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Die Erfindung betrifft eine Selbstbedienungsvorrichtung für Warenpackungen, zum Beispiel zur Anordnung im Bereich von Kassenanlagen in Supermärkten o. dgl. Verkaufsräumen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Selbstbedienungsvorrichtung und damit die Ausgabeeinheit ist unterhalb, innerhalb aber auch außerhalb eines Kassentisches positionierbar.
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Derartige Selbstbedienungsvorrichtungen sind seit langem bekannt, wobei gemäß
EP 0 311 603 B1 eine Abgabevorrichtung gezeigt ist, bei der ein oberhalb eines Kassentisches befindlicher Sammelbehälter über einen in den Nahbereich einer Kasse verlagerbaren Förderschacht ausgewählte Waren unter Schwerkraftwirkung aus den oben liegenden Behältern ableitet.
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Bei einer Lösung gemäß G 92 15 895.1 wird eine als Zigarettenträger vorgesehene Selbstbedienungsvorrichtung im Nahbereich der Kassenzone so angeordnet, dass die Kassiererin den Entnahmevorgang kontrollieren kann. Eine Erweiterung dieses Systems ist in
EP 0 599 164 B1 vorgesehen, wobei die Warenpackungen aus dem Bereich einer Unter-Flur-Aufbewahrung zu dem oben liegenden Kassentisch der Kassenanlage gefördert werden. Die als Zigarettenträger bezeichnete Ausgabevorrichtung weist eine Wahltastatur auf, mittels der die in jeweiligen Schächten befindlichen Warenpackungen ausgewählt werden. Aus diesen in einer Untertisch-Ausführung angeordneten Vorratsschächten werden über eine Fördereinrichtung die ausgewählten Warenpackungen auf das oben liegende Laufband der Kassenanlage verlagert.
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Auch bei einer Selbstbedienungsvorrichtung gemäß
DE 10 2006 024 887.2 werden die Warenpackungen ausgehend von einer unterhalb des Kassentisches befindlichen Bevorratung mittels einer mehrere Förderteile aufweisenden Ausgabeeinheit in den Bereich der Kassenanlage verlagert.
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Bei einer Vorrichtung zur Ausgabe von Zigarettenschachteln gemäß
DE 196 04 561 A1 werden unter dem Kassen-Förderband jeweilige Vorratsbehälter so angeordnet, dass aus diesen bzw. deren Vorratsschächten entnommene Warenpackungen auf ein unteres, horizontales Förderband gelangen, von diesem aus mittels einer Liftanlage bis oberhalb des Kassenförderbandes zuführbar sind und dann ausgeworfen werden. Die Liftanlage ist dabei mit einem oberseitige Stege aufweisenden Förderband versehen, so dass diese stabilen Stege die Warenpackungen übernehmen und vertikal verlagern können.
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Es hat sich gezeigt, dass die in den vorbeschriebenen Ausgabeeinheiten befindlichen Fördersysteme – mit der unter den Warengefachen befindlichen horizontalen Fördereinrichtung – durch eine jeweilige stirnseitige Übergabe der Warenpackungen in ihrer Anwendungs- und Steuerungsvielfalt nachteilig eingeschränkt sind.
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Die Erfindung befasst sich mit dem Problem, eine Selbstbedienungsvorrichtung zur Ausgabe von Warenpackungen im Bereich einer Kassenanlage, eines Kassentisches o. dgl. Ausgabeanlagen zu schaffen, deren Ausgabeeinheit mit geringem Aufwand auf engem Raum eine verbesserte Auswahl, Sortierung sowie Verteilung zu fördernder Warenpackungen ermöglicht und dabei das im Bereich des vertikalen Förderschachtes vorgesehene Mitnahmesystem mit einer variabel an die Warenpackungen anpassbaren Steuerung zusammenwirkt.
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Die Erfindung löst dieses Problem mit einer Selbstbedienungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 18.
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Die Selbstbedienungsvorrichtung ist im Bereich ihrer die ausgewählten Warenpackungen übernehmenden Ausgabeeinheit so aufgebaut, dass der zumindest eine Vertikalförderer mit einem umlaufenden Förderband versehen ist. Von diesem werden mit einer Fördereinrichtung horizontal verlagerte Warenpackungen von jeweiligen Mitnehmern im Bereich einer optimierten Übergabezone so übernommen, dass eine störungsfreie Einzelteil-Erfassung und vertikale Umlenkung möglich ist.
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Dazu sind die Mitnehmer konstruktiv so gestaltet, dass eine Anpassung an variierende Mitnahmestellungen der horizontal in die Übergabezone verlagerten und hier zu übernehmenden Warenpackungen möglich ist und diese stau- und beschädigungsfrei aus einer horizontalen Förderrichtung in eine vertikale Förderrichtung übernommen bzw. umgelenkt werden.
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Es hat sich gezeigt, dass entsprechend der horizontalen Vorschubgeschwindigkeit des Förderers, der Größe und/oder des Gewichts der Warenpackungen im Bereich der bogenförmig verlaufenden Übergabezone die jeweils erreichten Mitnahmestellungen variieren können. Als Folge davon können die bisher bekannten ”starren” Mitnehmer (
DE 196 04 561 A1 ) bei deren Bewegung entlang der Übergabezone in eine ungünstige Auflagestellung auf der Warenpackung gelangen und eine ”Klemmsituation” erzeugen, derart, dass als Folge Beschädigungen an den Warenpackungen auftreten können und/oder ein ungewolltes Stopp-Signal an der Ausgabeeinrichtung auszulösen ist, um denkbare Beschädigungen der Förderer zu verhindern.
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Die erfindungsgemäße Ausführung einer zumindest einen Vertikalförderer mit variabel anpassbaren Mitnehmern aufweisenden Ausgabeeinheit sieht vor, dass nunmehr im Bereich deren bodenseitiger horizontaler Fördereinrichtung eine im wesentlichen quer zu deren Förderrichtung verlaufende Umlenkung, Übernahme und/oder Übergabe von Warenpackungen möglich ist. Diese Querförderung kann an Stelle des an sich bekannten stirnseitigen Vertikalförderers vorgesehen sein. Ebenso ist denkbar, den stirnseitigen Vertikalförderer und zumindest einen in Förderrichtung vorgelagerten, quer verlaufenden Vertikalförderer zu kombinieren.
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Vorteilhaft ist vorgesehen, dass mit der Querförderung eine Abstreifrichtung definiert wird, die wahlweise nach der einen oder der anderen Längsseite der Fördereinrichtung erfolgen kann, wobei eine variable Umschaltung von Übernahmerichtungen denkbar ist. Für den Fall, dass mehrere Vertikalförderer in das System integriert sind, ist denkbar, dass die Abstreifrichtungen durch mehrere gleich gerichtete Vertikalförderer nach einer Längsseite der Fördereinrichtung verlaufen. Ebenso ist eine Steuerung möglich, mit der die Abstreifrichtungen wahlweise geändert werden.
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Mit einer programmierbaren oder sensorisch beeinflussbaren Steuerung des Systems kann durch diese Querförderung der Warenpackungen mit geringem Aufwand eine variable Vielfalt von Ausgabe-, Speicher- und/oder Sortierfunktionen realisiert werden, so dass der Einsatzbereich dieser Selbstbedienungsvorrichtung mit dem zumindest einen innen liegenden Querförderer vorteilhaft erweitert ist.
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Zur Durchführung der vorbeschriebenen Querförderung wird mit vergleichsweise geringem technischem Aufwand ein umlaufendes Förderband bekannter Art eingesetzt, an dem jeweilige die Warenpackungen erfassende Mitnehmer vorgesehen sind. Zur Realisierung des Abstreifvorgangs sind die Mitnehmer so ausgerichtet, dass eine zumindest bereichsweise oberhalb der Fördereinrichtung befindliche Übergabezone definiert wird, in der die Warenpackungen übernommen und vertikal umgelenkt werden. Entsprechend der vorgesehenen Steuerung des Vertikalförderers kann das Förderband auch mit mehreren, jeweilige Aufnahmeräume gleicher oder unterschiedlicher Größe bildenden Mitnehmern versehen sein, so dass unterschiedlichste Größen von Warenpackungen jeweils optimal erfassbar sind.
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Für diesen Übernahmevorgang ist die konstruktive Gestaltung des vertikalen Förderbandes so optimiert, dass an diesem an variierende Mitnahmestellungen von zu übernehmenden Warenpackungen anpassbare Mitnehmer aus biegeelastischem Material vorgesehen sind. Als optimal hat sich dabei die Ausbildung der Mitnehmer in Form von Bürstenstegen herausgestellt, die eine entsprechend dem Gewicht der Ware erfolgende Biegeverlagerung ermöglichen und im Falle einer Klemmsituation auch über die Warenpackungen ”hinweggleiten” können.
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Eine verbesserte Steuerungsmöglichkeit der Selbstbedienungsvorrichtung – mit Blick auf eine Vielzahl von in den Vorratsgefachen befindlichen Warenpackungen – wird dadurch erreicht, dass im Bereich der zumindest einen horizontalen Fördereinrichtung mehrere jeweils zumindest je eine quer verlaufende Abstreifrichtung definierende Förderbänder angeordnet werden. Damit wird oberhalb der Fördereinrichtung eine Reihe von in definierten Abständen positionierbaren Übergabezonen gebildet, wobei diese vorgebbaren oder messtechnisch erfassbaren Positionen durch eine entsprechende Steuerung auf eine vorgesehene Warenübernahme einstellbar sind. Damit wird ein integriertes Verteilsystem definiert, mit dem variable Sammel- und Sortieraufgaben mit geringem Aufwand lösbar sind.
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Vorteilhaft ist das Konzept so realisiert, dass die Förderbänder in Förderrichtung gleichmäßig beabstandet sind und damit ein Raster von Übergabezonen bereitgestellt wird, so dass die aus diesen hochgeförderten Warenpackungen vom Ausgang des Vertikalförderers definiert zugeordnet, weitergeleitet oder verteilt werden können. Ebenso ist denkbar, dass die Abstände der Förderbänder – beispielsweise zur Anpassung an die Warengröße – variable Maße aufweisen, damit eine definierte Förderung von Kleinteilen und größeren Warenpackungen möglich wird und diese in entsprechend dimensionierte vertikale Förderer übernehmbar sind.
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Vorteilhaft ist vorgesehen, dass zumindest eines der Förderbänder oberhalb der gemeinsamen Fördereinrichtung in vorgebbare Wirkpositionen verschiebbar gehalten ist. Außerdem ist denkbar, die Förderbänder und/oder deren Mitnehmer höhenverstellbar auszubilden und so eine zusätzliche Anpassung an die Größe der zugeführten Warenpackungen zu ermöglichen.
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Eine weitere Variationsmöglichkeit für programmierbare Zuführ- und Verlagerungsschritte ist dadurch erreicht, dass die Förderbänder sowohl jeweils in gleicher Richtung umlaufende Mitnehmer aufweisen können als auch über entsprechend steuerbare Motoren eine freie Auswahl der Drehrichtungen denkbar ist. Ebenso ist vorgesehen, dass dabei durch Umschalten der Drehrichtung eine weitere Variation der Ausgabe erreicht wird.
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Die Effizienz der vorbeschriebenen Steuerungsmöglichkeiten wird noch dadurch verbessert, dass zumindest im Nahbereich der Fördereinrichtung bzw. der jeweiligen Übergabezone die jeweiligen Förderpositionen der Mitnehmer mittels eines Sensors erfassbar sind. Damit ist eine jeweilige an die Warenpackungen angepasste Einstellung des Systems möglich, und mit geringem Aufwand können entsprechende Start-Stopp-Signale in das Steuerprogramm integriert werden.
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Dazu kann vorgesehen sein, dass oberhalb der horizontalen Fördereinrichtung eine jeweilige Förderposition der auswählbaren Mitnehmer in Abhängigkeit von einer zugeführten Warenpackung eingestellt wird, nämlich derart, dass auf der Fördereinrichtung zugeführte Warenpackungen wahlweise in einer Warteposition platziert, vom Förderband übernommen oder zu einem zusätzlichen Ausgang hin – beispielsweise dem stirnseitigen Ende der Fördereinrichtung – weitergeleitet werden.
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Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Wirkungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung näher veranschaulicht ist. In der Zeichnung zeigen:
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1 eine teileweise geschnittene Perspektivdarstellung einer ausgewählte Waren ausfördernden Selbstbedienungsvorrichtung,
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2 eine Draufsicht auf die Selbstbedienungsvorrichtung gemäß 1,
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3 eine Stirnansicht der Selbstbedienungsvorrichtung gemäß 1,
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4 eine Seitenansicht der Selbstbedienungsvorrichtung gemäß 1,
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5 eine vergrößerte Einzeldarstellung der Selbstbedienungsvorrichtung im Bereich einer horizontalen Fördereinheit und eines Vertikalförderers,
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6 eine Stirnansicht auf die Teile gemäß 5,
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7 eine Ausschnittsdarstellung ähnlich 5 mit mehreren Vertikalförderern im Bereich der einen horizontalen Fördereinrichtung, und
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8 eine Seitenansicht des Systems gemäß 7.
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In
1 ist eine insgesamt mit
1 bezeichnete Selbstbedienungsvorrichtung im Bereich einer nicht näher dargestellten Kassenanlage in Supermärkten o. dgl. Verkaufsräumen gezeigt. Derartige Selbstbedienungsvorrichtungen
1 (
DE 10 2005 024 887 ) sind mit einer Vorratseinheit
2 versehen, die als Schachtmodule o. dgl. ausgebildete Gefache
3 zur Bevorratung mit jeweiligen Warenpackungen P aufweist. Diese insbesondere in Form von Zigaretten- oder Tabakpackungen vorgesehenen Warenpackungen P können über ein nicht näher dargestelltes Wählgerät aus den Gefachen
3 heraus ausgewählt werden, so dass danach die Warenpackung P aus einer unterhalb eines Abfördertisches
4 befindlichen Lage mittels zumindest einer Ausgabeeinheit
5 in den Bereich des Kunden, des Kassierers o. dgl. zuführbar sind.
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Diese Ausgabeeinheit 5 weist unterhalb der als jeweilige Schachtmodule ausgebildeten Vorratsgefache 3 zumindest eine eine horizontale Förderrichtung A definierende Fördereinrichtung 6 auf, die mit zumindest einem Vertikalförderer 7 zusammenwirkt. Ausgehend von einer derartigen horizontalen Fördereinrichtung 6 ist bekannt, dass diese zumindest einenends zum Vertikalförderer 7 hin eine im wesentlichen bogenförmig verlaufende Übergabezone Z für die Warenpackungen P definiert (ähnlich: 5).
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Das erfindungsgemäße Konzept der in die Selbstbedienungsvorrichtung 1 integrierten Ausgabeeinheit 5 sieht vor, dass bei dieser – ausgehend von der zumindest einen Fördereinrichtung 6 – die Warenpackungen P nunmehr in zumindest einer im wesentlichen quer zur Förderrichtung A verlaufenden Abstreifrichtung A' (3) verlagerbar sind. Dies kann mit dem einen dargestellten Vertikalförderer 7 an weitgehend variablen Positionen im Bereich der Fördereinrichtung 6 realisiert werden. Ebenso ist die Konstruktion mit einem zweiten stirnseitigen Förderer (nicht dargestellt) denkbar, der die Warenpackungen P in Richtung A übernehmen kann.
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Mit der erfindungsgemäßen Querförderung der Warenpackungen P ist für diese Selbstbedienungsvorrichtung 1 eine erhöhte Vielfalt von Fördersituationen realisierbar, wobei die Warenpackungen P (wie üblicherweise vorgesehen) nicht unmittelbar nach der Querförderung von einem Vertikalförderer 7 übernommen werden müssen. Vielmehr ist denkbar, dass durch die Querförderung die Ware auch in eine Warteposition verlagert werden kann oder über einen entsprechenden ”Umweg” (Fördereinrichtungen 6, 6' in 1) die Sammlung unterschiedlicher Warenpackungen P aus den Gefachen 3 in einer kundengerechten Zusammenstellung erfolgt und erst danach über einen Vertikalförderer 7 die Hochförderung in die Lage gemäß 1 erfolgt.
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Das damit erreichte und durch entsprechende Steuerprogramme variabel einsetzbare Verteilsystem wird noch dadurch erweitert, dass die Warenpackungen P wahlweise zur linken oder zur rechten Seite von der Fördereinrichtung 6 abförderbar bzw. abstreifbar sind (Pfeil A' bzw. A'', 3). Auch damit ist eine prinzipielle Erweiterung des in 1 dargestellten Systems möglich, wobei durch wahlweise Verlagerungsrichtungen auch modulare Erweiterungen, beispielsweise durch ”nebengeordnete” Systeme ähnliche 6' und 6'' denkbar sind und so vielfältige Sammel- und Sortierfunktionen mittels einer entsprechenden programmierbaren Steuerung (nicht dargestellt) der Vorrichtung 1 möglich sind.
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Aus den Darstellungen gemäß 1 bis 4 wird deutlich, dass eine vorteilhafte Ausführung zur Querförderung mit zumindest einem umlaufenden Förderband 8 realisiert wird, das in Form des Vertikalförderers 7 mit zumindest einem die Warenpackungen P erfassenden Mitnehmer 9 vorgesehen ist. Für den vorbeschriebenen Wirkmechanismus der Querförderung sind die Baugruppen so angeordnet, dass das Förderband 8 bzw. dessen Mitnehmer 9 eine zumindest bereichsweise oberhalb der Fördereinrichtung 6 befindliche Übergabezone Z definiert. In dieser Übergabezone Z ist die Warenpackung P in der jeweils quer verlaufenden Abstreifrichtung A übernehmbar, vertikal umlenkbar und in Förderrichtung B (3) nach oben zu verlagern.
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Diese auch in 5 und 6 dargestellte Übergabephase erfolgt dabei im wesentlichen gleichebenig (Ebene E), wobei auch variable Verlagerungen in geneigten Förderebenen (Winkel W) denkbar sind.
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Die optimierte Konstruktion des Förderbandes 8 sieht vor, dass dieses mehrere einen jeweiligen Aufnahmeraum für die Warenpackungen P bildende Mitnehmer 9, 9', 9'' aufweist. In vorteilhafter Ausführung ist das Förderband 8 zur Querförderung so konzipiert, dass dieses an variierende Mitnahmestellungen von zu übernehmenden Warenpackungen P anpassbare und insbesondere aus einem biegeelastischen Material bestehende Mitnehmer 9, 9', 9'' aufweist.
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Aus der Seitenansicht gemäß 5 wird deutlich, dass die Mitnehmer 9, 9', 9'' jeweilige in Form von Bürstenstegen 11 ausgebildete Anlageteile aufweisen. Deren Biegeelastizität ist auf die Warenpackungen P so abgestimmt, dass im Moment der Anlage (6) eine ”Rückfederung” möglich ist und danach die Warenpackungen P durch den Radius R der Übergabezone Z weitergefördert werden. Für den Fall, dass eine ”Klemmsituation” auftreten sollte, wird durch die biegeelastische Ausführung der Bürstenstege 11 erreicht, dass das Förderband 8 beschädigungsfrei über die Warenpackungen P hinweg gleitet und so eine Havarie vermeidbar wird.
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Diese vorteilhafte Konstruktion mit den biegeelastischen Mitnehmern 9, 9', 9'' wird auch bei einer Weiterentwicklung des Querförder-Systems eingesetzt. Aus 7 und 8 wird deutlich, dass der zumindest einen horizontalen Fördereinrichtung 6 mehrere jeweils zumindest die eine quer verlaufende Abstreifrichtung A' aufweisende Vertikalförderer 7 in Form der Förderbänder 8, 10, 10', 11 zugeordnet werden können. Die dargestellte Anzahl mit den vier Förderbändern 8, 10, 10', 11 ist weitgehend frei veränderbar, da entsprechend dem steuerbaren Konzept der Vorratsbehälter 2 mit Gefachen 3 und deren variable Möglichkeiten zur An- und Auswahl von kundenspezifischen Warenausgabe-Sortimenten auch noch mehr als diese vier Förderbänder aneinandergereiht werden können (nicht dargestellt). Ebenso ist denkbar, in einer parallelen Anordnung mehrerer der horizontalen Fördereinrichtungen 6, 6', 6'' (1) über diesen auch mehrere der Förderband-Reihen vorzusehen (ebenfalls nicht dargestellt).
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Diese universelle Bedienbarkeit des dargestellten Systems kann beispielsweise dadurch gesteuert werden, dass die jeweiligen Abstände D, D', D'' der Förderbänder 8, 10, 10', 11 auf unterschiedliche Abstands-Maße eingestellt werden, so dass beispielsweise jeweilige ”Leerstellen” zwischen den Vertikalförderern entstehen und diese Freiräume eine ansteuerbare Warteposition für eine der Waren P definieren. In der dargestellten Ausführung sind die Förderbänder 8, 10, 10', 11 in Förderrichtung A gleichmäßig beabstandet (Abstand D, D', D''), wobei diese Abstände entsprechend dem Warensortiment, dem Einbauraum o. dgl. Parameter variabel vorgebbar sind.
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Dieses vorbeschriebene Verteil- und Sortier-Konzept ist noch dadurch erweitert, dass zumindest eines der Förderbänder 8, 10, 10', 11 oberhalb der Fördereinrichtung 6 verschiebbar gehalten wird. Ebenso ist denkbar, eine ”gruppenweise” Verstellung der Baugruppen zu realisieren.
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Damit können mittels eines entsprechenden Antriebs unterschiedliche ”Abstreifpositionen” über der Fördereinrichtung 6 angefahren werden. in 5 ist diese Verschiebbarkeit des Förderbandes 8 an einer Halterung 12 mit einem Pfeil S dargestellt, so dass die Verlagerung des einen dargestellten Förderbandes 8 in jeweilige Positionen P' (bis hinter die Fördereinrichtung 6) bzw. P'' (entgegen der Förderrichtung A) deutlich wird. Ebenso ist denkbar, dass mehrere der Förderbänder verlagerbar sind und/oder diese bzw. deren jeweilige Mitnehmer höhenverstellbar in das System integriert werden (nicht dargestellt).
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Zur Sortierung und Verteilung der Warenpackungen P ist in der dargestellten Ausführung eine Konstruktion mit Förderbändern 8, 10, 10' dargestellt, wobei diese jeweils in gleiche Richtung B umlaufende Mitnehmer 9 aufweisen. Denkbar ist dabei auch, dass eines oder mehrere der Förderbänder – nämlich: 11 – mit unterschiedlichen Umlaufrichtungen B und B' (8) in einer Reihenanordnung – ähnlich 7 – angeordnet werden. Mittels jeweiliger nicht näher dargestellter Antriebssysteme der Förderbänder 8, 10, 10', 11 ist auch ein Umschalten der Drehrichtung der Mitnehmer so möglich, dass wahlweise nach beiden Richtungen (A', A'') von der Fördereinrichtung 6 abgefordert werden kann. Dabei kann auch eine Revisionsschaltung für ggf. auftretende Störungen einzeln an einem der Förderbänder 8, 10, 10', 11 aktiviert werden.
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Für die komplexe Steuerung der vorbeschriebenen Warenförderung ist neben der Anwendung entsprechender Steuerprogramme auch eine zusätzliche Nutzung von aktuellen Positionssignalen der Ware P und/oder der beweglichen Baugruppen zur Systemführung denkbar. Die Selbstbedienungsvorrichtung 1 kann dadurch erweitert sein, dass zumindest im Nahbereich der Fördereinrichtung 6 bzw. der jeweiligen Übergabezone Z jeweilige Förderpositionen der Mitnehmer 9, 9', 9'' sensorisch erfasst werden oder deren jeweilige Lage – in Relation zur zugeführten Warenpackung P – mittels Lichtschranken o. dgl. elektronische Taster T, T' eingestellt werden kann. Ebenso ist denkbar, im Bereich der Fördereinrichtung 6 bzw. des jeweiligen Förderbandes 8, 10, 10', 11 eine bewegliche Steuerklappe K vorzusehen, die in die Förderzone A des Systems eingreifen kann (Pfeil N, 8).
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Für die vorbeschriebene Auswahl, Verteilung und Weitergabe von auf der Fördereinrichtung 6 befindlichen Warenpackungen P ist vorgesehen, dass insbesondere die vorgesehene Förderposition der jeweiligen Mitnehmer 9 in Abhängigkeit von der zugeführten Warenpackung P einstellbar ist. Damit kann die zugeführte Warenpackung P wahlweise in einer Warteposition platziert werden, ist von dem zumindest einen Förderband 8, 10, 10', 11 übernehmbar oder kann zu einem zusätzlichen Ausgang hin weitergeleitet werden. Diese Weiterleitung kann auch am stirnseitigen Ende (Position P') der Fördereinrichtung 6 erfolgen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 0311603 B1 [0002]
- EP 0599164 B1 [0003]
- DE 102006024887 [0004]
- DE 19604561 A1 [0005, 0011]
- DE 102005024887 [0032]