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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Führen von Tinte von und/oder zu einem oder mehreren Druckköpfen eines Systems zum Tintenstrahldruck.
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Zum Bedrucken eines Bedruckstoffs oder Aufzeichnungsträgers können Tintendruckgeräte eingesetzt werden. Solche Systeme zum Tintenstrahldruck arbeiten z.B. nach dem Drop-on-Demand-Prinzip. Diese weisen einen oder mehrere Druckköpfe auf, die Tintenkanäle und Aktivatoren umfassende Düseneinheiten vorsehen. Die Aktivatoren können gesteuert durch eine Druckersteuerung Tintentropfen in Richtung zum Aufzeichnungsträger anregen, die auf den Aufzeichnungsträger gelenkt werden, um dort Druckpunkte für ein Druckbild aufzubringen. Die Aktivatoren können Tintentropfen thermisch oder piezoelektrisch erzeugen. Bei der Zuführung und/oder Abführung von Tinte zu einem oder mehreren Druckköpfen bzw. weg von einem oder mehreren Druckköpfen eines Systems zum Tintenstrahldruck besteht eine große Herausforderung darin, das Führen von Tinte derart zu gestalten, dass in jedem Druckkopf ausreichend Tinte mit einem richtigen Druck und einer richtigen Fließgeschwindigkeit ankommt und gleichzeitig Druckwellen beim Ausstoßen von Tinte sich nicht derart fortsetzen können, dass sie einen störenden Einfluss auf benachbarte Druckköpfe ausüben können, zum Beispiel durch verursachte Bläschenbildung oder indem eine Druckwelle die Wirkung eines benachbarten Aktivators derart abschwächt, dass nicht der gewünschte Tintentropfen ausgestoßen wird. Bekannte Lösungen sind in der Regel nicht skalierbar, so dass für jedes neue Drucksystem eine neue Zuführung bzw. Abführung von Tinte konzipiert werden muss. Diese Zuführungen bzw. Abführungen oder Verteilersysteme werden auch Mannigfaltigkeiten genannt.
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Eine beispielhafte Zuführung oder Versorgungsanordnung kann nach
US 2012/0140003 A1 aufgebaut sein. Hier sind Druckriegel vorgesehen, die mit einem Verteiler verbunden sind. Die Verteiler sind ihrerseits an einen Gegendrucktank angeschlossen, in dem Tinte unter Druck angeordnet ist, so dass Tinte in die Verteiler transportiert werden kann. Der Gegendrucktank ist weiterhin mit einem Vorratsbehälter für Tinte über eine Pumpe und einen Filter verbunden. Aus dem Vorratsbehälter wird Tinte in den Gegendrucktank gepumpt, wenn der Tintenstand im Gegendrucktank unter eine eingestellte Höhe abgesunken ist. Dazu kann der Tintenstand im Gegendrucktank gemessen werden. Die Tinte im Vorratsbehälter kann mit Hilfe einer Pumpe aus einer Tintenflasche ergänzt werden. Die Tinte im Gegendrucktank kann entgast werden. Dazu ist eine Entgasungseinheit vorgesehen, die ein bekanntes Entgasungsmittel und eine Pumpe aufweist. Mit Hilfe der Pumpe wird Tinte aus dem Gegendrucktank über das Entgasungsmittel wieder in den Gegendrucktank zurück gepumpt und dabei entgast. Der Gegendrucktank übernimmt hier weiterhin eine abfedernde Wirkung auf sich vom Druckkopf fortsetzende Druckwellen.
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US 2022/0234360 A1 offenbart sogenannte Base Plates oder Grundplatten, die metallisch ausgebildet sind und an denen die Druckköpfe montiert sind. Die Base Plates weisen Bohrungen für Zuführungen und Abführungen auf, durch die die Tinte geleitet wird. Hier wird eine Skalierbarkeit von Tintenzuführungen und -abführungen beschrieben, da die Base Plates derart aneinander montiert werden können, dass die Bohrungen fluiddicht aneinandergefügt werden können. Diese Anordnung hat vor allem den Vorteil einer guten Wärmeleitung zwischen Druckköpfen und Tintenführungen. Doch das Problem der Bläschenbildung und der Fortsetzung von Druckwellen wird hier nicht adressiert.
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US 2018/0215167 A1 offenbart, dass eine Tintenzuführung oder ein Verteilersystem oder eine Mannigfaltigkeit, die mit mehreren Druckköpfen verbunden ist, skalierbar mit weiteren Mannigfaltigkeiten verbunden werden kann. Auch hier wird das Problem der Bläschenbildung und der Fortsetzung von Druckwellen nicht gesondert adressiert.
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Es wird nach einer vereinfachten Lösung für eine Tintenzuführung und/oder -abführung von bzw. zu einem Druckkopf gesucht, die die Skalierbarkeit mit der Abfederung von Störungen durch Druckwellen von Tintenausstößen verbindet.
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Die Aufgabe wird durch eine Anordnung nach dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen werden in den Unteransprüchen spezifiziert.
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Es wird eine Anordnung zum Führen von Tinte von und/oder zu einem oder mehreren Druckköpfen eines Systems zum Tintenstrahldruck vorgeschlagen, wobei die Anordnung einen oder mehrere Druckköpfe und wenigstens eine Tintenführungseinrichtung aufweist. Die wenigstens eine Tintenführungseinrichtung ist dazu eingerichtet, Tinte von und/oder zu dem einen oder den mehreren Druckköpfen zu leiten. Die Tintenführungseinrichtung weist wenigstens ein Teilführungsgehäuse auf. Sie weist weiterhin jeweils wenigstens ein unteres Verbindungsstück auf, das unterhalb jedes Teilführungsgehäuse mit einem oder mehreren Druckköpfen tintenführend verbindet. Außerdem weist sie ein horizontales Verbindungsstück auf, das ein erstes Teilführungsgehäuse an einem ersten horizontalen Ende tintenführend mit einer Tintenzuführung und/oder eine Tintenabführung verbindet. Die Tintenführungseinrichtung weist außerdem ein horizontales Endstück auf, das ein letztes Teilführungsgehäuse an einem zweiten horizontalen Ende abschließt.
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Die Teilführungsgehäuse weisen jeweils ein Volumen auf, das zum Teil mit Tinte und zum Teil mit Luft oder einem anderen Gas befüllbar ist, wobei eine Tintenfüllstandshöhe und ein Gasdruck regulierbar sind. Jedes Teilführungsgehäuse ist an seinem zweiten horizontalen Ende mit einem ersten horizontalen Ende eines weiteren Teilführungsgehäuses tinten- und gasverbunden oder mit dem Endstück verbunden.
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Indem jedes Teilführungsgehäuse an seinem zweiten horizontalen Ende zu einem ersten horizontalen Ende eines weiteren Teilführungsgehäuses tinten- und gasverbunden oder mit dem Endstück verbunden ist, wobei jedes Teilführungsgehäuse wenigstens ein unteres Verbindungsstück aufweist, das unterhalb jedes Teilführungsgehäuse mit einem oder mehreren Druckköpfen verbindet, erreichen wir Skalierbarkeit, da eine beliebige Anzahl von Teilführungsgehäusen zusammengefügt werden kann, die jeweils ein unteres Verbindungsstück aufweisen. Auch fungiert der spezifische Aufbau der Tintenführungseinrichtung als Dämpfung für sich fortsetzende Druckwellen.
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Die Tintenführungseinrichtung kann für die Tintenzuführung oder für die Tintenabführung vorgesehen sein. Auch zwei Tintenführungseinrichtungen, eine für die Tintenzuführung und eine für die Tintenabführung können vorgesehen sein.
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Insbesondere ist ein Volumen der Tintenführungseinrichtung derart ausgebildet, dass Druckwellen, die sich vom Druckkopf zu der Tintenführungseinrichtung fortsetzen, abgefedert werden. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise eine Funktion des Gegendrucktanks aus dem Stand der Technik von der Tintenführungseinrichtung übernommen wird.
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In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Teilführungsgehäuse mit Dichtungen an ihren horizontalen Enden miteinander verbindbar und/oder mit Dichtungen mit dem horizontalen Verbindungsstück und/oder mit Dichtungen mit dem horizontalen Endstück verbindbar. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise eine besonders einfache Skalierbarkeit erzielbar ist.
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Es ist jedoch auch denkbar, dass die Teilführungsgehäuse miteinander verschweißt oder integral zusammenhängend ausgebildet sind und/oder mit dem horizontalen Endstück und/oder mit dem horizontalen Verbindungsstück verschweißt oder integral zusammenhängend ausgebildet sind. Auf diese Weise ist eine besonders gute Dichtung und Robustheit gewährleistet, wobei aufgrund der Bauart auch die Skalierbarkeit erhalten bleibt.
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Bevorzugt weisen die Teilführungsgehäuse eine Quaderform auf, wobei eine horizontale Breitenausdehnung insbesondere kleiner ist als eine senkrechte Ausdehnung. Dies ist vorteilhaft, da dies eine besonders einfache Form ist, um alle bisher genannten Spezifikationen zu erfüllen.
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Insbesondere weisen die Teilführungsgehäuse der Anordnung zusammen ein Volumen von zwischen 500 ml und 3,5 I auf. Das Volumen ist bevorzugt dazu eingerichtet, zwischen 30 und 70 % mit Tinte gefüllt zu werden und zu 30 bis 70% mit Gas, insbesondere Luft, gefüllt zu werden. Auf diese Weise wird besonders bevorzugt die Bedingung erfüllt, dass Druckwellen, die sich vom Druckkopf zu der Tintenführungseinrichtung fortsetzen, abgefedert werden.
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Ein Querschnitt der Tintenführungseinrichtung beträgt insbesondere zwischen 15 und 35 mm Breite und zwischen 60 und 100 mm Höhe.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Teilführungsgehäuse aus Kunststoff gefertigt. Dies ist besonders kostengünstig und einfach herzustellen. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Teilführungsgehäuse aus Metall, insbesondere Edelstahl, hergestellt sind.
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Insbesondere weist die Tintenführungseinrichtung einen oder mehrere Sensoren zur Bestimmung einer Tintenfüllstandshöhe auf, insbesondere einen kapazitiven Füllstandssensor. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise eine einfache Regelung ermöglicht wird.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Tintenführungseinrichtung einen oder mehrere Sensoren zur Bestimmung eines Gasdruckes auf. Dies ist vorteilhaft, da auch hiermit eine einfache Regelung ermöglicht wird.
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Insbesondere wird eine Füllstandshöhe in einer Startphase einer Regelung auf einen bestimmten Wert eingestellt, damit ein Verhältnis zwischen Luft und Tinte in der Tintenführungseinrichtung stimmt. Weiterhin wird bevorzugt die Füllstandshöhe gemessen, damit es nicht zu einem Leerlaufen oder Überfüllen der Tintenführungseinrichtung kommt.
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Bevorzugt weist eine als Tintenzuführung ausgebildete Tintenführungseinrichtung ein horizontales Verbindungsstück auf, das tintenführend mit einem Proportionalventil verbunden ist, das eine Durchlasstintengeschwindigkeit in Abhängigkeit von dem Gasdruck regelt. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise für eine gute Tintenversorgung gesorgt wird. Bei einer konstanten Tintendurchflussmenge durch die Druckköpfe stellt sich so ein fester Öffnungswert an dem Proportionalventil ein. Wenn die Druckköpfe anfangen zu drucken, wird mehr Tinte benötigt. Der Druck in der Tintenführungseinrichtung nimmt in diesem Fall ab. Dies wird dann durch das Proportionalventil kompensiert, indem es weiter öffnet.
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Insbesondere ist für die Regelung des Proportionalventils eine Steuereinheit vorgesehen, die mit den Sensoren zur Bestimmung des Gasdruckes und mit den Sensoren zur Bestimmung des Gasdruckes gekoppelt ist. Die Steuereinheit ist bevorzugt dazu eingerichtet, die Einstellung der Füllstandshöhe in der Startphase bei jedem Maintenance-Vorgang durchzuführen, was in einer bevorzugten Ausführungsform etwa jeweils nach zwischen 1,5 und 3,5 Stunden der Fall ist.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform verbindet das jeweils wenigstens eine untere Verbindungsstück jedes Teilführungsgehäuse tintenführend mit zwischen eins und drei Druckköpfen, besonders bevorzugt mit zwei Druckköpfen. Dies ist vorteilhaft, da dies eine gute Symmetrie mit einer immer noch ausreichenden Druckwellendämpfung verbindet.
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Weitere Ausführungsformen und Vorteile ergeben sich aus den Zeichnungen und der ausführlichen Figurenbeschreibung.
- 1 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht eines Bestandteils einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung;
- 2 zeigt eine schematische Flussdiagrammdarstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung.
- 3 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht eines Bestandteils einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung.
- 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Bestandteils einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung.
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Detaillierte Figurenbeschreibung
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In 1 ist eine perspektivische Explosionsansicht eines Bestandteiles einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Führen von Tinte von und/oder zu einem oder mehreren Druckköpfen eines Systems zum Tintenstrahldruck dargestellt und mit 100 bezeichnet.
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In dieser Ansicht sind die Druckköpfe nicht gezeigt. Es ist eine Tintenführungseinrichtung 110 gezeigt, die hier dazu eingerichtet ist, Tinte zu mehreren Druckköpfen zu leiten. In dieser Ansicht sind zwei Teilführungsgehäuse 2 gezeigt. Diese weisen hier eine Quaderform auf und sind aus einem Kunststoff ausgebildet. Eine horizontale Breitenausdehnung ist hier deutlich kleiner als eine senkrechte Ausdehnung. Eine Länge der Teilführungsgehäuse 2 ist hier an einen Abstand der Druckköpfe angepasst.
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An jedem der zwei Teilführungsgehäuse 2 ist ein unteres Verbindungsstück 3 vorgesehen, das unterhalb jedes Teilführungsgehäuse 2 mit zwei Druckköpfen tintenführend verbindet. Jedes Verbindungsstück 3 weist hier einen ersten Abschnitt 31 auf, der unterhalb von einem unteren Auslass 21 des Teilführungsgehäuses 2 zu einem Verbindungsventil 32 führt. Weiterhin weist jedes Verbindungsstück 3 einen zweiten Abschnitt 33 auf, der zu einem T-Stück 35 führt. Das T-Stück 35 verteilt die von dem Verbindungsventil 32 kommende Tinte auf zwei Druckkopfzuleitungen 34a, 34b.
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Weiterhin weist die Anordnung 100 ein horizontales Verbindungsstück 1 auf, das ein erstes Teilführungsgehäuse 2 an einem ersten horizontalen Ende tintenführend mit einer Tintenzuführung 11 verbindet. Diese Tintenzuführung 11 ist hier als eine Leitung 12 mit Leitungsproportionalventil 13 ausgebildet. Weiterhin ist hier auch eine Gaszuführung 14 vorgesehen, die bevorzugt als Luftzuführung ausgebildet ist. Die Tintenführungseinrichtung 110 weist außerdem ein horizontales Endstück 4 auf, das ein letztes Teilführungsgehäuse 2 an einem zweiten horizontalen Ende abschließt.
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Die Teilführungsgehäuse 2 weisen jeweils ein Volumen auf, das zum Teil, hier über die Tintenzuführung 11, mit Tinte und zum Teil, hier über die Gaszuführung 14 mit Gas befüllbar ist, wobei eine Tintenfüllstandshöhe und ein Gasdruck regulierbar sind. Jedes Teilführungsgehäuse 2 ist an seinem zweiten horizontalen Ende mit einem ersten horizontalen Ende eines weiteren Teilführungsgehäuses 2 tinten- und gasverbunden oder mit dem Endstück 4 verbunden. In dieser Ausführungsform weist jedes Teilführungsgehäuse 2 an seinem oberen Ende einen Gaskanal 22 auf. Weiterhin weist jedes Teilführungsgehäuse 2 an seinem unteren Ende einen Tintenkanal 25 auf. Die Auslässe 21 sind von unten durch den Tintenkanal 25 hindurch in ein Tintenvolumen der Teilführungsgehäuse geführt. Der Tintenkanal 25 weist an einem zum Endstück 4 gerichteten Ende einen Durchlass zu einem Tintenvolumen der Teilführungsgehäuse 2 auf.
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2 zeigt eine schematische Flussdiagrammdarstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung, die hier mit 200 bezeichnet ist.
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Diese Ausführungsform weist zwei Tintenführungseinrichtungen 110 und 120 auf. Eine erste Tintenführungseinrichtung 110 ist dazu eingerichtet, Tinte zu zwei Druckköpfen 5, 6 zu leiten. Eine zweite Tintenführungseinrichtung 120 ist dazu eingerichtet, Tinte von den zwei Druckköpfen 5, 6 abzuleiten. Die beiden Tintenführungseinrichtungen 110, 120 weisen in dieser Ausführungsform jeweils nur ein Teilführungsgehäuse 2 auf. Die Tintenführungseinrichtungen 110 sind an ihrem unteren Ende zum Teil mit Tinte 8 gefüllt und an ihrem oberen Ende zum Teil mit Gas 7 gefüllt. Sie weisen jeweils eine kapazitive Druckregulierung 23 und eine Füllstandsmessung 24 auf. Mittels eines Leitungsproportionalventils 13 wird eine Tintenzufuhr zu der ersten Tintenführungseinrichtung 110 in Abhängigkeit von der Füllstandsmessung 24 geregelt.
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An dem Teilführungsgehäuse 2 der ersten Tintenführungseinrichtung 110 ist ein unteres Verbindungsstück 3 vorgesehen, das unterhalb das Teilführungsgehäuse 2 mit den zwei Druckköpfen 5, 6 tintenführend verbindet. Das Verbindungsstück 3 weist ein Verbindungsventil 32a auf, das einen Tintenstrom zu den beiden Druckköpfen 5, 6 steuert.
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Eine zweite Tintenführungseinrichtung 120 ist dazu eingerichtet, Tinte von den zwei Druckköpfen 5, 6 abzuleiten. Weiterhin ist zwischen der ersten Tintenführungseinrichtung 110 und der zweiten Tintenführungseinrichtung 120 ein weiteres Ventil 9 vorgesehen, dass einen Durchfluss von Tinte von der ersten Tintenführungseinrichtung 110 direkt zu der zweiten Tintenführungseinrichtung 120 ermöglicht. Auf diese Weise kann vorteilhaft ein gewisser Durchfluss unabhängig von einem Druckvorgang erzeugt und aufrechterhalten werden, so dass die Tinte ihre Qualität nicht durch Stillstand verliert.
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Das weitere Ventil 9 ist hier zwischen dem Endstück 4 der ersten Tintenführungseinrichtung 110 und dem Endstück 4 der zweiten Tintenführungseinrichtung 120 angeordnet. Auf diese Weise ist eine Durchflussrichtung von Tinte 8 in der zweiten Tintenführungseinrichtung 120 genau entgegengesetzt zu einer Durchflussrichtung von Tinte 8 in der ersten Tintenführungseinrichtung 110.
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Auch an der zweiten Tintenführungseinrichtung 120 ist ein unteres Verbindungsstück 3 vorgesehen, das unterhalb das Teilführungsgehäuse 2 mit den zwei Druckköpfen 5, 6 tintenführend verbindet. Das Verbindungsstück 3 weist ein Verbindungsventil 32b auf, das einen Tintenstrom von den beiden Druckköpfen 5, 6 steuert.
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3 zeigt den Bestandteil der Tintenführungseinrichtung 110 aus 1 mit dem Unterschied, dass beispielhaft vier Teilführungsgehäuse 2 gezeigt sind. Die Anzahl der Teilführungsgehäuse in einer Tintenführungseinrichtung 110 ist nicht als beschränkend anzusehen.
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4 zeigt einen Bestandteil einer bevorzugten Ausführungsform einer Anordnung zum Führen von Tinte von und zu mehreren Druckköpfen (hier nicht gezeigt). In ihr sind zwei Tintenführungseinrichtungen 110, 120 in einer parallelen Anordnung in einer schematischen perspektivischen Ansicht zusammen abgebildet. Eine erste Tintenführungseinrichtung 110 ist dazu eingerichtet, Tinte zu den Druckköpfen zu leiten. Eine zweite Tintenführungseinrichtung 120 ist dazu eingerichtet, Tinte von den Druckköpfen zu leiten.
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Die erste Tintenführungseinrichtung 110 weist vier Teilführungsgehäuse 2b1, 2b2, 2b3, 2b4 auf. Die zweite Tintenführungseinrichtung 120 weist ebenfalls vier Teilführungsgehäuse 2a1, 2a2, 2a3, 2a4 auf. Weiterhin weist die erste Tintenführungseinrichtung 110 ein horizontales Verbindungsstück 1b auf, das ein erstes Teilführungsgehäuse 2b1 an seinem ersten horizontalen Ende tintenführend mit einer Tintenzuführung 11b verbindet, die mit einem Leitungsproportionalventil 13 verbunden ist. Außerdem weist das erste Teilführungsgehäuse ein horizontales Endstück 4b auf, das ein letztes Teilführungsgehäuse 2b4 an einem zweiten horizontalen Ende abschließt. Die zweite Teilführungseinrichtung 120 weist ebenfalls ein horizontales Verbindungsstück 1a auf, das jedoch ein erstes Teilführungsgehäuse 2a1 an seinem ersten horizontalen Ende tintenführend mit einer Tintenabführung 11a verbindet. Außerdem weist das zweite Teilführungsgehäuse 120 ein horizontales Endstück 4a auf, das ein letztes Teilführungsgehäuse 2a4 an einem zweiten horizontalen Ende abschließt. Die Teilführungsgehäuse 2b1, 2b2, 2b3, 2b4 der ersten Tintenführungseinrichtung sind miteinander und mit dem horizontalen Verbindungsstück 1b sowie dem horizontalen Endstück 4b integral zusammenhängend ausgebildet. Auch die Teilführungsgehäuse 2a1, 2a2, 2a3, 2a4 der zweiten Tintenführungseinrichtung sind mit dem horizontalen Verbindungsstück 1a sowie dem horizontalen Endstück 4a integral zusammenhängend ausgebildet. Außerdem sind die erste Tintenführungseinrichtung 110 und die zweite Tintenführungseinrichtung 120 in dieser Ausführungsform kombiniert parallel nebeneinander angeordnet. Auf diese Weise können das Zuführen der Tinte und das Abführen der Tinte vorteilhaft platzsparend gestaltet werden.
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Jedes Teilführungsgehäuse 2b1, 2b2, 2b3, 2b4 der ersten Tintenführungseinrichtung 110 weist ein unteres Verbindungsstück 3b1, 3b2, 33, 3b4 auf, das unterhalb jedes Teilführungsgehäuse 2b1, 2b2, 2b3, 2b3 mit zwei Druckköpfen (nicht gezeigt) tintenführend verbindet. Auch jedes Teilführungsgehäuse 2a1, 2a2, 2a3, 2a4 der zweiten Tintenführungseinrichtung weist ein unteres Verbindungsstück 3a1, 3a2, 3a3, 3a4 auf, das unterhalb jedes Teilführungsgehäuse 2a1, 2a2, 2a3, 2a4 mit zwei Druckköpfen tintenführend verbindet.
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Durch die Maßnahme, die Tintenführungseinrichtungen derart auszubilden, dass sie zum Teil mit Tinte und zum Teil mit Gas befüllbar sind, wird eine vereinfachten Lösung für eine Tintenzuführung und/oder -abführung von bzw. zu einem Druckkopf vorgeschlagen, die die Skalierbarkeit mit der Abfederung von Störungen durch Druckwellen vom Tintenausstößen vorteilhaft verbindet.
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Ausführungsformen können als Hardware (z.B. Schaltkreise, Firmware, Software oder jede Kombination davon implementiert werden. Ausführungsformen können auch als Instruktionen implementiert sein, die auf einem maschinenlesbaren Medium gespeichert sind, das von einem oder mehreren Prozessoren gelesen und ausgeführt werden kann. Ein maschinenlesbares Medium kann jeden Mechanismus zum Speichern und Übertragen von Informationen aufweisen, der von einer Maschine (z.B. einem Computer) lesbar ist. Für die Zwecke dieser Diskussion sollen der Ausdruck Steuereinheit verstanden werden als Schaltkreise oder Prozessor oder Kombinationen davon einschließlich Speicherinstruktionen. Ein Schaltkreis umfasst einen analogen Schaltkreis, einen digitalen Schaltkreis, einen Datenverarbeitungsschaltkreis, andere strukturelle elektronische Hardware oder eine Kombination davon. Ein Prozessor umfasst einen Mikroprozessor, einen digitalen Signalprozessor (DSP), einen zentralen Prozessor (CPU), einen durch anwendungsspezifische Instruktionen eingestellten Prozessor (ASIP), einen Graphik- und/oder Bildprozessor, einen Multi-Kern-Prozessor oder einen anderen Hardwareprozessor.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- horizontales Verbindungsstück
- 1a, 1b
- horizontale Verbindungsstücke
- 2
- Teilführungsgehäuse
- 2a1, 2a2, 2a3, 2a4
- Teilführungsgehäuse
- 2b1, 2b2, 2b3, 2b4
- Teilführungsgehäuse
- 3
- unteres Verbindungsstück
- 3a1, 3a2, 3a3, 3a4
- untere Verbindungsstücke
- 3b1, 3b2, 3b4, 3b4
- untere Verbindungsstücke
- 4
- Endstück
- 4a, 4b
- Endstücke
- 5, 6
- Druckköpfe
- 7
- Gas
- 8
- Tinte
- 11
- Tintenzuführung
- 11a, 11b
- Tintenzuführung, Tintenabführung
- 12
- Leitung
- 13
- Leitungsproportionalventil
- 14
- Gaszuführung
- 21
- Auslass
- 22
- Gaskanal
- 23
- Druckregulierung
- 24
- Füllstandsmessung
- 25
- Tintenkanal
- 31
- erster Abschnitt
- 32, 32a,b
- Verbindungsventil
- 33
- zweiter Abschnitt
- 34a, 34b
- Druckkopfzuleitungen
- 35
- T-Stück
- 100
- Anordnung
- 110
- erste Tintenführungseinrichtung
- 120
- zweite Tintenführungseinrichtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- US 2012/0140003 A1 [0003]
- US 2022/0234360 A1 [0004]
- US 2018/0215167 A1 [0005]