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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Motoransteueranordnung bzw. Stromversorgungsgerät für den Betrieb eines Motors durch Zufuhr von Strom aus einem Wechselstromversorgungsnetz und insbesondere eine nachstehend auch als Motornetzteil bezeichnete Motoransteueranordnung mit der Funktion des dynamischen Umschaltens des Betriebsmodus bzw. der Betriebsweise eines AC/DC- Konverters bzw. -Gleichrichters während der Stromzufuhr zum Motor.
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2. Beschreibung des Standes der Technik
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Bei einem Motornetzteil für einen Motor, der zum Antrieb einer Werkzeugmaschine, einer Fertigungsmaschine, eines Roboters oder dergleichen eingesetzt wird, wird ein Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren oder ein Dioden- Gleichrichtungsverfahren als ein Verfahren für die AC/DC- Gleichrichtung zum Umwandeln eines Wechselstroms in einen Gleichstrom eingesetzt.
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Das Pulsweitenmodulations- Gleichrichtungsverfahren ist ein Verfahren, das den Eingangsstrom so nahe wie möglich an eine sinusförmige Wellenform durch Anwendung des Pulsweitenmodulations- Gleichrichtungsverfahrens (pulse width modulation method) unter Verwendung von Leistungsschaltelementen heran bringt. Während das Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren die Vorteile hat, dass es in der Lage ist, die Oberwellen des Eingangsstroms zu verringern und ferner die Ausgangs Gleichspannung veränderlich zu machen, hat es den Nachteil, dass aufgrund des Schaltens der Leistungsschaltelemente die Temperatur höher als bei dem Dioden-Gleichrichtungsverfahren ist.
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Auf der anderen Seite ist das Dioden-Gleichrichtungsverfahren ein Verfahren das umfangreich eingesetzt wird und das die Gleichrichtung durch Hindurchleiten des Eingangswechselstroms aus der Stromquelle durch eine Brückenschaltung aus Dioden bewirkt. Obgleich dieses Verfahren im Gegensatz zum Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren Beschränkungen aufweist, wie zum Beispiel, dass wenn der Eingang einen großen Anteil von Oberwellen hat und wenn die Ausgangsgleichspannung durch den Spitzenwert des Eingangswechselstroms bestimmt wird, der Temperaturanstieg der Leistungsschaltelemente geringer als bei dem Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren ist, weil bei dem Dioden- Gleichrichtungsverfahren kein Schalten erfolgt.
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Beim Betrieb der Energierückgewinnung, bei dem bei der Drehzahlabnahme des Motors die freiwerdende Energie an die Stromversorgung zurückgeleitet wird, unterscheidet sich die Regelung, die die Pulsweitenmodulations- Gleichrichtung ausführt, nicht stark von der Regelung, die bei der Stromversorgung ausgeführt wird, und die Schaltelemente müssen nur in der Art geregelt werden, dass sie die Phase des Stroms um 180° gegenüber der Phase der Spannung verschoben hält. Auf der anderen Seite wird im Falle des Dioden- Gleichrichtungsverfahrens die Energierückgewinnung nicht durch die Dioden allein ausgeführt, sondern unter Verwendung von Halbleiterbauelementen wie IGBTs (Biopolartransistoren mit isolierter Gate-Elektrode, insulated gate bipolar transistors), die antiparallel mit den Dioden verbunden sind.
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Bei den heutzutage verbreitet eingesetzten Energierückgewinnungsverfahren werde nur zwei der sechs Schaltelemente geschlossen, so dass der Rückgewinnungsstrom dazu veranlasst wird, zwischen der höchsten Spannungsphase und der niedrigsten Spannungsphase des Dreiphasenstroms zu fließen. Dieses Energierückgewinnungsverfahren wird im Allgemeinen als die 120° Energierückgewinnung vom Durchlasstyp bezeichnet. Das Problem dieses Verfahrens besteht darin, dass, da sofort ein großer impulsförmiger Strom fließt, das Ausmaß von Störungen groß ist und sich die Ausgangsgleichspannung abrupt ändert, was zu unerwünschten Nebeneffekten bei der Motorsteuerung führt.
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Das Patentdokument 1, das weiter unten zitiert wird, offenbart eine Technik, die die eine oder die andere von zwei Betriebsweisen bzw. -modi auswählt, das Dioden- Gleichrichtungsverfahren oder das Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren wenn der Motor im normalen Stromaufnahme- bzw. versorgungsbetrieb betrieben wird. Jedoch ist bei dieser Technik die einmal gewählte Betriebsweise während des Stromaufnahmebetriebs festgelegt, so dass der Motor nur entweder in dem Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren oder dem Dioden- Gleichrichtungsverfahren, je nachdem, welches ausgeführt wurde, betrieben werden kann.
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Wie bereits zuvor beschrieben, hat das Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren das Problem, dass aufgrund der Schaltens der Leistungsschaltelementen sich die Temperatur stark erhöht, während auf der anderen Seite das Dioden- Gleichrichtungsverfahren ein Problem bei einem hohen Anteil von Oberwellen hat, die in dem Eingangsstrom enthalten sind. Weiterhin bereitet es unerwünschte Nebeneffekte aufgrund des starken Stroms, der beim Starten des Energierückgewinnungsbetriebs fließt. Das Pulsweitenmodulations- Konvertierungsverfahren kann dazu eingesetzt werden, die Oberwellenströme, die zum Netzteil fließen, zu unterdrücken. Wenn jedoch während der Pulsweitenmodulations- Gleichrichtung die Last angestiegen ist, muss der Betrieb des Netzteils angehalten werden, um es gegen einen zu hohen Anstieg der Temperatur zu schützen.
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Patentdokument 1: japanische nicht geprüfte Patentveröffentlichung JP H08- 228 490 A.
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Die
JP 2001 -
314 085 A offenbart eine zur Versorgung eines elektrischen Motors geeignete Stromversorgungseinrichtung mit einem Gleichrichter, die dazu ausgelegt ist, überhöhte Eingangsströme am Gleichrichter zu unterbinden. In einer Ausführungsform umfasst der Gleichrichter zwei Schaltelemente und Dioden, die antiparallel mit den Schaltelementen verbunden sind. Die Schaltelemente werden mittels Pulsweitenmodulationssteuerung betrieben und abgeschaltet, wenn sich der Eingangsstrom außerhalb eines vorbestimmten Bereichs befindet.
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Die
JP 2008 -
131 851 A offenbart eine Steueranordnung für einen elektrischen Motor eines Fahrzeugs mit einem Wechselrichter, dessen Temperatur während des Betriebs überwacht wird. Überschreitet die Temperatur in dem Wechselrichter einen vorbestimmten Wert, so wird von einer Pulsweitenmodulationssteuerung auf eine Rechteckwellensteuerung gewechselt, um ein weiteres Erwärmen des Wechselrichters zu unterbinden.
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Die JP H08- 214 550 A offenbart einen Pulsweitenmodulationskonverter, bei dem beim Starten des Konverters das Fließen eines Überstroms vermieden wird, wenn von einem Diodengleichrichtungsmodus in einen Pulsweitenmodulationssteuerungsmodus umgeschaltet wird.
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Die
JP 2008 -
253 000 A offenbart eine Antriebssteuerung für einen elektrischen Motor mit einem Gleichrichter, der ebenfalls zwei Schaltelemente und Dioden, die mit den Schaltelementen antiparallel verbunden sind, umfasst. Wenn die notwendige Motorspannung einen maximalen Spannungswert erreicht, wird von einer Pulsweitenmodulationssteuerung auf eine Rechteckwellensteuerung gewechselt.
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Die
EP 2 157 684 A1 offenbart ein Stromquellensteuerungsgerät mit einem Gleichrichter, der ebenso zwei Schaltelemente und Dioden, die jeweils antiparallel mit den Schaltelementen verbunden sind, umfasst. Für dieses Gerät ist eine Unterbrechungsschaltung vorgesehen, die den Betrieb der Schaltelemente unterbricht, wenn der Eingangsstrom einen vorbestimmten Schwellenwert überschreitet.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung wurde unter Berücksichtigung der oben geschilderten Probleme geschaffen. Ein Ziel der Erfindung ist es, ein Motornetzteil zu schaffen, das eine AC/DC-Konvertierung bei gleichzeitiger Unterdrückung der Oberwellen des Eingangsstroms während des normalen Betriebs ausführt, während es auf der anderen Seite im Falle einer Überlastbedingung den Weiterbetrieb des Netzteils durch Vermeidung des Abschaltens des Netzgeräts erlaubt.
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Zum Erreichen des oben genannten Ziels wird durch die vorliegende Erfindung ein Motornetzteil bzw. ein Stromversorgungsgerät (Motorstromspeisevorrichtung) für den Betrieb eines Motors durch Zufuhr von elektrischer Antriebsenergie aus einer Wechselspannungsstromquelle mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bereitgestellt.
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Mit dem Motornetzteil gemäß der Erfindung kann der Betriebsmodus des Konverters von dem Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus auf den Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus während des Antriebsmodus des Motors dynamisch umgeschaltet werden. Als Ergebnis hiervon können Oberwellen der Eingangswechselspannung während des normalen Antriebsmodus des Motors unterdrückt werden, während auf der anderen Seite im Fall einer Überlastung der Temperaturanstieg der Leistungsschaltelemente unterbunden werden kann, wodurch aufgrund der Vermeidung einer Betriebsabschaltung ein kontinuierlicher Betrieb ermöglicht ist.
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Figurenliste
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Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich, in denen:
- 1 ein Blockschaltbild ist, das eine Ausführungsform eines Motornetzteils gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
- 2A und 2B Diagramme sind, in denen die Wellenform eines Eingangswechselstroms jeweils beim Betrieb eines AC/DC- Konverters in einem Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus bzw. in einem Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus dargestellt ist;
- 3 ist ein Diagramm, das einen Vergleich zwischen dem Stand der Technik und der vorliegenden Erfindung wiedergibt;
- 4 ist ein Diagramm, das zeigt, wie einer Betriebsabschaltung durch Umschalten des Konverter- Betriebsmodus eines AC/DC- Konverters in Abhängigkeit von der Last während des Betriebs vermieden wird, und
- 5 ist ein Fließschaltbild, das darstellt, wie eine Konvertersteuereinheit während der Stromzufuhr eine Steuerung bzw. Regelung durchführt.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. 1 ist ein Blockschaltbild, das eine Ausführungsform eines Motorennetzteils gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt. Das Motornetzteil ist eine Vorrichtung, die einen Motor 104 mit variabler Drehzahl durch Zufuhr von Strom aus einem gewerblichen Dreiphasen- Wechselstromnetz 102 anzutreiben vermag und umfasst einen Inverter 106, einen AC/DC- Konverter bzw. Gleichrichter 108 und eine Konvertersteuereinheit bzw. einen Konverterregler 120. Der Inverter 106 ist zum Beispiel ein Pulsweitenmodulations- Inverter und wandelt den von dem AC/DC- Konverter abgegebenen Gleichstrom in einen für die Motorreglung geeigneten Wechselstrom um.
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Der AC/DC- Konverter 108 umfasst 6 seriell und parallel miteinander verbundene LeistungsHalbleiterelemente A, B, C, D, E und F und einen Glättungskondensator 110. Jedes Leistungs- Halbleiterelement enthält einen IGBT (Biopolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode, insulated gate bipolar transistor). Die Katode der Diode ist mit dem Kollektor des Transistors verbunden und die Anode der Diode ist an den Emitter des Transistors angeschlossen. Die Leistungs- Halbleiterelemente sind auf einer Wärmesenke 112 befestigt.
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Der AC/DC Konverter 108 ist mit einem Temperaturmesselement 114 zur Bestimmung der Temperatur der Wärmesenke 112 versehen. Ebenfalls sind Strommesselemente 116R, 116S und 116T (allgemein mit dem Bezugszeichen 116 bezeichnet) zur Bestimmung des Eingangsstroms in den entsprechenden Phasen (Phase R, Phase S und Phase T) des Dreiphasen-Wechselstromnetzes 102 vorgesehen.
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Der AC/DC Konverter 108 arbeitet in einer von zwei Konverter- Betriebsweisen bzw. - Betriebsmodi, dem Pulsweitenmodulations- Gleichrichtungsbetriebsmodus oder dem Dioden-Gleichrichtungsmodus. Der Pulsweitenmodulations-Konverterbetriebsmodus ist ein Modus, bei dem die AC- Eingangsspannung in eine DC- Ausgangsspannung unter Einsatz des IGBT-Abschnitts und der Pulsweitenmodulations- Regelung umgewandelt wird. Auf der anderen Seite ist der Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus ein Betriebsmodus, bei dem die AC- Eingangsspannung in eine DC- Ausgangsspannung unter Abschaltung aller IGBTs und Betrieb des Diodenabschnitts als ein Dreiphasen- Brückengleichrichter umgewandelt wird.
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Die Konvertersteuereinheit bzw. der Konverterregler 120 regelt den Konverterbetriebsmodus des AC/DC Konverters 108. Im Energierückgewinnungsmodus, in dem die von dem Inverter 106 während der Drehzahlverminderung des Motors 104 zurück lieferte Leistung an die Netzstromversorgung 102 zurück geleitet wird, bewirkt der Konverterregler 120, dass der AC/DC- Konverter 108 im Pulsweitenmodulations- Regelungsmodus arbeitet. Das bedeutet, dass im Energierückgewinnungsmodus der Konvertersteuereinheit 120 die Steuerung derart ausführt, dass von den Spannungen der Phase R, der Phase S und der Phase T des Dreiphasen-Wechselstromnetzes 102 der mit der Phase der höchsten Spannung verbundene IGBT und der mit der Phase der niedrigsten Spannung verbundene IGBT eingeschaltet und die anderen IGBTs abgeschaltet werden.
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Im Stromversorgungsbetrieb, in dem der Strom aus den Stromversorgungsnetz 102 an den Inverter 106 abgegeben wird, führt die Konvertersteuereinheit 120 die Regelung derart aus, dass der Konverterbetriebsmodus des AC/DC- Konverters 108 durch Wahl des Pulsweitenmodulations-Konverterbetriebsmodus oder des Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus entsprechend der jeweiligen Last bzw. Belastung ausgeführt wird.
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Wenn der Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus für die Stromversorgung ausgewählt ist, wird der Steuerbefehl an die IGBT- Abschnitte der Leistungshalbleiterelemente A bis F auf den Zustand „AUS“ gestellt und erfolgt die Gleichrichtung nur mit Hilfe der Dioden. Auf der anderen Seite wird bei Auswahl des Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus für die Stromversorgung die Gleichrichtung unter Verwendung sowohl der IGBT- Abschnitte als auch der Diodenabschnitte der Leistungshalbleiterelemente A bis F ausgeführt und wird der Pulsweitenmodulationsbefehl an die IGBT-Abschnitte gegeben.
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Die 2A und 2B sind Diagramme, die jeweils Wellenformen des Eingangsstroms bei Betrieb des AC/DC- Konverters 108 im Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus bzw. im Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus zeigen. Wie es in 2A dargestellt ist, ist die Wellenform des Eingangsstroms im Dioden-Gleichrichtungsbetriebsmodus eine solche Wellenform, bei der sich der Durchlasspunkt der Diode von einer zur anderen jeder der Perioden von 120° umkehrt, da die AC/DC- Gleichrichtung so ausgeführt wird, dass nur die Diodenabschnitte der Leistungshalbleiterelemente Strom durchlassen. Während dieser Zeit wird der Steuerbefehl für die IGBT- Abschnitte der Leistungshalbleiterelemente auf den Zustand „AUS“ gestellt. Auf der anderen Seite hat, wie dies in 2B dargestellt ist, die Wellenform des Eingangsstroms im Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus eine sinusförmige Form, da die AC/DC- Gleichrichtung durch Regelung des Eingangsstroms bei Abgabe eines Pulsweitenmodulationssteuerbefehls an die IGBT- Abschnitte der Leistungshalbleiterelemente A bis F ausgeführt wird.
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3 ist ein Diagramm, das einen Vergleich zwischen dem Stand der Technik und der vorliegenden Erfindung darstellt. Im Stand der Technik ist der Gleichrichtung- Betriebsmodus des AC/DC Gleichrichters im Stromzufuhrbetrieb auf entweder den Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus oder den Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus fest eingestellt. Im Falle des Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus treten Probleme dadurch auf, dass der Eingangswechselstrom einen hohen Anteil an Oberwellen hat und der Ausgangsgleichstrom durch die Scheitelwerte des Eingangswechselstroms bestimmt wird. Auf der anderen Seite besteht im Falle des Pulsweitenmodulations- Gleichrichtungsmodus, der den Vorteil hat, dass die in dem Eingangswechselstrom enthaltenen Oberwellen reduziert werden können und dass die Gleichstromwechselspannung veränderbar gemacht werden kann, das Problem, dass aufgrund des Schaltens der Leistungsschaltelemente der Temperaturanstieg groß wird.
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Im Gegensatz hierzu ist nach der vorliegenden Erfindung der Konvertermodus des AC/DC-Konverters im Stromversorgungsmodus nicht auf den Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus oder den Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus fixiert sondern wird vielmehr dynamisch zwischen dem einen oder anderen je nach Lastzustand umgeschaltet. Dies macht einen kontinuierlichen Betrieb unter Vermeidung eines Anhaltens des Systems möglich.
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4 ist ein Diagramm, das zeigt, wie ein Anhalten des Systems durch Umschalten des Konverterbetriebsmodus des AC/DC- Konverters in Abhängigkeit von der Last während der Stromversorgung vermieden werden kann. In 4 ist auf der Abszisse die Motorlast und auf der Ordinate die Temperatur der Wärmesenke oder dergleichen aufgetragen. Da im Stand der Technik der Konverterbetriebsmodus des AC/DC Konverters während des Stromversorgungsmodus nicht dynamisch umgeschaltet werden kann, wird das System angehalten, wenn die Last auf einen Wert ansteigt, bei dem die Temperatur der Wärmesenke oder die geschätzte Temperatur der Leistungs- Halbleiterelemente einen Alarmpegel erreicht.
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Aufgrund dieses Umstandes ist gemäß der vorliegenden Erfindung ein Umschaltpegel für den Konverterbetriebsmodus unterhalb des Alarmpegels vorgesehen. Ein solcher Alarmpegel für den Konverterbetriebsmodus kann entweder für die Temperatur der Wärmesenke oder für die geschätzte Temperatur der Leistungs- Halbleiterelemente vorgegeben oder kann für jede der beiden einzeln eingestellt werden. Dann vergleicht die Konvertersteuereinheit 120 solche Werte der Temperatur mit dem Umschaltpegel und bestimmt, ob die Notwendigkeit zum Umschalten des Konverterbetriebsmodus des AC/DC- Konverters 108 im Stromversorgungsmodus erforderlich ist.
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Wenn die Temperaturwerte während des Betriebs im Pulsweitenmodulations- Betriebsmodus bei Zunahme der Last bis auf den Umschaltpegel des Konverterbetriebsmodus ansteigen, schaltet die Konvertersteuereinheit 120 den Konverterbetriebsmodus des AC/DC- Konverters 108 auf den Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus um. Mit diesem Schritt wird ein weiterer Anstieg der Temperatur unterdrückt und die Notwendigkeit zum Anhalten des Systems, um einen übermäßigen Temperaturanstieg zu vermeiden, ausgeschaltet.
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Um die zuvor beschriebene Regelung zu implementieren weist der Konverterregler 120 auf, wie dies in 1 dargestellt ist, eine Lastmesseinheit 122 für die Temperatur der Wärmesenke, einer Lastmesseinheit 124 zum Abschätzen der Gerätetemperatur, eine Einheit 126 zum Abschätzen einer Überlastung, eine Einheit 128 zum Bestimmen der Notwendigkeit zum Umschalten des Konverterbetriebsmodus und einer Befehlseinheit 130 zum Erzeugen eines Befehls an die IGBTs. Die Betriebsweise dieser Einheiten wird unter Bezugnahme auf 5 näher beschrieben.
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5 ist ein Fließschalbild, das zeigt, wie der Konverterregler 120 die Steuerung während des Strom Versorgungsbetriebs durchführt. Zunächst bewirkt die Befehlseinheit 128 für die IGBTs, dass der AC/DC- Konverter 108 in dem ursprünglich im Schritt 502 vorgegebenen Konverterbetriebsmodus arbeitet. Das bedeutet, dass im Falle des Dioden- Gleichrichtungsbetriebsmodus die Befehlseinheit 130 für einen Steuerbefehl für die IGBTs „0“ (Schaltzustand „AUS“) an die IGBT- Abschnitte der Leistungshalbleiterelemente A bis F abgibt.
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Auf der Grundlage des Ausgangssignals des Temperaturmesselements 114 wird von der Lastmesseinheit 122 die Temperatur der Wärmesenke 112 bestimmt und stellt die Einheit 126 zur Bestimmung einer Überlast durch Vergleich der gemessenen Temperatur der Wärmesenke 112 mit dem im Schritt 504 vorgegebenen Temperaturumschaltpegel für den Konverterbetriebsmodus fest, ob die Temperatur der Wärmesenke 112 höher als der Umschaltpegel für den Konverterbetriebsmodus ist oder ob nicht.
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Auf der anderen Seite schätzt die Lastmesseinheit 124 zum Abschätzen der Gerätetemperatur während des Betriebs im Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus die Temperatur der Leistungshalbleiterelemente durch Integration der von den Strommesselementen 116 ermittelten Stromeingangswerte und bestimmt die Einheit 126 zur Bestimmung einer Überlast ob oder ob nicht die geschätzte Temperatur der Leistungshalbleiterelemente höher als der Umschaltpegel für die Gleichrichtungsbetriebsweise ist, und zwar durch Vergleich der geschätzten Temperatur mit dem im Schritt 506 vorgegebenen Umschaltpegel für den Gleichrichtungsbetriebsmodus.
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Wenn das Ergebnis der Entscheidung im Schritt 504 „JA“ ist und wenn auch das Ergebnis der Entscheidung im Schritt 506 „JA“ ist, erkennt die Einheit 128 zum Bestimmen der Notwendigkeit zum Umschalten des Gleichrichtungbetriebsmodus, dass keine Notwendigkeit zum Umschalten des Gleichrichtungbetriebsmodus des AC/DC- Konverters 108 besteht.
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Auf der anderen Seite erkennt die Einheit 128 zum Bestimmen der Notwendigkeit zum Umschalten des Gleichrichtungbetriebsmodus wenn das Ergebnis der Entscheidung im Schritt 504 „NEIN“ ist oder wenn das Ergebnis der Entscheidung im Schritt 506 „NEIN“ ist, dass es keine Notwendigkeit zur Umschaltung des Gleichrichtungbetriebsmodus des AC/DC- Konverter es 108 aus dem Pulsweitenmodulations- Konverterbetriebsmodus in den Dioden-Gleichrichtungbetriebsmodus besteht und gibt einen entsprechenden Befehl an die IGBT Befehlseinheit 130 ab. Auf diesen Instruktionsbefehl hin bewirkt die IGBT- Befehlseinheit 130, dass der Gleichrichtungbetriebsmodus des Art DC/DC Konverters 108 auf den Dioden-Gleichrichtungbetriebsmodus umgeschaltet (Schritt 510).
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Auf diese Weise wird gemäß der vorliegenden Erfindung, wenn die Temperatur aufgrund eines Überlastzustandes ansteigt der Gleichrichtungbetriebsmodus des AC/DC- Konverters 108 in den Dioden-Gleichrichtungbetriebsmodus umgeschaltet, wodurch die im AC/DC- Konverter 108 auftretende Wärmeabgabe reduziert wird und wodurch ein weiterer Anstieg der Temperatur verhindert wird und auf diese Weise die Notwendigkeit zum Anhalten des Systems für die Vermeidung eines exzessiven Temperaturanstiegs ausgeschaltet wird.
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Während dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben worden ist, versteht es sich, dass die Erfindung nicht auf die zuvor beschriebene spezielle Ausführungsform beschränkt ist, sondern dass es verschiedene andere Ausführungsformen ausgeführt werden können. Zum Beispiel können anstelle der Bestimmung der Temperatur pur der Wärmesenke, auf denen die Leistungshalbleiterelemente befestigt sind, Vorkehrungen getroffen werden, um die Temperatur der Leistungshalbleiterelemente unmittelbar zu bestimmen.
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Die Erfindung kann auch in anderen speziellen Ausführungsformen verwirklicht werden. Die vorliegende Ausführungsform ist daher in jeder Hinsicht nur als beschreibend und nicht als beschränkend zu verstehen. Der Schutzbereich der Erfindung soll sich aus den Patentansprüchen und nicht aus der vorangegangenen Beschreibung ergeben. Ulle innerhalb der Bedeutung der Begriffe liegenden Abwandlungen und der Äquivalenzbereich der Patentansprüche sollen durch die Patentansprüche umfasst sein.