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Die Erfindung betrifft ein Flügelelement für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem solchen Flügelelement.
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Die
WO 2007/118552 A1 offenbart ein Kraftfahrzeug mit einer Fahrzeugtür, welche ein Türunterteil und ein oberes Fensterteil aufweist, die durch eine Fensterbrüstung getrennt sind. Der
WO 2020/01137 A1 ist eine Vorrichtung zur Betätigung einer Fahrzeugtür eines Fahrzeugs als bekannt zu entnehmen, mit einer Sensoreinrichtung, die dazu eingerichtet ist, eine auf die Fahrzeugtür einwirkende Kraft zu erfassen und entsprechende Sensordaten zu erzeugen. Des Weiteren ist aus der
DE 10 2017 202 114 A1 ein Kraftfahrzeug bekannt, mit mindestens einer Seitentür, die einen Türkörper aufweist. Außerdem offenbart die
WO 2006/007916 A1 eine Kraftwagentür mit einem inneren Modul und einem äußeren Modul.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Flügelelement für ein Fahrzeug sowie ein Fahrzeug mit wenigstens einem solchen Flügelelement zu schaffen, sodass auf besonders bauraumgünstige Weise eine besonders vorteilhafte Betätigbarkeit des Flügelelements realisiert werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Flügelelement mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Flügelelement für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug. Dies bedeutet, dass das vorzugsweise als Kraftfahrzeug, insbesondere als Kraftwagen und ganz insbesondere als Personenkraftwagen, ausgebildete Fahrzeug in seinem vollständig hergestellten Zustand das Flügelelement aufweist. Unter dem Flügelelement ist ein Bauelement zu verstehen, welches an einem beispielsweise als selbsttragende Karosserie ausgebildeten Aufbau des Fahrzeugs, dessen auch als Fahrgastzelle, Fahrgastraum oder Kabine bezeichneter Innenraum durch den Aufbau gebildet ist, bewegbar, insbesondere verschwenkbar, zu halten oder gehalten, das heißt anordenbar oder angeordnet ist. Das Flügelelement ist somit in vollständig hergestelltem Zustand des Fahrzeugs separat von dem Aufbau ausgebildet und bewegbar, insbesondere verschwenkbar, an dem Aufbau gehalten. Insbesondere ist dem Flügelelement eine Aufbauöffnung des Aufbaus zugeordnet. Das Flügelelement kann relativ zu dem Aufbau zwischen einer Schließstellung und wenigstens einer Offenstellung bewegt, insbesondere verschwenkt, werden. In der Schließstellung ist durch das Flügelelement zumindest ein Teilbereich der Aufbauöffnung verschlossen. In der Offenstellung gibt das Flügelelement den Teilbereich der insbesondere als Durchgangsöffnung ausgebildeten Aufbauöffnung frei. Insbesondere kann es sich bei dem Flügelelement beispielsweise um eine Tür, insbesondere um eine Seitentür, handelt, sodass die Aufbauöffnung beispielsweise als eine insbesondere seitliche oder aber heckseitige Türöffnung ausgebildet ist. Die Tür wird auch als Fahrzeugtür bezeichnet. Somit kann beispielsweise in der Offenstellung des Flügelelements eine sich zunächst in einer Umgebung des Fahrzeugs und somit des Flügelelements aufhaltende Person über den freigegebenen Teilbereich der Aufbauöffnung in den Innenraum einsteigen. Ferner kann beispielsweise eine sich zunächst in dem Innenraum aufhaltende Person über den freigegebenen Teilbereich aus dem Innenraum aussteigen und dadurch an oder in die Umgebung gelangen. Ferner ist es denkbar, dass das Flügelelement eine Klappe, wie beispielsweise eine Heckklappe oder eine Frontklappe ist. Beispielsweise kann das Flügelelement eine Kofferraumklappe oder ein Kofferraumdeckel oder eine Motorhaube sein. Somit kann beispielsweise die Aufbauöffnung eine insbesondere seitliche oder aber heckseitige Türöffnung oder eine vordere oder hintere Stauraumöffnung sein, sodass beispielsweise über den in der Offenstellung des Flügelelements freigegebenen Teilbereich der Aufbauöffnung ein beispielsweise frontseitiger oder heckseitiger Stauraum, insbesondere Kofferraum, des Fahrzeugs zugänglich sein kann. Somit ist das Flügelelement ein separat von dem Aufbau ausgebildetes Anbauteil, welches bewegbar, insbesondere verschwenkbar, an dem Aufbau anordenbar oder angeordnet ist.
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Beispielsweise weist das Flügelelement wenigstens ein Basiselement auf, welches beispielsweise eigensteif, mithin formstabil ist. Insbesondere ist das Basiselement ein Festkörper. Unter dem Merkmal, dass ein Element wie beispielsweise das Basiselement eigensteif und somit formstabil ist, ist im Rahmen der vorliegenden Offenbarung zu verstehen, dass das Element nicht etwa ein Element ist, welches beispielsweise wie ein Stück Stoff oder ein beispielsweise als Seil ausgebildetes Zugmittel biegeschlaff und somit formlabil ist und somit nur Zugkräfte jedoch keine Druckkräfte übertragen kann, sondern das Element behält bei alleiniger Betrachtung des Elements seine Form selbständig bei, sodass über das Element sowohl Druckkräfte als auch Zugkräfte übertragen werden können.
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Das Flügelelement weist ein insbesondere separat von dem Basiselement ausgebildetes Griffelement auf, welches insbesondere relativ zu dem Basiselement aus einer Ausgangsstellung in eine Betätigungsstellung, insbesondere rotatorisch und/oder translatorisch, bewegbar ist. Durch insbesondere relativ zu dem Basiselement erfolgendes Bewegen des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung ist ein Schloss, mittels welchem das zwischen der Schließstellung und der wenigstens einen Offenstellung bewegbar, insbesondere verschwenkbar, an dem Aufbau des Fahrzeugs anordenbare oder angeordnete Flügelelement in der Schließstellung insbesondere relativ zu dem Aufbau zu sichern ist, mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Verwendung beziehungsweise Nutzung von elektrischer Energie, entriegelbar.
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Das Flügelelement, insbesondere das Griffelement, weist beispielsweise ein Bedienelement auf, mittels welchem durch Bedienen, insbesondere Betätigen, des Bedienelements das Schloss elektrisch entriegelbar ist, mithin eine elektrische Entriegelung des Schlosses bewirkbar ist. Insbesondere dann, wenn das Flügelelement als eine Tür, insbesondere als eine Seitentür, des Fahrzeugs ausgebildet ist, ist das Schloss ein Türschloss beziehungsweise wird das Schloss auch als Türschloss bezeichnet. Insbesondere kann das Schloss Bestandteil des Flügelelements und somit mit dem Flügelelement relativ zu dem Aufbau zwischen der Schließstellung und der wenigstens einen Offenstellung mitbewegbar, insbesondere mitverschwenkbar, sein. Insbesondere kann es sich bei dem Bedienelement um ein mechanisches Bedienelement wie beispielsweise einen Knopf, einen Taster oder eine Taste handeln. Beispielsweise kann das Bedienelement relativ zu einem Grundelement des Flügelelements zwischen einer ersten Bedienelementstellung und einer zweiten Bedienelementstellung, insbesondere rotatorisch und/oder translatorisch, bewegt werden. Durch Bedienen, insbesondere Betätigen, des Bedienelements wird das Bedienelement beispielsweise aus der ersten Bedienelementstellung relativ zu dem Grundelement in die zweite Bedienelementstellung bewegt, wodurch das Schloss elektrisch entriegelt werden kann, mithin eine elektrische Entriegelung des Schlosses bewirkt werden kann. Ferner ist es denkbar, dass das Bedienelement eine berührungsempfindliche Oberfläche ist oder aufweist, wobei das Bedienelement dadurch bedienbar ist, dass eine Person mit einem ihrer Finger die berührungsempfindliche Oberfläche direkt berührt.
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Das Griffelement ist beispielsweise ein außenseitiges, insbesondere ein türaußenseitiges, Griffelement, welches somit beispielsweise auf einer Außenseite des Flügelelements angeordnet ist. Insbesondere dann, wenn das Flügelelement eine Tür, insbesondere eine Seitentür, ist, ist somit das Griffelement ein türaußenseitiges Griffelement, mithin ein außenseitiger Türgriff, welcher auch als türaußenseitiger Türgriff oder Türaußengriff bezeichnet wird. Dabei ist das Griffelement auf der Außenseite angeordnet, wobei die Außenseite in Einbaulage des Flügelelements und in der Schließstellung des Flügelelements, insbesondere in Fahrzeugquerrichtung des Fahrzeugs nach außen hin, von dem Innenraum abgewandt und der Umgebung des Fahrzeugs zugewandt ist. Das Flügelelement nimmt seine Einbaulage in vollständig hergestelltem Zustand des das Flügelelement aufweisenden Fahrzeugs ein.
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Das Schloss kann beispielsweise zwischen einem verriegelten Zustand und einem entriegelten Zustand verstellt werden. Durch Entriegeln des Schlosses wird das Schloss aus dem verriegelten Zustand in den entriegelten Zustand gebracht, das heißt überführt. Befindet sich das Flügelelement in der Schließstellung, und befindet sich währenddessen das Schloss in dem verriegelten Zustand, so wird das Flügelelement mittels des Schlosses, insbesondere formschlüssig, in der Schließstellung und somit gegen eine unerwünschte, relativ zu dem Aufbau erfolgende Bewegung in die Offenstellung gesichert. Um das Flügelelement zu öffnen, mithin aus der Schließstellung in die Offenstellung zu bewegen, wird das Bedienelement, insbesondere durch eine Person, bedient, insbesondere betätigt. Hierdurch wird das Schloss entriegelt, mithin aus dem verriegelten Zustand in den entriegelten Zustand überführt, sodass das Schloss das Flügelelement für eine relativ zu dem Aufbau erfolgende Bewegung aus der Schließstellung in die Offenstellung freigibt. Beispielsweise ist an dem Aufbau, insbesondere an einer beispielsweise als Türsäule ausgebildeten und auch als Karosserie- oder Aufbausäule bezeichneten Fahrzeugsäule des Aufbaus, ein Verriegelungselement wie beispielsweise ein auch als Schlossbolzen bezeichneter Schließbolzen oder ein auch als Schlossbügel bezeichneter Schließbügel befestigt. In der Schließstellung des Flügelelements und in dem verriegelten Zustand des Schlosses wirkt beispielsweise das Schloss, insbesondere eine Dreh- und/oder Gabelfalle des Schlosses, insbesondere formschlüssig, mit dem Verriegelungselement zusammen, wodurch das Flügelelement in der Schließstellung, insbesondere formschlüssig, zu sichern oder gesichert ist. Beispielsweise weist das Schloss ein erstes Schlosselement auf, welches beispielsweise die zuvor genannte Dreh- und/oder Gabelfalle sein kann. In der Schließstellung des Flügelelements und in dem verriegelten Zustand des Schlosses wirkt beispielsweise das Schloss mit einem zweiten Schlosselement zusammen, welches beispielsweise das Verriegelungselement ist. Das zweite Schlosselement ist zumindest mittelbar, insbesondere direkt, an dem Aufbau, insbesondere an einer Fahrzeugsäule, befestigt, insbesondere derart, dass Relativbewegungen zwischen dem zweiten Schlosselement und dem Aufbau, insbesondere zwischen dem zweiten Schlosselement und der Fahrzeugsäule, unterbunden sind. Insbesondere wirkt in der Schließstellung des Flügelelements und in dem Verriegelungszustand des Schlosses das erste Schlosselement formschlüssig mit dem zweiten Schlosselement zusammen. Dadurch, dass in der Schließstellung des Flügelelements und in dem verriegelten Zustand des Schlosses das erste Schlosselement, insbesondere formschlüssig, mit dem zweiten Schlosselement zusammenwirkt, ist das Flügelelement in der Schließstellung, insbesondere formschlüssig, zu sichern oder gesichert ist. Beispielsweise kann das erste Schlosselement relativ zu einem Referenzelement des Schlosses und insbesondere relativ zu dem zweiten Schlosselement (Verriegelungselement) zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung, insbesondere translatorisch und/oder rotatorisch, bewegt werden. In der Schließstellung des Flügelelements und in der Verriegelungsstellung des ersten Schlosselements wirkt das erste Schlosselement, insbesondere formschlüssig, mit dem zweiten Schlosselement zusammen, wodurch das Flügelelement in der Schließstellung insbesondere relativ zu dem Aufbau zu sichern oder gesichert ist. Durch das oder bei dem Entriegeln des Schlosses wird beispielsweise das erste Schlosselement aus der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung bewegt, in welcher ein Zusammenwirken des ersten Schlosselements mit dem zweiten Schlosselement unterbleibt. Hierdurch wird das Flügelelement für eine relativ zu dem Aufbau erfolgende Bewegung aus der Schließstellung in die Offenstellung freigegeben. Unter dem Merkmal, dass durch das Bedienen, insbesondere Betätigen, des Bedienelements das Schloss elektrisch entriegelbar ist, mithin eine elektrische Entriegelung des Schlosses bewirkbar ist, ist insbesondere zu verstehen, dass beispielsweise infolge des Bedienens des Bedienelements ein elektrisch betreibbarer Schlossaktor, welcher beispielsweise als ein Elektromotor ausgebildet ist, insbesondere elektrisch, angesteuert wird. Durch dieses insbesondere elektrische Ansteuern des Schlossaktors wird der Schlossaktor elektrisch betrieben, sodass mittels des Schlossaktors beispielsweise das erste Schlosselement, insbesondere unter Nutzung von elektrischer Energie und somit elektrisch, aus der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung bewegt wird. Dies bedeutet, dass das erste Schlosselement elektrisch aus der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung bewegt wird, wodurch das Schloss elektrisch, das heißt unter Nutzung der zuvor genannten elektrischen Energie entriegelt wird. Ein auf das elektrische Entriegeln des Schlosses erfolgendes Bewegen des Flügelelements aus der Schließstellung in die Offenstellung kann beispielsweise dann manuell von einer Person oder von der zuvor genannten Person bewirkt werden, insbesondere dadurch, dass die Person manuell eine Kraft, insbesondere eine Zugkraft oder eine Druckkraft, auf das Flügelelement insbesondere über das Griffelement ausübt und so das Flügelelement relativ zu dem Aufbau aus der Schließstellung in die Offenstellung bewegt. Ferner ist es denkbar, dass infolge des Bedienens des Bedienelements das Flügelelement elektrisch, das heißt unter Nutzung von elektrischer Energie aus der Schließstellung in die Offenstellung relativ zu dem Aufbau bewegbar ist oder bewegt wird, insbesondere nachdem das Schloss, insbesondere elektrisch, entriegelt wurde. Hierzu ist beispielsweise eine elektrisch betreibbare Bewegungseinrichtung vorgesehen, welche beispielsweise den zuvor genannten, elektrisch betreibbaren Schlossaktor und/oder wenigstens einen weiteren elektrisch betreibbaren Aktor aufweist. Infolge des Bedienens des Bedienelements wird beispielsweise die Bewegungseinrichtung, insbesondere elektrisch, angesteuert, wodurch die Bewegungseinrichtung elektrisch betrieben wird, sodass mittels der Bewegungseinrichtung das Flügelelement unter Nutzung von elektrischer Energie und somit elektrisch relativ zu dem Aufbau aus der Schließstellung in die Offenstellung bewegt, insbesondere verschwenkt, wird. Somit kann das Schloss besonders komfortabel entriegelt werden, und das Flügelelement kann besonders komfortabel geöffnet, mithin aus der Schließstellung in die Offenstellung bewegt werden. Es ist denkbar, dass das Flügelelement, insbesondere das Griffelement und ganz insbesondere das Bedienelement, wenigstens einen, insbesondere elektrischen oder elektrisch betreibbaren, Sensor aufweist, mittels welchem ein beispielsweise durch eine Person bewirktes Bedienen, insbesondere Betätigen, des Bedienelements, erfasst werden kann. Wird beispielsweise mittels des Sensors ein durch eine Person bewirktes Bedienen, insbesondere Betätigen, des Bedienelements, das heißt insbesondere eine durch eine Person bewirkte Bewegung des Bedienelements aus der ersten Bedienelementstellung in die zweite Bedienelementstellung erfasst, so wird, insbesondere wie zuvor beschrieben, der Schlossaktor angesteuert, sodass mittels des Schlossaktors das Schloss elektrisch entriegelt wird. Der Schlossaktor kann Bestandteil des Flügelelements sein. Ferner ist es denkbar, dass der Sensor ein Bestandteil des Flügelelements, insbesondere ein Bestandteil des Griffelements und ganz insbesondere ein Bestandteil des Bedienelements, ist. Ferner kann das Schloss Bestandteil des Flügelelements sein.
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Grundsätzlich wäre es möglich, beispielsweise infolge eines Unfalls des Fahrzeugs, dass das Bedienelement und/oder der Sensor und/oder der Schlossaktor nicht mehr mit elektrischer Energie beziehungsweise elektrischem Strom versorgt werden kann, da beispielsweise eine Stromversorgung des Bedienelements und/oder des Schlossaktors und/oder des Sensors beschädigt, unterbrochen oder zerstört ist. Dann kann gegebenenfalls das Schloss nicht mehr elektrisch entriegelt werden, da beispielsweise der Schlossaktor nicht mehr betrieben werden kann und/oder da beispielsweise mittels des Sensors eine Bedienung beziehungsweise Betätigung des Bedienelements nicht mehr erfasst werden kann. Um dann dennoch insbesondere nach einem Unfall des Fahrzeugs das Flügelelement schnell und einfach öffnen zu können, ist das Griffelement aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegbar, wodurch das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Nutzung von elektrischer Energie, entriegelt werden kann. Somit kann beispielsweise nach einem Unfall des Fahrzeugs eine sich in einer Umgebung des Fahrzeugs und somit des Flügelelements aufhaltende Person als Ersthelfer oder Ersthelferin das Griffelement schnell und einfach aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegen, wodurch das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelt wird. In der Folge kann die genannte Person das Flügelelement schnell und einfach öffnen und somit beispielsweise in den Innenraum zu einer sich im Innenraum aufhaltenden Person vordringen und in der Folge beispielsweise die sich im Innenraum aufhaltende Person versorgen. Das Griffelement ist oder fungiert somit als ein Notentriegelungselement, mittels welchem das Schloss mechanisch entriegelt, insbesondere notentriegelt, werden kann.
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Beispielsweise kann das Flügelelement eine insbesondere separat von dem Basiselement und vorzugsweise separat von dem Griffelement ausgebildete Sicherungseinrichtung aufweisen, welche relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Griffelement aus einer Sicherungsstellung in eine Freigabestellung bewegbar ist. Insbesondere ist die Sicherungseinrichtung aus der Sicherungsstellung in die Freigabestellung relativ zu dem Basiselement bewegbar an dem Basiselement gehalten.
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In der Sicherungsstellung ist beispielsweise durch die Sicherungseinrichtung eine Bewegung des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung unterbunden. Mit anderen Worten ist durch die Sicherungseinrichtung in der Sicherungsstellung das Griffelement gegen eine Bewegung des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung gesichert. Wieder mit anderen Worten ausgedrückt verhindert oder unterbindet die Sicherungseinrichtung in der Sicherungsstellung eine Bewegung des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung. Dadurch können beispielsweise in einem Normalzustand des Fahrzeugs, wobei es in dem Normalzustand nicht zu einem Unfall des Fahrzeugs gekommen ist, unerwünschte Bewegungen des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung verhindert werden, sodass beispielsweise eine Person in dem Normalzustand des Fahrzeugs Kräfte auf das Griffelement und über das Griffelement auf das Flügelelement ausüben kann, um hierdurch das Flügelelement handzuhaben, das heißt relativ zu dem Aufbau zu bewegen, ohne dass es hierbei zu einer unerwünschten Bewegung des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung kommt. Insbesondere kann die jeweilige Kraft eine Zugkraft oder eine Druckkraft sein. In der Freigabestellung jedoch gibt die Sicherungseinrichtung das Griffelement für eine Bewegung des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung frei. Dies bedeutet, dass in der Freigabestellung die Sicherungseinrichtung eine Bewegung des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung zulässt. Befindet sich somit nach einem Unfall des Fahrzeugs die Sicherungseinrichtung in der Freigabestellung, so die zuvor genannte Person als die Ersthelferin oder der Ersthelfer das Griffelement schnell und einfach aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegen und dadurch schnell und einfach das Schloss entriegeln. In der Folge kann die Person schnell und einfach das Flügelelement öffnen und in den Innenraum vordringen.
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Beispielsweise weist das Flügelelement ein insbesondere separat von dem Basiselement, separat von dem Griffelement und separat von der Sicherungseinrichtung ausgebildetes und vorzugsweise eigensteifes Verbindungselement auf, welches beispielsweise als eine Stange, mithin als eine Verbindungsstange ausgebildet sein kann. Das Verbindungselement greift beispielsweise in eine Aufnahme der Sicherungseinrichtung ein und ist dadurch, insbesondere gelenkig, mit der Sicherungseinrichtung verbunden. Beispielsweise ist es vorgesehen, dass dadurch, dass das Verbindungselement in die Aufnahme eingreift, das Verbindungselement die Aufnahme, insbesondere vollständig, durchdringt, das heißt durchsetzt. Das Flügelelement weist beispielsweise auch einen insbesondere separat von dem Basiselement, separat von dem Griffelement, separat von der Sicherungseinrichtung und separat von dem Verbindungselement ausgebildeten, auch als Aktuator bezeichneten und beispielsweise elektrisch betreibbaren Aktor auf, mittels welchem über das Verbindungselement die Sicherungseinrichtung antreibbar und dadurch aus der Sicherungsstellung in die Freigabestellung bewegbar ist. Beispielsweise ist das Verbindungselement mit dem Aktor, insbesondere gelenkig und ganz insbesondere drehbar, koppelbar oder gekoppelt. Mittels des Aktors ist über das Verbindungselement die Sicherungseinrichtung antreibbar und dadurch aus der Sicherungsstellung in die Freigabestellung bewegbar.
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Wird beispielsweise mittels einer Sicherungseinrichtung des Fahrzeugs ein tatsächlich eingetretener Unfall des Fahrzeugs erfasst und/oder wird beispielsweise mittels einer elektronischen Recheneinrichtung des Fahrzeugs ermittelt, insbesondere berechnet, dass eine Wahrscheinlichkeit, mit der es in Zukunft zu einem Unfall des Fahrzeugs kommt, einen insbesondere vorgebbaren oder vorgegebenen Schwellenwert überschreitet, so wird der Aktor, insbesondere elektrisch, angesteuert. Durch dieses Ansteuern des Aktors wird der Aktor, insbesondere elektrisch, betrieben, wodurch der Aktor das Verbindungselement antreibt und hierdurch insbesondere relativ zu dem Basiselement und beispielsweise relativ zu dem Griffelement bewegt. Durch dieses Bewegen des Verbindungselements wird die Sicherungseinrichtung angetrieben und somit relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Griffelement aus der Sicherungsstellung in die Freigabestellung bewegt. Somit wird durch das genannte Betreiben des Aktors die Sicherungseinrichtung über das Verbindungselement von dem Aktor angetrieben und dadurch aus der Sicherungsstellung in die Freigabestellung bewegt.
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Das Flügelelement weist des Weiteren einen beispielsweise als Bowdenzug ausgebildeten Seilzug auf, über welchen durch Bewegen des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Nutzung beziehungsweise Verwendung von elektrischer Energie, betätigbar und dadurch mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Nutzung von elektrischer Energie, entriegelbar ist. Der Seilzug ist oder umfasst beispielsweise ein insbesondere biegeschlaffes und somit formlabiles Zugmittel, welches beispielsweise als ein Zugseil ausgebildet ist. Beispielsweise ist das Zugseil ein Drahtseil.
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Der Seilzug weist dabei ein griffelementseitiges Koppelelement auf, über welches der Seilzug mit dem Griffelement, insbesondere mechanisch und ganz vorzugsweise rein mechanisch und somit ohne Nutzung von elektrischer Energie, gekoppelt ist. Hierfür ist das Koppelelement zumindest mittelbar oder direkt mit dem Griffelement, insbesondere gelenkig, mechanisch, insbesondere rein mechanisch, gekoppelt, wodurch der Seilzug mit dem Griffelement, insbesondere gelenkig, mechanisch, insbesondere rein mechanisch, gekoppelt ist. Wird somit beispielsweise von einer Person das Griffelement aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung bewegt, so wird hierdurch beispielsweise der Seilzug angetrieben und, insbesondere relativ zu dem Basiselement, bewegt, insbesondere translatorisch bewegt. Insbesondere wird hierbei der Seilzug von dem Griffelement mechanisch, insbesondere rein mechanisch, angetrieben und somit insbesondere relativ zu dem Basiselement bewegt, insbesondere translatorisch bewegt. Durch dieses insbesondere relativ zu dem Basiselement erfolgende Bewegen des Seilzugs wird das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, betätigt und dadurch mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelt.
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Um nun eine besonders vorteilhafte Betätigbarkeit des Flügelelements auf besonders bauraumgünstige Weise realisieren zu können, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Koppelelement einen ersten Teilbereich und einen sich direkt an den ersten Teilbereich anschließenden, zweiten Teilbereich aufweist. Der erste Teilbereich ist außenumfangsseitig kugelsegmentförmig ausgebildet, sodass der erste Teilbereich außenumfangsseitig in Form eines Kugelsegments ausgebildet ist, mithin die Form eines Kugelsegments aufweist. Der zweite Teilbereich ist außenumfangsseitig zylindrisch ausgebildet, sodass der zweite Teilbereich außenumfangsseitig in Form eines geraden Kreiszylinders ausgebildet ist, mithin die Form eines geraden Kreiszylinders aufweist. Unter dem Merkmal, dass die Teilbereiche direkt aneinander anschließen, mithin, dass der zweite Teilbereich direkt an den ersten Teilbereich anschließt und umgekehrt, ist zu verstehen, dass zwischen den Teilbereichen kein anderer, weiterer Teilbereich des Koppelelements angeordnet ist. Da der erste Teilbereich kugelsegmentförmig und der zweite Teilbereich zylindrisch ausgebildet ist, können besonders hohe Kräfte, insbesondere Zugkräfte, zwischen dem Griffelement und dem Seilzug, insbesondere von dem Griffelement auf den Seilzug, übertragen werden, sodass mittels des Griffelements und mittels des Seilzugs auch nach einem Unfall des Fahrzeugs das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelt werden kann. Darüber hinaus kann das Koppelelement selbst, das heißt für sich alleine betrachtet besonders bauraumgünstig ausgestaltet werden. Insbesondere kann eine in Einbaulage des Flügelelements und in der Schließstellung des Flügelelements beispielsweise in Fahrzeugquerrichtung des Fahrzeugs verlaufende Breite des Koppelelements besonders gering gehalten werden, sodass ein Bauraumbedarf des Koppelelements und somit des Seilzugs in einem besonders geringen Rahmen gehalten werden kann. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Flügelelement als die zuvor genannte Tür ausgebildet ist, da besonders bei oder in einer solchen Tür sehr beengte Platzverhältnisse herrschen. Da das Koppelelement besonders bauraumgünstig ausgestaltet werden kann, können das Koppelelement und der Seilzug besonders vorteilhaft angeordnet oder verlegt werden, insbesondere in einem Inneren des Flügelelements.
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Beispielsweise sind das Koppelelement und somit über das Koppelelement der Seilzug in ein korrespondierendes Einhängelement eingehängt, wodurch das Koppelelement zumindest mittelbar, insbesondere direkt, mit dem Griffelement, insbesondere gelenkig, gekoppelt ist, und zwar vorzugsweise mechanisch, insbesondere rein mechanisch. Denkbar ist, dass sich in eine von dem ersten Teilbereich ausgehende und von dem zweiten Teilbereich weg weisende Richtung an den ersten Teilbereich insbesondere direkt ein Übertragungsteil des Seilzugs anschließt, wobei das Übertragungsteil beispielsweise das zuvor genannte Zugmittel oder umfasst. Beispielsweise ist oder umfasst das Übertragungsteil das Zugmittel als Litze sowie beispielsweise eine die Litze ummantelnde und somit umgebende, auch als Ummantelung oder Mantel bezeichnete Hülle. Beispielsweise ist das Koppelelement über das Übertragungsteil mit dem Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, gekoppelt, sodass durch Bewegen des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung das Koppelelement und über das Koppelelement das Übertragungsteil betätigbar und dadurch insbesondere relativ zu dem Basiselement bewegbar ist. Durch dieses insbesondere relativ zu dem Basiselement erfolgendes Bewegen des Koppelelements und des Übertragungsteils ist das Schloss, insbesondere mechanisch und ganz insbesondere rein mechanisch betätigbar, wodurch das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelbar ist. Insbesondere erstreckt sich beispielsweise das Übertragungsteil in die genannte Richtung von dem ersten Teilbereich weg. Dadurch, dass der erste Teilbereich außenumfangsseitiges Kugelsegment ausgebildet ist, kann außerdem eine vorteilhafte Abdichtung der Litze realisiert werden, sodass beispielsweise ein Eindringen von Wasser in die Litze vermieden werden kann. Die Erfindung ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Flügelelement als die zuvor genannte Tür ausgebildet ist, da beispielsweise das Koppelelement in einem auch als Schacht bezeichneten Türschacht der Tür angeordnet ist. In diesem Türschacht steht üblicherweise eine nur sehr gering, in der Einbaulage des Flügelelements und in der Schließstellung des Flügelelements in Fahrzeugquerrichtung des Fahrzeugs verlaufende Breite zur Verfügung, um den Seilzug und somit das Koppelelement unterzubringen. Durch die Erfindung kann nun ein besonders bauraumgünstiger Aufbau des Seilzugs realisiert werden, sodass der Seilzug in dem Türschacht vorteilhaft angeordnet und verlegt werden kann.
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Um das Koppelelement und somit den Seilzug besonders bauraumgünstig ausgestalten zu können, ist es bei einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der kugelsegmentförmige erste Teilbereich ein einfach auch als Segment bezeichnetes Kugelsegment einer gedachten Kugel ist, deren erster Radius auch mit R1 bezeichnet wird. Der zweite Teilbereich ist dadurch, dass der zweite Teilbereich außenumfangsseitig zylindrisch ausgebildet ist, außenumfangsseitig ein Zylinder, welcher als ein gedachter Kreiszylinder ausgebildet ist. Der gedachte Kreiszylinder weist zwei gedachte, einander gegenüberliegende kreisförmige Grundflächen auf, welche jeweils einen zweiten Radius, mithin den gleichen zweiten Radius aufweisen.
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Der erste Radius verläuft beispielsweise in einer gedachten ersten Ebene, und der jeweilige zweite Radius verläuft beispielsweise in einer jeweiligen, gedachten zweiten Ebene, wobei die zweiten Ebenen parallel zueinander verlaufen und wobei die jeweilige zweite Ebene senkrecht zur ersten Ebene verläuft.
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Dabei hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn der zweite Radius geringer als der erste Radius ist. Dadurch kann das Koppelelement besonders bauraumgünstig ausgestaltet werden.
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Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass ein erster Mittelpunkt der gedachten Kugel und ein jeweiliger zweiter Mittelpunkt der jeweiligen gedachten Grundfläche auf einer gedachten gemeinsamen Geraden liegen. Die Gerade verläuft dabei senkrecht zu den gedachten zweiten Ebenen und in der gedachten ersten Ebene. Hierdurch können die Vorteile des kugelsegmentförmigen ersten Teilbereiches insbesondere im Hinblick auf die Abdeckung und die Übertragung von hohen Kräften genutzt werden, wobei gleichzeitig das Koppelelement besonders bauraumgünstig ausgestaltet werden kann.
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Um das Koppelelement besonders bauraumgünstig ausgestalten zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Zylinder bezüglich der gedachten Geraden rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
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Bei einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass der erste Teilbereich direkt an dem Griffelement abstützt ist, wodurch das Koppelelement mit dem Griffelement, insbesondere gelenkig, gekoppelt ist. Somit ist beispielsweise das zuvor genannte Einhängelement ein Teil des Griffelements. Dadurch kann der Bauraumbedarf besonders gering gehalten werden.
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Um einen besonders bauraumgünstigen Aufbau des Flügelelements realisieren zu können, ist es in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass wenigstens ein separat von dem Griffelement ausgebildetes und somit mittelbar, insbesondere direkt, und gelenkig mit dem Griffelement gekoppeltes Hebelelement vorgesehen ist, welches durch Bewegen des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung betätigbar und dadurch insbesondere relativ zu dem Basiselement aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung, insbesondere translatorisch und/oder rotatorisch, bewegbar ist. Das Griffelement ist über das Hebelelement mit dem Koppelelement und dadurch mit dem Seilzug gekoppelt, sodass durch Bewegen des Griffelements aus der Ausgangsstellung in die Betätigungsstellung und somit durch daraus resultierendem Bewegen des Hebelelements aus der ersten Stellung in die zweite Stellung der Seilzug über das Hebelelement von dem Griffelement und das Schloss über das Hebelelement von dem Griffelement jeweils mechanisch, insbesondere rein mechanisch, betätigbar ist, wodurch das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelbar ist. Dabei ist es vorzugsweise vorgesehen, dass der erste Teilbereich direkt an dem Hebelelement abgestützt ist, wodurch das Koppelelement, insbesondere gelenkig, mit dem Hebelelement und über das Hebelelement, insbesondere gelenkig, mit dem Griffelement gekoppelt ist. Somit ist vorzugsweise das zuvor genannte Einhängelement ein Teil des Hebelelements.
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Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Koppelelement an einem freien Ende des Seilzugs ausgebildet ist, wodurch ein besonders bauraumgünstiger Aufbau dargestellt werden kann.
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Schließlich hat es sich zur Realisierung einer besonders bauraumgünstigen Bauweise als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn die Teilbereiche außenumfangsseitig und insbesondere entlang der Geraden betrachtet bündig und somit ohne Versatz, das heißt ohne Kante ineinander übergehen.
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Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein vorzugsweise als Kraftfahrzeug, insbesondere als Kraftwagen und ganz insbesondere als Personenkraftwagen, ausgebildetes Fahrzeug, welches wenigstens ein Flügelelement gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung aufweist. Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels mit den zugehörigen Zeichnungen. Dabei zeigt:
- 1 ausschnittsweise eine schematische Perspektivansicht eines Fahrzeugs mit wenigstens einem Flügelelement; und
- 2 ausschnittsweise eine schematische Perspektivansicht eines Seilzugs, über welchen mittels eines Griffelements des Flügelelements ein Schloss zum Sichern des Flügelelements mechanisch entriegelbar ist.
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In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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1 zeigt ausschnittsweise in einer schematischen Perspektivansicht ein vorliegend als Personenkraftwagen ausgebildetes Fahrzeug 1, dessen auch als Fahrgastzelle, Fahrgastraum oder Kanal bezeichneter Innenraum durch einen insbesondere als selbsttragende Karosserie ausgebildeten Aufbau des Fahrzeugs 1 gebildet ist. Während einer Fahrt des Fahrzeugs 1 können sich im Innenraum Personen wie beispielsweise die Fahrerin oder der Fahrer des Fahrzeugs 1 aufhalten. Das Fahrzeug 1 weist wenigstens ein Flügelelement 2 auf, welches als eine Tür, insbesondere als eine Seitentür, ausgebildet ist und daher auch als Fahrzeugtür bezeichnet wird. Dem Flügelelement 2 ist eine insbesondere seitliche Aufbauöffnung des Aufbaus zugeordnet, wobei die Aufbauöffnung vorliegend als eine seitliche Türöffnung ausgebildet ist. Das Flügelelement 2 ist an dem Aufbau zwischen einer in 1 gezeigten Schließstellung und wenigstens einer in den Figuren nicht gezeigten Offenstellung relativ zu dem Aufbau bewegbar, insbesondere verschwenkbar, gehalten, mithin angeordnet. In der in 1 gezeigten Schließstellung des Flügelelements 2 ist durch das Flügelelement 2 zumindest ein Teilbereich der Aufbauöffnung verschlossen. In der Offenstellung gibt das Flügelelement 2 zumindest den Teilbereich der Aufbauöffnung frei, sodass beispielsweise eine sich zunächst in einer Umgebung 3 des Fahrzeugs 1 aufhaltende Person über den freigegebenen Teilbereich der Aufbauöffnung in den Innenraum einsteigen kann. Ferner kann beispielsweise eine sich zunächst in dem Innenraum aufhaltende Person über den freigegebenen Teilbereich aus dem Innenraum aussteigen und somit in oder an die Umgebung 3 gelangen.
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Das Flügelelement 2 weist ein vorliegend außenseitig und somit vorliegend als ein Türaußengriff ausgebildetes Griffelement 4 auf, welches auch einfach als Türaußengriff bezeichnet wird. Das Griffelement 4 ist relativ zu wenigstens einem Basiselement des Flügelelements 2 aus einer Ausgangsstellung AS in eine Betätigungsstellung, insbesondere translatorisch und/oder rotatorisch, bewegbar. Insbesondere ist bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel das Griffelement 4 derart an dem genannten Basiselement gehalten, dass das Griffelement 4 relativ zu dem Basiselement aus der Ausgangsstellung AS in die Betätigungsstellung, insbesondere rotatorisch und/oder translatorisch, bewegbar ist.
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Das Flügelelement 2 weist beispielsweise ein in den Figuren nicht näher dargestelltes, auch als Türschloss bezeichnetes Schloss auf, mittels welchem das Flügelelement 2 in der Schließstellung relativ zu dem Aufbau zu sichern oder gesichert ist. Das Schloss kann zwischen einem verriegelten Zustand des Schlosses und einem entriegelten Zustand des Schlosses verstellt werden. Befindet sich das Flügelelement 2 in der Schließstellung, während sich das Schloss in seinem verriegelten Zustand befindet, so ist das Flügelelement 2 mittels des Schlosses, insbesondere formschlüssig, relativ zu dem Aufbau in der Schließstellung gehalten. Durch Entriegeln des Schlosses wird oder ist das Schloss aus dem verriegelten Zustand in den entriegelten Zustand überführbar oder überführt. In dem entriegelten Zustand gibt das Schloss das Flügelelement 2 für eine relativ zu dem Aufbau erfolgende Bewegung aus der Schließstellung in die Offenstellung frei.
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Durch Bewegen des Griffelements 4 aus der Ausgangsstellung AS in die Betätigungsstellung ist das mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Nutzung von elektrischer Energie, entriegelbar, mithin aus dem verriegelten Zustand in den entriegelten Zustand überführbar. Das Flügelelement 2 weist beispielsweise einen auch als Türrohbau bezeichneten Rohbau auf. Außerdem weist das Flügelelement 2 ein einfach auch als Beplankungselement bezeichnetes Außenbeplankungselement 5 auf, welches beispielsweise separat von dem Rohbau ausgebildet und zumindest mittelbar, insbesondere direkt, an dem Rohbau gehalten ist. Somit ist beispielsweise zumindest ein Teilbereich des Rohbaus zur Umgebung 3 hin durch das Außenbeplankungselement 5 überdeckt und somit verkleidet, und zwar zumindest in der Schließstellung des Flügelelements 2. Das Flügelelement 2 weist eine auch als Gesamtaußenhaut 6 bezeichnete Außenhaut auf, die zumindest in der Schließstellung des Flügelelements 2 von einer sich in der Umgebung 3 aufhaltenden Person optisch und haptisch wahrnehmbar ist, das heißt erblickt und insbesondere direkt, berührt werden kann. Ein erster Bereich B1 der Gesamtaußenhaut 6 ist durch das Außenbeplankungselement 5 gebildet. Ein zweiter Bereich B2 der Gesamtaußenhaut 6 ist durch das Griffelement 4, das 4heißt durch eine auch als Griffelementaußenhaut bezeichnete Außenhaut des Griffelements 4 gebildet.
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Erkennbar ist, dass das Griffelement 4 auf einer Außenseite A des Flügelelements 2 angeordnet und somit ein außenseitiges, insbesondere türaußenseitiges, Griffelement ist. In der Schließstellung des Flügelelements 2 ist die Außenseite A insbesondere in Fahrzeugquerrichtung des Fahrzeugs 1 nach außen hin von dem Innenraum abgewandt und der Umgebung 3 zugewandt. Beispielsweise ist ein dritter Bereich der Gesamtaußenhaut 6 durch ein auch als Blende bezeichnetes, einfach auch als Verkleidungselement bezeichnetes Außenverkleidungselement des Flügelelements 2 gebildet, sodass beispielsweise der dritte Bereich der Gesamtaußenhaut 6 durch eine Elementaußenhaut der Blende gebildet ist. Mittels der Blende ist beispielsweise zumindest in der Schließstellung des Flügelelements 2 ein Teilbereich einer auch als Aufbausäule oder Karosseriesäule bezeichneten Fahrzeugsäule des Aufbaus insbesondere in Fahrzeugquerrichtung des Fahrzeugs 1 nach außen hin überlappt und dadurch verkleidet, wobei beispielsweise die Fahrzeugsäule eine B-Säule ist. Beispielsweise ist die dem Flügelelement 2 zugeordnete Aufbauöffnung des Aufbaus in Fahrzeuglängsrichtung des Fahrzeugs 1 nach hinten hin zumindest teilweise durch die Fahrzeugsäule begrenzt. Beispielsweise sind das Außenbeplankungselement 5 und die Blende relativ zueinander unbeweglich.
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Aus 1 ist erkennbar, dass das vorliegend als Tür ausgebildete Flügelelement 2 eine auch Brüstung oder Fensterbrüstung bezeichnete Türbrüstung 7 aufweist. Des Weiteren umfasst das Flügelelement 2 eine einfach auch als Scheibe bezeichnete und lichtdurchlässige Seitenscheibe 8, welche relativ zu dem Rohbau und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5 beispielsweise in Fahrzeughochrichtung des Fahrzeugs 1 verlagerbar ist. Insbesondere ist die Seitenscheibe 8 zwischen einer in 1 gezeigten, geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung relativ zu dem Rohbau und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5 bewegbar, das heißt verlagerbar. Dabei ist durch die Türbrüstung 7 ein auch als Fensterbereich bezeichneter Scheibenbereich 9 in Fahrzeughochrichtung des Fahrzeugs 1 nach unten hin begrenzt, zumindest bezogen auf die Schließstellung des Flügelelements 2. Bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Scheibenbereich 9 eine Fensteröffnung, die beispielsweise durch einen Fensterrahmen des Flügelelements 2 begrenzt ist, wobei der Fensterrahmen beispielsweise die Türbrüstung 7 umfassen kann. In der geschlossenen Stellung ist die Seitenscheibe 8 in dem auch als Fensterbereich bezeichneten Scheibenbereich 9 angeordnet, insbesondere derart, dass der Scheibenbereich 9 durch die Seitenscheibe 8 zumindest teilweise, insbesondere zumindest überwiegend und somit zumindest zu mehr als zur Hälfte oder aber vollständig, verschlossen ist. Insbesondere ist es vorgesehen, dass sich in der geschlossenen Stellung der Seitenscheibe 8 die Türbrüstung 7 in Einbaulage des Flügelelements 2 und in der Schließstellung des Flügelelements 2 in Fahrzeughochrichtung des Fahrzeugs 1 nach unten hin an die Seitenscheibe 8 anschließt, wobei das Flügelelement 2 seine Einbaulage in vollständig hergestelltem Zustand des das Flügelelement 2 aufweisenden Fahrzeugs 1 einnimmt, und wobei die Einbaulage des Flügelelements 2 in 1 gezeigt ist. Erkennbar ist, dass zumindest in der Schließstellung des Flügelelements 2 und zumindest in der Ausgangsstellung AS und vorzugsweise auch in der Betätigungsstellung das Griffelement 4 in Fahrzeughochrichtung des Fahrzeugs 1 oberhalb der Türbrüstung 7 angeordnet ist.
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Aus 2 ist erkennbar, dass das Flügelelement 2 einen Seilzug 10 aufweist, über welchen das Griffelement 4 mit dem Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, gekoppelt oder koppelbar ist. Durch Bewegen des Griffelements 4 aus der Ausgangsstellung AS in die Betätigungsstellung ist über den Seilzug 10 das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, betätigbar und dadurch mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelbar. Wird das Griffelement 4, insbesondere relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5 aus der Ausgangsstellung AS in die Betätigungsstellung bewegt, so wird hierdurch der Seilzug 10 von dem Griffelement 4 angetrieben und dadurch insbesondere relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5, insbesondere translatorisch, bewegt. Durch dieses relativ zu dem Außenbeplankungselement 5 und beispielsweise auch relativ zu dem Basiselement erfolgende Bewegen des Seilzugs 10 wird das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch, betätigt und hierdurch mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelt.
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Der Seilzug 10 weist ein griffelementseitiges Koppelelement 11 auf, welches bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel mittelbar und vorzugsweise gelenkig mit dem Griffelement 4 gekoppelt ist, sodass über das Koppelelement 11 der Seilzug 10 mit dem Griffelement 4 mechanisch, insbesondere rein mechanisch, gekoppelt, insbesondere gelenkig gekoppelt, ist.
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Aus 2 ausschnittsweise erkennbar ist ein insbesondere separat von dem Griffelement 4 und separat von dem Seilzug 10 und auch separat von dem Basiselement und separat von dem Außenbeplankungselement 5 ausgebildetes Hebelelement 12 erkennbar, welches zumindest mittelbar, insbesondere direkt, mit dem Griffelement 4 gekoppelt ist. Beispielsweise sind das Griffelement 4 und das Hebelelement 12 gelenkig miteinander gekoppelt. Wird das Griffelement 4 aus der Ausgangsstellung AS in die Betätigungsstellung insbesondere relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5 bewegt, so wird hierdurch das Hebelelement 12 angetrieben und dadurch relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5, insbesondere translatorisch und/oder rotatorisch, bewegt, und zwar aus einer in 2 gezeigten ersten Stellung in eine zweite Stellung. Durch dieses Bewegen des Hebelelements 12 aus der ersten Stellung in die zweite Stellung wird der Seilzug 10 von dem Hebelelement 12 angetrieben und dadurch relativ zu dem Basiselement und relativ zu dem Außenbeplankungselement 5, insbesondere zumindest translatorisch, bewegt, wodurch das Schloss, insbesondere rein, mechanisch betätigt und dadurch, insbesondere rein, mechanisch entriegelt wird. Erkennbar aus 2 ist, dass das Koppelelement 11 direkt mit dem Hebelelement 12, insbesondere gelenkig, gekoppelt ist, sodass das Koppelelement 11 unter Vermittlung des Hebelelements 12 mit dem Griffelement 4 mechanisch, insbesondere rein mechanisch, und vorzugsweise gelenkig gekoppelt ist, und sodass der Seilzug 10 über das Koppelelement 11 mit dem Hebelelement 12 und über dieses mit dem Griffelement 4 mechanisch, insbesondere rein mechanisch, und vorzugsweise gelenkig gekoppelt ist.
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Erkennbar ist, dass das Hebelelement 12 ein Einhängelement 13 aufweist, in welches das Koppelelement 11 eingehängt ist, wodurch das Koppelelement 11, insbesondere gelenkig, mit dem Hebelelement 12 gekoppelt ist. Beispielsweise ist das Hebelelement 12 einteilig ausgebildet, das heißt aus einem einzigen Stück gebildet. Beispielsweise ist der Seilzug 10 als ein Bowdenzug ausgebildet.
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Um nun das Schloss insbesondere auch nach einem Unfall des Fahrzeugs 1 sicher mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegeln und somit eine vorteilhafte Betätigbarkeit des Flügelelements 2 sowie eine besonders bauraumgünstige Bauweise des Flügelelements 2 realisieren zu können, weist das Koppelelement 11 einen ersten Teilbereich T1, einen zweiten Teilbereich T2 und vorliegend auch einen dritten Teilbereich T3 auf, wobei sich der Teilbereich T2 derart direkt an die Teilbereiche T1 und T3 anschließt, dass der Teilbereich T2 zwischen den Teilbereichen T1 und T3 angeordnet ist. Dies bedeutet, dass sich der Teilbereich T1 in eine durch einen Pfeil 14 veranschaulichte erste Richtung direkt an den Teilbereich T2 anschließt, und dass sich der Teilbereich T3 in eine durch einen Pfeil 15 veranschaulichte, zweite Richtung an den Teilbereich T2 anschließt, wobei die erste Richtung von dem Teilbereich T2 ausgeht und von dem Teilbereich T3 weg weist, wobei die zweite Richtung von dem Teilbereich T2 ausgeht und von dem Teilbereich T1 weg weist, und wobei die zweite Richtung der ersten Richtung entgegengesetzt ist und umgekehrt, und wobei beispielsweise die erste Richtung und die zweite Richtung entlang einer gedachten Geraden verlaufen. Aus 2 ist erkennbar, dass der jeweilige Teilbereich T1, T3 außenumfangsseitig kugelsegmentförmig ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass der jeweilige Teilbereich T1, T3 außenumfangsseitig in Form eines auch als Kugelsegment bezeichneten Segments einer gedachten Kugel ausgebildet ist, vorliegend derart, dass die außenumfangsseitig kugelsegmentförmigen Teilbereiche T1 und T3 auch als Kugelsegmente bezeichnete Segmente derselben gedachten Kugel sind. Diese gedachte Kugel, deren Mittelpunkt auch mit M1 bezeichnet wird, weist einen auch mit R1 bezeichneten ersten Radius auf. Der zweite Teilbereich T2 ist außenumfangsseitig zylindrisch ausgebildet, sodass der Teilbereich T2 außenumfangsseitig in Form eines geraden Kreiszylinders ausgebildet ist, dessen Höhe mit der genannten, gedachten Geraden zusammenfällt und somit entlang der genannten, gedachten Geraden verläuft. Dabei liegt der Mittelpunkt M1 der gedachten Kugel auf der genannten, gedachten Geraden. Der gerade Kreiszylinder weist zwei entlang der gedachten Geraden einander gegenüberliegende und voneinander beabstandete Grundflächen auf. Die jeweilige Grundfläche, deren jeweiliger zweiter Mittelpunkt auch mit M2 bezeichnet wird, verläuft in einer jeweiligen Grundflächenebene, wobei die Grundflächenebenen senkrecht zur gedachten Geraden verlaufen, parallel zueinander verlaufen und entlang der gedachten Geraden voneinander beabstandet sind. Die Höhe des geraden Kreiszylinders und der erste Mittelpunkt der Kugel und somit die gedachte Gerade verlaufen in einer Kugelebene, die beispielsweise die gedachte Kugel hälftig teilt, wobei die Kugelebene senkrecht zu den Grundflächenebenen verläuft. Die jeweilige Grundfläche weist einen jeweiligen zweiten Radius auf, wobei die zweiten Radien der Grundflächen gleich sind. Die zweiten Radien der Grundflächen werden auch als Grundflächenradien bezeichnet. Somit weist eine erste der gedachten Grundflächen einen ersten der Grundflächenradien auf, und eine zweite der gedachten Grundflächen weist einen zweiten der Grundflächenradien auf. Die erste gedachte Grundfläche verläuft in einer ersten der gedachten Grundflächenebenen, und die zweite gedachte Grundfläche verläuft in einer zweiten der gedachten Grundflächenebenen. Dabei verläuft der erste Grundflächenradius in der ersten gedachten Grundflächenebene, und der zweite Grundflächenradius verläuft in der zweiten gedachten Grundflächenebene. Dabei ist es vorgesehen, dass der erste Radius der gedachten Kugel kleiner als die Grundflächenradien der Grundflächen ist. Dadurch kann eine parallel zu den Grundflächenebenen verlaufende Breite des Koppelelements 11 besonders gering gehalten werden. Außerdem ist es vorgesehen, dass die Mittelpunkte der Grundflächen und der Mittelpunkt der gedachten Kugel auf der genannten, gedachten Geraden liegen, die mit der Höhe des geraden Kreiszylinders zusammenfällt. Bezüglich der gedachten Geraden ist der gerade Kreiszylinder, mithin der Teilbereich T2 rotationssymmetrisch ausgebildet.
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Erkennbar aus 2 ist auch, dass der Teilbereich T1 direkt an dem Hebelelement 12 abgestützt ist, wodurch der Seilzug 10, insbesondere gelenkig, mit dem Hebelelement 12 und über dieses mit dem Griffelement 4 gekoppelt ist. Erkennbar ist auch, dass das Koppelelement 11 an einem freien Ende E des Seilzugs 10 ausgebildet ist. Außerdem ist es vorgesehen, dass die Teilbereiche T1, T2 und T3 entlang der gedachten Geraden und paarweise betrachtet bündig und somit ohne Versatz und ohne Kante ineinander übergehen. Das Koppelelement 11 ist somit außenumfangsseitig tonnenförmig, mithin in Form einer Tonne ausgebildet, wodurch insbesondere die zuvor genannte Breite des Koppelelements 11 besonders gering gehalten werden kann. Dadurch kann ein besonders bauraumgünstiger Aufbau des Flügelelements 2 realisiert werden.
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Erkennbar aus 2 ist auch, dass sich in die durch den Pfeil 14 veranschaulichte erste Richtung an den Teilbereich T1 direkt ein Übertragungsteil 16 des Seilzugs 10 anschließt, wobei das Koppelelement 11 über das Übertragungsteil 16 mechanisch, insbesondere rein mechanisch, mit dem Schloss koppelbar oder gekoppelt ist. Kräfte, die zum Bewegen des Griffelements 4 aus der Ausgangsstellung AS in die Betätigungsstellung auf das Griffelement 4 ausgeübt werden, werden von dem Griffelement 4 auf das Hebelelement 12 und von dem Hebelelement 12 auf das Koppelelement 11 und von dem Koppelelement 11 auf das Übertragungsteil 16 und von dem Übertragungsteil 16 auf das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Verwendung von elektrischer Energie, übertragen, wodurch das Schloss mechanisch, insbesondere rein mechanisch und somit ohne Verwendung von elektrischer Energie entriegelt wird. Das Übertragungsteil 16 ist oder umfasst beispielsweise eine Litze, die beispielsweise als ein für sich alleine betrachtet biegeschlaffes und somit formlabiles Zugmittel ausgebildet sein kann. Ferner umfasst das Übertragungsteil 16 beispielsweise eine Hülle, die die Litze umgibt und somit umhüllt oder ummantelt, sodass beispielsweise die Litze zumindest teilweise in der Hülle verläuft. Dadurch, dass der Teilbereich T1 außenumfangsseitig kugelsegmentförmig ausgebildet ist, kann beispielsweise die Litze und/oder die Hülle insbesondere gegen den Teilbereich T1 vorteilhaft abgedichtet werden, sodass beispielsweise ein Eindringen von Wasser in die Litze und/oder in die Hülle vorteilhaft vermieden werden kann. Außerdem können besonders hohe Kräfte von dem Griffelement 4 vorliegend über das Hebelelement 12 auf den Seilzug 10 übertragen werden, sodass das Schloss auch nach einem Unfall des Fahrzeugs 1 vorteilhaft mechanisch, insbesondere rein mechanisch, entriegelt werden kann.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Fahrzeug
- 2
- Flügelelement
- 3
- Umgebung
- 4
- Griffelement
- 5
- Außenbeplankungselement
- 6
- Gesamtaußenhaut
- 7
- Türbrüstung
- 8
- Seitenscheibe
- 9
- Scheibenbereich
- 10
- Seilzug
- 11
- Koppelelement
- 12
- Hebelelement
- 13
- Einhängelement
- 14
- Pfeil
- 15
- Pfeil
- 16
- Übertragungsteil
- T1
- Teilbereich
- T2
- Teilbereich
- T3
- Teilbereich
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2007/118552 A1 [0002]
- WO 2020/01137 A1 [0002]
- DE 10 2017 202 114 A1 [0002]
- WO 2006/007916 A1 [0002]