DE102011075042A1 - Hydraulisches Abstützelement - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Abstützelement für einen Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem Gehäuse, in dessen Bohrung ein Druckkolben sitzt, wobei zwischen einer Unterstirn des Druckkolbens und einer Unterseite des Gehäuses ein Hochdruckraum für Hydraulikmittel verläuft, der durch ein sich in dessen Richtung öffnendes Rückschlagventil verschließbar ist, wobei das Gehäuse einen Durchtritt für das Hydraulikmittel hat, der radial innen mit einem Durchlass im Druckkolben kommuniziert, wobei der Druckkolben eine Umlenkhülse für das Hydraulikmittel aufweist, die axial unterhalb des Durchlasses am Innenmantel des Druckkolbens fest anliegt und sich bis in die Nähe eines das Gehäuse überragenden Kopfes des Druckkolbens erstreckt, wobei zwischen der Umlenkhülse und dem Innenmantel ein Steigpfad für das Hydraulikmittel gebildet ist, der vom Durchlass ausgeht und im Bereich des Kopfes in einen Vorratsraum innerhalb der Umlenkhülse unmittelbar vor das Rückschlagventil führt und wobei der Hochdruck- aus dem Vorratsraum mit dem Hydraulikmittel versorgbar ist.
- Ein derartiges Abstützelement geht aus der
DE 10 2004 006 903 A1 hervor. Dessen Umlenkhülse hält einen Bereich unmittelbar vor dem Rückschlagventil und somit vor dem Hochdruckraum größtenteils frei von Luftblasen, Ölverschäumung und Verwirbelungen. Aufgrund des somit weitestgehend gasfrei im Vorratsraum gehaltenen und „beruhigten“ Hydraulikmittels ist eine Kompressibilität des Hochdruckraumes gut eliminiert, so dass bei Nockenhub stets der gewünschte Gaswechselquerschnitt vorherrscht. - Es wird jedoch festgestellt, dass die Umlenkhülse bei Motorstart letztlich eine unerwünschte Barriere für eine ausreichend schnelle Zufuhr des Hydraulikmittels darstellt, so dass im Worst-Case doch Luft in den Hochdruckraum gesaugt wird, was aufgrund der dann unerwünscht erhöhten Schließgeschwindigkeit der Gaswechselventile zu Klappergeräuschen (Ventiltickern) führen kann.
- Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die o. g. Nachteile auszuschalten.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Umlenkhülse axial oberhalb ihrer Anlage am Innenmantel des Druckkolbens wenigstens eine Perforierung wie einen Schlitz, ein Fenster oder eine Bohrung aufweist.
- Somit liegt ein hydraulisches Abstützelement vor, das auch schaltbarer Natur sein kann, bei dem die genannten Nachteile beseitigt sind. Die Umlenkhülse hat eine verbesserte Hydraulikmitteldurchlässigkeit in Einlassrichtung, so dass bei Motorstart stets eine ausreichende Menge an Hydraulikmittel vor dem Rückschlagventil akkumuliert ist, was eine ordnungsgemäße Spielausgleichsfunktion garantiert. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die Bevorratungs- als auch die Beruhigungsfunktion der Umlenkhülse gegeben ist.
- Besonders bevorzugt ist es, wenn die wenigstens eine Perforierung (Schlitz, Bohrung, Fenster u. a.) umfangsversetzt zum Durchlass im Druckkolben liegt. Somit wird ein mehr oder weniger direktes Einströmen des Hydraulikmittels in den Vorratsraum vermieden, was zu dessen Verwirbelung führen könnte. Die wenigstens eine Perforierung liegen in sinnvoller Art und Weise axial deutlich beabstandet von der Unterstirn des Druckkolbens mit dem Rückschlagventil.
- Im Fall einer Ausbildung der wenigstens einen Perforierung als Längsschlitz kann dieser auch als sich in Richtung zum Vorratsraum (radial nach innen) öffnende Lippe dargestellt sein, was ein Leerlaufen des Vorratsraums bei Motorstillstand behindert oder was dafür sorgt, dass eine vergleichsweise große Hydraulikmittelmenge im Vorratsraum gespeichert bleibt.
- Das Umlenkelement kann spanlos aus Stahlblech hergestellt sein, wobei dessen zumindest einer Längsschlitz bspw. von einem Rand der Umlenkhülse ausgehen und durch einen einfachen Fräs- oder Schneidvorgang dargestellt sein kann.
- Eine einfache Variante einer Befestigung des Umlenkelements am Innenmantel des Druckkolbens ist Gegenstand eines weiteren Unteranspruchs. Demnach verläuft dieser unterhalb vom Durchlass fest an einer unteren Stirn einer Ringeinformung des Druckkolbens und ist bspw. angeschweißt oder angeschnappt.
- Vorgesehen ist es auch, den Druckkolben zweizuteilen. Somit vereinfacht sich dessen Herstellung. Die beiden Axialkomponenten können sehr simpel aufeinander gestellt oder miteinander gefügt bzw. verschweißt sein. Dabei kann zumindest eine Komponente aus Leichtbauwerkstoff wie Stahlblech gefertigt sein.
- Die gemäß einem weiteren Unteranspruch vorgeschlagene (gedrosselte) Entlüftungsöffnung erlaubt ein Ableiten von unerwünschter Luft aus dem Hydraulikmittelstrom schon vor einem Eintritt des Hydraulikmittels in den Vorratsraum.
- Zudem ist es in Konkretisierung der Erfindung vorgesehen, den Steigpfad entweder allumlaufend am Außenmantel der Umlenkhülse darzustellen oder diesen wenigstens als Ringsegment auszubilden. Alternativ kommt auch eine kanalartige Gestaltung infrage. Der Steigpfad kann auch direkt entweder in die Hülse eingeformt sein oder am Innenmantel des Druckkolbens verlaufen.
- Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 einen Längsschnitt durch ein Abstützelement mit durchgehend geschlitztem Umlenkelement und -
2 eine Ansicht wie vorgenannt, jedoch mit nicht durchgehend geschlitztem Umlenkelement. - Dargestellt ist ein hydraulisches Abstützelement
1 für einen Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine. Dieses hat ein topfartiges Gehäuse2 , in dessen Bohrung3 ein axial beweglicher Druckkolben4 sitzt. Letztgenannter überragt mit seinem einer Anlage eines Schlepphebels dienenden Kopf13 das Gehäuse2 . - Zwischen einer Unterstirn
5 des Druckkolbens4 und einer Unterseite6 des Gehäuses2 verläuft ein Hochdruckraum7 für Hydraulikmittel. Dieser ist durch ein an der Unterstirn5 sitzendes und sich in dessen Richtung öffnendes Rückschlagventil8 verschließbar. - Das Gehäuse
2 hat einen Durchtritt9 für das Hydraulikmittel, welches Hydraulikmittel radial innen mit einem Durchlass10 im Druckkolben4 kommuniziert. Wie in beiden Figuren zu erkennen ist, weist der Druckkolben4 eine Umlenkhülse11 für das Hydraulikmittel auf. Diese ist axial unterhalb des Durchlasses10 am Innenmantel12 des Druckkolbens4 dichtend befestigt. Der Durchlass10 liegt hierbei in einer Ringeinformung18 des Druckkolbens4 , wobei die Umlenkhülse11 an einer unteren Ringschulter19 der Ringeinformung18 anliegt. - Die Umlenkhülse
11 geht bis in die Nähe des Kopfes13 . Zwischen der Umlenkhülse11 und dem Innenmantel12 ist ein Steigpfad14 für das Hydraulikmittel gebildet (s. a. Pfeildarstellung in2 ), welcher vom Durchlass10 ausgeht und im Bereich des Kopfes13 in einen Vorratsraum15 innerhalb der Umlenkhülse11 unmittelbar vor das Rückschlagventil8 führt. - Wie aus
1 entnehmbar ist, weist die Umlenkhülse11 , axial oberhalb ihrer Anlage am Innenmantel12 des Druckkolbens4 , eine als Längsschlitz ausgebildete Perforierung16 auf, die bis zu einem Rand17 reicht. Nach2 sind mehrere, umfangsverteilte Längsschlitze vorgesehen, die axial unterhalb vom Rand17 enden. - Nach Stillstand der Brennkraftmaschine und deren Wiederbefeuerung sorgt die Umlenkhülse
11 einerseits dafür, dass weitestgehend luftblasenfreies sowie „beruhigtes“ Hydraulikmittel vor dem Rückschlagventil8 gespeichert ist. Zum anderen gelangt über die wenigstens eine umfangsversetzt zum Durchlass10 ausgeführte Perforierung16 „beschleunigt“ Hydraulikmittel in den Vorratsraum15 . - Den Figuren ist des weiteren entnehmbar, dass der Druckkolben
4 innerhalb des Gehäuses2 aus zwei physisch getrennten Axialabschnitten besteht, nämlich einem oberen Abschnitt20 mit der Umlenkhülse11 und einem unteren Abschnitt21 mit der Unterstirn5 und dem Rückschlagventil8 . - Über die in beiden Figuren in der linken Bildhälfte eingezeichnete Entlüftungsöffnung
22 , die axial oberhalb vom Durchlass10 , jedoch innerhalb vom Gehäuse2 liegt, kann im Hydraulikmittelstrom vorhandene Luft noch vor einem Eintritt in den Vorratsraum15 entweichen. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Abstützelement
- 2
- Gehäuse
- 3
- Bohrung
- 4
- Druckkolben
- 5
- Unterstirn
- 6
- Unterseite
- 7
- Hochdruckraum
- 8
- Rückschlagventil
- 9
- Durchtritt
- 10
- Durchlass
- 11
- Umlenkhülse
- 12
- Innenmantel
- 13
- Kopf
- 14
- Steigpfad
- 15
- Vorratsraum
- 16
- Perforierung
- 17
- Rand
- 18
- Ringeinformung
- 19
- Ringschulter
- 20
- oberer Abschnitt
- 21
- unterer Abschnitt
- 22
- Entlüftungsöffnung
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102004006903 A1 [0002]
Claims (11)
- Hydraulisches Abstützelement (
1 ) für einen Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine, mit einem Gehäuse (2 ), in dessen Bohrung (3 ) ein Druckkolben (4 ) sitzt, wobei zwischen einer Unterstirn (5 ) des Druckkolbens (4 ) und einer Unterseite (6 ) des Gehäuses (2 ) ein Hochdruckraum (7 ) für Hydraulikmittel verläuft, der durch ein sich in dessen Richtung öffnendes Rückschlagventil (8 ) verschließbar ist, wobei das Gehäuse (2 ) einen Durchtritt (9 ) für das Hydraulikmittel hat, der radial innen mit einem Durchlass (10 ) im Druckkolben (4 ) kommuniziert, wobei der Druckkolben (4 ) eine Umlenkhülse (11 ) für das Hydraulikmittel aufweist, die axial unterhalb des Durchlasses (10 ) am Innenmantel (12 ) des Druckkolbens (4 ) fest anliegt und sich bis in die Nähe eines das Gehäuse (2 ) überragenden Kopfes (13 ) des Druckkolbens (4 ) erstreckt, wobei zwischen der Umlenkhülse (11 ) und dem Innenmantel (12 ) ein Steigpfad (14 ) für das Hydraulikmittel gebildet ist, der vom Durchlass (10 ) ausgeht und im Bereich des Kopfes (13 ) in einen Vorratsraum (15 ) innerhalb der Umlenkhülse (11 ) unmittelbar vor das Rückschlagventil (8 ) führt und wobei der Hochdruck- aus dem Vorratsraum (7 ,15 ) mit dem Hydraulikmittel versorgbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkhülse (11 ) axial oberhalb ihrer Anlage am Innenmantel (12 ) des Druckkolbens (4 ) wenigstens eine Perforierung (16 ) wie einen Schlitz, ein Fenster oder eine Bohrung aufweist. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforierung (
16 ) umfangsversetzt zu dem Durchlass (10 ) ist. - Abstützelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass umfangsverteilt mehrere Perforierungen (
16 ) vorgesehen sind. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, im Fall einer Ausbildung der wenigstens einen Perforierung (
16 ) als Längsschlitz, dieser bis an einen kopfseitigen Rand (17 ) der Umlenkhülse (11 ) führt. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlass (
10 ) im Druckkolben (4 ) in einer Ringeinformung (18 ) des Druckkolbens (4 ) verläuft, an deren unterer Ringschulter (19 ) beginnend die Umlenkhülse (11 ) ihren Festsitz am Innenmantel (12 ) des Druckkolbens (4 ) aufweist. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkolben (
4 ) innerhalb des Gehäuses (2 ) aus zwei physisch getrennten Axialabschnitten besteht, nämlich einem oberen Abschnitt (20 ) mit der Umlenkhülse (11 ) und einem unteren Abschnitt (21 ) mit der Unterstirn (5 ) und dem Rückschlagventil (8 ). - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, axial oberhalb vom Durchlass (
10 ) jedoch innerhalb vom Gehäuse (2 ), der Druckkolben (4 ) wenigstens eine Entlüftungsöffnung (22 ) hat. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steigpfad (
14 ) als segmentartiger oder allumlaufender Ringpfad dargestellt ist. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkhülse (
11 ) als dünnwandiges Leichtbauteil wie ein Blechteil ausgebildet ist. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkhülse (
11 ) am Innenmantel (12 ) des Druckkolbens (4 ) eingeschnappt, angeschweißt, angelötet, eingeklipst oder angeklebt ist. - Abstützelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforierung (
16 ) als sich unter Hydraulikmitteldruckbeaufschlagung in Richtung zum Vorratsraum (15 ) öffnende Dichtlippe darstellt.
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