DE102011056494A1 - Set aus Paneelen mit Clip - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Set aus Paneelen (1, 2), insbesondere Bodenpaneele, umfassend ein erstes Paneel (1) und wenigstens ein zweites Paneel (2), wobei – die Paneele (1, 2) jeweils mit einer ersten Kante (10) und mit einer zweiten Kante (30) versehen sind; – die erste Kante (10) und die zweite Kante (30) ausgelegt sind, eine Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Paneel (1, 2) herzustellen; – die erste Kante (10) eine untere Lippe (11) mit einem Absatz (12) aufweist; – die zweite Kante (30) eine nach unten offene Verriegelungsnut (31) aufweist, die in einem verbundenen Zustand der Paneele (1, 2) bzw. der Kanten (10, 30) mit dem Absatz (12) zusammenwirkt und für eine Verriegelung in eine horizontale Richtung sorgt; – die Verbindung durch eine vertikale Relativbewegung der Paneele (1, 2) zueinander herstellbar ist, – ein separater Clip (50) vorgesehen ist, der an der ersten Kante (10) angeordnet ist und umfasst – einen bewegbaren Clipkopf (53), der in einer Verriegelungsstellung im verbundenen Zustand der Paneele (1, 2) mit einer Sperrfläche (33) an der zweiten Kante (30) zusammenwirkt, um die Paneele (1, 2) in einer vertikalen Richtung zu verriegeln, sowie – einen Clipfuß (54), der mit einer Aktivierungsfläche (35) der zweiten Kante (30) zusammenwirkt, um den Clipkopf (53) bei der Herstellung der Verbindung in die Verriegelungsstellung zu drücken. Das Set zeichnet sich dadurch aus, dass der Clip (50) einen feststehenden Befestigungsteil (51), einen flexiblen Verbindungsbereich (55) und einen bewegbaren, den Clipfuß (54) und den Clipkopf (53) umfassenden Clipteil (52) ausweist, wobei der Befestigungsbereich (51) fest mit der ersten Kante (10) verbunden ist und wobei der flexible Verbindungsbereich (55) den Befestigungsteil (51) mit dem bewegbaren Clipteil (52) verbindet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Set aus Paneelen, insbesondere Bodenpaneele, welche ein erstes Paneel und wenigstens ein zweites Paneel umfassen.
- Die
offenbart Fußbodenpaneele, die jeweils mit einer ersten und mit einer zweiten Kante versehen sind, wobei diese Kanten ausgelegt sind, eine Verbindung zwischen den Paneelen herzustellen. Die erste Kante weist dabei eine untere Lippe mit einem Absatz auf, der mit einer nach offenen Verriegelungsnut der zweiten Kante zusammenwirkt, um für eine Verriegelung in einer horizontalen Richtung zu sorgen.WO 2007/008139 A1 - Zur Verriegelung in vertikaler Richtung ist ein separater Clip vorgesehen, der an der ersten Kante angeordnet ist und einen bewegbaren Clipkopf und einen Clipfuß umfasst. In einer Verriegelungsstellung wirkt der Clipkopf im verbundenen Zustand der Paneele mit einer Sperrfläche an der zweiten Kante zusammen, wodurch die Paneele in vertikaler Richtung verriegelt sind. Der Clipfuß dient dazu, bei der Herstellung der Verbindung den Clipkopf in seine Verriegelungsstellung zu drücken. Der Clipfuß wirkt dabei mit einer Aktivierungsfläche der zweiten Kante zusammen. Die Verbindung zwischen erster und zweiter Kante lässt sich dabei durch eine vertikale Relativbewegung der Paneele zueinander herstellen. Dabei wird die zweite Kante bzw. das Paneel mit der zweiten Kante nach unten gedrückt, bis der Absatz der unteren Lippe in die nach unten offene Verriegelungsnut greift. Bei dieser Abwärtsbewegung der zweiten Kante drückt die Aktivierungsfläche gegen den Clipfuß, der wiederum dafür sorgt, dass der Clipkopf in seine Verriegelungsstellung gelangt.
- Beim Transport oder während der Installation können bei den Paneelen der
die separaten Clips aus den für ihre Aufnahme vorgesehenen Nuten fallen. Dies erschwert die Installation, da ständig darauf zu achten ist, dass die Clips nicht herausfallen. Andererseits könnten die Clips bei der Herstellung der Paneele mit einem bestimmten Übermaß in die für deren Aufnahme vorgesehenen Nuten hineingedrückt werden, was einem unbeabsichtigten Herausfallen der Clips entgegenwirken würde. Jedoch besteht dann die Gefahr, dass die Clips nicht mehr frei beweglich in ihren Nuten sitzen, so dass beim Verbinden der Paneele die gewünschte vertikale Verriegelung nicht stattfindet.WO 2007/008139 - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Set aus Paneelen bereitzustellen, bei dem die Installation einfach durchgeführt werden kann und bei dem möglichst sicher eine vertikale Verriegelung zwischen verbundenen Paneelen stattfindet.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mit der Merkmalskombination gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele können den Unteransprüchen entnommen werden.
- Das Set aus Paneelen gemäß Anspruch 1 zeichnet sich dadurch aus, dass der Clip einen feststehenden Befestigungsteil, einen flexiblen Verbindungsbereich und einen bewegbaren Clipteil aufweist, der den Clipfuß und den Clipkopf umfasst. Der Befestigungsbereich ist fest oder unbewegbar mit der ersten Kante verbunden. Der flexible Verbindungsbereich verbindet den Verbindungsteil mit dem bewegbaren Clipteil. Die Flexibilität des Verbindungsbereiches ist dabei so bemessen, dass sich der bewegbare Clipteil für die Erfordernisse einer einfachen Installation, insbesondere einer vertikalen Verriegelung, ausreichend leicht bewegen lässt. Auf der anderen Seite muss der Verbindungsbereich sicherstellen, dass der bewegbare Clipteil bei der Herstellung der Verbindung von erster und zweiter Kante nicht in unerwünschter Weise ausweicht, sondern nur die ihm zugedachten Bewegungen vollführt.
- Somit ist ein Clip offenbart, der einen Clipkopf und einen Clipfuß umfasst, wobei der Clipfuß ausgelegt ist, beim Verbinden der beiden Kanten von der zweiten Kante beaufschlagt zu werden, so dass der Clipfuß in den bewegbaren Clipteil eine Kraft einleitet, durch die der Clipkopf in seine Verriegelungsstellung gedrückt wird. Der Begriff „drücken” soll hier in dem Sinne aufgefasst werden, dass der Clipkopf mit einer Kraft beaufschlagt wird, die durch den Clipfuß in den bewegbaren Clipteil eingeleitet wird und dafür sorgt, dass der Clipkopf in seine Verriegelungsstellung gelangt. Bei dem Clip sind Befestigbarkeit und Bewegbarkeit durch die Aufteilung in Befestigungsteil, Verbindungsbereich und bewegbarer Clipteil funktionell getrennt.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sitzt der Befestigungsteil in einer Befestigungsnut der ersten Kante. Dabei kann der Befestigungsteil in der Befestigungsnut verklebt und/oder in dieser durch eine Presspassung gehalten sein. Auch kann die Befestigungsnut eine Hinterschneidung aufweisen, so dass der Befestigungsteil diese hintergreift, wodurch ein Hinausziehen des Befestigungsteils aus der Befestigungsnut, beispielsweise in horizontaler Richtung, nicht mehr möglich ist. Der Befestigungsteil kann dabei Rastmittel aufweisen, die mit der Hinterschneidung der Befestigungsnut zusammenwirken.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel tritt der bewegbare Clipteil nur mittels des Clipkopfes direkt mit der ersten Kante in Kontakt. Dies bedeutet, dass der bewegbare Clipteil sich nur an der ersten Kante bzw. an einer der ersten Kante zugeordneten Fläche abstützt und ansonsten nur durch den Verbindungsbereich gehalten wird. In einer alternativen Ausführungsform wird der bewegbare Clipteil nur durch den Verbindungsbereich bezogen auf die erste Kante in Position gehalten. In diesem Fall gibt es keinen direkten Kontakt des bewegbaren Clipteils mit der ersten Kante. Nur indirekt, nämlich über den Verbindungsbereich und schließlich durch den Befestigungsbereich, ist der bewegbare Clipteil mit der ersten Kante verbunden.
- Der Verbindungsbereich ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass bei der Herstellung der Verbindung von erster und zweiter Kante der bewegbare Clipteil im Wesentlichen um eine Drehachse rotiert, die sich im oder in der Nähe des Verbindungsbereiches befindet. Die Drehachse erstreckt sich dabei parallel zur Längserstreckung der ersten Kante. Wenn der bewegbare Clipteil um diese Drehachse rotiert, kann der Clipkopf neben einer rotatorischen Bewegungskomponente auch eine translatorische Bewegungskomponente aufweisen. Somit ist die Bewegung des bewegbaren Clipteils nicht notwendigerweise ausschließlich eine Drehbewegung, sondern wird von einer solchen nur geprägt.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vollführt der Clipkopf bei der Herstellung der Verbindung von erster und zweiter Kante zwei Bewegungen in entgegen gesetzte Richtungen, wobei die Aktivierungsfläche der zweiten Kante den Verriegelungskopf zunächst in eine Ausweichnut drückt. Danach wird der Clipkopf in entgegengesetzte Richtung gedrückt, verursacht durch die auf den Clipfuß wirkenden Kräfte der Aktivierungsfläche. Somit kann in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Anfangsstellung des Clipkopfes, d. h. vor der Herstellung der Verbindung von erster und zweiter Kante, im Wesentlichen der Verriegelungsstellung entsprechen, die sich einstellt, wenn die beiden Kanten miteinander verbunden sind und der Clipkopf seine ihm zugedachte Funktion der vertikalen Verriegelung von erster und zweiter Kante ausübt.
- Der Clip kann in Verriegelungsposition des Clipkopfes mit dem Clipfuß an der Aktivierungsfläche anliegen. Dabei kann der bewegbare Clipteil unter einer bestimmten Spannung stehen. Diese Spannung kann auf eine elastische Rückstellkraft zurückzuführen sein, die sich bei der Herstellung der Verbindung der beiden Kanten innerhalb des bewegbaren Clipteils einstellen kann.
- Eine obere Passkante der ersten Kante kann eine Vertikalebene definieren, wobei der Absatz der unteren Lippe der ersten Kante und die Drehachse, um die sich der Clipkopf dreht, auf einer gleichen Seite der Vertikalebene liegen. Es ist auch möglich, dass der Absatz der unteren Lippe und die Drehachse auf unterschiedlichen Seiten der Vertikalebene liegen, d. h. dass in diesem Fall sich zwischen Absatz der unteren Lippe und der Drehachse die Vertikalebene erstreckt.
- Die Aktivierungsfläche der zweiten Kante kann zur Vertikalen geneigt, gekrümmt und/oder gestuft ausgebildet sein. Durch die Ausgestaltung der Aktivierungsfläche kann gezielt Einfluss genommen werden auf die Kräfte, die notwendig sind, den Clipkopf in die Ausweichnut zu drücken bzw. den Clipfuß mit einer Kraft zu beaufschlagen, um zu sorgen, dass der Clipkopf in seine Verriegelungsposition gelangt.
- Die Paneele können jeweils eine dritte und eine vierte Kante aufweisen, die sich durch eine Schwenkbewegung miteinander verbinden lassen. Somit ist es möglich, ein Paneel mit einer bereits verlegten Reihe von Paneelen und einem bereits verlegten Paneel einer neu entstehenden Reihe gleichzeitig mit einer Schwenkbewegung zu verbinden, wobei der Verbindung der ersten und zweiten Kante eine scherenartige Bewegung zu Grunde liegt. Vor diesem Hintergrund soll das Merkmal der Verbindbarkeit von erster und zweiter Kante durch eine vertikale Relativbewegung der Paneele zueinander so verstanden werden, dass eine Schwenkbewegung um die dritte Kante eines Paneels bei scherenartiger Verbindung von erster und zweiter Kante mit umfasst ist. Alternativ ist es möglich, die dritte und vierte Kante analog zur ersten und zweiten Kante auszubilden, so dass die Paneele durch eine reine Vertikalbewegung miteinander verbunden werden können.
- Anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
-
1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung; und -
2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. -
1 zeigt im Schnitt ein erstes Paneel1 (teilweise dargestellt) und ein zweites Paneel2 (teilweise dargestellt). Das erste Paneel1 weist eine erste Kante10 auf, während das zweite Paneel2 eine zweite Kante30 aufweist. Das erste Paneel1 soll auch auf einer hier nicht dargestellten gegenüberliegenden Seite die zweite Kante30 aufweisen. Gleiches gilt sinngemäß für das zweite Panelle2 , das auf einer hier nicht dargestellten anderen Seite die erste Kante10 aufweisen soll. Die Paneele1 ,2 weisen eine rechteckige Grundform auf, wobei eine Kantenlänge der Kanten10 ,30 beispielsweise zwischen 10 und 40 cm liegt. - Wie die Zusammenschau der
1a bis1c zeigt, lässt sich durch eine vertikale Abwärtsbewegung in Richtung des Pfeils V die zweite Kante30 mit der ersten Kante10 verbinden.1c zeigt dabei die Kanten10 ,30 in einem verbundenen Zustand. - Die erste Kante
10 weist eine untere Lippe11 mit einem Absatz12 auf. Im verbundenen Zustand der Kanten10 ,30 greift der Absatz12 in eine nach unten offene Verriegelungsnut31 der zweiten Kante30 . Eine im Wesentlichen vertikale Absatzverriegelungsfläche13 des Absatzes12 wirkt dabei mit einer im Wesentlichen vertikalen Nutseitenwand32 der Verriegelungsnut31 zusammen. Absatzverriegelungsfläche13 und Nutseitenwand32 stellen dabei sicher, dass im verbundenen Zustand der Kanten10 ,30 diese in horizontaler Richtung (siehe Pfeil H) nicht auseinandergezogen werden können. - An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sich die Erfindung hauptsächlich auf Bodenpaneele bezieht, jedoch Wandpaneele oder auch Deckenpaneele grundsätzlich auch durch die Erfindung erfasst sind. Die Begriffe „vertikal”, „horizontal”, „oben”, „unten” sollen sich dabei jeweils auf Bodenpaneele beziehen, die üblicherweise in der horizontalen Ebene auf einem Unterboden verlegt werden. Werden hingegen die Paneele als Wandpaneele eingesetzt, so sind die Begriffe „vertikal”, „horizontal”, „oben”, „unten” entsprechend umzudeuten.
- Der Kante
10 zugeordnet ist ein mit50 gekennzeichneter Clip. Der Clip50 weist einen feststehenden Befestigungsteil51 auf, der teilweise in einer Befestigungsnut14 der ersten Kante10 angeordnet ist. Die Befestigungsnut14 weist dabei eine obere Nutwand15 und eine untere Nutwand16 auf. Nutwand15 und Nutwand16 erstrecken sich dabei im Wesentlichen parallel zueinander in der Horizontalen. Neben dem feststehenden Befestigungsteil51 umfasst der Clip50 einen bewegbaren Clipteil52 , der einen Clipkopf53 und einen Clipfuß54 aufweist. Wie1c zeigt, liegt der Clipkopf53 mit einer im Wesentlichen horizontalen Kopfverriegelungsfläche54 an einer ebenfalls im Wesentlichen horizontalen Sperrfläche33 an. Die Sperrfläche33 der zweiten Kante30 stellt dabei eine untere Nutwand einer Sperrnut34 in der zweiten Kante30 dar.1a zeigt den Clip50 in einer Anfangsstellung, während1c den Clip50 in einer Verriegelungsstellung zeigt. Anfangsstellung und Verriegelungsstellung können sich einander entsprechen, d. h. beim Verbinden kehrt der Clip50 bzw. der bewegbare Clipteil52 im Wesentlichen in seine Anfangsstellung zurück. - Der feststehende Befestigungsteil
51 und der bewegbare Clipteil52 sind durch einen flexiblen Verbindungsbereich55 miteinander verbunden. Beim Herstellen der Verbindung zwischen erster Kante10 und zweiter Kante30 , was durch ein Herunterdrücken der zweiten Kante30 geschieht, drückt eine Aktivierungsfläche35 (siehe1b ) gegen den Clipkopf53 , wodurch dieser in der Darstellung der1a bis1c gegen den Uhrzeigersinn in eine Ausweichnut17 der ersten Kante10 gedrückt wird. Der bewegbare Clipteil52 befindet sich in einer Auslenkstellung, die erkennbar von der Anfangsstellung und erkennbar von der Verriegelungsstellung abweicht. Die Ausweichnut17 weist dabei eine im Wesentlichen horizontal verlaufende obere Nutwand18 auf. Diese obere Nutwand18 kann auch gekrümmt oder zur Horizontalen stärker geneigt verlaufen. Nachdem die Aktivierungsfläche35 mit dem Clipkopf53 in Kontakt getreten ist, tritt sie im weiteren Verlauf des Herunterdrückens der zweiten Kante30 mit dem Clipfuß54 in Kontakt. Dies bewirkt, dass nach erfolgter erster Drehung gegen den Uhrzeigersinn (in der Darstellung der1 ) nun der bewegbare Clipteil52 im Uhrzeigersinn wieder zurückgedreht wird. Wie auch beim Ausweichen des Clipkopfes53 in die Ausweichnut17 erfolgt die Drehung um eine mit56 gekennzeichnete Drehachse, welche im Bereich des flexiblen Verbindungsbereichs55 liegt. Im verbundenen Zustand der beiden Kanten10 ,30 liegt der Clipkopf53 einerseits an der Nutwand18 der Ausweichnut17 und andererseits an der Verriegelungsfläche33 bzw. an der unteren Nutwand der Nut34 der zweiten Kante30 an. Auch wenn möglicherweise ein geringes Spiel, welches zweckmäßigerweise sehr klein (< 0,03 mm) ist, vorliegt, sorgt der Clipkopf53 durch das Zusammenwirken mit den Flächen18 ,33 für eine Verriegelung der Kanten10 ,30 in vertikaler Richtung. Es ist ausgehend von der1c nicht möglich, das zweite Paneel2 mit seiner zweiten Kante30 relativ zum ersten Paneel1 nach oben hin zu bewegen. Jedenfalls wären zum Trennen der Paneele1 ,2 in vertikaler Richtung so große Kräfte notwendig, die die Kanten10 ,20 beschädigen oder so bleibend verformen, dass ihre Haltekräfte deutlich abnehmen. - Wie der
1c bzw. der1a zu entnehmen ist, liegt der bewegbare Clipteil52 an der ersten Kante10 nur mit seinem Clipkopf53 unmittelbar an. Eine mittelbare Verbindung des bewegbaren Clipteils52 erfolgt über den flexiblen Verbindungsbereich55 und über den feststehenden Befestigungsbereich51 . - Der flexible Befestigungsbereich
55 ist so ausgebildet, dass eine Drehung um die Drehachse56 in ausreichend einfacher Weise möglich ist. Der Befestigungsbereich51 in Zusammenspiel mit der Befestigungsnut16 der ersten Kante10 sorgt für eine feste Verbindung des Clips50 an der ersten Kante10 , so dass der Clip mit seinem bewegbaren Clipteil52 zwar leicht zu bewegen ist, doch der Clip50 als solcher gut an der ersten Kante10 befestigt ist. -
2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Bauteile oder Merkmale des Ausführungsbeispiels der2 , die zu den Bauteilen oder Merkmalen der1 identisch oder ähnlich sind, werden mit den gleichen Bezugzeichen wie in1 versehen. Bezüglich des grundsätzlichen Aufbaus der Kanten10 ,30 sowie des Clips50 wird auf die Figurenbeschreibung zu1 verwiesen. - Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der
1 ist im Ausführungsbeispiel der2 die Aktivierungsfläche35 nicht gestuft, sondern zur Horizontalen leicht geneigt als gekrümmte Fläche ausgebildet. Auch hier drückt in einer ersten Phase bei der Herstellung der Verbindung der Kanten10 ,30 die Aktivierungsfläche35 gegen den Clipkopf53 , der dadurch um die Drehachse56 in die Ausweichnut17 geschwenkt wird.2b zeigt den Clipkopf53 , wie er fast vollständig durch die Ausweichnut17 aufgenommen wird. Der2c ist weiter zu entnehmen, dass nun die Aktivierungsfläche35 mit dem Clipfuß34 zusammenwirkt, wobei nun durch das weitere Herunterdrücken des zweiten Paneels2 eine Kraft auf den Clipfuß34 wirkt, die den bewegbaren Teil52 des Clip50 in entgegengesetzter Richtung rotieren lässt, nämlich so, dass der Clipkopf53 wieder aus der Ausweichnut17 in Richtung seiner ursprünglichen Stellung gedreht wird, die in2a dargestellt ist. -
2c zeigt in Analogie zu1c die Paneele1 ,2 bzw. die Kanten10 ,30 im verbundenen Zustand. Durch gleichzeitige Anlage des Clipkopfes mit den Verriegelungsflächen33 und18 ist eine Verriegelung der Kanten10 ,30 in vertikaler Richtung gegeben. - Aus den
1 und2 wird nicht deutlich, dass sich bei der Herstellung der Verbindung der Kanten10 ,30 der bewegbare Clipteil52 in sich verformen kann. Dies bedeutet, dass sich beim Herunterdrücken des zweiten Paneels2 die Position des Clipkopfes53 bezogen auf den Clipfuß54 ändern kann. Jedoch ist die Steifigkeit des bewegbaren Clipteils52 wesentlich größer als die Steifigkeit des flexiblen Verbindungsbereichs55 . Der Clip50 bzw. die Aktivierungsfläche55 im Zusammenspiel mit der Verriegelungsnut33 und deren Zuordnung zueinander kann daher so ausgelegt sein, dass im verbundenen Zustand der Kanten10 ,30 der bewegbare Clipteil52 unter Spannung steht, die auf elastische Rückstellkräfte im bewegbaren Clipteil52 zurückzuführen ist. - Neben der in den Clipfuß
54 eingeleiteten Kraft unterstützt beim Runterdrücken der zweiten Kante30 auch eine Rückstellkraft, die durch die elastische Verformung im Verbindungsbereich55 gegeben ist, die Bewegung des Clipkopfes53 in die Verriegelungsstellung. Somit ergänzen sich diese Kräfte zu einer Gesamtkraft, die den Clipkopf53 sicher in die Sperrnut34 einrasten lassen. -
2c zeigt eine strichpunktierte Gerade, die eine Vertikalebene EV darstellt. Die Vertikalebene EV fällt dabei mit einer oberen Passkante36 der zweiten Kante zusammen. Während der Absatz12 in der Darstellung der2c rechts von der Ebene EV liegt, liegt die Drehachse56 , wenn auch nur geringfügig, links von der Ebene EV. Die Drehachse56 kann, wie dies im Ausführungsbeispiel der1 der Fall ist, auch auf der gleichen Seite des Absatzes12 liegen. - Befestigungsnut
14 und Ausweichnut17 werden durch die Ebene EV seitlich begrenzt. Die Befestigungsnut14 weist, gerechnet von der Ebene EV, eine größere Tiefe auf als die Ausweichnut17 . Die Nuten14 ,17 können durch Fräsen in das Kernmaterial der Paneele1 ,2 eingebracht werden. Das Kernmaterial kann beispielsweise Holz, Kunststoff, eine Mischung aus Holz und Kunststoff, MDF oder HDF sein. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- erstes Paneel
- 2
- zweites Paneel
- 10
- erste Kante
- 11
- untere Lippe
- 12
- Absatz
- 13
- Absatzverriegelungsfläche
- 14
- Befestigungsnut
- 15
- obere Nutwand
- 16
- untere Nutwand
- 17
- Ausweichnut
- 18
- obere Nutwand
- 30
- zweite Kante
- 31
- Verriegelungsnut
- 32
- Nutseitenwand
- 33
- Sperrfläche
- 34
- Sperrnut
- 35
- Aktivierungsfläche
- 36
- Obere Passkante
- 50
- Clip
- 51
- Befestigungsteil
- 52
- bewegbarer Clipteil
- 53
- Clipkopf
- 54
- Clipfuß
- 55
- flexibler Verbindungsbereich
- 56
- Drehachse
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- WO 2007/008139 A1 [0002]
- WO 2007/008139 [0004]
Claims (9)
- Set aus Paneelen (
1 ,2 ), insbesondere Bodenpaneele, umfassend ein erstes Paneel (1 ) und wenigstens ein zweites Paneel (2 ), wobei – die Paneele (1 ,2 ) jeweils mit einer ersten Kante (10 ) und mit einer zweiten Kante (30 ) versehen sind; – die erste Kante (10 ) und die zweite Kante (30 ) ausgelegt sind, eine Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Paneel (1 ,2 ) herzustellen; – die erste Kante (10 ) eine untere Lippe (11 ) mit einem Absatz (12 ) aufweist; – die zweite Kante (30 ) eine nach unten offene Verriegelungsnut (31 ) aufweist, die in einem verbundenen Zustand der Paneele (1 ,2 ) bzw. der Kanten (10 ,30 ) mit dem Absatz (12 ) zusammenwirkt und für eine Verriegelung in eine horizontale Richtung sorgt; – die Verbindung durch eine vertikale Relativbewegung der Paneele (1 ,2 ) zueinander herstellbar ist, – ein separater Clip (50 ) vorgesehen ist, der an der ersten Kante (10 ) angeordnet ist und umfasst – einen bewegbaren Clipkopf (53 ), der in einer Verriegelungsstellung im verbundenen Zustand der Paneele (1 ,2 ) mit einer Sperrfläche (33 ) an der zweiten Kante (30 ) zusammenwirkt, um die Paneele (1 ,2 ) in einer vertikalen Richtung zu verriegeln, sowie – einen Clipfuß (54 ), der mit einer Aktivierungsfläche (35 ) der zweiten Kante (30 ) zusammenwirkt, um den Clipkopf (53 ) bei der Herstellung der Verbindung in die Verriegelungsstellung zu drücken, dadurch gekennzeichnet, dass der Clip (50 ) einen feststehenden Befestigungsteil (51 ), einen flexiblen Verbindungsbereich (55 ) und einen bewegbaren, den Clipfuß (54 ) und den Clipkopf (53 ) umfassenden Clipteil (52 ) ausweist, wobei der Befestigungsbereich (51 ) fest mit der ersten Kante (10 ) verbunden ist und wobei der flexible Verbindungsbereich (55 ) den Befestigungsteil (51 ) mit dem bewegbaren Clipteil (52 ) verbindet. - Set nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsteil (
51 ) in einer Befestigungsnut (16 ) der erste Kante (10 ) sitzt. - Set nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Clipteil (
52 ) nur mit dem Clipkopf (53 ) direkt mit der ersten Kante (10 ) in Kontakt tritt. - Set nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegbare Clipteil (
52 ) bei der Herstellung der Verbindung im Wesentlichen um eine Drehachse (56 ) rotiert, die sich im Verbindungsbereich (55 ) oder in der Nähe vom Verbindungsbereich (55 ) befindet. - Set nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Clipkopf (
53 ) bei der Herstellung der Verbindung zwei entgegen gesetzte Richtungen vollführt, wobei die Aktivierungsfläche (35 ) den Clipkopf (53 ) zunächst in eine Ausweichnut (17 ) drückt. - Set nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Clip (
50 ) in Verriegelungsposition mit dem Clipfuß (54 ) an der Aktivierungsfläche (35 ) anliegt. - Set nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Passkante (
19 ) der ersten Kante (10 ) in einer Vertikalebene (EV) liegt, wobei der Absatz (12 ) der unteren Lippe (11 ) und die Drehachse (56 ) auf einer gleichen Seite der Vertikalebene (EV) liegen. - Set nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierungsfläche (
35 ) zur Vertikalen geneigt, gekrümmt und/oder gestuft ausgebildet ist. - Set nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele (
1 ,2 ) jeweils eine dritte und vierte Kante aufweisen, die sich durch eine Schwenkbewegung verbinden lassen.
Priority Applications (6)
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