-
Die Erfindung betrifft einen Besen mit einem Besenstiel, der in einer Haltehülse eines Stielhalters eingesetzt ist, welcher Stielhalter an der einem Borstenfeld abgewandten Seite eines Bürstenkörpers gehalten ist, wobei der über die Haltehülse vorstehende Stiel-Endbereich des Besenstiels in eine Halteöffnung im Bürstenkörper eingesetzt und darin formschlüssig gehalten ist.
-
Es ist bereits bekannt, in den die Borsten tragenden Bürstenkörper auf der dem Borstenfeld abgewandten Seite eine Halteöffnung vorzusehen, in welche Halteöffnung das eine Stielende des Besenstiels eingesetzt wird. Da die Halteöffnung entsprechend der begrenzten Dicke des Bürstenkörpers nur eine geringe Längserstreckung hat, und da auf diesen vergleichsweise kurzen Verbindungsbereich auch hohe Hebelkräfte einwirken können, lockert sich diese Verbindung leicht und häufig bricht der Besenstiel auch in diesem Bereich ab.
-
Man hat auch bereits Besen der eingangs erwähnten Art geschaffen, bei denen auf den Bürstenkörper ein Stielhalter mit einer Haltehülse montiert ist, in welche Haltehülse der Besenstiel eingesetzt und beispielsweise mittels einer Schraube oder eines Nagels fixiert ist. Der Stielhalter und dessen Haltehülse sind aus einem dünnen Metallblech geformt. Nachteilig ist jedoch, dass bei solchen Besen die Last auf den Stielhalter derart einwirkt, dass der Besenstiel leicht wackeln kann, und dass der aus einem nur dünnen Metallblech bestehende Stielhalter leicht abbricht.
-
So ist aus der
US 2004/0000018 A1 bereits ein Besen der eingangs erwähnten Art mit einem Besenstiel vorbekannt, der in der Haltehülse eines Stielhalters eingesetzt ist. An der Haltehülse des etwa T-förmig ausgebildeten Stielhalters steht beidseits eine doppelsteg-förmige Verbindungsplatte vor, mit welcher der Stielhalter an der einem Borstenfeld abgewandten Seite eines Bürstenkörpers gehalten ist.
-
In die Haltehülse des Stielhalters ist der Borstenstiel derart eingesetzt, das der über die Haltehülse vorstehende Stiel-Endbereich des Bürstenstiels in einer Halteöffnung im Bürstenkörper eingesetzt und darin formschlüssig gehalten ist. In der Haltehülse sind beispielsweise zwei, in Einsetzrichtung voneinander beabstandete Schraubenöffnungen vorgesehen, durch die hindurch jeweils eine Befestigungsschraube in den Besenstiel derart eingeschraubt werden kann, dass der Besenstiel in der Haltehülse unverrückbar und fest gehalten ist.
-
Nachteilig ist jedoch, dass aufgrund der vom langen Besenstiel bewirkten Hebelkräfte auf den Stielhalter und den Bürstenkopf hohe Kräfte einwirken können, und dass das für den Besenstiel üblicherweise verwendete Vollholz temperaturbedingt einer Schwindung mit der Folge unterliegt, dass sich die Befestigungsschrauben zwischen Stielhalter und Besenstiel mit der Zeit lösen und diese Verbindung lockern können, so dass der Besen so nicht mehr zu gebrauchen ist. Bis dahin stellt der aus dem Bürstenkopf, dem Stielhalter und dem Besenstiel bestehende Besen eine Einheit dar, die aufgrund des vom langen Besenstiel beidseits seitlich vorstehenden Bürstenkopfes nur platzaufwändig transportiert und gelagert werden kann.
-
Aus der
US 3183540 A kennt man bereits einen Besen mit einem Besenstiel, der an seinem ein Außengewinde tragenden Stielende in ein Innengewinde im Bürstenkörper eingeschraubt ist. Der Bürstenkörper des vorbekannten Besens weist dazu etwa in der Mitte seiner Bürstenkörper-Längserstreckung auf der dem Borstenfeld abgewandten Seite des Bürstenkopfes zwei, etwa im rechten Winkel zueinander in einer gemeinsamen Längsmittelebene angeordnete Einsetzöffnungen auf, die jeweils ein solches Innengewinde tragen und in die der Besenstiel wahlweise eingeschraubt werden kann.
-
Um den meist aus Holz bestehenden Besenstiel gleichzeitig fest, aber auch auswechselbar am Bürstenkopf fixieren zu können, wenn der Besenstiel beispielsweise während eines Einsatzes abbricht, ist bei dem aus
US 3 183 540 A vorbekannten Besen ein U-förmiger Stielhalter vorgesehen, der den Bürstenkopf an einer das Borstenfeld begrenzenden Kante hintergreift und der am Mittelsteg seiner U-Form eine Befestigungsschraube mit Ringkopf trägt, die mit ihrem freien, selbstschneidenden Holzgewindeabschnitt in den Besenstiel derart einschraubbar ist, dass der Besenstiel mit seinem Außengewinde im Innengewinde des Bürstenkopfes drehfest gesichert und der Stielhalter zwischen dem Besenstiel und dem Bürstenkopf fest verspannt ist.
-
Zwar erlaubt der aus der
US 3 183 540 A vorbekannte Besen ein Auswechseln des Besenstiels, wenn ein solcher Besenstiel während eines Einsatzes gebrochen ist. Da der Stielhalter des vorbekannten Besens jedoch keine den Besenstiel im bruchgefährdeten Stielendbereich umgreifende Stielhülse hat, ist eine Bruchgefahr des Besenstiels bei diesem vorbekannten Besen keinesfalls gemindert.
-
Aus der
DE 202 13 798 U1 ist ferner eine Arbeitsgerätekupplung zum Kuppeln eines Arbeitsgerätes vorbekannt. Die Arbeitsgerätekupplung weist einen Stiel und einen arbeitsgeräteseitigen konischen Hülsenkörper auf, in dessen weites Ende ein konisches Stielende einsteckbar ist und in dem das eingesteckte Stielende fixierbar ist. Der Hülsenkörper ist in Umfangsrichtung im Wesentlichen geschlossen ausgebildet und weist einen Radialgewindeteil mit einem Innengewinde auf, in den eine Klemmschraube zur Fixierung des eingesteckten Stielendes eingeschraubt ist.
-
Es besteht daher insbesondere die Aufgabe, einen Besen der eingangs erwähnten Art zu schaffen, der sich durch eine dauerhafte, belastbare und feste Verbindung zwischen Besenstiel und Bürstenkörper auszeichnet, wobei sich der Besenstiel des erfindungsgemäßen Besens bei Bedarf auch leicht aus dem Stielhalter lösen lassen soll und wobei auch ein nachträgliches festes Nachziehen der zwischen dem Stielhalter und dem Besenstiel vorgesehene Verbindung wesentlich erleichtert sein soll.
-
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei dem Besen der eingangs erwähnten Art insbesondere darin, dass die Hülsenwandung der Haltehülse wenigstens eine Gewindeöffnung mit einem Innengewinde aufweist, in welches Innengewinde eine Spannschraube eingeschraubt ist, die mit ihrem Schraubenschaft den Stiel-Endbereich in der Haltehülse einspannt und fixiert.
-
Der erfindungsgemäße Besen weist einen Bürstenkörper auf, der auf seiner dem Borstenfeld abgewandten Seite einen Stielhalter mit einer Haltehülse trägt, in welche Haltehülse der Besenstiel eingesetzt ist. Der Besenstiel weist einen über die Haltehülse vorstehenden Stiel-Endbereich auf, der in eine Halteöffnung im Bürstenkörper eingesetzt und darin formschlüssig gehalten ist. Da der Stiel-Endbereich somit nicht nur in der Halteöffnung im Bürstenkörper eingesetzt und darin formschlüssig gehalten ist, sondern mit Abstand davon auch über die Haltehülse des Stielhalters mit dem Bürstenkörper verbunden ist, und da der Besenstiel somit über einen vergleichsweise großen Bereich seiner Längserstreckung mit dem Bürstenkörper verbunden ist, wird eine feste, belastbare, nicht-wackelnde und somit auch dauerhafte Verbindung zwischen dem Besen und dem Besenstiel erreicht. Um auch ein nachträgliches festes Nachziehen der zwischen dem Stielhalter und dem Besenstiel vorgesehene Verbindung zu erlauben, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Hülsenwandung der Haltehülse wenigstens eine Gewindeöffnung mit einem Innengewinde aufweist, in welches Innengewinde eine Spannschraube eingeschraubt ist, die mit ihrem Schraubenschaft den Stiel-Endbereich in der Haltehülse einspannt und fixiert.
-
Möglich ist es, dass die Halteöffnung den Bürstenkörper durchsetzt und dass der in die Halteöffnung eingesetzte Stiel-Endbereich über die dem Stielhalter abgewandte Seite des Bürstenkörpers vorsteht. Bei dieser Ausführungsform, welche die gesamte Dicke des Bürstenkörpers ausnutzt, um den Stiel-Endbereich im Bürstenkörper zu verankern, ist eventuell in Kauf zu nehmen, dass der Stiel-Endbereich geringfügig in das Borstenfeld vorsteht.
-
Weist der in die Halteöffnung vorstehende Stiel-Endbereich des Besenstiels über seine Längserstreckung hinweg eine zur Halteöffnung weitestgehend komplementäre Formgebung auf, kann die Halteöffnung als Sackloch im Bürstenkörper ausgestaltet sein, wenn das Borstenfeld eine gleichmäßige und lückenlose Anordnung des Borstenbündelfeldes aufweisen soll.
-
Die hohe Belastbarkeit der zwischen Besenstiel, Stielhalter und Bürstenkörper vorgesehenen Verbindung wird noch begünstigt, wenn der Stielhalter aus Metall hergestellt ist.
-
Damit der Besenstiel fest in der Haltehülse des Stielhalters verankert ist, ist es zweckmäßig, wenn der Besenstiel in der Halthülse formschlüssig gehalten ist.
-
Weiterbildungen gemäß der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den Ansprüche sowie der Zeichnung. Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels noch näher beschrieben:
-
Es zeigt:
- 1: einen in einer perspektivischen Ansicht gezeigten Besen mit einem Besenstiel, der in eine Haltehülse am Bürstenkörper des Besens-, und mit seinem über die Haltehülse vorstehenden Stiel-Endbereich in eine Halteöffnung am Bürstenkörper eingesetzt ist,
- 2: den Besen aus 1 in einer auseinandergezogenen perspektivischen Einzelteildarstellung und
- 3: den Besen aus den 1 und 2 in einer teil-geschnittenen Seitenansicht.
-
In den 1 bis 3 ist ein Besen 1 gezeigt, der hier als Kehrbesen ausgestaltet ist. Der Besen 1 hat einen hier nur verkürzt gezeigten Besenstiel 2, der in die Haltehülse 3 eines Stielhalters 4 eingesetzt ist. Der Stielhalter 4 ist an der dem Borstenfeld 5 des Besens 1 abgewandten Seite eines Bürstenkörpers 6 gehalten. Der aus Kunststoff oder beispielsweise auch aus Holz hergestellte Bürstenkörper 6 weist einen länglichen oder rechteckigen Umriss und eine brettchenartige Formgebung auf. Auf der dem Stielhalter 4 abgewandten Flachseite des Bürstenkörpers 6 sind die hier nur schematisch angedeuteten Borsten 7 bündelweise als Borstenbündel 8 im Bürstenkörper 6 gehalten und bilden dort das Borstenfeld 5.
-
Der vorzugsweise aus einem einstückigen Blechzuschnitt geformte Stielhalter 4 ist T-förmig ausgebildet, wobei der Quersteg dieser T-Form vorzugsweise lösbar am Bürstenkörper 6 gehalten ist. Der Quersteg des T-förmigen Stielhalters 4 ist dazu als Halteplatte 9 ausgestaltet, die an ihren gegenüberliegenden Platten-Enden jeweils eine vorzugsweise randseitig offene Durchstecköffnung 10, 11 aufweist. Jede Durchstecköffnung 10, 11 wird von wenigstens einer Befestigungsschraube 12 durchsetzt, die in eine Einschrauböffnung 13 im Bürstenkörper 6 einschraubbar ist.
-
Der über die Haltehülse 3 vorstehende Stiel-Endbereich ist in einer Halteöffnung 14 im Bürstenkörper 6 eingesetzt und darin vorzugsweise formschlüssig gehalten. Da der Stiel-Endbereich des Besenstiels 2 somit nicht nur in der Halteöffnung 14 im Bürstenkörper 6 eingesetzt und darin formschlüssig gehalten ist, sondern mit Abstand davon auch über die Haltehülse 3 des Stielhalters 4 mit dem Bürstenkörper 6 verbunden werden kann, und da der Besenstiel 2 somit über einen vergleichsweise großen Bereich seiner Längserstreckung mit dem Bürstenkörper 6 verbunden ist, wird eine feste, belastbare, nicht-wackelnde und somit auch dauerhafte Verbindung zwischen dem Besenstiel 2 und dem Stielhalter 4 sowie zwischen dem Stielhalter 4 und dem Bürstenköper 6 und letztlich zwischen dem Besenstiel 2 und dem Bürstenkörper 6 erreicht.
-
Der Besenstiel 2 ist in Stiel-Längsrichtung unverrückbar in der Haltehülse 3 gehalten. In der Haltehülse 3 ist dazu zumindest ein Durchsteckloch 15 vorgesehen, das ein Befestigungsmittel durchsetzt, welches am Besenstiel 2 angreift. Das Befestigungsmittel kann beispielsweise eine in den Besenstiel 2 eingeschraubte Schraube oder ein in den Besenstiel 2 eingeschlagener Nagel sein. Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist das zumindest eine Durchsteckloch 15 als eine in der Hülsenwandung der Haltehülse 3 vorgesehene Gewindeöffnung ausgebildet, die ein Innengewinde hat, in welches Innengewinde eine Spannschraube 16 eingeschraubt ist, die mit ihrem Schraubenschaft 17 den Stiel-Endbereich des Besenstiels 2 in der Haltehülse 3 einspannt und fixiert.
-
In der Teil-geschnittenen Seitenansicht gemäß 3 ist erkennbar, dass die Halteöffnung 14 als Sackloch im Bürstenkörper 6 ausgestaltet ist. In 3 ist durch strich-punktierte Linien dargestellt, dass die im Bürstenkörper 6 vorgesehene Halteöffnung 14 den Bürstenkörper 6 auch durchsetzen kann und dass der in die Halteöffnung 14 eingesetzte und hier durch gestrichelte Linien verlängert dargestellte Stiel-Endbereich über die dem Stielhalter 4 abgewandte Flachseite des Bürstenkörpers 6 vorstehen kann.
-
Die hier dargestellte Ausführung eines Besens 1 zeichnet sich durch die belastbare und dauerhaft feste Verbindung zwischen dem Besenstiel 2 und dem Bürstenkörper 6 aus.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Besen
- 2
- Besenstiel
- 3
- Haltehülse
- 4
- Stielhalter
- 5
- Borstenfeld
- 6
- Bürstenkörper
- 7
- Borsten
- 8
- Borstenbündel
- 9
- Halteplatte
- 10
- Durchstecköffnung (in der Halteplatte 9)
- 11
- Durchstecköffnung (in der Halteplatte 9)
- 12
- Befestigungsschraube
- 13
- Einschrauböffnung (im Bürstenkörper 6)
- 14
- Halteöffnung
- 15
- Durchsteckloch
- 16
- Spannschraube
- 17
- Schraubenschaft