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Die
Erfindung betrifft eine Fluidpumpe, insbesondere eine Kraftstoff-Hochdruckpumpe,
mit einem Pumpengehäuse,
einem Einlass, und einem Förderraum,
der von einem beweglichen Fördermittel begrenzt
wird.
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Eine
solche Fluidpumpe ist aus der
DE 195 39 885 A1 bekannt und kommt beispielsweise
bei Brennkraftmaschinen mit Kraftstoff-Direkteinspritzung zum Einsatz.
Bei derartigen Brennkraftmaschinen wird der Kraftstoff von der Fluidpumpe
auf einen hohen Druck komprimiert und in eine Kraftstoff-Sammelleitung
("rail") gefördert. Von
dieser gelangt der Kraftstoff unter hohem Druck über Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen
direkt in die Brennräume
der Brennkraftmaschine. Die Fluidpumpe saugt den Kraftstoff über einen
Einlass und ein Einlassventil in einen Förderraum an. Dieser wird von
einem hin- und herbewegbaren Förderkolben
begrenzt.
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Um
Druckschwankungen in einer Kraftstoffleitung auszugleichen, die
mit dem Einlass verbunden ist, ist ein Druckdämpfer vorgesehen. Zum Schutz
der beweglichen Teile innerhalb der Fluidpumpe ist ferner eine Filtereinrichtung
vorhanden, welche im herangeführten
Kraftstoff vorhandene Verunreinigungen herausfiltert. Diese ist üblicherweise in
einem Anschlussstutzen des Einlasses angeordnet.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fluidpumpe der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, dass sie einerseits möglichst
kleine Abmessungen aufweist und andererseits einfach und preiswert
hergestellt und montiert werden kann.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Fluidpumpe der eingangs genannten Art dadurch
gelöst,
dass in einem vom Einlass zum Förderraum
führenden
Strömungsweg
eine Erweiterung vorhanden ist, in der ein Multifunktionselement
angeordnet ist.
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Vorteile der
Erfindung
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Bei
der erfindungsgemäßen Fluidpumpe wird
die Anzahl der herzustellenden und zu montierenden Teile reduziert,
indem ein Multifunktionselement vorgesehen ist, welches also eine
Mehrzahl von Funktionen hat. Diese Funktionen können beispielsweise das Halten
und/oder Positionieren eines weiteren Elements sein, es kann zur
Aufbringung einer Haltekraft verwendet werden, und/oder es kann
ein Element vor einer Beschädigung
schützen.
Indem mehrere Funktionen in einem einzigen Bauteil zusammengefasst
sind, werden die Herstellung und die Montage der Fluidpumpe vereinfacht.
Darüber
hinaus wird Bauraum gespart, so dass die Fluidpumpe insgesamt kleiner
baut. Die Anordnung in einer Erweiterung ermöglicht es, das Multifunktionselement ausreichend
groß zu
machen, um die gewünschten Funktionen
erfüllen
zu können.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Fluidpumpe sind in Unteransprüchen angegeben.
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So
wird beispielsweise vorgeschlagen, dass das Multifunktionselement
einen Halteabschnitt zur Halterung einer Filtereinrichtung umfasst.
Durch die Anordnung des Multifunktionselements mit der Filtereinrichtung
in der Erweiterung des Strömungswegs kann
die Filtereinrichtung vergleichsweise groß bauen, was den Strömungswiderstand
verringert und den Wirkungsgrad der Fluidpumpe erhöht. Auf
einen Eingangsfilter, beispielsweise in einem Anschlussstutzen,
kann dann verzichtet werden. Durch die Halterung der Filtereinrichtung
durch das Multifunktionselement in der Erweiterung des Strömungswegs kann
die Filtereinrichtung darüber
hinaus unabhängig
von der Position eines Anschlussstutzens ausgelegt und somit für mehrere
unterschiedliche Fluidpumpenarten verwendet werden.
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Ferner
wird der Zerspanungsaufwand bei der Herstellung des Pumpengehäuses verringert,
da die Schnittstelle der Filtereinrichtung zum Pumpengehäuse hin
deutlich vereinfacht wird. Diese Schnittstelle kann im Allgemeinen
als ebene Fläche
ohne beispielsweise sonst notwendige Ansenkungen ausgeführt werden.
Dabei kann das gleiche Multifunktionselement ganz unterschiedlich
geformte Filtereinrichtungen haltern, beispielsweise ovale, nierenförmige, dreiecksförmige, etc.,
um gegebenenfalls auch ganz unterschiedliche Lagen und Formen der
zur Erweiterung hin und von der Erweiterung weg führenden
Kanäle
abzudecken.
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Dabei
wird der Montageaufwand nochmals vereinfacht, wenn die Filtereinrichtung
in das Multifunktionselement integriert ist. Möglich ist beispielsweise, dass
die Filtereinrichtung in Form eines Filtersiebs in das Multifunktionselement
eingespritzt ist.
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Ferner
kann die Filtereinrichtung eine Dichtlippe aufweisen, die mit einem
Dichtbereich am Pumpengehäuse
zusammenarbeitet. Dies ermöglicht
die Ausgestaltung eines besonders einfachen Dichtbereiches am Pumpengehäuse, was
die Herstellkosten der erfindungsgemäßen Fluidpumpe nochmals senkt.
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Das
Multifunktionselement kann ferner einen Vorspannabschnitt umfassen,
welcher eine Filtereinrichtung gegen das Pumpengehäuse vorspannt.
Dies verbessert die Abdichtung zwischen der Filtereinrichtung und
dem Pumpengehäuse
und erhöht
die Betriebssicherheit der Fluidpumpe.
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Vorgeschlagen
wird auch, dass das Multifunktionselement einen Schutzabschnitt
umfasst, welcher im Bereich einer Verbindungsstelle eines den Strömungsweg
wenigstens bereichsweise begrenzenden Gehäusedeckels mit einem Gehäusekörper des
Pumpengehäuses
so angeordnet ist, dass er beim Herstellen der Verbindung das Eindringen
von Partikeln in den Strömungsweg
verhindert oder zumindest vermindert. Eine solche Verbindung wird
beispielsweise durch Löten
oder Schweißen hergestellt.
Hierbei können
beispielsweise Schweißpartikel
in den Strömungsweg
gelangen, welche im Betrieb der Brennkraftmaschine beispielsweise
in Ventileinrichtungen verklemmen können. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
der Fluidpumpe wird also die Betriebssicherheit verbessert bzw. überhaupt
der Einsatz von Montageprozessen wie beispielsweise Schweißen ermöglicht.
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Weiterhin
kann das Multifunktionselement mindestens einen Positionierabschnitt
umfassen, welcher einen Druckdämpfer
zumindest in einer Raumebene positioniert. Möglich ist beispielsweise die
Verwendung eines als abgeschlossenes Volumen ausgebildeten Druckdämpfers (Membrandämpfer), der
beispielsweise durch das Multifunktionselement innerhalb der Erweiterung
zentriert werden kann. Hierdurch werden im Betrieb Geräusche vermindert und
die volle Funktionsfähigkeit
des Druckdämpfers wird
sicher gestellt.
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Möglich ist
auch, dass das Multifunktionselement einen Stützabschnitt umfasst, an dem
sich ein Druckdämpfer
abstützt,
wobei der Stützabschnitt
Federeigenschaften aufweist. Dies ermöglicht es, den Druckdämpfer mit
einer vorgegebenen Kraft beispielsweise gegen einen Gehäusebereich
zu beaufschlagen, wodurch der Druckdämpfer sicher gehalten und bei
der Montage besondere Einstellarbeiten vermieden werden. Darüber hinaus
gestattet dies, einen Gasdruckdämpfer
zu verwenden, der mit einem Innendruck beaufschlagt ist.
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Das
Multifunktionsteil kann ein Blechformteil sein oder ein Kunststoff-Spritzgussteil.
Ein Blechformteil bietet aufgrund seiner Elastizität gewisse Vorteile,
ein Kunststoff-Spritzgussteil ist besonders preiswert herstellbar.
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Besonders
vorteilhaft ist es auch, wenn ein Befestigungsabschnitt des Multifunktionsteils
einen zapfenartigen Vorsprung und ein entsprechender Befestigungsabschnitt
des Pumpengehäuses
eine entsprechende Ausnehmung umfassen. Hierdurch wird das Multifunktionsteil
gegenüber
dem Pumpengehäuse
auf einfach montierbare Art und Weise sicher zugeordnet bzw. ausgerichtet.
Dabei kann der zapfenartige Vorsprung einstückig mit dem Multifunktionsteil
ausgebildet sein, oder es kann sich um ein separates, am Multifunktionsteil
befestigtes Teil (Schraube oder Bolzen) handeln. Selbstverständlich ist
es auch möglich,
dass der zapfenartige Vorsprung am Pumpengehäuse und stattdessen die Ausnehmung
am Multifunktionsteil vorhanden ist.
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Ferner
kann ein Befestigungsabschnitt des Multifunktionsteils mit einem
die Erweiterung wenigstens bereichsweise begrenzenden Gehäusedeckel zusammenarbeiten.
Dies gestattet es, das Multifunktionsteil mit den von ihm gehalterten
und/oder positionierten und/oder geschützten Teilen zusammen mit dem
Gehäusedeckel
vorzumontieren und dann als gesamte Einheit beispielsweise an einem
Pumpenkörper
des Pumpengehäuses
zu befestigen. Hierdurch wird die Montage erheblich erleichtert.
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In
Weiterbildung hierzu wird vorgeschlagen, dass an dem Gehäusedeckel
ein Anschlussstutzen befestigt ist. Am Pumpenkörper des Pumpengehäuses sind
somit weniger spanabhebende Arbeiten erforderlich, was dessen Herstellung
vereinfacht und preiswerter macht. Gleichzeitig wird auf diese Weise die
zumindest bereichsweise vom Gehäusedeckel begrenzte
Erweiterung automatisch Teil des Strömungswegs vom Einlass zum Förderraum
hin.
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Die
Abmessungen der erfindungsgemäßen Fluidpumpe
werden dann reduziert, wenn der Gehäusedeckel im Bereich der Befestigung
des Anschlussstutzens zu einem Gehäusekörper des Pumpengehäuses hin
eingezogen ist.
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Ferner
wird zum Schutz und zur Erhöhung der
Lebensdauer der Filtereinrichtung vorgeschlagen, dass ein Filtergewebe
der Filtereinrichtung wenigstens im Wesentlichen parallel zu einer
Prallfläche und/oder
in einem solchen Abstand zu einer Prallfläche angeordnet ist, dass die
Strömungsgeschwindigkeit
des Fluids hierdurch begrenzt ist.
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Zeichnungen
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Nachfolgend
werden besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung näher
erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine mit einer Hochdruck-Fluidpumpe;
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2 einen
Teilschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der Fluidpumpe
von 1;
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3 eine
vergrößerte Detailansicht
der Fluidpumpe von 2;
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4 eine
Darstellung ähnlich 3 einer alternativen
Ausführungsform
einer Fluidpumpe;
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5 eine
Darstellung ähnlich 3 einer nochmals
abgewandelten Ausführungsform
einer Fluidpumpe und
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6 einen
Teilschnitt längs
der Linie VI-VI von 5.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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In 1 trägt ein Kraftstoffsystem
einer nicht näher
dargestellten Brennkraftmaschine insgesamt das Bezugszeichen 10.
Es umfasst einen Kraftstoffbehälter 12,
aus dem eine Vorförderpumpe 14 den Kraftstoff
zu einem Niederdruckanschluss einer als Hochdruck-Kolbenpumpe ausgebildeten
Fluidpumpe 18, die in 1 durch
eine strichpunktierte Linie angedeutet ist, fördert.
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Ein
Hochdruckanschluss 20 der Fluidpumpe 18 ist mit
einer Kraftstoffrail 22 verbunden. In ihr ist der von der
Fluidpumpe 18 komprimierte Kraftstoff unter hohem Druck
gespeichert. An das Kraftstoffrail 122 sind mehrere Kraftstoff-Einspritzvorrichtungen 24 angeschlossen,
die den Kraftstoff in einen ihnen jeweils zugeordneten Brennraum 26 direkt
einspritzen.
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Das
in 1 gezeigte hydraulische Schaltbild der Fluidpumpe 18 zeigt
einige ihrer wesentlichen Komponenten: hierzu gehört ein Förderkolben 28,
der von einer nicht gezeigten Antriebswelle in eine Hin- und Herbewegung
versetzt werden kann. Er gehört
zur Begrenzung eines Förderraums 30,
der über
ein schaltbares Einlassventil 132 mit dem Niederdruckanschluss 16 und über ein
Auslassventil 34 mit dem Hochdruckanschluss 20 verbunden
werden kann. Im Strömungsweg
vom Niederdruckanschluss 16 zum Förderraum 30 hin ist
in einem Strömungsweg 36 ein
Druckdämpfer 38 angeordnet.
Eine Filtereinrichtung 88, auf die weiter unten noch stärker im Detail
eingegangen wird, ist fluidisch zwischen dem Einlass 16 und
dem steuerbaren Einlassventil 32 angeordnet, um die Fluidpumpe
und insbesondere das Einlassventil 32 zu schützen.
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Das
Einlassventil 32 kann zur Einstellung der Fördermenge
der Fluidpumpe 18 angesteuert werden. Hierzu wird während eines
Förderhubs
des Förderkolbens 28 das
Einlassventil 32 zwangsweise geöffnet, so dass der Kraftstoff
nicht zum Kraftstoffrail 22, sondern zurück zum Niederdruckanschluss 16 gefördert wird.
Die unter anderem hierdurch im Strömungsweg 36 auftretenden
Druckpulsationen werden vom Druckdämpfer 38 geglättet.
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Wie
aus 2 ersichtlich ist, umfasst die Fluidpumpe 18 ein
Pumpengehäuse 40 mit
einem zylindrischen Gehäusekörper 42 und
einer an dessen axialer Stirnseite angeordneten Gehäusedeckel 44. Der
Gehäusekörper 42 ist
ein Drehteil, wohingegen der Gehäusedeckel 44 spanlos
als Blechformteil beispielsweise aus Edelstahlblech geformt ist.
An dem Gehäusedeckel 44 ist
ein Einlassstutzen befestigt, welcher den Niederdruckanschluss 16 bildet.
Im Bereich der Befestigung des Einlassstutzens 16 ist ein Boden 46 des
Gehäusedeckels 44 zum
Gehäusekörper 42 hin
eingezogen.
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Der
Einlassstutzen 16 mündet
in eine zwischen dem Gehäusedeckel 44 und
dem Gehäusekörper 42 gebildete
Erweiterung 48, auf die weiter unten im Detail eingegangen
werden wird. Ein im Gehäusekörper 42 vorhandener
Kanal 50 führt
von der Erweiterung 48 auf nicht näher dargestellte Art und Weise
zum Einlassventil 32, welches in 2 nicht sichtbar
ist. Am Gehäusekörper 42 ist
ein Auslassstutzen befestigt, welcher den Hochdruckanschluss 20 bildet.
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Der
Druckdämpfer 38 ist
innerhalb der Erweiterung 48 des Strömungswegs 36 angeordnet
und umfasst zwei insgesamt zueinander parallele Membranen 52a und 52b.
Diese weisen jeweils einen zentralen und mit konzentrischen Sicken
versehenen Federabschnitt 54a bzw. 54b auf, sowie
einen planen und umlaufenden Randabschnitt 56a bzw. 56b.
Letztere sind an ihrem radial äußeren freien
Rand miteinander in 58 verschweißt. Zwischen den beiden Membranen 52a und 52b ist
ein Gasvolumen 60 eingeschlossen.
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Zwischen
dem Randabschnitt 56a des Druckdämpfers 38 und dem
Boden 46 des Gehäusedeckels 44 ist
eine Vorspannhaube 62 unter Vorspannung angeordnet. In
dieser sind mehrere Öffnungen 64 vorhanden,
welche einen zwischen der Vorspannhaube 62 und dem Gehäusedeckel 44 gelegenen Ringraum 65 mit
einem zwischen der Membran 52a und der Vorspannhaube 62 gelegenen
Raum 67 verbinden. Zwischen dem Druckdämpfer 38 und einer planen
axialen Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42 ist
innerhalb der Erweiterung 48 ein Multifunktionselement 68 angeordnet,
welches nun unter Bezugnahme auf 3 im Detail
erläutert
wird:
Das Multifunktionselement 68 wird als solches
bezeichnet, da es eine Mehrzahl ganz unterschiedlicher Funktionen
erfüllt.
So dient es beispielsweise als Gegen-Vorspannelement für die Vorspannhaube 62 zur Positionierung
des Druckdämpfers 38,
zur Halterung einer weiter unten näher bezeichneten Filtereinrichtung,
zum Schutz der Erweiterung 48 bei der Montage des Gehäusedeckels 44 am
Gehäusekörper 42, zur
Zentrierung des Druckdämpfers 38 innerhalb
der Erweiterung 48, und zur Fixierung der Baugruppe 44, 62, 38, 68 als
vormontierte Baugruppe.
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Hierzu
ist das Multifunktionselement 68 als insgesamt in der Draufsicht
rundes Blechformteil ausgebildet, mit einem radial außen liegenden Klemmringabschnitt 70.
Dieser arbeitet im leichten Klemmsitz mit einer innen liegenden
Mantelfläche 72 des
Gehäusedeckels 44 zusammen.
Vom Klemmringabschnitt 70 erstreckt sich nach radial innen
ein Federabschnitt 74, der durch eine Umbiegung um im wesentlichen
180° gebildet
wird. Der Federabschnitt 74 dient als Gegenlager für den Druckdämpfer 38. Dessen
Randabschnitte 56a und 56b sind also zwischen
der Vorspannhaube 62 und dem Federabschnitt 74 des
Multifunktionsteils 68 verklemmt. Über den Umfang des Multifunktionsteils 68 verteilt
sind aus dem Federabschnitt 74 Zentrierlaschen 75 ausgestanzt,
die im Wesentlichen in axialer Richtung bis etwas über die
beiden Randabschnitte 56a und 56b hinaus erstreckt
sind. Diese Zentrierlaschen dienen zur Zentrierung des Druckdämpfers 38 im
Wesentlichen zentrisch innerhalb der Erweiterung 48.
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Vom
Federabschnitt 74 erstreckt sich nach radial innen ein
insgesamt in der Querschnittsebene des Multifunktionselements 68 liegender
Zentralabschnitt 76. Eine Öffnung 78 verbindet
einen zwischen der axialen Endfläche 66 und
dem Multifunktionselement 68 gelegenen Raum 80 mit
einem zwischen dem Multifunktionselement 68 und der Membran 52b des
Druckdämpfers 38 gelegenen
Raum 82. Öffnungen 84 im Übergangsbereich
zwischen dem Klemmringabschnitt 70 und dem Federabschnitt 74 verbinden
den Raum 80 mit dem zwischen der Vorspannhaube 62 und
dem Gehäusedeckel 44 vorhandenen Raum 65.
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Der
Zentralabschnitt 76 weist einen beispielsweise durch Stanzen
hergestellten und gabelförmigen
Halteabschnitt 86 auf, der aus der Ebene des Zentralabschnitts 76 etwas
zur axialen Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42 hin
herausgebogen ("ausgeklinkt") ist. Der Halteabschnitt 86 dient
zur Halterung einer Filtereinrichtung 88, welche einen aus
einem elastischen Material hergestellten Haltering 90 und
ein Filtersieb 92 umfasst. Der Haltering 90 weist
in seiner äußeren Mantelfläche eine
Umfangsnut 94 auf, in die der gabelförmige Halteabschnitt 86 eingreift.
Der Haltering 90 weist zur axialen Endfläche 66 hin
eine umlaufende Dichtlippe 96 auf, die an der dort einen
Dichtbereich bildenden axialen Endfläche 66 unter einer
gewissen Vorspannung anliegt. Diese Vorspannung wird zum Einen durch
die Dichtlippe 96 selbst, zum Anderen durch die Federelastizität eines
Vorspannabschnitts 98 erzielt, mit dem der Halteabschnitt 86 mit
dem eigentlichen Zentralabschnitt 76 des Multifunktionselements 68 verbunden
ist.
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Die
Filtereinrichtung 88 hat in dem in den 2 und 3 gezeigten
Ausführungsbeispiel kreisförmige Kontur
und liegt im Bereich der Mündung
des Kanals 50 in die Erweiterung 48. Der Durchmesser
der Filtereinrichtung 88 bzw. des Filtersiebs 92 kann
dabei deutlich größer sein
als der Durchmesser des Kanals 50, was einen hohen Wirkungsgrad
der Filtereinrichtung 88 über die Lebensdauer der Fluidpumpe 18 ermöglicht.
Durch eine gezielte Anordnung bzw. eine Anordnung in einem bestimmten
Abstand der Filtereinrichtung 88 zum Druckdämpfer 38 kann
die Strömungsgeschwindigkeit
des Kraftstoffs durch ein Filtergewebe (ohne Bezugszeichen) der
Filtereinrichtung 88 begrenzt werden. Dies schützt das
Filtergewebe vor Überlastung.
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Zur
Montage wird zunächst
der Anschlussstutzen 16 am Gehäusedeckel 44 beispielsweise durch
Schweißen
befestigt. Dann wird die Vorspannhaube 62 in den Deckel
eingelegt, auf diese der Druckdämpfer 38 aufgelegt,
und schließlich
das Multifunktionselement 68 mit der bereits vormontierten Filtereinrichtung 88 in
den Gehäusedeckel 44 eingeschoben.
Durch den leichten Klemmsitz des Klemmringabschnitts 70 mit
dem Gehäusedeckel 44 ist
auf diese Weise der Druckdämpfer 38 ebenso
wie die Filtereinrichtung 88 sicher im Gehäusedeckel 44 gehalten.
Dabei ist die Klemmkraft zwischen dem Klemmringabschnitt 70 und
dem Gehäusedeckel 44 gerade nur
so hoch, dass das Multifunktionsteil 68 vor der Montage
sicher im Gehäusedeckel 44 gehalten
ist. Nun wird der Gehäusedeckel 44 auf
die axiale Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42 aufgedrückt und
in 100 verschweißt.
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Beim
Aufdrücken
des Gehäusedeckels 44 auf
den Gehäusekörper 42 kommt
ein freier Rand 102 des Klemmringabschnitts 70 des
Multifunktionsteils 68 in Anlage an die axiale Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42,
so dass das Multifunktionselement 68 weiter in den Gehäusedeckel 44 hineingeschoben wird,
bis der Gehäusedeckel 44 am
Gehäusekörper 42 anliegt.
Hierdurch wird der Druckdämpfer 38 sicher
zwischen dem Federabschnitt 74 des Multifunktionselement 68 und
der Vorspannhaube 62 verspannt. Beim Herstellen der Schweißnaht 100 dient der
Klemmringabschnitt 70 als schürzenartiger Schutzabschnitt,
der ein Eindringen von beim Herstellen der Schweißnaht 100 erzeugter
Partikel in den Strömungsweg
(Pfeile 36 in 3) innerhalb der Erweiterung 48 verhindert.
Somit kann die Schweißnaht 100 als
durchgeschweißte
Naht ausgeführt
werden, was für
die Festigkeit optimal ist.
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Wenn
die Fluidpumpe 18 fördert,
strömt
der Kraftstoff über
den Niederdruckanschlussstutzen 16 in den Raum 65,
von dort durch die Öffnungen 64 in den
Raum 63, von dort über
die Öffnungen 84 in
den Raum 80, weiter über
die Öffnung 78 in
den Raum 82, und über
die Filtereinrichtung 88 schließlich in den Kanal 50.
Auf diese Weise ist die Fluidpumpe 18 gegen Schmutzpartikel,
beispielsweise aus den stromaufwärts
von der Vorförderpumpe 14 zur
Hochdruckpumpe 18 führenden
Kraftstoffleitungen, geschützt,
bei gleichzeitig wirkungsvoller Dämpfung von Druckpulsationen
im Strömungsweg 36.
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Eine
alternative Ausführungsform
einer Fluidpumpe 18 ist in 4 gezeigt.
Dabei gilt hier wie nachfolgend, dass solche Elemente und Bereiche, welche äquivalente
Funktionen zu vorher beschriebenen Elementen und Bereichen aufweisen,
die gleichen Bezugszeichen tragen und nicht nochmals im Detail erläutert sind.
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Bei
der in 4 gezeigten Ausführungsform ist das Multifunktionsteil 68 nicht
als Blechformteil, sondern als Kunststoffspritzgussteil hergestellt.
Es erfüllt
die gleichen Funktionen wie bei dem in den 2 und 3 gezeigten
Blechformteil. Um bei dem in 4 gezeigten
Multifunktionsteil 68 die Filtereinrichtung 88 sicher
an die axiale Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42 pressen
zu können,
ist ein als zapfenartiger Vorsprung ausgebildeter Bolzen 104 vorgesehen,
welcher in eine entsprechende Ausnehmung 106 in der axialen
Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42 im
Presssitz eingreift.
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Im Übrigen wird
die Presskraft, mit welcher das Multifunktionsteil 68 gegen
den Gehäusekörper 42 gedrückt wird,
hauptsächlich
von der Vorspannhaube 62 erzeugt. Zur Montage wird, anders
als bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel,
das Multifunktionsteil 68 über den Bolzen 104 im
Gehäusekörper 42 befestigt.
Dann werden, der Druckdämpfer 38,
die Vorspannhaube 62, und schließlich der Gehäusedeckel 44 angebracht.
Letzterer wird durch den Klemmringabschnitt 70 des Multifunktionsteils 68 zentriert.
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Das
Filtersieb 92 ist direkt in das Multifunktionsteil 68 eingespritzt,
mit diesem also einstückig ausgebildet.
Ein entsprechender separater Halteabschnitt mit einem Haltering,
etc., ist also nicht erforderlich.
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Eine
weitere Ausführungsform
zeigen die 5 und 6. Dabei
ist das Multifunktionsteil 68 identisch zu jenem des Ausführungsbeispiels
der 2 und 3 ausgebildet. Allerdings ist
am Gehäusedeckel 44 kein
Einlassstutzen vorhanden. Dieser ist vielmehr an einer in 5 nicht
sichtbaren Stelle am Gehäusekörper 42 angebracht.
Die Fluidverbindung vom Einlassstutzen zur Erweiterung 48 erfolgt über einen
Kanal 108, welcher in den Raum 80 zwischen dem
Multifunktionsteil 68 und der axialen Endfläche 66 des
Gehäusekörpers 42 mündet.
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Von
der Filtereinrichtung 88 aus verlaufen im Gehäusekörper 42 zwei
Kanäle 50a und 50b.
Der eine führt
zu dem in 5 nicht gezeigten angesteuerten
Einlassventil (Bezugszeichen 32 in 6), der andere
direkt zu einem Raum 31 der Fluidpumpe 18, der
auf der vom Förderraum 30 abgewandten
Seite einer nur in 1 explizit gezeichneten Zylinderbuchse 33 liegt.
Wie insbesondere aus 6 hervorgeht, ist die Filtereinrichtung 88 in
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
nicht kreisrund, sondern oval. Möglich
sind auch beinahe beliebige andere Konturen, beispielsweise eine
nierenförmige
Kontur.