DE1020121B - Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeraeten kleinster Abmessungen und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeraeten kleinster Abmessungen und Vorrichtung zur Ausuebung des VerfahrensInfo
- Publication number
- DE1020121B DE1020121B DEK24957A DEK0024957A DE1020121B DE 1020121 B DE1020121 B DE 1020121B DE K24957 A DEK24957 A DE K24957A DE K0024957 A DEK0024957 A DE K0024957A DE 1020121 B DE1020121 B DE 1020121B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- semiconductor wafer
- needle
- wire
- contact needle
- contact
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- H10P72/0444—
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
- H10D48/00—Individual devices not covered by groups H10D1/00 - H10D44/00
- H10D48/01—Manufacture or treatment
- H10D48/04—Manufacture or treatment of devices having bodies comprising selenium or tellurium in uncombined form
- H10D48/048—Treatment of the complete device, e.g. by electroforming to form a barrier
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
- H10D99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
-
- H10P72/0441—
-
- H10W74/121—
Landscapes
- Apparatuses And Processes For Manufacturing Resistors (AREA)
- Testing Of Individual Semiconductor Devices (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die bekannten Halbleitergeräte bestehen aus Dioden oder Transistoren, die entweder aus vielen
Einzelteilen gebildet in einem Isolierstoffgehäuse untergebracht sind oder die in Kunststoff eingeschlossen
sind, aber infolge fehlender Ausdehnungskompensation und fehlender genauer Druckverhältnisse
bei der Formierung oder Verschweißung einen nur kleinen Temperaturbereich und durch die frei
liegende Kontaktnadel eine geringe Beschleunigungsfestigkeit zulassen. Die Richtleistung bei den bekannten,
in Kunststoff eingeschlossenen Halbleitergeräten ist gering. Eine rationelle Fertigung ist bei
diesen Halbleitergeräten kaum möglich. Für viele Anwendungsgebiete, wie z. B. beschleunigungsfeste
Subminiaturaggregate für Fernsteuerungen usw. oder für gedruckte Schaltungen, haben sie zu große Abmessungen.
Durch die Erfindung wird die Aufgabe gestellt, beschleunigungsfeste,
temperaturreversible Subminiaturhalbleitergeräte zu schaffen und eine wirtschaftliche,
serienmäßige Herstellung zu ermöglichen.
Gemäß der Erfindung werden Halbleitergeräte kleinster Abmessungen mit einem Halbleiterplättchen
und einer oder mehreren Elektroden, beispielsweise Subminiatordioden, -trioden, -tetroden usw., deren
Körper etwa die Form einer Kugel von etwa 2 mm Durchmesser haben und deren Gewicht einschließlich
der herausgeführten, je 30 mm langen Anschlußdrähte etwa 0,03 g beträgt und die eine Beschleunigungsfestigkeit
von 20 000 g besitzen, hergestellt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß ein oder mehrere Anschlußdrähte von etwa
0,25 mm Durchmesser aus einem magnetischen Material, z. B. Nickel, mit ihrem einen Ende etwa 2 mm
tief in eine Weichlötpaste getaucht werden und jeder Draht unter Ausnutzung der Klebefähigkeit der
Weichlötpaste einen etwa 5 mm langen Kontaktnadeldraht von etwa 0,1 mm Durchmesser aufnimmt, um
mit diesem verlötet zu werden, wonach der Kontaktnadeldraht durch eine Verformung für die Ausdehnungskompensation
in eine Sichelform gebracht und das Ende der Kontaktnadel schräg abgeschert wird, und daß ein weiterer Anschlußdraht von etwa
0,25 mm Durchmesser mit einem Ende in eine Weichlötpaste eingetaucht wird und daß der Draht unter
Ausnutzung der Klebefähigkeit der Weichlötpaste ein Halbleiterplättchen von höchstens 0,25 mm3 aufnimmt
und mit diesem verlötet wird, wonach in eine: r'
Stellvorrichtung der mit dem Halbleiterplättcl· * .ad der bzw. die mit der Kontaktnadel versehenen Anschlußdrähte so zueinander ausgerichtet werden, daß die Nadelspitzen etwa 1 mm über der Mitte des Halbleiterplättchens liegen und dann die Nadeln mit ihrer Spitze rechtwinklig mit einem gewissen Druck
Stellvorrichtung der mit dem Halbleiterplättcl· * .ad der bzw. die mit der Kontaktnadel versehenen Anschlußdrähte so zueinander ausgerichtet werden, daß die Nadelspitzen etwa 1 mm über der Mitte des Halbleiterplättchens liegen und dann die Nadeln mit ihrer Spitze rechtwinklig mit einem gewissen Druck
Verfahren zur Herstellung
von Halbleitergeräten kleinster
Abmessungen und Vorrichtung zur
Ausübung des Verfahrens
Anmelder:
Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft, Kiel-Gaarden, Werftstr. 114
Werner Hölzemann, Kiel-Kronshagen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
auf die Fläche des Halbleiterplättchens gebracht werden, wonach durch einen über die Kontaktnadeln und
deren Berührungspunkte mit dem Halbleiterplättchen geleiteten kurzen Wechselstromstoß eine Vorformierung
bzw. Verschweißung, je nach Material des Halbleiterplättchens und der Kontaktnadel, erzielt
wird und dann die so hergestellte Diode, Triode, Tetrode usw. mit Gießharz aus ungesättigtem Polyester
umhüllt und polymerisiert wird, wonach über die Anschluß drahte kleine Stahlspiralen zur Ver-Stärkung
an den Ansatzstellen geschoben werden und daran anschließend die auf diese Weise fixierte Diode
usw. durch Auftropfen mit einer ersten Schicht Silikonharz versehen wird, die bei einer Temperatur
von 200 bis 250° C eingebrannt wird und dann mit weiteren, jeweils gesondert ausgehärteten Silikonharzschichten
umhüllt wird, wonach eine Nachformierung· bzw. Verschweißung ähnlich wie die Vorformierung,
mit einem Wechselstromstoß, jedoch von längerer Dauer, vorgenommen wird, so daß ein beschleunigungsfestes,
in einem großen Temperaturbereich wirkendes, reversibles, vibrationssicheres Halbleitergerät
in Miniaturabmessung erzielt wird.
Das Halbleiterplättchen hat etwa die Abmessungen von 0,8 X 0,8 X 0,4 mm und besteht z. B. aus Germanium.
Es besitzt eine verkupferte Unterseite, mit der es mit dem Anschlußdraht verbunden wird;
der Kontaktnadeldraht besteht je nach den erforderlichen elektrischen Daten aus Chromnickel oder
einer Edelmetallegierung.
709 807/217
3 4
Die erwähnte Einstellvorrichtung wird zur genauen Abb. 3 ein fertiges Halbleitergerät im Längsschnitt
Erzielung der Lage jeder Kontaktnadel auf dem in vergrößertem Maßstab,
Halbleiterplättchen mit einem Spezialmeßgerät mit Abb. 4 eine Nadelbiegemaschine,
elektronischem Kennlinienschreiber verbunden und Abb. 5 eine Einstellvorrichtung in Vorderansicht,
diese Einstellung mit Hilfe eines stereoskopischen 5 Abb. 6 die zugehörige Seitenansicht,
Mikroskops beobachtet. Abb. 7 ein Transportband mit Einstellvorrichtun-
Zur Beschleunigung der Polymerisation sind Infra- gen und Infrarotstrahlern sowie Mikroskop,
rotröhren vorgesehen. Abb. 8 die dazugehörige Vorderansicht,
Im Rahmen der Erfindung wird die äußere Schicht Abb. 9 einen Drehteller mit Auftropfvorrichtung
aus einer elastischen, wasserfesten und zur Kenn- io und Trockenofen und
zeichnung der Typen dienenden farbigen Umhüllung Abb. 10 die dazugehörige Draufsicht,
gebildet. Ein Anschlußdraht 1 von 0,25 mm Durchmesser aus Die Ausrichtung zur Ausübung des vorliegenden Nickel mit 3 % Mangan ist durch eine Weichlötpaste
Verfahrens besteht aus einer Löteinrichtung aus mit einem etwa 5 mm langen Draht 2 von 0,1mm
einem Aluminiumkolben zur Erhitzung von Weich- 15 Durchmesser verbunden, und dieser Draht ist in eine
lötpaste und zum Verlöten einerseits der Kontakt- Sichelform mit einer abgescherten Spitze 3 gebracht,
nadel mit dem einen Anschlußdraht und andererseits Das Biegen des Drahtes 2 zu einer Kontaktnadel 4
des Halbleiterplättchens mit dem anderen Anschluß- erfolgt auf einer Nadelbiegemaschine 5, in der der
draht. Draht 1 zwischen zwei Klemmbacken 6 und 7 einge-Eine Nadelbiegemaschine mit zwei Klemmbacken 20 spannt wird, so daß der Nadeldraht 2 über ein Formund
einem Formwerkzeug zur Erzielung einer Sichel- werkzeug 8 hinwegragt. Eine federnde Nase 9 drückt
form der Kontaktnadel ist vorgesehen, und diese mittels des Hebels 10 den Nadeldraht 2 über das
Biegemaschine besitzt auch ein Abschermesser zur Formwerkzeug 8 und gibt dem Draht 2 die für die
Abschrägung der gebogenen Kontaktnadel. Ein Aus- Ausdehnungskompensation erforderliche Sichelform4.
werfer dieser Maschine wirft die fertig gebogene 25 Ein Messer 11 schert den Nadeldraht bei 3 schräg ab.
Nadel mit dem Anschlußdraht aus der Biegemaschine Durch einen Auswerfer 12 wird die fertig gebogene
heraus. Nadel 4 mit dem Anschlußdraht 1 ausgeworfen. Ein Die Einstellvorrichtung besitzt eine Klemmfeder weiterer Anschlußdraht 13 ist gegebenenfalls an seinem
zum Einspannen des Anschlußdrahtes mit dem Halb- abgekröpften Ende mit einem Halbleiterplättchen 14
leiterplättchen und eine verstell- und schwenkbare, 30 von höchstens 0,25 mm3 durch ein Lötverfahren verfedernde
Klemmlasche für den Anschlußdraht mit der bunden. Das Halbleiterplättchen besteht beispielsweise
Kontaktnadel. Die Einstellvorrichtung ist mit einem aus Germanium und besitzt eine verkupferte Unterstereoskopischen Mikroskop verbunden, um die genaue seite, um eine gute Lötverbindung zu ermöglichen.
Einstellung der Kontaktnadel auf dem Halbleiter- In einer Einstellvorrichtung 15, von welcher sich
plättchen durchzuführen. Kontaktschrauben und Kon- 35 mehrere auf einem Transportband 28 befinden, wird
taktfedern der Einstellvorrichtung dienen zum An- unter die Klemmfeder 16 der auf der linken Seite beschluß
eines Spezialmeßgerätes und eines elektroni- findlichen Klemmbacke 17 der Anschlußdraht 13 mit
sehen Kennlinienschreibers. Über diese Kontakte wird dem angelöteten Halbleiterplättchen 14 so eingeauch
der Wechselstromstoß über die Kontaktnadel klemmt, daß dessen vorbehandelte Oberfläche oben
und das Halbleiterplättchen durchgeleitet. 40 liegt. Unter die Klemmfeder 18 der durch die Ein-Eine
Gießharz-Zufuhreinrichtung und eine Poly- stellräder 19 und 20 vertikal und axial verstellbaren
merisiereinrichtung mit Infrarotröhren zwecks Um- federnden Klemmlasche 21 wird der Anschlußdraht 1
hüllung und Trocknung der Halbleitergeräte sind mit der angelöteten Kontaktnadel 4 so eingeklemmt,
weiterhin im Rahmen der Erfindung vorgesehen. daß die Nadelspitze 3 etwa 1 mm über dem Mittel-
Schließlich dient eine Silikonharz-Auftropfvorrich- 45 punkt des Halbleiterplättchens 14 liegt,
tung zur Aufbringung von Schichten auf die fixierten Unter Beobachtung mit Hilfe eines stereoskopischen
Dioden usw., und diese Schichten werden in einem Mikroskops 29 wird durch die Betätigung der Einstell-Trockenofen
einzeln eingebrannt. räder 19 und 20 die Kontaktnadel 4 mit ihrer Spitze 3
Nach der Erfindung ist weiter vorgesehen, um eine rechtwinklig und mit genügendem Druck auf die
Serienfertigung der Halbleitergeräte zu ermöglichen, 50 Fläche des Halbleiterplättchens 14 gebracht. Über
ein endloses Transportband anzuordnen, welches die Kontaktstifte 30 der Einstellvorrichtung 15 wird
mehrere Einstellvorrichtungen, die je auf einer Speck- mittels Kontaktfedern 31, an welchen sich die An-Steinplatte
montiert sind, zwecks fortlaufender Ein- Schlußleitungen zum Spezialmeßgerät mit elektronistellung
und Polymerisierung aufweist. Das Trans- schem Kennlinienschreiber befinden, die Kontaktnadel
portband führt an dem Spezialmeßgerät mit dem elek- 55 mit einem Punkt des Halbleiterplättchens durch einen
ironischen Kennzeichenschreiber vorbei und gelangt kurzen Wechselstromstoß bestimmter Stärke und
auf seinem Arbeitsweg zu der Gießharz-Zufuhrein- Spannung, je nach Material des Halbleiterplättchens
richtung und den oberhalb und unterhalb des Trans- und der Kontaktnadel, vorformiert oder verschweißt,
portbandes angeordneten Infrarotröhren. Die fixierten Die eingestellte Diode, Triode od. dgl. wird mit
Dioden usw. werden dann auf eine Tellerscheibe ge- 60 Gießharz aus ungesättigtem Polyester umhüllt und
bracht, die an der Silikonharz-Auftropfvorrichtung polymerisiert, so daß sich eine Arbeitsfolge: Ent-
und einem Trockenofen in mehrfachem Wechsel, je nähme einer fixierten Diode aus der unter dem Mikronach
der Schichtenzahl, vorbeiläuft. skop eingerasteten Einstellvorrichtung sowie Einstel-
In der Zeichnung ist das vorliegende Verfahren und len und Umhüllen mit Gießharz, ergibt.
das damit hergestellte Halbleitergerät in Ausf ührungs- 65 Das in der Abb. 3 dargestellte Halbleitergerät be-
beispielen dargestellt, und zwar zeigt sitzt als Umhüllung für die Kontaktnadel 4 und das
Abb. 1 einen mit der Kontaktnadel verbundenen Halbleiterplättchen 14 eine Füllung 22 aus Gießharz.
Anschlußdraht in vergrößertem Maßstab, An den Einführungsstellen der beiden Anschluß-
Abb. 2 einen mit dem Kristall verbundenen An- drähte 1 und 13 sind kleine, aus 0,1mm Stahldraht
schlußdraht in vergrößertem Maßstab, 70 gewickelte Spiralen 24 von etwa 2 mm Länge bis zum
Diodenkörper aufgeschoben, wodurch die Ansatzstellen verstärkt werden. Die Füllung aus Gießharz wird
von einer ersten Schicht Silikonharz 23 umhüllt, die in einem Trockenofen bei einer Temperatur von 200
bis 250° C eingebrannt ist. Die Schicht 23 legt bereits die Spiralen 24 fest. Die Spiralen 24 werden dann mit
den weiteren, einzeln aufgebrachten und für sich gehärteten Silikonharzschichten 25., 26 und 27 zusätzlich
festgelegt.
Nach dem Auftragen und Härten aller Schichten erfolgt eine Nachformierung bzw. Verschweißung
durch Durchleitung eines längeren Wechselstromstoßes bestimmter Stärke und Spannung, da nunmehr bei
Temperaturunterschieden von —100 bis +150° C die zwecks Aufrechterhaltung günstiger Kontaktverhältnisse
erforderlichen Voraussetzungen für eine hinreichende innere Druckkompensation zwischen Nadel
und Halbleiterplättchen im Zusammenwirken mit der Ausdehnungsbegrenzung infolge Kontraktionsspannungen
der umhüllenden, gehärteten Silikonharzschichten gegeben sind.
Um eine serienmäßige Fertigung zu erzielen, wird ein Transportband 28 vorgesehen, welches mehrere
Einstellvorrichtungen 15 trägt. Durch Weiterdrehen des Handrades 32 wird das eingestellte Halbleitergerät
mittels des Transportbandes 28 unter die Auftropfvorrichtung 33 gebracht und mit Gießharz aus
ungesättigtem Polyester umhüllt, so daß sich die beschriebene Arbeitsfolge ergibt: Entnahme der fixierten
Diode aus der unter dem Mikroskop eingerasteten Einstellvorrichtung sowie Einstellen und Umhüllen
mit Gießharz. Durch den wiederholten Ablauf dieser Arbeitsfolge werden die Einstellvorrichtungen nacheinander
in den Wirkungsbereich der ober- und unterhalb des Transportbandes 28 befindlichen Infrarotstrahler
34 bewegt, wobei das zwecks Fixierung aufgetropfte Gießharz polymerisiert wird.
In der Abb. 7 ist das Transportband 28 dargestellt, und die unter dem Mikroskop 29 eingestellte Diode
wird dann unter die Auftropfvorrichtung 33 gebracht, um dann wieder zurückgedreht zu werden und in
Pfeilrichtung 40 zu den unteren Infrarotstrahlern 34 zu gelangen. Die Anordnung kann auch so getroffen
werden, daß die Auftropfvorrichtung 33 und das Mikroskop 29 vertauscht werden, damit eine Arbeitebewegung
des Transportbandes 28 nur in der Pfeilrichtung 40 erfolgt.
Auf einem in einer Säule 45 od. dgl. gelagerten Drehteller 35 ist eine Vielzahl von radial magnetisierten
Haltemagnetrollenpaaren derart befestigt, daß je eine Magnetrolle 36 auf einem Innenkreis zur Begrenzung
der Längslage eines Halbleitergerätes und je eine Magnetrolle 37 auf einem äußeren Kreis mit einer
Mittelkerbe 41 zur Festlegung der Querlage auf die Anschluß drähte eines Halbleitergerätes wirken und
letzteres festhalten können. Auf diesen Drehteller 35 werden z. B. die fixierten Dioden nacheinander in entsprechender
Anzahl strahlenförmig aufgelegt, und der kugelförmige Teil kommt auf den Drehteller 35 über
den Bohrungen 43 zu liegen. Mittels der Auftropfvorrichtung 38 werden die Dioden nacheinander mit einer
Silikonharzschicht 23 versehen und durch Weiterdrehen des Drehtellers dem Härteofen 39 zugeführt,
worin die Härtung dieser Schicht erfolgt. Nach dem Durchlaufen werden in der gleichen beschriebenen
Weise noch drei weitere Silikonharzschichten25,26,27
auf jede Diode einzeln aufgetragen und gehärtet.
Der Antrieb des Transportbandes 28 und des Drehtellers 35 kann über Synchronmotore vorgenommen
werden, die gegebenenfalls über Fußkontakte schaltbar sind. Eine Raste 42 kann das Transportband 28
über die Transportbandrolle bzw. deren Welle 43 in den einzelnen Arbeitsstellungen arretieren.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeräten kleinster Abmessungen mit einem Halbleiterplättchen
und einer oder mehreren Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere
Anschluß drähte (1) von etwa 0,25 mm Durchmesser aus einem magnetischen Material, z. B.
Nickel, mit ihrem einen Ende etwa 2 mm tief in eine Weichlötpaste getaucht werden und jeder
Draht unter Ausnutzung der Klebefähigkeit der Weichlötpaste einen etwa 5 mm langen Kontaktnadeldraht
(2) von etwa 0,1 mm Durchmesser aufnimmt, um mit diesem verlötet zu werden, wonach
der Kontaktnadeldraht durch eine Verformung für die Ausdehnungskompensation in eine Sichelform
(4) gebracht wird und das Ende (3) der Kontaktnadel schräg abgeschert wird, und daß ein weiterer
Anschlußdraht (13) von etwa 0,25 mm Durchmesser mit einem Ende in eine Weichlötpaste eingetaucht
wird und daß der Draht unter Ausnutzung der Klebefähigkeit der Weichlötpaste ein
Halbleiterplättchen (14) von höchstens 0,25 mm3 aufnimmt und mit diesem verlötet wird, wonach in
einer Einstellvorrichtung (15) der mit dem Halbleiterplättchen (14) und der bzw. die mit der Kontaktnadel
(4) versehenen Anschlußdrähte so zueinander ausgerichtet werden, daß die Nadelspitzen
(3) etwa 1 mm über der Mitte des Halbleiterplättchens (14) liegen und dann die Nadeln mit ihrer
Spitze rechtwinklig mit einem gewissen Druck auf die Fläche des Halbleiterplättchens gebracht
werden, wonach durch einen über die Kontaktnadeln und deren Berührungspunkte mit dem Halbleiterplättchen
geleiteten kurzen Wechselstromstoß eine Vorformierung bzw. Verschweißung, je nach
Material des Halbleiterplättchens und der Kontaktnadel, erzielt wird und dann die so hergestellte
Diode, Triode, Tetrode usw. mit Gießharz (22) aus ungesättigtem Polyester umhüllt und polymerisiert
wird, wonach über die Anschluß drähte kleine Stahlspiralen (24) zur Verstärkung an den Ansatzstellen
geschoben werden und daran anschließend die auf diese Weise fixierte Diode usw. durch
Auf tropf en mit einer ersten Schicht Silikonharz (23) versehen wird, die bei einer Temperatur von
200 bis 250° C eingebrannt wird und dann mit weiteren, jeweils gesondert ausgehärteten Silikonharzschichten;
(25,26 und 27) umhüllt wird, wonach eine Nachformierung bzw. Verschweißung ähnlich
wie die Vorformierung mit einem Wechselstromstoß, jedoch von längerer Dauer, vorgenommen
wird, so daß ein beschleunigungsfestes, in einem großen Temperaturbereich wirkendes, reversibles,
vibrationssicheres Halbleitergerät in Miniaturabmessung erzielt wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Löteinrichtung
aus einem Aluminiumkolben zur Erhitzung von Weichlötpaste und zum Verlöten einerseits der Kontaktnadel mit dem einen Anschlußdraht
und andererseits des Halbleiterplättchens mit dem anderen Anschlußdraht.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Nadelbiegemaschine (5) mit zwei Klemmbacken (6, 7) und einem Formwerkzeug (8) zur
Erzielung einer Sichelform der Kontaktnadel (4) versehen ist und ein Abschermesser (11) eine Abschrägung
(3) der gebogenen Kontaktnadel durchführt, während ein Auswerfer (12) die fertig gebogene
Nadel mit dem Anschluß draht (1) herauswirft.
4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einstellvorrichtung
(15) mit einer Klemmfeder (16) für den Anschlußdraht (13) mit dem Halbleiterplättchen
und einer verstell- und schwenkbaren, federnden Klemmlasche (21) für den Anschlußdraht
(1) mit der Kontaktnadel (4).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstellvorrichtung ein
stereoskopisches Mikroskop für die Einstellung der Kontaktnadel (4) auf dem Halbleiterplättchen
(14) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Gießharz-Zufuhreinrichtung und eine PoIymerisiereinrichtung mit Infrarotröhren zwecks
Umhüllung und Trocknung des Halbleitergerätes vorhanden sind.
7. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Silikonharz-Auftropfvorrichtung die Aufbringung weiterer Schichten auf die fixierten Dioden durchführt
und in einem Trockenofen jede einzelne Schicht eingebrannt wird.
8. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein endloses Transportband (28)
mehrere Einstellvorrichtungen (15), die je auf einer Specksteinplatte montiert sind, zwecks fortlaufender
Einstellung und Polymerisierung aufweist und das Transportband an dem Spezialmeßgerät
mit dem elektronischen Kennlinienschreiber vorbeiführt und dann an der Gießharz-Zufuhreinrichtung
und den oberhalb und unterhalb des Transportbandes angeordneten Infrarotröhren (34)
vorbeiläuft, wonach dann die fixierten Dioden auf eine Tellerscheibe (35) gebracht werden und an
der Silikonharz-Auf tropf vorrichtung (38) und einem Trockenofen (39) in mehrfachem Wechsel,
je nach der Schichtenzahl, vorbeigeleitet werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 507 187;
»Wireless World«, Februar 1951, S. 57 bis 60.
»Wireless World«, Februar 1951, S. 57 bis 60.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK24957A DE1020121B (de) | 1955-02-19 | 1955-02-19 | Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeraeten kleinster Abmessungen und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
| US503746A US2856571A (en) | 1955-02-19 | 1955-04-25 | Subminiature semiconductor instrument and method and apparatus for producing the same |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK24957A DE1020121B (de) | 1955-02-19 | 1955-02-19 | Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeraeten kleinster Abmessungen und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1020121B true DE1020121B (de) | 1957-11-28 |
Family
ID=7217170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK24957A Pending DE1020121B (de) | 1955-02-19 | 1955-02-19 | Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeraeten kleinster Abmessungen und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2856571A (de) |
| DE (1) | DE1020121B (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL103467C (de) * | 1959-05-12 | |||
| NL239128A (de) * | 1959-05-12 | 1900-01-01 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE507187A (de) * | 1950-11-30 |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB688866A (en) * | 1950-10-19 | 1953-03-18 | Gen Electric Co Ltd | Improvements in or relating to crystal rectifiers |
-
1955
- 1955-02-19 DE DEK24957A patent/DE1020121B/de active Pending
- 1955-04-25 US US503746A patent/US2856571A/en not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE507187A (de) * | 1950-11-30 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2856571A (en) | 1958-10-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1020121B (de) | Verfahren zur Herstellung von Halbleitergeraeten kleinster Abmessungen und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens | |
| DE2404758A1 (de) | Verfahren zum serienmaessigen herstellen elektrischer bauelemente | |
| DE2039352C3 (de) | Matrize zur Herstellung von Teilscheiben und Fixierscheiben und Verfahren zur Herstellung dieser Matrize | |
| DE1515694A1 (de) | Elektrische Schalteinheit mit einer Schaltplatte und Anschluessen und Verfahren zum Aufbringen einer Schicht auf eine solche Schaltungsplatte | |
| DE688400C (de) | Vorrichtung zum Befestigen von Nietstiften in Blechen, insbesondere zur Herstellung von Kontaktfedern | |
| DE2143542C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines vollisolierten Ankers für Elektrowerkzeuge | |
| DE855040C (de) | Verfahren zum Fertigbearbeiten der Nocken einer Welle | |
| DE752845C (de) | Einrichtung zum Herstellen von Pressstoffkoerpern mit eingebetteten Metallteilen | |
| DE944161C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Bimetallnieten | |
| DE3917763C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur automatisierten Herstellung einer Drahtöse an einem für die Bedrahtung elektrischer Bauelemente, insbesondere von PTC- und NTC-Widerständen und von Varistoren vorgesehenen Drahtstück | |
| DE878985C (de) | Elektrode fuer elektrische Entladungsroehren, insbesondere aus mehreren Segmenten und diese miteinander verbindenden Schwingkreisbuegeln bestehende Anode fuer Magnetfeldroehren | |
| DE470107C (de) | Maschine zur Herstellung von Hufnaegeln aus fortlaufendem Draht mit zweimaliger Pressung und mit Anstauchung des Kopfes in gesonderter Stauchvorrichtung | |
| EP0151749A2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Spule | |
| DE887635C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung zylindrischer Siebe | |
| DE967661C (de) | Verfahren zur Herstellung von Spanngittern fuer Elektronenroehren | |
| DE706511C (de) | Stanzwerkzeug zum Herstellen von Kautschukhohlkoerpern, insbesondere Fussballblasen | |
| DE3505251A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur bildung eines kopfes an einem ende oder an beiden enden von metallstiften | |
| DE247910C (de) | ||
| DE1440549C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Her stellung von Bimetallkontaktnieten aus zwei Drahten verschiedenen Metalls mit tels elektrischer Widerstandsstumpf schweißung | |
| AT406918B (de) | Vorrichtung zur automatisierten herstellung von drahtösen an einem für die bedrahtung elektrischer bauelemente dienenden drahtstück | |
| DE890678C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Kathodengestelles | |
| AT217515B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Kontaktbank | |
| DE654340C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Endkontakte elektrischer Widerstaende | |
| DE417736C (de) | Verfahren und Form zur Herstellung von Klinkenschienen fuer Fernsprechaemter | |
| AT63741B (de) | Verfahren zur abfallosen Herstellung von Besteckbrandeln und dgl. |