[go: up one dir, main page]

DE102011107001B4 - Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug - Google Patents

Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug Download PDF

Info

Publication number
DE102011107001B4
DE102011107001B4 DE201110107001 DE102011107001A DE102011107001B4 DE 102011107001 B4 DE102011107001 B4 DE 102011107001B4 DE 201110107001 DE201110107001 DE 201110107001 DE 102011107001 A DE102011107001 A DE 102011107001A DE 102011107001 B4 DE102011107001 B4 DE 102011107001B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicle
abutment
foldable
closed
crossbeam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE201110107001
Other languages
English (en)
Other versions
DE102011107001A1 (de
Inventor
Mario Wachs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Audi AG
Original Assignee
Audi AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Audi AG filed Critical Audi AG
Priority to DE201110107001 priority Critical patent/DE102011107001B4/de
Publication of DE102011107001A1 publication Critical patent/DE102011107001A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102011107001B4 publication Critical patent/DE102011107001B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Images

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • B60R21/13Roll-over protection
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60JWINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
    • B60J7/00Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs
    • B60J7/08Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position
    • B60J7/12Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of non-sliding type, i.e. movable or removable roofs or panels, e.g. let-down tops or roofs capable of being easily detached or of assuming a collapsed or inoperative position foldable; Tensioning mechanisms therefor, e.g. struts
    • B60J7/1226Soft tops for convertible vehicles
    • B60J7/1234Soft tops for convertible vehicles characterised by arches, e.g. shape or material
    • B60J7/1243Intermediate bows
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • B60R21/13Roll-over protection
    • B60R2021/132Roll bars for convertible vehicles
    • B60R2021/134Roll bars for convertible vehicles movable from a retracted to a protection position

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein faltbares Verdeck für ein insbesondere zweisitziges Cabriolet-Fahrzeug, mit einem Verdeckgestell (21), das einen Verdeckstoff (23) in Form spannt, und einem Querspriegel (48), der nach dem Überführen in eine geschlossene Verdeckposition auf einem karosserieseitigen Widerlager (52), insbesondere ein Überrollbügel oder ein karosserieseitiger Dom, positionierbar ist. Erfindungsgemäß weist zur Positionierung des Querspriegels (48) in der geschlossenen Verdeckposition das karosserieseitige Widerlager (52) eine zur Fahrzeug-Heckseite (3) gewandte Anschlagflanke (53) auf, gegen die der Querspriegel (48) mittels einer zur Fahrzeugfront gerichteten Spannkraft (FS) gedrückt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein faltbares Verdeck für ein insbesondere zweisitziges Cabriolet-Fahrzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
  • Bekannte Faltverdecke weisen einen äußeren Verdeckstoff sowie als Unterstruktur ein Verdeckgestell auf, das den Verdeckstoff in Form spannt. Das über Verdecklager am Fahrzeugaufbau anscharnierte Verdeckgestell kann unter anderem einen Frontspriegel, der bei geschlossenem Verdeck am oberen Windlauf einer Windschutzscheibe des Fahrzeuges verriegelt ist, und einen Eckspriegel aufweisen, der im B-Säulenbereich des Fahrzeuges den Verdeckstoff quer nach außen drückt, um eine harmonische Formgebung des geschlossenen Verdeckes zu erzielen.
  • Ein derartiges Faltverdeck ist aus der DE 10 2006 042 290 A1 bekannt. Dessen Verdeckgestell ist über ein Verdecklager an der Karosserie des Cabriolet-Fahrzeuges schwenkbar abgestützt. Der Eckspriegel des Faltverdeckes weist an seinen beiden äußeren Bereichen jeweils eine Anbindungsgeometrie für Steuerlenker auf, die wiederum am Verdecklager angelenkt sind. Insgesamt ist daher im Bereich des Verdeckhauptlagers eine komplexe, bauteilaufwändige sowie gewichtsintensive Gelenkanbindung des Eckspriegels vorzusehen, mit der eine Bewegungskopplung des Eckspriegels mit den weiteren Bauteilen des Verdeckgestelles gewährleistet ist.
  • Aus der weiteren DE 10 2009 035 043 A1 ist eine Dachstruktur für ein Cabriolet-Fahrzeug bekannt, bei der das Verdeck manuell auf das Cabriolet-Fahrzeug aufgesteckt werden kann. Das Verdeck weist hierzu einen Eckspriegel auf, dessen seitliche Schenkel in Ausnehmungen im Bereich der B-Säulen des Cabriolet-Fahrzeuges einsteckbar sind. Bei dieser Dachstruktur erstreckt sich der Eckspriegel quer zur Fahrzeuglängsrichtung benachbart zum Überrollbügel des Fahrzeuges.
  • Aus der weiteren DE 102 59 482 A1 ist eine Ausführung für ein Faltverdeck bekannt, bei der ein heckseitiger Eckspriegel des Faltverdecks in der Fahrzeugquerrichtung außen angeordnete, nach unten gerichtete Schwenkarme aufweist. Die Schwenkarme sind über Gelenkverbindungen an Verdecklenkern drehbar angebunden und können unter Aufbau einer Spannkraft relativ zu den Verdecklenkern bewegt werden. Zudem weisen die Schwenkarme einen Anschlag und die Verdecklenker einen Gegenanschlag auf, wodurch die Drehbewegung des Eckspriegels relativ zu den Verdecklenkern begrenzt wird.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein faltbares Verdeck für ein insbesondere zweisitziges Cabriolet-Fahrzeug bereitzustellen, das technisch einfach sowie bauteilreduziert und/oder gewichtsreduziert aufgebaut ist.
  • Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
  • Die Erfindung beruht auf dem Sachverhalt, dass eine Gelenkanbindung des Querspriegels bzw. Eckspriegels am Verdeckgestell oder unmittelbar an der Fahrzeugkarosserie ein komplexe sowie bauteilaufwändige und damit gewichtsintensive Anbindungsgeometrie erforderlich macht. Vor diesem Hintergrund wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 auf eine solche gewichtsintensive Gelenkanbindung des Eckspriegels verzichtet und wird anstelle dessen der Eckspriegel bei geschlossener Verdeckposition unmittelbar auf den Überrollbügel des Fahrzeuges abgestützt. Um dabei eine lagerichtige Positionierung des Querspriegels zu gewährleisten, weist der Überrollbügel eine zur Fahrzeug-Heckseite gewandte Anschlagflanke auf, gegen die der Eckspriegel mit einer zur Fahrzeugfront gerichteten Spannkraft gedrückt ist. Der Eckspriegel ist somit bei geschlossenem Verdeck dauerhaft gegen den Überrollbügel vorgespannt, wodurch dieser in seiner Position fixiert ist. Anstelle des Überrollbügels kann auch jegliches andere karosserieseitige Widerlager als Abstützbasis für den Querspriegel dienen, beispielsweise ein karosserieseitiger Dom, der speziell zur Abstützung des Querspriegels vorgesehen ist.
  • Die oben erwähnte Spannkraft kann beim Schließen des Verdeckes aufgebaut werden. Hierzu wird beispielhaft der Frontspriegel des Verdeckes unter Aufbau der Spannkraft im Verdeckstoff am oberen Windlauf der Windschutzscheibe verriegelt. Um eine Kraftübertragung zum Querspriegel zu ermöglichen, kann dieser bevorzugt kraftübertragend am Verdeckstoff befestigt sein, insbesondere durch Verkleben oder durch Vernähen, wodurch der Querspriegel fest in einer Stofftasche des Verdeckstoffes einbindbar ist.
  • Bevorzugt ist es, wenn das Verdeckgestell über ein Verdeckhauptlager karosserieseitig anscharniert ist. Durch eine Schwenkbewegung kann das Verdeck zwischen der geschlossenen Verdeckposition in eine offene Verdeckposition verstellt werden, in der das Verdeck in einem heckseitigen Verdeckkasten abgelegt sein kann. Bevorzugt ist es, wenn der Querspriegel kinematisch entkoppelt vom Verdeckgestell und/oder vom Verdeckhauptlager ist, das heißt über einen freien Abstand von den Verdeckhauptlagern beabstandet ist. Da somit der Querspriegel keine Anbindungsgeometrie für Steuerlenker oder dergleichen benötigt, kann dieser geometrisch einfach durchgängig ein konstantes Profil aufweisen. Beispielsweise kann der Querspriegel ein U-förmig gebogenes Rohr sein, das mit einem Mittelabschnitt zwei nebeneinander angeordnete Überrollbügel in der Fahrzeugquerrichtung überbrückt. Der Mittelabschnitt des Querspriegels kann in der Fahrzeugquerrichtung mit seitlich nach unten abgebogenen Seitenschenkeln verlängert sein, die vom Verdeckstoff überspannt sind.
  • Die oben erwähnte Anschlagflanke des karosserieseitigen Widerlagers weist eine insbesondere stufenlose, kontinuierlich schräg nach unten zur Heckseite abfallende Anschlagfläche auf, entlang der der Querspriegel beim Schließen des Verdeckes in Gleitkontakt bringbar ist. Beim Schließen des Verdeckes wird unter Aufbau der Spannkraft im Verdeckstoff der Querspriegel entlang der Anschlagflanke in seine endgültige Position verlagert. In dieser Gleitposition stellt sich ein Kräftegleichgewicht zwischen der nach vorne gerichteten Spannkraft und einer gegenläufigen Verdeckstoffkraft ein, die sich aufgrund der heckseitigen, festen Anbindung des Verdeckstoffes ergibt. Speziell im Bereich des Eckspriegels erfolgt eine Umlenkung des Verdeckstoffes, wodurch sich ein Kräftegleichgewicht zwischen der Spannkraft und der entgegenwirkenden Verdeckstoffkraft ergibt, die in einer Kraftkomponente resultiert, mit der der Querspriegel in feste Anlage gegen die Anschlagflanke des karosserieseitigen Widerlagers gedrückt wird. Um zusätzlich ein Verrutschen des auf der Anschlagflanke abgestützten Querspriegels sicher zu vermeiden, kann der Querspriegel nicht unmittelbar, sondern über eine Zwischenlage, etwa eine Stofflage, auf dem karosserieseitigen Widerlager abgestützt sein. Dadurch kann sowohl die Haftreibung als auch die wirksame Kontaktfläche zwischen den beiden Bauteilen erhöht werden.
  • Sowohl der Überrollbügel als auch der Querspriegel können jeweils ovale Profile aufweisen. In diesem Fall kann der Querspriegel nicht unmittelbar auf dem oberen Scheitelpunkt des Überrollbügels, sondern um einen Längsversatz versetzt hinter einem oberen Scheitelpunkt des karosserieseitigen Widerlagers aufliegen. Der Querspriegel ist dabei so in den Verdeckstoff einzubinden, dass bei geschlossenem Verdeck der Querspriegel den oberen Scheitelpunkt des Überrollbügels nicht überwinden kann.
  • Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften Aus- und/oder Weiterbildungen können – außer zum Beispiel in den Fällen eindeutiger Abhängigkeiten und unvereinbarer Alternativen – einzeln oder aber auch in beliebiger Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
  • Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 in einer Prinzipdarstellung ein Cabriolet-Fahrzeug in einer perspektivischen Ansicht bei geschlossenem Verdeck sowie mit gestrichelter Linie angedeutetem Verdeckstoff; und
  • 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung entlang der Schnittebene I-I aus der 1.
  • In der 1 ist schematisch eine Karosserie für ein Cabriolet-Fahrzeug dargestellt. Die Karosserie weist einen nicht näher gezeigten Frontbereich sowie einen sich an den Frontbereich anschließenden Fahrgastinnenraum und einen Heckbereich 3 auf. Am Übergang zwischen dem Fahrgastinnenraum und dem Heckbereich 3 befindet sich ein angedeutetes Radhaus 5 für die Hinterräder. Zudem weist die Karosserie im Bereich des Fahrgastinnenraums einen Türausschnitt auf, dessen, in der Fahrzeuglängsrichtung x hinteres Ende von der B-Säule 7 begrenzt ist. Das vordere Ende des Türausschnittes ist von der A-Säule 9 begrenzt, die sich nach oben bis in den Bereich der Windschutzscheibe 11 fortsetzt und in einen querverlaufenden, oberen Windlauf 13 der Windschutzscheibe 11 übergeht. Die im Türausschnitt eingesetzte Fahrzeugtür 15 mit dem darin gelagerten Seitenfenster 17 ist lediglich grob angedeutet.
  • Wie aus der 1 hervorgeht, ist der Fahrzeuginnenraum von einem Faltverdeck 19 überspannt, das mit Bezug auf eine Längsmittelebene des Fahrzeugs spiegelbildlich gestaltet ist. Das Faltverdeck 19 weist ein zweiteilig ausgeführtes Verdeckgestell 21 auf, das die Unterstruktur für den äußeren Verdeckstoff 23 bildet, der vom Verdeckgestell 21 in Form gespannt ist. Der Verdeckstoff 23 ist in der 1 lediglich mit gestrichelten Konturlinien angedeutet.
  • Wie aus der 1 weiter hervorgeht, ist das Verdeckgestell 21 durch ein Gestellteil 25 und einen Frontspriegel 27 aufgebaut. Das Gestellteil 25 ist gemäß der 1 ein zu einem U-förmigen Bügel gebogenes Rohr, das einen querverlaufenden Mittelabschnitt 29 aufweist, der seitlich in abgewinkelte Schenkel 30 übergeht. Deren Endstücke 31 sind an seitlichen Verdeckhauptlagern 33 um eine angedeutete Schwenkachse S1 drehbar an der Karosserie gelagert. Die Verdeckhauptlager 33 sind jeweils innerhalb eines nach oben offenen Verdeckkastens 35 angeordnet. Gemäß der 1 und 2 weisen die abgebogenen Seitenschenkel 30 des U-förmigen Bügels 25 jeweils einen Teilabschnitt 37 auf, der oberhalb der Oberkante des Seitenfensters 17 verläuft und teilweise der Kontur der Oberkante des Seitenfensters 17 folgt. Auf diese Weise wird ein bündiger, formschöner Übergang von der Seitenscheibe 17 auf das geschlossene Faltverdeck 19 erzielt. Der querverlaufende Mittelabschnitt 29 des Gestellteils 25 ist gemäß der 1 in Fahrzeuglängsrichtung x nach vorne bombiert, während die Hinterkante 39 des Frontspriegels 27 gegenläufig dazu nach hinten bombiert ist. Der Verdeckstoff 23 ist im Bereich der Hinterkante 39 des Frontspriegels 27 angebunden, so dass die Oberseite des Frontspriegels 27 sichtbar verbleibt.
  • Das Gestellteil 25 ist mittig über zwei voneinander beabstandete Einfachgelenke 43 am vorderen Frontspriegel 27 angelenkt. In gleicher Weise sind auch die in der 1 gezeigten Verdeckhauptlager 33 als gewichtsreduzierte Einfachgelenke ausgeführt, über die die Endstücke 31 des U-förmigen Gestellteils 25 an der Karosserie anscharniert sind.
  • Die beiden Einfachgelenke 43 definieren eine gemeinsame Schwenkachse, um die der Frontspriegel 27 und das U-förmige Gestellteil 25 zueinander verschwenkbar sind. Das Gestellteil 25 ist starr und formsteif ausgeführt und erstreckt sich durchgängig materialeinheitlich sowie einstückig zwischen den beiden Verdeckhauptlagern 33. Bevorzugt kann das Gestellteil 25 aus einem Leichtbau-Werkstoff, insbesondere Carbon, gefertigt sein. Gleiches gilt auch für den Frontspriegel 27, der zum Beispiel ein steifer zweischaliger Profilkörper ist. Dessen, dem Fahrzeug-Innenraum zugewandte Innenfläche sowie dessen obere Außenfläche sind in geschlossener Verdeckposition (1) sichtbar freigelegt. Im heckseitigen Teil des geschlossenen Verdecks 19 ist zwischen dem U-förmigen Gestellteil 25 und der Heckscheibe ein querverlaufender Querspriegel 48 im Verdeckstoff 23 eingenäht. Der Querspriegel 48 weist gemäß der 1 seitlich abgewinkelte Fortsätze 49 auf. Diese sind jedoch ohne direkte Anbindung am U-förmigen Gestellteil 25 und dienen lediglich als zusätzliche Versteifungselemente zur Formgebung des aufgespannten Verdeckstoffes 23. Die Fortsätze 49 des Querspriegels 48 sind dabei gemäß der 1 funktionell unabhängig vom Verdeckgestell 21 sowie vom Verdeckhauptlager 33 und über einen freien Abstand a von den Verdeckhauptlagern beabstandet. Wie in der 1 angedeutet ist, stützt sich der querverlaufende Querspriegel 48 auf den Überrollbügeln 52 ab, um den äußeren Verdeckstoff 23 in Form zu spannen.
  • Das in der 1 den Fahrzeuginnenraum überspannende Verdeck 19 erstreckt sich mit seinem Verdeckstoff 23 bis zum hinteren Öffnungsrand 34 des Verdeckkastens 35. Dort ist der Verdeckstoff 23 an einem in der 1 gestrichelt gezeigten Spannbügel 51 befestigt. Der Spannbügel 51 ist, wie auch der Querspriegel 48, im Verdeckstoff 23 eingenäht und ohne direkte Gelenkanbindung mit der Karosserie oder mit dem Verdeckgestell 21. Zudem ist der Spannbügel 51 aus einem dünnen Rohr gefertigt und, wie auch der Frontspriegel 27 und das U-förmige Gestellteil 25, aus Leichtmetall oder Carbon hergestellt.
  • Anstelle der Gelenkanbindung mit der Karosserie oder mit dem Verdeckgestell 21 ist der Querspriegel 48 kinematisch vollständig entkoppelt vom Verdeckgestell 21 und/oder von den Verdeckhauptlagern 33. Entsprechend ist an den seitlich abgewinkelten Fortsätzen 49 des Querspriegels 48 keinerlei Anbindungsgeometrie für Steuerlenker oder dergleichen erforderlich, sondern kann der Querspriegel 48 ein durchgängig konstantes, etwa ein Rohrprofil aufweisen.
  • Das Verdeck 19 kann durch eine Schwenkbewegung von der in der 1 gezeigten geschlossenen Verdeckposition in eine nicht dargestellte offene Verdeckposition überführt werden, in der das gesamte Verdeck 19 im heckseitigen Verdeckkasten 35 abgelegt ist. Beim Schließen des Verdeckes 19 wird unter Aufbau einer Spannkraft FS (1 und 2) der Frontspriegel 27 mittels nicht gezeigter Verriegelungsorgane am oberen Windlauf 13 der Windschutzscheibe 11 befestigt. Die Spannkraft FS wird über den Verdeckstoff 23 in den, im Verdeckkasten 35 angeordneten Spannbügel 51 eingeleitet, an dem der Verdeckstoff 23 befestigt ist.
  • In der 2 ist in einer Detailansicht der auf den Überrollbügeln 52 abgelegte Querspriegel 48 dargestellt. Demzufolge ist der Querspriegel 48 mittels einer Stofftasche 50, die den Querspriegel 48 umspannt, fest eingenäht. Der Querspriegel 48 liegt daher nicht unmittelbar auf dem Überrollbügel 52 auf, sondern unter Zwischenlage der Stofftasche 50, wodurch die Kontaktfläche sowie die Gleitreibung zwischen dem Überrollbügel 52 und dem Querspriegel 48 erhöht ist. Wesentlich für eine lagerichtige Ablage des Querspriegels 48 ist es, dass dieser nicht unmittelbar am oberen Scheitelpunkt S des Überrollbügels sich abstützt, sondern vielmehr um einen Längsversatz Δx nach hinten an einer schräg nach unten zur Heckseite 3 abfallenden Anschlagflanke 53 des Überrollbügels 52 aufliegt. Beim Schließen des Verdecks 19 kommt daher der Querspriegel 48 unter Zwischenlage der Stofftasche 50 in Gleitkontakt mit dieser Anschlagflanke 53. Der Querspriegel 48 wird dabei in einer Gleitbewegung so lange entlang der Anschlagflanke 53 verlagert, bis sich ein in der 2 dargestelltes Kräftegleichgewicht zwischen der nach vorne wirkenden Spannkraft FS und der entgegenwirkenden Verdeckstoffkraft F einstellt.
  • Da der Verdeckstoff 23 am Querspriegel 48 in Richtung des Verdeckkastens 35 nach unten umgelenkt wird, ergibt sich aus diesem Kräftegleichgewicht eine resultierende Kraftkomponente FK, mit der der Querspriegel 48 gegen die Anschlagflanke 53 des Überrollbügels 52 gedrückt ist. Der Querspriegel 48 ist dabei am Verdeckstoff 23 örtlich derart festgelegt, dass beim Schließen des Verdeckes 19 der sich auf der Anschlagflanke 53 abstützende Querspriegel 48 nicht den oberen Scheitelpunkt S des Überrollbügels 52 überwinden kann. Vielmehr ist der Querspriegel 48 in der 2 lagesicher um einen Höhenversatz Δz unterhalb des oberen Scheitelpunktes S des Überrollbügels 52 in Anlage.

Claims (11)

  1. Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug, mit einem Verdeckgestell (21), das einen Verdeckstoff (23) in Form spannt, und einem Querspriegel (48), der nach dem Überführen in eine geschlossene Verdeckposition auf einem karosserieseitigen Widerlager (52) positionierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionierung des Querspriegels (48) in der geschlossenen Verdeckposition das karosserieseitige Widerlager (52) eine zur Fahrzeug-Heckseite (3) gewandte Anschlagflanke (53) aufweist, gegen die der Querspriegel (48) mittels einer zur Fahrzeugfront gerichteten Spannkraft (FS) gedrückt ist.
  2. Faltbares Verdeck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querspriegel (48) kraftübertragend am Verdeckstoff (23) befestigt ist, insbesondere durch Verkleben oder durch Vernähen.
  3. Faltbares Verdeck nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossener Verdeckposition das Verdeckgestell (21) unter Aufbau der Spannkraft (FS) im Verdeckstoff (23) an einem oberen Windlauf (13) der Windschutzscheibe (11) verriegelt ist.
  4. Faltbares Verdeck nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdeckgestell (21) über Verdeckhauptlager (33) karosserieseitig anscharniert ist, und/oder durch eine Schwenkbewegung zwischen der geschlossenen Verdeckposition und einer offenen Verdeckposition, in der das Verdeck (19) in einem heckseitigen Verdeckkasten (35) abgelegt ist, verstellbar ist.
  5. Faltbares Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querspriegel (48) kinematisch entkoppelt vom Verdeckgestell (21) und/oder vom Verdeckhauptlager (33) ist, und dass insbesondere der Querspriegel (48) über einen freien Abstand (a) von den Verdeckhauptlagern (33) beabstandet ist.
  6. Faltbares Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagflanke (53) des karosserieseitigen Widerlagers (52) eine insbesondere stufenlose, schräg nach unten zur Heckseite (3) abfallende Anschlagfläche aufweist, mit der der Querspriegel (48) in Gleitkontakt bringbar ist.
  7. Faltbares Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querspriegel (48) über eine Zwischenlage (50), insbesondere einen Verdeckstoff, auf dem karosserieseitigen Widerlager (52) abgestützt ist.
  8. Faltbares Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das karosserieseitige Widerlager (52) zwei in Fahrzeugquerrichtung (y) nebeneinander angeordnete Überrollbügel aufweist, die von einem Mittelabschnitt des Querspriegels (48) überbrückt sind.
  9. Faltbares Verdeck nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Querspriegel (48) in der Fahrzeugquerrichtung (y) mit vom Mittelabschnitt abgewinkelte Seitenschenkeln (49) verlängert ist.
  10. Faltbares Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossener Verdeckposition der Querspriegel (48) mit einer Kraftkomponente (FK) gegen die Anschlagflanke (53) des karosserieseitigen Widerlagers (52) drückt, die aus einem Kräftegleichgewicht zwischen der Spannkraft (FS) und einer entgegenwirkenden Verdeckstoffkraft (FV) resultiert.
  11. Faltbares Verdeck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querspriegel (48) um einen Längsversatz (Δx) versetzt hinter einem oberen Scheitelpunkt (S) des karosserieseitigen Widerlagers (52) aufliegt.
DE201110107001 2011-07-09 2011-07-09 Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug Expired - Fee Related DE102011107001B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE201110107001 DE102011107001B4 (de) 2011-07-09 2011-07-09 Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE201110107001 DE102011107001B4 (de) 2011-07-09 2011-07-09 Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102011107001A1 DE102011107001A1 (de) 2013-01-10
DE102011107001B4 true DE102011107001B4 (de) 2013-04-25

Family

ID=47426633

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE201110107001 Expired - Fee Related DE102011107001B4 (de) 2011-07-09 2011-07-09 Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102011107001B4 (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10259482A1 (de) * 2002-12-19 2004-07-01 Bayerische Motoren Werke Ag Eckspriegel für ein Fahrzeug mit Faltverdeck
DE102006042290A1 (de) * 2006-09-08 2008-03-27 Dr.Ing.H.C. F. Porsche Ag Verdeck mit einem Spannbügel für ein Cabriolet
DE102009035043A1 (de) * 2009-07-28 2011-02-03 Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft Dachstruktur für ein Cabrioletfahrzeug

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10259482A1 (de) * 2002-12-19 2004-07-01 Bayerische Motoren Werke Ag Eckspriegel für ein Fahrzeug mit Faltverdeck
DE102006042290A1 (de) * 2006-09-08 2008-03-27 Dr.Ing.H.C. F. Porsche Ag Verdeck mit einem Spannbügel für ein Cabriolet
DE102009035043A1 (de) * 2009-07-28 2011-02-03 Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft Dachstruktur für ein Cabrioletfahrzeug

Also Published As

Publication number Publication date
DE102011107001A1 (de) 2013-01-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4038074C1 (en) Roof for cabriolet vehicle - has roof pivoting on two support link rods hinged on lateral supports
EP1737689B1 (de) Faltverdeck für ein cabriolet-fahrzeug sowie cabriolet-fahrzeug mit einem faltverdeck
EP0921023B1 (de) Faltverdeck für ein Fahrzeug, insbesondere Personenkraftwagen
DE3201895A1 (de) Faltverdeck fuer ein kraftfahrzeug, insbesondere personenkraftwagen
DE19911541B4 (de) Faltverdeck für einen Kraftwagen
DE102004055991B3 (de) Verstellbares Fahrzeugdach mit einem Stoffverdeck
DE19838734B4 (de) Hintersitzanordnung für ein Kraftfahrzeug
DE102006052852A1 (de) Konvertierbare Fahrzeugkarosserie
DE10326981A1 (de) Fahrzeug, das von einem Pick-up in ein Cabrio umwandelbar ist
DE19646035C2 (de) Faltverdeck für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Geländewagen
DE102011107001B4 (de) Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug
DE102012106970B4 (de) Kraftfahrzeug mit einem ablegbaren Verdeck
DE102005051647B3 (de) Hardtop-Fahrzeugdach mit mindestens zwei starren Dachteilen
DE29617882U1 (de) Cabriolet-Fahrzeug
DE19749552C2 (de) Cabriolet-Fahrzeug
EP2036753B1 (de) Ablegbare Dachanordnung für ein Cabriolet
EP0413099B1 (de) Bausatz für die Umrüstung einer Kraftfahrzeug-Limousine in ein Kabriolett
DE102011102508B4 (de) Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug
DE102007010159B4 (de) Kraftfahrzeugsitz
DE19726577A1 (de) Flexible, insbesondere textile Abdeckung für den Verdeckkasten eines Cabriolets
DE102013108730B4 (de) Cabrioletheckscheibe mit Stützhebel
DE10331848A1 (de) Kraftfahrzeugkarosserie mit Faltdach
DE102011107002B4 (de) Faltbares Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug
EP2468546A2 (de) Faltverdeck eines Fahrzeugs
DE102010045709B4 (de) Cabriolet-Fahrzeug mit einem Faltverdeck und Faltverdeck dazu

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed
R409 Internal rectification of the legal status completed
R409 Internal rectification of the legal status completed
R016 Response to examination communication
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final

Effective date: 20130726

R084 Declaration of willingness to licence
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee