DE102011006645A1 - Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung - Google Patents
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Abstract
Gegenstand der Erfindung ist eine mit einer Vielzahl von seitlich emittierenden Lichtleitern, die jeweils mindestens ein Faserbündel seitenemittierender Fasern umfassen, wobei die Lichtleiter miteinander verdrillt sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung.
- Neuere Kraftfahrzeuge verfügen im Innenraum zunehmend über sogenannte ambiente Lichtfunktionen, die je nach Fahrzeugtyp oder Zielgruppe für eine dezente oder auffallende Ausleuchtung des Innenraumes sorgen. Der Einsatz dieser Art der Beleuchtung erleichtert den Passagieren im Fahrzeug die Orientierung und schafft eine individuelle und wohnliche Atmosphäre.
- Aus der
DE 10 2009 039 556 A1 ist ein Beleuchtungssystem, insbesondere für den Innenraum eines Fahrzeugs, bekannt, umfassend zumindest einen seitlich emittierenden Lichtleiter, welcher ein Faserbündel seitenemittierender Fasern umfasst, wobei das Faserbündel in einer rundum umschlossenen transparenten Kunststoffummantelung angeordnet ist, in welcher die seitenemittierenden Fasern zumindest in axialer Richtung gegeneinander beweglich sind. - Insbesondere werden dabei Stufen-Index-Fasern verwendet. Das Faserbündel seitenemittierender Fasern ist dabei in einer rundum umschlossenen Kunststoffummantelung angeordnet. Unter rundum umschlossen wird dabei verstanden, dass in Querschnittsbetrachtung die Kunststoffummantelung um das gesamte Faserbündel herum geschlossen ist, also insbesondere nicht etwa seitlich aufgeschnitten wurde, um die Fasern einzulegen. Außerdem sind dabei die seitenemittierender Fasern zumindest in axialer Richtung gegeneinander beweglich. Eine Beweglichkeit der Fasern zueinander wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Kunststoffummantelung im Bereich des Faserbündels ausgespart ist, also insbesondere eine Art Schlauch bildet, in welchem die Fasern eingebettet sind. Dadurch wird erreicht, dass enge Biegeradien möglich sind, ohne dass die seitenemittierenden Fasern brechen.
- Eine Einkopplung von Licht oder eine Ansteuerung von Lichtquellen, mit welchen dieses Beleuchtungssystem besonders vorteilhaft eingesetzt werden kann ist in der
DE 10 2009 039 556 A1 nicht offenbart. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine auffallende und variable Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung anzugeben.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
- Eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung umfasst eine Vielzahl von seitlich emittierenden Lichtleitern, die jeweils mindestens ein Faserbündel seitenemittierender Fasern, insbesondere Glasfasern, umfassen, wobei die Lichtleiter miteinander verdrillt oder verflochten sind.
- Je nach Ausführungsvariante kann die Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung auch eine oder mehrere Lichtquellen umfassen, um Licht in die Lichtleiter einzukoppeln. Auch eine Steuereinrichtung zum Ansteuern der Lichtquellen kann Bestandteil der Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung sein.
- Dadurch wird mit geringem Aufwand eine vielseitig einsetzbare und funktional flexible Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung geschaffen, die aufgrund ihrer mechanischen Flexibilität hervorragend in verschiedene Kraftfahrzeugtypen integrierbar ist.
- Vorzugsweise sind die Faserbündel jeweils in einer rundum umschlossenen transparenten Kunststoffummantelung angeordnet, in welcher die seitenemittierenden Fasern zumindest in axialer Richtung gegeneinander beweglich sind.
- Dadurch wird die mechanische Flexibilität und Stabilität der Lichtleiter und damit der Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung erhöht.
- Es ist eine Weiterbildung der Erfindung, dass den Lichtleitern jeweils eine Lichtquelle, insbesondere eine LED oder RGB-LED, zugeordnet ist, die derart relativ zu dem Lichtleiter angeordnet ist, dass Licht der Lichtquelle in den Lichtleiter einkoppelbar ist.
- Dadurch kann in die verschiedenen Lichtleiter beispielsweise verschiedenfarbiges Licht oder Licht zu verschiedenen Zeiten eingekoppelt werden. Dadurch können auffallende Lichteffekte generiert werden.
- Bei einer anderen Weiterbildung ist eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Lichtquellen vorgesehen, die hardwaretechnisch und/oder programmtechnisch derart eingerichtet und mit den Lichtquellen gekoppelt ist, dass Licht der verschiedenen Lichtquellen nacheinander jeweils in die verschiedenen, den Lichtquellen jeweils zugeordneten Lichtleiter eingekoppelt wird. Insbesondere eine zeitlich sequentielle und zyklische Aktivierung der Lichtquellen kann dabei besonders vorteilhaft sein.
- Vorzugsweise wird dabei zunächst eine erste Lichtquelle aktiviert, um Licht in einen ersten Lichtleiter einzukoppeln. Mit (gleichzeitig, kurz davor oder kurz danach) der Deaktivierung dieser ersten Lichtquelle wird eine zweite Lichtquelle aktiviert, um Licht in einen zweiten Lichtleiter einzukoppeln, usw. Mit der Deaktivierung einer letzten Lichtquelle wird dann wieder die erste Lichtquelle aktiviert, um Licht in den ersten Lichtleiter einzukoppeln.
- In Kombination mit den verdrillten oder verflochtenen Lichtleitern kann so ein ”laufendes Licht” erzeugt werden, durch dessen ”Laufrichtung” beispielsweise situationsabhängig auf Bedienelemente eines Kraftfahrzeuges hingewiesen werden kann oder ein Energiefluss visualisiert werden kann.
- Je nach Ausführungsvarianten kann der Übergang von einer Lichtquelle auf die nächste Lichtquelle dabei auch ”fließend” erfolgen. Beispielsweise wird die Lichtstärke einer aktiven Lichtquelle kontinuierlich auf null reduziert, und gleichzeitig, danach oder zeitliche überlappend die Lichtstärke einer weiteren Lichtquelle kontinuierlich erhöht bis diese als aktive Lichtquelle ihre volle Lichtstärke abstrahlt. Dann oder nach einer vorgegebenen Zeitspanne wird die Lichtstärke dieser aktiven Lichtquelle kontinuierlich auf null reduziert, und gleichzeitig die Lichtstärke einer weiteren Lichtquelle kontinuierlich erhöht bis diese als aktive Lichtquelle ihre volle Lichtstärke abstrahlt, usw.
- Vorzugsweise ist durch die Lichtquellen jeweils Licht verschiedener Farben in die die verschiedenen oder jeweils einen Lichtleiter einkoppelbar. Dazu können die Lichtquellen beispielsweise RGB-Leuchtdioden umfassen.
- Dadurch können noch auffälligere Lichteffekte erzeugt werden.
- Im Rahmen der Erfindung liegt auch ein Kraftfahrzeug mit einem Bedienelement und einer oben beschriebenen Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung, wobei das Steuergerät derart eingerichtet ist, dass die ”Laufrichtung” des laufenden Lichtes auf den Ort des Bedienelementes hinweist.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die folgende Figur näher erläutert:
-
1 zeigt eine vereinfachte schematische Prinzipdarstellung einer ersten Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung; -
2 zeigt eine vereinfachte schematische Prinzipdarstellung einer zweiten Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung. -
1 zeigt eine Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung mit einer Vielzahl von Lichtleitern LL1, LL2, LL3, die miteinander verdrillt sind. Die flexiblen Lichtleiter LL1, LL2, LL3 umfassen jeweils ein flexibles Faserbündel seitenemittierender Fasern. Die Faserbündel sind jeweils in einer rundum umschlossenen transparenten Kunststoffummantelung angeordnet, in welcher die seitenemittierenden Fasern zumindest in axialer Richtung gegeneinander beweglich sind. Beispielsweise können die Faserbündel gemäß der Offenbarung in derDE 10 2009 039 556 A1 gebildet sein. - Den Lichtleitern LL1, LL2, LL3 ist als Lichtquelle jeweils eine Leuchtdiode LED1, LED2, LED3 zugeordnet. Die Leuchtdioden LED1, LED2, LED3 sind derart angeordnet, dass das durch die Leuchtdioden abgestrahlte Licht Im Wesentlichen jeweils in den zugehörigen Lichtleiter LL1, LL2, LL3, insbesondere in dessen Stirnseite, eingekoppelt wird.
- Die Leuchtdioden LED1, LED2, LED3 werden durch ein Steuergerät STE1 in an sich bekannter Weise angesteuert.
- Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung erfolgt die Ansteuerung der Leuchtdioden LED1, LED2, LED3 derart, dass die Leuchtdioden LED1, LED2, LED3 zeitlich sequentiell und zyklisch aktiviert werden. Beispielsweise wird zuerst die Leuchtdiode LED3 aktiviert. Dann wird diese deaktiviert und im Zuge der Deaktivierung die Leuchtdiode LED2 aktiviert. Dann wird diese deaktiviert und im Zuge der Deaktivierung die Leuchtdiode LED1 aktiviert. Dann wird diese deaktiviert und im Zuge der Deaktivierung wieder die Leuchtdiode LED3 aktiviert, usw.. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Leuchtdioden LED1, LED2, LED3 kann dabei kontinuierlich oder diskret erfolgen. Dadurch wird ein ”laufendes Licht” erzeugt, das in einem Kraftfahrzeug für verschiedene wecke eingesetzt werden kann.
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2 zeigt eine Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung, die im Wesentlichen der Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung gemäß1 entspricht. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen dabei entsprechende Komponenten. Im Gegensatz zur Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung gemäß1 werden bei der Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung gemäß2 RGB-Leuchtdioden RGB-LED1, RGB-LED2, RGB-LED3 eingesetzt, um in die Lichtleiter LL1, LL2, LL3 Licht verschiedener Farben einkoppeln zu können. - Dazu werden in an sich bekannter Weise (über LIN-Leitung, Masse und Klemme 30) durch ein zentrales Steuergerät STE2 drei LIN(Local Interconnect Network)-Module LIN1, LIN2, LIN3 angesteuert, die jeweils eine RGB-Leuchtdiode RGB-LED1, RGB-LED2, RGB-LED3 ansteuern. Ein LIN-Modul kann dazu beispielsweise einen LIN-Treiber, einen Controller und einen Spannungsregler umfassen.
- Das Steuergerät kann dabei derart eingerichtet sein, dass nacheinander oder gleichzeitig verschieden Farben in die verschiedenen Lichtleiter LL1, LL2, LL3 eingekoppelt wird, um je nach Ausführungsvariante besonders auffallende oder angenehme Lichteffekte zu generieren.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- DE 102009039556 A1 [0003, 0005, 0025]
Claims (5)
- Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung mit einer Vielzahl von seitlich emittierenden Lichtleitern, die jeweils mindestens ein Faserbündel seitenemittierender Fasern umfassen, wobei die Lichtleiter miteinander verdrillt oder verflochten sind.
- Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach Anspruch 1, bei dem die Faserbündel jeweils in einer rundum umschlossenen transparenten Kunststoffummantelung angeordnet sind, in welcher die seitenemittierenden Fasern zumindest in axialer Richtung gegeneinander beweglich sind.
- Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem den Lichtleitern jeweils eine Lichtquelle, insbesondere eine LED, zugeordnet ist, die jeweils derart relativ zu dem Lichtleiter angeordnet sind, dass Licht der Lichtquelle in den Lichtleiter einkoppelbar ist.
- Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Steuereinrichtung zur Steuerung der Lichtquellen, die derart eingerichtet und mit den Lichtquellen gekoppelt ist, dass Licht der verschiedenen Lichtquellen nacheinander jeweils in die verschiedenen, den Lichtquellen jeweils zugeordneten Lichtleiter eingekoppelt wird.
- Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem durch die Lichtquellen jeweils Licht verschiedener Farben in die Lichtleiter einkoppelbar ist.
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- 2011-04-01 DE DE102011006645A patent/DE102011006645A1/de not_active Withdrawn
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