[go: up one dir, main page]

DE102011080055A1 - Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug - Google Patents

Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug Download PDF

Info

Publication number
DE102011080055A1
DE102011080055A1 DE102011080055A DE102011080055A DE102011080055A1 DE 102011080055 A1 DE102011080055 A1 DE 102011080055A1 DE 102011080055 A DE102011080055 A DE 102011080055A DE 102011080055 A DE102011080055 A DE 102011080055A DE 102011080055 A1 DE102011080055 A1 DE 102011080055A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stabilizer
spring
damper element
arrangement
motor vehicle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102011080055A
Other languages
English (en)
Inventor
Jan Reiners
Martin Münster
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Friedrichshafen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZF Friedrichshafen AG filed Critical ZF Friedrichshafen AG
Priority to DE102011080055A priority Critical patent/DE102011080055A1/de
Publication of DE102011080055A1 publication Critical patent/DE102011080055A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G21/00Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces
    • B60G21/02Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces permanently interconnected
    • B60G21/04Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces permanently interconnected mechanically
    • B60G21/05Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces permanently interconnected mechanically between wheels on the same axle but on different sides of the vehicle, i.e. the left and right wheel suspensions being interconnected
    • B60G21/055Stabiliser bars
    • B60G21/0551Mounting means therefor
    • B60G21/0553Mounting means therefor adjustable
    • B60G21/0558Mounting means therefor adjustable including means varying the stiffness of the stabiliser
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G2206/00Indexing codes related to the manufacturing of suspensions: constructional features, the materials used, procedures or tools
    • B60G2206/01Constructional features of suspension elements, e.g. arms, dampers, springs
    • B60G2206/40Constructional features of dampers and/or springs
    • B60G2206/42Springs
    • B60G2206/427Stabiliser bars or tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Abstract

Es wird eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, umfassend einen zweigeteilten Stabilisator, dessen Stabilisatorhälften (2) eine rotatorische Relativbewegung zueinander ausführen und bei einer gegensinnigen Verdrehbelastung eine Rückstellkraft ausüben, die mittels eines Aktuators in Verbindung mit einem Getriebe einstellbar ist, wobei das Getriebe in Kraftflussrichtung betrachtet zwischen dem Aktuator und einer Stabilisatorhälfte (2) angeordnet ist, wobei in die Stabilisatoranordnung mindestens ein zusätzliches Feder-/Dämpferelement (5) zur Darstellung einer progressiven Stabilisatorkennlinie integriert ist, welches hochfrequente Fahrbahnanregungen ausblendet.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Die an einem Stabilisator eines Kraftfahrzeugs wirkenden Stützkräfte lassen sich in hochfrequente (> 10Hz) Fahrbahnanregungen und niederfrequente (< 10Hz) Stützkräfte zum Ausgleich des Fahrzeugwankmoments unterteilen.
  • Aus dem Stand der Technik ist bekannt, Stabilisatoren in Kraftfahrzeugen verstellbar auszuführen, wobei zu diesem Zweck Stabilisatoranordnungen eingesetzt werden, die einen Aktuator und einen Stabilisator aufweisen. Als Aktuator kann ein hydraulischer Schwenkmotor eingesetzt werden, was jedoch in einer aufwändigen Energieversorgung mittels einer Pumpe und entsprechenden Ventilen resultiert. Ferner ist bekannt, als Aktuator einen Elektromotor zu verwenden, wobei in der Regel zwischen dem Elektromotor und dem Stabilisator ein Getriebe angeordnet ist, wodurch die Baugröße des Elektromotors reduziert werden kann.
  • Beispielsweise ist aus der DE 10 2006 008 368 A1 der Anmelderin eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug bekannt, umfassend einen zweigeteilten Stabilisator, dessen Stabilisatorabschnitte eine rotatorische Relativbewegung zueinander ausführen und bei einer gegensinnigen Verdrehbelastung eine Rückstellkraft ausüben, wobei die Stabilisatoranordnung unabhängig von einer Torsionsfederwirkung der Stabilisatorabschnitte eine weitere, eine Torsionsfederwirkung bewirkende Feder aufweist.
  • Aus der DE 10 2007 031 203 A1 der Anmelderin ist eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug bekannt, umfassend einen zweigeteilten Stabilisator, dessen Stabilisatorabschnitte eine rotatorische Relativbewegung zueinander ausführen und bei einer gegensinnigen Verdrehbelastung eine Rückstellkraft ausüben, die mittels eines Aktuators in Verbindung mit einem Getriebe einstellbar ist. Hierbei weist die bekannte Stabilisatoranordnung unabhängig von einer Torsionsfederwirkung der Stabilisatorabschnitte mindestens eine weitere, eine Torsionsfederwirkung bewirkende Feder auf, welche Bestandteil eines Torsionsdämpfers ist, der ein Primärteil und ein Sekundärteil aufweist, die sich zueinander verdrehen können; die weitere Feder ist zwischen dem Primärteil und dem Sekundärteil verspannbar. Hierbei ist eine Beeinflussung der Stabilisatorkennlinie explizit ausgeschlossen.
  • Ferner geht aus der DE 10 2007 040 185 A1 eine Radaufhängung zur Wankregelung für ein Kraftfahrzeug hervor, welche mindestens eine Radaufhängungseinrichtung für jeweils zwei sich gegenüberliegende Räder aufweist. Hierbei sind die sich gegenüberliegenden Räder durch einen geteilten Stabilisator mit einem eingebauten elektromechanischen Aktuator, der der Verdrehung der beiden Stabilisatorteile gegeneinander dient, miteinander verbunden. Bei der bekannten Radaufhängung ist jedes der Stabilisatorteile mit mindestens einer Befestigungseinrichtung an einem gefederten Teil des Kraftfahrzeugs drehbeweglich angebracht, wobei die Befestigungseinrichtung für jedes der beiden Stabilisatorteile eine progressiv ansteigende Federkennlinie besitzt.
  • Bei dieser Lösung müssen jedoch aufgrund der großen Bewegungsfreiheit des Aktuators in der Lagerung zum Ausregeln der Stör- und Führungsanregungen größere Verdrehwinkel aktiv gefahren werden, als mit herkömmlichen Stabilisatorteilen, was in einem erhöhten Energiebedarf des Aktuators und somit in einer hohen Bordnetzbelastung resultiert.
  • Ferner kann bei der aus der DE 10 2007 040 185 A1 bekannten Radaufhängung eine Aktuatorbewegung zu einer ungewollten schlagartigen Getriebebelastung und somit zu einer erhöhten Getriebebelastung und Geräuschanregung führen, da die träge Masse des Aktuators in Abhängigkeit der Aufbaubewegung, der Fahrbahnanregung und des Stellvorgangs in den Stabilisatorlagern schwingt.
  • Des Weiteren ist aus der EP 1 362 720 A2 ein Kraftfahrzeug mit einer Wankstabilisierungs-Vorrichtung in Form geteilter, jeweils einer Fahrzeug-Achse zugeordneter Stabilisatoren bekannt, wobei die Stabilisatorhälften jeweils mittels eines von einer elektronischen Steuereinheit unter Berücksichtigung der Querbeschleunigung und Fahrgeschwindigkeit sowie des Lenkwinkels des Kraftfahrzeugs geeignet angesteuerten elektrischen Stellmotors gegeneinander verdrehbar sind. Hierbei ist vorgesehen, dass zusätzlich Höhenstandssignale der einzelnen Räder gegenüber dem Fahrzeugaufbau berücksichtigt werden, derart, dass im Falle einer durch Straßenunebenheiten angeregten Relativbewegung eines Rades in Vertikalrichtung die diesem Rad zugeordnete Stabilisatorhälfte durch den Stellmotor der genannten Rad-Bewegung zumindest teilweise nachgeführt wird.
  • Aufgrund der durch die Straßenunebenheiten bedingten hochfrequenten Anregung der Relativbewegung eines Rades muss die Nachführung dynamisch hohen Anforderungen genügen. Hierbei werden aus Bordnetzsicht ununterbrochen hohe Spitzenleistungen gefordert und rekuperiert, die in nachteiliger Weise das Bordnetz des Fahrzeugs sehr stark belasten. Ferner erweist sich die im Rahmen der EP 1 362 720 A2 vorgeschlagene Wankstabilisierungs-Vorrichtung aufgrund der erforderlichen Höhenstandssensorik, des großen Energiebedarfs zum Betreiben der erforderlichen Elektronik und aufgrund zusätzlicher Maßnahmen zur Stützung des Bordnetzes als sehr teuer und aufwändig.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug anzugeben, durch deren Verwendung die hochfrequenten Fahrbahnanregungen ausgeblendet werden, so dass ohne Einbußen im Fahrkomfort ein aktiver Eingriff des Stabilisators mittels des Aktuators lediglich auf notwendige niederfrequente Stützkräfte mit entsprechend niedriger Dynamik zur Abstützung des Fahrzeugwankmoments beschränkt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen und Vorteile gehen aus den Unteransprüchen hervor.
  • Demnach wird eine Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen, umfassend einen zweigeteilten Stabilisator, dessen Stabilisatorhälften eine rotatorische Relativbewegung zueinander ausführen und bei einer gegensinnigen Verdrehbelastung eine Rückstellkraft ausüben, die mittels eines Aktuators in Verbindung mit einem Getriebe einstellbar ist, wobei das Getriebe in Kraftflussrichtung betrachtet zwischen dem Aktuator und einer Stabilisatorhälfte angeordnet ist und wobei in die Stabilisatoranordnung mindestens ein zusätzliches Feder-/Dämpferelement zur Darstellung einer progressiven Stabilisatorkennlinie integriert ist, welches hochfrequente Fahrbahnanregungen ausblendet.
  • Gemäß der Erfindung ist das mindestens eine zusätzliche Feder-/Dämpferelement zumindest teilweise in die Wirkkette des Aktuators oder in die Wirkkette aus einem Stabilisatorschenkel und dem dem jeweiligen Stabilisatorschenkel zugeordneten Stabilisatorabschnitt integriert. Ferner können gemäß weiterer Ausgestaltungen der Erfindung weitere zusätzliche Feder-/Dämpferelemente innerhalb des Getriebes bis hin zur Motorwelle des als Aktuator dienenden Elektromotors vorgesehen sein.
  • Durch die progressive Stabilisatorkennlinie werden hochfrequente Fahrbahnanregungen mit zunehmender Verspannung des Aktuators, d.h. mit zunehmender Querbeschleunigung und Fahrzeuggeschwindigkeit zunehmend an den Fahrer rückgemeldet, was einer aktiven Wankstabilisierung entspricht.
  • Vorzugsweise ist das zusätzliche Feder-/Dämpferelement in die Wirkkette aus Aktuatorantrieb und einer Stabilisatorhälfte integriert. Gemäß der Erfindung ist das zusätzliche Feder-/Dämpferelement vorzugsweise als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen dem Getriebeabtrieb und/oder dem Gehäuse des Aktuators und einer Stabilisatorhälfte ausgeführt, wobei dadurch die oft als problematisch identifizierte Schweißverbindung zwischen dem Getriebeabtrieb bzw. dem Aktuatorgehäuse und einer Stabilisatorhälfte optional ersetzt werden kann.
  • Durch die Anbringung des Feder- und/oder Dämpferelementes zwischen dem Getriebeabtrieb und/oder dem Gehäuse des Aktuators und einer Stabilisatorhälfte wird auch der Vorteil erzielt, dass hochfrequente Fahrbahnanregungen vor der Einleitung in das Getriebe des Aktuators gedämpft werden können, was zu einer geringeren Getriebe- und Geräuschbelastung führt.
  • Im Rahmen einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, das Feder-/Dämpferelement innerhalb des Aktuators räumlich zu verteilen, um auf diese Weise eine progressive Stabilisatorkennlinie mit einer starken Hysterese zu realisieren. Beispielsweise kann das Feder-/Dämpferelement zwischen dem Rotor des als Aktuator dienenden Elektromotors und dem Getriebeabtrieb des dem Aktuator nachgeschalteten Getriebes angeordnet sein.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das zusätzliche Feder-/Dämpferelement als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen zumindest einem Stabilisatorschenkel und dem dem jeweiligen Stabilisatorschenkel zugeordneten Stabilisatorabschnitt ausgeführt sein.
  • Das Feder-/Dämpferelement kann aus Elastomermaterialien, z.B. aus Gummi, hergestellt sein und weist vorzugsweise eine starke Hysterese mit einem Verlustwinkel in der Größenordnung von 90° auf. Im Rahmen einer Weiterbildung der Erfindung kann das Feder-/Dämpferelement zur Optimierung der Stabilisatorkennlinie aus mehreren Schichten bestehen, die jeweils unterschiedliche Werkstoffeigenschaften, z.B. verschiedene Härtegrade, aufweisen.
  • Das Feder-/Dämpferelement kann als Vielkant, beispielsweise als Dreikant mit geometrischen Optimierungen ausgeführt sein, wobei die Auslegung der Geometrie des Feder-/Dämpferelementes so zu wählen ist, dass bei Belastung möglichst geringe Scherkräfte am Feder-/Dämpferelement auftreten, so dass es im Betrieb des Kraftfahrzeugs möglichst auf Druck belastet wird.
  • Durch die erfindungsgemäße Konzeption entfällt die Notwendigkeit einer aktiven Ausregelung der hochfrequenten Fahrbahn-Störanregungen. In vorteilhafter Weise entfällt zudem die Notwendigkeit zusätzlicher Höhenstandssensorik und die elektrische Auslegung des Aktuators kann auf reine Führungsgrößenregelung optimiert werden. Dadurch wird der Energiebedarf der Stabilisatoranordnung im Vergleich zum Stand der Technik reduziert und entspricht im Wesentlichen dem Energiebedarf zum Betreiben einer Servolenkung.
  • In vorteilhafter Weise kann das hier vorgestellte zusätzliche integrierte Feder-/Dämpferelement mit einem bestehenden Federelement einer Stabilisatoranordnung, beispielsweise mit dem Federelement gemäß der DE 10 2006 008 368 A1 , kombiniert werden.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
  • 1: Eine schematische Schnittansicht und eine schematische Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Stabilisatoranordnung; und
  • 2: Ein Diagramm zur Veranschaulichung der Steifigkeitskennlinien eines herkömmlichen Stabilisators in Form eines linearen Drehstabes und einer erfindungsgemäßen Stabilisatoranordnung.
  • Gemäß der Erfindung und bezugnehmend auf 1, deren linker Teil eine schematische Schnittansicht eines Teils einer Stabilisatoranordnung und deren rechter Teil eine geschnittene Draufsicht entlang der Linie F-F ist, umfasst eine erfindungsgemäße Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug einen Aktuator, dessen Gehäuse mit 1 bezeichnet ist, einen zweigeteilten Stabilisator, dessen eine Stabilisatorhälfte mit 2 bezeichnet ist und ein in Kraftflussrichtung betrachtet zwischen dem Aktuator und der Stabilisatorhälfte 2 geschaltetes Getriebe, das vorzugsweise als Planetengetriebe ausgeführt ist, dessen Getriebeabtrieb mit dem Bezugszeichen 3 versehen ist. Bei dem gezeigten Beispiel ist der Getriebeabtrieb im Gehäuse 1 des Aktuators mittels Lager 4 gelagert. Der Aktuator ist vorzugsweise als Elektromotor ausgeführt.
  • Des Weiteren umfasst die Stabilisatoranordnung ein zusätzliches Feder-/Dämpferelement 5 zur Darstellung einer progressiven Stabilisatorkennlinie, welches zumindest teilweise in die Wirkkette des Aktuators integriert ist und hochfrequente Fahrbahnanregungen ausblendet.
  • Das Feder-/Dämpferelement 5 kann aus Elastomermaterialien, z.B. aus Gummi, hergestellt sein und weist vorzugsweise eine starke Hysterese mit einem Verlustwinkel in der Größenordnung von 90° auf, wodurch die in 2 gezeigte progressive Kennlinie realisiert werden kann. Ferner kann das Feder-/Dämpferelement 5 als Federelement eine Blattfeder (Variante a in 1) oder eine Schraubenfeder bzw. Tellerfeder (Variante b in 1) aufweisen.
  • Bei dem in 1 gezeigten Beispiel ist das Feder-/Dämpferelement 5 als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen dem Gehäuse 1 des Aktuators und der Stabilisatorhälfte 2 ausgeführt und ersetzt die oft als problematisch identifizierte Schweißverbindung zwischen dem Getriebeabtrieb 3 bzw. dem Aktuatorgehäuse 1 und einer Stabilisatorhälfte 2. Alternativ oder zusätzlich dazu kann ein weiteres Feder-/Dämpferelement als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen dem Getriebeabtrieb 3 des dem Aktuator nachgeschalteten Getriebes und der anderen Stabilisatorhälfte ausgeführt sein.
  • Vorzugsweise ist das Feder-/Dämpferelement 5 als Vielkant mit geometrischen Optimierungen ausgeführt, wobei die Auslegung der Geometrie des Feder-/Dämpferelementes 5 so gewählt ist, dass bei Belastung möglichst geringe Scherkräfte am Feder-/Dämpferelement 5 auftreten, so dass es bei den wirkenden Stabilisatorkräften möglichst auf Druck belastet wird; bei dem in 1 gezeigten Beispiel ist das Feder-/Dämpferelement 5 als Dreikant ausgeführt. Hierbei ist radial betrachtet zwischen der Stabilisatorhälfte 2 und dem Getriebeabtrieb 3 eine Aussparung 6 vorgesehen, welche die Vielkantform bzw. die Dreikantform bildet, wobei die Aussparung 6 ein- oder mehrschichtig mit dämpfenden Werkstoff ausgefüllt ist.
  • Für den Fall, dass das Feder-/Dämpferelement 5 als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen zumindest einem Stabilisatorschenkel und dem dem jeweiligen Stabilisatorschenkel zugeordneten Stabilisatorabschnitt ausgeführt ist, ist die Aussparung 6 radial betrachtet zwischen einem Stabilisatorschenkel und dem jeweiligen Stabilisatorabschnitt vorgesehen.
  • In 2 ist die auf die Pendelstütze, auf einen Querlenker oder mittelbar auf das Rad wirkende Kraft F aus einem Stabilisatorschenkel als Funktion des Verdrehwinkels phi zwischen den beiden Stabilisatorhälften bei einem herkömmlichen Stabilisator ohne ein zusätzliches Feder-/Dämpferelement und bei einer erfindungsgemäßen Stabilisatoranordnung aufgetragen.
  • Hierbei entspricht Kurve A der Steifigkeitskennlinie eines herkömmlichen Stabilisators; die Steifigkeitskennlinie des zusätzlichen Feder-/Dämpferelementes ist durch Kurve B wiedergegeben, so dass sich für die erfindungsgemäße Stabilisatoranordnung die progressive Kennlinie C ergibt. Das Feder-/Dämpferelement ist stark hysteresebehaftet ausgeführt, so dass sich für die Kennlinie eine starke Hysterese mit einem Verlustwinkel in der Größenordnung von 90° ergibt; die Hysterese ist mit dem Bezugszeichen D versehen, wobei die Anschmiegung der Federkennlinien durch das Feder-/Dämpferelement mit E bezeichnet ist. Wie aus 2 ersichtlich, ist die Hysterese D stark um die Nulllage des Verdrehwinkels phi ausgeprägt.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Aktuatorgehäuse
    2
    Stabilisatorhälfte
    3
    Getriebeabtrieb
    4
    Lager
    5
    Feder-/Dämpferelement
    6
    Aussparung
    A
    Steifigkeitskennlinie eines herkömmlichen Stabilisators
    B
    Steifigkeitskennlinie des zusätzlichen Feder-/Dämpferelementes 5
    C
    Steifigkeitskennlinie einer erfindungsgemäßen Stabilisatoranordnung
    D
    Hysterese
    E
    Anschmiegung der Federkennlinien durch das Feder-/Dämpferelement
    F
    Kraft
    phi
    Verdrehwinkel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 102006008368 A1 [0004, 0023]
    • DE 102007031203 A1 [0005]
    • DE 102007040185 A1 [0006, 0008]
    • EP 1362720 A2 [0009, 0010]

Claims (9)

  1. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug, umfassend einen zweigeteilten Stabilisator, dessen Stabilisatorhälften (2) eine rotatorische Relativbewegung zueinander ausführen und bei einer gegensinnigen Verdrehbelastung eine Rückstellkraft ausüben, die mittels eines Aktuators in Verbindung mit einem Getriebe einstellbar ist, wobei das Getriebe in Kraftflussrichtung betrachtet zwischen dem Aktuator und einer Stabilisatorhälfte (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stabilisatoranordnung mindestens ein zusätzliches Feder-/Dämpferelement (5) zur Darstellung einer progressiven Stabilisatorkennlinie integriert ist, welches hochfrequente Fahrbahnanregungen ausblendet.
  2. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Feder-/Dämpferelement (5) zumindest teilweise in die Wirkkette des Aktuators oder in die Wirkkette aus einem Stabilisatorschenkel und dem dem jeweiligen Stabilisatorschenkel zugeordneten Stabilisatorabschnitt integriert ist.
  3. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Feder-/Dämpferelement (5) als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen dem Getriebeabtrieb (3) und/oder dem Gehäuse (1) des Aktuators und einer Stabilisatorhälfte (2) ausgeführt ist.
  4. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Feder-/Dämpferelement (5) die Schweißverbindung zwischen dem Getriebeabtrieb (3) bzw. dem Aktuatorgehäuse (1) und der Stabilisatorhälfte (2) ersetzt.
  5. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Feder-/Dämpferelement (5) als verdrehelastische, formschlüssige Verbindung zwischen zumindest einem Stabilisatorschenkel und dem dem jeweiligen Stabilisatorschenkel zugeordneten Stabilisatorabschnitt ausgeführt ist.
  6. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Feder-/Dämpferelement (5) aus Elastomermaterialien hergestellt ist und eine starke Hysterese mit einem Verlustwinkel in der Größenordnung von 90° aufweist.
  7. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Feder-/Dämpferelement (5) als Federelement eine Blattfeder oder eine Schraubenfeder bzw. Tellerfeder aufweist.
  8. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Feder-/Dämpferelement (5) als Vielkant ausgeführt ist, wobei die Auslegung der Geometrie des Feder-/Dämpferelementes (5) derart gewählt ist, dass bei Belastung möglichst geringe Scherkräfte am Feder-/Dämpferelement (5) auftreten, so dass es im Betrieb des Kraftfahrzeugs möglichst auf Druck belastet wird.
  9. Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass radial betrachte zwischen der Stabilisatorhälfte (2) und dem Getriebeabtrieb (3) bzw. zwischen einem Stabilisatorschenkel und dem dem jeweiligen Stabilisatorschenkel zugeordneten Stabilisatorabschnitt eine Aussparung (6) vorgesehen ist, welche die Vielkantform bildet, wobei die Aussparung (6) ein- oder mehrschichtig mit dämpfenden Werkstoff ausgefüllt ist.
DE102011080055A 2011-07-28 2011-07-28 Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug Ceased DE102011080055A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102011080055A DE102011080055A1 (de) 2011-07-28 2011-07-28 Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102011080055A DE102011080055A1 (de) 2011-07-28 2011-07-28 Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102011080055A1 true DE102011080055A1 (de) 2013-01-31

Family

ID=47502911

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102011080055A Ceased DE102011080055A1 (de) 2011-07-28 2011-07-28 Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102011080055A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013002714A1 (de) 2013-02-16 2014-08-21 Audi Ag Drehfedersystem für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2817712A1 (de) * 1978-04-22 1979-10-31 Daimler Benz Ag Wankstabilisierung fuer kraftfahrzeuge, insbesondere personenkraftwagen
DE4342360A1 (de) * 1993-12-11 1995-06-29 Fichtel & Sachs Ag Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug
EP1362720A2 (de) 2002-05-16 2003-11-19 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Kraftfahrzeug, insbesondere Personenkraftwagen, mit einer Wankstabilisierungs-Vorrichtung
DE102006008368A1 (de) 2005-11-15 2007-05-16 Zahnradfabrik Friedrichshafen Verstellbare Stabilisatoranordnung
DE102007031203A1 (de) 2007-07-04 2009-01-08 Zf Friedrichshafen Ag Stabilisatoranordnung
DE102007040185A1 (de) 2007-08-25 2009-02-26 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Radaufhängung für Kraftfahrzeuge
DE102009006385A1 (de) * 2009-01-28 2010-07-29 Schaeffler Technologies Gmbh & Co. Kg Getriebemotor für einen Wankstabilisator
DE102009015611A1 (de) * 2009-04-02 2010-10-14 Benteler Automobiltechnik Gmbh Stabilisator für Kraftfahrzeuge

Patent Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2817712A1 (de) * 1978-04-22 1979-10-31 Daimler Benz Ag Wankstabilisierung fuer kraftfahrzeuge, insbesondere personenkraftwagen
DE4342360A1 (de) * 1993-12-11 1995-06-29 Fichtel & Sachs Ag Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug
EP1362720A2 (de) 2002-05-16 2003-11-19 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Kraftfahrzeug, insbesondere Personenkraftwagen, mit einer Wankstabilisierungs-Vorrichtung
DE102006008368A1 (de) 2005-11-15 2007-05-16 Zahnradfabrik Friedrichshafen Verstellbare Stabilisatoranordnung
DE102007031203A1 (de) 2007-07-04 2009-01-08 Zf Friedrichshafen Ag Stabilisatoranordnung
DE102007040185A1 (de) 2007-08-25 2009-02-26 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Radaufhängung für Kraftfahrzeuge
DE102009006385A1 (de) * 2009-01-28 2010-07-29 Schaeffler Technologies Gmbh & Co. Kg Getriebemotor für einen Wankstabilisator
DE102009015611A1 (de) * 2009-04-02 2010-10-14 Benteler Automobiltechnik Gmbh Stabilisator für Kraftfahrzeuge

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013002714A1 (de) 2013-02-16 2014-08-21 Audi Ag Drehfedersystem für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs
WO2014124722A1 (de) * 2013-02-16 2014-08-21 Audi Ag Drehfedersystem für eine radaufhängung eines kraftfahrzeugs
CN105073456A (zh) * 2013-02-16 2015-11-18 奥迪股份公司 用于机动车的轮悬架的扭簧系统
DE102013002714B4 (de) * 2013-02-16 2016-06-30 Audi Ag Drehfederanordnung für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs
US9393848B2 (en) 2013-02-16 2016-07-19 Audi Ag Torsion spring system for a wheel suspension of a motor vehicle
CN105073456B (zh) * 2013-02-16 2016-11-23 奥迪股份公司 用于机动车的轮悬架的扭簧系统

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1728655B1 (de) Radführung
EP1955876B1 (de) Verfahren zum Betrieb eines Aktuators, insbesondere eines elektrischen Aktuators innerhalb einer Stabilisatoranordnung
DE102004056610A1 (de) Verfahren zum Steuern und Regeln eines aktiven Fahrwerksystems
EP2408632B1 (de) Aktives elektromechanisches federungssystem für ein fahrwerk eines kraftfahrzeuges
DE102013002713A1 (de) Drehstabfederanordnung für eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs
DE102012107301B4 (de) Aktives wankstabilisierungssystem
EP3347217B1 (de) Dämpfungssystem eines zweispurigen fahrzeugs
DE102010022895A1 (de) Einrichtung für ein Fahrwerk eines Kraftfahrzeuges
DE102007039059A1 (de) Als Verbundlenkerachse ausgeführte angetriebene Fahrzeugachse
EP1935677A1 (de) Radaufhängung für ein Kraftfahrzeug
DE102007007417A1 (de) Einrichtung zum Ausgleichen von Wankbewegungen
DE102007024770A1 (de) Aktives Fahrwerk für Kraftfahrzeuge
DE102017212546B4 (de) Achsenbaugruppe
DE102013225978A1 (de) Aktuator für einen aktiven Wankstabilisator sowie Wankstabilisator
WO2020225029A1 (de) Stabilisatoranordnung eines zweispurigen fahrzeuges
DE102013218570A1 (de) Radaufhängung und zugehöriges Fahrwerk
DE102011080055A1 (de) Stabilisatoranordnung für ein Kraftfahrzeug
DE102006004960A1 (de) Angetriebe Fahrzeugachse mit Einzelradaufhängung
DE102015211180B4 (de) Radaufhängung für ein Kraftfahrzeug
DE102008030578A1 (de) Antrieb und Federung eines Antriebsrades
DE102008000591A1 (de) Verbundlenkerachse für ein Kleinfahrzeug
DE102021104062A1 (de) Verfahren zur Einstellung der Spur-, Sturz- und/oder des Nachlaufs eines Rades einer Achse eines Kraftfahrzeugs sowie Kraftfahrzeug und verstellbares Lager zur Durchführung des Verfahrens
WO2016202596A2 (de) Radaufhängung für ein fahrzeug
DE102008002639A1 (de) Verbundlenkerachse
DE102016203983A1 (de) Verbundlenkerachse eines Fahrzeuges

Legal Events

Date Code Title Description
R163 Identified publications notified
R012 Request for examination validly filed
R016 Response to examination communication
R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final