanordnung
- 316
- Rastkante
- 3161
- Schrägfläche
- 317
- Führungskulisse
- 32
- Funktionsabschnitt
- 311, 321
- Rasthaken
- 322
- Verbindungs- und Führungssteg
- 323
- Rastkante
- 3231
- Schrägfläche
- 324
- Handhabungsende
- 325, 326
- Anschläge
- T
- Tragschiene
- T1 und T2
- Rastschenkel
- X1
- Breite Elektronikmodul
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 3 569 042 A1 [0003]
- DE 298 06 691 U1 [0003]