DE4229115C2 - Rückwandbeschlag - Google Patents
RückwandbeschlagInfo
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Description
Die Erfindung betrifft, einen die Form einer Kreisscheibe
aufweisenden Rückwandverbinder, mit einem einteiligen
Kunstoffgehäuse sowie einer darin ausgebildeten Nut und ei
nem in einer Ausnehmung im Gehäuse einsetzbaren Befesti
gungsteil, wobei das Gehäuse in einer zylinderischen Ver
tiefung in einer Möbelseitenwand eingesetzt ist und die Nut
Teil einer der Aufnahme der Rückenwand in der Seitenwand
dienenden Vertikalnut ist.
Es gibt bereits die verschiedensten Beschläge, d. h.
Konstruktions-Elemente zum Verbinden vorgefertigter Einzel
teile zu fertigen Möbeln. Solche Konstruktions-Beschläge
bestehen aus Metall oder einer Kombination von Metall und
Kunststoff oder benötigen, falls sie aus Kunststoff bestehen,
zur Befestigung irgendwelche aus Metall bestehende Nägel oder
Schrauben.
Es ist zum Beispiel ein Beschlag zum Festhalten der
Rückwand eines Kastens, also ein Rückwandbeschlag bekannt, der
die Form einer Kreisscheibe aufweist, zum Einsetzen in eine
entsprechende Ausnehmung einer Seitenwand bestimmt und mit
einer Nut zum Einsetzen der Rückwand versehen ist. Dieser
bekannte Beschlag besteht aus einem Gehäuse, das eine zum
Einsetzen der Rückwand bestimmte Nut aufweist, einem mit einem
abgewinkelten Ende versehenen Schieber, dessen eines Ende in
die Nut hineingebogen ist, sowie einem mit einem Nocken zum
Verschieben des Schiebers versehenen Bolzen, wobei das Ganze
derart ausgebildet ist, daß sich durch Drehen des Bolzens der
abgewinkelte Teil des Schiebers gegen die eine Nutwandung
hinziehen läßt, um dadurch die Rückwand festzuhalten. Dieser
bekannte Beschlag ist in der Herstellung ziemlich kostspielig,
einerseits weil er aus zwei Metallteilen und einem diese
umschließenden zweiteiligen Kunststoffgehäuse besteht, wobei
alle diese Teile einzeln angefertigt werden müssen, und an
dererseits, weil der Zusammenbau dieser drei Teile entweder in
teurer Handarbeit oder mittels einer sehr komplizierten
Maschine durchgeführt werden muß.
Aus der DE-PS 33 38 976 ist ein aus einem einzigen Teil aus
Metall bestehender Möbelrückwandverbinder bekannt, dessen Man
telfläche harpunenartige Profilierungen aufweist, welche in
eine Sacklochbohrung einer Möbelrückwand eingreifen. Durch
diese harpunenartigen Profilierungen soll in der gedrehten
Stellung ein sicherer Sitz des Verbinders gewährleistet wer
den.
Aus der DE-OS 33 41 165 ist ein mehrteiliger Rückwandbeschlag
beschrieben, welcher einerseits aus einem Dübeltopf mit einem
verschwenkbaren, aus mindestens zwei Teilen bestehenden Rie
gelglied und andererseits aus einem im anderen Möbelbauteil zu
befestigenden Anker besteht. Ein derartiger Beschlag dient
nicht dazu, eine in die Nut einer Kastenwand eingesetzte Rück
wand festzuhalten, sondern ist für eine völlig andere Möbel
konstruktion, bei der ein Möbelteil aufeinander aufgesetzt
wird, bestimmt. Somit ist auch neben den großen konstruktiven
Unterschieden der Verwendungszweck des bekannten Möbelverbin
ders ein anderer als im Falle der Erfindung.
Die DE 84 25 644 V1 zeigt einen Möbelrückwandverbinder, bei
dem ein Exzenterelement beim Verdrehen eine
Befestigungskralle seitlich verschiebt. Diese Befesti
gungskralle ist ein Teilstück der durch den Verbinder hin
durchführenden Nut. Beim Verdrehen des Exzenterelements
wird die Befestigungskralle seitlich verschoben und krallt
sich mit Zähnen, die an seiner Nutwand nach innen gerichtet
sind, an der in die Nut eingesetzten Rückwand fest. Gleich
zeitig wird diese Rückwand gegen die Nutwand gepreßt, die
der Krallenwand gegenüberliegt. Dieses Krallenbefestigungs
teil ist darüber hinaus noch an dem Ende, das der Nut abge
wandt ist und sich am Außenumfang des Verbinders befindet,
mit weiteren Krallen versehen, die gleichzeitig mit dem
Verpressen der Rückwand aus dem Außenumfang des Verbinders
heraustreten und in die Seitenwand eindringen.
Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die
Aufgabe zugrunde, einen Rückwandverbinder zu schaffen, der
kostengünstig hergestellt werden kann und bei einfacher
Montage die Rückwand eines Möbels zuverlässig mit der Sei
tenwand verbindet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Befestigungsteil ein zylindrischer Drehriegel mit einem sich
über ein Viertel des Umfangs erstreckenden Nocken stetig
zunehmender Höhe ist, wobei der Nocken beim Verdrehen des
Drehriegels zunehmend in die Nut eintritt.
Er weist jedoch die vorstehend
aufgezählten Nachteile nicht auf, da er nur aus einem
einteiligen, also starren Kunststoffgehäuse und einem in
diesem zwischen zwei Endstellungen verschwenkbar gelagerten,
ebenfalls aus Kunststoff bestehenden Drehriegel gebildet wird,
wobei dieser Drehriegel einen Nocken aufweist, der in der
einen Endstellung die Nut völlig frei gibt und in der anderen
Endstellung in die Nut hineinragt. Nachfolgend wird anhand der
beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des erfindungs
gemäßen Rückwandbeschlags beschrieben.
In der Zeichnung zeigt
die Fig. 1 eine Draufsicht auf das Gehäuse,
die Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
die Fig. 3 eine Draufsicht auf den Drehriegel,
die Fig. 4 eine Seitenansicht des Drehriegels in der Richtung des Pfeils IV der Fig. 3 und
die Fig. 5 eine Draufsicht auf den zusammengesetzten Beschlag.
die Fig. 1 eine Draufsicht auf das Gehäuse,
die Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
die Fig. 3 eine Draufsicht auf den Drehriegel,
die Fig. 4 eine Seitenansicht des Drehriegels in der Richtung des Pfeils IV der Fig. 3 und
die Fig. 5 eine Draufsicht auf den zusammengesetzten Beschlag.
Der in der Zeichnung dargestellte, als Ganzes scheiben
förmige Beschlag besteht aus dem Kunststoffgehäuse 10 und dem
in ihm drehbar gehaltenen, ebenfalls aus Kunststoff be
stehenden Drehriegel 20. Das Kunststoffgehäuse hat im wesent
lichen die Form einer Kreisscheibe. Seine zylindrische Außenwand
ist, wie das bei Beschlägen, die dazu bestimmt sind, in
zylindrische Vertiefungen einer Wand aus Holz und insbesondere
einer Preßholz-Wand eingesetzt zu werden, üblich ist, mit
sägezahnartigen Rippen 11 versehen. Des weiteren hat das
Gehäuse 10 eine Nut 12 und eine an diese angrenzende
zylindrische Ausnehmung 13, deren Tiefe mit der Tiefe der
Nut 12 übereinstimmt. Die Breite der Nut 12 ist etwas größer
als die Dicke der üblichen Kastenrückwände, sie beträgt also
etwas mehr als 3 mm, vorzugsweise knapp 3,5 mm. Die der
Ausnehmung 13 gegenüberliegende Seitenfläche oder Wand der
Nut 12 ist mit in der Nutlängsrichtung verlaufenden, zum
Festhalten einer in die Nut eingesetzten Rückwand dienenden,
sägezahnartigen Rippen 14 versehen.
Der in den Fig. 3 und 4 dargestellte Drehriegel 20 besteht
aus einem flachen, zylindrischen Mittelteil 22, der mit einem
sich über einen Viertel des Umfangs erstreckenden Nocken 21
mit stetig zunehmender Höhe versehen ist, wobei die Breite
oder Dicke dieses Nockens 21 nur etwa einem Drittel der Dicke
des Mittelteils entspricht. Wie man aus der Zeichnung ersehen
kann, weist der Mittelteil einen ringsum laufenden Wulst 23
auf, dessen Abmessung in achsialer Richtung mit der Dicke des
Nockens 21 übereinstimmt. Die Höhe des Nockens 21, also seine
maximale Ausdehnung in radialer Richtung, entspricht etwa
einem Drittel der Breite der Nut 12; sie beträgt im gezeich
neten Ausführungsbeispiel 1,15 mm bei einer Nutbreite von
3,4 mm. Der Mittelteil 22 ist mit einer zum Einsetzen eines
Schraubenziehers dienenden Vertiefung 24 versehen. Die Form
der Ausnehmung 13 im Gehäuse 10 entspricht der Form des
Drehriegels 20, sie weist also an ihrem Rand einen zum
Festhalten des in der Ausnehmung untergebrachten Drehriegels
dienenden, radialen Vorsprung 15 auf und an ihrer Basis eine
dazu symmetrische Verengung. Der Wulst 23 am Umfang des
Drehriegels 20 bzw. die ihm entsprechende Verengung an der
zylindrischen Wand der Ausnehmung 13 ist ihrerseits so groß,
daß der Drehriegel 20 nicht aus dem Gehäuse herausfallen
kann, und andererseits so klein, daß die Elastizität der
Gehäusewand es zuläßt, daß der Drehriegel 20 mit einem
angemessenen Kraftaufwand in das Gehäuse hinein gedrückt
werden kann, ohne letzteres zu beschädigen. Beim Eindrücken
befindet sich der Drehriegel 20 natürlich in der Lage, in
welcher der ganze Nocken 21 in die Nut 12 hineinragt. Nachher
wird der Drehriegel im Gegenuhrzeigersinn gedreht, bis der
Nocken 21 am Vorsprung 15 des Gehäuses ansteht. In dieser
Stellung wird er durch die Rastspitze 16 elastisch fest
gehalten, d. h. er wird so festgehalten, daß einerseits
Erschütterungen und andere auf den Beschlag als Ganzes
einwirkende Bewegungen oder Schläge keine Verdrehung des
Drehriegels bewirken, daß es aber andererseits ohne weiteres
möglich ist, ihn mit einem in die Vertiefung 24 eingesteckten
Werkzeug aus dieser Endlage in die zweite Endlage zu drehen,
in welcher der Nocken 21 am Rand der Ausnehmung 13 ansteht.
Wenn der Beschlag ausgeliefert wird, befindet sich der
Drehriegel in der vorstehend beschriebenen, also der
gesicherten Stellung. Der Beschlag wird dann in die vorbe
reitete Ausnehmung der Seitenwand eines Kastens eingesetzt,
wobei die Nut 12 einen Teil der ganzen für die
Aufnahme der Rückwand dienenden Vertikalnut in der Kasten-
Seitenwand bildet. Nach dem Einsetzen der Rückwand in die Nut
wird der Drehriegel 20 gedreht, wodurch die Rückwand an die
mit den Rippen 14 versehene Seitenwand gepreßt wird. Falls
diese etwas elastisch nachgibt, hat das zur Folge, daß der
ganze Beschlag noch besser und sicherer in der für ihn
bestimmten Ausnehmung sitzt.
Claims (3)
1. Die Form einer Kreisscheibe aufweisender Rückwand
verbinder, mit einem einteiligen Kunststoffgehäuse
(10) sowie einer darin ausgebildeten Nut (12) und
mit einem in einer Ausnehmung (13) im Gehäuse ein
setzbaren Befestigungsteil (20), wobei das Gehäuse
in einer zylindrischen Vertiefung in einer Möbel
seitenwand eingesetzt ist und die Nut (12) Teil
einer der Aufnahme der Rückwand in der Seitenwand
dienenden Vertikalnut ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Befestigungsteil ein zylindrischer
Drehriegel (20) mit einem sich über ein Viertel
des Umfangs erstreckenden Nocken (21) stetig
zunehmender Höhe ist, wobei der Nocken (21) beim
Verdrehen des Drehriegels (20) zunehmend in die
Nut (13) eintritt.
2. Rückwandbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die dem Drehriegel (10) abgewandte Seitenfläche
der Nut (12) mit in der Längsrichtung der Nut (12) verlaufen
den, zum Festhalten der Rückwand dienenden, sägezahnartigen
Rippen (14) versehen ist.
3. Rückwandbeschlag, nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) mit einer Rast
spitze (16) versehen ist, um den Drehriegel (20) gegen ein
unbeabsichtigtes Verdrehen aus-der Stellung, in welcher er die
Nut (12) frei gibt, zu sichern.
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