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Die Erfindung betrifft ein Sitzgestell für einen Fahrzeugsitz mit einer Rahmenstruktur, einer daran befestigten Polstertragestruktur und mit einem ein Lüftergehäuse aufweisenden Radiallüfter, wobei das Lüftergehäuse eine axiale und radiale Gehäuseöffnung aufweist und wobei das Lüftergehäuse an dem Sitzgestell mit einem formstabilen Halteteil gehalten ist.
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Fahrzeugsitze werden neben Heizeinrichtungen zunehmend mit Belüftungseinrichtungen ausgestattet. Solche Belüftungseinrichtungen, die der Klimatisierung eines Sitzes dienen, waren in der Vergangenheit aus Kostengründen Fahrzeugen der O-berklasse vorbehalten. Da der Anspruch an den Komfort eines Fahrzeuges auch im Bereich der Mittelklassefahrzeuge und Kleinwagen steigt, werden zunehmend auch in diesen Fahrzeugen klimatisierte Fahrzeugsitze als optionale Ausstattungsmerkmale angeboten.
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Solche Klimatisierungseinrichtungen umfassen einen oder mehrere Lüfter, die mit Lüftungskanälen in dem Polsterkern des Sitzes und/oder mit einer unterhalb des Bezugsstoffs befindlichen Luftverteilungsschicht in Strömungsverbindung stehen. Mit diesen Einrichtungen können sowohl die Sitzflächen als auch die Rückenlehnen und selbst die Kopfstützen klimatisiert werden.
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Ein Hauptbestandteil der Klimatisierungseinrichtung ist ein Lüfter, der die erforderliche Luftströmung erzeugt.
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Bei dem Einsatz solcher Lüfter ist unter anderem zu beachten, dass sie den Anforderungen entsprechend die Luft zu bestimmten Bereichen der Sitz- und Lehnenflächen zu- und/oder abführen, dass sie in Bereichen des Sitzes angeordnet werden können, wo entsprechender Raum zur Verfügung steht, und dass sie eine einfache und schnelle Montage ermöglichen.
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Aus der
DE 10 2006 004 465 A1 ist ein Einlegerteil für einen klimatisierten Fahrzeugsitz bekannt, das eine dreidimensionale Luftverteilungsschicht umfasst, die auf ihrer Oberseite mit einer luftdurchlässigen oberen Decklage abgedeckt ist. Die Decklage auf der Unterseite der Luftverteilungsschicht weist einen Lufteinlass auf, ist aber ansonsten luftundurchlässig. Mit dem Lufteinlass ist eine ringförmige Komponente verbunden, in der ein Lüfter aufgehängt ist. Die ringförmige Komponente weist darüber hinaus eine entkoppelnde Struktur auf, um die Übertragung von durch den Lüfter erzeugten Vibrationen auf den Sitz zu unterbinden.
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Die
WO 2005 / 037 601 A2 beschreibt einen Fahrzeugsitz, an dessen Tragestruktur, und zwar auf der Unterseite des Sitzes, eine Lüftereinheit (Lüfterrad mit Gehäuse) mittels einer Befestigungsstruktur befestigt ist. Die von der Lüftereinheit abgegebene Luft wird über eine Luftführungseinheit der Sitzfläche zugeführt. Die Luftführungseinheit ist so zugeschnitten, dass sie einen rechteckigen Bereich, der der Sitzfläche zugeordnet ist, und einen kanalförmigen Bereich, der eine Verbindung zwischen dem Lüfter und dem Sitzflächenbereich bildet, umfasst.
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Die
DE 102 55 638 A1 beschreibt eine Klimatisierungseinheit für einen Fahrzeugsitz mit einer Lüftereinheit, die mittels einer im Querschnitt gesehen U-förmigen Platte an den Sitzfedern des Sitzes befestigt ist. Hierzu werden mehrere Sitzfedern zwischen der Bodenfläche des Lüftergehäuses und der U-förmigen Platte festgeklemmt. Das Lüftergehäuse der Lüftereinheit besitzt einen fest angeformten Rohrstutzen, der mit einem Luftführungskanal in dem Polsterelement verbunden ist und so die Luft in die Kanäle des Polsterelements bläst.
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Die
DE 199 27 232 A1 betrifft eine Klimaanlage für einen Fahrzeugsitz mit einer unterhalb des Sitzgestells angeordneten zentralen Lüftereinheit, deren Gehäuse mit zwei massiven Rohren verbunden ist, wobei das eine Rohr Luft zu einer Kanalstruktur in dem Sitzkissen der Sitzfläche und das andere Rohr Luft zu einer Kanalstruktur in dem Polsterkissen der Rückenlehne führt. Auch bei dieser Ausführungsform ist das Gehäuse der Lüftereinheit den speziellen Anforderungen des klimatisierten Sitzes angepasst.
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Die
EP 1 008 486 B1 bezieht sich auf eine Rückenlehne für Fahrzeugsitze, an deren Lehnenrahmen eine zur Anpassung an die Wirbelsäulenkrümmung des Sitzbenutzers einstellbare, mechanische Lordosenstütze befestigt ist. Der Lüfter zur aktiven Belüftung des Lehnenpolsters ist zentral im Polsterbereich an der Lordosenstütze befestigt und bewegt sich beim Verstellen der Lordosenstütze mit dieser mit.
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Die
DE 10 2010 005 728 A1 beschreibt einen Sitzteilaufbau für ein Rückenlehnenteil oder ein Sitzkissenteil eines Fahrzeugsitzes. Der Sitzteilaufbau kann in modularer Ergänzung um ein Lüftermodul mit Lüfter ergänzt werden. Das Lüftermodul wird in einer korrespondierenden Öffnung eines Rahmenelements des Sitzes montiert. Alternativ kann auch ein separater Halter verwendet werden.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sitzgestell für einen Fahrzeugsitz mit einem Radiallüfter zur Ventilation des Sitzes zu schaffen, das sich durch einen einfachen und einen weitgehend universell einsetzbaren Aufbau auszeichnet und durch Reduzierung der zu verbauenden Materialvielfalt eine Minimierung der Herstellungskosten mit sich führt. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, gering gewuchtete oder ungewuchtete handelsübliche Lüfter einsetzen zu können, so dass ein Insasse keine spürbaren Vibrationen, die von handelsüblichen Lüftern verursacht werden könnten, erfährt.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Sitzgestell für einen Fahrzeugsitz mit einer Rahmenstruktur, einer daran befestigten Polstertragestruktur und mit einem ein Lüftergehäuse aufweisenden Radiallüfter, wobei das Lüftergehäuse eine axiale und radiale Gehäuseöffnung aufweist und wobei das Lüftergehäuse an dem Sitzgestell mit einem formstabilen Halteteil gehalten ist, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Halteteil mindestens eine rahmenförmige Aufnahme aufweist, in die die radiale Gehäuseöffnung des Radiallüfters eingesetzt ist, und mindestens ein Rastelement, das sich mit dem Gehäuse des Radiallüfters verbindet, aufweist.
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Ein wesentlicher Vorteil dieses Sitzgestells ist darin zu sehen, dass der Radiallüfter mit Lüftergehäuse, bei dem es sich um eine handelsübliche Einheit aus einer Großserienfertigung handeln kann, ohne bauliche Veränderung in die rahmenförmige Aufnahme des Halteteils mit seiner radialen Gehäuseöffnung eingesetzt wird. Des Weiteren umfasst dieses Halteteil mindestens ein Rastelement, das sich mit dem Gehäuse des Radiallüfters verbindet. Somit wird die Einheit aus Radiallüfter und Lüftergehäuse nur durch die rahmenförmige Aufnahme und durch das mindestens eine Rastelement gehalten. Weitere Befestigungsmittel sind nicht erforderlich. Die rahmenförmige Aufnahme wird in vorteilhafter Weise als Anschlusselement eingesetzt, um damit einen entsprechenden Luftführungskanal zu verbinden, der die von dem Radiallüfter abgegebene oder angesaugte Luft zu der Sitzfläche des Sitzes oder der Rückenlehnenfläche einer Rückenlehne zuführt oder davon absaugt.
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Eine solche Einheit aus Halteteil und vorkonfektionierter Lüftereinheit, die den Radiallüfter mit Lüftergehäuse umfasst, kann in einfacher Weise für den Einbau an unterschiedlichen Stellen an dem Sitzgestell eingesetzt werden.
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In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Halteteil eine Bodenfläche auf; in dieser Ausgestaltung wird das Gehäuse des Radiallüfters mit seiner der axialen Gehäuseöffnung gegenüberliegenden Gehäusefläche, die üblicherweise geschlossen ist, auf einer Bodenfläche des Halteteils aufgelegt und ist so dieser Bodenfläche als Bezugsfläche zugeordnet.
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Zusätzlich zu dem mindestens einen Rastelement kann an dem Halteteil mindestens ein Positionierungselement angeordnet werden, das mit einem korrespondierenden Positionierungselement in dem Lüftergehäuse des Radiallüfters zusammenwirkt und so das Lüftergehäuse an dem Halteteil fixiert.
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Bevorzugt ist das mindestens eine Positionierungselement, das sich an dem Halteteil befindet, als Zapfen ausgebildet, der in eine Öffnung in dem Gehäuse des Radiallüfters eingreift.
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Die rahmenförmige Aufnahme für die radiale Gehäuseöffnung des Lüftergehäuses des Radiallüfters ist bevorzugt als Anschlusselement für einen Luftführungskanal ausgebildet, wie dies vorstehend bereits erwähnt ist. Hierbei kann an der Außenseite des Anschlusselements ein flexibler Schlauch befestigt werden, der die Luft von dem Radiallüfter zu der Sitzfläche führt. Durch den Einsatz eines solchen flexiblen Schlauchs kann die Einheit bestehend aus Halteteil und darin eingesetztem Radiallüfter mit Lüftergehäuse an Stellen des Sitzgestells befestigt werden, die als freie Räume in dem Sitzgestell zur Verfügung stehen und nicht für andere konstruktive Merkmale des Sitzes benötigt werden.
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In einer weiteren Ausführungsform kann an dem Anschlusselement des Halteteils ein formstabiler Kanal verbunden werden, der den Luftstrom von oder zu dem Radiallüfter um 90° umlenkt. Der Kanal ist an seinem anderen Ende mit einem den Querschnitt des Kanals erweiternden, einem Polster zugeordneten Endkanal versehen, der entsprechend angepasst die Luft von dem Radiallüfter über eine größere Fläche der Sitzfläche zuführt oder von dieser absaugt.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist an dem Halteteil, das den Radiallüfter mit Lüftergehäuse aufnimmt, eine Trägerplatte angeformt, die als Aufnahme für ein sensorisches Funktionsteil des Sitzes verwendet werden kann. Beispielsweise kann an dieser Trägerplatte ein Sitzbelegungssensor angeordnet werden. Die Trägerplatte kann aber auch dazu verwendet werden, elektrische Verbindungs- und Anschlusselemente oder elektronische Bauteile für den Sitz aufzunehmen.
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Um das Halteteil mit der Polstertragestruktur zu verbinden, wird mindestens ein Verbindungselement vorgesehen.
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Solche Verbindungselemente können auch dazu vorgesehen werden, das Halteteil mit der Rahmenstruktur des Sitzgestells zu verbinden.
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Die Erfindung betrifft auch einen Sitz für ein Fahrzeug mit einem Sitzgestell, wie es vorstehend beschrieben ist.
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Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
- 1 eine perspektivische Ansicht auf die Unterseite einer Sitzfläche eines Fahrzeugsitzes mit einer Rahmenstruktur und einer Lüfteranordnung,
- 2 die Lüfteranordnung der 1 mit dazu gehörigem Halteteil,
- 3A eine weitere Ausführungsform der Lüfteranordnung mit Halteteil der 2 in einer perspektivischen Ansicht von oben,
- 3B die Anordnung der 3A in einer perspektivischen Ansicht von unten,
- 4 eine perspektivische Ansicht auf die Rückseite einer Rückenlehne mit einer weiteren Ausführungsform einer Lüfteranordnung,
- 5 eine Draufsicht auf eine Polstertragestruktur, wie sie in der Rückenlehne der 4 eingesetzt ist,
- 6A bis 6C drei perspektivische Ansichten der Lüfteranordnung der 4,
- 7 ein Rückenlehnen-Sitzgestell mit von der Rahmenstruktur gelöster Lüfteranordnung, und
- 8A und 8B zwei perspektivische Ansichten einer Lüfteranordnung, die mit der in den 3A und 3B gezeigten Ausführungsform der Lüfteranordnung vergleichbar sind, mit einer zusätzlichen Trägerplatte.
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Die Sitzfläche eines Fahrzeugsitzes, die in 1 in einer Ansicht auf die Unterseite dargestellt ist, umfasst eine Rahmenstruktur 1, in der eine im Wesentlichen aus gebogenen Drähten 2 gebildete Polstertragestruktur 3 aufgehängt ist. An der Rahmenstruktur 1 und der Polstertragestruktur 3 ist ein die Sitzfläche formender Sitzpolster-Formkörper 4 gehalten.
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An der Sitzflächenanordnung der 1 ist eine Lüfteranordnung 5 befestigt, die schematisch in 2 dargestellt ist. Diese Lüfteranordnung 5 umfasst ein Halteteil 6 sowie einen Radiallüfter 7, der in einem Lüftergehäuse 8 eingesetzt ist. Bei dem Radiallüfter 7 mit Lüftergehäuse 8 handelt es sich um einen üblichen Radiallüfter, der eine radiale Gehäuseöffnung 9 sowie eine axiale Gehäuseöffnung 10 in der oberen Gehäuseseite 11, die senkrecht zu der Drehachse des Radiallüfters 7 verläuft, besitzt. Im Gegensatz dazu ist die gegenüber liegende untere Gehäuseseite 12 geschlossen.
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In dem Lüftergehäuse 8 sind zwei Befestigungslöcher 13 vorhanden, die üblicherweise bei einem solchen handelsüblichen Radiallüfter dazu dienen, diesen an einer Unterlage anzuschrauben. Diese Befestigungslöcher 13 erstrecken sich senkrecht zu den beiden Gehäuseseiten 11 und 12.
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Das Halteteil 6, wie es in 2 von dem Lüftergehäuse 8 des Radiallüfters 7 gelöst gezeigt ist, umfasst eine Bodenfläche 14, eine rahmenförmige Aufnahme 15 an seiner einen Seite sowie zwei Rastelemente 16 an der der rahmenförmigen Aufnahme 15 gegenüber liegenden Seite. Die durch die rahmenförmige Aufnahme 15 aufgespannte Fläche verläuft senkrecht zu der Bodenfläche 14 und ist dadurch so orientiert, dass in die rahmenförmige Aufnahme 15 die radiale Gehäuseöffnung 9 des Lüftergehäuses 8 darin eingesteckt ist, wenn das Lüftergehäuse 8 mit seiner unteren Gehäuseseite 12 auf der Bodenfläche 14 des Halteteils 6 aufliegt.
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Die Rastelemente 16, bei denen es sich um federnde Arme 17 mit Rastvorsprüngen 18 handeln kann, sind in ihrer Länge und der Positionierung so ausgelegt, dass sich die Rastvorsprünge 18 an der oberen Gehäuseseite 11 des Lüftergehäuses 8 anlegen, wenn das Lüftergehäuse 8 auf der Bodenfläche 14 aufliegt. Auf diese Art und Weise wird der Radiallüfter 7 mit Lüftergehäuse 8 ohne zusätzliche Befestigungsmittel, die mittels Werkzeugen fixiert werden müssten, gehalten, obwohl für diese Lüfteranordnung ein handelsüblicher Radiallüfter mit Lüftergehäuse eingesetzt wird.
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Zusätzlich befindet sich an der Bodenfläche 14 des Halteteils 6 ein Positionierungselement in Form eines stiftförmigen Vorsprungs oder Zapfens 19, der in seiner Position auf der Bodenfläche 14 dem einen Befestigungsloch 13 des Lüftergehäuses 8 zugeordnet ist. Dadurch, dass sich dieser stiftförmige Vorsprung 19 in das eine Befestigungsloch 13 des Lüftergehäuses 8 einsetzt, wird das Lüftergehäuse zusätzlich gegen ein Verschieben auf der Bodenfläche 14 gesichert.
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In den 3A und 3B ist ein Halteteil 6 mit darin eingesetztem Lüftergehäuse 8 in einer detaillierteren Darstellung gezeigt. Im Gegensatz zu der 2 umfasst das Halteteil 6 nur ein einzelnes Rastelement 16. Weiterhin ist die Bodenfläche 14 aus stabförmigen Flächenteilen 20 zusammengesetzt, die gemeinsam eine Fläche aufspannen, auf der die untere Gehäuseseite 12 des Lüftergehäuses 8 aufliegt. Die Flächenteile 20 sind so positioniert, dass zwei Enden, die dann jeweils einen nicht zu sehenden stiftförmigen Vorsprung 19 besitzen, den Befestigungslöchern 13 des Lüftergehäuses 8 zugeordnet sind, während ein weiteres Flächenelement 20 an seinem Ende ein Rastelement 16 trägt, wie es anhand der 2 beschrieben ist.
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In den 3A und 3B ist weiterhin zu sehen, dass an die rahmenförmige Aufnahme 15 des Halteteils 6 ein formstabiler Kanal 21 anschließt, dessen Ende in einen den Querschnitt des Kanals 21 erweiternden Endkanal 22 übergeht.
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Während in den 3A und 3B der Kanal 21 so ausgeführt ist, dass er den Luftstrom von oder zu dem Lüftergehäuse 8 um etwa 90° umlenkt, können andere Winkel vorgesehen werden. Der jeweilige Winkel hängt von der Art der Polsterstruktur des Sitzes ab, insbesondere auch von der Stelle, wo der Luftstrom in das Sitzpolster zugeführt oder aus dem Sitzpolster abgesaugt werden soll.
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In 1 ist nun die Lüfteranordnung, wie sie in den 3A und 3B dargestellt ist, eingebaut in den Sitz, gezeigt. Um die Lüfteranordnung zu befestigen, sind an dem Lüftergehäuse 8 und/oder an dem Kanal 21 und/oder an dem Endkanal 22 Verbindungselemente 23 angeordnet, von denen in 3A nur ein Element zu sehen ist, das auf die Drähte 2 der Polstertragestruktur 3 aufgeklemmt ist. In der Anordnung der 1 sind insgesamt 8 Verbindungselemente 23 eingesetzt, die sich an vier Drähten 2 der Polstertragestruktur 3 verklemmen. Das Lüftergehäuse 8 mit dem Halteteil 6 und dem Kanal 22 hängt frei an dem Flächenteil 20 und erstreckt sich in einen freien Raum 24 im vorderen Bereich der Rahmenstruktur 1 des Sitzes.
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Wie weiterhin anhand der 1 zu erkennen ist, verläuft der Endkanal 22 mit seiner längsten Abmessung in Richtung der Breite der Sitzfläche. Der Endkanal 22 ist durch einen umlaufenden Steg 25 begrenzt, der sich in eine entsprechende, nicht näher zu sehende Ausnehmung in dem Polsterformkörper 4 des Sitzes einsetzt. Der Randbereich der Ausnehmung wird durch ein Abdeckteil 26 abgedeckt, das sich gegen die Unterseite des Sitzpolster-Formkörpers 4 anlegt.
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Während in den 1 bis 3 ein Halteteil 6 mit einem an der rahmenförmigen Aufnahme 15 befestigten formstabilen Kanal gezeigt ist, ist in den 4, 5 und 6A bis 6C eine Ausführungsform gezeigt, bei der die rahmenförmige Aufnahme, ebenfalls mit dem Bezugszeichen 15 bezeichnet, mit einem flexiblen Schlauch 27 verbunden ist, um die Luft von dem Radiallüfter, von dem nur das Lüftergehäuse 8 gezeigt ist, zu definierten Bereichen der Sitzfläche oder der Rückenlehne, wie in dem gezeigten Beispiel, zuzuführen oder von dort abzusaugen.
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Soweit in den einzelnen Ausführungsformen Bauteile dargestellt sind, die in ihrer Funktion und/oder Wirkung denjenigen einer anderen Ausführungsform entsprechen, sind dieselben Bezugszeichen verwendet, ohne dass diese Bauteile anhand jedes Ausführungsbeispiels erneut beschrieben werden. Daher sind die Ausführungen zu einer Ausführungsform analog auf die entsprechenden anderen Ausführungsformen übertragbar.
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Für den flexiblen Schlauch 27 ist in der Ausführungsform der 4 bis 6 eine größere rahmenförmige Aufnahme 15 an dem Halteteil 6 ausgebildet, um daran den flexiblen Schlauch 27 zu befestigen. Mittels aus den Figuren nicht ersichtlichen Klebstoffstreifen oder -punkten, Klipsen, Rastungen, Steckverbindern oder Schweißungen kann der Schlauch 27 an die rahmenförmige Aufnahme an dem Halteteil 6 befestigt werden. Auch der Rahmen 15 besitzt, entsprechend der Darstellung der 2 und 3, eine Querschnittsöffnung derart, dass darin die radiale Gehäuseöffnung 9 des Lüftergehäuses 8 eingesteckt werden kann; ansonsten ist der Rahmen 15 geschlossen. Der Schlauch 27, vorzugsweise ein Folienschlauch aus der Gruppe der Kunststoffe, beispielsweise PE, PTFE, PUR, besitzt an seinem anderen Ende eine Schlauchöffnung 28, die durch einen stabilen Flanschring 29 begrenzt ist. Dieser stabile Flanschring 29 ist aus Kunststoff gebildet, beispielsweise aus Polypropylen (PP) oder aus Polyamid (PA; PA6; PA6.6). In einer weiteren Ausgestaltungsform ist der stabile Flanschring 29 zusätzlich mit einem dichtenden Material versehen. Weiterhin ist es möglich, den Flanschring 29 aus einem flexiblen Kunststoffmaterial herzustellen, wie beispielsweise TPE oder EPDM. In einer weiteren Ausgestaltungsform ist es möglich, den stabilen Flanschring 29 aus einem Verbund aus TPE oder EPDM und PP oder PA oder PA6 oder PA6.6 herzustellen. Verbunden wird der Schlauch 27 mit dem Flanschring 29 mittels Klebstoff, Klemmung, Verpressung, Schweißung oder Rastung. Die Art und Weise dieser Verbindung ist aus den Figuren nicht ersichtlich.
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Die Lüfteranordnung, wie sie detailliert in den 6A bis 6C zu sehen ist, bietet eine große Freiheit bei ihrer Positionierung innerhalb des Sitzgestells. Aufgrund des flexiblen Schlauchs 27, der in seiner Länge und Form den jeweiligen Anforderungen an die Sitzstruktur und den konstruktiven Gegebenheiten der Sitzstruktur angepasst werden kann, kann die Lüfteranordnung mittels des Halteteils, in das ein üblicher Radiallüfter mit seinem Lüftergehäuse nur eingeklemmt werden muss, an beliebigen Stellen der Rahmenstruktur oder der Polstertragestruktur angeordnet werden, und die Luft kann mit dem Schlauch 27 zu den gewünschten Bereichen der Sitzpolsterstruktur zugeführt werden, indem dort der Schlauch mit den Flanschringen 29 befestigt wird. In den 4 und 5 ist als bevorzugtes Beispiel eine Rückenlehne ( 4) mit einer Polstertragestruktur (in 5 von der Rückenlehne gelöst dargestellt) gezeigt. Das Halteteil 6 mit dem Lüfter ist in einem Eckbereich an die Polstertragestruktur 5 mit mindestens einem entsprechenden Verbindungselement 23, wie solche, die beispielsweise in 6B zu sehen sind, verbunden. Von diesem Eckbereich aus wird die Luft über den Schlauch 27 zu etwa der Mitte der Rückenlehne geführt. Durch diesen Ort der Positionierung des Lüftergehäuses 8 mit Radiallüfter 7 wird der maßgebliche Lehnenbereich nicht durch die massive Struktur der Lüfteranordnung beeinträchtigt.
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In den 8A und 8B ist eine Lüfteranordnung gezeigt, die in ihrem Grundaufbau derjenigen der 3A und 3B entspricht. Zusätzlich ist, gegenüber der Ausführungsform der 3A und 3B, an das Halteteil 6 bzw. an den Endkanal 22, der Teil des Halteteils 6 ist, eine Trägerplatte 30 angeformt, die als sensorisches Funktionsteil einsetzbar ist. Die Trägerplatte 30 mit dem sensorischen Funktionsteil ist in 8B in Richtung der Fahrzeugsitz-Längsrichtung ausgerichtet. Ebenso ist es denkbar, dass die Trägerplatte 30 mit dem entsprechenden sensorischen Funktionsteil in Fahrzeugsitz-Querrichtung ausgerichtet ist. In 8B ist als bevorzugtes Beispiel auf dieser Trägerplatte 30 ein Sitzbelegungssensor 31 aufgenommen, der als Beispiel drei Sensorfelder 32 umfasst. Wenn eine solche Anordnung zwischen Polstertragestruktur und einer dem Insassen abgewandten Seite des Polsterkerns positioniert wird, wie dies in 1 gezeigt ist, erstreckt sich diese Trägerplatte 30 in den hinteren Bereich der Sitzfläche, d. h. in den Bereich, an den eine Rückenlehne ansetzt. Auf diese Art und Weise wird das Halteteil 6 nicht nur zur Aufnahme des Lüfters 7 mit Lüftergehäuse 8 verwendet, sondern dient gleichzeitig als Träger für ein sensorisches Funktionsteil, wie beispielsweise Sitzbelegungssensoren 31.
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Schließlich zeigt die 7 eine weitere Ausführungsform, die ein Halteteil 6 mit einem an die rahmenförmige Aufnahme 15 angebrachten flexiblen Schlauch 27 einsetzt. Der Schlauch 27 besitzt, im Gegensatz zu der Ausführungsform der 6A bis 6C, zwei Schlauchöffnungen 28, die jeweils mit einem Flanschring 29 eingefasst sind. Die Anordnung der Schlauchöffnungen 28 kann, wie in 7 gezeigt ist, übereinander (senkrecht) angeordnet sein. Auch sind weitere Anordnungen der Schlauchöffnungen denkbar, wie beispielsweise eine waagrechte oder schräg versetzte Anordnung. Letztendlich ist die Position bzw. Anordnung der Schlauchöffnungen 28 von den jeweiligen Gegebenheiten und dem möglichen Verbauraum des Sitzgestells abhängig. Der Schlauch 27 wird mit den Flanschringen 29 an entsprechenden Öffnungen 34 in der Polstertragestruktur 3 befestigt; diese Öffnungen 34 in der Polstertragestruktur 3 sind wiederum nicht näher dargestellten Öffnungen in der Rahmenstruktur 1 und Sitzpolster-Formkörper 4 zugeordnet.
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Das Halteteil 6, in dem das Lüftergehäuse 8 klemmend gehalten ist, wird an Teilen der Rahmenstruktur 1 mittels Befestigungselementen 33 befestigt.
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Das Halteteil 6, aber auch der Kanal 21 sowie der Endkanal 22, werden vorzugsweise aus einem steifen Material, beispielsweise Kunststoff, Metall oder einem Verbundmaterial, aufgebaut. Es kann jedoch auch aus einem halbflexiblen Material, z.B. einem PUR-Formteil, oder aus einem flexiblen Material, z.B. TPE, EPDM, aufgebaut sein. Besonders bevorzugt sind Materialien aus der Gruppe der Polymere, wie beispielsweise PA; PA6; PA6.6; PP; PP mit einem Anteil an Glasfaser, vorzugsweise als Spritzgussteile hergestellt.