DE102013000136A1 - Tischtennisschläger mit Kupfergewebeeinlage - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Tischtennisschläger vorgeschlagen, bei dem in den Holzkern des Schlägerblatts eine oder mehrere flächige Drahtgewebeeinlagen aus Kupfer oder einer Kupferlegierung vorgesehen sind. Dadurch wird das Absprungverhalten des auftreffenden bzw. abprallenden Tischtennisballs für den Spieler besser kontrollierbar.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Tischtennisschläger mit einem flächigen, an einem Griff befestigten Schlägerblatt, das aus einer ein- oder mehrschichtig ausgebildeten Holzseele und ein- oder beidseitig auf die Seele aufgeklebten Belägen aus Kunststoff, Kautschuk, Gummi oder dergleichen besteht.
- Bei den bekannten Tischtennisschlägern ist es zur optimalen Kontrolle des vom Schläger getroffenen und abspringenden Balls erforderlich, den Ball möglichst im Bereich des Schlägerschwerpunktes, des sogenannten „sweet spot's” zu treffen. Bei seitlich auf die Schlägerfläche auftretenden Bällen springen diese häufig nicht in der vom Spieler gewünschten Richtung ab und werden daher leicht verschlagen.
- Die Ursache für dieses Verhalten des Schlägers liegt im Auftreten von Schwingungen mit unterschiedlicher Frequenz und Amplitude sowie in der Ausprägung verschiedener Schub- und Normalspannungszustände, die nach dem Auftreffen des Balles kurzzeitig auftreten und mit wachsender Entfernung vom „sweet spot”, die gewünschte Kontrolle des Balles erschweren.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Tischtennisschläger zu schaffen, mit dem das Absprungverhalten des Balles vom Spieler besser kontrollierbar ist.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Seele mindestens eine flächige Drahtgewebeeinlage aus Kupfer oder einer Kupferlegierung aufweist.
- Erstaunlicherweise scheint das ein- oder beidseitig auf das Holz der Seele bzw. auf oder zwischen dessen furnierartige Lagen aufgeklebte Kupfergewebe in der Lage zu sein, die durch den Aufprall des Balles hervorgerufenen Schwingungen und Spannungen in der gesamten Schlägerfläche zu vergleichmäßigen, so daß sich der Spieler auf das Schlägerverhalten besser einstellen kann, auch wenn der Ball in größerem Abstand vom „sweet spot” auftrifft.
- Dazu trägt offensichtlich die vergleichsweise hohe Massenträgheit des schweren Kupfers, seine gute Verformbarkeit aufgrund seiner kubisch-flächenzentrierten Kristallstruktur und andererseits seine Zähigkeit bei. Kupfer weist darüber hinaus auf Grund seiner Stellung in der elektrochemischen Spannungsreihe praktisch keine Oxidationsneigung auf.
- Versuche mit leichteren und extrem Sauerstoff affinen Aluminiumgewebe führten nicht zu spürbaren Verbesserungen.
- Neben Kupfer können auch Kupferlegierungen wie Messing oder Bronze mit annehmbaren Ergebnissen eingesetzt werden.
- Die Kupferdrahtgewebeeinlage wird vorzugsweise symmetrisch zur Mittelebene des Schlägerblattes beidseitig eingeklebt. Dadurch wird ein annähernd gleiches, gut kontrollierbares Absprungverhalten des Balles sowohl in der Vorhand- wie auch der Rückhandposition des Schlägers erreicht.
- Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Tischtennisschlägers wird das zum Einsatz vorgesehene Drahtgewebe vorzugsweise so ausgeschnitten, daß es die gesamte Fläche der Seele, also auch den Griffbereich überdeckt. Die beiden Griffschalen werden wie üblich auf die äußeren Schichten der Seele aufgeleimt.
- Neben einem gewebten Drahtgeflecht, das mit Schuss- und Kettfaden auf den üblichen Drahtwebmaschinen hergestellt wird, kann als Drahtgewebe auch ein sogenanntes Gestrick eingesetzt werden. Diese aus lockeren Maschen bestehenden Gewebe weisen in diagonaler Maschenrichtung gegen angreifende Normalkräfte einen höheren Verformungswiderstand auf und können somit einfacher auf die Schlägergröße ausgeschnitten und aufgeklebt werden.
- Der Durchmesser des Drahtes der Kupfergewebe liegt vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,4 mm, wobei die Maschenfläche zwischen 1 und 8 mm2 groß sein kann.
- Zur Herstellung der Gewebe kann auch der preiswerte lackierte Kupferdraht verwendet werden, der in großen Mengen für die Wicklungen kleiner Elektromotoren oder Transformatoren produziert wird.
- Darüber hinaus ist es auch möglich, insbesondere für gestrickte Gewebe, Flachdraht zu verwenden.
- Das Gesamtgewicht der Drahteinlagen eines Schlägers sollte 12 g nicht übersteigen, um die ausdauernde Handhabung durch den Spieler nicht zu beeinträchtigen.
- Zum Aufkleben des Drahtgewebes kann ein handelsüblicher Ein- oder Zweikomponentenkleber auf Kunststoffbasis verwendet werden.
- Die Erfindung ist in der Zeichnungsfigur beispielsweise veranschaulicht und wird anhand der Zeichnung im Einzelnen erläutert.
- Die Zeichnungsfigur zeigt einen Schnitt durch die Schlägerfläche eines Tischtennisschlägers quer zur Schlägerebene.
- Auf die mittlere Schicht
1 , die sogenannte Seele, die aus einer homogenen Holzschicht besteht, sind beidseitig die Furniere2 ,3 aufgeleimt. - Auf die Furniere
2 und3 ist jeweils ein Kupferdrahtgewebe4 und5 aufgeklebt, das seinerseits von den Furnierschichten6 und7 bedeckt wird. Auf diesen äußeren Furnierschichten6 und7 sind Beläge8 und9 geklebt, die aus Naturkautschuk bestehen. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Seele
- 2
- Furnier
- 3
- Furnier
- 4
- Kupferdrahtgewebe
- 5
- Kupferdrahtgewebe
- 6
- Furnierschicht
- 7
- Furnierschicht
- 8
- Belag
- 9
- Belag
Claims (10)
- Tischtennisschläger, mit einem flächigen, an einem Griff befestigten Schlägerblatt, das aus einer ein- oder mehrschichtig ausgebildeten Holzseele und ein- oder beidseitig auf die Seele aufgeklebten Belägen aus Kunststoff, Kautschuk, Gummi oder dergleichen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Seele mindestens eine flächige Drahtgewebeeinlage aus Kupfer oder einer Kupferlegierung aufweist.
- Tischtennisschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig zur Mittelebene der Holzseele eine Drahtgewebeeinlage vorgesehen ist.
- Tischtennisschläger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Drahtgewebeeinlage oder Drahtgewebeeinlagen aber das Schlägerblatt bis in den Griff erstrecken.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtgewebe aus einem Gestrick besteht.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtdurchmesser des Drahtgewebes zwischen 0,05 und 0,4 mm beträgt.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschengröße des Drahtgewebes oder Gestricks zwischen 1 und 8 mm2 liegt.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Herstellung des Drahtgewebes verwendete Draht lackiert bzw. beschichtet ist.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe oder Gestrick aus einem Flachdraht besteht.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtgewebe aufgeklebt ist.
- Tischtennisschläger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gesamtgewicht des Drahtgewebes weniger als 12 g beträgt.
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| RU2673144C1 (ru) * | 2017-12-22 | 2018-11-22 | Рамиль Хамитович Богданов | Основание ракетки для настольного тенниса |
| DE102014011527B4 (de) | 2014-07-31 | 2022-07-07 | Boris Misakov | Tischtennisschläger mit Verbundgewebeeinlage |
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