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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Derartige Kühlvorrichtungen werden zur Kühlung von leicht verderblichen Lebensmitteln, wie z. B. Snacks, Back- und Konditoreiwaren, Fleisch- und Milchprodukten etc. verwendet. Die Kühlvorrichtungen sind in Verkaufstheken und Selbstbedienungstheken enthalten.
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Ein gattungsgemäßer Thekeneinsatz, insbesondere ein Kühlthekeneinsatz, weist eine neigungsverstellbare Warenauflagefläche sowie eine Arretierung der Warenauflagefläche auf.
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Ein derartiger Thekeneinsatz ist aus der
DE 299 10 539 U1 bekannt. Eine isolierte Wanne enthält eine Warenauflagefläche, unter der ein Verdampfer mit Ventilatoren montiert ist. Der Verdampfer ist über Kälteleitungen mit einem Kälteaggregat außerhalb der Kühlwanne verbunden. Über die Ventilatoren wird ein Luftstrom durch den Verdampfer geblasen, dort wird die Luft abgekühlt und über ein Luftausblasbereich über die auf der Warenauflagefläche befindlichen Waren geleitet. Die Warenauflagefläche ist hier drehbar gelagert und kann waagerecht oder geneigt eingestellt werden. Festgestellt wird die geneigte Position über eine scharnierartig angebrachte Klappe. Eine Belegung des Wannenrandes mit Granitplatten, wie es oft in exquisiten Geschäften verlangt wird, ist bei dieser Konstruktion kaum möglich, da sich der Griff auf den Wannenrand abstützt. Entweder es kann nicht der komplette Wannenrand mit Granit belegt werden, was letztendlich unschön aussieht, oder es muss in Kauf genommen werden, dass der Winkel der Warenauslagefläche steiler wird und evtl. Waren leichter nach unten rutschen.
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Nachteilig ist hier zudem, dass zur Feststellung der geneigten Position die scharnierartig angebrachte Klappe manuell herausgeklappt werden muss. Auch kann hier Kondenswasser, welches sich im oberen Luftausblasbereich bildet, an der Klappe entlang bis auf den Rahmen laufen. Da der Rahmen waagerecht ist, besteht die Gefahr, dass das Kondenswasser weiterhin auf die Arbeitsfläche, in der der Kühleinsatz eingesetzt, oder in die darunter befindliche Thekenkonstruktion läuft. In der Regel sind die Arbeitsfläche und die Thekenkonstruktion aus beschichteten Spanplatten gefertigt, welche an den Schnittkanten extrem feuchtigkeitsempfindlich sind. Hier ist unabdingbar, dass der Kühleinsatz wasserdicht in die Arbeitsfläche eingeklebt wird. Muss der Kühleinsatz zu Reparaturzwecken aus der Arbeitsfläche ausgebaut werden, wird in der Regel die Arbeitsfläche durch die nicht lösbare Verklebung zerstört.
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Aus der
DE 100 64 633 A1 ist ein Thekenkühleinsatz zum Einbau in eine geneigte Arbeitsfläche bekannt. Auch hier wird ebenso wie in der
DE 299 10 539 U1 eine scharnierartig angebrachte Klappe manuell herausgeklappt. Im Gegensatz zu der
DE 299 10 539 U1 stützt sich die Klappe nicht mehr auf den Wannenrand, sondern auf einen Vorsprung innerhalb der Wanne ab. Kondenswasser, welches sich an der Außenfläche des Luftausblasbereiches bildet, kann hier in die Wanne abfließen. Eine Beschädigung der Arbeitsfläche durch Feuchtigkeit wird damit sicher verhindert. Nachteilig ist jedoch, dass die Klappe jetzt unterhalb des Wannenrandes angeordnet ist und somit nur noch über schwer zugängliche Hilfshebel bedient werden kann. Dies ist nur umständlich mit zwei Händen durchzuführen.
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Aus der
DE 20 2010 016 904 U1 ist ein Thekenkühleinsatz bekannt, bei dem der Luftausblasbereich als Griff zum Anheben der Warenauflagefläche in eine Stützposition bewegbar ist. Um die Warenauslage von der oberen in die untere Position zu bewegen, ist es erforderlich, den Griff zur Bedienseite hin zu bewegen und die Warenauflagefläche anschließend nach unten zu drücken. Wenn der Bewegungsablauf bekannt ist, lässt sich die Warenauflagefläche gut nach unten bewegen. Aber diese Bewegungsabfolge ist nicht von alleine intuitiv zu bewältigen. Insbesondere in Shops mit häufig wechselndem Verkaufspersonal wird dieses zu Verwirrungen führen. Problematisch ist zudem, dass der Griff gleichzeitig die Luftausblasdüse darstellt. Somit ergeben sich durch die zwei verschiedenen Winkel des Griffes zur Warenauflagefläche unterschiedliche Luftaustrittswinkel bezüglich der Warenauflagefläche. Dies führt immer zu einem Luftausblasstrom, der mindestens in einer Stellung ungünstiger bezüglich der Kühlwirkung ist und damit letztendlich zu einem erhöhten Energiebedarf. Ein weiteres Problem ist auch hier das Kondenswasser, welches sich auf der Außenseite des Griffes bildet und in der geneigten Stellung der Warenauflagefläche auf den Wannenrand läuft. Da der Wannenrand waagerecht ist, wird immer ein Teil des Kondenswassers auf die Thekenarbeitsfläche laufen, in der der Kühleinsatz eingehängt worden ist. Damit gibt es hier die gleichen Probleme wie bei der
DE 299 10 539 U1 . Auch bei der Belegung des Wannenrandes mit Granit gibt es hier keine Vorteile gegenüber der
DE 299 10 539 U1 .
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Aufgabe
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kühlvorrichtung mit neigbarer Warenauflagefläche zu gestalten, bei der die Warenauflagefläche einfach neigbar und zur Reinigung zu öffnen ist, bei dem der Luftausblaswinkel gegenüber der Warenauflagefläche nicht durch die Stellung der Warenauflage beeinflusst wird, bei dem das sich an der Außenseite des Luftausblasbereich bildende Kondenswasser sicher in die Wanne abläuft und bei der der Wannenrand auch ganzflächig mit Granitplatten belegt werden kann.
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Diese Aufgabe wird durch die Kühlvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und werden außerdem in der folgenden Beschreibung, insbesondere in Zusammenhang mit den Figuren, beschrieben.
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Bei der Kühlvorrichtung der genannten Art ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine bistabile Schalteinrichtung (6) in einer ersten stabilen Lage das Schwenken der Warenauflagefläche (4) nach unten in die erste Stellung freigibt und in einer zweiten stabilen Lage mindestens eine zweite geneigte Stellung der Warenauslagefläche (4) ermöglicht. Als Kerngedanke der Erfindung kann erachtet werden, dass die in der geneigten Stellung notwendige Abstützung über eine stabile Lage der bistabilen Schalteinrichtung (6) im Inneren der Wanne erfolgt. Da keine Fläche mehr zwischen dem Luftausblasbereich (20) und Wannenrand notwendig ist, läuft das sich auf der Außenseite des Luftausblasbereiches (20) kondensierende Wasser durch den vorhandenen Schlitz zwischen Wannenwandung und Luftausblasbereich (20) sicher in den Wannenkorpus (1) und damit in den dort enthaltenen Ablauf (16) ab. Dies ist sowohl bei waagrechten als auch bei schrägen oder stufenförmigen Wannenkorpussen (1) möglich. Zudem kann der Wannenrahmen jetzt auch mit Granitplatten belegt werden, da die hierdurch stattfindende Auffütterung des Rahmens die geneigte Stellung der Warenauflagefläche nicht beeinflusst.
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Für die Umschaltung der bistabilen Schalteinrichtung (6) ist außerhalb des Wannenkörpers kein Bedienungselement notwendig. Daher kann sowohl der Wannenrand als auch die Warenfläche problemlos mit Granit oder einem anderen Dekormaterial belegt werden. Die Umschaltung der bistabilen Schalteinrichtung (6) kann manuell nach Öffnen der Warenauflagefläche (4) erfolgen oder gesteuert durch das Verschwenken der Warenauflagefläche (4) nach Anspruch 2 in der Art, dass z. B. durch Hochziehen der Warenauflagefläche (4) die bistabile Schalteinrichtung (6) von einem Schaltnocken umgeschaltet wird. Die bistabile Schalteinrichtung (6) kann mit dem beweglichen Teil der Kühlvorrichtung, wie z. B. der Warenauflagefläche (4) oder einer Unterkonstruktion verbunden sein, die Schaltnocke kann mit dem Wannenkorpus (1) verbunden sein oder durch eine Stufe am Wannenkorpus (1) gebildet werden. Es ist auch denkbar, die bistabile Schalteinrichtung am Wannenkorpus (1) anzuordnen und die Schaltnocke mit dem beweglichen Teil, wie z. B. die Warenauslagefläche (4) zu verbinden bzw. eine Fläche oder ein Vorsprung des beweglichen Teils selber als Schaltnocke zu nutzen.
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Wenn nach Anspruch 3 die Kühleinrichtung (2) im Wannenkorpus unterhalb der Warenauflagefläche (4) durch eine zweite Achse schwenkbar angeordnet ist, kann die Umschaltung in mindestens eine stabile Lage auch durch das Verschwenken der Kühleinrichtung (2) gesteuert werden. In diesem Fall wird die schwenkbare Kühleinrichtung (2) über eine stabile Lage der bistabilen Schalteinrichtung (6) gehalten und die um die erste Achse schwenkbare Warenauflagefläche (4) stützt sich geneigt auf die Kühleinrichtung (2) auf. Vorteilhaft hierbei ist, dass die Warenauflagefläche (4) bei schräg gestellter Kühleinrichtung (2) geöffnet werden kann und die Kühleinrichtung (2) in dieser Position mit einem Wasserstrahl gut durchgespült werden kann.
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Die Bedienung wird vereinfacht, wenn nach Anspruch 4 die um die erste Achse schwenkbare Warenauflagefläche (4) an die um die zweite Achse schwenkbare Kühleinrichtung (2) gekoppelt wird. Dies kann direkt oder über Hebel geschehen. Vorteilhafterweise wird die Koppelung so ausgeführt, dass sie trennbar ist, um eine besser Zugänglichkeit zur Kühleinrichtung (2) und zu den Mittel zum Umwälzen (3) der Luft für die Reinigung und die Wartung zu ermöglichen.
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Eine geeignete bistabile Schalteinrichtung (6) kann nach Anspruch 5 aus einem Teil, welches entlang einer begrenzten Bahn bewegbar ist und welches von einer Federeinrichtung (9) in einem ersten Abschnitt der Bahn gegen eine Begrenzung (8a) am Bahnanfang bewegt wird und in einem zweiten Abschnitt der Bahn gegen eine Begrenzung (8b) am Bahnende bewegt wird, bestehen. Die begrenzte Bahn kann dabei eine begrenzte lineare Bahn oder eine begrenzte bogenförmige Bahn sein.
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Da durch die bistabile Schalteinrichtung (6) die gesamte Warenauflagefläche (4) mit Waren und je nach Ausführung auch noch die Kühleinrichtung (2) abgestützt wird, ist eine möglichst robuste Ausführung vorteilhaft, welche sich auch unter Last nicht verklemmen kann. Dies kann nach Anspruch 6 verwirklicht werden, indem die bistabile Schalteinrichtung (6) aus einem einseitig gelagerten Schwenkhebel (25) mit zwei Endanschlägen (8) besteht, auf welchen mindestens eine Federkraft wirkt. Es ist z. B. eine Zugfeder einsetzbar, welche zwischen dem beweglichen Ende des Schwenkhebels und einem Punkt, welcher sich annähernd senkrecht zu einer Tangente der Bewegungsbahn in Richtung Bewegungsmittelpunkt befindet, wobei der Abstand zur Bewegungsbahn größer als der Wirkradius der Bewegungsbahn ist. Anstatt mit einer Feder kann die notwendige Kraft auch gleichwirkend mit einem elastischem Material wie z. B. einem Gummi erzeugt werden.
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Alternativ lässt sich für die bistabile Schalteinrichtung (6) auch ein bistabiles Federelement nach Anspruch 7 einsetzen. Da jetzt kein Drehgelenk (27) mehr notwendig ist, kann die bistabile Schalteinrichtung (6) preisgünstiger gefertigt werden.
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Die bistabile Schalteinrichtung (6) kann über Bolzen, Nocken oder Vorsprünge gesteuert werden. Am einfachsten ist die Montage jedoch, wenn dies durch Schaltbahnen (10a, 10b) nach Anspruch 8 erfolgt. Die Schaltbahnen (10a, 10b) können als Körper mit Erhöhungen zum Schalten ausgeführt werden. Noch einfacher wird dieses jedoch, wenn die Schaltbahnen (10a, 10b) durch schlitzartige Ausschnitte in einer flachen Platte gebildet werden. Alternativ können auch zwei flache Platten mit einem kurvenförmigen Verlauf mit Abstand nebeneinander montiert werden. Die bistabile Schalteinrichtung weist in dieser Bauform einen Bolzen (26) auf, welcher in den Schlitz ragt, der sich durch den Abstand ergibt, mit dem die flachen Platten montiert sind.
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Wenn die Schaltbahn (10a, 10b) nach Anspruch 9 weiterhin Bereiche zum Aufstützen (29) der bistabilen Schalteinrichtung (6) beinhaltet, wird die Fertigung weiterhin vereinfacht. Sowohl das Umschalten als auch das Abstützen kann von wenigen Bauteilen durchgeführt werden, welche auf CNC-Maschinen kostengünstig mit hoher Präzision gefertigt werden können.
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Weist die Schaltbahn (10a, 10b) im mittleren Bereich nach Anspruch 10 einen sägezahnartigen Verlauf (11) zum Abstützen der bistabilen Schalteinrichtung (6) auf, kann die Warenauflagefläche (4) in mehreren verschiedenen Winkeln schräg gestellt werden. Die Kosten für die Herstellung erhöhen sich dabei praktisch nicht.
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Die Warenauflagefläche (4) lässt sich besonders einfach öffnen und schräg einstellen, wenn ein Auflage-Stützelement (12) in Form z. B. einer oder mehrerer Gasdruckfedern zwischen der schwenkbaren Warenauflagefläche (4) und dem Wannenkorpus (1) nach Anspruch 11 wirkt. Zum Schrägstellen bzw. zum Öffnen der Warenauflagefläche (4) wird weniger Kraft benötigt. Zudem kann das Auflage-Stützelement (12) so ausgelegt werden, dass die Warenauflagefläche (4) im offenen Zustand selbsthaltend ist.
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Bei einer schwenkbaren Kühleinrichtung (2) lässt sich diese auch wesentlich einfacher reinigen, wenn zwischen der schwenkbaren Kühleinrichtung (2) und dem Wannenkorpus (1) nach Anspruch 12 ein Kühleinrichtung-Stützelement (13), in Form z. B. einer oder mehrerer Gasdruckfedern, wirkt. Die Kühleinrichtung ist dadurch wesentlich einfacher hochzuklappen und kann so ausgeführt werden, dass sie in der aufgeklappten Position selbsthaltend ist.
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Wenn nach Anspruch 13 die gekühlte Luft über einen Kanal (14) von der Kühleinrichtung zum Luftausblasbereich (20) geführt wird, ergeben sich weniger Strömungsverluste als bei einer freien Luftführung.
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Da sicherlich immer einige Kuchenkrümel durch den Luftausblasbereich (20) fallen, ist eine Reinigung des Kanals (14) notwendig. Dies kann preisgünstig erfolgen, indem nach Anspruch 14 mindestens ein Teilbereich des Kanals (14) entnommen wird. Alternativ kann dies durch Öffnen eines Teilbereiches nach Anspruch 15 erfolgen. Bequemer ist die Reinigung des Kanals durchführbar, wenn nach Anspruch 16 ein Teilbereich des Kanals (14) von der Kühleinrichtung abgeschwenkt werden kann. Wird dabei der abschwenkbare Kanalbereich nach Anspruch 17 mit dem oberen Luftausblasbereich (20) verbunden, kann der abgeschwenkte Kanalbereich auf den Luftausblasbereich (20) bzw. auf die Warenauflagefläche (4) abgestützt werden und ist somit noch bequemer zugänglich. Der nach Anspruch 17 abschwenkbare Kanalbereich lässt sich entsprechend Anspruch 18 so ausführen, dass er gleichzeitig eine lösbare Verbindung zwischen schwenkbarer Warenauflagefläche (4) und der schwenkbar gelagertem Kühleinrichtung (2) bildet. Ist der Kanal (14) geschlossen, sind Warenauflagefläche (4) und Kühleinrichtung (2) verbunden, d. h. wird die Warenauflagefläche (4) zur Reinigung hochgeklappt, kommt die Kühleinrichtung mit nach oben. Nach Öffnen des Kanals (14) sind Warenauflagefläche (4) und Kühleinrichtung (2) nicht mehr verbunden. Die Kühleinrichtung (2) kann nach unten gestellt werden und z. B. mit einem Wasserstrahl gereinigt werden.
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Die Zeichnungen veranschaulichen eine besonders für den Einbau in stufenförmige Theken geeignete Ausführungsform.
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Es zeigen:
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1: Schnitt durch die Kühlvorrichtung in der unten Stellung
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2: Schnitt durch die Kühlvorrichtung in einer geneigten Stellung
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3: Schnitt durch die Kühlvorrichtung in der Reinigungsstellung für die Bodenreinigung
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4: Schnitt durch die Kühlvorrichtung in der Reinigungsstellung für die Verdampferreinigung
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5: Ansicht der bistabilen Schalteinrichtung
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6: Seitenansicht der bistabilen Schalteinrichtung in der ersten stabilen Lage
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7: Seitenansicht der bistabilen Schalteinrichtung in der zweiten stabilen Lage
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8: Schaltbahn mit zwei Auflagepunkten
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1 zeigt einen Schnitt durch eine mögliche Ausführungsform. In dieser Ausführungsform wird ein stufenförmiger Wannenkörper (1) eingesetzt, der an der Bedienungsseite höher als an der Kundenseite ist. Im Boden befindet sich ein Ablauf (16), in dem das sich durch die Kühlvorrichtung bildende Kondenswasser abgeführt wird. Alternativ lässt sich diese Kühlvorrichtung auch mit flachen oder schräg verlaufenden Wannenformen fertigen.
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Zum Betrieb ist ein Thekenglasaufsatz notwendig, welcher die Kundenseite von den Waren abschirmt. Dieser Thekenglasaufsatz und das Thekengestell, welches den Wannenkörper auf Arbeitshöhe hält, sind hier nicht eingezeichnet.
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Unterhalb der Warenauflagefläche (4) befindet sich als Kühlvorrichtung (2) ein Lamellenverdampfer. Die Anschlussrohre für den Lamellenverdampfer, welche hier aus Übersichtsgründen nicht eingezeichnet sind, gehen durch den Durchführungsbereich (17) bis nach außen und werden dort an ein Kälteaggregat angeschlossen. Über den Ventilator (3) wird die Luft über den Luftansaugbereich (21) von der Warenauflagefläche her angesogen, durch den Lamellenverdampfer (2) geblasen, dort abgekühlt und über den Kanal (14) und den Luftausblasbereich (20) über die Warenauflagefläche geblasen. Der Lamellenverdampfer ist zusammen mit den Ventilatoren (3) und dem Lüftergehäuse (22) bezüglich der Schwenkachse (7) drehbar gelagert. Die Warenauflagefläche (4) ist bezüglich der Schwenkachse (5) drehbar gelagert. In dieser Ausführungsform fallen die beiden Schwenkachsen (5, 7) zusammen. Der Lamellenverdampfer (2) wird über Gasdruckfedern (13) von dem Wannenkorpus (1) abgestützt, die Warenauflagefläche (4) wird ebenfalls über Gasdruckfedern (12) von dem Wannenkorpus (1) abgestützt. Der Kanal (14) ist über das Drehgelenk (15) mit dem Luftausblasbereich (20) scharnierartig verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel greifen seitliche Haltelaschen (28) des schwenkbaren Kanals in eine Aussparung in ein Abschlussblech am Lamellenverdampfer (2) ein. Hierdurch ist die Warenauflagefläche (4) mit dem Lamellenverdampfer (2) derart verbunden, dass beim Anheben der Warenauflagefläche (4) der Lamellenverdampfer (2) gleichzeitig mit angehoben wird. Alternativ ist es aber auch möglich, den schwenkbaren Lamellenverdampfer (2) über einen Riegelverbindung, eine Rastverbindung, eine Schraubverbindung oder über eine Magnetverbindung mit der Warenauflagefläche zu verbinden.
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Am Lamellenverdampfer (2) ist seitlich jeweils eine bistabile Schalteinrichtung (6) montiert, welche mit den über Abstandshalter an den Wannenseitenflächen montierten Schaltbahnen (10a, 10b) in Wechselwirkung steht. Wenn die Warenfläche, wie in 1 dargestellt, sich in der waagerechten Position befindet, steht die bistabile Schalteinrichtung (6) in der ersten stabilen Lage.
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Wird die Warenauflagefläche (4) an dem Luftausblasbereich (20) angehoben, schaltet die bistabile Schalteinrichtung (6) durch den Umschaltpunkt A (23) der Führungsbahn (10b) in die zweite stabile Lage bis an die Führungsbahn (10a) und rastet anschließend in den Auflagepunkt (29) der Führungsbahn (10a) ein. Die Warenauslage kann jetzt losgelassen werden, da sie hierdurch in der schrägen Position gehalten wird.
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Wird die Warenauflagefläche (4) etwas weiter angehoben, schaltet die bistabile Schalteinrichtung (6) durch den Umschaltpunkt B (24) der Führungsbahn (10a) wieder in die erste stabile Lage zurück, so dass beim Absenken der Warenauflagefläche (4) die Warenauflagefläche wieder bis in die waagerechte Position nach unten bewegt werden kann.
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3 zeigt die Kühlvorrichtung in der Reinigungsstellung. Über die Gasdruckfedern (12, 13) sind Warenauflagefläche (4) und Lamellenverdampfer (2) in dieser Stellung selbsthaltend, so dass der Bodenbereich der Wanne (1) ausgewischt werden kann.
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4 zeigt die Kühlvorrichtung mit geöffnetem Kanal (14) und abgesenktem Lamellenverdampfer (2). In dieser Position kann der Kanal von Krümel etc. gereinigt werden. Zudem kann der Lamellenerdampfer (2) so einfach mit einem Wasserstrahl von oben nach unten durchspült werden. Das Reinigungswasser läuft dann im Ablauf (16) ab.
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5 zeigt die bistabile Schalteinrichtung im Detail. Auf den bewegliche Hebel (25) wirkt eine Zugfeder (9). Der Hebel (25) hat in beiden Drehrichtungen jeweils einen Endanschlag (8), welcher jeweils durch eine herausragende Lasche gebildet wird. Die Zugfeder (9) zieht den beweglichen Hebel (25) immer gegen einen Endanschlag (8).
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6 zeigt die bistabile Schalteinrichtung in der ersten stabilen Lage. Durch die von der Führungsbahn auf den Bolzen (26) wirkende Kraft wird die bistabile Schalteinrichtung in die zweite stabile Lage umgeschaltet.
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7 zeigt die bistabile Schalteinrichtung in der zweiten stabilen Lage.
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8 zeigt beispielhaft eine Schaltbahn, welche mehrere Abstützbereiche (29) für mehrere Neigungswinkel enthält. In diesem Fall hat die Schaltbahn (10a) zwei Auflagepunkte (29).
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Wannenkorpus
- 2
- Kühleinrichtung
- 3
- Mittel zum Umwälzen
- 4
- Warenauflagefläche
- 5
- Schwenkachse der Warenfläche
- 6
- Bistabile Schalteinrichtung
- 7
- Schwenkachse Kühleinrichtung
- 8a, 8b
- Endanschlag
- 9
- Federeinrichtung
- 10a, 10b
- Schaltbahn
- 11
- sägezahnartiger Verlauf
- 12
- Auflage-Stützelement
- 13
- Kühleinrichtung-Stützelement
- 14
- Kanal
- 15
- Drehgelenk Kanal
- 16
- Ablauf
- 17
- Durchführungsbereich Kälteleitungen
- 19
- Griff
- 20
- Luftausblasbereich
- 21
- Luftansaugbereich
- 22
- Lüftergehäuse
- 23
- Umschaltpunkt A
- 24
- Umschaltpunkt B
- 25
- Schwenkhebel
- 26
- Bolzen
- 27
- Drehgelenk
- 28
- Haltelasche
- 29
- Abstützbereich