-
Die Erfindung betrifft eine Lager-, Transport- und Hubeinrichtung für ortsveränderliche, z. B. an unterschiedlichen Einsatzsorten einsetzbare Elektro-Kettenzüge mit einem Gehäuse zur Aufnahme einer Antriebseinheit mit Motor und Getriebe, einer Befestigungsvorrichtung, einem Lasthaken, einer Lastkette und einem Kettenspeicher.
-
Derartige Lager-, Transport- und Hubeinrichtungen werden für Montagezwecke an verschiedenen Standorten eingesetzt. deren Eigengewicht ist jedoch so groß, dass sie nicht händisch in ihre Höhen-Positionen gebracht oder daraus entfernt werden können.
-
Ortsveränderliche Kettenzüge werden üblicherweise liegend auf einer Palette transportiert und zum Einsatzort gefahren. Am Einsatzort wird dann der Kettenzug unter Zuhilfenahme zusätzlicher Hubeinrichtungen, wie beispielsweise eines Ratschenzugs, hochgezogen und an dem Einsatzort, der Montagestelle, Dachbinder oder Stahlbaukonstruktion fest oder in einem Fahrwerk aufgehängt. Die Kettenzüge haben meist ein Eigengewicht je nach Kettenlänge zwischen 40 kg und 150 kg. Das Einhängen solch schwerer Kettenzüge unter einem Dachbinder ist mit beträchtlichem Unfallrisiko verbunden.
-
Viele Kettenzugtypen haben eine Ölfüllung im Getriebe und an der Oberseite eine Entlüftungsschraube. Beim nichthorizontalen Transport läuft Öl aus und es besteht neben einer Umweltverschmutzungsgefahr die Gefahr, dass der Zug trockenläuft.
-
Weiter ist bei vielen Kettenzügen der Kettenspeicher aus Kunststoff, sodass bei nicht ordnungsgemäßer Lagerung beispielsweise nicht in der Originalverpackung, der Kettenspeicher aus- oder abbricht.
-
Die Lastketten der Kettenzüge sind durch das ständige Reiben der Kettenglieder aneinander sehr korrosionsanfällig. So sind sie beispielsweise für den ständigen Verbleib auf Offshoreanlagen in der Regel nicht geeignet. Deshalb ist es sinnvoll, solche Kettenzüge für die Wartung mitzubringen und nur dann aufzuhängen, wenn sie gebraucht werden.
-
Aus der Technik sind sogenannte Kletterzüge bekannt, das sind Kettenzüge, bei denen der ausgefahrene Kettenstrang in einer festen Aufhängung beispielsweise an der Hallendecke befestigt wird, sodass sich der Kettenzug samt Last an der Lastkette hochziehen kann. Das sind Sonderzüge, die überwiegend im Bühnenbau eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich meist um leichte Kettenzüge bis zu einer Tragfähigkeit von 1250 kg. Im Anlagenbau oder bei Wartungsarbeiten werden oft Kettenzüge mit höherer Tragfähigkeit benötigt und eingesetzt. Diese Kettenzüge für große Hubhöhen weisen oft bis zu 150 kg Eigengewicht auf. Solche Gewichte sind nicht mehr von einer Person handhabbar.
-
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Lager-, Transport- und Hubeinrichtung der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass sie einen Elektro-Kettenzug immer so geschützt transportiert, dass kein Öl auslaufen kann, dass keine Beschädigungen am Gehäuse entstehen, dass der Kettenspeicher nicht beschädigt werden kann und dass der Kettenzug sich selbst an den Einsatzort hochzieht und mit Hilfe der eigenen Hubeinrichtung von einer Person in der einer Konstruktion ortsfest oder an einer Laufbahn fahrbar befestigt werden kann. Immer vorausgesetzt, dass diese Person von einer Bühne oder einem Arbeitskorb aus gesichert arbeitet.
-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß für eine Lager-, Transport- und Hubeinrichtung der eingangs genannten Art durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausbildungen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Hubeinrichtung ein transportables Traggestell mit einer Tragvorrichtung für den Kettenzug aufweist, dass das Traggestell den von ihm getragenen Kettenzug umgreift und dass das Traggestell mit Umlenkmitteln für die Lastkette versehen ist, wobei die Lastkette zur Montage des Kettenzugs derart am Gehäuse vorbei um 180° umlenkbar ist, dass der Lasthaken als Aufhängehaken nutzbar und die Hubeinrichtung in die Hohe ziehbar ist.
-
Durch diese Ausbildung des Traggestells kann ein Elektro-Kettenzug immer so transportiert werden, dass kein Öl auslaufen kann. Auch ist eine Beschädigung des Gehäuses oder des Kettenspeichers sehr erschwert. Durch die entsprechende Umlenkung der Lastkette kann der Kettenzug sich samt Gestell selbst hochziehen. Der Elektro-Kettenzug lässt sich auf einfache Weise mit Hilfe der eigenen Hubeinrichtung von einer Person in der an einer Konstruktion ortsfest oder an einer Laufbahn fahrbar befestigen.
-
Die Lastkette lässt sich leichte einfädeln, wenn es sich bei den Umlenkmitteln um Umlenkrollen handelt, die mittels Steckbolzen entnehmbar sind.
-
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Traggestell C-förmig ausgeführt ist.
-
Erfindungsgemäß kann das Traggestell mit einem Fahrgestell versehen sein.
-
Die Hubeinrichtung lässt sich leicht verfahren, wenn das Fahrgestell mit Lenkrollen versehen ist und an dem Traggestell wenigstens ein Griff angebracht ist.
-
Ein Zuleitungskabel und ein Steuerkabel lassen sich sicher aufbewahren, wenn an dem Traggestell eine Kabelaufwickelrolle für ein Anschlusskabel angebracht ist, auf das es aufgewickelt werden kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nur ein Zuleitungskabel zu verwenden und ggf. auf der Kabelaufwickelrolle aufzuwickeln, und die Steuerfunktionen über eine Fernbedienung bzw. Fernsteuerung zu bewirken.
-
Montagematerial und -werkzeug lässt sich sicher transportieren, wenn unterhalb des Traggestells eine Transportbox angebracht ist.
-
Der Kettenzug ist besonders geschützt, wenn das Traggestell eingehaust ist. Als Einhausung lässt sich z. B. eine schließbare Transportbox vorstellen.
-
Eine einfache, aber leicht zu lösende Befestigung des Kettenzuges erhält man, wenn die Befestigungsvorrichtung des Kettenzuges als Aufhängehaken ausgebildet ist, und wenn an dem Traggestell als Tragvorrichtung ein Aufhängebolzen zum Einhängen des Aufhängehakens vorgesehen ist.
-
Fest, und dennoch leicht lösbar lässt sich der Kettenzug an dem Traggestell anbringen, wenn das Traggestell als Tragvorrichtung eine Ablagefläche zur Aufnahme des Kettenzuges aufweist, an der der Kettenzug mittels einer Spannvorrichtung befestigbar ist.
-
Der Kettenzug kann über Schienen am Einsatzort an einer Montagestelle, einem Dachbinder oder einer Stahlbaukonstruktion aufgehängt und verfahren werden, wenn an dem Traggestell als Tragvorrichtung ein Trägerstück vorgesehen ist, das Trägerstück ein als Befestigungsvorrichtung ausgebildetes Fahrwerkes trägt, und der Kettenzug am Fahrwerk befestigt ist, und wenn das Trägerstück mit einem am Einsatzort vorgesehenen Träger zur Verlängerung desselben verbindbar ist.
-
Wenn dem Traggestell ein Traghaken zugeordnet ist, kann der Kettenzug über das Traggestell und den Traghaken am Einsatzort befestigt werden. Das Traggestell muss nicht abgelassen werden, und ist Platz sparend untergebracht.
-
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hubeinrichtung in einer Lager- und Transportposition,
-
2 die Vorderansicht der Hubeinrichtung gemäß Erfindung in Vorbereitung für den Hub,
-
3 eine Seitenansicht der als Klettereinrichtung aufgehängten Hubeinrichtung,
-
4 Umhängevorgang des Kettenzuges der Hubeinrichtung in der Seitenansicht,
-
5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung beim Ablassen des Hubgerüstes,
-
6 eine abgelassene Hubeinrichtung mit einsatzbereiten Kettenzug,
-
7 ein weiteres Ausführungsbeispiel für die die erfindungsgemäße Hubeinrichtung mit einer Auflage für den Kettenzug,
-
8 ein Ausführungsbeispiel der Hubeinrichtung mit angehängter Transportbox,
-
9 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Hubeinrichtung mit zusätzlichem Aufhängehaken,
-
10 die Hubeinrichtung gemäß 9 am zusätzlichen Aufhängehaken aufgehängt,
-
11 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung mit zerlegbarem C-Gestell,
-
12 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Hubeinrichtung mit einem an einem Fahrwerk über ein Trägerstück befestigten Kettenzug,
-
13 das mit einem Träger verbundene Trägerstück gemäß 12, und
-
14 das Überfahren des Hebezeugs mit dem Fahrwerk vom Trägerstück zur Fahrbahn des Trägers.
-
Ein Elektro-Kettenzug 1 besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse 2, in dem eine elektrische Antriebseinheit mit Motor und Getriebe eingebaut sind, einem Aufhängehaken 3, einem unteren Lasthaken 4, einer Lastkette 5 und einem Kettenspeicher 6.
-
Die erfindungsgemäße Lager-, Transport- und Hubeinrichtung besteht im Wesentlichen aus einem C-förmig ausgeführten Traggestell 7, vier Umlenkrollen 8 gehalten von vier Steckbolzen 9, einem Aufhängebolzen 10 für den Aufhängehaken 3, einem Transport-Gestellrahmen, Fahrwerk oder Fahrgestell 11 beispielsweise mit lenkbaren Laufrollen, einer Kabelaufwickelrolle 12 für ein Anschlusskabel 13 sowie einem Griff 14. Das Anschlusskabel 13 kann aus einem Zuleitungskabel und einem Steuerkabel bestehen.
-
Anhand der 1 bis 6 wird nun die Vorgehensweise bei der Lagerung, dem Transport sowie der Montage des Kettenzuges 1 mithilfe der erfindungsgemäßen Lager-, Transport- und Hubeinrichtung näher erläutert.
-
In der in 1 gezeigten Darstellung ist die Lager- und Transportposition der Lager-, Transport- und Hubeinrichtung zu sehen, wobei der Kettenzug 1 mit seinem Aufhängehaken 3 an dem Aufhängebolzen 10 im Traggestell 7 horizontal eingehängt ist. In dieser dargestellten Position ist der Kettenzug 1 lager-, transport- und aufgrund der Lenkrollen am Fahrgestell 11 und des Griffes 14 am Traggestell 7 fahr- und lenkbereit.
-
In der 2 ist die erfindungsgemäßen Lager-, Transport- und Hubeinrichtung mit eingefädelter Lastkette 5, den Umlenkrollen 8 und den Steckbolzen 9 dargestellt. Die Lastkette 5 wird durch Ablassen der Lastkette 5 und durch Herausnehmen der Umlenkrollen 8 mittels der Steckbolzen 9 um die Umlenkrollen 8 geführt, bis dass der Lasthaken 4 oberhalb des Kettenzuges 1 aus dem Traggestell 7 herausragt. Dies ist die Montageposition, in der die Hubeinrichtung an ihrem Einsatzort befestigt werden kann.
-
Mit einem Handsender 15 als Fernbedienung bzw. Fernsteuerung lassen sich die Funktionen des Kettenzug 1, in dem ein entsprechender Empfänger eingebaut ist, beispielsweise per Funk- oder IR-Signalen steuern.
-
Die 3 zeigt die Umlenkung der Lastkette 5 um die Umlenkrollen 8 in Seitenansicht. Weiterhin ist die Hubeinrichtung 6 an dem Lasthaken 4 über einen Balken 16 mittels eines kurzen Hebebandes 17 aufgehängt. Ein Schäkel 18 ist in dem Aufhängehaken 3 eingeführt, der noch an dem Aufhängebolzen 10 im Traggestell 7 eingehängt ist. Dies ist die Hubposition, in der die Hubeinrichtung an ihren Einsatzort angehoben werden kann.
-
In der 4 hat sich der Kettenzug 1 mit dem Traggestell noch oben zum Einsatzort hochgezogen. Hier ist das Umhängen des Kettenzuges 1 an den Balken 16 dargestellt. Dabei wird ein weiteres, längeres Hebeband 19 um den Balken 16 gelegt und mittels des Schäkels 18 im Aufhängehaken 3 befestigt. Durch Ablassen der Lastkette 5 wird das Traggestell 7 abgesenkt und der Kettenzug 1 hängt über seinen Aufhängehaken 3, dem Schäkel 18 und dem zweiten Hebeband 19 am Balken 16. Dann wird der Aufhängebolzen 10 herausgezogen und vom Traggestell 7 gelöst. Nach weiterem Ablassen der Lastkette 5 können der Lasthaken 4 aus dem kurzen Hebeband 17 ausgehängt und das C-förmige Traggestell 7 am Handgriff 14 manuell um das Gehäuse 2 des Kettenzugs 1 herumgeführt werden. Die 4 zeigt die Umhängeposition, in der die Hubeinrichtung vom Lasthaken 4 zum Aufhängehaken 3 umgesetzt werden kann.
-
In dem in 5 dargestellten Absenkposition wird das Traggestell 7, nachdem es um das Hebezeug bzw. das Gehäuse 2 des Kettenzugs 1 von Hand herumgeführt wurde, mit dem nun wieder freien kurzen Hebeband 17 und dem Aufhängebolzen 10 unterhalb des Kettenspeichers 6 an der Lastkette 5 befestigt. Durch die Befestigung mit dem Hebeband 17 ist das Traggestell 7 mit Fahrgestell 11 gegen Umschlagen gesichert und kann zu Boden abgelassen werden. Der Lasthaken 4 wird dabei mit seiner Verdickung von der obersten Umlenkrolle 8 zusammen mit einem Bolzen gehalten, so dass sich die Lastkette nicht unter Last selbst ausfädeln kann.
-
In dem in 6 dargestellten nächsten erfindungsgemäßen Funktion wird das abgelassene Traggestell 7 und die durch Entfernen der Umlenkrollen 8 durch Herausziehen der Steckbolzen 9 ausgefädelte Lastkette 5 gezeigt, wobei der Kettenzug 1 über den Schäkel 18 und das Hebeband 19 betriebsbereit am Balken 16 hängt. Das Traggestell 7 kann nun mittels des Fahrgestells 11 mit lenkbaren Laufrollen aus dem Bereich des Kettenzuges 1 gefahren werden, sodass es nicht beim normalen Betrieb des Kettenzuges 1 stört. Nun ist die normale Betriebsposition erreicht.
-
Das Abhängen des Kettenzuges 1 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der zuvor beschriebenen Aufhängung.
-
In der 7 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem der Kettenzug 1 mit seiner Unterseite auf einer Konsole oder Ablagefläche 20, die am Traggestell 7 befestigt ist, mittels eines Spanngurtes 21 befestigt ist. Weitere Befestigungsmöglichkeiten des Kettenzuges 1, hier nicht dargestellt, können Befestigungsschrauben, Spannelemente, die auf den Kettenzug 1 drücken, oder eine wannenförmig ausgeführte Halterung sein, die ein Abrutschen des Kettenzuges 1 verhindern.
-
Die 8 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, bei dem unterhalb des Traggestells 7 eine Transportbox 22 fest oder trennbar angebracht ist, die wiederum auf einem Fahrgestell 11 mit Lenkrollen steht. In dieser Transportbox 22 können mittels der gesamten Lager-, Transport- und Hubeinrichtung neben dem Kettenzug 1 auch zusätzliche Werkzeuge transportiert und ggf. mit an den Einsatzort gehoben werden.
-
Bei dem in 9 dargestellten weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist ein Traghaken 23 vorgesehen, der in seiner Reichweite um ein Maß oder einen Abstand y länger ist als der bewegliche Lasthaken 4 und um ein Maß oder einen Abstand x zum Lasthaken 4 versetzt an dem Traggestell 7 befestigt ist, so dass der Traghaken 23 bei vollständig angehobenem Traggestell 7 – der Lasthaken 4 befindet sich mit seiner Verdickung am Anschlag der obersten Umlenkrolle 8 mit dem Bolzen – in das Hebeband 17 einhängen lässt, da seine Reichweite bei völlig angehobenen Zustand weiter ist als die des Lasthakens 4. Dies ist die Hubposition bzw. Umhängeposition. Nach dem Einhängen des Traghakens 23 in das Hebeband 17 wird der Lasthaken 4 durch Abfassen der Lastkette 5 entspannt und kann aus dem Hebeband 17 ausgehängt werden. Das Hebezeug bzw. der Kettenzug 1 bringt durch sein Eigengewicht die Schwereachse des Kettenzugs 1 und des Traghaken 23 nahezu übereinander, wodurch sich das Traggestell 7 vom Kettenzug 1 wegdreht.
-
In der 10 ist das ausgeschwenkte Traggestell 7 mit ausgebauter Lastkette 5 in der Seitenansicht zu sehen. Der Kettenzug 1 ist betriebsbereit. In dieser Position verbleibt das Traggestell 7, bis der Kettenzug 1 wieder abgelassen werden soll. Das Traggestell 7 dient hier gleichzeitig als Adapter oder Zwischenstück zwischen Befestigungspunkt und Aufhängehaken 3 des Kettenzugs 1. Nun ist die normale Betriebsposition für das zweite erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel erreicht.
-
Bei der in 11 dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsvariante der Ausführung gemäß 10 ist das C-förmige Traggestell 7 derart teilbar, dass bei der erfindungsgemäßen Lager-, Transport- und Hubeinrichtung das Fahrgestell 11 mit einem Basisteil 24 vom übrigen Traggestell 7 trennbar ist. Dadurch erreicht man eine größere räumliche Freiheit im Umgebungsbereich des Kettenzugs 1, da das Fahrgestell 11 mit dem Basisteil 24 aus der Reichweite des Kettenzugs 1 geschoben werden kann.
-
In einer weiteren Variante in dem in den 1 bis 11 dargestellten Ausführungsbeispielen ist es möglich, eine zweite Lastkette 5 ständig am Einsatzort auf der höheren Ebene zu haben und beim Einsatz das freie Ende abzulassen, einzufädeln und dann den Kettenzug auf die höhere Ebene zu bringen.
-
In den 12 bis 14 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem ein Kettenzug 1 mit einem fest verbundenen Fahrwerk 25 über Schienen am Einsatzort an einer Montagestelle, einem Dachbinder oder einer Stahlbaukonstruktion aufgehängt und verfahren werden kann.
-
Die 12 zeigt das Traggestell 7 mit einem fest verbundenen Trägerstück 26, vorzugsweise ein T-Träger oder ein Hohlprofil, das als Aufhängung für den Kettenzug 1 und das Fahrwerk 25 dient. Am Einsatzort ist ein Träger 27 vorgesehen, an dem ein Tragarm 28 zur Aufhängung der Hubeinrichtung angebracht ist. Der Träger 27 ist wiederum vorzugsweise ein T-Träger oder ein Hohlprofil, wobei die Profile des Trägerstücks 26 und des Trägers 27 gleich sein müssen, damit ein reibungsloser Übergang des Fahrwerks 25 vom Trägerstück 26 auf den Träger 27 erfolgen kann. An dem Tragarm 28 wird der Lasthaken 4 mit der in das Traggestell 7 eingefädelten Lastkette 5 eingehängt und wird in bereits beschriebener Weise so lange nach oben gezogen, bis, wie in der 13 dargestellt, das Trägerstück 26 mit dem Träger 27 fluchten. Anschließend werden Trägerstück 26 und Träger 27 mittels der Verbindungen 29 so verbunden, dass das Fahrwerk 25 mit dem Kettenzug 1 von dem Trägerstück 26 auf den Träger 27 verfahren werden kann. Der Träger 27 bildet dann die ständige Laufbahn für den Kettenzug 1. Das Traggestell 7 kann während der Nutzungsdauer des Kettenzuges mit dem Träger verbunden bleiben, oder aber auch gelöst und abgelassen werden.
-
In der 14 ist das Überfahren des Kettenzugs 1 mit dem Fahrwerk 25 vom Trägerstück 26 zu dem als Schienen oder Fahrbahn fungierenden Träger 27 gezeigt. Das gesamte Traggestell 7 mit Trägerstück 26 kann solange am Träger 27 verbunden bleiben, bis der Kettenzug 1 mit Fahrwerk 25 wieder abgelassen werden soll. Dieser Vorgang findet dann in umgekehrter Reihenfolge statt.
-
Einsatzbeispiele für derartige Lager-, Transport- und Hubeinrichtungen mit ortsveränderlichen Elektro-Kettenzügen sind beispielsweise Windkraftanlagen, Öl-Plattformen und Türme, in denen Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Beim Einsatz der Kettenzüge bei Offshoreanlagen ist auf eine grolle Hubgeschwindigkeit der Kettenzüge zu achten, um Wellenbewegungen auszugleichen sowie Schlaffkette und Schläge oder Stöße zu vermeiden.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Kettenzug
- 2
- Gehäuse
- 3
- Aufhängehaken
- 4
- (unterer) Lasthaken
- 5
- Lastkette
- 6
- Kettenspeicher
- 7
- C-förmiges Traggestell
- 8
- Umlenkrollen
- 9
- Steckbolzen
- 10
- Aufhängebolzen
- 11
- Fahrgestell
- 12
- Kabelaufwickelrolle
- 13
- Anschlusskabel
- 14
- Griff
- 15
- Handsender
- 16
- Balken
- 17
- kurzes Hebeband
- 18
- Schäkel
- 19
- längeres Hebeband
- 20
- Ablagefläche
- 21
- Spanngurt
- 22
- Transportbox
- 23
- Traghaken
- 24
- Basisteil
- 25
- Fahrwerk
- 26
- Trägerstück
- 27
- Träger
- 28
- Tragarm
- 29
- Verbindungen