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DE102024102165A1 - Filterbaugruppe, medizinisches Produkt mit Filterbaugruppe und Herstellungsverfahren für Filterbaugruppe und medizinisches Produkt - Google Patents

Filterbaugruppe, medizinisches Produkt mit Filterbaugruppe und Herstellungsverfahren für Filterbaugruppe und medizinisches Produkt

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Publication number
DE102024102165A1
DE102024102165A1 DE102024102165.9A DE102024102165A DE102024102165A1 DE 102024102165 A1 DE102024102165 A1 DE 102024102165A1 DE 102024102165 A DE102024102165 A DE 102024102165A DE 102024102165 A1 DE102024102165 A1 DE 102024102165A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filter
receiving space
housing
insert
filter element
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE102024102165.9A
Other languages
English (en)
Inventor
Florin Kopp
Christian Walter
Lara Berthold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
B Braun Melsungen AG
Original Assignee
B Braun Melsungen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by B Braun Melsungen AG filed Critical B Braun Melsungen AG
Priority to DE102024102165.9A priority Critical patent/DE102024102165A1/de
Priority to PCT/EP2025/051837 priority patent/WO2025158019A1/de
Publication of DE102024102165A1 publication Critical patent/DE102024102165A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Filterbaugruppe (2) für ein medizinisches Produkt (26), vorzugsweise für ein geschlossenes Transfersystem (26a), die ein Filtergehäuse (4), bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum (6) und einen Filtereinsatz (8), der in dem Aufnahmeraum (6) des Filtergehäuses (4) angeordnet ist, aufweist, wobei der Filtereinsatz (8) ein erstes Filterelement (10), bevorzugt einen Aktivkohlefilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement (12), bevorzugt einen Glasfaserfilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements (10) an einem Austreten aus dem Filtergehäuse (4) zu hindern. Weiter betrifft die vorliegende Offenbarung ein medizinisches Produkt (26) mit der Filterbaugruppe (2), ein Herstellungsverfahren einer Filterbaugruppe (2) für ein medizinisches Produkt (26) und ein Herstellungsverfahren eines medizinischen Produkts (26) mit einer Filterbaugruppe (2).

Description

  • Die Offenbarung betrifft eine Filterbaugruppe für ein medizinisches Produkt, ein medizinisches Produkt mit der Filterbaugruppe, ein Herstellungsverfahren einer Filterbaugruppe für ein medizinisches Produkt und ein Herstellungsverfahren eines medizinischen Produkts mit einer Filterbaugruppe.
  • Hintergrund der Offenbarung
  • CMR-Arzneimittel, die beispielsweise zur Krebstherapie eingesetzt werden, schädigen bei der therapeutischen Anwendung vor allem wachstumsintensive Tumorzellen. Viele dieser Arzneimittel haben bedingt durch ihren Wirkmechanismus selbst krebserzeugende Eigenschaften. Um den Kontakt nicht in Therapie befindlicher Personen mit CMR-Arzneimitteln zu verhindern, werden bei der Herstellung und Verabreichung applikationsfertiger Zubereitungen vermehrt sogenannte „Closed System Transfer Devices“ (CSTDs/ geschlossene Transfersysteme) eingesetzt. Ein wichtiges Merkmal dieser Systeme ist ein Druckausgleichmechanismus, der den Austritt von giftigen Dämpfen, Gasen und Aerosolen bei einem Transferieren der flüssigen Arzneimittel zwischen Medikationsbehältern, wie zum Beispiel Spritzen und Glasfläschchen (Vials), verhindern soll. Wird in ein Medikationsbehältnis eine Flüssigkeit transferiert, so entweicht eine entsprechende Menge an Luft über das CSTD, sodass der Druck in dem Medikationsbehältnis konstant bleibt.
  • Manche CSTDs greifen hierzu auf die Technologie der zusätzlichen Filtration zurück. Hierbei werden häufig Aktivkohlefilter eingesetzt, die die Moleküle von giftigen Dämpfen, Gasen und Aerosolen adsorbieren und somit nur gereinigte Luft an die Umgebung abgeben. Damit werden sich nicht in Therapie befindliche Personen vor Kontakt mit CMR-Arzneimitteln geschützt.
  • Aufgrund ihrer materiellen Eigenschaften neigen bestimmte Aktivkohlefilter (bspw. Gewebe aus Aktivkohlefasern) sowohl beim Zuschneiden als auch beim Handling zur Erzeugung und Abgabe von vielen kleinen Partikeln, Fasern und Stäuben. Aufgrund ihrer Mobilität können diese während weiterer Fertigungsschritte, des Transports oder der Anwendung in den Flüssigkeitskanal eines CSTDs wandern. Daher besteht die Gefahr, dass zu transferierende Flüssigkeiten sie aufnehmen und sie somit einem Patienten (intravenös) zugeführt werden, was zu einer Embolie führen kann. Die Einhaltung von Grenzwerten für Partikel im Flüssigkeitskanal ist normativ festgelegt (siehe ISO 22413 / 8536-4).
  • Bei einer bisherigen Ausführung eines CSTDs wird der Aktivkohlefilter in ein Kunststoffgehäuse (Side Case) gelegt, mittels einer Kappe verpresst und somit dicht in Position gehalten. Die fertige Unterbaugruppe wird anschließend mit Hilfe von Ultraschall seitlich an ein einfaches Transfergerät (analog zu Mini-Spike) geschweißt. Sowohl der Montage- als auch der Fügeprozess führen zu einem starken Austritt von Aktivkohlepartikeln.
  • Kurzbeschreibung der Offenbarung
  • In Anbetracht der oben beschriebenen Problematik ist es daher eine Aufgabe der Offenbarung, einen Eintritt von Partikeln in ein medizinisches Produkt, insbesondere ein CSTD, möglichst zu verhindern, und gleichzeitig Luft, die von dem medizinischen Produkt entweicht, möglichst von giftigen Dämpfen und/oder Gasen und/oder Aerosolen zu befreien.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Filterbaugruppe nach Anspruch 1, ein medizinisches Produkt mit der Filterbaugruppe nach Anspruch 7, ein Herstellungsverfahren einer Filterbaugruppe nach Anspruch 12 und ein Herstellungsverfahren eines medizinischen Produkts mit einer Filterbaugruppe nach Anspruch 15 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beansprucht und/oder nachfolgend in der Beschreibung beschrieben.
  • Die offenbarungsgemäße Filterbaugruppe für ein medizinisches Produkt, vorzugsweise für ein geschlossenes Transfersystem, weist ein Filtergehäuse, bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum und einen Filtereinsatz, der in dem Aufnahmeraum des Filtergehäuses angeordnet ist, auf. Der Filtereinsatz weist ein erstes Filterelement, bevorzugt einen Aktivkohlefilter, auf, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement, bevorzugt einen Glasfaserfilter, auf, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern.
  • Es ist zu verstehen, dass der Filtereinsatz (zumindest) zwei Filterelemente aufweist, wobei das zweite Filterelement dazu eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern. Anders ausgedrückt ist das zweite Filterelement eingerichtet, Partikel des ersten Filterelements, welche sich von dem ersten Filterelement lösen, an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern oder anders ausgedrückt abzufangen, bevor sie aus dem Filtergehäuse austreten würden. Dies kann bevorzugt dadurch erreicht werden, dass das zweite Filterelement eine feine Gewebestruktur aufweist, wobei die Löcher/Poren im Gewebe kleiner als (bestimmte) Partikel des ersten Filterelements sind. Es kann zum Beispiel ein Grenzwert definiert werden, bis zu welcher Größe Partikel des ersten Filterelements das zweite Filterelement nicht passieren dürfen, und dementsprechend die Gewebestruktur des zweiten Filterelements ausgelegt werden, sodass zum Beispiel nur sehr wenige und/oder sehr feine Partikel des ersten Filterelements das zweite Filterelement passieren können. Das zweite Filterelement kann also als ein Sieb für Partikel des ersten Filterelements fungieren. Die Offenbarung ist aber nicht auf ein zweites Filterelement begrenzt, das Partikel des ersten Filterelements auf eine, wie beispielhaft voranstehend beschrieben, mechanische Art auffängt, sondern das zweite Filterelement kann zum Beispiel auch Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse hindern, indem es sie zum Beispiel chemisch bindet oder auflöst.
  • Weiter ist zu verstehen, dass Luft den Filtereinsatz passieren kann, also durch das erste und zweite Filterelement strömen kann, wobei Luft, die durch das erste Filterelement strömt, gereinigt wird, indem giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole von dem ersten Filterelement gebunden/ adsorbiert werden. Die Offenbarung ist aber nicht darauf beschränkt, es kann auch ein anderes Gasgemisch als (Atem-) Luft gereinigt werden. Die Offenbarung ist weiter nicht auf das Binden von giftigen Dämpfen und/oder Gasen und/oder Aerosolen beschränkt. Giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole können von dem ersten Filterelement zum Beispiel auch chemisch aufgelöst/ deaktiviert und/oder in nicht giftige Stoffe umgewandelt werden. Anders ausgedrückt ist das erste Filterelement eingerichtet, Luft oder einem anderen Gasgemisch schädliche, insbesondere giftige, Komponenten zu entziehen. Auch das zweite Filterelement kann eingerichtet sein, diese Funktion (in Teilen) zu erfüllen.
  • Es ist weiter zu verstehen, dass auch mehrere zweite Filterelemente vorgesehen sein können oder das zweite Filterelement aus mehreren Teilen bestehen kann, oder weitere Filterelemente zusätzlich zu dem zweiten Filterelement vorgesehen sein können, die eingerichtet sind, zu verhindern, dass Partikel des ersten Filterelements aus dem Filtergehäuse austreten können.
  • Es ist weiter zu verstehen, dass das zweite Filterelement und ggfs. weitere Filterelemente, die dieselbe Funktion haben, eingerichtet sind (die Funktion haben/erfüllen), dass Luft (oder ein anderes Gas), die mit dem ersten Filterelement in Kontakt kommt, nicht ohne durch das zweite Filterelement gefiltert und gegebenenfalls von Partikeln des ersten Filterelements, also Partikeln die sich von dem ersten Filterelement gelöst haben, befreit zu werden, das Filtergehäuse verlassen kann. Anders ausgedrückt ist das erste Filterelement von dem zweiten Filterelement (und weiteren entsprechenden Filterelementen) eingekapselt. Das bedeutet anders ausgedrückt, dass auf dem Weg von dem ersten Filterelement heraus aus dem Filtergehäuse und/oder dem Aufnahmeraum das zweite Filterelement (oder ein anders entsprechendes Filterelement) vorgesehen ist.
  • Anders ausgedrückt ist es im Sinne der Offenbarung, dass aufgrund des zweiten Filterelements (und/oder weiteren Filterelementen, die dieselbe Funktion haben) kaum, insbesondere keine Partikel des ersten Filterelements das Filtergehäuse und/oder den Aufnahmeraum des Filtergehäuses nach Montage/Herstellung verlassen können.
  • Anders ausgedrückt bedeutet das, dass bevorzugt alle Öffnungen/ Wege des Filtergehäuses, durch die Luft (von dem ersten Filterelement aus) das Filtergehäuse verlassen kann, mit dem zweiten Filterelement (oder weiteren Filterelementen, die dieselbe Funktion haben) ausgestattet sind oder nach Montage der Filterbaugruppe luftdicht verschlossen sind.
  • Die Vorteile der Offenbarung bestehen darin, dass Luft, welche den Filtereinsatz durchströmt, von einem ersten Filterelement gereinigt wird, indem giftige Dämpfe, Gase und Aerosole der Luft von dem ersten Filterelement entzogen werden, sodass sie keine Gefahr mehr für zum Beispiel den Anwender eines medizinischen Produkts mit der Filterbaugruppe oder für einen Patienten darstellen, und zusätzlich keine Partikel des ersten Filterelements oder nur wenige und/oder bestimmte, zum Beispiel mit einer Größe kleiner als ein bestimmter Schwellenwert, aus dem Filtergehäuse entweichen und/oder in ein mit dem Filtereinsatz in Verbindung stehendes medizinisches Produkt gelangen können. Die Filterbaugruppe mit dem enthaltenen Filtereinsatz als eine Baugruppe ermöglicht es, dass nach einem Reinigen/ Sterilisieren dieser Baugruppe keine Partikel (des ersten Filterelements) mehr vorliegen bzw. freigesetzt werden können, sodass die sterile Baugruppe durch austretende Partikel des ersten Filterelements nicht mehr/ erneut verunreinigt werden kann. Das heißt, die Baugruppe kann steril bleiben/ gehalten werden, während sie zum Beispiel an ein medizinisches Produkt montiert wird, ohne dabei Partikel (des ersten Filterelements) freizusetzen und damit zum Beispiel einen Reinraum oder das medizinische Produkt zu kontaminieren. Außerdem kann somit verhindert werden, dass Partikel (des ersten Filterelements) sich vor oder bei Benutzung der Filterbaugruppe lösen und zum Beispiel einem Patienten über eine Infusionsflüssigkeit verabreicht werden.
  • Bevorzugt ist das erste Filterelement ein Aktivkohlefilter. Dieser kann zum Beispiel durch Sintern oder aus gewebten Fasern hergestellt werden. Die Offenbarung ist aber nicht darauf beschränkt. Das erste Filterelement kann zum Beispiel auch aus Aluminiumoxid und Kaliumpermanganat sein, oder die Filtrierung kann zum Beispiel mittels Ionisierung erfolgen.
  • Bevorzugt ist das zweite Filterelement ein Glasfaserfilter. Die Offenbarung ist aber nicht darauf beschränkt, das zweite Filterelement kann zum Beispiel auch eine poröse Membran aus Kunststoff sein.
  • Das erste und zweite Filterelement können jeweils so beschaffen sein, dass ein Gas, bevorzugt Luft, sie nur in eine bestimmte Richtung, zum Beispiel nur axial nicht radial, durchströmen kann, es kann also zum Beispiel das Gewebe bzw. Poren/Löcher (im Gewebe) so angeordnet sein, dass nur eine (Durch-) Strömungsrichtung möglich ist.
  • Das zweite Filterelement kann hydrophob sein, sodass Flüssigkeit nicht den Filtereinsatz passieren kann, das zweite Filterelement keine Flüssigkeiten aufnimmt und/oder das erste Filterelement nicht in Kontakt mit Flüssigkeit kommt. Es kann auch eine hydrophobe Membran, zum Beispiel aus Kunststoff, vor/ an dem zweiten Filterelement angebracht sein, die denselben Effekt erzielt.
  • Das Filtergehäuse ist bevorzugt aus Kunststoff. Es ist aber nicht darauf beschränkt und kann zum Beispiel aus bevorzugt sterilisierbarem Metall oder aus mehreren Werkstoffen sein.
  • Bevorzugt hat der Filtereinsatz eine zylindrische Form, das heißt, das erste und zweite Filterelement (und ggfs. weitere Filterelemente) sind bevorzugt runde Scheiben mit einem Kreis als Grundfläche und ergeben besonders bevorzugt gestapelt, anders ausgedrückt mit aufeinandergelegten Grundflächen, einen Zylinder. Dann hat der Aufnahmeraum des Filtergehäuses bevorzugt ebenfalls eine zylindrische Form oder anders ausgedrückt ist ein Zylinder/ zylindrisch. Die Richtung in Richtung des Stapelns der Filterelemente oder anders ausgedrückt, die Richtung senkrecht zu den Grundflächen der gestapelten Filterelemente, wird im Folgenden als Stapelrichtung bzw. Axialrichtung bezeichnet. Die Filterelemente bzw. Grundflächen können auch nicht direkt aufeinanderliegen. Es kann somit auch Platz dazwischen sein. Der Aufnahmeraum und/oder der Filtereinsatz können auch andere Formen ausbilden. Bevorzugt haben sie jeweils die Form eines (geraden) Prismas oder mehrerer gestapelter (gerader) Prismen. Das erste und zweite Filterelement können also zum Beispiel auch eine rechteckige Grundfläche haben und rechteckige Scheiben/ Platten sein, die zusammengestapelt einen sich in Stapelrichtung erstreckenden Quader ergeben. Der Aufnahmeraum ist dann bevorzugt ebenfalls ein sich in Axialrichtung erstreckender Quader. Anders ausgedrückt ist der Aufnahmeraum bevorzugt in seiner Form sozusagen ein Gegenstück des Filtereinsatzes, das heißt, die Form und/oder Größe des Aufnahmeraums kann durch ein Subtrahieren/ Hineinextrudieren des gestapelten Filtereinsatzes aus einem/ in einen Vollkörper, dem Filtergehäuse, in Stapelrichtung/ Axialrichtung entstehen. Der Aufnahmeraum ist also dazu eingerichtet, dass der Filtereinsatz in dem Aufnahmeraum angeordnet ist/ wird. Dabei entspricht die Größe der Querschnittsfläche des Aufnahmeraums, also der Fläche senkrecht zu der Richtung des Hineinextrudierens bzw. der Stapelrichtung, bevorzugt der Grundfläche der Filterelemente, sodass möglichst keine Luft durch den Aufnahmeraum und dabei vorbei an den Filterelementen strömen kann. Die Länge des Aufnahmeraums in Axialrichtung, also entlang der Richtung/ Achse des Hineinextrudierens bzw. in Stapelrichtung, kann ein Spiel bzw. Platz aufweisen, um zum Beispiel ein Fixierungselement in den Aufnahmeraum zu stecken. Das Filtergehäuse kann auch die Form eines Rohres bzw. Hohlzylinders haben, das heißt der Aufnahmeraum ist dann das Innere/ ein Teil des Inneren des Rohres bzw. Hohlzylinders und der Filtereinsatz wird/ ist in dem Rohr bzw. Hohlzylinder angeordnet.
  • Der Aufnahmeraum kann auch unterschiedliche Querschnittsflächen in Axialrichtung aufweisen. Es kann zum Beispiel auf einem ersten Abschnitt ein Querschnitt entsprechend der Form und Größe der Grundfläche des ersten Filterelements ausgebildet sein, und auf einem zweiten Abschnitt ein Querschnitt entsprechend der Form und Größe der Grundfläche des zweiten Filterelements ausgebildet sein. Das bedeutet, dass dann zum Beispiel das erste und zweite Filterelement auch unterschiedlicher Form und/oder Größe sein können. Die Filterelemente und der Aufnahmeraum können (jeweils) eine Spiel-, Übergangs- oder Übermaßpassung ausbilden.
  • Das erste und zweite Filterelement des Filtereinsatzes sind im Aufnahmeraum bevorzugt in Axialrichtung hintereinanderliegend/ in Serie angeordnet. Der Aufnahmeraum weist bevorzug ein erstes axiales Ende und ein zweites axiales Ende auf. Die Filterbaugruppe ist (bevorzugt) an ein medizinisches Produkt anbringbar und/oder in einem medizinischen Produkt enthalten, wobei Luft aus dem medizinischen Produkt über die Filterbaugruppe, und insbesondere den Aufnahmeraum ausströmen kann. Im Folgenden wird ein axiales Ende des Aufnahmeraums, durch das Luft bei einem solchem Ausströmen aus einem medizinischen Produkt in den Aufnahmeraum einströmt und/oder das bei einem solchen Ausströmen Teil des Bereichs des Aufnahmeraums ist, durch den Luft strömt zumindest bevor sie zu dem ersten Filterelement gelangt, als zweites axiales Ende bezeichnet, und entsprechend das andere axiale Ende als das erste axiale Ende.
  • Die Filterbaugruppe weist ferner bevorzugt ein Fixierungselement auf, das eingerichtet ist, den Filtereinsatz im Aufnahmeraum zu fixieren. Das Fixierungselement hält bevorzugt den Filtereinsatz in seiner Position in (zumindest einer Richtung in) Axialrichtung im Aufnahmeraum fest, oder anders ausgedrückt verhindert das Fixierungselement bevorzugt ein axiales Verrutschen des Filtereinsatzes im Aufnahmeraum. Bevorzugt ist der Filtereinsatz am zweiten Ende des Aufnahmeraums in Axialrichtung durch eine Anliegefläche fixiert, das heißt er liegt am zweiten Ende des Aufnahmeraums zum Beispiel an einer Anliegefläche des Filtergehäuses/ einer Wand des Filtergehäuses an und wird an dem ersten Ende durch das Fixierungselement fixiert. Es kann auch ein weiteres Fixierungselement am zweiten Ende des Aufnahmeraums vorgesehen sein, zum Beispiel eine Einlegscheibe oder aufsteckbare Kappe, die den Filtereinsatz am zweiten Ende des Aufnahmeraums fixiert. Der Filtereinsatz kann dann nicht in Axialrichtung verrutschen. Der Filtereinsatz kann aber auch zum Beispiel von dem Filtergehäuse fixiert werden, zum Beispiel mittels Presspassung. Dann kann der Aufnahmeraum zum Beispiel axial begrenzt/ geschützt/ abgedeckt werden durch ein Begrenzungselement, das nicht (zusätzlich) den Filtereinsatz fixiert. Der Filtereinsatz wird bevorzugt senkrecht zur Axialrichtung aufgrund der Form und Größe der Querschnittsfläche des Aufnahmeraums in Position gehalten und in Axialrichtung aufgrund des zumindest einem Fixierungselement. Somit ist der Filtereinsatz in dem Aufnahmeraum fest in seiner Position fixiert.
  • Das Filtergehäuse kann eine Filtereinsatzöffnung aufweisen, durch die der Filtereinsatz in den Aufnahmeraum einbringbar ist. Bevorzugt ist die Filtereinsatzöffnung das erste axiale Ende des Aufnahmeraums, das heißt, der Filtereinsatz ist über das erste axiale Ende des Aufnahmeraums in den Aufnahmeraum einbringbar oder anders ausgedrückt, das erste axiale Ende ist dann eine Öffnung des Aufnahmeraums zur Umgebung.
  • Bevorzugt ist das Fixierungselement eine Kappe, die eingerichtet ist, die Filtereinsatzöffnung des Aufnahmeraums, besonders bevorzugt luftdicht, abzuschließen/ zu verschließen. Die Kappe wird dabei bevorzugt in die Filtereinsatzöffnung gepresst/ verpresst und fixiert dabei den Filtereinsatz. Bevorzugt kann die Kappe auf und/oder in den Aufnahmeraum/ die Filtereinsatzöffnung/ das Filtergehäuse gesteckt werden, besonders bevorzugt kann die Kappe auch mehrmals angebracht und abgenommen werden, um zum Beispiel die Filterelemente auszutauschen. Bevorzugt ist die Filtereinsatzöffnung das erste axiale Ende des Aufnahmeraums und die Kappe verschließt dieses, besonders bevorzugt luftdicht.
  • Alternativ oder zusätzlich kann der Filtereinsatz auch zum Beispiel ein weiteres, drittes Filterelement aufweisen, das wie das zweite Filterelement eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern, also dieselbe Funktion hat. Bevorzugt fixiert dann das Fixierungselement den Filtereinsatz in dem Aufnahmeraum in seiner Position, aber verschließt zum Beispiel die Filtereinsatzöffnung dann bevorzugt nicht luftdicht, sodass Luft aus dem Aufnahmeraum über das dritte Filterelement gefiltert entweichen kann, wobei das dritte Filterelement verhindert, dass Partikel des ersten Filterelements des Filtereinsatzes das Filtergehäuse zum Beispiel über die Filtereinsatzöffnung verlassen können.
  • Die Filterbaugruppe, bevorzugt das Filtergehäuse, weist bevorzugt eine erste und eine zweite Leitung auf, wobei die Leitungen jeweils eine Verbindung zwischen einer Umgebung außerhalb des Filtergehäuses und dem Aufnahmeraum des Filtergehäuses bereitstellen. Anders ausgedrückt kann durch eine der Leitungen ein Fluid, bevorzugt Luft, in den Aufnahmeraum von einer Umgebung außerhalb der Filterbaugruppe einströmen, durch den Filtereinsatz strömen und durch eine andere und/oder dieselbe der Leitungen (gefiltert) wieder ausströmen. Die Leitungen stellen also eine Verbindung von dem Aufnahmeraum/ Filtereinsatz zur Umgebung dar. Unter den Leitungen ist also auch eine direkte Verbindung miteingeschlossen, das heißt, wenn der Aufnahmeraum an zumindest einem Ende offen ist und damit eine direkte Verbindung zur Umgebung ausgebildet ist. Die Leitungen können also zum Beispiel Kanäle/Gänge im Filtergehäuse sein, oder eine direkte Verbindung/ Kontaktstelle des Aufnahmeraums zur Umgebung darstellen. Die Leitungen können an gegenüberliegenden Seiten/Wänden des Filtergehäuses beginnen bzw. enden oder nebeneinanderliegend auf einer Seite/Wand des Filtergehäuses. Alle oder einzelne Leitungen können auch im Fixierungselement ausgebildet sein, zum Beispiel als Aussparungen/ Löcher/ Öffnungen. Die Filterbaugruppe kann auch mehr als zwei oder nur eine Leitung aufweisen.
  • Bevorzugt weist das Filtergehäuse eine Wand (als Außenwand/Außenfläche) auf, welche im Folgenden als Rückwand bezeichnet wird, die eingerichtet ist, an ein medizinisches Produkt angebracht zu werden, bevorzugt mittels Ultraschallschweißen und/oder zum Beispiel mit einer Steckverbindung oder Ankleben. Bevorzugt ist eine Leitung, die als erste Leitung bezeichnet wird, eingerichtet, luftdicht an einen Luftkanal eines medizinischen Produktes angeschlossen zu werden, sodass dann Luft aus dem Luftkanal des medizinischen Produkts (nur) in die erste Leitung und darüber in den Aufnahmeraum des Filtergehäuses strömen kann. Bevorzugt verläuft die erste Leitung von der Rückwand zum Aufnahmeraum. Bevorzugt verläuft die andere Leitung, die als zweite Leitung bezeichnet wird, von dem Aufnahmeraum zu einer Außenfläche des Gehäuses, wobei diese Außenfläche bevorzugt winkelversetzt zu der Rückwand ist und ihr zum Beispiel gegenüberliegen kann.
  • Der Filtereinsatz ist bevorzugt in dem Filtergehäuse, und insbesondere dem Aufnahmeraum, so angeordnet, dass ein Gas, bevorzugt Luft, welches das erste Filterelement durchströmt, anschließend für ein Ausströmen aus dem Filtergehäuse/ dem Aufnahmeraum, das zweite Filterelement oder ein zum Beispiel drittes Filterelement, das dieselbe Funktion wie das zweite Filterelement hat, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern, durchströmt. Das bedeutet, der Aktivkohlefilter ist eingekapselt oder anders ausgedrückt, es gibt keinen Weg für zum Beispiel Luft von dem Aktivkohlefilter aus dem Filtergehäuse hinaus/ nach draußen, bevorzugt aus dem Aufnahmeraum raus, ohne das zweite Filterelement oder ein anderes Filterelement, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern, zu durchströmen. Dabei strömt Gas, bevorzugt Luft, wenn es in eine Strömungsrichtung die Filterbaugruppe durchströmt, bevorzugt durch eine der zwei Leitungen in den Aufnahmeraum ein, dann zunächst durch das zweite Filterelement oder das dritte Filterelement, das dieselbe Funktion wie das zweite Filterelement hat, dann durch das erste Filterelement, danach auch durch das zweite Filterelement oder das dritte Filterelement, das dieselbe Funktion wie das zweite Filterelement hat/erfüllt, und verlässt danach über die andere der zwei Leitungen den Aufnahmeraum und die Filterbaugruppe.
  • Bevorzugt ist das zweite Filterelement an oder nahe des zweiten axialen Endes des Aufnahmeraums angeordnet. Bevorzugt endet die erste Leitung im Aufnahmeraum im zweiten Ende oder nahe des zweiten Endes, sodass ein Gas, bevorzugt Luft, das durch die erste Leitung in den Aufnahmeraum strömt, beim Weiterströmen in dieser Strömungsrichtung zunächst durch das zweite Filterelement und dann das erste Filterelement strömt. Anschließend strömt es bevorzugt wieder durch das zweite Filterelement und dann über die zweite Leitung hinaus oder durch das dritte Filterelement und dann über die zweite Leitung hinaus.
  • Die Offenbarung betrifft weiterhin ein medizinisches Produkt mit der Filterbaugruppe wie voranstehend beschrieben.
  • Das medizinische Produkt weist bevorzugt ein Gehäuse, bevorzugt aus Kunststoff, auf, an das die Filterbaugruppe angebracht ist, bevorzugt mittels Ultraschallschweißen und/oder zum Beispiel mittels Anstecken (Steckverbindung) und/oder einer Klebeverbindung. Die Filterbaugruppe kann auch in dem Gehäuse des medizinischen Produkts oder als Teil des Gehäuses vorgesehen sein.
  • Das Gehäuse des medizinischen Produkts weist bevorzugt einen Luftkanal auf, der über den Filtereinsatz der Filterbaugruppe in Verbindung mit einer Umgebung außerhalb des medizinischen Produkts steht. Anders ausgedrückt kann ein Gas, bevorzugt Luft, durch den Luftkanal über die Filterbaugruppe, insbesondere den Filtereinsatz, das medizinische Produkt gefiltert verlassen. Der Luftkanal kann auch ein Raum oder Behältnis des medizinischen Produkts sein, aus dem Luft ausströmen kann.
  • Bei einem höheren Druck im Luftkanal gegenüber der Umgebung des medizinischen Produkts kann bevorzugt ein Gas, bevorzugt Luft, zum Druckausgleich aus dem Luftkanal, über die erste Leitung des Filtergehäuses, welche bevorzugt an dem Luftkanal angeschlossen ist, aus dem medizinischen Produkt und der Filterbaugruppe gefiltert in die Umgebung ausströmen, wobei es nach einem Durchströmen des ersten Filterelements das zweite Filterelement oder ein Filterelement, das dieselbe Funktion hat/erfüllt, durchströmt.
  • Das medizinische Produkt kann eine Flüssigkeitsfiltermembran aufweisen, die bevorzugt in dem Luftkanal des medizinischen Produkts angeordnet ist und eingerichtet ist, zu verhindern, dass Flüssigkeit (über die damit verbundene erste Leitung des Filtergehäuses) an den Filtereinsatz und/oder einzelne Filterelemente gelangt. Die Flüssigkeitsfiltermembran lässt also Gase wie Luft durch, aber keine Flüssigkeiten.
  • Bevorzugt ist das medizinische Produkt ein geschlossenes Transfersystem für ein Transferieren von Flüssigkeiten zwischen Medikationsbehältern oder zwischen einem Medikationsbehälter und einem Patienten. Das medizinische Produkt ist aber nicht darauf beschränkt und kann beispielsweise auch ein Medikationsbehälter-Entnahmespike, Container-/ Beutel-Spike, eine Tropfkammer oder eine Primestop-Kappe sein.
  • Die Offenbarung betrifft weiterhin ein Herstellungsverfahren einer Filterbaugruppe, bevorzugt wie voranstehend beschrieben, für ein medizinisches Produkt, wobei die Filterbaugruppe ein Filtergehäuse, bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum und einen Filtereinsatz aufweist. Der Filtereinsatz weist ein erstes Filterelement, bevorzugt einen Aktivkohlefilter, auf, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement, bevorzugt einen Glasfaserfilter, auf, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern. Das Herstellungsverfahren weist folgende Schritte in dieser Reihenfolge auf: Anordnen des Filtereinsatzes der Filterbaugruppe in dem Aufnahmeraum, sodass ein Gas, das das erste Filterelement durchströmt, anschließend das zweite Filterelement durchströmt; und Fixieren des Filtereinsatzes in dem Aufnahmeraum mit einem Fixierungselement.
  • Der Schritt Anordnen des Filtereinsatzes der Filterbaugruppe in dem Aufnahmeraum, sodass ein Gas, das das erste Filterelement durchströmt, anschließend das zweite Filterelement durchströmt des Herstellungsverfahrens der Filterbaugruppe erfolgt bevorzugt so, dass zunächst das zweite Filterelement durch die Filtereinsatzöffnung, die bevorzugt das erste axiale Ende des Aufnahmeraums ist, in den Aufnahmeraum bevorzugt an das zweite axialen Ende eingesetzt wird, und dann oder dabei das erste Filterelement in dem Aufnahmeraum zwischen dem ersten axialen Ende und dem zweiten Filterelement angeordnet wird.
  • Nach oder während des Schritts des Anordnens kann ein Fixierungselement, bevorzugt in Form einer Kappe, in dem Filtergehäuse verpresst / aufgesteckt/ hineingesteckt werden, und dabei den Filtereinsatz/ die Filterelemente in dem Aufnahmeraum fixieren und die Filtereinsatzöffnung besonders bevorzugt luftdicht verschließen. Alternativ kann zum Beispiel auch nach dem Anordnen des ersten Filterelements oder dabei ein drittes Filterelement, das dieselbe Funktion wie das zweite Filterelements hat/erfüllt, zwischen das erste axiale Ende und das erste Filterelement oder an dem axialen Ende des Aufnahmeraums angeordnet werden und dann werden die Filterelemente / der Filtereinsatz bevorzugt mit dem Fixierungselement fixiert.
  • Das erste Filterelement ist also nach den Schritten des Anordnens und Fixieren fixiert und eingekapselt.
  • Das Herstellungsverfahren der Filterbaugruppe weist bevorzugt als nachfolgenden Schritt ein Reinigen der Filterbaugruppe, vorzugsweise mittels CO2-Schneestrahlreinigung, auf. Zusätzlich oder alternativ kann das Reinigen der Filterbaugruppe auch auf andere Weise zum Beispiel mittels Druckluft oder ionisierter Luft erfolgen.
  • Da das erste Filterelement eingekapselt ist, können sich lösende Partikel des ersten Filterelements nicht das Filtergehäuse/ den Aufnahmeraum verlassen und die Filterbaugruppe bleibt nach dem Reinigen rein (und frei von solchen Partikeln abgesehen von dem eingekapselten Raum des Aktivkohlefilters).
  • Die Offenbarung betrifft weiterhin ein Herstellungsverfahren eines medizinischen Produkts, bevorzugt wie voranstehend beschrieben, mit einer Filterbaugruppe, wobei die Filterbaugruppe ein Filtergehäuse, bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum und einen Filtereinsatz aufweist. Der Filtereinsatz weist ein erstes Filterelement, bevorzugt einen Aktivkohlefilter, auf, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement, bevorzugt einen Glasfaserfilter, auf, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements an einem Austreten aus dem Filtergehäuse zu hindern. Das Herstellungsverfahren weist folgende Schritte in dieser Reihenfolge auf: Herstellen der Filterbaugruppe, bevorzugt wie voranstehend beschrieben; Reinigen der Filterbaugruppe, vorzugsweise mittels CO2-Schneestrahlreinigung; und Anbringen der Filterbaugruppe an dem Gehäuse des medizinischen Produkts, bevorzugt mittels Ultraschallschweißen.
  • Auch der Schritt Reinigen der Filterbaugruppe des Herstellungsverfahrens eines medizinischen Produkts kann auch andere Reinigungsmethoden als eine CO2-Schneestrahlreinigung aufweisen, wie zum Beispiel Reinigen mit Druckluft oder ionisierter Luft.
  • Der Schritt Anbringen der Filterbaugruppe an dem Gehäuse des medizinischen Produkts des Herstellungsverfahrens eines medizinischen Produkts kann auch andere Anbringungsmethoden als Ultraschallschweißen aufweisen, zum Beispiel Kleben oder Anstecken.
  • Kurzbeschreibung der Figuren
  • Die Offenbarung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen und unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
    • 1a zeigt eine Filterbaugruppe gemäß der vorliegenden Offenbarung in einer bevorzugten Ausführungsform;
    • 1b zeigt die Filterbaugruppe aus 1a in einer Explosionsansicht;
    • 2a zeigt die Filterbaugruppe aus 1a in einer Frontansicht mit eingezeichneten Schnittebenen A-A und B-B;
    • 2b zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 2a;
    • 2c zeigt die entsprechende Schnittansicht B-B aus 2a;
    • 3 zeigt die Schnittansicht aus 2c vergrößert und mit einem Strömungsweg durch die Filterbaugruppe;
    • 4a zeigt ein medizinisches Produkt mit der Filterbaugruppe aus 1a in einer Explosionsansicht;
    • 4b zeigt das medizinische Produkt mit der Filterbaugruppe aus 4a zusammengebaut;
    • 5a zeigt eine Explosionsansicht einer Filterbaugruppe in einer alternativen Ausführungsform gemäß der vorliegenden Offenbarung;
    • 5b zeigt die Filterbaugruppe aus 5a in einer Frontansicht mit einer Schnittebene A-A;
    • 5c zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 5b;
    • 6a zeigt eine Explosionsansicht einer Filterbaugruppe in einer weiteren alternativen Ausführungsform gemäß der vorliegenden Offenbarung;
    • 6b zeigt die Filterbaugruppe aus 6a in einer Frontansicht mit einer Schnittebene A-A;
    • 6c zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 6b;
    • 7a zeigt eine Explosionsansicht einer Filterbaugruppe in einer weiteren alternativen Ausführungsform gemäß der vorliegenden Offenbarung;
    • 7b zeigt die Filterbaugruppe aus 7a in einer Frontansicht mit einer Schnittebene A-A;
    • 7c zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 7b.
  • Die Figuren sind schematisch und dienen lediglich dem Verständnis der Offenbarung. Die Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen können untereinander ausgetauscht werden.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • 1a zeigt eine Filterbaugruppe 2 in einer bevorzugten Ausführungsform mit einem Filtergehäuse 4 aus Kunststoff.
  • 1b zeigt die Filterbaugruppe 2 aus 1a in einer Explosionsansicht. Das Filtergehäuse 4 hat einen Aufnahmeraum 6. In dem Aufnahmeraum 6 ist ein Filtereinsatz 8 angeordnet, der ein erstes Filterelement 10 in Form eines Aktivkohlefilters und ein zweites Filterelement 12 in Form eines Glasfaserfilters aufweist. Das erste Filterelement 10 und das zweite Filterelement 12 sind jeweils scheibenförmig und ergeben zusammengestapelt/ an den Grundflächen der Scheiben/ Kreisflächen aneinandergereiht einen Zylinder. Entsprechend ist der Aufnahmeraum 6 auch zylinderförmig. Die Filterbaugruppe 2 weist ferner ein Fixierungselement 14 in Form einer Kappe 14a auf, die in das Filtergehäuse 4 verpresst ist. Der Aufnahmeraum 6 weist ein erstes axiales Ende 16 und ein zweites axiales Ende 18 auf, wobei die Kappe 14a das erste axiale Ende 16 des Aufnahmeraums 6 luftdicht verschließt. Der Filtereinsatz 8 ist in den Aufnahmeraum 6 über das erste axiale Ende 16 einsetzbar und herausnehmbar. Das erste axiale Ende 16 ist also eine Filtereinsatzöffnung 20. Das Fixierungselement 14 in Form der Kappe 14a ist auf/ in das Filtergehäuse 4/ die Filtereinsatzöffnung 20 auf-/ einsteckbar und absteckbar, um über die Filtereinsatzöffnung 20 den Filtereinsatz 8 bzw. das erste Filterelement 10 und/oder das zweite Filterelement 12 in den Aufnahmeraum 6 zum Beispiel einzusetzen, daraus herauszunehmen und/ oder auszutauschen.
  • 2a zeigt die Filterbaugruppe 2 aus 1a in einer Frontansicht. In der Frontansicht sind die Schnittebenen A-A und B-B eingezeichnet.
  • 2b zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 2a. Es ist das eingekapselte erste Filterelement 10 zu sehen, das zwischen der Kappe 14a und dem zweiten Filterelement 12 angeordnet ist. An dem zweiten axialen Ende 18 des Aufnahmeraums 6 liegt der Filtereinsatz 8 an einer Anliegefläche 22 des Filtergehäuses 4 an. Der Filtereinsatz 8 ist somit durch die Form des Aufnahmeraums 6 in dem Filtergehäuse 4 in Richtung(en) senkrecht zur Axialrichtung, also radial, fixiert und in Axialrichtung durch die Kappe 14a und die Anliegefläche 22 fixiert. Der Filtereinsatz 8 ist also in seiner Position im Aufnahmeraum 6 (unverutschbar) fixiert.
  • 2c zeigt die entsprechende Schnittansicht B-B aus 2a. Das Filtergehäuse 4 weist eine Rückwand 24 auf, die eingerichtet ist, an einem medizinischen Produkt 26 befestigt zu werden. Von der Rückwand 24 läuft eine erste Leitung 28 (gestrichelt dargestellt) zu dem zweiten axialen Ende 18 des Aufnahmeraums 6, sodass Luft von dem Aufnahmeraum 6 über die erste Leitung 28 aus dem Filtergehäuse 4 in eine Umgebung und auch in umgekehrte Richtung von außen/ Umgebung in den Aufnahmeraum 6 strömen kann. Eine zweite Leitung 30 (gestrichelt dargestellt) verläuft von dem Aufnahmeraum 6 aus dem Filtergehäuse 4 in die Umgebung, sodass Luft von dem Aufnahmeraum 6 über die zweite Leitung 30 aus dem Filtergehäuse 4 in die Umgebung und auch in umgekehrte Richtung von außen/ Umgebung in den Aufnahmeraum 6 strömen kann. Die zweite Leitung 30 endet an/in einer Außenwand des Filtergehäuses 4 winkelversetzt zu der Rückwand 24.
  • 3 zeigt die Schnittansicht aus 2c vergrößert. Das erste Filterelement 10 ist eingekapselt, das heißt es kann keine Luft von dem ersten Filterelement 10 aus dem Filtergehäuse 4, insbesondere dem Aufnahmeraum 6, entweichen, ohne das zweite Filterelement 12 zu durchströmen. Somit ist sichergestellt, dass keine Partikel oder zum Beispiel nur bestimmte wenige, sehr kleine Partikel, die sich von dem ersten Filterelement 10 lösen, entweichen können, das zweite Filterelement 12 filtert die (anderen/ meisten) Partikel aus entweichender Luft raus und fängt sie ab. Das zweite Filterelement 12 ist zwischen das erste Filterelement 10 und die erste Leitung 28 und die zweite Leitung 30, welche die einzigen Wege aus dem Aufnahmeraum 6 in die Umgebung außerhalb der Filterbaugruppe 2 sind, zwischengeschalten. Eine Strömung/ Strömungsrichtung von Luft von der Umgebung über die erste Leitung 28 durch das zweite Filterelement 12, das erste Filterelement 10, wieder das zweite Filterelement 12 und über die zweite Leitung 30 wieder raus aus dem Filtergehäuse 4 in die Umgebung ist als Pfeil veranschaulicht. Auch in umgekehrte Richtung wird nachdem das erste Filterelement 10 durchströmt wird, das zweite Filterelement 12 durchströmt. Das zweite Filterelement 12 ist eingerichtet, bevorzugt bzw. leichter in axiale Richtung durchströmt zu werden, sodass sichergestellt ist, dass Luft auch an das erste Filterelement 10 geleitet wird. Das erste Filterelement 10 ist ein Aktivkohlefilter, der vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen und das zweite Filterelement 12 ist ein Glasfaserfilter, der eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements 10 an einem Austreten aus dem Filtergehäuse 4 zu hindern.
  • 4a zeigt ein medizinisches Produkts 26 in Form eines geschlossenen Transfersystems 26a (CSTD Vial Adapter), das ein Gehäuse 32 hat, mit der Filterbaugruppe 2 aus 1a in einer Explosionsansicht. Die Rückwand 24 des Filtergehäuses 4 ist mittels Steckverbindung und Ultraschallschweißen an dem Gehäuse 32 des geschlossenen Transfersystem 26a angebracht. Ein Luftkanal 34 in dem Gehäuse 32/ des geschlossenen Transfersystems 26a ist dabei mit der ersten Leitung 28 der Filterbaugruppe 2 verbunden, sodass Luft, bei einem erhöhten Druck in dem Luftkanal 34 (nur) in die erste Leitung 28, dann durch den Filtereinsatz 8 gefiltert, und durch die zweite Leitung 30 aus dem geschlossenen Transfersystems 26a strömt. In dem Luftkanal 34 ist eine Flüssigkeitsfiltermembran 35 angeordnet, die eingerichtet ist, zu verhindern, dass Flüssigkeit an den Filtereinsatz 8 gelangt. Die Flüssigkeitsfiltermembran 35 lässt also Gase, wie Luft, durch, aber lässt Flüssigkeiten nicht passieren.
  • 4b zeigt das geschlossenen Transfersystems 26a mit der Filterbaugruppe 2 aus 4a zusammengebaut.
  • 5a zeigt eine Explosionsansicht einer Filterbaugruppe 2 gemäß einer alternativen Ausführungsform. Die Filterbaugruppe 2 weist ein zylindrisches Filtergehäuse 4 mit einem zylindrischen Aufnahmeraum 6 und einen in dem Aufnahmeraum 6 angeordneten Filtereinsatz 8 mit drei Filterelementen auf. Der Filtereinsatz 8 hat ein erstes Filterelement 10 und ein zweites Filterelement 12, die gleich sind wie in der Ausführungsform aus 1a, außer dass das zweite Filterelement 12 keine bevorzugte Durchströmungsrichtung aufweisen muss. Der Filtereinsatz 8 hat weiter ein drittes Filterelement 36, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements 10 an einem Austreten aus dem Filtergehäuse 4, insbesondere aus dem Aufnahmeraum 6, zu hindern. Das dritte Filterelement 36 ist also in seiner Funktion und Eigenschaft gleich dem zweiten Filterelement 12. Das erste Filterelement 10 ist daher eingekapselt, das heißt es kann keine Luft von dem ersten Filterelement 10 aus dem Filtergehäuse 4, insbesondere dem Aufnahmeraum 6, entweichen, ohne das zweite Filterelement 12 oder dritte Filterelement 36 zu durchströmen. Der Aufnahmeraum 6 weist ein erstes axiales Ende 16 und ein zweites axiales Ende 18 auf, wobei ein Fixierungselement 14 an dem ersten axialen Ende 16 des Aufnahmeraums 6 in das Filtergehäuse 4 gesteckt ist. Der Filtereinsatz 8 ist in den Aufnahmeraum 6 über das erste axiale Ende 16 einsetzbar und herausnehmbar. Das axiale Ende 16 ist also eine Filtereinsatzöffnung 20. Das Fixierungselement 14 ist in/ auf das Filtergehäuse 4 ein-/ aufsteckbar und absteckbar, um über die Filtereinsatzöffnung 20 den Filtereinsatz 8 bzw. das erste Filterelement 10 und/oder das zweite Filterelement 12 und/oder das dritte Filterelement 36 in den Aufnahmeraum 6 zum Beispiel einzusetzen, daraus herauszunehmen oder auszutauschen. Die Filterbaugruppe 2 hat eine erste Leitung 28 und zweite Leitung 30. Die erste Leitung 28 verläuft von einer Rückwand 24 des Filtergehäuses 4 in den Aufnahmeraum 6, in diesem Fall als eine Öffnung in dem Filtergehäuse 4, wobei die Rückwand 24 eingerichtet ist, an einem medizinischen Produkt 26 befestigt zu werden. Das Fixierungselement 14 hat als Aussparung die zweite Leitung 30, die den Aufnahmeraum 6 mit der Umgebung verbindet. Der Filtereinsatz 8 ist im Aufnahmeraum 6 durch das Fixierungselements 14 am ersten axialen Ende 16 des Aufnahmeraums 6 und die Rückwand 24 am zweiten axialen Ende 18 des Aufnahmeraums 6 axial fixiert.
  • 5b zeigt die Filterbaugruppe 2 aus 5a in einer Frontansicht (um 180 Grad um axiale Achse gedreht in Vergleich zu 5a) mit einer Schnittebene A-A.
  • 5c zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 5b. Es ist eine Strömung/ Strömungsrichtung von Luft von der Umgebung über die erste Leitung 28 durch den Filtereinsatz 8 (einteilig dargestellt) und wieder raus aus dem Filtergehäuse 4 über die zweite Leitung 30 in die Umgebung als Pfeil veranschaulicht. In dieser und in umgekehrter Strömungsrichtung wird, nachdem das erste Filterelement 10 durchströmt wird, das zweite Filterelement 12 oder das dritte Filterelement 36 durchströmt.
  • 6a zeigt eine Explosionsansicht einer Filterbaugruppe 2 gemäß einer alternativen Ausführungsform. Bestandteile und Aufbau der Filterbaugruppe 2 entsprechen im Wesentlichen der Ausführungsform aus 1a, also ein Filtereinsatz 8 mit den zwei Filterelementen 10, 12. Allerdings entspricht das Filtergehäuse 4 dem der Ausführungsform aus 5a, wobei allerdings hier die zweite Leitung 30 wie die erste Leitung 28 in der Rückwand 24 angeordnet ist. Dafür ist das Fixierungselement 14 eine Kappe 14a ohne Öffnung, das die Filtereinsatzöffnung 20 luftdicht verschließt.
  • 6b zeigt die Filterbaugruppe 2 aus 6a in einer Frontansicht mit einer Schnittebene A-A.
  • 6c zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 6b. Es ist eine Strömung/ Strömungsrichtung von Luft von der Umgebung über die erste Leitung 28 durch den Filtereinsatz 8 (einteilig dargestellt) und wieder raus aus dem Filtergehäuse 4 über die zweite Leitung 30 in die Umgebung als Pfeil veranschaulicht. In dieser und in umgekehrter Strömungsrichtung wird, nachdem das erste Filterelement 10 durchströmt wird, das zweite Filterelement 12 durchströmt.
  • 7a zeigt eine Explosionsansicht einer Filterbaugruppe 2 gemäß einer alternativen Ausführungsform. Bestandteile und Aufbau der Filterbaugruppe 2 entsprechen im Wesentlichen der Ausführungsform aus 5a. Die Filterbaugruppe 2 hat einen Filtereinsatz 8 mit drei Filterelementen 10, 12, 36, die denen aus der Ausführungsform aus 5a entsprechen, wobei das erste Filterelement 10 länger ist, dementsprechend ist das Filtergehäuse 4 und der Aufnahmeraum 6 angepasst. Außerdem sind die erste und zweite Leitung 28, 30 als runde Öffnungen mittig zu der Rotationsachse (in Axialrichtung) des Filtergehäuses 4 ausgebildet, sodass der Filtereinsatz 8 geradlinig durchströmt werden kann. Die erste Leitung 28 ist eine Öffnung in der Rückwand 24 des Filtergehäuses 4. Die zweite Leitung 30 ist eine Öffnung in dem Fixierungselement 14.
  • 7b zeigt die Filterbaugruppe 2 aus 7a in einer Frontansicht mit einer Schnittebene A-A.
  • 7c zeigt die entsprechende Schnittansicht A-A aus 7b. Es ist eine Strömung/ Strömungsrichtung von Luft von der Umgebung über die erste Leitung 28 durch den Filtereinsatz 8 (einteilig dargestellt) und wieder raus aus dem Filtergehäuse 4 über die zweite Leitung 30 in die Umgebung als Pfeil veranschaulicht. In dieser und in umgekehrter Strömungsrichtung wird, nachdem das erste Filterelement 10 durchströmt wird, das zweite Filterelement 12 oder dritte Filterelement 36 durchströmt.
  • Liste der Bezugszeichen
  • 2
    Filterbaugruppe
    4
    Filtergehäuse
    6
    Aufnahmeraum
    8
    Filtereinsatz
    10
    erstes Filterelement
    12
    zweites Filterelement
    14
    Fixierungselement
    14a
    Kappe
    16
    erstes axiales Ende
    18
    zweites axiales Ende
    20
    Filtereinsatzöffnung
    22
    Anliegefläche
    24
    Rückwand
    26
    medizinisches Produkt
    26a
    geschlossenes Transfersystem
    28
    erste Leitung
    30
    zweite Leitung
    32
    Gehäuse
    34
    Luftkanal
    35
    Flüssigkeitsfiltermembran
    36
    drittes Filterelement

Claims (15)

  1. Filterbaugruppe (2) für ein medizinisches Produkt (26), vorzugsweise für ein geschlossenes Transfersystem (26a), wobei die Filterbaugruppe (2) ein Filtergehäuse (4), bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum (6) und einen Filtereinsatz (8), der in dem Aufnahmeraum (6) des Filtergehäuses (4) angeordnet ist, aufweist, wobei der Filtereinsatz (8) ein erstes Filterelement (10), bevorzugt einen Aktivkohlefilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement (12), bevorzugt einen Glasfaserfilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements (10) an einem Austreten aus dem Filtergehäuse (4) zu hindern.
  2. Filterbaugruppe (2) nach Anspruch 1, wobei die Filterbaugruppe (2) ferner ein Fixierungselement (14) aufweist, das eingerichtet ist, den Filtereinsatz (8) im Aufnahmeraum (6) zu fixieren.
  3. Filterbaugruppe (2) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das Filtergehäuse (4) eine Filtereinsatzöffnung (20) hat und der Filtereinsatz (8) durch die Filtereinsatzöffnung (20) in den Aufnahmeraum (6) einbringbar ist.
  4. Filterbaugruppe (2) nach Anspruch 2 in Verbindung mit Anspruch 3, wobei das Fixierungselement (14) eine Kappe (14a) ist und die Kappe (14a) eingerichtet ist, die Filtereinsatzöffnung (20) des Aufnahmeraums (6), bevorzugt durch ein Verpressen, luftdicht abzuschließen.
  5. Filterbaugruppe (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Filterbaugruppe (2), bevorzugt das Filtergehäuse (4), eine erste Leitung (28) und eine zweite Leitung (30) aufweist, wobei die Leitungen (28, 30) jeweils eine Verbindung zwischen einer Umgebung außerhalb des Filtergehäuses (4) und dem Aufnahmeraum (6) des Filtergehäuses (4) bereitstellen.
  6. Filterbaugruppe (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Filtereinsatz (8) in dem Filtergehäuse (4) so angeordnet ist, dass ein Gas, das das erste Filterelement (10) durchströmt, anschließend für ein Ausströmen aus dem Filtergehäuse (4) das zweite Filterelement (12) durchströmt.
  7. Medizinisches Produkt (26) mit der Filterbaugruppe (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
  8. Medizinisches Produkt (26) nach Anspruch 7, wobei das medizinisches Produkt (26) ein Gehäuse (32) aufweist, und die Filterbaugruppe (2) an dem Gehäuse (32) angebracht ist.
  9. Medizinisches Produkt (26) nach Anspruch 8, wobei das Gehäuse (32) einen Luftkanal (34) aufweist, der über den Filtereinsatz (8) der Filterbaugruppe (2) in Verbindung mit einer Umgebung außerhalb des medizinisches Produkts (26) steht, und bei einem höheren Druck in dem Luftkanal (34) gegenüber der Umgebung außerhalb des medizinischen Produkts (26) ein Gas, bevorzugt Luft, zum Druckausgleich aus dem Luftkanal (34) durch den Filtereinsatz (8) gefiltert aus dem medizinischen Produkt (26) ausströmt, wobei es nach einem Durchströmen des ersten Filterelements (10) das zweite Filterelement (12) durchströmt.
  10. Medizinisches Produkt (26) nach Anspruch 9, wobei das medizinische Produkt (26) ferner eine Flüssigkeitsfiltermembran (35) aufweist, die in dem Luftkanal (34) angeordnet ist und eingerichtet ist, zu verhindern, dass Flüssigkeit an den Filtereinsatz (8) gelangt.
  11. Medizinisches Produkt (26) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei das medizinische Produkt (26) ein geschlossenes Transfersystem (26a) für ein Transferieren von Flüssigkeiten zwischen Medikationsbehältern oder zwischen einem Medikationsbehälter und einem Patienten ist.
  12. Herstellungsverfahren einer Filterbaugruppe (2), bevorzugt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, für ein medizinisches Produkt (26), wobei die Filterbaugruppe (2) ein Filtergehäuse (4), bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum (6) und einen Filtereinsatz (8) aufweist, wobei der Filtereinsatz (8) ein erstes Filterelement (10), bevorzugt einen Aktivkohlefilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement (12), bevorzugt einen Glasfaserfilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements (10) an einem Austreten aus dem Filtergehäuse (4) zu hindern, wobei das Herstellungsverfahren folgende Schritte in dieser Reihenfolge aufweist: Anordnen des Filtereinsatzes (8) der Filterbaugruppe (2) in dem Aufnahmeraum (6), sodass ein Gas, dass das erste Filterelement (10) durchströmt, anschließend das zweite Filterelement (12) durchströmt; und Fixieren des Filtereinsatzes (8) in dem Aufnahmeraum (6) mit einem Fixierungselement (14).
  13. Herstellungsverfahren nach Anspruch 12, wobei das Herstellungsverfahren weiter als nachfolgenden Schritt ein Reinigen der Filterbaugruppe (2), vorzugsweise mittels CO2-Schneestrahlreinigung, aufweist.
  14. Herstellungsverfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Schritt des Fixierens des Filtereinsatzes (8) in dem Aufnahmeraum (6) mit einem Fixierungselement (14) auch ein luftdichtes Abdichten einer Filtereinsatzöffnung (20), durch die der Filtereinsatz (8) in den Aufnahmeraum (6) einsetzbar ist, mit dem Fixierungselement (14) beinhaltet.
  15. Herstellungsverfahren eines medizinischen Produkts (26), bevorzugt nach einem der Ansprüche 7 bis 11, mit einer Filterbaugruppe (2), wobei die Filterbaugruppe (2) ein Filtergehäuse (4), bevorzugt aus Kunststoff, mit einem Aufnahmeraum (6) und einen Filtereinsatz (8) aufweist, wobei der Filtereinsatz (8) ein erstes Filterelement (10), bevorzugt einen Aktivkohlefilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, schädliche oder giftige Dämpfe und/oder Gase und/oder Aerosole zu binden, um Luft zu reinigen, und ein zweites Filterelement (12), bevorzugt einen Glasfaserfilter, aufweist, das vorgesehen und eingerichtet ist, Partikel des ersten Filterelements (10) an einem Austreten aus dem Filtergehäuse (4) zu hindern, wobei das Herstellungsverfahren folgende Schritte in dieser Reihenfolge aufweist: Herstellen der Filterbaugruppe (2), bevorzugt in einem Herstellungsverfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14; Reinigen der Filterbaugruppe (2), vorzugsweise mittels CO2-Schneestrahlreinigung; und Anbringen der Filterbaugruppe (2) an dem Gehäuse (32) des medizinischen Produkts (26), bevorzugt mittels Ultraschallschweißen.
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