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Die Erfindung betrifft einen Partikelfilter zur Reinigung eines Abgasstroms, insbesondere betrifft die Erfindung die Reinigung oder Filterung von Abgasen eines Verbrennungsmotors eines Kraftfahrzeugs.
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Die bei der Verbrennung von Kraftstoffen entstehenden Partikel wie zum Beispiel Ruß können zur Reduzierung von Abgasemissionen von einem Filter zurückgehalten werden. Dazu durchströmt der Abgasstrom einen Filter, in dem sich die Partikel anlagern.
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Eine periodische Regenerierung des Filters ist notwendig, um die Partikelbeladung zu reduzieren und einen kontrollierten Pegel des Abgasgegendrucks zu gewährleisten.
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Bei einer Überbeladung des Filters wirkt sich der erhöhte Abgasgegendruck negativ auf die Leistungsfähigkeit des Motors aus. Darüber hinaus kann bei einer hohen Ruß-Beladung die exotherme Wärme, die bei einer spontanen oder im Rahmen, einer Regenerierung erzeugten Rußverbrennung erzeugt wird, Teile des Abgassystems beschädigen.
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DE 102 06 805 A1 zeigt einen Rußfilter zur Reinigung von Abgasen, der eine Sollbruchstelle zur Reduzierung eines in dem Rußfilter herrschenden Abgasgegendrucks aufweist. Die Sollbruchstelle kann in einem Filterkörper des Filters und/oder in einer Bypaß-Leitung des Filters angeordnet sein.
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Aus
JP 07-279646 A ist eine Vorrichtung zum Filtern eines Abgasstromes bekannt, bei der ein primärer Filter um einen sekundären Filter herum angeordnet ist, so dass ein Abbrennen von im primären Filter abgelagertem Ruß den sekundären Filter erhitzt und das anschließende Abbrennen von Ruß im sekundären Filter unter Aufwendung einer geringeren Zündenergie erfolgen kann.
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Aus
EP 1 947 303 A1 und
DE 10 2004 048 135 A1 sind Vorrichtungen zum Filtern von Abgasströmen bekannt, die ein kontrolliertes Abbrennen des herausgefilterten, in der Vorrichtung abgelagerten Rußes erlauben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Reinigung von Abgasen zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Gemäß der Erfindung umfaßt ein Partikelfilter für ein Abgassystem eines Kraftfahrzeugs mit einem Abgasweg einen Filter, einen sekundären Filter und eine stromaufwärts des Filters angeordnete Löschmittel-Einspritzdüse. In einem Normalbetrieb verläuft der Abgasweg durch den Filter und bei einer Überbeladung des Filters verläuft der Abgasweg durch den sekundären Filter. Weiterhin gelangt bei einer Überbeladung des Filters durch die Löschmittel-Einspritzdüse Löschmittel in den Filter. Mittels des Löschmittels kann die exotherme Wärme, die bei der plötzlichen Verbrennung von gespeicherten Rußpartikeln entsteht, begrenzt werden. Der Filter ist als Wandflußfilter und der sekundäre Filter als Durchflußfilter ausgebildet.
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Bei einer Überladung des Filters, der auch primärer Filter oder Hauptfilter genannt werden kann, wird der sekundäre Filter aktiviert, der nun den Abgasstrom filtert. Bei Überbeladung wird gemäß der Erfindung der Abgasstrom weiterhin gefiltert, so dass Emissionsvorschriften immer noch eingehalten werden und Schäden im Abgasnachbehandlungssystem vermieden werden.
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Der Abgasstrom kann bei Überbeladung des Filters nur durch den sekundären Filter oder durch den sekundären und zu einem gewissen Teil durch den (primären) Filter verlaufen. Neben der Überbeladung können so auch Fehlerzustände des Filters, bei denen sich der Abgasgegendruck erhöht, entschärft werden. Entsprechend kann der Modus, in dem der oder die sekundären Filter aktiviert sind, auch als Fehlersicherheits- oder Ausfallsicherheitsmodus bezeichnet werden. In diesem Modus kann der Filter regeneriert und/oder ein Filtertausch veranlaßt werden.
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Der sekundäre Filter kann den Filter umgeben. Dies ist eine strömungstechnisch gute Anordnung, die zudem platzsparend und mit den gängigen Einbaumaßen kompatibel ist. Der Partikelfilter kann eine zylindrische Form haben, die gut mit dem rohrförmigen Abgassystem harmoniert.
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Stromaufwärts des Filters kann ein Ventil zum Umleiten des Abgaswegs angeordnet sein. Mit diesem Ventil kann der Abgasstrom zwischen den beiden Filtern aufgeteilt werden. Entweder verläuft der Abgasstrom im Normalbetrieb durch den Filter oder in einem Fehler-Sicherheits-Modus durch den sekundären Filter. Ein gemischter Betrieb, in dem der Abgasstrom durch beide Filter verläuft ist ebenfalls möglich. Das Ventil erlaubt eine genaue Steuerung des Abgasstroms.
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Stromaufwärts des sekundären Filters kann ein weiteres Ventil zum Umleiten des Abgasstroms angeordnet sein. Mit diesem weiteren Ventil oder Ventilen kann der sekundäre Filter geschlossen werden, um so den Abgasstrom ausschließlich durch den Filter zu lenken.
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Die Löschmittel-Einspritzdüse kann in einem Eingangsbereich des Filters angeordnet sein, wobei der Eingangsbereich des Filters stromabwärts eines Eingangsbereichs des sekundären Filters ist. Durch die Anordnung der Löschmittel-Einspritzdüse in einem Eingangsbereich des Filters oder nahe einer Eintrittsfläche des Filters kann das Löschmittel gezielt in den Filter gelangen. Wenn der Eingangsbereich des Filters oder die Löschmittel-Einspritzdüse stromabwärts eines Eingangsbereichs des sekundären Filters angeordnet ist, kann sicher gestellt werden, dass kein Löschmittel in den sekundären Filter gelangt.
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Als Löschmittel kann komprimierter Stickstoff oder eine Flüssigkeit wie Wasser vorgesehen sein. Andere Gase oder Flüssigkeiten können ebenfalls verwendet werden, solange sie geeignet sind Wärme abzuführen und/oder die Sauerstoffkonzentration zu senken.
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Die Erfindung kombiniert einen als Wandflußfilter ausgebildeten (primären) Filter und einen als Durchflußfilter ausgebildeten sekundären Filter. Bauartbedingt muß der primäre Wandflußfilter periodisch regeneriert werden, wobei dann der sekundäre Filter zur Abgasreinigung zur Verfügung steht.
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Die Reinigung eines Abgasstroms einer Verbrennungsanlage, insbesondere eines Motors eines Kraftfahrzeugs, umfasst die folgenden Schritte:
- – Reinigen des Abgasstroms mit einem Filter,
- – Reinigen des Abgasstroms mit einen sekundären Filter bei einer Überbeladung des Filters, und
- – Einspritzen eines Löschmittels in den Filter bei Überbeladung des Filters.
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Die gleichen Vorteile und Modifikationen wie oben beschrieben gelten ebenfalls hier. Durch die Umleitung des Abgasstroms wird eine Beeinträchtigung oder Schädigung der Verbrennungsanlage durch Erhöhung des Abgasgegendrucks vermieden. Durch Einspritzen des Löschmittels wird die Beeinträchtigung besonders effektiv begrenzt.
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Mittels eines Ventils kann der Abgasstrom zwischen dem Filter und dem sekundären Filter verteilt werden. Wie oben beschrieben sind sowohl vollständige Umlenkungen des Abgasstroms in den Filter oder den sekundären Filter als auch ein Mischbetrieb möglich.
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Mittels des Ventils kann die Sauerstoffkonzentration im Abgas reguliert werden. Damit kann die Rate der Rußverbrennung begrenzt, um zum Beispiel bestimmte Emissionsvorschriften einzuhalten.
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Das Löschmittel kann eine Wärmesenke für das Abgas bilden und zu einer plötzlichen Abkühlung führen, die benötigt wird, um die von einer plötzlichen Verbrennung von gespeichertem Ruß erzeugte exotherme Wärme zu begrenzen. Dadurch können Beschädigungen des Filters und des weiteren Abgasnachbehandlungssystems vermieden werden. Gleichzeitig können die Emissionswerte verbessert werden.
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Das Löschmittel kann die Sauerstoffkonzentration im Abgas regulieren. Darüber hinaus kann das Löschmittel Sauerstoffgas in Einlagerungsräumen des Filters begrenzen. Somit trägt das Löschmittel zu einer besseren Filtereffizienz und besserem Betrieb des Abgasnachbehandlungssystems bei.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben, in denen zeigen:
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1 einen Filter gemäß der Erfindung im Normalbetrieb.
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2 den Filter gemäß der Erfindung in einem Fehler-Sicherheits-Betrieb.
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3 den Filter gemäß der Erfindung in einem Mischbetrieb.
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Die Zeichnungen dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung und schränken diese nicht ein. Die Zeichnungen und die einzelnen Teile sind nicht notwendigerweise maßstäblich. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche oder ähnliche Teile.
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1 zeigt einen Abgassystem oder Abgasnachbehandlungssystem 1 für einen Verbrennungsmotor beispielsweise eines Kraftfahrzeugs. Durch eine Abgasleitung 2 strömt der von dem Verbrennungsmotor erzeugte Abgasstrom 3 in Richtung eines Auslasses oder Auspuffs.
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In der in der Abgasleitung 2 ist ein Partikelfilter 4 angeordnet, der auch Bestandteil der Abgasleitung 2 oder des Abgassystems 1 sein kann. Der Partikelfilter 4 dient zur Filterung von Partikeln aus dem Abgasstrom 3, um Emissionen zu verringern. Der Abgasstrom 3 verläuft in dem Partikelfilter 4 entlang eines oder mehrerer Abgaswege 3, die das gleiche Bezugszeichen tragen wie der der Abgasstrom 3.
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Für die Filterung enthält der Partikelfilter 4 einen Filter 5, der hier als Wandflußfilter ausgeführt ist. Stromaufwärts vor dem Filter 5 ist ein Eingangsbereich 6 des Filters 5 angeordnet, der den Querschnitt der Abgasleitung 2 auf den größeren Querschnitt des Filters 5 erweitert. Stromabwärts des Filters 5 ist ein Austrittsbereich 7 angeordnet, der den Querschnitt wieder auf den Querschnitt der Abgasleitung 2 verringert. Der Filter 5 und der Partikelfilter 4 insgesamt sind rotationssymmetrisch zu einer Rotationsachse 8 ausgebildet. Der Innenbereich des Filters 5 insbesondere Strömungskanäle und/oder Wände müssen nicht rotationssymmetrisch sein.
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Der Filter 5 ist von einem sekundären Filter 9 umgeben, der ebenfalls wie der (primäre) Filter 5 Filterelemente, wie zum Beispiel Kanäle, Wände und/oder geeignetes Material, enthält. Der sekundäre Filter 9 ist von dem Filter 5 baulich getrennt, d. h. es findet keine Kommunikation des Abgasstroms 3 zwischen den beiden Filtern 5 und 9 statt. Stromaufwärts vor dem sekundären Filter 9 ist ein Eingangsbereich 10 des sekundären Filters 9 angeordnet. Die Abgasleitung 2 verzweigt also in die Eingangsbereiche 6 und 10 der beiden Filter 5 und 9. Der Eingangsbereich 6 des (primären) Filters 5 ist stromabwärts des Eingangsbereichs 10 des sekundären Filters 9 angeordnet. Der Begriff Eingangsbereich umfaßt sowohl die Eintrittsöffnung zwischen der Abgasleitung 2 und dem anschließenden Vorraum zum eigentlichen Filter als auch den Vorraum oder eine Kombination von beiden.
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In dem Eingangsbereich 6 ist ein Ventil 11 angeordnet, welches den Eingangsbereich 6 und damit die Abgasleitung 2 mit dem Filter 5 verbindet. Das Ventil 11 kann auch als Einlaßventil bezeichnet werden. In 1 ist das Ventil 11 in geöffnetem Zustand gezeigt. Die Funktion des Ventils 11 wird später in einer Zusammenschau mit den weiteren Figuren beschrieben.
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Das Ventil 11 ist derartig angeordnet, dass es den Abgasstrom 3 in den Filter 5 direkt steuert, das heißt den Querschnitt zu dem Filter 5 verkleinern oder vergrößern kann. Der Abgasstrom 3 in den sekundären Filter 9 wird gewissermaßen indirekt gesteuert, indem bei geschlossenem Ventil 11 ein Rückstau vor dem Eingangsbereich 6 entsteht, woraufhin der Abgasstrom 3 durch den Eingangsbereich 10 des sekundären Filters 9 verläuft (vollständig oder teilweise). Zusätzlich können ein oder mehrere nicht dargestellte Ventile im Eingangsbereich 10 des sekundären Filters 9 angeordnet sein. Es ist auch möglich, ein Ventil oder eine Ventilanordnung vorzusehen, die beide Eingangsbereiche 6, 10 und somit beide Filter 5 und 9 steuert.
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In dem Eingangsbereich 6 ist weiterhin eine Löschmittel-Einspritzdüse 12 zum Einspritzen von Löschmittel 13 (2 und 3) in den Filter 5 beziehungsweise in das Abgas vor dem Filter 5 vorgesehen. Das Löschmittel 13 dient zur Begrenzung von exothermer Wärme, die bei einer plötzlichen Verbrennung von Rußpartikeln entsteht. Zudem kann das Löschmittel 13 oder weitere Flüssigkeiten oder Gase, die ebenfalls mittels der Löschmittel-Einspritzdüse 12 eingebracht werden können, die Emissionswerte des Abgases und/oder die weitere Abgasnachbehandlung verbessern.
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Die Löschmittel-Einspritzdüse 12 kann auch als Einspritzventil bezeichnet werden und hat eine oder mehrere Öffnungen, die gasförmiges und/oder flüssiges Löschmittel oder weitere Mittel in den Eingangsbereich 6 oder den Filter 5 einbringen. Die Dosierung und/oder Mischung der Mittel kann entweder in der Einspritzdüse 12 oder in einer Zuleitung 12a beziehungsweise vorgeschalteten Tanks oder Reservoirs geschehen.
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Sowohl das Ventil 11 als auch die Löschmittel-Einspritzdüse 12 können von einer oder mehreren Steuereinheiten gesteuert werden. Die Steuerung kann auf Meßwerten von nicht dargestellten Sensoren mit Meßgrößen wie zum Beispiel Temperatur, Druck, Zusammensetzung des Abgases oder ähnlichem basieren. Weiterhin können Betriebsmodi oder -zustände des Motors und/oder Elementen des Abgasnachbehandlungssystems wie zum Beispiel eines Katalysators berücksichtigt werden.
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Im folgenden wird anhand der 1, 2 und 3 der Betrieb des Partikelfilters 4 beschrieben.
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Wenn der Filter 5 voll funktionstüchtig ist, d. h. keine Beschädigung oder Überbeladung mit Partikeln vorliegt, befindet sich der Partikelfilter 4 in einem Normalbetrieb (1). In diesem Normalbetrieb ist das Ventil 11 vollständig geöffnet und die Löschmittel-Einspritzdüse 12 ist nicht aktiv. Der von dem Partikelfilter 4 erzeugte Abgasgegendruck befindet sich in einem normalen Bereich, der den Motor oder das Abgassystem nicht beschädigt oder die Leistung mindert. Der Abgasstrom 3, der durch die Abgasleitung 2 strömt, strömt zur Reinigung durch den Filter 5. Der Abgasweg 3a verläuft somit im Normalbetrieb im wesentlichen durch den Filter 5, der sekundäre Filter 9 ist nicht aktiv. Ein kleiner Leck- oder Nebenstrom des Abgases 3b durch den sekundären Filter 9 ist akzeptabel. Sollte dieser nicht gewünscht sein, kann ein weiteres nicht dargestelltes Ventil den Zufluß zu dem sekundären Filter 9 sperren. Ansonsten ist der Nebenstrom des Abgases 3a im wesentlichen kontrolliert von dem Verhältnis der Flußbeschränkungen des Filters 5 und des sekundären Filters 9 und der hauptsächlich in dem Filter 5 gesammelten Masse an Ruß.
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Mit laufendem Betrieb des Verbrennungsmotors lagern sich immer mehr Partikel in dem Filter 5 ab, so dass die Beladung des Filters 5 mit Partikeln stetig zunimmt, wodurch sich der Strömungswiderstand des Filters 5 erhöht. Dadurch steigt der Abgasgegendruck an, bis er einen Wert erreicht, an dem die Leistungsfähigkeit des Verbrennungsmotors beeinträchtigt wird oder dem Verbrennungsmotor bzw. dem Abgassystem Beschädigungen drohen.
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Nun wechselt der Partikelfilter 4 in einen in 2 dargestellten Fehlersicherheitsmodus, in dem der Abgasweg 3 d. h. der Fluß des Abgasstroms 3b durch den sekundären Filter 9 verläuft.
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In dem Fehler-Sicherheits-Betrieb wird das Löschmittel 13 wie zum Beispiel komprimierter Stickstoff oder Wasser in den Filter 5 dosiert. Dieses Einbringen kann direkt in dem Filter 5 oder indirekt durch Vermischung des Löschmittels 13 mit Abgas vor dem Filter 5 geschehen. Zur Steuerung des Abgasstroms 3 wird das Ventil 11 geschlossen, so dass das Abgas lediglich entlang des Strömungswegs 3b durch den sekundären Filter 9 verläuft. Das Löschmittel 13 agiert zunächst als Wärmesenke und kühlt zum Beispiel im Fall einer Wassereinspritzung den Filter 5 bzw. das Abgas ab. Weiterhin verursacht die Expansion des eingebrachten Mittels eine plötzliche Abkühlung, die eine bei plötzlicher Verbrennung entstehende exotherme Wärme begrenzt, welche den Filter und weitere Elemente beschädigen kann. Zudem begrenzt das Löschmittel 13 die Sauerstoffkonzentration im Abgas und das in dem Filter eingelagerte oder einzulagernde Sauerstoffgas.
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Auslöser für den Wechsel des Betriebsmodus kann der Abgasgegendruck des Filter 5 und damit des Partikelfilters 4 sein. Der Abgasgegendruck kann entweder durch einen nicht dargestellten Sensor zum Beispiel in den Eingangsbereichen oder in der Abgasleitung 2 ermittelt werden. Überschreitet der Abgasgegendruck eine gewisse Schwelle, die vorgegeben und/oder veränderbar sein kann, schließt sich das Ventil 11, damit der Abgasweg durch den sekundären Filter 9 verläuft. Das Ventil 11 kann entweder fremd betätigt, etwa durch einen Motor oder eine Mechanik, oder selbst mit einem an oder in dem Ventil angeordneten Mechanismus, wie einer Feder, geöffnet und geschlossen werden.
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Nun wird der Abgasstrom 3 von dem sekundären Filter 9 gefiltert. Nach der Filterung gelangen die Abgase in den Austrittsbereich 7 und von dort in die Abgasleitung 2.
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Während der Abgasstrom 3 durch den sekundären Filter 9 verläuft, kann neben der Einbringung von Löschmittel 13 eine Regeneration des primären Filters 5 durchgeführt werden, um dessen Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Die Regeneration kann gegebenenfalls Bestandteil des Einbringens sein oder zeitlich versetzt durchgeführt werden. Das Löschmittel 13 kann auch verwendet werden, um eine Regeneration in bestimmten Grenzen zu halten oder schnell abzuschließen.
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Der sekundäre Filter 9 ist dermaßen aufgebaut, dass bei einer Überbeladung des sekundären Filters 9 dessen Filtereffizienz sinkt und der Abgasgegendruck auf einem normalen Pegel bleibt. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass auch bei einem längeren Betrieb des sekundären Filters 9 der Abgasgegendruck nicht so weit erhöht wird, dass die Leistungsfähigkeit des Verbrennungsmotors gemindert oder der Verbrennungsmotor beschädigt wird.
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Die Löschmittel-Einspritzdüse 12 und das Ventil 11 können gleichzeitig oder nacheinander aktiviert werden, wobei entweder das Ventil 11 oder die Düse 12 zuerst aktiviert werden kann. Es kann unter Umständen auch vorgesehen sein, nur die Löschmittel-Einspritzdüse 12 zu aktivieren, da der durch den Filter 5 bzw. dessen Beladung hervorgerufene Staudruck den Abgasstrom durch den sekundären Filter 9 leitet. Das Ventil 11 kann des weiteren zur Steuerung der Sauerstoffkonzentration im Abgas verwendet werden, um die Rate der Rußverbrennung zu begrenzen.
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Wenn der Filter 5 regeneriert und/oder ausgetauscht ist, wobei je nach Bauart des Partikelfilters 4 der Filter 5 oder der komplette Partikelfilter 4 getauscht wird, verläuft der Abgasstrom wieder durch den Filter 5. Da der Abgasgegendruck bei einem ordnungsgemäßen Filter 5 wieder auf einem normalen Pegel ist, ist das Ventil 11 geöffnet.
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In 3 ist ein Mischbetrieb gezeigt, in dem sich das Ventil 11 in einer Zwischenstellung zwischen vollständig offen (1) und vollständig geschlossen (2) befindet. Dieser Mischbetrieb erlaubt eine hohe Flexibilität zum Beispiel zur Anpassung an verschiedene Betriebszustände von Motor und/oder Abgasnachbehandlungssystem. Weiterhin erlaubt der Mischbetrieb eine genaue Steuerung des gesamten Partikelfilters 4. Durch die Aufteilung des Abgasstroms 3 in zwei Strömungswege 3a, 3b durch den Filter 5 und den sekundären Filter 9 können Parameter wie Druck, Temperatur und Zusammensetzung des Abgases gesteuert werden. Auch das Einbringen von Löschmittel 13 und die Regeneration des Filters 5 kann durch Variation der durchströmenden Abgasmenge mittels des Ventils 11 beeinflußt werden.